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Lüneburgs Gartenfreunde und die Hecken-Politesse

Lüneburg, 15. Oktober

Naturschützer, das steckt schon im Namen, sind gute Menschen. Sie hegen und pflegen Fauna und Flora und heben den Zeigefinger, wo Missstände ins Kraut schießen. Die Frage ist nur: Was passiert, wenn sie des Guten zu viel wollen?

Die Stadt Lüneburg hat im vergangenen Jahr eine Baumschutzsatzung auf Zeit aufgelegt, nachdem im Roten Feld ein Investor alte Bäume einfach umgelegt hatte. Erst der Frevel überzeugte die Zauderer. Nun schlagen Vordenker von NABU und BUND in ihren neuen Empfehlungen für dieses Regelwerk einen schärferen Ton an.

Die Ökopaxe möchten nicht nur Bäume, sondern auch manche Hecken und Sträucher unter Schutz stellen. Empfindliche Geldbußen und ein Pranger schweben ihnen bei Verstößen vor. Ohne Hecken-Politessen analog zur Parkraum-Observation allerdings wird das nicht effektiv umzusetzen sein, dafür aber würde es teuer. Und die Gefahr und der Anreiz, dass der Nachbar sich zum Denunzianten berufen fühlt, sie scheinen dann riesengroß.

Alle kennen die sogenannten Mugshots von Prominenten aus den USA, die von der Polizei abgelichtet werden, weil sie zu schnell oder betrunken unterwegs waren. Tausendfach gedruckt und im Internet gepostet. So weit wollen die Naturschützer das Bloßstellen und den Voyeurismus nicht treiben, es reicht ihnen, den Tatort der radikal gestutzten Hecke zu nennen und als Mahnung das Strafmaß dazu. Abschreckung ist die Absicht.

Der Vorstoß passt  ins Klischee von der deutschen Gründlichkeit. Doch die führt bekanntlich auch immer zu einem Wust weiterer Vorschriften – für die Ausnahmen von der Regel. Mit Heckenpolizei und Schandpfahl schießen die Naturschützer deutlich übers Ziel hinaus. Besser als Vorschriften sind Einsichten. Der Naturfreund wird sonst schnell zum Oberlehrer, und die gute Absicht umtost das Geschnaube der Regulierungswut.

Hans-Herbert Jenckel&Co.

7 Kommentare

  1. Herbert Diestelhagen

    Lieber Herr Jenckel,

    ik heff do mol ne Ergundischung:

    Anders als Heckenschützer sind Heckenschützen Personen, die „auf eigene Faust hinter der Frontlinie im feindlichen Bereich kämpfen“, also vielleicht an der Lessingstraße im Garten der alten Ibus-Villa. Damit ist „Heckenschütze“ ein Ersatzwort für das französische franc-tireur, welches meist als Freischärler oder Freischütz übersetzt wird. Im heutigen Sprachgebrauch ist das Wort aber mehrdeutig. Es kann auch eine Person bezeichnen, die ohne Legitimität aus dem Hinterhalt hässliche Kannonaden auf Menschen schießt, um sie körperlich oder seelisch zu beeinträchtigen, die also einen kriminellen Akt begeht. In den meisten Ländern erfüllt so etwas den Straftatbestand der vorsätzlichen Verletzung von Leib und Ehre. Häufig wird das Wort Heckenschütze synonym mit dem Anglizismus Sniper verwendet. Auch die beiden Begriffe Heckenschütze und Scharfschütze überschneiden sich teilweise. Als Scharfschützen werden Personen bezeichnet, die im öffentlichen Auftrag durch selektiven, gezielten Einsatz von Instrumenten, mit deren Hilfe böse Geschosse durch einen Lauf oder eine Druckmaschine getrieben werden, einen Gefechtsauftrag, zumeist auf Entfernungen von über 600 Metern, ausführen.

    Der Heckenschütze hat nichts mit dem Heckschützen gemein, der sein Unheil manchmal in Form eines Flugblatts oder einer Hochglanzbroschüre vom Heck eines Luftschiffs aus feuert. Auch dürfen weder der Heckenschütze noch der Heckschütze mit dem Heckenschützer verwechselt werden.

    Der „Heckenschützer“ ist ein heimtückisches Monster in dem Massively Multiplayer Online-Role-Playing-Spiel DOFUS, das von dem Franzosen Ankama Games entwickelt und im September 2004 gestartet wurde. Ziel des Spiels ist es, sechs entwendete Dracheneier, sogenannte Dofus wieder zu beschaffen. Man startet als ein Anhänger einer Gottheit in Incarnam, einem Plateau über Amakna, und entwickelt sich durch die Erfahrung, die man in zahllosen Kämpfen sammelt, weiter. Der erreichte Charakterlevel des Spielers stellt dabei ein Maß dar, welches seine Entwicklung kennzeichnet. In frisch überarbeiteten kommunalen Baumschutzsatzungen wird das Wort „Heckenschützer“ gelegentlich auch zur Kennzeichnung guter Menschen gebraucht. „Sie hegen und pflegen Fauna und Flora und heben den Zeigefinger, wo Missstände ins Kraut schießen.“

    In allen drei Fällen ist unter dem Wortbestandteil Hecke nicht unbedingt immer die Hecke oder das Gebüsch in den Vorgärten Lüneburgs zu verstehen, in dem sich Schützen oder Schützer verstecken; stattdessen wird seit dem 16. Jahrhundert in einigen Zusammensetzungen mit dem Affix „hecken“ ein nicht offiziell legitimiertes oder heimliches Tun bezeichnet (z. B. „etwas aushecken“, „Heckenscheren“, „Hecken verbrennen“, etc.). Das Wort ist im Deutschen erstmals um die Mitte des 18. Jahrhunderts belegt. Das englische Wort „Sniper“ wurde ursprünglich nur für militärische Scharfschützen verwendet und gewann erst seit seiner Übersetzung durch „Heckenschützen“ eine negative Konnotation. In übertragenem Sinn bezeichnet man Menschen mit intrigantem bzw. überraschend hinterhältigem Verhalten nämlich auch als Heckenschützen (aber nie als Sniper).

    Hier meine Frage: Wollten Sie andeuten, dass das Heckenbeschützen unter besonderen, nicht wünschenswerten Umständen aus Menschen, die als Anhänger der Gottheit „Natur“ das Ablegen renditeträchtiger Dracheneier in großzügig ausgeholzten Bebauungsnestern verhindern möchten, Heckenschützen, Heckschützen oder gar Heckenschützer machen kann?

    Das wäre ja ein Spiel mit absteigendem Charakterlevel

  2. Lüneburgs Upper-Class-Zeit

    Ich bekomme immer wieder elektronische Nachrichten, unter die notiert ist: »Bitte denken Sie an die Umwelt, bevor Sie diese E-Mail drucken.« Ich bin dazu übergegangen, an die Umwelt zu denken, WÄHREND ich diese Mails ausdrucke. Das spart enorm Zeit.

    Vielleicht lässt sich das auch auf den Umgang mit Bäumen, Hecken und Sträuchern im Roten Feld übertragen? Einfach zwei Fliegen mit einem Kahlschlag erlegen. Das mühevolle einsame nächtliche Schwitzen beim Sägen, Graben und Entwurzeln geistig aufwerten und ausgeschlafen und gutgelaunt WÄHREND des Fällens, Niederbrennens oder Rodens bei Morgensonnenschein mit freundlichen Nachbarn leicht dahinplätschernde erbauliche Konversation über die Regulierungswut von Ökopaxen betreiben !

  3. Hämmern! Nicht sägen!

    Prävention statt Sanktion! Es gibt sanftere Methoden für Naturschützer als „Heckenpolizei und Schandpfahl“. Mein Vorschlag lautet: Kreatives Öko-Engagement als innovative Form des zeitgemäßen Flirtens:

    Wenn Sie sich als der „echte“ Lüneburger Kerl unter den hansestädtischen Pflanzenfreunden einen Namen machen wollen, schleichen Sie bitte vor Tagesanbruch mit zwei Hämmerchen und einer langen Leiter in einen dicht bewachsenen Garten-Park im Roten Feld. Dort steigen Sie auf einen hohen Baum und schmeißen die Leiter dann ganz weit weg – es soll ja niemand drauf kommen, dass Sie da oben hocken. Sobald die Sonne aufgeht, ziehen Sie die beiden Hämmerchen hervor und und schlagen mit ihnen so schnell gegen den Stamm, dass es sich möglichst anhört wie ein Specht. Und jetzt mal angenommen, es ist noch jemand anderes in der Nähe des tiefen Park-Walds in der Lessingstraße. Sagen wir, ein Unibuch-Händler mit Antenne für die Dialektik der Aufklärung, ein naturinteressierter Sonderling oder speziell ein emeritierter Vogelkundler. Natürlich möchte der Opa den selten gewordenen Dendrocopos major sehr gerne sehen. Er wird also dem Hämmern folgen, und wenn er Sie dann auf Ihrem Baum rackern sieht, ist die Enttäuschung natürlich mehr als perfekt. Zum Schluss bitten Sie ihn, Ihnen die Leiter zu reichen, steigen hinunter und haben so zumindest schon mal Humor bewiesen: eine Eigenschaft, die moderne Frauen mit Hornbrille, Doppelnamen und NABU-Mitgliedschaft für fast noch süßer erachten als Bausünden geschuldetes Stadtvilleneigentum, erhaltungssatzungsfreie Abrisserlaubnisse oder faktenschaffenden Motorsägeneinsatz.

    Tomas Shellag

    • Ihre lustige Charakterisierung der „modernen Frauen mit Hornbrille, Doppelnamen und NABU-Mitgliedschaft“, die sich bei der Partnerwahl zwischen ihren unterhaltungsbedürftigen Sympathien für Spaßvögel und ihren versorgungswilligen Vorlieben für Stadtvilleneigentümer entscheiden müssen, hat mich auf einen Gedanken gebracht.

      Warum nicht mit der Anschaffung einiger Google-Brillen die von Herrn Jenckel beschriebenen Wiederbelebungsrisiken des Blockwartdenkens, der Sozialschnüffelei und des nachbarschaftlichen Denunziantentums beim Heckenbeschützen in das unverfängliche allgemeine Interesse an avantgardistischer Social-Media-Technologie umdichten?

      Es gibt doch die von der japanischen Sicherheitsfirma SECOM entwickelte Überwachungsdrohne „Flying Security“ mit integrierter Digitalkamera, die mit Hilfe von „Google Glass“ ferngesteuert werden kann und ihre Bilder in Echtzeit auf das Sichtfeld (Head-up-Display) des Miniaturcomputers spielt, der praktisch unsichtbar in den modischen Hornbrillenrahmen eingelassen ist.

      Da der „Quadcopter“ schon für ca. 45 Euro im Monat geleast werden kann, ist auch das Problem unkalkulierbarer Personalausgaben für „Hecken-Politessen“ gelöst, die „analog zur Parkraum-Observation“ verfahren. Im Grunde nämlich dürften doch zwei solcher Ausrüstungen genügen. Ein Equipment für Bürgermeister Andreas Meihsies („So werde ich eine neue Kultur des Vertrauens und der Verantwortung schaffen, einen Stadtdialog, Transparenz und eine neue Form der Bürgerbeteiligung.“) und eines für den Verwaltungschef Ulrich Mädge („Schaffung bezahlbaren Wohnraums, Ansiedlung neuer Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe, Vorantreiben der Energiewende und Schuldenabbau lassen sich so umsetzen.“).

      Das beste Feature der SECOM Überwachungsdrohne dürfte definitiv sein, dass sie Natursünder mittels Laser-Sensor in sicherem Abstand bis ins Schlafgemach folgen kann. Ist es nicht eine schöne und beruhigende Vorstellung, dass unsere beiden Stadtväter wie siamesische Zwillinge des lieben Gottes vom bequemen Lederfauteuil in ihrem Amtszimmerchen aus dreimal täglich einen halbstündigen Erkundungsflug durchs Rote Feld starten und sich dabei auf den eigentümlichen Blick etwa von Andreas Ohlms freuen, wenn ihm eine oberbürgermeisterliche Hanse-Drohne durch sein Baugrundstück in der Lessingstraße begleitet, die man hoffentlich noch mit einem roten Warnlämpchen ausstattet?

      Zum Schluss noch ein Geständnis, lieber Herr Shellag. Als ich oben behauptet habe, Ihr Kommentar habe mich auf diese Gedanken gebracht, habe ich nicht die ganze Geschichte erzählt. In Wirklichkeit war es so:

      Neugier zuerst. Surfen und Scannen. Dann wie immer künftig: Unaufgefordert superschnelle Lieferung durch Amazon, angenehme Haptik des Päckchens und frustfreie Verpackung mit dekorativen Blutspritzern der Lagerarbeiter. Das Ding kam zur Dämmerung und mehr aus Versehen, glaubte ich. Aber Amazon weiß eben, was wir wollen, bevor wir es selbst wissen. Ich faulenzte im Hinterhof bei den Restmülltonnen, als eine unbemannte Google-Drohne auf mich zugeflogen kam und brüllte: „Sie sind der Lüneburger Innovationsinkubator-Tambourmajor Horst Keller-Opistusski und müssen unseren neuen Scheiß testen, haha! Viel Spaß!“ Dabei hielt sie mir das buchgroße Päckchen hin. Zuerst wollte ich zurückbrüllen, dass alles ein grober Irrtum und der Erwähnte erstens viel korpulenter und im brillanten Sinne bekloppter sei als ich und kein zweitens und Schluss, aber dann sah ich die vier entsicherten Atombomben links und rechts unterm Cockpit und überlegte es mir anders. Außerdem war die Drohne doch nicht unbemannt. Ein koboldhafter Nerd saß drin, vier, fünf Jahre alt vielleicht, fixierte mich schwitzend und kaute sich die Fingerküppchen ab.

      So kam ich an die Brille.

      Die zündende Idee aber verdanke ich Ihnen.

      Ehrlich !

  4. Die Reklameagenturen der Salz- und Hansestadt Lüneburg prahlen bei ihren Vermarktungsanstrengungen gerne mit den historischen Kleinodien, die sich in der Heidemetropole über die Jahrhunderte angesammelt und erhalten haben. Eines davon ist das Rote Feld.

    Darum steht in der Satzung der Stadt Lüneburg zur Erhaltung des Gebietscharakters des Stadtteils „Rotes Feld“, wozu auch die Wilhelm-Raabe-Schule gehört und dessen Bebauung aus der Gründerzeit stammt, geschrieben: „Zur Erhaltung der städtebaulichen Eigenart des Gebietes aufgrund seiner städtebaulichen Gestalt bedarf a) der Abbruch, die Änderung oder die Nutzungsänderung b) die Errichtung baulicher Anlagen im Geltungsbereich dieser Satzung der Genehmigung.
    Die Genehmigung darf versagt werden, im Falle des Absatzes a), wenn die bauliche Anlage allein oder im Zusammenhang mit anderen baulichen Anlagen das Ortsbild, die Stadtgestalt oder das Landschaftsbild prägt oder sonst von städtebaulicher, insbesondere geschichtlicher oder künstlerischer Bedeutung ist; im Falle des Absatzes b), wenn die städtebauliche Gestalt des Gebietes durch die beabsichtigte bauliche Anlage beeinträchtigt wird.“ (Erhaltungssatzung „Rotes Feld“ vom 28.Juni 2007)

    Die frühere Ibus-Villa hat das Pech auf der falschen Straßenseite zu stehen. Denn die südlichen fünf Grundstücke an der Lessingstraße mit ungeraden Hausnummern (1 bis 9) befinden sich gerade eben außerhalb des Grenzverlaufs zwischen Wilschenbrucher Weg und Volgerstraße, den die Erhaltungssatzung definiert, während die sechs nördlichen gerade eben noch innerhalb dieses Gebietes liegen.

    Darum sagte Stadtbaurätin Heike Gundermann zu Recht: “Gerade in einem Teil des Roten Feldes haben wir mit der Erhaltungssatzung ein Planungsinstrument, um unkontrollierte Nachverdichtung zu verhindern. Was wir aber nicht können, und was auch nicht Ziel sein kann, ist Veränderungen komplett zu verhindern. An der fraglichen Stelle gilt die Erhaltungssatzung auch nicht.” (LZ vom 2. Oktober 2014)

    Wie die LZ berichtete, „plant Andreas Ohlms an der Lessingstraße eine Villa zu sanieren und einen Anbau daran zu setzen.“ Am ersten Novemberwochenende 2013 „hat der Bauträger aber bereits Bäume fällen lassen: Die Rotbuche sei laut eines Gutachtens krank gewesen, die ‚Nadelbäume‘ windbruchgefährdet. Ohlms sagte gegenüber der LZ allerdings auch, die Buche habe Sonne genommen, und die Zedern hätten einer neuen Einfahrt im Wege gestanden. Nachbarn reagierten empört“. (LZ vom 8. November 2013)

    An Karin und Hans-Jörg Heinen, die Vorbesitzer, die „38 Jahre in dem Gebäude an der Lessingstraße sieben gelebt und eine Heilpraktiker-Praxis betrieben haben“ und die vor zwei Wochen zu einer Demonstration gekommen waren, „um sich solidarisch zu ihren alten Nachbarn zu zeigen“, als „Bauträger Andreas Ohlms“, sein „Vorhaben Kaufinteressenten vorstellte“, darf man wohl die Frage richten, wie naiv sie beim Verkauf des Anwesens eigentlich gewesen sein mögen. „Ohlms habe ihnen gesagt, er wolle mit seiner Frau und Schwiegereltern einziehen. ‚Hätten wir gewusst, was daraus wird, hätten wir das nicht gemacht‘, sagt Karin Heinen.“ (LZ vom 2. Oktober 2014)

    Bis vor Kurzem „verfügte Lüneburg über keine Baumschutzsatzung, die Argumentation aus dem Rathaus bestand bislang unter anderem darin, dass allein der Plan, eine Verordnung zu beschließen, dazu führen könnte, dass viele in ihren Gärten zur Säge greifen, um später keine Diskussionen mit Behörden führen zu müssen, wenn sie einen Baum kappen wollen.“ (LZ vom 8. November 2013)

    Vier Wochen nachdem „der Immobilienunternehmer Ohlms (…) mehrere Bäume fällen ließ“ (LZ vom 2. Oktober 2014), seit dem 29. November 2013 (Tag der Veröffentlichung im Amtsblatt für den Landkreis Lüneburg Nr. 11c/2013″), hatte Lüneburg dann aber plötzlich doch eine Baumschutzsatzung.

    Sie „gilt bis zum 31.12.2014“. (Satzung der Hansestadt Lüneburg zum Schutz des Baumbestandes)

    • Vielen Dank für die saubere Erläuterung des Hintergrunds dieser Posse.

      Die jahrelang überfällige „Baumschutzsatzung“ von November 2013 gilt nur bis zum 31. Dezember 2014?

      Und jetzt „streitet“ man bestimmt bis zum Sanktnimmerleinstag über eine neue, die vielleicht 2019 kommt, wenn das „renditeträchtige Drachenei im dann großzügig ausgeholzten Bebauungsnest“ schon lange „abgelegt“ ist, wie Herr Diestelhagen oben so wundervoll formulierte.

      Wann ist Abriss- und Neubautermin an der Lessingstraße sieben?

  5. Otto-Karl Susemelk

    Kinder, Kinder, Kinder, eure Texte sind zu lang!

    Macht´s doch wie Churchill. Der hat den Nobelpreis für Blog-Journalismus bekommen, weil er klar, kurz und genau schrieb. Nachdem er mit ihrem Entwurf fertig geworden war, hat er seine wöchentlichen Kommentare zu den Verrücktheiten des kommunalen Zeitgeschehens AUSNAHMSLOS IMMER sofort auf Papier gedruckt, sich eine Stunde lang mit etwas anderem beschäftigt, dann mit Textmarker und Bleistift in der Hand Faktenangaben, Rechtschreibung, Interpunktion und grammatische Kongruenzen justiert, anschließend die innere Stimmigkeit und den logischen Zusammenhang der von ihm verwendeten Vokabeln und Sprachbilder geprüft, Wortwiederholungen nur dort zugelassen, wo er ihren intensivierenden Effekt wirklich wollte, und auf anschaulich saftige Prägnanz des Ausdrucks geachtet. So gelang es ihm, seine Online-Glossen einfach, wohlklingend und doch lebendig zu formulieren, BEVOR er zuletzt auf ,,veröffentlichen“ im Backend gedrückt hat.

    Tschüssing