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Die Ablehnungskultur

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(Den Blog.jj führt Hans-Herbert Jenckel, Geschäftsführender Redakteur und Online-Chef der LZ, Kürzel jj. Gastkommentare sind willkommen. )

 

Lüneburg, 20. Oktober 2015

Die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen stellt die deutsche Gesellschaft vor eine Zerreißprobe. Das trifft aufs kleinste Dorf wie Sumte im Amt Neuhaus zu wie aufs Oberzentrum Lüneburg.

Politiker irrlichtern, mal rufen sie „Willkommen!“, dann „Grenzen zu!“, „Zaun!“, „Transitzonen!“, dann wieder fühlen sie sich missverstanden. Was hinterlässt das beim Bürger? Zumindest keine Orientierung.

Am Ende ist und bleibt der Krieg der Motor dieser Völkerwanderung, und der ist bekanntlich nichts als die Geschäfte. Dazu passt die aktuelle Meldung, dass die deutschen Waffenexporte auf Rekordniveau laufen. Ausliefern und Augen zu. Verschärft wird die Lage noch durch die Egozentrik von Staaten und auch Bürgern.

Die Folge der Ungewissheit: Es wächst neben der Willkommenskultur in Deutschland eine Ablehnungskultur, eine Unkultur der Entgleisungen. Wer nicht für Abschottung ist, soll höher hängen. Hoch lebe der Seehofer!

Ja, es sind viele, vielleicht zu viele Flüchtlinge auf einen Schlag.

Ja, in den Unterkünften, die aus dem Boden gestampft werden, sind die Zustände teils untragbar, aber das liegt eben nicht an den Helfern, nicht an den Flüchtlingen, nicht an den Kommunen, das liegt nicht an der Landes- noch der Bundesregierung, sondern an den unüberschaubaren Verhältnissen mit zu vielen Akteuren mit zu vielen Interessen auf allen Seiten.

Ja, andere Länder behandeln Flüchtlinge zur Abschreckung härter und schlechter als wir. Aber ist das ein Maßstab?

Ja, andere Länder müssen noch viel mehr Flüchtlinge verkraften. Aber das wollen wir nicht wissen, das stört die Pegida-Protestkultur.

Ja, es gibt Gewalt, jede Menge Missverständnisse in den Unterkünften.

Und ja, wenn in der Hauptstadt von Mali Minister Gabriel im TV erscheint und prognostiziert, dass wohl mehr als eine Million Flüchtlinge nach Deutschland kommen, das aber mit „es sind mehr als eine Millionen Flüchtlinge willkommen“ übersetzt wird, geht ein Raunen durch die Menge vor dem Bildschirm. Dann entsteht tief in Afrika ein Missverständnis mit fatalen Folgen. Noch mehr Flüchtlinge. Und daran hat dann wieder nur ein Übersetzer Schuld. Unübersichtlich eben.

Darüber dürfen wir nicht den Menschenverstand verlieren.

Wer sein altes Leben hinter sich lässt und sich Hunderte, ja Tausende Kilometer zu uns durchschlägt mit Nichts, der hat erst mal Schutz und Gastfreundschaft verdient.

Wer als Flüchtling kommt, ist kein Gefangener. Er hat Rechte, er hat Pflichten.

Wer angebotene Kleidung oder Essen verschmäht, muss nicht arrogant und anspruchsvoll sein. Es treffen Kulturen aufeinander. Verstörte Menschen aus zerstörten Leben betreten eine für sie unfassbar geordnete Welt.

Wer aber zu uns flüchtet, Gastfreundschaft erfährt, trotzdem Mist baut und von einem Gericht schuldig gesprochen wird, hat erstens die Willkommenskultur mit Füßen getreten und ist zweitens ein willkommenes Fallbeispiel, worauf sich zeigen lässt, um mit Angst- und Neid-Parolen die Ablehnungskultur zu stärken. Und auch er handelt aus ganz egoistischen Motiven.

Hans-Herbert Jenckel

283 Kommentare

  1. ganz meine meinung. aber vorsicht ist geboten. der so argumentiert wird nicht geliebt. und dieses wollen doch die menschen. neutrale berichterstattung wird zwar immer gefordert, die meisten menschen wollen diese aber garnicht. die gefahr da selbst mal allein in die schusslinie zu kommen, ist ihnen zu groß.

  2. Zitat: „Am Ende ist und bleibt der Krieg der Motor dieser Völkerwanderung, und der ist bekanntlich nichts als die Geschäfte.

    Mir war bisher gar nicht klar, das in Marokko, Tunesien, Rumänien, Bulgarien,Albanien, Kosovo, Serbien,Pakistan,usw. Krieg herrscht!?
    Ihre Argumentation ist sehr verallgemeinernd, wenn nicht sogar für logisch denkende Menschen falsch. 50% der Menschen sind Zuwanderer, die eben nicht aus Kriegsgebieten flüchten, sondern aus rein wirtschaftlichen Gründen hierher strömen und eigentlich einen Antrag auf Einreise stellen müssten.
    Alles das wird einfach vergessen und die Politik hat einfach bestimmt, das der Rentner, Arbeitnehmer und Hartz4 Empfänger dies will und zu leisten bereit ist . Es ist selbstverständlich das man für Flüchtlinge ein Herz hat und Leistungen erarbeitet. Ob weiterhin die Mehrheit der zur Finanzierung einfach gezwungenen Bürger , bereit sind für Wirtschaftsflüchtlinge Milliarden jährlich zu erarbeiten und wie selbstverständlich zu erwirtschaften, bleibt abzuwarten.
    Die erwünschten Fachkräfte sind nach neuesten Statistiken in der Mehrheit nicht auf dem Arbeitsmarkt zu vermitteln und zum grossen Teil Analpabeten. Also wird der Bürger die Versorgung erwirtschaften müssen. Und dies oft ein Leben lang, da es eben aufgrund der Automation und der Verlagerung in Billiglohnländer nicht die gewünschten Arbeitsplätze geben wird.

    • Heute wieder auf Propaganda-Feldzug. Vor allem Tunesien und die EU-Staaten Bulgarien und Rumänien finde ich klasse. LG

      • @ Hans herbert Jenckel

        Ich finde Länder ohne Krieg auch Klasse. Nur warum sollte man dann die komplette Bevölkerung hier einwandern lassen? Sie sprachen doch über „Flüchtlinge, die vor Krieg flüchten!“ Nicht etwa über Menschen, die vor Arbeit flüchten und in die Sozialsysteme flüchten.

      • @ Herbert Jenckel

        Das nun die aktuellen Zahlen auf 15 Mio. Migranten korrigiert worden sind und dies wohl mit Familiennachtzug bald 100 Mio. sein könnten, beunruhigt Sie nicht?
        Sorry, das ist m. E n. schon das was Herr Josef Fischer, damals noch bei den Grünen bevor er in die Sozialdemokratie imigriert ist, in seinem Buch Mondfasen Deutschland , als „Hetoreginesierung“, also Ausdüngung der deutschen Bevölkerung bezeichnete.
        Und dies in Ländern in denen nicht der Islam die Probleme, den Krieg, das Morden und den Extremismus verursacht hat.
        Wie sagte Herr Abdel Samad: Die Probleme werden hierher mit intregiert. Ganz sicher auf Kosten der Bevölkerung, besonders der Frauen , der Kriminalität und der inneren Sicherheit in mir drin. Besonders die Kriminalität wird darunter leiden.

        • „Familiennachtzug“, 100 Millionen Migranten, „Hetoreginesierung“, Josef Fischer, der in die Sozialdemokratie „imigriert“ sein soll… Erik, was rauchen Sie ?? Zu HH Jenckel: Es ist mir neu, dass durchgeknallte Dolmetscher an der derzeitigen Völkerwanderung schuld sind. Hat man denn auch das Wort „Ausnahme“, das unsere Noch- Kanzlerin Anfang September bezüglich der unkontrollierten Einreise der Schutzsuchenden wählte, falsch übersetzt oder missverstanden ? Merkel hat versagt, und die Jasager um sie herum warten doch nur darauf, dass sie fällt.

      • Die Bedeutung der Zahlen ist mir schon klar. Nur wie stellen Sie den Zusammenhang zwischen Waffen ,Krieg und Flucht und den Staaten Montenegro, Albanien, Kosovo ,Rumänien, Marokko und Tunesien,usw. her? Das ist bei mir ein Rätsel.

        Und wenn es um Waffen geht, sollte man vielleicht Herrn Gabriel darauf aufmerksam machen, das er die grössten Unterstützer des IS , nämlich Saudi Arabien besucht, hofiert und die Menschenrechte mit Füssen tritt, wenn er den dortigen Machthabern noch Panzer liefert und ihnen die Hand schüttelt.
        Dasgleiche gilt für Herrn Steinmeier.

        Und die USA, die von Frau Merkel als „Freunde“ bezeichnet werden, sind in unzählige Länder gewaltsam eingedrungen und haben Millionen von Zivilisten auf dem Gewissen. Kritik bekommt aber nur Herr Putin ab, der nun Assad im Kampf gegen den IS unterstützt,um endlich den Konflikt ein Ende zu bereiten.
        Tja, Herr Jenckel, verkehrte Welt in der verlogenen Politik mit ihrem Waffenlobbyismus und Flüchtlinge, die gar keine sind, da sie zu 50% aus sicheren Staaten stammen.

        • Herr Mahnke,

          Sie verstehen da etwas völlig falsch. Putin interveniert in Syrien nur um seinen „Freund“,und mittlerweile Marionette, Assad zu stützen um nicht den letzten Einfluss im Nahen Osten zu verlieren.
          Ausserdem flüchten die allermeisten Syrer nicht vor dem „IS“ sondern,was viele gern übersehen, vor dem massenmordenen Assad-Regime.
          Womit ich nicht behaupten will das der „IS“ weniger schlimm ist.

          • @Erathostenes
            Da sind Sie völlig falsch informiert. Die Massenflucht der Syrer begann mit der Erstarkung der IS und den Waffenlieferungen seitens Saudi Arabiens, die sich vorher geschickt als Opposition positionierte, sodass sogar die USA diese Opposition anfänglich unterstützte. Das wurde dann sehr schnell einfach totgeschwiegen. Ebenso die Bemühungen Saudi Arabiens, die Zustimmung Assads für eine Gaspipeline quer durch Syrien bis zur Türkei zu bauen.

            Die Verweigerung Assads sollte sein Todesurteil sein.
            Man bediente sich einer konservativen, aber einflussreichen Elite im Land, die an den strengen Regeln des Islam und somit am Machterhalt der religiös-politischen Führer festhalten wollte.
            Da war ein offener Assad, der Frauen Bildung zukommen und diese studieren ließ, der den Frauen das Ablegen des Kopftuches ermöglichte, ebenso wie eine offene Religionsausübung für Christen und andere Minderheiten durchsetzte und Geschäfte mit dem Westen machen wollte um den Fortschritt im Land voranzubringen , einfach im Wege.
            Die Anschuldigungen, Assad würde die eigene Bevölkerung bombadieren und Giftgas und Streubomben gegen die Menschen einsetzen, sind in keinster Weise bewiesen. Insider berichten massenhaft von False Flag Aktionen der IS und anderer extremistischer Organisatioen, die sich im Schulterschluss gegen Assad stellten und mit diesen Aktionen lediglich das Eingreifen der USA und des Westens provozieren wollten, da sie ihre Unterlegenheit gegen Assads Truppen bemerkten.

      • Außenminister Frank Walter Steinmeier (SPD)
        Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD)

        Hauptverantwortlich für den Waffenexport.

        Und der Gabriel bezeichnet Mitbürger als Pack?

        • wer mit galgen spazieren geht gehört für mich auch zum pack, wer da mitläuft ohne einzuschreiten ebenfalls. was ich von unserer politikprominenz halte, sage ich hier lieber nicht.

          • Wer als Lobbyist in Sachen Waffenverkäufe durch die Welt reist, sollte mit seinen Äußerungen sehr, sehr vorsichtig sein.

            Ob Galgen oder Guillotine(wie in Berlin) – beides sind Meinungsäußerungen über die man streiten kann. Aber Pack?

            Auszug aus einer mail der Bewegung Britain First:

            „We will not rest until every traitor is punished for their crimes against our country.
            And by punished, I mean good old fashioned British justice at the end of a rope!“

          • @ Klaus Bruns

            „wer mit galgen spazieren geht gehört für mich auch zum pack, wer da mitläuft ohne einzuschreiten ebenfalls.

            Das ist wohl ein wenig zu weit gegriffen und zu kurz gedacht! Nicht nur, das weder Sie, noch das gewalttätige „linke Pack“ das Recht haben ,eine angemeldete Demo zu stören,die Teilnehmer zu schlagen oder zu treten , sondern Sie sind leider auch ein wenig sehr blind auf dem linken Auge.

            Denn wer einfach „nicht einschreitet“, ist schlau, da er sich nicht in Gefahr begibt. Das kann böse ausgehen für Laien und gesetzeswidrig ist es sowieso.

            Und das man nun die Gesinnungspolizei spielt, finde ich in der langjährigen linksautonomen “ ACAB“ Kultur, bei der mit Guillotine zu Demos gegangen wird , bei dem ein Finanzminister den „Kopf verlieren“ sollte, ebenso daneben, wie Polizisten mit Steinen und Flaschen zu bewerfen( Mordversuch an Beamten und anderen Demoteilnehmern) oder deren Auto samt Beamten anzuzünden.

            Könnte es sein, das Sie bei lebensgefährlichen und erheblich dramatischeren und übleren Dingen, wie z. B. den o.g. Mordversuchen , gerne ein Auge zudrücken, wenn die Zugehörigkeit der Täter politisch „links“ einzuordnen ist?
            Ich habe dazu noch nie einen Kommentar und Aufruf wie oben, von Ihnen gelesen.
            Und wenn man sich die Bilder vom gestrigen Sonntag ansieht , bei der Hogesa- Demonstration, die ich als Schauspiel von Nichtsnutzen ansehe, kann man einwandfrei nachvollziehen, von wem die Gewalt ausging und gegen wen die Wasserwerfer eingesetzt werden mussten. Nämlich gegen Linke. Die von Ihnen offensichtlich bevorzugte Gruppe. Für mich ebenso Pack. Nur eines , das die Meinungsfreiheit abschaffen und das die einzig gültige Meinung selbst haben will. Also Diktatur. Und das will ich nicht haben.

  3. Gastfreundschaft und Gastrecht

    Es hat in der Menschheitsgeschichte immer schon große Wanderungsbewegungen gegeben, und die anhaltende Migrationswelle in Europa ist auch keine Ausnahme. In Südafrika sind über eine Million Flüchtlinge aus Simbabwe den Angriffen der einheimischen Armen ausgesetzt, denen sie angeblich die Arbeitsplätze wegnehmen. Es wird weitere solcher Wellen geben, aufgrund bewaffneter Konflikte, durch neue „Schurkenstaaten“, Wirtschaftskrisen, klimatische Veränderungen. Die wichtigste Lektion, die es jetzt zu lernen gilt, lautet deshalb, dass die Menschen Europas, auch die in Lüneburg, sich darauf vorbereiten sollten, „plastischer“ (Björn Adam) und nomadischer zu leben: Jähe lokale oder globale Veränderungen können uns jederzeit vor die Notwendigkeit eines unerhört großflächigen sozialen Wandels stellen.

    Als Erstes muss Europa seine Verpflichtung bekräftigen, die nötigen Mittel für ein würdevolles Überleben der Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Es darf keine Kompromisse geben: Migrationen im großen Stil sind unsere Zukunft, und die einzige Alternative zu einer solchen Verpflichtung ist eine neue Barbarei (was manche den „Kampf der Kulturen“ nennen).

    Zweitens sollte Europa sich, als Konsequenz aus dieser Verpflichtung, organisieren und klare Regeln und Vorschriften erlassen. Die staatliche Kontrolle des Flüchtlingsstroms sollte durch ein umfassendes europäisches Netzwerk sichergestellt werden, um lokale Brutalitäten wie die der Behörden in Ungarn oder der Slowakei zu verhindern. Die Flüchtlinge sollen sich sicher fühlen können, es sollte ihnen aber auch klargemacht werden, dass sie den Wohnort akzeptieren müssen, der ihnen von den europäischen Behörden zugewiesen wird, und dass sie die Gesetze und sozialen Normen der europäischen Staaten achten müssen: keine Toleranz für religiöse, sexistische oder ethnische Gewalt auf irgendeiner Seite, kein Recht, anderen die eigene Lebensweise oder Religion aufzuzwingen, Respekt für die Freiheit jeder Person, die Gebräuche ihrer Gemeinschaft abzulegen – und so weiter. Ja, ein solches Regelwerk privilegiert unter der Hand die westeuropäische Lebensweise, aber das ist der Preis für die europäische Gastfreundschaft. Diese Regeln sollten klar formuliert und, wenn nötig, mit Zwangsmitteln durchgesetzt werden – gegen ausländische Fundamentalisten genauso wie gegen unsere eigenen immigrationsfeindlichen Rassisten.

    Drittens müssen wir eine neue Art internationaler Interventionen konzipieren: militärische und ökonomische Interventionen, welche die neokolonialen Fallen vermeiden würden. Wie wäre es, wenn UN-Einheiten den Frieden in Libyen, Syrien und dem Kongo garantierten? Es zeigt sich, dass falsche Formen von Intervention (im Irak und in Libyen) genau wie die Nichtintervention (in Syrien, wo allerdings unter dem Deckmantel der Nichtintervention fremde Mächte von Russland bis Saudi-Arabien in vollem Umfang engagiert sind) in derselben Sackgasse enden.

    Viertens besteht die schwierigste und wichtigste Aufgabe in einem ökonomischen Wandel, der die Bedingungen abschaffen sollte, die zu Flüchtlingsströmen führen. Deren eigentliche Ursache ist der globale Kapitalismus selbst mit seinen geopolitischen Spielen, und wenn wir ihn nicht radikal transformieren, werden sich den afrikanischen Flüchtlingen bald Einwanderer aus Griechenland und anderen europäischen Ländern anschließen. In meiner Jugend nannte man einen solchen organisierten Versuch, das Gemeingut, die commons, zu regulieren, Kommunismus. Vielleicht sollten wir ihn neu erfinden. Vielleicht ist dies, langfristig gesehen, unsere einzige Lösung. Ist all das eine Utopie? Vielleicht, aber wenn wir es nicht tun, dann sind wir wirklich verloren – und verdienen es, verloren zu sein.

    MfG, Slavo

    • Slavo, sie stellen die systemfrage, ich bin begeistert. nur, wo wollen sie die menschen für ihre ideen hernehmen? die müssen erst erfunden werden. menschen reagieren besonders stark, wenn es ums geld geht. führen wir doch erstmal ein einheitliches steuerrecht ein. selbst das klappt ja in europa nicht mal. ich befürchte, wir werden uns in zukunft vermehrt rückwärts entwickeln. die meisten werden dann nur noch anwender sein. die wenigsten werden wissen, wie man etwas repariert. und bei einer kaputten gesellschaft ist dieses lebensgefährlich.

      • Natürlich werden wir uns rückwärts entwickeln bei dieser Zuwanderung. Sie brauchen sich doch nur die Kulturen und Mentalitäten der Herkunftsländer anschauen, die zu den Zuständen dort geführt haben. Früher wäre Umerziehung die Lösung gewesen, dazu ist Europa aber nicht mehr in der Lage und wird daher seine Kultur nicht verteidigen können.

    • Klaus, schauen Sie nach Dresden. Menschen reagieren auch auf Ideen — selbst wenn die noch so roh und primitiv sind. Und natürlich sind wir mitverantwortlich für kaputte Gesellschaften und die neuen Formen von Sklaverei, die viele Menschen erst in die Flucht treiben. Denken Sie nur an die Fabriken, wo unsere Kleidung genäht wird. Aber man darf das nicht sentimentalisieren. Bloße Empathie für die Ausgebeuteten bringt uns nicht weiter. Kapitalismus ist seinem Wesen nach global, das ist kein europäisches Alleinstellungsmerkmal mehr. Wir Europäer dürfen stolz sein auf Universalismus, Menschenrechte, Solidarität, Aufklärung — auch wenn sich das alles historisch vor dem Hintergrund von Industrialisierung und Kapitalismus herausgebildet hat. Das bildet für mich das Herzstück Europas. Diese Werte sind momentan von zwei Seiten her bedroht: Auf der einen Seite durch rechtspopulistische Einwanderungsgegner, die ihr Land am liebsten abschotten wollen und durch die Unsicherheit vieler Menschen neuen Zulauf bekommen. Diese gefühlte Unsicherheit ist sehr gefährlich. Auf der anderen Seite ist Europa aber auch bedroht von sentimentalen Linken, die heuchlerisch für offene Grenzen plädieren. Diese Linksliberalen wissen genau, dass ihre Forderung nicht durchsetzbar ist, und da es nie dazu kommen wird, dass alle Grenzen fallen, fordern sie es umso vehementer. Sie genießen masochistisch ihre eigene Impotenz – und fühlen sich gleichzeitig moralisch überlegen. Zudem sehen sich die antieurozentristischen Linken nicht im Recht, von ankommenden Muslimen zu verlangen, dass sie europäische Werte akzeptieren. Dabei müssen wir das einfordern, wenn nun Menschen aus anderen Kulturkreisen zu uns kommen. Wir müssen auf Duldung, Meinungsfreiheit, Selbstbestimmung pochen und zwar in solcher Gestalt, die vor dem Gerichtshof der Vernunft bestehen kann, also verallgemeinerbar ist. Die Achtung und Einhaltung unserer Gesetze gehört dazu. Schließlich kommen viele doch auch, weil sie sich genau solche Werte für sich und ihre Kinder wünschen. Angesichts der wachsenden Bedrohung durch rechte Populisten ist die blinde Toleranz von einigen Linken also die falsche Strategie. Wir können intoleranten Menschen wie muslimischen Fundamentalisten ebenso wenig mit Toleranz begegnen wie abendländischen Rassisten und christlichen Reinheitsfanatikern. Es ist immer leicht zu sagen: Das ist eben deren Kultur, das müssen wir tolerieren. Aber was machen wir, wenn ein Mädchen von seinen Eltern gezwungen wird, Kopftuch zu tragen, obwohl es das nicht möchte? Ich sage: Wenn das in Europa passiert, müssen wir einschreiten für die Freiheit dieses Mädchens und unsere Gesetze durchsetzen. Muslime können nicht zu uns kommen und nur am angenehmen Teil Europas teilhaben. Es geht mir dabei nicht um eine imperiale Unterordnung. Das Bewahren einer lebendigen Kultur ist eine Auseinandersetzung. Sie ist der gemeinsame Kampf gegen JEDE Art von Fundamentalismus (den der Politik, den der Religion und den der Dummheit) und das Anerkennen, dass es auf beiden Seiten Tabus gibt. Es ist nicht so, dass Muslime weniger offen sind, weil sie keine Mohammed-Karikaturen akzeptieren. Auch bei uns sind gewisse Dinge undenkbar, zum Beispiel Witze über den Holocaust. Wir haben unsere Probleme und die haben ihre, das Verbindende ist der gemeinsame Kampf um gemeinsame Leitlinien. Eine offene Debatte, eine argumentative Auseinandersetzung. Jene sentimentalen Linken, die gegenüber Muslimen am liebsten beide Augen zudrücken möchten, bevormunden sie eigentlich und nehmen sie nicht als politische Akteure ernst. Sie trauen ihnen ja nicht einmal zu, böse zu sein, sondern nehmen Fundamentalisten in Schutz, wenn sie ihre Frauen unterdrücken, und behaupten, wir hätten kein Recht, uns in deren Kultur einzumischen. Wenn wir Migranten aber ernst nehmen und uns mit ihnen auseinandersetzen, kann daraus eine Chance für Europa werden, ein emanzipatorisches Projekt, in dem wir den Kern Europas stärken. Nur so lassen wir den rechten Populisten keine Chance. Wir leben in gefährlichen Zeiten. Doch das größte Risiko, das wahre Unglück wäre, zu denken, dass alles einfach so weiterläuft wie bisher, wenn wir nichts unternehmen.

      • Ist der liebe Slavo eigentlich auch in der Lage, eigene Gedanken zu formulieren? Das ist doch quasi alles ohne Quellenangabe abgeschrieben. http://www.sueddeutsche.de/politik/philosoph-slavoj-iek-ueber-asylpolitik-merkel-hat-zu-lange-geblufft-1.2699853-2

        • Ja, Sie Schlaumeier, das ist es. Ich zitiere mich. Warum sollte ich hier neu und anders formulieren, was mir dort treffend und angemessen gelungen war?

          • Sie sind nicht der richtige „Slavo“, der den Artikel in der Süddeutschen geschrieben hat. Solche „Kommentatoren“, die sich daran ergötzten, sich hier mit fremden Federn zu schmücken und die anderen Forumsteilnehmer zu leimen, gab es hier schon des Öfteren. Niveaulos !

          • Sie sind nicht der richtige „Heidjer“, der hier stets so herrlich scharfsinnig Reppenstedts bedeutendstem Sozialphilosophen repliziert. Denn dem wäre nicht entgangen, dass ich „den Artikel in der Süddeutschen“ schon deshalb nicht „geschrieben“ haben kann, weil es sich gar nicht um einen „Artikel“ handelt. Worauf Sie anspielen, ist mein Gespräch mit Karin Janker vom 18. Oktober, das in meiner New Yorker Wohnung aufgezeichnet und einen Tag später in der SZ gedruckt worden ist.

        • Sie erreichen mich jederzeit über meinen Verlag: verso@versobooks.com

          Ich lese alle Mails, sofern sie von einem Absender mit einer durch unser automatisches Spam-Schutzprogramm verifizierbaren und authentifizierten E-Mail-Adresse stammen und der Autor halbwegs seiner Muttersprache mächtig und eines eigenen Gedankens fähig ist.

          Best regards, Slavo

      • Karlheinz Fahrenwaldt

        Lieber Slavo, der Kapitalismus ist nicht nur global sondern auch barbarisch, wie Ihr Beispiel der Näherinnen zeigt. Die auch in Deutschland hochkommende Fremdenfeindlichkeit beruht auf den Reaktionen unser regierenden Bundespolitiker, die zwar viel reden aber wenig tun, insbesonder was die Prevention solcher Ereignisse betrifft. Und das führt zu der von Ihnen beschriebenen Unsicherheit weiter Teile der Bevölkerung und nicht der linke Internationalismus. Leider scheinen Sie auch in den Muslimen, die vor dem Terror der IS fliehen, Fundamentalisten zu sehen. Veralgemeinerungen sind nicht zielführend und außerdem unwissenschaftlich! Die Spitzenpoliker Europas haben es bisher nicht hingekriegt, eine soziale, steuerliche, aussenpolitische und bildungspoltische Einheit als Grundbedingung für ein solidarisches und freiheitliches Europa zu schaffen; wieso sollte ausgerechnet die Flüchtlingskrise hier eine Änderung bewirken?

  4. Willkommenskultur? Ablehnungskultur? Veränderungskultur!

    Wie sah es bei uns vor 20 Jahren aus? Einheitseuphorie abgeebbt, Einheitskosten unüberschaubar.

    Wie vor 40 Jahren? Studentische Revolution, Entwicklung der RAF, sexuelle Befreiung, noch dazu Ölkrise.

    Vor 70 Jahren? In ganz Deutschland Schutt und Asche.

    Was ist daraus geworden? Unser Land hat sich immer wieder verändert. Nicht immer freiwillig, nicht unbedingt zum schlechteren, aber zwangsläufig. Das wird auch in den nächsten Jahren, in 20 Jahren und so fort geschehen.

    Ist es nicht an der Zeit, diese immerwährende Veränderung als gegeben hinzunehmen? Und so etwas wie eine Veränderungskultur zu entwickeln?

    • Bin ganz Ihrer Ansicht, Peter Luths. Nur würde ich das, was Sie vermutlich meinen, „Gestaltungskultur“ nennen. „Veränderung“ ist mir zu nah dran an den reinen Naturgewalten, gegen die dann womöglich blonde, nordische, vom identitären Vaterlandsmystizismus durchglühte Hirtenherren ihre sorgenpanisch aufgescheuchten, nun blöde blökenden Schafherden in Stellung bringen möchten. Da es sich bei dem Wort „Gestaltungskultur“ um einen schwerfällig staksenden Pleonasmus handelt, würde ich sogar ganz einfach von „Gestaltung“ sprechen. By the way, sehe ich richtig, dass Kommentator „Slavo“ bis in konkrete Einzelheiten hinein ausgeführt hat, was Sie hier nur in einer außerordentlich vagen umrissenen Strichkritzelei andeuten? Wie kommt es zu dieser Impression? Sind Sie vielleicht mit Slavo verwandt?

      • Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Luths,

        bitte vergeben Sie mir meine Mutmaßung, Slavo, der neohegelmarxistische Kulturkritiker und Theoretiker der lacanianischen Psychoanalyse, könne mit Ihnen verwandt oder gar verzwillingt sein. Das passt dann vielleicht doch nicht.

        Und weil wir schon einmal dabei sind, möchte ich mich auch gleich für die in meinem vorherigen Schreiben inkorrekt applizierte Flexionsendung am adverbial gebrauchten Adjektivattribut „vage“ entschuldigen.

    • Karlheinz Fahrenwaldt

      Sehr geehrter Herr Luths,

      Ihre Ausführungen haben mich sehr erstaunt und erfreut, gibt es doch in der CDU ausser Altersweisen wie Blüm und Geissler doch noch ander aktive Querdenker! Insbesondere Ihre Wortschöpfung „Veränderungskultur“ hat mich begeistert, da bisher konservative Wortschöpfungen doch mehr in die Richtung Verniedlichung ginge wie z.B. Seniorenresidenz für Altenheim, Entsorgungspark für Mülldeponie oder Gesundschrumfen statt Entlassen.

  5. Lieber Herr Jenckel,
    zunächst finde ich es großartig, dass Sie zu diesem schwierigen Thema eine Diskussion zulassen. Das ist heutzutage leider nicht mehr selbstverständlich und für eine angeblich unabhängige demokratische freie Presse eine Schande.
    Inhaltlich teile ich in einige Ihrer Ansichten, einige nicht. Als hervorstechendstes Übel empfinde ich Ihre undifferenzierte Teilung in Gruppen. Es gibt nicht nur pauschale Begeisterung und pegidamäßige Ablehnung.
    Zu dieser Differenzierung gehört ebenfalls die Unterteilung der Flüchtlinge in Asylbewerber und Migranten und die simple Feststellung, dass wir unsere Kritik auch an die richtige Adresse leiten sollten. Das sind nicht die Flüchtlinge sondern unsere in weiten Teilen irrlichternde politische Klasse. Damit ist hinreichend erklärt, dass Kritik und Ablehnung nicht automatisch einen fremdenfeindlichen Hintergrund haben. Derartige Missdeutungen sind keinesfalls zufällig, sondern offenbar Ausdruck einer Strategie zur Ausgrenzung unerwünschter Unbotmäßigkeiten der Bürger.

    Maßstab für jeden deutschen Demokraten ist das Grundgesetz. Ich gehe davon aus, dass Ihnen Art. 16a Abs.2 bekannt ist. Als ebenfalls bekannt unterstelle ich das Wissen um die europäischen Vertrage und Vereinbarungen zu Schengen und Dublin. Und hier, sehr geehrter Herr Jenckel, fängt unsere Regierung an, demokratische Spielregeln zu missachten und Gesetze ohne hinreichende Abstimmung mit den EU-Partnern einseitig aufzukündigen und zu brechen. Über eine Legitimation und Mandatierung über bestehende Wahlprogramme hinaus, die Grundlage einer demokratischen Wahlentscheidung durch den Souverän, möchte ich nur der Vollständigkeit halber hinweisen.
    Das sind klare Beweise für Paternalismus und Missachtung des Souveräns. Wer dann noch nicht einmal den politischen Willen aufbringt, juristisch einwandfrei beschlossene Abschiebungen gesetzeskonform umzusetzen, dies aber zum wiederholten Male ankündigt, macht sich unglaubwürdig und angreifbar.

    Um der politischen Unfähigkeit noch die Krone aufzusetzen wird versucht, mit autokratischen Herrschern Verträge zu schließen, deren Umsetzung man sich im eigenen Land politisch und ideologisch verweigert.
    Frau Merkel übergibt unser Land hier in eine Abhängigkeit, deren Tragweite bei mir zu Albträumen führt. Ich nenne das Heuchelei.

    Erschreckend wird es dann, wenn der Souverän feststellt, dass seine inzwischen mehrheitliche Ablehnung einer derartigen Politik der europapolitischen Alleingänge Deutschlands politischer Klasse, keine Vertretung im Parlament findet. Ich mache mir große Sorgen, denn die normative Kraft des Faktischen wird bei einem „Weiter so“ Ergebnisse zeitigen, die jedem Demokraten die Nachtruhe rauben kann.

    • Konrad Grothuysen

      Thomas Schmid, ich glaube nicht an eine mehrheitliche Ablehnung der Regierungspolitik durch den deutschen Souverän. Woher wissen Sie, was das Volk will? Haben Sie mit ihm telefoniert? Das ist mir alles viel zu schwarz und ungenau gemalt. Ich glaube, dass alle, die sich dem Grundgesetz verpflichtet fühlen, aufgerufen sind, diese Werte von Freiheit, Verantwortung, Solidarität und Weltoffenheit offensiv zu verteidigen. Pegidasten und andere Schreihälse sollte man nicht verharmlosen oder salonfähig machen. Das sind keine besorgten Bürger, das sind Menschen, die bestenfalls Ängste haben, oft genug aber schlimme Ressentiments. Ein besorgter Bürger applaudiert nicht islamfeindlichen Parolen, der diskreditiert unser frei gewähltes Parlament nicht als Quatschbude, und das Privileg freier Medien kritisiert er nicht als Lügenpresse. Die AfD schimpft auf Politik und Politiker. Doch wir brauchen mehr Engagement für die Demokratie. Es wäre falsch, wenn die Parteien beginnen würden, die Erklärungsversuche der AfD zu übernehmen und sich ihr nicht entgegenstellen. Einige spielen ja jetzt schon mit Ressentiments. Die AfD will, dass Menschen Angst haben, weil sie auf der Angstwelle ins Parlament kommen will. Wer verantwortlich handelt sollte den Menschen aber die Ängste nehmen, ihnen Mut machen, dass unsere Gesellschaft jede Herausforderung bewältigen kann. Das hat sie nach dem Krieg und bei der Einheit geschafft, und sie wird das auch jetzt bewältigen, wenn sie richtig handelt!

      • Woher wollen Sie wissen, was die Regierung will? Haben Sie mit ihr telefoniert?
        Ähnliche Frage – gleiche Antwort.

        http://www.welt.de/politik/deutschland/article147854882/Jeder-Zweite-bescheinigt-dem-Staat-Realitaetsverlust.html

        • Ja, ja, schon klar. Und jeder dritte Deutsche wünscht sich die AfD im Bundestag, wie die neueste Forsa-Umfrage im Auftrag der Jungen Freiheit ergeben hat. Allerdings ist jeder dritte Deutsche auch übergewichtig, psychisch krank, für die PKW-Maut und Single. Außerdem fürchtet er die Gefahr einer Immobilienblase, geht nie zum Friseur, nimmt sein Smartphone mit in den Urlaub und möchte unbedingt wissen, ob er später an Alzheimer erkrankt. Er würde gerne als Tourist ins Weltall fliegen, wäre aber bei unerwarteten, größeren Ausgaben sofort pleite und ist irgendwann in seinem Leben von Fußpilz betroffen. Prima, so hatte man sich diese Typen auch vorgestellt!

      • ihren beitrag sehen ich als besorgter bürger als gelungen an. in unserer gesellschaft wird leider immer gern nach unten getreten. da ist der widerstand am geringsten. deren möglichkeiten sind ja auch begrenzt. die sich in die afd retten, retten sich auch gern in jede andere partei , die ihnen verspricht , ihre probleme zu lösen. dabei sind sie selbst das problem. wer rückwärtsgewandt argumentiert, bekommt auch rückwärtsgewandte antworten. denn nur diese versteht er.

  6. Die Welt am 21.10.2015:
    Eskalation in Slowenien-flüchtlinge zünden Zelte an.
    Für Menschen, die Tausende von Kilometern gewandert sind, um dem Krieg zu entkommen, eine seltsame Verhaltensweise. Oder nur blanker Hass auf „Ungläubige?“

  7. @Jenckel
    Das jeder, der hier über ein sicheres Drittland einreist – LAUT ASYLGESETZ – keinen Anspruch auf Asyl hat und demnach Illegal hier ist ist ihnen aber bewusst???

    Das die Kosten bereits nächstes Jahr ca 20 Mrd betragen werden und das für Leute, die kein Recht haben hier zu sein, ist ihnen klar?Und das der Familiennachzug,in etwa weitere Zuwanderung in Millionenhöhe bedeutet, ist auch klar? Das es sich in erster Linie um Menschen handelt, die einer Religion angehören, die den arabischen Frühling in eine Katastrophe nach der anderen, in Krieg und Zerstörung , gestürzt hat?

    Und das diese 20 Mrd. erst von der deutschen Bevölkerung erwirtschaftet werden und dann noch der hiesigen Infrastruktur vorenthalten werden (z.B. Schulen, Straßen, ÖPNV etc.) ist ihnen klar?

  8. @ hh jenckel

    Selbst ein Grüner(!) hat die realität wiederentdeckt und „erlebt“ sie tagtäglich.Bei einigen ist das noch nicht angekommen:

    http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/gruenen-streit-ueber-fluechtlinge-palmer-wettert-gegen-durchhalteparolen-der-kanzlerin-13868881.html

  9. Karlheinz Fahrenwaldt

    In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg haben die rund 30 Millionene Bürger der damaligen Westzonen rund 12 Millionen Flüchtlinge in dem heutigen Gebiet der Bundesrepublik untergebracht; und dass, obwohl fast 50 % des Wohnraums zerstört waren und es Probleme bei der Grundernährung gab. Heute leben wir in der BRD rund 80 Millionen Bürger in einer Wegwerfgesellschaft, und nicht nur in Lüneburg werden massenweise Wohnungen für den gehobenen Mittelstand gebaut – da bleibt für 1 Million vor Tod und Hunger fliehenden Menschen kein Platz. Eine Schande für Deutschland und seine Spitzenpolitiker in den Regierungsparteien! Die heutige Entwicklung war schon spätestens in der ersten Hälfte dieses Jahres absehbar: Die Lager mit Millionen Flüchtlingen rund um die Krisenländer können nicht mehr von der UNHCR ausreichend versorgt werden und das ist schon lange allgemein bekannt. Ferner sind die Regierungsparteien wenn sie gewollt hätten in der Lage, über die Geheimdienste schon im Vorwege Erkenntnisse zu gewinnen, alles nicht passiert. Stattdessen wurde jeden Monat eine neue Sau durchs mediale Dorf getrieben. Zu nennen sind hier beispielhaft die Krisen um den Iran, die Ukraine, den Irak, Griechenland, Syrien und jetzt auch noch VW. Wer dann weiterhin Waffen in Krisengebiete liefert macht sich mit der Schleppermafia gemein und muss sich über Flüchtlingsströme in die Herkunftsländer der Waffen nicht wundern! Warum hat der Wirtschaftsminister kein Waffenembargo für Lieferungen an in Krisenregionen beteiligte Akteure verhängt? Warum hat der Aussenminister von Deutschen Botschften in Afrika aus nicht einen geordneten Flüchlingstransfer mit Bundeswehrflugzeugen nach Deutschland organisiert wie seinerzeit Hans-Dietrich Genscher es mit den Flüchtlingen aus der DDR gemacht hat? Und wenn dann Spitzenpolitiker wie Seehofer und Mädge die Einrichtung von völkerrechtswidrigen rechtsfreien Sonderzonen und die Begrenzung von Grundrechten fordern, befördern sie die faschistoiden Tendenzen in der Bevölkerung. Es wird Zeit, dass sich pazifistische Humanisten Gedanken über eine Auswanderung aus der BRD machen sollten!

    • Karlheinz, Karlheinz

      „Es wird Zeit, dass sich pazifistische Humanisten Gedanken über eine Auswanderung aus der BRD machen sollten!“

      Ist das so?

      Nur wohin, Karlheinz? Auch die Räterepublik Neu Wendischthun bietet Lüneburger Pazifisten und alt-linken Humanisten schon lange nicht mehr (spätestens seitdem das 100-Seelen-Dorf Sumte im Amt Neuhaus 1.000 Flüchtlinge aufgenommen hat) die Gewähr, dass man von dort aus unbehelligt predigen und mit analytisch-dialektischer Verve die Strukturen und Machenschaften des internationalen kapitalistischen Ausbeuter- und Unterdrückungskartells schonungslos offenlegen kann, ohne selbst etwas allzu Konkretes zur „Willkommenskultur“ in der Flüchtlingshilfe beitragen zu müssen.

      „Wenn der Kommunismus sich erst endgültig verwirklicht hat, wird es keine der verderblichen Überreste aus der Vergangenheit mehr geben, weder Eifersucht noch Neid, weder Geiz noch Habsucht. Man wird nicht mehr mit Geld bezahlen, es wird keine Märkte mehr geben, keine Preise, keinen Staat, keine Armee, keine Ausbeutung, keine Armut, keinen Hunger und keine Vertreibung…“, schwärmt der Genosse Owtscharenko.

      Bei diesen Eröffnungen werden die Bauern endlich aufmerksam, sogar der schnarchende Korowaij wird munter. Er will wissen, ob es dann immer noch Arbeitsbrigaden geben werde, und eine alte Frau möchte erfahren, auf welche Weise man später ihre Arbeit bezahlen wolle. Eine andere Landarbeiterin ruft dazwischen, ob bis dahin wohl der staatliche Kindergarten gebaut sei: „Seit drei Jahren wird er uns schon versprochen. Ich weiß nicht mehr, wo ich die Gören noch hinstopfen soll!“ Ein Mädchen, das offensichtlich betrübliche Erfahrungen in dieser Hinsicht gemacht hat, fragt: „Was macht man im Zeitalter des Kommunismus mit Säufern?“, und eine Stimme aus dem Hintergrund antwortet ihr: „Sie bekommen so viel Wodka zu trinken, wie sie haben wollen.“

      Endlich wird es dem Versammlungsleiter zuviel: „Die Diskussion erst nach dem Referat!“ ruft er und schlägt mit der Faust auf den Tisch: „Der Genosse spricht vom zukünftigen kommunistischen Zeitalter. Wir sind erst dabei, ihm die Tür zu öffnen.“ Bauer Korowaij antwortet mürrisch: „Ich habe es aber satt, ewig an der Tür zu stehen und auf der Stelle zu treten.“

      Diese groteske volkspädagogische Szene, Karlheinz, stammt nicht vom Gastauftritt eines Kabaretts aus unserer Kulturbäckerei in der Alten Schule von Neu Wendischthun zur Unterhaltung syrischer Flüchtlinge. Sie wurde vielmehr im Jahre 1955 im Moskauer Kleinen Theater fast jeden Abend vor einem hell entzückten sowjetischen Publikum gespielt. Sie gehört zu der Komödie „Die Flügel“, die der Dramatiker Alexander Korneitschuk geschrieben hat.

      Karheinz, „wie können wir den Kommunismus verwirklichen, wenn wir zum Frühstück Eier und Speck haben?“ Das fragt Romodan einmal. Er ist die Hauptfigur in dem Schauspiel.

      Per aspera ad astra? Notwendiger Umschlag der Quantität in eine neue Qualität, Karlheinz?

      • Karlheinz Fahrenwaldt

        Anonyme Posts beantworte ich nicht! Wer zu feige ist seinen Namen zu nennen ist einer Diskussion nicht würdig!

        • Ich hatte Sie humorvoller in Erinnerung.

          Über Ihre Antwort würde ich mich trotzdem freuen.

          Teja Fischer

          • Karlheinz Fahrenwaldt

            @ Teja Fischer:
            Wenn der Artikel mit der Überschrift: Karlheinz, Karlheinz von Ihnen ist nehme ich wie folgt Stellung:
            1. In der Flüchtlingsfrage fehlt mir seit den vermehrt faschistoiden Reaktionen aus der Mitte der Gesellschaft und den daraus resultierenden Gewaltexzessen der letzten Zeit jede Art von Humor.
            2. Ihr Post geht komplett an der von jj behandelten Problematik vorbei, deshalb werde ich dazu nicht Stellung nehmen; nur soviel: Es gibt Länder, die eine ganz andere gesellschaftspolitische Kultur haben als Deutschland und hier kommen für mich Griechenland und Kuba in Frage (als ich vor 40 Jahren Jusovorsitzender in einem Hamburger Stadtteil war, haben mir einige der damaligen „besorgten Bürger“ empfohlen, „nach drüben“ zu gehen). Ich mache mir Sorgen um die Menschen, die in Not sind und die, die anderen in Not befindlichen Menschen helfen wollen und das ist nicht lustig!

        • „Anonyme Posts beantworte ich nicht“ ???

          Dann sind Sie hier bei blog.jj aber ganz falsch, Karlheinz Fahrenwaldt. Mal kurz einen dicken Brocken gut durchwachsener Propaganda-Prosa abladen und sich dann der Diskussion seines sachlichen Gehalts schnöde entziehen, weil andere nicht mit dem berühmten „Klarnamen“ posten, das erinnert doch sehr an die sogenannte „Kritische Stimme“ aus dem Hause Putin, die uns den Sommer über ungebeten in den Online-Foren sämtlicher bundesdeutscher Tageszeitungen die Vorgänge in der Ukraine erklärt hat.

          Karheinz, hier geht es um die Argumente und die Begründungen, nicht um die Personen, die sie äußern. Sie dürfen, müssen aber nicht unter dem Namen schreiben, wie er in Ihrem Ausweis steht. Ihr Kollege Pauly hat das verstanden. Unterhalten Sie sich mal mit ihm. Wer eine Überzeugung hat und sie – vernünftig, nicht nur schimpfend und emotionalisierend oder mit einer Wagenladung schwachsinniger Zahlen angebliche „Objektivität“ simulierend – vertritt, der kann hier als Person des öffentlichen Lebens in Lüneburg Sympathien gewinnen, wie sie ihm zehntausend Spots und Wahlplakate niemals eintragen werden.

          Unfaire Angriffe, Beleidigungen und Verbotenes sortiert Jenckel aus. Den Rest, Karlheinz, überlässt er den Energien von Scherz, Satire, Ironie und tieferer Bedeutung (vulgo: Wahrheit) — sofern enthalten.

          • Karlheinz Fahrenwaldt

            Lieber Anonymus,
            ob ich hier falsch am Platz bin entscheiden nicht Sie, sonder wie Sie richtig bemerkt haben: der Administrator jj!
            Ich werde ab jetzt konsequent nur die Posts beantworten, in denen die Absender namentlich zu ihren Äußerungen stehen, und wenn das nicht mit der Ethikette dieses Blogs zu vereinbaren ist, soll mich der der Admin rausschmeißen! Ich brauche mich auch nicht mit dem Genossen Pauly zu unterhalten, da wir beide unsere eigene Meinung jeweils namentlich vertreten.

      • wer redet von kommunismus? doch nur die, die ihn nie verstanden haben. jede ideologie stößt irgendwann an ihre grenzen. der kapitalismus ist gerade dabei. was wollen wir danach ausprobieren? das geld abschaffen? zurück zur natur? oder doch zum mars?

    • Es ist ziemlich unverschämt die Flucht und Vertreibung der Deutschen mit den heutigen Flüchtlingsströmen zu vergleichen. Nur mal zur Erinnerung: Die Deutschen sind aus Deutschland nach DEUTSCHLAND geflohen. Das wäre so, als wenn die Syrer heute von Syrien nach Syrien fliehen. Und eins ist auch klar, kein anderes Land hätte damals die Deutschen aufgenommen. Die Devise lautete, jeder hat sein Land in Ordnung zu bringen.

      • Es ging K. Fahrenwaldt gewiss nicht darum, Ihre (ein wenig aus der Mode gekommenen – auch wissenschaftlich-weltanschaulich kaum noch irgendwie halt- und vertretbaren) Gefühle für Rassenreinheit und ethnisch-vaterländische Territorialidentität zu verletzen.

        Herr Fahrenwaldt wollte – soweit ich ihn verstehe – den schieren Aufwand angesichts der großen Zahl von Neubürgern heute und damals ins Verhältnis setzen und sagen, was damals unter ungeheuer widrigen Umständen mit 12 Millionen zu schaffen war, sollte heute für eine superreiche Wohlstandsinsel mit ein bis zwei Millionen doch ein Klacks sein.

        Im Übrigen stimmt es nicht, dass kein Land der Welt nach dem Krieg Deutsche aufgenommen hätte. In ungezählte Südamerikanische Länder, aber auch in die USA und nach Kanada konnten viele Zehntausende von NSDAP- und SS-Schergen ohne jede Schwierigkeit „immigrieren“.

        • Karlheinz Fahrenwaldt

          Danke Bernd, genau darum ging es mir und nicht um „Pfennigfuchsereien“. Auch sind die damaligen Flüchlinge in der Mehrzahl nicht aus Deutschland geflohen sondern aus von Deutschland besetzten Gebieten. Danke auch für die Anmerkung, dass einige Länder deutsche Naziflüchtlinge nach dem 2. Weltkrieg aufgenommen haben.

      • Das wäre noch ein wenig zu ergänzen um auf zu zeigen, wie sehr ein Vergleich mit dem jetzigen Flüchtlingsstrom hinkt.

        Die Vertriebenen aus den ehemaligen Ostgebieten (das ist rein geographisch gemeint. Frei von jeglicher politischer Ausrichtung!) waren westlich der Oder auch nicht überall gern gesehen. Aber sie waren Landsleute, die auch deutsch sprachen, denselben kulturellen religiösen Hintergrund und berufliche Qualifikationen nachweisen konnten. Somit konnten sie nahtlos nach der wirtschaftlichen Wiederbelebung in den Arbeitsmarkt einsteigen. Zudem haben sie tatkräftig zum Wiederaufbau Deutschlands beigetragen. Bescheiden und ohne überzogene Ansprüche zu stellen. Sie waren froh wenn sie zu essen, Kleidung und ein Dach über dem Kopf hatten. Wer diese historischen Fakten in Frage oder umkehren will hat diese Zeit nicht erlebt und keine Ahnung davon. Klugscheißerei wie sie von vielen Kommentatoren hier betrieben wird ist ein Armutszeugnis und Leugnung der tatsächlichen Umstände nach dem Krieg.

        Ähnlich gilt auch für die Politiker die sich hinstellen und davon reden wie viele Fachkräfte uns fehlen und wir die Flüchtlinge brauchen. Von welchem weiß man denn um seine Qualifikation? Was ist mit der Sperre für den Arbeitsmarkt. Die Regelung dass bei gleichen Bewerbern ein Deutscher zu bevorzugen ist. Ausgebildete Ärzte teils ihre Ausbildung von vorne beginnen müssen bis sie anerkannt werden. Das gilt ebenso für nahezu alle Ingenieure (sofern denn welche dabei sind). Das sind zunächst einmal alles Märchen denen viele Hürden und viele Jahre einer möglichen Integration gegenüber stehen. Es lässt sich nicht schön reden was im Moment alles andere als schön ist.

        Ein paar wenige Anmerkungen noch zu ihnen Gerti. Die „Eingliederung“ der deutschen Vertriebenen aus den ehemaligen Ostgebieten auf die BRD und DDR verteilen zu wollen ist wirklich schräg. Die BRD und die DDR wurden erst 1949 (vier Jahre nach Kriegsende) gegründet. Bis dahin gab es die drei westlichen Besatzungszonen und die sowjetisch besetzte Zone. Ausnahme Berlin. Da gab es vier Besatzungszonen (bzw. Sektoren). Die Verwaltung war in den Händen der Besatzungsmächte. Von 1945 bis zum Bau der „Mauer“ am 13. August 1961 flohen noch 3,5 Mill. Menschen aus der anfangs sowjetischen Besatzungszone und späteren DDR in den „Westen“. Und Ende der fünfziger Jahre bis in die sechziger Jahre wurden im „Westen“ in der Adventszeit Kerzen in die Fenster gestellt für die Brüder und Schwestern im „Osten“. Die damaligen Generationen haben (den Rest) Deutschland(s) immer als ein Ganzes gesehen. Wäre diese Einstellung, diese Empfindung und der Wille zur Wiedervereinigung nicht aufrecht erhalten geblieben, gäbe es Heute kein Deutschland mit 16 Bundesländern.

        • Liebe Heidi, bitte richtig lesen und korrekt zitieren! Nicht ich, sondern die Kommentatorin Teja Fischer hat alles das Folgende an Herrn Fahrenwald geschrieben:

          „Lieber Karheinz Fahrenwaldt, ich will nicht kleinlich sein, aber von den 11.935.000 Heimatvertriebenen bis Ende 1950 sind 3.911.000 in der DDR und 8.024.000 in den „damaligen Westzonen, dem heutigen Gebiet der Bundesrepublik“ untergebracht worden – acht also und nicht „rund 12 Millionen“. Sehen wir einmal davon ab, dass sich diese „Unterbringung“ in allen vier Zonen unter dem rigorosen autokratischen Regime von Besatzungsmächten vollzog und dass nahezu 100 Prozent der Flüchtlinge Deutsch sprachen, so bleibt Ihre Geschichte von gelungener „Integration“ dennoch ein Märchen. Dazu hat eine Frau Vera Huber am 30.August 2015 in Reaktion auf den blog.jj-Kommentar Ihres Kollegen Petroll alles Nötige gesagt:“

          »„Die Deutschen hielten [nach ´45] solidarisch zusammen“? Dass ich nicht lache. Schauen Sie mal im Archiv der LZ nach, wie vielen „Friedländer Habenichtsen“ in der BBZ und im Landkreis in den Fünfzigern die Baracke überm Kopf abbrannte. Bis Ende der Sechziger (zum Teil bis gestern) waren in Reppenstedt alle Pommern und Preußen „Polacken“, also Bagaluten, d.h. – anders als die verniedlichenden Torfrocker später meinten – Kleinkriminelle und Strauchdiebe, mit denen man sich nicht einließ, wenn man keine ansteckenden Krankheiten unter die eigenen Leute schleppen oder auf die schiefe Bahn geraten wollte. Ganz und gar unchristlich wurde noch lange nach dem Krieg nicht nur in Betzendorf gebetet: „Herrgott im Himmel, sieh unsere Not / wir Bauern haben kein Fleisch und kein Brot / Flüchtlinge fressen sich dick und fett / und stehlen uns unser letztes Bett / Wir verhungern und leiden große Pein / Herrgott, schick das Gesindel heim“.«

          (http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/258921-buerger-fremdeln-statt-menschlichkeit-an-den-tag-zu-legen#comment-57079)

        • Liebe Heidi, über Ihre ein wenig kindische Vorliebe für Prophetien – egal ob nach Rückwärts gewandt auf die Zukunft der Vergangenheit oder vorausblickend auf die der Gegenwart bezogen – haben wir uns im letzten Jahr schon einmal unterhalten: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/luneburg/193643-die-wohlstandswende-kommt#comment-9838

          Jetzt behaupten Sie einfach, weil es Ihnen persönlich so furchtbar einleuchtet: „Die damaligen Generationen haben (den Rest) Deutschland(s) immer als ein Ganzes gesehen. Wäre diese Einstellung, diese Empfindung und der Wille zur Wiedervereinigung nicht aufrecht erhalten geblieben, gäbe es Heute kein Deutschland mit 16 Bundesländern.“

          Das ist nicht wahr, Heidi. Mit ganz wenigen Ausnahmen war die vorherrschende Meinung bis zum Mauerfall, dass es zwei deutsche Staaten gibt und viele weitere Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte geben werde. Kohl und seine Mannschaft, genauso wie alle europäischen, ja, alle westlichen Regierungen (und auch die allermeisten östlichen) einschließlich der Menschen in Deutschland, Europa und Reppenstedt waren von den Novemberereignissen 1989 vollkommen überrascht, niemand hatte einen Plan, was zu tun sei, und niemand hat die Dynamik der Geschehnisse mindestens der nächsten sechs Monate vorausgesehen oder sie lenken können.

          Die Sache ist an uns alle einfach drangeschwappt und wir haben das beste daraus gemacht — wie wir es heute auch tun sollten. Hier nur DREI (prominente) Beispiele von damaligen Einschätzungen (von denen es ähnliche ohne Zahl gibt), die belegen, dass weder „der Wille zur Wiedervereinigung“ aufrecht gehalten worden war, noch der Glaube daran oder die Hoffnung darauf:

          „Eine Wiedervereinigung der Art, dass einer der beiden deutschen Staaten verschwände und in den anderen aufginge, kann man sich gerade noch ausmalen. Freilich würde das Krieg voraussetzen, und eine Wiedervereinigung dieser Art könnte wohl unter heutigen Bedingungen nur noch im Massengrab stattfinden. Aber eine Wiedervereinigung, in der beide deutsche Staaten, so wie sie nun einmal sind und geworden sind, zu einem funktionierendem Staat verschmolzen würden, ist nicht vorstellbar, nicht einmal theoretisch.“
          Sebastian Haffner, Dezember 1987
          Quelle: S. Haffner: „Von Bismarck zu Hitler“, Kindler (S. 324)

          „Wir sollten das Wiedervereinigungsgebot aus der Präambel des Grundgesetzes streichen.“
          Joschka Fischer, 1989
          Quelle: Die Welt vom 29. Juli 1989

          „Nach vierzig Jahren Bundesrepublik sollte man eine neue Generation in Deutschland nicht über die Chancen einer Wiedervereinigung belügen. Es gibt sie nicht.“
          Gerhard Schröder im Juni 1989
          Quelle: SPIEGEL-Online, Artikel „Gegen die Mauer“ vom 31. März 2005

      • Karlheinz Fahrenwaldt

        Bernd:
        Wenn in Syrien ein krisenfreies Gebiet gäbe, hätten die Syrer keinen Grund unter dem Eisatz ihres Lebens und Geldes in ein fernes und für sie unbekanntes Land zu fliehen. Auch Syrerrinnen und Syrer gehören der menschlichen Gattung an und haben alle Menschenrechte wie die Deutschen.

  10. Wir sind uns doch wohl alle im Klaren darüber, dass hier um den Kern der Sache nur herumdiskutiert wird.

    Herr Jenckel hat einen sehr netten, philosophischen Beitrag geschrieben um eine Diskussion anzuschieben.

    Jeder vertritt seine Sicht der Dinge so gut er kann – oder er schiesst vllt. auch über das Ziel hinaus.

    Aber die Gretchenfrage ist doch : Sind wir bereit, das was wir kennen, das was wir haben, sowohl politisch als auch wirtschaftlich, aufzugeben und gegen etwas zu tauschen, das wir nicht kennen und nicht einschätzen können.

    Natürlich wird sich diese Republik verändern, nur in was?

    In ein fröhliches, buntes Deutschland wie aus dem Sommermärchen der Fußball WM?
    Oder in ein dunkles, ausgebranntes, zerrissenes Land ohne Kultur und voller Egoisten?

    Wenn unsere Politiker in dieser Form weitermachen, wird es dazwischen nichts mehr geben.
    Die Menschen, die dies alles tragen und ertragen müssen sollte man schon entsprechend informieren und vorbereiten auf das was kommt und was vermieden werden sollte.
    Nur hier ist der Fehler.
    Es wird bestimmt, ja befohlen. Dies sind wir nicht gewohnt und müssen es uns in einer Demokratie auch nicht gefallen lassen.
    Das gipfelt in Aussagen wie: wenn Ihnen das alles nicht gefällt, dann können Sie ja das Land verlassen(Regierungspräs. Lübcke, 2015 – Lohfelden) – Zeugniss einer Hilflosigkeit.
    Die Systemfrage kommt zu spät – es ist bereits passiert.
    Die vielen versprochenen Fachkräfte entpuppen sich als Prekariat.
    Man hat uns vor vollendete Tatsachen gestellt.

    Das mag niemand so richtig gern.Man möchte doch wenigstens gefragt werden, wenn man es schon bezahlen soll.

    • sehen sie bundeskasper, ich bin von natur aus neugierig und habe deswegen vor etwas neuem nie angst. ich habe etwas dagegen, wenn bei uns die ängstlichen grundsätzlich dafür sorgen, dass es neue vorschriften und gesetze gibt. mir reichen die alten völlig. wenn unsere gesellschaft ständig auf konservative hört, werden wir wieder in höhlen landen, denn die waren ja früher so praktisch. kosteten nichts und bauen musste man auch nichts. und auf neue situationen musste man sich auch nicht einstellen. wer kam ,wurde erschlagen. und was die freiheit bei uns angeht, wie frei sind wir denn ohne geld in der geldbörse? wir gehen wählen, geben unsere stimme ab und schon sind wir sie los. konservative sind gegen volksabstimmungen. sie sind immer nur dann dafür, wenn sie für sich etwas dabei erhoffen. die wirtschaft treibt alle vor sich her. bürger und politiker. wer lässt es zu? bürger und politiker. abhängige verhalten sich nun mal so.

    • Bundeskasper, gestern, am 21. Oktober 2015 um 10:24 Uhr, haben Sie der ganzen großen und weiten Lüneburger Leser- und Lesewelt gegenüber eingestanden und versprochen: „Ich bin krank und werde mich sofort in Therapie begeben.“

      Warum halten Sie sich nicht an Ihr Ehrenwort wenigstens gegenüber der Bevölkerung hiesiger Online-Foren? Warum suchen Sie nicht endlich einen Fachmann auf? Stattdessen machen Sie munter weiter miese Stimmung wie bisher, nölen herum, ohne auch nur ein Gran Konstruktives beizutragen, und vergiften unter Ihren diversen Trollmasken als Thomas Reinke, Andreas Reimann, Ralf Ottmann, Thomas Schmid, Peter, Klaus Mahnke, herbert relling und Erik die positive und zuversichtliche Debattenatmosphäre. (Dass ich Ihnen hiermit gerade Gelegenheit zu einer Kaskade ideologiedurchtränkter Dementis gebe, ist mir übrigens klar. Nur zu!)

      Wem soll es helfen, wenn Sie von morgens bis spätnachts aufgeregt auf Ihrem Ohrensessel herumhippeln, pausenlos Wirres in die Kommentarforen der Republik einspeisen und anderen einzureden versuchen, dass wir es nicht schaffen können? Man muss Lösungen für die Flüchtlingskrise finden, darum bemüht sich Bundeskanzlerin Angela Merkel gerade auf europäischer Ebene. Sie dagegen gerieren sich als Bescheidwisser, der Krach schlägt, aber weder mit anpackt, noch Lösungen präsentiert.

      Nicht nur „die eine oder andere“ Ihrer Alias-Sprechpuppen „schiesst [sic] vllt. auch über das Ziel hinaus“. Das tun sie alle. Ebenso wie sie alle (und Sie natürlich auch) an ihrer (Sie natürlich an Ihrer) Rechtschreibung feilen sollten.

      MfG, Ludwig

      • Ludwig, sie sind peinlich. nicht nur der rechtschreibung wegen. ich empfehle malmsheimer. wo sind ihre vorschläge für die probleme? bundeskasper ist konservativ und dieses ist kein verbrechen. ich bin nicht konservativ und werde hier regelmäßig angegriffen. sehen sie da ein unterschied? was das schaffen angeht, der gute palmer sieht das sehr kritisch. bei der stuttgart 21 thematik hat er mir besser gefallen.

        • Dass Sie noch Peinlichkeitsempfinden besitzen, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, Bruns. Wahrscheinlich haben Sie die Vokabel irgendwo aufgeschnappt und meinen, sich damit jetzt Ihrem neuen Freund auf den Schoß schleimen zu müssen.

          • mein lieber Anonymus, haben Sie wirklich einen eigenen Willen? dieses kann ich mir garnicht vorstellen.

        • Sorry …. aber bezüglich Rechtschreibung sollten Sie (Herr Bruns) mal nicht den Mund aufmachen !! Jeder so wie er kann … im Bereich seiner Möglichkeiten. Ich gebe mir auch Mühe … 🙂

          • Ron, es war mir klar, dass es hier wieder jemanden gibt, der gern missversteht. nichts gegen gepflegte rechtschreibung, dieses aber als argument zu missbrauchen , ist typisch für menschen, die zur überheblichkeit neigen.

      • Mein Therapeut erklärte mir, ich solle nur weniger political incorrecte Presse lesen, dann legt sich das. Mehr Springer und Mohn und nur fest an die Umfrageergebnisse glauben. Er hatte auch wenig Zeit, da er seine Koffer packt – er wandert aus.
        Da Sie mir Unehrenhaftigkeit unterstellen, kann ich auch kein Ehrenwort geben.
        Ich möchte nicht in einer Badewanne enden.
        Nochmals – ein letztes Mal – stelle ich klar, dass ich NUR und ausschließlich als Bundeskasper hier schreibe.
        Soviel dazu.

        Es ist nicht meine Schuld, wenn Sie nicht verstehen können, was ich zum Ausdruck bringen möchte. Aber noch weiter kann ich leider mein Niveau nicht absenken – ich bekomme dann immer Kopfschmerzen.Versuchen wir es doch einmal anders – konstruktiv soll ich sein – na gut.

        Wir haben in den letzten 2 Jahren einen Zuzug von ca. 2.000.000 Neubürgern zu verzeichnen.
        Bei gleichbleibendem Zuzug werden es Ende nächsten Jahres ca. 4.000.000 sein.
        Untergebracht z.B. in Schulen,Turnhallen, Baumärkten und Zelten.
        Mit Familiennachzug werden es ca. 10.000.000 Personen sein, die etwa 3.000.000 Wohnungen benötigen. 2013 wurden in Deutschland ca. 200.000 Wohnungen erstellt. Selbst wenn wir 500.000 Wohnungen pro Jahr erstellen könnten, dauert es 6 Jahre bis alle ordentlich untergebracht sind.
        Von Planungszeit und Genehmigungsproblemen wollen wir gar nicht sprechen.
        Das wird eine harte Geduldsprobe für unsere Neubürger.

        Bezahlen wird das letztendlich die Bundesrepublik Deutschland – aus welchen Quellen auch immer.

        So, so – Angela Merkel bemüht sich also auf europäischer Ebene um Lösungen?! Ich wusste nicht, dass die Türkei schon zu Europa gehört.
        Die europäischen Partner haben sie ja recht kalt abblitzen lassen.
        Fürs Erste belassen wir es mal dabei.
        To be continued…

        • mein lieber bundeskasper, wenn das wörtchen wenn nicht wäre…….
          der familienzuzug wird eine weile dauern. somit hat man zeit gewonnen. der winter kommt bestimmt und die begeisterung auf wanderung zu gehen, wird sinken. somit ist es mit dem teufel an die wand malen ,so eine sache. aber wo sie recht haben, haben sie recht. bei der wiedervereinigung hat man die rentenkassen geplündert, vielleicht sind ja jetzt die pensionskassen mal dran. ich liebe es, wenn die natur zuschlägt. schmunzel.

      • es plagt Sie ein bekannter Phantomschmerz, nicht wahr? Das sogenannte Tabu. Ihre schon mehrfach wiederholte Schlussfolgerung: Es muss Schluss sein mit der Tabuisierung der Flüchtlingsfrage. Nicht nur Klaus Bruns und der Rest Ihrer Großfamilie pflichtete bei: Es müsse endlich Ehrlichkeit her. Wenn der Lüneburger Kommentator verkündet, es dürfe etwas nicht länger tabuisiert werden, bedeutet das natürlich noch nicht, dass er eine Meinung hat. Er möchte uns vielmehr sagen, dass es nicht verboten sein sollte, einfach über irgendetwas laut nachzudenken! Ganz schlecht ist es, so meint er, wenn etwas nicht ausgesprochen werden darf. Deshalb spricht er es gleich probeweise aus, ganz unverbindlich, nur für den Fall, dass irgendjemand meint, man dürfe diese Frage nicht stellen.

        „Wir haben in den letzten 2 Jahren einen Zuzug von ca. 2.000.000 Neubürgern zu verzeichnen. Bei gleichbleibendem Zuzug werden es Ende nächsten Jahres ca. 4.000.000 sein.“ Schaffen wir das?

        Wie wir wissen, ist Deutschland eine einzige Tabuzone. Kaum jemand traut sich beispielsweise zu sagen, dass Sinti und Roma auch Menschen sind. Vollkommen tabuisiert wird auch die Erkenntnis, dass, wenn alle Autos dieser Welt gleichzeitig nach Deutschland führen, um im Land der Erfinder des Dieselmotors zu tanken, es zu kilometerlangen Staus an den Elbbrücken und auf der A 8 zwischen Stuttgart und Pforzheim käme. Im Übrigen sage ich nur: Thilo Sarrazin. Der Mann ringt sich einen Gedanken nach dem anderen ab, die allesamt tabuisiert sind: Dass nicht alle Türken Deutschlands gleichzeitig im Aufzug fahren können, oder dass man sich nicht sein Leben lang ausschließlich von Knoblauch ernähren kann. Oder dass die Rezeption des Faust (eines Bestsellers, den der Deutsche in Taschenausgabe stets bei sich trägt) schwieriger würde, wenn niemand ihn verstünde.

        Aus diesen und aus vielen anderen Gründen musste jetzt endlich einmal gesagt werden dürfen: Wenn alle armen Menschen dieser Welt (so die Staatskanzlei Reppenstedt) oder alle Kriegsflüchtlinge dieser Welt (so Prof. Bundeskanzler) gleichzeitig zu uns (gemeint: Deutschland in den Grenzen von 1990) kämen, könnte es eng werden.

        Mein lieber Herr Professor! Das ist ja eine Zeitenwende der Erkenntnis! Darüber haben wir ja – außer 1975, 1983, 1992, 1998 und 2003 – praktisch noch nie nachgedacht! Lassen Sie uns überlegen: 360.000 Quadratkilometer für 82 Millionen angebliche Deutsche macht 4.300 m² pro deutschen Menschen (220 pro km²). Kämen nun, sagen wir mal 60 Millionen dazu (derzeit geschätzte Zahl der Kriegsflüchtlinge auf der Welt), blieben für jeden gerade einmal noch 2.600 m², die Dichte stiege auf 360 pro km² an. Das entspricht ziemlich genau der Bevölkerungsdichte von Israel (370), Indien (370) oder Japan (340) und liegt zwischen den Niederlanden (400) und Belgien (350). In Bangladesch (1070) gilt das als gähnende Leere; auch in Südkorea (520) ist’s ein bisschen enger. Trotzdem – und auch dies muss man einmal sagen dürfen: Die schaffen das.

    • Zitat:
      „Man hat uns vor vollendete Tatsachen gestellt.
      Das mag niemand so richtig gern.Man möchte doch wenigstens gefragt werden, wenn man es schon bezahlen soll.“

      Bei allem nötigen Respekt, aber das glauben Sie doch wohl selber nicht!
      Seit jeher wird in Deutschland Klientel-Politik betrieben, die nicht der Allgemeinheit dient.
      Kein Entscheidungsträger würde jemals die Bevölkerung vorher fragen wenn er/sie wüsste das das gewünschte abgelehnt werden würde.
      Zwar schwören alle „…zum Wohle des deutschen Volkes“ aber das sind nur leere Worthülsen.
      Man hätte weit vorher(vor 2 Jahren) als Frau Merkel sagte das Deutschland mehr Flüchtlinge aufnimmt, alles genau koordinieren und planen können – aber es ist nichts passiert.
      Im Grunde genommen ist es ihre Schuld das die Situation heute kurz vorm Urknall in Deutschland ist, man hätte vorher sagen können: Zahl X an Flüchtlingen nehmen wir auf,um die Verteilung und Versorgung bestens vorbereiten zu können, leider nein – viele Komunen und Bürger wurden vor vollendete Tatsachen gestellt.
      Hätten wir einen/eine KanzlerIn der/die wirkliche Ziele und Visionen hätte ,dann wäre diese Situation vielleicht anders abgelaufen. ABER Frau Merkel ist in meinen Augen ein blutleerer Zombie dem es nur um den Machterhalt geht, leider hatten sich viele in der Bevölkerung ihr physisch angepasst und politisches Aussitzen und nichts tun mit Stabilität verwechselt.
      Und jetzt wo sich Schlag auf Schlag vieles radikal ändert, sind sie aus ihrem Dämmerschlaf erwacht
      und wundern sich warum die Entscheidungsträger nichts richtig hinkriegen, ob im Guten oder im Schlechten.

      • Im Grunde genommen ist es ihre Schuld das die Situation heute kurz vorm Urknall in Deutschland ist.
        unfug, schafe haben nichts anderes verdient. wie ist es mit selbstdenken? wer der politik das feld überlässt, hat selbst schuld. aber die wirtschaft, die wird bestimmt alles richten und richtig machen? wer wehrt sich? die bequemlichkeit kann hirn töten.

        • @ Klaus Bruns
          Das sind ja tolle philosophische Ergüsse, die Sie da äussern.

          …wer der politik das feld überlässt…

          Dann ist wohl jeder Schuld, der zur Wahl geht? Das Entscheidende ist, das Kreuz an einer anderen Stelle zu machen und nicht bei CDU/SPD/LINKE/GRÜNE, die diese Zustände herbeiführen und konsequent ,selbst gegen die Meinung einer grossen Anzahl von den eigenen Wählern Politik betreiben. Und das bis zum Bürgerkrieg und inneren Unruhen. Da wähle ich die Alternative; nicht weil sie alles besser kann, oder perfekt wäre, sondern weil sie die einzige Partei ist, die sich klar für eine „kontrollierte Zuwanderung“ aussprricht und es sonst keine andere Möglichkeit gibt ,da ich die Stimme nicht den stärksten Parteien durch meine Nichtwahl schenken will.

          Ich hatte mit einem guten Bekannten Kontakt, der derzeit in Italien ist und die dortigen Zustände live miterlebt. Und ich kann Ihnen versichern, auch uns stehen brutale Zeiten bevor. Es werden in Italien Wohnungen, Häuser einfach in Besitz genommen, Frauen vergewaltigt und eine völlig überforderte Polizei sieht zu und hat Angst einzugreifen, da die situation nur noch mit Schusswaffen zu kontrollieren ist! Er selbst ist Linkenwähler und sagte mir im Vertrauen, das er hier „Tiere“ sieht , aber keine Menschen, die einwandern und um Asyl bitten. Er hat Angst um sein Leben und will seine Familie, die dort lebt, nicht alleine lassen.
          Aber, wir schaffen das. Der Winter kommt und die Menschen sind mit 600-1500 anderen in 8 qm grosse „Zellen“ eingesperrt. Wann es hier wohl zu Toten kommt, weil man als Christ morgens nicht zum Frühgebet aufgestanden ist, oder sich selbst aus dem islamischen Glauben exkommuniziert hat?

          • Dann ist wohl jeder Schuld, der zur Wahl geht?
            das feld überlassen beinhaltet , eben nicht zur wahl zu gehen. die alten dürfen dann so weitermachen ,wie bisher. frage: verändert sich bei uns etwas nach einer wahl? und was?

        • Alte Naive für Deutschland ?

          Nana, Rene Hartmann, so gesinnungsstramm hausbacken und humorfrei wie Sie daherkommen, müssen Sie ja weit, weit vor dem „Tag von Potsdam“ geboren sein. Dabei ist die „Alternative“, für die Sie sich hier stark machen, doch eine hochkomische, aus Überfremdungsängsten entstandene Anti-Irgendwas-Bewegungsgruppe, die politikverdrossenen Wutbürgern, perspektivlosen Provinzvölklern, pensionierten Studienräten und Sozialarbeitern oder anderen Randgruppen aus der Mitte der Gesellschaft die Möglichkeit bietet, die Herausforderungen einer komplexer werdenden, globalisierten Welt des 21. Jahrhunderts mit verkürzten Denkmustern und vermeintlich einfachen Identifikationskonzepten zu meistern und abends noch eine Bratwurst auf den Untergang des Abendlandes zu essen, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, welcher türkische Mitarbeiter der Dresdner Straßenreinigung am nächsten Morgen die Senfflecken vom Bürgersteig fegt.

          • Ja, genau. Wie haben keine Probleme. Ich verstehe. Alles nur Wahnvorstellungen, hetzen, Rassismus der Nazis. Und Schuld hat die Alternative und Pegida.

            „Wir schaffen das“

            PS: wer Ironie findet, darf sie behalten.

          • Warum sprechen Sie bloß exakt so wie Bundeskasper?

            „PS: wer Ironie findet, darf sie behalten.“ (oben)

            „PS: Wer die altbekannten, immer gleichen Schreibfehler findet, darf sie behalten.“
            (hier: http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/265480-wenn-der-ordnungssinn-in-lueneburg-die-vernunft-schlaegt#comment-57816)

            Bundeskasper, soviel zu Ihrer Beteuerung in der Pose des durch und durch aufrichtigen Schmerzensmannes vom vergangenen Donnerstag, den 22. Oktober um 23:34 Uhr: „Nochmals – ein letztes Mal – stelle ich klar, dass ich NUR und ausschließlich als Bundeskasper hier schreibe.“ (http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/272468-272468#comment-58430)

            Sie sind nicht nur ein (geistiger Brandstifter), sondern auch ein Lügner, Herr Bundeskasper Hartmann et alii.

            „Mancher Kommentar hat, weil er sich zu meiner Verwunderung auf einen Kommentar bezieht, der (…) noch (gar nicht) nicht freigeschaltet ist, durchaus Zeit. Hier handelt es sich entweder um Hellseher oder Selbstgespräche.“ So heute – wohl in Ihre Richtung – der Herr des Hauses höchstselbst Hans-Herbert Jenckel

            Mit lieben Grüßen, Gerti

          • Lieber Bundeskasper, lieber H. Hartmann, nehmen sie sich solche Kommentare nicht zu Herzen, manche Menschen können eine andere Meinung nicht ertragen und wenn sie dann noch zwei mit anderer Meinung sehen wie in diesem Fall Gerti, bekommen sie Panik und der typisch Linke reagiert immer gleich, er versucht dann wie immer die Realität an seine Theorie anzupassen statt umgekehrt. Die Diskussion bei der Flüchtlingspolitik läuft auch genau nach diesem Schema. Je schwieriger dies unterfangen für ihn wird, lässt ihn letztendlich von der immer komplexer werdenden Welt (Realität) schwadronieren. Dann hat er eine Stufe erreicht auf der sein Intellekt mit der Anpassung der Realität nicht mehr mitkommt. Es raucht ihm sozusagen der Kopf. Anderen wirft er dann auch gerne zu einfache Lösungen vor.

      • Realität ist da, wo der Pizzamann herkommt

        Lieber Klaus, das, was Sie an Bundeskasper und H. Hartmann über die Realität schreiben, ist ein klares Anzeichen von Realitätsverlust.

        Realität ist eine durch Drogenmangel verursachte Illusion. Sie ist etwas Undefiniertes, das zusätzlich unendlich viele Interpretationen zulässt. Interpretiert man es jedoch zur Unzufriedenheit von Autoritätspersonen, kommt man in die Psychiatrie.

        Der international anerkannte Wissenschaftler Dr. Bohne diagnostizierte in diesem Zusammenhang die Krankheit „Verlust des Realitätsverlustes“, in der man, aufgrund absoluter Nüchternheit glaubt, die Welt in ihrem ganzen, schrecklichen Ausmaß wahrzunehmen. Bohnes Hauptresultate lauten:

        A) Die Illusion „Realität“ tritt am häufigsten bei Menschen auf, die mit Drogen nicht zurechtkommen.
        B) Die Illusion „Realität“ entsteht durch einen Mangel an Alkohol, THC und Amphetaminen.

        Es gibt zahlreiche fachliche Meinungen von Ärzten und Spezialisten, wie zum Beispiel die von Dr. Jack Daniel’s, welche besagt „Katzen würden kein Whiskas kaufen, sondern Whiskey saufen.“ Diese zweifellos kaum verständliche Aussage deutet auf die Weisheit des Tieres Katze hin, und sollte den Menschen ein Vorbild sein.

        Nach ausgiebigen Studien stellte die allwissende Wissenschaftlerin Prof. Dr. Dr. Kira Kiara die Kiarische Realitätstheorie auf, die grob geschildert besagt, dass Realität eines der Phänomene ist, die durch den Wahn der Menschheit geboren wurde, Verantwortung loszuwerden. Der Begriff bezeichnet nach dieser Theorie die Umwelt aus der Sicht der Masse der einflussreichen Menschen der Welt, also, wie diesen Leuten die Welt in ihrem aktuellen Zustand vorkommt.

        Wer diese Realität nicht anerkennt oder sonst auf nicht strafrechtlich verfolgbare Art und Weise stört, bekommt vom Staat eine neue Jacke (schick mit an beiden Enden festgenähten Ärmeln) und eine neue Behausung mit neuen Freunden, die alle Psychologie studiert haben.

        Ein sehr interessanter Aspekt der etwa 200-seitigen Abhandlung über dieses Thema ist der Verweis darauf, dass selbst die Leute, die den Zustand Realität definieren, nicht zur Verantwortung gezogen werden können, da Gott (für Atheisten: „die Willkür des Universums“), die sog. Realität geschaffen hat und der Teufel (für Atheisten: s. o.) ein paar Gemeinheiten (für Religiöse: Fossilien, Alkohol, Atheisten, etc. || für Atheisten: Tod, Anwälte, Religionsunterricht etc.) eingeschleust hat. Somit sind wir alle fein raus und keiner ist schuld, und wer diese Scheinheiligkeit zerstören will, muss weggesperrt werden, damit er seine Meinung nicht verbreitet.

        Neben Drogen gibt es auch andere Methoden, den Kollektivwahn „Realität“ loszuwerden und sich seine eigene aufzubauen:

        Da gibt es zum Beispiel die sehr beliebten Formen des verschärften öffentlichen Grübelns (unter Fachleuten auch: „Hirnwichserei“) wie Sorgenkommunikation, Angstmache, allgemeines „Waswäre, wenn“-Gefrage und Nostalgiekitschtäumereien. 99,9 % der Menschen wenden diese Methoden gerne und häufig an. Hierbei wird, ungeachtet dessen, was im Moment passiert, Erlebtes und noch nicht Erlebtes immer wieder auf möglichst selbstquälende Art im Kopf durchgespielt. Reale Gefühle sind während dieser Zeit somit ausgeschlossen.

        Manche Menschen, die mit ihrem Leben nicht zurechtkommen, treten einer Religion oder Sekte (nicht zu verwechseln mit einem Glauben) bei, weil sie in der Realität nicht mehr akzeptiert werden. Man kann sich entscheiden, ob man sich in einem Kloster einsperren lassen und nie wieder irgendetwas sagen will oder man trifft sich mit anderen Freaks, um über Gott oder ein Fliegendes Spaghettimonster zu diskutieren.

        World of Warcraft könnte man zwar auch als Sektenparadies sehen, wird in der Studie von Prof. Kiara aber anders behandelt, weil die Realität, die man sich hier aufbaut, anders aussieht. Anders, als bei der Religion, braucht man hier keine Fantasie. Man erstellt sich einen Avatar, der, anders als der Spieler, keine Pickel, dafür Muskeln und einen Platz in der Gesellschaft hat. Der Spieler lernt zwar Menschen kennen, die es in der drogenfreien Welt (bzw. auf dem Planeten Korea), also in der echten Realität auch gibt. Aber diese Kellerkinder werden dennoch niemals echte Freunde finden und so immer tiefer tiefer in die Reality of Warcraft sinken. Der Vorteil an WoW ist, dass seine Anhänger friedlich ihr Leben vor dem Bildschirm vergeuden und nicht wie Klaus, Bundeskasper und H. Hartmann durch die Straßen laufen und anderen ihren Glauben aufzudrücken versuchen.

        Für die Realisten unter den „besorgten Bürgern“ wie Klaus, Bundeskasper und H. Hartmann besticht das Aussehen der Realität ausschließlich durch seine hohe Bildschirmauflösung und die enorme Farbtiefe. Vermutungen zufolge verwendet der verantwortliche Programmierer, Gott, eine Grafikkarte mit integriertem Speicher im Exabyte-Bereich oder höher. Ob die Realität ungelaggt (mit verzögerungsfreien Übertragungszeiten) bei uns ankommt, lässt sich nicht feststellen, da wir als Objekte in dieser Realität in diesem Fall nur simuliert werden (wie in Matrix, Welt am Draht, etc.), aber unser Denken natürlich auch nicht weiter berechnet wird, wenn die Realität laggt.

        MfG, Prof. Dr. Dr. Kiara

        • Sie sollten sich Ihre Ausführungen nochmal ganz genau durchlesen und dann hoffentlich auch verdauen, dann stellen Sie fest, das sie wie beschrieben versuchen in diesem Fall Bundeskaspar und Hartmann in ihre Theorie zu pressen, anstatt sich mit den Inhalten ihrer Aussagen auseinander zu setzen.
          Gute Besserung.

  11. Hallo Bundeskasper

    „Wir sind uns doch wohl alle im Klaren darüber, dass…“? WIR? Ich möchte mich von Ihnen nicht umarmen lassen, Bundeskasper. Warum reden Leute wie Sie, Bachmann und Höcke immer im pluralis majestatis? Wer hat Sie zum Repräsentanten („des“ Volkes, „der“ gesund Empfindenden, „der“ Kulturbewahrer, etc.) berufen? Ist Ihnen der eigentlich naheliegende Gedanke so schmerzlich, dafür, was Sie meinen, müssten Sie als Einzelperson einstehen?

    „Jeder vertritt seine Sicht der Dinge so gut er kann …“? JEDER? Nur Sie alleine vertreten sie besser? „Der Kern der Sache“, „die Gretchenfrage“, etc. Die reine, lautere Wahrheit, das Wesen hinter dem Anschein hat sich Ihnen offenbart — wie Gott selbst im brennenden Dornbusch auf dem Berge Horeb seinem Werkzeug Mose, als er ihm dort seinen Namen JHWH mitteilte?

    „Natürlich wird sich diese Republik verändern …“? VERÄNDERN? Aus Ihrem Mund, dem Sprachrohr des Weltgeistes, klingt das wie eine Drohung. WIR (natürlich, denn „Ich“ zu sagen, widerstrebt dem auserwählten Propheten verständlicher Weise), „wir“ also werden „tauschen“, werden „aufgeben“ müssen. Aber nicht irgendwas, sondern „unsere Republik“ (UNSERE!), „unseren Wohlstand“, ja zuletzt wohl „unser Leben“. Hinab in den Mahlstrom! Der Moskenstraumen des Edgar Allan Poe verschlingt uns und verwandelt unser Zuhause „ in ein dunkles, ausgebranntes, zerrissenes Land ohne Kultur und voller Egoisten“! Was für ein erbärmlicher Weltuntergangskitsch! UNSER LEBEN? DIE MENSCHEN? WIR? Das ist die Rhetorik des Demagogen, des Einpeitschers, der seinem Publikum eine existentielle Notlage ausmalt und einbleut, um sich und seine Weisheiten als Mittel der Erlösung anzubieten. Wer hat Sie beauftragt oder autorisiert, so in MEINEM Namen zu sprechen? Ich nicht!

    „Wenn unsere Politiker in dieser Form weitermachen…“, „Es wird bestimmt, ja befohlen“, „Die Systemfrage kommt zu spät“ … — Was faseln Sie da bloß? Die Systemfrage? Haben Sie es nicht noch ein wenig größer? Krieg der Welten oder das Jüngste Gericht vielleicht?

    Warum hören Sie Jenckel nicht zu? „Politiker irrlichtern“, „Missverständnisse ohne Zahl“, „unüberschaubare Verhältnisse mit zu vielen Akteuren mit zu vielen Interessen auf allen Seiten“ und hinter der improvisierenden Unübersichtlichkeit der Dieselgestank und der Verwesungsgeruch des großen Kriegsgeschäfts.

    „Ja, es sind viele, vielleicht zu viele Flüchtlinge auf einen Schlag.“

    Aber jetzt sind sie da. JETZT muss man etwas tun! Zu viele. Das Faktum ist Konsens im ganzen Land. Warum genügt Ihnen das nicht? Was nützt es, wenn der Fluss über seine Ufer getreten ist, den Deichbaumeister anzuprangern? Wie irre hin und her zu rennen? Wochenlang Alarm und Apokalypse zu kreischen? Säcke schleppen! Hunger stillen! Schutz gewähren! Darauf kommt es an. Dann überlegen und das Beste draus machen. Lernen. Arbeiten. Mord und Totschlag verhindern! (Auch durch unverantwortliches Gezische und Eckenstehergequackel!) Nach vorne schauen. Die Zukunft gestalten!

    Warum müssen Sie IHRE Ängste, IHRE Beunruhigung, IHRE Untergangsphantasien unbedingt anderen einreden wollen? „Man hat uns vor vollendete Tatsachen gestellt.“ Wer ist MAN ? Das Schicksal? Der Krieg? Die Medien? Frau Merkel? Herr Mädge? Der junge Mann von Essen auf Rädern?

    „Man möchte doch wenigstens gefragt werden, wenn man es schon bezahlen soll.“ Wer ist MAN? Warum sagen Sie nicht „ich“, wenn etwas anderes zu sagen doch eigentlich unmöglich ist, weil Sie ja absolut keine Ahnung haben KÖNNEN, was zum Beispiel ICH meine, glaube, denke oder wünsche?

    Versuchen Sie es einmal. „Ich“ zu sagen, ist ganz leicht. Man hat auch gleich das prima Gefühl, irgendwie ehrlicher zu sein.

    Liebe Grüße, Gerti

    • @Klaus Bruns

      Zitat: Warum reden Leute wie Sie, Bachmann und Höcke immer im pluralis majestatis? Wer hat Sie zum Repräsentanten („des“ Volkes, „der“ gesund Empfindenden, „der“ Kulturbewahrer, etc.) berufen?

      Ganz einfach! Er hat von Frau Merkel und Herrn Gabriel , den undemokratischsten Möchtegernpolitikern der Welt ,gelernt. Die geben den Ton an und schwadronieren, das „WIR“, die „grosse Mehrheit“ ihre verfehlte und diktatorische Politik unterstützt. Und das kann wohl nur ein Witz sein.

      Die Mehrheit ist für Hilfe für „Flüchtlinge“ und das ganz klar begrenzt und weder wahllos noch zahlenmässig unbegrenzt, aber kaum für eine völlig unkontrollierte,unkoordinierte und ausser Kontrolle geratene Massenzuwanderung von bildungsfernen Schichten , die weder politisch verfolgt, noch Kriegsflüchtlinge sind.

      • tja, herr mahnke, sie kommen nun mal. weder transitzonen, selbstschussanlagen und ähnlicher blödsinn wird dieses ändern. wer etwas begrenzen will, kann nicht an die symptome herumschustern, sondern den ursachen auf den grund gehen. nibelungentreue gegenüber sogenannter weltmächte und dieses alles nur wegen der wirtschaft ,ist eben nicht zielführend. ich persönlich halte von pegida rein garnichts. unsere sogenannten eliten versagen flächendeckend.

      • Bei vielen dieser Menschen verweigern die Behörden im Heimatland die Aufnahme oder die Lage dort ist zu gefährlich. So verbietet das Aufenthaltsgesetz unter anderem die Abschiebung, wenn dem Flüchtling in der Heimat die Todesstrafe droht oder eine andere «konkrete Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit» besteht. Herr Mahnke, was spricht dagegen?

    • liebe gerti, sie dürfen sich entspannen. bundeskasper ist nicht mitglied der pegida von bachmann. er ist mitglied von einer englischen pegida. ein insulaner in deutschland.waren die berliner auch mal.

    • Liebe Gerti,
      es reicht nicht zu sagen: „Nun sind sie hier, jetzt muss MAN (!!) etwas tun. Was tun SIE und was machen SIE mit den Millionen, die noch kommen werden. Wo ist IHRE Lösung, wo ist die Lösung unserer Regierung? Wer hat und trägt die Verantwortung? Ich? Sicher nicht. ICH habe keine Lösung, aber ICH warte darauf. Wie lange noch? Vergeblich? Fragen über Fragen und keine Antwort.

      • Sehn Sie, lieber Bundeskasper Thomas Schmid, was den Gebrauch des generalisierenden Impersonalpronomens MAN anbelangt, das der unspezifischen, generischen (geschlechtsneutralen) Bezugnahme auf eine indefinite Menge von Personen dient, habe ich Sie erfolgreich sensibilisiert.

        Zu Ihren Fragen: A) Ich tue etwas. Beruflich, da ich, wie Sie wissen zur Bereitschaftspolizei in Lüneburg gehöre, privat, da ich mich seit Ende Mai mit zwei Nachbarinnen um eine vierköpfige Familie aus Pakistan kümmere.

        B) Ob noch „Millionen“ kommen und was dann zu tun ist, ist mir eine zu unspezifische Frage, die mit dem wabernd wolkigen Schaurigen spielt, das Sie ja – wie beinahe jede Zeile von Ihnen offenbart – geradezu genießerisch auskosten. Ich als Einzelmensch kann mich nur um andere Einzelmenschen kümmern. Das sollten Sie vielleicht auch einmal versuchen. Das hysterische Gekeife der aalglatten, aber unappetitlich nach Vorgestern müffelnden Bauernfänger von der AfD, die derzeit lustvoll geängstet durch die Talkshows geschleift werden wie seinerzeit die Bären und Wölfe über die Jahrmärkte, verfängt nämlich nur, solange man bei dem Wort Migrant an ein entindividualisiertes Zerrbild denkt („Ich mag vor allem die ganz dunklen und ihr glänzendes Fellhaar!“ schrieb vorhin eine gewisse Nele F. auf Facebook) und nicht mit realen Personen und ihrem einzigartigen Sosein in Berührung kommt.

        C) Ich habe keine „Lösung“. Aber was ist das auch für eine Forderung? Klingt doch sehr nach dem Zentralbegriff christlicher Soteriologie und dem Wunsch erlösungsbedürftiger Menschen, die geradezu ein Handeln Gottes zu ihren Gunsten erwarten. EIN großer Schlüssel soll her, damit das Tor aufgetan werde und auf einen Schlag alle Wirrnis, alle Sündhaftigkeit und Verlorenheit beseitigt sei und Rettung, Heil, Befreiung, Neuschöpfung, Gnade und Versöhnung sich über unser aller Haupt ergieße — in Ochtmissen, in Bardowick und sogar in Reppenstedt. Ist das nicht grenzenlos naiv? Sind wir denn Kinder? Warum verlangen Sie nicht „die“ umgehende Lösung des Energieproblems, des Klimawandels, des digitalen Überwachungssyndroms, etc. mit der gleichen Vehemenz? Eins nach dem anderen, Bundeskasper Schmid! Kennen Sie den Ausdruck „piecemeal social engineering“? Der Begriff wurde 1945 von Karl Popper in seinem Buch „The Open Society and Its Enemies“ in die politische Diskussion eingeführt. In Reaktion auf die beiden großen totalitären Mordsysteme kritisierte Popper nach dem Krieg die Vorstellung, man (!) könne eine ideale Gesellschaft oder ideale „Lösungen“ ihrer Probleme besitzen und dann darangehen, diese „Lösungen“ zu verwirklichen. Popper war überzeugt, gerade das Verlangen nach umfassenden Sofortlösungen habe in die humanitären Katastrophen des vergangenen Jahrhunderts geführt. Im Gegensatz dazu befürwortet Popper jeweils nur in Teilbereiche der Gesellschaft einzugreifen und langsam und mit Umsicht geeignete Institutionen und Strukturen zu schaffen, um konkrete Aufgaben Schritt für Schritt und unter ständigem Nachjustieren und Korrigieren (auch der zugrunde liegenden Prämissen) zu bewältigen. ICH bin der Überzeugung, dass es nur eine Gruppe von Menschen gibt, die noch gefährlicher ist als die, die „Lösungen“ verlangt. Das ist die Gruppe, die behauptet, „Lösungen“ zu haben.

        D) SIE tragen keine Verantwortung? Wie unendlich traurig, falls das tatsächlich so sein sollte. Wie entsetzlich einsam müssen Sie sein. Aber inzwischen warten Sie auf Antwort. Wie der Pilger im Angesicht der letzten Dinge. Das Genaueste, was ich über den gelernt habe, können Sie hier nachlesen: http://gutenberg.spiegel.de/buch/franz-kafka-erz-161/5 Alles, worum ich Sie bitten möchte ist: Warten Sie, wenn Sie möchten, wie der alte Mann vom Lande, aber hören Sie auf, Proselyten zu machen und andere in Ihre Panik hinein zu ziehen.

        • Ihre anonymen Schmähungen empfinde ich als persönliche Beleidigung. Ich weiß nichts über Sie und Sie nichts über mich. Wenn Sie ein Problem mit dem Foristen Bundeskasper haben, klären Sie das bitte mit ihm.
          Wir können gerne nach einer Entschuldigung Ihrerseits über Fakten diskutieren. Metaphysischen Geschwurbel beeindruckt mich nicht die Bohne.
          Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.

          • Lieber Thomas Schmid,

            Sie werden verstehen, dass ich als PHMin hier nicht meinen vollen Namen nenne. Auch hat irgendwo oben jemand geschrieben, es gehe hier im Forum um Argumente, nicht um die Personen, die sie vorbringen.

            Am 22. Oktober 2015 um 19:16 Uhr haben SIE das Gespräch mit mir eröffnet, ohne mehr über mich zu wissen als jetzt. Auch ich habe keine Ahnung, wer Sie sind.

            Ich bin sehr genau und textnah auf Ihre an mich gerichteten Bemerkungen und Fragen eingegangen, habe geantwortet und habe umfassend begründet, was mich daran stört – wie auch an der Haltung, die dahinter zu erkennen ist.

            Wenn Sie nichts zu erwidern wissen, geben Sie bitte nicht mir die Schuld. Matt ist Matt.

            Ich kann in meinen Worten Polemik, aber keine „Schmähungen“ oder „persönliche Beleidigungen“ erkennen. Was allenfalls in die Nähe einer schärferen Formulierung kommt, ist mein Satz über „das hysterische Gekeife der aalglatten, aber unappetitlich nach Vorgestern müffelnden Bauernfänger von der AfD“.

            Wenn Sie sich diesen Schuh anziehen möchten, bitteschön!

    • Übertriebene Selbstbezogenheit

      Vielen Dank für Ihre ausgezeichnete Klarstellung Gerti. Ich möchte ergänzen:

      „Verschärft wird die Lage noch durch die Egozentrik von Staaten und auch Bürgern.“ (H.-H. Jenckel)

      Hinrich Hüttmann

    • Hallo Gerti,

      Gratulation – Sie verstehen es wie immer, viel zu schreiben, aber nichts zu sagen.
      Eine bestimmte Klientel Politiker beherrscht diese Form des persönlichen Angriffes genau so gut.

      Sollte ich Sie einmal treffen, werde ich Sie ganz fest an mich drücken – vielleicht löst das den Knoten.

      Aber ansonsten .- liebe Gerti – wie schon einmal gesagt, werde ich auf solche Art der Kriegsführung nicht mehr eingehen. Weil – es könnte Sie verletzen und diskriminieren.
      Es wäre möglich, dass Sie gar nicht mehr schreiben könnten. Das wollen wir doch um jeden Preis verhindern.

      Eines bitte noch.
      Zitat: “Wer ist MAN? Warum sagen Sie nicht „ich“, wenn etwas anderes zu sagen doch eigentlich unmöglich ist, weil Sie ja absolut keine Ahnung haben KÖNNEN, was zum Beispiel ICH meine, glaube, denke oder wünsche?“

      Mit Verlaub Gerti, Ihre Gedanken sind so offensichtlich, Ihre Nerven scheinen schon blank zu liegen. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass Sie sich ständig angesprochen fühlen. SIWOTI?
      Lesen Sie eigentlich nur die Bildzeitung und sehen ARD und ZDF?

      Zitat aus der „Welt-online“ : “Wie aus einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hervorgeht, gaben 54 Prozent der Befragten an, die Entwicklung der Flüchtlingssituation in Deutschland bereite ihnen „große Sorgen“; im August waren es 40 Prozent. In demselben Zeitraum ging die Zahl derer, die sich „etwas Sorgen“ machen, von 45 Prozent auf 38 Prozent zurück.“ (für Sie Gerti : der Anteil der mehr oder weniger „besorgten“ Bürger beträgt 92% nach Allensbach)

      http://www.welt.de/politik/deutschland/article147854882/Jeder-Zweite-bescheinigt-dem-Staat-Realitaetsverlust.html

      • noch eins vom Bundeskasper

        @ Gerti
        Sie haben uns jetzt gezeigt, dass Sie erfolgreich Google benutzen können.
        Ich auch 😀
        “Von der generischen Verwendungsweise kann auch ein partikulärer Gebrauch unterschieden werden, bei dem man wie das Indefinit-Pronomen (irgend)jemand verwendet wird: Man hat bei uns eingebrochen.“

        Jetzt aber bitte noch eine Frage: Sie kümmern sich um Flüchtlinge(Migranten? Asylanten? – ok , lassen wir es offen) aus Pakistan. Das zeugt von Empathie und Mitleid, meinen Respekt dafür.

        Nur, warum verlässt man ein Land wie Pakistan? Eine demokratisch gewählte Regierung, eine ordentliche Verfassung, kein Krieg, kein Bürgerkrieg, keine politische oder religiöse Verfolgung – also offiziell ein sicheres Herkunftsland. Mit ca. 300 Atomsprengköpfen ein verlässlicher Partner der Weltgemeinschaft. Wirtschaftlich bereits mehr als ein Schwellenland.
        Also warum? Und wurde bereits über ein Bleiberecht entschieden?

        61,7 % der Anträge wurden im Jahr 2013 in Niedersachsen abgelehnt – die höchste Quote in Deutschland.

        • Bundeskaspers Selbstversuch:

          Zitat: »Sie haben uns jetzt gezeigt, dass Sie erfolgreich Google benutzen können. Ich auch 😀«.

          Im Urlaub auf Samos wollte ich auch mal ausprobieren, ob die griechische Landschaft mich ebenfalls zu großen Erkenntnissen inspiriert, zum Beispiel in Philosophie oder Mathematik. Ich setzte mich also oberhalb der Heimatstadt des Pythagoras mit einer Flasche Samoswein in die Sonne und dachte vor mich hin. Plötzlich: »a²+b²=c²«. Der Satz des Pythagoras! Es hätte also meiner sein können, wäre ich nur eher da gewesen. »Der Satz des Uwe«, das hätte nicht schlecht geklungen, wahrlich, nicht schlecht!

          Uwe Geishendorf

  12. Bundeskasper, der englische humor ist anders. da redet einer von glückswurst, wenn er anschließend das papier nicht benutzen muss. bei herrmanns geschehen. kabarett ist das eine. die wirklichkeit das andere. die insulaner halten sich gern bedeckt, schicken aber gern ihr millitär.

  13. Gestern bei Frau Ilnner.

    Allein schon der inzwischen als Kampfbegriff missbrauchte Terminus „besorgte Bürger“, ist eine Verächtlichmachung jeglicher auch noch so fundierter Kritik. Wer dazu noch den Begriff „Flüchtlingsgegner“ für die wachsende Zahl jener Mitmenschen benutzt, die sich darüber hinaus über gesellschaftliche Folgen und politische Konsequenzen Gedanken machen, stellt sich mit den Neonazi-Hetzern auf eine Stufe, verhindert damit eine konstruktive Lösung der offensichtlichen Probleme, vergiftet das Klima und befördert eine Radikalisierung der Bürger. Nur Menschenfeinde verneinen unser Grundrecht auf Asyl in Bausch und Bogen. Die überwältigende Zahl der Kritiker gehört nicht dazu. Die weisen auf die Gesetzeslage hin und kritisieren die aktuellen Zustände nebst der verharmlosenden Darstellung durch die Politik und die allzu oft verzerrte Berichterstattung durch bedeutende Teile der Medien.
    Machen wir uns bitte nichts vor. Das Versagen des Staates ist inzwischen so offensichtlich, dass dies noch nicht einmal von Leuten wie Herrn Laschet und wachsenden Teilen der Grünen bestritten wird. Wenn sich das nicht schleunigst ändert, wird aus der „Flüchtlingskrise“ eine Staatskrise.
    Das kann kein vernünftiger Mensch wollen.

  14. Gut gesprochen (geschrieben) Herr Jenckel! Ein wachsamer Blick und ein kritisches Wort müssen und dürfen wir erwarten.

    • Wie hätten die Menschen in Lüneburg und Reppenstedt wachsam und mit Zuversicht auf die kommenden Weltzeitalter blicken sollen, ohne Ihre kritische Würdigung, ohne Ihre wieder einmal bis zum Bersten prägnante, substanzhaltige, zugleich tief schürfende und hoch fliegende und dadurch richtungsweisende Rezension des neuesten Meinungsbeitrags von Herrn Hans-Herbert Jenckel?

      Erneut beeindruckt: Susi Jäger

      • Susi Jäger, ich liebe dumme bemerkungen. sie fördern die phantasie. damit meinte ich nicht frau hauch, auch wenn sie nicht mit mir sprechen will.

        • Kusch, ins Körbchen!

          Gibt es wirklich keine Ecke in Reppenstedt, an der Sie nicht Ihr Bein heben Herr Bruns?

    • Ein Salut für Anikó Hauch !

      Eckhard Pols, Manfred Nahrstedt, Andreas Meihsies, Michèl Pauly und Ulrich Mädge haben noch nicht laut und unmissverständlich in der Öffentlichkeit erklärt, „dass alle, die sich dem Grundgesetz verpflichtet fühlen, aufgerufen sind, dessen Werte von Menschenwürde, Freiheit, Verantwortung, Solidarität und Weltoffenheit offensiv zu verteidigen.“ (Konrad Grothuysen)

      Das haben hier bisher nur Anikó Hauch und Hans-Herbert Jenckel getan.

      Dieser Mut, den anonym hetzenden Hasen eine Überzeugung entgegen zu setzen, bevor sie unversehens zu bekennend reißenden Wölfen werden, ist durchaus kein Anlass zu billigem Spott und zur witzelnden Überhebung, Herr Bruns und Frau Jäger !

      In den Zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts ist schon einmal eine liberale parlamentarische Republik vor die Hunde gegangen, weil ihre Repräsentanten und Steuerleute sich elegant ironisch gaben und ansonsten lieber vornehme Vorsicht walten ließen, als beizeiten den Mund aufzumachen, Zivilcourage zu zeigen, deutlich Stellung zu beziehen und dem Schwelbrand des Kulturpessimismus, der politisch interessierten Panikmache und der antidemokratischen Demagogie entschieden und vernehmbar entgegen zu treten.

      Andreas Maier

      • gerne Antworte ich zum Thema Fluchtsituation und Ablehnungskultur in aller Deutlichkeit:

        Die Forderung, nach einem Ende der Aufnahme von Flüchtlingen schürt Ängste und bedient rechte Vorurteile. Die Angst, wir würden die Aufnahme von Flüchtlingen nicht bewältigen, ist unbegründet. Wir sind der größte europäische Staat, haben eine gut ausgebaute Infrastruktur, einen (wenn auch unnötig abgebauten) öffentlichen Dienst. Wenn wir es nun die Aufnahme von knapp 1mio Flüchtlingen bis zum Ende des Jahres, eventuell auch 1,5mio Flüchtlingen bis Ende des kommenden Jahres, zur unbewältigbaren Aufgabe erklären, frage ich: warum? Wir muten seit Jahrzehnten anderen Staaten zu, wie selbstverständl ich mehr Flüchtlinge unterzubringen. Es sind Staaten wie Jordanien, die Türkei, der Libanon und andere. Es sind Staaten die keine jahrzehntelange Phase des internen Friedens erlebt haben, des Wohlstandsaufba us, so wie Deutschland. Staaten mit weniger Einkommen, weniger Infrastruktur. Und jetzt kommen die Polemiker und Wahlstrategen der Parteien daher und erklären uns, „wir schaffen das doch nicht.“ Natürlich schaffen wir das! Wo uns gute Lösungen bei der Unterbringung, etwa Wohnungen oder Herbergen ausgehen, da müssen improvisierte Lösungen her mit niedrigen Standards – seien es leerstehende Kinderheime, Container oder Alternativen, die ich hier nicht zerredet wissen will.

        Es war und ist eine zivilisatorisch e Leistung von Kanzlerin Merkel, auch gegen den Widerstand der Angstmacher in der Koalition, das Dublin-Regime außer Vollzug zu setzen. Denn es war eine geographische Tatsache, dass kein Flüchtlinge Nord- oder Westeuropa erreichen konnte, ohne ein anderes Land der Europäischen Union dabei zu queren. Es war eine Tatsache, dass wir damit jene die doch hier ankamen, automatisch kriminalisiert haben, denn einen legalen Weg gab es ja nicht. Es war eine Tatsache, dass in vielen Ländern, etwa in Ungarn, faktisch kein menschenwürdige s Asylverfahren stattfand und bis heute stattfindet. Es war und es ist eine Tatsache, dass bei dem Versuch sich selbst und die eigene Familie in Sicherheit zu bringen, Menschen ihre Gesundheit und oft ihr Leben riskierten und verloren. Es ist ein Gebot des Humanismus oder, wenn man es denn mit dem lieben Gott hält, ein Gebot der Nächstenliebe, nicht darin die Lösung zu sehen, das Angesicht der real existierenden Probleme wieder aus unserem Blickfeld zu schieben.

        Das Fehlen einer Friedenspolitik und der ungerechte Welthandel, der Kampf um Öl, die „Interessensgel eitete Entwicklungspol itik“ sind hausgemachte Fluchtursachen. Es hat die Stunde geschlagen, dies zu bekämpfen statt das Asylrecht auszuhöhlen!

        • @Pauly
          Majestät belieben zu scherzen oder knnen nicht lesen. Ich kann Ihren Beitag nur als schlechte Satire auffassen.Traurig!

        • Ich finde auch wir könnten mehr Flüchtlinge aufnehmen, aber nur dann, wenn wir uns an die von Herrn Pauly empfohlenen Staaten Türkei, Libanon, etc. halten und die Organisation, Vergünstigungen und Durchführung nach dem Schema dieser Staaten umsetzen. Dann braucht auch niemand Angst vor Überfremdung und religiöse sowie kulturelle Landnahme haben.

          • An Jan Peter Schäfer

            Es ist ein jämmerlich erbärmlicher Propaganda-Trick, die Forderung nach schlechter Behandlung von einer Million Menschen damit zu rechtfertigen, dass es bei 50 Millionen „schwierig“ würde.

      • Danke, Michèl Pauly !

        »Es war und ist eine zivilisatorische Leistung von Kanzlerin Merkel, auch gegen den Widerstand der Angstmacher in der Koalition, das Dublin-Regime außer Vollzug zu setzen. Denn es war eine geographische Unmöglichkeit, dass ein Flüchtlinge Nord- oder Westeuropa erreichen konnte, ohne ein anderes Land der Europäischen Union dabei zu queren. Es war eine geopolitische Tatsache, dass wir damit jene die doch noch hier ankamen, automatisch kriminalisiert haben, denn einen legalen Weg konnte es ja nicht geben. Es war eine Tatsache, dass in vielen Ländern – etwa in Ungarn – ein menschenwürdiges Asylverfahren nicht stattfand und bis heute nicht stattfindet. Es war und es ist eine Tatsache, dass bei dem Versuch, sich selbst und die eigene Familie in Sicherheit zu bringen, Menschen ihre Gesundheit und ihr Leben riskierten und oft verloren. Es ist ein Gebot des Humanismus oder, wenn man es denn mit dem lieben Gott hält, ein Gebot der Nächstenliebe, nicht darin die Lösung zu sehen, das Angesicht der real existierenden Probleme wieder aus unserem Blickfeld zu schieben.«

        Sie haben recht, die Möglichkeiten des Einschließens und Wegschauens haben sich wohl erschöpft.

        Mit jeder neuen Nachricht von Hungermärschen, Flüchtlingtrecks und überfüllten Schlepperbooten, ausgehungerten Insassen, Überlebenskämpfen an Bord, Ertrunkenen, ihren Leichen am Meeresboden, die der italienische Premier Matteo Renzi gegen das Vergessen öffentlich begraben lassen will, Schätzungen von 1750 Seenotopfern im Jahr 2015 allein bis Monat April, drängt sich eine neue Interpretation der alteuropäischen Festungslandschaft auf, deren Blaupausen zum Teil noch aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammen. Die Ereignisse an den südlichen Grenzen der Europäischen Union sind von einer systematischen Grausamkeit und Unmenschlichkeit, die den kriegerischen Auseinandersetzungen in vormodernen Zeiten in nichts nachstehen. Und auch die Motive der europäischen Grenzpolitik nähern sich augenfällig der „enceinte de fer“, des eisernen Festungsgürtels an, mit dem zum Beispiel Frankreich unter Ludwig dem XIV. seine Grenzen sicherte. Ihr Inhalt: Bewahrung des Status Quo. Ihr Mittel: Nutzung natürlicher Grenzen. Ihr Ziel: bestmögliche Abschottung.

        Warum schafft es die Europäische Union nicht, an ihren Außengrenzen eben jene Prinzipien stark zu machen, die in ihrem Inneren bisher so erfolgreich waren? Warum gibt es keinen externen Weg der Beantragung von Asyl, keine legale Einreiseform, keine sicheren Fähren für den Weg über das Mittelmeer nach Europa? Warum tut die Europäische Union nicht mehr, um Grenzregionen und Herkunftsländer der Flüchtlinge politisch und wirtschaftlich zu stabilisieren, durch die Erleichterung von Handelsbeziehungen oder durch die Mithilfe beim Aufbau von international geführten Ausbildungsstätten?

        Doch wie der Eiserne Vorhang und die Berliner Mauer wird auch die Festung Europa eines nahen Tages Geschichte sein. Fragt sich nur, wodurch sie dereinst zu Fall gebracht werden wird. Durch Aushungern? Das ist schwer vorstellbar. Durch wirtschaftlichen Zusammenbruch, wie in den ehemaligen Ostblockstaaten, einem Zusammenbruch, auf den unmittelbar die Öffnung des Eisernen Vorhangs folgte? Die Wirtschaftsentwicklung der Europäischen Union deutet trotz Eurokrise nicht darauf hin. Was sich dagegen deutlich abzeichnet, ist eine Art demographischer Implosion. In einigen europäischen Ländern, allen voran Deutschland, hält der Gebärstreik nun schon über eine Generation an und ein Ende ist trotz aller großzügiger familienpolitischer Anstrengungen nicht in Sicht. Da nur massive Zuwanderung die demographischen Lücken füllen kann, werden auch im Falle der europäischen Festung die Tore nicht von Außen gestürmt, sondern aus reiner Not von Innen heraus immer weiter geöffnet werden müssen. Was das für das Gesicht Europas langfristig bedeutet, lässt sich derzeit nur erahnen. Doch rechtspopulistischen Unkenrufen zum Trotz haben alle bisherigen Grenzöffnungen eines gemeinsam: kaum jemand will sie wieder rückgängig machen.

        Thomas Grote

  15. Lieber Karheinz Fahrenwaldt, ich will nicht kleinlich sein, aber von den 11.935.000 Heimatvertriebenen bis Ende 1950 sind 3.911.000 in der DDR und 8.024.000 in den „damaligen Westzonen, dem heutigen Gebiet der Bundesrepublik“ untergebracht worden – acht also und nicht „rund 12 Millionen“. Sehen wir einmal davon ab, dass sich diese „Unterbringung“ in allen vier Zonen unter dem rigorosen autokratischen Regime von Besatzungsmächten vollzog und dass nahezu 100 Prozent der Flüchtlinge Deutsch sprachen, so bleibt Ihre Geschichte von gelungener „Integration“ dennoch ein Märchen. Dazu hat eine Frau Vera Huber am 30.August 2015 in Reaktion auf den blog.jj-Kommentar Ihres Kollegen Petroll alles Nötige gesagt: http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/258921-buerger-fremdeln-statt-menschlichkeit-an-den-tag-zu-legen#comment-57079

    Richtig ist, dass es weder genug Wohnraum für Menschen mit geringem Einkommen, noch für Flüchtlinge gibt. Das ist ein gigantisches Problem auch in Lüneburg und sogar in Deutsch Evern. Und ja, der soziale Wohnungsbau wurde von Mädge und seinen jeweiligen Koalitionsassistenten kurzsichtig den schnöden Geldverdieneinteressen geopfert. Aber ist das alles wirklich eine „Schande für Deutschland und seine Spitzenpolitiker in den Regierungsparteien“ ? Etwa 15 Prozent der Menschen in Deutschland leben an oder unterhalb der Armutsgrenze. Nur, was machen wir mit den anderen 85 Prozent? Soll es für die keine Häuser oder Wohnungen mehr geben, obwohl „die Starken“ doch die Mittel aufbringen, um „die Schwachen“ versorgen zu können?

    Sind „die Krisen um den Iran, die Ukraine, den Irak, Griechenland, Syrien und jetzt auch noch VW“ tatsächlich nur „mediale Säue“, die „durchs Dorf getrieben wurden oder werden“, um den vollkommen verblödeten TV-Konsumenten vom Ergehen der Flüchtlinge in den Städten und Lagern der Krisenregionen abzulenken? Machen Sie es sich hier nicht ein wenig zu einfach, Karlheinz?

    „Warum hat der Wirtschaftsminister kein Waffenembargo für Lieferungen an in Krisenregionen beteiligte Akteure verhängt?“ Vielleicht, weil er glaubte, Anlass zur Hoffnung zu haben, deutsche Waffen würden nur in die Hände „der Guten“ gelangen und den „Selbstheilungsprozess“ stimulieren? Wie lautet die Alternative? Wollen Sie deutsche „Friedenstruppen“ nach Syrien schicken?

    „Warum hat der Aussenminister von Deutschen Botschften in Afrika aus nicht einen geordneten Flüchlingstransfer mit Bundeswehrflugzeugen nach Deutschland organisiert wie seinerzeit Hans-Dietrich Genscher es mit den Flüchtlingen aus der DDR gemacht hat?“ Ja warum wohl, Karlheinz? Dreimal dürfen Sie raten. (Übrigens, der Vergleich mit Genscher hinkt. Auch vor dem Mauerfall waren DDRler „deutsche Staatsbürger“.

    Zuletzt noch ein wichtiger Punkt, Karlheinz. Sie rufen: Wenn „Seehofer und Mädge die Einrichtung von völkerrechtswidrigen rechtsfreien Sonderzonen und die Begrenzung von Grundrechten fordern, befördern sie die faschistoiden Tendenzen in der Bevölkerung.“ Ich bin überzeugt, rechtswidrige Transitzonen wird es schon darum nicht geben, weil sie rechtswidrig sind. „Das Fordern“ aber ist eine andere Sache. Das ist rhetorische Radale fürs Fernsehen — und damit Politik. Doch wäre ich vorsichtig mit der Vokabel „faschistoid“, Karlheinz. Sie wären nicht der Polit-Profi, der Sie sind, wenn Sie nicht wüssten, dass zur Beurteilung der Lage nicht nur die Lage gehört, sondern auch – und heute vielleicht sogar vor allem – die Art, wie die Lage wahrgenommen wird, und die Konsequenzen daraus bzw. die Reaktionen darauf. Um diesen Komplex zu durchdringen und Handlungsmöglichkeiten zu eruieren, ist das „Faschistoide“ ein geradezu steinzeitliches Analyseinstrument. Der Zusammenhang von „Reaktionen aus der Mitte der Gesellschaft und Gewalt“ ist viel diffiziler als Ihre grobschlächtige Markierung zu erfassen gestattet.

    Einerseits ist die Erkenntnis nicht neu, dass sich antidemokratisches Gedankengut nicht nur an den Rändern der Gesellschaft, sondern auch in ihrer Mitte findet. Seit dreißig Jahren gibt es einen wachsenden „Extremismus der Mitte“. Andererseits mehren sich jedoch in jüngster Zeit die Anlässe, um erneut darüber nachzudenken: vom Erstarken rechtspopulistischer Parteien in vielen Ländern Europas über die „Abendspaziergänge“ der Pegida und ihrer Ableger bis hin zu den Anschlägen und Protesten gegen Asylbewerberheime und dem Kölner Mordanschlag vom letzten Wochenende. Wie weit antidemokratische Einstellungen in „die Mitte“ reichen und wie sehr diese Rechtsextremisten ein Umfeld bietet, sind daher berechtigte Fragen. Doch warne ich auch Sie, Karlheinz, vor Vereinfachungen und dem leichtfertigen Urteilen. Lieber Karlheinz, Sie haben vielleicht das Gespräch zwischen dem Marburger Sozialpsychologen Prof. Dr. Ulrich Wagner und Joachim Zießler in der Landeszeitung gelesen? Dort wurde auf die Wichtigkeit überzeugender (nicht bloß überredender!) Erklärungen und eines professionellen Auftretens hingewiesen. Slavo (von oben) hat sogar den Vorschlag gemacht, Planlosigkeit temporär durch die Inszenierung von Weitsicht zu überspielen: „Es klingt vielleicht zynisch“, schreibt er, „aber als Politiker sollte man immer so WIRKEN, als hätte man einen Plan – auch und gerade dann, wenn man eigentlich keinen hat. Eine gewisse Form der Militarisierung könnte vielleicht Ordnung ins Chaos bringen: Soldaten sollten eingesetzt werden, um zu helfen, ähnlich wie bei Naturkatastrophen. Dann hätten die Menschen nicht länger die Sorge, dass da etwas unkoordiniert aus dem Ruder läuft. Diese gefühlte Unsicherheit ist gefährlich.“

    Karlheinz, um den Dingen künftig mit etwas mehr Vernunft und Gelassenheit zu begegnen, möchte ich Ihnen (neben der Lektüre des Wagner/Zießler-Gesprächs in der LZ) dringend zum Studium der ersten fünf Aufsätze raten, die Sie hier finden: http://www.bpb.de/apuz/212348/rechts-in-der-mitte

    • Karlheinz Fahrenwaldt

      Liebe Teja Fischer,
      mit Ihnen diskutiere ich gerne, da Sie an Inhalten intererssiert sind, aber bitte zitieren Sie mich richtig:
      1. Wo liegt der Unterschied zwischen rund 12 Mio Flüchtlingen und 11,9 Millionen?
      2. Mein Satz endete „…rund 12 Millionen Flüchtlinge in dem heutigen Gebiet der Bundesrepublik untergebrach“.Wo liegt mein Fehler?
      3. Gilt das Menschen- und das Bürgerrecht nur für deutsch sprechende Menschen?
      4. Frau Merkel hat den „Wir schaffen das“ Slogan ohne einen Handschlag zu tun in die Welt gesetzt (meine Handlungsweise als „Bundeskanzlerin“ habe ich glaube ich in meinem Post dargestellt. Zur Erinnerung: Geheimdienste, Richtlinienkompetenz gegenüber den anderen Ministern etc.).
      5. Die medialen „Säue“ hatten doch den nach meiner Meinung eindeutigen Zweck, vom Nichtstun der Bundesregierung abzulenken um die jetzige Situation nach dem TINA-Prinzip abhandeln zu können.
      6. Rechtswidrige Sonderzonen gibt es in der BRD schon heute: werden Sie „Kunde“ des Jobcenters und sie werden erleben, dass die Menschen- und Bürgerrechte vor den Türen in Volgershall enden und die USA liefern bis heute in Guantanamo das beste Beispiell für die Unrichtigkeit Ihrer Behauptung.
      7. In der heutigen LZ ist ein Artikel zum Thema „Zum Attentat ermuntert“ von Dr. Wagner erschienen, den ich Ihnen empfehlen möchte.
      8. Was ist der Unterschied zwischen Menschen aus der ehemaligen DDR und denen aus Syrien, Somalia oder anderen Krisenregionen dieser Welt? Soll man diese Menschen ohne deutsche Herkunft an der Grenze verrecken lassen?

      Abschließend möchte ich den Satz „Kein Mensch ist illegal“ unterstreichen und in einer Gesellschaft wie unserer wäre ich als „Bundeskanzlerin“ in der Lage, alle Flüchtlinge, die zu uns wollen, auch hier aufzunehmen!

    • 9 zu 5 für mich

      Lieber Karlheinz,

      mit Ihnen diskutiere ich auch gerne!

      Zu1. : Den Unterschied machen 100.000 Menschen, Karlheinz. Für jemanden, der auf Tuchfühlung mit den ehernen Gesetzen des historischen Materialismus ist, vielleicht nichts Wesentliches. Für jeden Einzelnen von diesen Hundertausend: ein Leben. (PUNKT für MICH)

      Zu 2.: Ihr Satz lautete: „In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg haben die rund 30 Millionene Bürger der damaligen Westzonen rund 12 Millionen Flüchtlinge in dem heutigen Gebiet der Bundesrepublik untergebracht“. Dreißig Millionen Bürger der damaligen Westzonen waren die Bürger in den „Zonen“ der späteren Bundesrepublik, die auch auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik liegt! Die damalige Ostzone hatte achtzehn Millionen Einwohner. Bitte schwindeln Sie mich nicht an, sonst wird das nichts mit dem Tanzengehen. (PUNKT für MICH)

      Zu 3.: Nein! Aber, Achtung: Bürgerrechte sind von den Menschenrechten zu unterscheiden, die allen Menschen überall zustehen (sollten), egal welchem Staat sie angehören oder in welchem sie sich gerade aufhalten. Anknüpfungspunkt der Bürgerrechte ist die Staatsbürgerschaft und das Bekenntnis zu einem Gemeinwesen, um an dessen Gestaltung teilzunehmen (beispielsweise Wahlen auf Kommunal- oder Staatsebene, oder Meinungsfreiheit). Anknüpfungspunkt der Menschenrechte ist das Mensch-Sein selbst – kraft Mensch-Seins kommen jedem Mensch Rechte zu, die nicht von einer Staatsbürgerschaft abhängen (beispielsweise Recht auf Leben, oder das Recht auf Freiheit). (UNENTSCHIEDEN)

      Zu 4.: Ich bin absolut SICHER, Karlheinz, dass Frau Merkel ALLE von Ihnen genannten Kompetenzen (und noch eine ganze Reihe weiterer) voll in Anspruch genommen hat. Der „Slogan“ war das Konzentrat der sehr umfassenden Kenntnisse, die sie besaß, als sie es für NOTWENDIG hielt, ihn zu äußern. Womit sie nicht in diesem Umfang gerechnet hat, war das unsolidarische und rechtsbrüchige Verhalten der „europäischen Partner und Freunde“. (Da ich´s weiß, aber hier nicht beweisen kann: UNENTSCHIEDEN)

      Zu 5.: Das halte ich für geradezu hanebüchenen Unsinn, Karlheinz. Jedes dieser Themen rechtfertigt fünf Sondersendungen täglich und ist doch vom „Flüchtlingsstrom“ weggespült worden. Ihr Wahn könnte nicht größer sein, wenn Sie Hans-Herbert Jenckel beschuldigen würden, er hätte dieses Blog.JJ-Fass hier nur aufgemacht, um im Auftrag von Herrn Nahrstedt und Herrn Mädge vom Lüneburger Nebenverdienstskandal abzulenken: http://www.landeszeitung.de/blog/lokales/272190-272190 (PUNKT für MICH)

      Zu 6.: „Rechtswidrige Sonderzonen gibt es in der BRD schon heute“. Ja. Aber die Jobcenter zählen nicht dazu. Das widerwärtige Regime operiert (leider) legal. Die Guantanamo Bay Naval Base ist ein Stützpunkt der US Navy auf Kuba. Wir sprechen über Deutschland und nicht über die USA (, die allerdings auch in unserem Land rechtswidrig rechtsfreie Räume bewirtschaften). (PUNKT für MICH)

      Zu 7.: Danke. (UNENTSCHIEDEN)

      Zu 8.: Nein, natürlich nicht. Wie Slavo oben geschrieben hat: „ Europa seine Verpflichtung bekräftigen, die nötigen Mittel für ein würdevolles Überleben der Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Es darf keine Kompromisse geben: Migrationen im großen Stil sind unsere Zukunft, und die einzige Alternative zu einer solchen Verpflichtung ist eine neue Barbarei (was manche den „Kampf der Kulturen“ nennen).“ Aber, wie Umberto Eco mir neulich sagte, man muss bedenken: drei Viertel der Weltbevölkerung geht es erheblich schlechter als uns. Was tun? (War das nicht der Titel des ersten Buches von Lenin?) (UNENTSCHIEDEN)

      Zu Ihrem „abschließenden“ Punkt: Gott sei Dank, dass Sie NICHT „Bundeskanzlerin“ sind! Meine Meinung! (Obwohl, Stilettos, Strapse und das „kleine Schwarze“ stehen IHNEN ohne Frage besser!) (UNENTSCHIEDEN)

      Schönen Abend!

      Ihre Teja Fischer

      • Cecilia Koszowsky

        @ Teja Fischer

        Zitat: ….Migrationen im großen Stil sind unsere Zukunft….

        Das ist hanebüchen. Die Zukunft sind ein sicheres Land ohne religiöse Extreme, ohne soziale Probleme von Eltern, die arbeitslos oder erwerbsunfähig sind und ohne die weiter um sich greifende Kriminalität, die vielen Eltern und werdenden Eltren Sorgen macht, wäre die Zukunft . Die Zukunftsangst greift bei der anhaltenden und alternativlosen Politik der Regierung um sich. Und das sogar bei jungen Menschen, die eigentlich bereit wären, Kinder in die Welt zu setzen.
        Zum Anderen werden die grossen Arbeitgeber Deutschlands weiter effizienter werden und automatisieren , sowie weiterhin Arbeit ins Ausland verlagern, sodaß in den nächsten 20-30 Jahren hier 25% der Arbeitsplätze wegfallen.

        Daher ist eine Zukunft seitens der Zuwanderung überwiegend bildungsferner Schichten nichts anderes als sozialer Sprengstoff und eine grosse finanzielle Belastung für die Arbeitnehmer. Die ständig gebetsmühlenartig wiederholten Fehlargumente vom Fachkräftemangel sind in einem Land wie Deutschland, wo gut ausgebildete Menschen mit Studium oder gute Facharbeiter mit langjähriger Berufserfahrung arbeitslos und auf Dauer nicht vermittelbar sind, eine Floskel, die nur von Unwissenheit, Unerfahrenheit, linksgrünem Weltbild und Wunschdenken zeugt.

        http://www.n24.de/n24/Mediathek/videos/d/7381090/-die-meisten–die-herkommen–denken-nicht-an-integration-.html

        http://www.welt.de/politik/deutschland/article147990057/Nahles-erwartet-deutlich-steigende-Arbeitslosenzahlen.html

        Gott sei Dank, daß auch Sie mit Ihrer jugendlichen Unerfahrenheit und den überstrapazierten “ Wirhabenunsallelieb“ und „Wirschaffendas“ Argumentationen keine Bundeskanzlerin sind!

        • Liebe Cecilia Koszowsky, vielleicht, aber auch nur vielleicht, enthält Ihre Schimpfkaskade hier und da das Korn Wahrheit, das auch ein blindes Huhn findet.

          Aber nichts, aber auch gar nichts von dem, was Sie sagen, berührt auch nur Slavos (und nicht meine!) Aussage: „Migrationen im großen Stil sind unsere Zukunft.“ Denn Slavos Satz betrifft Sachverhalte, die entweder wahr oder falsch sein können. Ihr Schamfudern aber betrifft ausschließlich Wünsche, die berechtigt oder unberechtigt sein können. Ob das eine oder das andere zutrifft, will ich mal außen vor lassen. Doch sind die Zeiten, in denen das Wünschen noch geholfen hat, angesichts von 60 bis hundert Millionen Flüchtlingen auf der Erde definitiv vorbei. Und das Glück, dass alles so komfortabel bleibt wie bisher? Die Dosis an historischem Realismus, die Sie bereits in Freuds berühmten Aufsatz vom Unbehagen in der Kultur finden, möchte ich Ihnen schon zumuten: „Die Absicht, dass der Mensch ‚glücklich sei‘ ist im Plan der Schöpfung nicht vorgesehen.“

      • Karlheinz Fahrenwaldt

        Liebe Teja, mir ging es bei dem Größenvergleich der Flüchtlinge nach dem 2. Weltkrieg allein um die Feststellung, dass zum einen es möglich ist, eine wesentlich größere Anzahl von Flüchtlingen hier aufzunehmen, insbesondere unter den heutigen Wirtschaftsbedingungen.
        Ich bin kein“Korinthenkacker“ (falls Sie verstehen wie ich das meine).
        Wer rechtsfreie Räume fordert vertößt gegen das Menschenrecht und Bürgerrechte.
        Ich bin kein „Rechthaber“.
        Wer sich eingehender mit der Entstehung und Verbreitung von Propaganda beschäftigt hat, weiß wie das gemacht wird.
        Ich bin nicht „blauäugig“.
        Als persönliche Referentin der Bundeskanzlerin sind Sie natürlich auch über die Traüme Ihrer Chettin informiert.
        Ich bin nicht humorlos.
        Sie sind bisher nicht in den Genuss von staatlichen Almosen gekommen sonst wüßten sie den Unterschied zwischen Theorie und Praxis.
        Ich bin kein „Harzer“ mehr.
        Wann analysiert Slavo den Roman von Umberto Eco „Lenins linke Leidenschaften“?
        Ich bin Blogger und habe kein Abitur!
        Wenn ich Bundeskanzlerin gewesen wäre, gäbe es keine über 50 tote Soldaten, die in Afghanistan gefallen sind. Schon das allein würde für mich als Bundeskanzlerin sprechen.
        Ich bin nicht eitel.
        9 zu 5 bei 10 Fragen?
        Ich bin auch kein Mathegenie.
        Stilettos, Strapse und „das kleine Schwarze“ trage ich nicht,
        Ich bin Pazifist!
        Gute Nacht Deutschland
        Und Tanzen geht mir im Übrigen am „Allerwertesten“ vorbei.

  16. Über die Internet-Seite der SPD-Fraktion ist eine Liste mit 218 Ausweisen aufrufbar, die auf Wunsch der SPD in diesem Jahr ausgegeben wurden. Genannt sind verschiedene Institutionen, darunter der SPD-Parteivorstand und der des Deutschen Gewerkschaftsbundes, aber auch Unternehmen wie der Rüstungskonzern Rheinmetall oder das Energieunternehmen RWE. Zuvor hatten bereits Grüne und Linke über ihre Hausausweise informiert.
    die Ablehnungskultur ist kein Zufall. Lobbyisten steuern sie. Politik ist eben kein Zufall. Was haben Parteien mit der Demokratie am Hut? Sie wollen herrschen. Lobbyisten verhelfen ihnen dazu.

  17. Ach so, Karlheinz

    noch eine Bemerkung zu Ihrem Statement, mein erster „Post“ gehe „komplett an der von jj behandelten Problematik vorbei“:

    Ich bin nicht dieser Ansicht. Der 1972 in Kiew gestorbene, und völlig zu Unrecht in Vergessenheit geratene russische Dramatiker Oleksandr Kornijtschuk hat in seinem Stück nämlich genau den Konflikt aufgespießt, der Ihnen genau so wie unserem lieben Bundeskasper und seinen vielen Zwillingsbrüdern im Hinblick auf die sogenannte Flüchtlingskrise zu schaffen macht, – Zwillingsbrüdern, unter denen Thomas Schmid ihm und Ihnen, Karlheinz, wahrscheinlich am ähnlichsten ist. Es handelt sich um den Konflikt zwischen den zuerst erhofften, dann versprochenen und zuletzt oft auch (manchmal sogar per Autosuggestion) erwarteten einfachen Lösungen UND der sehr viel komplexeren Realität, auf die sich die sogenannten kleinen Leute mit gewitztem Alltagspragmatismus gewöhnlich viel schneller einstellen als die vor ihren Nasen herumturnenden „Versammlungsleiter“ und Zeitgeist-Interpreten, welche sich überdies gelegentlich selbst zu Erlösern ernennen.

    Bussi rinks und lechts

    Ihre Teja Fischer

    • Karlheinz Fahrenwaldt

      Ach so Teja,

      9. Mit Waffen und Kriegsgerät kann man keinen Frieden schaffen. Es macht keine Sinn, zum Töten ausgebildete Menschen zu beauftragen, Frieden zu stiften und die Rüstungsindustrie braucht diese Kriege, um ihre Produkte verkaufen zu können.
      10. Die in Ihrem Artikel „Karlheinz, Karlheinz“ beschriebene Aufführung eines Theaters sagt mir nicht so besonders viel in Bezug zu diesem hier behandelten Thema.

  18. Karlheinz Fahrenwaldt, hier werden nur die bösen rausgeschmissen und das ist auch gut so. karlheinz, bleibe bitte entspannt, jede aufregung hier lohnt nicht. ich spiele hier gern den blitzableiter, dieses muss hier nicht jeder tun. ich habe nun mal eine soziale ader. wer soll sich denn sonst hier um die verirrten kümmern? humor ist, wenn man trotzdem lacht. es darf weiter geschossen werden.

  19. Ich teile diese aussagen des herrn andreas thiel zu 100%

    https://www.youtube.com/watch?v=lZCSyMRSrvk

    deutlicher kann die realität nicht sein.nur wer einfältig und schlecht informiert ist, kann dagegen etwas sagen.

    • Was soll dieser Unfug , haben sie keinen eigenen nickname? kann man dieses hier nicht unterbinden? welcher vollpfosten macht hier sowas? kann man ihn hier nicht sperren? Herr Jenckel, Sie sind am Zug.

      • @ Klausi Bruns

        Sperren?
        So wie Sie es gerne hätten gleich in den Gulag , bei realtätsnahen Kommentaren, die ihren Zweckkommunismus, Kurzsichtigkeit, ihren Hangund dei fast abartige Liebe zu arabisch geprägten Ideologien des Hasses, als Lächerlichkeit darstellen?

    • Ich teile diese aussagen des herrn andreas thiel zu 100%
      wie schön für sie, ich nicht.

      • Wilfried Bergmann

        Herr Bruns, welcher auch immer, wenn Sie die Aussasgen des Herrn Thielt nicht teilen, haben Sie den Koran noch nie gelesen. Das ist die Grundlage für jede Auseinandersetzung mit dem Islam. Eine schwierige große Aufgabe, die da auf sie wartet.

        • Herr Bergmann, auch das wird nicht reichen das Ganze zu verstehen. Die Hadithen sind eine weitere Säule und das Glaubensbekenntnis müsste in seiner Aussagekraft auch ganz genau angesehen werden. Oder allein die Regel das bei zwei Suren zum gleichen Thema, der jüngeren der Vorzug zu geben ist etc. Die Unwissenheit in diesem Land ist Groß und die Bereitschaft zu verdrängen war auch immer sehr ausgeprägt, denn das hilft sich nicht verantwortlich zu fühlen. Die folgenden Generationen werden es danken, wie immer.

        • Jürgen Todenhöfer

          Liebe Freunde, viele Islamkritiker verschweigen gerne, dass das Alte Testament viel blutiger ist als der Koran. Das erleichtert die Kritik am Koran. Sie sollten endlich aufhören Judentum, Christentum und Islam mit zweierlei Maß zu messen. Hier einige Bibel-Zitate, die Euch die Sprache verschlagen werden.
          Herr Bergmann, ich bin ein gegner jeglicher religion. nur schafe brauchen hirten. und warum bin ich ein gegner? weil ich mich seit meiner kindheit damit beschäftigt habe. es darf jeder glauben ,was er will. glauben heißt nicht wissen. und wer nichts weiß, sollte andere in ruhe damit lassen. wer mich missionieren will, wird sein privates wunder erleben.

          • Herr Bruns sie haben die Unterschiede der Religionen leider nicht verstanden. Auf die kommt es aber leider an, wenn man die Konflikte verstehen und lösen möchte. Sie sollten sich daher mal intensiver mit dem Islam beschäftigen, dann werden Sie die Problematik erkennen. Nur ein eklatanter Unterschied sei hier mal geschildert: Das alte Testament wird eher als Geschichtsbuch verstanden, der Koran ist das empfangene Wort Gottes und Gottes Wort darf kein Mensch reformieren. Von daher steckt der Islam in seiner Zeit fest.

  20. man bekommt bei den Aussagen Gänsehaut. Nur der deutsche Michel in seiner unendlcihen Dummheit weiss es besser, als ein gebürtiger Ägypter und ehemaligem Gläubign des Islam. Kopfschütteln darüber , das Roth, Künast, Fahimi und andere Unwissende es alles besser wissen!

    https://www.youtube.com/watch?v=hLtgkBfwJeE

    • Lieber Sulaf Aybati

      wie ich das sehe, ernähren Sie sich zu einseitig. Da ist es kein Wunder, wenn Sie überall (im Netz und anderswo) immer nur das finden, was Ihre sehr ungesunde Lebensweise unterstützt. Selbstverschuldete Schlingblindheit nennen die modernen Verdauungsforscher das. Dabei befinden sich viele Dinge, aber besonders auch die Essensgewohnheiten im Westen im Wandel! Ja, eine ganze Generation ißt heute bewußter denn je. Was eine willkommene Entwicklung für Jungunternehmer in modernen Bratling-AGs und Bio-Food-Ketten bedeutet, stellt sich als dramatisch für all jene klassischen Restaurants heraus, die noch aus Zeiten stammen, in denen die Konzepte Gesundheit und Essen nicht zusammengedacht wurden. Ein alarmierendes Beispiel hierfür ist u.a. das Traditionsunternehmen McDonald’s. Hier befindet sich die Nachfrage seit langer Zeit im Sinkflug. Selbst das langjährige Erfolgskonzept, mit dem sogenannten „Happy-Meal“ zusätzlich zum Essen extra Spielzeug (Mäuseköpfe, Rattenschwänze etc.) zu servieren, scheint die Jugend nicht mehr in die Filialen zu locken, zumal diese sich ihr Essen derweil ohnehin längst aus dem Internet herunterlädt. Wer heute noch Burger ißt, legt vor allem Wert darauf, daß diese aus möglichst geschmacksneutraler, gepökelter Preßpappe bestehen, und ist auch gewillt, dafür entsprechend tiefer in die Tasche zu greifen. Eine Studie der Leuphana hat ergeben: Nachhaltigkeit ist das Zauberwort in der Wegwerfindustrie Fast-Food. Und auch wenn McDonald’s die Zeichen der Zeit erkannt hat und inzwischen großen Wert darauf legt, die Rinder für das Burgerfleisch nur noch mit veganem Ökostrom zersägen zu lassen – der Erfolg früherer Tage bleibt aus.

      Experten blicken mit Sorge auf derlei Entwicklungen und sehen im Abflauen des klassischen Fast-Food-Trends sogar das Symptom einer zunehmend hektischen Gesellschaft. Waren die Leute früher noch dazu bereit, einerseits doppelte Fast-Food-Menüs zum Frühstück, Mittag- und Abendessen zu verschlingen, sich dafür einfach einmal monatlich den Herzschrittmacher nachstellen zu lassen und abends mit der Insulininfusion zu Bett zu gehen, muß heute längst alles in einem geschehen – gesund und satt, lautet die Devise. Wo man früher lustig Burger kauend die Umwelt ruinierte und dabei die Gelassenheit besaß, das große Aufräumen auf später zu verschieben, ist nun Gleichzeitigkeit gefragt (vgl. Rüdiger Safranski). Essen und Gesundheit in einem, das bedeutet in letzter Konsequenz nun mal aber auch das Verschwinden einer Eßkultur, die den Moment lebt („Essen, Reiern und dann mal sehen“). Wie McDonald’s und Co. sich aus dieser Situation manövrieren wollen, bleibt fraglich, eine Gesellschaft ohne Fast Food jedenfalls scheint wenig wünschenswert.

      • Einem Menschen, der schon alles kosten musste, einseitige Ernährung vorzuwerfen, ist schon ein sehr dreistes Stück und erklärt vieles in der laufenden Diskussion. Die Einseitigkeit ist in diesem Falle daher ganz auf ihrer Seite, sonst hätten Sie sicherlich Antworten auf die Kritikpunkte am Islam. Ihnen fehlt es sicher nicht nur an abwechslungsreicher Ernährung sondern auch an einer gehörigen Portion Erfahrung, sonst würden Sie nicht so arrogant daher schreiben. Meine Erfahrungen aus Kernislamischen Staaten wie Saudi Arabien, Iran, Irak und Pakistan möchte ich jetzt gar nicht ausführen. Mit ein wenig intellektueller Neugier und der Bereitschaft etwas dazu zu lernen könnte es ihnen gelingen, anhand von etwas Recherche selbst darauf zu kommen ohne am eigenen Leib diese Erfahrungen zu machen. Sie gehören für mich zur Sorte Deutscher, die zu anderer Zeit gehörig Karriere gemacht hätten, da Sie einiges extrem Ausblenden können. In diesem Punkt liegen Sie aber auf Linie mit der herrschenden Politik- und Medienkultur.

  21. Nachdem sich die erste Aufregung jetzt gelegt hat und wir Forenteilnehmer uns genügend angegiftet haben, sollte man (als Indefinit-Pronomen) vllt. einmal versuchen, Herrn Jenckel i.d.S. zu antworten.

    Im letzten Absatz schreiben Sie meiner Meinung nach das entscheidende Wort : Gastfreundschaft!

    Denn gegen Gastfreundschaft hat niemand in Deutschland etwas einzuwenden. Nicht einmal die von Ihnen wieder einmal gescholtene „Protestkultur“ der Pegidianer.
    Gastfreundschaft impliziert einen Zeitraum des Bleibens und eine Freundschaft. Freundschaft ist ein auf gegenseitiger Zuneigung beruhendes Verhältnis von Menschen zueinander, das sich durch Sympathie und Vertrauen auszeichnet (WIKI).
    Wie Sie richtiger Weise darstellen, hat der Gastfreund Rechte und Pflichten. Diese Pflichten einzufordern fällt aber vielen zu schwer, sie ergehen sich in den Rechten der Flüchtlinge, Migranten oder wie immer man ( Indefinit-Pronomen) sie bezeichnen möchte.
    Wer sich mehrere 1.000 Km durchschlägt, hat ein klares Ziel vor Augen, das ist nicht die Flucht vor Krieg und Verfolgung – das sollten wir jetzt ehrlicher Weise eingestehen. Diese Flucht war in der Türkei bereits erfolgreich.
    In einem Radius von 3.000 Km um Syrien liegen etliche sichere Staaten.

    Über noch mehr Flüchtlingen dürften wir nicht den Menschenverstand verlieren – welchen ?
    Den angeborenen, den von der Natur mitgegebenen Egoismus um zu überleben, oder den anerzogenen humanitären ?
    Sie sprechen von Missverständnissen in der Ausdruckswahl der Politiker und auf Seiten der Flüchtlinge.

    Was ist an „es gibt keine Obergrenze….“ oder an „Wir schaffen das!“ misszuverstehen?

    Ebenso sprechen Sie von Gewalt und Missverständnissen in den Unterkünften.
    Was ist am „Nein“ einer Frau misszuverstehen?
    Die Forderung nach “Duschgeld“ war dann auch ein Missverständnis?
    Schlimmer noch ist die Behandlung der wenigen Kinder in den Massenunterkünften wie ich sie erlebt habe.
    Da hätte ich noch eine ganze Reihe von Missverständnissen.
    Sie haben da einen wunderbaren Satz zusammengebastelt, der jeden der Beteiligten entlastet. Aber so ist es nicht – das ist nicht die Realität.
    Womit wir wieder bei der Gastfreundschaft sind – aber bitte mit klaren, einzuhaltenden Regeln.

    Ich darf Sie zitieren : „Verschärft wird die Lage noch durch die Egozentrik von Staaten und auch Bürgern.
    Die Folge der Ungewissheit: Es wächst neben der Willkommenskultur in Deutschland eine Ablehnungskultur, eine Unkultur der Entgleisungen.“
    Ablehnung ist also eine Unkultur? Was lehnen Sie ab? Ist das dann auch eine Unkultur?

    Könnten wir uns evtll. darin verständigen, dass diese Ablehnung aus Angst und Unwissen, aus Uninformiertheit
    entsteht? Wer trägt daran die Schuld?
    Für mich schließt sich hier der Kreis: Gastfreundschaft ein eindeutiges ja – Einwanderung ein klares NEIN.
    Wie Sie schon sagen, es treffen Kulturen aufeinander – nicht kompatibel.

    • An Herrn Bundeskasper

      „Nachdem sich die erste Aufregung gelegt hat …“ Ein wenig haben Sie schon vom Sendungsbewusstsein des jungen Moses, der sich von ganz hoher Warte berufen wähnt, sein Volk aus der ägyptischen Gefangenschaft führen zu sollen und seien auch rote Meere zu teilen, nicht wahr, Bundeskasper? Und werden ich und meine Oma Suse die zehn biblischen Plagen nun als Vorformen Ihrer Giftspritzerei anzusehen haben, mit denen die linksliberalen Opponenten zum Aufgeben ihrer das gesunde deutsche Denken versklavenden Mainstream- und Gutmenschen-mentalität animiert werden sollen?

      Zu dem Jenckel´schen Kernbegriff „Gastfreundschaft“ hat Slavo oben schon viel Richtiges gesagt (https://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/272468-272468#comment-58356): Europa müsse sich organisieren, schreibt der Philosoph, „und klare Regeln und Vorschriften erlassen. Die staatliche Kontrolle des Flüchtlingsstroms sollte durch ein umfassendes europäisches Netzwerk sichergestellt werden, um lokale Brutalitäten wie die der Behörden in Ungarn oder der Slowakei zu verhindern. Die Flüchtlinge sollen sich sicher fühlen können, es sollte ihnen aber auch klargemacht werden, dass sie den Wohnort akzeptieren müssen, der ihnen von den europäischen Behörden zugewiesen wird, und dass sie die Gesetze und sozialen Normen der europäischen Staaten achten müssen: keine Toleranz für religiöse, sexistische oder ethnische Gewalt auf irgendeiner Seite, kein Recht, anderen die eigene Lebensweise oder Religion aufzuzwingen, Anerkennung der Freiheit jeder Person, die Gebräuche ihrer Gemeinschaft abzulegen – und so weiter. Ja, ein solches Regelwerk privilegiert unter der Hand die westeuropäische Lebensweise, aber das ist der Preis für die europäische Gastfreundschaft. Diese Regeln sollten klar formuliert und, wenn nötig, mit Zwangsmitteln durchgesetzt werden – gegen ausländische Fundamentalisten genauso wie gegen unsere eigenen immigrationsfeindlichen Rassisten.“

      Sie betonen zu Recht: Gastfreundschaft gilt temporär. Möchte er abreisen, verabschiedet sich der Gast, möchte er dauerhaft bleiben, wandelt sich sein Status und er wird zum Mitbürger.

      Wer aus einem Auffanglager im Libanon, in Jordanien, der Türkei oder als Angehöriger der seit Jahrzehnten politisch verfolgten Minderheit der Ahmadiyya aus Pakistan zu uns kommt, reist aber nicht als Gast im Komfortbus herbei, sondern als ein an Leib und Leben bedrohter Flüchtling, der es ein paar Stationen weiter geschafft hat, als nach den Regeln der europäischen Registrierungs- und Verwahrregularien für ihn vorgesehen ist, weil Herrn Erdogan im Sommer einfiel, den europäischen Staats- und Regierungsmanagern einmal die Instrumente zu zeigen, mit denen er in Zukunft Geopolitik zu betreiben gedenkt.

      Herr Bundeskasper, es gibt nur einen Verstand, der – wie jedes menschliche Vermögen – zum Guten oder zum Schlechten ausschlagen kann. Wenn nun Sie die bisher – Gott sei Dank! – sehr, sehr vereinzelten Gewaltausbrüche unter Menschen, die sozialpsychologisch seit Monaten, manchmal seit Jahren im Ausnahmezustand leben, anführen, um „den“ Asylsuchenden als solchen, nämlich in seiner entindividualisierten Typik als explosives, vergewaltigendes und Kinder misshandeldes Triebbündel zu kennzeichnen, sehe ich den Pegel sich in Ihrem Fall sehr deutlich ins Gemeine, ins Gehässige, ja, ins Bösartige bewegen, um dort zu verharren.

      Ihre hinterhältig schleichende Infamie wird ganz besonders dort deutlich, wo Sie anderen Kommentatoren, in diesem Fall Jenckel, das Wort im Munde herumdrehen. Nur ein Beispiel: Es ist aus dem Kontext im Meinungsbeitrag des Online-Redakteurs für den Dümmsten eindeutig zu erfassen, dass Jenckel den affektiven Refus einer momentan noch sehr kleinen, jedoch wachsenden Zahl von Bürgern Flüchtlingen gegenüber als Ergebnis von „Interessenwirrwarr, „Missverständnissen“, „Unübersichtlichkeit“ und „Desorientierung“, aber auch von „Egoismen“, „Ängsten“, „Entgleisungen“ und „Angstmache“ zu einem Besorgnis erregenden Syndrom zusammenschießen sieht, das er – vielleicht terminologisch etwas unglücklich – „Ablehnungskultur“ nennt: die Pflege oder besser: das zuweilen unbedachte (Mädge), das häufig leichtfertige (Seehofer) und das jedoch sporadisch kalkulierte und gezielte öffentliche Päppeln von gefährlichen Ressentiments unseligsten Angedenkens. Was machen Sie daraus? Wie ein sophistischer Advokat des Teufels ridikülisieren Sie Jenckels Kritik an der Ablehnung von Hilfesuchenden zu einem Verwerfen von „Ablehnung“ generell. („Was lehnen Sie ab? Ist das dann auch eine Unkultur?“) Wie blöde! Natürlich ist die Ablehnung von Intoleranz keine Unkultur! Auch die Ablehnung IHRER Intoleranz übrigens nicht.

      Für einen alternden Modernisierungsverweigerer wie Sie, Bundeskasper, der das Aufeinandertreffen von Kulturen per se für „nicht kompatibel“ hält, ist Jenckels gelungener Essay vermutlich nur darum nicht vergeblich geschrieben, weil er Sie zuletzt zu der Einsicht bringt, „dass die Ablehnung (des Fremden) aus Angst und Unwissen, aus Uninformiertheit entsteht“.

      Es wäre schön, Sie würden den Mangel an Informationen und Kenntnissen probehalber auch einmal sich selbst unterstellen und fragen, was Sie tun können, um ihn zu verringern. Vielleicht mal einen Flüchtling zum Tee einladen und über das Leben in Pakistan oder Syrien plaudern

      „Wer trägt daran die Schuld?“ Ihr Problem, Bundeskasper, ist vielleicht, dass Sie immer sofort die letzten Fragen beantwortet haben möchten. Wie wäre es, einmal mit den vorletzten anzufangen?

      Überhaupt: Antworten sind besser (und gesünder) als Alarmismus und Weltuntergangshysterien.

      Mit lieben Grüßen, Ihre kleine Gerti

      • liebe gerti, jetzt haben sie es ihm aber gegeben. ha ha. ich weiß von bundeskasper, er würde sie gern persönlich kennenlernen. ich biete mich als vermittler an. sie beide dürfen gern solange dabei anonym bleiben, bis sie sich entschließen , dieses zu ändern. da ich ja bekanntlich selbstverliebt bin und ansonsten noch ein paar unangenehme eigenschaften besitze, dürfen sie sich trotzdem auf meine diskretion verlassen. ich hoffe, dr.sommer hat hier nichts dagegen.

        • Herr Bruns, Sie werden lachen, aber wenn ich an einem nicht zweifle, dann an Ihrer Zuverlässigkeit. Doch aus diesem „Projekt“ wird nichts werden. Aus vielen Gründen, auch denen des Selbstschutzes, von denen einer gut proustisch lautet: Ich möchte mich nicht mit den Figuren meiner Phantasie zum Biertrinken treffen, da ich deren Verarmung und Verzwergung nach der Konfrontation mit ihren realen Gegenstücken fürchte. Zum Zweiten – und das ist ausschlaggebend – verbietet mein Job mir ganz einfach die Kontaktaufnahme.

  22. Sehr geehrter Herr Fahrenwaldt, während also nun – wie Sie wahrscheinlich auch – immer mehr heißblütige Kämpfer für mehr direkte Demokratie die Hände über den Kopf zusammenschlagen und eher vergeblich zu beweisen versuchen, dass so was wie PEGIDA mit Volksabstimmungen und Bürgerbefragungen hätte verhindert werden können, spazieren die abendländischen Peripatetiker weiter im Dresdner Kreisverkehr, und weil sie gegen alles und jeden sind, natürlich auch gegen den Uhrzeigersinn.

    Das Ziel PEGIDAs ist der Weg rund um die Dresdner Frauenkirche und das Im-Gespräch-Bleiben der AfD, die zunehmend neidisch auf die populistischen Erfolge der CSU reagiert. Für den falschen Populismus der tendenziösen, regierungskonformen Systemmedien haben PEGIDA-Anhänger natürlich nichts übrig, denn viele mussten erst aus der BILD-Zeitung bitter erfahren, dass die Politik sie seit Jahren belügt und manipuliert. Deshalb greifen sie für ihre Absprachen und Bekanntmachungen ausschließlich auf neutrale Non-Profit-Unternehmen wie Facebook zurück und sprechen auch sonst nicht zu den 79.085.000 deutschen Eliten und Anhängern der Intelligenz, denn die sind schließlich nicht das Volk. Obwohl sich die verhassten Systemmedien alle Mühe geben, PEGIDA als eine moralisch verwerfliche Ungeheuerlichkeit im Sinne der mehrheitskonformen Bundespolitik darzustellen, schaffte es die Versammlung bisher noch nicht, ihre belanglose Lächerlichkeit einzubüßen und müsste zur Durchsetzung ihrer friedlich heraufdemonstrierten Fremdenhasskonzepte vermutlich auf rechte Terror- oder Gewaltakte zurückgreifen, denn anders kann man ja in diesem Land nichts bewegen.

    • Karlheinz Fahrenwaldt

      Lieber Fabian Lichter, es ist ein Irrglaube, dass Volksabstimmungen rechtsgerichtete Abstimmungsergebnisse verhindern. Einige Abstimmungsergebnisse in der Schweiz und in Hamburg sind hierfür die besten Beispiele. Und trotzdem halte ich Volksabstimmungen auf allen politischen Ebenen für das demokratischste Mittel der Willensbildung. Das beste Beispiel ist für mich das Verhalten des griechischen Volkes bei der Abstimmung über die Zwangsmaßnahmen der internationalen Geldgeber.
      Ich halte es für ein großes Problem unserer Gesellschaft, dass 15.000 Pegida-Hetzer mehr mediale Resonanz haben als 250.000 TTIP-Gegener.
      Ich lehne als bekennender Pazifist jede Form von Gewalt von wem auch immer ab und glaube an die Kraft der Argumente.

    • Sehr verehrter Herr Fahrenwaldt

      Was man mit sogenannten „Volksentscheiden“ alles anstellen kann, wird ja nicht nur in der Schweiz sichtbar, die immer weiter nach rechts in den extrem xenophoben und gruppenegoistischen Territorialnationalismus abdriftet, oder in Griechenland, wo eine kleine wirrköpfige neomarxistische Clique selbsternannter Heilsbringer Befragungsachterbahnfahrten inszeniert, um von ihrer Inkompetenz abzulenken — und das im Umfeld von mafiösen, durch und durch korrupten „bürgerlichen“ Parteikadern, die mit ihren jeweiligen „Familien“ das Land 40 bzw. – sofern sie zur Junta gehörten – 70 Jahre lang ausgeplündert haben, sondern dies hat sich auch bei der Befragung auf der zuvor annektierten Krim offenbart und ist jedem um 1900 Geborenen noch als „Referendum in der Ostmark vom 10. April 1938“ in Erinnerung bei dem 99,59 Prozent der betroffenen Volksdeutschen für „die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich“ votierten.

      Ich, Herr Fahrenwaldt, halte es daher mit dem ausgewogenen Urteil der alten Dame Rita Böttjer, die am 20. August letzten Jahres hier im Blog geschrieben hat:

      »Ja, es mag auch Reaktionäres in den Initiativen erregter Bürger stecken. Reaktionär insofern, als sie insgeheim von einem glühenden Misstrauen gegenüber dem Parlamentarismus und den demokratischen Institutionen geprägt sind, die politische Teilhabe strukturieren. Offenkundig ist mittlerweile viel Sinn für die formalen Aspekte von demokratischen Verfahren der Entscheidungsfindung verloren gegangen: Man möchte sich auch nicht in den Niederungen der Parteien engagieren, sondern den Meinungsbildungsprozess in „Bürgerbefragungen“ abkürzen. Man möchte keine Regierung mehr, die auf diskrete Kommunikation angewiesen ist, sondern feiert „Transparenz“ und die urwüchsige Graswurzelunmittelbarkeit, die vermeintlich über Befragungen und Akklamation auf direktem Weg zu den unverfälschten Wünschen der Gemeinschaft vordringt. Wer die deutsche Geschichte kennt, weiß, hier droht die Gewalt der Straße, die Unmenschlichkeit, die in der „Hefe des Volkes“ gedeiht. Nicht zu Unrecht vielleicht warnte Theodor Heuss, Volksentscheide und „Direkte Demokratie“ seien Prämie und Einfallstor für jeden Demagogen.

      Das alles sollte nicht übersehen werden. Aber es sollte (…) auch nicht übersehen werden, welch ein Echo an Gehässigkeit, Klatschsucht, Verleumdung und Verrat, Dünkel, Besserwisserei und Aufgeblasenheit, an Bereitschaft zu autoritätshörigem Opportunismus, geistigem Mitläufertum und selbstgerechtem Konformismus in der pauschalen Diffamierungsformel vom „leicht erregbaren Homo Furibundus“ widerhallt. (…)

      Jeder – auch in Adendorf und auch wenn es den Oscars dieser Welt nicht gefällt – hat das Recht, nach seiner Façon mit St. Florian zu „kommunizieren“, seine Meinung zu äußern und für seine Sache einzutreten, solange er keine Gesetze verletzt.

      Das ist das Großartige an der Verfassung des Landes, in dem zu leben wir das unverdiente Glück haben.«

      (Hier gefunden: http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/184176-und-es-ist-mir-laengst-klar-dass-nichts-bleibt-wie-es-war#comment-7969)

      Darf ich mich kurz in Ihren Disput mit Teja Fischer einschalten, Herr Fahrenwaldt?

      Ich denke, dass Sie hier: http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/272468-272468#comment-58463 eine ziemliche Bauchlandung hinnehmen mussten, kann aber nicht verstehen, warum sie Ihre kleinen Fehler und Irrtümer nicht zugeben.

      Zu Ihrem Punkt 9.: Ich glaube, hier haben Sie einfach falsch gelesen. Frau Fischer hat nicht von einem Einsatz „mit Waffen und Kriegsgerät“ gesprochen und von „Frieden schaffen“ war nicht die Rede“! Frau Fischer hatte den Vorschlag von Herrn Slavo aufgegriffen und angeregt, es könne in einer Mediendemokratie hilfreich sein, Zielsicherheit, Sachverstand, Entschlossenheit und Tatkraft für eine Weile dadurch zu INSZENIEREN, dass man Soldaten bei der Aufnahme, der Versorgung, dem Transport und der Unterbringung von Flüchtlingen mithelfen lässt. So etwas wird bei Elbehochwasser und Überschwemmungen doch auch immer gerne gemacht. Sie, Herr Mädge, Eckhard Lotze, Manfred Webersinn, Hiltrud Meihsies und Klaus Bruns steifen sich dann grünbraune Gummistiefel über die roten Socken, klemmen den Selfie Stick unter den Arm und lassen anschließend von t&w möglichst viel positiv wirkendes Bildmaterial in die social-media-channels einspeisen. Danach lassen Sie sich vom Leuphanapräsidium bestätigen, es handle sich um eine nachhaltige Realitätssimulation neuen Typs für die Zivilgesellschaft des Zwanzigsten Jahrhunderts — und alles wird gut. Solche Zeichen der Kompetenzzusammenballung nehmen den desorientierten Oberstudienräten, Rathausmitarbeitern und Chefsekretärinnen gewiss viel Heißluft aus den Wutsegeln.

      In Ihrem letzten Punk, Herr Fahrenwaldt, wiederholen Sie, die von Frau Fischer in ihrem „Karlheinz, Karlheinz-Kommentar“ beschriebene Aufführung sage Ihnen „nicht so besonders viel in Bezug zu dem hier behandelten Thema“. Das erstaunt mich wie sicher auch – nehme ich an – das gesamte geistige Lüneburg. Sie wollen doch nicht wirklich behaupten, Sie seien zu der hier erwarteten simplen gedanklichen Transferleistung nicht in der Lage, Herr Fahrenwaldt? Warum bestehen Sie dann bei den Premieren im städtischen Theater immer derart streitbar auf einem Platz in der ersten Reihe, wie er Kreistagsangehörigen angeblich zusteht? Kommt es Ihnen nur darauf an, in den Pausen bei Champagner und Canapés zu sehen und gesehen zu werden? Das können Sie mir nicht erzählen. Ich glaube eher, Sie wehren es schlicht ab, das Allgemeine im Besonderen zu erblicken, wenn Sie den Verdacht oder gar die Gewissheit haben, unter den im Stück Portraitierten mitgemeint zu sein und wiedererkannt werden zu können. Ist da was dran?

      Ihr Fabian Lichter

      • @ Fabian Lichter

        zitiere:

        „Was man mit sogenannten „Volksentscheiden“ alles anstellen kann, wird ja nicht nur in der Schweiz sichtbar, die immer weiter nach rechts in den extrem xenophoben und gruppenegoistischen Territorialnationalismus abdriftet, oder in Griechenland, wo eine kleine wirrköpfige neomarxistische Clique selbsternannter Heilsbringer Befragungsachterbahnfahrten inszeniert, um von ihrer Inkompetenz abzulenken ….“

        Das lieber Herr Lichter nennt sich DEMOKRATIE und ist etws ganz anderes , als das was uns seit Jahren seitens der politisch (über)korrekten Parallelgesellschaft aus Berlin, als Demokratie verkauft wird: Eine ohne den Bürger auch nur ansatzweise zur Kenntniss nehmende Diktatur mit sämtlichen Gesetzesbrüchen , die man sich zum Thema Asyl ,Zuwanderung, Schengen, Dublin 2, usw. vorstellen kann. Inclusive Doktoren, die keine sind oder die eine Doktorarbeit zum Thema „Kristallisierung von Speiseeis“ geschrieben haben und nun Bundskanzlerin sind und ein ganzes blühendes und intaktes Land, einschliesslich dem funktionierenden sozialen Netz in den Abgrund stürzt.
        Ist das besser als den Bürger, der die Konsequenzen trägt, mit entscheiden zu lassen?

      • Karlheinz Fahrenwaldt

        Sehr geehrter Herr Richter,

        da der Wahrheitsgehalt Ihres obigen Kommentars gen 0 tendiert, werde ich ihn nicht beantworten. Nur so viel: Ich bin seit über drei Jahren kein Kreistagsabgeordneter mehr, mag keinen Champus und hab vor 10 Jahren das letzte Mal ein Theater von innen gesehen (es wurde ein Weihnachtsstück gegeben, die Karten für mich und meine Kinder habe ich selbst bezahlt).

    • Karlheinz, Karlheinz

      Sie glauben an die Kraft der Argumente? An den eigentümlich zwanglosen Zwang der besseren Gründe und an den herrschaftsfreien Diskurs als dem Schauplatz kommunikativer Rationalität, auf welchem problematisch gewordene Geltungsansprüche zum Thema gemacht und auf ihre Berechtigung hin untersucht werden?

      Dann haben Sie noch nicht Hegemonchéri aus der Hofkonditorei probiert – die Praline für die herrschende Klasse.

      • Karlheinz Fahrenwaldt

        Liebe Teja?

        Es wird nicht gelingen, der „herrschenden Klasse“ die „Hegemoncherie“ mit einem G 32 oder einer Kalaschnikov aus der Hand zu schießen. Gewalt ist keine Lösung und erzeugt nur Gegengewalt. Wer sich etwas mit der geschichtlichen Entwicklung von Revolutionen beschäftigt hat, kann das bestätigen. Von der englischen Revolution im 17. Jahrhundert bis zu den arabischen Revolutionen im 21. Jahrhundert wurde jede Revolution von einer Konterrevolution begleitet; selbst die friedlichste Revolution 1989 führte nicht zu einer Angleichung beider Gesellschaftssysteme auf Augenhöhe sondern führte zu einer vollständigen Zerschlagung aller Werte der ehemaligen DDR. Die „herrschende Klasse“ wird sich irgendwann selbst vernichten. Der schnellste Weg wäre die Beseitigung des Patriarchats – aber bis die Damen der Schöpfung soweit sind kann es dauern. Dann hätten wir eine FRAUschende Klasse und wie die ihre Probleme löst kann man am besten bei unseren afrikanischen Artgenossen, der Schimpansenart Bonobo, erfahren!

  23. Das sehr gute Gespräch über die massiv wachsende rechtsextreme Aggression (und ob und wie sie mit der Flüchtlingspolitik zusammenhängen könnte) zwischen dem Marburger Sozialpsychologen Prof. Dr. Ulrich Wagner und Joachim Zießler aus der Landeszeitung (vom Donnerstag, glaub ich) kann man jetzt auch online lesen:

    http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Landeszeitung-Lueneburg-quot-Angst-loest-nur-das-Nebuloese-aus-quot-Interview-mit-Prof-Dr-Ulrich-Wagner-zum-Thema-Fluechtlinge-4571042

    • Das nennen Sie ein „sehr gutes Gespräch“ ? Herr Professor Wagner rennt offene Türen ein und schmäht Pegida als „Vereinfacher“, wagt aber nur nebulöse Besserwisserei. Er möchte die Pegida-Bewegung mit Worten hinrichten und ihr direkte Beihilfe zum Attentat unterstellen, traut sich aber nicht recht. Professoral umschrieben lautet das dann so: „Es gibt einen Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Pegida und dem Attentat, der ist aber komplizierter als eine einfache kausale Verbindung.“ Das ist nichts anderes als widerliche Instrumentalisierung eines schrecklichen Ereignisses, am schnellsten war da Karin Göring – E. von den GRÜNEN. Und weil der Zusammenhang so kompliziert ist, zeigt der Herr Professor keine nachvollziehbare Kausalität auf, denn die könnte man ihm argumentativ um die Ohren hauen. Einfach nur peinlich.

      • Heidjer, Sie haben entschieden Unrecht ! Der Attentäter, der wegen versuchten Mordes an der Kölner Sozialdezernentin und heutigen Oberbürgermeisterin in Untersuchungshaft sitzt, hatte, wie der 44-Jährige selbst berichtete und der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz bestätigte, vor allem in den 90er Jahren Kontakte in die rechtsextremistische Szene. Demnach hat er Verbindungen zur 1995 verbotenen „Freiheitlich Demokratischen Arbeiterpartei“ (FAP) gehabt und 1994 an einem „Rudolf-Heß-Gedenkmarsch“ in Luxemburg teilgenommen, bei dem er festgenommen wurde. 2008 habe er Interesse an der NPD gezeigt und sei in jüngster Zeit sporadisch in rechtsgerichteten Online-Foren aktiv gewesen, hieß es.

        Wenn Prof. Wagner von einem „Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Pegida und dem Attentat“ spricht, der „aber komplizierter als eine einfache kausale Verbindung“ sei, handelt es sich NICHT, um „eine widerliche Instrumentalisierung“, sondern um Vorsicht und Zurückhaltung gerade in die Richtung propagandistischer Missbrauchsmöglichkeiten.

        Wie wollen Sie auch „Kausalität“ zwischen dem Massenwahn in Lynch- und Hassatmosphären, wie ihn Bachmann, Höcke und der schauderhafte Pirinçci auf Pegida- und AfD-Veranstaltungen bewusst anfachen und aufpeitschen, und dem Mordversuch eines armen Irren nachweisen, der meint ausführen zu müssen, woran seine Brüder im Geiste sich vorerst noch im Kollektivgebrüll berauschen?

        Hier ist allenfalls Plausibilität, also eine hermeneutische Wahrscheinlichkeit, aber natürlich nie ein naturwissenschaftlicher Ursache-Wirkung-Konnex zu erhalten. Dies macht es grollenden Ignoranten und politisch einschlägig Interessierten (wie Ihnen (?)) natürlich einfach, jede Verantwortung für so ein grelles Alarmzeichen weit von sich zu weisen.

        ICH muss – im Unterschied zu Ihnen – in diesem Zusammenhang an den tapferen und aufrichtigen erzkonservativen Ehrenmann Karl Joseph Wirth denken, an den Politiker der Deutsche Zentrumspartei, der vom 10. Mai 1921 bis zum 14. November 1922 Reichskanzler der Weimarer Republik gewesen (und der bis heute jüngste deutsche Kanzler) ist.

        Als sein Kollege, der (deutsch-jüdische) Außenminister Walther Rathenau am 24. Juni 1922 einem politischen Attentat zum Opfer fiel, das – ähnlich dem Kölner Fall – von drei dummen jungen Männern ausgeführt, aber nicht geplant, veranlasst und motiviert worden ist, trat Wirth vor den Reichstag und rief am Ende seiner sehr emotionalen Rede, nach rechts zeigend, die bis heute bekannten Worte:

        „Da steht der Feind, der sein Gift in die Wunden eines Volkes träufelt. – Da steht der Feind – und darüber ist kein Zweifel: dieser Feind steht rechts!“

        (Die lesenswerte Rede ist hier zu finden: http://www.kurt-bauer-geschichte.at/PDF_Lehrveranstaltung%202008_2009/05_Wirth-Rede.pdf)

    • @ Hallo Leute

      Hat der Professor auch zu diesen Dingen und der Gewalt gegen Politiker der AfD Stellung bezogen? Oder ist ein Fadenkreuz in dem ein Politiker zu sehen ist, nicht so schlimm, sofern er nicht politisch korrekt ist?

      http://www.welt.de/politik/deutschland/article148048883/Brandanschlag-und-Einbruch-bei-AfD-Funktionaeren.html

      • herbert relling
        über was wundern sie sich? über dummheit? über nachahmer? dieses verhalten ist doch nur munition für den rechten rand. dieser rand zeigt gern auf den rand gegenüber. genau so, wie sie es tun. wo sind sie, wenn ihresgleichen mist baut?

  24. Das was Herr Peter Maffay da fordert und äussert hört sich vernünftig an.Im Gegensatz zudem realitätsfernen Wahnvorstellungen seiner Kollegen.

    zitiert:

    Neben dem Spracherwerb sei Respekt vor den Werten der neuen Heimat die wichtigste Voraussetzung für die Integration, betonte der Musiker: „Alle, die hier Asyl suchen, sollten das Grundgesetz vorgelegt bekommen und mit ihrer Unterschrift bestätigen, dass sie es auch gelesen haben. Was wir nicht verkraften werden, sind Parallelgesellschaften.“

    http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/fluechtlinge-peter-maffay-sorgt-sich-vor-parallelgesellschaften-13874998.html

  25. Lieber Hans-Herbert Jenckel

    Zwei plus zwei Fragen:

    1.: Sie schreiben, die Zustände seien teils untragbar. Aber das liege „eben nicht an den Helfern, nicht an den Flüchtlingen, nicht an den Kommunen, das liegt nicht an der Landes- noch der Bundesregierung, sondern an den unüberschaubaren Verhältnissen mit zu vielen Akteuren mit zu vielen Interessen auf allen Seiten.“ Wie hat man sich „Verhältnisse“ vorzustellen, die „untragbare Zustände“ verursachen, welche zugleich durch Akteure mit Interessen erzeugt werden, von denen aber keiner verantwortlich ist? Meinten Sie Chaos, ohne Chaos zu sagen?

    2.: Erneut haben ich und einige meiner Kolleginnen und Kollegen den Eindruck, Sie würden mit dem Freischalten von Kommentaren nicht nachkommen. a: Ist dieser Eindruck richtig? b: Woran hakt es? c: Wie soll ein lebendiger Austausch entstehen, wenn die Reaktionszeiten der Forumsbetreiber dermaßen langsam sind?

    • 1) Nein, die Rede ist von Interessenskonflikten in der Staatengemeinschaft, die Rede ist von Kritikern, die ein Plan verlangen für etwas gänzlich Unkalkulierbares.
      2) Nein, mancher Kommentar hat, weil er sich zu meiner Verwunderung auf einen Kommentar bezieht, der ebenfalls noch nicht freigeschaltet ist, durchaus Zeit. Hier handelt es sich entweder um Hellseher oder Selbstgespräche.

      • Hier handelt es sich entweder um Hellseher oder Selbstgespräche.
        da diese erkenntnisse hier nicht neu sind, mein vorschlag: entweder nur alle anonym , oder alle nur mit ihrem echten namen erlauben, dass sie hier ihr unwesen treiben. als kind habe ich auch gern verstecken gespielt. aber es half nichts, am ende wurde man doch immer gefunden.

      • Karlheinz Fahrenwaldt

        Lieber jj,

        ich habe den Eindruck, dass in Ihrem Blog einzelne Kommentatoren unter mehrern Namen kommunizieren. Wenn das generell möglich und der Fall ist werde ich an diesem Blog nicht mehr teilnehmen. Das ist mir zu zeitraubend!

        • Lieber Herr Fahrenwaldt,
          ich vermute, Sie sind im Recht, ich werde mit der Technik sprechen, ob wir diesen Zeilen-Wildwuchs verhindern und zumindest erheblich erschweren können.
          Ihr hhjenckel

          • Karlheinz Fahrenwaldt

            Danke! Ich beobachte das weiter.

          • Ey Mann, isch werd´ bekloppt, ey!

            Sehr geehrter Herr Jenckel, es ist für jeden, der lesen kann, unverkennbar, dass es drei, vier Skribenten in Ihrem Forum gibt, die unter wechselnden Absenderadressen posten, ihre Noms de Guerre durch ad hoc erfundene und instantan markierte Sekundanten unterstützen lassen, Rollenprosa schreiben und Stimmen imitieren, um den von ihnen präferierten Positionen verdeckt zwar, aber doch eigenhändig Beifall zu zollen und um solcherart den Anschein zu erwecken, es gebe mehrere, die ihre Meinung teilen, und die sich so – inmitten der von ihnen selbst im Augenblick fingierten Claqueure – quasi autosuggestiv zu der Überzeugung begeistern, andere Gleichgesinnte tatsächlich sprechen zu hören und somit nicht alleine zu sein, ja, womöglich gleich für die ganze Nation, wenn nicht sogar für den gesamten Erdkreis Abschließendes und Unumstößliches zu verkünden berechtigt oder von höheren Mächten berufen zu sein.

            Und obgleich mir die klebrige Impertinenz hin und wieder auch auf den Keks geht, mit der diese lachhaften Feldzüge nun schon seit einigen Monaten von verkniffenen Rechthabern und sendungsbewussten Eiferern auf immer die gleiche dämliche Weise organisiert und durchgeführt werden, sage ich zuletzt: NA UND ? Was ist schlimm daran? Wer damit nicht zurecht kommt, brauch ja nicht zu verweilen. Ein Klick und man ist bei Landlust, auf Disney Channel oder eben in genau der speziellen Gummizelle, in der sowieso schon alle die anderen sitzen, die der gleichen Ansicht sind wie man selbst.

            Das Medienformat, mit dem wir es hier zu tun haben lädt zu den eben beschriebenen Dummheiten ebenso ein wie zum Ausprobieren von verschiedenen formalen Spielereien oder zum Einhaken bei Leuten, mit denen man in der Bäckerstraße lieber nicht gesehen werden möchte. Es ist die manchmal lustige, manchmal grottige und manchmal erschreckende Anarchie eines kunterbunten Durcheinandermeinens, die blog.jj ermöglicht und die seinen Reiz ausmacht. Wer dem nicht gewachsen ist, soll woanders hinschaun und die Finger von der Tastatur lassen. Solange Sie, Herr Jenckel, einen Sinn darin sehen und es zeitlich schaffen, alles zu screenen, den Unrat auzusortieren und gelegentlich moderierend einzugreifen, würde ich an Ihrer stelle NICHT versuchen, stärker zu regulieren. Ihr Blog.jj ist – so, wie er ist – eine gelungene und inzwischen landesweit gut etablierte Debattenplattform mit Beiträgen – bei aller Polemik und bei allen Differenzen – von überwiegend erstaunlich hoher Qualität. Wenn Sie beginnen diese Hecke zu beschneiden wie Hausmeister Krause (Ordnung muss sein), werden Sie einen Tag später schon alleine dastehen. Wer kann etwas dazu, dass Karheinz Fahrenwaldt in seinem Altersheim alles auf Falte gelegt, ironiefrei und übersichtlich haben will und dass Klaus Bruns darauf besteht, alle anderen Leserbriefschreiber möchten gefälligst ebenso exhibitionistisch auftreten wie er das seit Jahren schon mit Reppenstedter Bramsigkeit vorexerziert? Sie sollen wegbleiben, wenn ihnen hier etwas nicht passt, aber endlich aufhören, andere jj-Foristen mit ihrem blöden Blogwartgehabe zu sekkieren!

            Meine Meinung!

            Kevin Manuel Schnell (Studienrat, 28)

          • Sie schreiben aus Erfahrung.

          • So ist es.

            Das ändert aber nichts daran, dass es so, wie es ist, gut ist und schlechter würde, wenn Sie den Fahrenwaldt´schen oder Bruns´schen Wünschen nach einer bloginternen Staatssicherheit mit informellen Mitarbeitern in und außerhalb der Redaktion und mit technisch hochgerüstetem Überwachungsapparat nachgäben.

            Am 10. September 2015 um 18:36 Uhr hat „anonymus“, Klaus Bruns kritisches Alter Ego, im Forum geschrieben:

            „Jenckel könnte erwirken, dass man nur noch mit echtem, nachgeprüften Namen hier kommentieren dürfte, tut es aber nicht, weil er weiß, dass dann das Forum hier tot wäre. Denn wer will nur Ihre Kommentare, Bruns, lesen. Das wäre doch arg trostlos.“ (http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/261935-frau-scherf-muss-weg-oder#comment-57474)

            Sie, ich, jeder hier, einschließlich Julia Verlinden, Rita Böttjer, Michèl Pauli, Peter Luths, Anikó Hauch und Jens Kiesel weiß, dass anonymus recht hat.

            Nur Bruns und Fahrenwaldt sagen: Volk? Ja! Freie Debatten? Ja! Bürgerbeteiligung? Ja! Aber, die Regeln und Verfahren bis zum Eintritt ins Reich der Freiheit bestimmt das Zentralkomitee der Lüneburger Kommentatorenpartei als die bewusste Vorhut der im Forum tätigen Arbeiterklasse.

        • »Ich bin kein Mathegenie.«

          Das hast Du Deiner Freundin Teja eingestanden. Aber nu überlech mal: wenn im »Blog ein einzelner Kommentatoren unter mehrern Namen kommuniziert«, denn kann das doch nich »zeitraubender« FÜR DICH sein, als wenn der der nur unter einem Namen kommniziert. Ich mein, wenn das für wen »zeitraubender« ist, denn doch FÜR DEN, weil er ja immer eine anderen Name schreinbn muss. Aber einer kann doch nich t mehr schaffn nur weil er mehr Namn hat. Ich mein, sonst wär das Amutproblem auf der Welt doch gelöst, Kalle. Einfach unter fünf Namen Arbeiten und schon steht der Porsche vor meine olle Blechwellhüte in den Favelas.

          Mit´n schönn gruß von der Babs

          Dein Ferdi

      • Antonia Mühlenberg

        Selbstgespräche soll man nicht geringschätzen, Herr Jenckel. In den meisten Fällen unterhält man sich da mit jemandem, der einem absolut ebenbürtig ist. Das kann das Selbstwertgefühl, die Lebenszufriedenheit und sogar den Abendbrotappetit unheimlich pushen. Anfängliche Zweifel und kleinere Unsicherheiten verflüchtigen sich in derartigen Auseinandersetzungen zumeist schnell und die irrsinnigsten Idiotien erweisen sich plötzlich doch noch als unumstößliche Gewissheiten. Klaus Bruns als simple und sein Freund Bundeskasper als multiple Kommentatorenpersönlichkeit mit einer narzisstischen der eine, einer histrionischen egopathischen Störung der andere, können Ihnen bestimmt ein Lied davon singen.

        Aufgepasst sollte aber unbedingt dann werden, wenn der Dialog die folgende Richtung nimmt:

        „Wenn du mich noch einmal damit nervst, weißt du, was dann passiert?“

        „Ich nerve gar nicht, ich sag nur die Wahrheit! Und sag schon, was passiert denn nun?“

        Dann naht nämlich das Ende des Selbstgesprächs !!! Und wie sieht das aus?

        „Ich hau dir eine in deine Scheiß-Fresse!!! So sieht das aus!!!!!!!“

        „NEIIIIN!!!! Nicht den Spiegel!!!“

        Tja, zu spät!

      • @HH Jenckel: Kritiker verlangen also „ein (sic!) Plan (…) für etwas gänzlich Unkalkulierbares.“ Seltsam, Tsipras hat schon im März 2015 sehr genau das derzeitige Geschehen beschrieben und als Drohkulisse aufgebaut. Man hätte sehr wohl kalkulieren und professionell reagieren können. Merkwürdig, dass Sie für totales Versagen der Politik Verständnis zeigen.

        • 1. Sie sind falsch unterrichtet. Es war nicht Tsipras, sondern Panos Kammenos, der griechische Verteidigungsminister von Syrizas rechtspopulistischem Koalitionspartner „Unabhängige Griechen“, der im März „das derzeitige Geschehen (…) als Drohkulisse aufgebaut [sic!]“ hat. „Wenn sie Griechenland einen Schlag versetzen, dann sollen sie wissen, dass (…) die Migranten (Reise-)Papiere bekommen und nach Berlin gehen“, zitierte ihn „dpa-AFX“ am 8. März. Weiter hieß es, wenn unter den Flüchtlingen auch Mitglieder der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sein sollten, sei Europa durch seine Haltung gegenüber Griechenland in der Schuldenfrage selbst dafür verantwortlich.

          2. Sie neigen zu maßlosen Übertreibungen. Oder ist das bereits die zur zweiten Natur gewordene Infamie der Bachmann-Pirinçci-Höcke-Schule? „Man“ hat sehr wohl kalkuliert und hoch professionell reagiert. Aber die Dynamik der Wanderungsbewegung und vor allem das Verhalten der „europäischen Partner und Freunde“ war so nicht vorhersehbar. Richtig ist, dass deshalb der Autopilot vorübergehend ausgeschaltet und von Hand gesteuert werden muss. Von „totalem Versagen DER Politik“ zu reden, ist nach meiner Auffassung jedoch weit jenseits der Grenze zur böswilligen Demagogie.

          • Lieber unbekannter Mitkommentator,
            Zu 1) Stimmt.
            Zu 2) Das Ergebnis der Politik, die Sie „hoch professionell “ nennen, wird derzeit auf allen Kanälen diskutiert. Selbst die Jasager wagen es mittlerweile, von einer „Flüchtlingskrise“ zu sprechen.
            Und sonst: In der “ Bachmann-Pirinçci-Höcke-Schule“ scheinen Sie gelehriger Schüler zu sein. Sie liefern ein Musterbeispiel dafür, wie derzeit Kritiker verunglimpft und in die rechte Ecke abgeschoben werden. Es spricht für sich. Meine Worte sollen “ jenseits der Grenze zur böswilligen Demagogie“ sein ? Danke für das Kompliment. Ausgerechnet Sie werfen mir maßlose Übertreibunge vor ?

          • Zu Punkt 2) Sagen wir, es gibt große Probleme – aber von einem „totalen Versagen der Politik“ zu reden, ist politisch und journalistisch unredlich.

            Lassen Sie uns zwei Gänge runterschalten, nach vorne statt nach hinten schauen und uns bei allem, was wir tun, fragen, ob wir die Kräfte, die wir eventuell mobilisieren, hilfreich finden oder fürchten sollten.

          • Hallo, leider kann ich nicht erkennen, wer Sie überhaupt sind. Warum es „politisch und journalistisch“ unredlich sein soll, von einem völligen Versagen der Politik zu sprechen, erschließt sich mir nicht. Sie haben aber vollkommen recht, wenn man derzeit aufpassen sollte, wen man mobilisiert. Das Klügste dazu habe ich in einer TV-Kritik in der FAZ gefunden:

            „Organisierte Verantwortungslosigkeit

            Stattdessen bemühte sich Laschet, die Politik zum Opfer der Umstände zu machen. Für die Willkommenskultur waren die Bürger verantwortlich, die an Bahnhöfen standen, um die Flüchtlinge zu begrüßen. Für den Stimmungsumschwung die Medien, als sie deren große Zahl bemerkten. Warum die Bundesregierung allerdings nicht schon im September erkannte, welche Folgen die Öffnung der Grenzen sechs Wochen später haben wird, konnte Laschet nicht erklären.

            Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer hatte allerdings schon zu diesem Zeitpunkt darauf hingewiesen. So muss sich niemand wundern, wenn angesichts dieser organisierten Verantwortungslosigkeit die AfD oder Pegida wieder Zulauf bekommen. Das wird man auch nicht ändern können, indem die Grenzen zwischen Bürgern und Rechtsextremisten weiter verwischt werden und aus Bürgern die „besorgten Bürger“ gemacht werden, um sie so als Rechtsextremisten deklarieren zu können. Damit spielt man denen in die Hände, die man bekämpfen will. Es gäbe eine zunehmende Gewaltbereitschaft auch in den Milieus, die „nicht in rechtsextremistischen Bezügen leben“, so Meyer-Plath.

            Der politische Diskurs wird so von einer Sachfrage namens Flüchtlingskrise zu einer Suche nach politischen Feinden. Wer dieses Signal nicht versteht, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.“

          • Hallo, leider kann auch ich nicht erkennen, wer Sie überhaupt sind. Oder meinen Sie vielleicht, das Signet „Heidjer“ charakterisiere Sie und schaffe menschliche Nähe?

            Die Attribute „total“, „völlig“, „restlos“, „komplett“, „absolut“, etc. suggerieren eine nicht mehr überbietbare, unvergleichliche, also aus jeder denkbaren Relation herausgelöste Unbedingtheit, die es in menschlichen Angelegenheiten aber einfach nicht geben kann. Sich dieser Rhetorik der Übertreibung ins Monströse zu bedienen, ist m.E. nichts Anderes als die widerliche und von Ihnen zurecht beklagte Abwiegelei unserer Mutti-affinen superknuddeligen Talkshow-Elefanten Peter Altmaier und Armin Laschet, die auf Umstände, Strukturen und rücksichtslose anonyme Mächte verweisen und fest davon überzeugt zu sein scheinen, Ottonormalabweichler vor der Glotze sei wirklich so dämlich, für wie sie ihn halten.

            Bei aller behaupteten Unübersichtlichkeit und bei aller ebenso oft behaupteten Eindeutigkeit sollte „man derzeit aufpassen (…), wen man mobilisiert“. Das unterschreibe ich. Dazu gehört aber auch, sich darüber Rechenschaft zu geben, wie „man“ selbst redet, weil aus Worten, häufiger als „man“ wähnt, Taten werden und weil „man selbst“ immer irgendwie zu denen gehört, die „mobilisieren“ — zum „Guten“ hoffentlich, zum „Bösen“ hoffentlich nicht.

            Zwei sehr lesenswerte Aufsätze zum Thema finden Sie online:

            Werner J. Patzelt: Die Sorgen der Leute ernst nehmen! – Essay

            Christoph Giesa: Die neuen Rechten – Keine Nazis und trotzdem brandgefährlich – Essay

            (Hier: http://www.bpb.de/apuz/212348/rechts-in-der-mitte)

        • Heinrich Rümmler

          Ob „Wir schaffen das“ ein programmatischer oder nur ein Verlegenheitssatz war, kann dahinstehen, Herr Heidjer. Die Bedenkenträger der Parteien, die alles gern zurückdrehen möchten, haben weder gegen das eine noch gegen das andere eine Chance. Denn es steht fest, dass „wir das schaffen werden“. Was sonst? Welch Frage an die Weltgeschichte, ob diese es wohl „schaffen“ werde, was sich ereignet! Und der einzig rationale Kern: Die Frage, ob es eine bestimmte soziale Struktur, mit einer bestimmten „Kultur“-Vorstellung, es wohl „schaffen“ werde, eine Veränderung der Gegebenheiten in der Welt zu verstehen und – wie auch immer verändert – zu überstehen, ist kaum weniger infantil. Was denn sonst? Wir haben die Überwältigung der Heiden durch den Glauben des Christentums „geschafft“ und die 400-jährige Kultur der Osmanen in Europa. Wir haben die Ausrottung von fast 70 Prozent der europäischen Bevölkerung geschafft, zwei große und unzählige kleinere Kriege mit Hunderten von Millionen Erschlagenen. Wir haben es geschafft, halb Asien und ganz Afrika und Südamerika über Jahrhunderte im Elend zu halten, um uns deren Reichtümer anzueignen.

          Da werden wir es doch wohl schaffen, ein paar Millionen Hungerleider in deutschen Turnhallen durchzufüttern, bis ihnen und uns etwas Besseres einfällt.

          Herr Winterkorn und seine Spießgesellen – auch dies muss einmal gesagt werden dürfen – haben in den letzten zwei Wochen knapp 50 Milliarden Euro vernichtet. Davon kann der deutsche Pegidianer bei 2.000 Euro voraussetzungslosem Grundeinkommen 500.000 Jahre lang leben. Hiervon gibt er, kinder- und tierlieb wie er ist, gern etwas ab, und schon ist die Grenze unserer Möglichkeiten eine ganz andere.

  26. Wenn ich mir so die basis der cdu anhöre, wie sie jetzt in flüchtlingsfragen argumentiert, beobachte ich scheinheiligkeit. das wörtchen ,,aber,, spielt da die hauptrolle. die heimlichen anhänger der afd und der pegida kommen dort immer mehr aus ihren deckungen , weil sie glauben, es werden noch mehr. der boden wurde dafür schon lange vorbereitet. wer argumentiert denn so gern mit der aussage: rechts neben der cdu/csu darf es keine andere partei geben? wer glaubt, unsere vergangenheit wäre bewältigt, sollte mal darauf achten, wenn bei uns die arbeitslosenzahlen in die höhe schnellen, was dann passiert. wer diesesmal wohl die schuld bekommt?

  27. Die Ablehnungskultur ist insbesondere eine Eigenart der Herkunftsländer der Flüchtlinge und darin begründet sich der Protest hierzulande. Es wird sicher kein Problem sein hierzulande noch 2-3 Milionen Menschen mit durchzufüttern, solange der Rest der Bevölkerung noch fleißig genug und sozial eingestellt ist. Die Schwierigkeit liegt viel mehr perspektivisch darin, Menschen zu integrieren, die vornehmlich muslimisch sind und deren normale Religion (ich spreche jetzt nicht vom Fundamentalismus) es nicht gestattet sich zu integrieren.

    • Das ist ein entscheidender Punkt. Über italienische, griechische, polnische oder selbst deutsch-russische etc. Zuwanderung hat sich kaum jemand aufgeregt, weil jeder wusste, dass spätestens die zweite oder dritte Generation integriert ist. Der Knackpunkt ist die Ablehnungskultur der sogenannten westlichen Werte, die die derzeitige Flüchtlingswelle ins Land trägt und die unheilbare Konflikte mit sich bringen wird. Man kann es diesen Menschen nicht mal verübeln, da ihr Glaube eben nichts anderes zulässt. Je mehr die Religion bei diesen Menschen eine Rolle spielt, d.h. je Gläubiger sie sind oder werden, je größer wird die Konfliktsituation. Da der muslimische Glaube eine Reformierbarkeit in sich schon ausschließt (Mohammed hat Gottes Wort eins zu eins empfangen und Gottes Wort kann kein Mensch reformieren), ist der Gordische Knoten bei den Muslimen komplett. Aus diesem Grunde konnte der von Bassam Tibi erhoffte Euroislam sich nicht entwickeln (für diese Idee musste er sogar in Deutschland Personenschutz bekommen), sodass die Parallelgesellschaften nicht zu verhindern waren und sind. Die in der öffentlichen Diskussion und auch in diesem Forum häufig wiederkehrenden Punkte wie Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Ablehnung gehen daher komplett am Thema vorbei. Die einzige Frage, die sich stellt ist, ob die Muslime ausreichend Distanz zu ihrem Glauben entwickeln können, um ein gemeinschaftliches, friedliches Zusammenleben zu ermöglichen. Das heißt der Mensch muss wichtiger werden als die Religion (Das muss dann auch für Abkehr vom und Kritik am Glauben gelten). Da dies in den Herkunftsländern schon nicht gelingt, sollten sich unsere Politiker und Medien mal langsam Fragen, ob Sie ihre Bevölkerung den derzeitigen Feldversuchen preisgeben wollen. Hierzu würde auch Aufklärung über das geschilderte Problem gehören und von daher müsste über den Islam kritisch gesprochen werden. Hierzu sehe ich aber die heutigen Politik- und Medienschaffenden nicht in der Lage.

      • Sie bringen es auf den Punkt Peter, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit etc. werden oftmals benutzt, um über die eigentliche Problematik gar nicht reden zu müssen. Gerade in Bezug auf den Islam, der meiner Meinung nach eine größere Herausforderung für Deutschland sein wird als alles da gewesene, ist das deutlich zu erkennen. Kritik am Islam wird mittlerweile als Krankheit abgetan (Islamophobie), dies führt dazu, dass die zulässige Kritik dann nicht beantwortet wird. In jeder wissenschaftlichen Diskussion wäre dies als „argumentum hominem“ unzulässig. Es erinnert vielmehr an Sowjet und Nazi Zeiten wo Kritiker in Psychatrische Anstalten weggesperrt wurden. Nun wird zwar noch niemand weggesperrt, aber es wird durch die Medien und Politiker Massiv versucht Kritiker auszugrenzen und Mundtod zu machen, ohne sich mit der Kritik auseinander zu setzen. Das geht teilweise soweit, dass einzelnen die zivilen Lebensgrundlagen entzogen werden (Arbeit, Geschäftsgrundlagen, Vereinsausschlüsse etc.). Pegida ist daher besonders im Osten so erfolgreich, weil die Menschen dieses Verhalten aus alten SED Zeiten noch kennen und gelernt haben, dass man sich wehren kann und von oben nicht nur Segnungen verordnet werden, sondern vielfach Katastrophen.

      • Hierzu würde auch Aufklärung über das geschilderte Problem gehören und von daher müsste über den Islam kritisch gesprochen werden. Hierzu sehe ich aber die heutigen Politik- und Medienschaffenden nicht in der Lage.
        sie belieben zu scherzen. jeder kann sich aufklären, wenn er nicht von feindbildern geblendet ist. gut, eine gewisse intelligenz muss man da voraussetzen.

  28. @ Gerti
    Es lässt sich sicher zweifelsfrei anhand der IP feststellen, dass ich nur unter „Bundeskasper“ schreibe.

    Für den Lügner erwarte ich eine Entschuldigung Frau PHMin.

    Danke

    • Sie lügen.

      Sie wissen, dass niemand, will er sich nicht eines schweren Rechtsbruchs schuldig machen, diese Identifikation vornehmen darf. Natürlich ist auch mir bekannt, dass die LZ mittels XML-RPC Benachrichtigungen anfordert (pingback, etc.), sobald jemand ihre Features und Foren nutzt, bzw. Dokumente oder Seiten verlinkt. Aber nur auf Anordnung eines Gerichts kann ein ISP dazu verpflichtet werden, Namen, Adressen, etc. zur Ermittlung und zum Abgleich persönlicher Daten von Usern herauszugeben. (Dazu kommt, dass jemand wie einsatzbedingt beispielsweise ich, an vielen verschiedenen Geräten und Anschlüssen arbeiten kann, usw.)

      Sie schreiben nicht nur unter „Bundeskasper“ !

      Hier haben Sie sogar unter dem Namen des Reppenstedter Einfaltspinsels geschrieben, der Ihnen neuerdings die Hand leckt, ohne zu bemerken, wie Sie ihn vergackeiern.

      http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/265480-wenn-der-ordnungssinn-in-lueneburg-die-vernunft-schlaegt#comment-57887

      • Gerti, den einfaltspinsel überlese ich mal und selbst wenn sie mit bundeskasper recht hätten, wäre es mir egal. wo sind wir hier denn? der umgangston in den ratssitzungen ist doch auch nicht anders. für so manchen hier ,scheint altersgelassenheit ein fremdwort zu sein. was das handlecken angeht, ich bin kein katholik und ein papst ist auch nur ein mensch. hier hat mich mal jemand sehr genau beschrieben. einer gegen alle, war da wohl die hauptaussage. die beschreibung stimmt und stimmt so auch nicht. es kommt immer auf die situation und das thema an. sie als parteisoldat ,sehen das natürlich anders. ihre sicherheit liegt mir am herzen und bundeskasper muss sich wohl darin fügen und was schwerer ist , die erfahrung in so einem forum ,wie dieses , erstmal verdauen. geahnt hatte ich ihre entscheidung schon. man versteckt sich gern und besonders dann , wenn es angeblich vorschriften sind.

        • Nachricht an alle Bundeskasper

          „hier hat mich mal jemand sehr genau beschrieben. einer gegen alle, war da wohl die hauptaussage. die beschreibung stimmt …“

          Lieber Heidjer, lieber Wheeler, lieber Klaus, lieber Einleser, lieber Peter, lieber Ketteler, lieber anonymus, lieber Bernd, usw., usw.

          Wo findet sich das geheimnisvolle Portrait, in dem sich Herr Bruns im Wesenskern erfasst, abgeschildert und bestätigt sieht?

          Unter diesem Uniform Resource Locator:

          https://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/203570-ratsherren-leserbriefschreiber-und-die-heisse-luft#comment-27851

          • Zum Klaus-Bruns-Porträt

            Vielen Dank für den Hinweis. Das ist wirklich eine feinfühlige Würdigung. Man ärgert sich hier ja gelegentlich über Herrn Bruns, aber im Grunde hat Herr Krüger schon recht, wenn er über den bescheidenen, nie besserwisserischen, sich persönlich immer zurücknehmenden Mahner und Diagnostiker schreibt:

            »Der Universalgelehrte und Verhaltensforscher Klaus Bruns ist (fast) nie zu sehen und schon gar nicht zu fassen. Das hat weniger mit seiner notorischen Scheu vor zu vielen Menschen mit zu vielen Meinungen zu tun als mit seiner Auffassung von einem zeitgenössischen LZ-Kommentator, die ihm die Ausstellung seiner Person verbietet. Also gibt es keine neueren Interviews, keine Rathausreden zu politischen oder sozialen Problemen, auch wenn sie gewissermaßen brennen, die Talkshows müssen ohne seine Anwesenheit auskommen. Das ist einerseits zu bedauern, weil jeder, der Klaus Bruns einmal begegnet ist, von einem belesenen, klugen, witzigen und schlagfertigen Reppenstedter spricht, der unsere gemeinsame Lüneburger Welt bis in die kleinsten Verästelungen wahrnimmt und analysieren kann; andererseits kann man sein Abrücken von der „Kommunikationsgesellschaft“ gut verstehen: lieber gar nichts mehr sagen als Teil der Twitter-Verblödung werden. Sein wortgewaltiger Hass allein auf das Wort „kommunizieren“ ist sprichwörtlich. „Ein LZ-Kommentator «kommuniziert» nicht mit seinem Leser“, sagt Bruns. „Er sucht ihn zu verführen, zu amüsieren, zu provozieren, zu beleben. Welch einen Reichtum an (noch lebendigen) inneren Bewegungen und entsprechenden Ausdrücken verschlingt ein solch brutales Müllschluckerwort!“ Soweit Klaus Bruns.«

            Ich persönlich bedauere es sehr, dass Herr Bruns sich noch nicht dazu durchringen konnte, seine Reppenstedter Lebensgeschichte literarisch zu verarbeiten und, wie sein gleichaltriger Kollege, der norwegische Schriftsteller Karl Ove Knausgård, ein mit Bonmots, Aphorismen und Aperçus gespicktes, sechs Bände umfassendes, autobiographisch angelegtes Romanprojekt zu veröffentlichen. Knausgård wählte für sein Werk den Gesamttitel „Min Kamp“. Was läge für den LZ-Kommentator näher als dem mit „Mein Kampf“ ein hansestädtisches Pendant an die Seite zu stellen?

            Als Motto möchte ich Bruns´ denkwürdigen Rat an Andreas Meihsies aus dem Sommer 2011 vorschlagen, ein dunkler, enigmatischer Satz, der dennoch gleichsam in nuce erhellt, was Klaus auch zu der hier gerade tobenden Debatte mit jeder seiner Wortmeldungen wieder Wichtiges beigetragen hatte:

            „selbst wenn zwei plus zwei vier ist musst du einbeziehen, dass die wurzel aus neun das dreifache von eins darstellt.“

      • Mensch Gerti beruhigen Sie sich. Anderen Leuten Lügen zu unterstellen, ohne den Beweis dafür zu erbringen ist eine große Unverschämtheit und zeigt den Stil ihrer Diskussionskultur unverblümt auf. Im Übrigen wäre es sogar ziemlich egal, ob jemand unter einem weiteren Namen schreibt, solange die Forumsgemeinde die Bereitschaft mitbringt an der Sache zu argumentieren sollte der Name Schall und Rauch sein. Aus diesem Grunde erschließt sich mir auch nicht der Sinn unter mehreren Namen zu schreiben. Also Gerti, versuchen sie doch einfach beim Thema zu bleiben und mit Fakten und Argumenten zu überzeugen.

      • Hallo Bernd-Peter Bundeskasper,

        vor ein paar Monaten hat er angefangen, mir diese Nachrichten über Blog.jj zu schreiben. Es geht um Flüchtlinge, er schreibt mir, was er davon hält, dass Deutschland Flüchtlinge willkommen heißt: nämlich nichts. Ich kenne und schätze ihn schon seit Jahren, deshalb schreibe ich hier auch nicht, wer er ist. Durch seine fremdenfeindlichen Nachrichten lerne ich: Er ist anders, als ich dachte. Das macht mich traurig. Und ich weiß nicht, wie ich darauf reagieren soll.

        Es fing ungefähr Mitte letzten Septembers an: Da schickte er mir Screenshots von journalistischen Artikeln. Dazu sendete er Kommentare, die mich meist stutzig zurückließen, Sätze wie: „Kauf’ dir schon mal ein Kopftuch.“ Seit Januar oder Februar stellt er nun mir und anderen also hier im Forum nach. Ich lasse mir oft Zeit mit meinen Reaktionen, gehe dem Konflikt teilweise stundenlang aus dem Weg. Jedes Mal, wenn ich auf mein Smartphone blicke, ist da dieses kleine rote Signal, das mich daran erinnert, dass ich ihm noch antworten muss.

        Muss ich das?

        Viele Freunde, denen ich davon erzähle, meinen: Nein. Es könne mir doch egal sein, wenn er so etwas schreibt. Wenn ich ihn ignorierte, würde er schon damit aufhören. Er sei die Mühe nicht wert.

        Ich glaube: Wenn ich aufhöre, ihm zu antworten, wäre der Diskurs vorbei. In seiner Umgebung gibt es niemanden, der den Gegenstandpunkt vertritt. Ich fühle mich in der Verantwortung.

        • Sie werden scheinbar gestalkt, dagegen kann man etwas tun, da sie ihn kennen, umso besser, wehren sie sich. Aber eins sollten Sie bedenken, Ihnen ist nicht geholfen, wenn sie ihm hier etwas unterstellen, z.B. das er lügt, oder das er etwas gegen das Willkommen heißen der Flüchtlinge hat etc. davon war bisher nichts zu lesen. Er ist sehr kritisch gegenüber der Politik und dem Missbrauch des Asylrechts und er ist gegen die Verbreitung einer Kultur, die Anders- und Ungläubige herabsetzt und keine Bereitschaft zur Integration zeigt. Daran könntest du erkennen, dass er sich Sorgen macht aber auch bereit ist Verantwortung zu übernehmen. Er denkt vielleicht einen Schritt weiter als Du, dass es bei den derzeitigen Weichenstellungen nicht mehr um das Essen, Trinken oder dem Dach über den Kopf geht, das werden wir in der Tat schaffen, es geht mittlerweile auch darum eine friedliche Zukunft unseres Landes zu sichern, bei der unsere Freiheitlichen Werte nicht mit Füßen getreten werden und die Konsensfähigkeit und der Zusammenhalt der Gesellschaft erhalten bleibt und unser Land sich nicht in ein Gewalt- und Clangesellschaft verwandelt, wie die Herkunftsländer vieler Flüchtlinge. Die Konflikte dort sind keine materiellen Verteilungskämpfe sondern religiös und ethnisch motivierte Konflikte. Das lässt sich mittlerweile auch in etlichen Füchtlingsunterkünften erleben. Ich zitiere mal den Gewerkschaftsvorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft: „Es kommt an vielen Orten sehr gezielt und gut vorbereitet nahezu täglich zu ethnischen oder religiös motivierten gewaltsamen Auseinandersetzungen.“
          Da sollte ihr Verantwortungsbewusstsein klingeln. Es sind nicht die fremdenfeindlich, die dies kritisieren, das sollten sie bedenken. Die Zeiten als man den Überbringer der schlechten Nachricht gehängt hat sollte vorbei sein, auch Verbal.

          • Gerti, so langsam gehen Sie mir auf den Zeiger – bei aller Gutwilligkeit.
            Ihre hilflosen Versuche mich zu diskreditieren tangieren mich nicht einmal peripher.

            Es ehrt jemanden, der sich ehrlich Gedanken um einen Bekannten oder Freund macht – alles andere ist Geschwurbel.
            Was mit diesem Forumbeitrag versucht wird ist zu offensichtlich – lassen Sie es.

          • Liebes altes Bundeskasperchen

            projizieren Sie hier vielleicht wieder einmal bedenken- und gedankenlos Ihren Selbstekel auf andere? In dem Text von Birte Kohring, den vielleicht Ihr Papagei, Klaus Bruns gepostet hat, aber nicht ich (Vgl.: 28. Oktober 2015 at [sic!] 12:24 Uhr: http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/272468-272468#comment-58636), ist von Ihnen mit keinem einzigen Wort die Rede.

            Sehr Merkwürdig, dass sowohl „Klaus“ – in diesem Fall Ihr buckelnder Homunculus, nicht Bruns – als auch Sie selber jene Zeilen sofort auf die Person (= lateinisch: Maske) Bundeskasper beziehen. Fühlten Sie sich ertappt? SIWOTI – Syndrom? Oder haben die von Herrn Bruns bereitgestellten Schuhe Ihnen sogar deshalb wie angegossen gepasst, weil es Ihre eigenen waren?

            Und sonst: „Diskreditieren“? In der „Bachmann-Pirinçci-Höcke-Schule“ scheinen Sie gelehriger Schüler zu sein. Sie liefern ein Musterbeispiel dafür, wie derzeit Kritiker wie ich wahllos verunglimpft und in die rechte Ecke abgeschoben werden.

            Das ist nicht nett, sondern recht eisch* von Ihnen.

            (Übrigens: der Ausdruck „Das tangiert mich nicht einmal peripher.“ ist eine dermaßen abgestanden grottige Floskel, dass sich mir beim Lesen für einen Moment alle Fußnägel hochgeklappt haben.)

            Mit Knicks und Handkuss

            Ihre kleine ungezogene Gerti

            * eisch => germanische Wurzel: aiwiskia-n; aiwisk [aigʷh-es-] niederdeutsch: eisk, aisch `fürchterlich, ekelhaft, garstig; mittelhochdeutsch: eisch ‚hässlich, abscheulich‘.

  29. Jeder ist mit seiner Meinung und der des „Gegners“ beschäftigt – Hilflosigkeit?
    Vielleicht sollten wir hier einmal über die Probleme – oder besser Aufgaben sprechen, die vor uns liegen.
    Sendungsbewusstsein und Überheblichkeit, Besserwisserei – Ich habe nur meine Meinung dargestellt.
    Am deutschen Wesen soll die Welt genesen.
    Wollen die Flüchtlingsretter es mal wieder allen beweisen ?
    Soll es das zeigen? Die europäischen Partner sind wohl nicht so sehr dieser Meinung.
    Wahlergebnisse, zuletzt in Polen, zeigen es überdeutlich.
    Alle hier bringen Beispiele aus der Vergangenheit – was wir Deutschen alles schon geschafft haben, kaum jemand beschäftigt sich mit der Zukunft.
    Das Wohnungsproblem hatte ich schon angesprochen – darauf habe ich noch keine Antwort erhalten.
    Im Gegenteil – nur Angriffe – wegen “Gefahr von Rächts“.
    Ein anonymer Kommentar rechnete vor, wie viel Fläche wir in D. zur Verfügung haben, pro Einwohner.
    Er hat dabei ganz vergessen, die Wald-, Naturschutz- und Wasserflächen abzuziehen.
    Die bereits bebaute Fläche kommt ja auch nicht mehr in Betracht. Gebirge? – wohl eher weniger.
    Und wie wir sehen können, benötigen wir für 10 Mio. Neubürger etwa 150 Mio. m² Neu- oder Altbauwohnfläche. Wir wollen ja keine neuen Stadtteile aus dem Boden stampfen – wegen der Gettoisierung, also zwecks besserer Integration klein-klein bauen. Da müssen die Grünen aber manche Kröte schlucken – wegen der Umwelt. Das war nur bildlich gemeint – sry.

    Ich versuche mal in der mir eigenen Art weiter zu rechnen.
    Gehen wir also von nur 10 Mil. Zugereisten(incl. Nachzug) aus.
    Bei HartzIV Satz (incl. Miete)entspricht das etwa 7 Mrd. € – monatlich.
    Hinzu kommen Sprachkurse, Integrationskurse, Zuschüsse für Lehrstellen und Krankenversicherung.
    Möchte mir irgendjemand der Diskutanten hier erklären, dass ich mich verrechne oder verrenne?
    Möchte mir irgendjemand der Diskutanten hier errechnen, wie das Jahresbudget aussieht?
    Möchte mir irgendjemand der Diskutanten hier erklären wie das ohne Steuererhöhungen (Solizuschlag lt. Schäuble) über den normalen Haushalt ausgeglichen werden kann?

    6% waren ja bereits im Gespräch.
    Frau Merkel hat ja aber schon gesagt – „mit mir wird es das nicht geben“. Dann also ohne sie?
    Sie ist ja auch heute noch davon überzeugt, dass die MWST. Erhöhung von 16% auf 19% seinerzeit
    2% betrug.

    Z.Zt. läuft die Konjunktur, und damit die Steuereinnahmen, auf Hochtouren.
    Was passiert, wenn die „Konjunktur“ ins Stocken gerät?
    VW hat die Grippe und die Deutsche Bank hustet.
    Hat sich mal jemand Gedanken darüber gemacht, warum die Ölpreise so im Keller sind – bei dieser
    Krisensituation sollten sie eigtl. „on top“ sein.
    Herr Draghi druckt im Augenblick Geld in Massen – und was ist dieses Geld wert?
    Was geschieht, wenn die Sozialkassen leer sind?
    Dies meine ich nicht nur in Bezug auf unsere Neubürger, denn es wird dann alle betreffen.

    • bundeskasper, ich liebe zahlenspiele. beim wetterbericht ist es mit der genauigkeit nach drei -tagenvorhersage auch so eine sache. die rentenprophezeiungen für die nächsten 30 jahre sind auch immer sehr spannend. statistiken sind eine reine freude. wer von den flüchtlingen wieder nachhause fährt, weiß bestimmt auch schon jemand. die welt ist ja so schlecht. nun will man auch noch die wälder verkommen lassen. was machen dann unsere wölfe? wer hat bei uns angst? die am meisten verlieren können? oder die jetzt schon nichts haben? kann es sein, dass genau diese menschengruppen sich da zusammentun, ohne es zu merken? arm und reich maschieren vereint richtung abgrund und morgen sind wir alle einen schritt weiter. ich könnte mich totlachen. mache es aber nicht , ärger gern studienräte.

      • @ Bruns:

        Mittlerweile gibt es eine meinungswirkende Minderheit im medial-politischen Komplex dieser Republik, die genau alles bekämpft, was nach ihrer eigenen Definition auch nur im Entferntesten „Deutsch“ sein könnte.
        „Liebe Ausländer, lasst uns mit den bösen Deutschen nicht allein!“ ist das Mantra dieser Minderheit von Deutsch-Phobikern, obwohl alle hier geboren, ansässig, sozialisiert.
        Diese Meinungsmacher verhindern zuverlässig eine erfolgreiche Integration im Sinne einer gelungenen „Eingliederung“ (der Wortsinn von „Integration“), weil sie die dafür unerlässliche Basis negieren bzw. verweigern: des deutschen Bürgers!

        Und jede Gesellschaft verträgt für ihr friedvolles Weiterbestehen nur ein begrenztes Mass an kultureller Fremde.

        • Hallo Roland Sammer

          „jede Gesellschaft verträgt für ihr friedvolles Weiterbestehen nur ein begrenztes Mass an kultureller Fremde.“

          In den Vereinigten Staaten von Amerika leben 317.238.626 Menschen (Übersetzung: knapp 320 Millionen = 100 Prozent).

          241.786.139 Menschen sind in den letzten einhundert Jahren in die USA immigriert (Übersetzung: fast 250 Millionen ≈ 78 Prozent).

          Ergo: „ein begrenztes Mass“ ist ein sehr, sehr ungenaues Maß.

          • Wir leben zufälligerweise in Deutschland , nicht in den USA.

          • Also ihr Vergleich ist Quatsch und hinkt auch noch. Wenn Sie schon die USA als traditionelles Einwanderungsland als Vergleich anführen, sollten Sie sich auch ein Bild der bisherigen Integrationsleistung von Deutschland machen. Die lässt sich auch daran ablesen, das der Anteil von Menschen, die nicht in Deutschland geboren wurde, an der Gesamtbevölkerung deutlich höher ist als dies im traditionellen Einwanderungsland USA der Fall ist. Das dokumentiert deutlich die Integrationsbereitschaft und Leistung von Deutschland. Die Frage, die sich derzeit stellt, ist einfach die, ob wir einer Religion Vorschub geben sollen, die aus ihrer religiösen Substanz heraus unsere Gesellschaftliche Ordnung nicht akzeptieren darf und diese folglich über kurz oder lang bekämpfen wird. Frau Merkel hält den Kritikern einfach unser Grundgesetz hin und glaubt, damit ist das Problem gelöst. Ist es aber nicht da dieses im Zweifel einfach ignoriert wird. Wenn es so einfach wäre hätte es auch gereicht im Kosovo, palästina, aAfghanistan einfach ein paar Gesetze einzuführen um die dortigen Probleme zu lösen. Um ein Land wie Deutschland aus den Angeln zu heben braucht es keine 30, 40, 50% bekloppte. Es reichen ein paar Prozent zu allem entschlossenen Fundamentalisten. Wer das nicht glaubt braucht nur an die RAF Zeit zurück zu denken dort schufen schon 30 Leute Ausnahmezustände.

        • meinen sie, das deutschtümelei die richtige antwort ist? iich bekomme einen steifen nacken, wenn ich dummes zeug lese. wer wird überschwemmt?

    • Alles, was Sie hier schreiben (natürlich erneut in der Tonlage des rekapitulierenden Göttervaters), folgt genau EINER Gedankenfigur:

      Wie sollen wir „das“ heute schaffen, wenn morgen alles noch viel schlimmer werden könnte?

      Was tun wir, wenn sieben Milliarden Menschen oder 150 Milliarden Marsbewohner oder 80 Millionen afrikanische Gnus zu uns kommen? Sie tun es nicht! Nicht heute, nicht morgen, nicht in 500 Jahren! Oben hat einer schon ganz richtig ausgerufen: „Es ist ein erbärmlicher Propaganda-Trick, die Forderung nach schlechter Behandlung von einer Million Menschen damit zu rechtfertigen, dass es bei 50 Millionen „schwierig“ würde.“ (http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/272468-272468#comment-58576)

      „An der Grenze seiner Möglichkeiten, seiner Belastbarkeit angelangt“ soll Lüneburg (Mädge), soll Deutschland sein (Seehofer). Wenn das so wäre: Armes Deutschland! Das Problem ist die Definition dessen, was wir als „Grenze“ und „Belastbarkeit“ ansehen. Die Grenze wird offenbar da gezogen, wo unser eigenes Alltagsleben tangiert ist. Also: Flüchtlinge so lange, bis ich mich einschränken muss. Was für eine erbärmliche Definition des „Möglichen“, was für eine peinliche Vision!

      Die „Belastbarkeit“ Deutschlands (und zahlloser anderer Länder) ist um ein Vielfaches größer. „Wir“ haben Hunderte von Milliarden Euro Staatsschulden aufgehäuft, um die Banken der Welt von Risiken freizustellen. Wir halten Länder an der Peripherie Europas seit vielen Jahren am Rande eines Chaos, das wir selbst keine drei Monate aushielten, damit wir Weltmeister weiterhin unsere subventionierten Produkte dorthin ausführen können und die Sirtaki-tanzenden faulen Griechen uns die Afrikaner vom Halse halten – notfalls halt ohne Menschenrechte. Wir exportieren die subventionierten Agrarprodukte aus der EU zu noch mal subventionierten Preisen nach Afrika: So lange, bis kein kenianischer Bauer mehr mithalten kann, auch wenn er bloß noch einen halben Dollar am Tag verdient.

      Wir haben eine Billion Euro in die Integration von 17 Millionen Ost-Bürgern investiert, denen die ewigen Werte des Grundgesetzes bis heute ein wenig fremd geblieben zu sein scheinen und die sich mehrheitlich eine Mischung aus allumfassender Sozialfürsorge und totaler Freiheit von irgendeinem wünschen, der „da oben“ dafür verantwortlich ist, dass das Heißwasser warm genug, das Bier billig und die Wohnung kostenlos ist. Helmut oder Angela oder Erich: scheißegal.

      Meine Anregung daher, liebe Landsleute: Überlegen Sie sich, was Sie mit „Kapazität“ wirklich meinen. Die Politiker unserer Parteien laufen Ihnen schon wieder voraus und schreien Parolen, von denen sie glauben, dass sie Ihrem „Bauchgefühl“ am nächsten kommen. Ein absurdes Hickhack um Zäune und Fluten und Stöpsel ist in Gang gekommen und darum, wer wohl am schnellsten „die größte Verschärfung des Asylrechts seit 1995“ durchsetzen kann (als ob dies ein neuer Sieg sei).

      Sehr besorgt ist Herr Bundeskasper darüber, dass „es kippen“ könnte. Er meint damit: Die Bevölkerung Deutschlands könnte sich gegen die Flüchtlinge wenden, wenn diese nicht aufhören, in dermaßen übertriebener Zahl hier anzukommen. Der Gedanke leuchtet ein: Wenn zum Beispiel im Jahr 1940 sechs Millionen europäische Juden nach Belgien geflohen wären, oder im Jahr 1945 etwa 600.000 Dresdner nach Leipzig: Ja da hätte doch mal einer sagen müssen: So nicht! Die Turnhalle ist voll, Volksgenossen! Wir können nicht das Elend der Welt aufnehmen in Plagwitz oder Brügge! Schon lassen sich erste Verunsicherungen unseres Arbeitsmarktes verspüren! Der Fisch wird knapp, und die Quarkkeulchen erst recht!

      Das „Kippen“ ist ein besonderes Argument: Wo immer auf der Welt und in der Zeit die Freiheit und die Menschenfreundlichkeit frech ihr Haupt erheben – schon ist ein Professor da, der vor dem „Kippen“ warnt: als schreckliche Furcht der Freien vor den „Auswüchsen“ der Freiheit und (selbstverständlich) den schrecklichen Gegenreaktionen auf sie. Das ist die Methode Möllemann: Der Jude Friedmann mag achtgeben, dass er durch sein schmieriges Auftreten nicht etwa antisemitische Reaktionen auslöst!

      Denken wir einmal das Denkbare: Was könnte man mit Grausamkeit gewinnen? Weltkriegsteilnehmer, Sarrazinisten und Welthistoriker bevorzugen diese Variante. Oder jedenfalls das tabulose Nachdenken darüber. Grausamkeit bedeutet: 20 Meter hohe Mauern, 100 Meter breite Todesstreifen, rund um Europa. Napalm auf Flüchtlingstrecks; Bomben auf Boote; Scharfschützen an allen Küsten.

      Selbst dann, so ist aus militärischen, nachrichtendienstlichen und welthistorischen Gründen zu vermuten, würde uns das Problem nach wenigen Jahrzehnten überfordern. Die Terroristen da draußen sind nicht blöd. Sie graben sich durch, sie vergiften unser Wasser oder häuten alle Robbenbabys live im Fernsehen, sodass unsere gepiercten deutschen Abiturientinnen magersüchtig werden vor Mitleid und heimlich ihren Twitter-Account herausgäben, über den Hacker etwas vollkommen unmenschlich Perverses gegen unsere abendländische Menschenwürde unternähmen. Zum Beispiel kleine deutsche Kinder mit verätzten Händen in einer stinkenden Brühe von Elektronikschrott herumkramen lassen oder sie für 8 Cent pro Stunde 16 Stunden am Tag in einer Leder-Gerberei in Dakar knechten.

      Wir müssten uns im Inneren so verändern, dass unsere Zivilisation zusammenbräche, und hätten doch niemals Sicherheit angesichts der Dynamik der Entwicklung in der Welt, die ein wenig größer ist als Deutschland. Denn von den 150 Millionen km² der derzeitigen Landfläche des Planeten nimmt Deutschland ungefähr 0,25 Prozent ein.

      • Gerti, so stelle ich mir die Menschen vor, die die Entwicklung in den 20er und 30er Jahren in Europa einfach so hingenommen haben, weil man gegen die Dynamik und Entwicklung dieser Welt eh nichts vernünftiges ausrichten kann. Bravo wir kapitulieren wieder einmal vor den Entwicklungen unserer Zeit. Lasst es kippen.

        • Bernd, für Sie scheint es nur die Alternative zu geben: Abschottung oder Untergang. Das ist das Schwarz-Weiß, das in Weltkriege führt.

          Beantworten Sie nur diese Frage:

          Der Fluchtpunkt Ihres Alarms ist die „Wirksame Grenzsicherung“. Die bedeutet in letzter Konsequenz ein Regime der „Härte“ oder Grausamkeit: 20 Meter hohe Mauern, 100 Meter breite Todesstreifen, rund um Europa. Napalm auf Flüchtlingstrecks; Bomben auf Boote; Scharfschützen an allen Küsten.

          Was könnte man damit gewinnen?

          • Gerti, wenn Sie mal genau hinschauen versuchen Sie gerade wieder Forumsteilnehmer mit anderer Meinung in ihr schmales Gedankenkorsett zu pressen ohne auch nur im Ansatz zu versuchen auf einzelne inhaltliche Punkte einzugehen. Sie scheinen sehr berauscht von ihren kurzen Gedankengängen zu sein und verlieren dabei leider den Weitblick und die Fähigkeit Kausalitäten Ketten zu bilden.
            Um auf ihren Inhalt einzugehen: Die Alternativen Abschottung oder Untergang konnte ich bei Bernd nicht finden, vielleicht zeigen sie mir mal den Post. Und ihre verkapselte Frage, die eher eine Unterstellung oder ein Zeichen mangelnder Geisteskraft ist (wirksame Grenzsicherung geht nur mit Napalm, Todesstreifen, Bomben und Scharfschützen etc.) zeigt dass sie an ernsthaften Lösungen gar nicht interessiert sind, sondern nur am Chaos und Konflikten. Zu ernsthaften Lösungen gehört insbesondere auch Kritik, denn diese muss man entkräften können oder Lösungen bieten, die die Kritikpunkte beseitigen. Im übrigen möchte ich anmerken, dass ich die Menschen, die Sie vor Augen haben, die nur mit Bomben und Napalm etc. vom betreten unseres Landes abzuhalten sind, gar nicht in unserem Land haben möchte.
            Also Gerti, arbeiten Sie an Lösungen, dabei sollten Sie die Kritikpunkte nicht aus dem Auge verlieren. So gut wie Sie tun sind sie bei weitem nicht.

          • @ gerti

            ist ihnen langsam aufgefallen, das die kanzlerin über „napalm und selbstschussanlagen “ aufgrund der katastrophalen lage in europa verhandelt?

            nur wie sie die denkweise und ihr vorhaben nun in ein ,dem bürger plausibles kostüm verpacken kann, weiss sie noch nicht.
            sie weiss aber,daß die bösen kritiker eine schliessung europas durch grenzen, schon weit VOR der jetzigen situation als unumgänglich angesehen und kommuniziert hatten. das ergebniss idt die lapidare antwort: abschottung ist keine lösung!

            die lösung hätten wir aber gerne. so weiter geht es wohl kaum, denn dann verköstigen wir bald ganze kontinente.

      • Na endlich Gerti – endlich lassen Sie mal die Katze aus dem Sack!
        Will sagen, das links-grüne Gedankengut sprießen.
        QED.
        PHMin? Nicht einmal mehr das glaube ich Ihnen – ein ganz ordinärer Linkstroll !
        Sie machen sich Sorgen um die ganze Welt – aber vor der eigenen Tür fegen ist nicht.
        Ja, ich mache mir Sorgen, dass die Stimmung kippen könnte. Dies habe ich mehrfach, auch in anderen Diskussionen, zum Ausdruck gebracht. Wir hatten einmal eine soziale Marktwirtschaft, abgeschafft durch eine Sozialdemokratische Partei mit Hilfe der Grünen/Bündnis90.
        Zu feige eine Börsenumsatzsteuer zu erheben, errichtet man (sich) eine HartzIV Republik?
        Soll es jetzt zu Verteilungskämpfen zwischen altem und neuem Prekariat kommen, gemischt mit Religionsgedanken damit es besser brennt?
        Wer hätte etwas davon ? Wissen Sie die Antwort?
        Lassen Sie sich leiten von dem Sprichwort cui bono, aber Sie wissen es auch so.
        Es soll vollendet werden, was in den 70/80er Jahren nicht gelang. Der Marsch durch die Instanzen ist vollendet – jetzt sollen Ergebnisse her.
        Kippt die Stimmung nach rrächts – dann brennt die Republik.
        Wer sie anzündet? Sie haben ihre Truppen doch bereits in Stellung gebracht.
        Die Flüchtlinge und die heimische Bevölkerung? Kollateralschäden im Kampf der Arbeiterklasse.
        Die Gelegenheit ist günstig – man kann ja gleich ganz Europa anzünden.
        Die, wie schrieb JJ in seinem Blogg so treffend, irrlichternden Politiker helfen dabei ohne es zu ahnen. Eine plan- und hilflose, weil gefangen in ihrer Erziehung und intellektuell überfordert, Kanzlerin Angela Wirschaffendas ist willfähriges Opfer dieser Attacke auf das Gesellschaftssystem.

        Und S i e erdreisten sich, mich den Mahner als Deppen und Lügner darzustellen?

        Ihre Art der Diskussion ist mir leider nur zu bekannt.
        Die Nazikeule, die Sie sonst immer schnell zur Hand hatten, fehlt noch – warum?
        Keinen Mumm? Nur zu – es tut nicht mehr weh. Ich bin es mittlerweile gewohnt.
        Ich frage mich auch, warum Sie sich an mir so festgebissen haben, andere haben ähnliches geschrieben. Ich hatte bisher noch nicht einmal auf die Gefahr durch die totalitäre Religion hingewiesen, das taten andere.

        Jetzt wünsche ich Ihnen viel Spaß Frau PHMin

        • Mein lieber Scholli, Bernd-Peter Bundeskasper !!!

          Sie können ja ein ganz ein ordinärer Kläffer werden, wenn Ihnen jemand nachweist, dass Ihre Kronjuwelen doch nur aus Plastik sind. Pfui Deifi, is des Lebe schee !

          Aber lassen Sie´s jetzt nicht wieder an dem armen Klaus Bruns aus!

  30. Nach Durchsicht von 136 Beiträgen in diesem Blog ist mir klar, dass die Wahrnehmung der Realität, die Voraussetzung für die Entwicklung von Problemlösungen, nach wie vor von ideologischen und philosophischen Faktoren bestimmt wird. Die Realität stört das nicht, sie geht darüber hinweg. Der Druck auf dem Kessel steigt weiter. Et kütt, wie et kütt. Warten wir noch ein Weilchen. Wir schaffen das.

    • Lieber Thomas Schmid

      Die wirklich gefährlichen Phantasten in der Politik und in den Angelegenheiten des Handelns und Entscheidens sind immer vor allem Leute wie Sie, Menschen mit so wenig Kenntnissen und Erfahrung, dass Sie nie zu begreifen gezwungen worden sind, dass es „die“ Realität unabhängig von der Art und Weise, wie sie wahrgenommen wird, also unabhängig von „ideologischen und philosophischen Faktoren“, gar nicht gibt. Ihnen ist offenbar nie von den Umständen klar gemacht worden, dass das, was SIE für die Realität hielten oder halten, nur IHR Bild dieser „Realität“ ist.

      „Der Antichrist entspringt […] aus der Frömmigkeit selbst, aus dem naiven Glauben an die eine und einzige Realität, aus der fanatischen Liebe zu Gott oder zur Wahrheit, so wie der Häretiker aus dem Heiligen und der Besessene aus dem Seher entspringen. Fürchte die Wahrheitspropheten […] und fürchte vor allem jene, die bereit sind, für die Wahrheit zu sterben: denn gewöhnlich lassen sie viele andere mit sich sterben, oft bereits vor sich, manchmal für sich.“

      (Umberto Eco: „Der Name der Rose“. Übersetzung von Burkhart Kroeber, Hanser, München 1982, S. 624)

      Mal einen Moment drüber nachdenken, bitte. Und nicht gleich wieder anfangen zu schimpfen, nur weil es nicht in Ihr so supertoll geschlossenes Weltbild passt.

      Liebe Grüße, Gerti

  31. Heerr Studienrat Schnell 28
    die 28 , sind das Jahre? Sie sollen wegbleiben? Blockwart? Schauen Sie eigentlich morgens noch in den Spiegel?
    ich habe mit der anonymität keine probleme und warum? ich habe zeit. die hat nicht jeder. sie scheinen sie auch zu haben, dass als Studienrat? seltsam. machen sie noch klassenfahrten?

  32. Karlheinz Fahrenwaldt

    Liebe Blogger,

    ich glaube es ist für mich besser, wenn ich euch eurer Satisfikation überlasse.
    Und Schüss!

  33. Thomas Schmid, es gibt eine neue studie, die besagt, positives denken verhindert zum ziel zu kommen. die denken nämlich, sie sind schon da. also, wann meinen sie, am ziel anzukommen?

    • Wann ich meine am Ziel angekommen zu sein? Hmmm, gute Frage Klaus Bruns.
      Der Weg ist das Ziel oder konkreter: Zunächst wäre da die erste Etappe eines Marathonlaufs und der beginnt immer mit dem ersten Schritt.
      Das ist für mich die Akzeptanz und Durchsetzung unserer Verfassung sowie die Einhaltung geschlossener Verträge und Vereinbarungen.

  34. Wenn Sie beginnen diese Hecke zu beschneiden wie Hausmeister Krause (Ordnung muss sein), werden Sie einen Tag später schon ,,,,,,,,alleine,,,,,,, dastehen. Wer kann etwas dazu, dass Karheinz Fahrenwaldt in seinem Altersheim alles auf Falte gelegt, ironiefrei und übersichtlich haben will und dass Klaus Bruns darauf besteht, alle anderen Leserbriefschreiber möchten gefälligst ebenso exhibitionistisch auftreten lol

    es klingt danach, ob hier jemand befürchtet, seine spielwiese könnte ihm abhanden kommen. herr studienrat, sie machen mir sehr viel freude. es wäre ein jammer, sie hier nicht mehr zu erleben. ich mag kinder .

  35. Hans-Herbert Jenckel
    27. Oktober 2015 at 12:28

    Sie schreiben aus Erfahrung.

    garantiert nicht. dafür ist er zu jung. studienrat 28 ist für mich ein hochstabler. zu meiner zeit hätte sich ein studienrat nicht so verhalten. wer gebildet ist, fällt nicht über andere her.

  36. es ist schade, dass es hier so langsam zugeht. alles nur, weil es kostenlos angeboten wird. man sollte es überdenken. dieses hier ist eine marktlücke. richtig gemacht und richtig genutzt, ist für jeden etwas dabei. ich warne vor den fehlern, die die springerpresse hierbei macht. anonym funktioniert es nicht. bei der welt ist es da nicht anders. die bild schiesst gerade ihr eigentor. wir werden von werbung überflutet. entweder service, oder pleite. wer glaubt, seine seiten durch werbung zu finanzieren wird sein blaues wunder erleben. in meiner fernbedienung wird meine batterie nur deswegen schnell schwach, weil ich den ton ausschalten muss. zumindest bei radio und fernsehen ist es so. im internet wird es nicht anders sein.

    • Zitat: »in meiner fernbedienung wird meine batterie nur deswegen schnell schwach, weil ich den ton ausschalten muss.«

      Dass Sie aus der Ferne gesteuert werden, Bruns, hatten hier viele ja schon lange vermutet. Aber dass Ihre Batterie NUR deswegen so schwach ist, weil Sie den Ton ausschalten müssen, halte ich für eine reichlich unbefriedigende Entschuldigung gegenüber Menschen, die Sie bei LZ-Online täglich mehrmals – kostenlos – mit den Symptomen Ihrer energetischen Unterversorgung konfrontieren. Und dann: DAS wäre ja auch wirklich noch schöner, wenn man Sie hier zusätzlich Saft- und Kraft- und Sinnloses brabbeln HÖREN müsste.

    • Es geht hier so langsam zu, weil sie Herr Bruns mit ihrem Geschreibsel permanent den Kanal blockieren. Wenn sie sich dann mal ihre Beiträge durchlesen würden, stellen sie fest, dass kaum eine Äußerung faktisch oder inhaltlich die Diskussion voranbringt. Die wenigsten Beiträge von Ihnen sind Sachbezogen.

      • Klaus, meinen sie wirklich? was bringt ,,uns,, denn weiter? hetze auf der einen seite, klugscheißerei auf der anderen? wie will man da zusammenkommen? sehen sie sich anonymus an. sein beitrag ist exemplarisch. ich persönlich finde es schon lustig, dass man bei diesem thema frau merkel in schutz nehmen muss und dieses auch noch vor den eigen anhängern. wozu eine pastorentochter doch gut sein kann.

  37. http://www.bento.de/politik/vorurteile-ueber-fluechtlinge-wie-antworte-ich-79857/
    sehr zu empfehlen. ich hoffe, dieser beitrag wird auch Klaus helfen.

    • @ Klaus Bruns

      Leider sind Sie derart ideologisch verblendet, das selbst Mohamed mit einer Machete in der Hand, Ihr Gutmenschengerede nicht unterbrechen könnte. Nur soviel: Sie haben leider vom Islam und den sich in Deutschland abspielenden Dramen nicht die geringste Ahnung. Ich vermute , es liegt daran, das Sie aus Reppenstedt nicht herauskommen und die Realität nicht sehen können. Auf die Frage eines anderen Foristen nach IHREM BEITRAG , kam lediglich die Frage nach der Sprechstunde der Beamten im Rathaus , weil Sie „beobachtet“ hatten, das „Flüchtlinge “ ankamen und Sie nicht sofort empfangen wurden, da offensichtlich im Rathaus Pause war. Selbst dies wurde von einem Augenzeugen und Foristen widerlegt, da an diesem Tag keine Flüchtlinge ankamen.

      Lediglich beobachten und leere Phrasen über Dinge dreschen, bei denen Ihnen der Sachverstand und Kompetenz fehlen, ist viel zuwenig. Welche Größe hat Ihr Haus? Gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Es hält Sie niemand ab , MENSCHEN aufzunehmen und Gutes zu tun. Die Ergebnisse können Sie gerne zur Diskussion stellen.
      Aber verschonen Sie Andersdenkende mit ihren linken und islamfreundlichen Theorien, die jeglicher praktischer Erfahrung und brauchbarer Werte hier in Deutschland und im Ausland entbehren. Jeder weiß inzwischen, daß muslimisch geprägte männliche Migranten eine Problemgruppe sind, in den Vororten von Paris, in Malmö/Rosengarden, In Duisburg ,Berlin und sonstwo. Und das selbst viele Jahre nach Ihrer Migration ins Ausland.

      Also halten Sie bitte die FAZ , Die Welt oder andere Redakteure nicht für dumm und den Leser für geistig unterentwickelt. Ich rate schleunigst zum Lesen des Buches “ Der islamische Faschismus-eine Analyse“, von Hamed Abdel Samad.
      Dort werden von einem Fachmann und einem ehemaligen Gläubigen, der daraufhin vor langer Zeit als „Abtrünniger“ mit einer Fatwa (einem Mordaufruf) belegt wurde, Ihre Thesen widerlegt und die eingefahrene Meinung der meisten Befürworter dieser Ideologie entkräftet.

      Doch warum sollte man das tun? Es ist so einfach andere zu maßregeln und sie zu kritisieren, auch wenn die Kritiker über fundamentale Kentnisse verfügen, die sie in vielen Jahren innerhalb dieses Glaubens gesammelt haben.
      Alleine schon deshalb kann man ihre Kommentare nicht wirklich werten. Sie basieren lediglich auf persönlichen Vorlieben, oberflächliche Beobachtungen , den Informationen der ÖR Sender und vielleicht ein oder zwei oberflächliche Bekanntschaften mit Mitgliedern der muslimischen Community in Ihrer Nähe;und das ist erheblich zu wenig.

      • herbert relling, ich habe ein mehrgenerationshaus und was haben sie? vorurteile. ein bisschen wenig, finden sie nicht? wenn sie sich schon vor angst in die hose machen, müssen sie es nicht auch noch von den anderen erwarten. unsere kommunalpolitiker in reppenstedt sind da erheblich weiter ,als sie es jemals sein werden. da sie gern hier den part des schlechtmenschen spielen, müssen sie sich nicht wundern, wenn sie im geiste so arm bleiben werden. ihre brennpunkte waren vorher schon welche. wissen sie, wie man lebende zäune bauen kann, damit diese sich auf flüchtlingsbewegungen einstellen können? man nehme vollpfosten.

        • @ Klaus Bruns
          Auf dieses Niveau muss ich micht nicht herablassen und beleidigen lasse ich mich auch nicht.

          • Klaus Bruns sticht hier heraus, er hat Narrenfreiheit und darf andere hier beleidigen.

          • Der verdient zu haben, der kühn und sicher zu erlangen weiß.

            Quelle: »König Richard II.«, William Shakespeare (1564 – 1616)

  38. Wie bereits avisiert, die Realität geht über Wunschdenken und metaphysisches Geschwurbel gnadenlos hinweg:
    http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/johanna-mikl-leitner-zu-oesterreichs-plaene-in-fluechtlingskrise-13880650.html
    Zehn kleine Negerlein…., da waren`s nur noch Zwei. Oooops, darf man das eigentlich noch singen?

  39. Klaus, sie sollten besser bei dem beginn einer aussage es lassen, zu behaupten, der andere hätte etwas nicht verstanden. der macht sonst dicht. zur religion, mir ist bekannt, dass der islam keine reformation erfahren hat. der islam hat da ein problem. das problem ist ein fehlendes oberhaupt, so wie bei den katholiken. die haben den papst. wen hat der islam? wer soll da reformieren? wer fühlt sich da angesprochen? die menschen, die jetzt zu uns kommen, kann man dahin beeinflussen, über ihren glauben nachzudenken. wo sie zuhause sind, findet sowas kaum statt. also sehe ich hier ein chance für die zukunft, dass sich die religionen vertragen.

  40. Lieber Karlheinz Fahrenwaldt,

    es tut mir leid, daß ich erst jetzt antworte, aber es gibt auch noch ein Leben außerhalb von Blog.JJ — leider.

    Zwei Punkte möchte ich zu unserem Gespräch von letzter Woche hinzufügen.

    1.) Ich danke Ihnen aufrichtig, dass Sie auf diesem Marktplatz – unter anderen prominenten Lüneburgern wie Frau Hauch, Herrn Pauly, Herrn Luths, Herrn Žižek und Herrn Bruns – Ihre Position unmissverständlich deutlich gemacht haben und Konrad Grothuysens Zusammenfassung der Jenckelschen Kernbotschaft mit unterschrieben haben, nämlich „dass alle, die sich dem Grundgesetz verpflichtet fühlen, aufgerufen sind, dessen Werte von Menschenwürde, Freiheit, Verantwortung, Solidarität und Weltoffenheit aktiv zu verteidigen.“

    2.) Lassen Sie sich bitte nicht von weiteren Stellungnahmen und Interventionen bei Blog.JJ abbringen! Die Dialog-Plattform konnte ihre starke Wirkung und Ausstrahlung weit über die Stadt- und Kreisgrenzen Lüneburgs hinaus ja nur gewinnen, weil sich immer wieder auch Personen des öffentlichen Lebens (wie Sie) in die von Herrn Jenckel angestoßenen Diskussionen eingeschaltet und wichtige Orientierungssignale gesetzt haben. Sie dürfen sich auch keinesfalls davon irritieren lassen, dass es den einen oder anderen Teilnehmer gibt, der sein Vergnügen an Maskeraden auslebt. Die Erwartung, jedem Kommentatorennamen müsse ein ganz bestimmtes Individuum zugeordnet werden können, ist unsinnig und irreführend, Herr Fahrenwaldt. Angemessener ist es, wie beim Lesen eines Buches mit „Figuren“ oder einfach „Stimmen“ zu rechnen, die Sie entweder zu einer Entgegnung reizen — oder eben nicht. Oben hat Bernd, einer der synthetischen Replikanten von „Bundeskasper“, ein Jubelperser aus dessen hochentwickelter Claqueur-Serie Nexus-6, vollkommen richtig von seinem Herrn und Meister in den Mund gelegt bekommen, es sei „ziemlich egal, ob jemand unter einem weiteren Namen schreibt, solange die Forumsgemeinde die Bereitschaft mitbringt[,] an der Sache zu argumentieren[,] sollte der Name Schall und Rauch sein.“ Ich zum Beispiel, das möchte ich Ihnen nun beichten, lieber Karlheinz Fahrenwaldt, schreibe unter dem Mädchennamen meiner aramäischen Großmutter väterlicherseits. Und ich habe eine Reihe von Kolleginnen und Kollegen hier im Leineschloss am Hannah-Arendt-Platz, von denen ich weiß, dass sie ab und zu ebenfalls in pseudonymer Kostümierung bei Blog.JJ eingreifen. Für den jedoch, der sich in seiner jeweiligen kommunalen oder regionalen Funktion unter seinem Geburtsnamen äußert, stellt das Lüneburger „Forum für Lokalpolitik und Stadtkultur“ eine konkurrenzlose Gelegenheit dar, sich einer großen Zahl überwiegend junger Bürger und Einwohner vorzustellen und im geschmeidigen Austausch an Bekanntheit und Ansehen zu gewinnen, aber auch – und noch viel wichtiger – Impulse und Hilfestellung in unübersichtlichen Debattenlagen zu geben. Die Bereitschaft, gewitzt zu reagieren und Ironie auszuhalten, sollte natürlich ebenso mitgebracht werden wie ein dickes Fell gegenüber stramm missionierendem Altherrengedröhn (das es hier unverkennbar auch gibt) sowie gegenüber juvenilem und unbedarftem Unfug von erstaunlich neugierigen, aber auch unverbesserlich naiven 65jährigen Frischlingen à la Klaus Bruns aus Reppenstedt am Kranken Hinrich. Übrigens, Herr Fahrenwaldt, „zeitraubend“ kann das alles für jemanden wie Sie nur werden, wenn Sie es selbst so wollen. Wenn Sie es nicht wollen, weil Ihnen vielleicht einmal etwas nicht behagt, ignorieren Sie es oder klicken einfach weiter. Der einzige der das nicht kann, der immer alles höflich lächelnd durchzumustern hat, ist unser geschätzter Gastgeber und angebeteter Chefredaktor Hans-Herbert Jenckel.

    Mit lieben Grüßen, Ihre „Teja Fischer“

    • meine liebe Teja Fischer, die zeit wird es zeigen, wer hier naiv ist . feindbilder werden ihnen nicht dabei helfen, vorhandene probleme zu lösen. und da diese feindbilder sich schon in ihren reihen befinden, sie wissen ja, wie die steigerung nach todfeind weitergeht, es ist der parteifreund, werden sie mit ihrer weißheit schiffbruch erlangen. schon erstaunlich wie man es schafft, dem anderen zu erklären, wie zeitverschendung geht. was ironie ist, liegt im auge des betrachters. und warum soll, oder muss hier jemand ein dickes fell haben? damit der andere länger pöbeln kann und andere hier länger ihren spaß haben? ich betrachte sowas als zeitverschwendung. ich habe zeit und kann sie verschwenden. wer hier noch? unsitten hier zu verteidigen ist absurd. wenn kinder spielen wollen, sagen sie es meistens vorher. dann halten sich die erwachsenen auch meistens da raus. wenn sie hier spielen wollen, dann sagen sie es doch auch. egomanen ergötzen sich gern an ihrer eigenen redegewandtheit, aber sagen meistens nichts dabei. ich kann verstehen, wenn karlheinz sich hier zurückzieht. das euch das nicht gefällt, ist mir klar. wen wollt ihr dann noch von der arbeit abhalten? BEI HERRN JENCKEL seit ihr damit zumindest sehr erfolgreich. ob beten da auf die dauer weiterhilft, bezweifle ich sehr. zeit ist geld.

      • @ Klaus Bruns
        Selbstverliebt, arrogant und oberflächlich sind Sie ja gar nicht,gell!?

        • Ist Ihr Nachname Bundeskasper, herbert? Bloß nicht verzweifeln! Der Sohn von Klugscheißer-Pa und Rechthabe-Woman glänzt hier dauernd mit solchen Erwähnungen wie: „Der intellektuell in französische Galaxien abgehobene Besserwisser ist ursächlich ein in der Kindheit zu kurz gekommenes Bürschchen, welches seine beschnittene Lebenserfahrung durch rosarote Tagträumereien in anzuerkennenden Presswurst-Anekdoten vermarkten will.“ Oder z. B. auch: „bundeskasper, ich liebe zahlenspiele“ (am 27. Oktober 2015 at 13:35)

          Um bei Klaus Bruns den springenden Punkt zu erkennen, sollte man während der einseitigen Unterhaltung mit ihm eine lang und tief in mittelscharfen Senf eingelegte Kümmelwurst verspeisen um durch ihre im Munde würzig zergehenden Aromen alle zehn Minuten „Mmmhhh jaa, jaa, hmmm“ sagen zu können.

          Die Überzeugung des Besserwissers, das können Sie jederzeit leicht an sich selbst beobachten, ist auf natürlichem Wege unmöglich. Hier können nur ökologisch eingestellte Studenten und frühreife Hippie-Tanten Abhilfe schaffen.

        • selbstverliebt, arrogant und oberflächlich sind Sie ja gar nicht,gell!?
          nö.übrigens, ich habe darauf hingewiesen, dass ich noch ein paar unangenehme eigenschaften habe. sie dürfen raten. jetzt. ach ja, wegen teja, dass dickste fell habe ich.
          und wie es zu merken ist, haben da einige hier damit ein problem. deswegen finde ich solche vorschläge lustig. bitte so weitermachen.

    • Ich find das nicht richtig, wie Sie hier mit Teja umspringen, Klaus. Immerhin hat die Sie – und völlig zu Recht (!) – zu den aufrechten, prinzipienfesten und menschlich gesonnenen Demokraten auf dem Boden unseres Grundgesetzes gezählt. Übersetzung: Sie sind für Ihre Courage aus der Landeshauptstadt gelobt worden! Auch kann ich mir Schlimmeres vorstellen, als am Ende kurz für den „juvenilen und unbedarften Unfug von einem erstaunlich neugierigen, aber auch unverbesserlich naiven 65jährigen Frischling“ ausgezankt zu werden.

      Ihre Gerti

      • liebe gerti, gegen Teja habe ich nichts, ich habe eigentlich hier gegend niemanden etwas. wenn man das sticheln lässt, bin ich sehr friedlich. wenn man sich vermehrt mit den aussagen beschäftigt und weniger mit den personen, wäre hier allen geholfen. mit dem verurteilen ist man hier schnell dabei, hier jemanden anonym richtig zu beurteilen ,ist kaum möglich. schon seltsam , gerade immer die, die hier andere versuchen zu beleidigen , regen sich am lautesten über die retourkutsche auf. sie merken es nicht mal mehr, wie sie sich benehmen. ich weiß, in der politik ist dieses verhalten normal, für mich ist dieses verhalten für bürgervertreter unangemessen. und wenn der bürger dieses nachäfft, hat es einen grund. ein vernünftiger umgangston kann mauern einreißen. in diesem sinne, packen wir es an.

  41. @ hh jenckel

    Ich kann es nicht mehr hören. Staatsversagen auf allen Ebenen: Kein Grenzschutz, keine Terrorabwehr, keine Souveränität. Deutschland zahlt und nimmt auf, einfach alle. Keine Solidarität in Europa, außer beim abkassieren Deutschlands. Inkompetenz und Vertrags- und Gesetzes-Brüche der Bundesregierung am laufendem Band. Das ist nicht mehr mein Land!

    • Hallo Jakob Eistein

      Sie können den Quatsch nicht mehr hören? Ich auch nicht. Aber wieso wiederholen Sie ihn dann bloß von morgens bis abends wie ein tibetischer Buddhist auf dem Pfad der Erleuchtung? Glauben Sie beim Drehen Ihrer Gebetsmühle derartiges böses Geistergezische zu bannen? Gutes Karma anzuhäufen? Oder hegen Sie den Wunsch, dass alle in der Walze befindlichen Mantras durch die Drehung zum Wohle Ihres fühlenden Wesens wirken, dessen Leid beseitigen und Ihnen damit Glück bringen?

  42. Gerti, ich poste hier nichts anonym, sollten sie wissen. der link ist von mir,stimmt. haben sie den kompletten text gelesen? ich fand den artikel sehr gut. und sie? was den papagei angeht, mamagei hat sich wohl eingeschossen. warum eigentlich?

    • Hallo Klaus Bruns

      Ich habe den Artikel komplett gelesen und finde ihn auch sehr gut. Danke für den Hinweis.

      Gerti

  43. Gerti, eine Frage. Glauben Sie wirklich, dass Sie mit ihrem Verhalten , was Sie hier an den Tag legen, irgendetwas positives bewirken? Oder haben Sie dieses garnicht vor?

    • Hallo Klaus Bruns

      Ja, Klaus, das glaube ich. Denn ich selbst lerne sehr viel. Das ist positiv. Ob Sie und andere auch etwas davon haben, hängt nicht von mir ab, da das Lernen etwas ist, das ohne Selbstbeteiligung nicht möglich ist.

      Was jedoch Sie anbelangt, da kann ich nur wieder auf Punkt drei der „Klaus Bruns´schen Kommentarverfassung“ verweisen. Diese Art von Wirkungsabsicht mag Sie antreiben, mich ganz sicher nicht:

      „Ihre LZ-Kommentare sind nichts weniger als ein Dienst an der Demokratie selbst. Weniger fachlich firme Figuren mögen nur eine aus der Empörung geronnene Buchstabenfolge sehen. Aber genau dagegen müssen Sie mit der Beharrlichkeit der Kontinentaldrift Ihre Überzeugung setzen, mit jedem einzelnen Wort die Zivilisation ihrer finalen Rettung entgegenzukommentieren.“

      (http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/217359-lueneburgs-pawlowsche-hunde-zwischen-kirchturmpolitik-und-visionen#comment-36974)

      • Gerti, ich fände es prima, wenn sie aus dem erlernten auch die richtigen schlüsse ziehen. mein vater ist angefangen mit 70 zu sterben, er endete nach einem jahr als skelett. ich bin 65 und kämpfe gegen meine gene an. ob ich gewinne, weiß ich nicht. eines weiß ich aber, die menschen sind verletzlicher als man selbst denkt. deswegen , immer bitte vorher überlegen ,was man von sich giebt.die politik macht es sich zu einfach. sie sollte immer bedenken, es gibt nachahmer.

  44. http://www.landeszeitung.de/blog/nachrichten/aus-aller-welt/274928-allein-unter-rindern hier wächst etwas zusammen, was zwar nicht zusammen gehört, aber völlig friedlich ist. ein beispiel für die angebliche krönung der schöpfung.

  45. Direkte Demokratie, Herr Fahrenwaldt?

    Lieber Karlheinz, ich hatte heute Mittag schon einmal an Sie geschrieben, aber der Beitrag ist von Herrn Jenckel leider noch nicht frei geschaltet worden. In der Zwischenzeit habe ich meine erste Frage noch ein wenig genauer überlegt. Am 24. Oktober 2015 um 22:58 Uhr haben Sie geschrieben, Sie hielten – trotz einiger betrüblicher Erfahrungen in der Schweiz und in Hamburg – „Volksabstimmungen auf allen politischen Ebenen für das demokratischste Mittel der Willensbildung. Das beste Beispiel ist für mich das Verhalten des griechischen Volkes bei der Abstimmung über die Zwangsmaßnahmen der internationalen Geldgeber. Ich halte es für ein großes Problem unserer Gesellschaft, dass 15.000 Pegida-Hetzer mehr mediale Resonanz haben als 250.000 TTIP-Gegener.“ (http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/272468-272468#comment-58506) Das Letztere (Pegida vs TTIP) halte ich auch für ein Riesenproblem. Es ist dem Mediengrundsatz „Only bad news are good news“ geschuldet. Inmitten der wütenden Gier unter den Vermarktern von Neuigkeiten herrscht der Zynismus. Dass es auch eine sozialpolitische Verantwortung zur Besonnenheit gibt, weiß vielleicht noch Herr Jenckel, und tut etwas, indem er diesen kleinen Debattierclub am Laufen hält, aber Frau Illner, Herr Jauch und Herr Plasberg drehen die Heizung auf, als koste es unter Umständen nicht die Welt.

    Bürgerbeteiligung, Volksentscheide und Referenden also. Hugo Dahmann (26. Oktober 2015 um 15:28 Uhr: http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/272468-272468#comment-58553) hält sie für den Ausweis echten demokratischen Lebens und verweist auf die flagranten Rechtsbrüche unserer Regierungen (Sichworte: Alternativlosigkeit, Postdemokratie, etc). Fabian Lichter (25. Oktober 2015 um 11:50 Uhr: http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/272468-272468#comment-58525), auf dessen erste Hälte zu diesem Thema Sie gar nicht eingehen, ist schwankend. Er sieht die Verkrustungen und Korruption der repräsentativen Systeme, fürchtet aber den Durchmarsch von rücksichtslosen Meinungskartellen aus Politik und Presse. (Auch die NSDAP, das darf man nicht vergessen, ist auf formal legalem Wege an die Macht gelangt, um die Demokratie erst dann (dann aber sofort und komplett) durch „Parlamentsreferenden“ und „Volksbefragungen“ abzuschaffen. Die „Integration“ der DDR-Parteien in der „Nationalen Front“ auf dem Weg zur „Realsozialistischen Parteidiktatur“ lief technisch nach ähnlichen Mustern.) Und wie eindeutig spricht „das“ Volk, wenn es denn „spricht“? Denken Sie an die Zeit um den Nato-Doppelbeschluss 1983: Mehr als zwei Drittel der Bundesbürger waren per Umfrage dagegen, mehr als siebzig Prozent sprachen sich für eine Volksabstimmung aus, und praktisch im selben Moment wählten 55 Prozent von ihnen eine Regierung, die ihn durchsetzte.

    Schauen wir auf die Schweiz. Wie kann in diesem wirtschaftlich glänzend dastehenden Land eine auf Angst und Ressentiments zielende politische Partei – die „Schweizer Volkspartei“ (SVP) – jede dritte Wählerstimme erhalten? Wie kann eine rechtspopulistische Partei es schaffen, trotz höchst beeindruckender ökonomischer Grundbedingungen mit ihren Parolen ein Land zu dominieren?

    Hat sich das schweizer Modell der direkten Demokratie mit ihrem Instrument der Volksinitiative in den vergangenen Jahren nicht durch eine trübe Verquickung von intransparenter Parteien- und Medienfinanzierung sukzessive von einem liberal bis eher konservativ rechtsstaatlichen in ein aggressiv populistisches verwandelt?

    Ist in der Schweiz nicht – leider – das schon eingetroffen, was der größte, rechtsstaatlich orientierte Demokratietheoretiker des zwanzigsten Jahrhunderts, Hans Kelsen, bereits in den zwanziger Jahren angemahnt hatte? Er warnte, gerade „Direkte Demokratien“ können sich leicht selbst gefährden. Die Demokratie kann sich auch gegen ihre eigenen Fundamente wenden, insbesondere gegen den Rechtsstaat und dessen Organe.

    Ist die Schweiz in den vergangenen Jahren nicht zu einem Spielplatz populistischen „Irrsinns“ geworden?

    Die Masseneinwanderungsinitiative, die die Beziehungen der Schweiz zum wichtigsten Handelspartner, der EU, schwer zu beschädigen droht; die Minarettinitiative, die den Bau von Minaretten auf Schweizer Staatsgebiet untersagt und kaum mit der Religionsfreiheit vereinbar ist; die sogenannte Ausschaffungsinitiative, welche Richter dazu zwingen soll, straffällig gewordene Ausländer auch aufgrund von Bagatelldelikten des Landes zu verweisen: wer diese von der Schweizerischen Volkspartei (mit Hilfe der von ihr kontrollierten Presseorgane wie Basler Zeitung, Neue Zürcher Zeitung, Weltwoche, etc.) zur Annahme gebrachten Volksinitiativen bedrohlich findet, ist nicht unbedingt schon ein paranoider Intellektueller. „Die immer hysterischere Absolutsetzung der Volkssouveränität“ in der Schweizer Direktdemokratie treibe, so der „Magazin“-Redakteur Daniel Binswanger, immer erstaunlichere Blüten.

    Und der massivste SVP-Angriff auf die Grundlagen liberaler Rechtsstaatlichkeit wird mit der Volksinitiative „Schweizer Recht statt fremde Richter“ erst noch erfolgen: Die damit angestrebte Verfassungsänderung würde die Schweiz dazu zwingen, die Europäische Menschenrechtskonvention zu kündigen. Wie SVP-Führer Köppel vor diesem Hintergrund ernsthaft behaupten kann, dass seine Partei „pointiert für die Unabhängigkeit des liberalen Rechtsstaates kämpft“, bleibt sein Geheimnis.

    Die Schweiz droht immer mehr zum Labor eines aggressiven Populismus zu werden, der sich mit intransparenten Methoden der Institutionen der direkten Demokratie bedient, um die Demokratie zu demontieren.

    Ist direkte Demokratie nicht ein Schönwetterinstrument, Herr Fahrenwaldt? Oder kann sie auch in politisch angespannten (bis gefährlichen Zeiten) wie diesen funktionieren? Müssen wir heute nicht froh sein, dass die Prozesse – wenn auch hakelig und umständlich – durch repräsentative Mechanismen und Prozeduren von ihrer unmittelbaren Explosivität befreit, und dann weiter gefiltert und entschärft werden?

    Teja Fischer

    • Teja Fischer nein.
      wenn auch hakelig und umständlich – durch repräsentative Mechanismen und Prozeduren von ihrer unmittelbaren Explosivität befreit, und dann weiter gefiltert und entschärft werden?
      sie vergessen da was. der bürger nimmt irgendwann ein gewehr und schiesst. die gedanken , sich über die köpfe der anderen zu erheben, sind falsch. die unterstellungen, das volk wäre zu dämlich, kommt nur von den überheblichen. ameisen wissen auch, was sie tun. sie wollen überleben.

      • sie wollen mir doch nicht weismachen, dass dieser unsinn von ihnen, von klaus bruns aus reppenstedt, stammt:

        „der bürger nimmt irgendwann ein gewehr und schiesst. die gedanken , sich über die köpfe der anderen zu erheben, sind falsch. die unterstellungen, das volk wäre zu dämlich, kommt nur von den überheblichen.“

        Teja hat nicht behauptet, das volk sei dämlich. sie hat nur anhand einer reihe sehr konreter beispiele auf die tendenzielle antibürgerliche und antidemokratische instrumentalisierbarkeit und auf die in der schweiz derzeit sehr gut beobachtbaren gefahren aller formen von volksabstimmungen hingewiesen, sofern sie von ruchlosen manipulateuren missbraucht werden. volksentscheide, referenden, bürgerentscheide, volksbefragungen und vergleichbaren instrumente wie volksinitiativen, (anträge auf ein) volksbegehren und bürgerbegehren lassen sich von jeder politischen gruppierung im namen des volkes gegen das volk wenden. wie er über diese möglichkeit und darüber denkt, wie man sie minimieren kann, lautete die frage an herrn FAHRENWALDT und nicht an herrn bruns.

        die letzten 70 jahre sind wir doch mit unserer repräsentativen demokratie ganz gut gefahren, in der plebiszitäre elemente die wahlen ergänzt, aber nicht ersetzt haben.

        • Zitat: “ sofern sie von ruchlosen manipulateuren missbraucht werden.

          Wie soll das denn gehen?Jeder Bürger hat eine Stimme und die darf er gesetzeskonform bei einem Volksentscheid abgeben. Das das dann zu einem Ergebniss über Mehrheitsbeschluss führt,ist der Sinn und Zweck eines Volksentscheides.
          Nur wenn es dann nicht mit dem linksgrünen Gutmenschengeschwurbel und Wirhabensunsallelieb-Gefasel übereinstimmt, dann wird alles angezweifelt. Ansonsten ist alles legitim und wünschenswert. Da heiligt der Zweck die Mittel und man wirft mit Steinen und Flaschen und beschimpft die ACAB Bul*** . Wenn man in der Minderheit dann plötzlich Prügel kriegt für das Stören angemeldeter Demos und dem Schlagen von Andersdenkenden , dann wird nach den ACAB-Bul** gerufen!

          Und das WIR mit der parlamentarischen Demokratie gut gefahren sind, sehen viele anders. TTIP, Griechenlandbankenrettung,Asyl….. sind wohl kaum im Sinne der Mehrheit. Ist dies in Frage gestellt, sollte man Volksentscheide nutzen. Nur dann könnte unsere grösst Parallelgesellschaft der politischen Volksvertreter ja nicht mehr diktatorisch und alternativlos entscheiden,wie man Lust hat.

  46. herbert relling und kuno, wollt ihr hier als komiker auftreten? ihr seit sehr erfolgreich damit. dem anderen alles mögliche unterstellen und dann jammern ,wenn es abprallt.

  47. Kuno, ich hatte früher einen stier, der hieß auch so, dem bin ich auf den rücken gesprungen und habe ihn geritten. das tolle war, es hat ihn gefallen.

  48. Ihr Lieben, ich beobachte Herr Jenckel seit einigen Jahren und mein Respekt ist nicht gesunken. Aber beten, geht doch zu weit. Er macht einen guten job. Ich hoffe, die LZ überlebt mindestens mich. ha ha. und ich gedenke ,ewig zu leben.

  49. Es lebe der Witz!

    Es ist dieser Tage, und besonders anläßlich des hinterhältigen Mordanschlags auf die Kölner Oberbürgermeisterin durch einen fremdenfeindlichen Rechtsextremisten, eines Anschlags, der in seiner Struktur und nach seiner Motivlage den fürchterlichen Morden in Paris vom Januar ähnelt, wohl nötig, mal wieder Grundsätzliches über Komik und Satire zu sagen. Denn nicht nur islamistischen Terroristen, so unsere Erfahrung bei der Titanic, fehlt es da an der Grundausstattung. Komik ist zu allererst ein Mittel, dem Ernst des Lebens, der die meisten von uns bedrückt, selbst wenn nicht gerade Raketenwerfer in Redaktionsräumen abgefeuert werden, etwas entgegenzusetzen, im besten Falle seiner Herr zu werden. Und je ernster die Lage, desto wichtiger der Humor. Komik schafft Distanz zu bedrückenden Ereignissen, sie erlaubt, uneigentlich über eigentlich Unerträgliches zu sprechen – und so den Schrecken zu bekämpfen. Sehr viele Komikunkundige, ob Islamisten, Rassisten oder verbittert eifernde Lüneburger Durchschnittskommentatoren, begehen meist den Fehler, einen Witz auf einen unkomischen, ernsten (und zumeist noch auf einem Mißverständnis beruhenden) Aussagekern herunterbrechen zu wollen. Die einen, weil sie den Witz auslöschen wollen; die anderen, weil sie glauben, Satire und Komik zu ernsten Themen sei nur angebracht, wenn sie „wertvoll“, „geistreich“ oder was auch immer ist.

    Es ist natürlich schöner, wenn Komik auch noch eine kluge Botschaft transportiert, aber sie ist auch ohne sehr viel wert. Das müßten die meisten Menschen eigentlich wissen, denn sie praktizieren es privat. Als etwa am Tag nach dem Pariser Anschlag ca. 100 Journalisten Interviews und Statements von mir haben wollten, fielen immer wieder Wendungen wie „Wir wollten Sie nicht überfallen“ oder „Schießen Sie los“ – und was taten diese Leute, als Ihnen auffiel, was sie da gerade versehentlich, aus Routine gesagt hatten? Sie lachten. Nicht etwa, weil sie sich damit über die ermordeten Satiriker lustig machten, sondern weil ihre üblichen Phrasen auf einmal in einem anderen Kontext standen, eine Bedeutung bekamen, die sie nicht haben sollten. Dahinter steckt keine wertvolle Aussage, es nimmt schlicht für einen Moment dem Ernst die Macht.

    Und das dürfte der Grund sein, weswegen Fanatiker, politische, aber speziell religiöse, Komik verachten. Sie vertreten eine todernste, einzige ewige Wahrheit, und der Witz – egal wie klug oder lustig er im Einzelfalle sein mag – bedroht diese Wahrheit. Religion (WIE JEDES ANDERE GESCHLOSSENE WELTBILD AUCH) ist Wahnsinn im Kleide der Rationalität. Satire und Komik sind Rationalität im Kleide des Wahnsinns. Das eine muß das andere mißverstehen. Deshalb werden Vertreter des heiligen Ernstes der Komik stets mit Zorn begegnen. Und es ist ihr gutes Recht. Solange sie dies mit denselben Waffen wie Satiriker tun: mit Wort und Bild. Und nicht mit Maschinenpistolen.

    Seit dem 7. Januar 2015 gilt — und heute mehr denn je: Es lebe der Witz. Der kluge. Der platte. Jeder, der genügend Menschen findet, die über ihn lachen. Und für alle, die ihn nicht mögen, sollte mehr denn je gelten: Ertragt ihn oder ignoriert ihn. Ihr werdet der Komik nicht Herr!

    von Tim Wolff, Chefredakteur TITANIC

    [Zuerst: 08.01.2015 (http://www.titanic-magazin.de/news/es-lebe-der-witz-7003/)]

    • bravo, endlich mal jemand, der weiß, warum er weißheiten weitergibt.

      • @ kl. bruns

        Ich bin migrierte Tschechin und lebe sehr gerne in deutschland herr bruns.Ich ahbe noch nie fremdenfeindlichkeit so erlebt wie sie es hier darstellen.

        Was sie hier an komentaren ablassen, ist weder logisch ,noch vernünftig. Sie lassen nicht ein einziges gutes Haar an Deutschland, den Deutschen, den Glauben und allem hier.
        Ich frage mich wirklich warum sie noch nicht nach Pakistan ausgewandert sind. Da ist der islam und alle Menschen sind so nett weil sie ja den richtigen glauben haben, den sie hier sie so verteidigen und kritk sofort abwürgen weil die deutschen ja so schlecht sind. Dann gute Reise, Herr Bruns.

        ich erlebe ein anderes deustchland als sie und möchte das es friedlich bleibt und ohne millionen Zurückgebliebener aus dem 1. Jahrhundert.

        • Irena Wilckens
          sie hätten eishockeyspielerin werden sollen. als es noch die tschechoslowakei gab,konnten diese der sowjetunion richtig parolie bieten. und jetzt? angst . das kommt davon, wenn jeder seinen eigenen staat gründen will. übrigens , wir verdanken napoleon, dass es deutschland überhaupt gibt. haben sie dem franzosen eigentlich schon dafür gedankt?

          • @ Klaus bruhns

            Und Sie könen bleiben was sie sind, ein Klugschei**** vor dem herrn aus der warmen stube.
            haben sie schon gemerkt, sie nimmt hier niemand mehr ernst.

      • Mensch Bruns, bitte, können Sie nicht ein einziges Mal in den Duden schauen, bevor Sie solch schauerliche Dinge wie „Weißheiten“ niederschreiben ? Ist das wirklich zu viel verlangt ?? Manchmal hilft es eben nicht, alles nur kleinzuschreiben.

        • ha ha, ich wußte es, überall drücken sich deutschlehrer herum. wissen sie, warum ich nicht den duden benutze? weil ich auf menschen hoffe, so wie sie. es gibt die aufklärer. weissheiten mit doppel s, ist doch auch nicht schlecht, oder?
          Fortschritt ist Austausch von Wissen.
          Albert Einstein
          Je weniger man die Bemühungen einer Sache ansieht, je selbstverständlicher und leichter sie aussieht, desto mehr Anklang findet sie. Und wie schwer aber diese Selbstverständlichkeit ist! Ich glaube, man ringt sich über diese große Anstrengung zur Leichtigkeit durch.
          Weißheiten

          Sage deinen Liebsten so oft du kannst , wie lieb du sie hast, denn es wird der Tag kommen, an dem es zu spät ist.

      • Mutige Frau, da sollte es mehr von geben. Hoffentlich kann sie in Deutschland überleben. Wenn nicht wird es wieder mal nur eine Randnotiz in den Medien geben und am Islam darf es dann nicht liegen.
        Folgender Hinweis ist in dem Text auch sehr aufschlussreich :…Selbst an wenigen Zehntausend libanesischen Bürgerkriegsflüchtlingen der 90er-Jahre hätte sich die gesamte „Integrationsintelligenz“ die Zähne ausgebissen. Die beherrschten heute mit ihren Clans die deutsche Drogenszene und hätten überdies No-go-Areas etabliert. Dass „bei Hunderttausenden Zuwanderern gelingen“ werde, „was bei Zehntausenden misslang“, scheint ihr zweifelhaft….
        Dem möchte ich noch um eine Zahl einer Auswertung von der Bundesagentur für Arbeit mit Hilfe des Stat. Bundesamtes ergänzen: 90 % dieser Libanesen mit Arbeitserlaubnis in Deutschland beziehen Harz 4. (33424 von 36960, Stand 2010) und Gerti nein, es lag nicht an mangelnden Integrationsangeboten und Ausländerfeindlichkeit der Deutschen. Diese Menschen wollen und werden sich nicht integrieren und jetzt kommen halt noch ein paar Hunderttausend dazu.Viel Spaß.

      • Hey, hey, hey, hey, Gerhard Labensky

        Mal gaaaaanz vorsichtig hier. Sehr dünnes Eis. Wie Sie bin ich nämlich auch ein absolut moderner Mann mein Lieber. Gender-Mainstreaming und so – ich weiß da Bescheid! Deswegen ärgert es mich auch maßlos, wenn Frauen in gleicher Anstellung noch immer schlechter entlohnt werden als ihre männlichen Arbeitskollegen. Doppelt ungerecht, wo doch ein jeder weiß, daß die Dame an sich für Schuhe, Friseur, Boulevardzeitschriften, Süßkram, Schminke und Schmuck viel mehr Geld benötigt als der von Grund auf genügsamere Herr.

        Heinz-Rüdiger Müller

  50. Zum Klaus-Bruns-Porträt
    es ist unfair, den angehenden schnitzelkönig zum leben zu erwecken. ich mag in doch so sehr.

    • Klaus, in Ihren Träumen wird er immer, immer bei Ihnen sein. Ich persönlich bedauere es übrigens auch sehr, »dass Herr Bruns sich noch nicht dazu durchringen konnte, seine Reppenstedter Lebensgeschichte literarisch zu verarbeiten und, wie sein gleichaltriger Kollege, der norwegische Schriftsteller Karl Ove Knausgård, ein mit Bonmots, Aphorismen und Aperçus gespicktes, sechs Bände umfassendes, autobiographisch angelegtes Romanprojekt zu veröffentlichen. Knausgård wählte für sein Werk den Gesamttitel „Min Kamp“. Was läge für den LZ-Kommentator näher als dem mit „Mein Kampf“ ein hansestädtisches Pendant an die Seite zu stellen?«

      Warum legen Sie nicht einfach noch heute Nachmittag los, Herr Bruns? In drei, vier Jahren wären Sie nicht nur in Hannover und Europa, sondern auch in Dachtmissen, in Lüchow und in der Fahrenwaldt´schen Räterepublik Neu Wendischthun weltberühmt. Ihre LZ-Kommentare müssten natürlich in jeden Band als lose Schüttung eingestreut werden.

      Das oben (https://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/272468-272468#comment-58660) vorgeschlagene Motto, das angeblich »gleichsam in nuce erhellt«, was »Klaus auch zu der hier gerade tobenden Debatte mit jeder seiner Wortmeldungen wieder Wichtiges beizutragen hatte«, finde ich ebenfalls sehr passend:

      »selbst wenn zwei plus zwei vier ist musst du einbeziehen, dass die wurzel aus neun das dreifache von eins darstellt.«

      Sie übertrumpfen sozusagen stets das jedermann Offensichtliche ganz gezielt durch das, was völlig unverdeckt vor aller Augen liegt.

      Das muss Ihnen in Ihrer Schlagzahl erstmal einer bei LZ-Online nachmachen.

      • Gerti, warum ich es nicht tu? ganz einfach, ich nehme mich nicht so wichtig, wie es andere tun. ist ihnen sowas nicht auch schon passiert?

      • Warum legen Sie nicht einfach noch heute Nachmittag los, Herr Bruns?
        warum? ich bin realist, schon vergessen? ich finde, zuviel von der wahrheit, ist nicht gut für diese gesellschaft. sie will betrogen sein.

  51. Alexandra Römer

    Interessant das eben nicht alle die blauäugige Denkweise der Islamfreunde und Verteidiger diese gewaltfördernden Ideologie blind übernehmen:

    http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/kommentar-die-rolle-der-religion-13883420.html

    • Liebe Alexandra Römer

      Sie und Ihre vielen Verwandten in diesem Lz-Forum zitieren gerne und viel die Autoren der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die heutige Notiz von Daniel Deckers habe ich gelesen. Sie verweisen darauf, weil Sie darin diejenigen eines Besseren belehrt sehen, welche die Ihrer Meinung nach „blauäugige Denkweise der Islamfreunde und Verteidiger diese[r] gewaltfördernden Ideologie blind übernehmen“.

      Nun ist aber in dem Kurzkommentar von Herrn Deckers gar nicht von der „gewaltfördernden Ideologie“ die Rede, sondern davon, aus welchen Gründen UNTER ANDEREN es zu „Ausschreitungen in Flüchtlingsunterkünften“ kam.

      Es helfe nichts und niemandem, schreibt Herr Deckers „die Augen vor dem Konfliktpotential zu verschließen, das mit dem Zustrom Hunderttausender aus anderen Kulturkreisen einhergeht. Viele bringen aus ihrer Heimat ethnisch und religiös grundierte Einstellungen mit, die das Zusammenleben von Männern und Frauen, Christen und Muslimen, Sunniten und Schiiten auf engstem Raum [in Flüchtlingsunterkünften] erschweren oder gar zur Quelle von Gewalt werden können.“

      Die banale Trivialität, dass Reibungen und Konflikte entstehen, wenn Menschengruppen mit unterschiedlichen Gewohnheiten und Eigenarten in einer Art Ausnahmezustand zusammengesperrt werden, möchten Sie uns nun als Beweise einer „gewaltfördernden Ideologie“ verkaufen? Versuchen Sie einmal, sich auszumalen, was passieren würde, wenn zwei größere Gruppen von HSV- und Werder-Fans eine solche Lager-Prozedur auch nur EINE EINZIGE NACHT gemeinsam über sich ergehen lassen müssten.

      Sollten Sie dazu in der Lage sein und sollten Sie nicht nur das aufnehmen können und weiterverteilen wollen, was zu Ihrem festbetonierten Islambild passt (Einen selbstverschuldeten Mangel an gedanklicher Bewegungsbereitschaft nennt man Voreingenommenheit. Die unterscheidet sich in nichts bei Christen und Muslimen!), dann lesen Sie bitte – bevor Sie sich das nächste Mal hier melden – aufmerksam, ruhig und konzentriert den folgenden preisgekrönten Aufsatz des hoch geachteten konservativen Historikers, langjährigen leitenden Redakteurs und jetzigen Münchener Korrespondenten der FAZ, Patrick Bahners, der 2010 unter dem Titel „Fanatismus der Aufklärung – Zur Kritik der Islamkritik“ in den „Blätter[n] für deutsche und internationale Politik“ erschienen ist:

      https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2010/september/fanatismus-der-aufklaerung

      Mit freundlichen Grüßen, Helmut Johndreieck (Oedeme)

      • Reinhard Rechmann

        Zitat:

        Viele bringen aus ihrer Heimat ethnisch und religiös grundierte Einstellungen mit, die das Zusammenleben von Männern und Frauen, Christen und Muslimen, Sunniten und Schiiten auf engstem Raum [in Flüchtlingsunterkünften] erschweren oder gar zur Quelle von Gewalt werden können.“

        Das sagt alles. Das Konfliktpotenzial ist eindeutig auf die Ideologie beschränkt. Ohne den Allmachtsanspruch, die Einbildung wichtiger ,Gott näher und gerechter zu sein, als andere Menschen und sich selbst egoistisch zum einzig wahren Glauben , dem einzig wahren Gott und den einzig wahren Propheten , die über allem stehen , sogar über der Gesetzgebebung zu stellen, macht diese Ideologie zu einer gefährlichen Doktrin und zu einem Pulverfass. Und das überall. Wandern die Menschen aus, wird das Konfiktpotenzial fundamental in das Einwanderungsland migriert. Daher die Probleme, die sich mit grösserer Anzahl der Asylanten hier vervielfachen wird. In kaum einem der islamisch geprägten Länder gibt es Demokratie und eine Gleichstellung von Frauen oder Andersgläubigen. Man bemerkt hier in Deutschland kaum, daß diese Ideologie nur zu Krieg, Bürgerkrieg Mord, Vergewaltigung und Unruhe führt. Noch nicht.

      • Das sollten Sie mal lesen um sich von einer Quelle zu informieren, die mehr als schwadronieren, spekulieren und relativieren kann.Es ist von einem Insider, der viele Jahre ,seit seiner Geburt , dort fest im Glauben stand.

        http://www.zeit.de/2015/38/Mohammed

        http://www.droemer-knaur.de/buch/7917563/der-islamische-faschismus

  52. weiß hier einer noch, wer hier klaus bruns ist? ich bin ein bisschen verwirrt. warum machen das die angeblichen intellektuellen eigentlich, ich meine das verwirren?

    • keine sorge klaus bruns, sie sind unverkennbar. dass sie sich als skeptischer denker und schulfreund von Sir Raimund Popper der sattsam bekannten intellektuellenschelte von bundeskasper und seinem vergifteten ecken-, foren- und hinterzimmergezische über den undeutsch dekadenten, den ewig verneinenden, abstrakt–instinktlosen, verbildeten, kranken, großstädtisch wurzellosen und blutkulturell überfremdeten verwirrungsstifter anschließen, kann ich mir nicht vorstellen. die als internationalistische, heimat-, art- und wesensfremde volksgeistzersetzer zu stigmatisieren, auszugrenzen und einzuzäunen, die es wagen, nicht mit dem pöbel der simplifizierenden rechthaber zu blöken, wird dem echten reppenstedter bruns niemals in den sinn kommen.

  53. Eine Unkultur der Entgleisungen

    Alle schreien einander an. Krakeelen im Netz, schreiben groß, machen zehn Ausrufezeichen, und wenn es im Netz zu ruhig ist, geht es raus auf die Straße, da wird geschrien, und dann gibt es auf die Birne. Die Schwelle ins Reich der Verblödung, in den Himmel der Aggression ist überschritten. Schreiende Gruppen stehen sich gegenüber, halten blöde Schildchen in die Luft, und allen ist klar: Die Sache kann nicht gut enden.

    Der Mensch schreit, wenn er Schmerzen hat oder andere Menschen dominieren will. Unzusammenhängend fällt mir der gemeine Brüllaffe ein. Wenn zwei Menschen sich anbrüllen, um Dominanz zu erlangen, kann der nächste Schritt eigentlich nur der Baseballschläger sein oder das gemeinsame Lachen. Okay, dumme Idee, gelacht wird hier nicht mehr, wir schreien um unser Überleben. Schreien gegen die Bedeutungslosigkeit an. Viele schreien, weil langsam selbst für Einfältige deutlich wird, dass die Welt ihn nicht braucht. All die Werbung, die den Leuten einredete, dass sie Könige seien, wenn sie etwas konsumierten. Die war gelogen. Verdammt. Mann, die haben mich angelogen.

    Einer der Vorschreier war bislang Akif Pirinçci, der jetzt mal kurz Luft holt. Jahrelang war vielen klar, dass der Mann Probleme hat. Doch er war amüsant, und schließlich hetzte er nur gegen Lehrer, Frauen, Homosexuelle und Ausländer. Meinungsfreiheit, Sie wissen schon. Aber das Ding mit dem KZ hätte er nicht bringen dürfen. Da ist man empfindlich in Deutschland.

    Diese Scheißvergangenheit, die dem Land und seiner Bevölkerung so lange das Recht auf ein lautes Gebrüll eingeschränkt hat. Jetzt ist man doch endlich wieder wer. Wieder laut. Und jeder will es jetzt wieder gewusst haben. Danach haben es immer alle gewusst. Damals wie heute. Oder morgen? Ob es ein Morgen gibt, ist unklar. Die Lautstärke auf der Welt ist zu irrsinnig geworden. Die Dummen, die Dreisten, die Brutalen waren schon immer hörbarer als die Leisen, die Denkenden. Das ist das Übel der Evolution. Es überlebt, wer aggressiver ist. Das Gute an dieser Taktik – die Sache erledigt sich dann irgendwann von selber.

    • Es ist viel zu leise, bei der Zerstörungskraft, die diese Politik für dieses Land und seinen Frieden bedeutet müssten die Menschen jeden Tag auf die Straße gehen. Man kann die Muslime nicht über einen Kamm scheren, Sie sind aus unserer Sicht zuallererst Menschen, aber den Islam kann man über einen Kamm scheren, denn er vollzieht sich in allen Ländern nach dem gleichen Schema nur in der Geschwindigkeit ist er unterschiedlich. Wer dieser Gewaltlehre den Weg bereitet handelt grob fahrlässig. Da die Politik bisher schon nicht in der Lage war Leitplanken zu setzen und Lösungen zu kreieren, wird sie es auch in Zukunft noch weniger tun. So wie es jetzt von statten geht führt es flächendeckend in die Katrastrophe, kein Landstrich wird mehr ausgespart. Man kann nur informieren und empfehlen steht auf, jetzt.

  54. Wieso immer wieder diese Fehlinformation verantwortlicher Politiker zum Grundrechtsanspruch bzw überhaupt bestehen eines Schutzanspruchs auf Aufnahme?

    Einen solchen Anspruch gibt es für über sichere Drittländer Einreisende weder nach Artikel 16a Grundgesetze noch nach der Genfer Flüchtlingskonvention. Fakt ist damit, dass kein einiziger auf eigene Faust über Österreich nach Deutschland drängender einen Aufnahme- oder auch nur Einreiseanspruch hat.

    • mein lieber neffe, faktisch hast du recht, aber not, kennt nun mal keine grenzen.

    • @ bruns

      Ich zitiere mal Forist Herbert Relling:

      Mir war bisher gar nicht klar, das in Marokko, Tunesien, Rumänien, Bulgarien,Albanien, Kosovo, Serbien,Pakistan,usw. Krieg herrscht!?
      Ihre Argumentation ist sehr verallgemeinernd, wenn nicht sogar für logisch denkende Menschen falsch. 50% der Menschen sind Zuwanderer, die eben nicht aus Kriegsgebieten flüchten, sondern aus rein wirtschaftlichen Gründen hierher strömen und eigentlich einen Antrag auf Einreise stellen müssten.(Zitat Ende)
      Also reden wir hier über illegale Einwanderung, da die meisten Einwanderer über Drittstaaten einreisen. Dann haben sich ja die Politiker als Schleuser betätigt. Dann hat die AfD und die Pegida mal wieder absolut Recht! Und Herr Bruns hat mal wieder keine Ahnung wovon er schreibt. Seine Lösung ist wie die der Grünen: Mehr Zuwanderung!“

  55. Alexander Tiebensky

    Das ganze Schauspiel unserer sogenannten Politiker ist nur noch eine Farce!
    Der Bericht zur neuen Völkerwanderung von Hr. Sarazin sollte als Lehrmaterial in Schulen verwendet werden! Es ist unglaublich ignorant und naiv zu glauben das wenn in Syrien kein Krieg mehr ist das die Menschen dann alle nach Hause gehen werden und die Trümmer wieder aufbauen!
    Genauso naiv zu glauben das wir hier friedlich alle in Multi-Kulti leben werden – die kulturellen Unterschiede sind zu groß!
    Laut unserer Asylgesetze wären fast 80% der Weltbevölkerung hier in Deutschland asylberechtigt!
    Unsere Politker sollten schleunigst damit anfangen zu erkennen was Hilfe ist und wann unsere Hilflosigkeit beginnt!

  56. Gerhard Labensky

    Hätten Politiker wie Lucke, Petry oder Höcke diese Äusserungen gemacht: Auweia!!! Da wäre die „Nazikeule“ wieder geschwungen worden. Trotzdem bin ich beeindruckt. Der Herr Palmer redet Klartext. Stösst natürlich auf taube Ohren.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article148281073/Gruene-fordern-Parteiausschluss-von-Palmer.html

    • Braune Tröten wie Petry und Höcke sind Hetzer und keine Politiker.

      • Na. Herr HaGE was sind denn erst unsere Politikversager , die in Regierungsverantwortung sind und uns die Katastrophen millionenfach an Land ziehen!? Doppeltröten? Ja, das ist wohl wahr.

    • palmer begeht einen großen fehler. er hat in seinem amt momentan ein problem. stimmt. was er aber jetzt ablässt, sorgt eben auch für die zukunft für probleme. wer fremdenfeindlichen den kleinen finger reicht, wird erleben, dass er von ihnen komplett vereinnahmt wird.

      • @ Bruns

        Inwiefern reicht er „Fremdenfeinden“ die Hand? Und inwiefern macht er Fehler?
        Weil er nicht permanent den völlig absurden Unfug seiner Parteifreunde mitmacht und klatscht, nur weil Kritik das Amt oder die Parteizugehörigkeit kosten könnte? Ist eine Meinung automatisch falsch, weil sie von einer ständig kritisierten Gruppe stammt, die alltäglich die von der Parallelgesellschaft der Politiker stammenden Probleme ausleben muss?

        Boris Palmer hat meine volle Hochachtung, da er die Fakten beim Namen nennt und weder ideologisch verblendet , noch verlogen ist und weit davon entfernt ist, irgendwelche oberflächlichen Phrasen zu dreschen, die seine Partei seit Monaten absondert.

        • Karin Weichman, wer hat vor der flüchtlingsdebatte palmer gelobt? wer tut es jetzt? es ist zu spät, wenn man vom rechten rand gelobt wird. ist auf der anderen seite ähnlich. ich sehe natürlich auch die probleme, die ein bürgermeister, oder landrat hat. sich öffentlich zu äußern ist das andere. gerade sie müssen es doch wissen. merkel hat sich so geäußert, dass sich schleusen geöffnet haben. und warum jubeln sie ihm jetzt zu? welche schleusen soll er denn für sie noch öffnen?

  57. Alles wieder nur „Einzelfälle?“

    http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/7478088/der-albtraum-einer-christin-in-brandenburg.html

    Der bericht einer jungen frau,die keine muslimen ist. Unglaublich der hinweiss, das zahlen absichtlich zurückgehalten werden, erinnert mich an vergangene zeiten. Traurig, aber wahr daß man in deutschland die wahrheit mit solcher konsequenz verweigert, das es an selbstaufgabe genzt und abei die kritiker mit nachweisbaren fakten zerstören will. da sit nicht mehr mein deutschland, wenn ich mit angst auf die strasse gehe und selbst die deutschen mich diffamieren, obwohl ich eine von ihnen und ich opfer bin.

    • Lieber Xenis Rados (Rüdiger) Grube

      Schön, dass Sie sich auchmal hertrauen, Rados oder Rüdiger. Seit ungezählten Ausgaben treffen Sie, Xenis Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, sich für das Kundenmagazin DB Mobil zum »Gipfelgespräch« mit ebenbürtigen Gipfelpersönlichkeiten, um sich von den namenlosen Schergen des Journals zu Gewichtigem befragen zu lassen. Zum 25. Jahrestag der Wiedervereinigung eruierten Sie gemeinsam mit Thomas Gottschalk die Frage: »Deutschland, was ist aus dir geworden?« Für Sie, dessen Vita wie gewohnt etwas umfangreicher als die Ihres Gegenübers abgedruckt wurde, war klar: »Kein Unternehmen hat die Wiedervereinigung so gespiegelt wie die Bahn.« Der »Schlüssel zum Erfolg« war jedoch erst die Bahnprivatisierung im Jahr 1994. Damals war das Unternehmen »jeden Tag illiquide«, inzwischen bringt es »Gewinn von rund 2 Milliarden vor Steuern und Zinsen« – und da schwillt nun auch uns die gesamtdeutsche Brust vor Vaterlandsglück und Zusammengehörigkeitsstolz, während uns das Ticket, das wir stets vorzeigebereit an jener zu tragen pflegen, fast ein bißchen zu preisgünstig erscheint.

      Bei der Preiserhöhung 2016 bitte ruhig wieder etwas hinlangen!

      Meine Meinung!

      Kevin Manuel Schnell (29)

  58. Alles Petry - Einfach Geil!

    Hallo HaGe, nur voll björne Blödis und höcke Neider erzählen herum, dass Petry kein ganzer Kerl ist. Ein Mann, ein Wort, eine Gitarre und ein saudummes Lied. Das alles und nicht viel mehr, ist er, der Petry oder auch „Wolle“, wie ihn seine Freunde aus Karnickelburg nennen würden.

    Petry wuchs 1900 in der Boomtown Wanne-Eickel auf. In dieser Trendsetterstadt an der Costa del Sol in Brasilien lernte er zunächst Volksweisen auf portugiesisch zu trällern. Dies genügte ihm aber nicht und er zog ins Ruhrgebiet, um dort mehr über Kunst zu erfahren. Schließlich ging er nach Wien und schrieb sich in der Universität ein, welche ihn aufgrund seiner Begabung prompt annahm. Er wird aufgrund seiner Flanell-Hemden auch „Heimwerker Petry“ genannt. Es wird gemunkelt, dass er der Vater von zahlreichen Sesamstraßen-Kreaturen und Samson sein Schwager ist. Häufig wird er mit Petry aus ,,Einem Land vor unserer Zeit verwechselt und leidet stets darunter.

    Er begann als Opernsängerin in Wien. Dort erkannte man, dass sein Talent zu überragend war, um wirklich alle Beleuchter und Bühnenbauer auszustechen. 1950 schrieb er seine erste eigene Oper: „Wahnsinn“, 1951 dann „Scheißegal“, worin er seine Erlebnisse aus der Schlacht am kalten Buffet verarbeitet.

    Im Sommer 1953, kurz nach seinem internationalen Durchbruch in der früheren Reppenstedter Disco „Whisky Bill“ stieg ihm sein Erfolg zu Kopf und zeigte sich durch einen verstärkten Haarwuchs, besonders an der Oberlippe. Sein Deckhaar schnitt Wolle sich selbst ab, doch leider misslang ihm das bei seinen Nackenhaaren.

    1960 wurde er von seinen Mitkünstlern aus Wien verjagt und flüchtete nach Karnickelburg, wo man ihn herzlichst begrüßte. Es heißt, dass er dort 2000 Kinder selbst gezeugt hätte. Der Sage nach braucht er Frauen nur anzuschauen, um sie zu schwängern. Einige Mediziner bezweifeln allerdings dieses Phänomen: „Wenn einer Frau schlecht wird, muss sie nicht unbedingt von Petry schwanger sein.“

    1970 wurde er erster Despot von Karnickelburg. Hier gründete er auch die Massenorganisation „Megafreunde e.V.“, Markenzeichen ist das Freundschaftsbändchen. Seine Freunde schenkten ihm als Anerkennung für seine Dienste in der Musik viele dieser bunten, geflochtenen Bänder, mit der Wolgang sich die Nerven am Arm abschnürte, damit seine Hand nicht mehr darüber nachdenken musste, was sie als nächstes für Musik spielen soll. Er entwarf einen neuen Stil in der Musik, eine Mischung aus Pop, Rock und Gabber. Sein alter Kollege aus Wien, Grillparzer meinte: „Jo, mei hört der denn nie aaf? Und dös soll jetzert Musik sein? Dem Gschissenen dem obatz wohl ins Ghirn grotzt.“ 1980 trat er den Posten an Stevie Wonder ab.

    Petry verlässt sein Haus in Wanne-Eickel nur selten, da seine Arme vor Freundschaftsbändchen so schwer sind, dass er sich kaum bewegen kann. Verschwörungstheoretiker behaupten, dass die Welt untergeht, sollte er seinen Armschmuck einmal abnehmen.

    Sollte Petry einmal sterben, wird die Hölle zufrieren. Mit einer entsprechenden Ankündigung lehrt er Christen seit Jahrzehnten das Fürchten. Das ist Wahnsinn! Berichten der Verhaltensforschung zu Folge ist das jedoch eine eiskalte Berechnung des Petry-Clans, die die Hölle als Vereinsheim des Fanclub zu benutzen trachten. Aufgrund der unergründlich unwiderstehlichen Ausstrahlung Petrys und seiner Kinder werden die Jünger und Abhängigen dazu verleitet, sich freiwillig in die Abgründe der (anfänglich nur geistig) absoluten Finsternis zu begeben. Weltweit haben sich bereits Millionen von Menschen zur Petrysekte, einem Nebenzweig des Satanismus, bekannt. Welcher „Mensch“, abgesehen von Wolle, würde sonst ganze Horden Gläubiger dazu bringen, wochenlang „Hölle, Hölle, Hölle!“ zu brüllen? Der Clan sammelt weiterhin dunkle Seelen. Zumindest so dunkel wie ungewaschene Freundschaftsbänder.

    Petry selbst verweigert mit einem baywatchgeprägten Kopfschütteln jeglichen Kommentar, wann immer er vermutet, darauf angesprochen zu werden. Das Ergebnis dieses ganz besonderen Lockenschüttelns ist unter Kritikern und der Polizei unumstritten: es besteht in der Verbreitung des todbringenden „Petryschen Lausbefalls“ nach dem ersten Kontakt mit Unschuldigen. Die Behörden sind machtlos. Auch für sie ist die Eindämmung der sich beständig ausbreitenden Seuche die reinste Hölle, Hölle, Hölle!

  59. @ hh jenckel
    Anscheinend gibt e slangsam Kritik. jetzt soll noch jemand sagen, die FAZ sei ein braunes Blatt oder die Reakteure Pegidasymphatisanten.

    Neue Meldung:

    http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/fluechtlingspolitik-ist-die-koalition-von-sinnen-13888065.html

  60. Von „Ablehnungskultur“ kann in den letzten zehn, fünfzehn Wortmeldungen hier wohl keine Rede mehr sein. Hier tobt nur noch die Art von Ablehnung, für die „Kultur“ ein Fremdwort ist.

    So ist es immer, wenn eine tolle Party endet: im Morgengrauen krakeelt ein einsamer Betrunkener, weiß nicht mehr, wie er heißt, aber wähnt sich im Besitz der Lösung zu jedem großen Welträtsel.

    Und wir anderen?

    „Wir stehen sehr enttäuscht und sehn betroffen // Den Vorhang zu und alle Fragen offen.“

    Tschüss

    Gerti

    • Gerti, der kampf geht nie zuende. jeder, der in die politik geht, sollte es wissen. warum waren sie hier? sie sind enttäuscht? emotionen? ich bin von natur aus sehr sensibel. aber ohne härte gegen andere und gegen sich selbst, geht es nicht. ich bin ein menschenfreund und kämpfe gegen menschenhasser , egomanen und gegen die, die gern behaupten , für alles eine lösung parat zu haben. die politik besitzt diese fähigkeit nicht und sollte es endlich zugeben, damit der bürger nicht ständig hofft und dabei enttäuscht wird. es gibt eben nichts besseres, als selbst zu denken und alles zu hinterfragen.

    • Tja Gerti, wenn man nicht bereit ist an die Fragen und Schwierigkeiten heranzugehen bleiben Sie offen, so ist es leider. Nächstes mal einfach mal ran an den Speck.

  61. wundert sich jemand darüber?

    Zitat aus dem Artikel zu Sumte : „einen „Marktplatz“ mit einer Möglichkeit zum weltweiten Geldtransfer (Western Union), einem Handyshop und…“

    Ich wundere mich über gar nichts mehr, nicht einmal über einen Beitrag zu Petry…

  62. Diese Worte nun ausgerechnet von Ihnen zu lesen, spottet dann ja doch jeder Beschreibung.
    Ihre Art von Ablehnung haben wir ja kennengelernt.

    Und da wo ich feiere, krakeelt im Morgengrauen kein Betrunkener, alle finden nach Hause.
    Sie fragen: „Und wir anderen?“ Wer wir? – Ich nicht!

    Denn Brechts Sezuan geht noch weiter:

    Soll es ein andrer Mensch sein? Oder eine andere Welt?
    Vielleicht nur andere Götter? Oder keine?
    Sie selber dächten auf der Stelle nach
    Auf welche Weis dem guten Menschen man
    Zu einem guten Ende helfen kann.
    Verehrtes Publikum, los, such dir selbst den Schluss!
    Es muss ein guter da sein, muss, muss, muss!“

    Gibt es nun den guten Menschen? – Denken Sie mal darüber nach.

    Tschüss Gerti

  63. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlinge-deutsche-angst-vor-muslimischem-mann-kolumne-a-1060655.html
    ich musste bei einigen stellen herzhaft lachen. leider hat augstein mit vielem recht. die ,,pups,,phase scheint in jeder gesellschaft sehr anstrengend zu sein.

  64. „O du schwacher / Gut gesinnter, aber schwacher Mensch! / Wo da Not ist, denkst du, gibt es keine Güte! / Wo Gefahr ist, denkst du, gibt es keine Tapferkeit! / O Schwäche, die an nichts ein gutes Haar lässt! / O schnelles Urteil! O leichtfertige Verzweiflung!“

    Bertolt Brecht: Der gute Mensch von Sezuan. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1964, S. 30, Z. 26 ff.

    • Hätte man den Brecht gelesen, dann wüßte man auch, dass dies von den Göttern geäußert wird, sie schweben auf der Wolke in ihr Wolkenkukucksheim davon, entrückt jeglicher Realität.
      Sie lassen die armen Menschen mit ihren Problemen allein.

      An wen oder was erinnert mich das ?
      Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

  65. Nochmal an Bundeskasper

    Erinnern Sie sich an die Filmkomödie des Regisseurs Charles Crichtons „A Fish Called Wanda“ (Ein Fisch namens Wanda) aus dem Jahr 1988? Da gab es den tollen Dialog zwischen der holden Juwelendiebin Wanda Gershwitz und ihrem Komplizen und Geliebten Otto West, der sich beim Lesen von Nietzsches „Jenseits von Gut und Böse“ entspannt:

    Otto: „Nenn mich nicht dämlich.“

    Wanda: „Genau, du hast Recht. Dich dämlich zu nennen, wäre eine Beleidigung für alle dämlichen Menschen. Ich weiß von Schafen, die dich locker austricksen würden. Ich hab schon Pullover mit einem höheren IQ gehabt. Aber du denkst, du bist ein Intellektueller, nicht wahr, du Affe?“

    Otto: „Affen lesen nicht Philosophiebücher.“

    Wanda: „Doch, das tun sie, Otto! Sie verstehn sie bloß nicht!“
    ________________________________________________________________________________

    Lustig, nicht wahr, Bundeskasper? Mit Ottonen muss man immer rechnen. Jetzt zu Brecht.
    ________________________________________________________________________________

    „Ihre Art von Ablehnung haben wir ja kennengelernt.“

    Wir? Pluralis Majestatis? Sprechen Sie wider im Namen Lüneburgs? Des Volkes? Der Menschheit?

    „Hätte man den Brecht gelesen, dann wüßte man auch, …“

    Man? Sie, der Leser, der Auserwählte, versus „das Man“, die Googler, den ungebildeten Haufen?

    Hätten SIE den Brecht gelesen, dann wüssten SIE auch, dass – anders als Wikipedia nahelegt -, die von Ihnen zitierte Stelle des Epilogs mit dem überraschenden Diktum DES SCHAUSPIELERS über die einzige mögliche Lösung beginnt:

    DER EINZIGE AUSWEG wär aus diesem Ungemach:
    Sie selber dächten auf der Stelle nach
    Auf welche Weis‘ dem guten Menschen man
    Zu einem guten Ende helfen kann.
    Verehrtes Publikum, los, such dir selbst den Schluß!
    Es muß ein guter da sein, muß, muß, muß!

    (Meine von meinem Vater geerbte Ausgabe: es/SV, 1974, S. 144)

    Freilich, die GÖTTER „schweben auf der Wolke in ihr Wolkenku[c]kucksheim davon“. Ob es sie gibt oder nicht, macht in Brechts Stück keinen Unterschied.

    SIE aber, Bundeskasper, fragen suggestiv: „An wen oder was erinnert mich das?“ Und Sie meinen natürlich „die Realitätsentrücktheit“ unseres politischen „Spitzenpersonals“. Ihre (ebenso suggestive) Anschlussfrage macht selbst dem Dümmsten deutlich, dass Sie auf „die Regierung“ zielen. Das ist in Ordnung. Das empfinden (oder „sehen“) Sie so.

    Aber ist das auch vernünftig? Ich denke nicht. Was für eine maßlose, was für eine kindische Überforderung der handelnden Wahlbeamten in Hannover und Berlin! Sie glauben, die müssten uns regieren wie Götter? Sie sind enttäuscht, dass Sie es nicht tun, dass es bloß ganz gewöhnliche Menschen sind, die in schwierigen Situationen ihre Schwierigkeiten haben, die richtigen Entscheidungen zu treffen? Sie haben sich allen Ernstes durch Prospektmaterial, Talkshows und bunte Illustrierten einreden lassen, es handle sich bei Merkel, Seehofer, Weil, Gabriel und Steinmeier um unverwundbare Superhelden mit übermenschlichen Kräften? Und vor diesem Kränkungs- und Ernüchterungshintergrund abwesender Götter jetzt die lachhaft übergeschnappte Frage: „An wen oder was erinnert mich das?“ Und dann die mit kümmerlich blöder Boshaftigkeit sich verschämt-perfide Andeutung hervorquälende Schlusspointe: „Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.“ Ja, um Himmels willen, Sie armer, armer Bundeskasper! Den Osterhasen gibt es gar nicht? Die Eier werden von der Mutti alle händisch gefärbt? Und da springen Sie nun wochenlang auf und ab in Ihrer kleinen geordneten Bundeskasperwelt und schreien Weh und Ach?

    Und Shen Te kommt vorbei und zankt Sie aus? „Oh ihr Unglücklichen! / Euerm Bruder wird Gewalt angetan, und ihr kneift die Augen zu! / Der Getroffene schreit laut auf, und ihr schweigt? / Der Gewalttätige geht herum und wählt seine Opfer / Und ihr sagt: uns verschont er, denn wir zeigen kein Mißfallen. / Was ist das für eine Stadt, was seid ihr für Menschen!“

    Was wollen Sie? Dass Shen Te zu Shui Ta wird? Den „Gutmenschen“ durch den „Schlechtmenschen“ ersetzen? „Versinke in Schmutz/ Umarme den Schlächter, aber/ Ändere die Welt: sie braucht es!“? Wie in Brechts „Maßnahme“ vorgeschlagen wird?

    Es gibt keine Götter, Bundeskasper. Jedenfalls nicht in den Hauptstädten DIESER Welt. Es gibt auch nie nur EINZIGE Auswege.

    Es hilft nichts, Bundeskasper, Sie werden auf der Stelle selber nachdenken müssen, „auf welche Weis‘ dem guten Menschen man zu einem guten Ende helfen kann.“

    Beruhigen Sie sich bitte. Lassen Sie sich nicht von Fernsehbildern verrückt machen. Erwarten Sie nicht zuviel von anderen. Hören Sie auf, die Leute Ihrer Umgebung mit Alarmgeschrei zu nerven. Kümmern Sie sich im Rahmen Ihrer Möglichkeiten. Denken Sie an Onkel Kästner: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!