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Aufstockung, Nachverdichtung, Wohnraum-Börse. So stehen die Stadtrat-Kandidaten zum Thema Wohnen in Lüneburg.

Ulrich Blanck – BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

Eberhard Korthaus – Alternative für Deutschland:

Hiltrud Lotze – Sozialdemokratische Partei Deutschlands:

Michèl Pauly – DIE LINKE:

Frank Soldan – Freie Demokratische Partei:

Niels Webersinn – Christlich Demokratische Union Deutschlands:

Redaktion und Moderation: Hans-Herbert Jenckel
Kamera und Schnitt: Katja Grundmann und Julia Drewes

 

92 Kommentare

  1. Sensationell gut gemacht und wirklich sehr informativ Ihre dreißig Filmchen im „Online-Wahlforum: Stadt Lüneburg“, liebe Katja Grundmann, Julia Drewes und Hans-Herbert Jenckel.

    Mein Eindruck von den Protagonisten: Es gibt zwei Gruppen. (A) Hiltrud Lotze (SPD), Ulrich Blanck (B 90/GRÜNE) und Michèl Pauly (DIE LINKE) wissen, worüber sie reden und können das auch ausdrücken, wobei Pauly von den Linken allen seinen Mitbewerbern gedanklich und rhetorisch haushoch überlegen ist, wenn auch seine Ideen es zum größten Teil sehr schwer haben dürften, Mehrheiten zu finden. Doch bei seiner Lernfähigkeit und seinem Pragmatismus ist Pauly in fünf Jahren ein souveräner OB-Kandidat, der, jedenfalls unter den derzeit sichtbaren möglichen Mitbewerbern, sehr gute Chancen haben dürfte.

    (B) Die zweite Gruppe der weniger sicheren und glaubwürdigen Vetreter wird m. E. von Niels Webersinn (CDU) angeführt. In den Bereichen Wohnen und Wirtschaft macht er eine gute Figur. Über Bildung, Integration und Verkehr hat er weniger sorgfältig nachgedacht. Frank Soldan (FDP) wirkt bei jedem Thema, als hätte er sich gerade einiges dazu angelesen, aber vieles sofort wieder vergessen und müsste sich nun mit bieder verschrobenen Hausmannsintuitionen behelfen. Und das Schlusslicht ist eindeutig der vollkommen überforderte Eberhard Korthaus (AfD), der in seiner wirr herumhaspelnden Großväterlichkeit zwar jede Menge mitfühlender Sympathiepunkte für den hilflosen Alten einheimst, aber besser Zuhause geblieben wäre und auf seiner Terrasse für seine Urenkelkinder etwas Hübsches über das Preußische Dreiklassenwahlrecht aufgeschrieben hätte.

    MfG, Dietmar Garbers

  2. Danke für diese Einblicke

    Nach diesem Interview dürfte die AfD kommunal eigentlich keine Stimmen bekommen. Die FDP hat für mich kein gutes Bild abgegeben, da wenig Inhalt vorhanden gewesen ist. Die Grünen bleiben ihrer Utopie treu, haben allerdings mittlerweile fundiertes Wissen und nicht nur Parolen. Sie liegen hier in meiner Bewertung nur knapp hinter der SPD.

    Zu meine TOP 3 nach diesem Interview:
    Frau Lotze (SPD) hat zwar bei mir in den Bereichen Integration und Bildung punkten können, windet sich aber leider immer wieder aus den gemachten Fehlern der Vergangenheit heraus und steht nicht dazu, um es besser zu machen. Schade eigentlich…

    Herr Webersinn (CDU) wirkt zwar zu strukturiert und rethorisch, hat allerdings Inhalte gebracht, Ziele benannt und auch Fehler eingestanden, die geändert werden müssen und sollen. Dieses frische Blut tut gut!

    Sehr überrascht gewesen bin ich von Herrn Pauly (Linke). Ein absolut einwandfreier Auftritt mit mehr als fundiertem Wissen und Sachverstand. Machbare Wege und Möglichkeiten aufzeigend, die nicht einfach nur so als Parole heraus gehauen worden sind. Chapeau! Die Anmerkung von Herrn Garbers, ihn als OB-Kandidaten bei den nächsten OB-Wahlen zu sehen, sind absolut nachzuvollziehen. Und ich bin definitiv kein Linker!!

    Jetzt heißt es für mich die Wahlprogramme genauer anschauen und dann werde ich sehen, was mir mehr liegt.

    Danke an die LZ für dieses Forum.

    • Gabor Kellinghusen

      „Nach diesen Interviews dürfte die AfD kommunal eigentlich keine Stimmen bekommen.“

      Da stimme ich Ihnen voll zu, Herr Mai. Wenn Eberhard Korthaus und Stephan Bothe die Lichtgestalten der angeblich „neuen“ Rechten in Stadt und Kreis sein sollen, dann sieht es wirklich finster aus für diesen Verein. Beide bringen stark radebrechend zum Ausdruck, dass sie sehr viel Wert auf die Beherrschung des hiesigen Idioms legen. Ich finde, was den korrekten Gebrauch ihrer Muttersprache anbelangt, haben die Herren noch erheblichen „Optimierungsbedarf“. Vor dem Einzug in eine Kreis- oder Gemeindevertretung sollten von ihnen unbedingt ein oder zwei mehrmonatige Intensivkurse „Bio-Deutsch für Autochthone – Grammatik und freies Sprechen“ an der „Volkshochschule Region Lüneburg“ gebucht werden.

      • Hallo Herr Kellinghusen,
        Sie müssen die AfD nicht gut finden, gar wählen und Sie können auch gerne gegen die AfD argumentieren.

        Sie können auch die Stärken und Schwächen einzelner Parteien und Personen – wir können ja kommunal Personen wählen – kommentieren. Und ein Kommentar kann dabei auch vernichtend ausfallen, wenn…

        ja wenn der / die Kritisierte dazu Anlass gibt.

        Es gibt unterschiedliche Sprachfertigkeiten, rhetorisches Talent, Übung in Medienarbeit, und schließlich schlicht auch sophistische Fertigkeiten. Und es bleibt jedem Zuhöhrer überlassen, dem großartigen Redner auf der Massenveranstaltung seine Stimme zu schenken, oder auf die Aussagen des hutzeligen Fistelstimmchens zu horchen, das zudem laufend unterbrochen wird in der Fernsehtalkshow und schließlich ganz abgelenkt ins Stottern fällt und mühsam den Gedanken abschließen kann.

        Sie entscheiden, ob Sie auf Außenwirkung, oder die Inhalte mehr Wert legen.

        Das ist kein Plädoyer für oder gegen die AfD oder irgend eine der interviewten Kandidatinnen und Kandidaten.

        Es ist der Hinweis, dass ich Ihren Kommentar für borniert halte, da z.B. zum Thema Integration Herr Bothe klar und deutlich spricht, was ist daran sprachlich zu bemängeln?

        Herrn Pauly wiederum schätze ich für sein Redetalent, er hat es allerdings nun auch zehn Jahre im Stadtrat weidlich üben dürfen. Und auch da gilt: klare Gedanken, begründet vorgetragen – doch bei vielen Argumenten fehlt mir dann der Nachteil seiner Idee, die natürlich kaum ein Politiker von selbst erwähnt. Fazit: Er ist sprachlich so begabt, dass er auch die Nachteile von LINKE-Anträgen erklären könnte, aber natürlich rhetorisch begabt genug, diese zu umschiffen oder zu relativieren.

        Was mich an Ihrem Kommentar so besorgt: Sie reden letztlich dem besten Populisten und Sophisten das Wort!!!

        Davon hatten wir bereits genug.

        Und was Ihre Erwartungen an Abgeordnete und Bürgervertreter angeht: wer handwerkliich, aber nicht sprachlich top ist, ist deshalb kein Vollidiot, wie Sie es darstellen. Auch seine / ihre Ideen können klug und richtig sein, nur eben die Darstellung holprig.

        Ich verstehe nun allerdings besser, warum Frau Mertz in Neetze für die SPD nur mit einem „wisssenschaftlich“ als Büromitarbeiterin bei Frau Schröder-Ehlers kandidieren wollte – wenn so ihre Wählerklientel aussieht, die oberflächlich urteilt, ist das Tragen akademischer Weihen ja offensichtlich eine conditio sine qua non.

        Denken Sie nach, bitte.

        • Gabor Kellinghusen

          So ist es, lieber Anonymus „Luenebuerger“,

          „zum Thema Integration [spricht] Herr Bothe klar und deutlich“, aber leider sehr von oben herab. „Fassen Sie sich bitte an die eigene Nase, lieber Kreistagskandidat, und versuchen Sie sich in die Menschen hineinzuversetzen. Außerdem: wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen — auch nicht auf ausländische Zuzügler.“ Mehr wollte ich Herrn Bothe nicht sagen. (Dass ich ihn aufgrund seiner sprachlichen Einschränkungen für einen Idioten halte, Populisten das Wort rede, oder für schäbige Betrügereien à la Brigitte Mertz plädiere, etc. sind dumme, gemeine „Sophismen“, rhetorische Inversionen und niederträchtige Unterstellungen Ihrerseits (Pauly hatte ich mit keiner Silbe erwähnt), zu denen Sie bekanntlich immer tendieren, ganz gleich, unter welcher Maske Sie gerade bundeskaspern.)

          Wir sind uns einig, wenn alles das, was Sie hier zugunsten von Herrn Bothe aufbieten, von Ihnen (und Herrn Bothe) auch Fremden, Flüchtlingen, Asylsuchenen und Einwanderungswilligen zugute gehalten wird, nämlich dass „wer handwerklich [vielleicht auch „bloß“ menschlich], aber nicht sprachlich top ist, ist deshalb kein Vollidiot (…). Auch seine / ihre Ideen können klug und richtig sein, nur eben die Darstellung holprig. (…) Sie [„Luenebuerger“] entscheiden, ob Sie auf Außenwirkung [und Aussehen], oder die Inhalte mehr Wert legen.“

          Wollen Sie sich DARÜBER nicht einmal mit Herrn Bothe (vor allem aber mit sich selbst) unterhalten?

          „Denken Sie nach, bitte.“

          • Sehr geehrter Herr Kellinghusen,
            sehen Sie – das ist Ihr Problem: ich habe nicht Herrn Bothe oder die AfD verteidigt, ich habe nur zwei Dinge getan:

            Darauf klar und deutlich hingewiesen, dass Sie etwas behaupten, was ich so nicht feststellen konnte, nämlich dass Herr Bothe sprachlich so niveaulos sei, dass er „Sprachkurse an der Volkshochschule“ besuchen solle.

            Zwar werde ich für meinen Hinweis aggressiv genannt, mag sein, letztlich ist das Aggressive aber die Abwertung, die in Ihrer aus meiner Sicht verletzenden Häme liegt.

            Das zweite Anliegen von mir war ebenfalls unabhängig von irgendeiner Parteipräferenz, genau darum erwähnte ich auch Herrn Pauly als guten Redner in meiner Antwort als Gegenbeispiel:

            Sie nutzen persönliche Schwächen von Kandidaten, um sie abzuwerten und zwar gleich die ganze Partei und politische Richtung. Und das liegt ganz im Trend: die „dumme Landbevölkerung“ wählt in ganz Europa und sogar den USA „rechtsnational / rechtspopulistisch, während in den Städten die gebildeten und weltoffenen modernen Menschen natürlich moralisch nicht rückwärtsgewandt denken…

            Dieses Abwerten im klassischen Stadt-Land-Konflikt gibt es mit Sicherheit, seit es Städte gibt. Und die Arroganz und Ignoranz der Städter gegenüber der „limitierten“ Landbevölkerung haben auch schon die antiken Römer in der Geschichte vom Kopf und der Hand thematisiert.

            Ich finde die dahinter stehende Haltung, wonach nur ein bestimmtes Bildungsniveau erlaube, sich politisch zu engagieren bzw. zu artikulieren, für äußerst arrogant und elitär in einem negativen Sinne. Weil Sie damit von vorneherein ca. 50% der Bevölkerung, die nicht eben mal so einfach 15min vor der Kamera geschliffen formulieren kann, das Recht zur demokratischen Beteiligung absprechen.

            Natürlich können Sie das nicht eingestehen, also heißt es: Unterstellungen.

            Machen Sie sich einfach klar, was Sie geschrieben haben. Dann ist schon alles in Ordnung. Ich kann sie trösten – Sie sind nicht alleine mit dieser Haltung.

            Und genau darum schreibe ich es Ihnen. Und bitte nun darum, dass wir es dabei belassen, da harte Kritik auch verletzend ankommen kann, in diesem Fall – entschuldigen Sie, wenn Sie sich persönlich angegriffen fühlen. Das war nicht meine Absicht – aber die politische Agitation hinter dem Abwerten ganzer Bevölkerungsgruppen, die spreche ich offen an, weil sie nicht zum Ihrerseits ja ansonsten propagierten Ziel der Teilhabe passt.

          • Gabor Kellinghusen

            Sehr geehrter Anonymus „Luenebuerger“,

            Sie scheinen zu faseln, doch als aufmerksamer Leser merkt man Ihre Absicht — und man ist verstimmt.

            Es ist ein uralter Kniff aus der Trickkiste extremistischer Parteipropaganda, den gutmeinenden, vermittelnden Neutralen zu geben und dabei durch geschicktes Einführen und Wiederholen der immergleichen Vorstellungsklischees an üble Vorurteile und giftige Ressentiments bei Leuten zu appellieren, von denen SIE annehmen, diese seien blöde genug, IHRE perfide Schleicherei um Gunst und Zustimmung nicht zu bemerken. Bei Klaus Bruns, dem „unabhängigen Selbstdenker“ am Gängelband von abgedroschensten Phrasen (die ständig das ganze Spektrum populistischer Vorurteile gegenüber „manipulativer Lügenpresse“, „akademischen Klugscheißern“, „etablierten Systemparteilern“ und „verschlagenen Lobbyisten“ repetieren), die er für „seine“ Einstellungen hält, hatten Sie ja offensichtlich auch gleich wieder Erfolg.

            Hier meine Kommentare zur Liste Ihrer Verdrehungen und Unterstellungen:

            1. Ich habe kein „Problem“. Ich habe klar gesagt: Korthaus macht einen verwirrten, Bothe einen unüberlegten Eindruck. Beide haben starke Defizite im verbalen Ausdruck und sollten sich nicht über Menschen zum Richter erheben, die Deutsch nicht als Muttersprache gelernt haben. (Und wenn schon einer ein Problem hat, dann doch wohl Sie, der Sie unehrlich und feige sind und nicht unter Ihrem bürgerlichen Namen für das einstehen, was Sie mir, Herrn Pauly, Frau Mertz und anderen wie ein Heckenschütze ans Zeug flicken.)

            2. SIE haben Bothe und die AfD verteidigt. Wäre das nicht so, wären Ihre Interventionen hier ohne jeden Sinn.

            3. Ich stehe zu meiner „Häme“. Wer sich aufschwingt, anderen die Welt zu erklären und sie in kommunalen Körperschaften vertreten will, sollte sich nicht lächerlich machen, indem er das, was er anderen, Schwächeren abverlangt, selbst nicht leisten kann,

            4. SIE schreiben hier NICHT „unabhängig von irgendeiner Parteipräferenz“. Sie machen Reklame für die AfD, wenn auch nicht offen, sondern indirekt und hinten herum (neudeutsch: „viral“).

            5. Es ist UNWAHR, dass ich die persönlichen Unzulänlichkeiten von Herrn Bothe und Herrn Korthaus „genutzt“ habe, um „gleich die ganze Partei und politische Richtung“ abzuwerten. Ich habe die AfD in meinem ersten Post NICHT EINMAL erwähnt.

            6. Was „im Trend liegt“, weiß ich – im Unterschied zu IHNEN – leider nicht. Nach meiner Kenntnis von seriösen Erhebungen des statistischen Bundesamts kommt die überwiegende Zahl „rechtsnational / rechtspopulistischer“ Wähler in allen EUROPÄISCHEN Ländern aber aus den mittleren und großen Städten und NICHT vom Land. Die angebliche Opposition von Metropole und Provinz ist ein literarischer Gemeinplatz aus dem neunzehnten Jahrhundert, der von modernen Demagogen nur darum immer noch gerne ins Feld geführt, weil der Gegensatz von „edel aufrechter Schollengebundenheit“ und „verkommen multikultureller City-Luderei“ so schön zur primitivistischen Gesamtpositionierung passt. Sie werden es am Abend des kommenden Sonntags selbst erfahren. Die Wähler der AfD leben in Lüneburg. In Amelinghausen, Dahlenburg und Bienenbüttel verhindert die soziale Kontrolle das Wuchern überkandidelt realitätsferner und unpraktikabler Überzeugungen.

            7. Es ist ein sehr dummer (und sehr gefährlicher) Glaube, dass die „gebildeten und weltoffenen modernen Menschen natürlich moralisch nicht rückwärtsgewandt denken“. Sie selbst hatten an anderer Stelle geschrieben, der faulende Fisch beginne immer vom Kopf her zu stinken.

            8. „Dieses Abwerten im klassischen Stadt-Land-Konflikt gibt es mit Sicherheit, seit es Städte gibt. Und die Arroganz und Ignoranz der Städter gegenüber der ‚limitierten‘ Landbevölkerung haben auch schon die antiken Römer in der Geschichte vom Kopf und der Hand thematisiert.“ Da stimme ich Ihnen zu. HEUTE dagegen wird dieser ausgelaugte Topos in unseren Breitengraden aber nur noch von Leuten wie Bernd Höcke, Gunter Runkel oder Norbert „Bundeskasper“ beschworen, um ein Thema zum Schamfudern zu erkünsteln. Der Landwirt Randolf von Estorff aus Betzendorf lacht über so einen anachronistischen Blödsinn.

            9. Auch ICH finde die „Haltung, wonach nur ein bestimmtes Bildungsniveau erlaube, sich politisch zu engagieren bzw. zu artikulieren, äußerst arrogant und elitär in einem negativen Sinne“! Mehr noch, ICH finde diese Haltung sogar VERLOGEN. Aber NICHT nur, falls Sie irgendein Gehirnamputierter tatsächlich noch einnimmt, weil er „damit von vorneherein ca. 50% der Bevölkerung, die nicht eben mal so einfach 15min vor der Kamera geschliffen formulieren können, das Recht zur demokratischen Beteiligung“ abspricht, sondern weil er damit eine Konfrontation ERDICHTET oder FINGIERT, die es gar nicht gibt (außer vielleicht für Brigitte Mertz), um der AfD durch das Schüren antielitärer Emotionen Stimmvieh zuzutreiben.

            10. „Natürlich können Sie das nicht eingestehen“, lieber Norbert, „also heißt es: Unterstellungen“. Aber genau das ist Ihre bewährte Methode. Sie behaupten einfach, mein Einwand gegen Herrn Bothe – und NUR gegen Herrn Bothe – belege eine generelle, pauschale Vorverurteilung, welche SIE dann verwenden können, um anlasslos, aber Wortreich IHRE populistische Bauernfängerei betreiben zu können.

            11. Norbert „Luenebuerger“, bitte „machen Sie sich [und Klaus Bruns] einfach klar, was Sie geschrieben haben. Dann ist schon alles in Ordnung. Ich kann sie trösten – Sie sind nicht alleine mit dieser Haltung.“ Sie ist der kompletten Parteileitung und den meisten Mitgliedern der AfD zu eigen.

            12. Tut mir Leid, „Luenebuerger“, ich möchte Sie nicht beleidigen, aber IHRE „politische Agitation“, die „das Abwerten ganzer (akademisch gebildeter) Bevölkerungsgruppen“ beinhaltet, „die spreche ich offen an, weil sie nicht zum Ihrerseits ja ansonsten propagierten Ziel der Teilhabe passt.“

          • @ Gabor Kellinghusen

            Randolf von Estorff lacht in Barnstedt.

        • Also ich finde sie sind sehr agressiv, Lünebürger. Kellinghusen hat warscheinlich das Oberlehrerhafte von Steffan bote aufgeregt, Mich auch. Andrer Seits finde ich Bote aber garnicht so tüddelig wie den ollen Dr. Korthaus. Der sollte mal lieber bei sich im Garten rumtuckern und die politik den jüngeren und den Leuten über lassen. Steffan Bote ist für mich ein verkappter grüner. Die gleichen Meinungen wie sie alle jungen Väter über Kitakosten und schule und frisches Pausenopst haben ,zeichnet ihn aus. Wenn er dass mit den Aussländers noch etwas nüchterner und gelassen zu beurteilen lernt ,kann er auch Chef bei den Grünen sein. Die sprechen auch nicht mit redegewanterer Stimme als Herr bote. Vielleicht werden er und Herr Blankc noch bald gute Freunde?

    • Hallo Herr Mai,
      der LZ ist tatsächlich zu danken für Einzelinterviews!
      Zu empfehlen ist auch, die 15 minütigen ungeschnittenen Videos auf facebook, da es einen noch besseren Eindruck der Situation und der Interviewten gibt, was hilft, Personen zu erleben, und parallel dazu die Inhalte mit vergangenen Handlungen und verlautbarten inhaltlichen Zielen für die Zukunft zu vergleichen.

      Und natürlich stellt jeder fest, dass die Linkspartei in Lüneburg einen herausragenden Redner und intensiv arbeitenden Kommunalpolitiker in ihren Reihen hat mit Herrn Pauly. Er argumentiert seit Jahren klar.

      Er hat folgerichtig auch 2014 als Oberbürgermeister kandidiert und ca. 7-8% der Stimmen NUR erhalten, was angesichts der übrigen Kandidaten verwundern musste. Er hätte es verdient, in die Stichwahl zu kommen.

      Dagegen sprachen zwei Aspekte:

      Erstens beschäftigen sich zu wenige Bürger mit den Argumenten. Das kostet Zeit und erfordert Aufmerksamkeit. Sie überlassen dies eben lieber dem Chef oder der Mutti, die solange wiedergewählt werden, solange sie die Mehrzahl der Wähler ein Wohlgefühl vermitteln. Und da kommt eben die Rhetorik ins Spiel, die hier im Forum ja anhand der Sprachfertigkeiten so überaus hoch geschätzt wird…

      Der beste Darsteller hat nun einmal die besten Chancen bei Präsidentenwahlen…

      Der zweite Punkt ist im Falle von Herrn Pauly ein inhaltlicher: die Achillesferse der Linkspartei in Lüneburg ist dieselbe, wie sie die SPD letztlich hat: allen alles zu versprechen, bei der Linken nur deutlicher abgegrenzt, dass öffentliche Ausgaben eben von „den Reichen“ oder der Zentralbank unlimitiert verfügbar ist.

      Das steht der ökologisch-sozialen Realität entgegen, wonach jeder Haushalt maßvoll und ausgeglichen sein sollte, da die materiellen und zeitlichen Ressourcen nun einmal knapp sind.

      Aber es wäre reizvoll zu sehen, wie Herr Pauly als OB im Amt dann Prioritäten setzen müsste!!!
      Heute fordert er in lokalen Sachthemen Verbesserungen, die bisher nicht finanziert werden. Von gesellschaftlichen Themen wie Legalisierung von Drogen (Cannabis) bei gleichzeitiger Eindämmung (Alkohol) kann die Lebenserfahrung seine Position als netter Wunsch, aber realitätsfern betrachtet werden. Da dies jedoch kein kommunales Thema ist, wird es im Jahr 2022 interessant, wen SPD und bürgerliche Parteien ihm – so er nicht bereits Lüneburg verlassen haben wird – inhaltlich und als Person mit ihm konkurrieren lassen werden.

      Bis dahin bleibt zu hoffen, dass im nächsten Stadtrat endlich sachliche Initiativen eingebracht werden, die nicht wie bisher in der SPD-plus-Mehrheitspartner-Wagenburg paushal abgewiesen werden, wenn sie nicht zuvor von der Verwaltung genehmigt wurden…

      Auch dazu könnte Herr Pauly ausreichend berichten.

      Abschließend kann ich sagen, dass viele Ansätze der Linken in Lüneburg zu dogmatisch vorgetragen sind, denn es gibt noch mehr Bürger als die sozial Schwachen. Aber immerhin greifen sie die Themen auf, wo etwas nicht so läuft, wie es für die Stadt vorteilhaft und langfristig sinnvoll wäre. Dies macht inzwischen sogar die CDU, was lange Zeit anders war. AfD und teils Grüne sogar ebenfalls, beide allerdings mit klaren Einschränkungen und Borniertheiten aus ihrer speziellen „Milieusicht“. Beide haben den Manko, dass sie private Themen zu politischen machen, was einer eigenen Diskussion bedarf. Einzig die SPD dient dazu, die Macht der Verwaltungsspitzen abzusichern. FDP sind Einzelakteure, die schon lange dabei sind – was sollen die also kritisieren und verändern?

      Lesen Sie die Wahlprogramme – sie ähneln denen aus 2006 und 2011, als sei seitdem nichts geschehen. Aber das werden Sie dann selbst feststellen)

      Das zeigen die Interviews mir.

    • Gabor Kellinghusen

      Hallo Herr „Lueneburger“,

      ich möchte meine scharfe Reaktion von heute Nachmittag ergänzen und abmildern. Auch wenn ich meine Antwort an Sie inhaltlich nach wie vor für richtig halte, denke ich nun, dass ich mich im Ton vergriffen habe, und entschuldige mich dafür.

      Mein Standpunkt ist folgender: Sprache und Ausdrucksvermögen haben fast alles, Ausdruck und Verhalten sehr viel miteinander zu tun. Das gilt aber nicht nur für Menschen, die sich im Rahmen von Integrationsmaßnahmen auf die Praktiken einer ihnen fremden Umgebung einzustellen versuchen, sondern auch für die Menschen, denen diese Umgebung eben nicht fremd ist, weil sie in sie hineingeboren wurden und in ihr aufgewachsen sind, und die vielleicht meinen, dezidierte Ansichten zu haben, aber in einer bestimmten Auskunftssituation feststellen, diese gar nicht angemessen artikulieren und nachvollziehbar vertreten können. Allerdings, das stimme ich Ihnen zu, gibt es einen großen Unterschied zwischen dem furchtlosen Phrasendrescher und dem übervorsichtigen, skrupulös um das treffende Wort ringenden Nachdenklichen. Doch erwarte ich von jemandem, der als politischer Wahlkandidat vor Publikum in öffentlicher Arena die Gründe namhaft machen will und soll, die für ihn und sein Parteiprogramm sprechen, dass er das auch kann. Geläufigkeit, Präzision und Prägnanz sind wesentliche Elemente gewinnender, argumentierender Kommunikation, die Auffassungsgabe, Reaktionsgeschwindigkeit, Sachverstand und konzeptionelle Phantasie begleiten müssen, sofern überzeugt (nicht bloß überredet) werden soll. Wer aufgrund mangelnder (oder altersbedingt nachlassender) Fähigkeiten dazu nicht (oder nicht mehr) in der Lage ist, wird es schwer haben, in (gefilmten) Interviews zu glänzen und in Kommunalvertretungen zu gelangen. Und er sollte sich, das ist mein Punkt, um den Preis der eigenen Glaubwürdigkeit mit Äußerungen über das Maß von Lernnotwendigkeiten bei anderen Personen zurückhalten.

      Übrigens folgt aus der Möglichkeit rhetorisch-emotionaler Ansprache NICHT, dass ein bescheidenes verbal-expressives Repertoire für große Inhalte bürgt, genausowenig wie ein guter und geübter Vortrag ein Hinweis auf betrügerische oder zumindest unaufrichtige Absichten ist. (Wenn Sie also suggerieren Herr Pauly „umschiffe“ oder „relativiere“ die Schwächen und Nachteile seiner Forderungen bzw. seiner „Anträge“, dann sollten Sie bitte auch konkret werden und exakt die Punkte nennen, an die Sie da denken. Denn pauschal und generalisierend, ohne auf Details einzugehen, lässt sich jedermann sehr leicht in ein schiefes Licht rücken. Sophismen?)

      Es dürfte nun hinreichend deutllich geworden sein: Für mich ist NICHT, „wer handwerkliich, aber nicht sprachlich top ist,“ deshalb ein Vollidiot! Ich habe dies auch nicht so „dargestellt“. Meine Frage war vielmehr: Ist Herr Bothe „handwerklich top“? Mein Eindruck ist: Nein, das ist er nicht. Und meine Vermutung ist: Herr Bothe ist nicht „handwerklich top“, weil er dumm oder unfähig ist, nein, sondern weil er vieles, was er meint vertreten zu sollen, nicht gründlich genug durchdacht hat, und DESWEGEN ist er auch nicht immer in der Lage, sprachlich angemessen zu reagieren.

      Was in Neetze für eine „conditio sine qua non“ politischen Existierens oder Renommierens gehalten und von Frau Brigitte Mertz für erfolgskritisch unter Zielpersonen in ihrem Jagdrevier angesehen wird, kann Ihnen, Herrn Bothe und mir herzlich egal sein, solange Sie mit dieser Bemerkung nicht das populistische Vorurteil gegenüber Akademikern oder „studierten Weltfremden“ in Stellung bringen möchten.

      Cum grano salis teile ich, was Sie am Ende Ihrer Antwort auf Herrn Mai schreiben: nämlich, „dass viele Ansätze der Linken in Lüneburg zu dogmatisch vorgetragen sind, denn es gibt noch mehr Bürger als die sozial Schwachen. Aber immerhin greifen sie die Themen auf, wo etwas nicht so läuft, wie es für die Stadt vorteilhaft und langfristig sinnvoll wäre. Dies macht inzwischen sogar die CDU, was lange Zeit anders war. AfD und teils Grüne sogar ebenfalls, beide allerdings mit klaren Einschränkungen und Borniertheiten aus ihrer speziellen „Milieusicht“. Beide haben den Manko, dass sie private Themen zu politischen machen, was einer eigenen Diskussion bedarf. Einzig die SPD dient dazu, die Macht der Verwaltungsspitzen abzusichern. FDPler sind Einzelakteure, die schon lange dabei sind – was sollen die also kritisieren und verändern?“

      Besonders Ihre Beobachtung ähnlicher „Einschränkungen und Borniertheiten aufgrund ihrer speziellen ‚Milieusicht‘ bei Grünen und AfDlern, die beide unverhältnismäßig stark dazu neigen, private Themen und Befindlichkeiten zu politischen Leitideen zu machen“, hat mir gut gefallen. „Heilsverlangen“ oder „Bedürfnissicht“ wären eventuell auch passende Kategorien. Wie sich heute in Mecklenburg-Vorpommern wieder gezeigt hat, ist viel mehr als die widerliche Fratze der Ausländerfeindlichkeit und der Abstiegsangst an den unteren Rändern der gesellschaftlichen Mitte das Gefühl, als politische Manövriermasse zu gelten, das fehlende Bemühen um Erklärungen und Begründungen, kurz mangelhafte Kommunikation und Aufrichtigkeit von Seiten der „Regierenden“ und Verwaltenden quer durch alle Bildungs- und Einkommensschichten das wahrscheinlichste Motiv für den Zulauf bei eratzreligiösen „Weltanschauungsparteien“, wie Sie vor allem die Grünen und die AfD darstellen. Nur dass im Zeichen von „Terror? Nein danke!“ die Natur-, Reinheits- und Umweltfloskeln der bräunlichen Terrakottatöne momentan eine bessere Konjunktur haben als die wärmenden Wald- und Wiesenfarben.

  3. Ja, Dank auch von mir. Ein lohnender Info-Marathon von zweimal eineinhalb Stunden. Herr Jenckel, der das „Wahlforum Stadt“ beackert, ist sehr gut beim scharfen Nachfragen. So lässt er die Luft aus mancher geschwollenen Lauwarmluftblase. Lotze muss da oft mächtig kämpfen, Soldan scheitert bramarbasierend, Webersinn kontert stets nur mit dem Charme des kleinen Jungen mit der viel zu großen Brille, Blanck ist bescheiden, kurzärmlig und macht seine Sache gut, Pauly weiß von der Ungewöhnlichkeit seiner Ideen (aber immerhin hat er welche) und über den liebenswürdig senilen Korthaus braucht man, glaube ich, kein Wort mehr zu verlieren. Herr Lühr, der im „Wahlforum Landkreis“ schaltet, bedient sich umständlicher Hinführungen, um seine Gesprächsparner nicht durch ihre offenbar werdende Ahnungslosigkeit zu beschämen, dann lässt er sie praktisch ohne weitere Leitung sprechen und – so darf man wohl sagen – sich auch selbst entlarven. Blume gibt sich staatsmännisch und legt sich nirgends fest, Gödecke sagt mal dies und sagt mal das (vor allem aber sagt er dauernd, dass er mal „ich sag mal“ sagt), Kruse-Runge bleibt in Sachen Elbbrücke fest, weil sie da schon immer eine Meinung hatte, und Schröder-Ehlers spult das Tonband ab, das sie schon im Vorschulalter verschluckt haben muss. Einsame Spitze ist erneut Fahrenwaldt, der kohlensäurehaltige Wahrheiten raussprudelt als seien Karlheinz Valentin und der Privatdetektiv Simon Brenner seine Uropis. Überraschend entspannt, informiert und redegewandt ist Plaschka, während sich Bothe in diesen drei Disziplinen auf unterem Förderschulniveau bewegt.

  4. Vor der Kommunalwahl in Lüneburg

    Das wollen die Parteien:

    CDU: Burka- und Burkiniverbot, Mehrheitsgruppe mit Grünen und AfD (geheim)

    SPD: Bikiniverbot für Klaus-Dieter Salewski, Populisten stoppen (u.a. AfD, Grüne, SPD)

    Linke: Sicherheitsverwahrung für Sahra Wagenknecht

    Grüne: Die Wähler sollen vergessen, daß Andreas Meihsies bei den Grünen war

    FDP: Sprung über die 0,5-Prozenthürde

    AfD: große Koalition mit der NSDAP, Ausländer nach Amelinghausen abschieben (alle drei, die in Lüneburg leben)

  5. Hans-Georg Hartpeng

    Hab noch nie soviel mitbekommen von unsren talentierten communal councilors wie hier durch Ihre Filme.

    Dank an die LZ.

    Schoene Gruesse aus dem sonnigen (22 °C) Old Saybrook. Der North Cove am Connecticut River ist voller Segelboote.

    Hartpeng

  6. Also die ersten Folgen von dem Forum haben mir jetzt net so gefallen. Grad in der ersten (und noch in der zweiten) hat man das Gefühl, der Ludwig van hätte sich ganz schön was bei Mozart und Haydn abgeguckt. Ihr versteht schon, was ich meine. Mädge, Meihsies, Nahrstedt und so… Das hat man alles irgendwie schon mal gehört. Erst so ab der fünften Folge wird es dann etwas besser, weil sich da endlich auch mal was Schicksalhaftes ankündigt, aber schon die sechste Folge hängt wieder durch, und die siebte finde ich hier im Forum ein klein wenig überbewertet. Eigentlich kommt die Geschichte erst in der neunten Folge so richtig in Schwung, aber da war bei mir irgendwie die Luft schon raus. Und das Ende finde ich dann auch ein bisserl überkandidelt. Alles in allem nichts für mich. Aber wer’s mag… Geschmäcker sind ja verschieden.

    Chris

  7. frage:wurde den protagonisten die fragen vorher mitgeteilt, oder war es alles spontan?

    • Die Themenfelder waren bekannt, nicht die konkreten Fragen.

      • Herr Jenckel, sie hatten wohl viel zu tun, deswegen wohl auch ihre reaktion auf meine person. schmunzel
        ich habe mir nur die themen wohnen und bildung angeschaut. im westen nichts neues. einzelkritik finde ich hier unpassend. es gibt gute und schlechte redner. es gibt theoretiker und praktiker. und es gibt ,,neue,,. einer ist mir aufgefallen. jemand mit vorurteilen, die ihn wohl daran gehindert haben, sich mal beim thema bildung schlau zu machen. stichwort einheitsschule. was das dichten angeht, da scheinen sich ja alle darauf zu freuen, zu sehen , was der nachbar so auf seinem essteller hat. es wird jedenfalls viel und gern geredet, beim handeln sieht es anders aus. wer kann denn nun mit wem? eine frage , die so nicht gestellt wurde, oder habe ich da etwas übersehen? ich meine, wenn man nicht nur reden will, sondern auch handeln, ist meine frage doch wohl berechtigt, oder? ob es am ende wieder heißt: der wählerwille hat so entschieden? und jeder bürger reibt sich die augen und fragt sich: wer hat das so gewollt?

  8. Lieber Herr Niels Webersinn

    Andreas Meihsies, der sich unter den LüneGrünen solange für einen Patriarchen halten durfte, bis er erfuhr, dass er von den wenigsten als gottbegnadete Kraftnatur, jedoch von fast allen immer bloß als – wie man im Österreich von Brigitte Mertz sagt – unberechenbares Zornbinkerli wahrgenommen wurde (http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/357226-357226#comment-71791), hat am Schluss seiner berüchtigten Rede vom 17. Dezember 2014 (http://www.landeszeitung.de/blog/lokales/206360-eklat-bei-verabschiedung-des-etats-2015-cdu-verlaesst-ratssitzung), die er anlässlich der Verabschiedung des städtischen Haushalts für das Jahr 2015 im Huldigungssaal des Lüneburger Rathauses gehalten hat, seinem zwanzig Jahre jüngeren Kollegen an der Fraktionsspitze der Christdemokraten zugerufen: „Herr Webersinn, Ihr Verhalten trägt Züge von Arbeitsverweigerung!“ (Interessierte können das nachlesen: http://gruene-lueneburg.de/ortsverbaende/lueneburg/gruene-stadtratsfraktion/reden-und-stellungnahmen/expand/549730/nc/1/dn/1/)

    „Arbeitsverweigerung“ ist ein starker Vorwurf. Aber ein Hang zu komfortablen Positionen des Rückzugs und der vorbeugenden Selbstabsolution ist Ihnen, Herrn Webersinn, auch in den gefilmten Statements dieser Video-Häppchen anzumerken. Mehrmals verweisen Sie darauf, nicht alle Aspekte eines Themas kennen zu können, dass „Stadtrat“ nur ein Ehrenamt sei (und Sie nicht dafür bezahlt werde, es professionell auszufüllen, meint man ergänzen zu sollen). Besonders angesichts der sagenhaften Ungereimtheiten bei der unsinnigen Standortwahl, der dubiosen PPP-Konstruktion, der unausgereiften Finanzierungsplanung, dem fehlenden Parkraum, der mangelhaften Transportmöglichkeiten, den unklaren Eigentümerverhältnissen, der unverhältnismäßigen Aufwand- und Ertragssituation für die öffentliche Hand undsoweiter halten Sie, Herr Webersinn, das Argument bereit, Sie und Ihre Parteifreunde müssten sich in solchen unübersichtlichen Lagen eben auf die Auskünfte von der Verwaltungsseite, insbesondere auf die des Oberbürgermeisters verlassen. Ist das so, lieber Herr Webersinn? Reicht es Ihnen, wenn Sie von Herrn Mädge, assistiert von Herrn Manzke und Herrn Meihsies, hören, die ganze Angelegenheit sei eine dolle Sache, sei „eine Bereicherung für die Region“, gehe nicht zu Lasten anderer „Aufgaben“ und ihre Machbarkeit stehe außer Frage. Aber was, Herr Webersinn, unterscheidet Sie als ein solcher Ratsherr denn dann eigentlich noch von mir, der ich nur Bürger und Zeitungsleser bin? Ist es nicht Ihre Pflicht, Herr Volksvertreter und CDU-Fraktionsvorsitzender Webersinn, sich immer von Anfang bis Ende durch sämtliche Akten, Vorlagen und Vertragsentwürfe in jedem Stadium der Entwiclung eines bestimmten Sachthemas zu pflügen, da Sie doch als Mitglied des höchsten Organs der örtlichen Selbstverwaltung zwar Teil der Exekutive, aber auch deren Berater und deren Aufsichtsinstanz sind und weil zwischen einer Kommunalvertretung und der Verwaltung eben auch ein Spannungs- und Kontrollverhältnis besteht? Wie wollen Sie dem gerecht werden, wenn Sie sich die dazu nötigen Informationen nicht in jedem einzelnen Fall eigenständig erarbeitet und angeeignet, sondern sich deren Unbedenklichkeit bloß treuherzig von einer Autoritätsperson haben zusichern lassen?

    Zum Schluss möchte auch ich Malte Lühr und Hans-Herbert Jenckel loben. Mit ihren Videos haben die beiden Redakteure Großes für die Lüneburger Wahlbürgerschaft geleistet. Nicht nur dürfte unseren braven Volksvertretern klarer geworden sein, wo bzw. mit welchen medialen Formaten ihre Wähler tatsächlich erreicht werden, sondern für diese Wähler haben nun plötzlich immerhin dreizehn Kandidaten ein lebendiges Gesicht inklusive Mimik, Benehmen und zuordbaren Meinungen im Hinblick auf fünf übergeordnete Themengruppen. Das alles macht Lust, vielleicht doch einmal in die auf der Forumsseite http://www.landeszeitung.de/wahl verlinkten Wahlprogramme der Wettbewerber zu schauen.

    Mit Grüßen aus Rettmer: Josef Kruse

    • Lustig, Josef Kruse

      … dass Sie die Arena Lüneburger Land (= Sparkassen- oder Hoppe-Arena) gar nicht beim Namen nennen und trotzdem wissen Niels Webersinn und alle anderen sofort, wovon die Rede ist, wenn Sie von „sagenhaften Ungereimtheiten bei der unsinnigen Standortwahl, der dubiosen PPP-Konstruktion, der unausgereiften Finanzierungsplanung, dem fehlenden Parkraum, den mangelhaften Transportmöglichkeiten, den unklaren Eigentümerverhältnissen, der unverhältnismäßigen Aufwand- und Ertragssituation für die öffentliche Hand undsoweiter“ schreiben.

      Ich bin mal auf die Antwort unseres CDU-Stadtrates Niels Webersinn gespannt.

  9. Nachdem ich mir heute alle Staffeln der Serie angesehen habe, muß ich sagen „Chapeau Claque“! Hätte nicht gedacht, daß eine Truppe von ungeübten Laienschauspielern um Michèl Pauly, den einzigen echten Star der Truppe, über derart viele Stunden (Waren es drei, waren es vier?) die Spannung halten kann.

    Den Oscar für Modern Dance auf einem Barhocker erhält Karlheinz Gödecke, den fürs beste Kostüm der blassgrün ausgewaschene rote Blazer von Karlheinz Fahrenwaldt.

    Der Publikumspreis geht an Regie, Kamera und Schnitt.

    Großes Kino!

    • ihr tut herrn pauly keinen gefallen, ihn hier ständig in den himmel zu heben. so wie ich ihn gesehen habe, hat er zugenommen. man sollte sich also dabei keinen bruch heben. er ist jung dynamisch und agil und nicht mehr so naiv wie früher, dieses stimmt. er kann weder geld drucken noch unser system tangieren. und der rote blazer von karlheinz hat sich ausgerotet. schmunzel.

      • Karlheinz Fahrenwaldt

        Lieber Klaus,
        ich wollte lediglich dokumentieren, dass ich im Besitz mehrerer Anzüge bin! Aus meinem aktiven Erwerbsarbeitsleben, nicht gesponsert und selbst ausgesucht. Der kleine Rote kommt zur ersten Sitzung des neuen Kreistages wieder an die relativ frische Luft.

        • mein lieber Karlheinz, passe auf, wenn du das kleine schwarze anziehst. nicht das gleich ein antrag kommt. schmunzel.

          • Karlheinz Fahrenwaldt

            Lieber Klaus,
            den kleinen Schwarzen muss ich anziehen, wenn ich widererwarten Alterspräsident werden sollte (jedenfalss zur Eröffnung der Veranstaltung). Im Übrigen hast du die Hintergründigkeit meines Outfits nicht erkannt: Das grüne Jacket simbolisiert die Verbundenheit mit der regionalen bäuerlichen Wirtschaft, die schwarze Hose die (noch) fruchtbare Erde in unserer Region, das graue Hemd mit weißen Streifen den Zustand unserer Bauern zwischen Grauen und Hoffnung und der Schlipps mit den Geldscheinen (als ich sie kaufte gab es noch die DM) die notwendige finanzielle Unterstützung unserer regionalen Bauern. 😉

          • Jannik Karstenberg

            Lieber Herr Fahrenwaldt,
            Sie kauften Geldscheine? Würden Sie mir verraten, wo und zu welchem Preis? Meinen Sie, ich bekomme irgendwo einen Zentner 500er-€uronen für zwei bis drei Riesen?

          • Karlheinz Fahrenwaldt

            Lieber Jannik Karstenberg,
            ich kaufe keine Geldscheine – aber ich verkaufe: Im Sonderangebot „fünfzig Millionen Mark Reichsbanknote Nr 53 001164“ für einen Riesen oder „Reichsbanknote fünf Milliarden Mark“ für nen halben Riese oder für den kleinen Beutel „Reichsbanknote 18 s 016603 zehntausend Mark“ für nen Heiermann. Reinertrag wird gespendet!

          • Jannik Karstenberg

            Ich zitiere Sie, Herr Fahrenwaldt: „der Schlipps mit den Geldscheinen (als ich sie kaufte gab es noch die DM)“. Sehen Sie: „als ich sie kaufte“ … „sie“ kann sich nur auf die gekauften Geldscheine beziehen, die von Ihnen mit Steck- oder Sicherheitsnadeln dekorativ an Ihrer Lavallière befestigt worden sein müssen, bevor Sie sich unter den Augen der wachsamen Gesetzeshüter auf den Heimweg nach Osten wagen konnten.

          • Karlheinz Fahrenwaldt

            Lieber Jannik Karstenberg,
            Sie haben Recht. Das mit dem „sie“ war ein lapsus linguae.

          • Jannik Karstenberg

            Nein, lieber Herr Fahrenwaldt, dann doch wohl eher ein Lapsus calami oder, noch genauer, ein Lapsus clavis, auf jeden Fall ein Malheur, aber nicht unbedingt ein Fauxpas, denn, und das soll jetzt kein Affront sein, Ihre informative Fehlleistung, bei der laut Freud die eigentliche Intention des Urhebers unfreiwillig zutage tritt, entpuppt sich zuletzt als Lapsus memoriae, ein Streich des Geistes, der eigentlich die Krawatte umgangssprachlich veralltäglichen wollte, aber stattdessen den Schlips mit einem zweiten „p“ zum sich dicke tuenden Angeber auftoupierte.

            (Hoffentlich ist das nicht bereits die Vorstufe des „Mertzens“! Sie wissen schon: Brigitte Neetze und die Wissenschaft. Danach käme gleich das „Wulffen“ und schließlich wären dann auch schon die vergessenen Gänsefüßchen in der Doktorarbeit nicht mehr weit.)

          • Sehr geehrter Herr Fahrenwaldt

            „Schwarzfahr´n umsonst“ ist das Stichwort, mit dem Sie Ihre Infrastrukturvisionen zusammenfassen. Auch Herr Dr. Eberhard Korthaus – Alternative für Deutschland – ist der Meinung, mit der Wirtschaft müsse es vorangehen und dafür seien innovative Betriebe ganz wichtig. Was ist für Herrn Korthaus ein Innovativer Betrieb? Seine Antwort: „Die ganzen innoativen Betriebe scheinen mir, da muss man auch vorsichtig sein, weil ich kein Experte bin, die Abfallprodukte zum Beispiel von Universitätsforschung… Und dann früher war´n die innovativeb Betriebe das, was plietsche Handwerksjungen machten, in Wittorf zum Beispiel, man muss nur hingehen, da sind Leute am Werk, die bring´n hin und wieder sowas Innovatives raus, die kennen einfach ihr Handwerk, was sie ganz virtuos handhaben, und dann wird da auch mal `ne besonders innovative Maschine draus.“
            Quelle: http://www.landeszeitung.de/blog/allgemein/356573-stadt-wirtschaft

            Was halten Sie von diesem Konzept, Herr Fahrenwaldt? Ließe sich aus Ihren und Herrn Korthaus Ideen eventuell ein politökonomisches Fusionsprojekt entwickeln? Stichwort etwa: „Freie Innovation für alle Schwarzfahrer“?

            LG, Thorsten

          • Karlheinz Fahrenwaldt

            Lieber Thorsten,
            wegen des Schlagwortes „Schwarzfahren für alle“ habe ich schon Schelte von unserem Pressesprecher gekriegt. Wegen der negativen Besetzung des Begriffs „Schwarzfahren“. Für mich ist der Begriff jedoch nicht negativ besetzt, da mir dieser Personenkreis näher steht als die Klientel, die den ÖPNV nicht benutzt sonder per SUV die Umwelt zerstört und im besten Fall eine Jahreskarte fürs gesamte Netz besitzt. Die kruden Vorstellungen eines Mitkandidaten werde ich an dieser Stelle nicht kommentieren.

          • Lieber Herr Fahrenwaldt

            der David soll sich da mal nicht so haben – mit seinen negativ besetzten Begriffen. Sonst kommt gleich wieder der olle Gunter Runkel hinter seiner Hecke vorgeschossen und leiert seinen verhuschten Vortrag vom „radikalen Konstruktivismus“ nochmal runter, in dem er ständig generelle Abstrakta und Kollektivsingulare verwechselt, die grammatische Lieblingsfigur des Vorurteils, welche meist verwendet wird, um den eigenen Aussagen mehr Gewicht zu verleihen und sich eine ordentliche, haltbare Beweisführung zu ersparen.

            Ich finde, „Scharzfahren für alle“ trifft´s gut. Die mit den SUVs fahr´n andere schwarz (hust, kröchz) und die ohne Fahrschein tun´s selbst. Dass Sie die kruden Vorstellungen Ihrer Mitkandidaten nicht kommentieren wollen, kann ich verstehen. Allerdings: „krude“? Ist der Gebrauch eines solchen Attributs kein Kommentar? Darüber sollten Sie mit Herrn Amri zusammen vielleicht noch einmal nachdenken. Was Sie Professor Korthaus, Doktor Runkel und Herrn Althusmann eventuell doch noch zurufen könnten, wäre vielleicht: „Lieber alle immer schwarfahren als immer alles schwarmalen!“

            LG, Thorsten

          • Huhu Herr Fahrenwaldt

            Haben Sie es bemerkt? Mein „w“ und mein „z“ machen Mucken. Das passiert, wenn man im Büro über seiner PC-Tastatur statt Schokoriegel alte Brötchen kaut. Bitte warnen Sie Herrn Pauly entsprechend. Er muss da auch aufpassen. Vielleicht seh´n wir uns ja morgen zwischen 12 und 14 Uhr, wenn Ihre Bundesvorsitzende Katja Kipping in der Grapengießerstraße neben der IHK zu Themen wie Kita-Gebühren, ÖPNV, Ausstattung der Kommunen und das Grundrecht auf Asyl redet.

            Wenn´s ganz dolle läuft, macht Herr Jenckel ein schönes Video-Interview mit ihr und fragt sie, was sie von Ihrer Idee des „Schwarzfahrns für alle“ und was sie von Herrn Althusmann als Nachfolger zunächst von Herrn Pols und dann von Frau Merkel hält.

            LG, Thorsten

          • Karlheinz Fahrenwaldt

            Lieber Thorsten,
            Sie haben ein „w“ und zwei „z“ verloren, abzuholen am kommenden Sonntag nach 18 Uhr im Schalli. 😉

          • Wow, Herr Fahrenwaldt

            Sie können ja lesen! Und brauchen nur vier Stunden, um das Ihnen Mitgeteilte zu verarbeiten! Jetzt komm ich aber sofort rübergeeilt vom Ochsenmarkt in die Grapengießer zu Ihnen und Katja. (Und klar, am Sonntag bei Manni. Hoffentlich passen wir alle rein, ich bin nämlich auch dicker geworden.)

            P.S.: Haben Sie schon gelesen, was die CDU sich in Reaktion auf die Wahlschlappe in Mecklenburg-Vorpommern gerade hat einfallen lassen? Um für AfD-Wähler wieder interessant zu werden, wird aus dem Spruch „Wir schaffen das!“ ab sofort „Wir schaffen Haß!“

            LG, Thorsten

          • Hallo Herr Fahrenwaldt, wo gibt es denn diese kostenlosen Jahreskarten für Schwarzfahrer? Oder ist das alles nur sonne Ente wie die Elbbrücke bei Darchau? Denn wenn am Ende doch alle beim Aussteigen die 60 Euro Strafe zahlen müssen, ist das doch wohl eher wie eine neue Steuer? Wofür? Damit noch mehr Hoppe-Hallen gebaut werden können?

          • Karlheinz Fahrenwaldt

            Lieber Thorsten,
            Ihre Meldung von 18:48 habe ich zum Zeitpunkt meines Angebots nicht auf dem Rechner gehabt! Und ausserdem habe ich auch noch andere Tätigkeiten zu verrichten neben der Beobachtung der 5 Einträge bei den Kommentaren in diesem Blog. Und für den Vortrag von Katja waren Sie zu spät am Start. Der frühe Vogel fängt den Wurm.

          • Karlheinz Fahrenwaldt

            Lieber Herr Kernig,
            die Kommunen tragen schon heute bis zu 70 % der Kosten des ÖPNVs. Die restlichen 30 % könnte man z. B. in Form eines Umlageverfahrens wie bei der Rundfunkgebühr abdecken.

        • Karlheinz, was macht Michel, ich habe das häcken über das e vergessen. ist er noch bei euch der erste? du weißt, ich mag ihn, er könnte mein sohn sein. nicht das man es hier bekanntlich missversteht;nur dem alter entsprechend. es würde mich reitzen , sich mit dir und ihm zu unterhalten. meint ihr, ihr könnt es ab und ermöglichen? schmunzel. mein haus und garten ist für demokraten immer offen.

          • Herr Bruns: Es ist Zeit

            Wie Sie schon selbst geschrieben haben, der Michèl wird reifer und dicker. Geben Sie ihm noch zwei südlichere Wahlen / drängen ihn zur Vollendung hin und jagen / die letzte Süße in den schweren Wein.

        • Ist das wahr, Karlheinz Fahrenwaldt? Sie wollten lediglich dokumentieren, dass Sie im Besitz mehrerer Anzüge sind?

          Für diesen bescheidenen Zweck haben Sie eindeutig zuviel geredet. Außerdem hätten Sie dann auch wenigstens einen dieser Anzüge tragen müssen und nicht nur ein hellgrünes Sakko und eine schwarze Hose unter der schicken neuen Designerbrille spazieren führen dürfen.

          • Karlheinz Fahrenwaldt

            Lieber Thorsten,
            als höflicher Mensch beantworte ich mir gestellte Fragen nach besten Wissen und Gewissen. „Zuviel geredet“ ist rela- und subjektiv: Herr Lühr gab jedem Kandidaten für jede Frage bis zu 5 Minuten, die ich nicht voll ausnutzte! Der Anzug besteht aus einer schwarzen Hose und einem lindgrünen Jacket und die Brille ist nicht neu und von einem Lüneburger Optiker empfohlen.

      • Pauly nicht in den Himmel heben

        Ich bin der HERR, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen; und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich liebhaben und meine Gebote halten. Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht mißbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht.

        Nicht wahr, Herr Bruns? Ist das der Grund? Ihr erstes Gebot?

        Schmunzel.

        • Ist das der Grund?
          nein, schmunzel. der grund ist, wenn man bei einer person zu sehr übertreibt, wird das anspruchsdenken aller, die person mit einbezogen immer größer und niemand kann dann irgendwann die erwartungen befriedigen und man ist umso mehr enttäuscht. aber sind wir nicht alle nach gottes ebenbild geschaffen? schmunzel.

    • Sehr geehrter Herr Fahrenwaldt

      Zu Ihrem Statement über die Finanzen des Kreises (http://www.landeszeitung.de/blog/allgemein/356553-landkreis-finanzen):

      Ihre geflügelte Wort/Wendungsneuschöpfung „die Volleyballhalle aus der Pornokasse erledigen“ hat mir sehr gut gefallen.

      „Ne Arena woll´n Sie schon“, aber die soll nicht „privat finanziert“ werden? Die Arena wird nicht privat, sondern öffentlich finanziert, aber privat gebaut und bewirtschaftet. DESHALB liegt das Risiko bei Stadt und Kreis, aber die Gewinne fließen in die Taschen von Investor und Betreiber, deren Namen Sie (mal wieder) nicht nennen wollen, die aber ohnehin jeder kennt. (Der alte Witz: Was hängt an der Wand und macht ticktack und wenn die Sallier-Hoppe-Sparkassen-Uhr runter fällt isse kaputt?)

      Übrigens gibt es NICHT „von 2011 eine Vorlage der Schulverwaltung“, in der belegt wird, dass „3.000 qm Turnhallenüberschuss da sind“, sondern ein „Sporthallenkonzept für die Hansestadt Lüneburg“, präsentiert und bekräftigt im Sportausschuss vom 12. Juli 2012, in dem es im „Fazit“ auf Seite neun heißt: „… nach Fertigstellung der Sport- und Gymnastikhalle Saline ist die Hansestadt Lüneburg mit einem Überschuss von 3.374 qm ausreichend mit Hallensportflächen versorgt. (…) Mit einem Bestand von 11 Dreifeld-, 4 Zweifeld und 16 Einfeld/Gymnastikhallen ist Lüneburg an Hallensportflächen gut aufgestellt. Betrachtet man die Mitgliederentwicklung Lüneburger Sportvereine sowie die aktuelle Rangliste der vereinsmäßig beliebesten Sportarten, so ist ein zusätzlicher Bedarf an Kleinfeldsporthallen zur Zeit nicht erkennbar.“ (einsehbar als PDF unten auf dieser Seite: http://www.stadt.lueneburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=4592)

      Auch nach dem „Hallenbedarfsplan der Hansestadt Lüneburg (Stand April 2016)“ ist mit „einem Bestand von 10 Dreifeld-, 6 Zweifeld- und 16 Einfeld/Gymnastikhallen die Hansestadt Lüneburg an Hallensportflächen gut aufgestellt. Hervorzuheben ist, dass mit der Fertigstellung einer Einfeldsporthalle in Ochtmissen, der für den Schulsport sich unmittelbar ergebende Bedarf vollständig abgedeckt werden konnte.“ (Seite 17)
      (einsehbar als PDF unten auf dieser Seite: http://www.stadt.lueneburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=6545)

      MfG, Johannes Eickelpasch, Bezirksfahnenschwenkermeister Wachtendonk

      • Karlheinz Fahrenwaldt

        Lieber Johannes Eickelpasch, Bezirksfahnenschwenkermeister Wachtendonk,
        vielen Dank für Ihre ergänzenden Richtigstellungen. In der Tendenz lag ich da ja richtig, aber da ich den Hallenbedarfsplan nicht dabei hatte, musste ich aus dem Gedächtnis formulieren. Ich bin mir sicher, dass ich „Portokasse“ gesagt habe aber das Mikro hatte eine lausige Qualität. Und bedenken Sie: Viele der Kandidaten und Kandidatinnen sind keine Rhetorikmeister (ich bin z. B. seit 5 Jahren ausser Übung und wenn Sie 5 Jahre lang keine Fahnen schwenken würden, klappte das Schwenken auch nicht mehr so gut). Und Namen die ohnehin jeder kennt brauche ich nicht zu erwähnen.

        • Sehr geehrter Herr Fahrenwaldt,

          die Zahnaufhellung oder das Bleaching ist eine Methode, um den Farbton der Zähne aus kosmetischen und ästhetischen Gründen aufzuhellen. Korrekt durchgeführtes Bleaching schadet nachweislich den Zähnen und der Qualität der Zahnsubstanz nicht. Dabei lassen sich sowohl einzelne Zähne als auch alle Frontzähne oder auch die Seitenzähne aufhellen.

          • Karlheinz Fahrenwaldt

            Lieber Herr Soldan,
            Bleaching an den 4. ist ziemlich sinnfrei. 😉

          • Ottmar Karschunke

            Kalle, ik glob, der Frank hat da mehr an seine eigenen Beißer jedacht. Et jibt ja Redjschionen, wo dat Libertäre und dat Jelbe nich janz so jut ankomme tun.

          • und was ist mit dem zahnfleisch? bleaching ist so überflüssig wie ein kropf.

          • Mit Verlaub Herr Soldan. Auf welche Aussage von Herrn Fahrenwaldt beziehen Sie sich? Ich kann es nicht einordnen. Oder ist es als Werbung für ihre Praxis zu verstehen?

          • @ Otto, Karlheinz Fahrenwaldt, Ottmar Karschunke und Klaus Bruns,

            können Sie eigentlich nur oberflächliche, gehässige Polemik? Wie wäre es mal mit einer inhaltlichen Stellungnahme zu den Positionen von Herrn Dr. med. dent. Frank Soldan?

          • Vielleicht ist der Hinweis von Herrn Soldan als Gleichnis zu lesen und er will in Herrn Fahrenwaldt letztlich uns alle darauf aufmerksam machen, dass wir nicht immer nur schwarzsehen, schwarzmalen und schwarzfahren sollen, sondern dass es eine Kunst der politischen Dekoration, der freiheitlichen Frische und der Stimmungsaufhellung gibt, die niemandem schadet, aber vielen eine Freude macht. Schon mal darüber nachgedacht?

            MlG, Katja

          • Fahrenwaldt, Bruns, Otto und Ottmar haben den schwarzen Peter, wenn Sie richtig liegen, Katja.

        • Lieber Herr Stadtrat Webersinn

          Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht:

          https://www.titanic-magazin.de/fileadmin/_migrated/pics/140312_Modetrend.jpg

          Ihr Jochen

          • Hallo Herr Webersinn, sieht prima aus. Ich glaube, wenn Sie sich so ein Boartle wachsen ließen, wäre das ein echtes Leuchtturmprojekt für Lüneburg und Herr Mädge würde unter Garantie im ganzen Land voller Neid und Beifall auf diesen Standortaufwertungsmagneten angesprochen werden.

            Übrigens, Apple schafft ja die Kopfhörer-Buchse ab. Haben Sie gesehen, wie flink die CSU aus so einer Nachricht etwas Positives fürs Wahlvolk macht:

            https://www.titanic-magazin.de/fileadmin/content/Postkarten/160909_Seehofer-Buchse.jpg

          • Ik smiet mi wech, Flori! De Horsti is al enn grooten Pläseermaker!

          • Apple®, Apple®, Apple® – kein Tag vergeht mehr ohne spitzenmäßige Neuigkeiten über diese ach so supertolle Nonplusultra-Marke! (Vorsicht, beißender Sarkasmus!) Apple®-Dies, Apple®-Das, Apple®-Jenes, Apple®-Dieses… Da kann einem denkenden Menschen oft einfach nur noch SCHLECHT werden! Mittlerweile gibt es sogar eigene Marken-Stores der Fa. Apple® in unseren schönen Innenstädten, und es darf daher gemutmaßt werden, daß viele der Kaufrauschwahnsinnigen den Spruch „An Apple a day keeps the doctor away“ ganz einfach falsch verstanden haben dürften! Ich für meinen Teil habe nämlich Informatik studiert, und kann somit offiziell bestätigen, daß diese ganze Apple®-Farce weit, weit übertrieben, wenn nicht sogar künstlich überhöht und konstruiert sowie – alles in allem – komplett unnötig ist! Ein Produkt der Marke Apple® ist ein ganz normales Elektrogerät wie jeder handelsübliche Fön auch, und ich kann verraten, daß ich schon einmal einen Fön zu einem Standcomputer umgebaut habe: DAS GERÄT FUNKTIONIERT TADELLOS UND ZWAR BEREITS SEIT ZWANZIG JAHREN! Etwas, das man von einem Apple®-Computer nicht gerade immer behaupten kann.

            Was hat es also mit diesem „Firmenkult“ oder sogar „Markenfetisch“ auf sich? Nicht viel, wie ich meine: Das Ganze ist eine geschickte Zusammenballung von Marketingmaßnahmen, Lobbying und Mobbing. So wird die ganze Welt für schlechtweg dumm verkauft! EINFACH LÄCHERLICH! Im Gegensatz dazu verfüge ich persönlich daheim seit vielen Jahren über einen internettauglichen Personal-Computer der leistungsstarken Konfiguration Intel Pentium II, und ich muß sagen, ich bin sehr, sehr zufrieden mit dem Gerät. Was andere Leute dabei von meinem PC oder gar von mir als alleinstehender Person halten mögen, ist mir dabei komplett egal, denn so etwas interessiert mich doch ganz einfach nicht!!!! Ja, ich kann gar nicht sagen, WIE EXTREM EGAL MIR SO WAS IST! Sollen sich doch diese ganzen entmündigten Pseudoinformatiker den Apple®-Müll kaufen – es ist mir einfach KOMPLETT GLEICHGÜLTIG! Trotzdem ist das alles sehr ärgerlich, und es wäre doch gut, wenn man mich zumindest hin und wieder um meine Fachmeinung fragen würde; deswegen hier mein abschließender Apple®-Appell: BITTE DENKT NACH, BEVOR IHR EINEN NEUEN PC KAUFT! (Anm.: Viele vermeintlich defekte Geräte lassen sich nämlich auch anstandslos reparieren.)

        • Sehr geehrter Herr Fahrenwaldt

          Haben Sie das auch gelesen? Es geht ums kristallklare und quellreine Grundwasser in Ochtmissen. Ortsbürgermeister Jens-Peter Schultz tobt, „ich fühle mich [von der Stadt Lüneburg (wer immer das sein soll)] selbst verarscht“. (https://www.landeszeitung.de/blog/aktuelles/359198-bohrer-in-ochtmissen-geht-auf-die-nerven)

          Wussten Sie außerdem, Herr Fahrenwaldt, das es in Deutschland 12.516 Gemeinden gibt, die für sich beanspruchen, über das „beste Leitungswasser der Welt“ zu verfügen?

          Maik Meyer

      • Anm.d.Red. Der Text ist stark gekürzt. Der Autor erfährt auch gerne warum, Tel. 740-290.
        Fahrenwaldt hat recht: eine Veranstaltungshalle, okay! Aber warum auf dem Schlachthofgelände, das nur mit dem Auto zu erreichen ist, wo es jedoch keinen Parkraum gibt? Warum die unverantwortliche Eile beim Durchdrücken des Projekts? Ist die SVG, für die sich allerhöchstens ein Prozent der Bevölkerung interessiert, die maximal Tausend Plätze wird füllen können und nächstes Jahr vielleicht schon wieder abgestiegen sein wird, der Grund? Sind Herr Nahrstedt und Herr Mädge für einen Exotensportverein zuständig, der seinen Profi-Ambitionen wirtschaftlich nicht gewachsen ist und von einem Hauptsponsor mit öffentlich subventionierten Einnahmen aus dem Klamauk- und Veranstaltungsgeschäft querfinanziert werden muss?

        • Schon gut, ich akzeptiere die Kürzung. Sie machen das alles hier schon sehr professionell und haben ohnehin erstaunlich viel Humor. Mir waren beim Formulieren die Pferde durchgegangen, das gebe ich zu.

          Worauf es mir ankam, war die Schlussfolgerung aus den Hinweisen von Johannes Eickelpasch, dem Bezirksfahnenschwenkermeister aus Wachtendonk: Wenn, wie im „Hallenbedarfsplan der Hansestadt Lüneburg“ von April 2016 steht, mit dem Bestand „der für den Schulsport sich unmittelbar ergebende Bedarf an Hallenflächen vollständig abgedeckt werden konnte“, ist die natürlich trotzdem immer mögliche zusätzliche Nutzung der geplanten Arena auch für den Schulsport zumindest ein sehr schwaches, wenn nicht gar ein fadenscheiniges Argument zur Rechtfertigung der hohen Bau-, Finanzierungs- und Betriebskosten.

          Rainer Ellert

      • Ungeheuerlich finde ich, dass die Schulbaukasse angebohrt wird, um jedes Jahr mehr als einhunderttausend Euro für die Hoppenstedtsche SVG- und Eventhalle draus abzuzweigen. Brutto wird allein der Kreis über zwanzig Jahre fünfhundertausend Euro zahlen, nachdem schon gleich zu Beginn über fünf Millionen verschenkt worden sind. Neben Karlheinz Fahrenwaldt von den Linken hat Martin Gödecke von den Unabhängigen da die klarsten Worte gefunden. Gödecke wäre bei dem Thema vor Aufregung fast von seinem Hochstuhlhocker gekegelt. „Aus kühl kaufmännisch-unternehmerischer Sicht der reine Wahn- und Schwachsinn“, so sein deutliches Urteil, dem ich voll zustimme. Gisela Plaschka von der Freien Demokratischen Partei und Petra Kruse-Runge von B 90/Die Grünen sehen die zahlreichen haarsträubenden finanziellen, planerischen und logistischen Ungereimtheiten und die vielen juristischen Probleme der halbfertigen Verträge ebenfalls, geraten aber mächtig ins schnappatmende Schnaufen und Stottern, als Malte Lühr sie fragt, wie sie solchem schlecht durchdachten Flickwerk dann eigentlich in der plötzlich terminierten außerordentlichen Dringlichkeitssitzung des Kreistages hätten zustimmen können:
        http://www.landeszeitung.de/blog/allgemein/356553-landkreis-finanzen

  10. Luenebuerger
    5. September 2016 at 10:50
    ich finde es gut, wie sie argumentieren. bin nicht,,immer,, 100% ihrer meinung, aber, ihre einstellung gefällt mir sehr. aber vorsichtig beim trösten. schmunzel.

  11. Mir wurde teils Angst und Bange als ich mir die Video-Interviews mit den Kandidaten für die Stadtrat- und Kreistagswahl angesehen, bzw. angehört habe. Zugleich wurde mir aber auch so manche nicht nachvollziehbare Entscheidung/Beschlussfassung von Stadt- und/oder Kreistag nun doch nachvollziehbar. Auch wenn ich sie teils immer noch nicht verstehen kann. Das ist doch mit Ausnahme von Herrn Pauliy‘ vielleicht eine absolute Laientruppe. Aber Hauptsache man findet sich und seine Meinung/Einstellung richtig und wichtig. Wählen wir eigentlich überwiegend Selbstdarsteller und Mitläufer oder wirkliche „Vertreter“ der Bürger deren Willen die Ratsmitglieder vertreten wollen und sollen. Ich hab auf jeden Fall ein Problem mehr mit meinen „Kreuzen“ am 11. September. Einen großen Dank aber an die LZ für diese teils (natürlich ungewollt) Bloßstellungen. Alle Gesprächpartner wurden gleich objektiv behandelt und befragt.

    • Mechthild Schülke

      Hallo Heidi,

      Ihr Urteil über die „absolute Laientruppe“, die nach Ihrem Dafürhalten „überwiegend aus Ja-Sagern, Selbstdarstellern und Mitläufern“ besteht, finde ich übertrieben hart und ungerecht. Zwar gibt es in unseren Kommunalvertretungen, wie es sie überall – auch unter LzOnline-Kommentaroren – gibt, Wichtigtuer und Schwadroneure, es gibt die sogenannten Netzwerker, die unsere Gemeindeorgane als Kontaktbörse für den Verfolg eigener, meist wirtschaftlicher Interessen missbrauchen und es gibt sicher auch eine Handvoll von Karrieristen, die den Ehrensold zum Bestreiten ihres Lebensunterhalts brauchen, weil sie leider nichts anderes können oder gelernt haben als auf eisglatten Parkettböden in geldwerte Wahlämter zu schliddern, wozu viel Biegsamkeit und die Bereitschaft zu merkwürdigsten Verrenkungen vor Publikum vonnöten sind.

      Aber den dreizehn Personen, die Herr Jenckel und Herr Lühr hier befragt haben, kann ich meine Anerkennung nicht versagen. Sie haben sich alle, ohne Ausnahme und jede(r) nach ihren/seinen Möglichkeiten und Kenntnissen beachtlich geschlagen und mir als Außenstehendem einen guten Überblick über die verschiedenen Blickwinkel gegeben, aus denen die besprochenen Sachverhalte angesehen werden können. Ich ziehe meinen Hut vor allen, weil ich bewundere, mit wieviel Mühe sie sich in die diversen Themen eingearbeitet und zu vielen Details eine bedenkenswerte Meinung gebildet haben.

      Wenn Sie nun stöhnen, „ich hab auf jeden Fall ein Problem mehr mit meinen ‚Kreuzen‘ am 11. September“, vergessen Sie bitte eines nicht, Heidi: es gibt nicht nur das aktive, sondern auch das passive Wahlrecht. Jede/r, die/der 18 Jahre oder älter ist, kann sich selbst zur Wahl stellen und als Bürgermeisterin oder Landrat, Gemeinderätin oder Ortschaftsratsmitglied die Entwicklung der Kommune mitbestimmen. Vielleicht sind Sie das nächste Mal schon mit dabei und zeigen den anderen („als wirkliche Vertreter(in) der Bürger deren Willen Sie als Ratsmitglied repräsentieren, artikulieren und umsetzen“), wie Kommunalpolotik „richtig“ geht.

      • Vielen Dank Frau Schülke für ihre klar formulierte und dennoch freundliche Reaktion auf meinen Beitrag. Ich weiß das Niveau zu schätzen.

        Gerade im ersten Absatz ihres Beitrages schildern Sie aber genau das, was ich in meinem Beitrag bewusst zurück gehalten habe, weil ich niemandem etwas unterstellen wollte, obgleich es mir bekannt und bewusst ist. Gerade hier in Lüneburg und Umgebung wo ich seit mehr als sechzig Jahren lebe.

        Ihre Anerkennung für die befragten Kandidaten für die Wahlen kann ich jedoch nicht uneingeschränkt teilen. Da sehe ich durchaus Ausnahmen, die ich aber nicht benennen will.

        Der Verweis auf das passive Wahlrecht wird oft und zu gerne als versuchtes „Totschlagargument“ genutzt, um nicht zu sagen missbraucht. Sie haben das zwar freundlich formuliert, doch mit Sicherheit wissend, dass die Ämter die Sie nennen nur mit Seilschaften, Beziehungen, langjähriger Parteizugehörigkeit, entsprechender Rückendeckung und einer gewissen Anpassungsfähigkeit erreichbar sind. Selbstverständlich gehört dann auch ein entsprechender Listenplatz dazu. Was sie da anführen ähnelt dem Mythos „vom Tellerwäscher zum Millionär“. Doch das etwas überspitzt nur nebenbei.

        Ihr Hinweis auf das passive Wahlrecht greift aber vorrangig deshalb nicht, weil es jedem Bürger und Wahlberechtigten auch ohne aktive Tätigkeit in der „Politik“ zusteht Kritik zu üben. Ohne die Stimmabgabe der Wahlberechtigten säßen die Personen in den Räten nämlich nicht dort wo sie die Bürger vertreten sollen. Und wenn sie das nicht so umsetzen wie der Wähler es erwartet oder gewünscht hat, sind sie auch zu kritisieren. Das ist Demokratie Frau Schülke.

        • Verblendung, Ideologie und Aberglaube überall – traurig! Einige scheinen wohl einfach noch nicht ganz im Wassermannzeitalter angekommen zu sein.

          Fabian Lichter

    • Mechthild Schülke

      Hallo Heidi,

      den Dank für Freundlichkeit und klare Formulierungen retourniere ich gerne. Doch sind Sie bei der Wahl Ihrer Worte nicht bloß bestimmt, sondern zuweilen derart drastisch, dass hinter ihnen eine recht despektierliche Vorstellungswelt unseren Kommunalvertretern, wenn nicht der ganzen politischen Sphäre – und mir – gegenüber ahnbar wird: „Angst und Bange“ kommen bei Ihnen vor, „absolute Laientruppe“, „Selbstdarsteller und Mitläufer“, „Totschlagargument“, „Missbrauch“ und Sie deuten, „obgleich Sie niemandem etwas unterstellen wollen“, Ignoranz, Opportunismus, Vetternwirtschaft, Übervorteilung und Korruption sowie Einzel- und Gruppenegoismus als vorherrschende Triebkräfte allen Tuns und Lassens unter unseren Repräsentanten bei der Willensbildung und Entscheidungsfindung über Angelegenheiten des Gemeinwesens an.

      Dass Sie meine „Anerkennung der befragten Wahlkandidaten nicht uneingeschränkt teilen können“, finde ich vollkommen in Ordnung, da ideelle bzw. wertende Deckungsgleichheit unter freien und eigenständig urteilenden Menschen sehr selten ist und folglich auch kaum zu erwarten war. Schade finde ich aber, dass Sie die von Ihnen „gesehenen Ausnahmen“ nicht „benennen“ wollen. Warum schade? Weil diese Zurücknahme auf ärgerliche Weise mit Ihren vage und sehr allgemein gehaltenen Vorwürfen aus Ihrem vorangegangenen Post korrespondiert, so dass der schon durch das zitierte Tadel- und Scheltvokabular vorbereitete Eindruck eines übellaunigen Generalverdikts ohne Gründe und Belege sich verfestigt.

      Und meinen Hinweis aufs passive Wahlrecht, also auf die Möglichkeiten des Eingreifens und Mitmachens u. a. auch für Sie weisen Sie als unfairen Angriff zurück, der Ihnen, wie Sie es offenbar verstehen, Ihre Berechtigung zum Beobachten und Kritisieren am Spielfeldrand zweifelhaft machen oder diese gar veralbern und diskreditieren soll. So war der Einwurf aber nicht gemeint! Natürlich klingt etwas von der Aufforderung zum „Bessermachen statt Maulen!“ mit. Aber ist das verwunderlich? Die Motive für ihr Engagement mögen sein, wie sie wollen, Heidi, und die Voraussetzungen ebenfalls, doch sollten wir nicht wenigstens anerkennen, dass sich elf der vorgestellten dreizehn Personen (Frau Lotze und Frau Schröder-Ehlers sind Profis mit Bundesligagehältern) als Amateure ehrenhalber nach Feierabend und in ihrer Freizeit um die Belange ihrer Kommune kümmern, an langen, oft zermürbenden Sitzungen teilnehmen, für die sie sich nächtelang durch das Studium vertrackter juristischer Texte und im beamten- oder agenturenjargon abgefasster Gutachten präpariert haben, und dass sie außerdem an zahlreichen Wochenenden und Feiertagen bei „Ortsbegehungen“, Eröffnungsfeierlichkeiten und „Bürgersprechstunden“ anwesend zu sein haben, um endlose fachmännische Litaneien, begleitet von ungezählten, Verstand und Sinne verwirrenden Meinungs-Cocktails, über Stallhasen, Streckenführungen, Straßenbeläge und Streuobstwiesen in sich hinein zu saugen.

      Zwar, da haben Sie recht, keiner hat Herrn Pauly oder Frau Kruse-Runge mit vorgehaltenem Schrotgewehr in ihre Parteien und die darin herrschende „Kultur des Miteinanders“ hineingezwungen und zum aufreibenden Lernen disziplinierender, Konsens erzeugender Hobel- und Sägetechniken angehalten. Aber alles das immer sofort unter den Verdacht des kaschierten Eigennutzes stellen und das Vorankommen innerhalb von Gremien und Organen quasimafiösem Beziehungsmanagement oder langjähriger Schleimspurkriecherei zuschreiben, ist meines Erachtens eine Art ungerechten und letztlich selbstentschuldigenden Schemadenkens, welches davor bewahrt, sich die eigene Tatenlosigkeit oder Lethargie eingestehen zu müssen. Sicher, nicht jeder wird im Lüneburger Polit-Hollywood sofort „vom Tellerwäscher zum Millionär“. Doch kann das denn der Anspruch sein? Freilich, manchmal genügt eine sonore Stimme und eine stattliche Figur, um die Promotionsnote „rite“ und eine assistierte Zaunkletterei in Potsdam bundesweit bekannt zu machen, aber in der Regel backt man kleinere Brötchen, kauft sich eine ausdrucksstarke Brille und wird Fraktionsvorsitzender. Mit anderen Worten, Heidi, das Dabeisein und das Wirken im Kleinen kann einen Menschen wie Sie und mich auch ausfüllen.

      Dennoch stimme ich Ihnen auch in Ihrem letzten Punkt zu. Man kann, ja, man sollte oder muss vielleicht sogar „als Bürger und Wahlberechtigter auch ohne aktive Tätigkeit in der Politik an deren Ausführung und Gestaltung immer wieder Kritik üben“. Wahlämter sind Positionen auf Zeit. Und wer sich in den Augen der Wähler nicht bewährt, wird abgewählt. So ist es Heidi. Nur, was es heißt, „etwas so umzusetzen, wie der Wähler es erwartet oder gewünscht hat“, das ist eine sehr, sehr schwierige Frage. Denn „den“ Wähler hat noch nie irgendjemand getroffen, Heidi, genausowenig wie „das“ Volk. Sich dessen bewusst zu sein, dass das eigene Wünschen und Erwarten (oder das der eigenen Gruppe und sei sie noch so groß — oder laut) nur ein Teil der vielen unterschiedlichen bunt durcheinander schwirrenden Wünsche und Erwartungen ist und daher das allgemeine Wünschen und Erwarten nur quantitativ als interpretationsbedürftiger Kompromiss eines Mehrheitsdurchschnitts – bei geheimen, gleichen und freien Wahlen – ermittelbar ist, als ein Votum, dem zugleich Rücksichtnahme gegenüber Minderheitenmeinungen auferlegt ist, — das ist Demokratie, Heidi.

      • »manchmal genügt eine sonore Stimme und eine stattliche Figur, um die Promotionsnote „rite“ und eine assistierte Zaunkletterei in Potsdam bundesweit bekannt zu machen«

        Witzig!

        Dazu las ich gerade in der HAZ:

        »Landtagspräsident Bernd Busemann (CDU) hat mit seinem Vorpreschen bei der Entscheidung für einen CDU-Spitzenkandidaten bei der Landtagswahl 2018 Irritationen innerhalb der CDU ausgelöst. Er verzichte auf seine Spitzenkandidatur. Stattdessen ernannte er den früheren niedersächsischen Kultusminister Bernd Althusmann zum Herausforderer von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Busemann erklärte zugleich, dass eine mögliche Spitzenkandidatur des Landtagsfraktionschefs Björn Thümler kein Thema sei.

        „Er kann ja für sich selber sprechen – nur sollte er andere da heraushalten“, hieß es in der CDU-Fraktion, in der sich am Sonntag niemand offiziell zum Alleingang Busemanns äußern wollte. Die CDU will erst sechs Tage nach der Kommunalwahl – am 17. September – ihren Spitzenkandidaten und künftigen Landesvorsitzenden bekannt geben. Dieser werde dann Althusmann heißen, hatte Busemann betont.«

        http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/Verzicht-auf-Spitzenkandidatur-Busemann-loest-Irritationen-in-der-CDU-aus

    • Ein notwendiges Plädoyer zugunsten unserer Lokalpolitiker, sehr geehrte Frau Schülke. Kritisch, ganz und gar nicht einseitig und trotzdem positiv. Ich sage bravo! Ich sage danke.

  12. Gabor Kellinghusen
    hochmut kommt vor dem fall. ihre unterstellungen zeigen mir nur, was sie unter meinungsfreiheit und demokratie verstehen. sie unterscheidet sich in nichts von der afd. ich habe zur afd meine meinung geäußert, da hatten sich andere noch ins hemd dabei gemacht. sie sollten sich schämen, hier so aufzutreten. wenn ein mensch sich benehmen kann, wird er erstmal von mir akzeptiert. das weitere wird sich dan finden. dieses finden kann nur stattfinden, wenn man sich als demokrat zu benehmen weiß. bei ihnen bin ich mir nicht so sicher, ob sie wirklich ein demokrat sind. sie zeigen hier nur, was man von parteisoldaten zu halten hat. guten tag.

    • Gabor Kellinghusen

      Lieber, guter Klaus Bruns aus Reppenstedt am Oberlauf des Kranken Heinrich,

      da Sie mit keiner Silbe auch nur auf ein einziges Detail meiner vier ausführlichen Wortmeldungen in diesem schönen Thread eingehen, sondern eine Reihe blasser und unbelegter Pauschalvorwürfe hervorstammeln, über deren dünnem Dampf von Kaffeegeruch und Erregungsschweißaromen eine Kopfnote von Größenwahn wrast, bin ich mir nicht ganz sicher, wer von uns beiden näher an den niveau- und argumentlosen Schimpf-, Vorwurfs- und Beleidigungskanonaden antidemokratischer, Verunglimpfung, aber auch persönlicher Herabsetzung dran ist.

      Machen Sie sich einfach klar, was Sie geschrieben haben. Dann ist schon alles in Ordnung. Ich kann sie trösten – Sie sind nicht alleine mit dieser Haltung.

      Und genau darum schreibe ich es Ihnen. Und bitte nun darum, dass wir es dabei belassen, da harte Kritik auch verletzend ankommen kann, in diesem Fall – entschuldigen Sie, wenn Sie sich persönlich angegriffen fühlen. Das war nicht meine Absicht – aber die politische Agitation hinter dem Abwerten ganzer Bevölkerungsgruppen, die spreche ich offen an, weil sie nicht zum Ihrerseits ja ansonsten propagierten Ziel der Teilhabe passt.

    • Lieber Herr Bruns, Ihr Talent als Alleinunterhalter in allen Ehren. Aber ich bitte um eine Sendepause bei diesem Beitrag.
      Danke fürs Verständnis. LG, Lünebürgerin

  13. Unsere Politiker haben einen schlechten Ruf, und die Politikerschelte ist an der Tagesordnung. Man kann ihnen nicht trauen, heißt es. Sie sagen uns nicht die Wahrheit, sie lügen uns an. Heutzutage mehr denn je. Davon sind nicht nur die „Wutbürger“ überzeugt. Viele Wissenschaftler und Publizisten sehen es ähnlich. Auch Politiker selbst bezichtigen sich oft genug wechselseitig der Lüge. Doch merkwürdig: Nur relativ selten werden Politiker bei handfesten Lügen ertappt. Wie kann das sein? Was sind eigentlich politische Lügen? Wo fangen sie an – wo hören sie auf? Und warum lügen Politiker? Ist die politische Lüge in jedem Fall verwerflich? Oder kann sie auch legitim, sogar notwendig sein? Und die Bürger: Wollen sie die Wahrheit denn wirklich hören? Honorieren sie es bei Wahlen, wenn ein Politiker ihnen „reinen Wein“ einschenkt? Wie kann man sich als Bürger vor politischen Täuschungen schützen?

    Wenn die Öffentlichkeit Wert darauf legte, nicht für dumm verkauft zu werden, wenn sie deutlich machte, daß sie lieber wüßte, woran sie ist, als in freundlichen Illusionen gewiegt zu werden, stünde es auch besser um die Ehrlichkeit der Politiker.

    Warum zieht keine Partei in den Wahlkampf und verkündet jedenfalls den Gruppen, von denen sie insbesondere erwartet, dass sie sie wählen, dass sie auch mit Nachteilen zu rechnen haben? Das geschieht ja ganz grundsätzlich in Wahlkämpfen nicht. Das hat etwas damit zu tun – das gilt wechselseitig zwischen Politik und den Menschen in der Demokratie – wer traut sich was zu? Ich sag, die Politik muss den Menschen mehr Wahrheit in dem Sinn, dass sie auch sagt, in einem längerfristigen Denken, das und das müssen wir jetzt ändern, das kann unbequem sein, zutrauen. Aber das heißt dann auch, die Wählerinnen und Wähler müssen die Politiker wählen, die ihnen diese unbequemen Wahrheiten zutrauen. Wenn sie das auch nicht tun, dürfen sie sich bitte wieder nicht wundern, wenn’s die Politiker auch nicht machen, das ist ein wechselseitiges Geschäft.

    Wir haben nichts gewusst, man hat uns nicht die ganze Wahrheit gesagt, man hat uns belogen – das sind oft nur Ausreden. Richtiger müsste man sagen: Wir haben es nicht wissen wollen, wir haben die Halbwahrheiten und Lügen nicht durchschaut, wir waren leichtgläubig und naiv.

    • @Gastleser

      Danke für diese, aus meiner Sicht, sehr gute Zusammenfassung!

      Auch ich sehe es so, dass jede Gesellschaft die Anführer bekommt, die sie verdient. Das gilt mittlerweile nicht nur für die Politik, auch Unternehmensführungen sind da nicht anders.
      Scheinbar will niemand mehr die Wahrheit wissen, wenn sie nicht positiv ist. Und wer die Wahrheit sagt, der oder die ist sehr schnell weg von Fenster – oder kommt erst gar nicht ans Fenster heran.

      Und so werden wir weiter „kreative Wahrheiten“ serviert bekommen und mancher reibt sich anschließend verwundert die Augen und fragt „Wie konnte das passieren?“, um gleich danach das Lied von der Verlogenheit einer Gesellschaft anzustimmen, welche er selber durch seine tägliche Wahl gefördert hat.

      Manchmal ist es schon merkwürdig, wie sich Gesellschaften verändern…

  14. @Gabor Kellinghusen

    Sie sagen, ich spiele etwas vor, aber sei in Wahrheit ein Extremist?!

    Aha.

    Dann lese ich Ihre Antwort – im ersten Punkt rechtfertigen Sie sich, sie hätten a) zu Herrn A geschrieben und b) zu Herrn B. Daraufhin lese ich Ihren Text erneut: Sie haben beide Herren immer pauschal in Ihren Sätzen im Plural beurteilt – nichts differenziert.

    Hey, lieber Herr Kellinghusen:
    an dieser Stelle wird es mir zu blöd.

    Ich habe gelesen, was Sie geschrieben haben. Dazu erhielten Sie die Antwort, dass Sie politisch von Ihnen offensichtlich „bekämpfte“ Personen herunterputzen mit persönlicher und mE nicht sachlicher Kritik überziehen. Das war alles.

    Nun werde ich als verlogener und heuchlerischer Extremist von Ihnen bezeichnet – und Sie schreiben mir, was einfach nachweislich ein paar Zeilen weiter oben Sie so nicht geschrieben haben.

    Punkt.

    Es bleibt dabei – denken Sie nach und mäßigen Sie sich. Sie sind unverschämt.

    PS: Und wen ich wähle, geschweige denn aktiv unterstütze – das können Sie nicht einmal im Ansatz ahnen!
    Wegen Menschen wie Ihnen bin ich froh, dass wir freie und geheime Wahlen abhalten.

    • @ Luenebuerger

      Wovon zum Teufel reden Sie hier eigentlich? Der Kommentator heißt Sideliner, nicht Kellinghusen. Haben Sie zu Mittag schon am vergorenen Traubensaft geschnüffelt?

    • Sehr geehrter Luenebuerger

      Wenn es um unsere schöne deutsche Sprache geht, bin ich wie Herr Kellinghusen auch, das muß ich zugegebenermaßen ehrlich gestehen, ein bißchen pingelig. Allzusehr wird sie heute in Mitleidenschaft gezogen: Da werden Ansichten „aufoktroyiert“ oder Dinge „auseinanderdividiert“, Ereignisse waren „vorprogrammiert“ und dergleichen doppelt gemoppelte Pleonasmen mehr. Zu allem Überfluß wird auch noch „Sinn gemacht“ – ein Anglizismus, wie nicht viele wissen. Als Sprachpflegerin kann ich da gar nicht so viel Metaphernsalat fressen, wie ich kalt kotzen möchte. Nicht auszudenken, wie erst ein Dichter und Denker von der Güteklasse eines „Tucho“ im Grab rotieren würde, könnte er unser „Neudeutsch“ hören. Schöne neue Welt, sage ich da nur!

      Was mir aber in letzter Zeit besonders auf den Zeiger drückt, ist das Aussterben unseres Genitivs (heute würde man wohl eher sagen: „das Abnibbeln von unserem Genitiv“). Was waren das für Zeiten früher, als man dank der Bremsen seines Pkws rechtzeitig an der Schranke der Eisenbahn in den Genuß des Stillstands kam. Heute hingegen rauscht man wegen dem Elektronikfehler noch ein Stück weiter und bleibt auf dem Gleis stehen, wo man dann von dem Regionalexpreß überfahren wird. Selbst an der Schule kennt man heute kaum noch die elementarsten Regeln unserer Sprache. Gesprochen wird, wie einem der Schnabel gewachsen ist, und der ist, da können Sie Gift drauf nehmen, in aller Regel krumm und schief! – alles übrigens eine Folge der Alt-68er, wenn Sie mich fragen. Grotesk mißbildete Sätze wie „Isch geh Drogendealer, kommst du Bleaching?“ unserer „Mitbürger mit geographisch Reppenstedter oder Amelinghausener Wurzeln“, wie es so schön heißt, werden auch noch als Kreativität und absoluter Höhepunkt westlicher Zivilisation gefeiert. Ja geht’s denn noch?! Wo soll diese Sprachverhunzung noch enden? Wenn der Sprachverfall des Deutschen (nicht „von dem Deutschen“!) in diesem rasanten Tempo weiter zügig fortschreitet, werden wir uns, das prophezeie ich schon heute, in Bälde nur noch mit Händen und Füßen unterhalten!

      Ilsegard Radebrecher (62)

  15. Karlheinz Fahrenwaldt
    bleaching an den 4. ist ziemlich sinnfrei. stimmt. schmunzel. oder man nimmt ein topf farbe und schmeißt sein gebiss darein. wohl dem, der es kann. sich selbst in den hintern beißen, ist mit den eigenen kaum möglich. schmunzel. schlimm sieht es aus, wenn das gesicht alt aus sieht und das gebiss neu. übrigens, der hang nach einem weißen gebiss, wächst seltsamer weise mit dem alter. man will wohl so unschuldiger aussehen. schmunzel.

  16. Katja
    schwarz hören und sehen, kommt teuer zu stehen. schmunzel

  17. Berthold Fürst
    zum bleaching fällt mir einfach nichts positives ein, außer man steht auf blenden.

  18. Lüneburger Fragen

    1) Woran liegt es, dass der Einzelne sich nicht wohlfühlt, obwohl es uns allen so gut geht?

    2) Kann es sein, dass die Leute Angst haben?

    3) Aber wovor?

    4) Dass Lüneburg nicht Lüneburg bleibt?

    5) Was aber ist Lüneburg?

    6) Und was genau soll bleiben? Der Wald? Das Vamos? Das Abendbrot? Klaus Hoppe? Der ADAC ?

    7) Wenn aber alles bleiben soll, wie es ist: Was bleibt dann von der Forderung nach Wandel, Fortschritt, Innovation weniger Ladenleerstand und mehr bezahlbarem Wohnraum?

    8) Hieß konservativ sein nicht einmal, „an der Spitze des Fortschritts zu marschieren“? (Franz Josef Strauß)

    9) Wenn die CDU heute sagt: „Wir sind dagegen, dass sich unser weltoffenes Land durch Zuwanderung oder Flüchtlingsströme verändert“, — was bedeutet dann Weltoffenheit?

    10) Stacheldraht, Transitzonen, Grenzkontrollen?

    11) Ist Weltoffenheit nur das angenehme Gefühl, das Eltern haben, wenn sie ihre Kinder im SUV nach Reppenstedt zum Chinesisch-Unterricht bringen?

    12) Oder bedeutet Weltoffenheit vor allem, dass die Welt offen ist für Wolfsburger SVUs?

    13) Muss sich nicht „alles ändern, wenn wir wollen, dass alles bleibt, wie es ist“? (Giuseppe Tomasi di Lampedusa)

    14) Haben die Leute vielleicht vor allem Angst vor Dingen, vor denen ihnen Angst gemacht wird?

    15) Vor autofahrenden Burkaträgerinnen? Oder vor den Dingen, die in den Köpfen unter der Burka vorgehen?

    16) Muss man nicht eher Angst vor denen haben, die solche Ängste schüren?

    17) Bekämpft man die AfD, indem man ihre politischen Forderungen erfüllt?

    18) Was wäre eigentlich eine linke Position zur Einwanderung?

    19) Die von Angela Merkel?

    20) Oder die von Sahra Wagenknecht?

    21) Macht Angst dumm?

    22) Ist die Angst völlig unberechtigt?

    23) Gibt es ein Menschenrecht auf Angstfreiheit?

    24) Ist erzwungene Untätigkeit ein ausreichendes Motiv, um sein Heil im Islamismus zu suchen?

    25) Oder in der AfD?

    26) Ist Angst überhaupt die Frage? Oder geht es nicht vielmehr darum, was politisch daraus folgt?

    • Woran liegt es, dass der Einzelne sich nicht wohlfühlt, obwohl es uns allen so gut geht?
      wer sind alle? die oberen 10% ,oder die unteren 30%?

  19. Katja
    http://www.das-waren-noch-zeiten.de/werbung.htm
    es gibt noch einen von mir. wenn es vorne juckt und hinten beißt, nimm klosterfrau -mellisengeist. schmunzel