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Von Kanzlern, Staatsmännern und Darstellern

Hans-Herbert Jenckel schreibt im Blog.jj über Kanzler, Staatsmänner und Darsteller.
Hans-Herbert Jenckel schreibt heute im Blog.jj über Kanzler, Staatsmänner und Darsteller.

 

(Im Blog.jj  schreibt Hans-Herbert Jenckel, Geschäftsführender Redakteur und Online-Chef der LZ. Gastbeiträge sind willkommen. Bitte an: jj@landeszeitung.de)

 

Lüneburg, 29. Oktober

 

 

 

 

Was unterscheidet eigentlich einen Karriere-Politiker von einem Staatsmann?

Gerhard Schröder mag über weite Strecken mehr Darsteller als Kanzler gewesen sein, aber kein Staatsmann. Einer, der nach oben wollte. Siegerlächeln, Brioni-Anzüge, Cohiba-Zigarren und teure Weine. Einer, der wenig Hemmungen und Berührungsängste zeigte, ob als Vortragsreisender, als Putin-Freund oder als Aufsichtsrat im Reich des Russen. Aber er hat am Ende seiner Kanzlerschaft mit der Agenda 2010 gegen allen Widerstand den Grundstein für Deutschlands Wiederaufstieg gelegt.  Dafür haben ihn anfangs viele gehasst, gerade in der Sozialdemokratie, seiner Heimat. Aber das und sein guter Instinkt in der Irak-Krise werden bleiben. Insofern war er im Untergang ein großer Kanzler. Weil er als Staatsmann und nicht als Politiker gehandelt hat, Partei und Karriere keine Hauptrolle spielten.

Angela Merkel war nicht berühmt für klare Kante, eher für die Politik der Merkel-Raute. Ruhige Hand bewahren. Das hat sie bei Kohl gelernt, von dem die Einheit bleibt. Vor Kameras und Mikrophonen wich  Merkel fast immer ins Ungefähre aus. Was hatte sie nur gesagt?  Bis zur Finanzkrise. Da versicherte sie schwer verunsicherten Deutschen: ,,Die Spareinlagen sind sicher.“ Das stimmte natürlich nur bruchstückhaft, aber beruhigte ungemein. Bis Fukushima. Danach rief sie ad hoc die Energiewende aus, egal wie die Konzerne drohten. Das hätten vermutlich nicht mal die Grünen gewagt.

Jetzt hat sie in der Flüchtlingsfrage gleich zu Anfang gesagt: „Wir schaffen das.“ Der Satz ist noch riskanter, wird das Land nachhaltig verändern. Aber sie hält daran fest. Die Medien schreiben jetzt von Merkels Götterdämmerung. Aber es gibt mindestens diese drei Momente, die sie zu einer großen, womöglich auch tragischen Kanzlerin machen, aber zu einer Staatsfrau statt zu einer Politikerin, die parteipolitischen Zielen folgt. Wenn sie dabei bleibt.

Und jetzt greift Sigmar Gabriel, der die Achterbahn der Politik, Absturz und Aufstieg kennt, nach der Kanzlerschaft, indem er eine Stimmung nutzt. Das konnte er, wendig, wie er ist, schon immer. Noch ganz Politiker.

 

Hans-Herbert Jenckel

235 Kommentare

  1. Hallo Herr Jenckel,

    die vergangene Woche hat bei Ihnen Spuren hinterlassen und Sie nachdenklich gemacht. Das spüre ich ganz deutlich.
    Ihre Darstellung des Wirkens unseres ehemaligen Kanzlers Schröder deckt sich fast vollständig mit meiner Einschätzung. Das war wirklich ein Staatsmann. Ihr Bemerkung zu seinem Instinkt (?) beim Thema Irak-Krieg, finde ich im Hinblick auf das damalige Verhalten von Frau Merkel näher betrachtenswert. Die vertrat nämlich exakt das Gegenteil und konnte es gar nicht erwarten, Deutschland in diesen Krieg hineinzuziehen. Schon vergessen?

    Nebenbei bemerkt, die Äußerungen während und zur Finanzkrise gingen auf Herrn Steinbrück zurück und eben nicht auf Frau Merkel. Davon hat die Dame nämlich auch keine Ahnung. Siehe „Griechenlandrettung“.

    Auch die Merkel`sche Umsetzung der „Energiewende“ hat erstaunlich viel mit der üblich dilettantischen Herangehensweise dieser Dame an politische Projekte gemein. Mit der „Flüchtlingskrise“ hat sie ihr Meisterstück abgeliefert. Die Parallelen drängen sich dem aufmerksamen Betrachter förmlich auf.
    Emotional getrieben und motiviert, europäisch nicht abgestimmt, ohne wirklichen Plan, ohne Mandat des Souveräns, desaströs umgesetzt und am Ende zum Schaden Deutschlands verschlimmbessert.

    Wie man die Abfolge, der durch diese Dame verursachten Fehlleistungen ernsthaft als „staatsfraulich“ missverstehen kann, erschließt sich mir nicht.

    • wer war ein staatsmann? gasgerd, oder gabriel? wieso habe ich davon nichts mitbekommen? ich war schon immer gegen krieg. bin ich deswegen ein staatsmann?

    • Spökenkieker am Start

      Lieber Thomas Schmid, ob das zweite Gesicht wohl weniger Falten hat als das erste?

      Wer – wie Sie – die Fähigkeit besitzt, durch elektronische Netzwerke hindurch „ganz deutlich“ zu „spüren“, dass „die vergangene Woche“ in der Seele eines geschäftsführenden Redakteurs „Spuren hinterlassen“ und ihn als Gesamtpersonalität „nachdenklich gemacht“ hat, der fühlt natürlich ebenfalls in aller Klarheit, dass Frau Merkel es 2003 „gar nicht erwarten“ konnte, ihr Land in einen „Krieg hineinzuziehen“, dem hat sich atmosphärisch unbedingt mitgeteilt, dass sie von Finanzen „auch keine Ahnung“ hat, der empfindet genau, dass sie „an politische Projekte“ üblicher Weise „dilettantisch“ herangeht, nämlich „emotional getrieben“, und dessen sensitive Antennen übersetzen aus exakten affektiven Vibrations, dass die Kanzlerin „ohne wirklichen Plan“, aber auf jeden Fall „zum Schaden Deutschlands“ agiert.

      Das ist so! Diese Informationen eratmen Sie sich nonverbal per vegetativer spiritueller Medialität, Thomas Schmid.

      Das hab ich einfach im Urin.

      • Liebe anonymer Foristin/ lieber anonyme Forist,
        vielen Dank für Ihre Antwort auf meinen Beitrag. Das Sie sich mit meinem Kommentar so liebevoll beschäftigen, ehrt und bestätigt mich.
        Vielleicht haben Sie in der Sache etwas beizutragen? Nur Mut. Ich freue mich auf Ihre Argumente und weitere geistreiche Gedanken.

        • Na endlich Thomas Schmid – endlich lassen Sie mal die Katze aus dem Sack!
          Will sagen, das links-rechte Gedankengut sprießen.
          QED !!!!
          Sie freuen sich auf meinen Mut? Meine Argumente? Meine geistreichen Gedanken? Nicht einmal mehr das glaube ich Ihnen – ein ganz ordinärer Linkstroll !
          Sie wollen den Staatsmann Gabriel an der Macht?
          Sie machen sich Sorgen um die ganze Welt – aber vor der eigenen Tür fegen ist nicht.
          Ja, ich mache mir Sorgen, dass die Stimmung kippen könnte. Dies habe ich mehrfach, auch in anderen Diskussionen, zum Ausdruck gebracht. Wir hatten einmal eine soziale Marktwirtschaft, abgeschafft durch eine Sozialdemokratische Partei mit Hilfe der Grünen/Bündnis90.
          Zu feige eine Börsenumsatzsteuer zu erheben, errichtet man (sich) jetzt eine sozialdemokratische Republik?
          Soll es jetzt zu Verteilungskämpfen zwischen altem und neuem Prekariat kommen, gemischt mit Religions- und ethnozentrischen Rassereinheitsgedanken damit es besser brennt?
          Wer hätte etwas davon ? Wissen Sie die Antwort?
          Lassen Sie sich leiten von dem Sprichwort cui bono, aber Sie wissen es auch so.
          Es soll vollendet werden, was in den 70/80er Jahren nicht gelang. Der Marsch durch die Instanzen ist vollendet – jetzt sollen Ergebnisse her.
          Kippt die Stimmung nach rrächts – dann brennt die Republik !
          Wer sie anzündet? Sie haben ihre Truppen doch bereits in Stellung gebracht.
          Die Flüchtlinge und die heimische Bevölkerung? Kollateralschäden im Kampf der Arbeiterklasse.
          Die Gelegenheit ist günstig – man kann ja gleich ganz Europa anzünden.
          Die, wie schrieb JJ in seinem Blogg so treffend, irrlichternden Politiker helfen dabei ohne es zu ahnen. Eine plan- und hilflose, weil gefangen in ihrer Erziehung und intellektuell überfordert, MöchtegernKanzlerin Frauke
          Wirschaffendasnicht ist willfähriges Opfer dieser Attacke auf das Gesellschaftssystem.

          Und S i e erdreisten sich, mich den Mahner als Deppen und Lügner darzustellen?

          Ihre Art der Diskussion ist mir leider nur zu bekannt.
          Die Nazikeule, die Sie sonst immer schnell zur Hand hatten, fehlt noch – warum?
          Keinen Mumm? Nur zu – es tut nicht mehr weh. Ich bin es mittlerweile gewohnt.
          Ich frage mich auch, warum Sie sich an mir so festgebissen haben, andere haben ähnliches geschrieben. Ich hatte bisher noch nicht einmal auf die Gefahr durch die totalitäre Demagogie hingewiesen, das taten andere.

          Jetzt wünsche ich Ihnen viel Spaß Frau Thomas Schmid

          • Lieber Rumpelkasper,
            ich weiß nicht, womit ich in meinem bisher einzigen Beitrag der persönlich an Sie gerichtet war, Ihren Zorn entfacht habe? Ich habe Sie weder einen Deppen noch einen Lügner genannt, noch war ich unhöflich. Wo Sie links-rechtes Gedankengut (?)oder einen „Linkstroll“ (was ist das?) bei mir erkannt haben wollen, erschließt sich aus Ihrer aufgeregten und leider etwas wirren Suada ebenfalls nicht.

            Sie haben mich in Ihrem ersten Beitrag wegen meiner angeblich hellseherischen Fähigkeiten angegriffen, obwohl ich lediglich bei Herrn Jenckel eine Veränderung in der Tonalität unseres Gastgebers erkannt zu haben glaubte. Mag sein, vielleicht lag ich falsch? Geschenkt. Herr Jenckel hat mir diesbezüglich jedenfalls nicht widersprochen.

            Was Sie hier allerdings als selbsternannter „Mahner“an bestenfalls schräg zu bezeichnenden Projektionen zum Besten geben, möchte ich aus Höflichkeit und im Sinne meiner persönlichen Vorstellungen von Netiquette und Diskussionskultur nicht weiter kommentieren.

            Mein Kompass ist das Grundgesetz, getrieben vom Wunsch nach einer Erneuerung unserer Demokratie. Hierzu gehört als wichtigster Punkt, die politische Aufwertung des mündigen Bürgers als Souverän und Entscheider sowie das Zurückdrängen der Machtfülle und Machtausübung eines immer mächtiger werdenden paternalistisch orientierten Parteien- und Medienkartells. Detailliertere Ausführungen entnehmen Sie bitte dem Parteiprogramm von ALFA.
            http://alfa-bund.de/parteiprogramm

            Allen ein schönes Wochenende.

    • Lieber Thomas Schmid,

      für einen Augenblick hatte ich tatsächlich auch das Bild vor Augen, wie Sie in kostbar schimmernder bruno banani Designer Underwear für Herren („frech, sportlich, elegant oder sexy“) um fünf Uhr morgens Vor dem Bardowicker Tore bei eisiger Kälte 1.000 Liegestütze wegklotzen, bevor Sie dann die ganz großen Einsichten über die allerpersönlichsten Antriebe und Befindlichkeiten unserer politisch-medialen Prominenz in Lüneburg, Hannover und Berlin via priviligierter Zuflüsse von feinsten kosmischen Premium-Schwingungen in sich hineinsaugen, um diese beglückend schaurigen Luxus-Offenbarungen anschließend unters wissbegierige Volk zu streuen. Doch nun hat mir Arthur eine Mail geschickt („Hey Leute kauft beim Trödler …“, Sie wissen schon: Sohn des Therach aus Ur in Chaldäa, der nach der Legende der Feldherr des Nimrod war, des ersten Herrschers auf Erden, und der auf Geheiß Gottes mit seiner Frau Sara und seinem Neffen Lot von Ur in Chaldäa nach Harran und von dort auf der Einwanderungsroute von Nomaden aus Nordsyrien über Aleppo – das heutige Halab – und Damaskus nach Kanaan wanderte und weiter – stets auf Geheiß der Engel des Herrn – immer weiter mit unbekanntem Ziel „in das Land, das ICH dir zeigen werde” etc., etc. pp.).

      Und was schreibt mir der Vater Isaak und Ismaels aus seiner Höhle Machpela im späteren Hebron – dem heutigen Al Khalil? Sie, Herr Schmid, gehörten in den 1960er Jahren zur Westdeutschen Studentenbewegung, in den 1970er Jahren zur Sponti-Szene, in den 1980er Jahren zu den Politikern der Grünen und konvertierten in den 1990ern als geläuterter Familenmensch und als Abtrünniger Ihres einstmaligen heilsgeschichtlichen Glaubens- oder Wertesystems in die vorgeblich wertkonservativen Gedankenkreise der Welt, in der immer noch eine wieder ganz junge Freiheit gepflegt wird.

      In Ihrem Parteiprogramm, für das bei Blog.JJ werben zu sollen, Herr Jenckel mit Ihnen ganz offensichtlich einer Meinung ist, gibt es das schöne „Wertprinzip“ nummero uno über – nein, nicht „Ablehnungs-„, sondern „Streitkultur“: Gute Politik, ist dort zu lesen, „fängt mit gutem Benehmen an. Wir setzen uns für eine bessere Streitkultur, für Fairness, Toleranz und Sachlichkeit in der politischen Auseinandersetzung ein. Das gilt für die Diskussion zwischen den Parteien ebenso wie für die Behandlung von Minderheiten in der Gesellschaft.“

      Sie bemühen sich zweifellos um „gutes Benehmen“. Aber auch um angebrachte Unterscheidungen? Vielleicht hätten Sie in solchem Fall das verrückte Gekeife von „Rumpelkasper“ nicht mit den ironischen Statements zu Ihrer „Spökenkiekerei“ vermengt. Für mich sind das eindeutig zwei grundverschiedene Stimmen, die nichts – nicht einmal den Autor – miteinander gemein haben können — außer einer gewissen spielerischen, dem verschleierten Auftritt immer anhaftenden Kunst-Unredlichkeit, welche den beiden „realistisch“ eingestellten Transparenz-Don Quijotes im JJ-Forum, Herrn Fahrenwaldt und Herrn Bruns, einfach nicht geheuer ist. Wie dem auch sei, ich sehe mich (noch) als Minderheit in der Blog.JJ-Gesellschaft. Darf ich auf „Streitkultur“ und auf „Fairness, Toleranz und Sachlichkeit“ hoffen?

      Und darf ich Sie eventuell animieren, sich einmal näher zu erklären?

      Meine Frage (unten, 31. Oktober, 14.22 h) an Dr. Verlinden, Herrn Fahrenwaldt und Herrn Pauly scheint mir nach wie vor einer Stellungnahme wert.

      Wie wäre – im Lichte meiner Bedenken in Richtung beider Extreme – für Sie das angemessene Mischungsverhältnis von formalen Prozeduren in der Repräsentativen Demokratie und von plebiszitären Elementen direkter Demokratie?

      • Liebe Teja Fischer,
        wir beide haben ganz offensichtlich diametral entgegensetzte Vorstellungen von einer nüchternen, sach- und faktenorientiert geführten Diskussion. Belassen wir`s dabei. Vielen Dank und Allen eine schöne Woche.

        • An Thomas Schmid

          Schon klar, Herr Schmid.

          Da berühren sich die ungelenk hin- und herschlenkernden Extremitäten von „Rinks“ und „Lechts“. Wenn es darum geht, den wolkigen Allgemeinplätzen und wohlklingenden Behauptungen halt- und belastbare Gründe respektive Argumente folgen zu lassen, verweisen smooth-talker wie Sie und Herr Fahrenwaldt gerne auf selbst aufgestellte Regeln des Stils und des Benimms. Dieser billige Versuch, die eigenen Anschauungen gegenüber rationalen Argumenten unangreifbar zu machen, ist m. E. mit dem für solches Verhalten eigentlich reservierten Terminus „Immunisierungsstrategie“ viel zu fein charakterisiert. Ich bevorzuge den Ausdruck „Schwanz einkneifen“.

          Darauf dass die Sphäre des präzisen Ahnens und unwiderlegbaren Meinens Ihr Reich ist, das mit scharf gezogenem Scheitel, festem Auftreten und beschwörenden Leerformeln wie dem „Gespürten“, dem „ganz Offensichtlichen“ und dem „felsenfest Geglaubten“ ausmöbliert ist, hatte Ihr[e] erste[r] Kommentator[in] unter der treffenden Überschrift „Spökenkieker am Start“ ja schon hingewiesen.

          Zur „Erneuerung der Demokratie“ gehört für Sie „als wichtigster Punkt, die politische Aufwertung des mündigen Bürgers als Souverän und Entscheider“? Das möchten Sie erreichen? Hier stehe ich und biete Ihnen die Chance, mich, den mündigen Bürger, dadurch als Souverän und Entscheider „aufzuwerten“, dass Sie ihn als Gesprächspartner ernst nehmen und ihm erläutern, was Sie raunten. Oder erscheinen Sie hier im Forum nur, um, wie Karlheinz Fahrenwaldt, Ihres „Weltanschauungsgotttes Botschaften“ (Max Weber) zu verkünden und dann mit meckerndem Lachen über die blöden dummdeutschen „Foristen“ weiter zu ziehen? Wie heißt es noch in „Das Wesen des Glaubens“ bei Ludwig Feuerbach: „Gott ist eine leere Tafel, auf der nichts weiter steht, als was Du selbst darauf geschrieben.“

          Könnte es sein, Herr Thomas Schmid, dass Sie das nicht einmal als immerhin denkbare Möglichkeit erwägen? Und könnte es sein, dass Ihrer Haltung (wie der von Fahrenwaldt, Ihrem Bruder im Geiste,) vielleicht gerade deshalb etwas von solcher überheblichen Unbescheidenheit und solchem paternalistischen Gönnertum anhaftet, dass man unwillkürlich zurückzuckt, wenn man sich die „Demokratie“ ausmalt, die nach Maßgabe IHRER Wünsche und Getriebenheiten „erneuert“ würde?

          Passen Sie bloß auf, dass Sie Ihren „Kompass“ nicht verlegen!

          Wünscht Ihnen Teja Fischer

  2. Robert Wollenweber

    „Irak-Krise“ ist eine wirklich schnucklige Verniedlichung für die völkerrechtswidrige Invasion aufgrund fingierter Anschuldigungen und ohne ermächtigende Beschlüsse des UN-Sicherheitsrates in die ehemaligen drei osmanischen Provinzen Bagdad, Mossul und Basra im März 2003 durch die Streitkräfte der Vereinigten Staaten und des Vereinigten Königreichs, unterstützt von einer „Koalition der Willigen“ (Afghanistan, Albanien, Armenien, Aserbaidschan, Äthiopien, Australien, Bahrain, Bulgarien, Costa Rica, Dänemark, Dominikanische Republik, El Salvador, Eritrea, Estland, Fidschi, Georgien, Großbritannien, Honduras, Island, Italien, Japan, Jordanien, Katar, Kolumbien, Kuwait, Lettland, Litauen, Mazedonien, Mikronesien, Nicaragua, Niederlande, Norwegen, Oman, Palau, Philippinen, Polen, Portugal, Rumänien, Saudi-Arabien, Singapur, Slowakei, Slowenien, Spanien, Südkorea, Thailand, Tonga, Tschechische Republik, Türkei, Ukraine, Ungarn, Usbekistan und die Vereinigten Arabischen Emirate).

    Und Schröders „guter Instinkt“? Die Unterstützung durch den erklärten Kriegsgegner Deutschland mittels Gewährung von Überflugrechten, Übernahme der Bewachung US-amerikanischer Stützpunkte durch einige tausend Bundeswehrsoldaten sowie Erlaubnis der Nutzung von Standorten für Kampfflugzeuge und Nachschub wird häufig als wesentlich bedeutsamer betrachtet als die Unterstützung durch die allermeisten Koalitionsmitglieder, wurde nur nicht juristisch von einer speziellen Übereinkunft, sondern von Deutschlands „permanenten Bündnisverpflichtungen“ hergeleitet.

  3. Karlheinz Fahrenwaldt

    Lieber HH Jenckel,

    die Einordnung des Exkanzlers Schröder nach seiner politischen Bedeutung sehe ich etwas anders als Sie. Staatsmänner im positiven Sinn sind für mich Politiker mit einer humanistisch geprägten Vision einer fortschrittlichen Gesellschaft. Als solche kann ich nur die Exkanzler Adenauer, Erhard und Brandt bezeichnen. Jeder von diesen hatte eine durch seine jeweilige Sozialisation geprägte Vision einer besseren Gesellschaft versucht zu realisieren.
    Kiesinger, Schmidt, Schröder, Kohl und Merkel waren, bzw. sind, reine Machpolitiker gewesen und haben sich lediglich einer Verwaltung der jeweils anstehenden Aufgaben und dem persönlichen Macherhalt gewidmet. Insbesondere zweifle ich Ihre Interpretation der Verdienste Schröders an: Die Agenda 2010 hat die soziale Spaltung nicht nur der deutschen Bevölkerung verschärft. Die Ausweitung des Niedrichlohnsektors, die Rentenkürzungen und die Hartz Gesetze mit ihrem Niedriglohnsektor, die 1 Euro Sklavenarbeit, Presenzpflicht und der Zwang, jede Arbeit annehmen zu müssen, haben nicht zu weniger Armut geführt, wie es das Ziel von Erhard war, sonder zu einem zunehmenden sozialen Ungleichgewicht! Schröder war der erste Kanzler nach dem 2. Weltkrieg, der deutsche Truppen ins Ausland schickte und das er nicht am Irakkrieg beteiligt werden wollte hatte sicher nur etwas von einer genaueren Würdigung der damaligen Geheimdienstberichte und der in der Gesellschaft unpopulären Kriegstreiberei der USA zu tun und nichts mit einer plötzlichen pazifistischen Anwandlung. Mit Willy Brandt wäre der Einsatz deutscher Truppen im Ausland nicht passiert.
    Und Frau Merkel ist eine bekennende Anhängerin des TINA Prinzips – wenn man ein Problem lange genug vor sich herschiebt, gibt es keine Handlungalternativen mehr. Und als Frau Merkel den Satz „Wir schaffen das“ prägte waren die Auffanglager rund um die Krisenländer längst überfüllt, die UNHCR konnte die dortigen Flüchtlinge nicht mehr ausreichend versorgen und so war es nur noch eine Frage der Zeit, wann sich die Flüchtlingsströme in Richtung Europa bewegen würden. Adenauer hatte die Vision, aus den „Erbfeinden“ Frankreich und Deutschland Freunde zu machen, und es ist ihm gelungen!

      • Hallo Herr Jenckel,

        die Verdichtung Ihrer Texte bewegt sich ja von Woche zu Woche mit immer schnelleren Schritten in die Kompressionsdruckbereiche der diamantenen Perioden von Franz Josef Wagner, des „berühmtesten Briefeschreibers Deutschlands“ und „Chefkolumnisten im Hause Axel Springer“, der „in BILD an Menschen und über Themen“ Sätze schreibt, „die uns bewegen“, Sätze, die bekanntlich „Ohrfeigen“ für den einen und „Streicheleinheiten“ für den anderen sind.

        Doch habe ich den Eindruck, die Konzentration Ihres minimalistischen Kommentars von oben auf nur einen einzigen Buchstaben biete soviel an Projektionsfläche fürs Hineinlesen, dass am Ende gar nichts Konkretes mehr zum Thema gesagt zu sein scheint.

        Oder ist mir etwas entgangen?

        • Leider ist mir da nachts nur das iPhone vor Übermüdung aus der Hand gefallen. Soweit ist es noch nicht, das ein Buchstabe reichte.
          Wobei ich es schön fände, wenn man den Lärm, den die Dinge machen, von den Dingen an sich trennt. Dann sieht man klarer. LG

          • Hallo Herr Jenckel

            iPhone sein nix gutt ! Ermüdet und ist schlecht für die Augen. Lassen Sie sich unbedingt das neue iPad Pro verschreiben: »Dünn. Leicht. Gigantisch!« Reden Sie am Montag Morgen gleich mal mit Ihren Ophthalmologen, den Doktoren Wolf Christian Bergmann, Christian von Stern und Jens Wiesemann über »how to reduce health hazards by incorporating energy-efficient strategies into the design of mobile devices« im Zusammenhang mit einem Finanzierungskonzept neuen Typs für die Zivilbelegschaft in der LZ-Redaktion des 21. Jahrhunderts.

            Den Lärm von den Dingen zu trennen, ist leider nicht immer möglich, da 1.) – wie im Augenblick vieles – der Lärm »das Ding an sich« sein kann, da 2.), wie Sie von Epiktet wissen, nicht die Dinge selbst die Menschen beunruhigen, sondern die Meinungen und die Urteile über die Dinge (also der Lärm darum => das neue iPad Pro) und da 3.) der Fall sein kann, was vor wenigen Tagen Klaus Bruns in einem glänzenden Gleichnis für die Ewigkeit festhielt: Zitat: »in meiner fernbedienung wird meine batterie nur deswegen schnell schwach, weil ich den ton ausschalten muss.« (https://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/272468-272468#comment-58617)

      • Karlheinz Fahrenwaldt

        DD

    • Lieber Herr Fahrenwaldt, Sie tun dem Schmidt und dem Kohl teils unrecht. Gleichwohl folgen Sie konsequent Ihrer Weltsicht. Aber Sie haben natürlich auch eine Brille auf. Das Wesentliche bleibt doch das Beruhigende: am Ende ist das Amt bei uns immer stärker als der Amtsträger, solange muss uns nicht bange werden. Und weil das so ist, werden manche dadurch auch zu Staatsmännern. LG hhjenckel

      • Karlheinz Fahrenwaldt

        Lieber Herr Jenckel,
        leider habe ich kein Copyright auf den Begriff „Staatsmann“ oder „Staatsfrau“, kann also meine Interpretation nicht als alleingültig bezeichnen (hab ich auch nicht!). Und sicher bin ich (sogar im doppelten Sinn) Brillenträger, aber wer mit einer Vision ist das nicht?
        Für mich sind die herrausragenden Erinnerungen an Helmut Schmidt die Stationierung amerikanischer Atomraketen in der BRD und die Aussprüche „Wer Visionen hat sollte zum Arzt gehen“ und „5 Prozent Inflation sind mir lieber als 5 Prozent Arbeitslosigkeit“, und das reicht für mich nicht zum Prädikat „Staatsmann“.
        Helmut Kohl gilt allgemein als Lehrmeister von Angela Merkel (insbesondere was die Anwendung des TINA Prinzips anbelangt) und hat die sogenannte „Wiedervereinigung“ zu einer feindlichen Übernahme eines anderen Gesellschaftssystems entwickelt, anstatt aus beiden die jeweils positiven Elemente zu vereinen. Er hatte auch keine Visionen, also auch kein „Staatsmann“!
        Ich hoffe im Interesse meiner kurdischen und türkischen Freunde, dass Sie am Sonntag mit Ihrer Interpretation der „Stärke des Amtes“ Recht behalten. Ich fürchte: Nein!

    • Ludwig Erhard? Der wurde nach Adenauers Rücktritt am 15. Oktober 1963 von praktisch jedem in und außerhalb der CDU bloß als eine Art kleiner Zwischenlösung im Kanzleramt angesehen mit der Hauptaufgabe, einen Wahlsieg bei der Bundestagswahl am 19. September 1965 zu erringen. Seine Regierungszeit gilt als kleinkariert und glücklos. Aus den Reihen der CDU warf man ihm unter anderem vor, er sei für eine Abkühlung der deutsch-französischen Beziehungen verantwortlich. 1965 fuhr Erhard zwar den bis dahin zweitgrößten Wahlsieg in der Geschichte der Union ein, doch schon bei der Regierungsbildung konnte er seine Ansichten in der CDU/CSU nicht mehr durchsetzen. In den folgenden Monaten verfiel seine ohnehin geringe Autorität zusehends. Das von ihm so genannte „Leitbild“ einer „formierten Gesellschaft“ fand so gut wie keine Zustimmung. Um sich zu behaupten und seinen Konkurrenten Barzel zu bremsen, ließ Erhard sich im März 1966 zum Vorsitzenden der CDU wählen. Sein Ansehen als Wirtschaftsfachmann wurde irreparabel erschüttert, als 1966 US-Präsident Lyndon B. Johnson hohe zusätzliche Zahlungen in Höhe von 1,35 Milliarden US$ (etwa 5,4 Milliarden DM) für Besatzungskosten und den Vietnamkrieg einforderte und die zweite Rezession der Nachkriegszeit (die erste war unmittelbar auf die Währungsreform von 1948 gefolgt) mit drastisch steigenden Arbeitslosenzahlen einsetzte. Es folgten schwere Niederlagen für die CDU bei Landtagswahlen, insbesondere am 10. Juli 1966 in Nordrhein-Westfalen, wo sich die CDU nur mit knappster Mehrheit an der Macht halten konnte. Wegen einer Finanzkrise und in Betracht gezogener moderater Steuererhöhungen folgte der Rücktritt der FDP-Minister. Daraufhin bildete Erhard am 26. Oktober 1966 eine Minderheitsregierung aus CDU und CSU. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wählte indes über seinen Kopf hinweg Kurt Georg Kiesinger zum Kanzlerkandidaten, der eine Große Koalition mit der SPD zustande brachte. Erhard trat schließlich am 1. Dezember 1966 zurück. Im Mai 1967 legte er auch den CDU-Vorsitz nieder. Sein komplettes politisches Scheitern als Kanzler wurde nicht zuletzt darauf zurückgeführt, dass ihm als „Quereinsteiger“ in die Politik Durchsetzungsfähigkeit fehlte, er keinerlei Vision oder auch nur Konzept besaß und dass sein kollegialer Stil als Führungsschwäche ausgelegt wurde. Sogar Erhards eigener Berater Johannes Gross wies auf dessen Schüchternheit und Zögerlichkeit im kleinen Kreis hin; sie stand in einem Kontrast zu dem öffentlich zur Schau gestellten Optimismus in seinen stets übertrieben bombastischen Reden.

      • Karlheinz Fahrenwaldt

        Lieber Jens Becker,
        ich möchte betonen, dass ich kein Parteigänger Ludwig Erhards bin, aber ich bin der Meinung, dass auch dann, wenn die Vision einer Person nicht mit der eigenen korrespondiert, diesem aufgrund seiner Vision Respekt zu zollen ist. Um das nachvollziehenn zu können, empfehle ich Ihnen folgendes Buch: “ Erhard, Ludwig, „Wohlstand für Alle““, auszuleihen in der Lüneburger UB. Erhard war ein Jahr vor der ersten Bundestagswahl zum Vorsitzenden des Wirtschaftsrats der Bizone (also der unter englischer und amerikanischer Verwaltung stehenden Gebiete) gewählt worden und war dort der deutsche Spitzenpolitiker, erst fast ein Jahr später wurde Konrad Adenauer erster Bundeskanzler. Vor dem Wirtschaftsrat leitete Erhard eine Kommission zur Erarbeitung eines Gesetzes für die Durchführung einer Währungsreform, die ihm später den Titel „Vater des Wirtschaftswunders“ einbrachte und der Titel seines Buches entsprach auch seiner Vision „Wohlstand für alle“. Das ist also keine Erfindung von Gregor Gysi bei der letzten Bundestagswahl gewesen! Und nach der Währungsreform gab es keine Rezession sondern einen Boom, da die in den vohergehenden Nachkriegjahren gehorteten Waren schlagartig auf dem Markt erschienen. Die Rezession setzte erst mit dem Koreakrieg in den 50ern ein. Sicherlich war er kein begnadeter Redner und seine Rolle als späterer Bundeskanzler war nicht berauschend, aber für mich ist wichtig, dass er überhaupt eine positive Vision einer fortschrittlichen Gesellschaft hatte, obwohl nach meiner Meinung die „Soziale Marktwirtschft“ schön mit ihrer Begründung gescheitert war.

        • Sehr geehrter Herr Fahrenwaldt,

          vielen Dank für Ihre Ergänzungen. Ich weiß nicht, ob Sie sich noch daran erinnern, dass am 4. Februar 2015, anlässlich des einhundertachtzehnten Geburtstags von Erhard im AXICA Kongress- und Tagungszentrum im Hause der DZ Bank in Berlin ein Symposion stattgefunden hat. An der ganztägigen Veranstaltung der Ludwig-Erhard-Stiftung in Kooperation mit dem Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) über das Thema “Wohlstand für alle – Soziale Marktwirtschaft in Zeiten der digitalen Revolution” habe ich teilgenommen. Statt Staatssekretär Matthias Machnig nahm außer mir noch Benjamin Mikfeld, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, am Symposion teil. Ich habe eine gute Erinnerung an die Vorträge und glaube daher, Sie liegen mit allem, was Sie über Erhard schreiben verhältnismäßig richtig, nur mit einem nicht: Ludwig und Heinz waren keine Brüder.

          Beide sind die leibhaftige Verkörperung des Wirtschaftswunders: pausbäckig und rund im Bund. Nach dem Krieg holen sie die Amerikaner. Ludwig Erhard wird Wirtschaftsexperte, Heinz Erhardt soll das Volk wieder zum Lachen bringen. Ihren Durchbruch haben sie 1957: Erhard ohne t wird Vizekanzler, Erhardt bekommt im gleichen Jahr seine erste Hauptrolle beim Film. Seine Vater-Rollen in Witwer mit fünf Töchtern oder Vater, Mutter und neun Kinder stützen die Heile-Welt-Politik der Regierung und lösen im deutschen Film eine regelrechte Familienwelle aus. Manchmal zeigt sich aber auch die Wirklichkeit: Der brave Bürger hat mit der Jugend seine Probleme, denn Randale & Rock’n‘ Roll bringen Unruhe in die Reihenhäuschen.

          Anfang der 60er sind beide Erhard(t)s Chef – und scheitern. Der von allen geachtete Wirtschaftsexperte Erhard ist als Kanzler schnell in den Negativ-Schlagzeilen und wird 1966, nach nur drei Jahren, gestürzt. Der unbestrittene Komiker und Verbalartist Erhardt gründet eine eigene Produktionsfirma, produziert sechs Filme und geht nach drei Jahren bankrott. Er konnte nicht wirtschaften. Der Kanzler konnte sich auf der Bühne nicht verkaufen. Vielleicht wären sie gemeinsam erfolgreich gewesen, aber sie sind sich NIE begegnet.

      • Karlheinz Fahrenwaldt

        Lieber Jens Becker,

        im Rahmen der Recherche für ein Buch über die Entwicklung des Kapitalismus bin ich leider erst bis zum Ende der 1950er Jahre gekommen und die zufällige Lektüre von Victor Hugos Roman „1793“ hat mich wieder um Jahrhunderte zurückgeworfen. Macht aber nichts. Auf meine Einschätzung des späteren Wirkens des Erhards ohne t müssen Sie also noch warten. Die kurzen Sketche von dem Erhardt mit t habe ich sehr gerne gesehen, die Filme weniger.

        • Gut gebrüllt, Löwe

          Kein wütendes auf und ab FAHREN. WALD und Gebüsch nicht länger als Bedrohung, sondern als natürliche Umgebung und Deckung wahrnehmen. Bravo, Karlheinz ! Sie werden geschmeidiger. Sie lernen. Sie bekommen Spaß an der Sache. Sie haben für sich die richtigen Schlüsse aus der Bruns´schen Erkenntnis gezogen, dass die meisten Menschen, die sich ständig fragen, was andere bei Lz-online von ihnen halten, wahrscheinlich sehr überrascht wären, wenn sie wüssten, wie wenig irgendeiner von denen jemals über sie nachdenkt. Sie glauben an die Kraft der Argumente. Aber Ihnen ist klar geworden, die faire Prüfung von Positionen, die Offenheit und Freiheit der Rede, die Orientierung an den Ergebnissen einer ernsthaften Diskussion, sowie Verständlichkeit und Wahrhaftigkeit hängen nicht davon ab, dass Sie wissen, ob Ihr Gesprächspartner Hannelore, Beverli, Katharina, Georg oder Rudolf heißt, sondern von Ihrer gegenseitigen Bereitschaft, einander zuzuhören und zu lernen. So soll es sein. Keine Zugeständnisse in der Sache, aber Witz und unkonventionelle Formen des Vortragens werden nicht diskriminiert.

          Samuel Goldwyn, Hans-Herbert Jenckels Freund und Förderer aus seiner Frühzeit bei der Landeszeitung, der im August 1879 als Szmul Gelbfisz in Warschau geboren worden war und es in der Filmbranche später zu einigem Ansehen brachte, hat bei einem Besuch in Hannover einmal zu uns jungen Schnattergänschen gesagt: Lebenskunst besteht zu 90 Prozent aus der Fähigkeit, mit Menschen auszukommen, die man nicht leiden kann. Nicht anders hier. Wenn Sie – wie überaus erfolgreich seit Jahren schon an dieser Stelle Klaus Bruns – etwas vor allem für die eigene Weiterbildung tun und gleichzeitig die Illusion dickfüttern möchten, sie könnten dadurch auch zu der von anderen beitragen, sind Sie bei Blog.JJ richtig, sofern Sie Gefallen daran finden, oder gar den Sinn darin erkennen, auf Mitteilungen in Newsgroups zu reagieren, die höchstwahrscheinlich von Menschen kommen, mit denen Sie Ihre Cola nicht aus derselben Flasche nuckeln würden.

          Ich beobachte das hier schon eine ganze Weile. Renate Rudolph, Julia Verlinden, Claudia Schmidt, Birgit Neumann, Rita Böttjer, Anikó Hauch, Nicole Ziemer, Petra Kruse-Runge, Miriam Staudte, Regina Baumgarten, Klaus Bruns, Jens-Peter Schultz, Birger Rietz, Holger Prange, Björn Adam, David Amri, Gunter Runkel, Florian Chwatinski, Andreas Meihsies, Dirk Meyer, Klaus-Peter Dehde, Niels Webersinn, Ulrich Löb, Michèl Pauly, Jens Kiesel, Peter Luths und Steffen Gärtner, und was weiß denn ich, wer von den hansestädtischen Berühmtheiten noch alles, haben vorgemacht, dass man sich mit Lüneburger Bürgern auch dann bloggender Weise gewinnbringend austauschen kann, wenn man ihren beim Einwohnermeldeamt eingetragenen Namen nicht kennt.

          Auch hier bei Herrn Jenckel im Forum gilt nämlich, was überall auf der Welt wahr ist: Nicht die Fremden sind das Problem, Karlheinz, sondern die Unbelehrbaren.

          • Karlheinz Fahrenwaldt

            Lieber Anonymus,

            ich habe damit ein Problem, dass sich häufig Unbelehrbarkeit und Anonymität vereinigen, auch in diesem Forum. Und darüber hinaus halte ich es für – gelinde gesagt – gegenüber jj unfreundlich, wenn man seine hier präsentierteThematik ignoriert und einfach in egozentrischer Weise sein eigenes Schwerpunktthema in den Vordergrund zu stellen versucht.

          • Zitat: Nicht die Fremden sind das Problem, Karlheinz, sondern die Unbelehrbaren.
            Meinen Sie wirklich, daß Sie mit so einfachen Bauernweisheiten den IS , die Al- Kaida oder die Taliban stoppen und davon abhalten können, was man sich mit dieser Ideologie fest vorgenommen hat, nämlich ganz Europa in die Knie zu zwingen und ihre Kämpfer langsam aber sicher hier mit nach Deutschland einzuschleusen?

            Wie ein Bekannter Islamist, der von J. Todenhöfer interviewt wurde, vor laufender Kamera sagte, sei es keine Schwierigkeit nach Europa zu gelangen und das zu tun, was man sich vorgenommen hat, da es keine Grenzkontrollen gibt und man Allahs Willen eh nicht aufhalten könne und dei Sicherheitsvorsorge in Europa ein Witz seien. Ist es da angebracht alle Fremden willkommmen zu heissen, als Bereicherung darzustellen und als Freunde zu bezeichnen? Das ist in der momentanen Situation mehr als naiv.

          • Nein, ich meine nicht, dass ICH mit meinen „einfachen Bauernweisheiten den IS , die Al- Kaida oder die Taliban stoppen“ kann.

            Ich meine jedoch, dass daueraufgeregte Menschen wie SIE, die ihre Weiterbildungskurse vor allem bei den Journalisten der Springer-Presse, in der Glotze und in den Brüllblasen einschlägiger Internetforen buchen, MIT IHREN BAUERNWEISHEITEN diese Republik anzünden und zerstören könnten, wenn man sie nicht zur Besinnung bringt.

            Religiös befeuerter Terrorismus ist überall auf der Welt ein Riesenproblem. Aber erstens ist fast niemals irgendeine Religion ALLEINE der Grund für Gewalttaten und zweitens ist überhaupt nicht klar, was „Islamismus“ eigentlich ist. Geben Sie das Stichwort bei Google ein, haben Sie (allein auf Deutsch !) 369.000.000 (369 Millionen) Ergebnisse nach 300 Millisekunden. Wollen Sie mir erzählen, Sie hätten auch nur ein Millionstel dieser Texte gelesen, um sich ein differenziertes Bild zu erarbeiten?

            Der deutsche Politologe Armin Pfahl-Traughber wagte nach einigen Jahren des intensiven Quellenstudiums trotzdem den Versuch und nannte 2011 folgende Punkte als typische Merkmale des Islamismus:

            1. Absolutsetzung des Islam als Lebens- und Staatsordnung

            2. Priester- statt Volkssouveränität als Legitimationsbasis

            3. der Wunsch nach ganzheitlicher Durchdringung und Steuerung der Gesellschaft

            4. homogene und identitäre Sozialordnung im Namen des Islam

            5. Frontstellung gegen den demokratischen Verfassungsstaat

            6. Potential zu Fanatismus und Gewaltbereitschaft.

            (http://www.bpb.de/politik/extremismus/islamismus/36339/islamismus-was-ist-das-ueberhaupt?p=1)

            Ortwin, ich möchte Ihnen nicht zu viel zumuten, würde Sie aber trotzdem bitten, mir erstens zu erzählen, wie sich zwei, drei Millionen Deutsche muslimischen Glaubens – in Mitteleuropa – mit ihren Herrschaftsansprüchen gegen 85 Millionen Deutsche nicht-muslimischen Glaubens durchsetzen sollen, wenn es ihnen in 1.400 Jahren nicht einmal in ihren eigenen Ländern gelungen ist.

            Und zweitens, lieber Ortwin, würde ich sie bitten, das Wort „Islam“ in den sechs Thesen von Professor Pfahl-Traughber einmal durch das religiös neutrale Wort „Fanatismus“ zu ersetzen. Finden Sie nicht, dass die Sätze dann in etwa auch die Ambitionen von Herrn Bachmann, Herrn Höcke, Frau Petry, Herrn Gauland — und Ihnen, Ortwin – wiedergeben?

            Seh´n Sie, Ortwin, und genau GEGEN SOLCHE unermüdlich dummen, lauten, ungebildeten, angstmachenden Bauernfänger, GEGEN ALLE FANATIKER a l l e r weltanschaulichen Himmelsrichtungen (auch der sogenannten anti-islamistischen) helfen manchmal sogar die einfachsten Bauernweisheiten. Weil grober Keil auf groben Klotz, Ortwin … Sie verstehen schon.

            Und, Ortwin, wenn Sie Lydia treffen, die hier ja genauso eifrig stänkert wie Sie, haken Sie sich doch mal bei ihr ein und säuseln ihr ins süße Öhrchen: Wer Dag för Dag sien Arbeit deit, und jümmers opn Posten steiht und deit dat good und deit dat gern, de kann sik ok mol amüseern.

            Ihre Teja Fischer

  4. Was unterscheidet eigentlich einen Karriere-Politiker von einem Staatsmann?
    eine menge. gabriel zum beispiel versucht gerade seine sprecherin loszuwerden. soll ja angeblich zum linken flügel gehören. er selbst gehört zum rechten flügel. ein staatsmann hat sowas nicht nötig. der gehört nämlich zu keinem flügel.

  5. Liebe Frau Dr. Verlinden, lieber Herr Fahrenwaldt, lieber Herr Pauly,

    Wer baute das siebentorige Theben? In den Büchern stehen die Namen von Königen. Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt? Der junge Alexander eroberte Indien. Er allein? Cäsar schlug die Gallier. Hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich?

    Ich wende mich nun an Sie alle drei, weil ich weiß, dass gerade Ihnen das Thema in Ihrer politischen Arbeit besonders wichtig ist: Zur immer lauter werdenden Forderung nach mehr Direkter Demokratie — als die man den überschnappenden Talkshowrummel, die zunehmende Forumhysterie bei Blog.JJ wie auch die bestürzenden Geschehnisse auf sächsischen Straßen und Plätzen ja auch deuten kann — hatte ich am 29. Oktober 2015 schon einmal probiert, Auskunft und Erläuterung von Herrn Fahrenwaldt zu erlangen. Ich setze den Text meines Posts noch einmal her, weil ich das angesprochene Dilemma für außerordentlich wichtig halte, aber noch keine sachlich angemessene Reaktion erhalten habe:

    Am 24. Oktober 2015 um 22:58 Uhr haben Sie, Herr Fahrenwaldt, geschrieben, Sie hielten – trotz einiger betrüblicher Erfahrungen in der Schweiz und in Hamburg – „Volksabstimmungen auf allen politischen Ebenen für das demokratischste Mittel der Willensbildung. Das beste Beispiel ist für mich das Verhalten des griechischen Volkes bei der Abstimmung über die Zwangsmaßnahmen der internationalen Geldgeber. Ich halte es für ein großes Problem unserer Gesellschaft, dass 15.000 Pegida-Hetzer mehr mediale Resonanz haben als 250.000 TTIP-Gegener.“ (http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/272468-272468#comment-58506) Das Letztere (Pegida vs TTIP) halte ich auch für ein Riesenproblem. Es ist dem Mediengrundsatz „Only bad news are good news“ geschuldet. Inmitten der wütenden Gier unter den Vermarktern von Neuigkeiten herrscht der Zynismus. Dass es auch eine sozialpolitische Verantwortung zur Besonnenheit gibt, weiß vielleicht noch Herr Jenckel, und tut etwas, indem er diesen kleinen Debattierclub am Laufen hält, aber Frau Illner, Herr Jauch und Herr Plasberg drehen die Heizung auf, als koste es unter Umständen nicht die Welt.

    Bürgerbeteiligung, Volksentscheide und Referenden also. Hugo Dahmann (26. Oktober 2015 um 15:28 Uhr: http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/272468-272468#comment-58553) hält sie für den Ausweis echten demokratischen Lebens und verweist auf die flagranten Rechtsbrüche unserer Regierungen (Sichworte: Alternativlosigkeit, Postdemokratie, etc). Fabian Lichter (25. Oktober 2015 um 11:50 Uhr: http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/272468-272468#comment-58525), auf dessen erste Hälte zu diesem Thema Sie gar nicht eingehen, ist schwankend. Er sieht die Verkrustungen und Korruption der repräsentativen Systeme, fürchtet aber den Durchmarsch von rücksichtslosen Meinungskartellen aus Politik und Presse. (Auch die NSDAP, das darf man nicht vergessen, ist auf formal legalem Wege an die Macht gelangt, um die Demokratie erst dann (dann aber sofort und komplett) durch „Parlamentsreferenden“ und „Volksbefragungen“ abzuschaffen. Die „Integration“ der DDR-Parteien in der „Nationalen Front“ auf dem Weg zur „Realsozialistischen Parteidiktatur“ lief technisch nach ähnlichen Mustern.) Und wie eindeutig spricht „das“ Volk, wenn es denn „spricht“? Denken Sie an die Zeit um den Nato-Doppelbeschluss 1983: Mehr als zwei Drittel der Bundesbürger waren per Umfrage dagegen, mehr als siebzig Prozent sprachen sich für eine Volksabstimmung aus, und praktisch im selben Moment wählten 55 Prozent von ihnen eine Regierung, die ihn durchsetzte.

    Schauen wir auf die Schweiz. Wie kann in diesem wirtschaftlich glänzend dastehenden Land eine auf Angst und Ressentiments zielende politische Partei – die „Schweizer Volkspartei“ (SVP) – jede dritte Wählerstimme erhalten? Wie kann eine rechtspopulistische Partei es schaffen, trotz höchst beeindruckender ökonomischer Grundbedingungen mit ihren Parolen ein Land zu dominieren?

    Hat sich das schweizer Modell der direkten Demokratie mit ihrem Instrument der Volksinitiative in den vergangenen Jahren nicht durch eine trübe Verquickung von intransparenter Parteien- und Medienfinanzierung sukzessive von einem liberal bis eher konservativ rechtsstaatlichen in ein aggressiv populistisches verwandelt?

    Ist in der Schweiz nicht – leider – das schon eingetroffen, was der größte, rechtsstaatlich orientierte Demokratietheoretiker des zwanzigsten Jahrhunderts, Hans Kelsen, bereits in den zwanziger Jahren angemahnt hatte? Er warnte, gerade „Direkte Demokratien“ können sich leicht selbst gefährden. Die Demokratie kann sich auch gegen ihre eigenen Fundamente wenden, insbesondere gegen den Rechtsstaat und dessen Organe.

    Ist die Schweiz in den vergangenen Jahren nicht zu einem Spielplatz populistischen „Irrsinns“ geworden?

    Die Masseneinwanderungsinitiative, die die Beziehungen der Schweiz zum wichtigsten Handelspartner, der EU, schwer zu beschädigen droht; die Minarettinitiative, die den Bau von Minaretten auf Schweizer Staatsgebiet untersagt und kaum mit der Religionsfreiheit vereinbar ist; die sogenannte Ausschaffungsinitiative, welche Richter dazu zwingen soll, straffällig gewordene Ausländer auch aufgrund von Bagatelldelikten des Landes zu verweisen: wer diese von der Schweizerischen Volkspartei (mit Hilfe der von ihr kontrollierten Presseorgane wie Basler Zeitung, Neue Zürcher Zeitung, Weltwoche, etc.) zur Annahme gebrachten Volksinitiativen bedrohlich findet, ist nicht unbedingt schon ein paranoider Intellektueller. „Die immer hysterischere Absolutsetzung der Volkssouveränität“ in der Schweizer Direktdemokratie treibe, so der „Magazin“-Redakteur Daniel Binswanger, immer erstaunlichere Blüten.

    Und der massivste SVP-Angriff auf die Grundlagen liberaler Rechtsstaatlichkeit wird mit der Volksinitiative „Schweizer Recht statt fremde Richter“ erst noch erfolgen: Die damit angestrebte Verfassungsänderung würde die Schweiz dazu zwingen, die Europäische Menschenrechtskonvention zu kündigen. Wie SVP-Führer Köppel vor diesem Hintergrund ernsthaft behaupten kann, dass seine Partei „pointiert für die Unabhängigkeit des liberalen Rechtsstaates kämpft“, bleibt sein Geheimnis.

    Die Schweiz droht immer mehr zum Labor eines aggressiven Populismus zu werden, der sich mit intransparenten Methoden der Institutionen der direkten Demokratie bedient, um die Demokratie zu demontieren.

    Liebe Frau Dr. Verlinden, lieber Herr Fahrenwaldt, lieber Herr Pauly, ist direkte Demokratie nicht ein Schönwetterinstrument? Oder kann sie auch in politisch angespannten (bis gefährlichen Zeiten) wie diesen funktionieren? Müssen wir heute nicht froh sein, dass die Prozesse – wenn auch hakelig und umständlich – durch repräsentative Mechanismen und Prozeduren von ihrer unmittelbaren Explosivität befreit, und dann weiter gefiltert und entschärft werden? Was sagen Sie, wie lauten die Kriterien, die erlauben, zwischen (links- oder rechtsextremem bzw. generell „weltanschaulichem“) Populismus und sachorientierter (sinnvoller oder gar unumgehbarer) Bürgerbeteiligung zu unterscheiden?

    Teja Fischer

    • Karlheinz Fahrenwaldt

      Liebe Teja Fischer (oder sollte ich lieber Konschita Fischer oder Teja Wurst sagen? Ich persönlich finde, dass Bärte alt machen und dazu passen Ihre Zeichnungen nicht),

      Sie versuchen, die Diskussion aus einer anderen Diskussionsrunde, aus der ich mich verabschiedet habe, hierher überzuleiten. Ohne mich, also kein Kommentar zu Ihrem Beitrag. Wenn Sie als Ghost Rider für den MP oder Andere Material benötigen wenden Sie sich bitte direkt an mich.

      • Lieber Karlheinz Fahrenwaldt,

        wie schade.

        Jetzt erst, nachdem ich mir anschaue, was Sie in der „anderen Diskussionsrunde“ geboten und hier Herrn Jenckel und mir gegenüber fortgesetzt haben, verstehe ich besser, was Herr Pauly am 27. Mai meinte, als er seinen Lüneburger Parteikollegen bescheinigte, sie gäben „ein zum Weinen jämmerliches Bild“ ab.
        (http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/237495-12-angry-men-oder-eine-emanzipatorische-arbeiterpartei-ohne-frauen-und-ohne-arbeiter-das-sind-wir-die-linkspartei-2015-michel-pauly)

        Nur zwei Verben im zweiten Absatz von Paulys Text habe ich auszutauschen brauchen (Versalien), um die Diagnose Ihres Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat auf Ihren Auftritt bei Blog.JJ anwendbar zu machen:

        „Es ist einfach, Dinge zu BEHAUPTEN, denn dafür braucht es keinerlei Aufwand, ja nicht einmal einen, der sie BEGRÜNDET. Eine wirkungslose Erklärung und ein klopfen auf den Tisch genügen. Die Mitgliederversammlung der Lüneburger Linkspartei steht symptomatisch für den Zustand der (partei-)politischen Linken in großen Teilen Deutschlands – oder zumindest Westdeutschlands. Zwölf auf die Gesellschaft wütende, meist ältere Männer sitzen in einem Vereinsheim an der Uelzener Straße.“

        Nicht anders als die antiislamistischen Schwätzer, die ethnoidentitären Demagogen und die defätistischen Angstmacher von Pegida&Co. unter den Kommentatoren im Forum kippen Sie uns hier wunderlich petrifizierte Ideologeme vor die Füße und weigern sich anschließend, auf sachliche Nachfragen zu antworten, indem Sie entweder zu den bestehenden Unklarheiten neue hinzufügen, den Sinn der gestellten Frage ignorieren und stattdessen über etwas anderes reden oder aus kindischen bzw. fadenscheinigen Gründen den Kommentar einfach verweigern.

        Was unterscheidet eigentlich einen Schwaller von einem Staatsmann, Herr Fahrenwaldt?

        Ein Staatsmann ist ein Politiker, der seit zehn oder fünfzehn Jahren tot ist, meinte Harry S. Truman.

        Ein Schwaller ist ein Politiker, der auch seit zehn oder fünfzehn Jahren tot ist. Er hat es nur noch nicht bemerkt.

        alles Gute, Herr Fahrenwaldt,

        Ihre Teja

    • @ Teja:

      Ist die Schweiz in den vergangenen Jahren nicht zu einem Spielplatz populistischen „Irrsinns“ geworden?

      Fragen Sie das mal die Bürger. Dann bekommen Sie eine direkte Antwort derer, die direkte Demokratie gewählt haben und an denen die Politik sich demokratisch legitimiert, zu orientieren hat.

      Und als Vergleich gehen Sie auf die Strassen in Deutschland und fragen Sie die Bürger, ob diese sich durch die angeblichlich demokratsch handelnden Politker vertreten sehen. Sprechen sie aber möglichst keine Kernthemen , wie Griechenland, oder Massenzuwanderung von bildungsfernen Schichten , usw. an, sondern konzentrieren Sie sich auf gehaltvolle Themen , wie die der Grünen und Linken , z. B. Kitagebühren, freies Kiffen , oder Gleichstellung von Transsexuellen in unserer Gesellschaft.
      Das ist bei uns von fundamentaler Bedeutung.

      • Wie Sie absolut sicher von sich selbst wissen, gibt es viele tolle Möglichkeiten, auf die Überzeugungen und das Verhalten von anderen Menschen einzuwirken. Sie zum Beispiel meinen, Sie würden bei Blog.JJ-Lesern punkten, indem Sie hier ununterbrochen unter verschiedenen Kampfnamen maulend und miserabel durchdacht denselben übel zusammengerührten, schlampig aufbereiteten und blöde arrangierten Schimmelkäse auftischen.

        Was nutzt es mir also, wenn ich „den“ Schweizer frage, von dem ich doch weiß, wie er votiert hat, nachdem er lange das Kesseltreiben um das Zustandekommen der „Initiative“ hat miterleben müssen und anschließend monatelang von diversen SVP-Medien, von viele, viele bunte Blocher-Millionen kostenden Kampagnen und von ungezählten eingekauften „Gutachten“ und „Universitätsstudien“ auf die von ihm gewünschte Stimmabgabe „vorbereitet“ worden ist?

        Außerdem denke ich, dass man nie aus den Augen verlieren sollte, dass Entscheidungen in Demokratien immer Kompromisscharakter haben, aber letztlich Mehrheitsentscheidungen darstellen. Jeder wird folglich das eine oder andere Mal in einer Minderheitenposition sein, auch wenn er das anders empfindet — oder sich das anders hat einreden lassen. Demokratischer Anstand heißt, mit den legitimen Mitteln der Demokratie mit der Möglichkeit – oder der Tatsache – umgehen lernen, dass man eine Minderheitenmeinung vertritt, selbst wenn die Lobbyisten einschlägiger Interessengruppen in „Die Welt“ oder bei Plasberg das Gegenteil behaupten. Doch dass es nicht nur unter den mündigen Menschen bei uns in Lüneburg eine große, lange schwelende Unzufriedenheit mit Stadt-, Kreis-, Landes- und Bundes-Politikern gibt, ist mir nicht entgangen. Genau darauf zielt ja meine Frage. Wie kann man Mitüberlegen, Mitbestimmung und Mitentscheiden auf allen Ebenen (lokal, regional und national) sinnvoll so gestalten, dass jeder sich bemerkt, berücksichtigt und verstanden weiß, ohne populistischen Stimmungsmachern und verantwortungslosen, nur an ihr eigenes Nachobenkommen denkenden Bauernfängern Tür und Tor zu öffnen?

        • Anscheindend ist Ihre Meinung ,gemeinsam mit der von Frau Fischer repräsentativ und die einzig wahre Zugelassene. Lächerlich!

          Es ging darum, das die bürgernahe Demokratie, die sich in der Schweiz mit Volksentscheiden erheblich demokratischer zeigt, als unsere Scheindemokratie , ein erheblich grösseren Wirkungsgrad hat, eine Entscheidung realitätsnaher und näher am Bürger zeigt, als der ganze pseusodemokratische Schwachsinn hier, der als einzig wahre demokratische Handlung das Kreuz am Wahltag zu machen, zulässt.

          Und eben das ist in der Schweiz erheblich besser und erheblich näher am Bürger, Leistungsträger und Steuerzahler.
          Und wenn Ihnen persönlich die Ergebnisse der VA nicht passen, seien Sie nicht traurig. Denken Sie daran, daß es überall unzufriedene Nörgler wie Sie, gibt.

          PS: Man hat der Schweiz nach der Volksabstimmung 2013 über die Kontrolle und Beschränkung der Einwanderung, den Niedergang durch „Abschottung“ , verlorene Wirtschaftskraft und andere negative Dinge vorausgesagt und eine Endzeitstimmung gegen die Schweiz geschürt.
          Das Gegenteil ist heute der Fall: Unser Land ist vor dem Niedergang, aber nicht durch die Entscheidungen der Bürger, sondern durch unsere unfähigen Politiker, die man mittels Volksbefragung hätte schon lange mit Ihren Träumereien von Multikulti , Massenzuwanderung und Griechenlandrettung hätte stoppen müssen!

          • Liebe Frau (vorgestern Hebsen, gestern Trautwein, heute) Uhmann,

            ich habe heute nur drei Erwiderungen für Sie:

            1.) Die vorige Nachricht an Sie war ebenfalls von mir.

            2.) Ihr Grundirrtum über das deutsche politische System besteht darin, dass Sie gerne beobachten, abwarten und gefragt werden möchten. Das ist ok, aber dann dürfen Sie sich nicht beschweren, wenn nur alle paar Jahre ein Wahlzettel ins Haus geflattert kommt. Die Möglichkeit, die Sie einfach immer ausblenden, ist: es gibt nicht nur das aktive, sondern auch das passive Wahlrecht. Lustiger Weise nennt man das Wählen, also das Herumsitzen und Warten bis zum nächsten Kreuzchen „aktiv“, das jahrzehntelange engagierte Mitmachen, Arbeiten, Debattieren, Rechnen und Gestalten aber „passiv“ — das Gewähltwerden nämlich und den daran anschließenden Einsatz in den kommunalen Gremien oder im Landes- oder Bundesparlament. Machen Sie mit, anstatt zu mosern!

            3.) Da ich aus Andiast im Kreis Rueun, im Bezirk Surselva des Kantons Graubünden in der Schweiz, stamme, besitze ich die Cittadinanza svizzera, also das Schweizerbürgerrecht. Vieles in der Schweiz ist wunderbar. Aber eines macht mir sehr große Sorgen: die momentane politische Entwicklung unter Ausnutzung der Schwachstellen unserer direkten demokratischen Volksrechte durch die mehr als stramm rechtspopulistische SVP.

            MfG, Teja Fischer

    • Frau Fischer, die Schweiz ist gerade kein Spielplatz des Irrsins geworden. Ganz im Gegenteil, die Schweizer haben ihre Volkssouveränität zurück gewonnen. Die Schweiz hat ein Zeichen gesetzt, dass sie einer Religion, die Un- und Andersgläubige herabsetzt und deren Anhänger mit steigender Religiösität zu steigender Gewalt neigen, deren Religion die Tötung anderer legitimiert und einer Religion, die sich einer Aufklärung und Reformation zur Not mit Waffengewalt widersetzt die Gelbe Karte zeigt. Die Schweiz macht deutlich, das sie Schweiz bleiben möchte. Dafür bekommt die Schweiz von mir Applaus, sie schützt ihre tolerante Kultur und ihre Bürger. Die Schweiz hat halt erkannt, dass man versäumt hat den Anfängen zu wehren und holt dies jetzt nach. Humaner kann man für seine Bürger und Gesellschaft nicht eintreten. Das sie das in Fremdenfeindlichkeit verdrehen wollen ist ihr Problem. Sie sollten sich mal die Entwicklung in Landstrichen anschauen, wo über Jahrzehnte nicht aufgepasst wurde. Schauen sie sich nur einmal als Beisplel die Entwicklung des Kosovo nach 45 an.

      • Liebe Frau oder lieber Herr Klaus,

        Dame, Dame! Da haben Sie heute Morgen beim Frühstück mit Thomas Schmid aber einiges rausgehauen an Propagandageschrei! Fünf jj-Posts zwischen sieben und acht? Nicht übel! Hat die dritte im Bunde, die Dame Uhmann, Ihnen beiden Crayoneuren den Kaffee kredenzt und die Semmeln geschmiert?

        „Die Schweiz schützt ihre tolerante Kultur“? Durch eine galoppierende „Kultur“ der Intoleranz?

        Was steht Ihrem panegyrischen Hymnus entgegen? Ich zitiere:

        „Die Masseneinwanderungsinitiative, die die Beziehungen der Schweiz zum wichtigsten Handelspartner, der EU, schwer zu beschädigen droht; die Minarettinitiative, die den Bau von Minaretten auf Schweizer Staatsgebiet untersagt und kaum mit der Religionsfreiheit vereinbar ist; die sogenannte Ausschaffungsinitiative, welche Richter dazu zwingen soll, straffällig gewordene Ausländer auch aufgrund von Bagatelldelikten des Landes zu verweisen: wer diese von der Schweizerischen Volkspartei (mit Hilfe der von ihr kontrollierten Presseorgane wie Basler Zeitung, Neue Zürcher Zeitung, Weltwoche, etc.) zur Annahme gebrachten Volksinitiativen bedrohlich findet, ist nicht unbedingt schon ein paranoider Intellektueller. „Die immer hysterischere Absolutsetzung der Volkssouveränität“ in der Schweizer Direktdemokratie treibe, so der „Magazin“-Redakteur Daniel Binswanger, immer erstaunlichere Blüten.

        Und der massivste SVP-Angriff auf die Grundlagen liberaler Rechtsstaatlichkeit wird mit der Volksinitiative „Schweizer Recht statt fremde Richter“ erst noch erfolgen: Die damit angestrebte Verfassungsänderung würde die Schweiz dazu zwingen, die Europäische Menschenrechtskonvention zu kündigen. Wie SVP-Führer Köppel vor diesem Hintergrund ernsthaft behaupten kann, dass seine Partei „pointiert für die Unabhängigkeit des liberalen Rechtsstaates kämpft“, bleibt sein Geheimnis.“

  6. liebe frau fischer, da wir ja hier gerade bei der fragestunde angekommen sind, eine frage von mir. wenn goebbels damals die frage:,,wollt ihr den totalen krieg“, nicht vor delegierten gestellt hätte, sondern dem ganzen volk, hätten das volk dann auch so laut ,,ja,, geschrien?

    • Lieber Herr Bruns

      Am 18. Februar 1943 vermutlich nicht mehr. Aber Sie dürfen nicht vergessen, dass der Sportpalastrede zehn Jahre vorausgegangen waren, in denen „das“ Volk sehr oft sehr laut „Ja“ gesagt hat — oder zumindest nicht „Nein“.

      Teja Fischer

      • liebe frau fischer, wie sie bemerkt haben, die nsdap wurde demokratisch gewählt. wäre der umkehrschluß ,jetzt alle parteien lieber abzuschaffen, damit sowas nicht nochmal passiert?

        • Herr Bruns, sind das wirklich Sie, der da fragt? Soviel Häme und böse Lust an wortverdrehender Rabulistik hätte ich bei einem liberalen altersweisen Reppenstedter Humanisten gar nicht vermutet. Natürlich soll man weder die demokratischen Parteien noch deren Wettbewerb im Rahmen unserer Verfassungsvorgaben um Wählerstimmen und Machtzuwachs „abschaffen“. Soll man morgens lieber im Bett bleiben, weil dem Nachbarn Suppenkasper einmal einer eine Knallerbse unter die Schuhsohle montiert hatte? Soll man eine Million Flüchtlinge nicht ins Land lassen, weil schon Hundert Millionen eine Überforderung darstellen könnten?

          Das ist klassische Inversionsrhetorik, eine bewusst konstruierte Irreführung. Denn mein Punkt war ja die Frage, nach welchen Gesichtspunkten zwischen Bürgerbeteiligung und repräsentativen Mechanismen zu gewichten und zu vermitteln ist und wie man die Risiken des Missbrauchs von Plebisziten durch interessierte Meinungskartelle – vor dem Hintergrund unserer parlamentarischen Parteiendemokratie – minimiert.

          Die Einführung bzw. Ausweitung direkter Demokratie ist letztlich doch immer auch eine Frage der Machtverteilung. Angesichts manchmal hochkomplexer Problemlagen ist die mögliche Überforderung der Entscheidungskompetenzen von Bürgern zu bedenken sowie die Reduzierung vielschichtiger Sachverhalte auf nur mit „ja“ oder „nein“ zu beantwortende Fragen und die fehlende Chance von Kompromisslösungen im Rahmen von Bürger- und Volksentscheiden. Die sich hinziehenden Verfahren direkter Demokratie führten in vielen Fällen zu einer Verzögerung von Entscheidungen. Zudem dienten die meisten Begehren lediglich der Verteidigung des Status quo, waren oft also wenig innovativ und schufen keine Lösungen im Hinblick auf schwierige Zukunftsaufgaben. Die Beteiligung an Bürger- und Volksentscheiden ist – wie auch das häufige Scheitern am Zustimmungsquorum zeigt – nicht höher als bei Wahlen. Bei niedriger Wahlbeteiligung erhöhe sich die Gefahr, dass direktdemokratische Verfahren von kleinen, eher mittelschichtorientierten Gruppen, Oppositionsparteien oder sogar extremistischen Simplifikateuren und Populisten instrumentalisiert werden. Doch ist nicht der Schutz der schweigenden Mehrheit, aber auch von nicht organisationsfähigen Minderheiten gegenüber aktiven, lauten und einflussreichen Organisationen und Vertretern partikularer Interessen ein hohes Gut?

          • Liebe Teja Fischer, meine Frage wurde nicht so gestellt, um zu stänkern, nur um zu zeigen, wie menschen sonst noch so zu diesem thema denken können. mir fällt im moment zu parteien leider auch keine alternativen ein, wer oder was es besser machen könnte. wer aber bürgerbefragungen nach bestimmten kriterien selektiert, wird eine bauchlandung machen. ihre einwende sind nachvollziehbar, aber ,wie sagt man immer:,, eine demokratie muss es aushalten können“. und zwar eben auch eine verlangsamung von entscheidungen und das menschen eine stimme haben, die sie abgeben, ohne manchmal zu wissen warum.
            zum thema schweigende mehrheit,da kann ihnen die ihk bestimmt eine antwort geben, wie man dieser eine stimme gibt.sie ist gerade kräftig dabei. Zitat: Zudem dienten die meisten Begehren lediglich der Verteidigung des Status quo.
            dieses kann man ändern, wenn man es ehrlich will. nur da hat die politik mit ihren parteien angst vor. sie müsste einiges von ihrer macht abgeben. parteien müssen dann mehr dienen und weniger herrschen.

          • liebe frau fischer , ich war gestern unter zeitdruck und deswegen nochmal eine antwort. ihre gedanken kreisen um einen punkt. was kann man vom volk erwarten , ist die schwarmintelligenz ausreichend, oder nicht? die wahlbeteiligungen sprechen für sich. wer nicht gefragt wird, verhält sich eben so. sie verwechseln meiner meinung nach ursache und wirkung. die wirklichkeit sieht doch so aus, wer bei uns geld hat, macht die lauteste musik ,um gehört zu werden. die öffenlichkeit wird manipuliert und die mehrheit schließt sich ihr an. solange parteien sich von spenden abhängig machen, werden diese immmer unglaubwürdiger.
            Zitat: nach welchen Gesichtspunkten zwischen Bürgerbeteiligung und repräsentativen Mechanismen zu gewichten und zu vermitteln ist .
            Learning by doing . alles vorher versuchen zu perfektionieren wird eh nicht klappen.

          • Teja, es gibt nicht nur ein problem. die politik produziert im moment mehr probleme, als sie löst. und dieses hat mehre gründe. es fehlt an fachwissen, der kontakt zum bürger wird nicht gepflegt. um nachwuchs wird sich auch nicht richtig gekümmert. die angst, nicht wiedergewählt zu werden lähmt. man lässt dem lobbyisten zu viel freiraum. die schnäppchenjagd innerhalb der politik ist sehr gefährlich. und wo schützt die politik heute nicht organisationsfähige minderheiten? die betroffenen sehen es immer anders.

          • Herr Bruns,

            damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich kämpfe selbst jeden Tag für Bürgerbeteiligung und die Ausweitung plebiszitärer Einflüsse auf Prozeduren der politischen Entscheidungsfindung. Das hat sehr viel mit der politischen Tradition zu tun, aus der ich stamme. Und dennoch und zugleich bin ich überzeugt, dass gerade Praktiker, wie Dr. Julia Verlinden oder Michèl Pauly mit anderen Deputierten und Abgeordneten darüber nachdenken müssen, wie das Zusammenspiel von Freiheit und Form zu gestalten ist – und zwar jetzt! Denn die Gefahr ist groß, dass uns auf „Machtoptionen“ schielende Biedermänner, rücksichtslos brandstiftende Schwatzköpfe und ihre Brüllaffenhorden an genau dieser Nahtstelle den Teppich des Grundgesetzes zerreißen, um Demokraten, die sich nach den Regeln unserer Verfassung bewegen, alsbald mit herausgerissenen Fußbodenbohlen aus dem Tanzsaal zu vertreiben.

          • Frau Fischer, sie verdrehen mal wieder, den Teppich zerreißen doch unsere scheinbar Demokratischen Politiker derzeit und die, die darauf hinweisen werden durch das Dorf getrieben oder wie erklären sie sich die Hatz auf Pegida, AFD und andere Bürgerbewegungen.
            Die derzeitige Politik lässt zu, dass unsere Kultur, unsere Werte und unser Land geplündert werden. Diese Zuwanderung wird nachhaltig das zerstören, wofür sie scheinbar eintreten, denn unsere Gesellschaft wird diese Menschen weder umerziehen noch ihren Glauben reformieren und so wird der Tag kommen an dem unsere Verwaltung und unsere Sicherheitsorgane und unsere Justiz- und Sozialsystem total überfordert kapitulieren werden.
            Im übrigen weise ich mal wie Klaus Bruns in der letzten Diskussionsrunde auf folgendes hin:
            Einen Asyl Anspruch gibt es für über sichere Drittländer Einreisende weder nach Artikel 16a Grundgesetze noch nach der Genfer Flüchtlingskonvention. Fakt ist damit, dass kein einiziger auf eigene Faust über Österreich nach Deutschland drängender einen Aufnahme- oder auch nur Einreiseanspruch hat.
            Unsere Politik schert sich im Zweifel nicht um Gesetze, Demokratie etc. sie können das auch gerne bei der sogenannten Euro Rettung bzw. Plünderung der Steuerzahler und Rentner beobachten.

          • Liebet Kläusegen,

            „die Hatz auf Pegida, AFD und andere Bürgerbewegungen“?

            Wo gehetzt wird, wird gehatzt. Dafür stehen Lügenpresse, Gutmenschen und Bundesjustizminister.

            Sind Sie die propagandistische „kritische Stimme“ von Herrn Höcke und Thomas Schmid bei der Landeszeitung? Welche „anderen Bürgerbewegungen“ meinen Sie? „Görlitz wehrt sich“ oder „Görlitz weltoffen“?

            „Unsere Kultur, unsere Werte und unser Land werden geplündert“? Ich dachte, wenn Sie das Wort „Kultur“ hören, entsichern Sie erstmal Ihren Browning?

            Verzweifelte halten sich nicht an unser fein ausgetüfteltes Abschottungsreglement? Hätten Sie der hochschwangeren Maria und ihrem Gatten Joseph, die aus Galiläa, der historischen Landschaft Südsyriens stammen, in der Heiligen Nacht auch mit Hinweisen auf „sichere Herkunftsländer“ die Beherbergung verweigert?

            „Unsere Politik schert sich im Zweifel nicht um Gesetze, Demokratie etc.“?

            „Not kennt kein Gebot“, hat Dr. Peter Gauweiler in der letzten Illner-Sendung genau siebenmal ausgerufen!

            Der in Ihren Kreisen bekanntlich nicht unumstrittene Staatsrechtler Carl Schmitt hatte doch im Ihnen so lieben zackigen Ton geschrieben: „Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet.“ Und: „In seiner absoluten Gestalt ist der Ausnahmezustand dann eingetreten, wenn erst die Situation geschaffen werden muss, in der Rechtssätze gelten können.“ Die Kanzlerin als erste Repräsentantin des deutschen Volkes vertritt den Souverän und handelt in seinem Auftrag. Ich könnte mir politische Repräsentanten des Souveräns vorstellen, die in der derzeitigen Ausnahmesituation eine weit schlechtere Figur dabei machten, den Zustand erst zu schaffen, in dem Rechtssätze (wieder) gelten können.

        • Zitat Klaus Bruns vom 1. November 2015 um 22:35 Uhr: „zum thema schweigende mehrheit, da kann ihnen die ihk bestimmt eine antwort geben, wie man dieser eine stimme gibt. sie ist gerade kräftig dabei.“

          Ein sehr guter Hinweis, Herr Bruns. An diesem kleinen Beispiel kann man sehr gut studieren, wie vorgebliche „Bürgerbeteiligung“, „Volksbefragung“ und schlicht (und schlecht) fingierte Kenntnisse über vermeintliche „Mehrheitsmeinungen“ benutzt werden, um mit Geld, bezahlten „Gutachten“ und eingekauften „Studien“ hemmungslos Klientelpolitik zu machen. Mir (wie Ihnen sicher ebenfalls) ist klar, dass es sich um „legale“ Bemühungen der „Willensbildung“ im Vorfeld anstehender formalisierter repräsentativer Entscheidungen handelt. Ob diese „Bemühungen“ allerdings „legitim“ sind, ist angesichts der sehr erheblichen Legitimitätsdefizite eines seit Jahrzehnten hochgradig umstrittenen Institutionengeflechts wie unser I- und H-Kammergewese eines darstellt, das weder über ausreichend demokratische Strukturen und Mitbestimmung verfügt, in dem Vetternwirtschaft und organisatorische und finanzielle Intransparenz herrschen, das Unternehmen zur Mitgliedschaft zwangsverpflichtet und das gleichzeitig mit seinen „Angeboten“ eben den Betrieben Konkurrenz macht, die es finanzieren müssen. Diese Art staatlicher Bevormundung gibt es nur noch in Deutschland. Wir sollten es den Unternehmern selbst überlassen, ob sie die Leistungen der Handelskammern in Anspruch nehmen wollen oder nicht.

          Wie auch immer, man kann sich an diesem Beispiel klar machen, dass „Bürgerbeteiligung“ nicht unbedingt größere „Bürgernähe“ bedeutet, dass es in der Vorbereitung solcher Initiativen (wie in der parlamentarischen Arbeit in den Ausschüssen, etc.) AUCH kleine Gruppen von Akteuren gibt, welche die „Agenda“, den Zeitplan, die Fragestellung, die Vorgehensweise, die „Kommunikation“ nach Innen und nach Außen, die massenmediale „Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“, den Einsatz und die Koordination der Mittel, die Themenfolge, etc., etc. BESTIMMEN, bevor am Ende eine Ja-Nein Frage zu beantworten ist. Ob durch solche informellen und daher oft sehr undurchschaubaren Verfahren eine größere „Transparenz“ und größere „Nähe“ zum Meinen und Empfinden der Meisten hergestellt werden kann als durch formale – gewiss verbesserungsbedürftige – aber im Großen und Ganzen bewährte und funktionierende, das ist eine Frage, über die man hier anhand eines bizarren Exempels en miniature nachdenken kann.

          Dazu zwei informative LZ-Artikel mit überwiegend guten Leserkommentaren:

          5. Oktober 2015: http://www.landeszeitung.de/blog/lokales/267805-a39-umfrage-verleiht-schweigender-mehrheit-eine-stimme

          3. September 2015: http://www.landeszeitung.de/blog/lokales/260604-ihk-startet-kampagne-pro-a39

      • Gerhard Labensky

        @ Teja

        Lächerlich. Also ob man die Wahl gehabt hätte, etwas kritisches zu sagen.

        Nur noch mal zum Nachdenken: Es gab damals keinen „Antrag auf Kriegsdienstverweigerung“ und dergl. Es gab nur Mund halten und leben oder Mund aufreissen und sterben.

        Das sterben für die meisten kam dann danach im Krieg.

        Sie persönlich hätten sich natürlich todesmutig im Alleingang gegen die Diktatur gestellt , um „Ein deutliches Zeichen zu setzen!“
        Habe ich Recht?

        Bei den meisten Vertretern dieser Spezies ist es schon problematisch, wenn der Wecker morgens vor 7 Uhr klingelt, aufzustehen und ohne den frisch gepressten Orangensaft und den gerade gebrühten original italienischen Cappuccino zu geniessen, ihrer Halbtagstätigkeit im warmen Büro bis 12 Uhr mittags nachzugehen.
        Wie ich Klugschwätzer im liberalen Deutschland liebe, die noch nie eine solche Situation in einer Diktatur erlebt haben , die auch nur ansatzweise vergleichbar mit den menschenunwürdigen und brutalen Zuständen im 3.Reich ist.

        Noch nie eine Waffe in der Hand gehalten,geschweige denn abgefeuert, noch nie ein KZ oder Gefängnis von innen gesehen, aber schwadronieren, wie es einwandfrei und angebracht gewesen wäre, sich zu verhalten und sich gegen eine derart gewaltige und menschenverachtende Diktatur zu stellen.

        Schuster ,bleib bei Deinen Leisten, oder Kindchen geh in den Kindergarten.

        • „Noch nie eine Waffe in der Hand gehalten,geschweige denn abgefeuert, noch nie ein KZ oder Gefängnis von innen gesehen, aber schwadronieren“?

          Ich nehme an, lieber Labensky, dass wir in dieser Hinsicht – anber auch nur in dieser – praktisch alles gemeinsam haben.

          Aber, mit Verlaub gesagt, was schreiben Sie da nur wieder für einen vollkommen deplatzierten Unfug zusammen? Mein Text beschäftigt sich nicht mit den Möglichkeiten des Widerstands in einer totalitären Diktatur, sondern mit den Pflichten des Nachdenkens und Handelns in den Tagen, in denen unsere freiheitliche politische Grundordnung von verschiedenen Seiten attackiert und vehement in Frage gestellt wird.

          • Gerhard Labensky

            @Teja Fischer
            Zu Ihrem ersten Satz: Fail. Aber darum geht es nicht.

            Es ging in Ihrer selten realitätsfernen Äusserung über den fehlenden Wiederstand im 3. Reich seitens der deutschen Bevölkerung. Sie haben wie so oft , ganz einfach dem normalen deutschen Bürger unterstellt, das er Adolf Hitler und seine Mörderbande unterstützt, mit gegröhlt und dadurch unterstützt zu haben , oder zumindest nicht genügend Wiederstand geleistet zu haben.
            An Ihren völlig weltfremden Worten erkennt man Ihre totale Unkenntnis über die damalige Situation. Es gab in dieser , wie in anderen Diktaturen nur zwei Möglichkeiten, nämlich: Gehorchen oder sterben.
            Das Sie aber kollektiv jedem damals lebenden deutschen Bürger unterstellen, die Vorgänge gutgeheissen , bzw. sogar hervorgerufen zu haben, indem er auf Fragen Goebbels mit „JA“ geantwortet hätte, ist haarsträubend.

          • Herr Labensky, ich zitiere Sie:

            „Das Sie aber kollektiv jedem damals lebenden deutschen Bürger unterstellen, die Vorgänge gutgeheissen , bzw. sogar hervorgerufen zu haben, indem er auf Fragen Goebbels mit „JA“ geantwortet hätte, ist haarsträubend.“

            Das wäre „haarsträubend“, wenn ich´s täte oder getan hätte. Aber das habe ich nicht. Nehmen Sie das Vorbild von Klaus Bruns: Pater Rupert Mayer war ein deutscher Jesuit und Präses der Marianischen Männerkongregation, der im Ersten Weltkrieg mit dem Eisernen Kreuz (EK I) ausgezeichnet worden ist, weil er als Militärseelsorger mit dem eigenen Leib einen Soldaten, den er bergen wollte, geschützt hatte und deshalb eine schwere Verwundung mit anschließender Beinamputation erlitt.

            Bereits in den 1920er-Jahren erkannte Mayer die von den Nationalsozialisten ausgehende Gefahr. Nach deren Machtübernahme trat er entschieden für die Rechte der Kirche und für die Religionsfreiheit ein. Öffentlich erklärte er, dass ein Katholik nicht Nationalsozialist sein könne.

            Es gab also „normale deutsche Bürger“, die nicht mitgemacht haben.

            Trotzdem muss man doch eine Erklärung für die Vorgänge in Deutschland zwischen 1933 und 1945 finden. Wenn man nun nicht davon ausgehen kann, dass alle Deutschen mit vorgehaltener Waffe zum Mitmachen gezwungen wurden, muss es doch eine gehörige Zahl gegeben haben, die das aus freien Stücken oder sogar mit Begeisterung taten. Und es muss andere geben, die nicht rechtzeitig aufgepasst oder sogar weggesehen hatten, als mit „Volksbefragungen“, viel scheindemokratischem Brimborium und großem Wortgetöse die Weichen der Gleise gestellt wurden, auf denen die Eisenbahn mit „Adolf Hitler und seiner Mörderbande“ (Ihr Ausdruck) eine ganze Nation in den Abgrund kutschierte und ungefähr 100 Millionen Menschen mit in den Tod riss.

          • Frau Fischer, die Deutschen haben nicht über Konzentrationslager und Krieg abgestimmt. Sie haben für Brot und Arbeit und Ordnung gestimmt und für eine Politik, die der Erniedrigung und Bevormundung durch die Siegermächte des 1. WK entgegentritt. Bis 1938 bekam Deutschland einen Höhenflug, der den Menschen Zuversicht gab auf dem richtigen Pfad zu sein und das bei eindimensionaler HofBerichterstattung und einer Bevölkerung, für die hinterm Ortsschild in der Mehrzahl das Ausland anfing. Geadelt wurde dieses Deutschland auch von seinen erbittertsten Gegnern wie Churchill: “Wenn England einmal so geschlagen darniederliegen sollte wie Deutschland nach dem Weltkrieg, dann wünschte ich mir für England einen Mann wie Adolf Hitler.”
            Winston Churchill, 1938.
            Durch den Krieg änderte sich vieles, der Deutsche saß nun in einem Boot in dem nicht mehr gefragt wurde, ob er für oder gegen einen Krieg ist. Der Krieg wurde letztlich nicht gegen Hitler geführt sondern gegen Deutschland, und der Gegner Unterschied nicht ob der Deutsche Freund oder Feind dieser Politik war.

          • Liebe Frau oder Herr Klaus

            Wenn man über sehr viele mögliche Einwände hinwegsieht (Aufhebung der Grundrechte und die Beseitigung des Parlamentarismus, Ausschaltung der Gewerkschaften und der Parteien, Kampagne „Wider den undeutschen Geist“ und die Bücherverbrennung, Aufhebung des Föderalismus, rechtliche Diskriminierung der Juden, Gleichschaltung der Presse, etc., etc. ), könnte das, was Sie schreiben auf die Mehrzahl der politisch nicht weiter Interessierten bis etwa ´38 zugetroffen haben. Wie „man“ allerdings über die in allen deutschen Zeitungen diskutierte Abschlachtung von über 90 hochrangigen Offizieren und Politikern am 30. Juni 1934 (Röhm und ein Drittel der höheren SA-Führerschaft inklusive Hitlers Vorgänger im Kanzleramt, General Kurt von Schleicher, werden ermordet) hinwegsehen konnte, ist mir schleierhaft. Stellen Sie sich vor, Merkel lässt nächste Woche Seehofer und Dobrindt liquidieren. Da würden selbst bei meiner 98jährigen Oma Suse die Alarmglocken schrillen. Dass man während des Krieges in einem Boot saß, war ein verbreitetes Gefühl. Leider auch, dass man über das Verschwinden seiner jüdischen Nachbarn, Kollegen und Freunde nicht zu intensiv nachzudenken hatte. Die von Ihnen Winston Churchill in den Mund gelegten Worte, hat der Brite nie geäußert. Das Zitat ist eine in rechtsradikalen Internetforen herumgereichte Fälschung. Wenn Sie ein wirklich hervorragendes Buch über die Wahrnehmung des Krieges von 1939 bis 1945 durch die einfachen Menschen in Deutschland lesen möchten, folgen Sie der Empfehlung von Herrn Dörfler und greifen Sie zu Nicholas Stargardts „Der deutsche Krieg 1939–1945“, das gerade bei Fischer erschienen ist. Nicholas Stargardt, der als Sohn eines deutsch-jüdischen Vaters und einer australischen Mutter in Melbourne zur Welt kam, erzählt diese Geschichte aus der Perspektive der ganz normalen Deutschen. Genauer gesagt, sind es kaum mehr als ein gutes Dutzend Männer und Frauen, deren Briefe, Tagebücher und Aufzeichnungen für jene lebensnahe Anschaulichkeit sorgen, die das Buch des Oxforder Historikers so faszinierend und erhellend macht. Dramatis personae sind sogenannte einfache Soldaten ebenso wie ältere Offiziere mit Weltkriegs-Erfahrung, Bauernsöhne und Akademiker, Katholiken und Protestanten, Bahnbedienstete, Hausfrauen und Journalistinnen – aber auch einige, die als Juden aus Sicht der Nationalsozialisten immer schon außerhalb der vielbeschworenen „Volksgemeinschaft“ standen.

            MfG Teja Fischer

  7. Ein Schiff im Hafen ist zwar sicher, aber dafür wurde es nicht gebaut.
    Das Ich als Darsteller, Politiker, Kanzler oder Staatsmann will gern an Bord.
    Bleibt es bei Worten? Bleiben Taten aus?
    Dem Steuermann ist die Parteizugehörigkeit egal…
    Entscheidend ist für ihn ein kluger und zielstrebiger Kurs. Den er in die Wirklichkeit der Seekarten übertragen kann.
    Am Ende jener Reise „ der Lotse geht von Bord“ wird sich zeigen welches Ich geworden ist.

    • Vom Turm schlägt‘s Schneegestöber. Vögel in den Medimax ziehn. Gold und Rot sind die Töne. Die Sonne sinkt, die Spüle zeigt Narben. Musiker dreschen Schrot, Ameisen mahlen Mehl, Pampelmusen backen Brot, schwarzes, braunes, weißes und Semmeln auch. Die Maultrommel fegt die Diele und singt – die Zeit der Regenbogen ist vorbei. Rosen blühn blau und frittiert. Bald wird ein Ich ewiglich. Auch Maria und Joseph wollten einst gern an Bord. Als Darsteller, Politiker, Kanzler oder Staatsmann? Egal! Hauptsache 3 nach 9.

  8. Ein Christ darf kein Nationalsozialist sein: Mit seiner unbeugsamen Haltung trotzte Pater Rupert Mayer dem Hitler-Regime – und wird dafür 70 Jahre nach seinem Tod von den Münchnern verehrt.

    • Sehr richtig, Klaus, das darf er nicht. Und Pater Rupert Mayer war einer der Gerechten (Am 3. Mai 1987 erfolgte im Münchner Olympiastadion seine Seligsprechung durch Papst Johannes Paul II.), die, so wird angenommen, den lieben Gott bis heute davon abgehalten haben, genauer nachzufragen, wie sich Franz Josef Strauß eine Hinterlassenschaft von 300 Millionen Euro für seine Kinder Monika, Max und Franz Georg „mühsamst vom Munde seines bayerischen Ministerpräsidentengehalts [hat] absparen können“ (Dobrindt, 2013).

      Was den Nationalsozialismus anbelangt, soll es leider, so wird hier und da herumgeflüstert, doch ganz vereinzelt Christen gegeben haben (Agnes Miegel?), die sich nicht allzu sklavisch an Ihre (und des Paters) schöne Regel hielten.

      Wonach ich mich frage: Was genau wollten Sie uns eigentlich mitteilen, Klaus, als Ihnen einfiel, uns an das siebzigste Todesjahr von Rupert Mayer zu erinnern?

      Teja Fischer

      • liebe frau fischer
        Wonach ich mich frage: Was genau wollten Sie uns eigentlich mitteilen, Klaus, als Ihnen einfiel, uns an das siebzigste Todesjahr von Rupert Mayer zu erinnern?
        aufzupassen und rechtzeitig dagegen zuhalten, dass sowas nicht nochmal vorkommt, dass menschen plötzlich ziemlich allein mit ihrem kampf gegen fremdenfeindlichkeit stehen. tja, die dichter von damals haben auch gern etwas verherrlicht, was man lieber verurteilen hätte sollen. aber ,wenn die angst schon so weit um sich gegriffen hat, sinkt bei so manchen auch deren mut. also aufpassen, dass die angst nicht wieder überhand nimmt. menschen, die heute wenig verdienen, haben angst, dass sie bald garnichts mehr verdienen.

        • Lieber Herr Bruns

          „Nach den Baseballschläger-Angriffen auf Asylbewerber in mehreren deutschen Städten hat ein Menschenrechtler Politik und Polizei vorgeworfen, rechtsextremistische Gefahr völlig zu unterschätzen.“ EIN Menschenrechtler sagte das eben gerade am heutigen Vormittag. (http://www.landeszeitung.de/blog/nachrichten/politik/275936-heye-politik-unterschaetzt-rechtsextremistische-gefahr) Sein Name ist Uwe-Karsten Heye, Vorstandsvorsitzender der Initiative «Gesicht zeigen!». Nun stellt sich natürlich Björn Höcke in Erfurt sofort erneut die Frage, ob man das Asylrecht nicht noch weit drastischer verschärfen sollte, um die Deutschen vor ihren eigenen Rechtsextremen zu schützen.

          Doch ich bin, eine Alterserscheinung, gar nicht mehr ganz so scharf auf Originelles, was mir als Morgenzeitungsleser sehr zupaß kommt: „Oft stehen die Erwartungen der Familie einer Entscheidung für das Handwerk im Weg. Viele Eltern glauben, daß nur ein Studium eine gute Zukunft sichert“, steht prima scheinheilig in eben jener SZ, deren Kundschaft durch die Bank glaubt, daß ausschließlich ein Studium eine gute Zukunft sichert; in der Frankfurter Konkurrenz warnt Altenbockums Jasper zum tausendsten Mal vor „überschießender Moral“ in Sachen Flüchtlinge; und in beiden Organen war zum Themenkonnex Wurst und Krebs zu lesen, das Problem sei nicht die Wurst, sondern das fehlende Maß. Wo ja strenges Maßhalten bekanntlich auch die Essenz unserer schönen Grundordnung ist.

          Daß die Affaire auch eine nationale Komponente hat, fiel, wiederum in München, überraschenderweise dem populären Koch Vincent Klink ein; bei den Angelsachsen sei nämlich alles noch viel schlimmer: „Fast überall ist da Nitritpökelsalz drin … Myriaden von amerikanischen oder englischen Frühstückswürstchen (zusätzlich noch mit rosa Farbstoff) haben sich an fröhlichen Konsumenten vergangen … Die WHO und die internationale Krebsforschungsagentur IARC sind durchaus seriöse Institutionen, in denen englisch gesprochen und gefrühstückt wird. Sollen sie sich doch erst mal um die englischsprachigen Länder kümmern! … Das deutsche Kulturgut Wurst läßt sich von Ausländern gar nicht erfassen; selbst wir deutschen Aborigines haben nur selten die Künste eines wirklich guten Metzgers kennengelernt.“ Was Klink, erwartbar, nervt, sind „diese ganzen Ermahnungen der internationalen Gesundheitspolizei“, die „den aufrechten Landwirten und ehrlichen Metzgern“ unrecht tun, zumal den deutschen; und was evtl. sogar (Achtung, Metapher!) ironisch gewürzt war, klingt trotzdem so wie Springer über VW: Schlimm, aber die Amis sind doch noch viel schlimmer!

          Die freilich fragen könnten: What’s that got to do with anything? Für Slow-Food-Qualitätsfleisch vom wirklich guten Metzger könnte sich eins ja auch einfach so verwenden, ohne Seitenhieb aufs perfide Albion; aber „wir Deutsche“ (faz.net, 31.10.2015) stehen halt neuerdings zu Schutz und Trutze wieder sehr brüderlich zusammen, und da machen auch im übrigen ganz unverdächtige Leute mit, weil das halt (Achtung, Metapher!) in der soziokulturellen DNS so drinsteckt.

          Aber das nur von mir, dem nationalen Gesinnungspolizisten, der gerade Nicholas Stargardts „Der deutsche Krieg 1939–1945“ liest und von treuen Heimatfronten und deutschen Metzgern grad wirklich genug hat.

          LG, Harold Dörfler

        • @ Harold Dörfler

          Am Wochenende haben Sie „zum Themenkonnex Wurst und Krebs gelesen, das Problem sei nicht die Wurst, sondern das fehlende Maß.“

          Ich, Helmut mein Name, habe auch darüber gelesen. Was komplett Irres. „Guten Morgen, liebe Kinder, Möhren raus!“ – so oder so ähnlich könnte es nämlich demnächst in deutschen Klassenzimmern heißen, wenn Agrarminister Christian Schmidt seine Schulfachidee Gesunde Ernährung durchsetzen kann. Um den zahlreichen ernährungsbedingten Krankheiten und ihren negativen Folgen für das Selbstbild der Heranwachsenden entgegenzuwirken, sollen die kleinen Speckwürfel unterrichtet werden, wie sie z.B. an einer Dönerbude vorbeisteuern, um sich statt dessen einen Apfel zu klauen, oder wie man mit veganen Dinkelexperimenten die Eltern in den Wahnsinn treiben kann. Notwendigkeit: angeblich irgendwo zwischen Geo und Reli.

  9. Thomas Schmid, sie sind also alfa-anhänger. ich habe es geahnt. der basf- chef ist jetzt in die fdp eingetreten. können sie das verstehen? alfa möchte der fdp doch konkurrenz machen. dass die afd immer weiter zum rechten rand rutscht ist offensichtlich. die npd -anhänger suchen verzweifelt eine neue heimat. nicht der weg ist das ziel. wie wollen sie in der zukunft machtmissbrauch verhindern? parteien tun dieses ständig. sie lassen sich kaufen. was halten sie davon, spenden an parteien und politikern zu verbieten?

    • Lieber Klaus Bruns,
      jeden Tag treten Bürger in Parteien ein und wieder aus. Die Motive des BASF-Chefs sind mir nicht bekannt und deshalb kann ich diesen Schritt auch nicht kommentieren.
      Selbstverständlich steht ALFA wie alle anderen Parteien in Konkurrenz zu anderen Parteien des demokratischen Spektrums.
      Was die AfD wirklich will, ist in Ermangelung eines Parteiprogramms deshalb nach wie vor nicht hinreichend klar. Auch ich erkenne nach dem Ausscheiden diverser führender Mitglieder ( Prof. Lucke, Herr Starbatty, Herr Henkel) eine Verschärfung der Rhetorik und missbillige diese.
      Was die NPD und deren Anhänger möchten ist mir persönlich herzlich egal.
      Den von Ihnen formulierte Vorwurf des Machtmissbrauchs durch „Parteien“ ist mir zu pauschal. Parteispenden z.B. durch Parteimitglieder, halte ich nicht grundsätzlich und pauschal für verwerflich. Was greifen Sie konkret an? Bitte um präzise Formulierung Ihrer Behauptung und nachvollziehbare Belege.
      Laut Grundgesetz sollen die Parteien an der Willensbildung teilhaben. Dafür benötigt man eine finanzielle Grundausstattung und Struktur. Sich den Staat,diverse Institute und Organisationen zur Beute zu machen, entspricht m. E. nicht dem Geist dieser Vorgabe. So weit bin ich bei Ihnen.
      Aber auch hier gibt es Gesetze, Vorschriften und Transparenzgebote. Wer dagegen verstößt, wird nachweislich verfolgt und auch bestraft. Ich wünsche mir in diesem Zusammenhang eine wirksame und schlagkräftige Einspruchsmöglichkeit der Bürger, z.B. durch Volksbefragungen und Volksentscheide. Von der Schweiz kann man hier sicher etwas lernen.

      • Thomas Schmid,

        ich zitiere Sie: „Ich wünsche mir … eine wirksame und schlagkräftige Einspruchsmöglichkeit der Bürger, z.B. durch Volksbefragungen und Volksentscheide. Von der Schweiz kann man hier sicher etwas lernen.“

        Wünsche sind eine feine Sache. Aber sind sie immer sinnvoll und zu Ende gedacht? Und dass man von der Schweiz einiges lernen kann, finde ich auch. Aber was nur genau? Nur Positives oder auch Negatives? Ich finde es schade, dass Sie Ihre Position hier nur immerzu wiederholen, anstatt sie zu begründen. Das scheint mir sehr auf der Linie kleiner Protestparteien zu liegen, die versuchen sich durch diffuse Kritik am „System“, am „Politestablishment“, an denen „da oben“ Sichtbarkeit zu verschaffen. So ging und geht „Die Linke“ vor, obwohl sie längst zum Establishment gehört, und so gehen die AfD und ALFA vor, obwohl ihr Führungspersonal zu hundert Prozent aus dem Establishment stammt. Fragen Ausweichen, Frager arrogant in den Senkel stellen („Metaphysikgeschwurbel“) und eigene Parolen unablässig repetieren, so sind Sie im Blog-Thread der letzten Woche auch schon vorgegangen. Oben hat die eifrige Frau Fischer eine ganze Reihe interessanter Fragen u. a. an Sie gerichtet. Warum Sie auf keine einzige davon eingehen, kann ich nicht begreifen. Wir haben hier an der Leuphana im letzten Major-Modul über die wirtschaftliche Globalisierung und den fortschreitender Klimawandel und die damit verbundenen sozialen und ethnischen Konflikte nachgedacht und viel über die weltweite Durchsetzung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit gesprochen. Da kamen auch populistische Bewegungen zur Sprache, die stark auf verbreitete Vorbehalte und rumorende Unzufriedenheit setzen und mit emotionaler Ansprache ihre Aufmerksamkeitsgewinne erzielen wollen, aber kritischen Nachfragen ausweichen und ihre Argumente nicht offenlegen. Irgendwie erkenne ich das bei Ihnen wieder. Das Verhalten scheint mir aber im krassen Widerspruch zu den von Ihnen propagierten Werten zu stehen. Haben Sie zu den von Frau Teja klar dargelegten Schwierigkeiten im Konzept „Direkter Demokratie“ wirklich rein gar nichts zu sagen?

        • Liebe Frau Bergmann,
          selbstverständlich habe bzw. hatte ich Frau Fischer etwas zu sagen und genau das habe ich auch getan. Siehe hier:

          2. November 2015 at 12:07

          Liebe Teja Fischer,
          wir beide haben ganz offensichtlich diametral entgegensetzte Vorstellungen von einer nüchternen, sach- und faktenorientiert geführten Diskussion. Belassen wir`s dabei. Vielen Dank und Allen eine schöne Woche.

          Weiterhin möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf den Beitrag der Foristin Gaby Uhmann (heute 11:55) lenken, die sich zwar nicht meiner Tonlage und Ausdrucksweise befleißigt, aber inhaltlich weitgehend meine Ansichten zu diesem Thema wiedergibt.

          Da Sie sich offenbar gut in der Thematik auskennen, bitte ich Sie höflich um die mir bisher in diesem Forum noch nicht zuteilgewordene Stellungnahme zu den fortwährenden Rechtsbrüchen ( z. B. GG Art. 16a) unserer Regierung. Vielleicht können Sie mir auch noch mitteilen, wie Sie sich eine demokratische Legitimation im Hinblick auf nicht in Wahlprogrammen festgelegte und damit nicht vom Souverän legitimierte existentielle Entscheidungen ( z: B. Euro-Rettung,
          Energiewende, Wehrpflicht und aktuelle Migrationspolitik) in einer Demokratie vorstellen. Aus meiner Sicht ist unser Stimmzettel inzwischen zum Persilschein mutiert. Ein solches, faktisch diktatorisches Vorgehen, würde es in der Schweiz mit Sicherheit nicht geben. Die aktuell heraufziehende Staatskrise ist aus meiner Sicht deren logische Folge.

          • A) Auf Ihre recht schnippisch vorgetragene und überhaupt gar nicht begründete Gesprächsverweigerung hat Frau Fischer Ihnen bereits geantwortet. Pointiert (und für meinen Geschmack etwas zu scharf durchgebraten), aber in der Sache sehr richtig. Hier: https://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/275152-von-kanzlern-staatsmaennern-und-darstellern#comment-58857

            B) Der „Beitrag der Foristin Gaby Uhmann (2. Nov. 11:55)“ kontrastiert „die bürgernahe Demokratie“ in der Schweiz mit „unserer Scheindemokratie“ und behauptet – ohne ein einziges Argument beizubringen -, das Schweizer System der Beteiligung zeige größere „Demokratie-, Realitäts- und Bürgernähe“ und einen „erheblich grösseren Wirkungsgrad“, als (ich zitiere:) „der ganze pseusodemokratische Schwachsinn hier, der als einzig wahre demokratische Handlung das Kreuz am Wahltag zu machen, zulässt.“ Und dieses „Geschwurbel“ (Ihr Ausdruck) aus irgendwo aufgeschnappten und hier erzürnt widergekäuten Leerformeln, die mit Sahnehäubchen von affektgesteuertem Geschimpfe garniert sind, machen Sie, Herr Thomas Schmid, sich zu eigen? Ein Mann, der heute an Herrn Bruns schreibt, er bitte um Gehaltvolles „präzise und mit belastbaren Belegen“? Immer noch steht Ihre Antwort auf Fischers sehr klar, emotionslos und nahezu vorurteilsfrei vorgetragene Frage aus? Haben Sie mehr als Ausweichfloskeln und Fahrenwaldtsches „Keiner-hat-mich-lieb“-Gehabe zu bieten, Herr Thomas Schmid?

            C) Klaus Bruns hat am 30. Oktober 2015 um 21:12 geschrieben: „Teja hat nicht behauptet, das volk sei dämlich. sie hat nur anhand einer reihe sehr konreter beispiele auf die tendenzielle antibürgerliche und antidemokratische instrumentalisierbarkeit und auf die in der schweiz derzeit sehr gut beobachtbaren gefahren aller formen von volksabstimmungen hingewiesen, sofern sie von ruchlosen manipulateuren missbraucht werden. volksentscheide, referenden, bürgerentscheide, volksbefragungen und vergleichbaren instrumente wie volksinitiativen, (anträge auf ein) volksbegehren und bürgerbegehren lassen sich von jeder politischen gruppierung im namen des volkes gegen das volk wenden. wie er über diese möglichkeit und darüber denkt, wie man sie minimieren kann, lautete die frage.“ (http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/272468-272468#comment-58736) Sehr gut, finden Sie nicht, Thomas Schmid? Was sagen Sie dazu?

            http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/272468-272468#comment-58736

            D) Zum Schluss kommen Sie plötzlich mit einer ganzen Reihe neuer Themenvorschläge: „Fortwährende Rechtsbrüche ( z. B. GG Art. 16a) unserer Regierung“, „Legitimation Euro-Rettung, Energiewende, Wehrpflicht und aktuelle Migrationspolitik“, „faktisch diktatorisches Vorgehen“ und „die aktuell heraufziehende Staatskrise“. Lieber Herr Thomas Schmid, „leider kann ich mit Ihrem Beitrag so gar nichts anfangen, denn“ man kann zwar über alles das diskutieren, aber natürlich nicht über alles zugleich. Ich sehe in diesem Verhalten von Ihnen einen weiteren Versuch, von der an Sie von mittlerweile vier verschiedenen Seiten herangetragenen Bitte abzulenken, eine – begründete (!) und nachvollziehbar argumentierende (!) und nicht nur Behauptungen immer bloß wiederholende – Stellungnahme abzugeben zur Frage nach Ihren KRITERIEN pro oder contra mehr direkter Demokratie.

        • Lieber Thomas Schmid,

          ich muss gleich ins Doktoranden-Kolloquium, darum in aller Kürze.

          A) Auf Ihre recht schnippisch vorgetragene und überhaupt gar nicht begründete Gesprächsverweigerung hat Frau Fischer Ihnen bereits geantwortet. Pointiert (und für meinen Geschmack etwas zu scharf durchgebraten), aber in der Sache sehr richtig. Hier: https://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/275152-von-kanzlern-staatsmaennern-und-darstellern#comment-58857

          B) Der „Beitrag der Foristin Gaby Uhmann (2. Nov. 11:55)“ kontrastiert „die bürgernahe Demokratie“ in der Schweiz mit „unserer Scheindemokratie“ und behauptet – ohne ein einziges Argument beizubringen -, das Schweizer System der Beteiligung zeige größere „Demokratie-, Realitäts- und Bürgernähe“ und einen „erheblich grösseren Wirkungsgrad“, als (ich zitiere:) „der ganze pseusodemokratische Schwachsinn hier, der als einzig wahre demokratische Handlung das Kreuz am Wahltag zu machen, zulässt.“ Und dieses „Geschwurbel“ (Ihr Ausdruck) aus irgendwo aufgeschnappten und hier erzürnt widergekäuten Leerformeln, die mit Sahnehäubchen von affektgesteuertem Geschimpfe garniert sind, machen Sie, Herr Thomas Schmid, sich zu eigen? Ein Mann, der heute an Herrn Bruns schreibt, er bitte um Gehaltvolles „präzise und mit belastbaren Belegen“? Immer noch steht Ihre Antwort auf Fischers sehr klar, emotionslos und nahezu vorurteilsfrei vorgetragene Frage aus? Haben Sie mehr als Ausweichfloskeln und Fahrenwaldtsches „Keiner-hat-mich-lieb“-Gehabe zu bieten, Herr Thomas Schmid?

          C) Klaus Bruns hat am 30. Oktober 2015 um 21:12 geschrieben: „Teja hat nicht behauptet, das volk sei dämlich. sie hat nur anhand einer reihe sehr konreter beispiele auf die tendenzielle antibürgerliche und antidemokratische instrumentalisierbarkeit und auf die in der schweiz derzeit sehr gut beobachtbaren gefahren aller formen von volksabstimmungen hingewiesen, sofern sie von ruchlosen manipulateuren missbraucht werden. volksentscheide, referenden, bürgerentscheide, volksbefragungen und vergleichbaren instrumente wie volksinitiativen, (anträge auf ein) volksbegehren und bürgerbegehren lassen sich von jeder politischen gruppierung im namen des volkes gegen das volk wenden. wie er über diese möglichkeit und darüber denkt, wie man sie minimieren kann, lautete die frage.“ (http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/272468-272468#comment-58736) Sehr gut, finden Sie nicht, Thomas Schmid? Was sagen Sie dazu?

          D) Zum Schluss kommen Sie plötzlich mit einer ganzen Reihe neuer Themenvorschläge: „Fortwährende Rechtsbrüche ( z. B. GG Art. 16a) unserer Regierung“, „Legitimation Euro-Rettung, Energiewende, Wehrpflicht und aktuelle Migrationspolitik“, „faktisch diktatorisches Vorgehen“ und „die aktuell heraufziehende Staatskrise“. Lieber Herr Thomas Schmid, „leider kann ich mit Ihrem Beitrag so gar nichts anfangen, denn“ man kann zwar über alles das diskutieren, aber natürlich nicht über alles zugleich, sogar dann nicht, wenn es viele Berührungspunkte zu der HIER aufgeworfenen Frage gibt. Ich sehe in diesem Verhalten von Ihnen einen weiteren Versuch, von der an Sie (von mittlerweile vier verschiedenen Seiten) herangetragenen Bitte abzulenken, eine – begründete (!) und nachvollziehbar argumentierende (!) und nicht nur Behauptungen immer bloß wiederholende – Stellungnahme abzugeben zur Frage nach Ihren KRITERIEN pro oder contra mehr direkter Demokratie — wie Sie auch für mich beispielhaft von Frau Fischer hier vorgetragen wurde (https://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/275152-von-kanzlern-staatsmaennern-und-darstellern#comment-58757).

      • was ich angreife? ist das noch nicht rüber gekommen? ein beispiel: die glückspielindustrie. wer hat da die meisten spenden bekommen, um gesetze zu verhindern, oder sie so zu lassen? diese debatte fand doch auch in lüneburg statt. sie wissen doch, lüneburg gehört zum glücksspiel-eldorado von ganz deutschland.

        • Lieber Herr Bruns,
          leider kann ich mit Ihrem Beitrag so gar nichts anfangen, denn die „Glückspieldebatte“ ging völlig an mir vorbei. Wie bereits anfänglich erbeten, bitte präzise und mit belastbaren Belegen.

          • lieber thomas schmid, ich möchte hier die alten hasen nicht langweilen, deswegen , bitte googeln sie mal glücksspiele steuern deutschland lüneburg. es bedeutet arbeit. sie dürfen auch gern sich mal bei drobs melden und sich schlau machen. andere parteien haben dieses auch getan.

  10. Kaiser, König, Edelmann

    „ … Bürger, Bauer, Bettelmann / Schuster, Schneider, Leineweber / Bäcker, Kaufmann, Totengräber“. Dieser bis heute in Reppenstedt beliebte Abzählreim für Kinder spiegelt die Ständegesellschaft im Alten Reich wider, lässt der Phantasie aber genug Raum, um (vermutlich sogar Herrn Karlheinz Fahrenwaldt) einfache Übertragungen auf kaum kaschierte Rangfolgen unter den Gesellschaftern der Lüneburg Marketing GmbH ebenso zu ermöglichen, wie das Taxieren von politischen Hackordnungen unter den christdemokratischen Bauunternehmern in postmodernen kommunalen Gemeinderepräsentanzen, denen „Brücken in die Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts“ am Herzen liegen — und zwar auch „symbolische“ (besonders dann, wenn sie aus Beton sind und genausogut als „Leuchttürme“ wie als „Standortaufwertungsnotwendigkeit neuen Typs“ gerechtfertigt und später einmal eventuell sogar „vermarktet“ werden können).

    Mit solch kindlicher Aufsageharmlosigkeit, die sich schon beim zweiten Hinsehen als raffinierte Zeitbombe entpuppt, kommt auch diemal wieder Hans-Herbert Jenckels Meinungsbeitrag daher, der, sobald das leise Zischen der Zündschnur verstummt, ein Feuerwerk unerwarteter Erkenntnisse in den herbstnebelverhangenen Nachthimmel des naiven Leserhirns zaubert.

    Der managende Chefredaktor Jenckel wäre ja nicht die ausgebuffte Edelfeder bei der LZ, die er unbestritten nun einmal ist, wenn es bei ihm nicht auf jedes Wort, ja, auf jeden Buchstaben und jedes Satzzeichen ankäme.

    Mit dem gleichen Recht hätte am vergangenen Freitag auch Herr Jenckel von sich sagen können, was der junge Schopenhauer im Brief vom 28.03.1818 an seinen Verleger Brockhaus ausrief: „Der Natur und dem Rechte des Menschen entgegen habe ich meine Kräfte dem Dienste meiner Person und der Förderung meines Wohlseins entziehen müssen, um sie dem Dienste der Menschheit zu schenken. Mein Intellect hat nicht mir, sondern der Welt angehört. Die Empfindung dieses Ausnahmezustandes und der durch ihn herbeigeführten schweren Aufgabe, zu leben ohne meine Kräfte für mich selbst zu verwenden, hat mich stets gedrückt und noch besorglicher und ängstlicher gemacht, als ich schon von Natur gewesen bin; aber ich habe es durchgeführt, die Aufgabe gelöst, meine Mission vollbracht. Mein Werk also ist ein neues philosophisches System: aber neu im ganzen Sinn des Worts: nicht neue Darstellung des schon Vorhandenen: sondern eine im höchsten Grad zusammenhängende Gedankenreihe, die bisher noch nie in irgend eines Menschen Kopf gekommen.“

    Das „singulär Kreativinnovative“ in diesem strengen Sinne, das derart erstmalig „eine im höchsten Grad zusammenhängende Gedankenreihe“ in aller Lüneburger Menschen Kopf gelangen lässt, gründet bei Jenckel auf der Methode des subversiven Ausschöpfens von Illuminationspotentialen, welche die Theater- und Vergnügungsparkmetaphorik bereit hält.

    »Wir sollen die „Unterschiede“, um die es ihm geht, „sehen“, auf dass wir sie „wieder sehen“, wenn wir sie wiedersehen.« (Ossarek-Bruns, cantos gregorianos, 12a, 940–952)

    Wie macht Jenckel das? Indem er uns seine Protagonisten als Schauspieler präsentiert und ihre Bühnenwirkung rezensiert. Mimik (Siegerlächeln), Kleidung (Brioni-Anzüge), Accessoires (Cohiba-Zigarren) und Reqisiten (teure Weine) charakterisieren den Aufschneider und Karrieristen. Gestik (Merkel-Raute), Attitüde (Ruhige Hand bewahren), Tonlage (ausweichend), Charakter (undurchschaubar) und Temperament (sprunghaft) charakterisieren die Charakterdarstellerin in der Mutterrolle. Und das dickfellige Schmuddelkind, das auf dem Rummel des Lebens „die Achterbahn der Politik“ entlang rast und versucht, sich bei den verlotterten Dico-Kings einzuschmeicheln, der ist unverkennbar die Knallcharge, ein Schauspieler in einer derb-komischen und stark überzeichneten Rolle, der sich mit großer Geste immer wieder lächerlich macht.

    Jenckel skizziert also ein Spektrum von theatralischen Rollenfächern, für die Alter, Statur, Stimme, soziale Herkunft, Erfahrung, Begabung, aber auch etwa die selbst mitgebrachte Garderobe (vor allem bei den Wandertruppen wie AfD, PEGIDA und ALFA) eine Bedeutung haben und zu denen ein vorausgesetztes Repertoire von Gesten und Verhaltensregeln gehört. Daher auch das merkwürdige Fehlen von moralischen Urteilen. Jenckel geht es um die ästhetische Dimension der Politik. Nicht „das Was“, sondern „das Wie“ macht „den Staatsmann“ (bzw. „die Statsfrau“). Nicht die politische Substanz, sondern der Publikumserfolg entscheidet über den Ansehensunterschied. Nicht die Normalität, sondern der Ausnahmezustand macht Durchschnittsexistenzen zu LZ-Kommentatoren und macht gewöhnliche Zeitungsleser zu Experten in allen Belangen der Weltpolitik und in Bezug auf die ehernen Gesetze der Staatsraison. Das lehrt Jenckel uns sehen: Der Opportunismus und die gruppenegoistische Parteilichkeit VERHINDERN, dass ein Politiker als Persönlichkeit gilt, aber bei jedem anderen BEFÖRDERN sie die Überzeugung, er vor allem – wenn nicht sogar er alleine – habe immer recht.

    Die festgelegten Ausdrucksmittel der von Jenckel analisierten Rollenfächer sind natürlich eine Einschränkung, aber in den Grenzen ihrer Besonderheit auch ein Kompetenzbereich und Gestaltungsfreiraum für die darauf spezialisierten Darsteller. Und — diese Typenbildungen führen zu einer Vereinheitlichung der Stilmittel, die aus Gründen der Wiedererkennbarkeit vom Wahl-, Demo- und Fernsehpublikum unbedingt erwartet wird.

    Zu den klassischen Rollenfächern am Lüneburger Stadttheater gehören:

    A) Für Schauspielerinnen: Jugendliche Naive (Hiltrud Lotze), Muntere niederen Standes (Susanne von Stern), jugendliche Liebhaberin (Rosemarie Ebeling ), Sentimentale hohern Standes (Torbjörn Bartels), Heldin oder Heroine (Birte Schellmann), Salondame (Claudia Schmidt), Femme fatale (Monika Scherf ), Charakterdarstellerin, z. B. Mutterrolle (Jule Grunau), Intrigantin ( Andreas Meihsies), Komische Alte (Manfred Nahrstedt), Chargenrolle (Petra Kruse-Runge)

    B) Für Schauspieler: Naturbursche (Ulrich Mädge), Jugendlicher Komiker (Jens Kiesel), Dümmling niederen Standes (unverständlicher Weise unbesetzt), jugendlicher Liebhaber hohen Standes (Karlheinz Fahrenwaldt), Held (Björn Adam), Bonvivant (Eberhard Manzke), Gierschlund (Michèl Pauly), Erbschleicher (Ulrich Löb), Unbekannter (Klaus-Dieter Salewski), Charakterdarsteller, z. B. Vaterrolle (Eduard Kolle), Intrigant (Alfons Bauer-Ohlberg), Komiker (Heiko Dörbaum), Chargenrolle (Eckhard Pols)

    MfG, Paulina von Essen

    • Karlheinz Fahrenwaldt

      Liebe Paulina von Essen: da bin ich aber eine totale Fehlbesetzung. Mein Vorschlag: Der Weise von Dingsda oder Godot *lol*

      • mein lieber karlheinz, ich hoffe, ich darf dich noch so ansprechen, trotz dem jungendlichen liebhaber, aber weiß paulina garnicht, dass du ihr vater sein könntest?

        • Ihren feinsinnigen Humor möchte ich haben.

          Sind Sie auch einer von denen, die beim Kasperltheater den anderen Erstklässlern immer verraten haben, dass das Krokodil genauso spricht wie der Turnlehrer Ihrer Grundschule? Oder dass der Nikolaus die geflickten Stiefel vom bei Ihnen einquartierten Großvater vom dünnen bibbernden Karlheinz aus Hamburg trägt?

          Oder haben Sie die Grundschule übersprungen und gleich Philosophie studiert?

      • Karlheinz, Karlheinz

        Sie hätten vielleicht doch ein-, zweimal häufiger ins „Stadttheater“ gehen sollen.

        „Der Weise von Dingsda“ oder „Godot“ sind fiktive Figuren. „Die komische Alte“ und „der Liebhaber höheren Standes“ sind Bühnen- oder Rollenfächer. „Balthus Doktormann“ ist die fiktive Figur aus einer von Brechts ungeschriebenen Komödien, „der akademische Betrüger“ ist ein Rollenfach, dessen verschärfte Anforderungen an Denkfähigkeit, handwerkliches Geschick und Chuzpe [xʊtspə] reale Politiker nur sehr selten entsprechen. Der lechts und rinks extrem populistische Freiherr und Kanzler der Herzen war so ein radikales Ausnahmetalent in diesem Fach der volkstümlichen Schauspielkunst und zwar von einer tih-wie-tauglichen Güteklasse, von der die Ratstalente in Lüneburg sicher noch lange nur träumen können.

        Mit anderen Worten: man kann Rollenfächer (typische Handlungsmuster) ausfüllen, ohne Politiker zu sein. Aber man kein Politiker – und schon gar nicht „ein Staatsmann“ – sein, ohne einem Rollenfach zu genügen.

        Mit banger Bitte um baldige Versöhnung und weiteren amourösen Austausch bei Blog.JJ

        Ihre Teja Fischer

        • Karlheinz Fahrenwaldt

          Lieber Herr Teja Fischer,
          Ich bin mehr für fiktive Rollen – sonst wäre ich ja Bundeskanzlerin geworden!

          • Hallo Karlheinz,

            die vergangene Woche hat bei Ihnen Spuren hinterlassen und Sie nachdenklich gemacht. Das spüre ich ganz deutlich.

            Zwei Dinge spüre ich noch darüber hinaus — und noch viel viel deutlicher:

            1.) Sie lieben mich noch immer („Ich bin mehr für fiktive Rollen“? Hey, hey, hey, mei liaba Schiaba!)

            2.) Auch Sie wollen mich nur als „Blog-Domina“ („Herr Teja Fischer“? Oink, oink, oink, san mia zwoa im seiben Raum
            Konn i ned auf d’Seitn schaun!)

            Die musizierende Hetäre und der jugendliche Liebhaber höheren Standes! Lassen sie uns mit Herrn Fouquet darüber sprechen, Karlheinz!

            Der Kinoerfolg von „Fifty Shades of Grey“ zeigt: Deutschland ist im SM-Fieber. „Die professionelle Domina Violetta Knute erklärt einem sehr jungen Menschen die neue Lust am Schmerz.“ Vielleicht kommen wir mit der Nummer ganz nach vorne in die Charts?

            Ich verkehre einfach so gerne mit Ihnen — per Post und Mail.

    • Und das dickfellige Schmuddelkind, das auf dem Rummel des Lebens „die Achterbahn der Politik“ entlang rast und versucht, sich bei den verlotterten Dico-Kings einzuschmeicheln, der ist unverkennbar die Knallcharge, ein Schauspieler in einer derb-komischen und stark überzeichneten Rolle, der sich mit großer Geste immer wieder lächerlich macht.
      kllasse, wen meinen sie damit? ich bin ein bisschen verwirrt. sind sie eine intellektuelle? oder glauben sie es nur, es zu sein? ihre aufzählung ist aber nicht komplett. das wissen sie doch, oder?

    • Paulina von Essen, ich habe ihren beitrag zweimal genüsslich durchgelesen. übertreiben sie nicht ein bisschen? herr jenckel braucht mit seinen beiträgen hier sich so gut wie keine mühe geben, ein satz würde ausreichen und schon wäre die hiesige klientel dankbar. es reicht , die kommentar-möglichkeit einzuschalten und schon legt der club der eitelkeiten los. mir macht es spaß. ihnen nicht? warum sind sie hier eigentlich dabei? sie haben hier doch alles durchschaut. aber eines habe ich hier nicht ganz verstanden, wer ist bei der aufzählung der elektriker? dico-electronic.de/de/produkte/steckverbinder/kings.

    • Paulina, sie wissen was ein Boulevardtheater ist, ich nehme es an, das wort knallcharge verriet es mir . deren stücke ähneln sich sehr. gehen sie mal von einer gemeinderatssitzung zur nächsten. ich habe es mir angetan. es war lustig. man hörte die gleichen redewendungen. aufgeführt wurden dramen , die garnicht so recht ins boulevardtheater passten. ich fand diesen satz am schönsten: ich schließe mich meinem vorredner an. man hoffte, jetzt kommt man langsam zum schluss. aber bekanntlich stirbt die hoffnung zuletzt.

    • Den Exzellenzen Bruns & Fahrenwaldt

      Lieber Herr Fahrenwaldt,

      Fehlbesetzung? Eher doch wohl ein schönes Beispiel dafür, wie sehr Selbst- und Fremdwahrnehmung auseinanderklaffen können. Ich finde, Sie sind als „jugendlicher Liebhaber hohen Standes “ gut getroffen. Ihr Talent zum lasziv bettelnden Anschmachten und zum lockend koketten Sich-Zieren war schon in Ihrer Dauerromanze mit der „komischen Alten (Manfred Nahrstedt)“ zu beobachten, der Sie sogar noch nach Ihrem Ausscheiden aus dem Kreistag immer wieder nachgestellt haben, und dieser nobel durchgeistigte Eros, diese vornehm lauernde Lüsternheit, die – wie Ihre Hauptbehaarung von künstlich erzeugten Strähnchen – von geradezu gesuchten Einschüssen des Ordinären durchzogen sind, dieses Talent zum dopamin-durchschauerten Anziehen und Zurückstoßen grundiert auch wieder überdeutlich Ihr uneingestandenes Liebesverhältnis zur Forums-Domina Teja Fischer.

      Lieber Klaus Bruns,

      Erneut als zweiter Sieger – bemerken Sie ganz zutreffend, dass Herrn Jenckels Kunstwille zur funktionellen, spartanisch-attischen Zurückgenommenheit tendiert und dass der Fluchtpunkt seiner vielhundertfach gehämmerten, gehärteten, gefeilten und verschlankten Prosa-Preziosen der einzelne, in solitärer marmorner Grandezza ganze Deutungsuniversen aus sich heraus- und in die Leserhirne hineingebärende und doch stets ganz allein dastehende Großbuchstabe ist.

      Das vor Augen, haben Sie erkannt, dass der mit dem Feuer spielende Goslarer Erzengel (sein erster eigener Hit war der Fernfahrersong „Ich bin ein Kerl! Ich fahr ’nen 30-Tonner Diesel“) natürlich NICHT „versucht, sich bei den verlotterten Dico-Kings einzuschmeicheln“, sondern „bei den verlotterten Disco-Kings“ — ein Verfahren des „Brückenschlagens in die (halbseidene) Gesellschat“, über das Björn Adam beim Spaziergang „an der Leine“ seiner sozialkulturellen Leuphana-Konzepte noch gar nicht richtig nachgedacht hatte, welches der Vorgänger und die beiden Nachfolger in den landesherrlichen Glitter Boots von unsern dickfelligen Sozi-Rumpumpel bekanntlich aber – einmal mit Erfolg, zweimal mit Folgen – anzuwenden wussten.

      Ein Buchstabe macht also einen erheblichen Unterschied – auch für mich, beispielsweise wenn ich, statt „analysieren“ zu schreiben, „analisieren“ in meinen Ausführungen zur Jenckelschen Aufklärungskultur stehen lasse.

      Die Liste ist nicht vollständig, Herr Bruns, natürlich nicht. Erstens ist es das Grundprinzip aller – auch minderwertiger – Gebrauchsliteratur, dass Sie das Allgemeine im Besonderen zeigen möchte und zweitens – das dürfte Ihnen als Freund abstrakter philosophischer Gedankengänge einleuchten – KANN eine Liste NIE vollständig sein, da selbst wenn sie ALLES auf die Liste gesetzt hätten, DIE LISTE SELBST ja nicht mit draufstünde. Und wenn Sie dann „Liste von allem“ draufschrieben, die dann NEUE Liste natürlich auch wieder noch nicht drauf verzeichnet wäre, etc., etc., ad infinitum

      Kurz: Die Menge aller Mengen kann nicht selbst wieder Element der „Menge aller Mengen“ sein. Ergo: Die Menge aller Mengen KANN es nicht geben. „QED !!!!“ (Bundeskasper)

      Grüße vom Bockelsberg: Paulina von Essen

      • „… uneingestandenes Liebesverhältnis zur Forums-Domina Teja Fischer“ ?

        Lernt ihr solche wenig damenhaften Unartigkeiten beim alten Achatz von Müller ?

        Die „bona fama bonorum, quae sola uere gloria nominari potest“ ist bei Cicero in dem tugendhaften Bemühen zugunsten der „res publica“ angesiedelt und im Absehen davon, als Politiker „popularis“ zu handeln und den „populi animos ad seditionem“ anzustacheln. [Cf. Cic. Sest.139]

        Ganz schön unstaatsfraulich frech also, meine Kleine. „Forums-Domina“? Herrlich! Das hätte auch von mir sein können.

        (⚔)☠ @@#☠ „?!@?!¾&$$☠ $$@~!!!!

        Ihre Teja Fischer (Vor Entrüstung schäumend)

        • Liebe Teja, kennen sie das interview, dass ein herr mommsen gegeben hat, was die linke betraf? ich habe damit mal die homepage der grünen-linke lahm gelegt. ich habe es nicht als link geschickt. welch ein drama, zwei tage war alles blockiert. die grünen waren mir sehr böse. ha ha.

          „Frau Luise Delbrück, die den Vater doch wahrlich kannte, fragte uns, ob uns an dem Bild nichts störe. Keiner von uns verstand sie; sie meinte die auf die Stirn geschobene Brille. Uns war der Anblick vertraut; … Der Vater war bei sehr scharfen Augen stark kuzsichtig; so las er ohne Brille, schob sie aber herunter , wenn er über den Tisch blicken wollte.“

          • Lieber Herr Gaby-Thomas Schmid-Klaus-Uhmann,

            sind Sie ein Liebhaber des Transgender-Blog-Queerings? Sie haben ja fast so viele Namen wie der fabelhafte K-T zu Guttenberg !

            Leider kann ich mit Ihrem Beitrag so gar nichts anfangen, denn die »Klaus-Bruns-Mommsen-Debatte« bei »den Links-Rechts-Grünen« (so Ihr Freund Rumpelkasper) ging völlig an mir vorbei. Wie hier bereits mehrfach von verschiedenen Foristen erbeten, bitte künftig deshalb immer präzise und mit belastbaren Belegen !!!!

            Liebes Gaby-Klaus-Thomas Schmid, ganz gleich, ob ich beim Lesen Ihrer Posts die Brille in die Stirn schiebe … oder dieselbe herunternehme, wenn ich über den Tisch blicken will, SIE kommen mir immer vor wie Martin Heidegger. DER beschränkte alte rassistische Misanthrop, der – ähnlich wie »ganz offensichtlich« Sie – über so manchen deutscheichenen Knorzeltisch, aber nicht über einen einzigen Meßkircher Tellerrand blickte, wollte und wollte auch ums Verrecken nicht verstanden werden. Deshalb hat er lauter Selbstverständlichkeiten aufgeschrieben, bei denen man sich fragt, was daran wohl aufschreibenswert war: »Das Sein west.« Bon, was soll es sonst tun? Vielleicht sein? Das wäre immerhin ein Fitzelchen konsequenter. Und das Nichts? Klar: »Es nichtet.« Da fragt man sich aber: Nichtet es sich oder anderes? Nichts dazu aus der Schwarzwaldhütte. Jetzt aber der Hammersatz zum Verständnis der Kunst, jeder Kunst: »Der Ursprung des Kunstwerkes und des Künstlers ist die Kunst.« Soll ich’s auch mal versuchen? »Der Ursprung ist die Herkunft des Wesens, worin das Sein eines Seienden west.« Was? Das ist auch von Heidegger? Ich komme da wohl nicht mehr raus. Dann eben so: »Im Wesen des Wesentlichen ist das Wesentliche des Wesens geborgen.« Ahh! Ich sollte, glaube ich, mal wieder aus meiner Hütte herauskriechen.

    • Hans-Herbert Jenckel und das übrige prominente Lüneburger (wie auch das Hannoveraner und Berliner) Personal haben Sie sehr gut getroffen. Klaus Bruns, der berühmteste von allen, der in Niedersachsen einen – auch für die Werbeindustrie sicherlich hoch interessanten – Bekanntheitsgrad von mehr als 98 % haben dürfte, haben Sie allerdings kein Rollenfach zugeteilt. Meine Vorschläge:

      1.: Der Epikureer: https://www.youtube.com/watch?v=jxVcgDMBU94

      2.: Die Zeitbombe: https://www.youtube.com/watch?v=DoxqZWvt7g8

      Wäre die Bezeichnung für dieses schöne Debattenforum („für Lokalpolitik und Stadtkultur“) nicht schon vergeben und prangte der folgende Titel nicht bereits über der ersten größeren Arbeit des jungen Jenckel, würde ich sogar sagen DIE WELT ALS WILLE UND VORSTELLUNG ist exakt die Überschrift, welche sämtliche Inhalte von Leserkommentaren bei Blog.JJ so genau resümiert, wie das nicht einmal Ossarek-Bruns mit einem seiner kryptischsten Freestyle-Raps toppen könnte.

      • mein bester, supergeil ist nichts für mich, da verschwindet der verstand immer zu schnell in tiefere zonen. aber ansonsten finde ich die beiden links sehr nett. wie kommen sie auf 98 %? wird die lz nicht in ganz niedersachsen verteilt?

    • ik smiet mi wech !

      Super, Paulina!

      LZ-Kommentare lesen, ist Boulevard-Theater im Kopf.

      Vielen Dank für diese schöne Aufführung, ich halte mir immer noch den Bauch….

  11. Teja Fischer
    sie haben ja recht, nur sie sollten die cdu und spd nicht bei ihrer aufzählung namentlich vergessen. der cdu geht ihr rechter rand flöten, hat sich was mit volkspartei, die spd auf der anderen seite stellt sich genau so ,,intelligent,,an. unsere jetzige regierung wurde vom volk aktiv nur von 19% gewählt, was kann man da erwarten?wenn wir bürger uns gegen rassismus nicht zur wehr setzen, wird die politik es allein eh nicht schaffen.

  12. Lieber Thomas Schmid

    Oben hat ein (oder eine) anonyme Verfasser(in) Frau Gaby Uhmann, die, wie Sie betonen, „weitgehend Ihre Ansichten wiedergibt, gefragt:

    „Wie kann man Mitüberlegen, Mitbestimmung und Mitentscheiden auf allen Ebenen (lokal, regional und national) sinnvoll so gestalten, dass jeder sich bemerkt, berücksichtigt und verstanden weiß, ohne populistischen Stimmungsmachern und verantwortungslosen, nur an ihr eigenes Nachobenkommen denkenden Bauernfängern Tür und Tor zu öffnen?“

    Dazu hätte ich jetzt gern mal vom ALFA-Mann Thomas Schmid eine kernige, sach- und faktenbezogene Antwort, die auf nachprüfbaren Tatsachen und nachvollziehbaren Argumenten beruht. Sonst wähle ich auch in Zukunft wieder CDU. Ich lasse mich hier nicht mit Sprüchen abspeisen.

    Freundlichst: Hubert Kowalski aus Kaltenmoor

    • Sehr geehrter Herr Kowalski,
      ich möchte Sie ganz sicher nicht abspeisen. Sie dürfen sich Ihre Meinung gerne selber bilden und wählen was Sie für richtig halten. Ich stehe Ihnen hierfür gerne hilfreich zur Seite.
      Folgender Link erklärt die Funktionsweise der erfolgreichen Schweizer Demokratie:
      https://www.vimentis.ch/d/publikation/231/Das+politische+System+der+Schweiz.html
      Dieses System stellt im Gegensatz zu unserer Demokratie weitgehend sicher, dass das Volk in der Lage ist, unter Wahrung demokratischer Vorgaben, der Obrigkeit auch in der laufenden Legislatur ins Steuer zu greifen. Wie alle vom Menschen geschaffenen Systeme, ist auch dieses nicht vollkommen. Es stellt jedoch sicher, dass der Souverän eine Machtposition einnimmt, die dem demokratischen Gedanken (Herrschaft des Volkes) deutlich näher steht als unserer. Hierzu benötigt man mündige und verantwortungsvolle Bürger. Inwiefern unser Bildungssystem dies geleistet hat, muss jeder für sich entscheiden.

      • lieber thomas schmid, eine kleine aufklärung, in meinem namen wird hier hin und wieder etwas geschrieben. solange ich finde,es ist sachlich nichts falsch, reagiere ich nicht darauf. sich auf glatteis führen zu lassen, ist aber nicht ratsam. es selbst zu versuchen, aber auch nicht. dafür ist meine nase zu gut. in diesem sinne, weiterhin viel spaß.

      • Sehr geehrter Herr Schmid,

        ich dank Ihnen sehr schön, dass Sie mir sogleich geantwortet haben. Auch dass Sie mir bei meiner Meinungsbildung und beim Wählen hilfreich zur Seite stehen möchten, gefällt mir gut.

        Leider muss ich erneut feststellen, dass Sie mir auf meine präzise Frage keine Antwort geben, sondern wie üblich ausweichen. Wie soll da ein Vertrauen auf rechte Führung und Geleit in einem einfachen Menschen wie mir heranreifen?

        Statt einer Antwort erhalte ich einen „Link“ von Ihnen. Der dortige Text ist viel zu lang, besteht überwiegend aus werblich preisenden Formulierungen und berührt meine Frage überhaupt nicht. „Vimentis ist Neutral“? Dass der Verein vornehmlich von aktuellen oder ehemaligen Studenten der Wirtschaftsuniversität St. Gallen (HSG) geleitet wird und dass sehr viele Indizien darauf hindeuten, dass bei Vimentis überproportional viele rechtspopulistische SVP-Sympathisanten mitmachen, verschweigt man auf der Homepage lieber. Ohne angemessene Vertretung aller Bevölkerungsgruppen kann aber keine Neutralität erreicht werden, Herr Schmid.

        „Dass das Volk der erfolgreichen Schweizer Demokratie in der Lage ist, unter Wahrung demokratischer Vorgaben, der Obrigkeit auch in der laufenden Legislatur ins Steuer zu greifen“, ist ein wahrer Ohrenschmaus. Beim ungenauen Hinhören. Nur, das wollte ich doch gern genau wissen. Wer ist das Volk? Und wer greift ins Steuer? Wer sagt: „Jetzt machen wir mal eine Initiative!“ Wer organisiert? Wer bestimmt die Themen? Wer formuliert die Fragen? Wer schreibt die Texte, die angeblich immer nur informieren? Wer bezahlt die „Studien“, die „Gutachten“, die „Umfragen“, die angeblich immer nur „objektiv“ sind? Wer sagt: „Die Durchführung im Winter! Weil da sind alle Lehrer und Selbstdenker im Ski-Urlaub.“? Wer verhindert, dass sich laute und manipulative Gruppen, die es sich leisten können (Denken Sie an die IHK Lüneburg/Wolfsburg und ihre unappetitliche A39-Kampagne!), ihre Interessen so präsentieren, dass der volksbefragte Kreuzchenmacher zu ihn benachteiligenden Entscheidungen verleitet wird? Stehen Sie ihm in der Kabine dann auch „hilfreich zur Seite“? Usw.

        Hier noch einmal meine Frage an Sie:

        „Wie kann man Mitüberlegen, Mitbestimmung und Mitentscheiden auf allen Ebenen (lokal, regional und national) sinnvoll so gestalten, dass jeder sich bemerkt, berücksichtigt und verstanden weiß, ohne populistischen Stimmungsmachern und verantwortungslosen, nur an ihr eigenes Nachobenkommen denkenden Bauernfängern Tür und Tor zu öffnen?“

        DAZU hätte ich jetzt gern mal vom ALFA-Mann Thomas Schmid eine kernige, sach- und faktenbezogene Antwort, die auf nachprüfbaren Tatsachen und nachvollziehbaren Argumenten beruht. Wie schon gesagt: Sonst wähle ich auch in Zukunft wieder CDU. Ich lasse mich hier nicht mit Sprüchen abspeisen.

        • Hubert, wenn sie die cdu wählen, werde ich vor dem rathaus in lüneburg god save the queen rufen. ha ha. mal sehen wer mit der zwangsjacke kommt.

        • Herr Kowalski,
          ihre Vorbehalte gegen direkte Demokratie und ihre Fragen hierzu können sie im Prinzip auf jede Wahl anwenden, auch zur Bundestagswahl. Wenn das ihre Kriterien sind, können Sie diese Wahlen auch vergessen und die Demokratie gleich einpacken. Die Antworten sind also die gleichen, wie bei jeder anderen Wahl auch und können Sie somit sich selbst geben. Nichts ist Perfekt, aber man darf sich trotzdem bemühen und direkte Bürgerbeteiligung wäre eine positive Ergänzung.

          • Liebe/r Frau/Herr Peter,

            das ist der erste intelligente Kommentar zu meiner Frage, den ich hier in dieser Woche lese. Naja, die Frage hatten eigentlich die Teja Fischer und der Herr Fahrenwaldt zuerst aufgeworfen und dann die Studentin Bergmann und Herr Klaus Bruns aus Reppenstedt fortgeführt und zuletzt ein (oder eine) anonyme Verfasser(in) aufgegriffen, aber ich sag mal der Einfachheit halber „meine Frage“.

            Sehr richtig! Meine „Vorbehalte gegen direkte Demokratie und“ meine „Fragen hierzu können (…) im Prinzip auf jede Wahl“, auch auf die in unserer sogenannten „formalen“ oder „repräsentativen“ Demokratie angewendet werden, also auf Kommunal-, auf Landtags- und auch auf Bundestagswahlen.

            Sie haben den springenden Punkt erkannt!

            Falsch liegen Sie jedoch mit Ihren nächsten beiden Einlassungen:

            A) Diese Frage stammt von Frau Fischer (nicht von mir): „WIE LAUTEN DIE KRITERIEN, die erlauben, zwischen (links- oder rechtsextremem bzw. generell „weltanschaulichem“) Populismus [beim Initiieren und Inszenieren von Referenden] UND sachorientierter (sinnvoller oder gar unumgehbarer) Bürgerbeteiligung zu unterscheiden?“ Ich habe diese Frage zwar übernommen, aber NICHT (ebensowenig wie Frau Fischer) behauptet, die Antwort darauf zu kennen. Diese KRITERIEN stehen hier in Frage und könnten erst das gewünschte Ergebnis eines (argumentativ) gewinnbringenden Gesprächs sein.

            B) Wenn die Prozesse und Vorteile der „indirekten“ Demokratie in principio genauso korrumpierbar sind wie die die Prozesse und Vorteile der „direkten“ Demokratie, heißt das noch lange nicht, dass wir (Sie und ich) de facto „Wahlen auch vergessen und die Demokratie gleich einpacken“ können! IHR ganzes Anliegen hängt doch komplett an der VORAUSSETZUNG, dass es diesen Unterschied GIBT. Wie könnten Sie sonst die „unechte“ deutsche „Beamtendemokratie“ gegen die „echte“ schweizer „Bürgerdemokratie“ ausspielen? SIE, die die Veränderung wollen, MÜSSEN mir, dem Konservativen, dem Bewahrer, Maßstäbe zur Bewertung der Vorteile Ihres „neuen“ Konzepts gegenüber den Nachteilen des bestehenden „alten“ Konzepts beibringen. An genau dieser Stelle sind Sie in derselben Pflicht wie Ihre Kontrahenten aus dem links-grünen Lager, die nämlich dasselbe wollen wie Sie (mehr direkte Demokratie) nur aus ganz anderen Gründen und mit ganz anderen Motiven und Zielen.

            Sie haben recht: „Nichts ist Perfekt, aber man darf sich trotzdem bemühen“. Ich würde sogar sagen, man MUSS sich trotzdem bemühen.

            Aber: WARUM „direkte Bürgerbeteiligung eine positive Ergänzung wäre“, DAS IST DIE FRAGE.

            Möchte man nicht bloß herumschwallen und sich erbetenen Auskünften mit Floskeln und Querverweisen entwinden – wie Herr Thomas Schmid und einige seiner Sekundanten hier im Forum es ständig tun -, möchte man nicht nur Wünsche formulieren und gegen die siebzig Jahre lang mehr recht als schlecht bewährten bunderrepublikanischen Strukturen stänkern, müssen belastbare Gründe her. Rein emotional sympathisiere ich mit den posiv klingenden Begriffen der größeren „Basisnähe“. Aber als Zeitungsleser und an der deutsch-europäischen Geschichte interessierter Schmökerfritze weiß ich um die Gefahren, die von denjenigen ausgehen, die von sich selber sagen, sie kennten nicht nur den „Willen aller“ (volonté de tous), den man als die Summe der individuellen privaten Einzelinteressen unter allergünstigsten Umständen und für einen kurzen Zeitraum – vielleicht – statistisch erfassen kann, sondern sogar den allgemeinen Willen“ (volonté générale), der das Allgemeinwohl repräsentiert, das „Unfehlbare“, das der politische Körper (die Gesamtgemeinschaft der Bürger) tun und entscheiden WÜRDE, WENN er allgemeingültige Gesetze beschließen, wählen oder abstimmen KÖNNTE, und zwar bei vollständiger Informiertheit, höchster Vernunft und uneingeschränkter, also dogmatisch oder emotional ungetrübter Urteilskraft.

            Trotzdem sich aber ein solcher Allgemeinwille, der die jeweiligen Einzelwillen reell determiniert, weder gegenständlich vorstellen, noch empirisch nachweisen lässt, besteht die Anmaßung der nassforschen „Spürer“ und schnöseligen Abfertiger à la Thomas Schmid und Konsorten darin, einfach wieder und wieder und wieder öffentlich zu BEHAUPTEN, mehr über diesen ominösen „Volkswillen“ zu WISSEN als die, die durch die Summe der individuellen privaten Einzelinteressen (volonté particulière) in eine Position gewählt worden sind, in der sie ihm nach Glauben und Gewissen zu entsprechen VERSUCHEN.

            Liebe/r Frau/Herr Peter, wenn Sie nicht zu den Schwadroneueren und Bauernfängern gehören, wie Herr Schmid „ganz offensichtlich“, die ihre eigenen gedankliche Unzulänglichkeiten meinen überspielen zu können, wenn sie andere der mangelnden Auffassungsgabe bezichtigen, sondern wenn Sie wirklich überzeugt sind, es ließen sich KRITERIEN namhaft machen, nach denen Bürgerbefragung von Bürgermanipulation grundsätzlich zu unterscheiden ist und mehr Bürgerbefragung während der Legilatur daher besser als reine Bürgervertretung von Periode zu Periode, dann versuchen Sie bitte, sie mir zu nennen und für mich zu begründen.

            Ich danke Ihnen vorab.

            Hubert Kowalski, Vermessungsoberamtsrat i. R. (Kaltenmoor)

          • Herr Kowalski, ich schalte mich mal ein, warum eine direkte Bürgerbeteiligung eine positive Ergänzung wäre:
            Ich bin der Meinung das die Politik sich zu vielen Großen Fragen dem Bürger einfach nicht zum Diskurs stellt und nach den normalen Wahlen über den Kopf vieler Bürger hinweg entscheidet. Viele Themen werden auch einfach aus dem Wahlkampf ausgeklammert ohne das der Bürger Einfluss nehmen kann. Zwei Beispiele aus der Politik von Merkel:
            1. Der Bürger verlässt sich auf die Maastricht Verträge und beispielsweise die Einhaltung der „no bailout“ Klausel. Mit einem Handstreich lässt sie einfach ihre Bürger für die Schulden der anderen Staaten Bürgen.
            2. Die Flüchtlings- und Grenzpolitik wird dieses Land nachhaltig extrem verändern. Frau Merkel entscheidet dies einfach mal so im Vorbeigehen. Das hätte kein Diktator besser gekonnt. Die Bürger werden einfach übergangen. Ein Diskurs hierzu? Fehlanzeige. Es wurde die letzten Jahrzehnte noch nicht einmal mit den Bürgern diskutiert, ob wir ein Einwanderungsland werden wollen.
            Ich bin der Meinung solche Entscheidungen mit diesen verändernden und nicht revidierbaren Folgen, dürfen nicht einfach ohne die Bürger beschlossen werden.
            Zum Punkt 1 hat z.B. ein Herr Lucke versucht den demokratischen Weg zu gehen. Er hat das Thema, das sonst keiner zur Diskussion stellen wollte aufgegriffen, eine Partei gegründet und versucht den politischen Weg zu gehen. Ich meine unabhängig ob man seine Ansichten teilt, hätte solch ein Weg Applaus verdient gehabt und ich hätte es als demokratisch empfunden, wenn man ihn in der Sache bekämpft oder unterstützt hätte. Er wurde aber persönlich Attackiert, es wurde versucht ihm beruflich und familiär zu schaden und es fand fast ausnahmslos keine sach- und inhaltsbezogene Diskussion und Berichterstattung statt. Mich hat das angeekelt und vielen Bürgern wurde gezeigt, dass man gefälligst zu Schlucken hat, was geliefert wird und sich bloß nicht einmischen soll.
            Zum Punkt 2 hat sich im Osten eine Pegida Bewegung organisiert, weil sie eine zunehmende Islamisierung durch Zuwanderung nicht akzeptieren möchte oder zumindest Antworten auf die damit einhergehenden Probleme und Fragestellungen haben möchte. Auch diese Bürger werden dermaßen attackiert und bepöbelt und von den Medien bekämpft, das es im Westen noch nicht mal möglich ist unzensiert heraus zu bekommen was dort gesprochen wird und wer sich dort sammelt. Man müsste schon hinfahren, um sich ein eigenes Bild zu machen. Da wundert es doch keinen mehr, wenn sich solche Strömungen irgendwann radikalisieren, wenn man ihnen die Teilhabe an den Prozessen zu diesen Themen versucht zu verwehren.
            Also mein Gedanke zur direkten Bürgerbeteiligung ist, dass dies eine sonst nicht gegebene wirksame Möglichkeit ist, die Politik zu einem Diskurs zu zwingen, der in vielen Fällen und Themen einfach umgangen wird.

          • Herr (oder Frau (?)) Klaus,

            ich sehe gerade noch Ihre an mich gerichteten Fragen und antworte Ihnen kurz, denn es ist spät.

            Die Euro- und Europa-Politik? Ich bin versucht, wie der alte Briest nach der Katastrophe zu sagen: „Ach, Luise, laß … das ist ein zu weites Feld.“ Ich habe seit 1975 ungefähr 200 Bücher über die verschiedensten Aspekte des Projekts gelesen, aber ich durchschaue die Konstruktion nicht mehr. Ich kann Ihnen nur raten, von Vereinfachungen und die Konzentration allein auf Geldaspekte abzusehen. Der Euro war zwar der Einkaufspreis dafür, dass die innerdeutsche Einheit 1989 ohne größere Friktionen zu haben war, und der drohende Abschwung 2002 der Grund für die Aufweichung der Maastricht-Kriterien, aber die Zwänge und Chancen des Handelns waren und sind doch eher geostrategischer Natur. Man muss die Sache als postmoderne Version der außenpolitischen Jonglierkunst des 19. Jahrhunderts auffassen. Jede noch so kleine Veränderung zeitigt Verschiebungen in den entferntesten Ecken. Es gibt Historiker die sagen, Bismarcks Nachfolger hätten in den Bemühungen um das europäische Gleichgewicht auch deshalb nachgelassen, weil ihnen der Aufwand zur Wartung des von Bismarck konstruierten komplizierten Bündnissystems zu hoch erschien. Mit einem ähnlichen Erschöpfungssyndrom sieht sich nun Frau Merkel konfrontiert. Die europäische Staatsschuldenkrise und die Einwanderungsproblematik sind für keinen zentraleuropäischen Staat alleine zu lösen. Das Problem hier wie da ist die europäische Solidarität, die herbeiverhandelt und in Toleranzgrenzen im Fließgleichgewicht stabilisiert werden muss, aber nicht erzwungen werden kann. Würde Deutschland sich wie die Schweiz verhalten, wäre ein großer europäischer Schwelbrand der Gewalt mit wechselnden Kriegskarussells die wahrscheinlichste Folge. In den letzten vier Monaten hat „unsere Welt“ mit der „realen“, mit der „globalen“ Welt Bekanntschaft gemacht. Diese „Bekanntschaft“ wird bleiben und die Frage wird sein, ob in Freund- oder in Feindschaft.

            Lucke ist ein ehrenwerter, aber schwacher Mann. Das Problem des Liberalismus war immer, das er auch denen gegenüber liberal sein muss, die ihn abschaffen wollen. So konnte die einzige Szene ohne parteipolitische Heimat in der Republik in diese Honoratiorenvereinigung einwandern und sie quasi annektieren: die diffus Rechten. Wobei „Rechts“ ein wabernder Begriff ist, aber – vereinfachend – die bezeichnet, die – angeblich – „natürliche“ Ansprüche über den fairen sozialen Wettbewerb solcher Ansprüche stellen.

            Was den „Dialog“ von Politik und Bürgern angeht, gebe ich Ihnen bis zu einer gewissen Grenze recht. Auch in Lüneburg haben die Ratsentscheider immer nur dann eingesehen, dass das Gespräch „zu suchen“ ist, wenn es praktisch nicht mehr zu vermeiden war. Dieses Phänomen kehrte im letzten Jahr auf großer Bühne wieder. Dass ohne demonstrierende „Bürgerbeteiligung“ und ohne den durch sie „erzeugten“ medialen Druck „die Politik“ kaum zu „einem Diskurs“ (Austausch) zu bringen ist, rechtfertigt aber nicht (Hier ist die Grenze!), dass jenes Phänomen sich mit rassistischen Mordaufrufen, mit fremdenfeindlichen Hassgesängen und mit allerlei anderem Entsetzen auslösenden Allotria zurückmeldet

            Meine Vorstellung von der Annäherung zwischen Politik und Bürgern im Wechselspiel von „indirekten“ Verfahren und „direkten“ Initiativen (Referenden) kann ich Ihnen – wegen der fortgeschrittenen Stunde – im Moment bloß durch das im ganzen Landkreis bekannte Gleichnis des damals 21jährigen Hans-Herbert Jenckel versuchen anschaulich zu machen.

            „Eine Gesellschaft Stachelschweine“, schrieb also Jenckel vor 34 Jahren in der LZ, „drängte sich, an einem kalten Wintertage, recht nahe zusammen, um, durch die gegenseitige Wärme, sich vor dem Erfrieren zu schützen. Jedoch bald empfanden sie die gegenseitigen Stacheln; welches sie dann wieder voneinander entfernte. Wann nun das Bedürfnis der Erwärmung sie wieder näher zusammen brachte, wiederholte sich jenes zweite Übel, so dass sie zwischen beiden Leiden hin und hergeworfen wurden, bis sie eine mäßige Entfernung von einander herausgefunden hatten, in der sie es am besten aushalten konnten.

            So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Bürger und die Politiker zu einander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab. Die mittlere Entfernung, die sie endlich herausfinden, und bei welcher ein Beisammensein bestehn kann, ist die Höflichkeit und die feine Sitte. Dem, der sich nicht in dieser Entfernung hält, ruft man in England zu: keep your distance! – Vermöge derselben wird zwar das Bedürfnis gegenseitiger Erwärmung nur unvollkommen befriedigt, dafür aber der Stich der Stacheln nicht empfunden. –

            Wer jedoch viel eigene, innere Wärme hat bleibt lieber aus Politik und Gesellschaft weg, um keine Beschwerde zu geben, noch zu empfangen.“

            Mitternacht ist vorüber.

            Erholen Sie sich.

            Mit Grüßen

            Kowalski

        • Lieber Herr Kowalski,
          die kernige Antwort habe ich Ihnen bereits gegeben. Vielleicht haben Sie diese überlesen oder schlicht nicht verstanden?
          Mitüberlegen, Mitbestimmung und Mitentscheiden auf allen Ebenen ist nur dann in verantwortungsvoller und weitsichtiger Weise möglich, wenn möglichst alle Bürger über die vorgenannten Fähigkeiten verfügen. Dies wird aus meiner Sicht durch Bildung in Form von theoretischer und praktischer Wissensvermittlung sowie durch persönliche Erfahrung erreicht. Weiterhin sollten die Hürden für Volksabstimmungen in einer Größenordnung angesiedelt sein, die Missbrauch erschwert. Eine 100% Sicherheit vor missbräuchlicher Anwendung werden Sie nirgends finden, es sei denn, die Wissenschaft kommt mit der Schaffung des sozialistischen Idealmenschen irgendwann mal in die Gänge. 😉
          Sollten Sie wirklich ernsthaft an einer Konzeption zur idealen Mitbestimmung interessiert sein, lade ich Sie hiermit ein, Ihre diesbezüglichen Vorstellungen bei ALFA weiter zu verfolgen und mitzuhelfen, diese umzusetzen. Allein dies ist schon ein substantieller Unterschied zu Muttis Kanzlerwahlverein. Wir freuen uns über Ihre konstruktiven Vorschläge und tatkräftige Mitarbeit.
          Allen einen schönen Abend.

          • Lieber Herr Schmid,

            Ihr Ton, den die Leuphana-Studierende Frau cand. dr. rer. pol. Lena Bergmann vorgestern schon als irgendwie „schnippisch“ bezeichnet hat (https://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/275152-von-kanzlern-staatsmaennern-und-darstellern#comment-58897), dieser Ton verrutscht Ihnen einem frisch pensionierten, alleinlebenden Alt-Lüneburger und einfachen Menschen gegenüber mehr und mehr ins Despektierliche. Ich mag nicht so ein gebildeter und gut unterrichteter Geistesaristokrat sein, wie Sie es „ganz offensichtlich“ sind, aber ich habe doch meinen Stolz und meine bürgerlichen Ehrbegriffe, die sehr viel mit sehr harter Arbeit und eiserner Pflichterfüllung im Dienste der Menschen unseres Landes zu tun haben.

            Es ist ganz und gar unangebracht, ja flegelhaft, mir in einem öffentlichen Schreiben zu unterstellen, ich hätte im Anschluss an meine einfache, mehrmals an Sie gerichtete Frage eine „Antwort“ von Ihnen, die ich in der Tat bisher noch nirgends entdecken kann, „überlesen oder schlicht nicht verstanden“. Wo ist diese Antwort? Besteht sie in Ihren folgenden Worten? Die lese ich hier zum ersten Male:

            „Mitüberlegen, Mitbestimmung und Mitentscheiden auf allen Ebenen ist nur dann in verantwortungsvoller und weitsichtiger Weise möglich, wenn möglichst alle Bürger über die vorgenannten Fähigkeiten verfügen. Dies wird aus meiner Sicht durch Bildung in Form von theoretischer und praktischer Wissensvermittlung sowie durch persönliche Erfahrung erreicht.“

            Welches sind „die VORGENANNTEN Fähigkeiten“ über die „möglichst alle Bürger“ Ihrer Meinung nach müssen „verfügen“ können, wenn sie „auf allen Ebenen in verantwortungsvoller und weitsichtiger Weise“ mitüberlegen, mitbestimmen und mitentscheiden können möchten? Bestehen diese „Fähigkeiten“ im Potential zum „Mitüberlegen, Mitbestimmung und Mitentscheiden“? Ist das nicht eine petitio principii, ein Zirkelschluss, also die Inanspruchnahme des Beweisgrundes in den Prämissen? Mitbestimmen kann, wer mitbestimmen kann? Und wer entscheidet, wann und in welchen Fällen diese Befähigung „durch Bildung in Form von theoretischer und praktischer Wissensvermittlung sowie durch persönliche Erfahrung“ erlangt worden ist? Sie, Herr Thomas Schmid? Der Mann mit dem feinen Gespür fürs Atmosphärische? Der extrovertierte Gedankenarchitekt, der gesunden 65jährigen Unbekannten mangelnde analytische Gaben und inferiore Lesefähigkeiten diagnostiziert?

            Wie „siedelt man die Hürden für Volksabstimmungen in einer Größenordnung an, die Missbrauch erschwert“? Ist das nicht die ganze Zeit die Frage, die Sie hier im Kostüm einer Antwort nur widerholen, aber in einer Tonlage, als hätten Sie am Stein der Weisen geleckt?

            Und dann schießen Sie mit eine spaßigen Gescheitheit der absoluten Premiumklasse nach:

            „Eine 100% Sicherheit vor missbräuchlicher Anwendung werden Sie nirgends finden, es sei denn, die Wissenschaft kommt mit der Schaffung des sozialistischen Idealmenschen irgendwann mal in die Gänge. 😉“?

            Wollen Sie einen alten Mann auf den Arm nehmen? Es ging mir NICHT um eine „100% Sicherheit vor missbräuchlicher Anwendung“. Darum kann es NIEMANDEM gehen, der alle Tassen im Schrank hat, Herr Thomas Schmid. Es ging um die VERHÄLTNISMÄßIGE Sicherheit von „direkten“ im Vergleich zu „indirekten“ politischen Verfahren. Und Ihr „sozialistischer Idealmensch“? Was hat der hier zu suchen? Wollen Sie mich, nach allem, was Sie sich bis hierher an unangemessener, Intellektualität bloß SIMULIERENDER Überheblichkeit geleistet haben, als idealistischen Spinner sozialträumerischer Provenienz hinstellen? Ich versichere Ihnen, Herr Thomas Schmid, dass ich berufsbedingt so manche Entscheidung zu treffen hatte, deren bittere Tragweite Sie sich wahrscheinlich lieber nicht vorstellen möchten, — ohne dass ich meine Überzeugungen von Anstand, Menschlichkeit und Augenmaß aufgegeben hätte. Würde nenn man das, Herr Schmid, was man sich und anderen auf solche Art zu bewahren trachtet.

            Ich bin „wirklich ernsthaft an einer Konzeption zur idealen Mitbestimmung interessiert“, Herr Schmid. Aber – tough beans for buddy! – ganz sicher werde ich nicht an Ihrer Hand losziehen und danach suchen. (-.-)

            Und dass ALFA „einen substantiellen Unterschied zu Muttis Kanzlerwahlverein“ darstellt, ist mir klar. Leider nur ist „Substanzialität“ seit dem Verfall der mittelalterlichen Scholastik kein Ausweis von Güte mehr. Die drei Letzten Menschen in Deutschland, die fest an den Umschlag von Quantität in Qualität glauben, sind „ganz offensichtlich“ Sie, Herr Fahrenwaldt und Sascha Spoun.

            Solange Sie mich weiter in dieser unverfroren paternalistischen Art herumschubsen, werde ich meine „konstruktiven Vorschläge“ mit Menschen besprechen, die mich weniger von oben herab zu lehrmeistern versuchen. Und meine „tatkräftige Mitarbeit“ gehört dieser Tage und Monate ohnehin dem Deutschen Roten Kreuz.

        • Ein Rechtsrückle

          Die Schweiz, einst Vorzeigedemokratie, verkommt zum Vorbild für Rechtspopulisten. Wen wundert es, wenn es 50 Prozent aller Schweizer egal ist, wer das Schicksal des Landes bestimmt und gar nicht erst zur Wahl gehen? Demokratie, das Volk regiert: Aber die Schweiz entfernt sich immer mehr von dem Modell, das sie so stark gemacht hat. Dr. h. c. Michael Göll, CH-Stettlen

    • Liebe Jennifer Franke

      Was wir beide schon, aber die jungen Leute gar nicht mehr wissen, ist:

      Vor dem Ersten Weltkrieg stand das Kaiserreich Österreich-Ungarn schon einmal kurz vor dem Untergang. Grund war ein lange währender Streit zwischen den Völkern Ungarns und Tschechiens über die Herkunft ihres Nationalgerichts, der in den Gulaschkriegen von 1898 gipfelte. Vier Monate lang wurde zwischen Brünn und Gyor erbittert gekämpft. Erst Kaiser Franz Josef konnte das Blutvergießen beenden, indem er die Erfindung des Gulaschs den einflußreicheren Ungarn zuschrieb, den Tschechen jedoch die Kuttelsuppe überließ. Anfang 1899 wurde in Wien der Gulaschfrieden „auf alle Zeiten“ besiegelt.

      Die manische Verehrung von Katzen hat eine lange Tradition, deren Ursprung in der Katzenanbetung der alten Ägypter liegt. Da man von Youtube damals nur träumen konnte, brachte das antike Volk seine Bewunderung in Form von Götzen aus Lehm zum Ausdruck. Die noch völlig unterentwickelte Vorstellungskraft bei der Reproduktion bewirkte, daß fast alle Exemplare denselben Fehler aufzeigten: Auf dem Halse des durchaus gelungenen Katzenkörpers thront ein gewöhnlicher Menschenkopf. Aus Wut über die eigene Beschränktheit schlugen die Bildhauer der fertigen Arbeit oft ins verpfuschte Gesicht, wobei Faust und Nase gleichermaßen zerbrachen. Der Großteil dieser „Sphingen“ (Einzahl „Sphinx“, altägyptisch, derb für „verkackte Mischwesen“) wurde bei der Invasion des Katzen äußerst gleichgültig gegenüberstehenden Volkes Israels zerstört.

      Konrad Adenauer verfügte über das Patent für die Erfindung der Sojawurst sowie für ein dreiläufiges Gewehr und eine Spezial-Zahnbürste. Außerdem war er Musiker, mehrfacher Olympiaschwimmer und Hauptdarsteller in zahlreichen Slapstick-Italowestern. Aufgrund seiner ähnlich wendungsreichen Biographie wird Adenauer oft mit Carlo Pedersoli alias Bud Spencer verwechselt.

      Große Teile der Chinesischen Mauer sind marode und wurden von einheimischen Herstellern ersetzt. Leider bricht das minderwertige Plastik oft unter dem Gewicht der Touristen ein, schmilzt bei zu starker Sonneneinstrahlung und verursacht Krebs.

      Erstaunlicherweise scheint die Erfindung der Gulaschkanone nicht aus der Zeit der österreichischen Gulaschkriege zu stammen. Seltene Fotografien von Gefechtspausen zeigen Soldaten bei der Nahrungsaufnahme, die ausnahmslos Krautfleckerl und Brotsuppe aus ihren Helmen schlürfen.

      Die Nordseestadt Husum hieß auf Mittelhochdeutsch ebenfalls Husum.

      LG, Dein Robert

  13. Klaus

    Die derzeitige Politik lässt zu, dass unsere Kultur, unsere Werte und unser Land geplündert werden.
    unsere werte? die da währen? wenn sie die christlichen meinen, haben sie ein problem. es gibt die christliche lehre, erleben tun wir die christliche leere und zwar auf allen gebieten. ich bin atheist und weiß das. zahlen sie noch glauben-steuer?

    • Klaus, das man einem Menschen wie Dir die Werte und Kultur unseres Landes erklären soll ist traurig genug und zeigt eigentlich schon, dass wir für diese Werte schon nicht mehr eintreten, da sie Normalos wie Dir schon nicht mehr bewusst sind. Ich nehm es gleich vorweg, es geht nicht um unsere religiöse Werte, die es historisch bedingt auch gibt und die auch Eingang in unser Grundgesetz gefunden haben. An deiner Antwort erkenne ich, das du viele kritische Beispiele in Bezug auf den Islam in den vergangenen Kommentarrunden nicht verstanden hast. Ich möchte Die hierzu nur ein Beispiel aus der Lebenswirklichkeit in Europa nennen, weil es oben schon einmal erwähnt wurde und es für dich vieleicht anschaulicher ist. Z.B. hat die Frau im Islam nicht den Wert eines Mannes und das drückt sich auch darin aus, das gläubige Muslime sich nicht herablassen einer Frau die Hand zu reichen. Dies teilt ein Niederländischer Fußballklub einfach mal den Journalisten mit und daran sollen sie sich bitte auch halten.
      http://m.welt.de/sport/fussball/article148456394/Muslimischer-Profi-verweigert-Reporterin-Handschlag.html
      Dieses Beispiel soll ihnen Herr Bruns einfach mal zeigen, wie unsere Werte in Zukunft verschwinden. Da hilft auch kein Grundgesetz, wie Frau Merkel es glaubt. In Zukunft wird man wieder für unsere Werte kämpfen müssen um sie zu erhalten oder unser Wertesystem aufgeben. Auf beides hatte ich eigentlich keine Lust mehr.

      • Klaus, sie sollten noch ein bisschen üben, was die art der kommunikation betrifft. dem anderen dummheit und unwissen zu unterstellen ist da nicht sehr hilfreich. sie sollten es nicht versuchen, mich aus der reserve zu locken. ich kann auch ganz anders. religionen sind, weil menschen mein hobby sind , automatisch mit im spiel.

        • Herr Bruns, sie haben sich doch selbst Dumm und unwissend gestellt. Das habe ich nur aufgegriffen. (Welche Werte…)

        • @ Bruns

          zitiere:
          Klaus, sie sollten noch ein bisschen üben, was die art der kommunikation betrifft. dem anderen dummheit und unwissen zu unterstellen ist da nicht sehr hilfreich.

          Gut gelacht, Herr Bruns. Das sind doch wohl Eigenschaften , die in erster Linie auf Sie zutreffen.
          Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Aber, wer versucht hier mit alten Bauernweisheiten aus der Landwirtschaft und sicherer Entfernung zum Geschehenlive aus dem Wohnzimmer zu punkten, wie Sie hier jeden Tag demonstrieren , kann wohl kaum an ernsten Diskussionen hier teilnehmen. Man bemerkt es an den Kommentaren.

          • dana koczinski, schon wieder sie? wird es nicht langsam langweilig? sie als partei-soldat aus der ,,konservativen,, ecke können mich doch garnicht meinen. die weisheiten, die hier und speziell von ihnen verbreitet werden, sind doch keine, sondern nur emotionen , die ich sogar nachvollziehen kann. wer angst vor was neuem hat und sich nicht in der lage sieht, sich darauf einzustellen, ist für panikattacken nun mal sehr empfänglich.ernsthafte diskussionen? hier und anonym? was bemerken sie denn noch, weil wir gerade bei emotionen sind? wollen sie auch auswandern? übrigens, ihre künstlernamen ähneln sich zu sehr. das ki am ende müssen sie weicher gestalten. wie wäre es mit ko?

      • Liebe(r) Frau (Herr) Klaus, was verstehen denn SIE unter „den Werten und der Kultur“ unseres Landes? Sie sagen, „es geht nicht um unsere religiösen Werte“. Aber um welche „Werte“ es denn dann geht, sagen Sie Herrn Klaus Bruns leider nicht. Was sind überhaupt „Werte“? Derzeit ist viel von „falschen CO2-Werten“ die Rede. Und dass der Geldwert schwankt, erfährt man aus den Börsennachrichten. Aber „deutsche“ Werte? Wovon reden Sie da genau? Können Sie mir die zehn wichtigsten „Werte“ einmal in Stichworten aufzählen?

        Ich für meinen Teil finde nämlich, das Auffälligste an „unseren Werten“ ist deren zunächst einmal höchst ominöse und unscharfe Gestalt. Und sogar „Gestalt“ ist eigentlich schon zu viel gesagt. Eher wabern ja diese Werte, sich wild durchkreuzenden Schleierwolken gleich, durchs Land. Umfragen würden da ein kreuz und quer schießendes Feuerwerk an Vorstellungen, Assoziationen, Wünschen und Fantasien zum Leuchten bringen. Von Amrum bis zum Ammergau, von Niederbayern bis Niedersachsen stellt sich jede Bürgerin, jeder Bürger unter Werten etwas anderes vor. Nicht einmal mehr einen kleinsten gemeinsamen Nenner gibt es noch, wie die berühmten deutschen Sekundärtugenden ihn einmal dargestellt haben: Pünktlichkeit, Sauberkeit, Ordnung, Strebsamkeit, Ehrlichkeit und viele mehr. Reden Sie mal mit Ihren Kindern oder mit Uli Hoeneß darüber, Sie werden erstaunt sein, wie unterschiedlich man die Begriffe von Pünklichkeit und Ehrlichkeit auslegen kann. Der ungedruckte, virtuelle deutsche Wertekatalog ist so bunt wie unklar, so verworren wie uneinheitlich. Faktisch kann ihn niemand lesen, daher sollte ihn auch keiner zitieren. Wenn ich allerdings wie Alfred Tetzlaff der Ansicht bin, meine spezifisch persönlichen Werte seien allgemeingültig, dann kann ich natürlich jeden Angriff auf jeden meiner Nachbarn rechtfertigen, die diese Werte nicht zu teilen scheinen, weil sie das Herbslaub nicht pünktlich, nicht ordentlich und nicht häufig genug zusammenharken.

        Die Unbestimmtheit des Begriffs „Werte“ eignet sich ideal, die Unkenntnis geltender Rechtslagen zu verschleiern und den eigenen, privaten Vorstellungen von „Nationalität“, und „Identität“ und „Zugehörigkeit“ den Mantel der Legitimität umzuhängen. Als seien Werte messbare Größen wie Wertpapiere auf der Bank oder wägbar wie die Feinunze Gold, so werden sie derzeit gern auf dem Markt der Meinungen gehandelt, immer im Gesamtpaket und nahezu jedes Mal mit einem kollektiven Besitzhinweis: „Unsere Werte.“ Genau ihre Unbestimtheit und vielleicht sogar Unbestimmbarkeit unterscheidet „Werte“ von dem Gelände, das sie schlingernd umschiffen, dem Gebiet der Normenklarheit, der Rechtsgüter, des Grundgesetzes. Menschenwürde, Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Sicherheit, Solidarität und Humanität sind Grundwerte, die sich aus den Grundrechten der ersten 19 Artikel des Grundgesetzes ergeben. Sie gelten aber für jeden Menschen. Ich meine, die chaotische Wirrnis meist sehr subjektiver „Werte“ ist antastbar. Die Würde des Menschen nicht.

        Für welche Werte treten Sie ein? Welches sind die Werte, die Klaus Bruns trauriger Weise nicht kennt? Für welche wichtigen Werte tritt er nicht ein, weil sie ihm – ganz im Unterschied zu IHNEN – nicht bewusst sind?

        Noch einmal: Würden Sie bitte, damit wir wissen worüber genau wir reden und damit wir im Gespräch weiter kommen, mir einmal die zehn FÜR SIE wichtigsten „Werte“ in Stichworten nennen?

        • Herr Klaus, wat nu?

          Kommt da noch was, von Ihnen? Sie hatten auf Klaus Bruns vorgestern doch noch mit ganz vollem Mund eingemeckert.

        • Vera, warum ist es für sie denn so schwierig die Werte unseres Landes zu erkennen? Klaus hat doch schon einen sehr wichtigen Hinweis hierzu gegeben, um ihre Gedanken anzuregen: z.b. Die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Solch ein Wert findet natürlich (wie auch andere Werte) Ausdruck in allgemeinen Umgangsformen. Dazu gehört z.B. das bei der Begrüßung der Mensch an sich ausschlaggebend ist und nicht das Geschlecht.
          Weitere Werte wird Ihnen sicherlich Klaus noch mitteilen. Wenn sie schon mal nachdenken möchten, gebe ich den Tip über Soziale Werte, Werte unseres Rechtssystems etc. zu sinnieren.

          • Lieber Bernd,

            vielen Dank für Ihren Einsatz zugunsten von Klaus. Aber wenn man noch klein ist wie Sie und seine liebe Mühe hat aufmerksam zu bleiben und dem Gespräch zu folgen, sollte man sich vielleicht zurücknehmen, wenn Erwachsene miteinander sprechen. Den Respekt für oder die höfliche Achtung vor dem Älteren könnten wir also für einen zusätzlichen „Wert“ erachten, wenn er nicht bereits in den Begriffen „Würde“ und „Humanität“ steckte. „Wenn Sie also „schon mal nachdenken möchten, gebe ich [Ihnen] den Tip[p] [,] über [s]oziale Werte, Werte unseres Rechtssystems etc. zu sinnieren“, die in der kleinen Liste stecken, „die sich aus den Grundrechten der ersten 19 Artikel unseres Grundgesetzes ergeben“. Ich zitiere mich:

            „Menschenwürde, Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Sicherheit, Solidarität und Humanität sind Grundwerte (…) Sie gelten aber für jeden Menschen.“

            Wie Sie ohne Schwierigkeiten erkennen werden stecken das Konzept der „Gleichberechtigung“ und die Tatsache, „das[s] bei der Begrüßung der Mensch an sich ausschlaggebend ist und nicht das Geschlecht“ in dem Grundwert der Gleichheit. Darf ich Ihnen auch einen Hinweis geben? Ein bisschen Nachdenken vor dem Plappern schadet nie, Bernd.

            Machen wir vor dem Schlafengehen mal eine Übung: „Platz ist das einzige, was man immer nehmen darf, ohne dafür sitzen zu müssen.“, meinte Heinz Erhardt einmal, von dem wir inzwischen wissen, dass er Ludwig nie begegnet ist. Was meinen Sie, Bernd, auf welchen Grundwert unseres Grundgesetzes spielt der deutsch-baltische Komiker, Musiker, Komponist, Unterhaltungskünstler, Kabarettist, Schauspieler und Dichter hier an?

            Jetzt verabschiede ich mich von Ihnen mein Kleiner, denn es ist schon spät und Sie müssen morgen sicher früh in die Schule.

            Ich warte doch lieber auf Frau (oder Herrn) Klaus. Denn so enttäuscht von leichtfertiger Wertevergessenheit wie der den Bruns angepampt hat, hat der ganz bestimmt Durchdachteres zum Thema zu bieten als ein vorlauter Schulbub wie Sie Bernd.

            Träumen Sie schön!

          • Bernd, sie sind eine wahre granate, upps, wollte garnicht so millitaristisch werden. wer missbraucht bei uns unsere werte am liebsten? die nicht darauf hinweisen, oder die darauf hinweisen? sind wir denn vor dem recht alle gleich? und was heißt hier gleichberechtigung zwischen mann und frau? wo ist die denn? beim tür aufhalten? bei der bezahlung? beim kinderkriegen? bis vor kurzem hat der mann bei uns bestimmt, ob die frau arbeiten darf. gerade in ihren kreisen wünscht man doch das althergebrachte wieder zurück. auf fußballer sollte man nicht zuoft hinweisen. da hat jemand gerade einen preis bekommen, der gesagt hat: mailand oder madrid, hauptsache italien.

          • „was heißt hier gleichberechtigung zwischen mann und frau? wo ist die denn?“

            Guter Hinweis, Herr Bruns. Wenn Sie wissen möchten, wie weit die Auffassungen zwischen präpotenten maskulinen Werte-Experten und ihren Samstag-Kaffee trinkenden Frauen auseinandergeht, schauen Sie sich nur die drei Kommentare unter diesem LZ-Artikel an:

            http://www.landeszeitung.de/blog/lokales/276213-die-so-schwierige-mutterrolle-500-gaeste-beim-frauenfruehstueck

            Aber:

            Die von Ihnen zitierte Weisheit stammt diesmal nicht aus dem kanonischen Matthäus-Evangelium, sondern aus den Apokryphen des Andy Möller, ….oder was?

          • Vera, wenn Sie nicht mehr weiter wissen, sich in Polemik und Herabsetzung gegenüber Bernd zu flüchten reicht mir nicht. Zu glauben mit dem Eingang vieler Werte in unser Grundgesetz ist alles in Butter erweist sich ja nun mal als falsch. Ich gebe ihn gern ein weiteres Beispiel: die Meinungsfreiheit ist auch eines der Werte, die sich in unser Gesellschaft als Grundrecht herausgebildet hat und in unser Grundgesetz Einzug gefunden hat (Artikel 5). Was nützt dies aber, wenn durch Selbstzensur von Journalisten, Autoren und Verlagen etc. aus Angst vor Islamischer Gewalt die Meinungsfreiheit zum Erliegen kommt. Der Mord am Filmemacher van Gogh oder die Morde in der Zeitungsredaktion in Frankreich oder der Mordversuch am dänischen Karikaturisten etc. zeigen doch, das die Meinungsfreiheit gegenüber dem Islam schon jetzt nicht mehr zu haben ist. Oder erinnern Sie sich an das Buch von Salman Rushdie das in den 80ern in Deutschland nicht publiziert werden konnte, weil sich kein Verlag traute. Es gab doch mal den Ausruf: keine Toleranz den Intoleranten, dieser Satz scheint in Bezug auf dem Islam seine Gültigkeit zu verlieren. Wenn Sie bei den Werten Gleichberechtigung oder Meinungsfreiheit noch keine Auflösungserscheinungen erkennen können gebe ich Ihnen gerne weitere Tips.
            Im übrigen ist mir bekannt, das eine Gesellschaft ihre Werte nur allgemein beschreibt und die Konkretisierung erst durch klare Normen und Gesetze erfolgt. Ein Angriff auf die Norm oder das Gesetz ist aber auch immer ein Angriff auf den Wert von daher erübrigt sich ihr Versuch durch Differenzierung sich dem Thema zu entziehen.

        • Hallo Vera , noch ein beitrag zu unseren werten. ich erlebe sie gerade . eine junge frau sucht arbeit, sie ist in dem alter, wo mit einer familienplanung laut statistik gerechnet wird, bekommt sie arbeit? diese frau ist jetzt tatsächlich schwanger geworden, bekommt sie jetzt arbeit? diese frau wird bald ein baby im arm halten, bekommt sie dann arbeit, wenn sie arbeiten will? wenn diese frau irgendwann ein kind im vorkindergartenalter hat, bekommt sie arbeit? bekommt sie arbeit um davon zu leben? soviel zu unseren werten. der liebe gott hat da keine aktien drin. es ist der mensch selbst, der seine werte bestimmt.

          • Vera an Klaus Bruns

            Ja, Herr Bruns, mit den „Werten“ ist es wie mit dem lieben „Gott“. In der Weltgeschichte sind beide „Konzepte“ weiße Blätter. Und hier und heute „sind“ sie immer nur, was WIR – in unseren jeweiligen Milieus, Festungsanlagen oder Räuberhöhlen – jeweils gerade darauf geschrieben haben.

            Am 15. August 1801 mailte ein kluger junger Mann seiner Freundin: „Und so mögen wir denn vielleicht am Ende tun, was wir wollen, wir tun recht – Ja, wahrlich, wenn man überlegt, daß wir ein Leben bedürfen, um zu lernen, wie wir leben müßten, daß wir selbst im Tode noch nicht ahnden, was der Himmel mit uns will, wenn niemand den Zweck seines Daseins und seine Bestimmung kennt, wenn die menschliche Vernunft nicht hinreicht, sich und die Seele und das Leben und die Dinge um sich zu begreifen, wenn man seit Jahrtausenden noch zweifelt, ob es ein Recht gibt ? – kann Gott von solchen Wesen Verantwortlichkeit fordern? Man sage nicht, daß eine Stimme im Innern uns heimlich und deutlich anvertraue, was recht sei. Dieselbe Stimme, die dem Christen zuruft, seinem Feinde zu vergeben, ruft dem Seeländer zu, ihn zu braten, und mit Andacht ißt er ihn auf – Wenn die Überzeugung solche Taten rechtfertigen kann, darf man ihr trauen? – “

            Ein anderes Mal erzählt er, die alten Helgoländer hätten „eine sonderbare Art“ gehabt, „ihre Streitigkeiten in zweifelhaften Fällen, zu entscheiden; und wie die Parteien, bei anderen Völkerschaften, zu den Waffen greifen, und das Blut entscheiden lassen, so werfen sie ihre Lotsenzeichen (Medaillen von Messing, mit einer Nummer, die einem jeden von ihnen zugehört) in einen Hut, und lassen durch einen Schiedsrichter, eine derselben herausziehn. Der Eigentümer der Nummer bekommt alsdann recht.“

            Will man es aber nicht einerseits den „Politikern“ Lydia, Bernd und Ortwin, etc. (oder gar den „Staatsmännern“ Höcke, Bachmann und Petry) überlassen, einfach nach ihrer Überzeugung zu BESTIMMEN, was „Wert“ hat und was nicht, — UND will man es andererseits nicht wie die alten Hegoländer machen und würfeln, dann hält man sich außerhalb einer Gummizelle vielleicht doch besser an FIXIERTE Werte, wie sie beispielsweise im Grundgesetz zu finden sind, die siebzig Jahre lang ganz ordentlich getaugt haben und – wie immer man sonst darüber denkt – es jedenfalls JEDEM MENSCHEN in Deutschland gestatten, sich auf sie zu berufen — sogar vor Gericht.

            Darum, weil eben nicht nur gelost werden oder das Recht des stärkeren gelten kann, wendete sich 1990 auch der berühmte New Yorker Richter Leonard White an die völlig außer Rand und Band geratenen Repräsentanten konträrer politischer Gruppierungen, die in der legalistischen („was nicht verboten ist, ist erlaubt“) Verfolgung ihrer eigensüchtigen Zwecke weder Maß noch Mitte beachtet hatten:

            „Ich werde Ihnen jetzt sagen, was ein Wert ist. Ein Wert ist das Recht. Und das Recht ist das Gesetz. Und das Gesetz ist des Menschen wahrhaft klägliches Bemühen, die Prinzipien FESTZUHALTEN, die der Anstand gebietet. DER ANSTAND ! Und Anstand ist doch kein Geschäft, ist keine Mauschelei, kein Vertrag, kein schneller Deal. Anstand… Anstand ist das, was Ihre Großmutter Sie gelehrt hat. Es steckt in Ihren verdammten Knochen. Und jetzt gehen Sie nach Hause und VERSUCHEN SIE ANSTÄNDIGE MENSCHEN ZU SEIN. Versuchen Sie es!“

          • Liest sich gut Vera, wenn Sie jetzt noch erkennen das einem Anständigen Menschen im Orient etwas anderes auszeichnet als im sogenannten Westen und der Großpapa Mohamed seinen Enkeln etwas anderes lehrt als ihnen ihre Großmutter werden Sie das Problem erkennen.

        • Es ist eben nicht so, dass das Befolgen der Gesetze allein die Zugehörigkeit zu einer Nation ausmacht. Nationale Identität ist etwas über lange Zeit Gewachsenes…..es ist Kultur, Geschichte……speziell und sich von der anderer Nationen unterscheidend. Wir sind davon geprägt, es macht unsere Wurzeln aus. Und es ist den meisten Menschen ein großes Bedürfnis, so eine nationale Identität zu besitzen, sie beziehen daraus Halt. Die verkopften Gedankenspiele, eine Welt ohne nationale Identitäten zu schaffen, sie gehen an den Grundbedürfnissen von Menschen vorbei und sie schaffen als Gegenbewegung eine übersteigerte, gefährliche Betonung von Nationalismus….es entsteht Nationalchauvinismus.Das ist kein deutsches Phänomen, das ist ein Phänomen, das sich überall beobachten läßt. In Zeiten gesteuerter Entnationalisierung wie heute, umso stärker.

    • währen mit h, warum? es wurde doch etwas behauptet, was wahr sein soll. ohne h hätte doch bedeutet, es ist vergangen. wie hätten wir es denn gern mit unseren werten?

      • Ausgerechnet Sie, Bruns, der keinen Kommentar ohne Rechtschreib- und Grammatikfehler zu Stande bringt und Deutschlehrer zu Recht als natürliche Feinde betrachtet, wollen andere Schreiber belehren ? Echt ambitioniert. Wagen Sie vielleicht demnächst sogar die Rückkehr zur korrekten Klein- und Großschreibung ? Man darf gespannt sein.

        • Kuno, sie fabulieren im kern doch nie über die rechtschreibung. sie gehören zur der sorte mensch, die bestimmte kunstformen als entartet betrachten. warum tun diese menschen das? verstehen sie nicht, oder wollen sie nicht verstehen? bei ihnen befürchte ich beides.

    • Die Schweden sind schlauer als unsere Kanzlerin. Es hat lange gdauert, aber man hat gelernt. Ganz anders als bei uns, wo eine Marionette Befehle gibt und die anderen Knappen haben zu gehorchen und den Begriff Obergrenze nicht mehr zu erwähnen. Meiner Meinung kommen wir mit jedem Tag dem Bürgerkrieg ein einen Schritt näher.

      http://www.welt.de/politik/ausland/article148500687/Schweden-will-jetzt-Fluechtlinge-zurueckschicken.html

      • Frau Werner, eine Marionette gibt Befehle?

        Eine Marionette ist eine Gliederpuppe, die von einem Marionettenspieler mit Hilfe von Fäden bewegt wird, die an den einzelnen Gliedern befestigt sind.

        Wer ist in Ihrem Bild der Marionettenspieler?

        Knappe ist im Bergbau die frühere Bezeichnung für jemanden, der die Lehre als Bergmann erfolgreich abgeschlossen hat, im Mittelalter ein ritterbürtiger junger Mann (Edelknabe), der bei einem Ritter das Waffenhandwerk erlernte und der, sofern er sich durch Mut und Treue ausgezeichnet hatte, mit dem Erreichen des 21. Lebensjahres die Schwertleite bzw. den Ritterschlag empfing.

        Wer in Ihrem Bild ist der Dienstherr der ausgelernten jungen Männer?

        Ihrer „Meinung [nach] kommen wir mit jedem Tag dem Bürgerkrieg (…) einen Schritt näher“?

        Welchem Bürgerkrieg? Dem in Syrien? Sie meinen, wir werden uns dort militärisch engagieren, um die Region zu befrieden und damit die Fluchtursachen zu beseitigen? Können Sie sich den Aufschrei im Land vorstellen, wenn Maybrit Illner das Haupt des ersten deutschen Soldaten in die Fernsehkamera hält, der in Al Quaryatayn oder im Dschebel ad-Duruz von IS-Milizionären hingerichtet wurde?

        • Hallo Lydia Renate Werner

          Haben Sie Antworten? Oder denken Sie sich, angstlustdurchschauert auf Ihrer Komfort-Couch liegend, schon wieder den nächsten kitsch- und bluttriefenden Landserroman aus? Wer führt das Lektorat? Die irakischen Stadtreinigungsbediensteten oder der pakistanische Straßenbaumeister von der Scholze-Kreuzung?

        • Ja, eine von den USA und den EU Bankern und Wirtschaftslobbyisten gesteuerte Marionette spielt sich als allwissender Politiker auf und gibt Befehle an alle.
          An alle Kritiker, die die USA als Kriegstreiber sehen, wie viele ihrer Parteimitglieder, die die eine völlig unkontrollierte Massenzuwanderung diskutiert sehen wollen, diejenigen die eine Energiewende nicht von den Steuerzahlern einseitig finanziert sehen wollen, oder die die Schulden für andere Länder nicht ihren Enkeln aufbürden wollen,usw.
          Da werden alle weggebissen, die auch nur ansatzweise den Mund aufmachen.Also eine seitens der EU und den USA handgesteuerte Marionette der Goldman- Sachs und Rothschild FED – Dynastie.

          • Oh Vera, sie übertreffen ja noch die schlimmsten Befürchtungen. Eine gewisse Naivität war ja schon immer herauszulesen, aber das jetzt ist ihre Antwort? Ich brech zusammen. Sie hätten den Finger heben müssen, als das Oberstübchen verteilt wurde.

  14. Klaus Bruns, chapeau!

    Haben Sie gelesen? „Am vergangenen Donnerstag (den 29. Oktober) … trafen sich die Kommunalpolitiker in Embsen zur nichtöffentlichen interfraktionellen Sitzung. Einziges Thema: der Wunsch des ADAC, künftig auch Slalom-Sport für Pkw auf dem Gelände durchzuführen. Dass sich die Ratspolitiker noch einmal abstimmen wollten, hatte einen einfachen Grund. Das Ansinnen der Motorsportler ist inzwischen zu einem Politikum geworden. (…) Statt auf der Kartbahn treffen sich Vertreter des Rates und des ADAC nun also erneut am Verhandlungstisch.“ (https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/276523-slalom-wettbewerbe-viel-laerm-um-zu-viel-laerm)

    Gratulation! Da haben Sie, Herr Bruns, Klaus Mertens, Jörg Heimbockel, Wolfgang Witthorst, Hans-Georg Hartpeng, Egbert Furhop, Bernd und Peter, Hinrich Knacke, Heinz Rüdiger Hansen, und viele andere Heide-Kommentatoren (vgl.: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/268897-kartbahn-aerger-auf-adac-gelaende) in der zweiten Oktoberwoche doch mal zusammen mit anderen von den Bürgerinitiativen etwas sehr Positives gegen die Volksbefragungs- und Mehrheitenspürprofis (und gegen „Pro“, den Pressesprecher vom ADAC Hansa,) erreicht: einen Aufschub und Neuverhandlungen!

    Mit Grüßen Rike Hillmer

    • Hallo frau hillmer, ich drück ihnen die daumen. übrigens ,die noah-studie zum lärm ist unethisch, meinen zumindest 100 ärzte. wer sich bei dieser debatte dahinter verstecken will, sollte vorsichtig sein. kommunalpolitiker müssen da immer besonders aufpassen.

  15. Lieber Karlheinz Fahrenwaldt,

    ich schreibe jetzt das letzte Mal einen Liebesbrief an Sie. Versprochen!

    Ich bin Ihnen gegenüber frech und ungehörig angriffslustig aufgetreten. Dafür möchte ich mich nicht entschuldigen. Denn – ob Sie es glauben (bzw. hören wollen) oder nicht – ich schätze Sie sehr. Als Mensch, als politischen Aktivisten und als langjährigen Kreitagsabgeordneten. Sie sind mir immer als eine Kraftnatur an Mitmenschlichkeit, an Einsatz- und Hilfsbereitschaft und als einer mit einem Riesenherzen für die Schwachen und für die Erniedrigten und Beleidigten vorgekommen, mit einigen ideenfixierten Verschrobenheiten und sozialpädagogischen Halsstarrigkeiten zwar, aber erstens, wer hat die nicht?, und zweitens … öööhhh … der Mensch kommt nie so weit, wie wenn er nicht weiss, wohin der Weg geht. (Passt das?)

    Sie haben „damit ein Problem, dass sich häufig Unbelehrbarkeit und Anonymität vereinigen, auch in diesem Forum.“ Dass „Unbelehrbarkeit und Anonymität sich vor allem in Internetforen vereinigen“ ist eine Tatsache. Dass Sie „damit ein Problem“ haben, ist vielleicht zuallererst Ihr Foristen-Problem, quasi Identitätskrise auf der postpubertären sozialmedialen Selbstfindungsschiene. Blog.JJ ist ein Kasperltheater für junggebliebene Kindsköpfe aller Art, Herr Fahrenwaldt, ein dem Märchen vergleichbarer Mikrokosmos mit überschaubaren Verhältnissen, aber deutlich satirischen und clownesken Zügen. Herr Jenckel hatte es ursprünglich als ein derbes Jahrmarktsvergnügen mit jeweils einer komischen Figur im Mittelpunkt (Andreas Meihsies, Eckhard Pols, Ulrich Mädge, Stefan Pruschwitz, etc.) angelegt, von der jede in der langen Tradition „clownesker“ Figuren im Lüneburger Menschentheater stand. Dabei sollten seine Grotesken wohl auch die sonst vielfach unterdrückten Aggressionen der Kommentatoren unter dem Stadtheaterpublikum ansprechen und ihnen ein lässliches Ventil für ihre Verdrossenheit mit unserer hanseartigen Obrigkeit bieten.

    Einmal hatte Herr Jenckel sich sogar ein Stück über LZ-Online-Kommentatoren ausgedacht, also über Sie (Seppel) und mich (Kasperl), über den Volkswillen (Budenbesitzer) und Thomas Schmid (Geist Lipsuslapsus) und Klaus Bruns (der Karussellmann) und Bundeskasper (Herr Maulschmidt) und natürlich Herrn Jenckel selbst (der Löwenwärter). Leider ist es vom Redaktor nie geschrieben worden. Zu heißer Scheiß! Sie wissen schon.

    Es begann, das weiß ich noch, mit einem Zusammentreffen von Kasperl, der auf dem Weg zum Markt ist um einen Fisch für seine Frau Puschi zu kaufen, und Herrn Maulschmidt. Wegen des dichten Nebels können sie sich nicht sehen und erkennen einander nicht. Kasperl gibt Herrn Maulschmidt seinen Namen zu raten und nach einigem Hin und Her erkennt Herr Maulschmidt ihn und ist hocherfreut, ihn getroffen zu haben. Herr Maulschmidt ist nämlich der Sprecher des Rundfunks und möchte schon lange, dass Kasperl bei ihm in der Sendung spricht.

    Daraufhin gehen die beiden zum Rundfunkgebäude und Kasperl bekommt erklärt, was der Rundfunk ist. Als er erfährt, dass man ihn dann überall hören wird, ist er ganz aufgeregt, denn dann hört ihn auch sein Freund Seppl, dem er schon lange gehörig die Meinung sagen wollte. In dem folgenden Monolog Kasperls, der im Rundfunk gesendet wird, beschimpft er den Seppl aufs Übelste. Herr Maulschmidt und seine Rundfunkangestellten sind erbost und wollen Kasperl festhalten, aber er flieht.

    Sofort entbrennt eine Verfolgungsjagd, die für den Verlauf des Stückes aber nicht ausschlaggebend ist. Sie führt Kasperl zuerst an den Bahnhof, wo er die Mütze eines Stationsvorstehers an sich nimmt und den Zug, den seine Verfolger gerade nach ihm absuchen, zehn Minuten vor der Zeit abfahren lässt. Nachdem er seine Verfolger erst mal abgehängt hat, begibt er sich auf einen Jahrmarkt und dort zuerst zu einem chinesischen Speisehaus. Als aber der Speisewirt sich weigert irgendeines seiner Kleidungsstücke als Pfand für eine Mahlzeit anzunehmen, ohrfeigt Kasperl ihn und gelangt, nachdem er den Karusselmann georfeigt hat, als Nächstes zu einem Budenbesitzer, der seinen allwissenden Geist Lipsuslapsus anpreist. Kasperl geht zu Lipsuslapsus und stellt ihm Fragen über sein Leben und was er damit anfangen soll. Der Geist antwortet immer als Echo auf die gestellte Frage und Kasperl verlässt den Raum wieder, ohne aus ihm schlau geworden zu sein. Kurz bevor er auch den Budenbesitzer deshalb ohrfeigen kann, tauchen seine Verfolger aus dem Rundfunk wieder auf und Kasperl versteckt sich als Schießbudenfigur in einer Schießbude und kann sich gerade noch, kurz bevor er angeschossen wird, enttarnen. Da er merkt, dass er bei dem Geist Lipsuslapsus seinen Fisch verloren hat, geht er in den Zoo um sich dort einen zu fangen. Aber noch bevor er damit beginnen kann, wird er von Kindern erkannt und erzählt ihnen, er würde im Zoo die Tiersprache studieren. Die Kinder drängen ihn dazu, ihnen zu erzählen, worüber die Tiere sich unterhalten. Nachdem er mit Füchsen, Affen, Elefanten und Löwen gesprochen hat, erkennen die Kinder, dass er ihnen nur etwas vorgemacht hat und schimpfen mit ihm und jagen ihn davon.

    Als Seppl, um sich für die Ihm über Funk zugeschimpften Unverschämtheiten zu rächen, später den rüden und zotigen Jahrmarktskasper durch einen eher weisen und pädagogischen Kasper ersetzen will, der vor allem die kleinen Zuschauer zum richtigen Tun anleiten soll, überlegt Kasperl, wie er es dem Seppl und Herrn Maulschmidt heimzahlen kann, die ihm diese ganze Verfolgungsjagd eingebrockt haben. Aber davon sollte Jenckel ebenfalls nie geschriebene zweite Folge handeln …

    Sie sehen, Karlheinz, jj verhält sich zuweilen sogar „gegen sich selbst unfreundlich, wenn er z. B. seine oben [von mir heimlich doch noch] präsentierteThematik ignoriert und einfach in egozentrischer Weise sein eigenes Schwerpunktthema in den Vordergrund zu stellen versucht.“

    Lieber Karheinz, schreiben Sie etwas zur Sache. Es gibt derzeit genug Gründe „klare Kante zu zeigen“. Ansonsten denken Sie bitte an die Worte des weltweisen Klaus Bruns vom 2. November 2015 um 18:43 Uhr: „herr jenckel braucht mit seinen beiträgen hier sich so gut wie keine mühe geben, ein satz würde ausreichen und schon wäre die hiesige klientel dankbar. es reicht , die kommentar-möglichkeit einzuschalten und schon legt der club der eitelkeiten los.“

    Lassen Sie uns aufhören zu maulen und etwas für die Wilkommenskultur im Club tun, lieber, geehrter Herr Fahrenwaldt !

    Immer die Ihre

    Teja Fischer

  16. Herr oder Frau Hubert Kowalski
    wenn Sie wirklich überzeugt sind, es ließen sich KRITERIEN namhaft machen, nach denen Bürgerbefragung von Bürgermanipulation grundsätzlich zu unterscheiden ist und mehr Bürgerbefragung während der Legilatur daher besser als reine Bürgervertretung von Periode zu Periode
    Es gibt Kriterien. 1: die art der fragestellung. 2.wann wird gefragt. 3. wer klärt vorher auf? wer wird der nutznießer sein? wer soll es bezahlen?wer kommt vorher zu wort? wer wird gefragt? umso enger die kreise bei bürgerbefragungen sind, um so größer die manipulationsmöglichkeiten. wer kommunalpolitiker nicht auf die finger schaut, erlebt ebenfalls manipulationen. transparenz ist eben sehr hilfreich. einen großen vorteil gibt es bei bürgerbefragungen, es wird sich mehr um politik gekümmert. wer erscheint bei ratssitzungen? ich weiß, worauf sie anspielen,aber versuch macht klug. wie es nicht geht, haben wir bei der elbbrückenbefragung gesehen. wer die tatsächlichen kosten verschweigt und dieses tun politiker sehr gern, oft, weil sie selbst keine ahnung haben, kann sich bürgerbefragung , sowie ratssitzungen sparen. bürgerbefragungen klug gemacht, verhindert klüngel in der politik. deswegen sollte man die kriterien für bürgerbefragungen auch nicht der politik überlassen, sondern den bürger vorher fragen, wie er es gern hätte. er ist der souverän.ich persönlich würde auf zwei kriterien nicht verzichten wollen. 1. eindeutig festzustellen, wer der nutznießer ist und 2. wer zur kasse gebeten werden soll. wer diese feststellungen vornimmt, sollte ebenfalls der bürger bestimmen. automatismus ist sehr gefährlich.

    • Herr Bruns, im „Dialogforum Schiene-Nord“ haben Sie doch nun mal ein wirklich positives Beispiel für gelungene Bürgerbeteiligung nach Ihrem Geschmack:

      „Die große Mehrheit der über 90 Teilnehmer sprach sich gestern, am 5. November für die Alpha-Trasse in der optimierten Variante E aus — Bahn, Landkreise, Kommunen, Umweltschützer und Bürger stimmen damit für einen umfangreichen Ausbau von vorhandenen Bahnstrecken für Gütertransporte aus den Seehäfen Hamburg, Bremen und Wilhelmshaven. Sogar Bürgermeister Hubert Ringe aus Deutsch Evern jubelt jetzt jeden Morgen beim Aufstehn.

      Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies bedankte sich für das klare Votum. Er hält die Arbeit des Forums deshalb für „einen historischen Erfolg und für einen Meilenstein für die künftige Bürgerbeteiligung bei Großprojekten.“

      http://www.landeszeitung.de/blog/lokales/276870-alpha-variante-setzt-sich-durch#comment-58992

      Was Herr Kowalski sagt, weiß ich nicht. Aber ich persönlich finde Ihre beiden Kernfragen auch richtig. Es ist unerlässlich „1. eindeutig festzustellen, wer der nutznießer ist, und 2. wer zur kasse gebeten werden soll.“

      Wer initiiert? Wer organisiert? Wer führt aus? Wer formuliert das Thema und die Fragen? Und wer zahlt die Kampagne? ==> Das sind auch so Gesichtspunkte.

  17. Leider ist meine Feststellung, wonach unsere Bundesregierung vorsätzlich und fortlaufend das GG Art.16a bricht, bisher noch ohne Gegenrede geblieben. Darf ich davon ausgehen, dass dieser Umstand auf allgemeine Zustimmung trifft und die folgende verfassungsrechtliche Rechtfertigung nach wie vor Bestand hat?
    Hier noch einmal der exakte Text aus unserem Grundgesetz:

    Artikel 16a

    (1) Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.

    (2) Auf Absatz 1 kann sich nicht berufen, wer aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaften oder aus einem anderen Drittstaat einreist, in dem die Anwendung des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten sichergestellt ist. Die Staaten außerhalb der Europäischen Gemeinschaften, auf die die Voraussetzungen des Satzes 1 zutreffen, werden durch Gesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, bestimmt. In den Fällen des Satzes 1 können aufenthaltsbeendende Maßnahmen unabhängig von einem hiergegen eingelegten Rechtsbehelf vollzogen werden. [Ende Zitat]

    Verfassungsrechtliche Rechtfertigung ( in Auszügen):
    Demnach enthält Art. 16a II S2 und III S1 GG qualifizierte Gesetzesvorbehalte.Damit ist es nicht möglich, aus einem Nachbarland Deutschlands auf dem Landweg einzureisen und ein Recht auf Asyl nach Art. 16a GG zu haben. Geschützt ist, wer politisch verfolgt wird.Der Begriff der Verfolgung ist dabei eng zu fassen, Mannsen, § 30, Rn. 737. Verfolgung ist insoweit die „Beeinträchtigung von Rechtsgütern, die den betroffenen in eine ausweglose Lage bringt“, BVerfGE 74, 51. Dabei ist zu beachten, dass nicht jeder Eingriff in Rechte der Bürger, der nach deutscher Rechtslage verfassungswidrig wäre, ausreicht; es muss vielmehr auch die Menschenwürde beeinträchtigt sein, Mannsen, § 30, Rn. 737; Pieroth/Schlink, § 24, 927; BVerfGE 54, 341; 76, 143; 80, 321.
    Nicht einbezogen sind jedoch Folgen von Armut, Hunger und Naturkatastrophen, allgemeine Folgen von Unruhen, Revolutionen und Bürgerkriegen, drohende Folter oder Todesstrafe aus nichtpolitischen Gründen(aber Abschiebeverbot), vgl. auch BVerfGE 80, 315; v. Arnauld in v. Münch/Kunig, GGK I, 6. Aufl. 2012, Art. 16a Rn. 15; Mannsen, § 30, Rn. 737.
    Die Verfolgung muss eine eigene sein, Pieroth/Schlink, § 24, Rn. 978. Es ist nicht ausreichend, dass der Betroffene lediglich einer Gruppe angehört, die sich das gleiche asylerhebliche Merkmal teilt und Verfolgung fürchten muss, Pieroth/Schlink § 24, Rn. 987, BVerfGE 83, 216; 125, 243.
    Weiterhin hat die Verfolgung politisch zu sein.
    Eine politische Verfolgung liegt nur dann vor, wenn die Verfolgung an bestimmte asylrelevante Merkmale wie Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe oder politischer Überzeugung anknüpft, Mannsen § 30, Rn. 738; BVerfGE 54, 341.
    Vielfach wird hier auf die Genfer Flüchtlingskonvention zurückgegriffen, welche jedoch nicht bindend ist.

    Kann mir bitte jemand erklären, auf welcher juristischen Basis unser GG gerade ausgehebelt wird? Damit mich hier keiner falsch versteht. Ich bin NICHT der Meinung, dass die vorgenannte Rechtsgrundlage im Wortlaut umzusetzen ist. Ich befürworte ausdrücklich eine Neuordnung/Erweiterung des Asylrechts nach demokratischen Standards und unter Einbeziehung des Souveräns. Rechtssicherheit und Vertrauen in die Regierung sind unverzichtbares Gut. Mich stört der offensichtliche Gesetzesbruch und die selbstherrliche, unabgestimmte Umsetzung persönlicher Moralvorstellung der Kanzlerin. Eine derart folgenreiche gesellschaftliche Umbaumaßnahme darf nicht nur nach meiner Vorstellung, niemals ohne hinreichende Zustimmung der Bevölkerung durchgesetzt werden. Der wachsende Unmut in der Bevölkerung kann doch nicht einfach nur mit der Moral- und/oder Nazikeule niedergeknüppelt werden. Jeder von uns wird die Folgen tragen müssen. Kritik ist doch nicht verboten, wenn selbst eine Regierungspartei eine Verfassungsklage gegen die gegenwärtigen Zustände vorbereitet.
    Bitte um sachliche Antworten. Danke.

    • Thomas Schmid
      kann man menschlichkeit auch verfassungsmäßig einklagen? ich finde , gleiches recht für alle.

    • Sie erwarten allen Ernstes hier eine sachliche Antwort zu finden?

      Die erhalten Sie nicht einmal, wenn Sie das Justizministerium anschreiben.

    • Herr Thoma Schmid,

      schon komisch, dass jemand wie Sie „um sachliche Antworten“ bittet, einer der selbst nie zur Sache spricht, der immer ausweicht, der stets nur Nebulöses von sich gibt, der sich auf martialisch ausstaffierte Hohlköpfe beruft, der fortlaufend jedes beginnende Gespräch mit einem Wust ideologischer Hetzparolen erstickt. Schon komisch das alles. Ist es Zufall, dass „komisch“ wie „funny“, seine englische Entsprechung, „ulkig bzw. lustig“, aber auch „befremdlich bzw. angsteinflößend“ bedeuten kann?

      Ja, Artikel 16a und seine Absätze 2 bis 5 des Grundgesetzes sind durch eine anhaltende staatliche Not- und Ausnahmesituation vorübergehend außer Kraft gesetzt. Warum? Die Leute sind da und sterben, wenn wir ihnen nicht helfen. Für uns gilt auch Artikel 1 unseres Grundgesetzes, in dem steht: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Das leitet uns in Deutschland. Aber der Inhalt dieses Artikels 1 gilt natürlich nicht nur für Deutsche, sondern er gilt auch in Europa, ja, nach unserem Verständnis hat jeder Mensch seine Würde, die geschützt werden muss. Alle staatlichen Institutionen arbeiten unter Hochdruck an einer Lösung der augenblicklichen, durch den Zustrom sehr vieler schutzsuchender und einwanderungswilliger Menschen ausgelösten Krise.

      Es ist eine unverantwortlich maßlose Übertreibung von der „Aushebelung unseres Grundgesetzes“ zu reden, Herr Thomas Schmid. Es gibt keinen „offensichtlichen Gesetzesbruch“ und keine „selbstherrliche, unabgestimmte Umsetzung persönlicher Moralvorstellung der Kanzlerin“. Die staatlichen Einrichtungen, die Behörden und Gerichte arbeiten, Verfassungsgerichte, der Europäische Gerichtshof und sogar die Uno sind involviert. Und wie Sie selbst sagen, es werden Verfassungsklagen vorbereitet. Gilt der Rechtsgrundsatz „in dubio pro reo“ für Frau Merkel und ihre Kabinettsmitglieder etwa nicht, Herr Thomas Schmid? Wer sind Sie, Thoma Schmid, dass Sie die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland vorverurteilen? Was wollen Sie? Einen Staatsstreich?

      „Eine derart folgenreiche gesellschaftliche Umbaumaßnahme darf nicht nur nach meiner Vorstellung, niemals ohne hinreichende Zustimmung der Bevölkerung durchgesetzt werden“? Sollte es zu „folgenreiche gesellschaftliche Umbaumaßnahmen“ kommen, die Ihre Mitsprache im Kanzleramt erfordern, Herr Thomas Schmid, werde ich Frau Merkel persönlich drängen, Sie einzuladen. Bis dahin dürfen Sie für Ihre politische Honoratiorenrunde hysterische Reklame im Netz machen und sich einbilden, in Ihnen habe der „vox populi“ oder meinetwegen gleich der „vox Dei“ sein Sprachrohr gesucht und gefunden. Aber bitte denken Sie auch an Alkuins, des frühmittelalterlichen Gelehrten und Kaiserberaters Brief an Karl den Großen von 798, in welchem als neunter Ratschlag aufgeführt ist: „Nec audiendi qui solent dicere, vox populi, vox dei, quum tumultuositas vulgi semper insaniae proxima sit“, zu Deutsch: „Auf diejenigen muss man nicht hören, die zu sagen pflegen, ‚Volkes Stimme, Gottes Stimme‘, da die Lärmsucht des Pöbels immer dem Wahnsinn sehr nahe kommt“.

      Bevor Sie „um sachliche Antworten“ bitten, geht dann doch wieder der kleine volkspädagogische Oberstudienrat Björn Höcke mit Ihnen durch:

      „Der wachsende Unmut in der Bevölkerung“ wird erwähnt, die „niederknüppelnde Moral- und/oder Nazikeule“ kommt zu Sprache, schlimme Warnungen („Jeder von uns wird die Folgen tragen müssen!“) werden hervorgestoßen und es wird betont: „Kritik ist doch nicht verboten“.

      Die kriegsflüchtigen Habenichtse Maria und Joseph aus dem Morgenland klopfen an unsere Tür. Was passiert?

      „Der“ besorgte Bürger ist Opfer. Denn er will diese Leute nicht sehen.

      „Der“ Bürger, der „Ausländer raus!“ schreit, ist Opfer. Denn er wird nicht ausreichend angehört.

      „Der“ Bürger, der Nazisprüche trommelt und trompetet, ist Opfer. Denn er wird „mit der Nazikeule niedergeknüppelt“.

      „Der“ Bürger, der immerzu warnt, ist Opfer. Denn er wird nicht ernst genommen.

      „Der“ Bürger, der Maas mit Goebbels, Merkel mit Hitler vergleicht, ist Opfer. Denn er wird ausgezankt, dabei ist „Kritik doch nicht verboten“!

      Wir sind in den vergangenen zwei Jahrzehnten Zeugen einer Zunahme solcher politischer Wutparolen geworden. Die Beschäftigung mit „Hate Speech“ und Volksverhetzung ist mittlerweile ein eigenes Rechtsgebiet. Dass jemand etwas gegen andere Menschen hat, nicht weil sie etwas tun, sondern weil sie etwas sind oder man meint, sie mit etwas identifizieren zu können – als Juden, Türken, Muslime, Homosexuelle, Einwanderer, Obdachlose, Deutsche, Zigeuner, Autobesitzer und so weiter –, erscheint inzwischen fast normal. Als die ersten Jugendlichen mitteilten, sie seien „ausländerfeindlich“, wurde das Groteske dieser Selbstbeschreibung nicht ausreichend gewürdigt.

      Heute richten der Hass und die Wut sich, wie Ihr Beispiel zeigt, Thomas Schmid, überwiegend – noch – gegen etwas Abstraktes: „die Gesellschaft“, „der Westen“, „die Ungläubigen“, „der Islam“, „die Politiker“, „Europa“, „das System“, etc. Damit wir uns richtig verstehen: Es ist eines, wütend oder hasserfüllt zu sein, ein anderes, so zu handeln. Der Unterschied macht die Nähe oder den Abstand zum Rechtsstaat. Es ist der Unterschied zwischen Meinung und Verbrechen. Wer wütend ist, soll es ausdrücken dürfen, auch jenseits der Grenzen des Anstands. Es gibt ein Recht auf Dummheit und Geschmacklosigkeit, auch auf solche Geschmacklosigkeit, die vornehm tut, Herr Thomas Schmid.

      Ja, ja, Herr Schmid, die Stunde des Spürens und des magischen Denkens …

      Das „echte“ Deutschland als Wille und Vorstellung: In einer Situation objektiver Ratlosigkeit gehört es zum Rollenfach von Alarmisten und Demagogen, sich ganz sicher zu sein.

      • „Der schlimmste Hetzer seit Goebbels.“ Willy Brandt über Heiner Geissler 1985

        https://www.youtube.com/watch?v=l5QLziJftAE

        1975 – 1982 (ca.) „Boatpeople“ ähnliche Diskussion – nur mit anderen Vorzeichen der Beteiligten.
        Die damalige Linke „Intelligenz“ rief „absaufen lassen die Kollaborateure“ und feierte den Sieg Nordvietnams über die verhassten Amerikaner.
        „Hate Speech“ ist nicht neu – und anstatt mit den Menschen zu sprechen, hält der vermeintlich Gerechte dagegen mit allem was er hat und bedient sich doch der gleichen Mittel.
        Das hilft aber weder der einen Seite noch der anderen Seite und schon gar nicht den Betroffenen – hier den Flüchtlingen.
        Im Gegenteil – es entzweit eine Gesellschaft

        • Guten Morgen!

          Geißler? Boatpeople? War der Generalsekretär denn kein Schandmaul und Wadenbeißer im Mai´85? War das denn nicht seine Aufgabe? Und sein Boss, der damals der „Pannenkanzler“ war, wie war das mit dem im Jahr darauf? Das US-Nachrichtenmagazin „Newsweek“ veröffentlichte im Oktober 1986 ein Interview mit Helmut Kohl, in dem dieser über den sowjetischen Generalsekretär Michail Gorbatschow sagte: „Er ist ein moderner kommunistischer Führer, der sich auf Public Relations versteht. Goebbels, einer von jenen, die für die Verbrechen der Hitler-Ära verantwortlich waren, war auch ein Experte in Public Relations.“ Zuletzt: War es nicht der „grünlinke“ Gutmenschenhumanist Rupert Neudeck, der mit Gleichgesinnten das private Hilfskomitee „Ein Schiff für Vietnam“ gründete und den Frachter Cap Anamur charterte? Wo haben Sie her, dass Leute gerufen haben „absaufen lassen die Kollaborateure“? Da möchte ich Sie um eine oder mehrere Quellen bitten, da mich das sehr interessiert. (Einfache bibliographische Angaben bitte, ich habe über die Uni-Bibliothek/Scharnhorststraße via Karlsruher Virtuellem Katalog Zugriff auf digitale Verbundskataloge, etc.)

          Was soll uns aber das? Was soll das Kramen in alten Truhen? Und was ist das für ein merkwürdiger Reflex bei Ihnen, mit den Sünden der angeblich „links-intellektuellen“ Blödis aus den alten Zeiten zu kommen, wenn heute – im November 2015 – ein kleiner gelackter Stimmungsprofiteur wie Thomas Schmid versucht, die Leute für dumm zu verkaufen? An dem Massacre de la Saint-Barthélemy, das auf Befehl der Königinmutter Katharina von Medici in der Nacht vom 23. auf den 24. August 1572 an den Protestanten verübt wurde, waren der Pair von Frankreich, Admiral und Hugenottenführer Gaspard II. Comte de Coligny und sein Zögling Heinrich von Bourbon sicherlich auch irgendwie mitverantwortlich. Was bringt mir das, wenn Sie´s mir erzählen? Ich glaube nicht daran, dass die Weltgeschichte ein Zopf aus schwarzen und weißen Strähnen ist. Thomas Schmid braucht Ihren Schutz genauso wenig wie Tobias Günther. Sie scheinen einen Hang zum Metadiskurs zu haben. Warum nehmen Sie sich nicht einen konkreten Satz vor, sagen etwas dazu und gelangen so zum nächsten. Das nennt man dann Argumentieren und nicht Lamentieren. Aber bedient sich Günther wirklich der gleichen Mittel wie Schmid?

          Tobias Günther bewegt sich in sehr scharfem Ton zwar, aber sehr nah, genau analysierend und entschieden die wesentlichen Formulierungen seines Kontrahenten aufgreifend an Schmids Einlassungen entlang. Soll man denn jede dreiste Dummheit durchgehen lassen, nur weil ein verantwortungslos schwadronierender Flegel sonst einschnappen könnte? Günther ist erzürnt, aber nicht selbstgerecht. Und Schmid hat mit seiner Weigerung, für seine überheblichen Belehrungen und Machtsprüche irgendwelche Gründe beizubringen den Großteil der Foristen aufgebracht.

          Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass wir beide gerne hätten und bewahren würden, was eine Frau Michels-Honrichsen schon vor einem Jahr an den „linken“ Stadtrat Pauly geschrieben hat:

          »Was Sie wollen, so glaube ich, (…) ist nur eine andere Balance der Akzente, weg von den Schaukämpfen der Gruppenegoismen hin zu mehr konstruktiver Sacharbeit über die „ideellen“ oder ideologischen Grenzen der Fraktionen hinweg. Und Ihr stärkstes Argument für Mäßigung (…) und zur Beachtung von Anstand und gesitteter Rücksicht auf Regeln und ungedehntes Recht ist, dass man nur so dem erodierenden Vertrauen [zwischen Bürgern und Politikern]entgegenarbeiten kann, welches sich gerade in der Epidemie des vermeintlich „gesunden Volksempfindens“ mit Gewalt auszubreiten beginnt.« (http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/210626-das-selbstverstaendnis-des-linken-ratsherrn-michel-pauly#comment-32415)

          V. Huber

          • »Was Sie wollen, so glaube ich, (…)welches sich gerade in der Epidemie des vermeintlich „gesunden Volksempfindens“ mit Gewalt auszubreiten beginnt.«

            Applaus, Applaus… nach vielen Umwegen haben Sie es dann doch noch gefunden.

            zu Ihrer Frage/Bitte:
            Lesen Sie bitte mal bei Joan Baez und Jane Fonda nach.

            Die Zeitschrift Konkret sollte ihre eigenen Stellungnahmen von damals in den Archiven haben.

            Auch diese beiden Artikel :
            http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-39868888.html

            http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14339003.html
            sind diesbezüglich lesenswert.

            LG

            Und? Hatten wir denn schon einmal einen Staatsmann in der Politik der Bundesrepublik?
            Abweichend von der Vorgabe unseres Bloggwartes JJ ( 😀 ):

            Heinemann und v. Weizsäcker wohl am ehesten – damals konnte ich meinen Frieden mit der Politik machen. Heute sind die alten Gräben wieder aufgerissen.

          • Oh, danke.

            »Für das Linksblatt „Konkret“ ist die „Cap Anamur“ ein „Schiff gegen Vietnam“, das „viele Schwarzhändler, Zuhälter und ehemalige Kollaborateure der US-Besatzer“ rausholt, eine Art Fluchthelfer-Unternehmen also – in Vietnam könne man „Tickets für die “Cap Anamur“ kaufen“..«

            Der Ausriss aus dem Spiegel 43 vom Oktober 1981 auf Seite 80 ist ein Beleg und ich habe inzwischen noch einige mehr gefunden. Widerlich! Das Jahr meiner Geburt. Furchtbar, dass Menschen da noch so sprechen und schreiben konnten.

            Nur, wie gesagt, die eine Unmenschlichkeit entschuldigt (oder relativiert) nicht die andere. Da sind wir uns wohl einig.

            Sie und ich und jeder andere, sollte sehr darauf achten, was er sagt und wie er redet und wo er mitmarschiert. In dem oben von mir erwähnten Mail-Wechsel hat Stadtrat Pauly (von der Linken) an einen schönen und wichtigen Satz von Thomas Mann erinnert, den der am 20. Februar 1934 (vier Monate vor den Röhm-Morden) in einem Brief an Karl Kerényi geschrieben hat: „Ich bin ein Mensch des Gleichgewichts. Wenn das Boot nach links zu kentern droht, lehne ich mich automatisch nach rechts. Und umgekehrt.“

            Um die Schwierigkeiten und Probleme im Land weiß jeder, der sich für seine Umgebung interessiert. Bleiben wir besonnen. Hüten wir uns vor Eifer! Achten wir auf unsere Worte! Geben wir ein Beispiel durch Gelassenheit und Umsicht. Versuchen wir, „anständige Menschen zu sein“.

          • P. S.

            Heinemann und von Weizsäcker hatten Format. Nimmt man Heuss hinzu, sind die drei herausragenden Präsidenten (und Persönlichkeiten) versammelt.

            Unter den Kanzlern überragen m. E. der spießige und fleißige Adenauer und der intelligente Luftikus Brandt alle anderen um Längen. Schmidt, der das Pech hatte, seine Amtszeiten in der Transitzone zwischen alter und moderner Republik verbringen zu müssen, war intelligent und fleißig und hätte das Zeug für 16 Jahre gehabt. Kohl war im Grunde als Kanzler erledigt, als ihm (in angetrunkenem Zustand) im Warschauer Hotelzimmer am Abend des 9. November 89 via zweitem Deutschen Fernsehen das Geschenk der Grenzöffnung in den Schoß fiel. Danach hat er im Sichtflug getan, was zu tun war, wie Merkel heute auch. Erhard, Kiesinger und Schröder waren politische Füllmasse, Verlegenheitsschauspieler, von denen in zwanzigtausend Jahren kein Erstklässler auch nur den Namen mehr kennen wird.

        • @ Bundeskasper

          »“Hate Speech“ ist nicht neu – und anstatt mit den Menschen zu sprechen, hält der vermeintlich Gerechte dagegen mit allem was er hat und bedient sich doch der gleichen Mittel.«

          Niemand hatte behauptet, dass „Hate Speech“ neu ist. Warum widersprechen Sie einer These, die nicht aufgestellt wurde?

          Was verstehen Sie unter „dagegen halten“? Kann das in einem Forum anders geschehen, als durch (Sprechen bzw. Schreiben)?

          „Der vermeintlich Gerechte bedient sich der gleichen Mittel“? Sie meinen der gleichen unlauteren Mittel? Darf also nur die eine Seite die groben Mittel gebrauchen, die andere aber, wenn sie dieselben verwendet, macht sich sofort einer unfairen verurteilenswerten Gemeinheit schuldig?

          Wer sich gegen „Hate Speech“ wehrt, „hilft weder der einen Seite noch der anderen Seite und schon gar nicht den Betroffenen. Er entzweit eine Gesellschaft“? Mit anderen Worten: „Hate Speech“ und Randale von Bachmann, Höcke und Schmid ist okey, aber wer „dagegen hält“, gefährdet den Frieden? So nach dem Motto: Alles läuft toll, bis einer anfängt, sich zu wehren?

          Sie gefallen sich in der Rolle des „einzigen Vernünftigen“ im Forum, beanspruchen die Außenseiterposition des Lämmleins (Gleich kommt der böse Lopauwolf und nennt mich „Nazi“.) und versuchen, diese erschwindelte Außenseiterposition auszunutzen („Ich armer Angefeindeter gegen den Rest der Welt“.)

          Sie zielen mit Ihrer Rhetorik darauf, dass „die Politik“ zu spät reagiert habe und das Falsche tue. Was daherkommt wie ein konstruktives „Ich mache die Politik auf ihre Fehler aufmerksam“, offenbart sich in der Konsequenz als das Schüren von Ängsten. Denn wenn es schon „zu spät“ ist, wie Sie behaupten, ist ja schon alles verloren. Dann hilft ja nichts mehr. Konstruktiv und „hilfreich“ ist eine solche Rhetorik jedenfalls auch nicht.

          Nie sind von Ihnen konkrete Vorschläge zu hören. Was würden Sie – nach umfassender Würdigung aller relevanten politischen Aspekte – anders machen? Wie würden Sie mit den Herandrängenden verfahren? Wie viele Flüchtlinge genau wären für Sie erträglich?

          Wann und wo ist Ihnen in Deutschland jemals verboten worden etwas zu sagen? Wann und wo sind Sie gehindert worden, etwas zu sagen?

          Der thüringische AfD-Fraktionsvorsitzende Björn Höcke redete bei der AfD-Demo in Magdeburg am Mittwoch, den 14 Oktober von einer „tausendjährigen Zukunft“ Deutschlands und rief zu einem „heißen Herbst“ auf. Macht Ihnen so etwas Sorgen oder ist das nur unfein?

          Manche sagen, „Merkel-Hitler“-Vergleiche und das hyperbolische Geschrei von „Politikverbrechern“ und dem „Aushebeln DES Grundgesetzes“ sei „Zündeln“. Sie kennen das Drama des Schweizer Schriftstellers Max Frisch, das von einem Bürger namens Biedermann handelt, der zwei Brandstifter in sein Haus aufnimmt, obwohl sie von Anfang an erkennen lassen, dass sie es niederbrennen werden. Denken Sie, es ist klug, sich Brandstiftern gegenüber wie Herr Biedermann zu verhalten?

          In Dresden laufen singende Menschen hinter Galgen her? Haben Sie keine Angst, dass aufgrund der Sprache, die bei AfD- und Pegida-Auftritten angeschlagen wird, irgendwann Menschen sterben? Haben Sie keine Angst, dass aus Worten wieder Taten folgen (RAF, NSU, etc.) dass es Tote in diesem Land gibt?

          Drohungen und Angriffe gegen Asylbewerber und ihre Unterstützer erlebt Deutschland nicht erst seit der Ankunft der vielen Flüchtlinge in diesem Sommer. Bereits im Dezember 2014 gab es einen Anschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft im fränkischen Vorra, im März trat der Bürgermeister von Tröglitz in Sachsen-Anhalt zurück, weil er von Rechtsradikalen bedroht wurde. Ist damit die These nicht widerlegt, die schiere Menge ankommender Flüchtlinge erzeuge Angst und Hass? Wird auf diese Weise nicht versucht, Symptom und Ursache zu verkehren?

          Erwächst Fremdenhass Ihrer Meinung nach aus Angst vor dem Fremden oder erzeugt umgekehrt der Fremdenhass selbst die Angst?

          Neu, anders und unbekannt ist immer schneller immer mehr in der modernen Welt: der rasante technische Wandel, die daraus folgende Umgestaltung der Arbeitswelt, die Digitalisierung sämtlicher Lebensbereiche und die daraus folgende Kontrolle und Fremdbestimmung, die Globalisierung und die sich daraus ergebende Unübersichtlichkeit von Kompetenzen und Verantwortlichkeiten, etc. Ist der „der Flüchtling an sich“ nicht auch eine Projektionsfigur „das Fremde an sich“?

          • Besser wäre es wohl, ich ginge jetzt schlafen – ich sehe schon überall Gerti….

            „Nie sind von Ihnen konkrete Vorschläge zu hören.“

            Ich habe mich auch nie dazu aufgeschwungen, Lösungen für die von Ihnen angesprochenen Probleme zu kennen. Aber gut, dass Sie diese Probleme jetzt auch sehen.
            Als kleingeistiger Biedermann kann ich sie wohl nicht einmal richtig erkennen. Versuche es aber wenigstens. Ich stelle nur Fragen.

            Die Vorschläge unseres noch Innenministers bezüglich einer subsidiären Schutzgewährung erscheinen mir angebracht und vernünftig.

            „Wann und wo ist Ihnen in Deutschland jemals verboten worden etwas zu sagen? Wann und wo sind Sie gehindert worden, etwas zu sagen?“

            Das, was die Polizei in Berlin am letzten Wochenende während der AFD Demonstration fast sehr gut „hinbekommen“ hat, wollte/sollte oder konnte die Polizei in Hamburg vorher nicht einmal ansatzweise.
            Grundsätzlich möchte ich angstfrei auf eine Demonstration gehen und ich möchte ebenso angstfrei meine Meinung sagen und publizieren können. Ohne einen Herrn Maas fragen zu müssen, was denn PC ist oder mich von einer staatsfinanzierten Antifa bedrohen lassen zu müssen. Ich lasse den Jungs ja auch ihre Maiumzüge – obwohl ich dafür wenig Verständnis aufbringe.
            Sie erwähnen den Begriff „Fremdenhass“. Ich kenne nur ganz wenige „Fremdenhasser“. Alle anderen lehnen nur den vorauseilenden Gehorsam gegenüber Neubürgern ab und fürchten um diesen Sozialstaat.
            Es wird ständig von Integration gesprochen – ja wie denn?
            Wer integriert denn nun wen?
            Ein breiter gesellschaftlicher Konsens scheint bei diesem Thema aber nicht erwünscht zu sein. Wer diesen Weg nicht mitgehen will, wird von Linken, Grünen, SPD und mittlerweile ja auch der CDU eben als „Fremdenhasser“ dargestellt.
            Sie kennen das doch? Druck erzeugt Gegendruck – alte Weisheit.
            Sie sprechen von Globalisierung – ich denke an Beliebigkeit.
            Alles ist austauschbar, Architektur, Innenstädte, Einkaufszentren,der Beispiele gibt es viele. Menschen jetzt auch? Vielleicht kommt daher die Angst, die noch nie ein guter Ratgeber war.
            Wohl deshalb sind wir auch in diesem – eigentlich ganz anders begonnenen Blog von JJ. wieder bei diesem Thema angelangt.

            Wer war denn nun ein Staatsmann?

          • Herrn Bundeskasper

            Sie „sehe[n] schon überall Gerti….“

            Vielleicht ist das auch im übertragenen Sinne Ihr Problem. Spenglersche Endzeitgemälde, nostradamystisches Gespenstergucken und die Mitteilsamkeit des paranoiden Apokalyptikers ist auch Ihre wundervoll heimliche Lust:

            O schaurig ist’s übers Moor zu gehn,
            Wenn es wimmelt vom Heiderauche,
            Sich wie Phantome die Dünste drehn
            Und die Ranke häkelt am Strauche …

            Unten hat einer an Wilhelm Busch erinnert:

            Ach, was muß man oft von bösen
            Gertis hören oder lesen!!
            Die, anstatt durch Höckes Lehren
            Sich zur Panik zu bekehren,
            Oftmals noch darüber lachten
            Und sich heimlich lustig machten. –
            – Ja, zur milden Tätigkeit,
            Ja, dazu ist man bereit! –
            – Menschen helfen, Syrer nähren,
            Äpfel, Birnen, Fallobst schälen – –
            Das ist freilich angenehmer
            Und dazu auch viel bequemer,
            Als in Bachmanns Dresdner Schule
            „Hängt sie!“ brüllen auf dem Stuhle. –
            – Aber wehe, wehe, wehe!
            Wenn ich, auf das Ende sehe!! –
            – Ach, das war ein schlimmes Ding,
            Wie es Gutmensch Gerti ging.

            Zum Thema „Hass“ und autosuggestive Frontenkonstruktion bei bloggenden Berufshysterikern JEDER Weltbildcouleur hatte Herr Tobias Günther mehr Richtiges gesagt, als mir jemals einfallen könnte:

            https://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/275152-von-kanzlern-staatsmaennern-und-darstellern#comment-58970

            Keep cool, calm and collected, Bundeskasper!

            Your good old buddy

            Wesendonck

        • In Dresden laufen singende Menschen hinter Galgen her. Haben Sie keine Angst, dass aufgrund der Sprache, die bei AfD- und Pegida-Auftritten angeschlagen wird, irgendwann Menschen sterben? Haben Sie keine Angst, dass aus Worten wieder Taten folgen (RAF, NSU, etc.) dass es Tote in diesem Land gibt?

          (Bitte, Sie sind ein kluger Mann, kein Ausweichen auf irgendwelche „Antifa-„, „Autonome“ oder andere „linke“ Verrückte. Es geht um AfD- und Pegida-Versammlungen und „-Demonstrationen“. Lassen wir bitte auch dialektische sophistische Reflexionen über den Mordanschlag auf Henriette Reker in Köln am 17. Oktober 2015 durch einen Irren aus dem Umfeld rechtsradikaler Gruppierungen – wie ermittelt ist – und die in der Nacht zum 6. August von Unbekannt – so das bisherige Ermittlungsergebnis – eingeworfenen Scheiben in der Produktionshalle von Petrys ehemaliger – da 2013 durch Insolvenz verlorener – Firma und die dort ausgeschüttete Buttersäure beiseite.)

          Ich frage also: Haben Sie keine Angst, dass aus Worten (von Leuten wie Höcke, Pirinçci und Bachmann) wieder Taten folgen (vgl.: RAF, NSU, etc.), dass es Tote in diesem Land geben wird, wenn AfD- und Pegida-Vorderleute sich in Ton und Ausdruck nicht deutlich mäßigen ?

          Kurt

          • Mathilde Wesendonck hatte mehr Gefühl für Gedichte…

            Dieser Beitrag zeigt nur die Ratlosigkeit und das einzige Argument :

            Die Partei, die Partei,
            Die hat immer recht
            Und Genossen es bleibe dabei,
            Denn wer kämpft für das Recht,
            Der hat immer recht

            Beantworten Sie meine Fragen – das wäre akzeptabel.

          • Kurt, ohne Helm und ohne Gurt – Entschuldigung bitte, es war wie ein Reflex.

            Aber hätten Sie meine diversen Kommentare richtig gedeutet und gelesen, dann wäre auch Ihnen klar geworden, dass ich ständig genau davor versucht habe zu warnen.
            Wenn die gewählten Volksvertreter vergessen wer sie gewählt hat und nur noch mit Verordnungen und Verboten re-agieren, dann wird eben wieder mit den Füßen abgestimmt und nicht mit dem Kopf. Mehrfach habe ich betont, es bedarf eines breiten gesellschaftlichen Konsenses um diese Asylpolitik in Akzeptanz zu bringen.
            Aber so ist der Riss in der Gesellschaft irreparabel und es wird das kommen, was Sie andeuten.
            Wenn eine Antifa nachweislich von Staatsgeldern finanziert wird,
            wenn sogar Gesetze gebrochen und Staatsverträge außer Kraft gesetzt werden – wie fühlt man sich dann?
            Wenn ich nicht nur das Gefühl habe belogen zu werden?
            Nicht alle mögen es bunt – vielleicht ist die Zeit dafür noch nicht reif? Vielleicht nie.
            Wenn ich für etwas bezahlen soll, das ich ablehne oder gar nicht nutze, Beispiel GEZ…
            es gibt da noch viele Beispiele.
            Die bisherige Integrationspolitik ist nicht das leuchtende Vorbild für das, was jetzt unsere Aufgabe wird – ob wir wollen oder nicht.
            Hätte die Regierung versucht ihre Politik rechtzeitig durch den Souverän bestätigen zu lassen, anstatt das zu tun, was sie getan hat, aber hätte, hätte – Fahrradkette ….
            Die Regierungskoalition re-agiert planlos, JJ: schrieb einmal sehr treffen „irrlichternd“.
            Die Situation ist wie sie ist – nur, wenn ich dann ein dunkles Szenario für die Zukunft andeute – dann nennt man mich Fremdenhasser, Nazi, Gespenstergucker und so weiter.
            Auf die drängendsten Fragen hat aber weder hier noch aus der Regierung jemand geantwortet.
            Es wird über den Begriff „Realität“ diskutiert – mein Gott, Realität ist, wenn es weh tut!

            Ich hoffe, ich habe die von Ihnen gesetzten Klippen weitestgehend umschiffen können, es fiel mir nicht leicht. Ich hoffe auch, dass wir alle mit einem „blauen Auge“ davonkommen.

          • WIR ALLE wurden Ende Juni von der großen Wanderung der Lagerinsassen am Rande unserer Wohlstandsenklave überrascht (und als jahrelang geizende und wegschauende Heuchler entlarvt). Sie können „den Souverän“ nicht abstimmen lassen, wenn sich Ertrinkende ans Schiff klammern – egal, ob sie „berechtigt“ sind oder nicht. Erst nach der Rettung aus der Not kann – und muss – ein geordneter Prozess der Versorgung und Weiterbehandlung eingeleitet werden. Und – wie man´s auch dreht und wendet – dieser „Prozess“ wird sehr schwierig und wird sehr lange dauern. Da gebe ich ihnen Recht. Aber für die diabolischen Lumpen, die während der Aufregung herumkreischen und bewusst Panik verbreiten, damit aus keimender Sorge bei einigen die Angst einer Mehrheit werde und damit sie, diese ruchlos berechnenden Lumpen nämlich, für ihre Vereins-. „Prestige-“ und Karrierezwecke „politischen“ Gewinn, Aufmerksamkeitszuwachs und Stellungsvorteile daraus ziehen können, habe ich nur tiefste Verachtung und – obwohl ich weiß, dass jeder sich Kulturschauspiele nach den Maßstäben seines Fassungsvermögens und geistigen Niveaus aussucht -, für die, die hinter Höcke und Konsorten herlaufen, nur verächtliches Mitleid übrig. Und ich lasse mir kein schlechtes Gewissen einreden, wenn ich primitive Dummheit „primitive Dummheit“ nenne und verantwortungslose Stimmungsmache „verantwortungslose Stimmungsmache“. Zuletzt noch: Die Welt, in der wir leben, besitzt neben aller Großartigkeit auch sehr viele negative Seiten. Niemand kann sich gegen alle Abscheulichkeiten zugleich stemmen. Aber, wenn Sie sich schon für die Flüchtlinge, die diese hervorbringenden und die mit ihnen und durch sie wachsenden Probleme in keiner Weise verantwortlich fühlen, aufgrund von deren „Spürbarkeit“ aber Missvergnügen empfinden, dann – bitte – hören Sie wenigstens damit auf, öffentlich darum zu betteln, man möge Sie einen „Nazi“ nennen, um Ihnen so zu ermöglichen, sich mit gutem Gewissen dagegen zu empören. So ein Verhalten ist ohne Würde und eine Beleidigung Ihrer eigenen Intelligenz.

            Ich traue Ihnen zu, ohne sogleich eine neue Runde der Polemik zu starten, aus den beiden folgenden – wie ich finde gelungenen – Kommentaren die Überlegungen herauszufiltern, die Sie selbst angehen könnten:

            http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/275152-von-kanzlern-staatsmaennern-und-darstellern#comment-59097

            http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/275152-von-kanzlern-staatsmaennern-und-darstellern#comment-59134

      • Tobias Günther, ich kann alles unterschreiben, was sie hier geschrieben haben, jetzt kommt mein aber. helfen vorwürfe? man kann menschen dazu bringen zuzuhören , oder sie dazu bringen renitent zu werden. wer mit gleicher münze heimzahlt , ist nicht der bessere. ganz im gegenteil, er hatte die möglichkeit , nachzudenken. bildung hilft vor fehlern bekanntlich auch nicht immer. ich beobachte gern. menschen sind mein hobby. selbst ein dr.-titel ist kein freifahrtschein. wie erkläre ich es meinem kinde? denken sie mal darüber nach. bin ich prof, dr, studierter, überheblicher, dummer, oder doch nur ein mensch?

        • @ Bruns

          Schrieben Sie Bildung?
          Alle, auch Sie bringen selbst Begriffe durcheinander, die für eine Diskussion notwendig wären. Asylant,Asylbewerber, Flüchtling,Zwanderer , Migrant.
          Selbst DAS ist vielen nicht erklärt worden. Die meisten bringen gerade die Begriffe komplett durchein ander und verleugnen das sämtliche Gesetze gebrochen werden.
          Alleine das disqualifiziert Sie bei einer sachlichen und fundamentalen Diskussion über die Themen hier.
          Millionen für Wohnungen , die in ein paar Jahren bezogen werden sollen, Familiennachzug für anerkannte Asylbewerber, usw.
          Aber WOFÜR: Asyl ist eine TEMPORÄRE Hilfe , die nach Beendigung der Probleme im Heimatland zur Rückführung führt.
          Alles ,aber auch Alles wird zerredet, sobald der barmherzige Samariter Merkel und die Befürworter einer völlig unkontrollierten Zuwanderung, wie Klaus Bruns schwadronieren.
          Das ist keine Diskussion mit Fakten, sondern ein Witz, über den niemand mehr lachen kann. Die Stimmung kippt und glatzköpfige Idioten nutzen dies. Warum? Weil NIEMAND in BERLIN zuhört und viele nichts als Beleidigungen für Bürger haben. Das, was man Asylkritikern vorwirft, macht die Elite aus Berlin selbst, nämlich ALLE über einen Kamm scheren. Also die Nazikeule für ALLE. Und DAS wird sich rächen.

          • Lydia, völlig unkontrollierten Zuwanderung,? was soll dieser unfug? wer will das? begründen sie doch mal , wer genau dieses will. und wo dieses behauptet wird.

          • Bingo, Klaus Bruns !

            Damit haben Sie einen der verlogenen Tricks von Lydia, T. Schmid und anderen Bundeskaspern am Schopf gepackt:

            Diese Leute malen die Zukunft in den todesdüsteren Farben apokalyptischer Finsternis und behaupten dann einfach, ihre Opponenten, „die Mainstreamanderen“ würden genau diese Zukunft wollen.

            Dass es außerhalb ihrer verkommenen Phantasie nicht einen einzigen Vertreter dieses frei erfundenen Zerrbildes gibt, gegen das sie – flankiert vom anfeuernden Sirenengeheul in einigen Medien – besinnungslos anrennen wie die verrückten Inquisitoren und Hexenhämmerer der frühen Neuzeit, macht sie nur wütender, anstatt sie zum Einhalten und zum Nachdenken zu bringen. Lieber werfen Sie einem einen großen Haufen von Links vor die Füße, über die nach ihren Bedürfnissen geschneiderte Zeitungsartikel aufgerufen werden können. Dass „die politischen Versager und Gesetzesbrecher“ eine Fiktion sind und man sich in Wahrheit eingeschlossen in einem Selbstvergewisserungs- und Bestätigungszirkel befindet, will man nicht wahr haben. „Die Maske der ideologischen Phrase anzulegen oder sich anlegen zu lassen“, bedeutete Václav Havel zufolge auch vor 1989 schon, freiwillig „in der Lüge zu leben“.

        • Niemand, der halbwegs klaren Verstandes war, wurde überrascht. Diese Zahlenschätzungen lagen bereits seit mindestens März vor. Bitte halten Sie sich an Fakten. Wegschauende Heuchler? Müssen denn wir ständig den Müll der US-Amerikaner wegräumen?
          Und nicht schummeln – ich hatte geschrieben „Hätte die Regierung versucht ihre Politik rechtzeitig durch den Souverän bestätigen zu lassen, anstatt das zu tun, was sie getan hat,“ – Hätte sie also gefragt, was sollen wir tun – einwandern lassen oder subsidiären Schutz? Denn genau um diese Diskrepanz geht es doch! Aber das, was hier im August, September und Oktober von unserer Regierung in dieser Angelegenheit abgeliefert wurde, hat doch letztendlich die Grabenkämpfe noch verstärkt.
          Und bitte lassen Sie diesen dummen Vergleich mit dem Schiff – der ist schon so abgedroschen und passt überhaupt nicht.
          Die Bezeichnung Flüchtling ist ebenfalls nicht korrekt, die Flucht war im ersten sicheren Land erfolgreich. Das was dann geschah, war etwas ganz anderes.
          Wie Sie die rechte Szene bezeichnen möchten, überlasse ich ganz Ihnen – wir haben Meinungsfreiheit, na ja – fast. Aber eine rechte Szene hat es immer gegeben und wird es immer geben – auch das gehört zu einer Demokratie. Scheinbar nur nicht in Deutschland, darüber amüsiert sich die ganze Welt. Ist aber ein notwendiges Ventil – und in dieser Situation die einzige Opposition – wenn auch außerparlamentarisch.

          In diesen Foren wird um Begrifflichkeiten gestritten, um persönliche Befindlichkeiten, es wird hochnotpeinlich philosophiert – na toll, haben wir keine Praktiker mehr? Das beeindruckt mich nicht.
          Einige professionelle linke Schreiberlinge versuchen Forenteilnehmer zu diskreditieren, ins Lächerliche zu ziehen oder die Diskussion eskalieren zu lassen.
          Auch muss ich nichts herausfiltern – ich bin alt genug, mir meine eigene Meinung zu bilden und diese entsprechend zu vertreten. Wenn dabei der Titel Nazi fällt – ich bin mir bewusst, wer ihn benutzt.
          Unten habe ich Ihnen den Link zu einem Artikel über den Auftritt des ehemaligen Verfassungsrichters am Bundesverfassungsricht, Udo Di Fabio auf der Synode der EKD angehängt,
          durchaus lesenswert.

          http://www.welt.de/politik/deutschland/article148665981/EKD-bleibt-in-der-Fluechtlingskrise-unbelehrbar.html

          • Ich habe nun genug,

            lieber Herr Bundeskasper. Ihren Artikel habe ich gelesen. Ich bin selbst Juristin mit der Spezialisierung für Öffentliches- und Verfassungsrecht und ich schätze Kollege di Fabio. Aber das „Rollenfach“, das „Die Welt“ bzw. deren Herausgeber und Redakteure im Verkaufsschauspiel meinen besetzen zu müssen, gefällt mir nicht. Solange gelesen und gepostet wird, wird noch nicht geschossen, meinen Sie? Wie können Sie da so sicher sein?

            Haben Sie gesehen, wie die EKD die Begegnung darstellt:

            »Der ehemalige Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio hat in der aktuellen Diskussion über den Umgang mit Flüchtlingen vor einfachen Erklärungen gewarnt. Es drohe „eine Entdifferenzierung der Gesellschaft“, sagte Di Fabio vor der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Bremen und forderte einen „reflektierten Umgang“ mit den Problemen.

            Zugleich forderte Di Fabio die 120 Synodalen zur Einmischung auf: „Lassen wir den Staat nicht allein.“ Der Staat brauche den Glauben als Herausforderung – und der Glaube brauche auch den Staat. Die Gläubigen seien keine politischen Akteure, „aber sie irritieren den Prozess“. Dabei gehörten auf ambivalente Art und Weise der „humane Imperativ“ und die Ordnung des Verfassungsstaates zusammen, sagte di Fabio.«
            (http://www.ekd.de/aktuell_presse/news_2015_11_09_2_di_fabio_fluechtlinge.html)

            Und die Welt?

            »Auch von Christen fordert Udo Di Fabio in der Flüchtlingskrise Respekt vor Staatsgrenzen und ihrer Sicherung. „Wir können Grenzen nicht aus einem humanen Imperativ einfach aufreißen“, sagte der frühere Bundesverfassungsrichter in Bremen auf der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Das war ein klarer Einspruch gegen die Positionen des offiziellen Protestantismus.

            Denn zuvor hatte der EKD-Chef Heinrich Bedford-Strohm das Gegenteil gesagt: „Humanität und Menschenwürde kennen für uns keine Grenzen“, proklamierte der EKD-Ratsvorsitzende am Sonntag. „Gegen einen Kurs der Re-Nationalisierung in Europa“ sprach sich Bedford-Strohm aus.«

            Also: Grenzschließforderung wegen angeblich drohender „kultureller Fragmentierung“ versus „unverhandelbare Rücksicht auf Menschenwürde“.

            Was ist neu an dieser schlecht inszenierten Opposition wolkig wabernder Gemeinplätze? „Hoffentlich gelesen“, hatten Sie vor drei Tagen in die ganz große Runde (Alle!) geschmettert, als Sie eine Empfehlung zum gleichen Thema in „Die Welt“ gegeben hatten. Warum Sind Sie so enthusiastisch? Denn es ist absolut unmöglich, dass Sie das Allergeringste dazu gelernt haben können. Es steht doch in dem Artikel nichts anderes als in den 7.491 gleichartigen, aus denen Sie genau die zweieinhalb Weisheiten bezogen, die Sie hier im Forum mit aufstampfender Rechthaberei seit Monaten wie Long John Silvers Papagei wiederholen („Piaster“, „Dublonen“, „Runde Taler“!) — als wären Sie überzeugt, einen Befehl und Ruf aus der Höhe empfangen zu haben, der Sie auffordert, Ihre Stimme (oder das, was Sie dafür halten, denn es ist ja gar nicht das Volk, sondern „Die Welt“, die aus Ihnen spricht) …die Welt-Stimme also zu erheben gegen leichtherzige Helfer-Ruchlosigkeit und frechen Bewältigungsdünkel.

            In dem Auffanglager zirkulärer Selbstbestätigung, in dem Sie es sich mit Ihresgleichen bequem gemacht haben – ohne die Notwendigkeit, den eigenen Verstand jemals wieder einschalten zu müssen -, in dieser theatralischen Klapsmühle der maulenden, geschichtsklitternden und ablehnungskulturellen Endzeitapokalyptiker, in der „Die Welt“ aus Gründen der Auflagen- und Einkommenssteigerung das Rollenfach des missvergnügt keifenden Menschenfeindes für sich reserviert hat, gibt es doch nur einen Butzemann, Nachtmahr, Vitzliputzli oder Popanz auf den nach volks- und gemeinschaftstherapeutischen Grundsätzen eingedroschen werden darf: „Den hochtrabenden Anspruch der bedingungslosen Zuwanderungsbefürworter“.

            Dass es weder diesen „Anspruch“ gibt, noch die „Bedingungslosigkeit“ und auch nicht diese idiotische Sorte von „Befürwortern“, was macht das schon?

            Haben wir keinen Feind, müssen wir uns eben einen erfinden.

            Das ist zu allen Zeiten das Erfolgsrezept derjenigen gewesen, denen die Mühen des Selbstdenkens gegen die Wonnen des Chorsingens nicht anstinken konnten.

            Ich lasse Sie jetzt für den Rest meines Lebens alleine mit Ihrem Groll.

            Gott schütze Sie!

            Vera

      • Menschen identifizieren sich mit ihrer nationalen Zugehörigkeit…..ein Franzose, ein Ungar, ein Italiener, ein
        Spanier, ein Pole…….sie alle legen großen Wert auf ihre Nationalität. Diese definiert sich über Sprache, über Kultur, über Geschichte. Und sie wehren
        sich heftig dagegen, in einem lockeren Verbund zu enden, in dem dieselben Gesetze herrschen, die Abgrenzung zu anderen Nationalitäten aber aufgehoben wird.Diese Idee ist NICHT aus dem Bedürfnis der Menschen geboren, diese Idee wird ihnen von außen aufgezwungen und ihr Widerstand dagegen wird wachsen.

        • Liebe Vera,
          Das mit der Juristin kann ich Ihnen nicht so wirklich abnehmen, Juristen denken differenzierter.
          Sie haben es (wieder?) nicht verstanden.

          Sie stürzen sich auf das Vermeintliche, sehen aber nicht das Eigentliche.
          Mit meinem Hinweis auf die Rede während der Synode wollte ich nur aufzeigen, dass es wieder einmal keinerlei Diskussion gegeben hat, oder geben durfte.

          Die ganze Ansprache finden Sie auch!
          Durchaus beachtens-und diskussionswert. Die habe ich nämlich gesehen:
          https://www.youtube.com/watch?v=KDcQCWqGfqs

          Ihre Meinung ist also die einzig heilsbringende und seligmachende ? Oder wie sonst soll ich es interpretieren, was Sie wortreich vorgetragen haben? Rechtlich die einzig richtige – das kann es ja nicht sein.
          Woher nehmen Sie diese Chuzpe ?
          Als Anwältin können Sie mir doch sicherlich die Frage beantworten, ob es ein Grundrecht auf (Im-) Migration gibt?!
          Warum sprechen wir ständig über Integration, wenn noch nicht einmal klar ist ob ? Unser Innenminister könnte sich auch einen subsidiären Schutzstatus vorstellen.
          Vorauseilender Gehorsam? Oder was?
          Bitte erklären Sie es mir!
          Versuchen Sie es doch bitte ohne diese diffusen Angriffe und Unterstellungen – in ganz einfachen Worten – bitte, nur für mich.

          LG und ein vergelt`s Gott

    • Viele Lüneburger JJ-Kommentatoren (wie manchen Talkshowdauergast mit Abgeordnetenmandat wohl auch), hat Frau Merkel mit dem kühnen Griff ihrer Nothilfeaktion überfordert. Sie ziehen die Klugheit der Maßnahme radikal in Zweifel. Nun ist es aber gerade für diejenigen, die Frau Merkel aus der Nähe beobachten, fast unvorstellbar, dass sie unklug handelt. Man hat sie darüber belehrt, dass Kapazitäten Grenzen und Handlungen Folgen haben. Doch wie wahrscheinlich ist es, dass dies – im Unterschiede zu vielen Blog.JJ-Kommentatoren und Illner-Gästen – ausgerechnet der Kanzlerin entfallen sein sollte? So beschert die Fehlerdiagnose den Diagnostikern ein gewaltiges Erklärungsproblem. Da nicht anzunehmen ist, dass Frau Merkel unüberlegt entschieden hat, und da sie keinen Fehler zugeben will *, drängt sich den Zweiflern der Verdacht auf, sie verfolge Hintergedanken. Eine Hypothese dieses Zuschnitts liegt parat: Von reaktionärer Seite wird Frau Merkel von jeher bezichtigt, sie betreibe den Ausverkauf aller konservativen Traditionen. Im bürgerlichen Meinungsspektrum fand diese Kritik bis Ende Juni nur bei einer kleinen Minderheit Anklang. Jetzt übernimmt man die Erklärung, Frau Merkel habe eine geheime „Vision“ der Umbildung des Landes, weil man für ihre Flüchtlingspolitik keine andere Erklärung hat. In Grübeleien darüber, ob ihr eine Verletzung des Amtseids vorzuwerfen sei, da sie doch gelobt habe, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden, wuchert ein Argwohn, dem die Pegida-Parole vom „Volksverrat“ längst bündige Form gegeben hat. Zum ersten Mal seit der Ostpolitik gewinnt der Vorwurf politisches Gewicht, die verantwortlichen Personen in der Bundesregierung hätten gar nicht die nationalen Interessen im Sinn. Diese Verachtung für die Regierenden vergiftete und zerstörte die Weimarer Republik.
      (* Vgl das Interview vom 18. Oktober: http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/angela-merkel-im-interview-ich-werde-keine-scheinloesungen-vorschlagen-13860676.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2)

      Dass die allzu unmittelbare Umsetzung ethischer Impulse in politische Entscheidungen angesichts der gegenwärtigen Migrationswelle eine Situation heraufbeschworen hat, deren Komplexität die zuständigen Institutionen und einen Teil der Bevölkerung in Deutschland überfordert, ist also eine Sicht, die während der vergangenen Wochen für manche an Plausibilität gewonnen hat. Doch sie beeinträchtigt in keiner Weise die Schönheit, fast möchte man mit einem Hauch von Paradoxie sagen: die überwältigende Schönheit, millionenfacher individueller Reaktionen der Mitmenschlichkeit und der Großzügigkeit, in denen ein wunschhaftes Selbstbild vieler Deutscher Wirklichkeit geworden ist — und langfristig gewiss auch ihre Wahrnehmung im Ausland verändern wird. Ausgerechnet jene Nation (wenn man von “Nationen” als einer Dimension historischer Kontinuität überhaupt noch reden kann), die während einer gespenstischen Episode von zwölf Jahren die Abscheu vor jedem Anders-Sein zur Industrialisierung des Tötens verdichtet und gesteigert hatte, macht heute durch eine erstaunliche Zahl von Bürgern auf sich aufmerksam, die der Hinwendung zu fremdem Leid und dem Engagement für seine Heilung eine Priorität vor den eigenen Interessen geben.

      Darin liegt nicht unbedingt ein Widerspruch zu jener manchmal harsch wirkenden Unnachgiebigkeit, mit der eine – vielleicht andere — Mehrheit von Deutschen auf die Einhaltung von Finanzvereinbarungen unter den europäischen Gesellschaften bestehen wollte. Sie sahen wohl keinen Zusammenhang zwischen den griechischen Staatsschulden und einer Möglichkeit, kollektives und individuelles Leid in diesem Land zu mildern — und mithin auch keinen Anlass zu Reaktionen des Mitleids. Mit manchmal etwas banaler und fast immer auffällig forcierter Selbstwahrnehmung andererseits feiern sich die Deutschen gern als “Spendenweltmeister” oder (vor einigen Jahren) als die Gastgeber eines “Sommermärchens” – weil sie in singulärer Leidenschaft an der Verbesserung ihres Selbst- und Fremdbildes hängen. Dieser Ehrgeiz — und deshalb auch die Schönheit der wenigstens zum Teil von ihm motivierten individuellen Reaktionen — könnte, meine ich, die langfristige, über mehrere Generationen weitergegebene und deshalb heute oft gar nicht mehr bewusste Auswirkung eines Traumas sein, das sich die Deutschen im sogenannten “Dritten Reich” selbst zugefügt hatten, ohne damals natürlich an die Konsequenzen ihres Verhaltens zu denken. Diese Tradition wirkt nicht allein in den Impulsen der Zuwendung und der Großzügigkeit nach, sondern auch in der starken, eben ehrgeizigen Tendenz vieler Deutscher, ihren Staat auf die Übernahme und Verkörperung “ethischer” Einstellungen zu verpflichten.

      Beide Seiten der spezifisch deutschen Reaktion auf die jetzige Migrationsbewegung, die besondere Breite und Stärke ethisch motivierter Reaktionen ebenso wie die prekäre Neigung der Politik, sich allzu eng an sie anzulehnen, hat es den „Vertriebenen“ gegenüber, den „Gastarbeitern“ gegenüber, den „Umsiedlern“ gegenüber und den verschiedenen Wellen von „Kriegsflüchtlingen“ seit den 90ern gegenüber immer gegeben. Und ist dadurch auch immer bewusst gehalten worden, dass allein der gute Wille einer neuen Gesellschaft nicht ausreichte, um die Traumata aus der deutschen Vergangenheit im Rücken einer besseren Gegenwart zu isolieren, zu überwinden oder gar vergessen zu machen. Diese heute vielleicht zu einer Ahnung oder gar zu bloßer Energie gewandelte Erfahrung der unmittelbaren Nachkriegsjahre ist wahrscheinlich aber immer noch eine treibende Kraft und Komponente in der Bemühung von erstaunlich vielen Deutschen um ein Leben nach ethischen Prinzipien, um ein Leben, das die besondere Intensität der ökologischen Bewegung in Deutschland ebenso mit bestimmt haben mag wie den Willen so erstaunlich vieler Bürger im Land, die Migranten des Jahres 2015 nicht nur zu “absorbieren”, sondern ihnen eine Heimat zu sein.

  18. Sehr geehrter Herr Kreistagsabgeordneter a. D. Fahrenwaldt

    bitte erschrecken Sie nicht, wenn ich hereinplatze und mich überraschend zwischen Sie und Teja Fischer werfe, ohne die näheren Umstände der, wie es den Anschein hat, schon viele Jahre dauernden Vorgeschichte Ihres scharmutzieren Streites zu kennen, über dem, lassen Sie mich das offen ansprechen, für jeden unfreiwillig zum Zeugen Gemachten ein irritierender Hauch von Indezenz, ein kaum oder nur unvollkommen zurückgestautes Verlangen nach großem Publikum und öffentlichkeitsbegieriger Schaustellerei zu erschnuppern ist. Ein wenig erinnern die liebevollen Vertraulichkeiten und die vielen sehr intimen Andeutungen, die zwischen Ihnen beiden nicht ohne einen gehörigen Schuss Sarkasmus hin und her gespielt werden, wie er nur aus Jahrzehnten des zusammen Lebens und/oder Arbeitens erwachsen kann, an die Szenen einer Ehe wie ich sie leider – oder glücklicher Weise – nur aus dem schwedischen Filmdrama von Ingmar Bergman kenne, das ich in den frühen Siebzigern erst im Union Lichtspielhaus an der Bardowicker Straße (heute Capitol Brasserie) zweimal in Folge angeschaut und später noch mehrmals in sechs Happen im Zweiten Deutschen Fernsehen serviert bekommen habe.

    Wer bin ich?

    Ich bin nur einer Ihrer Ganzgeringen, der in das Leben aus der Zelle sieht und der, den Menschen ferner als den Dingen, nicht wagt zu wägen, was geschieht. Als einer, der sein ganzes waches Politikerleben lang die Dichtung nutzte, um mehr über die Wahrheit zu erfahren, kennen sie das wundervolle Gedicht von Rainer Maria Rilke sicherlich, das nicht nur über mich und Klaus Bruns Auskunft gibt, sondern auch über Sie, über Teja Fischer und all die armen verwirrten Thomas Schmids dieser Erde, die sich selbst für ein Opfer humanitätsduselnder Gewalt halten und anderen beim TV-Dinner gestörten Festungsbewohnern dieses Opfersein einzureden versuchen, ein Opfersein, das solchen gnadenlos in die – hart durchgreifende Selbstverteidigung erfordernde – Notwehrsituation gedrängten Bürgern zur unmittelbaren, zur unbarmherzigen, zur „ganz deutlich gespürten“ Gewissheit wird, — sobald ihnen der Anblick von Hunger, Armut, Obdachlosigkeit und Folter zugemutet wird.

    Was möchte ich?

    Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass Ihr Einsatz zugunsten des vermeintlich „unfreundlich“ behandelten Herrn Hans-Herbert Jeckel – meiner bescheidenen Ansicht nach – überflüssig ist. „Seine hier präsentierteThematik“ wird nämlich NICHT ignoriert und auch KEINESWEGS von Kommentatoren „einfach in egozentrischer Weise ein eigenes Schwerpunktthema in den Vordergrund zu stellen versucht“. Wollen SIE hundert Posts über die Frage lesen, ob Frau Merkel, Herr Schröder oder – der Himmel schütze uns – Herr Gabriel „Staatspersonalitäten“ sind? Was wollte der Autor uns sagen? Ist das die einzige Herangehensweise, mit der Sie sich literarischen Texten à la H.-H. Jenckel oder Klaus Bruns nähern? Non jenckelae, sed vitae discimus! Nicht für Herrn Jenckel lernen wir, sondern fürs Leben, Herr Fahrenwaldt. Wüsste Herr Jenckel das nicht, wäre er nicht in der Lage gewesen, innerhalb kürzester Zeit jede Woche mehrerer Zehntausend Besucher in sein „Kasperletheater“ (T. Fischer) zu locken. (Erfahrungswerte sagen, dass auf jeden Kommentar ca. einhundert Leser kommen, eher mehr als weniger. Was das bei über zweihundert Kommentaren, wie in der letzten Woche, bedeutet, können Sie gewiss leicht ausrechnen, auch wenn Sie „kein Mathematiker“ sind. Wenn Sie berücksichtigen, dass unter 30.000 Klicks die Hälfte bis zwei Drittel von Doppel- oder Mehrfachbesuchern stammen, bleiben immer noch zwischen zehn- und 15.000 überwiegend jungen (und einigen älteren Wählern, wie Sie und mich) in Stadt und Land, die bei Blog.jj aus- und eingehen.) Was glauben Sie denn, warum Typen wie Schmid und Gunkel und ihre Claqueure sich im JJ-Forum mit ihrem unausgegorenen Dünnpfiff so ausdauernd lächerlich machen? Das ist Wahlkampf, Herr Fahrenwaldt ! Und die Frage nach dem „Unterschied zwschen Politiker und Stastamann“ IST die Frage nach Populismus und Verantwortungsbewusstsein, zwischen Straße und institutionalisierten, also auf Dauer gestellten und leidlich funktionierenden Strukturen. Meinen Sie Herr Hans-Herbert Jenckel wiß das nicht? Meinen Sie er weiß nicht, was er tut? Steckt nicht ein Gran paternalistischer Anmaßung nach dem Vorbild des armen, mit heißer Luft aufgeplusterten Thomas Schmid auch in Ihrem Drang nach „indirekter“ Autoren- und „direkter“ Publikumsbelehrung, Herr Fahrenwaldt?

    Zur Sache, mein Lieber!

    Die Zeiten sind danach.

    Mit freundlichen Grüßen

    Hubert Kowalski (Pensionär, im tollen „Brennpunkt“ Kaltenmoor)

    • Lieber Herr Kowalski,
      offensichtlich befinden sie sich in einer argumentativen Notlage. Anders sind Ihre Unhöflichkeiten und Verbalinjurien gegen diverse Foristen und meine Person nicht mehr rational erklärbar. Trotzdem möchte ich mich höflich für Ihren Beitrag bedanken, zeigt dieser doch exemplarisch und vor zahlreichem Publikum , dass Sie bei der Vermessung Ihrer kleingeistigen Transitzone recht schnell an der Grundstücksgrenze angekommen sind.
      Allen einen schönen und entspannten Abend.

      • An Thomas Schmid

        Sehn Sie, man sacht ja nix, man schimpft ja bloß. Giftspritzende Schleicher und Handlangertypen wie Sie, Herr Schmid, richten sich immer von eigener Hand.

        Alle Ihre verquasten Versuche, mit dem bloßen Abladen von an jeder Straßenecke feilgebotenem Phrasenmüll zu punkten, sind gescheitert, weil Sie einfach nicht das Format haben, etwas Haltbares vorzubringen und es mit Argumenten zu verteidigen.

        Schicken Sie uns künftig bitte jemanden aus Ihrer Truppe, der tatsächlich etwas zu sagen hat und der es in einer wirklichen Debatte mit einer Handvoll pickliger Studierender aufnehmen kann.

        „Oft ist das Denken schwer, indes / das Schreiben geht auch ohne es“!

        Nicht wahr Thomas Schmid? Allens null Problemo für eine Nase wie Sie, solange der Riechkegel nur „ganz deutlich spürt“.

        So long Tommie

      • Gabor Kellinghusen

        @ Thomas Schmid

        Entschuldigen Sie, aber Ihr Beitrag zeigt »exemplarisch und vor zahlreichem Publikum , dass Sie bei der Vermessung Ihrer kleingeistigen Transitzone recht schnell an der Grundstücksgrenze angekommen sind«? Geht´s noch bitte? Wer ist denn hier seit einer Woche »in einer argumentativen Notlage«, weil er sich nicht erklären kann? Sind Sie dass nicht Schmidtt? »Unhöflichkeiten« und »Verbalinjurien«? Wer hat Dr. Kowalski unterstellt er ist zu dumm um zu verstehen?
        Es fing also alles damit an, dass Kowalski sich gewehrt hat?
        Leider reagiere ich auch auf Ihren »Blödsinn«.
        Aber nur, um Ihnen gegenüber mein Unverständnis darüber mitzuteilen, als dass ich davon Bauchschmerzen bekommen würde.
        Eine Frechheit, was Sie sich gegenüber anderen Mitmenschen erlauben, insbesondere einem älteren Herrn. Dass ein Bergbauvermessungsingenieur und ehemaligen Fachbereichsleiter für den Bau von Tunnels, Brücken und Kraftwerken aus dem niedersächsischen Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung mit Ihnen die größten Probleme hat, könnte meines Erachtens daran liegen, dass er zuhause mit ähnlichen »Patienten« wie Ihnen zu tun hat, die nie »an irgendeiner Grundstücksgrenze angekommen sind«, weil Sie weder Grund besitzen, noch Boden unter den Füssen haben.
        Wenn schon nicht vor dem Gegenüber, aber mindestens vor dem Alter darf Respekt geübt werden. Ich bin jedenfalls noch mit Tugenden und dem Respekt dem Menschen gegenüber groß geworden und halte daran auch weiterhin fest.
        Wenn Sie mir jetzt noch einen Gefallen tun würden, dann gehen Sie doch mal in sich und überlegen, was Sie hier abgeleistet haben. Wenn Sie dann noch zu dem Entschluss kommen sich bei Herrn Dr. Kowalski zu entschuldigen, denke ich, sind Sie auf einem guten Weg.
        P.s.: Auf einen weiteren Kommentar, bis auf den, einer Entschuldigung von Ihnen, verzichte ich gerne und werde darauf auch nicht antworten, zumal diese Kommentare (mein eigener zählt dazu) das eigentliche Thema völlig verfehlen.
        Wenn Sie sich durch diesen Kommentar beleidigt oder verunglimpft fühlen, bitte ich dies ausdrücklich zu entschuldigen. Mein Wortschatz bzw. Ausdruck ist nun einmal begrenzt; aber hoffentlich doch verständlich.

      • Aribert Jörgensen

        Hallo Thomas Schmid, in Ihrer zweiten Mail hatten Sie sich auf die Präambel Ihres Parteiprogramms berufen: Gute Politik, ist dort zu lesen, „fängt mit gutem Benehmen an. Wir setzen uns für eine bessere Streitkultur, für Fairness, Toleranz und Sachlichkeit in der politischen Auseinandersetzung ein. Das gilt für die Diskussion zwischen den Parteien ebenso wie für die Behandlung von Minderheiten in der Gesellschaft.“

        Hier einige Kostproben aus Ihren Posts, die „belegen“, was für Sie in der Praxis „ganz offensichtlich“ unter „gutem Benehmen“ und unter „Fairness, Toleranz und Sachlichkeit in der politischen Auseinandersetzung“ zu verstehen ist:

        + Sie tun, als könnten Sie in Köpfe blicken, und unterschieben anderen prinzipiell Unbeweisbares: „Die vergangene Woche hat bei Ihnen Spuren hinterlassen und Sie nachdenklich gemacht.“ (30. Oktober 2015 at 15:07)

        + Sie entgegnen gönnerisch: „Vielleicht haben Sie in der Sache etwas beizutragen? Nur Mut. Ich freue mich auf Ihre Argumente und weitere geistreiche Gedanken.“ (31. Oktober 2015 at 14:58)

        + Sie kanzeln ab: „Sie … mit Ihrer aufgeregten und leider etwas wirren Suada … Sie selbsternannter Mahner … mit bestenfalls schräg zu bezeichnenden Projektionen…“ (1. November 2015 at 08:15)

        + Sie schimpfen unter Zweitnamen, ohne zu begründen: „Anscheindend ist Ihre Meinung … repräsentativ und die einzig wahre Zugelassene. Lächerlich!“ (2. November 2015 at 11:55)

        + Sie fordern, was Sie selbst nie leisten: „Was greifen Sie konkret an? Bitte um präzise Formulierung Ihrer Behauptung und nachvollziehbare Belege.“ (2. November 2015 at 08:04)

        + Sie werden schnippisch, wenn Ihnen Gründe fehlen:“Wir beide haben ganz offensichtlich diametral entgegensetzte Vorstellungen … Belassen wir`s dabei.“ (2. November 2015 at 12:07)

        + Sie sind arrogant: „Lieber Herr Bruns, leider kann ich mit Ihrem Beitrag so gar nichts anfangen … bitte präzise und mit belastbaren Belegen.“ (2. November 2015 at 18:21)

        + Sie sind oberlehrerhaft anmaßend: „Sie dürfen sich Ihre Meinung gerne selber bilden und wählen was Sie für richtig halten. Ich stehe Ihnen hierfür gerne hilfreich zur Seite.“ (4. November 2015 at 08:10)

        + Sie bezichtigen Unbekannte der Dummheit:“Lieber Herr Kowalski, die kernige Antwort habe ich Ihnen bereits gegeben. Vielleicht haben Sie diese … schlicht nicht verstanden?“ (4. November 2015 at 19:14)

        + Sie selbst verweigern Gründe, weichen auf andere Themen aus und jammern: „Leider ist meine Feststellung … bisher noch ohne Gegenrede geblieben.“ (5. November 2015 at 11:40)

        + Sie werden unflätig, wenn Ihnen Antworten fehlen: „Ihre Unhöflichkeiten und Verbalinjurien … zeigen … exemplarisch, dass Sie bei der Vermessung Ihrer kleingeistigen Transitzone recht schnell an der Grundstücksgrenze angekommen sind“ (5. November 2015 at 15:43)

        + Wo Sie gedanklich nicht weiter wissen, diskriminieren Sie das Denken selbst: „Lieber Herr Kowalski, offensichtlich befinden sie sich in einer argumentativen Notlage.“ (5. November 2015 at 15:43)

        Soviel zu Ihrer „Streitkultur“, Ihrem „gutem Benehmen“ und Ihrer „Fairness, Toleranz und Sachlichkeit in der politischen Auseinandersetzung“, Herr Thoma Schmid.

  19. Sehr geehrter Herr Thomas Schmid,

    ich habe die trübselige Mitteilung erhalten, die Sie unterm 5. November 2015 um 15:43 Uhr an mich gerichtet haben. Erlauben Sie mir, Ihnen folgendes darauf zu erwidern:

    Sollte ich mich in „Unhöflichkeiten und Verbalinjurien“ gegen Sie ergangen haben, möchte ich mich entschuldigen, obwohl es mir schwerfällt, das zu tun.

    Ich möchte Ihnen erklären, warum mir das Wort beschwerlich ist, bevor ich mich aus diesem Forum wieder vollständig und für alle Zeit zurückziehe. 1) Sie sind ein Flegel, Herr Schmid. Sie greifen „Foristen“ von oben herab an, wenn Sie sich überlegen glauben, und behandeln sie wie ein vor Selbstgerechtigkeit förmlich zerspringender Oberlehrer. Sie sind der König all derer, über die Sie hinwegblicken können. 2) Sie sind ein Feigling, Herr Schmid. Sie treten nie als Person vor den anderen hin. Wenn es nicht „diverse [von Ihnen selbst erfundene] Foristen“ sind, die sich mit Ihnen zu solidarisieren haben, sind es „die Bürger“, denen Sie aus dem Herzen sprechen, oder es ist „das Volk“, als dessen auserkorener Deputierter Sie auftreten. Am Ende aber sind es immer „die Menschen“ in toto, die durch Sie eine Stimme erhalten und die durch Sie, wie Sie meinen, in ihrer wesensmäßigen Gesamtessenz ihr „eigentliches“ Wünschen und Wollen ausgedrückt bekommen. „Das spüren Sie ganz deutlich.“ 3) Sie sind ein Eiferer, Herr Schmid. Eiferer wissen nicht, was sie tun. Sie z. B., Herr Schmid, benutzen Worthülsen wie „rational erklärbar“, „exemplarisch zeigen“, „argumentative Notlage“ und „Verbalinjurien“, aber Sie wissen nicht warum. Sie haben sich nie gefragt, ob es auch andere als „rationale“ Erklärungen geben kann und wenn nicht, was die Doppelung dann soll. Was leistet das Attribut „exemplarisch“ beim Gebrauch des Verbums „zeigen“? Nichts. Dass eine „Lage“ vieles sein kann, aber bestimmt nicht „argumentativ“, ist ihnen nie eingefallen und dass die ehrabschneidenden „Injurien“ auf Deutsch „Beleidigungen“ heißen und des Präfixes „Verbal“ nicht bedürfen, da sie in Internetforen überhaupt nur sprachlicher Natur sein können, berührt Sie nicht. Sprache? Alles nur Klingklang und Firlefanz bei Ihnen, Thomas Schmid. Sätze und Thesen? Ebenfalls. Und darum ist auch alles, aber wirklich restlos alles, was Sie und Ihre „diversen“ Sprechpuppen im Blog-Forum vorgetragen haben in den Tonlagen der Empörung, des väterlichen Verständnisses, der Interessiertheit, der Empfindsamkeit, des Eingeschnapptseins und des „paternalistischen“ Steuerns und Anleitens, darum, sage ich, ist alles das nichts als das bis zum Überdruss bekannte aufgeregte, zwanzig Millionen Male durchgekaute Gefasel Ihrer Gesinnungsfreunde in den Staatskanzleien der einschlägigen Zeitungsstuben — platt wie eine Landstraße auf der Allerweltsgedanken in Alltagskleidern herumspazieren. All das wäre nicht weiter schlimm, wenn Sie sich nur an die Inhalte der von Ihnen weiterverteilten Floskeln hielten und sich wenigstens bemühten, sie in allen ihren Hinsichten zu verstehen und Gründe für sie beizuschaffen, wenn Sie darum gebeten werden. Aber selbst diese kleine Anstrengung ist Ihnen zuviel. Sie wollen einfach Krach schlagen und wollen für Ihren propagandistischen Unfug Applaus bekommen. Den Unterschied zwischen Wünschen und Gründen kennen Sie nicht. Die Möglichkeit, sich auch mal irren zu können, gibt es nur bei anderen. Für Sie nicht. Das spüren Sie ganz deutlich.

    Ich, Herr Schmid, „spüre ganz deutlich“ dass ich einmal sehr viel ruhiger in das Paradies eingehen werde, wenn ich vorher wenigstens einen Vertreter jener zahllosen Dummköpfe beim Namen genannt habe, die mich mein ganzes Leben lang verfolgt haben, die ich mein ganzes Leben lang still duldend verachtet habe, ein Rollenfach für das nun Sie als „Idealbesetzung“, als hervorragendes Musterbeispiel dienen können. Ich verachte Sie, Thomas Schmid (Das kommt Ihnen vielleicht wunderlich vor. Zuviel der Ehre für einen pseudonymen Schmierfinken?), einzig deswegen, weil Sie der Typus und die Verkörperung, die Personifikation und der Gipfelpunkt der frechsten, selbstzufriedensten, trivialsten und widerwärtigsten Mittelmäßigkeit sind! Sie sind die aufgeblasene Mittelmäßigkeit, die Mittelmäßigkeit, die in olympischer Ruhe an sich nicht zweifelt; Sie sind die allergewöhnlichste Gewöhnlichkeit! Nicht der kleinsten eigenen Idee ist es beschieden, in Ihrem Geist oder in Ihrem Herzen jemals zu keimen. Aber Sie sind maßlos neidisch; Sie sind zwar fest davon überzeugt, daß Sie das größte Genie sind; aber in düsteren Stunden beschleicht Sie doch manchmal der Zweifel, und dann ärgern Sie sich und beneiden andere. Gehen Sie hin und wühlen Sie im Unrat. Was staatsmännisch bürgerliche Verantwortung ist, werden Sie dort nicht erspüren.

    • Das ist ja mal ne Ganzkopfpflege der Extraklasse! Wer zahlt einem nach solcher Behandlung eigentlich den Umzug ins Exil im feinen US-Ostküstenstaat Connecticut?

    • Den grossen Staatsmännern und Frauen der CDU laufen die Wähler weg, weil die ständigen Gesetzesbrüche und Vertragsverletzungen unserer Regierung nicht weiter hinnehmbar sind.
      Hier ein kleiner Auszug der letzten Jahre:
      Bruch des völkerrechtlichen, europäischen u. EU-Rechts
      – Bruch der Maastrichter Verträge
      – Bruch des Stabilitätspakts
      – Bruch der No-Bail-Out-Klausel
      – Stümperhafte dt. Bankenrettungen mit einem finanziellen Schaden von ca. 500 Mrd. € zulasten des dt. Staates/Steuerzahlers.
      – Illegale finanzielle Griechenland-Insolvenzverschleppung mit einem momentanen, feststellbaren Schaden von ca. 100-120 Mrd. €, zulasten
      des deutschen Staates/ Steuerzahlers,
      – Katastrophal überhastete und missratene Energiewende mit kommenden Kosten von über 1 Billion €uro…
      – Bruch der Dubliner Asyl-Verträge
      – Bruch des Schengen-Abkommens
      – Einsame Aufhebung der dt. Grenzen ohne jede parlamentarische Entscheidung
      – Eigens angeleierte, unnötige egozentrische deutsche Asylpolitik – mit dem Resultat von aktuell ca. 1,2-1,5 Mio. illegal eingewanderten Asylsuchenden aus aller Welt (Missachtung v. Dublin); davon Hunderttausende Unkontrollierte sowie Nichtregistriert u. ohne ärztl. Gesundheitscheck; …..
      – Nötigung der inländischen Einrichtungen und staatlichen Strukturen, die Einwanderer zu versorgen.
      Kein Land dieser Welt würde seine Grenzen ungesichert lassen und die ganze Welt einladen und endlos oft betonen, daß Deutschland ein reiches Land sei. Nur die Staatsmänner , die die Entscheidungen in Polen,in Tschien oder Ungarn als rassistsich ansehen und die komplette Welt und alle Opfer der Krisenherde weltweit, zur Lösung nach Deutschland einwandern lassen. Ich bin gespannt, wann man sich nach Problemen im All umsieht und die Bewohner rettet!

      • Liebe Frau Anka Schiemann,

        offensichtlich befinden sie sich in einer argumentativen Notlage. Anders sind Ihre Unhöflichkeiten und Verbalinjurien gegen diverse Foristen und meine Person nicht mehr rational erklärbar. Trotzdem möchte ich mich höflich für Ihren Beitrag bedanken, zeigt dieser doch exemplarisch und vor zahlreichem Publikum , dass Sie bei der Vermessung Ihrer kleingeistigen Transitzone recht schnell an der Grundstücksgrenze angekommen sind.
        Allen einen schönen und entspannten Abend.

        • @Thomas Schmid
          Na, soweit wie Herr Bruns hier, der ja auch ein Forist der alten Garde ist, bin ich nicht. Allerdings bezeichne ich andere Foristen auch nicht als Vollpfosten,weil ich eine Heilewelt -Theorie ,der offensichtlich weit von der Zivilisation entfernten und somit problemlosen Zone in der Gemeinde Reppenstedt, nicht teile.

        • Auch auch wenn man das mantraartig wiederholt, das wir alle aufnehmen müssen, ist dies falsch, denn das GG Artikel 16a besagt dass es (einstweiligen) Schutz vor POLITISCHER Verfolgung gibt für diejenigen, die (gem.Abs 2) nicht bereits in einem anderen Drittland in Sicherheit waren, also es existiert daher abgeleitet kein Recht auf Einwanderung, weil es hier bessere Jobs, sauberere Luft, hübschere Frauen oder höhere Sozialleistungen gibt. Diese Flüchtlinge müssen wir uns nicht leisten.

          Diese Leute mussten weder aus der Türkei, aus Griechenland noch aus
          Österreich fliehen. Es lockte sie das Geld und die Aussicht auf Haus und
          Auto.
          ICH kann mir beim Wunsch zu emigrieren, mein Zielland auch nicht aussuchen, sondern muss egal wohin ausserhalb Schengen meist ein Visa mitbringen, einen rbeitsvertrag, einen gültigen Pass, reichlich Geld, ein pol. Führungszeugnis usw usw.. SO WHAT ; hier wird mal wieder die Kernfrage umschifft.

          Somit stellt sich hier auch nicht die Frage einer wie auch immer gearteten Integration, diese Leute müssen so rasch wie möglich in ihre Heimat zurückgeführt werden. Als erstes die Kosovaren, Serben, Roma, dann die Maghrebiner, Pakistani etc. Die Syrer meinetwegen vorerst geduldet gem Genfer Konvention (die eigentlich nur das nächste Nachbarland beeinhaltet) dann spätestens adios wenn der Konflikt mit Assad behoben ist. Keine Leistungen mehr auszahlen und binnen Monatfrist Rückfahrticket. Selbst dann kostst uns das ganze Unsummen.

          Alles weitere ist eben nicht durch Recht und Gesetz vorgeschrieben oder wenigstens abgedeckt. Es handelt sich ansonsten um Rechtsbeugung.

          Und wer ist denn in einer argumentativen Notlage? Können Sie mich aufklären?

  20. Jennifer Franke
    ihre ansammlung von links ist ja gewaltig, das wissen um die schweiz auch? an der grenze nach italien gingen reihenweise schweizer banken pleite. deren geschäftsmodelle, kriminellen ihr geld zu waschen, entwickelte sich zur sackgasse. banker wurden arbeitslos. gleichzeitig entwickelte sich eine antideutsche stimmung in der schweiz. warum? es lag an deren willkommenskultur, nur die reichen und schönen ins land zulassen. deutsche wirtschaftsflüchtlinge , tja, es gibt diese tatsächlich , schuhmacher , müller-milch usw. haben dafür gesorgt, dass die grundstückpreise in der schweiz explodierten. ein einheimischer kann sich kein grundstück mehr leisten. den schweizern wird ihre vergangenheit, ein eldora für wirtschaftskriminelle und steuerflüchtlinge zu sein, noch gewaltig auf die füße fallen. so ist das nun mal, so hat jeder seine eigenen hausgemachten probleme. der anteil von nicht-schweizern liegt übrigens über 20%. da haben wir deutsche, was nicht-deutsche angeht, noch ein bisschen luft.

    • @ Bruns
      Was interssiert mich Müller Milch. Es interessieren mich auch keine Spinner, die eine Sternschnuppe als UFO ansehen.
      Das Thema war und ist die Innenpolitik in Deutschland und der Schweiz , die in der Schweiz vorbildlich demokratisch organisiert und mit Volksabstimmungen zu wichtigen innenpolitischenThemen aufwarten kann. Alleine einmal alle vier Jahre ein Kreuz setzen zu dürfen und dann den kompletten Zeitraum alle Entscheidunegn, seien sie noch so kostspielig ,absud oder negativ für die Bevölkerung, ist keine Demokratie, sondern eine Volksverdummung und die Wähler nichts weiter als Wahlvieh, das man nutzt um an die grossen Pensionen ,Diäten und viele Vergünstigungen zu kommen und seine persönlich gesteckten ideologischen Ziele zu kommen.
      Dafür gibt es diverse Beispiele: Gutenberg, Schavan, Koch Mehrin, J. Fischer,usw.

  21. Paulina von Essen

    Hoher Besuch: Ministerin Gabriele Heinen-Kljajic zeigt sich von Blog.JJ, Hans-Herbert Jenckels KulturBäckerei, beeindruckt

    Die Niedersächsische Kulturministerin Gabriele Heinen-Kljajic kam am Dienstag Abend als Schirmherrin zu der Uraufführung von „Klaus und Klaus Bruns“ in Jenckels Backforum für Politspezereien und Aufklärungskultur. Das Reppenstedter Volksstück nach dem bekannten Kinderbuch „Moderne Märchen für jung und alt mit Liedern von Knef bis Rio Reiser“ stammt aus der Feder von Kay-Hans Wahrenfaldt. Königin Nahrfred Manstedt ist amtsmüde. Sie geht am Stock, der Rücken ist krumm vom Regieren. Vor dem Abdanken muss sie nur noch ihren Schlaffisohn Klaus Bruns verheiraten, damit er standesgemäß die landrätliche Krone aufs Haupt bekommt. Um die Sache zum guten Ende zu treiben, lädt Königin Nahrfred Rosen-Prinzessinnen aus ganz Deutsch Evern zum Braut-Casting, auf dass die Herzen „pling-plang-plong“ schlagen. Aber da klingelt nichts beim Prinzen und den Damen, und es kommt in der Märchenkomödie „Klaus und Klaus Bruns“ ganz anders, der Titel verrät das schon. Als modernes lokalpolitisches Märchen hat Kayhans Wahrenfaldt das Stück nach seinem gleichnamigen Kinderbuch-Hit geschrieben, und das Schauspielkollektiv Lüneburger LZ-Kommentatoren hat daraus als Uraufführung einen charmanten Theaterabend bei Blog.JJ, in der KulturBäckerei von Hans-Herbert Jenckel geschaffen. Lüneburg spiele in der freien Theaterszene in einer eigenen Liga, meinte die Ministerin.

    Die Arbeit des Schauspielkollektivs/Neues Schauspiel „Lüneburger LZ-Kommentatoren bei Blog.JJ“ stehe dafür exemplarisch: „Mit seinen Jugendproduktionen erreichen Jenckel und seine Kommentatoren-Rasselbande weit über Lüneburg hinaus Kinder und Jugendliche und begeistern sie für das Blog.JJ-Theater.“ Das Stück „Klaus und Klaus Bruns“ zeige, so die Ministerin weiter, „auf hervorragende Weise, dass auch brisante gesellschaftliche Themen (vulgo: „Heißester Scheiß von hinter den Leuphana-Libeskind-Finanzierungskulissen etwa“) auf der Bühne verhandelt werden können.“

    Sehr beeindruckt zeigte sich die Ministerin bei einem kurzen Rundgang durch die Blog.JJ-KulturBäckerei. „Ich wüsste kein Forum, das so einen starken Akzent auf Artistik auf professionellem Niveau legt.“ Besonders hervor hob die Grünen-Politikerin das Nebeneinander von Kunst, kultureller Bildung und Einbeziehen der allgemeinen Lebenshilfe „das finde ich besonders toll.“ Sie würdigte ausdrücklich das Engagement der Stadt und der Sparkassenstiftung: „Hier haben viele an einem Strang gezogen.“ (Bei dieser kleinen ministeriellen Anzüglichkeit mussten Klaus und Klaus Bruns gehörig kichern: „Hihihihiiiii …“.) oc

    Es gibt weiterhin großen Beifall für alle Akteure vom Schauspielkollektiv und eine ganze Reihe von Terminen in der KulturBäckerei, die nächsten am 13./14. November um 16 bzw. 15 Uhr.

    Quelle: http://www.landeszeitung.de/blog/kultur-lokales/277165-schauspielkollektiv-bringt-maerchen-koenig-und-koenig-zur-urauffuehrung

    • Apropos Sparkassenstiftung

      Klaus Bruns, Sie mögen doch Schlüsselromane. Wenn Sie sich DIE kleine Fortsetzungsgeschiche aus der Frankfurter Allgemeinen durchgelesen haben, besitzen Sie alle Werkzeuge zum Öffnen des Lüneburger Stiftungsschlosses (Anstalt des Öffentlichen Rechts) von Karl Reinhold Mai, Thomas Piehl, Henning Arens und Michael Jurr:

      1. Teil: http://www.faz.net/aktuell/finanzen/sparkassen-check/sparkasse-dinslaken-pleite-durch-expansive-kreditpolitik-13893270.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

      2. Teil: http://www.faz.net/aktuell/finanzen/sparkassen-check/gekungel-mit-politik-ruiniert-sparkasse-dinslaken-13893465.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

      Heinz Rümmler

      • mein lieber Heinz Rümmler, mit ihrer annahme haben sie recht. nehmen sie doch mal sparkasse weg und setzen sie dafür ihk hin. wie war das da? man ging in rente. man bekam mehr, als zu zeiten der tätigkeit. die lieben futtertröge, sie locken nun mal überall. und es ist seltsamerweise, immer die gleiche mischpoke.

        • @ Bruns
          Lieber Her Bruns.
          Da Sie andere ständig wiederholt, gebetsmühlenartig und nervend darauf hinweisen, das deren Einstellung, Äusserungen und Gesinnung fragwürdig, rechts ,radikal oder menschenfeindlich wäre, mache ich Sie darauf aufmerksam, das der Begriff „Mischpoke“, der von Ihnen verwendet wird und den auch Herr Özdemir für Andersdenkende benutzt hat, ein Begriff ist, den die NSDAP geprägt und auf die damals lebenden Juden angewendet hat. Das ist eigentlich Volksverhetzung.
          Aber das wissen Sie als Insider und ständiger Mahner und unermüdlicher Warner vor Rassismus und Ausländerfeindlichkeit sicherlich.

          • herbert relling
            natürlich wusste ich das, sonst hätte ich den begriff nicht benutzt. warum habe ich ihn benutzt? ich wusste, der richtige wird sich melden.

    • Paulina von Essen, würde Paulina von Hunger nicht besser passen? sie haben zwar humor, den ich teilen kann, aber es fehlt ihnen anscheinend etwas. was würden sie ohne mich hier machen? wie wäre es dann mit ihrer kreativität bestellt? moderne märchen? findet denn hier nicht ein klassisches kasperltheater statt? warum klingt aus ihrem munde alles so grün?

  22. liebe hiesige festgemeinde, angriffe auf die person war noch nie hilfreich. sich sachlich mit argumenten auseinander zusetzen ist das gegenteil. wenn es keine argumente gibt, doch besser die klappe halten. egopflege gibt es reichlich, man könnte sie mir auch vorwerfen. nur, bei mir stimmt sie nicht. ich habe keine ambitionen. weder jemanden zu überzeugen, noch strebe ich ein amt an. mir würde es reichen, wenn die menschen sich besser verstehen und verständigen würden. also ihr lieben , ich kann auch hetzen , beleidigen, usw. nur wozu?

    • Kevin Manuel Schnell (29)

      Lieber Klaus Bruns,

      wissen Sie eigentlich, was der 88jährige geschäftsführende Gesellschafter der Berliner ‹Hans-Dietrich Genscher Consult GmbH› morgens immer zu seinem 91jährigen Chauffeur sagt, wenn der ihn fragt, in welche Richtung er den Achtzylinder-Turbodiesel schießen lassen solle? «Egal, Heinrich, wir werden überall gebraucht.»

      Wie Sie eigenhändig schon häufiger in Ihre PC-Tastatur gehämmert haben, werden als Expert(inn)en jene Personen bezeichnet, welche von immer weniger immer mehr wissen, bis sie irgendwann von nichts alles wissen (schwarzer, bundeskasperzertifizierter Bescheidwissergürtel). Zu diesen Kompetenzkapazitäten der Premium- und Extraklasse gehört insbesondere in Reppenstedt, wer hinterher sofort exakt und erschöpfend begründen kann, warum alles vollkommen anders gelaufen ist, als sie/er vorhergesagt hatte. Ist man selbst – wie beispielsweise Sie – ein solcher aufs Universelle spezialisierter extrabesonderer Superschwergewichtsprognostiker, hat man natürlich leicht lachen: Alle wollen was von einem und das marktwirtschaftliche Prinzip von Angebot und Nachfrage regelt wie üblich den Preis. Dabei ist es selbstverständlich wichtig, immer den kleinen Finger so hoch wie möglich zu halten, damit alle erkennen können, dass man die Kanone unter den größten Koryphäen zwischen Theodor-Storm und Hermann-Löns-Straße ist und jede Menge weiß. So sind Expert(inn)en auch leicht von weitem zu erkennen. Vorzugweise halten sie den linken oder den rechten Arm in die Luft erhoben und strecken dabei den kleinen Finger in Richtung Himmel, so als wollten sie Gott in der Nase bohren helfen. Ihr Motto lautet: „Ist der kleine Finger oben wird man dich gewisslich loben!“ Je höher also der kleine Finger von einer Expertin oder einem Experten abgewinkelt wird umso mehr Expertin oder Experte ist diese Person. Das Wissensgebiet ist hierbei zu vernachlässigen.

      Aufs Totale und menschheitsgeschichtlich relevante Komplettwissen spezialisierte Expert(inn)en neigen gerade aufgrund ihrer besonderen Kenntnisse in diesem Orchideen-Fach im allgemeinen zur Bescheidenheitsprotzerei (Helmut Schmidt, Mutter Theresa, Roger Whittaker, etc.). Dem großangelegten „Digital Marketing Survey 2105 by @OurSocialTimesLeuphanaExperts“ zufolge ist die Zahl der Expert(inn)en bei Blog.JJ ist in den letzten 350 Jahren kontinuierlich angewachsen. Für die Zukunft sagen die Spezialist(inn)en von der Lüneburger Universität der generalistisch aufgestellten Expert(inn)enbranche eine weitere explosive Zunahme von ihresgleichen vorher.

      Hinter den Kulissen aber, lieber Klaus, leben Expert(inn)en (wie z.B. auch Amateurfunker und Liebhaber von Froschlurchenrennen) meist einsam und zurückgezogen, da in ihren Lebenserhaltungssystemen keine Ressourcen für ein zivilisiertes Sozialverhalten vorgesehen sind. Mit anderen Worten: Ihre Expert(inn)en-Expertise ist so stark ausgeprägt, dass alle anderen Sinne und Fähigkeiten verkümmern. Das kann manchmal so weit führen, dass etwa ein Computer-Experte den Rat eines Frauen-Experten in Anspruch nehmen muss, wenn er wissen möchte, wo er einen Abendbrot-Experten finden kann. Daraus folgt also: Expert(inn)en brauchen andere Expert(inn)en zum Überleben.

      Ein beliebtes Rollenfach für die anspruchsvolleren Expert(inn)en der intergalaktisch spezialisierten Global-Expertise ist der Internet-Experte (m/w). Das sind Expert(inn)en, die vorzugsweise in Internetforen als Expert(inn)en auftreten. Zu erkennen ist diese Gattung an einer astronomisch hohen Anzahl von Beiträgen und einer noch viel größeren Anzahl von Unwissenden, welche das unglaubliche Wissen dieser Expert(inn)en bewundern. Die wichtigste Qualifikation der Internet-Expert(inn)en ist der Glaube an die höheren theologischen Instanzen des Netzes wie Google, andere Internetforen und ihr eigenes Foren-Archiv. Da Internet-Expert(inn)en bescheiden sind, erklären sie einen Sachverhalt nie in eigenen Worten, sondern verweisen immer auf Google, andere Internetforen, ihr eigenes Foren-Archiv, auf dort gesammelte Links oder auf die Suchfunktion der Foren-Archive in anderen Internetforen. Aufgrund dieser Tatsache sollte man Internet-Expert(inn)en nie als Götter, sondern immer nur als deren Verwandte oder als Halbgötter ansehen. Allgemein gesagt sind Expert(inn)en Menschen, welche die typische Entität (lat.entitas: das abgeschlossen in sich wesende Wesen des Wesentlichen) des Lebens hinterfragen und auch versuchen, es ganz neu zu begründen.

      Ich komme nun zum Schluss:

      Der nicht mehr ganz neue Unsichtbare an der Spitze der CDU-Stadtratsfraktion, Niels Webersinn der Jüngere, hat bekanntlich im Jahre 1922 den Physik-Nobelpreis erhalten — «für seine Verdienste um die Erforschung der Struktur polsierender Atome und der von ihnen ausgehenden eckhardschen Strahlung». Von diesem illusionslosen Anhänger einer beinhart materialistischen Naturbetrachtung und diesem Fachmann für gruppendynamische Energieerhaltung, programmatische Unschärferelationen und das quantenpolitische Komplementaritätsprinzip hat unlängst Eugen Srugis (SPD, wenn ich mich richtig besinne) die – von Niels´ altem Kollegen Werner Heisenberg (CDU) kolportierte – Anekdote zum Besten gegeben: «Niels wohnte in der Nähe unseres Ferienhauses in Tisvilde. Über der Eingangstür seiner Blockhütte hatte er ein Hufeisen angebracht, das nach einem alten Volksglauben angeblich Glück bringen soll. Als ein Bekannter ihn fragte: ‹Aber bist du denn so abergläubisch? Vertraust du wirklich den magischen Kräften von Talisman und Amulett?›, antwortete Webersinn: ‹Natürlich nicht; aber wissen Sie, manche Leute sagen mir, dass Hufeisen auch dann Glück bringen, wenn man nicht daran glaubt.›»

      Lieber Klaus Bruns,

      Ihre inzwischen (höchstwahrscheinlich auf Ihre Bitte) wieder entfernte Voreiligkeit von heute Nachmittag, den 6. November 2015 at [!] 15:20, enthielt neben einer Expertise ein Versprechen, das, weil es so überwältigend originell ist, der Nachwelt nicht verlorengehen darf. Hier der komplette Text des wahrhaft historischen Dokuments:

      «da ich im wahlkampf nicht involviert bin ,hier es sich zieht, ein blog, ein mensch, der wenig zeit hat, ziehe ich mich aus dem blog von herrn jenckel zurück. mein tipp, geld zunehmen und jemanden , dessen vertrauen man besitzt, hier einstellen und ihn dafür zu bezahlen , unsinn zu verhindern. ansonsten wird dieser blog über kurz ,oder lang einschlafen. spätestens nach der nächsten wal. es wäre ein jammer.»

      Klaus, nicht nur, dass Sie mit einem Mund voller Salzkartoffeln, Soße und Krustenbraten behaupten, Sie hätten heute Ihre Fastentag, und nicht alleine, dass Sie zwölf Sätze benötigen, um nichts zu sagen, obgleich Sie wenige Minuten zuvor – an die Menschheit gewandt – wie Abraham dekretierten: «wenn es keine argumente gibt, doch besser die klappe halten!», und dass Sie uns zum siebenhundertdreiundneunzigsten Mal mit Ihrem Purifikations- und Jonny-Controletti-Song vom Bezahlbloggen kommen, nein, Sie drohen auch noch (wahrscheinlich vom mitternächtlichen Pathosüberschwang des Kaltenmoorer Vermessungsoberamtsrates i. R. Dr. Hubert Kowalski mitgerissen) urbi et orbi: «ich ziehe mich aus dem blog von herrn jenckel zurück»!

      Oh weh! Oh wehe, wehe, wehe! Wenn ich auf das Ende sehe! Drei volle Stunden haben Sie mit sich im Stahlbad Ihres heroischen Entsagungswillens gerungen, bevor Sie den Redaktor ums Löschen Ihrer Ankündigung baten — weil Sie uns, Ihre lieben, lieben Schäfchen, wehklagen und rufen hörten: Bleiben Sie bei uns, Klaus, um «unsinn zu verhindern. ansonsten wird dieser blog über kurz ,oder lang einschlafen. spätestens nach dem nächsten wal. es wäre ein jammer», ein Jaaaammmmmmmäärrrrrr !!!!!

      Klaus, Sie als Experte fürs universalistische Spezialistentum partikularpluraler Totalität, als jemand, der nicht an den lieben Gott glaubt, aber freiherzig zugibt, dass er ihn vermisst, der uns 365 Stunden am Tag in sokratischen Sentenzen («ich bin kein klugscheißer. ich weiß es wirklich besser.», «fußball ist wie schach. nur ohne würfel.», «egopflege gibt es reichlich, man könnte sie mir auch vorwerfen. nur, bei mir stimmt sie nicht.», «von fisch ist fleisch das beste gemüse.», etc.) die hansestädtische Weltlage interpretiert, ein Halbgott der absurden Eindeutigkeiten und der eindeutigen Absurditäten, einer wie Sie, Klaus, wird bei LZ-Online überall gebraucht. Dieses Selbstverständnis müssen Sie sich einfach bewahren.

      Nur, Klaus! Vergessen Sie nie das Flehen des armen, verwirrten Woyzeck: «hier es sich zieht, ein blog, ein mensch, der wenig zeit hat»! Und deshalb möchte ich Sie dringend um Eines bitten, Klaus:

      Kürze!

      • Lieber Kefien, das hätte man auch in 3 Sätzen zu Niederschrift bringen können.

        Aber welcher Kanzler war jetzt noch gleich der Staatsmann?

      • Hat KB wirklich „Wal“ geschrieben ??

      • @ Kevin Manuel Schnell
        Gott sei Dank haben wir Menschen, die noch denken können und alles um sich herum noch wahrnehmen und den Wahnsinn ansprechen. Das heute zu wagen, ist schon ein riesiges Stück Meinungsfreiheit.

        Tausend mal Danke für Ihren Beitrag.

        • Vielen lieben Dank, Lydia,

          schön, dass Sie sich in der Skizze wiedererkennen. Beim Schreiben hat ein Autor ja immer einen idealtypischen Adressaten vor Augen, an den er sich wendet und für und über den er schreibt. In diesem Fall waren auch Sie, Lydia, und Ihre vielen Geschwister im Forum das Modell, welches dem gezeichneten Bild zugrunde liegt und es in seiner krassen Eindeutigkeit ermöglichte.

          • @ Unbekannt

            Zitat von einem grossen Denker , nämlich Helmut Schmidt:

            “Wer die Zahlen der Moslems in Deutschland erhöhen will, nimmt eine zunehmende Gefährdung unseres inneren Friedens in Kauf.” Quelle: Ausser Dienst, S. 236.
            Ist der ehemalige Bundeskanzler denn auch ein Geschwisterteil von mir? Das wäre mir nicht unangenehm.

            Oder Ein Zitat von Herbert Bath (SPD), Landesschulrat von Berlin, 1982
            „Wir müssen dafür Sorge tragen, daß unsere Kinder und Kindeskinder als Deutsche in ihrem Vaterland friedlich und unangefochten leben können, und wir dürfen ihnen nicht ein Land mit unlösbaren Problemen hinterlassen.“

            Und nun ,Herr Schmid? Wollen Sie eine ganze Generation mit Ihren Pauschalurteilen diffamieren?
            (Berliner Morgenpost, 28.11 1982)

    • @ bruns
      also ihr lieben , ich kann auch hetzen , beleidigen, usw. nur wozu?

      Das sagt der Richtige. Der alleswissende , über alles erleuchtete Übermensch Bruns.

      Haben Sie immer noch nicht in das nächstgelegene Asylbewerberheim gefunden ,um Ihren laut propagierten Sprüchen für andere, auch Taten folgen zu lassen oder muss wieder ein „Besuch“ vor dem Rathaus genügen ,um negatives Gerede gegen Deutsche loszutreten und die „einzig wahren Gläubigen“ hier wieder auf den Thron der Heiligkeit und Vollkommenheit zu erheben und den Bürger in Deutschland wieder zu einem Gelegenheitsnazi , der völlig unbegründet Angst schürt, sich nicht an Hilfe beteiligt und sowieso völlig fremdenfeindlich und abartig gegen alles Nichtdeutsche hetzt und in Haft gehört.

      • (höchstwahrscheinlich auf Ihre Bitte)
        die höchstwahrscheinlichkeit wurde nicht auf mein bitten hin entfernt. sie dürfen nochmal raten. tja, was schreibt man nicht alles. die lieben experten, die hier auftreten ,werden doch von allen geliebt. was wären wir ohne sie? still. und diese stille, wer kann sie heutzutage noch ab? und wer will sie wirklich? aber sie dürfen mir ruhig glauben, es wird demnächst um mich und von mir sehr still werden. eines hat mich hier immer gefreut. es kam ein echo , wenn ich es mal wieder nicht lassen konnte, zu provozieren. und das sagt der richtige.

        • Ich rate nochmal: War´s Herr Jenckel selbst, der eigenmächtig entschieden hat, Ihre der gesamten Schöpfung voreilig übermittelte Demissionsofferte zu unterdrücken, weil Ihr „tipp, geld zunehmen und jemanden , dessen vertrauen man besitzt, hier einstellen und ihn dafür zu bezahlen , unsinn zu verhindern“, sonst morgen schon von Welt-Politikredakteurs Ulrich Clauß im Jonny-Controletti-Journal für Bakschischkultur und Verschwörungsmachenschaften aufgedeckt worden wäre? Hätte er nicht sofort gerufen: „Die halbe Wahrheit zur Klaus-Bruns-Krise ist zu wenig“?

          Und wäre dann nicht überall dort, wo sich an die Wurzel des Übels durchdringende Kritiker der Flüchtlingspolitik versammeln, sofort der Vorwurf gezielter, gekaufter und zensierender Desinformation wieder pauschal gegen die als „Mainstreammedien“ verunglimpften Verlagshäuser und Rundfunkanstalten erhoben worden, gegen welchen an diese andern alle gerichteten, „schwerwiegenden Lügenpressen-Vorwurf“ sich einzig Die Welt glücklich verwahren kann – indem sie diese ganze Reppenstedter Bürgersorgen systematisch wegmerkelnde Riesenschweinerei einmal ganz deutlich ausspricht?

          • mit dem unsinn, meine ich hier doch nur das benehmen. ,was haben sie denn gedacht? da sie gerade die springer-presse erwähnen, wie machen die das bloß mit dem unsinn? wie kommen dort die leser immer auf lügen-presse? schmunzel.

      • meine allerliebste Gabriele Heiman, sie sollten ihre braune kapuze entfernen, sie laufen sonst doch nur immer gegen die wand, die ich ihnen gern in den weg baue. und dieses wird bis zum ende andauern. bleiben sie bloß von den asylbewerberheimen weg, sie locken sonst zuviel aas an. ich mache um rathäuser einen großen bogen, warum? wo soll man da rat bekommen? sie sind ja schon da.

        • @ Klaus Bruns

          Ist denn Maiziere und das BAMF auch „braun?“

          Der Vorschlag von de Maiziere ist eine schon existierende Regelung, die auch im BAMF.de nachzulesen ist. Es muss nur angewendet werden.

          Hier nur ein kleiner Auszug:

          Bei einer Einreise über einen sicheren Drittstaat ist eine Anerkennung als Asylberechtigter ausgeschlossen. Dies gilt auch, wenn eine Rückführung in diesen Drittstaat nicht möglich ist, etwa weil dieser mangels entsprechender Angaben des Asylbewerbers nicht konkret bekannt ist.

        • @ Bruns
          Gehts noch, Herr Bruns? Sie haben nicht das Recht besorgte Menschen hier zu diffamieren, weil Sie Ihre subjektive und einseitige Meinung nicht teilen.
          Sie sollten Experten zuhören und nicht Ihre eigene Gesetzgebung basteln. Oder ist Deutschland nun kein Rechtsstaat mehr , weil Merkel und Co. ihre persönlichen Ansichten durchsetzen muss und ausnahmslos alle müssen dazu klatschen? Ich denke nicht.

          Übrigens , je öfter Sie die Begriffe „braun, Nazi, rechts ,rechtsradikal benutzen und Menschen beleidigen, je mehr nutzt sich dies ab und je mehr verliert dies an Wirkung.

          Ein Artikel für Sie:
          http://www.n24.de/n24/Mediathek/videos/d/7561636/-bundesregierung-hat-erhebliche-rechtsverstoesse-begangen-.html

          • Ortwin, so empfindlich? wer verteilt muss auch einstecken können. welchen besorgten menschen meinen sie? hat er einen realen namen? oder meinen sie sich nur selbst?

          • Sehr geehrter Herr Ortwin

            Bitte mäßigen Sie sich. Wir Juristen sollten unsere Nase nicht in die intime Konversation eines alten, heftig zerstrittenen Liebespaares von ehedem stecken, das auf den hallenden Fluren des Gerichtsgebäudes in schrillsten, ja, geradezu ohrenzerfetzenden Kadenzen miteinander zankt.

            Sie lenken unsere Aufmerksamkeit völlig zurecht auf das Statement Ihres Kollegen, den nicht ganz unbekannten Verfassungsrechtler Rupert Scholz, der Mitherausgeber eines berühmten Grundgesetzkommentars ist. Übersehen darf man hier aber nicht: Der „Unmut in der Union“ wird ganz stark von den „Frustrierten“, den Sitzenbleibern, den Abservierten und Kaltgestellten befördert, die immer gegen den Modernisierungskurs in der Partei waren und die jetzt ihre Chance wittern und die sehr schwierige Situation zum willkommenen Anlass nehmen, um ihren Unmut zuzuspitzen und Bundesgenossen zu suchen. Auch eine Art von nobler Willkommenskultur! Zu dieser Art von Enttäuschten gehört ohne Zweifel auch der ehemalige „Politiker“ Scholz, der als Verteidigungsminister 88/89 ein Desaster nach dem anderen verursachte und schon von Kohl nach nur elf Monaten eiligst wieder aus dem Verkehr gezogen wurde und dann in die parlamentarische Bedeutungslosigkeit diffundierte. Diese Tatsache ist überhaupt nicht zu leugnen.

            Der erste Punkt, um den es geht, ist die sogenannte Obergrenze. Scholz sagt vollkommen zurecht, die kann es nicht geben. Denn dazu müsste das Asylrecht außer Kraft gesetzt werden. Da sagt jeder Staatsrechtler und ist sich dort mit Merkel eins, das ist nicht möglich. Denn das Asylrecht ist ein individuelles Grundrecht. Es muss zwar von dem Individuum her immer begründet in Anspruch genommen und ihm zugewiesen werden, aber BEANTRAGEN, Ortwin, könnten SOGAR SIE es. Insofern kommt man mit einer mechanischen Obergrenze in der Tat nicht weiter. DIESE Forderung, so Scholz zwischen den Zeilen, die kann man ganz sicher unter der Kategorie des Populismus ablegen. Ich danke Ihnen daher für den Link, Ortwin.

            Ihr zweiter Punkt: „Ist Deutschland nun kein Rechtsstaat mehr“? Und auch alles, was Herr Scholz in diesem Zusammenhang vorträgt, würde ich beherzt beantworten mit: „Doch, Deutschland ist und bleibt ein Rechtsstaat!“

            Alle Hinweise von Scholz lassen sich mit den glänzenden Argumenten erledigen, die ein anonymer LZ-Kommentator unten Herrn Franz Adelmann entgegen gehalten hat:

            http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/275152-von-kanzlern-staatsmaennern-und-darstellern#comment-59097

        • @ Bruns

          Meinen Sie die linksgrüne Kapuze, die man seit Jahren bei linken Angriffen auf die Meinungsfreiheit und die Gesundheit der Menschen in Deutschland trägt? Die ist SCHWARZ. Der Schwarze Block, die Antifa trägt immer schwarz.
          Und jemad, der völlig ahnungslos ist, wird mir sicher keine Mauer in den Weg stellen. Herr Bruns , die Mauer hatten wir schon. Ich bin froh, daß dieses wiederliche Bauwerk verschwunden ist und unser Volk wieder vereint ist. Der damalige Kanzler und unsere Frau Merkel sagt das auch. Finden Sie das etwa nicht?

    • Bundeskasper, warum hoffentlich? ich habe ihn gelesen. mit halbwahrheiten wird das meiste geld verdient. und wer kennt schon die ganze wahrheit? die welt will betrogen sein. es gibt viele, die andere aufklären wollen. wollen die das aber auch? feste weltbilder neigen nicht zu wackeln.

      • @ Klaus Bruns

        Ihre Genossin
        Merkel hat gesagt „Das Asylrecht kennt keine Obergrenze“.
        Sie hat damit zwar recht, denn im GG Art.16a steht natürlich keine Höchstzahl, aber leider „vergisst“ sie Absatz 2. Jeder der aus einem sicheren Drittstaat einreist kann sich nicht auf das Asylrecht berufen.
        d.h. ALLE die jetzt nach Deutschland einreisen haben faktisch keinen rechtlichen Anspruch auf Asyl.
        Das bedeutet es sind alle Flüchtlinge nach dem Asylgesetz § 3 (AsylVfG).
        Und nach dem § 60 AufenthG, Verbot der Abschiebung, können selbstverständliche alle abgeschoben werden da es weder in Österreich, noch in Slowenien oder Kroatien eine Gefahr für Leib und Leben gibt, dort werden sie auch nicht polititsch verfolgt.

        Merkel hat auch gesagt „man könne die deutsche Grenze sowieso nicht sichern“.
        Damit verstößt sie gegen Ihren Eid und auch gegen das GG.
        Aber das sind ja alles „halbwahrheiten“ und Pegidasprech und nicht etwa gütige Gesetze. Die sind für die Elite in berlin und für Bruns ja eh nicht maßgebend.da kann man nur sagen, „Gleich zu Gleich gesellt sich gern“ , denn der Islam hat auch seine eigene Gesetzgebung.

        • mein gott franz, sie wiederholen sich, nur der name wechselt. die drittstaatenregelegung ist ja eine praktische einrichtung. besonders, wenn man von staaten umzingelt ist, die alle sicher sein sollen. sie hängen sich offensichtlich gerade daran auf. menschen kann man nicht wegdiskutieren. auch mit rechthaberei klappt das nicht. papier ist geduldig. ihr versteckenspiel funktioniert nicht bei mir. bei uns wird sich gern hinter dem recht versteckt, solange es einem passt. die spd will ja merkel asyl gewähren. hoffentlich wird das nicht nötig sein. die afd ist ja gerade dabei, die linke einzuholen. nicht, dass das fußvolk der cdu sich auch noch verirrt.

          • Interessant Herr Bruns.
            Man muss geltende Gesetze nur umsetzen, wenn sie in das Brunsche Naturgesetz passen. Vor allem „Rechte“ müssen bestraft werden und die die gegen weitere Aufnahmen von Asylbewerbern sind, sind gefährliche Verbrecher, wenn nicht Terroristen.
            Alle anderen dürfen natürlich in Ihrem Sinne die Gesetze brechen und so auslegen wie gewünscht wird, wenn es in den eigenen Kontext passt!? Armes Würstchen.

        • Hallo Franz Adelmann

          Stellen Sie sich bitte das berühmte Boot vor, in dem wir bekanntlich alle sitzen. Aber nicht irgend so einen vergammelten Seelenverkäufer, mit dem habgierige afrikanische Wirtschaftsflüchtlinge aus Bulgarien auf der Ilmenau untergehen, sondern so ein richtig erstklassiger Premium-Luxusliner, über dem der Himmel immer sonnenblau und auf dem so viel erschließbares Baugelände ist, dass auf dem Vordeck gleich ganz Adendorf mit all seinen 33 Golfplätzen Platz fände.

          Und da plötzlich, eines überraschend schönen Relax- und Liegestuhltages klammern sich völlig unvorhergesehen ein paar von den armen glutäugigen Brazzen an unser Traumschiff, ein paar von den 60 Millionen Elenden, die wir an der heiklen Peripherie unseres maritimen Wellness-Imperiums so fabelhaft eingelagert glaubten. Die werden doch alle toll versorgt von qualifizierten Fachkräften, die die Hilfsgelder und Brotrationen verteilen. „Unsere Sache“ (auf italienisch Cosa Nostra) quasi in guten Händen also.

          Und doch sind die Hungerleider da und rufen: „Mr. Capitano Merkel, plies help ass, plies let ass on your Driehmschiff drauf. Or wie oal will dai in the Wellness-Kloake, sat yuh prodjußt araunt ass !!“

          So Franz, jetzt klammern die sich dran an Ihre Blattgoldverzierte Reling. Wollen Sie jetzt ein zentnerschweres Echteichenruder nehmen und was von Drittstaaten und Asylgesetzen brüllen, bevor Sie zuschlagen und dann dem Ku-Klux-Klan beitreten, oder wollen Sie Capitano Merkel in einer akuten Notsituation erlauben, einen der 33 Adendorfer Golfplätze auf dem Vordeck zu einem Zelt- und Containerlager zu machen, und dann selbst Menschlichkeit zeigen, mit anpacken und Ruhe bewahren, obwohl vielleicht „ALLE die jetzt nach Deutschland einreisen, faktisch keinen rechtlichen Anspruch auf Asyl haben“?

          Not kennt kein Gebot, Franz.

          NDR 2 zitierte kürzlich aus den Papieren einer Pfarrfrau ein Gedicht, bei dem eine alte arme Frau aus Albendorf (im heutigen Polen) zum Metzger geht und ihn bittet, mit einem „Vergelt’s Gott“ zahlen zu dürfen. Der geizige Metzgermeister willigt ein und schreibt „Vergelt’s Gott“ auf ein Stück Papier. Doch als er das Papier in seine Waagschale legt, kann er es mit seiner ganzen Ware nicht aufwiegen und beschließt, künftig Mitleid mit den Armen zu haben.

          Vergelt’s Gott, Franz.

          • Ich sitze eben NICHT mit in dem Boot, das Frau Merkel mit einem Loch im Bug auf die weite Reise geschickt hat. Da irren Sie sich.
            Übrigens, Sie glauben doch nicht im Ernst, das die liebe und herzliche Frau Merkel noch im Lande ist, wenn die ganzen von ihr ins Leben gerufenen und existenziellen Probleme in Deutschland eskalieren und allen dann Mut zuspricht und bei der Schadensbegrenzung hilft?

            Ein Glück habe ich mich entschieden, Deutschland zu verlassen und kann den Wahnsinn aus der Distanz mitansehen.
            Wenn Sie auch nur ansatzweise wüssten, was man über Deutschland und die Kanzlerin im Ausland denkt und was Insider schreiben und recherchieren. Da sind die schlimmsten Untergangsszenarien die Sie kennen, ein Kindergeburtstag. Das Gute daran ist, der Michel rennt mit der Meinung der Berliner Diskussionsrunde los und malt Pappschilder, die dazu führen, das man in Afrika , Libanon, Ghana, Pakistan usw. die Koffer packt. Und das werden Sie bald merken, Herr Unbekannt.

          • Vielen Dank für diesen schönen Kommentar.

          • Ain't it good to be alive?

            Lieber Franz Adelman, ich nenn Sie jetzt mal Franz Adelmann, obwohl Sie hier ja auch noch als Franz Adelman[n] und Franz Adelman[Ø] bekannt sind und außerdem noch als Andre Hebsen, Hildegard Trautwein, als Rumpelkasper, Ortwin, Klaus, Bernd, Gerhard Labensky, Jennifer Franke, Ralle, dana koczinski, Kuno, Renate Werner, Lydia, Gabriele Heiman, Diana Reinders, heinz bachert, und als Marc Sauer — nur nicht als Kunz oder Heinz oder Rumpelstilzchen.

            Man könnte sogar auf den Gedanken kommen, Sie seien mit Bundeskasper verwandt. Denn Ihre Orthographie und Ihre Obsessionen besitzen dieselben Merkmale eines (altersbedingt (?)) nachlassenden Vermögens zur Fokussierung von Aufmerksamkeit. Sie wissen von einem „Loch im Bug“? Befindet es sich unter- oder oberhalb des Wasserspiegels? Ist es winzig wie der Aua-Pieks vom Onkel Doktor? Oder ist es riesig wie der 276 Quadratruten große Abgrund von Vorstandsdummheit, durch den bei VW seit dem 20. September Diesel-Milliarden im bald dreistelligen Bereich verdunsten? Sie wissen, die Reise ist weit? Ist sie das nicht immer? „Die Zeit, die Zeit, / ihre Reise ist weit, / sie läuft und läuft / in die Ewigkeit“? Nie das schöne Kinderbuch gelesen? Die „existenziellen Probleme in Deutschland [werden] eskalieren“? „Da sind die schlimmsten Untergangsszenarien die“ ich kenne, „ein Kindergeburtstag.“ Jetzt sind wir schon im dystopischen Fahrwasser Ihres großen Bundesbruders, des Kaspers. Was fehlt? Natürlich! Die narzisstische Enttäuschung durch den deus absconditus, die abwesende Angie. Schon im Buch Jesaja (45,15 LUT) wurden wir gewarnt: „Angela, fürwahr, du bist ein verborgener Gott, du Gott Almānyās, der Heiland.“ Und nun? Mein Gott, meine Angie, warum hast du mich verlassen? All the dreams we held so close / Seemed to all go up in smoke. / Let me whisper in your ear, / Angie, Angie, / where will it lead us from here? Angie, warum bist du nicht wie meine Mami, die immer da ist und mir „Mut zuspricht und bei der Schadensbegrenzung hilft“? Oh Angie, dabei hab dich doch so extramegasupergroß phantasiert, damit ich so richtig Rock ’n‘ Roll-mäßig fertig sein kann. Denn, Angie, I still love you, baby. / All your kisses still taste sweet. / You’re beautiful, yeah. / Remember all those nights we cried? / Everywhere I look, I see your eyes. / There ain’t a goddess that comes close to you. / Angie!!!

            Lesen Sie bei Wikipedia nach, wie die Diagnose Ihrer kindischen Wünsche und Vorstellungen lautet : „Die gnadenlose, systematische, unablässige und scheinbar unwiderlegbare Entwertung von weit entfernten Autoritätspersonen als Reaktion enttäuschter Idealisierung gehört zu den primitivsten psychischen Schutz- und Abwehrmechanismen schwacher Persönlichkeiten, die zur Stabilisierung ihres Selbstkonzeptes und Selbstwertgefühles eingesetzt werden und der Unterdrückung von Neidgefühlen oder von Verlust- und Abhängigkeitsängsten dienen. Dies geschieht, indem einer eigentlich bewunderten, manchmal regelrecht vergöttlichten Person Eigenschaften angedichtet und an ihr hervorgehoben werden, in welchen sie dem Entwertenden vermeintlich unterlegen ist.“

            „Ein Glück“ also für Sie, lieber Franz Adelmann, dass Sie sich „entschieden [haben], Deutschland zu verlassen und (…) den Wahnsinn aus der Distanz mitansehen [können].“ Sie werden sich von Ihrer Polit-Domina Merkel und von der Blog.JJ-Domina Teja Fischer mit einem einzigen Streiche lösen und Ihrer vollständigen seelischen Emanzipation entgegen reifen. Und mit jeder gesamtpersonellen Grenzüberschreitung, das müssen Sie sich vor Augen halten, rücken Sie immer unmittelbarer an die heran, die wissen, „was man über Deutschland und die Kanzlerin im Ausland denkt und was Insider schreiben und recherchieren.“

            Aber warum fluchen Sie denn zuletzt sogar noch über den Pauly, lieber Franz? „Das Gute daran ist, der Michèl rennt mit der Meinung der Berliner Diskussionsrunde los und malt Pappschilder, die dazu führen, das man in Afrika, Libanon, Ghana, Pakistan usw. die Koffer packt“? Tut er das? Ich mein, ich hätt ihn heute Morgen zur Arbeit gehen und gegen 17:30 zusammen mit Frau von Stern, Herrn Gienke und Herrn Petroll von der Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschusses in der Heiligengeiststraße 29A kommen sehen. Natürlich kann ich mich irren. Aber, wie Sie schon sagen, Franz, ich werde ja sicher bald merken, was der Stadtrat mit seinen 42 Kolleg(inn)en wieder Tolles ausheckt.

            „Genaues Spüren“ wird dieser Tage ja ohnehin wieder ganz groß geschrieben. Das können Sie sich einmal vom Thomas Schmid erzählen lassen.

            Apropos, der steinalte (97) Großvater eines Bekannten aus Oedeme hat in der letzten Woche auch was gemerkt. Er versuchte sich im sogenannten »Binge-Watching« (auf Platt: Komaglotzen). Staffelweise verschlang er die DVDs eines nahezu achtzigstündigen Kriminalfilms, der von Episode zu Episode spannender und aufregender wurde, bis er kurz vor dem Cliffhanger am Ende der fünften Staffel einer Herzattacke erlag. Man kann also sagen, der Mann ist an den Folgen einer Fernsehserie gestorben.

            Was ich zuletzt gern noch von Ihnen in Erfahrung bringen tät, Franz Adelmann, haben Sie sich klar gemacht, dass Sie im Ausland quasi ununterbrochen von Ausländern umringt sein werden und dem/der einen oder anderen eventuell sogar die Hand werden reichen müssen?

            Uuups … Nicht? — Diesen Aspekt Ihrer Emigration hatten Sie bisher vollkommen ausgeblendet?

            Die kommende Woche wird bei Ihnen Spuren hinterlassen und Sie nachdenklich machen. Das spüre ich ganz deutlich.

            Ihr Arnold Wesendonck

    • Was vielen noch nicht klar ist: Dadurch, daß Schweden und Norwegen offiziell verlautbaren, daß sie keine Migranten mehr aufnehmen werden und alle Kapazitäten erschöpft sind, steigt Deutschland für alle Migranten zum Wunschziel Nr. 1 auf! Es werden also viel weniger Migranten nach Norden weiterreisen können!

      • An heinz bachert

        Heinz, alter Schwede, ich habe gerade nach Oslo mit Ministerpräsidentin Erna Solberg von der konservativen Partei Høyre und mit Ministerpräsident Kjell Stefan Löfven von der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Schwedens telefoniert. Die beiden sagten mir, Sie seien schon seit einer Woche gar nicht mehr im diplomatischen Pressechor für die Regierungssitze Skandinaviens akkreditiert. Woher Sie Ihre Informationen hätten, konnte weder Erna noch Stefan mir sagen. Ist Ibrahimović die Quelle?

  23. Kanzler und Staatsmänner?
    Hat man immer noch nicht bemerkt, daß wir mit grosser Geschwindigkeit auf einen Bürgerkrieg zusteuern? Der Balkan und Afghanistan, sowie der Libanon wird zu 50% hier einwandern über offene Grenzen.
    Es gibt weder Unterkünfte noch sonstwas. Was meint man wird passieren,wenn Hundertausende sich dies einfach von UNS-DIR UND MIR , HOLEN?
    Und zwar wie in Italien???

    • Uhuhuhhhhh Marc Sauer

      O Marc! Gib acht!
      Was spricht die tiefe Mitternacht?
      DIE WELT ist tief,
      Und tiefer als Herr Clauß gedacht.
      Tief ist ihr Weh -,
      Lust – tiefer noch als Herzeleid:
      Weh spricht: Vergeh!
      Doch alle Lust will Ewigkeit -,
      – will tiefe, tiefe Ewigkeit!

      O lustvoll, o herrlich schaurig,
      O schaurig ist’s übers Moor zu gehn,
      Wenn es wimmelt vom Heiderauche,
      Sich wie Phantome die Dünste drehn
      Und die Ranke häkelt am Strauche,
      Unter jedem Tritte ein Quellchen springt,
      Aus jeder Spalte es zischt und singt,
      O schaurig ist’s übers Moor zu gehn,
      Wenn das Röhricht knistert im Hauche!

  24. Declaratio Pro Generosa Nobili Klausus Brunsiae

    contra falsas imputationes eidem Nobili loco natum esse factas:

    Bruns nervt. Er ist bis unters Kinn angefüllt mit Sprüchen und zum Gutteil unverdauten Lesefrüchten. Er postet zu Vieles zu Wahlloses und oft zu Überflüssiges.

    Aber:

    1. Klaus Bruns besitzt Mut, Phantasie, Geradlinigkeit und – das Beste: Humor. Er ist dickfällig und empfindlich zugleich, er ist ein Gemütsmensch, aber – wie jeder echte Reppenstedter – kann er fünsch werden, wenn man ihm mit Absicht auf den eingewachsenen Zehnagel (Unguis incarnatus brunensis) springt.

    2. Aus allem Herbeigewehten und Aufgesammelten weiß er mit Mutterwitz und Mut zur Lücke etwas Eigenes zu machen. Er kaut nicht einfach hunderttausendmal im eigenen Saft Durchgebratenes wider (wie Lydia und ihre Anbeterschaft des wütenden öffentlichen Selbstfindungsbuhens), sondern denkt nach und verwandelt sich das Herbeiflutende auf – gelegentlich dadaistische – originalgenialisch Bruns´sche Weise an. Was entsteht, ist immer überraschend, meistens überraschend verworren und in ganz seltenen Ausnahmefällen sogar überraschend blöde. Und das ist gut so. Denn Bruns glaubt eben nicht, alles zu wissen, er will lernen, er hat kein Organ für Rechtschreibung, aber für Worte sehr wohl, er ist darum auch nie nur Durchlauferhitzer für Stimmungsmacherparolen aus Bild, Welt und Glotze wie viele andere hier im Forum, die ihn rüde attackieren oder es probieren, ihn mit kleiner Ironie zu verhohnepipeln, aber ihm im Grunde nicht das Wasser des riskanten eigenständigen Denkabenteuerns reichen können.

    3. Wenn ihm selbst mal wieder »der Blick auf die Dinge durch Phrasen verschattet« (Bruns) war, hat er die Courage, einen Post später schon zuzugeben, man habe ihn einfach nicht richtig verstanden.

    4. Und zuletzt: Hätte Klaus Bruns nicht geredet, um Gottes willen, wem hätte er zuhören müssen?

    Ich gebe hiermit und verlange von anderen augenblicklich die Versicherung, dass man den Werth u. die Ehrenhaftigkeit des Beleidigten anerkenne und ihm durch öffentliche Abbitte die Genugtuung gebe, welche nach Deutschem Rechte der Beleidigte von dem Beleidiger dahingehend verlangen kann, dass der Letztere in förmlicher Weise zu erklären hat, er habe durch die dem Anderen zugefügte Beschimpfung die Ehre desselben nicht beeinträchtigen wollen u. nehme dieselbe hiermit zurück.

    Und ich erinnere an Bruns´ vielleicht schönstes Gedicht, das so etwas wie die zentrale poetische Selbstauskunft über seine Mission bei Blog.JJ darstellt:

    Blödem Volke unverständlich
    treiben wir des Lebens Spiel.
    Gerade das, was unabwendlich,
    fruchtet unserem Spott als Ziel.

    Magst es Kinder-Rache nennen
    an des Daseins tiefem Ernst;
    wirst das Leben besser kennen,
    wenn du uns verstehen lernst.

    Sendschreiben an die Erzbischöfe und Bischöfe Lüneburgs
    Gegeben im Namen Seiner Heiligkeit, des XIV. Hanskay Lamasch
    zu Reppenstedt am 8. November 2015

    i. A. Claas Tobinski

  25. Ortwin
    9. November 2015 at 16:43

    Zitat: Nicht die Fremden sind das Problem, Karlheinz, sondern die Unbelehrbaren.
    stimmt, haben wir genug davon . immer diese gleichmacherei. wer läuft da eigentlich vor wem weg? wenn moslems alle gleich wären, müsste doch keiner vor dem anderen weglaufen, oder?

  26. Klaus
    wieviel ist ein wert wert, wenn man ihn nicht verschieben darf? die wertedebatte ist so alt, wie die menschheit. was war eine frau mit kurzen haaren wert, wenn man(n) sie nicht in die höhle reinziehen konnte? mir hat mal ein alter freund , der leider schon verstorben ist und richter war, folgendes gesagt: du erwartest vor gericht recht? du bekommst ein urteil, nicht mehr und nicht weniger. wer ist denn nun der anständige mensch? der sich an recht und gesetz hält,egal wer oder was da kommt, oder der gegen sie beide verstößt? ist eine pastorentochter unanständig, wenn sie im bedarfsfall den menschen vor dem recht stellt? warum läuft wohl ein moslem vor dem anderen weg? weil er genau so handelt und denkt? vollpfosten gibt es überall, wie sie ja wissen.

  27. ich denke, daß man bei all den armen bemitleidenswerten opfern rechter rattenfängerei und widerlicher demagogie in deutschland nur noch sagen kann, daß deutschland sich abschafft.
    man kann nur hoffen, daß in einigen jahren noch klar denkende migranten da sein werden, die den laden hier am laufen halten.ansonsten sehe ich schwarz für meine enkel und deren kinder.

    • Klaus, du blickst doch schon auf einige Jahrzehnte gemeinsames Leben mit den von Dir gescholtenen Mitbürgern zurück. Ich denke ganz so schlimm war es mit ihnen nicht. Du bist immer noch wohlauf und trotz Deiner Bekanntheit unversehrt. Du konntest unbeschadet deine Meinung äußern etc. Worauf du dich und deine Familie einstellen solltest ist, das in spätestens 10 Jahren deine Töchter abends nicht mehr alleine durch Lüneburg gehen können und, wenn du noch mal Kaltenmoor besichtigen möchtest, solltest du das auch in den nächsten 10 Jahren machen. Deine Leserbriefe n der Zeit wirst du anonym verfassen, dass ist nicht so schlimm. Dein Haus wird besser gesichert sein, das ist auch gut und wenn du gute Geschäfte machst, solltest du das keinen merken lassen, damit du und deine Familie nicht unter Druck gesetzt werdet. All diese kleinen Veränderungen wirst du nicht den von Dir gescholtenen Mitbürgern verdanken, im Gegenteil, du wirst dich freuen, wenn sie dir in Bedrängnis unter die Arme greifen, denn gerade die, die du beschreibst werden nicht tatenlos zusehen, wie ihr Land in Arsch gemacht wird.

      • Bernd , mein kommentar zu klaus bruns erscheint nicht, ich hatte schon mal darauf hingewiesen ,es gibt hier spassvögel , die meinen namen benutzen. klar denkende migranten werden allein nicht ausreichen. anonym wird es bei mir nicht geben. die gefahr, die sie sehen, sehe ich so nicht. es wird veränderungen geben, ich weiß mich zu wehren und habe mit veränderungen noch nie probleme gehabt. ich war soldat und ausbilder. und ich war in vielen firmen mit sehr viel verschiedenen berufen tätig, sie vergessen, menschen sind mein hobby. menschen machen mir spaß. manipulationen finde ich hier nicht besonders nett. manche ausreden, warum hier was nicht erscheint , übrigens auch nicht. meinungsfreiheit liegt oft im auge des betrachters, er könnte auch anders, wenn er wollte. ich weiß worauf er anspielen wird. ist denn alles wahr, was hier erscheint???

        • @ Bruns

          Herr Schäuble warnt vor einer Lawine. Das hätte er schon vor Wochen tun sollen. Die Lawine rollt bereits unaufhaltsam. Und das haben Tausende schon vor Monaten vorhergesagt und dies zeugt von einer absoluten Fehlleistung der Führungsriege in Berlin, in bes. Frau Merkel und einer unglaublichen Ignoranz, weil man die Menschen, die darauf aufmerksam machten, als fremdenfeindlich bezeichnet hat und sie medial hingerichtet hat. das SIE etwas ausrichten können, ist ein Witz. Sich zu wehren haben schon 25 jährige Kampfsportler versucht und liegen jetzt unter der Erde, weil man in Clans in reichlich Überzahl auftritt.

          http://www.welt.de/politik/deutschland/article148748166/Schaeuble-warnt-in-Fluechtlingskrise-vor-Lawine.html

          • Roland Sammer, sie glauben nicht, was ein einzelner alles bewirken kann. wenn dieser minderwertigkeitskomplexe hat, geht natürlich garnichts. er wird von angst getrieben. der untergang des abendlandes wird genauso verschoben, wie die ständig wiederholten weltuntergänge. übrigens , springerstiefel sind dabei nicht sehr hilfreich. und wer glaubt, sich ausgerechnet auf diese träger sich zu verlassen, ist schon verlassen genug. wie wäre es mal, mit zivilcourage es zu versuchen? wer natürlich angst hat, die polizei zu rufen, wird genau das opfer abgeben, welches er nicht sein wollte.

  28. Was sagt man zu der Meinung von Helmut Schmidt, von dem niemand abstreiten kann, das er ein Staatsmann erster Klasse war:

    Ex-SPD-Bundeskanzler Helmut Schmidt (96) übte bereits 2005 harsche Kritik an der bundesdeutschen Asylpolitik und verlangte im FOCUS einen radikalen Kurswechsel in der Ausländerpolitik. Seine Kritik ist heute aktueller denn je: “Wir müssen eine weitere Zuwanderung aus fremden Kulturen unterbinden”, sagte Helmut Schmidt in dem Interview.

    Als Mittel gegen die Überalterung komme Zuwanderung nicht in Frage. “Die Zuwanderung von Menschen aus dem Osten Anatoliens oder aus Schwarzafrika löst das Problem nicht, schaffte nur ein zusätzliches dickes Problem.”

    Deutschland habe sich damit in den vergangenen 15 Jahren übernommen. “Wir sind nicht in der Lage gewesen, alle diese Menschen wirklich zu integrieren”, sagte Schmidt schon damals. “Sieben Millionen Ausländer in Deutschland sind eine fehlerhafte Entwicklung, für die die Politik verantwortlich ist.” Diejenigen, die sich nicht in die deutsche Gesellschaft integrieren wollten oder könnten “hätte man besser draußen gelassen”. (sp)

    Der Mann hat es erkannt.

  29. Vera
    Rechtsfrage
    Ein Radfahrer, der es eilig hat,
    fährt durch die Straßen einer Stadt.
    Er achtet nicht des Weg‘s genau
    und fährt so gegen eine Frau,
    die in dem Zustand sich befindet,
    der Hoffnung auf ein Kind begründet.
    Der Unfall und er jähe Schreck
    nimmt ihr die Kindeshoffnung weg.
    Hat nun, so lautet meine Frage,
    der Radfahrer im Fall der Klage,
    die auf Ersatz des Schadens geht,
    so wie’s auch im Gesetze steht,
    als Schuldiger in Schadensfällen
    den Zustand wieder herzustellen?

    • staatsmann? heike dohann, ihr geschlecht ist laut statistik männlich, frauen äußern sich zur politik online verhältnismäßig selten. wenn sie es tun, übertreiben sie selten.

      • @ Bruns

        Stimmt, ich übertreibe selten. Die geradezu mahnenden Worte von Helmut Schmidt sind für Mann und Frau ,ungeachtet ihrer Sichtweise, doch mehr als interessant und eindringlich ,oder?