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Wenn der Ordnungssinn in Lüneburg die Vernunft schlägt

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(Den Blog.jj führt Hans-Herbert Jenckel, Geschäftsführender Redakteur und Online-Chef der LZ, Kürzel jj. Gastkommentare sind willkommen. )

Lüneburg, 22. September

 

Die Schizophrenie im Umgang mit syrischen Kriegsflüchtlingen, die sich integrieren wollen, lässt sich an einem Lüneburger Schicksal zeigen.

Am Wochenende berichtete die LZ über die junge Syrerin Hiba Mustafa, die aus Aleppo geflohen ist, der schwer umkämpften und heute weitgehend zerstörten syrischen Kulturhauptstadt.

Sie ist vor knapp zwei  Jahren über Bulgarien nach Deutschland gekommen. Sie lernt in Lüneburg Deutsch, sie findet Freunde und Unterstützer, macht alles richtig, zeigt Integrationswillen. Der Lohn? Keiner. Sie wird abgewiesen. Das wieder ist dem deutschen Ordnungssinn geschuldet, nicht der Menschlichkeit und nicht dem Verstand.

Das Bundesamt für Migration hat zwar vor kurzem die Dublin-Regel außer Kraft gesetzt,  syrische Flüchtlinge dürfen in Deutschland bleiben, auch wenn sie vorher in anderen EU-Staaten registriert wurden. Doch zu dem Zeitpunkt war Hiba aus Syrien längst im Räderwerk der Regeln verheddert.

So folgt auf Flucht Erleichterung und darauf wieder Angst – vor Abschiebung.

Freunde und Ehrenamtliche helfen Hiba und hoffen. Die Politik schweigt.

Noch vor einem Jahr hätte ihr Schicksal in der Politik eine Welle der Solidarität und einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Der Petitionsausschuss wäre angerufen worden, Landes- und Kommunalpolitiker hätten versucht, diesen Irrsinn aufzuhalten.

Und heute? Hunderttausende Flüchtlinge aus Syrien, Hunderte in Lüneburg.  Übelastete Kommunalverwaltungen und verunsicherte Kommunalpolitiker. Und  der Ordnungssinn erweist sich anfällig für Widersinn.  Gesetz ist Gesetz und Regel ist Regel.

Leider auch typisch deutsch. Und Hiba in diesem Fall das Opfer.

Hans-Herbert Jenckel

PS: Eine Unterstützerin Hibas berichtet: Noch vor ein paar Monaten seien die Eltern und der Bruder von Hibas Ehemann Rami, der auch abgeschoben werden soll, zur Familienzusammenführung aus Syrien eingeflogen und nach Lüneburg gebracht worden. Sie hätten umgehend deutsche Pässe erhalten.

 

76 Kommentare

  1. Der Bericht in der LZ und der Blogbeitrag wirft nicht nur rationale Fragen auf, insbesondere viele emotionale Fragen, die sich mehr als ungelöst anfühlen
    Ich weiß nicht , ob ich hierzu alle Antworten geben kann.
    Ich möchte mit einem Zitat des Johann Wolfgang von Goethe beginnen:
    „Vor die Wahl gestellt zwischen Unordnung und Unrecht, entscheidet sich der Deutsche für das Unrecht“.
    Der Jurist würde hier sehr Rational kühl antworten, es gibt kein Recht auf Unrecht. Der Satz ist einfach, klar und man lernt ihn spätestens im ersten Semester: Im Unrecht gibt es keine Gleichheit. Wenn jemand zu Unrecht in den Genuß von Vorzügen kommt, dann hat ein anderer darauf keinen Anspruch. Das ist fest verankert oder auch Fundament im BVerfGE 50,142, 166.
    Das BAMF gehört zur Exekutiven und kann das Gesetz (Dublin Regel) nicht außer Kraft setzen. Hierzu müsste die Legislative handeln. Selbst wenn die Behörde die Dublin Regel seit kurzer Zeit nicht umsetzt, so ist es leider kein geltendes Recht. Die Behörde würde sogar Rechtswidrig handeln. Schwierig ja ich weiß.
    Wie sagt man aber auch „Um sicher Recht zu tun, braucht man sehr wenig vom Recht zu wissen. Allein um sicher Unrecht zu tun, muß man die Rechte studiert haben.“
    Vielleicht liegt hier der Ansatz, der Schlüssel. Die neue Flexibilität, die die Bundeskanzlerin anmahnte.
    Selbst Otto von Bismarck sagte hierzu einmal, „lieber schlechte Gesetze und gute Beamte, als umgekehrt.“
    Viele Menschen fallen ähnlich durch die Maschen der Sozial-Gesetzbücher, wo den Mitarbeiter-Innen das Bauchgefühl schon sagt, das Gesetz passt nicht zu dem Leben wie es vor einem sitzt. Auch diese Menschen haben Angst.
    Ok .. soweit
    Ein Familienberater der Systemisch auf diesen Fall schaut, wird emotional kotzend die Hände über den Kopf zusammen schlagen. Nicht der Krieg reißt jetzt diese Familie auseinander sondern unsere Gesetze. Human? Solidarisch?
    In Chaotischen-Zeiten der Massenabfertigung gehen Einzelschicksale oft verloren, wenn nicht ein/e mutige/r weißer Ritter oder Rittersfrau Umsicht und Besonnenheit zeigt und Ganzheitlich denkt.
    Ich würde mir eine-n weiße-n Ritter/Rittersfrau wünschen….. wir sind Menschen und nicht nur Gesetze…

    • Es ist bestimmt nicht leicht, Ossarek-Bruns zu sein. Da hat man es zum Senatsvorsitzenden am obersten niedersächsischen Zivil- und Schwatzgericht in der Kutscherstube gebracht, zum Honorarprofessor an einer weltweit angesehenen Bockelsberger Juristenfakultät, zum Verfasser des führenden Kommentars zum elektronischen Kursbuch der Deutschen Bahn im Raum Bienenbüttel-Bardowick und zum Mitherausgeber einer der im Roten Feld meistgelesenen gartenrechtlichen Fachzeitschriften für brennstoffgetriebene Heckentrimmer, jüngst auch zum Online-Kolumnisten und Redaktionsliebling der Leib- und Magentageszeitung des Lüneburger Bildungsbürgertums – und immer noch hören nicht alle auf einen. Immer noch gibt es Leute, die sagen, och ja, danke, aber das sehen wir ehrlich gesagt anders. Immer noch gibt es welche, die es besser wissen wollen als Ossarek-Bruns monumentale, überlebensgroße extrabesondere Riesensuperultraautorität in allen Dingen und Belangen des unerlässlichen Wägens zwischen Rinks und Lechts.

      Warum asten Sie eigentlich all die gewaltigen Preziosen aus Ihrem geheimen Schatzkästlein unerhörter Sinnsprüche herbei, um Ende doch – cioè assolutamente privo di senso – eingestehen zu müssen, der Spagat zwischen „rationalen“ und „emotionalen“ Fragen sei nur „ganzheitlich“ und nicht ohne „eine-n weiße-n Ritter/Rittersfrau“ zu bewerkstelligen?

      Regeln (Gesetze, Verordnungen und Satzungen, etc.), Ossarek-Bruns, müssen angewendet werden. In jeder Anwendung aber ist ein Moment von Entscheidung enthalten, denn keine Regel kann die Bedingungen ihrer eigenen Anwendungen vollständig regeln. In der Differenz zwischen allgemeiner Norm und besonderem Fall werden die Ansprüche von Moral und Politik sichtbar. Die sind unbequem, denn sie verlangen nach Gründen, wo man so gerne klare Richtlinien und unzweideutige Anweisungen hätte.

  2. so ist der mensch, wird er zu oft mit negativen nachrichten gefüttert, stumpft er ab und wird gleichgültig. dieses aber nur am anfang. fühlt er sich auf dauer genervt ,wird er böse und gehässig. der deutsche sucht eben gern schuldige für seine situation. bei sich selbst, sucht er zuletzt. wer die systemfrage stellt, wird dumm angemacht. dabei ist unser politisches und wirtschaftliches system der hauptverursacher unserer probleme. wenn die welt ein dorf ist, kann es in ihr keine unterschiedlichen rechte und gesetze geben. die welt ist leider kein dorf. sie ist eine verkommene spielwiese der großkapitalisten geworden. Es wird manipuliert auf teufel komm raus. und er kommt. vw ist gerade so ein beispiel. wer genug geld hat , kann sich betrügereien leisten. darunter werden nicht die betrüger leiden. gesetze werden nicht vom volk gemacht. urteile werden aber im namen des volkes ausgesprochen. wer sperrt manager der deutschen bank ein? im namen des volkes? mit geld wird sich heutzutage frei gekauft. das dabei die menschen auf der strecke bleiben, ist eine logische folge. hiba muss kein opfer werden, wenn der deutsche sich wehrt.

  3. Ohne die näheren Umstände zu kennen, ist es sehr schwierig, etwas zum behördlichen Umgang mit Frau Mustafa zu sagen.

    Hans-Herbert Jenckels knappe Schilderung erinnert mich an das durch seine Tränen während einer Diskussion mit Bundeskanzlerin Angela Merkel im Juli weithin bekannt gewordene 14-jährige Palästinensermädchen Reem Sahwil, einer Sechstklässlerin, die während des Bürgerdialogs in ihrer Rostocker Schule zunächst ruhig und ausgesucht höflich (und in fließendem Deutsch) ihre Geschichte erzählt hat. Dass sie „hauptsächlich aus Palästina“ stamme, aber vor vier Jahren über den Libanon nach Deutschland gekommen ist. Dass sie sich sehr schnell integriert hat, was sie gar nicht hätte erklären müssen. Dass ihr Vater nicht arbeiten darf, weil die Familie keine Aufenthaltsbestätigung hat. Dass sie fast abgeschoben worden wäre. Dass sie Sprachen liebt und sich wünscht, irgendwann studieren zu können. Dass sie nicht länger zusehen will, wie andere das Leben genießen, aber sie nicht. Am 4. September ist bekannt geworden, dass Reem nun wohl doch mit ihrer Familie in Deutschland bleiben darf.

    Für die Meinungsbildung hinsichtlich des Lüneburger „Falles“ wäre ein Link zum LZ-Artikel vom vergangenen Sonnabend sicher hilfreich.

    Auch frage ich mich, warum sich keiner der „Unterstützer“ und vor allem keine/r der involvierten oder irgendwie betroffenen städtischen Politiker/innen hier zu Wort meldet, Einzelheiten beiträgt seine Einschätzung äußert oder vielleicht sogar über seine engagierte Anteilnahme unterrichtet.

  4. Lieber Herr Birger Rietz,

    seien Sie doch bitte so gut und erklären den jungen Leuten (und mir) hier bei Blog.jj die Hintergründe und Umstände der Situation von Frau Hiba Mustafa aus Ḥalab, die vom geschäftsführenden Redakteur der Landeszeitung, Herrn Hans-Herbert Jenckel, zwar wohl mitfühlend gemeint, aber leider nur in vagen Umrissen angedeutet werden konnte. Lässt sich dieses Exempel eventuell nutzen, um etwas über die generelle Problematik der heute geltenden Rechtslage und der von ihr verlangten Verfahren anzumerken?

    Mit herzlichen Grüßen

    Ihre stille Bewunderin

    Rita Böttjer

  5. @ Hans Herbert Jenckel

    So viel Einsatz und Fürsprache hätte ich gerne für die 240.000 Obdachlosen in Deutschland von Ihnen gehört. Für den Hartz4 Empfänger der nach Jahrzehnten Arbeit seine Arbeit verloren hat und 10 Minuten zu spät zu einem Termin bei der Behörde erscheint, weil draussen Glateis war und der Bus sich verspätete und er somit natürlich einen Teil seiner Leistung gestrichen bekommt. Oder für Rentner, die seit Jahren zur Tafel müssen, obwohl sie nach dem Krieg das Land aus einem Schutthaufen wieder aufgebaut haben, ebenso traumatisiert waren und mit einer gerdezu lächerlichen Rente abgespeist wurden. Sie hatten einen ganz klaren Nachteil: Deutscher im eigenen Land zu sein. Bei den Politikern heute wohl ein KO- Kriterium.

    • @ Ulf-Bernd Kuno

      Bitte nicht alles durcheinander schmeißen!

      Hans-Herbert Jenckel kann „Einsatz und Fürsprache“ immer nur auf ein Thema zur Zeit richten.

      Diesmal ist eben das Schicksal einer jungen Frau aus Syrien dran, die um Asyl ersucht und gerne in Lüneburg bleiben würde. Ich nehme an, die Wahl erfolgte aus konkretem aktuellen Anlass.

      Freilich, auch Obdachlosigkeit, das grauenvolle Hartz IV-Regiment oder die wachsende Altersarmut sind ebenso wichtige denkbare Gegenstände einer beherzten Meinungsäußerung des jj.Bloggers wie häusliche Gewalt, Behindertenpädagogik, der Ritalinkonsum in Kindertagestätten, barrierefreie Fußgängerbrücken, die Sporthallenproblematik, Kinderheime und das Burnoutphänomen unter Abscheidetechnikern und Zerspanungsmechaniker/innen in Adendorf.

      Jenckels Herz ist groß, aber auch für ihn wird gelten: „Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde.“ (Prediger/Kohelet, Kapitel 3, Vers 14)

    • Ulf, ihr Kommentar gefällt mir. Wo mit kann man ,,einfacher,, mehr Geld verdienen? Mit alltäglichem ,oder mit was besonderem? Wo behauptet die Wirtschaft und die Politik ständig was anderes und bezahlt dafür, dass es in die Öffentlichkeit kommt?

      • Klaus, haben Sie eigentlich mal darüber nachgedacht, warum Verschwörungstheorien so unglaublich beliebt sind?

        Die Verschwörungstheorie nimmt uns die Verantwortung. Wir brauchen uns nicht zu kümmern. Anstatt von unserem passiven Wahlrecht gebrauch zu machen und etwas zu probieren, wo etwas zu erreichen ist, können wir auf dem Sofa sitzen, auf der PC-Tastatur herumhacken und über die Ungerechtigkeit der Weltläufte schamfudern, was unsere schlechte Laune hergibt. Wir haben ja keine Schuld, sondern jemand anders. Der Klüngel aus fiesen Leuten, die ihren Hintern hoch kriegen und uns alle übervorteilen. Ihr Freund Popper hat sogar gesagt, der Komplott übernimmt in weiten Teilen Reppenstedts dieselben Funktionen, die in gewissen Religionen Gott hat. Wer hat all das angerichtet? Wir doch nicht! Das war jemand anderes. Die organisierte Bosheit. Den Leuten gefallen Erklärungen, die über die einfachen Antworten hinausgehen. Warum ändert sich das Klima? Das ist natürlich eigentlich unsere Schuld, weil wir zu viel Strom und Benzin verbrauchen. Doch das wäre zu einfach. Wahrscheinlich steckt doch das Pentagon dahinter, die Atomlobby, die Lügenpresse oder das internationale Finanzkartell, es muss einfach irgendjemanden geben, der hinter allem steckt und uns zum Zuschaun und Opfersein verdammt.

        • Udo, meinen Sie wirklich mich? der deutsche sucht gern schuldige und findet sie selten bei sich. habe ich auch schon geschrieben. was den klüngel angeht, der hat mit verschwörungstheorien rein gar nichts zu tun. den gibt es. der kölner klüngel ist besonders bekannt. diesen klüngel gibt es in allen gemeinden. und was bei vw passiert, ist ebenfalls keine ausnahme. popper war nicht naiv. ich bin es auch nicht. einfache antworten gibt es schon, nur mit der umsetzung hapert es leider öfters. und dieses liegt oft , sehr oft, an lobbyisten , die es verstehen, zu manipulieren. unsere schuld liegt daran, wir alle lassen es zu. wenn wahlen in deutschland etwas verändern würden, wären sie schon längst verboten. wer sich heutzutage zur wahl aufstellen lässt, braucht das b-gen und einen sponsor. beides gibt es nicht umsonst. und somit schließt sich der kreis.

    • @ Ulf

      Die aktuellen Rentner und Arbeitnehmer, die jetzt ins Rentenalter kommen, erhalten eine gute bis sehr gute Rente, da sie zu einer Zeit rentenversicherungspflichtig beschäftigt waren, in der (fast) jeder, der arbeiten wollte, auch eine Arbeit gefunden und Rentenversicherungsbeiträge entrichtet hat.
      Wenn relativ viele Frauen eine schmale Rente erhalten, so ist dies darauf zurückzuführen, dass sie sich in den fünfziger/sechziger Jahren nach Eheschließung die Rentenversicherungsbeiträge erstatten ließen. Das war in einer Zeit, in der sich die deutsche Frau gefälligst an den Herd zu begeben hatte, gang und gäbe.

      • HaGe, Sie belieben zu scherzen. auch in unserer zeit gab es rezessionen und massenarbeitslosigkeit. googeln sie doch mal nach der jetzigen durchschnittsrente. der pensionär bekommt im durchschnitt ca das dreifache eines durchschnittrentners. und wenn man dann noch aus gesundheitlichen gründen früher in rente musste, sieht man besonders alt aus. sie dürfen aber gern weiter träumen, von der ach so herrlichen vergangenheit.
        http://www.focus.de/finanzen/altersvorsorge/rente/kontostand/durchschnittsrente_aid_19622.html

        • Lieber @Klaus Bruns,

          dass die Pensionen im Vergleich zu den entsprechenden SV-Renten ungerechtfertigt hoch sind, steht außer Frage. Das sieht wohl -mit Ausnahme der betroffenen Beamten- eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung so. Der Gesetzgeber wird diesbezüglich irgendwann nicht umhin kommen, einschneidende Maßnahmen zu beschließen und zu verabschieden.

          Aber mir ging es ja nicht um Pensionen, sondern um Renten. Meine Generation z.B., ich bin Jahrgang 1948, hatte keine Probleme, eine Lehrstelle, wie es damals hieß, zu finden. Ebenso problemlos kam man in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Selbstverständlich bei Vollbeschäftigung. Der Begriff Teilzeitarbeit war seinerzeit unbekannt. Sehr viele Kinder, gingen nach der achtjährigen Volksschule mit 14 Jahren in die Lehre. Die Generation, von der ich spreche, gehört fast ausschließlich zum Personenkreis der besonders langjährig Versicherten, zu jenen Arbeitnehmern also, die mindestens 45 Beitragsjahre vorzuweisen haben. Ich selbst war noch keine 14 Jahre alt, als ich in die Lehre kam. Insgesamt habe ich 51 Jahre Beiträge zur SV entrichtet. Ich beziehe keine Superrente, aber meine Rente ist gut auskömmlich. Das meine ich mit „guter Rente“. Und da bin ich als ganz normaler durchschnittlicher ehemaliger Arbeitnehmer ja nun beileibe kein Einzelfall in meiner Generation.

          Natürlich räume ich ein, dass es auch in meiner Generation Fälle gab resp. gibt, in denen aus verschiedenen Gründen, die die einzelnen Menschen nicht zu vertreten hatten, nur relativ geringe Renteneinkünfte erzielt werden.

          Aber es gibt eben auch die anderen Fälle, z.B. Menschen mit sehr häufigem Arbeitgeberwechsel, gepaart mit ebenso häufigen Unterbrechungen. Und wenn jemand aus meiner Generation 15 bis 20 verschiedene Arbeitgeber hatte, da stellt man sich schon die eine oder die andere Frage. Oder, Sie werden es nicht glauben, frühere Geschäftsleute, die zu ihren Glanzzeiten ein Leben in Saus und Braus geführt und als Alterssicherung den Mindestbeitrag „geklebt“ hatten, die Altersvorsorge also verbraten haben mit der Spätfolge, dass sie zu ihrer kleinen Rente der Sozialhilfe anheim fielen. Und, auch das sollte zur Kenntnis genommen werden, gab es Menschen, die die Arbeit sozusagen nicht erfunden hatten.

          Tut mir leid, lieber @Klaus Bruns, ich bleibe bei meiner Meinung, dass die Arbeitnehmer meiner Generation in aller Regel eine gute bis sehr gute Rente erhalten. Bei geringen Renten ist die Ursache dafür oftmals in der Person zu finden. Ich weiß, dass Sie das anders sehen. Aber vielleicht fassen Sie meinen Beitrag wieder als Scherz auf und erheitern sich daran. Immerhin, nur zu.

          • mein lieber HaGe, sie dürfen ihre meinung doch gerne haben. die wirklichkeit sieht aber nun mal leider nicht so rosig aus.
            Und wenn jemand aus meiner Generation 15 bis 20 verschiedene Arbeitgeber hatte, da stellt man sich schon die eine oder die andere Frage.
            ich hatte 31 arbeitgeber, sie dürfen mir gern ein paar fragen stellen.

      • @ HaGe

        Zitat: Die aktuellen Rentner und Arbeitnehmer, die jetzt ins Rentenalter kommen, erhalten eine gute bis sehr gute Rente……

        Alleine das ist schon ein Grund sich jeden Kommentar zu ersparen.

    • @ Ulf
      Nachtrag:
      Ich behaupte mal, dass die Obdachlosen mindestens 98 % der deutschen Bevölkerung am A…. vorbeigehen, und das seit Jahrzehnten. Jetzt, da die Schutzsuchenden kommen, schlägt das Herz plötzlich für die Obdachlosen. Nicht, weil man von jetzt auf gleich seine soziale Ader entdeckt hätte. Vielmehr deshalb, weil es ins eigene jämmerliche Weltbild passt.

      • Da hinein passt auch die vorgeblich plötzlich aufflammende Liebe zur ehedem „popligen“ Nachbarschaft, wie etwa bei Herrn Bundeskasper unten (27. September 2015 at [sic] 16:52), der noch Ende Juli seine größte Angst für den Psychoanalytiker im Stuhlkreis folgendermaßen bebildert hatte:

        http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/cartoons/greser-lenz-witze-fuer-deutschland-1294625/karikatur-greser-lenz-13759686.html

        Aber, HaGe, nur die Ruhe! Schon bald sollen ja wirklich intelligente Autonome das Steuern des autoritären Charakters übernehmen:

        http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/cartoons/greser-lenz-witze-fuer-deutschland-1294625/karikatur-greser-und-lenz-13813551.html

      • SIWOTI-Syndrom nennt man das.

        Someone I Wrong On The Internet – und dann werden, um es abzukürzen, eben mal schnell die Totschlagsargumente eingesetzt.
        Ist aber definitiv nicht hilfreich – eher konterkarierend.

        • Soso.

          „SIWOTI-Syndrom nennt man das.“

          Sie müssen´s ja wissen. Denn soweit ich sehe, ist das doch die bevorzugte Methode Ihres stimmungsschürenden Maskenspiels hier im Forum.

          Und den auf superbequeme Art unangreifbar machenden Vorwurf der „schnell eingesetzten Totschlagsargumente“ repetieren Sie – stets sich allein salvierend – in praktisch jedem Ihrer Beiträge. Merkwürdig nicht? Jeder selbstverschuldet in einer Ecke stehende populistische Dogmatiker – inklusive Lutz Bachmann, Viktor Orbán und Frauke Petry – immunisiert sich gegen entwaffnende Kritik zuerst mit der Präventivverdächtigung, man wolle ihn (oder sie) „in eine Ecke stellen“.

          Beten wir, dass Ihren phrasendreschenden Gesinnungsfreunden der Unterschied zwischen „Argumenten“ und „Schlägen“ immer bewusst bleibt.

          „Nicht hilfreich“? Wobei? „Konterkarierend“? Was?

          Fühlen Sie sich in der Isolierzelle Ihrer Vorurteile gestört?

          Fragt Gerti

          • ja Gerti, ich kenne diesen Moment noch von meiner Exfrau, Sie sind im Recht.
            Ich habe zwar noch keine Argumente zur Sache gefunden, aber Sie sind im Recht.
            Wer ein populistischer Dogmatiker ist, wird die Zeit zeigen.
            Und in diese Ecke haben Sie mich mit dem „Totschlagsargument“ gestellt, nicht ich mich. Insofern also keine Präventivverdächtigung. Entwaffnende Kritik, Gerti, die liest sich anders, die kommt mit Argumenten, die ich nicht widerlegen kann, nicht mit persönlichen Angriffen.
            Ich stehe für meine Meinung an vorderster Front.
            Argumente für meinen Standpunkt habe ich ausreichend.
            Ich bin auch nicht gezwungen irgendeine Stimmung zu schüren, die Zeit wird es mit sich bringen.
            Beten wir beide, dass Ihren phrasendreschenden Gesinnungsfreunden irgendwann einmal der Unterschied zwischen Argumenten und Schlägen bewusst wird und es wieder eine zivilisierte Diskussions- und Demonstrationskultur in diesem Lande geben kann. Ohne persönliche Angriffe, ohne Bedrohungen – einfach nur seine Meinung sagen können, so wie es einmal war – ich erinnere mich noch daran.
            Tausende Menschen auf der Straße ohne Gewalt.
            Man muss nicht Frankfurt anzünden um gegen die EZB zu demonstrieren, man muss nicht Polizisten angreifen um seine Meinung zu sagen wie erlebnisorientierte junge Menschen es zu ihrer Aufgabe machen.
            Damit erübrigen sich Ihre Fragen :„Nicht hilfreich“? Wobei? „Konterkarierend“? Was?

            Auf Ihre letzte Bemerkung lehne ich eine Antwort ab – wegen der Diskussionskultur.

            Ach, vllt. doch noch etwas zu den Vorurteilen. Sind Sie sicher, dass ich die Vorurteile habe und nicht vielleicht Sie?

            Fragt Gerti – das täte ich ja gerne, aber es würde diesen Rahmen sprengen.

            Bleiben Sie stark.

          • @ Bundeskasper

            Wer in der Sache nichts zu entgegnen hat, lamentiert über die Form.

            Hätten Sie nur ein einziges Mal erwähnt, dass man auch keine Asylbewerberheime anzuzünden braucht, um seine Auffassung kund zu tun, hätte man Ihnen Ihr schwülstig selbstgerechtes Lügenmärchen vom Bemühen um Sachlichkeit und „Argumente“ fast abnehmen können. Aber Sie sind ja nicht einmal bereit, uns zu erklären, was Demonstrationen der sogenannte Occupy-Initiativen oder meinetwegen auch die Randale der geisteskranken „Mai-Autonomen“ in Berlin oder Hamburg überhaupt mit dem Thema Flucht und Asylpolitik zu tun haben. Ununterbrochen weisen Sie auf Verbrechen oder Mißstände hin, die in diesem Zusammenhang rein gar nichts zu besagen haben. (Was kann ein Asylbewerber dazu, dass ein durchgeknallter „Skin“, „Anarcho“ oder „Hooligan“ einen Polizisten niederknüppelt?) SIE möchten die Gleichrangigkeit von „fremd“ und „gefährlich“ mit allen Mitteln in anderer Leute Vorstellungen verankern und dazu ist Ihnen jedes Mittel recht – bis hin zu weinerlichen Abschiedsmitteilungen.

            Ist Ihnen eigentlich vor heute Mittag, also während dieser Ihrer ganzen ekelhaft tricksenden Scharadenschreierei, während der Sie über beinahe zwei Wochen mit obstinater UND ostinater Rechthaberei alle anderen der Rechthaberei geziehen haben, in den Sinn gekommen, Frau Mustafa und ihre Angehörigen könnten lesen, was sich hier abspielt?

            Schämen Sie sich nicht?

        • Bundeskasper, warum schreiben sie hier anonym und beim focus mit ihrem echten namen? liegt es daran, das man bei focus nur mit dem eigenen namen kommentieren kann?

          In der sonst so eintönigen Jubelszene tauchen plötzlich Zweifel auf. Erste realistische Artikel werden veröffentlicht. Die linke Szene scheint etwas abgetaucht zu sein, keine grünen Durchhalteparolen mehr – ich vermisse sie nicht, die Roths und Özdemirs dieser Welt. Frau Nahles deutet schon mal höhere Arbeitslosenzahlen an. Die CSU steht auf Konfrontationskurs. Die Jagd ist eröffnet – Frau Dr. Merkel wird diese Legislaturperiode nicht überstehen….

          • Pepita Coco Lores

            Klaus Bruns, „Bundeskasper“ schreibt nicht nur „beim focus“ unter seinem „echten Namen“. In diesem Forum aber schreibt er als Stimmenimmitator und (Kommentatoren-Kommentator) unter viel mehr „unechten Namen“, als Sie sich vorstellen möchten. Seien Sie also vorsichtiger!

            Sie sollten auch mit dem Begriff „Realismus“ vorsichtiger sein. Man hatte Sie schon einmal darauf hingewiesen, „dass der Realist insofern naiv sein könnte, als er nicht begreift, dass er nicht ‚in der Welt‘ lebt, sondern nur in dem Bild, das er sich von ihr macht.“ (https://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/233812-gruener-loeb-kommunalpolitik-wird-vielmehr-von-beziehungen-und-mehrheiten-bestimmt-zum-teil-fern-jeder-rationalitaet#comment-44798)

            An das Anhalten „unbezweifelt eintöniger Jubelszenen“ haben übrigens ausschließlich Kindsköpfe wie Sie und natürlich die ewigen blitzmerkenden Mauler geglaubt, die wähnen, sie stünden mit ihrer Meinung „an vorderster Front“ und hätten „für ihren Standpunkt ausreichend Argumente“.

            Alle anderen haben mit angepackt und gehofft und gebetet, der Burgfrieden werde andauern, bis die Dinge in halbwegs geordnete Bahnen geleitet und ein angemessenes Agieren aller beteiligten Kräfte an ihrem jeweiligen Platz wieder möglich geworden sei.

            Sind Sie eigentlich nur guter Dinge, wenn Sie sich ausmalen können, irgendeiner Großkopferten aus dem politischen Establishment werde demnächst das bekrönte Haupt zwischen die Füße gelegt?

          • Quod erat demonstrandum

            es geht in Foren und Kommentarfunktionen wie diesen, ebenso wie bei Facebook, doch schon länger nicht mehr um bloße Argumente, sondern nur noch darum wer was geschrieben hat,
            diesen dann persönlich anzugreifen und zu diffamieren.
            Ergo schreibt man zwischen dem was man möchte und dem was man darf – alles bei freier Meinungsäußerung.

            Und dann doch das SIWOTI – Syndrom! Someone Is Wrong On The Internet.

            Mich interessiert nicht, wer Gerti ist oder wer Pepita Coco Lores , ob Klaus Bruns Klaus Bruns ist.
            Und lieber Klaus Bruns, ich könnte auch als Klaus Bruns im Focus oder sonst wo schreiben oder als Gerti.
            Alles eine Frage des Aufwandes.

            Daher auch mein Vorschlag einen „Stammtisch“ ins Leben zu rufen. Da gibt es keinen Anonymus, da steht man zu dem was man gesagt hat. Im Gespräch zählen Argumente, wenn man sich das zutraut.

            Kaum einer der hier beteiligten hat bemerkt, dass sich diese Diskussion verselbstständigt hat und nicht mehr nur über den jetzt abgewiesenen Flüchtling gesprochen wurde.

            Noch einmal ganz deutlich: ich habe nichts gegen die meisten Flüchtlinge, die tausende von Kilometern zurückgelegt haben um ein wenig Sicherheit und Ruhe zu finden.

            Nur gegen die derzeitige Politik und die Politiker, die dieses Chaos zu verantworten haben!
            Die Verantwortlichen werden irgendwann gehen und die Nachfolger werden sagen : Das waren die vor uns.
            Ausbaden werden wir es, die das schaffen sollen.
            Frau Dr. Merkel soll ja jetzt den Friedensnobelpreis erhalten, na dann

            bleiben Sie stark.

      • Es mag in Ihr jämmerliches Weltbild passen.
        Viele andere haben eine gesunde patriotische Einstellung. Und die sorgen sich um den Rentner und die Kinder die zur Tafel gehen müssen,obwohl bereits die Ureltern hier Steuern gezahlt haben und friedliche bürger waren.Die haben keine Zeit Fahnen zu schwenken,Pappschilder zu malen und sich auf dem Bahnhof herumzutreiben.Die müssen arbeiten. Für sich, die Kinder und Millionen anderer, die sich nie dafür bedanken werden.

        • Magnus, HaGe, Klaus Bruns und Ulf, Thema verfehlt !

          Es geht hier um Regel-, Auslegungs- und Handhabungskonflikte im Gestrüpp von Aufenthaltsgesetz, Asylverfahrensgesetz sowie Inhalt und Grenzen des Asylbegriffs, wie er sich vor allem aus der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zu Art. 16 a GG ergibt, bezogen auf das konkrete Schicksal von Frau Hiba Mustafa.

          Es geht nicht um die Vor- und Nachteile des fiktiven Solidar-Vertrags zwischen den gesellschaftlichen Generationen als theoretisch-institutioneller Grundlage einer im Umlageverfahren finanzierten dynamischen Rente.

          Und es geht auch nicht um die Einordnung und Bewertung von „Weltbildern“ oder „Einstellungen“, seien sie nun „patriotisch“ oder nicht.

          • @Helmut Müller
            Stimmt, ich war nicht beim Thema.

          • Richtig Herr Müller und nun? wer ist in der lage hier zu helfen? lässt man ihn denn helfen? ist hilfe denn von der allgemeinheit erwünscht? kommt allgemeinheit nicht von gemein?

          • @Helmut Müller:

            Nur auf den ersten Blick Thema verfehlt.

            Es wären nämlich alle Asylbewerber sofort zurückzuschicken. Das Gesetz gibt eindeutig vor, das eine „politische Verfolgung“ vorliegen muss, um Asyl zu erhalten und das man im ersten Land der EU, das man betritt, den Antrag stellen muss. Das ist selbst bei Migranten aus Syrien nur bei einer Minderheit und zwar Christen der Fall.

          • @ helmut Müller

            Zum Anderen sind uns als Aussenstehende die einzelnen Fakten und Gesetze, die bei der Frau Hiba Mustafa Anwendung finden könnten, wohl nicht bis ins Detail bekannt, da man sie nicht persönlich ,noch die Aktenlage kennt.
            Es ist wohl kaum verständlich,sogar für mich persönlich unangemessen , daß bei einer einzelnen,unbedeutenden Person ,eine derartige Diskussion entfacht wird.
            Ich habe in den letzten Jahren keine Diskussion über soziale Inhalte, Versorgung oder auch nur andeutungsweise Sorgen wahrnehmen können, wenn es um die eigene Bevölkerung in Deutschland ging.Eher extreme Gleichgültigkeit.
            Daher finde ich die Selbstdarstellung und die Aufmerksamkeit bei einer einizigen Person, in einer Zeit, in der täglich 8.000-10.000 Menschen hier hereinströmen, mehr als nebensächlich, wenn nicht überflüssig.

          • Müller was denken sie sich … Sind soviele Landsfremde immer mit Rente? Auch wenn die bei sich in Arabien einbezahlt haben. Wer kricht das denn… Damit werrn dem Putin seine Fluchzeuge bezahlt aber doch nich Kranken Hausrechnungen von meine Mutter!! Umlage und so… die rente is sicher????? Der Blühm macht sich ein feinen Lenz. Und wir? Das Ausland ist groß. Könen wir für alle seife kaufen und es ganz allein versorgen? Alle diese Gluhtaugen. Denkt jemand auch an die Rennterinnen ob die im supermarkt sich noch sicher fühlen…

          • Es ist für Sie „kaum verständlich, ja für Sie persönlich sogar unangemessen“, dass ausgehend von „einer einzelnen, unbedeutenden Person eine derartige Diskussion entfacht wird“?

            Und „die Aufmerksamkeit für eine einzige Person, in einer Zeit, in der täglich 8.000 bis 10.000 Menschen nach Deutschland hereinströmen, halten Sie für „mehr als nebensächlich, wenn nicht überflüssig“?

            Ist denn nicht jeder einzelne Mensch unter noch so vielen anderen eine einzigartige, bedeutende Person, die Aufmerksamkeit, Achtung und eine individuelle Behandlung verdient? Ist das nicht der Sinn von Artikel 1 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland?

            Warum sollte sonst jemand zum Beispiel IHNEN zuhören und auf SIE reagieren, wenn Sie vielleicht eines schönen Abends im Frühherbst hilflos schreiend in der Ilmenau am Stint vorbeitreiben, da Sie doch bloß einer von 74.068 Einwohnern der Stadt Lüneburg (Stand 31.05.2015) sind?

  6. Antwort auf: http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/262785-der-andere-deutsche-erstaunt-die-welt#comment-57774 (Kommentarfunktion dort geschlossen, daher hier im blog.JJ)

    Sie wünschten mir, ich möge in meinem frommen Fleiß, Demut zu üben, stark bleiben.

    Ich werde mich bemühen.

    Dass meine primitive, überaus grobschlächtige Ironiesimulation gefruchtet hat und sogar für einen weltläufigen, seinem frisch angeworbenen Telefonpartner Klaus Bruns an proliferativem, gelehrtem Bescheidwissertum nur um Weniges nachstehenden Kulturprognostiker und feinnervigen Humoristen, wie Sie einer sind, zu erkennen war, der – ausgestattet mit hochempfindlichen Sensorien für die subtilsten Valenzen sprachlicher Zwischentöne – jedem Andersmeinenden stets die durchdachtesten – und überall und immer miteinander zusammenstimmenden (!) – Repliken serviert, freut mich jedenfalls.

    Nun, da Sie sich zur geistigen und geistlichen Autorität des Münchener Kardinals Reinhard Marx bekennen, können Sie ja – ganz in seinem Sinne – auch aufhören, mit Wortverdrehungen, mit antiislamischer Panikmache, mit Hinweisen auf die Eigenarten Ihres Rhodesian Ridgebacks und mit Ihren immergleichen Schreibfehlern die Sache der AfD und anderer rechtsradikaler Gruppierungen zu betreiben.

    Wie wäre es, Sie versuchten auf Ihre alten Tage noch einmal etwas Sinnvolles, meldeten sich am Montag Morgen im Vorzimmer von Karin Kuntze, Ihrer „Ansprechpartnerin“ bei der „Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe“, Am Schwalbenberg 24, und verwendeten Ihren Überschuss an Freizeit, literarischem Ehrgeiz und Aufmunterungsbedürftigkeit darauf, zugezogene Lüneburger Neubürger aus dem Vorderen Orient in die Anfangsgründe unseres hiesigen Idioms einzuführen?

    Vielleicht sind wir dann Kollegen?

    MfG Gerti

    • Gerti, ich muss sie enttäuschen. ich habe zwar bei bundeskasper angerufen, ging aber keiner ran. und somit habe ich es eingestellt. wie wäre es mit ihrer telefonnummer? ich meine ,wegen dem proliverativem bescheidwissertum. ich lerne gern noch etwas dazu.

    • Kennen sie auch noch andere Begriffe wie „rechtsradikale Gruppen“ und „Afd“? Alleine , das Sie diese völlig unterschiedlichen Gruppen nicht unterscheiden können, ist ein Beweiss, das Sie nur vorgefertigte Floskeln aus dem Netz nachplappern. Einseitig, realitätsfremd, schlecht informiert,bei jedem Kritiker anklagend und verleumderisch und unglaublich oberflächlich sind Ihre geradezu stümperhaften Versuche, alles und jeden in die rechte Ecke zu stellen. Ich wünsche Ihnen, das nicht wirkliche Rechtsradikale einmal mit ihren dumpfen Parolen kennen lernen. Dann wäre schnell die Identität der Gruppen und die Gegensätze zur demokratischen AFD geklärt. Diese wäre längst verboten, würde es gesetzliche Möglichkeiten dafür geben. Übrigens , seltsam das in keinem Ihrer schlauen Kommentare die Mordversuche der Linken an Polizei und Andersdenkende , durch Steine und Flaschen erörtert werden. Ach, Entschuldigung das sind ja Demonstranten die „demonstrieren“ und nicht etwa Rechtsradikale ,die „aufmarschieren“.

      • Na danke, Ihre hysterischen Illustriertenleserbelehrungen brauche ich nicht. Meine Eltern hatten bis 2009 eine Heina-Trinkhalle am Müggenburger Zollhafen in Hamburg-Veddel („Letzte Tankstelle vorm Tor zur weiten Welt“) schräg gegenüber dem ehemaligen Hallenbad (heute „Ristorante La Patria“). Dort, wo früher die Auswandererhallen der Hamburg-Amerika Linie von Ballin standen, über die von 1900 bis 1938 etwas über 14 Millionen Deutsche in die USA emigriert sind, um nach Arbeit und einer wirtschaftlichen Perspektive für ihre Familien zu suchen. Als ich da in den Nullerjahren aushelfen musste und praktisch meine ganze Schulzeit vor der Ausbildung bei der Bereitschaftspolizei in der dunkeldeutschesten Ecke der Veddel verbracht habe, da waren die Typen, von denen Sie faseln, meine Stammkunden. Linke oder Rechte? Das war denen scheißegal. Ausschlaggebend war, sie gehörten irgendwo dazu, konnten nölen und konnten, wenn sie stramm waren, irgendwem auf die Rübe hauen. „Den Kanaken“ oder „den Bonzen“? Gegen „ZOGs“ oder „PIGs“? Völlig schnuppe! Entscheidend war nur der eigene Haufen, das Outfit, das Akzeptiertsein und klare Ansagen. Wer bei den Glatzen untendurch war, gehörte zwei Tage später zur Antifa und umgekehrt: raus aus dem müffelnden Refugee-Hoodie und dem Eat the Rich-Shirt, rein in den irgendwo gezogenen Lonsdale-Sweater und die Thor Steinar-Jacke. Mailand oder Madrid? Gleichgültig. Hauptsache Italien! Intensität war wichtiger als Programme.

        MfG Gerti

  7. Herr Jenckel, leider geht es im Leben nicht um Einzelschicksale, die medienwirksam abgebildet werden. Es geht um grosse Existenzprobleme. Und zwar für Deutschland. Denn ie nächste Welle der Flüchtlinge rollt an:

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article146898033/Neue-Fluechtlingswelle-aus-Afghanistan-befuerchtet.html

    Vielleicht solte man langsam anfangen, wieder logisch zu denken und nicht alles was die USA und Extremisten des Islam zu Brei geschlagen haben, akzeptieren und deren Probleme lösen. Man toleriert sich ansonsten zu Tode.

  8. Um sich ein Bild von dem o. g. Fall machen zu können, sind sicherlich mehr Informationen nötig, als man oberflächlich und kurzzeitig erhält. Viele Leser und Kritiker sind oftmals emotional stark beteiligt, so das eine objektive und vor allem gesetzeskonforme Sichtweise verhindert wird.

  9. @ Hans Herbert Jenckel

    So viel Einsatz und Fürsprache hätte ich gerne für die 240.000 Obdachlosen in Deutschland von Ihnen gehört. Für den Hartz4 Empfänger der nach Jahrzehnten Arbeit seine Arbeit verloren hat und 10 Minuten zu spät zu einem Termin bei der Behörde erscheint, weil draussen Glateis war und der Bus sich verspätete und er somit natürlich einen Teil seiner Leistung gestrichen bekommt. Oder für Rentner, die seit Jahren zur Tafel müssen, obwohl sie nach dem Krieg das Land aus einem Schutthaufen wieder aufgebaut haben, ebenso traumatisiert waren und mit einer gerdezu lächerlichen Rente abgespeist wurden. Sie hatten einen ganz klaren Nachteil: Deutscher im eigenen Land zu sein. Bei den Politikern heute wohl ein KO- Kriterium.

  10. Grüß Gott Gerti,

    die ersten zwei Zeilen hätten vollständig gereicht.

    Da haben Sie ja richtig maß genommen, aber persönliche Angriffe und Unterstellungen waren noch nie hilfreich.
    Dazu gehört auch die, wenn auch etwas zögerlich eingesetzte, altbekannte Keule.

    Und ob es sinnvoll ist, der „Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe“ zu helfen, darüber kann man geteilter Meinung sein. Ich kann mein Altruismus Syndrom recht gut unterdrücken. Wenn ich helfe, dann doch lieber in der Nachbarschaft.

    Bleiben Sie auch weiterhin stark.

    Wer die altbekannten, immer gleichen Schreibfehler findet, darf sie behalten.

  11. Wenn der Ordnungssinn in Lüneburg die Vernunft schlägt,oder ,wenn die Gier die Vernunft schlägt. der mittelstand ,oder eben mittelschicht, denkt in erster linie nur an sich. da bleiben eben nur ein paar krümel für wirklich bedürftige über. geld ist die wirkliche weltreligion geworden. gäbe es nicht die freiwilligen, ehrenamtlichen, in unserer gesellschaft , würde der staat mit seiner politik und seiner wirtschaft komplett versagen.die politiker und die wirtschaftsvertreter heften sich gern fremde federn an. und dieses nur aus zwei gründen. macht und geld. es geht schon lange nicht mehr um die menschen und ihre religionen. die religion wird vorgeschoben. flüchtlinge werden jetzt in gut und böse eingeteilt. warum? es geht ums geld. der nützliche ist der gute. der nutzen wird in der bereicherung gesehen. nicht auf der kulturellen seite, nein, auf der wirtschaftlichen seite natürlich. der kapitalismus schaufelt sein eigenes grab und beerdigt dabei jede religion. gegen letzteres habe ich nichts. nur, was kommt danach? was heißt schon recht? es haben und es bekommen ist sehr oft zweierlei. hinter dem recht wird sich gern versteckt. im kapitalismus herrscht das recht des stärkeren. in der natur übrigens auch. aber die natur soll ja nur gut sein, oder?

  12. Pepita Coco Lores, der kommentar mit den jubelszenen kam nicht von mir, es war nur ein beispiel von bundeskasper . was naiv ist und war, stellt sich meistens erst hinterher heraus. glauben sie mir, ich weiß, mit wem ich es hier zu tun habe. und dieses nicht nur in diesem fall. ich überlasse es bundeskasper, ob er hier seinen klarnamen nennt. und dann kann man ja feststellen ,ob ihre vermutungen stimmen. ich diskutiere ungern mit geistern. deswegen bemühe ich mich auch, herauszubekommen, wer sie sind. wer glaubt , sich hier anoym bewegen zu können, ist tatsächlich naiv. ich bin ja kein spielverderber und decke hier auf.

    • „ich überlasse es bundeskasper, ob er hier seinen klarnamen nennt“? Hahaha (laut Duden: das Lachen wiedergebender Ausruf) ! „ich diskutiere ungern mit geistern. deswegen bemühe ich mich auch, herauszubekommen, wer sie sind. wer glaubt , sich hier anoym bewegen zu können, ist tatsächlich naiv.“ Hihihi (Duden: sich einen Ast lachen)!

      Klaus, Sie sind einfach unbelehrbar. Hier (aber auch schon darüber – und darunter ebenfalls) war Ihnen schon vor Monaten auf Ihre Ambitionen als Geheimagent und Maître Découvreur geantwortet worden:

      http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/213379-die-archillesferse-des-lueneburger-oberbuergermeisters#comment-34255

      lol (Nicht wahr?)

  13. @ Unbekannter Verfasser 1.Okt. 2015 14.02 (Antwort Magnus)

    Zitat:Ist denn nicht jeder einzelne Mensch unter noch so vielen anderen eine einzigartige, bedeutende Person, die Aufmerksamkeit, Achtung und eine individuelle Behandlung verdient? Ist das nicht der Sinn von Artikel 1 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland?

    Warum sollte sonst jemand zum Beispiel IHNEN zuhören und auf SIE reagieren, wenn Sie vielleicht eines schönen Abends im Frühherbst hilflos schreiend in der Ilmenau am Stint vorbeitreiben, da Sie doch bloß einer von 74.068 Einwohnern der Stadt Lüneburg (Stand 31.05.2015) sind?

    Genau so ist es. Ein Mensch, der Rentner oder Hartz4 Empfänger ist und zur Tafel geht ,um eine warme Mahlzeit zu bekommen oder ein Mensch, der seine Wohnung verliert,weil man dort Migranten einziehen lassen will, ist zur Zeit keiner individuellen Fürsorge in Deutschland Wert. Es wird da keinerlei Rücksicht genommen;wie bei vielen anderen.
    Das Einzige, warum hier bei der jungen Frau überhaupt solche Aufmerksamkeit da ist, ist ganz einfach, daß sie Migrantin ist. Ansonsten wäre dies lediglich eine Randnotiz in einer Lokalzeitung.

    • Erwin, wem wird mit übertreibungen geholfen? mir ist bekannt, die allermeisten kommunen sehen keinen sinn darin, bürger aus den wohnungen zu werfen , um migranten einziehen zu lassen. wo es passiert ist, hat man es schon bedauert. schließlich will man den rechten rand unserer gesellschaft nicht auch noch munition zum schießen geben. die tafeln übrigens, gehören nach meiner meinung abgeschafft. sie zementieren nur die armut und die bequemlichkeit der verantwortlichen, für dieses trauerspiel.

      • Katharina Hinze

        @ Klaus Bruns
        Hier ein Zitat eines Mannes, der sich zu Gewalt und den Zuständen in Deutschland äussert, die Asylanten und Flüchtlinge bezüglich ihres Verhaltens und der Kriminalität betreffen.Der sollte es wissen und eben nicht der Sesselkommentierer aus Hundert Kilometer Entfernung.Und das halte ich für „untertrieben!“

        Rainer Wendt, Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft:

        „Nein, die Öffentlichkeit erfährt nicht
        alles. Die Lageberichte der Polizei erfolgen intern und die
        Öffentlichkeit bekommt nur einen Bruchteil davon mit, um sie nicht
        unnötig in Schrecken zu versetzen.“

        (Die WElT vom 1.10.2015 Massenschlägereien,Flüchtlinge gehen mit Latten aufeinander los)

        • wieso glauben sie, dass ich davon nichts weiß? sperren sie mal 500 deutsche in eine halle , wie würden die sich wohl verhalten? haben sie schon mal von einem lagerkoller gehört? dauerstress richtet unheil an. dazu kommt die tatsache von pubertierenden jugendlichen, die allein unterwegs sind. die brauchen eine klare ansage. wie wäre es Katharina , hingehen und fragen, ob man helfen kann. können sie arabisch ?

        • Sieglinde Kunze

          Hier ein Zitat eines Mannes, der sich zu Gewalt und den Zuständen in Deutschland äußert, die Anwohner und Einheimische bezüglich ihres Verhaltens und der Kriminalität betreffen. Der sollte es wissen und eben nicht der Sofakommentator aus hundert Kilometer Entfernung. Und das halte ich für „untertrieben!“

          Oliver Malchow Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei:

          „Nein, die Öffentlichkeit erfährt nicht alles. Die Lageberichte der Polizei erfolgen intern und die Öffentlichkeit bekommt nur einen Bruchteil davon mit, um sie nicht unnötig in Schrecken zu versetzen.“

          (Die WELT vom 2.10.2015 Massenschlägereien, Rocker gehen mit Ketten aufeinander los)

    • Dass „ein Mensch seine Wohnung verliert, weil man dort Migranten einziehen lassen will“, halte ich für puren, von Ihnen frisch ausgedachten oder nachgeplapperten Unsinn, den Böswillige oder Unzurechnungsfähige in die Welt setzen, um den Neid der reinen Einfalt oder der ausweglosen Verzweiflung zu entzünden. Ein Rentner oder Hartz-IV-Empfänger, „der zur Tafel geht, um eine warme Mahlzeit zu bekommen“, erhält immerhin die „Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung“ und eine warme Mahlzeit. Ganz gewiss weniger an Zuwendung, als auf Dauer zumutbar ist, aber oft doch weit mehr als ein Kriegsflüchtling erwarten darf, der weit weg von zuhause bei fremden Menschen auf Barmherzigkeit, Brot und Aufnahme hofft.

      Und richtig! Der Fall Hiba Mustafa erlangt Beachtung, weil er von einer „Migrantin“ handelt (eigentlich einer Bürgerkriegsflüchtigen, die sich nicht freiwillig zum Ortswechsel oder gar zum Reisen entschlossen haben dürfte). Das ist das Thema der Stunde und ein Journalist folgt natürlich immer mehr oder weniger bewusst der Logik der Aufmerksamkeit.

      Trotzdem glaube ich, dass es Herrn Jenckel um mehr ging, nämlich auch darum, an einem Einzelschicksal die vielen – zum Teil absurden – Härten zu zeigen, die Menschen einander selbst dann antun, wenn ihre Absichten die besten sind und die Maßstäbe ihres Handelns von hoher moralischer Güte.

      Lieber Erwin Magnus, es gibt im reichen Deutschland ganz bestimmt unverschuldetes Unglück, es gibt Armut, Krankheit, Obdachlosigkeit und manches andere Elend. Auch darüber muss geschrieben werden und auch da muss sich etwas tun. Aber, was wollen Sie? Die Erniedrigten und Beleidigten gegen die Verfolgten und Bedrängten in Stellung bringen?

      Ich halte es mit Udo (siehe oben), der Ihnen, als Sie noch Ulf hießen, das Folgende zum Überlegen gab:

      »Hans-Herbert Jenckel kann „Einsatz und Fürsprache“ immer nur auf ein Thema zur Zeit richten.

      Diesmal ist eben das Schicksal einer jungen Frau aus Syrien dran, die um Asyl ersucht und gerne in Lüneburg bleiben würde. Ich nehme an, die Wahl erfolgte aus konkretem aktuellen Anlass.

      Freilich, auch Obdachlosigkeit, das grauenvolle Hartz IV-Regiment oder die wachsende Altersarmut sind ebenso wichtige denkbare Gegenstände einer beherzten Meinungsäußerung des jj.Bloggers wie häusliche Gewalt, Behindertenpädagogik, der Ritalinkonsum in Kindertagestätten, barrierefreie Fußgängerbrücken, die Sporthallenproblematik, Kinderheime und das Burnoutphänomen unter Abscheidetechnikern und Zerspanungsmechaniker/innen in Adendorf.

      Jenckels Herz ist groß, aber auch für ihn wird gelten: „Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde.“ (Prediger/Kohelet, Kapitel 3, Vers 14)«

      LG

      Kerstin Dörbächler

  14. Marlies Michels-Honrichsen

    Marlies Michels-Honrichsen

    • Guten Tag Frau Michels-Honrichsen,
      ich habe Ihnen gerade eine Mail geschickt. Die eMail-Adresse, die Sie hinterlassen haben, ist jedoch ungültig, ich kann Sie also nicht kontaktieren.
      Melden Sie sich bitte bei mir.
      Elena Gulli (LZonline) ele@landeszeitung.de

  15. Liebe Katharina Hinze alias Ulf, Erwin, Magnus, Bundeskasper, „Klaus Bruns“, Helmut Wagner und Juri,

    76 % aller Lüneburger Männer (Landräte eingeschlossen) halten rothaarige Frauen für feuriger.

    98 % von ihnen haben noch nie eine kennengelernt.

    Was verrät uns das über Sie und Ihre Vorstellungen von „Migranten“?

    • Lieber Manfred,

      ich gehöre weder zu den 76% noch zu den 98%.
      Ich habe auch keine irgendwie geartete „Vorstellungen von Migranten“.

      Mit diesem Post verabschiede ich mich aus dieser Diskussion und wünsche der Frau Hiba Mustafa alles Gute beim Kampf gegen das Räderwerk der deutschen Asylpolitik.

      • Bundeskasper, sehr bedauerlich ihre entscheidung. wenn der klügere immer nachgibt, bekommt der dümmere immer recht.

        • Da bekommen Sie bestimmt recht, Klaus Bruns ! Wie immer.

        • @Klaus Bruns
          Wer hier offensichtlich 24 Stunden am Tag die Zeit hat, reisserische, beleidigende und nicht fundierte Sachverhalte zu äussern, anderen Forenteilnehmern die Fähigkeit abspricht ,klar denken zu können, Fakten analysieren zu können und die Intelligenz abspricht, die Dinge die sich abspielen, richtig zu beurteilen und jeden der auch nur ansatzweise Kritk übt zu diffamieren, sollte lieber in sich gehen, die nächste Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge besuchen und dort dann seine Fähigkeiten unter Beweis stellen.
          Weder an Zeitmangel, noch an Enthusiasmus scheint es zu mangeln. Vom warmen Sessel aus zu lamentieren, bringt ja Deutschland nicht weiter.
          Also, Herr Bruns, dann gleich morgen früh aus dem Bett und die nächste Schicht in der nächstgelegenen Flüchtlingsunterkunft übernehmen und die Toiletten putzen, Brötchen schmieren, die Einrichtungen feudeln und Essen und Kaffee verteilen.

          Oder wollen Sie als selbstgerechte und selbstherrliche Gedanken-Gesinnungspolizei hier lediglich weiter andere ermahmen und den Moralprediger mimen?
          Sorry, aber machen Sie es wie ich und kommen Sie z.B nach Neumünster.Wir brauchen Hilfe! Ich warte auf Sie!

          MfG Manfred Teichmann

          • Mein lieber Teichmann, dazu muss ich nicht erst nach neumünster. gestern kam ein schwung flüchtlinge in meiner gemeinde an. sie standen vor dem rathaus.die organisation war mal wieder super. es war mittagspause und die türen waren verschlossen. upps, ich wollte für heute ja schluß machen.
            tschüss und feiert schön die deutsche einheit. übrigens, ich unterstelle grundsätzlich hier niemanden etwas. und wer hier was in den falschen hals bekommt, darf gern daran verrecken. er hat selbst schuld.

          • @manne

            ich halte nichts von geister-debatten. jeder, der mich direkt anspricht, sollte mal überlegen, ob er es nicht mit seinem ehrlichen namen versucht. die namen, die beim standesamt zugelassen sind, sind auch begrenzt. anonym ist zwar ganz nett, aber nicht immer sehr hilfreich. wie soll man sich niveaumäßig anpassen und verhalten, wenn man nicht weiß, ob der,,andere ,, weiß , was niveau ist? es wäre doch schön, wenn man sich in diesem gepflegten blog sich ehrlich machen würde. dieses fängt schon mal mit dem eigenen namen an. na ,Hans-Dieter ,wer traut sich?

          • Gestern, also am Donnerstag, kam ein Schwung Flüchtlinge in Ihrer Gemeinde an? Und diese Flüchtlinge standen in der Mittagspause vorm verschlossenen Rathaus?

            Das waren Sie mit Sicherheit der einzige Reppenstedter, der das gesehen hat, Klaus Bruns.

            Denn es kamen weder am Donnerstag, noch am Freitag Flüchtlinge in der Dachtmisser Straße an.

            All das ist schlichtweg gelogen.

            Was beabsichtigen Sie damit?

    • Ich bin NICHT Manfred Teichmann !

      Ich sehe gerade mit Entsetzen, dass mein Name hier missbraucht wird, um auf widerliche Weise Fremdenfeindlichkeit anzuheizen.

      Doch die bisher EINZIGE Wortmeldung VON MIR (am 2. Oktober 2015 um 10:56 Uhr) findet sich HIER: https://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/265480-wenn-der-ordnungssinn-in-lueneburg-die-vernunft-schlaegt#comment-57932

      Sie richtet sich GEGEN den Kommentator „Bundeskasper“, der, darauf hatte auch „Gerti“ schon mehrfach hingewiesen, aufgrund von Schreibeigentümlichkeiten ganz leicht als der zu identifizieren ist, der unter den von mir oben angegebenen Alias-Namen sich immer wieder selbst Beifall zollt oder andere Kommentatoren provoziert, beschimpft und herabwürdigt. Dieses Vorgehen des mehrstimmigen Kesseltreibens hat „Bundeskasper“ — merkwürdigerweise assistiert von Klaus Bruns, der häufig Heftiges von ihm (alias „Heidjer“ oder „Anonymus“) zu hören bekam — schon wiederholt angewendet, z. B. in den jj.blogs mit den Überschriften „Bürger fremdeln, statt Menschlichkeit an den Tag zu legen“, „Der blinde Fleck, das Vorurteil und der Hass-Kommentar“ und „In Lüneburg kreuzen sich die Wege von Hass, Vergebung und Verdrängung“. („Andre Hebsen“, „Hildegard Trautwein“, „Bernd“ und „Kuno“ mit ihren jeweiligen „Unterstützern“ und Claqueuren aus demselben Stall sind uns alle noch als Bundeskasper-Kostümierungen in guter Erinnerung.)

      Dr. Manfred Ganther, Dahlenburg

      • Dr.Manfred Ganther, der Bundeskasper ist nett und im gegensatz von einigen hier, kann er sich benehmen. er hat eine andere meinung ,als ich sie vertrete. na und? wird man schon wegen seiner meinung bestraft, oder wegen seinen taten? demokrat sein, heißt eben auch zuhören und einiges auszuhalten. ich habe keine berühungsängste. ich wurde schon als nazi und als kommunist verkauft. und warum? weil ich kein parteisoldat bin und zu jedem thema eine eigene meinung habe. ihr problem ,was sie hier ansprechen, ist einfach zu lösen. nur wer mit seinem klarnamen hier reingeht, darf eine antwort erwarten. mit den anderen kann man prima spielen, finden sie nicht? denn die, wollen hier auch nur spielen.

        • Gääähn, Bruns, nun kommen Sie mal wieder runter von dem „Klarnamen“- Trip. Wird wirklich langsam langweilig. Gehen Ihnen die Themen aus ?

          • Heidjer, wie wäre es mal zum thema zu kommen? außer pöbeln ,wäre das doch mal was neues ,oder? ich gebe hier keine themen vor. sie scheinen dieses forum immer noch nicht begriffen zu haben? woran liegt es? zu sehr mit sticheln beschäftigt? ich treffe mich mit bundeskasper, er soll doch angeblich auch der heidjer sein. irren es menschlich, um so mehr er sich irrt, um so menschlicher ist er. ha ha. bundeskasper ist konservativ und neugierig. und er kann sich benehmen. im gegensatz zu ihnen. schauen sie mal, man will sogar wieder mit putin und mit assad reden. warum bloß?

  16. Gerti, ihre art menschen ,,anzumachen,, gefällt mir nicht. ich, bin es hier gewöhnt und lasse mich deswegen nicht vertreiben. moralapostel habe ich besonders gern gefressen. eine diskussion , wie sie hier stattfindet, wird nicht geleitet und somit müssen sie nun mal mit dem zufrieden sein, was ihnen hier geboten wird. wenn es ihnen nicht gefällt, können sie sich mal hier verabschieden und darüber nachdenken, was klugscheißere so alles anrichten kann. ins gespräch kommt man so mit niemandem. eine ausnahme gibt es, wer hier nur zum stänkern kommt, dem macht ihr verhalten spaß. aroganz ist bei einer diskussion noch nie behilflich gewesen. für heute mach ich jetzt hier auch mal pause. sie dürfen gern mein platz hier voll ausfüllen. viel spaß dabei.

  17. DEN Spaß gönn ich mir

    Mit einer kleinen (hoffentlich nicht zu schwierigen) Parabel zur Flüchtlingskrise auf Sylt:

    Ganz Sylt steht Kopf: 200 Flüchtlinge sollen in Kürze auf der Millionärsinsel Zuflucht finden. Die Stimmung der Bewohner ist unterkühlt bis eisig: „Wo soll das Geld denn herkommen?“ und „Das gibt nur Ärger. Ich fühle mich jetzt schon in meinen eigenen Häusern nicht mehr sicher“ sind Antworten, die man dieser Tage nur allzu oft auf die Frage hört, was denn nun eigentlich sei, mit Sylt und den Flüchtlingen. Andere wiederum fürchten sich vor allem um die seit Generationen etablierte Inselkultur. „Ich habe ja nichts gegen diese Leute, aber da gibt es nunmal große kulturelle Unterschiede zwischen denen und uns: Den lieben langen Tag faul herumlümmeln, schon morgens beginnen zu saufen und das ganze Leben lang nicht arbeiten – das ist doch nichts für die“, so ein besorgter Großbürger mit rotem Kopf. Aber längst nicht alle zeigen sich derart differenziert im Umgang mit dem Thema. „Die nehmen uns doch nur die Liegeplätze weg!“ schreit plötzlich ein sichtlich beschwipster Mann mit Sektglas in der Hand von seiner kleinen Yacht herüber und macht den Seglergruß. Betretenes Schweigen kehrt ein. Eine steife Brise weht durch die Hafenmeile, der Himmel hängt tief über der Insel, einzig der Champagner scheint die Ängste der Bevölkerung ein wenig zu übertünchen, ja läßt sie regelrecht sorglos wirken. Von Westerland aus sollen bereits mehrere Boote mit ehemals alteingesessenen Syltern in Richtung Dubai abgelegt haben. „Ich würde ja selber mitgehen“, sagt eine alte, kleine Frau im Pelzmantel noch, „aber für Bootstouren bin ich mittlerweile zu alt.“ Und so sucht eine junge Generation von Syltern auf ihrer Fahrt über das Meer ihr Glück, immer mit Kurs auf ein menschenwürdiges Leben.

  18. Manfred Teichmann

    @ Klaus Bruns 2.Okt. 17.02

    Das „Herumschlendern“ vor dem Rathaus bezeichnen Sie als helfen??? Soll das ein Witz sein? Wenn ja, ist es ein sehr schlechter.
    Und jetzt noch mal; die ständigen gebetsmühlenartig wiederholten Standardsprüche über Refugees, das falsche Verhaltender der Anderen, die falsche Sichtweise( weil nicht parallel zu Ihrer eingeschränkten Einstellung) die sind weder glaubhaft, realistisch , noch hilfreich.
    Lediglich Wiederholen von theoretischem Sesselwissen helfen niemandem. Wenn Sie mit dem Helfen so schnell , konstruktiv und ausdauernd wären, wie mit dem Kritisieren ,Lamentieren,Schuldzuweisungen vergeben und Theoretisieren, wäre allen geholfen.
    Übrigens, stehen den Mitarbeitern im Rathaus bei einem 8 oder 9 Stundentag keine Pause zu? Oder soll man einen 24 Stunden Dienst einführen, weil ja plötzlich in LG Flüchtlinge auftauchen könnten, die sich nicht eine halbe Stunde gedulden können?

    • Manfred, wer zu allen seiten offen ist, ist nicht ganz dicht. was heißt theoretisches sesselwissen? mit 65 hat man praktisches. und nur, weil man seinem dienstherrn gehorchen muss, sollte man nicht ständig über andere herfallen. wer in jungen jahren zuviel in trinkhallen unterwegs war, kann schon mal schnell braun und rot verwechseln und auf eine gleiche stufe stellen. als gerti gefallen sie mir besser.

  19. ah, da sind sie ja wieder, meine lieblings-scheindemokraten und ganz anonym. wer hat gesagt, dass ich vor dem rathaus stand? eine für mich sehr glaubwürdige person hat es mir mitgeteilt. dieses familienmitglied steht mir sehr nahe. übrigens hans-dieter, was regen sie sich auf? könnte es sein, dass sie ein schreibtischtäter sind, der gern in klimatisierten räumen unterwegs ist?

  20. Gratuliere Bundeskasper,

    wer davon erwacht, daß ihm Klaus Bruns die Hand leckt, und auf die verblüffte Frage, was das nun wieder solle, zur Antwort bekommt: »Ich wollte mal sehen, ob du mir später erzählst, dir habe im Traum ein Hund die Hand geleckt«, weiß, daß er einen guten Fang gemacht hat.

    Wie wahr

    Auf die Bühne kommen und sagen: »Hello, I am Johnny Cash«, das können auch nicht viele.

    Expertengespräch

    Neulich im Zug erzählte ich einem Freund: »Früher gab es im Rheinland Malaria.« Ein Herr konterte daraufhin aus der Ecke des Abteils: »In Indien gibt es auch Arier!« In der folgenden Diskussion entpuppte er sich allerdings als Insektenkundler, und wir einigten uns darauf, daß es im Rheinland mal Anophelesmücken gab.

    • sie sollten sich entspannen. ich verfange mich nicht, auch nicht in die hier anwesenden scheindemokraten…man kann sich nur noch wundern, wie es möglich ist, dass eine gesellschaft noch halbwegs funktioniert, trotz so vieler vollpfosten. zu feige ihre namen zu nennen und als proll aufzutreten ,ist wahrlich wenig mutig und intelligent. wer etwas verhindern, oder erreichen will, muss schon mal flagge zeigen. warum sind sie zu feige dazu? angst vor der afd oder vor der antifa? mich fängt man nicht. wer hat sie eingefangen?unsere sogenannten sozialen netztwerke sind spiegelbilder unserer gesellschaft. und was man da sehen kann ,ist nur noch traurig. wie dort und hier miteinander umgegangen wird, ist erbärmlich. das schlimme ist, die sich so verhalten, dürfen auch noch wählen. wen wählen die ?

  21. @ Herbert Jenckel

    Das nun die aktuellen Zahlen auf 1,5 Mio. Migranten korrigiert worden sind und dies wohl mit Familiennachzug bald 10 Mio. sein könnten, beunruhigt Sie nicht?
    Sorry, das ist m. E n. schon das was Herr Josef Fischer, damals noch bei den Grünen in seinem Buch Risiko Deutschland , als „Heterogenisierung“, also Ausdünnung der deutschen Bevölkerung bezeichnete.
    Und dies aus Ländern in denen der Islam die Probleme, den Krieg, das Morden und den Extremismus verursacht hat.
    Wie sagte Herr Abdel Samad: Die Probleme werden hierher mit integriert. Ganz sicher auf Kosten der Bevölkerung, besonders der Frauen , der Kriminalität und der inneren Sicherheit.

  22. Tibor Alin Shakur

    Schaue ich mir als Arzt und als syrischer Flüchtling von vor sieben Jahren so an, auf welche Weise pedantische alte Männer hier verhindern, dass aus ihrem Herzen eine Mördergrube wird, würde ich sagen, die passende Headline über diesem Kommentarausbruch müsste lauten: WENN DER VERSTOCKTE STUMPFSINN IN LÜNEBURG DIE VERNUNFT SCHLÄGT