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Lieber für Demokratie kämpfen, als auf Pessimisten hören

„Krieg gegen unsere Art zu leben“

Das steht nach der Terrornacht von Paris in der Balkenüberschrift auf der ersten Seite einer großen deutschen Sonntagszeitung. Das Wort Krieg allein füllt schon fast die ganze Seite – „gegen unsere Art zu leben“ erscheint dagegen in Miniatur. Aber genau über die  „Art zu leben“ lohnt es nachzudenken.

Die Mörder von Paris hassen diese Lebensart, sie wollen uns brechen, uns weinen und trauern sehen, uns dauerhaft verängstigen. Und sie treffen uns zu einem Zeitpunkt, zu dem unsere Demokratie so satt, so träge und so orientierungslos wirkt.

Wir täten gut daran, stolz zu sein auf unsere Demokratie und auf die französischen Werte Freiheit, Gleichheit, Brüderlichtkeit. Für die lohnt es zu kämpfen, mit demokratischen Mitteln.

Doch der Terror von Paris führt unweigerlich dazu, dass die Berufspessimisten endlich auch in der aktuellen Flüchtlingskrise ausrufen können: „Na bitte, hab‘ ich’s doch gewusst!“ Zugbrücke hoch!

Nur, ich will weder von Pessimisten regiert werden noch in einer Burg leben. Lieber Demokratie, auch wenn die Freiheit manchmal so weh tut wie jetzt gerade.

Aber es gibt da einen dunklen Punkt, den wir auch nicht unterschlagen dürfen, zu unserer Art zu leben gehört seit jeher auch ein teils zweifelhafter Umgang mit den Ursprungsländern des Terrors.

Man könnte bei den Römern oder mit der Geschichte Jerusalems beginnen, bei Kreuzrittern und Osmanen, wo mal Christen, mal Muslime die Ungläubigen waren. Bei den Jahrhunderten des Gemetzels in Gottes Namen.

Oder mit der Kolonialzeit nach dem Ersten Weltkrieg zwischen Mittelmeer und Schatt al-Arab, Türkei und Rotem Meer. Da, wo das Öl dieser Welt im Boden liegt, dort, wo sich Briten und Franzosen nach dem Krieg ihre Machtsphären mit einer Linie im Wüstensand über alle Kulturen und Nationalitäten hinweg zugeschnitten haben.* Nirgendwo war und ist so viel Krieg, Bürgerkrieg, Umsturz und Terror.

Oder man könnte auch mit den Supermächten beginnen, mit der „Achse des Bösen“ und jüngsten Kriegen der Falken auf fadenscheiniger Grundlage.

Dort, in der arabischen Welt, liegt der Ursprung eines Konfliktes, der nie enden will. Der auch viel mit uns zu tun hat und der grausam und unmenschlich in unsere Welt getragen wird.

Am Vorabend der zweiten Intifada habe ich in einem Hotel in Bethlehem, unweit des Heiligtums „Rachels Grab“ gewohnt. Jeden Tag gegen 17 Uhr warfen die Palästinenser Steine und die Israelis antworteten mit Tränengas und Hartgummigeschossen. Nach so einer Gewaltorgie stand auf der von Steinen übersäten Straße mutterselenallein ein palästinensischer Taxifahrer, ich ging auf ihn zu und fragte, ob er sich nicht nach Frieden sehne. ,,Frieden? Wird es hier nicht geben, nicht bevor wir sie alle ins Meer getrieben haben, nicht bevor wir wieder auf Augenhöhe reden.“

 Hans-Herbert Jenckel
*Das Sykes-Picot-Abkommen vom 16. Mai 1916 war eine geheime Übereinkunft zwischen den Regierungen Großbritanniens und Frankreichs, durch die deren koloniale Interessengebiete im Nahen Osten nach der Zerschlagung des Osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg festgelegt wurden.

In einem Spiegel-Artikel wird das Abkommen als ein ungeniert imperialistisches Dokument bezeichnet. „Es nimmt keine Rücksicht auf die Wünsche der betroffenen Bevölkerung, setzt sich willkürlich über die ethnischen und konfessionellen Grenzen der arabischen und kurdischen Welt hinweg und beschwört damit Konflikte herauf, welche die Region noch hundert Jahre später plagen werden. ‚Selbst unter den Maßstäben der Zeit‘, schreibt der englische Politologe James Barr, sei es ‚ein schamlos eigennütziger Pakt‘.“

144 Kommentare

  1. Es hat absolut nichts mit Pessimismus zu tun, wenn man die völlig absurde Politik der offenen Grenzen in Europa und das nicht kontrollieren der Aussengrenzen anhand der Kenntnisse über die Art der Menschen nicht tolerieren will. Wenn Steinzeitmenschen ihrer Art zu Leben nachgehen wollen, sollen sie dies tun. Es sollte aber klar sein, das man nie zulassen darf, das diese Art anderen Menschen durch die Einwanderung aufzwungen wird. Denn genau das wird getan.

  2. Karlheinz Fahrenwaldt

    Lieber Herr Jenckel,
    sicherlich handelt es sich bei der in Ihrer Einleitung erwähnten Zeitung um die mit den vier Großbuchstaben. das finde ich BLÖD.
    Und leider scheinen Sie jetzt auch zu der „ja, aber“-Fraktion zu gehören. Es gibt nach meiner Meinung in diesen Fragen keine ausweichende Interpretation – man muß Farbe bekennen!
    Wer den Ursprung eines angeblich nie endenden Konfliktes in der arabischen Welt verortet, hat den Schuldigen schon dingfest gemacht und spricht damit die sogenannte „westliche Welt“ frei von jeglicher Schuld. Die instabile Lage der Länder rund ums Mittelmeer hat sich doch erst nach der auf unterschiedliche Art und Weise stattgefundenen Beseitigung der Herrschaft der Ex-Machthaber im arabischen Raum eingestellt. Peter Scholl-Latour hat in seinem Buch „Das Schwert des Islam“ schon 1991 auf eine revolutionäre Stimmung in den ehemaligen Levante-Ländern hingewiesen. Es stellt sich also die Frage, wieso ausgerechnet zu dieser unserer Zeit die Lage in fast allen Ländern rund ums Mittelmeer (einschließlich Griechenland und in Ansätzen auch die Türkei) instabil ist und was die Gründe für diese Situation sind.

    • @ Karl jeinz Fahrenwaldt

      Zitat:“Wer den Ursprung eines angeblich nie endenden Konfliktes in der arabischen Welt verortet, hat den Schuldigen schon dingfest gemacht und spricht damit die sogenannte „westliche Welt“ frei von jeglicher Schuld.

      Die Konflikte sind hausgemacht, da die unterschiedlichen Interpretationen des Koran, die unterschiedlich stark konservative Strömung und letztlich die jahrhundertelang gewachsenen Traditionen die Ursache darstellen, ebenso wie die verschiedenen wirtschaftlichen Interessen der Länder, z. B. die Oel-oder Gasförderung. So auch der Konflikt in Syrien, der sich auf wirtschaftliche Interessen Saudi Arabiens mit einer Pipeline quer durch Syrien stützt, sowie die unterschiedlich radikalen Ansichten der Muslime in Syrien selbst, haben den Krieg verursacht. Die USA mit dem kriegerischen Einmarschieren in andere Länder, wie Lybien oder Irak und andere Staaten, wie Deutschland, die z. B. Saudi Arabien mit Waffen ausstatten, tun ihren Teil zu der angespannten Situation.
      Herr Jenckel hat niemanden von Schuld freigesprochen in seinem Artikel.

      • Karlheinz Fahrenwaldt

        Liebe Lydia,
        Ihr Kommentar zu meinem hat mich arg verwundert, vermutete ich doch rassistische Argumentation hinter Ihren Ausführungen zu dem Statement von Herrn Jenckel. Diejenigen, die flüchten, laufen vor den Steinzeitmenschen weg!Und Sie wollen diese fortschrittlichen Menschen an der Grenze verrecken lassen? Das kann ich mir nicht vorstellen.
        Mir geht es darum, ob nach 8 Kreuzzügen für die Krone (dank wikipedia ist man ja heute recht schnell in der Lage, sich gesichertes Halbwissen anzueignen;) der 9. Kreuzzug MIT einer Drohne geführt werden soll oder ob es um schnödes kapitalistisches Gewinnstreben geht.
        Ich persönlich tendiere zu zweiterem.

        • @Karl Heinz

          Zitat: Und Sie wollen diese fortschrittlichen Menschen an der Grenze verrecken lassen?

          Wo haben Sie das gelesen?

          Ich bestehe auf Einhalten der Gesetze , geodneter Einwanderung, registrieren und Gefährder und Wirtschaftsflüchtlinge am illegalen Grenzübertritt hindern. Ebenso diejenigen die aus einem „sicheren Drittstaat “ einreisen; so sagt es Dublin.
          Und wenn man das tun würde, hätten wir kaum Probleme. Die Kanzlerin in ihrer unendlichen Naivität und Herrschsucht hat sich über alle Gesetze hinweggesetzt und macht, was sie persönlich für Recht und Ordnung hält. Und das wird sich mehrfach rächen. Durch ein erhebliche Erhöhung der Kriminalität, Terror und dem Verlust der Zustimmung des Bürgers.

          Selbst wenn bis jetzt(!) zur Beruhigung beschworen wird, daß die Flüchtlinge nicht häufiger kriminell sind, als die Allgemeinheit der Bevölkerung( was Passdeutsche und Doppelpässler einschliesst ) wäre eine berechtigte Frage, warum die „fortschrittlichen Menschen“ nach wenigen Wochen überhaupt kriminell sind? Das wäre in jedem Staat der Welt ein KO-Kriterium für die weiteren Vefahren zum Asylvergabe.
          Es hat mit Sicherheit kaum ein Land der Welt Interesse an zugewandertem Terror, Gewalt und Kriminalität. Ausnahmen wären Schweden, Belgien, NL und Frankreich, die ebenso gutmütig bei der Asylvergabe und Migration waren. Der Dank siehe Paris Vorstädte, Malmö, Brüssel.

          • Karlheinz Fahrenwaldt

            Das Sie die Grenzen schließen wollen und nur Ihnen genehme Menschen durchlassen wollen geht ziemlich eindeutig aus Ihrem ersten Satz hervor: „… die völlig absurde Politik der offenen Grenzen in Europa und das nicht kontrollieren der Aussengrenzen anhand der Kenntnisse über die Art der Menschen…“. Wenn das nicht Rassismus pur ist! Kein Mensch ist illegal!
            Und ich bin wie Sie dafür, dass man die Wirtschaftsflüchtlinge, die ihre Einkommen hier nicht versteuern wollen oder nicht bei der Steuer angegebene Einnahmen ins Ausland schleppen wollen nicht AUS dem Land läßt, dafür die an Hunger leidenden herein bittet. Wir haben nach dem Krieg 12 Millionen Flüchtlinge untergebracht – und das schaffen wir jetzt auch!

    • mein lieber Karlheinz, sei vorsichtig mit den interpretationen. ich glaube auch zu verstehen und lese deswegen nur , was da steht und nicht, was weggelassen wurde. siegermächte haben eine dumme angewohnheit. sie fragen nicht mehr und machen. die religionen sind nur ein vorwand. ohne geld könnte der ,,fanatistische,, gläubige heutzutage nichts ausrichten. deswegen werden ja auch gerade die ölfelder der is bombadiert. du zielst auf die usa, mit recht. europa hat mit den usa da aber immer mitgezielt. unsere werte sind nur im wirtschaftlichen bereich mit den usa zu vergleichen. alles andere hat nur was mit abhängigkeiten zu tun. die gründe sind allein in der wirtschaftspolitik zu sehen. es geht nur ums geld. die demokratie irgendwo hinzubomben, ist auch nur eine schutzbehauptung von der wirtschaft um mit demagogen weiter geschäfte zu machen. druck erzeugt gegendruck. das weiß eben auch ein warren buffett. deswegen ist er ja so erfolgreich.

      • Geehrter Herr Fahrenwald,

        losgelöst von Ihrer Vergangenheit, sowohl beruflich als auch politisch – Sie mögen meine Wortwahl verzeihen – aber Ihr linkslastiges Geschwalle geht mir mittlerweile gehörig auf den Nerv.

        „Kein Mensch ist Illegal“ – passt das auch zu legal – illegal – scheißegal?
        Oder wie ist das mit ungewollter Schwangerschaft und entsprechendem Abbruch? Der Fötus ist kein Mensch?

        Solange sich „Die Linke“ als Nachfolgepartei der Mauerschützenpartei SED sieht, haben Sie als Parteimitglied hier moralisch kein Recht zu diesem Thema Ihre Meinung kund zu tun.

        „Wir haben nach dem Krieg 12 Millionen Flüchtlinge untergebracht – und das schaffen wir jetzt auch!“

        Hören Sie endlich auf Birnen mit Äpfeln zu vergleichen! Das war damals eine vollständig andere Situation. Sollten Sie das noch immer nicht begriffen haben, gebe ich Ihnen gern etwas Nachhilfeunterricht in deutscher Geschichte! “Die Linke“ scheint das im Übrigen bitter nötig zu haben.

        Sie haben keine Ahnung, was Rassismus wirklich ist! Fahren Sie mal nach Dubai oder Katar, nur zwei Beispiele. Ich habe Rassismus im damaligen Südafrika kennengelernt – das war Rassismus pur.
        Besuchen Sie Indien – DAS Beispiel par excellence für Rassismus. Da können Sie sich aufregen.

        Grenzen Schließen bedeutet nichts anderes, als das wir uns ( hier ist der Staat Deutschland gemeint) an bestehende Gesetze halten.
        Soll ich Ihnen mal eine Stunde Asylrechtsunterricht geben? Sie hätten sicherlich einen Vorteil davon.

        Angesichts von mehr als 100 Toten in einer Nacht in Europa hier in dieser Form zu diskutieren entbehrt jeglichen Gefühls.
        Setzen Fahrenwald, Thema verfehlt.

        Viel Spass auf dem Weihnachtsmarkt, oder wie nennen Sie das?

        • Neues aus Eselsbrück, Renate

          Fernbedienungen fürs TV sind letztlich gammlige Geschöpfe, nach einigen Jahren in Gebrauch kommt es zum Schwund ihrer Tastenbeschriftungen. Für die bei mir mittlerweile zur vollständigen Ununterscheidbarkeit blankgefummelten Switch-Wippen war nun eine griffige Merkhilfe gefragt. Und zwar mit durchaus politischer Apodiktik: Rechts geht’s um Lautstärke, links geht’s um Inhalte! Klappt übrigens in acht von zehn Fällen auch im Ausland.

        • Alles Renate , oder was? schauen sie auch anonym in den spiegel? nicht das sie sich dabei erschrecken,wenn sie erkennen, wie alt sie wirklich sind. ihre überheblichkeit ist nicht damenhaft, warum verstecken sie sich hier gern hinter frauennamen? wer zu feige ist, sollte attacken unter die gürtellinie besser lassen. ihre birnen und äpfel waren schon immer kompott. sie unterscheiden flüchtlinge? seltsam, kommt mir so bekannt vor. wertes leben, unwertes leben? ich bin kein nazi, aber? ich habe nichts gegen flüchtlinge, aber? übringens, deutschland war zerbombt und hat millionen flüchtlinge aufgenommen. der jetzige wohlstand scheint träge und bequem zumachen. gesetze sind ja sowas von bequem, besonders, wenn sie einem gerade zupassekommen. ich kann ihnen auch gern unterricht in geschichte geben. besonders über kz`s,und wer da wen eingesperrt hat. rassismus ist eine spielart, die unterschiedlich auftritt. bei ihnen ist die spielart sehr deutlich zusehen.predigen sie auf dem weihnachtsmarkt ihre besondere art der nächstenliebe?

          • klaus bruns, ich wußte ja gar nicht, dass Sie mehr als 2 Sätze zusammenhängend schreiben können.
            Aber mein obiger Kommentar zu dem Mitbürger aus Eselsbrück passt auch zu Ihnen.
            Eselsbrück scheint eine große Stadt zu sein, sind Sie dort der Bürgermeister?

        • Renate, ich kann menschen nicht leiden, die sich anonym wie ratten verhalten. im dreck rumwühlen , um für sich was eßbares zu finden und dann wieder in der versenkung zu verschwinden. wasch mir den pelz, aber mach mich nicht nass. kleiner geschichtsunterricht ,nur für sie:
          Sprichwort; Das Sprichwort reicht bis ins Mittelalter zurück und hat seinen Ursprung in der Redensart „jemandem den Pelz waschen“ mit der Bedeutung „jemandem derb zusetzen“, die seit 1500 belegt ist. Den nächsten Bezug gibt es in den Geschichten des Till Eulenspiegel. Er soll von 1300 bis 1350 gelebt haben und ist die Titelgestalt eines deutschen Volksbuches, der von seinen Narrenstreichen handelt. Dabei soll er vorhandene Redensarten wörtlich genommen und somit die Leute auf die Palme gebracht haben. Die 30. Historie handelt davon, wie Eulenspiegel Pelze seiner Gastgeberin und anderer Frauen in Milch kocht und damit so verdirbt, dass sie auseinanderfallen. Anschließend macht er sich aus dem Staub. Das Sprichwort selbst soll Georg der Bärtige (1471-1539) zuerst, und zwar tadelnd gegen den diplomatischen Erasmus von Rotterdam gebraucht haben (Wander [])

        • Karlheinz Fahrenwaldt

          Liebe besorgte Bürgerin Renate,
          es freut mich, dass Ihnen mein „Geschwalle“ auf die Nerven geht und ich lasse mir das von Ihnen schon lange nicht verbieten. Mir ist es außerdem unerklärlich, was Schwangerschaftsabbruch und SED mit dem hier diskutierten Thema zu tun haben, deshalb verzichte ich dankend auf einen Geschichtsunterricht von Ihnen. Ja, Sie haben in einer Sache Recht: Es ist tatsächlich ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen, wenn man die Zeit nach dem 2. Weltkrieg mit der heutigen vergleicht! 1945 waren fast 50 Prozent des Wohnraums zerstört und heute werden in Lüneburg hauptsächlich Luxuswohnungen gebaut; 1945 mussten viele Menschen hungern und litten an Magelernährung und heute leben wir in einer Wegwerfgesellschaft. Lassen Sie sich Ihren wohlverdienten Weihnachtspunsch schmecken.

          • @“Die Linke“, vertreten durch Herrn Fahrenwald.

            Das typische linke Geistespotential beginnt mit der Anrede und endet mit „Wegwerfgesellschaft“.
            Alles was Sie dazwischen Geschrieben haben, zeigt sehr deutlich auf, dass Sie nichts begriffen haben.
            Müssen Sie auch nicht – macht nichts.
            Kann vorkommen, aber warum immer nur bei den linken?
            Können Sie mir das mal verraten?

        • @Renate
          Danke, liebe Renate für den treffenden Kommentar. Ich dachte schon, ich bin alleine in der bitteren Realität und die anderen leben auf einem anderen Planeten.
          Deutschland ist ein Irrenhaus geworden. Dank der Politiker, die so denken und handeln wie Herr Fahrenwald.

          • Nicht nur Deutschland.
            Europa ist ein Irrenhaus und in Deutschland ist die Zentrale.
            Fahrenwald und bruns sind die ewigen Sozialisten, die Träumer von einer besseren Welt.
            Solange sie nur träumen ist ja alles gut, aber wehe sie beginnen zu handeln, dann geht es bergab.
            Beispiele dafür gibt es ja ausreichend.
            Eines dieser Beispiele erleben wir gerade mal wieder.

        • Renate, mein erster beitrag von heute, der sie betraf ,hat der zampano nicht durchgelassen. also auf ein neues. da sie geschichte scheinbar mögen, kennen sie bestimmt das sprichwort: wasch mir den pelz , aber mach mich nicht nass. anonym klappt das prima. ratten haben übrigens die eigenschaft , im müll nach futter zusuchen ,um dann wieder abzutauchen. jegliche ähnlichkeiten mit ihrem kommentar sind rein zufällig. was den kompott angeht, flüchtlinge, sind flüchtlinge. übersetzt menschen. und sie schreiben hier von moral? mein freund war gerade in dubai in urlaub, cdu-wähler, ich habe ihn gefragt, warum er ein land unterstützt, was den is unterstützt und ihre frauen auspeitscht, wenn sie auto fahren? kommt ihnen diese doppelmoral nicht bekannt vor? er fand es garnicht so schlimm.

          • klaus bruns – kennen Sie auch das Sprichwort:
            wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis?
            Können Sie auch mal drüber nachdenken.

      • Ich bin Deutschland

        Liebe Renate, liebe Lydia,

        ich bin nicht Fahrenwaldt. Ich bin Deutschland! Hab ich mir jedenfalls einreden lassen. Von einer Reklamekampagne. Dieser flächendeckende „Social-Marketing“-Feldzug, der auf „positives Denken“ und auf „ein neues deutsches Nationalgefühl“ zielte und über 38 Millionen Euro kostete, wurde im Rahmen der „Initiative Partner für Innovation“ von 25 Medienunternehmen ins Leben gerufen, von Bertelsmann (nicht von Holm Keller) koordiniert und stellte angeblich zwischen dem 26. September 2005 und dem 31. Januar 2006 „mehr als 1,6 Milliarden mediale Kontakte mit den Bürgern“ her! Dies entspricht einer rechnerischen Reichweite von 98 Prozent. Jeder Deutsche konnte demnach durchschnittlich 16-mal von dieser „Volkskörperrhetorik“ erreicht werden. Soviel Deutschland war selten. Ruck-Altbundespräsident Roman Herzog betrieb einen „Konvent für Deutschland“. Industrie und Bundesregierung hatten einen „Fanclub Deutschland 06“ gegründet, der das Image des Landes zur Fußballweltmeisterschaft aufpolieren sollte. Und dann, eine Woche nach der Bundestagswahl 2005, startete die Medienbranche in nie dagewesener Eintracht ihre Gute-Laune-Operation: „Du bist Deutschland“. Ist es ein Wunder, dass ich wenige Wochen später auf „Sommermärchen“ geeicht war und immer noch überzeugt bin „Deutschland“ zu sein?

        Bist du auch „Deutschland“, Renate? Und du auch Lydia? [Der Einfachheit halber, halte ich mich ab hier an Renate allein, die ja, wenn sie nicht mit dir verwandt ist, Lydia, repräsentativ für dich ist, wie du selber betonst.] Die Organisatoren des Propagandaaufmarsches von 2005/06 wollten gegen Nörgler, Schlechtredner und Selbstzweifler angehen. Nicht mehr lange soll jeder zweite Deutsche bekunden müssen, er habe Angst vor der Zukunft.

        Und du, Renate? „Ihr linkslastiges Geschwalle geht mir mittlerweile gehörig auf den Nerv“, brüllst du dem armen Kalle zu? Ist das etwa keine Schlechtrednerei? Auch Karlheinz ist Deutschland, Renate! Deine „Wortwahl“ verzeihe ich dir nicht, Renate! Und ich bin Deutschland. Merk dir das!

        Kalles „Kein Mensch ist illegal“ passt nicht automatisch auch zu: „legal – illegal – scheißegal“. Das zu unterstellen ist böse Schlechtrednerei. Und wie Karlheinz zu Schwangerschaftsabbrüchen steht, hat er nirgendwo dargelegt. Ihm einfach eine Meinung zu unterschieben, ist teuflische Schlechtrednerei, ist böswillige Ehrabschneiderei und allerübelste Diffamierung, Renate.

        Du wendest dich „losgelöst von seiner Vergangenheit, sowohl beruflich als auch politisch“ an Kalle? Und dann schwatzt du was davon daher, dass sich „Die Linke“ als „Nachfolgepartei der Mauerschützenpartei SED sieht“? Wie losgelöst von Vergangenheit ist das denn? Aber mehr noch, Sie fällen den Richtspruch, „als Parteimitglied der Linken“ habe Kalle „moralisch kein Recht zum Thema [Die offene Gesellschaft uind ihre Feinde] seine Meinung kund zu tun“. Sie heißen doch Renate und nicht Iosseb Dschughaschwili, Saloth Sar, 毛澤東 / 毛泽东 oder Leopold Lodewijk Filips Maria Victor von Sachsen-Coburg und Gotha, nicht wahr? Jemandem das Kundtun seiner Meinung zu verbieten ist ganz ungezogen, Renate! Das tun nur eische Kinder.

        Warum sind Nachkriegsvertriebene und heutige Flüchtlinge unvergleichbar wie Birnen und Äpfel? Haben wir es nicht in beiden Fällen mit einer bestimmten Menge Obst (mit einer bestimmten Anzahl Menschen) zu tun? Was soll deine unbegründete und unbegründbare Nörgelei, Renate? Auf dein „etwas Nachhilfeunterricht in deutscher Geschichte“ bin ich schon sehr gespannt. Denn ich bin Deutschland, vergiss das nicht!

        Der Kalle hat „keine Ahnung, was Rassismus wirklich ist“? Ist das denn nicht schön, Renate? Wollen wir beide, die das Leben kennen, dem kleinen Kalle das denn nicht gönnen, dass ihm noch niemand Bambussplitter unter die Zehennägel geschoben hat, weil er aus Syrien stammt oder nicht der hanbalitischen Rechtsschule folgt? Warum brüstest du dich vor Kalle mit deinen Kenntnissen des Abscheulichen? Glaubst du wirklich jeder Strafrichter muss einen Mord miterlebt haben, um nach Recht und Gesetz urteilen zu können? Ist nicht dämliche Nörgelei (und ein wenig noch dämlicherer Stolz) alles, Renate, was dein „Geschwalle“ über „Dubai, Katar, Südafrika und Indien“ hier sichtbar macht?

        Ob „Grenzen Schließen“ tatsächlich „nichts anderes bedeutet, als das[s] wir uns (hier ist der Staat Deutschland gemeint) an bestehende Gesetze halten“, ist unter den Verfassungsorganen im „Staat Deutschland“ derzeit umstritten. Woher hast du deine Weisheit, Renate? Hast du mit Prof. Dr. Voßkuhle, dem Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts bereits eine Entscheidung vorbereitet?

        Ich denke (Und ich bin Deutschland!), Renate, dass alles, was du „hier in dieser Form“ als angstgesteuerter „Nörgler, Schlechtredner und Selbstzweifler“ dem armen Kalle vorgetragen hast, entbehrt jeglichen Gefühls angesichts von mehr als 100 Toten in einer Nacht in Europa“!

        Und wenn ich nicht wüsste, Renate, dass du für einen solchen hinterhältigen Gemeinheitsterror zwischen den Zeilen einfach ZU dämlich bist, würde ich dein „Viel Spass auf dem Weihnachtsmarkt“ für reine Niedertracht und sadistische Lust an der Angstmacherei halten.

        Renate, bist auch du Deutschland? Dann mach dir klar:

        „Deutschland hat genug Hände, um sie einander zu reichen und anzupacken. Wir sind 82 Millionen. […] Du bist die Hand. Du bist 82 Millionen. Behandle Dein Land doch einfach wie einen guten Freund. Meckere nicht über ihn […] Du bist Deutschland.“

        (Aus: „Manifest: Du bist Deutschland“. BMI, Berlin, 20 September 2005)

        MfG,

        eure Mechthild Lüttjehan

        • Liebe unbesorgte Mitbürgerin Mechthild,

          verzeih mir bitte, wenn ich nicht en detail auf deine professionellen Zeilen eingehe, aber es fehlt mir schlicht die Zeit dafür. Ich muss nämlich bald wieder zur Arbeit um das Geld zu erarbeiten und zu verdienen, das gerade für etwas ausgegeben wird, was nicht so ganz meinem Willen und Wunsch entspricht.

          Da du dir hier sehr viel Mühe gemacht hast mich schlecht zu reden, denke ich den richtigen Nerv getroffen zu haben. Es war ein bisschen zu professionell.
          Aber danke dafür.

          Du weißt genau was ich meinte und wie ich es meinte, also spar dir die Mühe in Zukunft.
          Das imponiert mir nicht.
          Es läuft doch immer nur darauf hinaus, dass, wer nicht eurer Meinung ist, ist ein böser Rechter und hat kein Herz.

          Wer bis 30 kein Sozialist war, hat kein Herz.
          Wer mit 40 immer noch Sozialist ist, hat keinen Verstand.

          Auch ein Zitat.

          So, jetzt gehe ich schlafen – ich muss früh wieder raus.

      • Vielen Dank, Mechthild Lüttjehan! Eine tolle und notwendige Antwort auf die Sprechpuppe „Renate“ und ihresgleichen, in deren Innern ein kleines Endlosband mit gesprochenen oder gesungenen Hass- und Hetztexten abläuft.

        Das Nette am guten alten „Kapitalismus“ Fahrenwaldt´scher Jugendtage war sein großmütiger Verzicht auf Propaganda. Bestechung, nicht Agitation (oder Gehirnwäsche) hieß das Prinzip. Selbst Systemkritik wurde gerne angenommen, anverwandelt (und damit entgiftet) oder aber (das war schon die schlimmste Strafe) der Lächerlichkeit preisgegeben. Damit ist es ab 2006 (dem Jahr, in dem Holm Keller und Sascha Spoun in Lüneburg auftauchten) vorbei gewesen. Die Medienkampagne „Du bist Deutschland“, die damals mit unerhörtem Materialeinsatz durch Zeitungen und Fernsehen dampfte, versuchte das Publikum mit einem Optimismus einzuräuchern, als sei der Sozialismus wiederauferstanden, der den Menschen den real existierenden Mangel als Weg des Fortschritts zu verkaufen trachtete.

        Denn um die Ideologisierung des Mangels ging es 2005/2006 und geht es bis heute wie ehedem. Die gedrückte Stimmung der Deutschen wurde von den Kampagnemachern nämlich nicht auf steigende Arbeitslosigkeit, sinkende Löhne und Mangel an bezahlbarem Wohnraum zurückgeführt, wie es die Vernunft nahe legt, sondern die Arbeitslosigkeit, die Armut und die Wohnungsnot wurden (und werden bis heute) umgekehrt als Folge schlechter Laune und einer „falschen Einstellung“ dargestellt, also als ein Privatphänomen, das jederzeit durch innere Einkehr und positives Denken korrigiert werden könnte. Nun lässt sich zwar darüber streiten, ob zuerst das Huhn oder das Ei da war, aber dass es genügt, mit den Flügeln zu schlagen und zu gackern wie eine Henne, um goldene Eier zu generieren, darf doch mit Fug und Recht bezweifelt werden.

        Jedenfalls würde man gerne erleben, wie die Werbetexter, die sich diesen Schwachsinn ausgedacht haben, einem fünfzigjährigen Ingenieur erklären, dass er seinen Arbeitsplatz nur deswegen verloren hat, weil er vergaß, dass auch August Thyssen, Ferdinand Porsche oder andere berühmte Werktätige der deutschen Vergangenheit einmal klein angefangen haben. „Du bist Thyssen“ – „Du bist Porsche“. Gewiss doch! Gewiss hätte unser Ingenieur das Zeug dazu, ein Porsche zu werden, wenn seine Fähigkeiten dazu nur auf dem Markt nachgefragt würden. Muss man den Initiatoren (und Nachfahren) der Kampagne, die aus der Medienwirtschaft kamen (und kommen), erst eigens erklären, dass unsere Probleme auf einem Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage beruhen, dass Kapital und Wohnraum knapp geblieben, Arbeitskraft und Mietbedarf aber im Überfluss vorhanden sind?

        Den Höhepunkt an Zynismus gewann die Kampagne 05/06 aber in dem Fernsehspot, der Schwule und Behinderte auf dem Stelenfeld des Holocaust-Mahnmals in Berlin versammelte. Der Bildeinfall war in seiner Häufung diskriminierter Randgruppen so geschmacklos, dass man unweigerlich an jene alten Witze denken musste, die mit dem Satz „Jude allein reicht wohl nicht“ endeten. „Du bist Deutschland.“ Ei freilich! Auch Juden, Schwule und Mongoloide waren Deutsche. Jetzt sind sie aber tot. Ehrlicher wäre es gewesen, einen schneidigen SS-Offizier mit der Unterschrift „Du bist Deutschland“ zu zeigen. Damit wäre man der Wahrheit schon näher gekommen; übrigens auch der Einsicht, dass allzu viel Trost aus dem Nationalstolz gerade von dem klügeren Teil der Deutschen nicht mehr gefordert werden kann.

    • „Die instabile Lage der Länder rund ums Mittelmeer hat sich doch erst nach der auf unterschiedliche Art und Weise stattgefundenen Beseitigung der Herrschaft der Ex-Machthaber im arabischen Raum eingestellt“?

      Und die „stabile Lage“ zuvor? War das nicht die „stabile Lage“, wie sie auf Friedhöfen und in riesigen Militärlagern à la Kuba und Nordkorea herrscht? Machterhalt durch Soldaten, Polizei, Geheimdienst, Spitzel und Blockwarte und durch ein rentenökonomisches, auf den Erlösen von Tourismus und Erdöl- und Erdgasexpoten beruhendes byzantinisch patrimonialaristokratisches Gratifikations- und Verteilungssystem nach innen in Richtung Günstlinge, Leibgarde, Büttel, Schranzen und Hofstaat?

      Sie reden hier von den Stabilitätssegnungen von Massenmördern und Kleptokraten, Herr Fahrenwaldt, orientalischen Despoten wie Ali Abdullah Salih und seinen Nachfolger Mansur Hadi, Umar Hasan Ahmad al-Baschir, Michel Sulaiman, Muammar al-Gaddafi, Saddam Hussein, Zine el-Abidine Ben Ali und Muḥammad Ḥusnī Mubārak.

      • Karlheinz Fahrenwaldt

        Lieber Ludwig,
        eine stabile Lage bedeute für mich in der heutigen Zeit: Die in dem Land lebende Zivilbevölkerung konnte ohne Angst um ihr Leben und ihr Hab und Gut ein einigermaßen friedliches Leben haben. Eine Bewertung der damaligen verschiedenartigen Regime habe ich nicht vorgenommen. Ich habe vielmehr die Frage gestellt, warum das ausgerechnet alles jetzt passiert und auf diese meine Frage hat Ihr Kommentar keinerlei Antworten parat sondern beschränkt sich auf falsche Unterstellungen.

      • mein lieber Scholli, Karlheinz Fahrenwaldt, Sie schießen scharf zurück. Mein „Kommentar hat keinerlei Antworten parat sondern beschränkt sich auf falsche Unterstellungen“? Wollen wir uns darauf einigen, „bei der Sache“, hier „beim Geschriebenen“ zu bleiben? Dann machen wir´s mal klein:

        1) Am Montag, den 16. November 2015 um 08:45 Uhr schrieben Sie an Jenckel: „Wer den Ursprung eines angeblich nie endenden Konfliktes in der arabischen Welt verortet, hat den Schuldigen schon dingfest gemacht und spricht damit die sogenannte „westliche Welt“ frei von jeglicher Schuld.“ Auf diese Bemerkung ist Jenckel nicht und bin auch ich nicht eingegangen, weil sie einen vollkommen verdrehten Blödsinn enthält, der an Ihren Lesefähigkeiten und Geisteskräften zweifeln lässt. Jenckels erstes und wichtigstes Anliegen war, auf den Ursprung der bis heute andauernden Konflikte in den rücksichtslosen Entscheidungen der Großmächte England und Frankreich (die USA hat er vergessen) zu Beginn des 20. Jahrhunderts hinzuweisen. Das Sykes-Picot-Abkommen vom 16. Mai 1916 „nimmt keine Rücksicht auf die Wünsche der betroffenen Bevölkerung, setzt sich willkürlich über die ethnischen und konfessionellen Grenzen der arabischen und kurdischen Welt hinweg und beschwört damit Konflikte herauf, welche die Region noch hundert Jahre später plagen werden. ‚Selbst unter den Maßstäben der Zeit‘, schreibt der englische Politologe James Barr, sei es ‚ein schamlos eigennütziger Pakt‘.“ Vom „Freisprechen“ der „sogenannten westliche Welt“ kann also überhaupt keine Rede sein. Das gerade Gegenteil ist der Fall: Man könnte sich fragen, ob Jenckel nicht ein wenig am Opfer- und Exkulpationsmythos der Araber mitstrickt.

        2) Ebenfalls am Montag, den 16. November 2015 um 08:45 Uhr schrieben Sie an Jenckel: „Die instabile Lage der Länder rund ums Mittelmeer hat sich doch erst nach der auf unterschiedliche Art und Weise stattgefundenen Beseitigung der Herrschaft der Ex-Machthaber im arabischen Raum eingestellt.“ Darauf und nur darauf habe ich in meinem von Ihnen inkriminierten Kommentar reagiert. „Stabilität“ war und ist das Zauberwort, mit dem im Kleinen und im Großen viele Formen des Unrechts wie Entwürdigung, Schikane und Ausbeutung, ja, Freiheitsberaubung, Unterdrückung, Ausplünderung, Massenfolter und Genozid verteidigt werden. Mit „gefestigten Usancen“ rechtfertigt Birte Schellmann, welcher Oberbürgermeister Ulrich Mädge gestern im Rathaus das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik anheftete, das Absehen vom Erstellen eines Mietspiegels, mit ehernen Marktgesetzen rechtfertigen Sie, dass Lüneburger „Immobilienmakler, Häuser und Wohnungen so teuer wie möglich an die Interessenten vermitteln“ und mit stabil ausbalancierten „Alternativlosigkeiten“ und „Gleichgewichten“ jeglicher Art haben zum Beispiel alle Sozialdemokraten, Christdemokraten, Freie Demokraten und Kommunisten mindestens seit 1969 den korrupten, menschenverachtenden und verrotteten Zustand im Osten des Kontinents als Dauerzustand akzeptiert. Im Westen konnte man sich auf Wohlstand in Freiheit konzentrieren und im Osten „konnte die in dem Land lebende Zivilbevölkerung ja ohne Angst um ihr Leben und ihr Hab und Gut ein einigermaßen friedliches Leben haben“, nicht wahr Karlheinz? Lieber rot als tot, die armen Würschdeles. War das nicht fein? (Siehe dazu: Timothy Garton Ash: „Im Namen Europas: Deutschland und der geteilte Kontinent“. München, Hanser, 1993)

        3) Außerdem schrieben Sie am Montag, den 16. November 2015 um 08:45 Uhr: „Peter Scholl-Latour hat in seinem Buch ‚Das Schwert des Islam‘ schon 1991 auf eine revolutionäre Stimmung in den ehemaligen Levante-Ländern hingewiesen.“ Ich möchte Ihnen zunächst zwei Dinge verraten, Karlheinz: a) „Das Schwert des Islam. Revolution im Namen Allahs.“ ist bereits 1990 bei Heyne in München erschienen und die darin enthaltenen Aufsätze sogar in den Jahren 1984 bis 1989. b) Schon 1983 gab es ein Buch vom Journalisten Peter Scholl-Latour mit dem Titel „Allah ist mit den Standhaften. Begegnungen mit der islamischen Revolution“ (Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart). Darin sind Aufsätze aus den Jahren 1965 bis 1981 kompiliert. Alle weisen „auf eine revolutionäre Stimmung in den ehemaligen Levante-Ländern hin“. Die Unruhe in diesen Ländern ist uralt, Herr Fahrenwaldt. Nur Ihre Äußerungsformen variieren je nach weltpolitischem Kontext („früher“ hätte man „Rahmenbedingungen“ gesagt). Dass all das hierzu von Ihnen selbst Festgestellte und Gesagte ein winziges Stück weit mit Ihrem Erstaunen über die „Instabilität“ der Region und den plötzlichen Austausch der regierenden Despoten in Konflikt liegt, ist Ihnen das entgangen, Karlheinz?

        4) Jetzt komme ich zu Ihren Unverschämtheiten: a) „Eine Bewertung der damaligen verschiedenartigen Regime habe ich nicht vorgenommen.“ Das ist nicht wahr! Sie haben zwar nichts über die Mörder an der Macht gesagt, aber gesagt, dass sie für „Stabilität“ gesorgt haben. Sie haben Friedhofsruhe höher veranschlagt als Unruhe (Struktur des Gedankens: „Lieber rot als tot.“), Stabilität, die auch heute „der Westen“, aber auch „das moderne Russland“, die „Tigerstaaten“ und China, „der wichtigste Handelspartner Europas in Asien“, benötigen. b) „Ich habe die Frage gestellt, warum das ausgerechnet alles jetzt passiert“. Das ist wahr, diese Frage haben Sie gestellt. Aber wie dumm, Karlheinz! Glauben Sie, wenn Jenckel oder ich eine Antwort darauf hätten, würden wir sie Ihnen via Blog.JJ mitteilen? Damit Klaus Bruns Wind davon bekommt? Nein, nein, Karlheinz, in diesem Falle würden wir noch heute Nacht mit einem BMW G6M V10 Hurricane CS ultimate bei Ihnen an der Gartenpforte halten, anschließend zu dritt nach Berlin brettern und dann im Bundeskanzleramt Frau Merkel und die Herren Obama, Trudeau, Cameron, Abe, Hollande und Renzi genauestens ins Bild setzen. Ich denke, ein Schloss am Chiemsee, der Ehrensold in der Höhe eines ehemaligen Bundespräsidenten und ein im Huldigungssaal von Birte Schellmann ausgehändigter Hosenbandorden wäre uns sicher.

        So bitte, Karlheinz, wo sind meine „falschen Unterstellungen“? Sie redeten von der heute „instabilen Lage der Länder rund ums Mittelmeer“ nach der „Beseitigung der Herrschaft der Ex-Machthaber im arabischen Raum“. Ja, die sind aus unterschiedlichen a) Ursachen, b) Gründen und c) Motiven „beseitigt“, die Herren Ali Abdullah Salih und seinen Nachfolger Mansur Hadi, Umar Hasan Ahmad al-Baschir, Michel Sulaiman, Muammar al-Gaddafi, Saddam Hussein, Zine el-Abidine Ben Ali und Muḥammad Ḥusnī Mubārak.

        Vermissen Sie die? Was unterstelle ich Ihnen, wenn ich – so wie Sie auch – sage, dass es so ist? Wieso fühlen Sie sich ungerecht behandelt, wenn wir alle drei, Sie, Jenckel und ich, in der Diagnose übereinstimmen und alle drei, Sie, Jenckel und ich, keinen Therapie zu nenen wissen?

        Jenckel hält sich an seinen palästinensischen Taxifahrer: ,,Frieden? Wird es hier nicht geben, nicht bevor wir sie alle ins Meer getrieben haben, nicht bevor wir wieder auf Augenhöhe reden.“

        Dieser Defätismus, der aus dem „Alles oder Nichts“ erwächst, ist mir fremd.

        Sie, Herr Fahrenwaldt, haben einige wirre Gedanken und im Übrigen nur Fragen. Die wirren Gedanken verzeihe ich, Ihre überschießenden Affekte nicht, die Fragen sind mir gleichwohl sympathisch.

        Ich habe keine Antworten, bemühe mich aber um Genauigkeit und glaube ansonsten – wie Helmut Schmidt -, dass die kleinen Schritte tausendmal wichtiger sind als die großen.

        • Damit Klaus Bruns Wind davon bekommt? wie gemein. dabei hatte ich so gehofft, hier endlich lösungen zu erleben. gibt es hier nicht ein paar exenplare , die für alles ständig eine lösung haben? wie war das noch mal, führer befehl, wir folgen?

        • Karlheinz Fahrenwaldt

          Lieber Ludwig,
          wer ist Scholli?
          Warum haben Sie Ihren obigen Beitrag nicht einfach auf den letzten Satz beschränkt. „Ich habe keine Antworten, bemühe mich aber um Genauigkeit und glaube ansonsten – wie Helmut Schmidt -, dass die kleinen Schritte tausendmal wichtiger sind als die großen.“, anstatt mir weitere Dinge wie „Defätismus“, ob ich Diktatoren vermisse, dass ich falsch zitiere, weil Scholl-Latour die von mir zitierte Äußerung schon Jahrzehnte davor geäußert haben soll. Ihre Unverschämtheit ist, dass Sie mir Unverschämtheit vorwerfen, weil ich die Realität der Situation der Zivilbevölkerung in diesen Ländern (sicherlich verkürzt) wiedergegeben habe. Und nochmal: Ich habe mit keinem Wort eine Beurteilung der gestürzten Regime abgegeben!

          • Lieber Herr Fahrenwaldt,

            so ist es: Sie haben „die Realität der Situation der Zivilbevölkerung verkürzt wiedergegeben“.

            In dieser Bereitschaft zu „Verkürzung der Realität“, von der Sie auch in den drei vorangegangen Blog-Threads schon einige deprimierende Kostproben abgegeben haben, in Ihrer Geringschätzung des genauen Formulierens und in Ihrer Weigerung (oder Unfähigkeit(?)), sorgfältig achtzugeben und auf Argumente einzugehen, treffen Sie sich leider mit dem vorgefertigtes Versteinertes abladenden Pöbel auf der äußeren anderen Seite des ideologischen Spektrums. Man kann ein einfacher Mensch wie Sie sein, Herr Fahrenwaldt, und trotzdem gewillt, die Mühen des Differenzierens und des Dazulernens mit wacher Neugier und kauzigem Humor auf sich zu nehmen. Klaus Bruns ist vielleicht ein Beispiel für solche Festigkeit, die sich skeptisch und doch belehrbar hält. Sie, Herr Fahrenwaldt, sind einfach ein beschränkter und starrsinniger Flegel. Und darum war dies auch das letzte Mal, dass ich das Wort an Sie gerichtet habe.

            https://www.youtube.com/watch?v=qcwP2ulxDdY

          • Karlheinz Fahrenwaldt, wir kennen uns, nimmst du auch einen guten rat an? der Orden wider den tierischen Ernst, wird nicht hier verliehen. einmal gut durchatmen, wenn das nicht hilft, eine nacht gut schlafen und dann feuer frei. es klappt besser. mir wurde die fähigkeit und die bereitschaft was zu lernen, nicht abgesprochen, hier ganz im gegenteil. vergiss nicht, hier wurde von öko-studenten und frühreifen hippitanten berichtet. ich soll gradlinig verworren sein, ich denke schon eine weile darüber nach, ob das stimmt. schmunzel.

          • Aribert Jörgensen

            @ Klaus Bruns

            Zitat: „mir wurde die fähigkeit und die bereitschaft, was zu lernen, nicht abgesprochen hier, ganz im gegenteil. vergiss nicht, hier wurde mir von öko-studenten und frühreifen hippitanten bescheinigt, ich solle gradlinig verworren sein“.

            Stimmt! Hier:

            https://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/275152-von-kanzlern-staatsmaennern-und-darstellern#comment-59058

          • Karlheinz Fahrenwaldt

            @ Ludwig:
            „Ruhig Brauner – gaaanz ruhig!“ *tätscheltätschel*

        • Hallo Ludwig, wieso wollen Sie Klaus Bruns nicht mitnehmen? Er ist der einzige von Ihnen drei mit einem gültigen Diplomatenpass.

          • Max , sie sind ein flegel, sie wollen mich loswerden? warum helfen sie nicht denen, denen geholfen werden muss, ohne einen überhelfen zu wollen?

      • Heda, Karlheinz Fahrenwaldt!

        Uninteressanterweise haben Sie die Öffentlichkeit über Ihre Schülerzeit informiert: »Meine Schulerlebnisse waren durch die Bank negativ. Es gab einfach so viele Sachen, die viel interessanter waren als die Schule: Musik, Mädels, eben alles, was mit M anfängt.«

        Tatsächlich alles? Auch Meisenknödel, Mönchsrobben, Mundgeruch, Myxomatose, Mintsoße, mnestische Störungen und Moskitos?

        Sie sind wirklich hart im Nehmen. Freuen Sie sich also jetzt schon auf den Maulkorb, den wir Ihnen postlagernd zugedacht haben.

        Ihre Leuphana-Combo

        • Karlheinz Fahrenwaldt

          Liebe Leuphana-Combo,
          ich weiß leider nicht, wo Sie die Erkenntnisse über meine Schulzeit herhaben, aber ich war in einer Volksschule für Knaben. Legen Sie sich wieder hin und träumen weiter.

          • kleiner tipp, du hast betont, weder ein doktor zu sein, noch studiert zu haben. ein fressen für kinder der leuphana.

        • Leuphana-Combo, ihr könnt einem schon leid tun, glauben an einer uni zu sein, dabei ist es nur eine hochschule.welche studie ist denn d,ä,mn,e,chst dran? wie komme ich auf kosten meiner mitmenschen am schnellsten an geld? wie ist es eigentlich mit dem maulkorb an einer schein-uni? gibt es den tatsächlich noch?

        • hallo leuphana-combo, ihr dürft mal raten, welche schule ich besucht habe. kleiner tipp, die pantoffelschule war es nicht. deswegen bin ich ja auch glücklich verheiratet und habe immer das letzte ,,wort,,.ich bin glücklich und meine frau ist verheiratet ist nicht richtig. also, dumme bemerkungen in dieser hinsicht sind nicht angesagt. bevor ihr fragt, wie das letzte ,,wort,, heißt, empfehle ich ,diese sich für später zu merken. meine letzten worte heißen immer: ja mein schatz.

          • Karlheinz Fahrenwaldt

            Lieber Klaus,
            dann muss ich das Rätsel woll doch lösen: ich habe KEIN Abitur, ich habe 6 Jahre studiert (an der Kaderschmiede für Linke: HWP) und ZWEI Diplome:). Und nun dürft ihr raten in welcher Fachschaft! Wenn hier Leute von der Leuphana am Start sind: Ich suche noch einen „Doktorvater“ (die ersten 20 Seiten hab ich schon zusammen, stehen alle hier bei jj;)!

          • Schule des Lebens

            Ja, Klaus Bruns, mein Schatz, verstehe. Gegen Ende jeder Beziehung werde ich vorwurfsvoll gefragt, warum mir denn verflixt noch mal das Zerstören so einen kindischen Spaß mache, warum sich alles immer bitteschön nur um mich zu drehen habe und warum ich so ein beschissener Egoist sei, dem die Gefühle anderer schnurzegal sind. Schließlich sei ich als Akademiker ja nicht gerade zu blöde, die Regeln des Zusammenlebens zu verstehen, und außerdem alt und erfahren genug, begangene Fehler nicht zwanghaft wiederholen zu müssen. Die Antwort lautet: Ich trenne eben gerne Erlerntes von Privatem.

          • Der „Bildungsauftrag“ der Akademie für Gemeinwirtschaft (ab 1970 Hochschule für Wirtschaft und Politik (HWP)), lese ich gerade bei Wikipedia, wurde 1958 auf ihrer Zehnjahresfeier vom damaligen Leiter Professor Heinz-Dietrich Ortlieb so formuliert: „Bildung liegt in der Erziehung zu sachlicher Haltung, zur kritischen Urteilsfähigkeit, zur Fähigkeit, sich gleicherweise in einen Stoff vertiefen und von ihm distanzieren zu können, sich bewusst zu werden, auf welchen Voraussetzungen ein Urteil beruht und unter welchen es allein Gültigkeit haben kann, und vor allem: Bildung gilt als geknüpft an die Fähigkeit, sich liebgewordener, aber fragwürdiger Voreingenommenheiten zu enthalten.“

            „Sachlichkeit, kritische Urteilsfähigkeit, sich bewusst werden, auf welchen Voraussetzungen ein Urteil beruht und unter welchen es allein Gültigkeit (aber nie (!) Alleingültigkeit) haben kann, und vor allem: die Fähigkeit, sich liebgewordener, aber fragwürdiger Voreingenommenheiten zu enthalten“, das, sehr geehrter Karlheinz Fahrenwaldt, scheinen mir Bildungsziele zu sein, auf die unermüdlich hinzuarbeiten sicher auch für einen emeritierten Lüneburger Versicherungs- und Immobilienmakler OHNE Abitur, aber mit ZWEI Diplomen eine notwendige und gewiss eines fernen schönen Tages einmal reichen Gewinn abwerfende Aufgabe bleibt.

      • Ach du meine Güte, Fahrenwaldt und Bruns!

        Stolz auf mangelnde Bildung und Schulausbildung als Nachweis überlegener, bodenständig gesunder Geistigkeit und Instinktsicherheit? Und am 19. November 2015 um 04:03 Uhr meint oben Renate, die mit Lydia, sarah, Sabrina, Bernd, Orthmann und Hartmut Borgwardt identisch ist, die Bloßstellung ihrer verlogenen und niederträchtigen Machenschaften hier im Forum dadurch erledigt zu haben, dass sie Ludwig als „professionellen“ Schreiber bezeichnet? „Linke“ und „Rechte“ wieder einmal vereint in der in der herabsetzenden Frontstellung gegen „kaputtdiffernzierende Hirnwichser“, gegen „im argumentativen Notstand befindliche Relativierer“ und gegen „genauigkeitsfanatische Tatsachenfetischisten“? Erst die Bücher-Ratten und dann die Ratten? Wer „professionell“ schreibt, gehört zur „systemhörigen Lügenpresse“ und wer Abitur hat, bereits zu den überintellektualistisch erbsenzählenden Präzisionsspinnern, zu den naturentfremdet theoretisierenden Bedenkenträgern und bastardischen Dialektikern aus dem undeutschen Rassenchaos in den Nachtkaffees des Asphaltmenschentums?

        Klaus Bruns und Karlheinz Fahrenwaldt, mit Ihrer spaßigen Gefallsucht und Ihrer blasierten Applausbuhlerei befinden Sie sich nicht nur in der zweifelhaften Nachbarschaft von Renate und der von ihr fingierten Claque aus Lydia, sarah, Sabrina, Bernd, Orthmann und Hartmut Borgwardt, sondern auch in einer entsetzlichen Tradition von ekelhafter Selbstbeschmutzung des menschlichen Denkens, das den „freischwebenden“ Intellektuellen denunzierte, nur weil dieser bemüht war, sich über seine eigene Standpunktgebundenheit Rechenschaft gebend, mit periskopischem Blick aus großer Höhe auf den Jahrmarkt begrenzter Ideologien herabzuschauen.

        Denken Sie an August Bebel! Der empfahl 1903 auf dem Dresdner SPD-Parteitag, sich jeden Beitrittswilligen genau anzuschauen, „aber wenn es ein Akademiker ist oder ein Intellektueller, dann seht ihn Euch doppelt und dreifach an (Stürmischer Beifall)“. 1926 schrieb die „Weltbühne“: „Geistige machen Revolution; Intellektuelle machen Konversation. Kurz: Geistige sind Erlöser – auch wenn ihr Erlösungsplan scheitert -; Intellektuelle sind … nichts.“ Und ab 1933 stand „der Intellektuelle“ dann immer am Pranger. Er war: „abstrakt“, „instinktlos“, „kalt“, „blutleer“, „krank“, „wurzellos“, „verbildet“, allemal brillenbewehrt, „jüdisch“, „zersetzend“, ohne „gesunden Menschenverstand“, „Neinsager“ aus Prinzip, kurz: Er war der „undeutsche“ Typ schlechthin. Joseph Goebbels redete von den „Intellektuellen“, „deren Gehirnerweichung durch das Lesen der jüdisch-demokratisch-pazifistischen Presse von Tag zu Tag zunimmt“. Adolf Hitler meinte, leider brauche man ja Intellektuelle, „sonst könnte man sie eines Tages ja, ich weiß nicht, ausrotten oder so was“. Sämtliche Gegner, die ihm je gefährlich geworden sind, hat er als „Intellektuelle“ anprangern lassen: den links orientierten Otto Strasser, den SA-Meuterer Hauptmann Walter Stennes, alle beim „Röhm-Putsch“ Exekutierten und gegen Kriegsende den ganzen Generalstab. „Intellektueller“ – jetzt war es ein Instrument, um jede Art von Gegnerschaft niederzuhalten.

        Und die Kommunisten? Sie setzten den Begriff des „Intellektuellen“ so schillernd an, dass es leicht fiel, das Wort beim Kampf gegen „die Bourgeoisie“ und viel massiver noch in den erbitterten innerparteilichen Kämpfen in eine Verbalwaffe umzuschmieden gegen jeden, der sich der Parteimeinung nicht unterordnete. So stand dieser Typ dann da, definiert durch: „Disziplinlosigkeit“, „Individualismus“, antiproletarische „Führerattitüde“, durch „Bildungs-Hochmut“, „Unglauben“, „Verneinen“, durch dauerndes „Schwanken“, alles in allem: ein „wankelmütiger“ „Phraseur“, als „wild gewordener Kleinbürger“ der Arbeiterklasse vollkommen „fremd“.

        Lenin meinte: „Die [!] Intellektuellen müssen immer mit eiserner Faust angepackt werden“, womit dieser gelernte Rechtsanwalt und „Kopfarbeiter der Revolution“ auf keinen Fall sich selbst meinte. Er hatte mit seiner Wortschöpfung vom „Intellektuellentum“, zu dem die Arbeiter eben weniger neigten, den verbalen Instrumentenkoffer der kominterntreuen Parteigenossen besonders geschickt bestückt. Nicht alle „Kopfarbeiter“ mussten „Intellektuellentum“ haben, nicht alle Arbeiter waren frei davon. Hatte Lenin so die Sprachrichtung vorgegeben, so verschärften sie die an seiner, später an Stalins Leine laufenden Parteiorgane auftragsgemäß. Prangerten diese die „Phrasendrescherei der Intellektuellen“ an, gingen jene im Trommelfeuer unter: „Wortemacherpack von Intellektuellen“, „Wortschwall“, „Wortradikalismus“, „Wortrevolutionäre“, „schönrednerisches Intellektuellengesindel“.

        In der linksliterarischen politischen Zeitschrift „Die Aktion“ war 1920 folgendes Gedicht zu lesen : „Wer sind die größten Feinde des Proletariats? / Wer sind die besten Hüter des bürgerlichen Staats? / Wer schützt das hohe Kapital / Und predigt Frieden überall? / Das sind die Bourgeoisknechte, die Intellektuellen! / (…) Der Intellektuellen gewaltig großer Zahl / erwehrt euch täglich, stündlich: An den Laternenpfahl! / Laß baumeln sie und hängen lang, / Laß tönen laut und froh den Sang: / Hinweg ihr Bourgeoisknechte, ihre Intellektuellen!!“ Kennt man diese Tonart, dann verwundert einen die Reminiszenz Milan Kunderas aus dem Jahre 1979 nicht mehr: „Sämtliche Kommunisten, die seinerzeit von anderen Kommunisten aufgehängt worden waren, hatte man mit diesem Schimpfwort belegt.“ Die Marxisten hatten ähnlich wie die Nazis ein Arsenal von Kennwörtern geformt, das jederzeit in Stellung gebracht werden konnte, um sich mit bräsig breitbeinigem Hinweis auf die eigene Unbildung, zugleich aber auf sein „lebenserfahren“ und „geradlinig“ bescheidwisserisches Tatmenschentum gegenüber Uni-Lümmeln und Abiturientengesocks auf schauerliche Art in die Brust zu werfen.

        • Begrenzte Ressourcen

          Was wunderst du dich, Hannes? Alle Materie ist etwa 13 Milliarden Jahre alt und das Ergebnis fortwährender Synthese. Da Denken ein biochemischer Vorgang ist, benötigt man dafür Ausgangsstoffe. Die Anzahl der im Weltall vorhandenen Teilchen ist zwar sehr hoch, aber auch begrenzt, daher muß die Anzahl ihrer Kombinationsmöglichkeiten und somit die der möglichen Gedanken ebenfalls begrenzt sein. Die meisten Teilchen des Universums sind bereits in anderen Galaxien verbacken, und selbst die auf diesem Planeten scheinbar reichlich verfügbare Materie ist irgendwo als Kontinentalplatte, als Karpfen oder Kolibri unterwegs. Ein weitaus kleinerer Teil ist gerade in den Hirnen anderer Menschen damit beschäftigt, ein künftiger Bestseller zu werden oder Welträtsel zu lösen. Für die meisten unter uns bleiben also nur wenige Quanten oder Quarks oder so was übrig, aus denen sich offenbar nur einfach strukturierte Gedanken bilden lassen, wie z.B. »Noch ’n Bier bitte!«, »Die Renten sind sicher!«, »Ficki ficki« oder »Es ist der Job Lüneburger Immobilienmakler, Häuser und Wohnungen so teuer wie möglich an die Interessenten zu vermitteln.«

          Tibor Rácskai

        • Gertrud Hölscher

          Karlheinz Fahrenwaldt, leider scheinen Sie jetzt auch zu der „ja, aber“-Fraktion zu gehören. Es gibt nach meiner Meinung in diesen Fragen keine ausweichende Interpretation – Man muß Farbe bekennen! Während einer sonst kaum erwähnenswerten Zugfahrt sah ich einmal eine Frau links aus dem Fenster schauen. Nach einer Weile wandte sie sich an ihren Begleiter: „Guck mal, es regnet.“ Er bestätigte dies mit einer Kopfbewegung, deutete dann auf die rechte Seite des Zuges und sprach: „Ja, da drüben auch!“

          • Karlheinz Fahrenwaldt

            Liebe Gertrud Hölscher,
            können Sie mir erklären, was Sie mit Ihrem Kommentar sagen wollen? Was hat das alles mit „ja, aber“ zu tun? Gibt es hier geheime Codes die ich nicht kenne? Ich bin ratlos!

        • Hannes, sie hören und lesen sich gerne reden, oder? warum den unfug eigentlich immer so in die länge ziehen? in der kürze liegt die würze. sagen sie doch gleich, sie haben nur sich lieb. übrigens, die spd wurde von facharbeitern gegründet. wo sind die bei der spd geblieben? in der politik sehe ich keine.

  3. Friederike Danckwardt

    Christoph Steiner hat heute ebenfalls einen Meinungsbeitrag für die LZ verfasst, der das von Hans-Herbert Jenckel oben Geschriebene (und Gemeinte) – besonders mit seinem entschlossen urteilenden Schlussappell des letzten Absatzes – sehr gut ergänzt. Den schönen und ebenfalls gedankenreichen Text möchte ich (von einigen Schreibfehlern befreit) komplett hersetzen, weil er schon morgen wieder von der Kommentarseite bei LZ-Online verschwunden und damit der ihm gebührenden Aufmerksamkeit entzogen wäre:

    »ANGST IST EIN SCHLECHTER RATGEBER

    Angst und Schrecken zu verbreiten, das ist dem Mordkommando der IS Terrormilizen gelungen. Getroffen hat das sinnlose Blutvergießen schon zum zweiten Mal in diesem Jahr Paris, aber ins Mark getroffen sind wir alle. Die Fanatiker tragen ihren Krieg ins Herz des alten Kontinents hinein. Europa durchlebt eine ähnliche Schockphase wie die Vereinigten Staaten nach dem 11. September 2001. Das Reaktionsmuster in den ersten Stunden nach diesem unfassbaren Massenmord weist ebenfalls Parallelen auf.

    Angst aber ist bekanntlich ein schlechter Ratgeber. Und Angst zu machen, ist ein Hauptziel des Terrorismus, ist sein perfides Instrument, die demokratischen Systeme Stück für Stück ihrer Freiheitlichkeit zu berauben. Schafften das die ruchlosen Fanatiker, hätten sie gewonnen. Mit ihnen die Steinzeitlichkeit ihres Denkens und ihre sinnbefreite Barbarei, welcher der Mensch, sein Leben, keinen Pfifferling wert ist.

    Es zeigt sich gottlob schon die Absicht, der Angst einmal mehr und weiterhin zu trotzen. Die vielen Menschen, die sich gestern an vielen Stellen der französischen Hauptstadt versammelt haben. Um der Toten und deren Angehörigen zu gedenken, den vielen Verletzten Mut zu machen. Aber auch, um Gesicht zu zeigen, den Mördern klarzumachen: Wir weichen nicht einen Zentimeter. Ein weiteres kleines Signal der Furchtlosigkeit setzt die Entscheidung, das Fußball-Länderspiel am Dienstag in Hannover jetzt erst recht auszutragen. Mit der Kanzlerin und Teilen ihres Kabinetts auf der Tribüne.

    Ein kleines Lichtlein der Hoffnung setzt zudem die Wiener Syrien-Konferenz, einen guten Schritt weitergekommen auf dem Weg zu einer politischen Lösung für das Bürgerkriegsland. Die Zusammensetzung der Konferenzrunde weist ohnehin den einzigen Weg hin zu einer wirkungsvollen Bekämpfung des IS-Terrorismus: Es geht nur gemeinsam, also auch mit Staaten, die über Kreuz liegen mit der westlichen Welt, aber über Einfluss und Mittel verfügen in der Region.

    Was gar nicht geht, ist die ungeheuerliche Verknüpfung der Pariser Tragödie mit dem Flüchtlingsandrang, insbesondere in Deutschland. Den Scharfmachern von Pegida, von der AfD, aber auch vom rechtskonservativen Flügel der Union ist es offenbar vollkommen egal, dass die überwiegende Zahl der Asylsuchenden die Flucht genau vor solchen Mördern ergreifen musste, die am Freitagabend in Paris gewütet haben. Welche Geschmacklosigkeit, welche Respektlosigkeit vor den Opfern und ihren Hinterbliebenen! Die Toten sind noch nicht identifiziert, viele Verletzte kämpfen ums nackte Überleben, und doch setzt von interessierter Seite die Ausschlachtung der Wahnsinnstat für eigene Zwecke schon ein. Das lässt nichts Gutes erahnen für die nächsten Tage und Wochen.«

    Quelle: https://www.landeszeitung.de/kommentar (Montag, 16. November 2015, 14:44 Uhr)

    • @ Frederike Dankwardt:

      Dann ist ja alles klar. Alles was Bürger denken und äussern ist völlig falsch, Einbildung,sind diffuse Ängste, die man um Gottes Willen nie äussern darf und die unwahr , verboten und die Gdanken sowieso radikal und wir sollten weiter so machen, wie bisher. Dann ist ja alles gut!

      Was jetzt wichtig ist, nochmals HIER:

      Handbuch für politisch korrektes Handeln im Zuge islamistischer Terroranschläge:

      1.) Unbedingt als erstes Ängste äußern, dass dieser Anschlag von “Rechten“ instrumentalisiert werden könnte.

      2.) Betonen, dass es mit dem Islam nichts zu tun hat.

      3.) Nicht ganz direkt, aber subtil kommunizieren, dass Pegida und die AfD Schuld haben, weil sie Muslime provozieren.

      4.) Nochmal unterstreichen, dass es mit dem Islam nichts zu tun hat!

      5.) Sagen, dass an der Gewalt die Gesellschaft schuld ist, die Muslime ausgrenzt.

      6.) Nochmal erwähnen, dass es mit dem Islam nichts zu tun hat.

      7.) Zur Demo und Aktionen gegen „Islamophobie“ aufrufen.

      8.) Sagen, es könnten genauso so gut auch Rechte gewesen sein.

      9.) Michael Lüders, Adam Mazyek und ähnliche Personen in Talksendungen einladen, die dann sagen, dass es nichts mit dem Islam zu tun hat.

      10.) Mehr Mittel und Anstrengungen für den Kampf gegen Rechts verlangen!“

      • Liebe sarah,
        ich möchte betonen, dass ich kein Parteigänger Ludwig Erhards bin, aber ich bin der Meinung, dass auch dann, wenn die Vision einer Person nicht mit der eigenen korrespondiert, diesem aufgrund seiner Vision Respekt zu zollen ist. Um das nachvollziehenn zu können, empfehle ich Ihnen folgendes Buch: “ Erhard, Ludwig, „Wohlstand für Alle““, auszuleihen in der Lüneburger UB. Erhard war ein Jahr vor der ersten Bundestagswahl zum Vorsitzenden des Wirtschaftsrats der Bizone (also der unter englischer und amerikanischer Verwaltung stehenden Gebiete) gewählt worden und war dort der deutsche Spitzenpolitiker, erst fast ein Jahr später wurde Konrad Adenauer erster Bundeskanzler. Vor dem Wirtschaftsrat leitete Erhard eine Kommission zur Erarbeitung eines Gesetzes für die Durchführung einer Währungsreform, die ihm später den Titel „Vater des Wirtschaftswunders“ einbrachte und der Titel seines Buches entsprach auch seiner Vision „Wohlstand für alle“. Das ist also keine Erfindung von Gregor Gysi bei der letzten Bundestagswahl gewesen! Und nach der Währungsreform gab es keine Rezession sondern einen Boom, da die in den vohergehenden Nachkriegjahren gehorteten Waren schlagartig auf dem Markt erschienen. Die Rezession setzte erst mit dem Koreakrieg in den 50ern ein. Sicherlich war er kein begnadeter Redner und seine Rolle als späterer Bundeskanzler war nicht berauschend, aber für mich ist wichtig, dass er überhaupt eine positive Vision einer fortschrittlichen Gesellschaft hatte, obwohl nach meiner Meinung die „Soziale Marktwirtschft“ schön mit ihrer Begründung gescheitert war.

        • Karlheinz Fahrenwaldt

          Lieber Sinan Nabil,

          der obige Text ist nicht von Ihnen aber von mir und paßt überhaupt nicht zum Thema. Zukünftig erwarte ich, dass der Name des Verfassers genant wird.

          • Jasmin Münchgstettner

            Lieber Karheinz, wie soll man deiner Ansicht nach so einen abgeschriebenen absurden Oberschwachsinn wie den von „sarah“ Trautwein-Hebsen denn kontern, wenn nicht grad durch einen anderen abgeschriebenen absurden Oberschwachsinn?

            Kennst du den Film „Out of Rosenheim“? Die „Märchenhafte Komödie über eine sehr späte Selbstbefreiung aus der Borniertheit des Alltagstrotts und über die menschlichen Qualitäten in einem jeden“? Der ist „witzig und mit großer Liebe fürs Detail inszeniert und gespielt.“ (– Lexikon des Internationalen Films)

            Ziemlich am Anfang schon erfährt man: Nach einem handfesten Streit in ihrem heruntergekommenen „Bagdad Café“, das mit angeschlossenem Motel und Tankstelle irgendwo jottwehdeh in der Wüste Kaliforniens an einem trostlosen Highway vor sich hin rottet, hat die Hausherrin Brenda (Carol Christine Hilaria Pounder ) ihren begriffsstutzigen Schlaffigatten Salomo (Darron Flagg) kurz zuvor zum Teufel gejagt. Der sitzt nun einen halben Kilometer entfernt in seiner schäbigen, rostzerfressenen Chevy-Karre und beobachtet die tobende Brenda, während er unentwegt „Karlheinz, oh Karlheinz …“ vor sich hinmurmelt.

            Hier das berühmte Lied zum Film in der Cover-Version von Jeff Buckley:

            https://www.youtube.com/watch?v=XP_eHGYzYtc

    • Hartmut Borgwardt

      Vielleicht hilft dann in letzter Konsequenz nur jemand der nicht deutschstämmig und in die Matrie hineingeboren wurde , Ihre absurden, naiven und weltfremden Thesen zu entkräften und die „LiebhabEuchalle -Einstellung“ zu korrigieren.
      Zeit wäre es. Frankreich war erheblich zu spät. Leider.

      http://www.welt.de/debatte/kommentare/article148935457/Wir-muessen-Dinge-tun-die-bisher-undenkbar-waren.html

    • Und, Klaus? Bei Westwind sollen die Haare ja auch schneller wachsen. Von 1.170 Kindern im Alter zwischen 5 und 12 Jahren aus sechs verschiedenen Ländern (Kanada, China, Jordanien, Türkei, USA, Südafrika) verschenken diejenigen, die nicht religiös erzogen wurden, mehr Sticker als Kinder aus christlichen und muslimischen Familien. Würden die aber auch mehr Marzipankartoffeln verschenken? Letzten Montag hat z. B. die Jagd auf die Sticker und Sammelalben des FSV Jever begonnen. Die Kick-Off-Veranstaltung, die der Verein aus der gleichnamigen Kreisstadt des Landkreises Friesland im nordöstlichen Teil der ostfriesischen Halbinsel gemeinsam mit EDEKA-Wichmann für seine große Teamstickeraktion mit Bildern von allen Spielern der ersten Kreisklasse und ihren Ehefrauen veranstaltet hat, hat die Erwartungen des Managements vollends erfüllt. „Beeindruckend“, fand der 2. Vorsitzende Sven Belka, „fantastisch“, jubelte Kassenwart Joachim Röben, „klasse“, urteilte Geschäftsführer Sven Reif, und der Vorsitzende Guido Jaskulska war mindestens ebenso begeistert. Die Auswertung, wie viele der Kinder, die sich auf Sammelalben und Stickerpacks stürzten, religiös orientiert sind oder erzogen wurden und wie viele von ihnen dem örtlichen Jugendzug der freiwilligen Feuerwehr angehören, wird in den nächsten Tagen im Reppenstedter Rathaus erwartet. Was glauben Sie, welche moraltheologischen Schlussfolgerungen wird Marketingberater und Bürgermeister Jürgen Backhaus wohl daraus ziehen, wenn sich herausstellt, dass sich die muslimischen Kinder beim Abgreifen der Stickerkästen am stärksten zurückgehalten haben, während dafür aber nur drei Konfirmanden wussten, dass Cristiano Ronaldo nicht in einem Stall in Betlehem geboren worden ist? (Siehe: http://fsv-jever.de/aktuelles/archiv/teamstickeraktion-wir-schwenken-ein-auf-die-zielgerade.html)

      Und dann, Klaus: Was heißt denn „muslimisch“ oder „christlich“ erzogen?

      Die Deutschen fassen den Islam als eine Einheit auf. Das ist ein ganz großer Unfug. Sie sehen gar nicht den tiefen Zwiespalt zwischen Sunniten und Schiiten, zwischen islamischen Kurden und islamischen Türken, das geht über ihr Vorstellungsvermögen. Sie sehen nicht den Zwiespalt zwischen Alawiten und Wahhabiten. Sie haben zwar begriffen, dass es im Christentum Sekten gibt. Aber auch das haben sie eigentlich vereinfacht auf Katholiken und Protestanten. Die verschiedensten Kirchen in Nordamerika haben sie nie zur Kenntnis genommen. Auch die Quäker nicht. Genährt durch die „Bild“-Zeitung und andere Lexika, ist das Wissen des Volkes leider sehr unzureichend. Und auch das Wissen der intellektuellen Oberschichten.

      Und auch im Christentum steckt eine Reihe von seltsamen Phänomenen. Das Christentum bildet sich ein, eine monotheistische Religion zu sein, ist es aber gar nicht. Jesus Christus ist viel wichtiger als der liebe Gott. Und außerdem gibt es noch einen Heiligen Geist – den hat Jesus Christus nicht erfunden, den hat ein Konzil erfunden. Und neben dieser heiligen Dreieinigkeit gibt es noch die Gottesmutter Maria, die in Polen viel wichtiger ist als Jesus und als der liebe Gott. Der Monotheismus ist eine Selbsttäuschung. Das glaubt der Ratzinger, aber der auch nicht ganz. Es ist auch eine Selbsttäuschung der Protestanten. Die alten Griechen waren da viel ehrlicher, die haben gleich viele Götter erfunden. Und nicht bloß vier. Wie die Jungfrau zum Kind gekommen ist, kann kein Christ wirklich glauben. Aber es wird gelehrt. Und keiner glaubt es. Das sind sehr seltsame Dinge. Es wird gelehrt kraft Autorität, kraft institutionalisierter Autorität. Und natürlich muss auch ein Theologiestudent, der die Hoffnung hat, Gemeindepfarrer und später Propst und noch später Bischof zu werden, so tun, als ob er es glaubt.

      • mir war schon immer die unbefleckte empfängnis ein rätsel. aber was denn nun, soll man keiner studie mehr trauen? was macht dann die leuphana, sattelt sie dann um auf märchen? oder hat sie schon? das trias ist bei uns sehr beliebt. aus der dreifaltigkeit wurde schnell eine einfältigkeit.

        • Zitat: …“ unbefleckte empfängnis ……wurde schnell einfältigkeit…..“

          Man muss nicht daran glauben und darf alles anzweifeln. Bei uns wird niemand für das Ablehnen von Glaubensgrundsätzen der Kopf abgeschnitten, die Gliedmassen abgehackt, oder eine Fatwa ausgesprochen.
          Das ist der grosse Unterschied, der relevant ist und der aus einem freiwlligen Glauben ohne Zwang keine faschistoide ,totalitäre Ideologie macht.
          Aber eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als das einige tierisch einfältige Kreaturen dies kapieren.

          • meine liebe Lydia, ihre spitzen müssen sie noch ein bisschen bearbeiten, zu stumpf. übrigens, das land ,mit den meisten muslimischen bürgern, hat mit dem, was sie gerade so abgelassen haben, eben nichts am hut.
            ich liebe einfältige kreaturen, was meinen sie , warum ich hier im forum mitspiele?

      • @ Max Schöteburg

        Völlig gleichgültig, irrelevant und stumpfsinnig.

        Die Menschen in Deutschland wollen so leben wie bisher. Ohne Mord und Totschlag. Und ohne Terror!
        Der Rest ist irrelevant.

        • @ Lydia: „Die Menschen in Deutschland wollen so leben wie bisher. Ohne Mord und Totschlag. Und ohne Terror!“

          Das ist zutreffend.

          Warum tragen Sie nicht Ihren kleinen Teil zu einem solchen friedlichen Leben bei, indem Sie einfach damit aufhören, hier bei Blog.JJ mehrstimmig und in entfesselter, verantwortungsloser Katastrophengeilheit fortgesetzt hysterisierende und angsterzeugende Hassparolen herum zu kreischen? Glauben Sie nicht, dass es auch ohne Ihren konstant schrillen Brüllterror schon ausreichend Probleme in der Welt gibt?

          Wenn Sie das Aufschreiben von Falschparkern tatsächlich nicht mehr als zeitgemäß empfinden, sei Ihnen hiermit ein erfüllendes Hobby im Bereich der Neuen Medien empfohlen: Ihr Scharfsinn und Ihre Ausdauer werden ganz spielerisch geübt, wenn Sie auf http://www.zeit-online.de der Redaktion jene Leserkommentare, die Kommafehler enthalten, als »bedenklich« melden. An einem glücklichen Abend kommt ein tüchtiger Denksportler wie Sie auf gut und gern 50 Meldungen.

          • @ Max Schöteburg

            Zitat: „Warum tragen Sie nicht Ihren kleinen Teil zu einem solchen friedlichen Leben bei,…“

            Das tue ich, indem ich die, die diesen Terror verursachen benenne und die Integrierten und Nichtextremen lobe.

            Es führt zu nichts, wie die drei Affen, alles zu ignorieren, weil es unangenehm ist, Wahrheiten auszusprechen.

            Ich empfehle speziell für Sie ,das Buch, „Der Faschistische Islam“, vom Hamed Abdel Samad.
            Ich denke ohne Übertreibung sagen zu können, daß jemand der in dieser Ideologie grossgeworden ist, erheblich mehr Fachkompetenz und Erfahrungen hat, als die Foristen wie Sie hier.
            Und wer dann meint, dies sei alles nur Populismus, Hetze oder dergleichen, kann das behaupten.Nur kann man wohl mit Überzeugung sagen, daß dieser Kritiker nicht sehr gebildet sein kann.
            Man muss sich die letzten 4-5 Jahren Europa nur ansehen und man weiss, daß die Warnungen von Insidern, wie Abdel Samad, sehr wohl treffend waren und sind.

          • Sie sagen, Hamed Abdel Samad sei in dieser Ideologie großgeworden und habe erheblich mehr Fachkompetenz und Erfahrungen als die Foristen hier, er sei Insider und warne seit Jahren. Ihr angeblicher »Kapitalismuskritiker«, arbeitet aber gleichzeitig als Chefökonom der Ägyptischen Handelsbank. Die kritische Nachfrage des Spiegel : »Sind Sie damit nicht auch Teil des Systems, das Sie so heftig kritisieren?« parierte er nonchalant: »Ich bin ein Kritiker des Kapitalismus – da ist es besser, sich innerhalb des Systems zu befinden, als außerhalb.« Zumal die Zustände, wie er im selben Interview mitteilen, doch so schlimm gar nicht mehr seien: »Der Kapitalismus an sich hat heute weit weniger Probleme als vor 200 Jahren, als es beispielsweise noch Kinderarbeit und katastrophale Arbeitsbedingungen gab. Heute ist er viel kultivierter.«

            Ei, wie lieb. Wer solche Kritiker hat, braucht eigentlich keine Befürworter mehr.

            Kultivierte Grüße aus dem Bauch der Bestie:

            Ihr Robert

          • @Max Schöteburg

            Hier wird ja schon viel Mist geschrieben, aber Ihr kommentar ist ja wohl die Quadratur des Kreises.

            Könnten Sie bitte uns allen einmal erklären, was Sie damit zum Thema Demokratieverständnis beitragen wollten?
            Oder wollten Sie damit nur kundtun, dass Sie keines haben?

    • @ Klaus Bruns
      Macht es einen Misstand besser, wenn man auf „andere“ verweist?
      Eine alte Strategie aus dem Kindergarten! Der böse Sebastian hat ein Eis geklaut ,ich hab ihm dann nur die Zähne ausgeschlagen;verdient hat er es ja auch ein bisschen……

      Und wann haben Sie von einem gläubigen Christen das letzte Mal gehört, der schrie, “ Gott ist gross“ und dann 120 Menschen erschoss?
      Ihre Kommentare sind wirklich nur blablabla. Tut mit Leid!

      • Christen schreiben „groß“ mit scharfem „s“. Langer Vokal und so … Schon davon gehört?

        Der letzte gläubige Christ, von dem ich gehört habe, rief nicht „Gott ist groß“ und brachte es auch nicht auf 120 Tote. Da haben Sie recht. Er heißt Anders Behring Breivik und ist ein rechtsextremistischer und islamfeindlicher norwegischer Terrorist, der die Anschläge vom 22. Juli 2011 in Oslo und auf der Insel Utøya beging, bei denen 77 Menschen ums Leben kamen, überwiegend Teilnehmer am Zeltlager der sozialdemokratischen Jugendorganisation „AUF“.

        Als Polizist verkleidet rief er auf der Insel Utøya die anwesenden Jugendlichen zusammen, vorgeblich um über den Osloer Anschlag, von dem sie durch Funkmedien erfahren hatten, genauer zu informieren und eröffnete dann ohne Vorwarnung das Feuer auf sie. Er ermordete im Laufe von etwa 75 Minuten insgesamt 69 Menschen. 67 der Opfer starben an Schusswunden. Die Opfer waren zwischen 14 und 51 Jahre alt, 32 von ihnen unter 18 Jahre.

        Macht es einen Miss[s]tand besser, wenn man auf „andere“ verweist, Lydia?

        Fest und faserig, so sind sie, die Tintenfische, Lydia. Man kann mit Fug und Recht sagen: die Kokosnüsse unter den Fischen. Kenner wissen, was ich meine. Und alle anderen sollen einander bei Lachs und Pistazien langweilen und um zehn ins Bett gehen. Schwächlinge!

        Nicht wahr, Lydia?

        Ihr Max Schöteburg

        • @ Max Schöteburg

          Zitat:
          „Er heißt Anders Behring Breivik und ist ein rechtsextremistischer und islamfeindlicher norwegischer Terrorist!“

          Stimmt,nur leider ist er kein Christ. Also ist Ihr Kommentar sinnfrei.

          Und selbst wenn es so wäre, wäre es ander Zeit nicht nur Leute wie Breivik zu bekämpfen, sondern ALLE Extremisten. Das wird aber nicht getan, sondern alle Ausländer werden ohne Registrierung , ohne Legitimation und ohne zu wissen, WER dort durch die EU und Deutschland reist, einfach durchgewunken. Das Ergebniss , siehe Frankreich.
          Übrigens, da ich Nichtdeutsche bin, meinen Sie meine Rechtschreibung kritisieren zu müssen?

          • Niveau ist eine Voraussetzung für Sinnfreiheit. Da Sie Nichtdeutsche sind (Ich bin Nichtkisuaheli), leuchtet Ihnen das zweifelsohne sofort ein.

            Denn das Wort Nichtnichtsinnfreiheit (duplex negatio affirmat !) bedeutet, anders als Sinnlosigkeit, selbstverständlich nicht, dass nicht kein Nichtsinn vorhanden ist, sondern, ganz im Gegenteil, dass ein Sinn nicht nur nicht abwesend, sondern er in seinem Vorhandensein frei ist von lähmenden Einschränkungen wie der schnöden Logik oder gar den harten Fakten.

            Erst die Sinnfreiheit macht den Menschen zu dem, wofür er sich schon seit der Erfindung des Rades oder spätestens seit Erbauung der Freizeitstatue hält: Die Krone der Schöpfung. Ein scharfsinniger Mensch mag vielleicht in der Lage sein, die Dinge zu verstehen, die ihn umgeben, doch nur der sinnfreie wird ebenso die Dinge durchschauen, die ihn nicht umgeben, die es nicht gibt und die es gar nicht geben könnte. Nur auf den Schwingen der Sinnfreiheit kann sich der menschliche Geist zu majestätisch aufragenden Wortmeeren entfalten und blühende Gedankenschlösser aufspannen.

            Niemals würde sich ein freier Sinn in stur geraden Bahnen über den Boden ziehen wie die Wahrheit oder sich wirr verknoten wie blanker Unsinn. Ebensowenig dreht er sich immerzu um das selbe Thema, ohne dabei wirklich vom Fleck zu kommen. Der wahrhaft freie Sinn bewegt sich in anmutigen, dem mitdenkenden Geist schmeichelnden Kurven, erhebt sich mitunter in geistige Höhenflüge und streift die Realität nur gelegentlich auf seinem Weg durch alles und nichts.

            Der Weg zur Sinnfreiheit ist nicht steinig, sondern unendlich. Deshalb wird die Sinnfreiheit nur selten wirklich erlangt. Viel zu oft verläuft sich der Mensch auf den tückischen Seitenpfaden des Lebens und findet nicht die Sinnfreiheit, sondern nur Tod und Verderben, in einigen Fällen gar Erkenntnis und Weisheit.

            Doch zwischen all den Gescheiterten gibt es doch immer wieder jene Glücklichen, die es geschafft haben und die Hoffnung neu erstrahlen lassen. Wenn man seine Suche hier beginnt, ist man sicherlich auf dem richtigen Weg. Dort sieht es ähnlich aus, doch woanders wird man es schwierig haben. Aber der da hat es ja auch geschafft, es kann also nicht unmöglich sein.

            „Und so meint ’sinnfrei‘ nicht etwa ‚ohne Sinn‘, sondern die Befreiung des Sinnes, und die Befreiung des Sinnes ist die Sinnfreiheit.“ – William Shakespeare (Er sagte dies nicht wörtlich, aber er hätte es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gesagt, wenn ihm dieser Gedanke gekommen wäre, vorausgesetzt, er hätte ihn für erwähnenswert befunden.)

  4. Parallelität der Alarmzeichen

    „Die Mörder von Paris (…) treffen uns zu einem Zeitpunkt, zu dem unsere Demokratie so satt, so träge und so orientierungslos wirkt“ ?

    Was kaum einer weiß:

    Im Spätstadium des römischen Reichs wurden im Kolosseum fast täglich Kochduelle ausgetragen.

    Teja Fischer

      • Die, die sich dieser Entwicklung entgegen stemmen oder auch nur darüber informieren, werden verunglimpft. Da wird dann von zündeln oder Katrastrophenprofiteuren gefaselt um immer wieder einen Deckel auf die Fehlentwicklungen unseres Landes zu legen. Leider steht scheinbar für manche Foristen der klammheimliche Wunsch dahinter, das unser Gesellschaftssystem der sozialen Marktwirtschaft explodieren soll. Ist das vielleicht die Rache des linken Kleingeistes der immer noch nicht den Verlust seiner sozialistischen Realitäten im Osten der Welt verdaut hat und im links rechts denken verhaftet ist und dabei übersieht, das die Probleme unserer Zeit mit links-rechts nichts mehr zu tun haben?

        • Bernd
          Frage: was ist an dem größten niedriglohnsektor europas sozial?

          • Klaus, sie wissen doch, das diese politischen Kampfbegriffe Quatsch sind. Der Deutsche Niedriglohn ergibt sich in dieser Größenordnung, weil er sich an dem hohen Lohnniveau in Deutschland selbst bemisst. Im europäischen Vergleich sind die deutschen Niedriglöhne noch hohe Löhne, darüber würde sich mancher Spanier, Grieche etc. freuen, gerade bei den geringen deutschen Nahrungsmittel Preisen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass gute Arbeit gut bezahlt werden muss und das Geld auch dort verdient werden sollte, wo die Wertschöpfung stattfindet. Das ist oft aus dem Lot. Andererseits finde ich, das staatliche Leistungen auch einer Gegenleistung bedürfen, zumindest, wenn es sich um gesunde arbeitsfähige Menschen handelt. Jeder kann seinen Beitrag leisten, und wenn er mechanische Umkrautbekämpfung im Stadtgarten betreibt.

          • Herr Bruns, dass ist doch wohl nicht ihr Ernst? Was hier sozial ist? Sind sie noch nicht in der Welt herumgekommen? Wenn sie es aus eigener Kraft nicht mehr geregelt bekommen Herr Bruns, dann bekommen Sie von diesem Land ein Dach über dem Kopf, ausreichend zu essen, ein Taschengeld und medizinische Versorgung, das ist sozial. Es stellt noch nicht mal jemand die Frage, was sie vorher verbockt haben. Sie kommen in diesem Land, nackt zur Welt und trotzdem ist ihre Existenz gesichert, weil andere vorgesorgt haben und bereit waren mehr zu tun, als sie für sich benötigen. Das nennt sich in diesem Land sozial. Wenn Sie in diesem Land noch Zucker in den Hintern geblasen bekommen möchten, findet sich dafür bestimmt auch noch ein Weg.

        • Zutat: „Leider steht scheinbar für manche Foristen der klammheimliche Wunsch dahinter, das unser Gesellschaftssystem der sozialen Marktwirtschaft explodieren soll.“

          Genau so sehe ich das auch.Man meint dann mit marxistischen Weisheiten Deutschland retten zu können. Man vergisst nur, daß man Nutzniesser des Gesellschaftssystems ist.

          • Da hat man eine Idee für einen super Artikel über die Nutznießer des Gesellschaftssystems , und dann sitzt man vorm PC und hat’s vergessen!

        • @ Bernd

          „Ist das vielleicht die Rache des linken Kleingeistes … “

          Sehr gut erkannt und wichtig, es auch beim Namen zu nennen.

  5. Hmm, mein Leitspruch wäre eher:“Lieber für Atheismus kämpfen, als auf religiöse Indoktrination hören.
    Denn ein Satz kommt mir schon seit Jahrzehnten in den Sinn, wenn mal wieder „tief religöse Leute“
    jedweden Wahnsinn vom Zaun brechen – Gäbe es auf einer atheistischen Welt weniger oder mehr Leid?
    Gäbe es dann mehr Barbarei und weniger Mitgefühl – wohl kaum ,denn Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft sind keine Erfindungen des Christentums und sich bei der bestmöglichen Gelegenheit in die Luft zu sprengen, steht glaube ich auch nicht im Koran.
    Jetzt werden wieder viele Pseudo-Religiöse „ihre“Religion wiederentdecken und anfangen für alles und jeden zu beten.Jedem das Seine, aber wäre es nicht besser anzupacken und mitzuhelfen damit diese Welt wieder ein kleines Bisschen besser wird für alle Menschen?

    • ich hätte einen besseren: lieber mit atheisten kämpfen ,als auf religiöse indoktrination hören.

  6. Am besten ist doch das Spiegel Zitat:… „Es nimmt keine Rücksicht auf die Wünsche der betroffenen Bevölkerung, setzt sich willkürlich über die ethnischen und konfessionellen Grenzen……hinweg…..beschwört Konflikte….
    Das sind doch genau die Punkte, die die Gegner der derzeitigen Zuwanderungspolitik auch ins Feld führen, nur dass diese Art der Kritik heute als rechtsextrem verunglimpft wird. Also ich fasse mal zusammen: ein Multi ethnisches und Multi konfessionelles Zusammenleben ist friedlich im Orient nicht möglich aber soll jetzt in Europa funktionieren? Also alle rein hier! Wo ist denn da die Logik? Im Prinzip entlarvt das doch die Verlogenheit der derzeitigen Flüchtlingspolitik und die Gefährdung und Zerstörung, die Europa ausgesetzt wird.

    • Bernd, könnte es nicht sein, das europa einen kleinen, aber wichtigen schritt schon weiter ist, als der orient? angsthasen sind im orient auch nicht sehr beliebt. kamele schon eher.

      • Beschreib mal bitte den Schritt, den wir weiter sein sollen. Ich habe eher das Gefühl, das wir uns Richtung Orient bewegen als umgekehrt. Die Anschläge sind doch nur ein Vorgeplänkel auf die zukünftigen Verhältnisse.

        • Bernd, zumindest steht bei uns geschrieben, staat und kirche sind getrennt. leider ist es nicht überall so , aber es ist schon mal ein anfang, meinen sie nicht? ich persönlich lasse mich von den komikern, die sich selbst als gläubige ernannt haben, nicht erschrecken. diese knallerbsen erreichen doch mit ihren taten genau das gegenteil von dem, was sie wollen. europa rückt zusammen. jede wette. übrigens, christen werden am meisten von christen im strassenverkehr getötet. kamele können zwar auch beißen, aber………………………..

        • Bernd , ich soll feine ,,sensorien,, besitzen. dem widerspreche ich nicht. sie machen mir tatsächlich einen verunsicherten eindruck. warum? zuviele informationen? ich finde vorwürfe für etwas, wofür man nicht kann, sind völlig daneben, deswegen beschäftigen sie mich. ängstliche schotten sich gern ab. aber was bringt das auf die dauer? die anderen laufen ihnen davon und werden davon profitieren, wärend sie immer doch hinter ihren selbstgebauten mauern verharren. die erde ist rund und keine scheibe. was sagt uns das? der glaube, irgend jemanden über den rand zu schubsen und schon ist man ihn los, wird nicht klappen. schieben sie ihn nach links, kommt er von rechts, schieben sie ihn nach vorne, kommt er von hinten. so ist das nun mal auf einer kugel.

      • @ Klaus Bruns:

        Sorry, sind Sie noch bei Sinnen?

        Jemand der Angesichts von 130 Toten, den Terroranschlägen von Kopenhagen, Brüssel usw. und einer absolut unkontrollierten Einwanderung von Millionen aus allen möglichen Ländern ohne Feststellung der Herkunft, oft ohne jegliche Papiere, Befürchtungen hat, ist ein Angsthase bei Ihnen?

        Ich denke hier sollte man eine Diskussion abbrechen, da der Teilnehmer den Bezug zur Realität verloren hat. Ich schäme mich bei der Anzahl von Menschen, die ihr Leben verloren hat, daß man in Deutschland jetzt die Bevölkerung „Angsthasen“ nennt.

        • Lydia
          eine frage, was ist seit 9/11 denn anders geworden? die angst? der wahnsinn? davon wollen sie sich beeindrucken lassen? haben sie schon mal eine wasserleiche gesehen? ich gehe trotzdem immer noch schwimmen.

          • Sie sehen den Unterschied zwischen Berlin ,Hannover, Hamburg ,München und New York nicht? Das wären 5500km Unterschied.
            Der Terror ist in Europa und auch schon in Deutschland angekommen.
            Deutschland hat 7500 gewaltbereite Islamisten und ca. 1000 klare Gefährder, wie Breivik und durchj die Zuwanderung ist eine völlig unübersichtliche Situation entstanden und wird sich fortsetzen.
            Es ist eben ein Unterscheid ob sich das Problem in den USA befindet, 6000km entfernt , oder in Hamburg, wenn Sie auf den Weihnachtsmarkt gehen.
            Aber für Sie sicher kein Problem.

          • Klaus die flächendeckende Ansiedlung von Menschen, deren Religion kein freundliches Wort für uns übrig hat und deren Kultur und Mentalität in ihren Herkunftsländern zu großen Katastrophen führt hat begonnen. Wehret den Anfängen Klaus, damit Sie auch weiter schwimmen können. Und bitte nicht nur an sich denken, Ihre Kinder möchten auch noch schwimmen und Frieden haben.

    • Gut herausgelesen Bernd, darin liegt tatsächlich die Verlogenheit der Berichterstattung und der Politik. Der Spiegel und die Linke waren schon immer auf einem Auge blind.

      • Einen nicht vergessen, Klaus!

        Käpt´n Rotzfort aus „Die drei Musketiere“ war auch als Käpt´n Einauge bekannt. Er hatte Heuschnupfen und bei einer fiesen Niesattacke flog ihm die ganze Rotze ins Auge weswegen er eine Augenklappe tragen muss. Er bewarb sich bei Kardinal Richelieu als Türsteher und bekam die Stelle sofort. Mit seiner berühmt-berüchtigten Crew versetzte er ganz Frankreich in Angst und Schrecken. Ein dummer Zufall wurde ihm zum Verhängnis: Ein besoffener Kneipenwirt hielt ihn für einen Piraten und verpfiff ihn. So endete der Rotzer am Galgen.

      • Klaus, vorsicht mit behauptungen. ein grund, warum ich den link , der von ehemaligen ddr -kadern beim spiegel berichtet,hier reingestellt habe, war ihr kommentar. und da sie ja auch ein vereinsbrillenträger sind, sehen sie selbst sehr undeutlich. sehen sie Klaus, ein unterschied zwischen uns, ist die tatsache, ich passe in keine schublade.

  7. Hier nochmal wichtige Kommentare von einer Insiderin. Für alle ewig Gestrigen.

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article148935457/Wir-muessen-Dinge-tun-die-bisher-undenkbar-waren.html

    Zitat: „Nach jeder Attcke von Islamisten heisst es, sie dürfe nicht in Verbindung gebracht werden mit dem Islam, der ein eReligion des Friedens sei. Dieses Beschwichtigen muss endlich aufhören.(Zitat Ende)
    Endlich spricht mal jemand die als Insiderin Fakten hat, Klartext.

    • Mal ehrlich, Sinan Nabil

      Was wissen wir schon über Insider? Eigentlich doch nur vier Dinge:

      1. Der Insider ist nicht nur unter Insidern dafür bekannt, unbekannt zu sein.

      2. Der Insider Zollt dem Umstand Tribut, dass es Leute gibt, die es lustig finden, über die krumme Nase von Tante Otto oder die Grabschversuche von Lehrer Müller zu schreiben. Das Problem aber ist, dass es so wenige Menschen gibt, die diese Tante Otto und diesen Lehrer Müller kennen bzw. einige Leute, die auch einen Otto und/oder einen Lehrer Müller kennen und noch nicht wussten, dass Otto eigentlich eine Tante ist und Mülli grabscht.

      3. Psst… geheim: Insider ist jemand, der aufgrund seiner Position über Informationen verfügt, bevor sie jemand anders kennt (aber nicht weitersagen!).

      4. Der Insider will einfach immer „In“ sein.

      Beispiele

      + Hansi wusste schon vor allen anderen, dass das Betttuch befleckt war.

      + Die CIA wusste schon vor dem 11. September von den Anschlägen.

      + Tiere wissen schon vorher von Erdbeben und anderen Naturkatastrophen.

      + Manfred wusste schon vorher, wie die Lindenstrasse am Sonntag ausgehen würde.

      + Frau Schubert aus dem vierten Stock wusste schon immer, dass „…des Luder ihm bloß auf der Nasen rumtanzt!“

      • Ein Insider ist jemand, der aus jahrelanger Erfahrung spricht und z.B. seit frühester Kindheit an ( also ca. 25 Jahre im Falle Abdel Samads) diesen Glauben ausgeübt hat und fundamentales Wissen hat, daß Sie meinen zu haben. Also nicht jedes deutsche Würstchen,was in seinem Dorf oder in der Dorfkneipe sitzt und hohle Phrasen drischt.
        Man kann Abdel Samad, Ayaan Hirsi Ali oder Sabatina Jones nicht mit Frau Schubert vergleichen.
        Sie vielleicht, intelligente Menschen nicht.

      • warum schreibt man so etwas ??
        Es gibt selbst viele Philosophen, die glauben, Gedanken würden von danken abgeleitet, statt von denken.

  8. Worauf Sie jetzt besonders achten müssen

    Liebe sarah, lieber Bernd, nach den Anschlägen von Paris ist die erhöhte Wachsamkeit der Bevölkerung gefragt. Bitte informieren Sie umgehend die Polizei, wenn…

    • Ihr islamistischer Nachbar Sie bittet, in nächster Zeit seine Kakteen zu gießen

    • Sie gemütlich in einem Straßencafé sitzen, vor Ihnen plötzlich ein Muslim aus dem Auto steigt und wenig später das Feuer auf Sie richtet, worum Sie für Ihre Zigarette gebeten haben. Ist doch garantiert geklaut, das Feuerzeug (trotzdem bedanken!)

    • Ihnen herrenlose Koffer auffallen – gerade Geschäfte für Reisebedarf sind oft voll davon. Unbedingt täglich die Angebote checken und melden!

    • bei einer Großveranstaltung bewaffnete Typen herumstehen, die so aussehen, als würden sie nur darauf warten, einen Feuerstoß in die Menge abzugeben. Besser jedoch: den zwielichtigen Gestalten sofort eins drübergeben und ihnen die Knarren abnehmen, bevor es zu einer Straftat kommt!

    • Ihr syrischer Friseur scheinbar aus dem Nichts den Preis für einen Haarschnitt auf 6,50 Euro anhebt. Auch illegale Waffen müssen erst einmal gekauft werden, und der Koranunterricht für die sieben Söhne bezahlt sich nicht von alleine…

    • einer dieser zahllosen Flüchtlinge, die jetzt ins Land strömen, so aussieht, als hätte er nichts Gutes im Sinn, oder Sie belästigt, z.B. durch seine Anwesenheit

    • Ihnen irgend etwas komisch vorkommt (z.B. Kabarettsendungen, der Geruch unter Ihren Armen oder Ihr bärtiger Sohn, der jetzt immer öfter Freunde mit nach Hause bringt, sich stundenlang mit ihnen zum „Lernen“ in seinem Zimmer einschließt, später dann völlig weggetreten auf der Couch liegt und von Kopf bis Fuß nach Haschisch, der Terrordroge Nr. 1, stinkt)

    • @ Worauf Sie jetzt besonders achten müssen

      Finden Sie das anhand von 128 Toten witzig?

      • Maximilian Koerber

        Über Satire, die Sie aufgrund Ihrer Ihnen von der Natur aufgebürdeten Beschränkungen leider nicht verstehen können, sollten Sie öffentlich lieber nicht zu urteilen versuchen. Es könnte sein, dass die Menschen neben Ihnen vor Lachen lospruschten. Lesen Sie lieber oben noch einmal den letzten Absatz im Text von Christoph Steiner, dem Chefredakteur der Landeszeitung. Oder besser: Lernen Sie ihn auswendig!

        Hier: http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/279838-lieber-fuer-demokratie-kaempfen-als-auf-pessimisten-hoeren#comment-59386

        SIE (!!!) sollten sich schämen, hier im Forum unter lächerlicher Weise ständig wechselnden Namen „anhand von 128 Toten“ Ihr krankes antiislamistisches Dauerreklamegeschrei für widerlich berechnende Katastrophenprofiteure wie Bachmann, Höcke, Gauland und Petry zu veranstalten.

        • Mir sind Menschen, die rechtzeitig auf anstehende Katastrophen hinweisen, um sie zu verhindern lieber, als Menschen die verantwortungslos relativieren, um bloß ihr Weltbild aufrecht erhalten zu können. Wenn die Probleme da sind, wollen sie wieder von nichts gewusst haben Herr Koerber.

          • Soweit ich richtig lese, hat Herr Koerber (ob noch rechtzeitig genug, weiß ich leider nicht) „auf eine (nur allzu bedrohlich) anstehende Katastrophe hingewiesen, um sie zu verhindern“: Auf Leute nämlich, die „krankes antiislamistisches Dauerreklamegeschrei für widerlich berechnende Katastrophenprofiteure wie Bachmann, Höcke, Gauland und Petry veranstalten“.

            Menschen wie Koerber sind mir „lieber, als Menschen wie Sie, Bernd, und wie Ihre Replikanten sarah, Renate, Lydia, Sabrina und Hartmut Borgwardt, die verantwortungslos zündeln und scharfmachen, um bloß ihr Weltbild aufrecht erhalten zu können und die, wenn die Probleme dann wieder da sind, wieder von nichts gewusst haben wollen.“

          • @Bernd, ihr Kommentar passt nicht. Spätestens nach Paris zum zweiten sollten Sie erkennen was eine Katrastrope ist und das sind sicherlich nicht die Leute, die auf das Weltbild hinweisen, das zu den Attentätern führt. Die Bekennerschreiben der muslimischen Attentäter weltweit könnten ihnen auch ein Hinweis sein, aus welchen ideologischen Quellen diese sich Speisen. Mit diesen Quellen muss sich beschäftigt werden und ohne die Auseinandersetzung mit dem Islam wird dies nicht gelingen. Das sie ein Verdreher sind, belegt ihr Kommentar unmissverständlich. Sie sind leider Ideologie getrieben und verlieren dabei den Blick auf die Wirklichkeit. Das die Toten von Paris noch nicht genügen um sie aufzurütteln, deutet auf ihr verbohrtes Inneres hin.

        • @ Maximiolian Koerber

          Schämen? Sorry, wer verharmlost die Schuld an dem absolut gesetzlosen, brutalen,menschenverachtenden Taten wie in Paris?
          Wer lamentiert über die Kritiker, die sich alles „einbilden“ und „islamophob“ sind und wer hat ein „verbohrtes Inneres?“

          Doch wohl eindeutig die Realtivierer und Schönredner dieser Taten, die auch anhand zahlreicher Beispiele dieser Gewalt in der Ideologie trotzen und selbst bei menschenverachtenden Taten wie in Paris noch gebetsmühlenartig Floskeln der politischen Elite aus Berlin wiederholen.
          Es sind doch wohl Ihre Kommentare und die derjenigen, die ständig mantraartig wiederholen, daß alles im Islam so toll und weltoffen und tolerant ist! Sie mögen alles tolerieren, was damit im Zusammenhang steht.
          Bei mir hört die Toleranz und das „Wirhabenunsallelieb“ bei Terror, Mord und Vergewaltigung auf.
          Bei Ihnen offensichtlich nicht, denn Sie sind unermüdlich beschäftigt alles zu relativieren. Mir reicht der Terror in Frankreich;ich brauche ihn nicht auch noch hier!

        • @M. Körber
          Dann sollten Sie mal diesen Artikel lesen und die Betroffenen ausführlich „kritisieren“. Anstatt die Warner als Täter zu bezeichnen(!). Dann ist auch Logik und der gesunde Menschenverstand involviert.

          http://www.welt.de/politik/ausland/article149148428/Das-ist-ein-Komplott-gegen-uns-und-den-Islam.html

  9. Lieber Herr Jenckel,

    zwei Fragen:

    1.: „Unsere Art zu leben“, gibt es die eigentlich? Und worin besteht die noch einmal genau? Was verteidigen wir da?

    Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit? Einigkeit und Recht und Freiheit? Also die Gleichheit vor dem prinzipiell universal gültigen Recht, die brüderliche Einigkeit in der Menschlichkeit und die Freiheit eines jeden, nach seiner ganz und gar eigenen Façon selig zu werden, eine Freiheit, die immer und überall genau bis dahin reicht, wo die Freiheit eines anderen anfängt?

    Besteht folglich „unsere Art zu leben“, die wir mit allen Mitteln verteidigen müssen — und auch verteidigen werden (auch gegen identitäre, ethnozentrische Dummheit, politische Perfidie und ideologisch verblendeten Fanatismus unter Landsleuten in den sogenannten „eigenen“ Reihen) –, nicht viel weniger in einer positiv, also konkret und detailliert beschreibbaren „Lebensart“, als viel mehr in einer ex negativo definierten Pflicht, die Bedingungen und Voraussetzungen für die Möglichkeit jedes Einzelnen zu bewahren und zu garantieren, sein selbst bestimmtes Leben in Freiheit und Verantwortung überhaupt führen zu können? Das heißt, ist es nicht viel weniger eine bestimmbare „besondere Lebensart“ mit kanonisierten „Werten“ und „weltanschaulich-kulturellen“ Festlegungen als vielmehr die Freiheit an sich, solche besonderen Lebensarten haben und pflegen zu können (gleichgültig, wie sie aussehen, solange sie die Freiheit des anderen respektieren und nicht einschränken), die wir verteidigen? Die Freiheit, frei sein zu können, geht es „uns“ darum? Oder geht es darum, recht zu behalten?

    2.: Der palästinensische Taxifahrer vor Ihrem Hotel in Bethlehem hat nach dem Gewaltexzess zwischen Steinewerfern und Gummiprojektil-Schießern zu Ihnen gesagt: ,,Frieden? Wird es hier nicht geben, nicht bevor wir sie alle ins Meer getrieben haben, nicht bevor wir wieder auf Augenhöhe reden.“ Finden Sie nicht auch, dass Kontrahenten – schon allein aus Kostengründen – immer und immer wieder versuchen sollten, miteinander „auf Augenhöhe“ zu reden, ohne dass eine Konfliktpartei die andere zuvor „ins Meer getrieben“ hat?

    • Was Sie im guten Sinne unter „unsere Art zu leben“ zusammengefasst haben, klingt gut. Daran wollen wir uns orientieren.

      Aber man könnte dies „unsere Art zu leben“, so wie es da auf dem Titelblatt stand, auch als die wahre, die einzige Art zu leben verstehen.

      Dann hat es für mich einen Beigeschmack. Genau darauf hebe ich im geschichtliche Exkurs ab. Unsere Art zu leben, das muss nicht jedem schmecken. Unsere Art zu leben, sollten wir nicht aufzwingen, als einzig seligmachend. Diesen Eindruck habe ich aber bei manchen Interventionen.

      Augenhöhe hat im Nahen Osten eine andere, tiefere Bedeutung. Schwamm drüber, lass‘ uns drüber reden, funktioniert in dem Kulturkreis nicht so einfach.
      LG

      • Vielen Dank für die schnelle Antwort.

        Zu 1) Mir war klar, dass Sie GEGEN a) den Wahnwitz, „Krieg“ führen zu wollen (gegen wen denn auch?), b) die Frivolität, für eine „Lebensart“ offensiv in einer Region zu fechten, deren Völker und Menschen diese Lebensart 200 Jahre lang mitbezahlt haben, ohne an ihr teilzuhaben, und c) die Überheblichkeit, den „Westen“ mit der Menschheit zu verwechseln, argumentieren. Ich wollte nur, dass Sie es einmal ganz deutlich sagen. Wir verteidigen also keine Substanz, sondern eine Form. Keine „Werte“, sondern „die Freiheit“, die Bedingung der Möglichkeit nach unterschiedlichsten „Werten“ zu leben und sich dafür oder dagegen zu bekennen. Und diese Form wird VON JEDEM bedroht, der nicht auf Vernunft, sondern auf Gewalt setzt.

        Zu 2) Ich habe sehr viel Verständnis für „kulturelle“ Differenzen. Und ich weiß, dass nur ein Idiot sie nicht als FAKTEN ins Kalkül zieht, wenn er auf Menschen aus diesem oder jenem „Kulturkreis“ (oder auch nur aus diesem oder jenem Dorf) trifft. Dennoch: Der Minimalkonsens in Bezug auf den Begriff (und die Wirklichkeit) von FRIEDE muss sein, dass Friede herrscht, solange geredet wird — und nicht geschossen.

        • Apropos Kulturkreis

          Saupreiß ist, wie allgemein bekannt, jeder Deutsche, der oberhalb des Weißwurschtäquators geboren ist, also in Norddeutschland. Für die Norddeutschen sind alle Bewohner südlich von Frankfurt sogenannte „Schwobs“, auch die Schweizer nennen die Süddeutschen so.
          Saupreißn halten sich für vornehmer als Bayern und sind für ihr Leben mit einem komischen Dialekt gebrandmarkt; sie haben dadurch auch dem Bayern in Österreich den preußischen Beinamen Piefke eingebracht.

          Den Streit Bayern – Preißn gibt es schon so lang, wie es die beiden Parteien gibt. Es ist weithin anerkannt, dass dieser Konflikt so unauslöschlich ist wie der Kampf Gut gegen Böse, Hund gegen Katze, Tom gegen Jerry oder Gott gegen die Evolutionstheorie. Allerdings ist diese Hassliebe nicht mit dem Verhältnis von Hund und Katze oder VW- und Opelfahrern zu vergleichen, sondern eher mit dem von Obi-Wan Kenobi und Luke Skywalker zu Darth Vader.

          Der Ausspruch „Saupreiß“ ist von Bayern keinesfalls beleidigend gemeint, es ist nur eine Warnung für alle anderen Bayern (südlich der Donau), damit diese wissen, dass sie es hier mit Menschen zu tun haben, die nicht mit den bayrischen Traditionen vertraut sind und sich deshalb befremdlich normal verhalten. Im Ort Lüsche ist er eine persönliche Auszeichnung für gute Schweinezucht.

          Allerdings verweigern die Baden-Württemberger, die Hessen und die Pfälzer auch weiterhin die Zwangseingemeindung nach Bayern und sehen sich daher weder als Bayern noch als Saupreißn.

          Versuche NIE, einen Bayern über Bier zu belehren. NIE, denn 1. hast du keine Ahnung von Bier, wenn du ein Preiß bist und 2. würdest du dir nur a boor einfanga und mit da Fotzn ans Discheck hirumpen (mit dem Gesicht am Tischeck zerschellen).‘

          Und noch was zum Thema Tracht: Die einzige Tracht die am Preißn steht, is a Tracht Prügel!

          Und noch was: Chop Suey war koa Preißn nicht! Er war ein bekannter bayerischer General der Schweizer Garde. Da er ein Gourmand war, wurde ein sehr nahrhaftes Gericht nach ihm benannt. Die dortige Bevölkerung stellt es aus den Bärten ihrer Feinde her. Dazu werden mind. 2 Vollbärte in einer ekligen Lake aus Zuckerwasser und Erde gut eingekocht und mit gehackter Katze vermischt.

          Der Name ‚Chop Suey‘ kommt aus dem indopersischen Kulturkreis. Wobei das Wort ‚Chop‘ sinngemäß dem Wort ‚Blockade‘ und ‚Suey‘ dem Wort ’nördlich‘ entspricht. Verbreitung findet dieses Gericht hauptsächlich in der Steiermark, dem Burgenland und der Region südlich von Köln.

          Dass Chop Suey überall ganz genau gleich schmeckt liegt daran dass alle anderen Zutaten durch Unmengen Glutamat überdeckt werden.

      • Da stimme ich Dir uneingeschränkt zu Hans-Herbert. Dein Satz „Unsere Art zu leben, sollten wir nicht aufzwingen, als einzig seligmachend.“ trifft genau den Punkt.

        Die westlichen Demokratien unterliegen dem Irrglauben jedem anderen Staat ihre sogenannte westliche Demokratieform aufzwingen zu müssen und damit Heilbringer zu sein. Eine unfassbare Überheblichkeit und Ignoranz anderer Kulturen und Lebensweisen. Woher nimmt man diesen Hochmut?

        Doch das gilt aber auch umgekehrt! Die Europäer wollen genauso wenig (vielleicht mit wenigen Ausnahmen) zum Islam konvertieren. Jetzt könnte man natürlich wie kleine Kinder anfangen zu streiten: Der hat aber angefangen! Ja. Natürlich hat irgendwann irgend jemand angefangen. Doch dieser Ansatz bringt uns kein Stück weiter.

        Nur Gespräche auf Augenhöhe, gegenseitiger Akzeptanz und Toleranz können hier vielleicht zu einer (friedlichen Lösung) führen. Obwohl – ob das mit dem IS möglich ist…? Fanatismus, egal auf welcher Seite, blockiert diese Möglichkeit leider.

        • Otto, was für ein mieses, vergiftetes Lob an den LZ-Redakteur. Oder sind Sie tatsächlich so bodenlos dumm und dreist, wie ich glaube, dass Sie sich zu einem Teil bloß stellen. Vielleicht – oder meinetwegen auch wahrscheinlich – gab es die Arroganz der Nordamerikaner und der Europäer, nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Welt sei das „Ende der Geschichte“ (Fukuyama, 1992) greifbar und „Demokratie“ und „Kapitalismus“ westlicher Provenienz seien die letzten universellen Exportartikel, die wirklich überall ersehnt werden. Im Jahre 1991 in Kuwait zahlten noch die Iraker, aber in Bosnien 1992 und vor allem in Somalia zahlte bereits „der Westen“ für diese Naivität mit Blut. Und dann sprach man schon ein Jahr später vom „Kampf der Kulturen“ (Huntington, 1993), der den „kalten Krieg der Systeme“ abgelöst habe. Beides waren unhaltbar simplifizierende Provokationen, die als Marketingformel und Verkaufstitel über zwei pseudowissenschaftlichen und haarsträubend zusammengeschmierten Machwerken standen, aber die Phantasie von halbgebildet „spürenden“ Zeitgeist-Spökenkiekern wie Ihnen bis heute beschäftigen.

          A) Jenckel schrieb im kontrafaktischen Irrealis: »Man KÖNNTE „unsere Art zu leben“ (…) AUCH als die wahre, die einzige Art zu leben VERSTEHEN.« Aus dieser äußerst behutsam erwogenen MÖGLICHKEIT machen Sie einen Akt der gewaltsamen GEWISSHEIT. Sie unterschieben Jenckel, er habe davon gesprochen, dass wir anderen „unsere Art zu leben“ nicht „als einzig seligmachend AUFZWINGEN sollten“.

          B) Dieses von Ihnen also nicht vorgefundene, sondern einfach frech BEHAUPTETE Einverständnis zwischen Jenckel und Ihnen, nutzen Sie nun, um mit großem Pathos und mit bombastischen Empörungsphrasen auf den angeblichen „Irrglauben“, das „Aufzwingen“, das „Heil[s]bringer[tum]“, die „unfassbare Überheblichkeit und Ignoranz“ und den „Hochmut“ des Westens einzudreschen. So bereiten Sie vor, worum es Ihnen eigentlich geht.

          C) Denn, nicht wahr, Otto-Thomas Schmid, Herr Jenckel ist ja ganz einer Meinung mit Ihnen. Also wird er auch mit Ihrem blöden „Aber“ oder „Doch“ einverstanden sein. Und dann kommt, was Sie auf dem Herzen haben: „Die Europäer wollen genauso wenig (vielleicht mit wenigen Ausnahmen) zum Islam konvertieren.“ Um die paar Schwachköpfe, die das wollen, können Sie sich später kümmern. In: „Die Europäer wollen nicht zum Islam konvertieren“, darin steckt, worum es Ihnen geht: DIE EUROPÄER („ich“ zu sagen, hat das Ottochen immer noch nicht gelernt, aus ihm spricht der Populus, die „volonté générale“) wollen nicht zum Konvertieren gezwungen werden. Und: DIE EUROPÄER wollen die Muslime nicht. Diese Sätze hängen unmittelbar miteinander zusammen. Und im Hinterkopf klingen uns die Drohungen: „Irrglauben“, „Aufzwingen“, „Heil[s]bringer[tum]“, „unfassbare Überheblichkeit und Ignoranz“ und „Hochmut“.

          D) Niemand, Otto, außer Ihnen selbst hat die Angst- und Beschwörungsformeln vom „Konvertieren“ und vom „Aufzwingen“ verwendet. Herr Jenckel jedenfalls nicht. Da gibt es KEINE Gemeinsamkeit, KEINEN Konsens zwischen Ihnen beiden. Und auch Ihre beknackte Frage, ob mit den „Fanatikern“ des IS eine „friedlichen Lösung“ wohl „möglich ist…“, zielt nicht auf eine Antwort, sondern suggeriert – und SOLL auch, nach meinem Eindruck, suggerieren – dass mit Menschen islamischen Glaubens generell keine „Gespräche auf Augenhöhe“, keine „gegenseitige Akzeptanz und Toleranz“ und keine „friedlichen Lösungen“ möglich sind. „Blockiert diese Möglichkeit — leider“, gell Otto?

          Unter Ihrer Nachtmütze des feinsinnig grübelnden Poeten, Otto, steckt eine mit Ranküne und üblen Vorurteilen bis oben hin befüllte Giftspritze.

          Passen Sie bloß gut auf, dass die niemand entdeckt!

        • @Otto
          Zitat: „Ja. Natürlich hat irgendwann irgend jemand angefangen. Doch dieser Ansatz bringt uns kein Stück weiter. “

          Das ist eben NICHT der Lösungsansatz. Die entscheidende Frage ist, „WER ist in das Land des ANDERTEN migriert und hat sich gefälligst ANZUPASSEN?“
          Doch wohl nicht die autochthone Bevölkerung Deutschlands an fremde Werte einer fragwürdigen Subkultur der Steinzeit!!!

          Ja, um Deutschland und seine Zukunft geht es. Die Europäische Union wird zerbrechen. Und für mich zählt meine Heimat, meine Werte und das Deutschland, das ohne Islam sehr gut existieren konnte und kann. Umgekehrt ist dis wohl nicht möglich, sonst würde man nicht von dort hierher kommen. Und ein „Gespräch auf Augenhöhe“ ist ein frommer Wunsch von realitätsfernen Multikultinaivlingen.

      • @ hh jenckel:

        Zitat: Unsere Art zu leben, das muss nicht jedem schmecken. Unsere Art zu leben, sollten wir nicht aufzwingen, als einzig seligmachend.

        Stimmt, nur ich möchte auch nicht andere Lebensweisen aufgedrängt bekommen und ICH und WIR sind in unserem Heimatland!

        Wer Frauen als Menschen dritter Klasse sieht, die Gesetzgebung durch die Sharia austauschen will und auch daran arbeitet, wer andere als Ungläubige bezeichnet, angreift oder diffamiert , Kinder beschneidet und damit pathologisch irreparabel ohne Einwilligung verändert (Körperverletzung), Tiere schächtet und Tausende von Moscheen baut, in denen fragwürdige Dinge gelehrt werden und auch mehr als eine Frau haben will, die er in den Sozialversicherungen mitversichern und absichern will, sollte sich als Wohnsitz kein westliches, modernes Land aussuchen, sondern in eines der vielen arabischen Länder, wo vielfach diese Werte identisch mit seinen Vorstellungen sind, gehen.
        Es ist absolut unakzeptabel und führt zwangsläufig zu sozialem Sprengstoff mit der autochthonen Bevölkerung. Siehe Malmö, Duisburg ,Hennef-Nord , HH, Bochum, Köln-Kalk , Bremen , Frankfurt,Paris Vorstadt, Rotterham.

        Das möchte ich nicht noch extremer als bisher. Ich stehe nicht auf 24 Stunden Abenteuerurlaub mit Messer und Schusswaffe in der Version “ Lydia gegen alle.“
        Das was sich in Kaltenmoor mit den 2 ermordeten Frauen und dem gläubigen Ehemann der Einen abgespielt hat, sowie die „Freundlichkeiten mit Schusswaffe“ vor dem Gericht in LG , muss ich zukünftig nicht täglich haben.

        Leider sind wir auf dem besten Weg dazu.

    • Die Islamische Antwort auf Israel hat die Hamas in ihrer Gründungscharta zusammengefasst. Diese Charta speist sich vornehmlich aus den religiösen Quellen des Islam. Die sollte jeder mal lesen, dann wundert sich auch keiner über die Äußerung des Taxifahrer. Ich zitiere nur mal Artikel 7:…„Die Stunde des Gerichtes wird nicht kommen, bevor Muslime nicht die Juden bekämpfen und töten, so dass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken und jeder Baum und Stein wird sagen: ‚Oh Muslim, oh Diener Allahs, ein Jude ist hinter mir, komm und töte ihn!’“
      Dieses Zitat entspringt beispielsweise einer der wichtigsten Hadithensammlung von Sahih Muslim und gilt in einer islamischen Gesellschaft als Sunna, als nachahmenswerte oder zu befolgende Norm. Das nur mal als Hinweis zum Traum von gemeinsamen Werten in unserer Multiehnischen und religiösen Gesellschaft.

      • Wir alle sind Winnetous Erben. Old Shatterhand, Winnetou, Kara Ben Nemsi, Hadschi Halef Omar, der Hobble Frank und die Tante Droll: Welcher Junge kennt sie nicht, diese Helden des 19. Jahrhunderts? Karl May, das ist ein Volksklassiker, der klassenlose deutsche Schriftsteller des 19. Jahrhunderts. Seine Fangemeinde ist riesig. Zu ihr zählen Arno Schmidt und Ernst Bloch, aber auch „Lieschen Müller und Egon Mustermann“. In der ehemaligen DDR war er von der Staatsmacht nicht gerne gesehen. Es wurde zum Abenteuer, seine Abenteuerromane zu lesen. Er zog an – wie vieles Verbotene. Seine Lesebücher gehören zum gemeinsamen emotionalen Bestand der Nation. Wiederentdeckt werden aber müßte auch der andere Karl May. Der Karl May für Erwachsene, der Karl May von „Ardistan und Dschinnistan“. Hier fehlt der übertrieben missionarische deutsche Ton. Nachdem er – lange Zeit nach den Reiseerzählungen – den Orient und Amerika tatsächlich besucht hatte, war ihm die Phantasie versperrt. So begann er die Reise in das Innere des Menschen. So paradox es klingt: Wirklich realistisch wurde er erst da, wo die Phantasie mit ihm durchging. In der Symbolik seines Alterswerkes. Das zu lesen lohnt heute wieder. [Oskar Lafontaine, Mittelbayerische Zeitung vom 22./23.2.1992]

        Karl May hat wie kaum ein anderer Schriftsteller bei Millionen Jugendlichen durch seine phantasievolle Erzählweise erste tiefe Eindrücke von Abenteuer, fremden Ländern, Menschen und Sitten hinterlassen. Ob „Von Bagdad nach Stambul“ oder „Durchs wilde Kurdistan“, seine Helden Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar haben viele junge Menschen fasziniert. Karl May hat vielen jungen Menschen etwas sehr Wichtiges vermittelt: Die Neugier auf Bücher. Wenn heute Abenteuer aus aller Welt unseren Kindern und Jugendlichen „mundgerecht“ vom Fernsehen in die Wohnstube gebracht werden, finde ich dies manchmal schade; es fehlt dabei die Chance, sich die Szenen und Landschaften mit Hilfe der eigenen Phantasie auszumalen. Die Spannung der geschilderten Abenteuer, die lebendige Darstellung der Ereignisse, die Information über fremde Länder und Menschen machten das Faszinierende an den Karl-May-Büchern aus. Aber auch der Beitrag zur Völkerverständigung, die Anerkennung von Minderheiten, das Erwecken von Sympathie und Hilfsbereitschaft für bedrängte und benachteiligte Menschen dürfen ebenfalls nicht gering eingeschätzt werden. Die Karl-May-Bücher haben bis auf den heutigen Tag ihre Anziehungskraft aus guten Gründen nicht verloren. [Heiner Geißler: Grußwort. Pressemappe Karl-May-Spiele, Bad Segeberg 1983]

        Bei Allah, dieser Karl Ben May hat den Orient im Hirn und Herzen mehr verstanden als ein Heer heutiger Journalisten, Orientalisten und ähnliche Idiotisten. [Rafik Schami (syrischer Schriftsteller): Der Rabe Nr. 31, Zürich 1991]

        • Sie sind mit ihrem Kommentar wohl im Artikel verrutscht. Bitte konzentrieren Sie sich ein wenig.

          • @ Kluas

            Sie sind mit ihrem Kommentatorennamen wohl im U-A-Rtikel verrutscht. Bitte konzentrieren Sie sich ein wenig.

            Konzentration (Latein für „Miriam, pass endlich auf!“) ist die Eigenschaft, dass ein Gehirn weniger besemmelt ist als üblich.

            Der Besemmelungsgrad B lässt sich folgendermaßen berechnen:

            B = (Körpergröße + Beliebtheit bei Mädchen) – (Dicke des Brillenglases + Anzahl der zu kurzen Hosen und outen Kleidung im Kleiderschrank)

            Hieraus lässt sich eine Schlussfolgerung ziehen:

            Je höher B, desto besemmelter. Was zur Folge hat, dass man je weniger besemmelt man ist, eine Auswirkung auf die Konzentration der Allgemeinversemmulung des Gehirn von Unversemmeltheiten gegeben hat.

            Der Dorftrottel als klassisches Besemmlungsphänomen bildet einen wichtigen Bestandteil unserer Gesellschaft: Dank ihm können wir immer auf jemanden herunterschauen und denken, dass es Leute gibt, denen es schlechter geht. Wissenschaftler haben inzwischen seine Existenz in sämtlichen Gebieten der Welt nachgewiesen, außer in Reppenstedt. Wissenschaftler vermuten, dass deshalb viele Reppenstedter Jugendliche frustriert sind. Sie suchen sich eine niedrigere Lebensform, die sie bekämpfen und zu Dorftrotteln machen können. Die Lebensform, die sie momentan bekämpfen heißt „Buswartehäuschen“ (in der Ostlandstraße am Spielplatz und am Ortsausgang Richtung Lüneburg).

      • Bernd , religion macht spaß. im alten testament hatten die schon kamele, obwohl sie noch keine kannten.

        • @ Bruns
          „Religion macht Spass“ , solange sie freiwllig ist, keine Gliedmassen abtrennt, steingt, Kopf abschlägt , Frauen verstümmelt, sich aus der Politik heraushält(!) und nicht der gültigen Gesetzgebung trotzt und diese ablehnt.

          Und das ist das KO- Kriterium für eine politisch-religiös-traditionell-faschistoide-diktatorische Ideologie.
          Wer das nicht so sieht, kann gerne meine Erfahrungen aus meinem Aufenthalt in S-A erfahren.
          Oder in ein paar Monaten hier in diesem Kino(!)

          • Lydia, um die eigenen nerven zu beruhigen, empfehle ich achmed der terrorist. https://www.youtube.com/watch?v=_-ZjjD5sCuE

          • Ansehen durch Wissensvorsprung

            „meine Erfahrungen aus meinem Aufenthalt in S-A“ ?

            Lydia!!! Sie waren auch dort? So einzigartig ist das also gar nicht! Sabrina, Renate, sarah, Hildegard Trautwein, Bernd, Orthmann, Andre Hebsen und Hartmut Borgwardt haben dort ebenfalls ihre überlegenen Kenntnisse erworben. Toll nicht?

            Und Erfahrungen sind ja wirklich wichtig!

            Was wurden wir zum Beispiel gemieden, verachtet und mit angewiderten Blicken bedacht, als unsere Kinder in Schule und Kindergarten als erste die Läuse hatten. Aber was wurden wir hofiert, besucht und mit kleinen Aufmerksamkeiten überschüttet, als wir dann, nachdem es bei den Blagen der anderen Eltern auch überall krabbelte und juckte, die anerkanntermaßen besten Experten in Nissenfinden und Kopfwäsche waren!

            LG, Dominik

      • Bernd

        Matthäus 7,6 LUT
        da sie ja so bibelfest sind, sollten sie folgendes wissen,ich werde es hier nicht mehr tun.

        • @ bruns

          könnten sie den Text mal erläutern? vor allem in welcher Rolle sie jetzt wen sehen?

        • @ Klaus Bruns

          Matth. 7:6
          Ihr sollt das Heiligtum nicht den Hunden geben, und eure Perlen nicht vor die Säue werfen, auf daß sie dieselben nicht zertreten mit ihren Füßen und sich wenden und euch zerreißen.

          Könnten Sie den Text auch in den Zusammenhang zum Thema bringen? Wäre nett.

          • Vielleicht so, Jan & Ortwin?

            Scheinwerfer (Achtung, wörtliche Bedeutung!) haben es sich zu Erfüllung ihrer Pflichten werden lassen, ihr Geld in hohem Bogen aus dem Fenster zu schmeißen und wie Perlen vor die Säue zu werfen. Dabei krempeln sie noch höchst eigens die Ärmel hoch und packen selbst ordentlich mit an, während es darum geht, das gemeine Volk durch ihre Asche zu bereichern. Sich in der Freude ihrer Dekadenz labend, langen sie in ihre dicken Taschen und packen die feistesten Bündel voller bunter Geldscheinchen, schleudern und pfeffern sie in die Menge, dass die vor Armut doofstrotzende Allgemeinheit sich daran ergötzen möge und vor ihren Füßen krieche!

  10. ich wundere mich, wer macht mit wem geschäfte? warum leidet wohl die demokratie? wie demokratisch ist denn die wirtschaft, von der politik ganz zu schweigen? optimismus , ist er denn besser ,als pessimismus? wer soll denn für die demokratie kämpfen? die abhängigen der wirtschaft? die gesellschaft betet doch einen götzen an. Geld. dem wird doch alles unterworfen. warum wird denn schon wieder geschrien: das boot ist voll? warum flüchten menschen? weil sie reich sind? geld regiert die welt, der glaube hängt heutzutage vom geld ab. der is ist ohne geld auch zu nichts in der lage. unser kapitalistisches system sorgt für die probleme, die wir haben. wer stellt die systemfrage? wer will es ändern? wer kann es ändern? was ist denn demokratie? gibt es denn da eine einheitliche vorstellung? für was will man kämpfen, wenn man nicht mal weiß, wofür? freiheit? wie einheitlich sind denn die vorstellungen von freiheit? ist die freiheit zu betrügen, zu lügen usw. auch darin enthalten? wenn nicht, warum findet es denn in einer demokratie statt? warum distanzieren sich immer mehr jugendliche von den sogenannten werten ihrer eltern? wer lebt denn da wem was vor?

  11. Vielen Dank, Frau Tenhoff und Herr Jenckel, für Ihre Verteidigung des liberalen Denkens und Handelns, für Ihre Haltung, die nichts mit der betrüblichen parteipolitischen Inanspruchnahme des angeblich „Liberalen“ zu tun hat. Denn seit einiger Zeit vollzieht sich auch bei uns in Lüneburg ein bestürzender gesellschaftlicher Wandel: Die Stimmen am rechten Rand werden zahlreicher, lauter, boshafter, extremer. Es gibt gerade dort eine verblüffend hohe Zahl an Wutbürgern, die aus Prinzip gegen alles Mögliche sind und ihren Hass gegen das „System“ herausposaunen, sei es aus Frustration, Langeweile, Orientierungslosigkeit oder Paranoia. Man erkennt die Neurechten mühelos an ihrer eifernden Sprache und an ihren Verschwörungstheorien – alles ist ihnen sofort „Wahn“, „Wahnsinn“, „Betrug“, „Komplott“, „Propaganda“ und „Lüge“.

    Mehr denn je tritt in dieser Entwicklung zutage, welch unheilvolle Allianzen entstehen, wenn man den Liberalismus nur spartenweise betreibt, ihn insbesondere auf einen „Wirtschaftsliberalismus“ reduziert. Denn als Folge einer solchen Engführung bekommt man es mit Menschen zu tun, die zwar den Markt hochhalten und dem verbreiteten Etatismus Einhalt gebieten wollen, ansonsten aber mit individueller Freiheit nicht viel am Hut haben: Personen, die sich zwar seit Jahren für Eigentum und Vertragsfreiheit einsetzen, jetzt aber unbeschadet dessen vor allem gegen Ausländer hetzen und „optimale kulturelle Absorptionsquoten“ berechnen. Die stets die Übergröße des Wohlfahrtsstaats gegeißelt haben, nun aber in kruden Nationalismus verfallen. Die immer gegen Umverteilung waren, nun aber gehässig über Homosexuelle herziehen und Sexismus an den Tag legen. Denen die Idee einer Entnationalisierung des Geldes plausibel ist, die aber zugleich Wladimir Putin verfallen sind, gegen TTIP wettern und ohne „Reevangelisierung des Abendlandes“ den Untergang nahen sehen.

    So gruselig das Erstarken des neurechten Milieus ist, es hat auch etwas Gutes. In der Abgrenzung hiervon ergibt sich nämlich eine Gelegenheit, den normativen Markenkern des Liberalismus auch jenseits des Marktwirtschaftlichen klar zu benennen: Menschenfreundlichkeit, Toleranz, Respekt, Offenheit, Zukunftsvertrauen.

    Alles liberale Denken geht vom einzelnen Menschen aus, den es zu schützen und in seinen Rechten zu stärken gilt. Dabei führt dieser Respekt vor dem Individuum logisch durchaus ganz und gar nicht zu jenem überbordenden Hass auf den Staat und das „System“, wie ihn die Neurechten pflegen. Aus liberaler Warte gilt es, den Staat weder zu lieben noch ihn zu hassen, ihm weder zu viel noch zu wenig zuzutrauen.

    Klar, auch Politiker verfolgen eigene Interessen; Mehrheiten können Minderheiten ausbeuten; die Präferenzen der Bürger kommen selbst in direkt-demokratischen Prozessen nicht voll zur Geltung. Unbeschadet dessen ist die Politik einer von mehreren legitimen Regelkreisen sozialer Koordination, und die repräsentative Mehrheitsdemokratie stellt ein bewährtes Verfahren zum gewaltfreien Ausgleich widerstrebender Interessen dar – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Diese politische Freiheit ist gewiss nicht alles, aber sie ist ein unverzichtbarer Baustein der Freiheit.

    Der Respekt vor dem Individuum bedingt zwingend, andere Menschen seriös anzusprechen, sie anzunehmen und so sein zu lassen, wie sie sind, sie nicht zu bedrängen, ihnen ihre Überzeugung und ihren Lebensentwurf weder mittels staatlichen Zwangs zu erschweren noch ihnen diese „austreiben“ zu wollen, sie weder zu verunglimpfen noch sie für ihren Weg oder ihre Meinung mit Häme und Spott zu überschütten – all das macht eine freiheitliche Haltung aus.

    Man mag sich gar nicht ausmalen, wie viele vielversprechende Köpfe der Liberalismus schon verloren hat, weil sich Waldschrate anmaßen, für ihn zu sprechen, die nichts als reaktionär herumpöbeln; die andere nicht zu gewinnen, sondern zu überwältigen suchen; die eine Sekte treu ergebener Jünger formen wollen und dem Rest der Gesellschaft, dem „Mainstream“, nur noch Verachtung entgegenbringen.

    Wer darüber aufklären will, dass Etatismus und Kollektivismus gefährlich sind und dass der Liberalismus Besseres anzubieten hat, der sollte dies sachlich und präzise erklären, statt die weniger Empfänglichen auszugrenzen und die Bereitwilligen aufzuhetzen und zu einer Zelle zusammenzuschmieden, in der sie nur zweierlei verbindet: dumpfer Hass und blinde Anhänglichkeit an ihren Einpeitscher. Jeder Mensch verdient, dass man ihn respektvoll und nicht manipulativ anspricht; dass man sich für sein Denken interessiert, statt ihn für die eigenen Zwecke zu instrumentalisieren; dass man ihm keine einfachen Wahrheiten vorgaukelt und ihn an den Emotionen packt, wo komplexe Probleme eine genaue, seriöse, sachliche Analyse und eine mitunter anstrengende Balance erfordern.

    Man kann z. B. die Euro-Rettungspolitik als verfehlt bezeichnen und – was durchaus nicht trivial ist – über Alternativszenarien nachdenken, ohne die EU gleich als „EUdSSR“ zu verteufeln. Man kann, ja man muss auf die Schwierigkeiten hinweisen, einer großen Zahl von Flüchtlingen eine Heimstatt und eine Perspektive zu geben, ohne von „nicht integrierbaren Kulturen“ und steigender Ausländerkriminalität zu faseln.

    Der viel kritisierte Begriff der „sozialen Gerechtigkeit“ beispielsweise ist nicht mehr aus der Welt zu schaffen und spiegelt ein Bedürfnis nach Gerechtigkeit im Miteinander. Da hilft es wenig, Gerechtigkeit penibel als individuelle Tugend zu fassen, Gleichheit nur vor dem Gesetz gelten zu lassen und alles andere als linken Schwachsinn zu verteufeln – und so die Debatte zu beenden.

    Man muss auch nicht gleich die Drohung wittern, dass den Reichen, Schönen, Intelligenten und Gesunden ihr Glück genommen werden soll, sobald es darum geht, den Armen, Hässlichen, Dummen und Kranken ein wenig aufzuhelfen. Vor allem aber gilt es, sich dagegen zu verwahren, dass aus dem Liberalismus missbräuchlich platte Parolen abgeleitet werden, in denen er mit Frauenfeindlichkeit und Homophobie, mit Rassismus und Antisemitismus oder mit anderen Scheußlichkeiten in Verbindung gerät.

    Oftmals wird man damit an „Schmerzpunkte“ des Liberalismus geraten, an Stellen, an denen selbst liberale Prinzipien in Kollision geraten und man mit platter Dogmatik zwar schnell zu einem Ergebnis, aber nicht zu einer Lösung kommt. Beispiel: Zuwanderung in Zeiten von Krieg und Armut, wie wir sie derzeit erleben. Es lässt sich ebenso gut begründen, dass die Bewohner eines Aufnahmelandes Eigentumsrechte haben, aufgrund derer sie gemeinsam entscheiden können, wem sie den Zutritt gewähren, wie dass es gegen den Geist des Liberalismus verstößt, Menschen daran zu hindern, sich zu retten oder auch nur ihr wirtschaftliches Los zu verbessern. Was also konkret tun? Grenzen komplett auf oder hermetisch zu, sofern die Bevölkerung sich das wünscht und man die Gesetze entsprechend ändern kann?

    Beginnend mit der Aufklärung über die Produktivitätsgewinne, die durch Zuwanderung entstehen, dürfte eine verantwortungsvolle liberale Lösung in der Mitte liegen, im so pragmatischen wie umsichtigen Versuch, der Heimat verlustig gegangenen Menschen zu helfen, ohne die Realität und die zur Verfügung stehenden Mittel aus dem Blick zu verlieren. Meistens geht da allerdings durchaus noch eine Menge – insbesondere dann, wenn die staatlichen Initiativen und Regulierungen auch den Bürgern Freiraum lassen, spontan auf die Neuankömmlinge zuzugehen, ihnen unkompliziert zu helfen und ihnen privat Wärme, vielleicht sogar eine Perspektive zu geben.

    Anderes Beispiel: Terrorbekämpfung in Zeiten des Internets. Wie sieht eine konsequent liberale Politik aus, wenn man einerseits die Privatsphäre und das Privateigentum der Bürger an den eigenen Daten schützen und andererseits für physische Sicherheit sorgen will? Jeder Liberale muss sich krümmen beim Gedanken an die systematische (und leider nicht nur von der Sorge um Sicherheit getriebene) Ausspähung der Menschen durch Nachrichtendienste. Doch was wäre der Preis, wenn dies unterbunden würde? Wie viele gefährliche Terroristen blieben unentdeckt und unbehelligt und könnten ihr teuflisches Werk verrichten? Hier gilt es eine Lösung zu finden, welche die Überwachung wenigstens in einem legitimen und klar definierten legalen Rahmen hält, ihre Akteure also aus den Grauzonen holt und der Herrschaft des Rechts unterwirft. Einfach ist nichts daran.

    Der Kern des Liberalismus, wie er Ihnen, Frau Tenhoff und Herr Jenckel vorzuschweben scheint und mir persönlich sympathisch ist, ist kein Liberalismus, der sich schon in der Abwehr, im kategorischen Neinsagen zu erfüllen glaubt. Es ist dies keine plumpe, absichtlich provozierende Ideologie des legitimen Egoismus, der wirtschaftlichen und sozialen Eliten oder des Hasses auf alles Moderne und Fortschrittliche. Es ist dies aber auch nicht bloß eine naive freiheitliche Träumerei.

    Es bleibt ein Liberalismus, als dessen Anhänger man wieder und wieder erklärt und erklären muss, wie und an welchen Stellen in unserem Alltag die Freiheit in Gefahr gerät; warum, inwiefern und unter welchen Rahmenbedingungen freiwilliges privates Handeln bessere, kreativere und tragfähigere Lösungen erbringt als zentralstaatlich geplante Strategien; weshalb wirtschaftlicher Wettbewerb solidarischer ist als Teilen; inwiefern die Demokratie einer Einhegung bedarf und selbst der Volkswille nicht alles ist. Vor allem aber ist es ein seriöser, anspruchsvoller, respektvoller, offener Liberalismus, dessen Fürsprecher das „krumme Holz“, aus dem Kant die Menschheit geschnitzt sah, nicht zurechtzubiegen suchen.

  12. Renate
    19. November 2015 at 02:38

    klaus bruns – kennen Sie auch das Sprichwort:
    wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis?
    Können Sie auch mal drüber nachdenken.

    wissen sie, wo das sprichwort herkommt? übrigens, humor ist, wenn man trotzdem lacht. wem wollen sie denn zu kreuze kriechen? die jetzt zu uns kommen, tragen ihr kreuz mit. ohne rückgrat hat sich was mit dem aufrechtgehen. die sich jetzt bei uns aufregen, haben sich vorher gegen ihre ausbeutung nicht zu wehr gesetzt.warum eigentlich? fehlt es an wissen? wenn es das währe, woher hat diese klientel denn jetzt ihr wissen, wenn sie auf flüchtlinge draufhaut? renate, ich bin sehr sozial eingestellt, ich bin sehr liberal eingestellt, in vielen dingen konservativ, und trotzdem immer noch ein sozialdemokrat der ,,alten,, schule. jungspunde, die sich hier austoben, haben das recht dazu, wenn es ernst wird, ist es mit dem toben vorbei.

  13. Ihr bekommt meinen Hass nicht

    von Antoine Leiris

    „Freitagabend habt ihr das Leben eines außerordentlichen Wesens geraubt, das der Liebe meines Lebens, der Mutter meines Kindes, aber ihr bekommt meinen Hass nicht. Ich weiß nicht, wer ihr seid und ich will es nicht wissen, ihr seid tote Seelen. Wenn dieser Gott, für den ihr blind tötet, uns nach seinem Bild geschaffen hat, dann muss jede Kugel, die meine Frau getroffen hat, eine Wunde in sein Herz gerissen haben.

    Nein, ich werde euch nicht das Geschenk machen, euch zu hassen. Auch wenn ihr euch sehr darum bemüht habt; auf den Hass mit Wut zu antworten würde bedeuten, derselben Ignoranz nachzugeben, die euch zu dem gemacht hat, was ihr seid. Ihr wollt, dass ich Angst habe, dass ich meine Mitbürger mit misstrauischem Blick betrachte, dass ich meine Freiheit der Sicherheit opfere. Verloren. Der Spieler ist noch im Spiel.

    Ich habe sie heute morgen gesehen. Endlich, nach Nächten und Tagen des Wartens. Sie war genauso schön wie am Freitagabend, als sie ausging, genauso schön wie damals, als ich mich vor mehr als zwölf Jahren hoffnungslos in sie verliebte. Selbstverständlich frisst mich der Kummer auf, diesen kleinen Sieg gestehe ich euch zu, aber er wird von kurzer Dauer sein. Ich weiß, dass sie uns jeden Tag begleiten wird und dass wir uns in jenem Paradies der freien Seelen wiedersehen werden, zu dem ihr niemals Zutritt erhalten werdet.

    Wir sind zwei, mein Sohn und ich, aber wir sind stärker als alle Armeen dieser Erde. Ich will euch jetzt keine Zeit mehr opfern, ich muss mich um Melvil kümmern, der gerade von seinem Mittagsschlaf aufwacht. Er ist gerade mal 17 Monate alt; er wird seinen Brei essen wie jeden Tag, dann werden wir gemeinsam spielen wie jeden Tag und sein ganzes Leben wird dieser kleine Junge euch beleidigen, indem er glücklich und frei ist. Denn nein, auch seinen Hass werdet ihr nicht bekommen.“

    (Quelle: Die Übersetzung: http://www.sueddeutsche.de/leben/worte-eines-witwers-ihr-bekommt-meinen-hass-nicht-1.2741242 Das Original: https://www.facebook.com/antoine.leiris/posts/10154457849999947 (16. November um 04:18))

    Es ist dies ein Aufruf zum Widerstand – und er bewegt viele Menschen: Der offene Brief des französischen Journalisten Antoine Leiris richtet sich an die Mörder seiner Frau Hélène Muyal-Leiris, die im Kugelhagel der Terroristen in der Pariser Konzerthalle „Bataclan“ getötet wurde.

    „Meinen Hass bekommt Ihr nicht“, beginnt Leiris seinen Aufruf, den er am Montagnachmittag veröffentlichte. Gemeint sind die Terroristen, die im „Bataclan“ 89 Menschen töteten und Hunderte schwer verletzten. Nur wenige Stunden vor der Veröffentlichung musste der Radiojournalist die Leiche seiner Frau identifizieren. Dennoch empfinde er keinen Hass, schreibt Leiris. Ein solches Gefühl wäre lediglich ein Geschenk an die Terroristen, das er ihnen nicht geben wolle. „Sicher, Ihr habt es genau darauf angelegt – doch auf diesen Hass mit Wut zu antworten, das hieße, sich derselben Ignoranz zu ergeben, die aus Euch das gemacht hat, was Ihr seid.“

    Mit dem Angriff hätten die Terroristen erreichen wollen, dass er Angst habe, seine Mitbürger mit Argwohn betrachte und seine Freiheit opfere. Jedoch: „Ihr habt verloren.“ Er wolle sich nicht verändern, sondern genau der bleiben, der er immer war – Vater, Ehemann und Radiojournalist, schreibt Leiris.

    Vor zwölf Jahren hatte der Journalist seine Frau kennengelernt. Er arbeitet beim Fernsehsender „France Bleu“, Hélène war Maskenbildnerin. Beide liebten Kunst, Literatur und die Musik, wie Leiris im Interview eines französischen Radiosenders sagte. Vor 17 Monaten kam Sohn Melvil auf die Welt.

    Zwei Tage und Nächte hatte Antoine Leiris gehofft, dass seine Frau das Massaker im Pariser Musikclub „Bataclan“ überlebt hatte – vergeblich. Warum geht Antoine Leiris mit seiner Trauer in die Öffentlichkeit? Er wolle sich nicht von ihr überwältigen lassen, schreibt er. „Wir sind jetzt nur noch zu zweit, mein Sohn und ich. Aber wir sind stärker als alle Armeen dieser Welt.“ Seine Botschaft an die IS-Terroristen: „Sein ganzes Leben wird dieser kleine Junge ein Affront für euch sein, indem er glücklich und frei sein wird.“

    • Mein Gott, ist das traurig.

    • “ Sein ganzes Leben wird dieser kleine Junge ein Affront für euch sein, indem er glücklich und frei sein wird.“ Ich hoffe sein Leben ist lang genug und es holt ihn nicht auch noch das nächste Attentat. Im übrigen wird hier den Attentätern Hass unterstellt, das muss nicht so sein, viele meinen auch im göttlichen Auftrag unterwegs zu sein und sind von Glück beseelt aufgrund ihrer Vorhaben und dem Lohn der sie erwartet. Wer immer nur an Hass denkt, hat die Kategorien dieser Leute noch nicht vollends verstanden. Selbst viele Familien von Attentätern sind Stolz auf deren Taten und sprechen unverhohlen von Märtyrern. Ich kann aber auch verstehen, dass dieser Mann seinen Schmerz und seine Trauer mit dieser Vorstellung und Strategie zu bekämpfen versucht. Ich hoffe ihm hilft es.

  14. Renate, ein künstlerischer beitrag zum esel, der auf das eis geht.https://www.youtube.com/watch?v=hCxCZ5B0_Vk

  15. Mechthild Lüttjehan, Jasmin Pötzel – da fehlen noch ein paar Namen.

    Ich werde mich lieber wieder verabschieden aus diesen Foren hier und den bezahlten Profis das Feld überlassen.

    Statler and Waldorf, besser Fahrenwald und bruns, da haben sich ja auch zwei gefunden, na ja.
    Wie sang Hilde Knef mal so treffend?
    „Von nun an gings bergab“.

    Eigentlich schade, aber vielleicht sollte JJ. eine reale Diskussionsrunde initialisieren und dann darüber berichten.
    Das wäre sicherlich der Knaller – bundesweit!

    Nur, wer käme da schon?

    • Entscheidung im Morgengrauen

      Zitat: „Ich werde mich lieber wieder verabschieden aus diesen Foren hier“.

      Tja, Renate et bliev nix wie et wor. Mach et jot ävver nit ze off.

      Un tschösss

  16. Bernd, der Deutsche Niedriglohn ergibt sich in dieser Größenordnung, weil er sich an dem hohen Lohnniveau in Deutschland selbst bemisst?
    die realität sieht anders aus. was sollen vergleiche bringen? filialleiterin 1400 brutto ist ein hohes lohnniveau? bäckerei vollzeit 1300 brutto usw. zu dumm, dass bei uns die mieten nicht das ländliche niveau von china erreichen. ich schreibe hier aus erfahrungen , die nicht jahrzehnte zurückliegen. wer wird diese zustände ändern? was die angebliche soziale hängematte betrifft, sie hat riesen löcher. eine frage zu hartz iv, wie ist es möglich, dem vom höchsten gericht gefälltem urteil zur grundsicherung, keine beachtung zu schenken , indem man hartz iv kürzt? ich dachte immer, minimum ist minimum. was hat es also damit zutun, ob einer arbeiten will, oder nicht?

  17. Lieber Karlheinz, wie findest du diesen artikel?
    http://www.spiegel.de/einestages/ddr-kaderschmiede-a-948473.html

    • Sehr hübsch, Klaus Bruns!

      Gegründet wurde die ASR als „Deutsche Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft Walter Ulbricht“ bereits im Herbst 1948 in Forst Zinna (Kreis Luckenwalde) – und ist damit sogar älter als der Staat, dessen Funktionäre sie formen sollte. Lange Jahre, von 1955 bis 1964, stand sie unter der Leitung von Professor Herbert Kröger, der unermüdlich für eine „verstärkte Erziehung zum richtigen Denken“ einsetzte, also zur Befolgung der Parteilinie. Was Krögers Studenten damals nicht erfuhren: Ihr Rektor, 1913 in Dortmund geboren, war einst NSDAP-Mitglied und SS-Mann im Rang eines SS-Oberscharführers gewesen. Er selbst hatte auf das „neue richtige Denken“ erst in sowjetischer Kriegsgefangenschaft umgeschult – in der Kröger auch die nicht minder wichtigen richtigen Bekanntschaften machte und zu einem der engsten Vertrauten des späteren ersten Stasi-Chefs Wilhelm Zaisser wurde.

      Herrlich ist der folgende Absatz. Das „Leben in der Lüge“ (V. Havel) auf den Punkt gebracht: Gehirnwäsche, aber tolle Sozialleistungen. Wie Karlheinz schon geschrieben hat: „Die in dem Land lebende Zivilbevölkerung konnte ohne Angst um ihr Leben und ihr Hab und Gut ein einigermaßen friedliches Leben haben. Eine Bewertung der damaligen verschiedenartigen Regime habe ich nicht vorgenommen“ :

      „Der Unterricht an der Akademie war pure Gehirnwäsche“, berichtet eine frühere Mitarbeiterin, und fährt fort: „Das war ein guter Job, schließlich unterstanden wir direkt dem Ministerrat. Das Essen war prima, wir hatten eine eigene Kinderkrippe, eine eigene Wohnungsverwaltung und im Sommer konnten unsere Kinder zwischen fünf verschiedenen Ferienlagern wählen. Wir waren privilegiert, das hat bestimmt auch Neid ausgelöst.“ (…) Die Gebäude der Akademieleitung durften Sie als normaler Bürger nicht betreten, das war alles Sperrgebiet“, erzählt die Ex-Mitarbeiterin. „Für mich war das ein rotes Kloster.“ Das Wort, das ihr nach kurzem Zögern einfällt, um das Klima an der Akademie zu beschreiben, ist „Inzucht“.

      Toll ist auch dies hier. Da bekommen Lydia, Renate und Bernd bestimmt ganz große Ohren:

      Hier hatten „Quereinsteiger“ allerbeste Chancen. Kaum jemals hatten eigentlich ungeeignete Kandidaten derart hervorragende Aufstiegsmöglichkeiten: Mit dem richtigen Parteibuch in der Tasche war es in den fünfziger Jahren möglich, binnen kürzester Zeit selbst Richter oder Professor zu werden. In Kompaktkursen wurden Bergleute, Sekretärinnen, Postboten und Bauern zu „Volksrichtern“ und „Volksstaatsanwälten“ gedrillt. Wichtigstes Teilnahmekriterium: „Fortschrittliches demokratisches Denken“, weitere Bildungsvoraussetzungen waren nicht erforderlich.

      Danke, Herr Bruns! LG, Lena Bergmann

    • Naja, Klaus, das wissen wir ja inzwischen: „Die Welt“ hat´s mit „den“ Allgemeinbegriffen („der“ Deutsche, „der“ Islam, „das“ Volk und „die“ Aufklärung). Aus wem „Die Welt“, spricht, in wem sie spricht, wen sie anspricht, durch wen sie weiterspricht, ja, wessen „Person“ oder „Persönlichkeit“ sie auszumachen scheint, so dass „selbstverschuldete“, weil freiwillige „Unmündigkeit“ und sklavische Abhängigkeit ihr gegenüber für manchen Rumpelkasper zu einer ausgeblendeten Selbstverständlichkeit geworden sind, können wir im „Forum für Stadtkultur“ bei Blog.jj sehr schön beobachten. Unter denen, die uns ständig vermittelst irgendwelcher „Links“ an „Die Welt“ verweisen, befinden sich leider nicht gerade die eigenständigsten Kommentatoren, sondern eher ausschließlich die, die hier seit Wochen und Monaten ihr stumpfsinniges Alarmgeschrei wie unempfindliche ferngesteuerte Sprechpuppen abspulen und immerzu wiederholen, was sie für eine ausgemachte Sache halten. Wenn ich zwischen Ihrem Herrn Mladen Gladic von „Die Welt“ und Herrn Kant, der seit 211 Jahren im Professorengrablege an der Ecke der Nordostseite des Chorraumes des Königsberger Doms beerdigt ist, zu wählen hätte, so würde ich mich für den entscheiden, der meinte, das Lachen sei der Lebenskraft zuträglich, denn es fördere die Verdauung und der warnte: „Der sogenannte gesunde Verstand ist angeborene ignorantia.“ Hüten Sie sich vor denen, die mit Allgemeinbegriffen operieren, lieber Klaus Bruns, die „die“ Wahrheit für eine ausgemachte Sache halten. Die Wahrheit ist nämlich keineswegs immer konkret, wie Lenin geschrieben haben soll. Sie ist ein Flüchtling! Und wir alle müssen ihr nach. Kant wusste das. Darum sagte er: „Wenn man nun gefragt wird: Leben wir jetzt in einem aufgeklärten Zeitalter? so ist die Antwort: Nein, aber wohl in einem Zeitalter der Aufklärung.“ Aufklärung ist kein erreichbarer Zustand, sondern ein ewiger Prozess. „Die“ Aufklärung ist nicht zu „kapieren“, Herr Bruns, aufgeklärt zu kapieren, ist alles, was wir vermögen.

  18. Kein Kommentar – bitte!

    Bisweilen kommen Gastgeber auf die Idee, ihren Gästen zu passender Gelegenheit einen Schnaps anzubieten. Immer wieder mußte ich in derartigen Situationen feststellen, daß, unabhängig davon, wie übel der hochprozentige Haustrunk auch schmecken mag, sich immer irgendeiner zu einem »Huh, der ist aber gut!« hinreißen läßt – was den Spender in der Regel animiert, einige weitere Runden des Gesöffs auszuschenken. Ein ähnliches Phänomen bemerkte ich in letzter Zeit, wenn in geselliger Runde jemand auf Thilo Sarrazin, Bachmann, Höcke, Gauland, Pirinçci und Petry zu sprechen kam und trotz allseitiger Bemühungen um einen schnellen Themenwechsel stets irgendein Depp sich ein »Aber so ganz unrecht haben die ja nicht!« nicht verkneifen konnte.

    • Dann will ich mal meinen Eindruck hinterlassen, der da lautet, dass sie weder den Geschmack, noch die Meinung anderer Leute ertragen können, da sie sich nur an sich selbst berauschen und ihre Meinung zu den Themen der Zeit unumstößlich ist und nur Sie die Weisheit besitzen um ein Urteil abzugeben. Egal was auch passieren mag und egal, wie widersprüchlich ihr Urteil und die Lage sein wird, sie haben Recht. Glückwunsch, da passen Sie ja hervorragend zur modernen alternativlosen Politik.

      • Manche finden es auch äußerst gruselig, wenn sie bei einem Online-Shop einen Artikel suchen und dann auf jeder beliebigen anderen Website, die sie aufrufen, Angebote für eben diesen Artikel erhalten. Man kann diese dreiste NSA-Big-Brother-Cookie-Technologie aber für seine eigenen Zwecke nutzen, wenn man bei Amazon, Google und Co. Begriffe eingibt, die man mit eigenen Aufgaben assoziiert, z.B. »Orthopäde« oder »Urlaub planen«. Schon hat man ein allgegenwärtiges Post-it, das einen immer und überall an die jeweilige Aufgabe erinnert.

      • So ist es Klaus, deutlicher kann man es nicht sagen. Bei dem oder der zieht sich diese Haltung durch die gesamten Debattenbeiträge. Wenn seine Ideologie nicht mehr passt, bloß schnell das Thema wechseln oder mit Belanglosigkeiten ablenken aber ja nicht auf die Positionen, Thesen oder Inhalte der anderen eingehen, denn dann hätte man tatsächlich eine Debatte. Lieber zur Not den anderen in Misskredit bringen, um sich selbst moralisch höher zu gewichten um die Schwäche der eigenen Position und Theorie zu überspielen. Ergebnis: in der Sache nicht weitergekommen, denn dazu müsste er seine Positionen überdenken und den Lebenswirklichkeiten standhalten, aber dafür Debatte beendet.

    • @ Klaus
      Mir geht es ständig wie Ihnen, nur mit anderen Personen; die heissen Merkel, Schäuble, Roth, Özdemir, Ströbele, Gabriel , Peters.
      Wenn da auch nur ein positiver Aspekt laut wird, kann es , wenn die Blutalkoholkonzentration unter 3,0 Promille liegt, nur an der geistigen Umnachtung der betreffenden Person liegen.

  19. Schule des Lebens
    Zitat:Schließlich sei ich als Akademiker ja nicht gerade zu blöde, die Regeln des Zusammenlebens zu verstehen, und außerdem alt und erfahren genug, begangene Fehler nicht zwanghaft wiederholen zu müssen. Die Antwort lautet: Ich trenne eben gerne Erlerntes von Privatem.
    sehr schön erkannt. diese trennung ist wirklich oft zu beobachten. besonders ,wenn es um politik geht.