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Der andere Deutsche erstaunt die Welt

 

Hans-Herbert Jenckel
Hans-Herbert Jenckel

 

 (Den Blog.jj schreibt der Online-Chef und Geschäftsführende Redakteur Hans-Herbert Jenckel, sein Kürzel jj. Gastkommentare sind willkommen.)

 

Lüneburg, 11. September

In den Tagen der deutschen Einheit, die wir in drei Wochen hochleben lassen, lag ich heftig im Streit mit meinem Freund Klaus Harries. Der damalige Lüneburger CDU-Bundestagsabgeordnete schwärmte von Freiheit und lang ersehnter Einheit. Und ich, aufgewachsen in der kleinen Bundesrepublik, die Schuld mit Geld beglich und den Nationalstolz auf den Fußballplatz verlegt hatte, widersprach. Meine Generation hat nicht Nacht für Nacht von der Einheit geträumt, sondern sich aufgelehnt.

Ich hatte diese Bilder der euphorisierten Begrüßungskomitees an den Grenzübergängen vor Augen. Nein, antwortete ich, es geht um Bananen. Ich wäre fast aus dem Haus geflogen. Jahre später ließ Klaus Harries, ernüchtert, nebenbei den Satz fallen: Hans-Herbert, vielleicht ging es doch auch um Bananen.

Heute gibt es wieder Begrüßungskomitees. Die heißen jetzt Willkommensinitiativen.

Ich bin längst versöhnt mit der Einheit und mag die neuen Länder. Und ich bin jetzt ein bisschen stolz, dass die Masse der Deutschen Flüchtlinge mit offenen Armen empfängt. Vermutlich geht es auch dieses Mal, worüber viele schon wettern, wieder auch um Bananen. Ja, und?

Ich weiß, da braut sich ein Volksgewitter zusammen, unser Wohlstand sei in Gefahr, weil andere uns auf der Tasche liegen, uns was nehmen, was doch uns gehört, uns allein. Und die Angst vor Überfremdung und Kriminalität.

Jeder, dessen Korsett so eng geschnürt ist und der noch in der Christlich Demokratischen Union, in der Christlich-Sozialen Union, der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands oder bei den Liberalen ist, sollte schleunigst sein Parteibuch zurückgeben und sich einer der grölenden, Angst und Neid streuenden Fähnlein anschließen. Denn er denkt weder christlich, noch sozial noch freiheitlich.

Kein Sorge, jetzt kommt nicht der Mutmacher: Das haben wir doch schon mal geschafft, damals,  Stunde Null. Wir verklären das Nachkriegselend heute so gerne. Für die Flüchtlinge aus dem Osten gab es keine Willkommensinitiativen. Alle hatten nichts. Das Zusammenwachsen wurde von den Alliierten mit Wohnraumbewirtschaftung befohlen. Das verstanden die Deutschen damals. Murren, aber gehorchen.

Heute haben wir viel. Weil wir viel geschafft haben, aber auch viel genommen haben. Also haben wir auch viel abzugeben.

Ich habe keine Ahnung, wie das Experiment Flüchtlingshilfe ausgeht. Sicher folgt große Ernüchterung. Sicher leuchten gelungene Beispiele. Aber ganz sicher ist es die beste weltweite Imagekampagne für ein anderes Deutschland, besser als Fußball-WM oder Olympia, international gesehen besser als die Einheit, die viele Nationen skeptisch beäugt haben.

Und jetzt das: Der Deutsche, der keine Grenzen aufrüstet, sondern die Arme ausbreitet.

Hans-Herbert Jenckel

45 Kommentare

  1. @ Hans Herbert Jenckel

    Ihre Aussage: Und ich bin jetzt ein bisschen stolz, dass die Masse der Deutschen Flüchtlinge mit offenen Armen empfängt.

    Entschuldigung, aber sind Sie ganz sicher, das die Mehrheit der Bevölkerung die mehrheitlich nicht asylfähigen Flüchtlinge willkommen heisst und nicht etwa eine Minderheit mit ihrer Euphorie, die gestützt auf falsche Informationen über die Herkunft der Flüchtlinge, deren Motivation und der eigenen Naivität getrieben werden , eine grosse Masse darstellt?
    Wenn die Bürger nicht wieder einmal wie 1989 einer naiven Euphorie verfallen und nach einiger Zeit auf den Boden der Tatsachen aufschlagen wollen, sollten sie ganz schnell die Stellungnahmen von Hendryk Broder zum Thema lesen und die Beiträge von Politikern wie Herrn Friedrich, Herrmann, Bosbach und Kennern der arabischen und islamisch geprägten Länder , näher betrachten. Dann würde Ihnen sehr schnell klar werden, das auch Sie einer unrealistischen und zutiefst naiven Euphorie verfallen sind, die nur zu einer sozialen , sowie humanitären Katastrophe und zu Verteilungskämpfen auf dem Arbeitsmarkt, zu einer Aufhebung des Mindestlohnes , zu grossen religiös-politischen Konflikten, enomen Kosten und sogar zu Problemen mit IS Schläfern aus Syrien führt. Selbst angesehene Politiker sprechen von Überforderung. Und das, wo die Einwanderung stündlich weitergeht und weder verringert, noch eingedämmt wird. Offensichtlich ist man sich bei den fahnenschwingenden Euphoristen nicht im Klaren, was das für die Zukunft Europas , besonders Deutschlands ,bedeutet. Nämlich nicht Hunderttausende , sondern Millionen jährlich.

    Deutschland wird sich verändern, wurde geäussert. Die Frage ist, wie stark und welche Interessengruppen dabei im Fokus stehen. Ergebniss in der Vergangenheit: Hassprediger, islamische Friedensrichter ohne juristische Ausbildung, „Gesetzesänderungen“ wie die zur Beschneidung von Kindern und dem Schächten von Tieren,ebenso wie Staatsverträge mit Muslimen , die in Planung sind, sowie eine gelungene Integration bei Wenigen. Laut Umfragen lehnen 63% der islamischen Migranten die Gesetzgebung in Deutschland ab und halten religiöse Anweisungen für übergeordnet.
    Ist dies im Interesse der Bürger, die nie gefragt wurden und eine Mehrheit darstellen sollen? Das bezweifle ich stark.
    Die letzten Jahre haben gezeigt, das die autochthone Bevölkerung nicht im Entferntesten in ihren Interessen mehr vertreten oder überhaupt nach ihrer Meinung gefragt wird.

    Deshalb haben auch Rattenfänger wie die von der NPD erheblich mehr Zustimmung im Volk. Und das ist sehr gefährlich. Wenn Kritiker und einfache Demonstranten, unter ihnen Frauen mit Kindern und grauharige Männer über 70 , auf eine Stufe mit einer kleinen Minderheit der NPD-Terrorgruppen gestellt werden, weil sie Kritik üben ,wird die Politik nicht einen Meinungswechsel bei ihnen erreichen, sondern eine Gleichgüligkeit was den Ruf von vernünftigen Bürgern angeht. Wenn man Kritiker aufgrund ihrer Meinungsäusserung als Pack und braunen Mob bezeichnet, weil wenige rechte Gewalttäter sich unter sie mischen und Asylantenheime anzünden ,wird man diese Leute nicht gewinnen, sondern gegen sich aufbringen.

    Das alles für den Stolz, den Grössenwahnsinn und die Idee, die “ ganze Welt “ retten zu wollen? Ein zu hoher Preis.
    Nur, wer wird gefragt?Niemand.

    MfG Richard Rach

    • Richard Rach, sie sollten nicht zu oft konservative blätter lesen, ihre aufzählung spricht für sich. jeder kauft sich gern die zeitung , wo er meint, seine meinung wird vertreten. Ich sehe es so ,wie herr jenckel und lese trotzdem die bild und die welt. ihre sogenannten fachleute sind durch die bank vereinsbrillenträger. da sie ja aus der rechten ecke kommen, kennen sie bestimmt auch kohl. dieser politiker hat was gegen türken. jetzt hat er dank seiner kinder türken als verwandschaft. ich weiß jetzt nicht, ob dem,,dicken,, diese tatsache geholfen hat. intelligent genug war er ja. wer aber immer nur sich unter seinesgleichen aufhält, lernt schlecht dazu. dieses trifft auf linke ,so wie rechte vollpfosten zu.

      • @ Klaus Bruns

        Ok, wir lesen ab sofort nur noch Blätter , die von einem Jubelschrei in den anderen übergehen.

        Fast ganz Deutschland ist mit der enormen Zahl an „Asylbewerbern“ ( und nicht etwa Flüchtlingen) überfordert.
        Ich weiss nicht wo Sie wohnen und ob es bei Ihnen Zeitungen von 1997 und davor gibt, aber in allen anderen heute ,wird über riesige Probleme geschrieben und von einer „Flüchtlingskrise“ gesprochen.
        Manche von einer Dimension, die nach dem Krieg noch nie erreicht wurde.Ebenso die Berichte in den öffentlich rechtlichen Sendern im TV(!)

        Danke nochmals für Ihren Ratschlag.Ab sofort lesen wir nur noch das antifaschistische Tagesblatt.

    • richard, oder wie sie sich sonst noch nennen, sie haben mit der wirtschaft zumindest eins gemein, bei diesem thema. die dummen dürfen verrecken und die angeblichen schlauen sollen für profite sorgen. die profite natürlich nicht für sich selbst, sondern für die ausbeuter. rattenfänger verstecken sich gern. hinter der wirtschaft und hinter einer angeblichen demokratischen partei. beide kann ich nicht leiden!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

      • @Klaus Bruns

        Der Zusammenhang zum o. g. Thema erschlisst sich mit leider nicht, Herr Bruns.

        Wer ein wenig in römischer Spätgeschichte bewandert ist, wird diese Situation an die des Kaisers Valens erinnern. Auch dieser bot den Westgoten auf deren Flucht vor den Hunnen Asyl an, was folgte war ein wahrer Ansturm über die Donau, dem auch das mächtige Römische Weltreich nicht gewachsen war. Wie auch in unserem heutigen Fall schlossen sich der Westgoten viele andere Völker an und setzten auch über die Donau über. An eine Versorgung der ganzen Ankömmlinge war nicht zu denken, hinzu kam dann auch noch Korruption der zuständigen Beamten. Das Ende dürfte bekannt sein, die Westgoten waren unzufrieden, es kam zum Aufstand, Plünderungen, ein Krieg folgte, Valens verlor Schlacht und Leben und in der klassichen Althistorik wie auch noch bei vielen heute, wird die Schlacht von Adrianopel 378 als ein Mosaiksteinchen im späteren Untergang Roms gesehen, denn den Römern gelang es nie, dieses Volk dauerhaft unter seine Kontrolle zu bringen.
        An dieser Stelle sei noch auf das Interview mit Herrn Prof. Demandt verwiesen hier auf dieser Seite, man kann nur unterstreichen was er sagt und wenn man die Parallelen erkennt, ist die Zukunftsaussicht düster.

        Besonders interessant war die Parallele, dass eine Religion, die sich an die bestehenden römischen Praktiken nicht anpassen wollte, das römische Reich von innen heraus zersetzt hat. Diese Religion hieß damals Christentum. Welche Religion sich heute über unsere bestehende Rechtsordnung stellt, darf jeder selbst überlegen.

        MfG Richard

    • >>>Entschuldigung, aber sind Sie ganz sicher, das die Mehrheit der Bevölkerung die mehrheitlich nicht asylfähigen Flüchtlinge willkommen heisst und nicht etwa eine Minderheit mit ihrer Euphorie, die gestützt auf falsche Informationen über die Herkunft der Flüchtlinge, deren Motivation und der eigenen Naivität getrieben werden , eine grosse Masse darstellt?<<<

      Ja, sogar ganz sicher! 🙂

      Ihre kleingeistigen Gedanken hingegen sind an vielen Stellen unmenschlich!

      • Halten Sie alles gut fest, sonst schlägt die Kanzlerin zu.

        • Christian Schäffer

          Hääähhhh?

          Herr Jenckel, Ihren Kommentar verstehe ich nicht. Ich gehöre zu denen, die´s gerne einfach haben, weil ihr Horizont eng ist und ihr Verstand nur in den Grenzen des Vertrauten oder des unmittelbar Einleuchtenden leidlich funktioniert. Würden Sie mir bitte einen kleinen Fingerzeig geben

          Und dann überhaupt: „Meine Generation hat nicht Nacht für Nacht von der Einheit geträumt, sondern sich aufgelehnt.“

          Wie eigentlich?

          Und wogegen?

          • Gemeint ist die Sorge um den Besitz, gegründet auf Export, der zu schwinden droht.
            Gemeint sind die Worte der Kanzlerin: Das schaffen wir. Das Schaffen kostet Milliarden.
            Gemeint ist der Irrglaube, dass alles so bleibt, wie es ist, wie es war.
            Jahrzehnte reden wir, die Welt wird zum Dorf. Und wenn es so ist, bauen wir Zäune?
            Wir reden nicht von einem singulären Ereignis, sondern von einem immer mal wiederkehrenden.
            LG

          • Christian Schäffer

            Aha, Herr Jenckel, es kostet. Besitzstände sind in Gefahr. Der Mund der Kanzlerin eilte ihrem Verstand voraus. Man folgte in Berlin der Logik der Medien (Welches Bild oder „Image“ geht in die Welt hinaus?), der Logik der Gesinnungs-, die den moralischen Impuls, nicht der Verantwortungsethik, die Folgen und Nebenfolgen in Bezug auf gemeinsam verabredete Ziele bedenkt. Als der britische Politologe Anthony Glees die Bundesrepublik vor einigen Tagen als „Hippie-Staat“ bezeichnete, „der sich nur von Gefühlen leiten lässt“ (http://www.bbc.co.uk/programmes/p03200f8), da spitzte er also doch eine verbreitete Wahrnehmung zu? (Sie sind vermulich Mitte der Sechziger geboren. Könnte es sein, dass „die Auflehnung Ihrer Generation“, über deren Wogegen Sie sich ausschweigen, auch mit etwas eher diffus Empfundenem als mit etwas konkret und gewaltsam Niederdrückendem zu tun hatte?)

            „Jahrzehnte reden wir, die Welt wird zum Dorf. Und wenn es soweit ist, bauen wir Zäune?“ Es gibt auch Globalisierungsverlierer. Für die springen dann Bundeskasper auf hansestädtische Rednerbühnen und warnen im schneidenden Diskant vor dem, was sie im Basso continuo herbeiunken: „Wenn Leute, die ihre Kultur verteidigen wollen, von den liberalen Eliten im Stich gelassen und als Nazis stigmatisiert werden, treibt man sie in die Arme von echten Rassisten und Faschisten.“ Was sie unter „Kultur“ genau verstehen, verschweigen sie uns leider meist. Warum, das lässt sich nur mutmaßen.

            Doch wenn man Tag für Tag vernimmt, dass die Zahl der Flüchtlinge nach oben korrigiert wird, dass die kommunalen Einrichtungen hoffnungslos überfordert sind und dass vor allem einige europäische Nachbarn versuchen, so billig wie möglich davonzukommen, dann, Herr Jenckel, wird es schwer, die Arme geöffnet zu halten. Wirkliche Gastfreundschaft kommt von Herzen. Man bittet die Mühseligen und Beladenen herein, ohne lange nach Berechtigungen und Beglaubigungen zu fragen. Doch der gute Mensch ist kein dummer Mensch. Immer sind die Plätze knapp und die Mittel beschränkt. Immer muss man auswählen und Vorkehrungen treffen, dass der Gast dem Gastgeber gegenüber sein Gesicht wahren kann.

            Zweifellos befinden wir uns schon heute an der Wende vom Idealismus („Wir schaffen das!“) zum Pragmatismus („Wie schafen wir das?“) in der europäischen Flüchtlingspolitik. Es wird demnächst um Praktiken schneller Zurückweisung und unvoreingenommener Aufnahme gehen, um Modelle der Stellenvermittlung und der Wohnraumbeschaffung, um die Regelung von Beschäftigungsverhältnissen und Versorgungsansprüchen. Man hat sofort eine institutionelle Mechanik vor Augen, in der individuelle Schicksale aus dem Blick geraten, weil die formale Rationalität kein Pardon kennt. (Siehe dazu: http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/265480-wenn-der-ordnungssinn-in-lueneburg-die-vernunft-schlaegt)

            Trotzdem stehen Entscheidungen an, die eine gewisse Normalität im Umgang mit Flüchtlingen und Vertriebenen ermöglichen. Moralische Dispositionen (Mitgefühl, Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft, etc.) können zerfallen, wenn keine Aussicht auf ein Gelingen besteht. Man erkaltet dann entweder zum Zyniker oder erhitzt sich zum Märtyrer, der gegen blinde Behörden ankämpft. Nur Regeln, Routinen, Erwartbarkeiten ermöglichen Lösungen auch in schwierigen Fällen, die die Initiative von Einzelnen für jene voraussetzen, die des Schutzes, der Geduld und der Freundschaft bedürfen.

            Wir müssen uns darauf gefasst machen, dass wir sehr lange noch mobile Einsatzgruppen von Polizisten mit blauen Gummihandschuhen an Flughäfen und Bahnhöfen erleben, die Menschen die Einreise verwehren und ihre Abschiebung erzwingen. Es wird auf diesem Wege eine Klassifikation zwischen Asylanten aus unsicheren Regionen und Migranten aus sicheren Herkunftsländern durchgesetzt. Das ist überhaupt nicht schön, dient aber dem Rechtsfrieden in der EU, der wiederum die Voraussetzung für eine einigermaßen gerechte Verteilung der Flüchtlinge auf die einzelnen Staaten ist. Deutschland wird auf Dauer die meisten übernehmen und sie nach und nach in die Gesellschaft einfädeln. Das wird Konflikte nach sich ziehen, und zwar, wie Sie sagen, immer wieder, viele, viele Jahre lang, aber Gäste sind schließlich auch dazu da, das Haus ein wenig durcheinanderzubringen – und uns um wertvolle Erfahrungen zu bereichern.

    • Oh man, @Herr Rach. Allein schon Hendryk Broder, der Gerhard Löwenthal der Neuzeit. Als ich dann auch noch Friedrich, Herrmann und Bosbach entdeckte, habe ich mir den Rest Ihres Beitrags geschenkt.

      • @ Ha Ge

        Den Beitrag geschenkt? Warum? Weil man einen jüdischstämmigen Mann , polnischer abstammung ,der zudem sehr intelligent, erfahrenen und besonnen ist, mit seinen wertvollen Kommentaren nicht mit der üblichen Rassismuskeule erschlagen kann? Oder einen Herrn , der jahrzehntelang in der CDU Mitglied und in Regierungsverantwortung ist, nicht mit der Keule erschlagen kann, die in der heutigen Zeit schnell da ist, wenn man berechtigte Kritik übt?
        Das wäre einseitig, unreflektiert, subjektiv und vorgefertigt. Gibt es überhaupt jemanden, ausser natürlich Sie selbst, dessen Meinung relevant für Sie wäre? Ich denke nicht.

  2. Im Großen und Ganzen seh´ich das alles genauso.

    Vielen Dank für das mutige Bekenntnis zu Mut und Zuversicht und Lernbereitschaft.

  3. Bernd, da sind Sie ja wieder. Die unermüdlich orgelnde antiislamische Warnmaschine mit den vielen verschiedenen Namen.

    Mein Lob und Zuspruch galt natürlich nicht Ihnen, sondern Hans-Herbert Jenckel.

    • Hallo Udo ich komme erst später, aber sie sind schon da in alter deutscher Manier, alles abnicken, fein Jubeln und später von nichts gewusst haben wollen. Glückwunsch.

    • Udo , wie heißen sie wirklich? feigheit vor dem feind, zeigt keinen mut. ich kann menschen nicht leiden, die behaupten deutsche zu sein , aber zu feige sind ihren namen zu nennen. von den nazis bin ich es gewöhnt. die fühlen sich nur stark, wenn sie einen haufen bilden.

      • Hallo Herr Bruns, soweit ich gehört habe, ist Anonym, ein/e populäre/r Wissenschaftler/in, hoch geschätzte/r Buchautor/in, von den Massen gefeierte/r Sänger/in und hochbegabte/r und allseits bekannte/r Künstler/in. Er/sie wurde 30029 v. Jesus Christoph geboren und malte u.a. 29 Jahre später die Höhlen im Neandertal voll. Wider der Vorstellung, viele neuere Werke und Erkenntnisse von Anonym seien anonym, kann mit Bestimmtheit gesagt werden, dass der Urheber dieser Werke Anonym ist. Persönliche Daten: Anonym ist der Künstlername von Arno Nym einem Verwandten von B. Nym-Dich und eine Hackergruppe der sogenannten Anonymous. Anonym wohnt in Unbekanntsleben und ist ca. 32000 Jahre alt. Zu seinen Verwandten gehören Synonym, welchen er aber vor 66 Millionen Jahren aus anonymen Gründen umbrachte, als er noch recht jung war, und Pseudonym, welcher der Schwippschwappschwuppschwöppschwager des Anonym, jedoch seltsamerweise ein Virus ist. Weitere Daten sind anonym. Verwechslungsgefahr: Anonym wird sehr leicht mit Unbekannt verwechselt, dabei war Anonym nicht der Hauptverfasser regimekritischer Schriften und Flugblätter während des 3. Reiches. Das war eben Unbekannt. Dieser (Adelstitel: „Der unbekannte Verfasser“) ist der wohl bekannteste Schriftsteller, Dichter, Kritiker und Literat der Welt. Verfasser Unbekannt war/ist (ob er noch lebt, kann nicht eindeutig beantwortet werden) eine äußerst schüchterne oder paranoide Person. Er wurde vermutlich ebenfalls um die Zeit von Jesus Christoph geboren. Bald begann er, seine ersten Werke zu schreiben. Vermutlich war er der Sohn (eher unwahrscheinlich die Tochter) eines Mannes und einer Frau. Über Kindheit und Jugend von Unbekannt kann nicht viel gesagt werden. Aufgrund von Quantität und Qualität seiner Schriften ist jedoch anzunehmen, dass dieser Verfasser eine gute Bildung genoss, was weiterhin Anlass zu der Hypothese gab, dass er einer höheren Gesellschaftsschicht entstammte. Er hat unzählige Werke geschrieben, die meisten davon können ihm eindeutig zugeordnet werden. Auch wenn einige seiner Werke von dubiosen, selbsternannten Experten nachträglich mit anderen Schriftstellern in Verbindung gebracht werden, darf angenommen werden, dass Verfasser Unbekannt so gut wie alle seine Werke tatsächlich selbst verfasst hat. Oft gaben diverse Personen Verfassers Werke als die Ihren aus. Es kann mit Recht behauptet werden, dass Unbekannter Verfasser mit Abstand die meisten Texte aller Verfasser in der Geschichte verfasst hat. Außerdem hat er seine Texte in mehr Sprachen verfasst als jeder andere Mensch vor ihm. Betrachtet man sein gesamtes bisher bekanntes Werk, muss man annehmen, dass er jede bekannte Sprache der Welt beherrscht, sogar einige, die lange ausgestorben sind. Einige Sprachen wurden überhaupt erst durch Texte von Verfasser Unbekannt entdeckt, da dieser Verfasser aber wie immer nicht auffindbar ist, konnten viele davon bis heute nicht übersetzt werden. Das bekannteste Werk Ubekannts ist ein Buch namens Bibel, ein dickes Buch mit lustigen Geschichten und Märchen. Gerüchten zufolge soll der Verfasser auch alle Songtexte von Britney Spears verfasst haben und für den Inhalt aller Nachrichten auf N24 verantwortlich sein. Dazu ist er der Chefredakteur der Bildzeitung. Eine Weile konnte man bei einigen Sony-Ericsson-Handys Unbekannt auch anrufen. Dazu muss nur * lange gedrückt werden und danach eine beliebige Zahl: Und schon hieß es: „Verbindung wird hergestellt — mit Unbekannt.“

    • So sieht also, „Udo Prokop“, eine sachliche Auseinandersetzung aus. Offenbar reicht es Ihnen, sich auf der „richtigen“ Seite zu wähnen. Das ist zu einfach und ziemlich jämmerlich.

    • @ Udo

      Erst gemeinte Frage: Sind sie jemals in Köln/Porz, Berlin, Duisburg ,Bochum, Essen oder MG gewesen?
      Ich kann nur sagen, das Deutschland bei der grossen Zuwanderung von Muslimen sich warm anziehen muss.
      Ich war ehrlich überrascht und geschockt, obwohl ich immer Symphatien für Links und der toleranten Linie und Einstellung gehabt habe.
      Man muss wirklich schon ignorant oder blind der regelrechten anarchie unter diesen leuten sein,um die Probleme mit der Kriminalität, der hartnäckigen Integrationsverweigerung und der ablehnung von westlichen Werten und Menschen nicht sehen zu wollen.

  4. Ich halte mich an den Altkanzler Helmut Schmidt, der da sagte, es war ein Fehler die Muslime in Deutschland aufzunehmen.
    https://m.youtube.com/watch?v=gYs0hb04HZw
    Ich bin der Meinung es wird nicht besser, wenn man den Fehler verstetigt. Und was jetzt passiert ist die Entwicklung zu einer Gewalt- und Clangesellschaft, die komplett Ihre Zusammengehörigkeit und Konsensfähigkeit verliert. Die Entscheidungsträger und Meinungsmacher handeln in diesem Land scheinbar ohne Kenntnisse der religiösen Hintergründe dieser Zuwanderung.

  5. Herr Jenckel sie sagen es, Großversuch am Deutschen Volk mit ungewissen Ausgang. Aber Hurra, Hauptsache eine gelungene Imagekampagne, wir dürfen uns wohler und besser fühlen als die anderen und zeigen mal wieder wie es laufen sollte unter Inkaufnahme des Suizids. Wie das ausgeht haben in der Geschichte schon etliche Beispiele gezeigt, keines hat dem angestammten Kulturkreis eine bessere Zukunft beschert eher überhaupt keine Zukunft. Die Verantwortungslosigkeit der Politik und das Versagen der Medien wird in die Geschichtsbücher eingehen. Die Amis freuen sich schon auf die die nächste gut qualifizierte und anpassungsfähige Generation von Europäern, die den in islamischen Gewalt- und Clangesellschaften verkommenden Kontinent verlassen werden.

    • Versuchung am Deutschen Volk

      Klaus, Bernd und all Ihr anderen gesinnungsfesten, vollwertigen und kulturreinen Lüneburger Männer, stellt Euch einmal vor, in einer hellen Mondnacht, wenn fahle Wolken über die kümmerlichen Reste der Ochtmisser Heide jagen, im Hanseviertel die Wölfe heulen und Mutti beim Stammtisch im Alten Uhu im Eulenbusch sitzt, bläht sich über Eurem Bettchen der Vorhang, und Grace Jones tritt ein, gefolgt von Naomi Campbell, Halle Berry und Aishwarya Rai Bachchan. Sie rollen mit den Augen und pressen ihre Körper an Eure weißen Bäuche in der Dunkelheit und flüstern: Flieh mit mir, wohin Du willst. Auf immer will ich Dein sein! – Lasst es Euch durch den Kopf gehen! Und macht Euch mit der Antwort bitte nicht lächerlich.

      • na na, reppenstedter, selbst seehofer steht auf prachtvolle neger.lol

      • Also als Erstes müßte ich mal den Hund zur Ruhe bringen!

        Dann wahrscheinlich alle drei medizinisch versorgen – mein Rhodesian Ridgeback mag keine nächtlichen Besuche. Da ist er sehr eigen.

        Dann die Polizei rufen.

        Noch Fragen ?

    • Wer Sorgen hat, hat auch Likör!

      Kardinal Reinhard Marx („Das Kapital“) hat Prognosen von einer Islamisierung Deutschlands heute Nachmittag als vollkommen abwegig bezeichnet. Bei 83 Millionen Einwohnern werde die gegenwärtige Zahl der Flüchtlinge die religiöse Zusammensetzung der Gesellschaft nicht entscheidend verändern, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz gerade der Katholischen Nachrichtenagentur. Der Menschen rumorende Ängste und Befürchtungen müssten aber ernst genommen werden, meinten dagegen die Führerscheinbesitzer Jenny Elvers-Elbertzhagen und Stefan „Effe“ Effenberg.

      • was sollen uns diese Zeilen sagen ?

        Der Schreiber dieser Abhandlung wird es wissen, vllt. läßt er uns teilhaben ?

        • Vielleicht wollte er bloß dem traditionsentwurzelten, unchristlichen und wertevergessenen linksradikalen Mainstream (Marx, Kapital, usw.) die wahren Verteidiger der hochgeistigen Substanzen des Abendlandes aus der Hefe der Volkskultur gegenüberstellen?

          • Also den Kardinal Marx als unchristlich, werteentwurzelt und traditionslos zu bezeichnen und dem linksradikalen Mainstream angehörig zu unterstellen, halte ich schon fast für Blasphemie.
            Und so wie Sie, Gerti, sich über große Teile Ihrer Mitbürger auslassen, fürchte ich, dass hier die Unchristlichkeit und der wertevergessene Mainstream spricht.
            „wer sich selbst erhöht, soll erniedrigt werden“… oder so.

            Bleiben Sie stark.

  6. Nicht der andere Deutsche erstaunt die Welt, sondern der alte sich selbstüberschätzende Deutsche.

    • @ Bernd

      Eher der von Naivität, Realitätsferne und Vertrauen auf Politiker triefende Michel.
      Da helfen auch Berichte aus Duisburg,berlin ,Köln usw. und konkrete Zahlen über die Kriminalität nicht. Da hilft nur am eigenen Leib zu erfahren.
      Wie sagte Konfizius, die Erfahrung sei die „bitterste Art zu lernen!“
      Mit wäre die „eleganteste Art “ lieber gewesen.

    • Bernd, meinen Sie Schmidt? Sie haben recht. Er hat eben auch nicht mit allem recht.

      • @ Bruns
        Und wer sagt, das die mächtigste Frau Deutschlands „Recht“ hat?
        Das dies ein Ammenmärchen ist, wie das vom Fachkräftemangel hat nun schon jeder begriffen und winkt ab. Die „alternativlose Lösung“ ist fragwürdig und nur in ihren eigenen Augen alternativlos und das „Schaffen wir“ schliesst ja viele Helfer,d en Steuerzahler und auch nun Mieter von städtischen Wohnungen ein, aber offensichtlich nie die Kanzlerin selbst. Aus Duisburg ist sie schnell mit der Limousine und Bodyguards verschwunden und ,ließ Gesichter der Enttäuschung zurück. Warum wohl?

        Ganz einfach:

        http://www.focus.de/politik/deutschland/no-go-area-duisburg-marxloh-wo-kinder-auf-autos-trampeln-f_id_4889030.html

  7. „Großversuch am Deutschen Volk mit ungewissen Ausgang.“

    Eben genau das will der Bürger nicht. Doch wen interessiert, was der Bürger will?

    • Hans,ich liebe es nicht, wenn jemand meint, für mich sprechen zu müssen. von wegen:Eben genau das will der Bürger nicht. seltsam, hauptsächlich rechtsgestrickte menschen sprechen immer gern für alle. gleichzeitig schimpfen sie auf die sogenannten gutmenschen. wie primitiv ist das denn?

      • Wenn Sie Grossversuche lieben , ist Ihnen das Erlebniss zu gönnen.

        Auf Umfragen hin, können ca. 65% der Bürger auf „Versuche“ mit und an ihnen ,verzichten.
        Wir reden nämlich nicht über einen zerstörten Prototyp aus Gips, sondern über das Schicksal Deutschlands ,der inneren Sicherheit, der sozialen Sicherheit und dem Bestehen unserer Gesetzgebung und Kultur. Das steht auf dem Spiel.
        Und 65% der Bürger ,mit aufsteigender Tendenz, ist doch wohl mehrheitlich, oder? Wäre es anders, wären unsere Merkel und Gabriel gar nicht in Regierungsverantwortung.

        Und niemand spricht für Sie persönlich. Sie sind nur ein kleiner Tropfen am Meer und unerheblich. Ihre Worte erinnern mich an den Fall vom Hochhaus. Bis zum dritten Stockwerk geht es noch….!

  8. Das Blatt wendet sich – die CSU jubiliert – Quelle dpa

    Berlin (dpa) – Wende in der Flüchtlingskrise: Deutschland kontrolliert wieder seine Grenzen. Schwerpunkt sei «zunächst» Österreich, sagt der Innenminister. Man müsse wieder zu einem geordneten Verfahren kommen. Die Deutsche Bahn unterbrach den Zugverkehr von Österreich bis zu diesem Montagmorgen um 6.00 Uhr. Viele Bundesländer sehen die Belastungsgrenze erreicht.

    Berlin (dpa) – Der Bahnverkehr von Österreich nach Deutschland ist bis Montagmorgen um 6.00 Uhr eingestellt. In der Gegenrichtung fahren jedoch weiterhin Züge, wie eine Bahnsprecherin am Sonntagabend sagte. Sie korrigierte damit vorherige Angaben, wonach der Zugverkehr in beide Richtungen unterbrochen sei.
    Hintergrund der Maßnahme ist der Flüchtlingsandrang nach Deutschland. Die Bundesbehörden wiesen die Deutsche Bahn deshalb an, für zwölf Stunden keine Züge mehr von Österreich nach Deutschland fahren zu lassen.

    • Herr Jenckel, es gab nie ein blatt. es war nur eine frage der zeit, bis dieses geschieht. wer erpresst wen am besten? nach dem motto, ihr wollt nicht so, wie ich will? wir machen die grenzen dicht und jetzt müssen sich unsere nachbarländer mit dem problem rumplagen. so ist es jetzt angedacht.wird so nur nicht klappen.

      • @ Klaus Bruns:

        Zitat: „wir machen die grenzen dicht und jetzt müssen sich unsere nachbarländer mit dem problem rumplagen“

        Wer hat die Probleme denn verursacht?

        • Murat, fragen sie doch mal die rüstungs und die chemieindustrie. oder haben sie gedacht, wir wären unschuldig daran?

          • @ Klaus Bruns

            Den Begriff „Wir“ müssen Sie mir näher erklären.

            Ich bin weder Politiker ,noch Industriemagnat, der Waffen verkauft.
            Und gefragt hat man mich auch nicht. Insofern ist der Begriff Fehl am Platz, da „Wir“ unser Einverständniss als Bürger nie gegeben haben, da wir nicht befragt wurden.
            Und von Schuld zu reden, ist ebenso unverständlich.

            Eine Waffe wird mit dem Zweck der Verteidigung, der Abschreckung oder des Angriffes gekauft. Es ist also nicht der Verkäufer Schuld, wenn ein Land, ein Herrscher, eine Ideologie dies zum Angriffskrieg benutzt und Menschen tötet.

            Über Schuld könnte vielleicht noch die SPD diskutieren, da Ihr Herr Gabriel Saudi Arabien besucht, ein Land das übrigens heute noch voll mit Menschenrechtsverletzungen ist und dort die guten wirtschaftlichen Beziehungen lobt,obwohl Saudi Arabien den IS unterstützt und nicht mal die daraus resultierenden Flüchtlinge aufnimmt, weil man Angst vor Problemen mit ihnen hat.

            Also, Herr Bruns steht für mich fest: “ Wir“ sind mit wir nicht gemeint.

  9. Hallo Herr Jenckel,

    erinnern Sie sich noch an „Zonen-Gaby (17) im Glück (BRD): Meine erste Banane“? So betitelte die Satirezeitschrift „Titanic“ ihre November-Ausgabe 1989 und landete damit einen Verkaufsschlager. Der Umschlag zeigt eine junge Frau in verwaschener Jeansjacke mit Minipli-Frisur, die in blödem Stolz eine auf Bananenart geschälte Gurke in die Kamera hält. (http://www.titanic-magazin.de/heft/1989/november/?no_cache=1) Nur, wollten sich die „Titanic“-Redakteure in Frankfurt am Main vor 25 Jahren wirklich über die Konsumgier der DDR-Bürger lustig machen? Der damalige „Titanic“-Chefredakteur und heutige „Welt“-Autor Hans Zippert verneint das: „Es ging weniger um den sicher berechtigten und verständlichen Bananenhunger der Ossis, als um die Klischeebilder, mit denen die Medien damals das Thema Mauerfall behandelten“, sagt er. Dauernd seien Menschen zu sehen gewesen, die jubelnd Begrüßungsgeldscheine und Konsumtrophäen in die Kameras hielten.

    Wunderbar zu diesem Klischeebild in den Köpfen von sich – damals wie heute – selbst für geistreich haltenden Menschen ist immer noch der Kommentar von Helmuth Karasek, der am 26. März 1990 im Spiegel erschien: „Am Abend nach der ersten DDR-Wahl“, heißt es dort, „die diesen Namen verdiente, trat der frühere Grüne und jetzige SPD-Kandidat, der eigenwillige und kluge Anwalt Otto Schily mit einer besonders platten Idee vor die TV-Kamera.

    Auf die Frage, warum denn wohl die CDU so gut, die SPD so schlecht abgeschnitten hätte, zog Schily eine Banane aus der Tasche und hielt sie, düster lächelnd, in die Kamera. Mit einem gewissen Schaudern malte man sich aus, wie er, diesen Auftritt planend, schon zu Hause eine Südfrucht in die Tasche gepackt haben mußte, wie es also nicht spontan zu dieser Dummheit gekommen, sondern wie sie von langer Hand mit krummer Banane vorbereitet worden war.

    Mit einer gewissen Scham unterdrückte man die Vorstellung, wie wohl Schily reagiert haben würde, hätte irgend jemand, bei einer Fernsehdiskussion gefragt, warum denn nun Schily die Grünen verlassen habe, einen kleinen Spielzeug-Porsche ins Bild gehoben.“

    Was für eine peinliche Trivialität also, wenn Sie uns erzählen, der glücksberauscht freiheitsliebende Idealist von 1989, Klaus Harries, sei „Jahre später“ zu der bahnbrechenden Einsicht ernüchtert: „Hans-Herbert, vielleicht ging es doch auch um Bananen“.

    Es geht IMMER AUCH um Bananen ! Aber NIEMALS NUR !

    Ich kann Ihnen versichern, dass niemand von uns, die sich am 9. November 1989 zwischen sieben und zehn an der Grenzübergangsstelle Bornholmer Straße gedrängelt haben und rüber wollten, den Text der UN-Menschenrechtscharta oder Kants „Zum ewigen Frieden“ auswendig hersagen, geschweige denn Heinrich August Winklers „Der lange Weg nach Westen“ antizipieren konnte. Wir hatten einfach genug von Schlagbäumen und Reiseverboten, aber auch von Mangelwirtschaft und Perspektivlosigkeit. Das vollkommen unsortierte Gemenge aus Wünschen, Hoffnungen und Ansprüchen kulminierte in dem millionenfach anders ausdeutbaren Ruf nach „Freiheit“.

    Auch „ich habe keine Ahnung, wie das Experiment Flüchtlingshilfe ausgeht“, Herr Jenckel. Wenn man sieht, wie hilflos es angefangen hat, muss man sich um den Fortgang Sorgen machen. Sicher ist es sinnvoller mit Leuten wie Pia Steinrücke, Anke Warnecke und Birger Rietz zu sprechen als mit Boris Pistorius allein. „Aber ganz sicher ist es“ ganz fatal, „die beste weltweite Imagekampagne für ein anderes Deutschland“ als übergreifenden Grund für das Tränentrocknen und die akute Hilfe zu nennen, die in jahrzehntelange echte und umfassend durchdachte Integrationsbemühungen werden münden müssen. Die Flüchtlingsnot ist KEINE willkommene und eilig nutzbare Gelegenheit, UNSER „Image“ aufzupolieren oder für fernsehgerecht einfache Bilder und „Botschaften“ Bananen verteilen! Es geht nicht zuallererst um UNS. Es geht nicht um den Emotionskitsch der „offenen Arme“ und seine medialen Effekte, es geht um Mitgefühl, Anstand und ums Anpacken. Jetzt. Und langfristig um gemeinsame tragfähige Konzepte, das Elend auf der Welt zu reduzieren

  10. Die Staaten und Völker Europas sind der Ausdruck einer gewachsenen Kultur. Unsere heutige Freiheit wurde in den Jahrhunderten hart erkämpft.
    Unser Wohlstand ist erarbeitet.

    Wenn Deutschland seine Grenzen nicht mehr schützt und das Staatsgebiet und Volksvermögen dem Verlangen Dritter zur Verfügung stellt, ist der Kern des staatlichen und bürgerlichen Seins in Frage gestellt. Ein Staat der aufhört, sein Gebiet und Volksvermögen zu schützen, räumt die elementare Position seiner Verpflichtung dem Bürger gegenüber.

    Merkel und ihre GroKo legen Hand an das Vertrauen der Bürger in den Staat und erklären sein Schutzbedürfnis, für dessen Erfüllung dem Bürger hohe Steuern und Abgaben auferlegt werden, nachrangig.

    Gestern verkündete die Politik nicht nur ein weiter so, im eingeschlagenen Weg der von Merkel verordneten Transformation von Staat und Gesellschaft, sondern legte noch eine Schippe drauf. Für Schäuble hat die Versorgung von Flüchtlingen nun ‚oberste Priorität‘. In den Herkunftsländern, wird diese Botschaft gehört werden.