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In Oldendorf/Göhrde stockte der Berufsverkehr immer wieder. Grund war eine erneute Aktion der Anwohner, die eine Verkehrsberuhigung fordern. Auf Drängen der Bürgermeister schaltet sich jetzt auch der Landrat ein. Foto: kre
In Oldendorf/Göhrde stockte der Berufsverkehr immer wieder. Grund war eine erneute Aktion der Anwohner, die eine Verkehrsberuhigung fordern. Auf Drängen der Bürgermeister schaltet sich jetzt auch der Landrat ein. Foto: kre

Behörden wollen Raser auf der B216 bremsen

Von Klaus Reschke

Oldendorf/Bavendorf. Im Kampf gegen Raser und rücksichtslose Autofahrer können die ernervten Anwohner der B216 in Oldendorf/Göhrde und in Bavendorf einen ersten Erfolg vermelden: Landrat Manfred Nahrstedt will sich nach den Herbstferien mit den beiden Samtgemeindebürgermeistern aus Dahlenburg und Ostheide, Christoph Maltzan und Norbert Meyer, treffen, „um gemeinsam abzusprechen, wie wir den Menschen vor Ort helfen können“, berichtet Kreissprecher Hannes Wönig. Bei diesem Treffen dabei sein werden auch die beiden Gemeindebürgermeister Uwe Meyer und Dieter Schröder.

Seit Jahren schon klagen die Anwohner über Lkw- und Pkw-Fahrer, die durch die Ortschaften brettern, ohne spürbar das Tempo auf die vorgeschriebenen 50 km/h zu reduzieren. „Da wird auf Teufel komm raus auch innerorts überholt“, klagte jüngst eine Anwohnerin in Bavendorf, „das ist wirklich gefährlich!“ Das Raser-Problem ist seit Jahren bekannt. Um gerade auch für Schulkinder einen sicheren Übergang zu schaffen, wurde deshalb schon vor knapp sechs Jahren in Bavendorf eine sogenannte Bedarfsampel aufgestellt. Die Kosten für die Lichtzeichenanlage musste allerdings die Gemeinde Thomasburg selbst tragen, ebenso die Stromkosten.

Unterschriftenaktionen, etliche Verkehrszählungen und viele Aktionen, wie etwa der „grüne Warnbalken“ entlang der Straße, waren notwendig gewesen, um die Ampel zu realisieren.

Doch trotz Ampel und Geschwindigkeitskontrollen, die Landkreis und Polizei in unregelmäßigen Abständen durchführen, rauschen immer noch viele Autofahrer mit zu hoher Geschwindigkeit in den Ort.

„Da helfen nur bauliche Veränderungen.“

„Da helfen wohl nur bauliche Veränderungen“, sagt Ostheides Samtgemeindebürgermeister Norbert Meyer, verweist auf die Bundesstraße 4 bei Jelmstorf im Landkreis Uelzen. Dort hatte die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr am Ortseingang sogenannte „Verschwenker“ in die Fahrbahn eingebaut, die die Autofahrer automatisch dazu bringen, das Tempo zu reduzieren. „Das funktioniert dort prima“, beobachtet Meyer, der sich diese Baumaßnahme auch für Bavendorf wünscht.

Einige Kilometer weiter in Oldendorf/Göhrde hoffen ebenfalls B216-Anwohner auf Maßnahmen, die das Tempo der Autofahrer innerorts wirksam reduzieren. So mancher Anwohner fordert Tempo 30 innerorts. Ob das durchsetzbar ist, da hat Samtgemeindebürgermeister Christoph Maltzan allerdings Zweifel. Aber vielleicht lasse sich diese Tempo-Reduzierung wenigstens in den Nachtstunden durchsetzen, hofft der Dahlenburger Rathauschef, der sich den alltäglichen Autofahrer-Wahnsinn vor knapp drei Wochen vor Ort selbst angeschaut hatte. „An der Bundesstraße in Oldendorf befindet sich auch der Sportplatz, der auch von den Kindern genutzt wird“, erinnert Maltzan. Aus seiner Sicht ein weiteres Argument für temporeduzierende Maßnahmen.

„Wir bleiben da dran“

Politik und Behörden haben das Raser-Problem jetzt auf der Agenda, „wir bleiben da dran“, verspricht Maltzan, der sich demnächst auch noch einmal mit Vertretern der Unfallkommission von Landkreis und Polizeiinspektion Lüneburg treffen möchte.

Ein Messgerät hat die Samtgemeinde Dahlenburg in Oldendorf bereits installiert, das die Fahrzeug-Anzahl und Geschwindigkeiten registriert hat. Die Daten werden jetzt ausgewertet.