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Meinungsfreiheit schützt nicht vor Gegenwind

Kim Torster
Kim Torster

(Im Blog.jj schreibt heute Kim Torster über die AfD auf dem Lüneburger Campus, den Protest und die Meinungsfreiheit.  Die KuWi-Studentin (23) arbeitet unter anderem beim Uni-Magazin Univativ und war im Team der Startwochenzeitung, die immer zum Semesterstart in der LZ erscheint)

Lüneburg, 10. Dezember

Es ist der 4. Dezember, ein Freitagabend. Auch wenn die Uni um diese Zeit für gewöhnlich wie ausgestorben wirkt, ist der Hörsaalgang gefüllt mit Menschen und Musik.

Es ist keine Studenten-Party, sondern die Gegendemonstration zur Info-Veranstaltung der AfD von und mit Marcus Pretzell – ein Mann, der es in der Vergangenheit mit zweifelhaften Statements zur Flüchtlingspolitik in die Medien schaffte.

 Bereits als Pretzell Wochen vorher seinen Vortrag auf Facebook ankündigte, brach ein Shitstorm los. Diskussionen, die sich damit beschäftigten, ob die Leuphana derartige Veranstaltungen in ihren Räumlichkeiten überhaupt erlauben sollte, ob die Politik – egal welche Partei – überhaupt Einzug in Leuphana-Hörsäle finde sollte, waren auch darunter. Schließlich scheiterte die Uni an dem Versuch, die Vermietung zurückzuziehen und kurzfristig hieß es dann doch: Die Veranstaltung findet statt. Zu diesem Zeitpunkt rechneten wohl die Wenigsten mit dem, was dann kam: Etwa 500 Gegendemonstranten erschienen und verliehen ihrer Meinung so lautstark Ausdruck. Um kurz vor acht wurde schließlich abgebrochen. Die AfD, die sich die Nutzung eines Hörsaales gerichtlich erstritten hatte, musste diesen wieder verlassen.

 Heute, rund eine Woche später, sind Diskussionen um diesen Abend immer noch präsent – darunter ist auch Kritik an der Gegendemonstration, nicht nur von AfD-Befürwortern. Man fragt sich, ob es Intention einer Demokratie sein kann, politische Veranstaltungen wie diese zu verhindern. Sollte nicht jeder sprechen dürfen? Und auch ich frage mich, ob diese Kritik nicht berechtigt sein könnte.

 Der Großteil der Demonstranten waren Studenten – oder zumindest junge Menschen, Menschen meiner Generation. Eine Generation, über die man viel sagen kann, aber sicher nicht, dass sie gerne auf die Straße geht – ja, nicht mal, dass sie gerne ihre Meinung sagt. Dabei gibt es doch so viele Dinge, die uns nicht passen: der Bau des Audimax, die neue Rahmenprüfungsordnung, die zunehmend schlechte Organisation der Flüchtlingsunterbringung, die teils durchaus chaotische und unzuverlässige Verwaltung an deutschen Hochschulen. Und was machen wir? Wir schweigen. Zumindest die meisten von uns. Und so bleiben wir zwar farblos, aber stressfrei. Denn wer für etwas brennt, kann scheitern. Und das ist wirklich nicht unser Ding.

 Letzte Woche war das anders. Plötzlich finde ich mich wieder zwischen Menschenmassen, die ich niemals für möglich gehalten hätte. Nicht hier, nicht aus diesem Grund.

Ich stehe zwischen BWLern und VWLern, genauso wie neben Studenten der Umweltwissenschaften, neben jung und alt, neben Punks und Pullundern. Die graue Masse ist bunt geworden, plötzlich sind sich alle einig – sogar diejenigen, die sonst untereinander einen hochschulpolitischen Kleinkrieg ausfechten. Einer der AStA-Sprecher erklärt uns, was uns an diesem Abend erwarten wird und erntet für nur wenige Worte lauten Applaus. Das ist das erste Mal, dass ich das Gefühl habe: wir alle halten zusammen.

 Anders, als von dem ein oder anderen Verschwörungstheoretiker vermutet, sind wir alle Individuen mit autonomen Meinungen und kommen aus durchaus verschiedenen politischen Richtungen. An diesem Abend beschlossen wir unsere Stimme zu nutzen, kollektiv. In diesem Fall gegen etwas.

Nun waren wir unerwartet viele und dementsprechend auch unerwartet laut – so laut, dass die Ausführung der geplanten Veranstaltung am Ende nicht mehr möglich war.
Glauben Sie mir, das hat uns selbst überrascht.

 Und nun drängt sich mir eine neue Frage auf: Wenn das keine Demokratie ist, was dann? Ist ein Merkmal der Demokratie nicht eben auch das Mehrheitsprinzip? Im Übrigen wäre das anders, hätte die Leuphana von vornherein abgelehnt. Diese Entscheidung wäre dann sehr einseitig gefällt worden.

In diesem Sinne: Liebe Kritiker, Sie werfen uns vor, wir hätten nicht verstanden, was Demokratie sei – aber seit wann bedeutet Meinungsfreiheit denn Schutz vor Widerspruch? Es gibt eben doch nichts, was man nicht sagen darf. Man muss nur auch mit den Konsequenzen leben können.

Kim Torster

209 Kommentare

  1. Suuuuper Kommentar, Kim!

    Endlich spricht mal jemand, der weiß, wovon er redet.

    Vielen Dank!

    • Ja, die Ahnungslosigkeit im Leben, in der Politik und die Oberflächlichkeit lässt grüssen.

      Die gesetzliche Lage ist klar und die besagt das Veranstaltungen weder gestört, noch deren Besucher daran gehindert werden dürfen, diese zu besuchen. Und genau das ist geschehen.
      Und dann hat sich noch ein böser Polizist (in Fachkreisen ACAB) erdreistet einzugreifen und einen gegeelten, gefönten und übereifrigen kleinen Klugscheisser, der natürlich seinen eigenen Kopf hatte und alle Warnungen des Beamten in den Wind geschlagen hat, eine neue Frisur benötigt!
      Das erinnert mich an hier an „dumm und dümmer!“

      • Sehr geehrte Frau Roger

        Ist es vielleicht so, dass Sie ein Vorurteil gegen Zwanzigjährige haben, die Ihnen an Fähigkeiten, Kenntnissen und Lebenschancen turmhoch überlegen sind?

        Was können aber diese jungen Leute dazu, dass Sie selbst sich nicht beizeiten bemüht haben, vom Stammeln zum Sprechen zu gelangen, und Ihnen nun der winzige Teller an der Nase festgewachsen ist, über dessen Rand Sie nie mehr hinaus zu blicken vermögen?

        • @ unbekannt
          Nein, die Zwanzigjährigen haben Vorurteile der AfD gegenüber.
          Wer ein Parteiprogamm lesen kann, ist im Vorteil; schon da hapert`s! Kinder müssen nicht herumgröhlen , gegen Scheiben schlagen, Besucher angreifen und die Antifa als Beschützer anrufen, weil man sich selbst in die Hose macht.

  2. Sehr mutig Frau Torster, mein Respekt.
    Sie wissen,es gibt vermehrt die ,,Aber- Leute,,. ,,Ja aber,, liegt im Trend. Wer gegen etwas ist, sollte auch dafür sorgen, dass das Objekt der Begierde dabei nicht weiter transportiert wird. Dazu gehört tatsächlich auch Intelligenz und nicht nur der gute Wille. Meinungsfreiheit kann und darf natürlich auch verhindern. Das ,,Wie,, ist hier die Frage. Wenn ihr euch so einig seit, warum schafft ihr keine 4 Sitze in der Führung der Leuphana? Was ist wichtiger, eure Zukunft, oder die Zukunft der AfD?
    Ihr Zitat: Eine Generation, über die man viel sagen kann, aber sicher nicht, dass sie gerne auf die Straße geht – ja, nicht mal, dass sie gerne ihre Meinung sagt.
    Ist diese Selbsterkenntnis nicht traurig?

  3. „Diskussionen, die sich damit beschäftigten, ob die Leuphana derartige Veranstaltungen in ihren Räumlichkeiten überhaupt erlauben sollte, ob die Politik – egal welche Partei – überhaupt Einzug in Leuphana-Hörsäle finde sollte, waren auch darunter.“

    Es spricht – meiner Meinung nach – nichts dagegen, Politikern an einer Hochschule Gelegenheit zu geben, über ihren Standpunkt im Hinblick auf ein bestimmtes Thema zu sprechen oder sogar dafür zu streiten. Allerdings finde ich auch, dass ein dermaßen abstoßend verantwortungsloser Luftikus wie Marcus Pretzell, der meint mit ekelhaft menschenfeindlichen Dummheiten wie seiner Äußerung vom „Schießen auf Flüchtlinge als Ultima Ratio“ auf Wählerfang gehen zu können, sich als Redner im Rahmen von Institutionen, die sich selbst als vorbildliche demokratische Einrichtungen ernst nehmen und von anderen weiterhin ernst genommen werden wollen, disqualifiziert hat.

    Welches ist für Dich das Maß, nach dem solche Möglichkeiten, die Bühne nutzen zu dürfen oder nicht, bewertet werden sollten?

    LG, Daniel

    • Hallo Daniel,

      ich glaube, dass es speziell in dieser Diskussion schwierig ist eine Antwort zu finden, mit der alle zufrieden sind. So gab es z. B. Forderungen, dass die Uni sich generell von politischen Parteien distanzieren sollte. Das halte ich für recht kurzfristig gedacht, denn wo hört politische Partei auf, wo fängt sie an? Letztendlich muss man nicht im Bundestag vertreten sein, um politisch zu sein.
      Andererseits wäre es – aus meiner persönlichen Sicht – nicht richtig nur einzelne Parteien nicht zuzulassen. Das wäre nicht konsequent und eben auch nicht fair. Aus historischer Sicht kann man wohl auch feststellen, dass Verbote bisher immer nur zu Trotzreaktionen geführt haben und nie ihr Ziel erreichten. So bleibt eigentlich nur noch die eine Möglichkeit: der Vermietung zuzustimmen und zu hoffen, dass die Mehrheit weiterhin derartige Veranstaltungen friedlich verhindert.

      • Liebe Kim,

        ich bin nicht deiner Ansicht.

        Warum?

        Du schreibst, es sei unsicher, wo „das Politische“ anfängt und wo es aufhört. Etwas präziser, weil allgemeiner, könnte man es so ausdrücken: Die Grenze zwischen Erkenntniszielen (Überzeugung, rational) und Interessenzielen (Überredung, emotional) ist fließend.

        Das ist aber immer so, sogar in den Unternehmungen, die im Grunde nur davon leben, dass sie sich anstrengen, zwischen beidem sauber zu unterscheiden, in den sogenannten Wissenschaften nämlich.

        Bekanntlich verfolgen die empirisch-analytischen Wissenschaften ein technisches Interesse, das auf Nutzen und Verwertbarkeit zielt, die historisch-hermeneutischen Wissenschaften ein praktisches, das auf Handlungsorientierung und Verständigung zielt und die Human- und Sozialwissenschaften ein „emanzipatorisches“ Erkenntnisinteresse, welches das menschliche Subjekt zur Selbstverantwortlichkeit befähigt, indem es sich über das Zusammenspiel von Freiheit und Restriktionen Klarheit verschafft.

        Kurzum, eine vollkommene Entflechtung von Darstellung und Darstellungsintention kann es nicht geben, nicht einmal Theoretisch. Aber man muss und kann die zugrundeliegenden Maßstäbe des Urteilens kennen und offenlegen. Also bleibe ich bei dem, was ich oben gesagt habe: Prinzipiell sollten sich Politiker an einer Universität vorstellen können. Doch sie sind Gäste. Sie haben kein „Recht oder Anspruch“ darauf, bei uns zu sprechen. Sie werden eingeladen. Und als Hausherr muss ein Uni-Präsident unterscheiden dürfen, aber eben auch unterscheiden können, wen einzuladen dem Ansehen der Universität schadet oder nicht. Keiner der am 25. November vom Senat NACHgereichten Gründe beim Versuch, den bereits geschlossenen Vertrag nachträglich zu kündigen, hat nicht schon VOR Vertragsabschluss bestanden. Das Grundrecht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit besagt NICHT, dass ein Universitätspräsident flagrant menschenfeindlichen Rednern aus notorisch inhumanen politischen Vereinigungen ein Forum zur Verfügung stellen muss. DAS MUSS ER NICHT. Und er sollte den Mut haben, zu seinem Hausherrenrecht zu stehen und eine „Entscheidung sehr einseitig zu fällen“.

        Aber ERST aus mir immer noch unerfindlichen Gründen „der Vermietung zuzustimmen und DANN zu hoffen, dass die Mehrheit (der Studierenden die Kartoffeln aus dem Feuer holt und) weiterhin derartige Veranstaltungen friedlich verhindert“, halte ich für eine ganz, ganz schlechte Lösung, weil sie genau die – absehbaren – Scherereien und den – erwartbaren – Aufmerksamkeitskrawall erzeugt, wie wir sie jetzt beobachten und die eine Hochschule besser vermeiden sollte.

        „Es gibt auch für einen Uni-Präsidenten nichts, was er nicht erlauben oder untersagen darf. Er muss nur auch mit den Konsequenzen leben können.“

        • Daniel, holen sie mal luft zwischendurch. es geht weit aus kürzer. nur wer sich gern selbst reden hört, produziert sätze, die ein ,,normalo,, am ende glatt wieder vergessen hat. politik ist selten ein gutes beispiel. kurzum ist nett, man sollte sich daran halten.

          • Da Sie nicht folgen können, Klaus, seien Sie doch bitte so gut und reden wenigstens nicht dazwischen, wenn Erwachsene sich unterhalten. Ich lasse Sie doch auch plappern, was Sie möchten, und sage nichts dazu.

            Falls Ihnen das nicht gefällt und Sie weiter nach Beschäftigung oder einer Ablenkung suchen, haben Sie immer noch die Möglichkeit, den vor zwei Jahren neugestalteten Landwehrplatz zu kehren oder die Betonkugel des Zierbrünnleins zu polieren. Das ist auch um diese Uhrzeit nicht verboten.

  4. Das wäre ja alles in Ordnung, wenn jeder dem anderen zunächst einmal zuhören würde. Aber das wird eben nicht gemacht. Die Informationsveranstaltung durfte ja offenbar nicht einmal informieren. Das heißt diese jungen Leute sind gar nicht an einer demokratisch verbbrieften Meinungsäußerung interessiert. DDR2.0

    • Was in der ganzen Berichterstattung und Debatte leider kaum erwähnt wird: die Studierenden wurden gar nicht in den Hörsaal gelassen. Einer vorher stattfindenen Lehrveranstaltung wurde angekündigt, dass die Polizei sie nach Seminarende herausbegleiten würde, da die AfD selber entscheiden möchte, wer teilnimmt. (Quelle: Teilnehmerin auf Facebook).
      Das macht es dann auch recht schwer, mit der Partei in eine ach so gesittete Diskussion zu kommen.
      Tja, welche Evolutionsstrategie da wohl hinter steckt…

  5. Michael Kohlhaas

    Liebe Frau Torster,

    ich danke Ihnen sehr für Ihren Beitrag. Bestärkt er mich doch in meiner Auffassung, dass Sie und Ihre Mitstreiter vom vergangenen Freitag tatsächlich ein krudes Verständnis von Demokratie und Meinungsfreiheit haben.

    Ein grundlegender Fehler Ihrer Argumentation besteht darin, dass Sie das Recht auf Meinungsfreiheit auf das Recht reduzieren wollen, den Versuch zu unternehmen, seine Meinung frei zu äußern. Sie meinen, das Recht auf Meinungsfreiheit verschaffe den Gegendemonstranten die Legitimation, die Ausübung des Grundrechts auf Meinungsfreiheit durch Andersdenkende zu verhindern, wenn die Gegendemonstranten nur in der Überzahl sind. Damit propagieren Sie nichts anderes als das „Recht des Stärkeren“, das dem Grundgesetz jedoch fremd ist – im Gegenteil, das Grundgesetz ist darauf angelegt, auch Minderheiten zu schützen.

    Ein weiterer grundlegender Fehler Ihrer Argumentation besteht darin, dass Sie die Veranstaltung der AfD vom vergangenen Freitag auf die Ausübung des Rechts auf freie Meinungsäußerung reduzieren. Damit unterschlagen Sie aber, dass die AfD auch – und vor allem – von ihrem Recht auf Versammlungsfreiheit (Artikel 8 Abs. 1 des Grundgesetzes) Gebrauch gemacht hat. Die Aktionen der Gegendemonstranten zielten bewusst darauf ab, die Veranstaltung der AfD zu verhindern. Erzählen Sie mir nun bitte nicht, dass es für Sie „unerwartet“ laut geworden ist, schließlich ziehe ich mir die Hose nicht mit der Kneifzange an. Wer sich den Veranstaltungsteilnehmern in den Weg stellt, damit diese den Veranstaltungssaal nicht erreichen können, tut dies bewusst, um die Veranstaltung zu verhindern. Wer gegen die Scheiben des Veranstaltungssaals trommelt, tut dies bewusst, um die Veranstaltung zu verhindern. Wer sich so verhält, begeht Rechtsbruch. Und dafür findet er bei mir kein Verständnis.

    • Michael Kohlhaas
      ich erkenne schnell falsche fünfziger. ihre geliebte afd freut sich doch über das verhalten der studenten. besser hätte es nicht klappen können. der veranstaltungsraum war ja schließlich kein zufall. er wurde bewußt ausgesucht. ich werde meinen informanten , wie es eben auch die lz tut , nicht verraten. es war ein abgekartertes spiel. wenn ich extreme meinungen transportieren will, würde ich die gleiche strategie anwenden. junge menschen sind nun mal unerfahren. und alte professoren merken erst grundsätzlich etwas, wenn es zu spät ist.

    • Hallo Herr Kohlhaas,

      den Begriff „Meinungsfreiheit“ habe ich hier aus einem besonderen Grund eingeworfen: eben, weil er immer wieder falsch verwendet wird – auch von der AfD. Meinungsfreiheit bedeutet im Rahmen der Redefreiheit, dass das Recht auf freie Rede in Wort und Schrift besteht. Dieses Recht hat die AfD bekommen, indem ihr die Anmietung der Räumlichkeiten trotz Rückzieher seitens der Leuphana gestattet worden sind.
      Zu den Blockaden vor der Tür kam es schließlich, da die AfD genaue Anweisungen gab, wer die Veranstaltung besuchen darf – darunter waren eben nicht Studenten. Eine Ausnahme wollte man für die beiden Vertreter vom AStA machen, das war’s aber auch schon. All die Menschen, die nun den Eingang verstopften, haben – genau wie andere Besucher auch – versucht in den Hörsaal zu gelangen. Die Polizei hat das auf Wunsch der AfD verhindert und gleichfalls sich dafür eingesetzt, dass Nicht-Studenten, bzw. potentielle AfD-Anhänger durchgelassen werden. Sehe ich es also richtig, dass Sie Redefreiheit fordern und gleichzeitig unterstützen, dass diese Redefreiheit eben nur vor einem ausgewähltem Publikum stattfinden soll? Und das an einem Ort, an dem alle Verschmähten tagtäglich ein und aus gehen? Ist die Redefreiheit dann nicht nur sehr einseitig verteilt? Das ist nun wirklich nicht konsequent.

      Dass Sie mir in diesem Kontext vorwerfen ich hätte ein falsches Verständnis von Meinungsfreiheit, finde ich doch sehr unglücklich. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass sich die Demonstranten gegen eine Partei eingesetzt haben, die den Islam als nicht zugehörig zur deutschen Kultur versteht – tatsächlich ist es aber doch so, dass die Meinungsfreiheit eben auch die Religionsfreiheit vorsieht. So können Sie ganz beruhigt sein: wir versuchen dieses Recht zu schützen.

      Das Recht des Stärkeren (oder auch Faustrecht genannt) ist in diesem Kontext völlig fehl am Platze. Meint es doch z. B. völlig veraltete Normen wie die Blutrache oder allgemein Taten von EINZELNEN, die nach heutigen Standards nicht mehr legitim sind. Da fällt diese Gegendemonstration nun wirklich nicht rein. Da können Sie mit noch so vielen pseudo-intellektuellen juristischen Paragraphen kommen.

      • Jochen Rollwagen

        Sehr geehrte Frau Torster,

        nur um das nochmal zu verstehen: Sie bezeichnen unser Grundgesetz als eine Ansammlung von (ich zitiere) „pseudo-intellektuellen juristischen Paragraphen“ ?

        • Kerstin Dörbächler

          Hallo Jochen Kohlhaas-Rollwagen,

          auf seiner Sitzung am 25. November hat DER SENAT der Leuphana Universität Lüneburg, also das gewählte Hochschulgremium für die akademische Selbstverwaltung, OHNE GEGENSTIMMEN den folgenden Beschluss gefasst: „Die Leuphana Universität Lüneburg missbilligt die Veranstaltung der AfD Lüneburg am 4. Dezember an der Universität Lüneburg und RUFT ALLE MITGLIEDER DER UNIVERSITÄT AUF, SICH AN DEN FRIEDLICHEN PROTESTAKTIONEN GEGEN DIESE VERANSTALTUNG ZU BETEILIGEN. Der Senat (…) distanziert sich im Sinne des Leitbildes der Universität entschieden von den Veranstaltern sowie dem Referenten Marcus Pretzell. Der Senat ermuntert alle Mitglieder dazu, friedlich und aufklärerisch jeglichen menschenverachtenden Inhalten überall und jederzeit entgegenzutreten.“

          Das Demonstrationsrecht ist ein Grundrecht und in Deutschland im Artikel 8 des Grundgesetzes festgeschrieben.

          Die Behinderung der Meinungs- und Versammlungsfreiheit in den Räumen der Universität ging von den AfD-Veranstaltern aus, die die Teilnehmer der Informationsveranstaltung selektieren wollten.

          Dass Veranstaltungsbesuchern der Zugang zum Hörsaal gewaltsam versperrt wurde, ist eine Lüge. Sie können sich bei der Polizei erkundigen. Sie wird Ihnen genau das bestätigen.

          Frau Torster hat NICHT „unser Grundgesetz als eine Ansammlung von pseudo-intellektuellen juristischen Paragraphen“ bezeichnet, sondern Ihren sophistisch aufgeblasenen und kohlhaasisch-rollwagenesken Umgang mit von Ihnen floskelhaft und sinnentstellend gebrauchten Grundgesetzformulierungen hat sie als ein Herumwedeln, Zurechtbiegen und darum als „ein Kommen mit vielen pseudo-intellektuellen juristischen Paragraphen“ bezeichnet.

          Sie, Herr Jochen Kohlhaas-Rollwagen, sind ein demagogischer Wortverdreher, zum Glück für uns ein ziemlich kleinkarierter und ungeschickter. Für Ihre Partei und „Ihre Sache“ ist Ihre Beschränkung aber natürlich ein großes Pech, denn unaufrichtige Wadenbeißer wie Sie werden die vielen Sympathiepunkte nie ergattern, welche Ihr Verein so bitter, bitter nötig hat, um bei kommenden Wahlen irgendwelche „Ziele“ zu erreichen.

          • @ Kerstin Dorbächler

            Zitat: „Die Behinderung der Meinungs- und Versammlungsfreiheit in den Räumen der Universität ging von den AfD-Veranstaltern aus, die die Teilnehmer der Informationsveranstaltung selektieren wollten.

            Das ist falsch. Mit der Vermietung das Saales hat die Leuphana für diese Zeit das Hausrecht an die AfD abgegeben, die entscheiden kann,wer diese Versammlung besuchen darf und wer nicht.

            Wer dort als gewaltbereit aufällt ,kann von der Veranstaltung ausgeschlossen werden. Das ist Sache der AfD. Und solche Störenfriede würde jede Partei aus der Veranstaltung ausschliessen,weil diese eben nicht zuhören und sich informieren wollten, sondern schon im Vorwege ihre feindliche Haltung gezeigt hatten. das ist rechtlich völlig in Ordnung.
            Oder würden sie bei einer Veranstaltung der Grünen zum Thema „vegane Ernährung“ eine grössre Anzahl von Schlachtern mit Plakaten die eindeitig veganfeindlich sind, in den Veranstaltungssaal lassen?

          • Stimmt nicht, Lydia. Weder geht das Hausrecht an den Veranstalter, noch haben die AfD-Leute nur „gewaltbereite Störenfriede“ ausgeschlossen. Sie haben außer den 15 Opas und zwei oder drei Großmütterchen einfach niemanden in den Hörsaal gelassen der unter 70 war, also pauschal alle Studenten ausgeschlossen.

        • Nein, aber ihren Kommentar bezeichne ich so.

        • sie verhalten sich a-typisch. Rollwagen. sie interpretieren gern etwas irgendwo hinein, was garnicht vorhanden ist. die nsdap hat es genau so gemacht. wie alt sind sie? adolf muss doch schon gestorben sein. so alt wurden die früher doch garnicht.

      • @ Kim Torster

        Zitat: „…, dass sich die Demonstranten gegen eine Partei eingesetzt haben, die den Islam als nicht zugehörig zur deutschen Kultur versteht – tatsächlich ist es aber doch so, dass die Meinungsfreiheit eben auch die Religionsfreiheit vorsieht.“

        Der Islam gehört eben auch auch nicht zur deutschen Kultur. Deutschland ist jüdisch-abendländlisch geprägt. Das ist aber nicht das Thema, sondern die Islamisierung,die eindeutig eine Gefahr darstellt.

        Was halten Sie von einem Staat, der plötzlich die „pathologische und irreparable Veränderung eines minderjährigen Kindes“, i d. F. von 5 jährigen Jungen und sogar Säuglingen gesetzlich verankert und dies als geltendes Recht vorsieht, was viele Jahrzehnte eindeutig den Tatbestand der Körperverletzung darstellte? Für mich eine Islamisierung, weil dieses Gesetz aufgrund des Druckes islamischen Verbände zustande kam.

        Was halten Sie von einem Staat der das Schächten von Tieren aus religiösen Gründen ,also das Durchtrennen der Aorta eins Tieres und das langsame Ausbluten des Tieres, ebenso geetzlich verankert und gegen alle Bedenken der Tierschützer durchsetzt , weil eine Ideologie dies verlangt?

        Was halten Sie von einem Arbeitgeber , der diffamiert,beleidigt und ausgegrenzt wird ,weil er eine Frau mit Kopftuch nicht in den Kundenkontakt in seinem Betrieb einstellen und arbeiten lassen will und daraufhin gerichtlich belangt und öffentlich gemacht wird,daß er eine andere Einstellung hat,als die Befürworter dieses islamischen Brauches? Daraufhin Aufträge verliert und Konkurs anmelden muss? Auf Anfrage dann äussert, daß viele Kunden dieses Tragen des Kopftuches eben nicht akzeptieren würden und er sich logischerweise den Kunden anpassen müsste ,um weiter selbständig tätig zu sein?
        Die Staatsverträge,die in 3 Bundesländern ausschiesslich mit Muslimen geschlossen werden und das o.g. sind „Religionsfreiheit?“

        Die Gefahr auf die die AfD hinweist und die durch die Vorkommnisse in Kopenhagen, Paris , Brüssel bestätigt werden sind absurd oder Islamophobie , bzw. haben „nichts mit dem Islam zu tun?“
        Dann haben die Kreuzzüge, die Inquisitionen und die Hexenverbrennungen damals auch nichts mit dem Christentum zu tun,oder?

        • Loieber Reiner Koolhaase

          „Der Islam gehört zu Deutschland und damit auch zur deutschen Kultur“. Das hat unser Bundespräsident gesagt und unsere Kanzlerin hat es wiederholt. Sind Sie schlauer als die beiden Oberhäupter?

          Was heißt „jüdisch-abendländisch geprägt“? Wo ist der Prägestock?

          Was meinen Sie mit „Verankerung der pathologischen und irreparablen Veränderung eines minderjährigen Kindes“?

          Ob „das Schächten“ oder „der Bolzenschuss“ bei der Schlachtung bekömmlicher sind, darüber ist sogar die Fachwelt geteilter Meinung.

          Von so einem Arbeitgeberschicksal in Deutschland habe ich noch nicht gehört. Ich halte es für Ihre eigene freie Erfindung.

          Um welche „Staatsverträge“ handelt es sich, sie sind mir nicht bekannt.

          Die Anschläge in Paris und einigen anderen Städten sind von fanatisierten islamistischen Mördern verübt worden. Ich wüsste aber nicht zu sagen, was dieses Faktum zur politischen Qualität des in vielen Fällen mehr als dubiosen AfD-Personals sollte beitragen können. Glauben Sie etwa, den zuständigen Bundesbehörden und der Bundesregierung sind diese Vorkommnisse verborgen geblieben?

      • @ Kim
        Ich habe noch nie eine Beitag gelesen, der sich die Aktion derart schönredet.

        Versammlungsfreiheit? Ja! Aber NUR für Antifa, Studenten und Gegner der AfD.

        Meinungsfreieheit? Ja, aber nur für die gleiche Klientel.

        Demonstrationsrecht? Ja, aber nur für siehe oben.

        Religionsfreiheit? Ja, aber nur für Muslime;alles andere ist islamophobe Ablehnung.

        In den Weg stellen und aufhalten von Andersdenkenden und mitglieder der AfD , sowie Leuten, die sich informieren wollen(Freiheitsberaubung!)? Ja, natürlich ausschliesslich für Studenten , Antifa und dergleichen.

        Demonstrationen stören? Ja, gerne aber ausschliesslich für die o. g. erlaubt.

        Wer da dann noch ein Schubserchen von der Polizei abbekommt ( natürlich völlig zu Unrecht) ,kann dann natürlich wieder schreien: Körperverletzung und die böse Polizei anklagen.

        Der Zweck heiligt die Mittel! Durch Sie und Ihre Aktionen werde ich an 1933 erinnert, nicht durch die AfD.

        • „Ich habe noch nie eine Beitag gelesen, der sich die Aktion derart schönredet.“

          Lydia, Sie sollten mal Ihre eigenen Beiträge lesen, dann wissen Sie, was es heißt, sich die eigenen Verrücktheiten schön- oder zurechtzureden.

          Sie, Lydia, sind aufgrund einer pathologischen Fixierung auf Ihre Wahnideen offenbar nicht in der Lage, das von anderen Geschriebene zu verstehen, einzuordnen und angemessen darauf zu reagieren. Sie spulen einfach bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit Ihren immergleichen Blödsinn ab. Warum hören Sie nicht auf damit, JJ.Blogger zu behelligen, führen stattdessen ein supergeheimes staatspolitisches Tagebuch und lesen es am Ende jeden Monats durch. Sie werden erstaunt sein. Sie werden nämlich jedesmal den korrekten Eindruck haben, alles darin Enthaltene genau so schon füntfausendmal gelesen zu haben, was das Gelesene aber nicht richtiger oder wichtiger macht. Viel Spaß dabei, Lydia.

      • Michael Kohlhaas

        Liebe Frau Torster,

        es ist schwierig, mit jemandem eine sachliche Diskussion zum Thema Demokratie und Meinungsfreiheit zu führen, der wie Sie unsere Rechtsordnung als „pseudo-intellektuelle juristische Paragraphen“ abtut und damit zu erkennen gibt, dass er die gesetzlichen Grundlagen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens nicht akzeptieren will. Dennoch möchte ich auf Ihren Beitrag vom 10.12.2015 um 23:26 Uhr antworten:

        Sie schreiben, Meinungsfreiheit bedeute im Rahmen der Redefreiheit, dass das Recht auf freie Rede in Wort und Schrift bestehe; dieses Recht habe die AfD bekommen, indem ihr die Anmietung der Räumlichkeiten trotz Rückzieher seitens der Leuphana gestattet worden sei. Damit verkürzen Sie das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung darauf, dass der Träger dieses Grundrechts ein Anrecht auf einen äußeren Rahmen habe, in welchem er eine Meinung äußern kann. Der Kerngehalt des Grundrechts auf freie Meinungsäußerung ist jedoch ein anderer: Es ist die Freiheit, sagen zu dürfen, was man denkt, woran man glaubt und von dessen Richtigkeit man überzeugt ist. Und wer überzeugt davon ist, dass der Islam nicht zur deutschen Kultur gehört, darf auch das äußern. Meinungsfreiheit in diesem Sinne ist keine Erfindung der Väter des Grundgesetzes. Dem französischen Philosophen und Schriftsteller Voltaire wird gerne dieses Zitat zugeschrieben (ob es wirklich von ihm stammt, sei dahingestellt): „Ich verachte Ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen.“ Treffender kann man das Wesen der Meinungsfreiheit wohl nicht beschreiben.

        Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist der AfD am vergangenen Freitag nicht gewährt worden, und das noch nicht einmal nach Ihrem Verständnis von Meinungsfreiheit. Denn es reicht nicht aus, einen Raum zur Verfügung gestellt zu bekommen, in dem grundsätzlich eine Meinungskundgabe möglich wäre, wenn der Gebrauch dieser Möglichkeit durch Chaoten verhindert wird, indem sie den Zugang zum Saal blockieren und gegen die Scheiben des Saales trommeln (zu Letzterem äußern Sie sich bezeichnenderweise gar nicht).

        Sie weisen die Verantwortung für den Abbruch der Veranstaltung der AfD zu, weil diese die vor Ort anwesenden Studenten nicht in den Saal gelassen habe. Sie erklären aber nicht, woraus Sie einen Anspruch der Studenten auf Zugang zu der Veranstaltung herleiten wollen. Dass die Veranstaltung auf dem Gelände der Universität stattfinden sollte, wo die Studenten tagtäglich ein und aus gehen, verschafft ihnen selbstredend nicht das Recht auf Zugang zu den an die AfD vermieteten Räumlichkeiten. Für mich ist auch nicht erkennbar, dass die AfD durch den Ausschluss der Studenten gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verstoßen hat.

        Wenn Sie sich nun durch den – legitimen – Ausschluss von der Veranstaltung der AfD in Ihrer Redefreiheit behindert sehen, liegt es an Ihnen, Abhilfe zu schaffen. Denn es steht Ihnen selbstverständlich frei, eine eigene Veranstaltung auszurichten, zu der Sie all jene Menschen einladen können, die Ihnen am Herzen liegen und mit denen Sie einen Dialog (oder auch einen Monolog) über all die Dinge führen können, die Sie bewegen. Und wenn Ihnen an einem Meinungsaustausch mit der AfD gelegen ist, dann laden Sie deren Vertreter doch auch zu Ihrer Veranstaltung ein. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Ihre Einladung angenommen werden würde. Einer Sache können Sie sich jedenfalls sicher sein: Ihre Veranstaltung würde nicht durch eine Ansammlung von AfD-Anhängern gestört werden, denn solches Verhalten ist der AfD fremd – mir ist ein solcher Fall jedenfalls nicht bekannt.

        • Sehr geehrter „Michael Kohlhaas“, Ihr Namensgeber, der um die Mitte des sechzehnten Jahrhunderts an den Ufern der Havel lebte, ein Rosshändler, Sohn eines Schulmeisters, war „einer der rechtschaffensten zugleich und entsetzlichsten Menschen seiner Zeit“. Er war ein grausamer Massenmörder und ein rücksichtslos tobender Gerechtigkeitsfanatiker. Aber er war eines nicht: feige. Darum tragen Sie, der nicht einmal den Mut besitzt, einem kleinen, klugen und tapferen Mädchen offen entgegen zu treten, Kohlhaasens Namen zu Unrecht.

          Frau Torster hat NICHT »unsere Rechtsordnung als „pseudo-intellektuelle juristische Paragraphen“ abgetan und damit zu erkennen gegeben, dass sie die gesetzlichen Grundlagen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens nicht akzeptieren will«. Sie hat Ihr formalistisches Herumreiten auf den Auslegungsmöglichkeiten von gesetzlichen Formulierungen als ein »Kommen mit pseudo-intellektuellen juristischen Paragraphen« bezeichnet und – in der Tat – sich dabei verschrieben, denn Sie meinte für jeden unvoreingenommenen Leser unverkennbar: Ihr »pseudo-intellektuelles Kommen mit juristischen Paragraphen«.

          Sie liegen (fast) richtig, wenn Sie schreiben: »Der Kerngehalt des Grundrechts auf freie Meinungsäußerung (…) ist die Freiheit, sagen zu dürfen, was man denkt, woran man glaubt und von dessen Richtigkeit man überzeugt ist.« Ich sage „fast richtig“, denn die Meinungsfreiheit ist zwar das Fundament für die Demokratie, so ähnlich hat es das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ausgedrückt. Nur wenn die Menschen ihre Meinung frei äußern und darüber streiten, können sie einen politischen Willen bilden. Und darauf fußt die Demokratie. Aber die Meinungsfreiheit hat Grenzen. Eine Meinungsäußerung darf verboten werden, wenn ansonsten ein Schaden für einen anderen Menschen oder die Gesellschaft entsteht. Man darf zum Beispiel jemanden anders nicht einfach beleidigen, auch wenn man ihn wirklich nicht mag. Der Schutz seiner Ehre ist dann im Prinzip wichtiger als die Meinungsfreiheit, auch wenn es Ausnahmefälle gibt, in denen man Beleidigungen aushalten muss. Die Gerichte müssen das immer im Einzelfall entscheiden.

          Das Grundgesetz schützt auch nicht vor Strafe, wenn jemand eine Meinung äußert und damit zugleich zu Straftaten aufruft.

          Aber wichtiger ist hier eine andere Grenze der Meinungsfreiheit: der Schutz des öffentlichen Friedens. Der öffentliche Frieden ist ein Zustand, in dem die Menschen ohne Furcht voreinander zusammenleben. Der Staat darf Menschen also verbieten ihre Meinung zu sagen, wenn dadurch das friedliche Zusammenleben gestört wird. Die Gefahr für den öffentlichen Friedens besteht zum Beispiel, wenn jemand eine Gruppe von Menschen wegen ihrer Religion, ihres Aussehens oder ihrer Herkunft beschimpft und andere zum Hass gegen diese Gruppe aufstachelt. Das ist Volksverhetzung, darauf stehen bis zu fünf Jahre Gefängnis. Herr Pretzell, u. a. mit seiner Äußerung über die Option des Schießens auf Flüchtlinge, hat sich schon mehrmals dieser „Grenze der Meinungsfreiheit“ stark angenähert. Ob er sie überschritten hat, müssten Gerichte klären.

          Es gibt noch eine andere wichtige Ausnahme von der Meinungsfreiheit in Deutschland: Man darf den Holocaust nicht leugnen und den Nationalsozialismus nicht verherrlichen. Man darf Texte mit nationalsozialistischem Gedankengut nicht ohne weiteres verbreiten. Das steht unter Strafe. Die Mütter und Väter des Grundgesetzes wollten nach dem Zweiten Weltkrieg einen echten Neuanfang für Deutschland. „Nie wieder Auschwitz, nie wieder Faschismus“ – so lautete ihre Richtschnur. Die nationalsozialistische Ideologie sollte den Menschen durch das Verbot ausgetrieben werden, sie sollte nie wieder zurückkommen. In anderen Ländern ist das anders, zum Beispiel in Großbritannien und Amerika. Dort fallen auch alle Äußerungen über den Nationalsozialismus unter die Meinungsfreiheit. Aber diese Länder haben eben auch eine andere Geschichte.

          Im Übrigen, ob »Meinungsfreiheit in diesem Sinne keine Erfindung der Väter des Grundgesetzes« ist, spielt hier keine Rolle, denn das Grundgesetz ist unsere Verfassung. Und ob man mit dem (ganz sicher nicht von Voltaire stammenden *) Satz »das Wesen der Meinungsfreiheit« treffender beschreibt, als in jedem anderen Fall, ist ein Thema, über das man lange nachdenken kann.

          Zur Korrektur Ihrer „Sicherheit“, was die „störungsfreie Rücksicht“ auf Meinungsfreiheit unter AfDlern anbelangt, lesen Sie bitte nur dies:

          http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/rechtsextremismus/alternative-fuer-deutschland-die-voelkische-bewegung-stellt-sich-vor-13950691.html

          _____________________

          * Elisabeth Knowles, die renommierte Lexikographin und Herausgeberin der aktuellen siebten Auflage des Oxford Dictionary of Quotations von 2009 schrieb 2006:

          A column in the Daily Telegraph of February 2006 on freedom of speech referred to ‘Voltaire’s famous maxim – “I disapprove of what you say, but I will defend to the death your right to say it.” ’

          In De l’esprit [‘On the Mind’], published in 1758, the French philosopher Helvétius put forward the view that human motivation derives from sensation: a course of action is chosen because of the pleasure or pain which will result. The book was seen by many as an attack on religion and morality, and was condemned by the French parliament to be publicly burned. Voltaire is supposed to have supported Helvétius with these words. In fact, they are a later summary of Voltaire’s attitude to the affair, as given in S. G. Tallentyre’s The Friends of Voltaire (1907). What Tallentyre wrote was:

          What the book could never have done for itself, or for its author, persecution did for them both. ‘On the Mind’ became not the success of a season, but one of the most famous books of the century. The men who had hated it, and had not particularly loved Helvétius, flocked round him now. Voltaire forgave him all injuries, intentional or unintentional. ‘What a fuss about an omelette!’ he had exclaimed when he heard of the burning. How abominably unjust to persecute a man for such an airy trifle as that! ‘I disapprove of what you say, but I will defend to the death your right to say it,’ was his attitude now.

          (The comment ‘What a fuss about an omelette!’ had been recorded earlier, in James Parton’s 1881 Life of Voltaire.)

          • Michael Kohlhaas

            „…müssten Gerichte klären“ – sehr richtig, und nicht ein Haufen krawalliger Studenten!

          • Jochen Rollwagen

            Sehr geehrte Helene,

            ich werde jetzt etwas Unerhörtes (im vorliegenden Zusammenhang angesichts der Geschehnisse an der Leuphana erst recht) tun:

            Ich zitiere einfach mal das, was jede(r), der oder die das möchte nachlesen kann, nämlich was der ach so pöhse schlimme Herr Petrell zum Thema Schußwaffengebrauch zur Grenzsicherung tatsächlich gesagt hat:

            „Im Rahmen der Flüchtlingskrise in Europa halte Pretzell für den Fall eines gewaltsamen Grenzübertritts von Flüchtlingen den Gebrauch von Schusswaffen als „Ultima Ratio“ für gerechtfertigt. Die Verteidigung der deutschen Grenze mit Waffengewalt als „Ultima Ratio“ sei eine Selbstverständlichkeit, jedoch ein solcher Waffeneinsatz nicht notwendig, da es eine „ganze Reihe von anderen Möglichkeiten“ gäbe wie etwa Polizeipräsenz, Wasserwerfer oder Tränengas. Kein vernünftiger Mensch solle daran denken, auf Flüchtlinge zu schießen, weil sie die Grenze überträten. Ultima Ratio heiße, es gebe keine andere Möglichkeit, dies zu stoppen“

            Und -puff – löst sich der Buhmann der Linken in Schall und Rauch auf.

          • Herr Rollwagen,

            die Nuancen der widerlichen Äußerung einer politischen und intellektuellen Null wie Marcus Pretzell interessieren mich überhaupt nicht.

            Öffentlich über „den Gebrauch von Schusswaffen als Ultima Ratio bei gewaltsamem Grenzübertritt von Flüchtlingen“ im Zusammenhang mit Asylsuchenden zu reden, ist für mich, wie wohl für jeden anständigen Menschen, ganz unmittelbar als das abstoßende und unverantwortliche Scharfmachergequatsche von charakterlosen Lumpen zu erkennen.

            Und wer, wie Sie, versucht, bei anderen für solche Lumpereien um Verständnis zu werben, besudelt nicht nur sich selbst, sondern auch die, die er anspricht.

          • @ helene

            zitat:“Aber wichtiger ist hier eine andere Grenze der Meinungsfreiheit: der Schutz des öffentlichen Friedens. Der öffentliche Frieden ist ein Zustand, in dem die Menschen ohne Furcht voreinander zusammenleben. Der Staat darf Menschen also verbieten ihre Meinung zu sagen, wenn dadurch das friedliche Zusammenleben gestört wird. Die Gefahr für den öffentlichen Friedens besteht zum Beispiel, wenn jemand eine Gruppe von Menschen wegen ihrer Religion, ihres Aussehens oder ihrer Herkunft beschimpft und andere zum Hass gegen diese Gruppe aufstachelt. Das ist Volksverhetzung, darauf stehen bis zu fünf Jahre Gefängnis.“

            Also alles ,was auf die Gegner der AfD zutrifft. Die Afd Mitglieder werden wegen ihrer politischen Meinung diffamiert, bepöbelt ,ihre Aussagen falsch wiedergegeben oder etwas hinzugefügt , wie bei Pretzel, von der Antifa und den linken Gegnern wegen ihrer Meinung angegriffen, deren Familien bedroht, Autos und Wohnungen angezündet, zusammengeschlagen , sowie Hotelmanager, die Sitzungstermine und Mietgesuche der AfD annehmen werden mit dem Leben bedroht und das Abbrennen des Hotels angekündigt.
            Alles Dinge für die normalerweise der Staatsschutz ermittelt.Normalerweise.
            Danke, daß Sie so klar sehen( siehe Leipzig am Wochenende).

          • Um das mal kurz klarzustellen

            I don’t want to be angekumpelt.
            I don’t want to be angestammtischt.
            I don’t want to be angepanflötet.

            Peter P. Neuhaus

      • @ Kim Torster

        Zur „Meinungsfreiheit“ gehört fundamental der Respekt vor der Meinung Andersdenkender.Ich sehe leider bei Ihnen und Ihren Freunden nicht einmal ansatzweise diesen Respekt gegenüber Andersdenkenden , den Sie selbst für Ihre persönliche politische Ansicht einfordern. Ihre Statements sind geprägt vom Begriffen wie „Verhindern, das Recht schützen, usw.“
        Weder das Eine noch das Andere steht ihnen zu. Denn wir leben in einem Rechtsstaat, der bei Rechtsbrüchen tätig wird und ; daß garantiere ich Ihnen, bei der AfD mit grossem Einsatz und grosser Genauigkeit beobachtet, ob hier die Gesetze übertreten werden. Bis jetzt ist die AfD eine demokratische Partei, die rechtlich nicht belangt worden ist.
        Ich gebe Ihnen einen Tip. Recherchieren Sie mal ,was der verstorbene Helmut Schmidt über eine grosse Anzahl bei den Zugewanderten und deren Religion, eher Ideologie und was andere CDU Mitglieder noch vor Jahren geäussert haben. Sie würden dafür sicherlich nicht nur an Scheiben schlagen, um dagegen zu demonstrieren.
        Übrigens, endet m. A. n. die Religionsfreiheit für jeden, wenn die Gesetzgebung gebrochen wird. Und wenn dies an die Öffentlichkeit gelangt , sind zu 99% Begriffe wie, Ehrenmord, Fatwa, Mord aus religiösen Motiven, Mord aus traditionellen, kulturellen Gründen u. a. inbegriffen. Aber bei der Beurteilung und der Veröffentlichung dieses Sachverhaltes ,sind Sie nicht so übergenau wie bei den teilweise verdrehten und zur Stimmungsmache veränderten Sachverhalten bezüglich der AfD.

  6. Du schreibst: „Schließlich scheiterte die Uni an dem Versuch, die Vermietung zurückzuziehen“.

    Mich würde interessieren, warum sich „die Uni“ – oder genauer doch wohl: das in diesem Falle entscheidende Uni-Präsidium – ursprünglich überhaupt für eine Vermietung ausgesprochen hat.

    War denn zu diesem Zeitpunkt die sehr problematische Person des Redners und die vielleicht noch viel problematischere Vorgehensweise der allermeisten überregionalen Führungsfiguren dieser Partei dem Präsidenten der Leuphana Universität nicht bekannt?

    Und glaubst du nicht vielleicht auch, man hätte besser vor dem ganzen Schlamassel darauf verzichten sollen, diesen unappetitlichen Verein durch das Zurverfügungstellen von Räumlichkeiten zu nobilitieren?

    Hat das Prinzip der Meinungsfreiheit nicht da seine Grenzen, wo es mit praktisch allen Mitteln von Leuten eingeklagt wird, deren politisches Ziel es zu sein scheint, dieses Prinzip abzuschaffen?

    Wenn du dir die Handvoll schimpfender und tobender (wahrscheinlich überwiegend sehr alter) Leute auf der Parallelspur (https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/285320-protest-an-deren-afd-vortrag) anschaust, die immer nur fordern und diffamieren, aber zwanzigjährigen Studierenden in Sachen politischer Bildung und politischem Urteilsvermögen nicht das geringste Zugeständnis machen oder zutrauen, hast du dann nicht den Eindruck, mit solchen Leuten kann man gar nicht reden? Hast du nicht den Eindruck, man kann ihnen nur folgen, wenn es überhaupt möglich sein sollte, dass irgend jemanden derartiges Gebell anspricht, oder man muss sich abwenden und sie vor sich hin keifen lassen?

  7. @ Fricke

    …“seit wann bedeutet Meinungsfreiheit denn Schutz vor Widerspruch? “

    Das sagt niemand.
    Nur das es undemokratisch ist, andere niederzubrüllen, deren Büros anzuzünden, die Vorsitzende der AfD Frauke Petry , wie andere Mitglieder der AfD körperlich anzugreifen, Mitglieder mit „Hausbesuchen“ zu beglücken und auf Parteitagen oder Demonstrationen mir der Antifa aufzutauchen und die Demokratie Andersdenkenden mit Flaschen und Steinen einprügeln zu wollen, sowie die einzig zugelassene Meinung zum Thema für sich in Anspruch zu nehmen und alles andere als Rechtsradikal zu brandmarken. Das ist der entscheidende Punkt.

    • Hallo Lydia,

      ich glaube, Sie sollten hin und wieder mal die CD wechseln. Das kann doch für niemanden in Ihrer Nähe ersprießlich sein, ständig von Ihnen die immergleiche, schon millionenfach eingespeichelte Story ins Ohr operiert zu bekommen. Zu Ihrer Information: Es wurden letzten Freitag in Lüneburg keine Büros angezündet, der schwarze Block hat nicht mit Flaschen und Steinen auf Andersdenkende eingeprügelt, Frauke Petry ist nicht in der Stadt gewesen und auch nicht körperlich angegriffen worden — und sollte sie wirklich während der Abwesenheit von Herrn Pretzell Hausbesuch erhalten haben, dann jedenfalls nicht von einem Leuphana-Studierenden.

      Wenn Sie, Lydia, wirklich der Ansicht sind, es sei undemokratisch, andere niederzubrüllen, dann haben wir beide tatsächlich etwas gemeinsam. Doch kann ich es eigentlich nicht glauben. Denn Sie sind es doch, die hier ohne Ausnahme ignoriert, was geschrieben wurde und wie argumentiert wurde, und die stattdessen unter ungezählten verschiedenen Aliasnamen immer wieder rücksichtslos die oben beschriebene inversionsrhetorische Verblödungs-CD abspielt. Das ist für mich auch eine Art des versuchten Niederbrüllens, die von einem gewaltigen Defizit, um nicht zu sagen, von einem gewaltigen Defekt zeugt. Ich glaube, Lydia, bevor Sie diese Strategie des dauerhaften Kommunikationsterrors nicht ändern, werden SIE auch weiterhin zu den vielen hundert sehr destruktiven AfD-Followern in Deutschland gehören, die im Prinzip alles tun, um ihre eigene „Bewegung“ zu diskreditieren, und die damit friedliche, aber laute und kompromisslose Proteste von wachen und intelligenten Menschen gegen sich und ihre Partei selbst hervorrufen, notwendig machen und auch legitimieren.

      • @ Katja Fricke

        Zitat: „…damit friedliche, aber laute und kompromisslose Proteste von wachen und intelligenten Menschen gegen sich und ihre Partei selbst hervorrufen, notwendig machen und auch legitimieren.

        Die AFD und Pegida dürfen das NICHT? Dann wird geschrien und gewettert! Also, das was Sie für sich in Anspruch nehmen, wird anderen verwehrt und als Randale, rechte Stimmungmache und Aufmarsch usw. bezeichnet?

        Ich muss ehrlich lachen über soviel Unvermögen den Balken im eigenen Auge nicht zu sehen und andere auf den Strohhalm aufmerksam zu machen!

        • Hallo Lydia,

          doch, Pegida macht das jeden Montag. Mir ist nicht bekannt, dass der Staat dies irgendwie zu verhindern versucht.

        • „Ich muss ehrlich lachen über soviel Unvermögen den Balken im eigenen Auge nicht zu sehen und andere auf den Strohhalm aufmerksam zu machen!“

          Lydia, wenn Sie es einmal nur schaffen würden, über sich selbst zu lachen, würden vermutlich die allermeisten Blog.JJ-Kommentierenden sowie meine Oma Suse und ich uns ganz bestimmt mit Ihnen freuen.

          „… soviel Unvermögen … nicht zu sehen …“ ?

          Die Sache mit der doppelten Negation sollten Sie sich noch einmal genau überlegen.

          Übrigens ist auch dieser Post von Ihnen wieder ein Beweis Ihrer Unfähigkeit, zuzuhören, das Gesagte aufzunehmen und zu erwägen, um anschließend angemessen darauf zu antworten. Leiden Sie eigentlich unter einer Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS) oder sind es reine Kapazitäts- und Verarbeitungsprobleme, die Ihnen zu schaffen machen?

          • @ Bernie
            Logische und nachvollziehbare Fakten intelligenter Menschen sind oft von Nichtbeteiligten schwer zu verstehen.

          • „Logische und nachvollziehbare Fakten intelligenter Menschen sind oft von Nichtbeteiligten schwer zu verstehen“?

            Gilt diese Weisheit nicht vor allem unter esoterischen Mystikern und den Insassen von Irrenanstalten?

  8. @Kevin Schnell

    Zitat: „Hat das Prinzip der Meinungsfreiheit nicht da seine Grenzen, wo es mit praktisch allen Mitteln von Leuten eingeklagt wird, deren politisches Ziel es zu sein scheint, dieses Prinzip abzuschaffen?“

    Die AfD ist uneingeschränkt „FÜR Volksentscheide!“ Nur mal so am Rande.

    Das passt aber nicht in das vorgegebene Feindbild und vorgefertigte Meinungskorsett Eurer linken Freunde , der Antifa und dem Schwarzen Block, der natürlich nicht DEMOKRATIEFEINDLICH ist!? *lol*

    • Lydia, sie verallgemeinern . sie beschweren sich, wenn es andere über die afd tun. sie verhalten sich genau so. wer ist denn nun der bessere? eure linken freunde? wie ist es mit euren rechten freunden bestellt? was wächst da zusammen?

      • @ Bruns
        Die Art der Veranstaltung der Gegner ist Antifa like! Keine andere Meinung wird akzeptiert. Nur die Polizei hat Schlimmeres verhindert und wahrscheinlich das schnelle Handeln und die Deeskalation der Polizei.
        Ich habe keine rechten Freunde; wenn ich welche hätte, wären sie ebenso im Fokus bei Gewalt wie die linke und antidemokratische Gruppierung der Partei „die Linke“. Und verallgemeinern tue ich nicht. Oder können Sie Beispiele aufzeigen?

        • Hallo Lydia,

          Sie scheinen schlecht informiert zu sein. Am Montag nach der Veranstaltung habe ich Stellungnahmen der verschiedenen Beteiligten angefordert. Die Polizei schildert hier, dass es zum Einsatz von Pfefferspray kam, da Demonstranten gegen die Absperrungen drückten. Hierbei wurden mehrere Gegendemonstranten verletzt, einer wurde von einem Polizisten mehrmals ins Gesicht geschlagen. Daraufhin haben sich die Sprecher der Antifa an die Polizei gewandt, um zu vermitteln. Gemeinsam wurde beschlossen die Veranstaltung abzusagen. Ein Mitglied der Antifa hat sich daraufhin an die Demonstranten im Eingang gewandt und darum gebeten das Gelände der Leuphana nun zu verlassen, damit die Besucher der Veranstaltung nach Hause könnten.

          Bitte informieren Sie sich vorab, bevor Sie derartige Fehlinformationen hier streuen. Damit tun Sie such auch selbst keinen Gefallen.

          • Karlheinz Fahrenwaldt

            Liebe Kim,
            wenn das so ist wie Sie sagen, ging dann ja die Gewalt von der Polizei aus. In einem im Netz zu sehenden Foto (was die LZ Redaktion leider hier nicht veröffentlicht hat) ist deutlich zu sehen, dass sich Polizei und Studenten direkt (sozusagen „Bauchanbauch“) gegenüberstanden und dass die Polizisten ihre komplette Schutzkleidung inklusive Helm mit Visier anhatten, während die Studenten in normaler Straßenkleidung vor ihnen standen. In dieser Situation sind Schläge eines Polizisten, gelinde gesagt, unverhältnismäßig und der Einsatz von Pfefferspray erfüllt nach meiner Meinung den Tatbestand der vorsätzlichen Körperverletzung (vorausgesetzt, der Mindestabstand wurde nicht eingehalten, was bei dem relativ engen Gang zu den Hörsälen wahrscheinlich ist).

          • Hallo Herr Fahrenwaldt,

            ich muss an dieser Stelle sagen, dass ich vor allem mit den Polizisten, die draußen standen, gesprochen habe. Die waren ausnahmslos wirklich sehr hilfsbereit und freundlich. Auch habe ich selbst nicht direkt mitbekommen, was den Einsatz von Pfefferspray ausgelöst hat. Allerdings habe ich mit verschiedenen Personen gesprochen, die dabei waren. Auch haben wir von Univativ besagtes Video gepostet. Demnach komme ich persönlich zu dem Schluss, dass die ein oder andere Aktion der Polizei im Hörsaalgang völlig überzogen war.

          • @ Kim Torster

            Demonstranten und Gegendemonstranten?

            Gegen was oder wen demonstrierten denn die Gegendemonstranten?

        • Lydia, Oder können Sie Beispiele aufzeigen?
          glauben Sie mir , ich könnte. Leicht dahergesagt ist meistens nicht vom Verstand unterfüttert. Ich mache hier gern meine Scherze, aber unterstelle grundsätzlich niemanden etwas. Man achte auf das Fragezeichen. Sie waren bei der Veranstaltung nicht dabei, ich auch nicht. Ich habe nur Lebenserfahrung . Sie erkennen ja vieles richtig, schließen leider aber die falschen Schlüsse daraus. Meistens ist es Angst, was einem zu falschen Ergebnissen führt. Und dann gibt es hier noch ein besonderes Exemplar. Der versucht Honig daraus zu saugen. Und die habe ich gefressen. Ich verdaue immer noch. Habe aber immer noch auch reichlich Platz in meinem Magen.

  9. Herr Schnell
    Mich würde interessieren, warum sich „die Uni“ – oder genauer doch wohl: das in diesem Falle entscheidende Uni-Präsidium – ursprünglich überhaupt für eine Vermietung ausgesprochen hat.
    ihre frage hat mich zum nachdenken gebracht. kann es vielleicht daran liegen, dass die uni geld braucht? der bau ist noch nicht fertig. und geld soll angeblich nicht stinken.

  10. Die Wahlbeteiligung lag bei 15 Prozent, war verglichen mit den letzten Wahlen also eher gering. Dort lag die Beteiligung im Schnitt bei 30 Prozent. Alle Ergebnisse gibt es hier nachzulesen.
    liebe studenten, ein trauerspiel sieht genau so aus. und was erwartet ihr dann noch?

    • Jochen Rollwagen

      Sehr geehrter Herr Bruns,

      wie ich der Univativ-Webseite entnehmen durfte wurde mit 15% der Wählerstimm*Innen eine Vereinigung gewählt, deren Hauptforderung „die unbegrenzte Wiederholbarkeit von Klausuren anstatt der Drei-Schuß-Regel“ war.

      Einen weiteren Kommentar verkneife ich mir.

    • Wovon um Himmels willen reden Sie hier, Herr Bruns? Ich kann es nicht verstehen und kann daher auch nicht verstehen, worin die Verbindung zum Thema besteht. Zu Ihrer Erinnerung: Es geht in dem Meinungsbeitrag von Frau Torster darum, wie zu bewerten ist, dass sich etwas über 500 sehr junge Einzelmenschen jeweils für sich ganz persönlich, also von nichts und niemanden gedrängt, dazu entschlossen haben, am Freitagabend in die Scharnhorststraße zu gehen und gemeinsam mit anderen frei entscheidenden sehr jungen Einzelmenschen gegen den Propagandaauftritt eines nicht mehr ganz so jungen Mannes zu protestieren, der das Erschießen von fremden Menschen jeden Alters an deutschen oder europäischen Grenzen öffentlich zu einer Handlungsoption der Politik erklärt hat.

      • Jochen Rollwagen

        Wie Sie schon schreiben: Sie können nicht verstehen, worin die Verbindung besteht.

        Da haben Sie vollkommen recht.

        • Michael Rollhaase-Kohlenwagen

          Als Cäsar seinen Weltliteratur gewordenen Kriegsschwank »De bello Gallico« (58 v. Chr.) mit dem Satz »Ganz Gallien ist in drei Teile geteilt« begann, hätte er das »ganz« auch streichen können. Was meinen Sie?

  11. Zusammenfassend und nach Abwägung aller Fakten kann ich nur zu dem Ergebnis kommen, dass Herr Dr. Sascha Spoun ein heimlicher Unterstützer der AfD ist.

    Warum sonst hätte er dieser Partei auf dem Uni-Gelände einen Raum vermieten sollen?
    Wohl wissend, dass es zu dieser Art von Ausschreitungen kommen wird.

    Um diese Unterstützung zu verdecken, kam es zu der Auseinandersetzung vor dem Amtsgericht.

    Herr Dr. Spoun wollte auf diesem Wege zeigen, dass es seinen Studenten an Toleranz, Empathie und Demokratieverständnis fehlt.
    Des weiteren ist es ihm gelungen, die AfD derart ins Gespräch zu bringen, dass es den Ausfall dieser Veranstaltung mehr als wett macht.

    Also ein Doppelschlag. Herzlichen Glückwunsch dazu und bitte mehr davon.

    Au passant ist es ihm ebenfalls gelungen die Deeskalationsstrategie der Lüneburger Polizei und die Feuer/Rauchmelder in Zusammenarbeit mit der Lüneburger Feuerwehr vorzuführen.

    Genial – ein Unipräsident eben.

    • Bundeskasper, sehr schöne Satire. Ich glaube eher, hier hat jemand zu sehr auf Geld geschielt,ohne zu schauen, wo es herkommt.und das ,,huch,, war wohl überraschend echt.

    • @ Bundeskasper

      Hätten Sie auf die perfide Vokabel „Ausschreitung“ verzichtet und das neutrale Wort „Reaktion“ verwendet und hätten Sie statt der für Ihre Verhältnisse überambitionierten französischen Phrase (mit der falschen Präposition) ein unverfängliches „nebenbei“ gesetzt, wäre ich versucht gewesen, Ihren Kommentar für gelungene (nämlich erhellende) Ironie zu halten und Ihnen voll zuzustimmen. So aber gehen zehn Prozent von der Bestnote ab, weil Sie Ihren nagenden Altherrengroll selbst gegenüber einem harmlosen Pulk blutjunger Studierender nicht im Zaum zu halten vermögen. (Es gab keine Ausschreitungen! Sie können sich bei der Polizei erkundigen. Alles verlief im Rahmen des gesetzlich Zulässigen. Wer etwas anderes behauptet, lügt — und zwar mit der bewussten Absicht, über 500 junge und intelligente Menschen pauschal zu verleugnen.)

      Was aber die Darstellung der von Ihnen gemutmaßten Intentionen des Leuphana-Präsidenten Dr. Sascha Spoun anbelangt, da habe ich von Anfang an den gleichen Verdacht gehabt.

      Alle (auch die von Kim) bis heute vorgelegten Erklärungen, wie und warum es durch Herrn Spoun persönlich zu dem ganz und gar freiwilligen Abschluss eines Mietvertrags mit den Organisatoren der AfD-Veranstaltung kam, sind in hohem Maße unbefriedigend — oder sogar verschleiernd bis verlogen.

      Dass „Herr Dr. Spoun auf diesem Wege zeigen wollte, seinen Studenten „fehle es an Toleranz, Empathie und Demokratieverständnis“, halte ich für eine unbeweisbare Spekulation. Und sollte das dennoch seine Absicht gewesen sein, würde sie ein solches Maß an Dummheit offenbaren, wie ich es selbst einem deko-akademisch aufgepeppten „Professor (HSG)“ nicht ohne Weiteres zuschreiben könnte. De facto ist das ja auch misslungen, denn die friedlich von Ihrem Recht auf Protest Gebrauch machenden Studierenden haben gezeigt, dass es ihnen NICHT „an Toleranz, Empathie und Demokratieverständnis fehlt“.

      Die andere Absicht, wenn es sie gegeben haben sollte, wäre ihm aber in der Tat gelungen, nämlich „die AfD derart ins Gespräch zu bringen, dass es den Ausfall dieser Veranstaltung mehr als wett macht.“

      „Zusammenfassend und nach Abwägung aller Fakten kann ich nur zu dem Ergebnis kommen, dass Herr Dr. Sascha Spoun ein heimlicher Unterstützer der AfD ist“, schreiben Sie, Herr Bundeskasper.

      Irgendwie drängt sich mir, trotz meiner oben genannten Einwände, dieses Ergebnis ebenfalls auf.

      Liebe Kim, können Sie plausible Gründe nennen, die diese Arbeitshypothese „nachhaltig“ entkräften?

      • @ Heiko

        Sie haben recht, „en“ wäre richtig gewesen, aber es war wohl schon etwas zu spät am Abend.
        Aber vllt. wollte ich auch nur Besserwissern eine Gelegenheit geben ?
        Denn „perfide“ und „überambitioniert“ zeigt ja doch auch, dass es Ihnen, wie den meisten hier im Forum, weniger um die Sache, als mehr um das Niedermachen des Andersdenkenden geht.

        Insofern bin ich ja noch mal gut davongekommen – danke dafür.

        Ach, noch ein paar Worte zu dem vermeintlichen Altherrengroll.
        Ich sitze hier in meinem Schaukelstuhl, die Decke über den Knien, die Wärmflasche im Rücken, und lache.
        Vor etwa 40 Jahren haben wir nicht nur für einen Abend den Hörsaal blockiert, sondern für eine Woche die Uni lahmgelegt bei so einer Gelegenheit!
        Und lauter waren wir auch, wir hatten Megaphone.Außerdem wären von 10.000 Studenten wesentlich mehr erschienen. Die Polizei hatte damals kein Pfefferspray, sie hatte noch Knüppel und ganz fiese Griffe drauf. Sie kannte auch noch keine Deeskalationsstrategie.
        Also, dies war meiner Meinung nach eine Schlaffi Veranstaltung, und zeigt, dass es „die Studenten“ überhaupt nicht interessierte.
        Dies waren nur ein paar perfide und überambitionierte Störer, wahrscheinlich auf Stundenbasis von der Gewerkschaft oder sonst wem bezahlt.
        Auch möchte ich weder jemanden verleugnen noch verleumden, denn die 300 – 500 mehr oder weniger intelligenten Menschen waren ja wirklich da.

        Eines doch noch, wenn denn alles im gesetzlichen Rahmen verlief, dann hat ja die Polizei deutlich überreagiert mit dem Einsatz des Pfeffers. Ich hoffe doch, es hat schon einer dieser intelligenten und jungen Menschen Anzeige wegen Körperverletzung erstattet?

        Aber, in der Sache sind wir uns ja trotz alledem einig.

        Hier würde mich dann auch interessieren, was Ihre liebe Kim, also Frau Torster, dazu zu sagen hat.
        Aber viel mehr würde mich, ganz ehrlich gesagt, die dazugehörige Erklärung des Herrn Dr. Spoun interessieren.

        • „Viel mehr würde mich, ganz ehrlich gesagt, die dazugehörige Erklärung des Herrn Dr. Spoun interessieren.“

          Mich auch.

          Brennend.

          Aber einer wie er, schickt lieber seine Student(inn)en vor und windet sich mit nichtssagenden und nichts wagenden Allgemeinplätzen bei „Kamingesprächen“ im Hintergrund.

          Ein Schauspieler.

          Schon allein darum, weil sie die feige agierende Scheinheiligkeit durch ihr aufrichtiges Bemühen um Verständnis und Selbstverständnis ins Unrecht setzt, verneige ich mich vor Kim Torster.

          Menschen wie sie lassen mich zuversichtlicher aufs Kommende schauen.

  12. Jochen Rollwagen

    Sehr geehrte Frau Torster,

    vielen Dank für Ihren offenen und ehrlichen (vor allem im Teil „Eine Generation, über die man viel sagen kann, aber sicher nicht, dass sie gerne auf die Straße geht – ja, nicht mal, dass sie gerne ihre Meinung sagt.Dabei gibt es doch so viele Dinge, die uns nicht passen…….Denn wer für etwas brennt, kann scheitern. Und das ist wirklich nicht unser Ding.“) Blog-Beitrag.

    So offen und ehrlich habe ich die intellektuelle und letzten Endes persönliche Bankrott-Erklärung dieser Generation noch nirgends gelesen. Dafür vielen Dank.

    Nun zum Inhalt: Wenn Sie sich mit der Etymologie (falls Sie’s mit Fremdwörtern nicht so haben: Googeln Sie’s einfach oder fragen Sie Ihre Freunde auf Facebook) des Wortes „widersprechen“ beschäftigen werden Sie feststellen, daß „Wider-Spruch“ zunächst voraussetzt, daß der Kommunikationspartner (Ups – jetzt bin ich in die Gender-Falle getappt – wahrscheinlich wäre das für Ihre Generation politisch korrekt das Kommunikationspartner*) sprechen darf. Dann kann ihm oder ihr oder es wider-sprochen werden. Sprechen – Wider-sprechen. Meinung – Gegen-Meinung. Argumente – Gegen-Argumente. Diskussion. Nicht so Ihr Ding, ich weiß. Siehe oben.

    Dazu konnte es ja aber nun nicht kommen, da der demokratisch gewählte Europa-Abgeordnete der AfD von Ihnen und Ihresgleichen nieder-gebrüllt wurde. Dementsprechend konnte er nicht sprechen und Sie ihm auch nicht wider-sprechen. Wenn Sie das Nieder-Brüllen als demokratisch bezeichnen – nun gut. Offensichtlich haben Sie kein Problem damit, Ihre „Meinung“ (wobei es hier mangels eigener Meinung – siehe oben – gar nicht um Meinungs-äußerung, sondern um’s unreflektierte mit-flashmobben ging) zu äußern, wenn noch 500 andere dabei sind. Hier empfehle ich Ihnen dringend die Lektüre des Buches „Masse und Macht“ von Elias Canetti. Dies empfehle ich Ihnen wirklich dringend, da ich sonst so langsam wirklich Bedenken habe was passiert, wenn Ihre Generation in diesem Land das Sagen hat. Ach ne, was Sagen ist ja nicht so Ihr Ding.

    Um mit den Worten Ihrer Generation abzuschließen: OmG.

    Mit freundlichen Grüßen

    Jochen Rollwagen

    • Lieber Jochen Rollwagen

      Wenn es Ihnen darum zu tun war, einmal eine ganz „persönliche Bankrotterklärung“ ins Netz zu stellen, so ist Ihnen das leider nur zum Teil gelungen. Vor allem deswegen, weil Sie in Ihrer impertinenten Aufgeblasenheit ein ekelerregender Feigling sind, der sich von Jochen hinter einem Rollwagen her schleifen lässt, um aus dem erbrochenen Straßenkot der anonymen Keifer widerliche Invektiven gegen ein kluges und mutiges junges Mädchen zu schleudern, das ehrlich und mit offenem Visier dasteht und versucht, selbst einem inferioren und ungebildeten Schandmaul wie Ihnen zu erklären, warum sie sich am vergangenen Freitag so und nicht anders verhalten musste.

      Ihre ganz „persönliche Bankrotterklärung“, Herr „Jochen Rollwagen“ ist aber auch darum nicht so vollkommen, wie wir es von einem kläffenden Prätendenten des Literaturkennertums erwarten, weil alles, was Sie schreiben beweist, dass Sie beispielsweise von Canetti überhaupt nicht den blassesten Schimmer haben. Sonst wüssten Sie, dass es für ihn keine größere Illusion gab, „als die Meinung, Sprache sei ein Mittel der Kommunikation zwischen Menschen“ („Karl Kraus, Schule des Widerstands“, S. 48), für welche These Ihre eigene Einlassung hier ja einen geradezu idealen Beleg darstellt.

      Ihnen geht es nicht darum, ins Gespräch zu kommen, wie den meisten Ihrer Claqueure hier im Forum ebenfalls. Sie kommen nicht mit der Bereitschaft zum Zuhören und Lernen, sondern mit einem in seiner Primitivität Schaudern machenden Ballast von Vorurteilen und petrifizierten Ansichten: „Die junge Generation“, deren Angehörige als Einzelwesen zu denken, obwohl Sie gerade eines adressieren, Ihnen gar nicht mehr in den Sinn kommt, halten Sie für dumm, sprachlich unsensibel, für vom Gender- und vom Political Correctness-Thema besessen und für entindividualisierte Flashmob-Existenzen, die keine Bücher lesen, nicht reflektieren und sich nicht ausdrücken können.

      Wenn man genau hinschaut ist diese exakt der Katalog der geronnenen Vorwürfe und Standardphrasen, die in praktisch jeder Rede jedes x-beliebigen Afd- oder Pegida-Redners vorkommen.

      Sie lieber Jochen, der sich dringend einmal um seine Kommasetzung und seine Orhographie kümmern sollte, sind die bloggende Bankrotterklärung eines armen Würstchens, das nie gelernt hat, wie wichtig es ist, sich um eine eigene Sprache zu bemühen, wenn man sich als Einzelmensch erleben und entwickeln möchte, wie Kim Torster es Ihnen oben vorgemacht hat.

      Sie, Jochen, sind dagegen nur ein Abziehbild, das bis an den äußersten oberen Rand mit Kalendersprüchen beschmiert ist und auf das irgend ein Schwachkopf den Namen Canettis, des größten Feindes von schimpfenden Srücheklopfern wie Ihnen, geschrieben hat, ohne zu wissen, was er tat.

      Wolfgang Witthorst, Deutsch Evern

    • Lieber Jochen Rollwagen,

      Sie haben aber keine Bedenken, was passiert, wenn Typen der Marke Schusswaffengebrauch-Pretzell oder der 1000jährige Höcke in diesem Land das Sagen hätten?

      Herzlichst HaGe

      • Jochen Rollwagen

        Sehr geehrter HaGe,

        Fakt ist, daß unser aller Wohlstand – auch der von Frau Torster, die einer Generation angehört, die materiell zu den bestgestellten zählt, die es in D-Land je gab – zu einem guten Teil dadurch erhalten wird, daß seit Jahren z.B. in Spanien unsere Außengrenze mit durchaus unappetitlichen Methoden gesichert wird. Sie leugnen oder verdrängen das, ich nicht.

        Wenn Schweden – ein Land, das irgendwelcher „rechten“ oder „nazistischen“ Tendenzen durchaus unverdächtig ist – jetzt Land unter meldet, weil nix geht mehr, dann wird es auch in Deutschland demnächst soweit sein, weil es schlicht nicht geht. Wie ein mittlerweile aus der Mode gekommener Moralphilosoph so treffend formulierte, irgendwann schlägt Quantität in Qualität um.

        • Lieber Jochen Rollwagen,

          ich stelle fest: Sie haben die von mir gestellte und wirklich sehr einfache Frage nicht beantwortet resp. nicht beantworten können.

          Wünsche Ihnen einen schönen Abend
          HaGe

          • Jochen Rollwagen

            Sehr geehrter HaGe,

            dann formuliere ich das noch etwas direkter:

            Erstens stellt sich der in diesem Blog postulierte Schießbefehl des ach so schlimmen Herrn Pretzell deutlich anders dar, wenn man seine tatsächlichen Aussagen berücksichtigt. Das haben die „Demonstranten“ nicht getan, obwohl sie jede(r) nachlesen kann, äußern konnte er sie an der Leuphana ja aus den bekannten Gründen nicht. Offensichtlich besteht bei den lupenreinen DemokratInnen die hier bloggen gar kein Interesse, sich seine Aussagen aus erster Hand anzuhören, das könnte ja das eigene Weltbild stören.

            Zweitens werden an der spanischen Außengrenze der EU seit Jahren Methoden eingesetzt, die ebenfalls nicht sehr appetitlich sind, mit Billigung bzw. unterstützt von der jeweils gewählten Bundesregierung. Mir ist nicht bekannt, daß es an der Leuphana hiergegen Demonstrationen gegeben hätte.

      • @ HaGe

        Ziat:“Sie haben aber keine Bedenken, was passiert, wenn Typen der Marke Schusswaffengebrauch-Pretzell oder der 1000jährige Höcke in diesem Land das Sagen hätten?

        Nein, warum sollte man Bedenken haben? Eher sind die Gefährder ,die frisch eingereist aus Syrien gekommen sind, gefährlich und an Waffen ausgebildet.

        Es sind zur Zeit 430, die vom „Abenteuerurlaub und Bildungsreisen“ wieder hierher kommen. Zusätzlich 7500 Schläfer, die man laut BKA und Innenminister nicht tagtäglich überwachen kann. Zusätzlich sind Hunderttausene im Land, die weder registriert, noch bei denen die Identität geklärt ist.
        Und genau das wäre mit Pretzel oder Höcke sicher anders. Und Sie können sicher sein, daß die Beiden nicht auf Familien, Frauen und Kinder oder Behinderte schiessen lassen würden, ganze Städte samt Bevölkerung auslöschen oder Homosexuelle vom Haus stürzen würden.
        Es handelt sich nämlich um Menschen, auch wenn ihre Einstellung anders als die naive „wirhabenunsallelieb-Einstellung“ der Kanzlerin und der zur Stummheit verdammten Anhängerschaft ist.

        • Liebe Lydia,

          tut mir leid, aber Sie scheinen jenseits von Gut und Böse zu sein. Ich habe keine Lust, auf diesen Käse einzugehen.

          Beste Grüße HaGe

          • @ HaGe
            Das machen auch schon IHRE Freunde , die ja heute mit 1000 Antifamitgliedern auf einer Demo in Leipzig wieder Polizisten angriffen und mit Steinen warfen um ihre oberflächlichen , asozialen und menschenfeindlichen Parolen aus dem kommunistisch-antifaschistischen Lager unter die Menschen zu bringen.
            Man kann dort wieder deutlich sehen, wer die schlimmsten Feinde der Demokratie sind.
            Und natürlich sieht man auch, wie dumm, einfach und billig sogar an der Leuphana die verlogenen Bahnhofskloparolen gegen demokratische Parteien verbreitet werden.

            Zum Glück merken die Menschen in Deutschland nun fast flächendeckend WER gegen die Demokratie, Meinungsfreiheit, und Versammlungsfreiheit agiert und wählen AFD. Das ist ein grosser Fortschritt zur Aufklärung in unserer Gesellschaft. AfD-GO!

          • @ HaGe

            Wer entscheidet denn, was jenseits von Gut und Böse ist?

            Die Steinewerfer und Schläger der Antifa, die Genossen mit ihrem antifaschistischen Schutzwall oder ahnungslose Studenten,die man als Kanonenfutter bei Demos vorschickt um seine verdrehte linksgrüne Traumwelt zu verbreiten?

          • Liebe Lydia,

            das waren/sind nicht meine Freunde. Sie können die Luft also wieder ablassen.
            In dem Sinne, AfD go home.

            Herzlichst HaGe

      • @ HaGe

        wir haben ja auch eine Mauerschützenpartei und hatten einen Steine werfenden Außenminister, einen Bundeskanzler mit brauner Vergangenheit und einen Ministerpräsidenten, der Todesurteile verhängt hatte. Pädophile Bundestags- und Europaabgeordnete, steuerhinterziehende Minister und wenn ich etwas länger nachdenke, dann fällt mir sicherlich noch etwas mehr ein.

        Was genau wollen Sie mit Ihrer Frage zum Ausdruck bringen oder unterstellen?

        • Lieber Bundeskasper,

          weder habe ich etwas zum Ausdruck gebracht, noch habe ich etwas unterstellt. Ich habe lediglich eine einfache und für jeden durchschnittlich begabten Menschen verständliche Frage gestellt, auf die schlicht mit ja oder nein geantwortet werden kann.
          Abgesehen davon, Mauerschützenpartei und Schusswaffengebrauch-Pretzell, das passt doch wie A…. auf Eimer.

          Wünsche fröhliches Kasperletheater
          HaGe

        • Lieber Roger,

          ach was, die doch nicht. Das erledigen die Tröten von der AfD mittels Selbstdemaskierung von ganz alleine. Und merken es dabei noch nichtmals.

          Schönen Abend HaGe

          • @ HaGe

            kommen Sie auf den Punkt – oder lassen Sie es bleiben.

            Ihre sybillinischen Andeutungen und Unterstellungen retten Sie auch nicht mehr.

          • @ HaGe

            Was andere „Tröten“ planen und durchsetzen werden und das mit den Betroffenen, die noch klatschen, hören Sie hier. Die Einigen die etwas dagegen tun, ist die AfD. Der Rest rennt hinter der Schlachtbank her.Klatschen Sie ruhig weiter, denn das „Verschwinden“ Ihrer und meiner Person ist erwünscht und rückt immer näher. Wie sagte man einem Bürger vor Kurzem? Wenn es Dir nicht passt, kannst DU auswandern:

            https://www.youtube.com/watch?v=k-KaFRbdXMI

          • Lieber Bundeskasper,

            aber, aber lieber Kasper, „oder lassen Sie es bleiben“. Noch wird die Presse zum Glück nicht von der AfD gesteuert und die Meinungsfreiheit einkassiert. Also immer schön sutsche. Oder was war im Glas am sehr frühen Morgen?

            Aber nichtsdestotrotz komme ich Ihrer freundlichen Bitte nach, also hier, und nur für Sie: >>> . <<<

            Richten Sie Ihr Narrenkäppchen und seien Sie herzlichst gegrüßt HaGe

      • Lieber Bundeskasper

        Bitte, Sie müssen HaGe verstehen. Es ist nicht angenehm, eine inzwischen völlig vereinsamte, einstmals gute Bekannte zu besuchen, die zu einer multipel-schizophrenen und histrionisch gestörten LZ-Nölerin geworden ist und als Mehrfachnamen-Tusse unter dem Pseudonym „Lydia-Roger Kohlhass-Bundeskasper“ fortwährend krudeste Dummheiten in der Tonlage weltweiser Allüberlegenheit abspult. Sie ist überzeugt, von Geistern heimgesucht zu werden, und redet permanent davon. Sie habe nun sogar schon Exorzisten bestellt, um den Keller segnen zu lassen. Eine ihrer Geschichten aber hat mich dann doch zum Lachen gebracht: Zwei ihrer Haustiere waren gestorben (ich weiß nicht warum, und ich will es auch nicht wissen; immerhin besorgt sie sich inzwischen keine neuen mehr), woraufhin sie den Entschluß gefaßt habe, die Viecher unter einem schönen Baum zu begraben, am Rande eines nahen Feldes. Als sie aber mit der Schaufel ein Loch für die Kadaver habe ausheben wollen, hätten die Geister der toten Tiere Kontakt zu ihr aufgenommen. Sie habe immer leidvolles Seufzen gehört, wenn sie in die Erde habe stechen wollen, die dann urplötzlich auch von dichtem Wurzelwerk durchdrungen gewesen sei. Die beiden verstorbenen Wesen, so ihre Schlußfolgerung, wollten also an einem anderen Ort beerdigt werden, und zwar in ihrem kleinen Garten. Hier sei die Schaufel auch »wie Butter« ins Erdreich gedrungen, und sie habe die Tiere bestatten können, was – wie sie etwas später dann hinzufügte – leider die Nachbarn beobachten konnten, die daraufhin das Landratsamt verständigt hätten. Am Ende mußte meine Bekannte Hund und Katz wieder ausgraben und in den Biomüll schmeißen. Tiergeister scheinen nicht die hellsten zu sein.

        Ihr veganer, gender-desorientierter, sprachlich minderbemittelter und links-grün-faschistoid ökoheulsusenmäßig ins multikulturell globalislamistisch Alter-Schrumpfköpfe- Zukunft- Vermerkelnder-Volldeppen-Chaos tendierender sowie bundeskaspernde SIBYLLINISCHE Andeutungen ins Katastrophale leichtfertig ignorierender

        Markus Riexinger

        • Schön, Gerti ist wieder da.
          Ich freu mich.

          Aber so ganz legal ist das auch nicht, was Sie da nehmen und auf Rezept gibt es das bestimmt nicht.
          Nehmen Sie das Zeug aus Verzweiflung weil die Argumente fehlen??

        • Mein lieber HaGe – ich wusste, dass wir uns eines Tages einig sein werden.

          Danke dafür.

          • Ein verhaltensorigineller Bekannter stellt seine Bücher grundsätzlich mit dem Rücken nach hinten ins Regal, weil er das »für gerechter« hält und er es außerdem nicht leiden könne, wenn ihn »die Pappnasen so anglotzen«.

    • Ich empfehle das Buch “ Der faschistische Islam“ von Hamed Abdel Samad.

      Mehr fundiertes Wissen muss man nicht haben.

      • Hey, Roger, du glaubst, das Buch zu haben reicht? Lesen ist gar nicht erforderlich?

        Wie fundiert ist mein Wissen, wenn ich einfach auf´m Kiez behaupte, ich würde das Buch besitzen?

        Ich meine, mehr machst du doch auch nicht. Du behauptest schon zum vierzigsten Mal hier im Blog, der Schinken würde es voll bringen, aber warum eigentlich und wozu oder wobei, das hast du noch nie erzählt.

        „Der faschistische Islam“? Worum geht´s da? Wird da von muslimischen AfD-Followern erzählt? Hört sich so an.

      • „Mehr fundiertes Wissen muss man nicht haben“ ?

        Weil es Ihre Vorurteile bestärkt?

        Weil es das einzige Buch ist, das Sie kennen?

        Auch Herr Hamed Abdel Samad vertritt nur EINE Meinung. Wenn Sie bei Google Books das Stichwort Islam eingeben, bekommen Sie nach 300 Millisekunden 789 Millionen Titel genannt. Wollen Sie uns erzählen, Sie hätten auch nur ein Millionstel davon gelesen, um zu einem einigermaßen ausgewogenen Bild zu gelangen?

        Zu Ihrer Empfehlung gibt es hier eine Besprechung in einer seriösen Zeitung: http://www.sueddeutsche.de/politik/islamismus-und-faschismus-die-halbwahrheiten-des-hamed-abdel-samad-1.1945667

        • Ich bevorzuge es, wenn der Autor eines Buches langjährige Erfahrungen vorweisen kann. das Herr Abdel samad kaum ohne Personenschutz aus dem Hause geht, bestätigt seine Ausführungen.Er ist auch nicht der Einzige, der diese Erfahrungen machen musste.
          Der Artikel in der Süddeutschen ist mal wieder mit vorgefertigten und oberflächlichen einheitsjournalistischen Phrasen bestückt, die wie immer die Realität anzweifeln.
          Da lobe ich mir echtes Insiderwissen und nicht die linksgrünen Phrasen der jugendlichen Journalisten, die ihre einzigen Erfahrungen auf der Uni gemacht haben.

          • @ Roger

            Muss man ein Metzger sein, um die Qualität eines Steaks beurteilen zu können? Und hat ein Bäcker denn keinen Grund, gerade seine eigenen Brötchen besonders zu preisen? Nach Ihren Maßstäben wäre dann wohl auch der Sohn des Alois Schicklgruber aus Strones in der Gemeinde Döllersheim, Bezirk Zwettl, in Niederösterreich, aufgrund seiner „langjährigen Erfahrungen“ und seines „echten Insiderwissens“ der geeignete Mann gewesen, um die deutsche Geschichte in den Jahren 1933 bis 1945 bestmöglich darzustellen?

  13. Lieber Karlheinz, kann man das Pfefferspray eigentlich auch zum verfeinern von Speisen verwenden? Vielleicht sollte ja nur ein Rezept ausgetauscht werden?

    • @ Bruns
      Nein, eigentlich nicht, es brennt im Hals und in den Augen. Aber ich bin überzeugt, daß es Blitzbirnen hier aus dem Forum versuchen werden.

    • Karlheinz Fahrenwaldt

      Lieber Klaus,
      ich hätte da mal ein Rezept für dich: Pfefferspray auf eine Glasplatte geben, mit einer Postkarte (unfrankiert) daraus eine Linie ziehen und mittels eines Strohhalmes (kann auch aus Plastik sein) durch die Nase ziehen, in den Flieger nach Arizona steigen und dort die Anasazis im Mesa-Verde-Nationalpark besuchen (Wiki sagt: das waren mal Kannibalen). Und die brauchen dann nur eine Prise Salz zu einem leckeren Brunsbraten hinzuzufügen! 😉

    • meine lieben freunde und nicht-freunde, da man ja hier viel wert auf kasperl-theater legt und ich aus dem alter raus bin und mir dieser anonyme unfug nur als unfug erscheint, werde ich diesen blog verlassen. wer empfindlich ist, sollte nicht mit seinem eigenen namen hier reingegehen, ich war und bin nicht empfindlich, sonst hätte ich es nicht getan. die gründe warum hier sogern rumpelstilzchen gespielt wird, sind unterschiedlicher natur, hat aber nichts mit meinungsfreiheit und anderen ehrenwerten vorstellungen zutun. ich sehe es nur als ego-pflege an. dafür ist mir meine zeit zu schade. und wer hier fragen stellt, bekommt eh nur dumme antworten, die klug klingen. wenn hier also nochmal ein KLaus Bruns erscheint und davon gehe ich aus, ich bin es nicht. man kann nur hoffen, ihr werdet euch nicht jetzt aus langeweile und mangels eines opfers gegenseitig fressen. es wäre schade um diesen blog. reaktionen auf diese post wird es von mir nicht mehr geben. frohe weihnachten.

      Mitteilung vom 2. Dezember 2015 um 06:40 Uhr: http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/281442-fuer-parteirevolten-beraet-sie-gerne-lueneburgs-chef-gruener-meihsies#comment-59863

      Fünf Tage sind seit meinem vorweihnachtlichen Blog.JJ-Abschied vergangen.

      Bin ich nicht ein Teufelskerl des Konsequentseins?

      • ah ja, mein privat -stalker ist wieder da. er war bei welt-online auch tätig. deren redaktion sah sich veranlasst mir eine mitteilung zu schicken, die folgender maßen lautet: seinen sie stolz, nur prominente werden von trotteln verfolgt.

        • Auweia, Herr Bruns. Die ehrenhafte Kenntnisnahme und Ansprache durch einen Online-Redakteur der Welt? Verändert der Aufstieg in solche Sphären der Publicity eigentlich den Charakter? Und wie kam es, dass Sie dann auf der soliden, aber für Ihre Verhältnisse doch wohl eher kleinen Bühne der Landeszeitung zum ersten Bass avancierten? Wollen Sie sich nicht selbständig machen? Als Impresario und künstlerischen Leiter des „Internationalen Reppenstedter Brunsblogs“ mit ganz eigenen Regeln und fünf festangestellten ehemaligen Welt-Redakteuren, die Sie zweimal am Tag auf Ihrer Terrasse füttern, bevor Sie mit ihnen für jeweils eine halbe Stunde Gassi gehen, könnte ich Sie mir sehr gut vorstellen.

          • Klaus Bruns der ,,Echte"

            Mein lieber Anonymus
            Sie haben nachgelesen? Aber nicht alles, oder? War ihre Vorfreude zu groß? Ob ich es geschrieben habe, was Sie gelesen haben, weiß ich natürlich nicht, oder meinen Sie die Bitte ,doch weiterzumachen, damit das Übel in den Foren nicht zusehr überhand nimmt? Ob ich im Blog von JJ nochmal mit meinem Namen und überhaupt erscheine, weiß ich noch nicht, aber auf der freien Spielwiese werden Sie mich bestimmt nicht vermissen können. Ich wünsche Ihnen auch frohe Weihnachten. Was die Politiker angeht, jeder bekommt das was er verdient, aber wer verdient schon bei uns das, was er verdient?

          • das mit den welt-redakteuren lassen wir man lieber, die sind mir zu sozial eingestellt. man kann es hier immer an den links, die von usern, von welt-online hier immer reingestellt werden, erkennen. zum füttern habe ich andere vögel auf meiner terrasse. zum gassi gehen meinen hund. aber die ideen an sich waren nicht schlecht und zeigen in die richtige richtung. ich nehme an, sie werden auch von einem lieblings-stalker beglückt? haben sie auch die erfahrung gemacht, immer wenn er auftaucht ,sorgt er dafür, dass man lust bekommt , weiter zu schreiben?

      • Ich habe nachgelesen, Bruns. Das Abschiedsgeheul stammt von Ihnen. Sie sind eben ein Mann des Wortes. In jedem Sinne. Auch des gebrochenen. Bitte künftig keine Gehässigkeiten über Politiker mehr. Sie übertreffen die in dieser Hinsicht alle. frohe weihnachten.

        • Klaus Bruns der ,,Echte"

          Mein lieber Anonymus
          Sie haben nachgelesen? Aber nicht alles, oder? War ihre Vorfreude zu groß? Ob ich es geschrieben habe, was Sie gelesen haben, weiß ich natürlich nicht, oder meinen Sie die Bitte ,doch weiterzumachen, damit das Übel in den Foren nicht zusehr überhand nimmt? Ob ich im Blog von JJ nochmal mit meinem Namen und überhaupt erscheine, weiß ich noch nicht, aber auf der freien Spielwiese werden Sie mich bestimmt nicht vermissen können. Ich wünsche Ihnen auch frohe Weihnachten. Was die Politiker angeht, jeder bekommt das was er verdient, aber wer verdient schon bei uns das, was er verdient?

      • @ Klausi Bruns

        Sie wollen uns doch nicht schon WIEDER EINMAL verlassen?

        Uns würde der allseits bereite Kämpfer für Recht und Gesetz und der Vorkämpfer für die antifaschistische Sache und gegen die gesetzlose, prügelnde und brandschatzende Meute der Pegida und AfD und der immer wache Genosse fehlen.

  14. Lydia
    Oder würden sie bei einer Veranstaltung der Grünen zum Thema „vegane Ernährung“ eine grössre Anzahl von Schlachtern mit Plakaten die eindeuitig veganfeindlich sind, in den Veranstaltungssaal lassen?
    Sie werden es vielleicht nicht glauben, aber die Grünen bringen sowas fertig. Und da genau besteht der Unterschied vom Demokratieverständnis. Die Grünen debattieren leidenschaftlich gern. Besonders das akademische Viertel.

    • @ Klaus Bruns

      …besonders das akademische Viertel.

      Leider sind sie für das religiöse Schächten v. Tieren und für das rituelle Beschneiden von Minderjährigen , was eine pathologische irreparable Veränderung darstellt. Und sie laufen begeistert hinter den Antifamitgliedern auf Demos hinterher , die Transparente tragen auf denen steht:

      „DEUTSCHLAND DU MIESES STÜCK SCHEI*** “
      Alleine schon DAS disqualifiziert sie.

      • Lydia, wie man bei der afd sehen kann, ist es nun mal noch nie besonders klug gewesen, hinter irgendwen oder irgendwas herzulaufen. sind sie ein galgenträgerfan?

  15. @ Egbert 11.12.2015 18.29

    Selbstverständlich darf der Mieter der Einrichtung, in diesem Falle die AfD, entscheiden ob und wen sie bei die Veranstaltung teilnehmen lässt. Es handelt sich um ein eingeschränktes Hausrecht für die Dauer der Veranstaltung. Das macht jeder Gastwirt mit gepachteter Einrichtung und jeder Diskothekenpächter so.Was ist daran verwerflich?

    Nur mal so als Gedankenspiel für Sie:

    Wie wäre es, wenn die Grüne oder Linke ein solche Veranstaltung macht und dann AfD Anhänger vor dem Veranstaltungsort warten, die Besucher am Betreten behindern, Lärm machen, gegen die Scheiben schlagen, oder sich Hilfe bei rechten Schlägern holen und die Veranstaltung dann gemeinsam mit denen so lange stören, bis diese abgebrochen werden müsste? Das wäre doch wohl Freiheitsberaubung, Hausfriedensbruch , Beleidigung usw. und die Presse würde von „Aufmarschieren, Veranstaltung stören, Freiheitsberaubung usw“ ausführlich und empört berichten und sich beklagen,daß wir wohl nicht mehr im Rechtsstaat leben würden,oder!?
    Nun tauschen Sie Grün/Links gegen AfD und rechte Schläger gegen Antifa!

  16. Ein ganz toller Artikel! Würde mich freuen, bald wieder etwas von Kim Torster zu lesen.

    ************************

    Haben die Kritiker eigentlich bemerkt, dass Kim sich durchaus auch skeptisch selbst im Spiegel betrachtet hat und damit für andere Meinungen ein offenes Ohr hat?

    Wie auch immer: Auch wenn die Anonymität des Internets Vorteile hat, so sollte jeder hier doch nur das von sich geben, was er der mutigen Kim Torster auch in einem persönlichen Gespräch sagen würde. Denn Kim fährt bei diesem Blog mit offenem Visier – wie bereits ein Kommentator treffend erkannt hat.

    • @ Uli

      Zitat: “ so sollte jeder hier doch nur das von sich geben, was er der mutigen Kim Torster auch in einem persönlichen Gespräch sagen würde“

      Das was sie sagt, bzw. schreibt ist aber NICHT durch die geltende Gesetzgebung gedeckt. Und die ist entscheidend in dieser Angelegenheit und nicht die persönliche Ansicht, die eine Sache wie die an der Leuphana einfach als rechtlich in Ordnung ansieht.

  17. Andreas Hußendörfer

    Eine tolle Diskussion.

    Was man heutzutage und hierzulande nicht alles erlebt. Kaum kommen ein paar Flüchtlinge, auf einmal sieht sich der gutmütige Deutsche in seiner Gartenlaubenexistenz bedroht und reagiert reflexartig mit Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzungs- bzw. Abgrezungsphantasien.

    Alle Deutschen? Nein, denn die große Mehrheit steht hinter den Flüchtlingen, die hier in Not zu uns kommen und ein friedliches Leben suchen. Da wir uns ja so gerne als christliches Abendland betitulieren und weil einigen der Koran skeptisch ist, sollten letzteren zumindest das Gebot der Nächstenliebe vertraut sein. Also mal Bibel lesen und den Neuankömmlingen die Hand reichen – anstatt sie zur wütenden Faust zu ballen.

    Nun zur Situation an der Leuphana:

    Die AfD möchte gerne die neue NPD werden. Ist es sogar schon, nur eben nicht mehr oder weniger offen Nazi, sondern versteckt hinter xenophen Äußerungen. Frei nach dem Motto: „If you can’t use it – relable it“.

    Da wir als Studenten die NPD auch nicht gut heißen würden, tun wir das mit deren Kollegen (oder Kameraden im Geiste?) von der AfD natürlich auch nicht. Erst recht nicht, wenn sie den Hörsaal unserer freiheitlichen, friedlichen und demokratischen Leuphana für so einen Hetzredner wie den Herrn Pretzell vermietet. Schließlich bilden wir uns hier zu modernen und humanistisch orientierten Menschen – und nicht zu blindem Hass, geboren aus Angst vor Fremden.

    Ich kann meiner Kollegin und Kommilitonin Kim nur zustimmen. Meinungsfreiheit hin oder her, so eine „Partei“ hat nichts an einer Universität zu suchen. Jedenfalls nicht an unserer. Dafür gibt es ja noch genügend Stammtische.

    • Andreas, ik lübbe dir.

      Vielen Dank für deinen Kommentar. Frech und geradeheraus und treffend.

      Mehr davon. Jede Dummheit so scharfkantig sichtbar machen, dass die Floskeln und Parolen wiederkäuende Dumpfheit ihren eigenen Phrasen einmal leibhaftig begegnet und – vielleicht – entsetzt von soviel diabolischer Hässlichkeit und Gemeinheit in sich selbst zurückzuckt. Das ist Aufklärung at its best.

      • @Beverli

        zitat von Andreas; „Kaum kommen ein paar Flüchtlinge, “

        wer so etwas von sich gibt anhand von ca. 1,2 Mio. Menschen und davon 50% Flüchtlingen und ca. 300.000 nicht Registrierten und den 7500 Gefährdern, die aus dem „Abenteuerurlaub“ aus Rakka kommen, muss irgendwie die Dimension nicht so einschätzen können.
        Ich ahbe mir nach dem ersten Satz den Rest gespart. Nur so mal zur Info, einige der „paar Flüchtlinge“ schlafen im Freien, da es nicht genügend Raum gibt!

        • @ Lydia

          Ich bewundere Sie wegen Ihres unermüdlichen Fleißes.
          Aber leider wird es immer solche beratungsresistenten jungen Menschen geben. Es muss jeder seine eigenen Erfahrungen machen – und das werden die beiden auch.
          Wenn er 50 ist wird er es auch anders sehen.
          Solange er nur die von linken Ideologen vorgekauten Sätze nachplappert, ist er nicht gefährlich, und für die Antifa reicht es nicht.

          Also – so what?

          Ich möchte den beiden empfehlen, mit einer Kipa oder einem unionjack durch bestimmte Stadtteile Londons oder Lutons zu gehen – dann können sie erleben was gelungene Integration bedeutet.
          Aber dazu sind sie nicht in der Lage, sondern sie versuchen andere vom friedlichen rechten Glauben zu überzeugen.
          Na dann…

          • Bundeskasper , vorsicht bei bewunderung. sie wird oft missverstanden und sie spornt an. was die erfahrung angeht, man sieht es gerade an der cdu , wie schwer sie sich damit tut. kauder verfolgt die vogel-strauß -politik. kopf in den sand stecken und nichts zur afd sagen. hatten wir alles schon mal.

          • Bundeskasper, sie bewundern jemanden, der in einer rechten ecke steckt und meint, wer sich nicht in derselben befindet ,gehört zur linken ecke. anonym ist das ja noch lustig. wenn wir uns treffen sollten, wird es kein spaß werden. da ist die anonymität dann weg. ich kann extreme sehr gut erkennen.

  18. Liebe Frau Torster,
    die Rechtslage zu diesem Thema ist klar geregelt. Diese läßt im Hinblick auf die Vorgänge in der Leuphana keine der von Ihnen beschriebenen Interpretationen zu. Nachfolgend die wichtigsten Grundlagen aus unserem Grundgesetz und dem Versammlungsrecht.

    Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Art 8.

    (1) Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.
    ………………………………………………………………………………………………………………………………………….
    Gesetz über Versammlungen und Aufzüge (Versammlungsgesetz) §2

    (2) Bei öffentlichen Versammlungen und Aufzügen hat jedermann Störungen zu unterlassen, die bezwecken, die ordnungsgemäße Durchführung zu verhindern.

    Ich denke, klarer und eindeutiger geht es kaum. Der Rechtsbruch ist offensichtlich.
    Wie heisst es so schön bei Rosa Luxemburg:“ Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für die Mitglieder einer Partei ist keine Freiheit. Freiheit ist immer nur die Freiheit des anders Denkenden.“
    l
    Wer sich so verhält wie die Meute an der Leuphana und freie Bürger mit Gewalt an der Ausübung ihrer grundgesetzlich geschützten Rechte hindert, hat DEMOKRATIE nicht verstanden und legt die Axt an tragende Säulen unserer Gesellschaft.

    • Richtig: „Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.“

      ALLE Deutschen.

      Nicht nur die von der AfD.

      LG, Janssen

      • Liebe(r) Herr/Frau Jansen,
        Sie erkennen geltendes Recht an, toll. Weiter so und als nächstes nehmen Sie sich bitte das Versammlungsrecht vor. Vielleicht finden Sie das auch noch „richtig“.
        Nur Mut, Sie schaffen das!

        • Hardliner
          die erste Gemeinde ist schon dazu übergegangen, keiner Partei mehr Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Man musste es so machen, damit die NPD nicht ständig dort ihr Unwesen treibt. Versammlungsrecht ist das ,,Eine,,, Versammlungsräume das ,,Andere,,.

      • Eben: Friedlich! Das ist der springende Punkt!

        Nämlich nicht Antifalike mit Gröhlen, Weg versperren( und dann beschweren daß die böse ACAB-Polizei eingreift), an Scheiben schlagen usw.

        Das sollten mal Afd`ler bei Ihren linken Versammlungen der „Freunde des antifaschistischen Schutzwalles“ machen. Ich denke, da würden die Demonstranten komplett auf der Intensivstation liegen.

  19. wenn Erwachsene sich unterhalten.
    der witz war gut, bitte noch einen davon. bevor sie ganz in ihrem eigenen geschwurbel untertauchen, müssen sie doch regelmäßig geweckt werden. aber so sind sie nun mal , wenn die durchgeistigten sich gestört fühlen, fangen sie an sich genervt zu fühlen. ihre aussagen sind ganz nett. es soll zwänge geben, die kluges verhalten verhindern können. und was ist schon klug? wenn ihr geliebter uni-präsident gleich nein zur afd-veranstaltung gesagt hätte, was hätte die afd daraus wohl gemacht? garantiert den gleichen zirkus, wie jetzt. keiner hat mich lieb.

    • @ Bruns

      Sie wollten uns doch nicht mehr mit ihren Kommentaren hier beglücken. Ich dachte schon, die kindlchen Kommentare wären Vergangenheit! Aber , Pustekuchen.

    • @ Klausi

      Die Linken werden immer brutaler.

      http://www.welt.de/politik/deutschland/article149891688/Polizisten-bei-Krawallen-in-Leipzig-angegriffen.html

      Wo ist denn die Empörung und die Forderung nach Verboten?

      • Ortwin, ich zucke immer wieder zusammen, wenn ich über die unendliche Zahl von Bakterien informiert werde, die sich angeblich in meiner sechs Jahre alten Tastatur befinden. Dann frage ich mich aber, wie die bei der ganzen Asche überhaupt Luft kriegen sollen.

    • @ Kim

      Zitat: „Zu den Blockaden vor der Tür kam es schließlich, da die AfD genaue Anweisungen gab, wer die Veranstaltung besuchen darf – darunter waren eben nicht Studenten.

      Durch welches Gesetz ist denn geregelt, daß die AfD auf einer Versammlung alle Besucher dulden muss; auch die, die klar feindliche Aussagen tätigen und entsprechende Plakate tragen?
      Selbstverständlich hat die AfD das Recht auszuschliessen. Und das hätte jede Partei genutzt.Ich bin in meiner Heimatstadt selbst von einer Veranstaltung der SPD ausgeschlossen worden, obwohl es um die Bebauung eines Grundstückes in meiner Nähe ging und diese Bebauung unmittelbar zu Beeinträchtigungen in mehrfacher Hinsicht führen werden. Also ist die SPD gegen Meinungsfreiheit und undemokratisch?

  20. Was sind die Konsequenzen, wenn man xenophobe Radikalinskitröten wie Pretzell und Konsorten an einer Uni ihre grobianisch unterkomplexe Radaumusik aufführen lässt?

    Man erfährt es hier:

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/wie-der-auslaenderhass-von-pegida-dresden-schadet-13961252.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

  21. @ Frau Torster

    Sin dihnen solche Abgeordnete lieber? dort wird klartext geredet undklar gesagt, daß sie un dich bald verschwunden sein werden. das stört nicht weiter? warum kein statement über diese partei?

    https://www.youtube.com/watch?v=k-KaFRbdXMI

    da gibt es nur eins, kopftuch auf sharia gesetzgebung lernen.

  22. Liebe Frau Torster,

    vielen Dank für Ihren gut überlegten Meinungsbeitrag. Ich würde gerne die eine oder andere Kleinigkeit anmerken, lasse das aber diesmal lieber.

    Den Grund werden Sie bemerkt haben: Für die unerreichbar in ihren Wahn eingekerkerten zwei oder drei Kommentatoren, die sich hinter den Alias-Namen ›Roger, Michael Kohlhaas, Jochen Rollwagen, Lydia, Reiner Buchwald, Bundeskasper, Sevim, Hardliner, Ortwin Prill, Ronald, Heinz Radicke und reinhold warnke‹ verstecken, gibt es keine Entschuldigung.

    Trotz der grauenvollen Erfahrung, die Ihnen diese armen – und in ihrer verstockten Unzugänglichkeit unbarmherzigen – Eiferer beschert haben dürften, möchte ich Sie ermuntern, nicht aufzugeben und auch in Zukunft gelegentlich oder sogar regelmäßig für Blog.JJ zu schreiben, denn Sie machen das sehr gut und repräsentieren als Studentin unserer Hochschule ja einen nicht geringen Teil der städtischen ›Kultur‹.

    Mir hat auch Ihre Bereitschaft zum echten Dialog sehr imponiert, aber ich habe volles Verständnis dafür, dass Sie auf diesen Schwall von abgestandener Primitivität und stickig wrasendem Unflat, der sich wie ekler Giftschimmel auch über die sachlichen und konstruktiv streitlustigen Wortmeldungen legt, dann nicht weiter eingehen konnten. Vor jeder Polemik ist zu fragen, ob sie sich lohne – das heißt: die Sache fördert und sei es auf kosten des eigenen Standpunktes. In Fällen hartleibiger Dummheit jedoch, wie bei den Autoren hinter den genannten Pseudonymen, halte ich mich ebenfalls stets an die Warnung Martin Luthers: ›Wer mit einem Scheißdreck rammelt, er gewinne oder verliere, er gehet beschissen hinvon.‹ Und das möchte man ja vermeiden, nicht wahr, und schweigt und lässt die sich gescheit dünkende Einfalt in der Gummizelle ihrer Selbstgerechtigkeit eben Purzelbäume und Krach schlagen, bis es für sie wieder Zeit zum Schlafengehen wird.

    Schade für diesmal, aber in der Hoffnung auf mehr.

    Ihre

    Marlies Michels-Honrichsen

    • Liebe Frau Michels-Honrichsen,

      was Sie geschrieben haben, lag mir seit Tagen auf der Zunge. Vielen Dank dafür.

      »Ich möchte an dieser Stelle eine gewagte Hypothese aufstellen. Ich behaupte: Schon immer hat es etwa 75% unverbesserlich dumme Menschen gegeben. Sei es nun ein Kreuzzug, ein Napoleon oder ein makabrer Schnauzbartträger: die Bereitwilligkeit, zu folgen oder gar vorauszueilen, und unvorstellbare dumme und grausame Dinge zu tun und auch noch für richtig zu heißen, liegt den Menschen einfach im Blut. Es bedarf nur ein wenig Propaganda, ein bisschen Weiß und viel Schwarz, um die Maske der Zivilisation niedersinken zu sehen und den Menschen als das zu entblößen, was er schon immer war: ein dummer Nacktaffe. Unser vergleichsweise großes Gehirn potenzierte nur die Spielarten unvorstellbarer Dummheit.

      Sie glauben mir nicht? Welche ist denn die meistverkaufte Zeitung Deutschlands? Nicht etwa ein Magazin, das mit vertrauenswürdiger Gründlichkeit Hintergründe ausleuchtet, oder zumindest eines mit echten Nachrichten, nein, es ist ein buntes, mit Bildern gespicktes, mit Hass und Titten um sich werfendes Schundblatt. Nirgendwo zeigt sich deutlicher, dass die Dummen immer noch da sind.

      Um dem empörten Aufschrei der jaulenden Besserwisser Rechnung zu tragen: Natürlich hat es immer schon ein paar wenige Intelligente unter den vielen einfachen Schäfchen gegeben. Irgendjemand verkündete schließlich die Rundheit der Erde, entdeckte die Schwerkraft, erfand das Internet und das Penizillin. Gleich ihren schwarzbewollten Leidensgenossen stechen sie aus der Herde der Gewöhnlichen heraus.

      Im modernen Deutschland zeigt sich aufs Neue, welches Potential unsere Dummen noch heute haben. Das Drama um Schutzsuchende aus aller Welt, sogenannte Flüchtlinge, offenbarte den hohen, bis dahin schweigenden Prozentsatz der Blödheit; zeigt, dass sich nichts verändert hat. Die Blöden sind zurück, dürfen endlich ihr lange unterdrücktes Schweigen mittels eines geeigneten Themas brechen und dank Internet laut und schrill ihren Hass, ihre Abneigung, ihr vermeintliches Recht auf niederbrüllende Meinungsfreiheitstiraden in die Welt schreien.

      Die Dummheit wird sich eben nie ganz ausrotten lassen, gehört zur Menschheit, wie es auch Nächstenliebe, Kunst und Kultur tun. So wird es immer die Aufgabe der etwas Klügeren sein, den Fehl der Blöden in Schach zu halten, damit die Menschheit vielleicht erst in tausend Jahren und nicht schon übermorgen untergeht. Wir sollten aufhören, jedes Mal empört aufzuschreien, wenn wieder etwas unvorstellbar Blödes auf Facebook zu lesen ist. Es ist die Aufregung nicht wert. Sie sind eben noch da, werden immer da sein. Ein wissendes und leicht mitleidiges Nicken ist angebracht, vielleicht ein kurzes Kopfschütteln, bevor wir uns mit resignierendem Blick daran machen Paroli zu bieten.

      Wir dürfen sie nicht verurteilen, sie können nichts dafür. Sie wurden schon blöd geboren und bleiben es.  Wir schreiben ihnen dann die Fakten ins Gesicht oder eben in die Kommentarspalte, drücken löschen und informieren Arbeitgeber, verpassen gesalzenes Wissen, appellieren an Menschlichkeit, Toleranz, Mitgefühl. Das ist unsere Pflicht. Von ihrem Menschheitsrecht auf Dummheit werden sie trotzdem weiter Gebrauch machen.«

      ((Da er nun schon einmal von jemand anderem geschrieben war, musste der schöne Text leider komplett zitiert werden. Die Anführungszeichen zu Beginn und am Ende weisen darauf hin. Er erschien unter dem Titel „MENSCHENRECHT AUF DUMMHEIT“ hier:
      http://www2.leuphana.de/univativ/menschenrecht-auf-dummheit/#more-6823))

    • Liebe Marlies Michels-Honrichsen
      was frau torster betrifft, dem stimme ich ausdrücklich zu, ihre attacken auf die armen rechten, die sich schon enterbt sehen und als minderheit im eigenem land, was das deutschsein angeht sehen , da habe ich ,was ihren umgang mit ihnen angeht, so meine zweifel. eiferer gibt es in allen parteien. rassisten übrigens auch. dass nun mal gerade die radikalsten am lautesten sind, ist ja nicht neu. nur eines darf dabei nicht übersehen werden, hier wird es von allen gelesen. da springt schnell der beschützerinstinkt an, wenn die eigene klientel angegriffen wird. und dann wird leider nicht mehr geschaut, wer radikal ist. es ist nun mal anstrengend , ständig , bei noch so dummen argumenten im ruhigen ton zu antworten. senken sie die stimme, das ist meine erfahrung mit cholerikern zum beispiel, werden diese mit der zeit auch ruhiger. aber hier darf man ja nichts über erfahrungen berichten, sonst wird man gleich attackiert ,oder auf den arm genommen.

      • Hallo Herr Bruns,

        ich werde über Ihren Einwand nachdenken und versuchen, mich zu bändigen, glaube aber wie Frau Torster — und also anders als Herrn Keuners „Herr Egge“ in Herrn Brechts „Maßnahmen gegen die Gewalt“ –, dass niemand, der dem Terror — und sei es auch nur dem verbalen — begegnet, ganz gleichgültig welcher Provenienz oder Spielart er ist, zurückweichen und sieben Jahre warten sollte, bevor er ein „Nein“ riskiert. Hic Rhodus, hic salta! (Stammte diese Formulierung nicht vom jungen Stadtrat und Brückenbauer Björn Adam?)

        Vielen Dank für den Panorama-Link: http://daserste.ndr.de/panorama/aktuell/AfD-Hoeckes-Lehre-von-Menschentypen,hoeckeslehre100.html

        Otto Waalkes in seinen guten Zeiten war nichts gegen diesen unfreiwilligen Naturkomiker. Ich habe den Eindruck, im Unterschied zu überforderten Karrieristen wie Pretzell oder Poggenburg hält Höcke sich in seinem megalomanen Sendungswahn tatsächlich für den besseren Thilo Sarrazin oder sogar für den legitimen Enkel (wenn nicht zuletzt noch für die Reinkarnation) von Alfred Ernst Rosenberg.

        Und herzlichen Glückwunsch nachträglich zum 65ten !

        Mit Grüßen aus dem nasskalten Berlin

        Marlies Michels-Honrichsen

        • Liebe Frau Michels-Honrichsen, schönen dank für ihre wünsche und grüße zurück. ich glaube, das die gefahr bei ihnen, es sieben jahre dauern wird, nein zu sagen, sehr gering ist. es geht auch garnicht darum. schon seltsam, wie schnell weisheiten vergessen werden, wenn meinungen aufeinander prallen. das der ton die musik macht, ist ja bekannt. ob es daran liegt, das in den schulen, nicht das richtige gelehrt wird? ich finde, man sollte mehr lernen, wie man zusammenlebt, statt, wie man überlebt. alleine geht es, gemeinsam geht es besser. erstaunlich fand ich eine begebenheit mit konservativen bekannten . politisches kabarett scheint in diesen kreisen teilweise völlig unbekannt zu sein. so schnell kann man von falschen voraussetzungen ausgehen. intelligenz ist immer zum großen teil eine frage der umgebung. ein beduine ist in der wüste weit aus intelligenter, als ein professor der informatik. wer verdurstet ist, ist anschließend nicht mehr sehr intelligent, oder sieht zumindest nicht mehr so aus.

    • Hallo Frau Michels-Honrichsen,

      danke für die netten Worte und diese Ermutigung! Ich persönlich war – ehrlich gesagt – dann auch etwas überrascht über die vielen, doch recht feindseligen Kommentare hier, habe mich aber über jedes Lob umso mehr gefreut.
      Auch zu Themen dieser Art werde ich mich natürlich gern weiterhin äußern, solang Interesse daran besteht. Wahrscheinlich gehört derartiges Feedback einfach dazu. Ein Facebook-User schrieb direkt: „Das muss Frau Torster jetzt aushalten!“ …muss ich wohl.

      Liebe Grüße
      Kim Torster

      • Liebe Kim Torster
        schaffen sie sich ein dickes fell an. sieht nicht sehr schön aus, aber es hilft. wer in einen raubtierkäfig reingeht, sollte vorbereitet sein. hier geht es noch vergleichbar harmlos zu. auch da spreche ich aus erfahrung. ich bin eine ,,bevorzugte,, behandlung gewöhnt. und zwar aus allen richtungen. und trotzdem macht es spaß.

        • Ja Klaus – Sie wissen doch:

          wer als Löwe startet sollte aufpassen, dass er nicht als Bettvorleger endet.

          Es geht leider zu vielen so.

          • Mein Großvater ist wie Sie auch, dies sei ohne jede Beschönigung eingestanden, zeit seines Lebens ein gewaltiger Prahlhans gewesen, so daß meine Großmutter, als sie am 1. Mai 1937 im Kindbett lag, an der Brust ihren gesunden Erstgeborenen, und mein Großvater genau in jenem Moment in der Uniform des Reichsarbeitsdienstes ins Wöchnerinnenzimmer stürmte, da unten auf der Straße die Nazi-Marschkolonnen zum 1. Mai trommelnd und blechblasend am Windisch-Eschenbacher Krankenhaus vorbeitrampelten, hauchte: »Ach Fritz! Das wäre doch nicht nötig gewesen…« – mit ehrlicher Freude, aber nicht sonderlich überrascht.

        • Thorsten Baumgarten

          Ja, das verstehe ich. Angebliche Demokraten, die andere mit körperlichem Einsatz abhalten, ihre Meinung zu undemokratischen Entscheidungen der Brüsseler Diktatoren , z. B. den EU „Rettungsschirmen“ mit dem Verpulvern von Hunderten Milliarden an Steuergeldern und einer unkontrollierten Massenzuwanderung bildungsferner Schichten zu vertreten, gibt es ja nun vielfach. Die Antifa , der DGB und die IGM sind jetzt stark politisch engagiert. Man muss wirklich aufpassen, daß die Meinungsfreiheit und die Demokratie nicht von kleinbürgerlichen, ewig Gestrigen der linken Szene abgeschafft wird. Die „Überfälle“ auf Andersdenkende, brutale Schlägereien und andere schgwere Straftaten, wie Bedrohung von Hotelmanagern und dem Schlagen von Beamten, gefährden die Sicherheit des Staates ebenso wie die Tausende von islamischen Schläfern, die sich unregistriert, frei in Deutschland bewegen. Der Vergleich mit „Raubtieren“ , ist da gut gewählt.

      • Liebe Frau Torster,

        Sie hatten selbst geschrieben: „Es gibt nichts, was man nicht sagen darf. Man muss nur auch mit den Konsequenzen leben können.“

        So ist es.

        Die wichtigste Voraussetzung (neben allen anderen) für eine gute Journalistin oder Schriftstellerin ist Mut.
        (Vgl.: http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/43164/)

        Jetzt haben Sie sich hier eine Woche lang sehr höflich und sehr behutsam umgeschaut. Das ist ganz richtig und gut so beim Antrittsbesuch. (Hat Harald Schmidt als junge Dame von 23,5 Jahren bei den Stuttgarter Nachrichten auch so gemacht. Aber dann ist ihm eingefallen, dass Georg Büchner in seinem Alter schon zwei Monate tot gewesen ist.) Also ab jetzt dann bitte auch in diesem Theater Kim Torster als stichelnde Kodderschnute aus dem Maschinenraum des leuphanatischen Irrsinns und aus dem Alltagswahnwitz off se twänntiförst Sssänntschuhrie !

      • Pardon, Frau Torster,

        ich hatte eben vergessen zu signieren.

        Ihre

        Marlies Michels-Honrichsen

    • Geehrte Frau Michels-Honrichsen,
      Zu Ihrem Beitrag würde ich gerne die eine oder andere Kleinigkeit anmerken, da Sie ja unter anderen auch mich direkt benannt haben.
      Mich fasziniert immer wieder diese gelebte Überheblichkeit und die daraus resultierende Manie des intellektuellen Besserwissers.
      Ich frage mich oft, woher nehmen diese Menschen ihre Überzeugung ständig im Recht zu sein.

      Ich habe schon versucht mit schwerstabhängigen Alkoholikern zu diskutieren, zu gewissen Zeiten gibt es hier so etwas wie eine Einsicht.
      Aber hier? Fehlanzeige!
      Es gibt ebenfalls Menschen, die sind der Meinung >>Deutschland ist ein mieses Stück Scheiße< Multikulti ist gescheitert. Integration sei eben nicht Multikulti< , aber warum Integration, wenn es Flüchtlinge sind?

      Ich bin auf meiner Linie geblieben – die CDU ist nach links gedriftet – bin ich jetzt automatisch ein Rechter?
      Die ganze derzeitige Bundesdeutsche Politik dreht sich nur und ausschließlich noch um dieses Problem, als hätten wir keine anderen. Und dann kommen so aufgeblasene, wie weiter oben jemand schrieb, Tröten, und beleidigen in dieser Form andere Teilnehmer des Forums, weil Sie, Frau Michels-Honrichsen, glauben im Recht zu sein?

      Ich hoffe für Sie, dass Sie niemals sagen oder denken müssen:
      Das habe ich nicht gewollt.

      Ich wünsche Ihnen ein fröhliches Jahresendzeitfest.

      • Es wäre schön, wenn der ganze Kommentar veröffentlicht werden würde – es ist sonst sinnentstellt.
        Ganz oder gar nicht – danke

        Geehrte Frau Michels-Honrichsen,
        Zu Ihrem Beitrag würde ich gerne die eine oder andere Kleinigkeit anmerken, da Sie ja unter anderen auch mich direkt benannt haben.
        Mich fasziniert immer wieder diese gelebte Überheblichkeit und die daraus resultierende Manie des intellektuellen Besserwissers.
        Ich frage mich oft, woher nehmen diese Menschen ihre Überzeugung ständig im Recht zu sein.

        Ich habe schon versucht mit schwerstabhängigen Alkoholikern zu diskutieren, zu gewissen Zeiten gibt es hier so etwas wie eine Einsicht.
        Aber hier? Fehlanzeige!
        Es gibt ebenfalls Menschen, die sind der Meinung >>Deutschland ist ein mieses Stück Scheiße< Multikulti ist gescheitert. Integration sei eben nicht Multikulti< , aber warum Integration, wenn es Flüchtlinge sind?

        Ich bin auf meiner Linie geblieben – die CDU ist nach links gedriftet – bin ich jetzt automatisch ein Rechter?
        Die ganze derzeitige Bundesdeutsche Politik dreht sich nur und ausschließlich noch um dieses Problem, als hätten wir keine anderen. Und dann kommen so aufgeblasene, wie weiter oben jemand schrieb, Tröten, und beleidigen in dieser Form andere Teilnehmer des Forums, weil Sie, Frau Michels-Honrichsen, glauben im Recht zu sein?

        Ich hoffe für Sie, dass Sie niemals sagen oder denken müssen:
        Das habe ich nicht gewollt.

        Ich wünsche Ihnen ein fröhliches Jahresendzeitfest.

        • Wissen Sie, woran mich Leute erinnern, die zweimal innerhalb von vier Stunden denselben Text posten? Ein Bekannter von mir schenkt seinem Bruder seit sechzehn Jahren zu jedem Festtag und immer wieder einen häßlichen Plastikdinosaurier – ein »ganz billiges Teil«, wie er betont. Inzwischen, so sagt er, sei dieses Dinoschenken derart institutionalisiert, daß er dem Brüderlein alle zwei Jahre ein paar seiner vielen Tiere wieder klaue; schließlich seien diese »gar nicht mehr im Handel erhältlich«, und: »Er kriegt sie dann ja wieder, zu Weihnachten.«

          • @ Christina

            Liegt es am Alter oder am Intellekt?

            Bitte mal richtig lesen.

            Aber auch beim zweiten Versuch wurde der Kommentar nicht komplett veröffentlicht.

  23. @ Marlies Michels-Honrichsen

    „Die unerreichbar in ihren Wahn eingekerkerten zwei oder drei Kommentatoren, die sich hinter den Alias-Namen ›Roger, Michael Kohlhaas, Jochen Rollwagen, Lydia, Reiner Buchwald, Bundeskasper, Sevim, Hardliner, Ortwin Prill, Ronald, Heinz Radicke und reinhold warnke‹ verstecken“, man sieht sie alle in einem Boot auf diesem Bild:

    https://www.facebook.com/ihre.sz/photos/a.488243851266999.1073741825.215982125159841/908565462568167/?type=1&theater

    Gerhild Tietjens

    • Liebe Frau Tietjens,
      mein „Wahn“ besteht darin, auf geltendes Recht und Gesetz hinzuweisen und dieses zu verteidigen, gegen jedermann. Das ich bei Ihnen damit auf Ablehnung stoße, spricht für sich.
      Ihr emotionaler Furor ersetzt keine Argumente. Er illustriert nur Ihre pauschal vorgebrachte Verachtung für demokratische Gepflogenheiten und Ihre Unfähigkeit zum rationalen Diskurs.

      • Wissen Sie eigentlich, warum man sich im ICE fühlt wie ein Fisch in der Dose, Hardliner? Weil die bei der Bahn noch nie was von der Relativitätstheorie gehört haben. Einstein hat nämlich gewußt, daß ein fahrender Zug etwas kürzer ist als ein stehender. Und: Je schneller der Zug fährt, desto kürzer wird er! Logisch, daß es dann auf gerader Strecke bei 250 km/h recht eng werden kann. Also: das nächste Mal Regionalexpreß nehmen! Und dann: Beine lang machen.

        • Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.
          Albert Einstein

          • nur schafe brauchen hirten, die afd ist dafür völlig ungeeignet. neo-liberaler nazismus ist völlig daneben. was ist denn nun, wollen sie die globalisierung nun abschaffen , oder nicht? mit nationalen neo-liberalen parolen klappt das aber nicht. der euro lässt grüßen. mit dm wird im moment kein gold gekauft.

  24. https://www.youtube.com/watch?v=r1UAFdZO1EI
    ein spezieller beitrag für die afd

  25. Thorsten Baumgarten

    @ Kim Torster

    Zitat: „…ein Mann, der es in der Vergangenheit mit zweifelhaften Statements zur Flüchtlingspolitik in die Medien schaffte.“

    Hallo Frau Torster,

    würden Sie Ihre Äusserung bezüglich der Statements von Herrn Marcus Pretzel bitte näher benennen. Bis jetzt ist dies nichts anderes, als etwas vom Hörensagen aufschnappen ,das die Presse und das TV erfolgreich „nachbearbeitet“ um den gewohnten Effekt beim Leser auszulösen.

    Ich bin sehr gespannt.
    MfG Thorsten Baumgarten

    • Liebe Frau Torster , fallen Sie bitte nicht auf den alten Trick herein, jemanden zu transportieren, in dem man ihn aus dem Zusammenhang zitiert. Helmut Schmidt muss leider hier auch ständig herhalten. Der gute Thorsten Baumgarten versucht die alten Tricks immer wieder, es fällt ihm einfach nichts Neues ein. Sein Anfall von Lügenpresse-Phobie( nachbearbeiten) ist so ein Beispiel, es lohnt nicht darauf zu reagieren. Ich habe Zeit und mach das gerne.

      • Thorsten Baumgarten

        @ Klaus Bruns

        Zitat: “ „Wir können nicht mehr Ausländer verdauen, das gibt Mord und Totschlag.“

        soll Schmidt bei einer DGB-Veranstaltung gesagt haben.

        Helmut Schmidt im Focus vom 11.06.2005

        “Wir müssen eine weitere Zuwanderung aus fremden Kulturen unterbinden. Als Mittel gegen die Überalterung kommt Zuwanderung nicht in Frage. Die Zuwanderung von Menschen aus dem Osten Anatoliens oder aus Schwarzafrika löst das Problem nicht. Es schafft nur ein zusätzliches dickes Problem”.

        Deutschland habe sich damit in den vergangenen 15 Jahren übernommen. „Wir sind nicht in der Lage gewesen, alle diese Menschen wirklich zu integrieren“, sagte Schmidt. „Sieben Millionen Ausländer in Deutschland sind eine fehlerhafte Entwicklung, für die die Politik verantwortlich ist.“ Es sei deshalb falsch, Ausländer für die Arbeitslosigkeit verantwortlich zu machen. Diejenigen, die sich nicht in die deutsche Gesellschaft integrieren wollten oder könnten „hätte man besser draußen gelassen“.

        Das ist unmissverständlich und bedarf keiner weiteren Erläuterung, zumal diese Situation damals gar nicht so problematisch wie heute war, da sich die genannte Gruppe nun zahlenmässig erheblich vergrössert hat.
        Nur für ewig Gestrige ist dies nicht verständlich.

        • Thorsten Baumgarten,
          für die integration ist die politik und die wirtschaft verantwortlich. man hat in der vergangenheit deswegen fehler gemacht, weil deutschland laut cdu kein einwanderungsland sein soll. es ist aber eins, sollte man wenigstens jetzt begriffen haben. und helmut hat aus seiner zeit argumentiert. seine argumente passen nun mal nicht immer , schon gar nicht bis zum jüngsten gericht.

  26. @ Kim Torster,

    hier ein Zitat aus dem Univativ:

    Peter Werner 4. Dezember 2015 um 15:48

    „ … die Hauptsache ist, dass wir … laut sind.“
    Dazu als Empfehlung: „Einen Ton-Zusammenschnitt mit den miesen menschenfeindlichen Vorschlägen dieses Herren auf dem Ghettoblaster abspielen.“

    Ich möchte mich am 4.12. informieren, das ist zur politischen Meinungsbildung für mich wichtig.

    Wenn Ihr das aber verhindern wollt, durch ein Aufhetzen zu Störungen, dann ist das im hohen Maße undemokratisch. Mann muss sich auch andere Meinungen friedlich anhören können, Ihr wollt das zu Unrecht verhindern.

    Ich traue mich aus Angst vor euch schon fast nicht mehr, in die Versammlung zu gehen, um mich zu informieren, soweit darf es in einer Demokratie nicht gehen, euer Aufruf ist ungehörig und falsch.

    Ich bin Angehöriger der linken studentischen 68-ger-Generation und sehe mein eigenes Verhalten in dieser Zeit jetzt als äußerst kritisch, teils als deutlich überzogen. Wir glaubten auch, die politische Weisheit gepachtet zu haben. Müsst ihr denn alle Fehler wiederholen?(Zitat Ende)

    Das sollte Ihnen zu denken geben.niemand hat die korrekte politische Einstellung gepachtet und ist berechtigt alles andere zu bekämpfen. und nochmal zu Ihrem völlig entstellten Statements zu Markus Pretzels Aussage zur illegalen Grenzüberscheitung. Es gibt nur zwei Lösungen dafür: Entweder ALLE und JEDEN über die nicht mehr existente Grenze lassen, einschliesslich Krimineller, religiöser Fanatiker und anderer, oder die Grenze wieder schliessen und kontrollieren. Dabei IST laut GESETZ bei illegalen Grenzbertritten das Einsetzen der Waffe erlaubt, wenn alle anderen Massnahmen, wie verbale Warnungen, Warnschüsse und Pfefferspray nicht genutzt haben. GENAU DAS hat Pretzel gefordert und NICHT einfach auf Menschen zu schiessen!
    Ich hoffe , die Fakten sind erkannt und die Einsicht, daß das Verhalten der Studenten völlig überzogen und auch unangebracht ist, wenn man den wahren Sachverhalt kennt, ist auch klar geworden.

    Sie verlangen das man Ihre Einstellung akzeptiert; bitte akzeptieren Sie auch die Meinung anderer. Oder zumindest hören Sie diese einfach an. Die Gelegenheit wäre doch mehr als günstig gewesen, Herrn Pretzel zu fragen WAS er mit der Aussage gemeint habe, wie seine Einstellung ist und was er als Politiker vorhat. Kritik in vernünftiger Weise zu äussern,wäre sicherlich auch möglich gewesen, wenn man nicht in grössren Gruppen , die Feindseligkeit und blinden Protest ausstrahlt, vor Ort gewesen wäre.

    Stattdessen die üblichen Massnahmen, wie „laut werden,mit Ghettoblaster seine Aussagen abspielen…“.

    Das ist konstruktiv? Ich hatte von intelligenten Menschen mehr erwartet. Vor allem Diskussionsbereitschaft und Fakten ,um das angeblich „Unannehmbare“ und „Undemokratische“ öffentlich zu machen und nicht das NPD Stammtischniveau.
    PS: Ich bin weder Afd Wähler, noch rechtsradikal, aber mit der derzeitigen Politik der Eurorettungsschirme und der fragwürdigen Zuwanderungspolitik ebensowenig einverstanden, wie der Alleinherrschaft und der übernationalstaatlichen Geldpolitik der EZB.

    • Herr Bielert, wissen Sie was scheinheilig ist? Wer Waffen ins Gespräch bringt und dann so tut, als ob er sie nicht benutzen will. Diese Scheinheiligkeit wird bei uns sehr gepflegt, kann man an unseren Waffenexporten gut erkennen. Diese Scheinheiligkeit aber in Verbindung mit Flüchtlingen zu bringen, ist bis jetzt nur ihrem geliebten Pretzel gelungen.

      • @ Bruns

        Ach , der Grenzschutz hatte die Waffen jahrzehntelang nur zum Ansehen und Ihre linken Freunde an der Grenze , am „antifaschistischen Schutzwall“ haben Sie nicht benutzt?
        Nochmal: Herr Pretzel hat das bis dato geltende Recht bei Grenzverletzungen erwähnt. Und als als „letztes Mittel“ nach allen anderen, wie der Gesetzgeber es legitimiert hat. Das eine Frau Merkel nun das geltende Recht beugt und eigenmächtig ausser Kraft setzt, ist ein anderer Sachverhalt. Daran hat nicht Pretzel Schuld.
        Ein Herr Sulik nannte das Kind beim Namen und sagte klar, daß ein Land, daß seine Grenzen nicht mehr schützt ,von Weicheiern regiert wird.
        Übrigens könen Sie klatschen. Es werden in den nächsten 2 Jahren weitere 3-5 Millionen Flüchtlinge erwartet.Und der Familiennachzug ebenso.
        Dann wird der Traum der Grünen vom „Heterogenisieren“ und Ausdünnen der deutschen Bevölkerung wahr. Und Sie sind live dabei.

        • Werner Bielert, moment mal, meine linke freunde, die schießen? solche habe ich nicht. ich stand diesen schützen als soldat an der grenze gegenüber. ich habe linke freunde und sogar rechte, die würden auf so ein blödsinn, auf flüchtlinge zu schießen, gar nicht erst kommen. ihr herr sulik kommt aus einem kulturkreis, da ist es üblich , eine waffe zu tragen. und dieses wohl aus gutem grund, da sind sogar die hunde bissiger, als bei uns. was sie erwarten , weiß ich nicht, intelligenz wird es wohl nicht sein. weicheier haben übrigens immer angst vor was neuem. gehören sie auch dazu?

    • Lieber Peter Bundeskasper,

      heute bist du aber fleißig gewesen. In viereinhalb Stunden harter, konzentrierter Tastaturquälerei hast du deinen gewohnt spärlichen Gedankenmüll noch einmal ganz dolle durchgeschüttelt und auf sechs längere Beiträge unter vier verschiedenen Namen gestreckt:

      Thorsten Baumgarten: 17. Dezember 2015 at 05:30

      Thorsten Baumgarten: 17. Dezember 2015 at 05:35

      Ludwig Hartmann: 17. Dezember 2015 at 05:58

      Werner Bielert: 17. Dezember 2015 at 06:26

      Hardliner: 17. Dezember 2015 at 08:26

      Hardliner: 17. Dezember 2015 at 09:01

      Lieber Peter Bundeskasper, beim zitieren deines Univativ-Kommentars hast du leider vergessen, die Antwort darauf mitzuzitieren. Ich habe das für dich nachgeholt. Ein Studierender hat dir am 6. Dezember geantwortet:

      »Ok, Peter, wir sind jung und impulsiv, so wie du das vor beinahe 50 Jahren vielleicht auch einmal gewesen bist. Das erklärt vielleicht einiges.

      Helmut Schmidt, Ende der 70er von deiner Generation verteufelt, heute ihr gefeierter, wenn auch inzwischen in ganz andere Dimensionen entrückter Abgott, hat im Juni 2005 in der Zeit geschrieben: „Je älter ein Mensch ist, umso weniger möchte er Veränderungen der Lebensumstände akzeptieren. Am liebsten soll alles so bleiben, wie es ist: keine Neuerungen, keine neuen Erfindungen, keine neuen Konkurrenten um Absatz und um Arbeitsplätze, keine Einwanderung, keine Globalisierung. Aber auch viele der Jüngeren fühlen sich überfordert. Den negativen …Stimmungen … liegen vielerlei Motive zugrunde. Der wichtigste gemeinsame Urgrund sind Abneigung gegen und Ängste vor Neuerungen, deren Folgen man nicht übersehen kann.“

      Soviel zu den Generationenunterschieden.

      Jetzt noch etwas zu deinem „Recht auf Meinungsfreiheit nach § 5GG und Information“. Wenn Herr Pretzell und die Organisatoren dieser Kommunalwahlkampfhilfeleistung sich die offenbar kriterienlos jedermann feilgehaltenen Räumlichkeiten einer Universität aussuchen, um ihre rohen und grobschlächtigen, also recht primitiven „Weisheiten“ erneut vor Publikum zu wiederholen, dann liegt dem nicht etwa primär der Wunsch zugrunde zu „informieren“ oder zu indoktrinieren oder gar Proselyten machen, sondern dann ist das ein intendierter Akt der Provokation in einem Umfeld, in welchem die AfD gerade wegen der hirnrissigen Primitivität ihrer Verdummungsbotschaften nicht einen einzigen freiwilligen Hörer finden würde. So muss man fast vermuten, dass neben dem lachhaften Selbstvermarktungsversuch, der sich etwas vom vermeintlichen „Reputationsglanz“ des universitären Umfeldes borgen möchte, der Aufsehen erregende Zusammenprall mit den über den Missbrauch ihrer Hochschule empörten Lehrenden und Studierenden das eigentliche Ziel des ganzen überaus törichten und abstoßenden Unternehmens gewesen ist. Genau das was du, Peter, hier machst, darauf war man aus. Auf Rabatz in sozialen Netzwerken. Auf die Möglichkeit, in der Pose der beleidigten Unschuld den hartherzigen Sänger anklagen zu können, er habe die Grundrechte der edlen Menschlichkeit nicht gebührend beachtet. Was sind schon 25 ältere Zuhörer, von denen in einem Gashaussaal niemand Notiz genommen hätte, Peter, gegen den angeblich handfesten Skandal von entfesselten, waffelbewehrten Studierenden, die wie blutrünstige Aufklärungshorden über die zivilisierte Fremdenfeindlichkeit herfallen und wahllos kleine, unschuldig in den lieben Dezemberabend blinzelnde Informationsrechte meucheln, wobei sie dem realen Rechtspopulismus bei lebendigem Leibe den Anspruch auf Meinungsfreiheit vom Brasskopf skalpieren? Oh Peter, Peter, du warst ein Opfer — wie so oft. Niemand hat dir erklärt, was nur im Kleingedruckten stand: Du bist nicht daran gehindert worden, dich über rechtsradikal fremdenfeindliches und „völkisch-nationales“ Diffamierungsgeschwurbel zu informieren. Du bist daran gehindert worden, dich über rechtsradikal fremdenfeindliches und „völkisch-nationales“ Diffamierungsgeschwurbel an einer Universität zu informieren.«

      http://www2.leuphana.de/univativ/wenn-die-leuphana-besuch-von-der-afd-bekommt/comment-page-1/#comment-28464

      • @ dagmar

        zitiere: „harter, konzentrierter Tastaturquälerei hast du deinen gewohnt spärlichen Gedankenmüll“

        Das wollte ich gerade zu ihrem beitrag schreiben, der auch nur für wirklich gut positonierte steinewerfer der acab kultur geprägt wurde und sinn macht.
        Jeder klar denkende und intelligente Mensch bekommt von dem gestammel nur blasen im kopf.

    • Armer, alter Werner Bielert. Ihr Werdegang erinnert ja stark an die Karriere des ehemaligen Angehörigen des Sozialistischen Deutschen Studentenbunds Horst Mahler aus Haynau im Landkreis Goldberg in Niederschlesien.

      Während ich darüber nachsinne, beobachte ich im Licht meiner Gartenlaterne zwei Katteker, die sich in die Parks der Barckhausenstraße verirrt haben. An Ihre Schicksale und Wandlungen denkend und angesichts der vom Winter ausgemergelten Geschöpfe, die keuchend von Baum zu Baum hopsen und an denen rein gar nichts mehr dran ist, möchte ich gerne ein altes Sprichwort korrigieren und behaupten: Mühsam ernährt man sich von Eichhörnchen.

      Annalena Hagenah

      • @Annalena

        Sie erinnern mich an einen verbohrten ,alten ,schlimmen und rassistischen Mann, der nicht einsehen wollte, daß seine Zeit abgelaufen war und er besiegt ist.

        Er verteidigte seine völlig abstrusen Ansichten trotz anderer Realität direkt vor seinen Augen , bis zur letzten Minute ,weil er nicht einsehen wollte, daß er Unrecht hatte.Da war es dann eines Tages zu spät.

  27. Liebe Kim,

    danke für deinen sehr ehrlichen und klugen Artikel. Wir leben in einer Zeit in der es zu hohen politischen Spannungen kommt, da immer mehr Menschen (zu recht) unzufrieden sind, mit dem was ist. Das Menschen auf die Straße gehen und ihnen Unmut laut machen ist ein erster und richtiger Schritt dafür etwas besseres zu realysieren. In diesem Falle ging der Protest gegen die Demagogen von Rechts, welche versuchen sich auf Kosten „Schwächerer“ (Hartz4-Empfänger, Obdachlose, Flüchtlinge etc.) politisches zu profilieren. Dabei werden Ressentiments bedient und z.T. auch völlig neu geschaffen mit entsprechenden Konsequenzen welche dann in Kauf genommen, bzw. eingefordert werden. „Sozialschmarotzern“ das Wahlrecht aberkennen (Konrad Adam – AfD), „Einwanderung in die Sozialsysteme“ (AfD – Bundespartei) bis hin zur Rassenlehre der Nazis „Genetisch höhere Geburtenrate in Afrika“ (Björn Höcke – AfD). Das dann noch ein Pretzell kommt und die Landesverteidigung mit Waffen gegen die „Bedrohung von Außen“ ausruft schlägt dann dem Fass dem Boden aus. Demokratische Grundrechte werden hier mit kruden Vorschlägen über den Haufen geworfen, Menschen gegeneinander ausgespielt und die sozial Ärmsten als minderwertig klassifiziert, entgegen jeglicher sozialwissenschaftlicher Erkenntnis. Gewalt gegen die Schwächeren in unserer Gesellschaft wird hier befördert indem man es schon fast als Notwehr gegen den vermeindlichen „Sozialstaatsmissbrauch“ nahelegt. Man blicke dabei auf die vielen Brandanschläge gegen Flüchtlingsunterkünfte. Der Gedanke dass eine undemokratische, menschenverachtende sowie gewaltherbeiredende Partei sich auf der Grundlage von Populismus an einer Universität (Ort der Aufklrärung, Wahrheit und Völkerverstädnigung) gehör verschaffen will, schafft zu recht Empörung. Kontrollverlust der Polizei und Dämonisierung der AntiFa hin oder her. An diesem Tag sind die unterschiedlichsten Menschen für dass Gegenteil auf die Straße gegangen – friedlich, lautstark und gemeinsam für etwas Besseres. Dass finde ich beispielgebend.

    Beste Grüße
    Thorben Peters

    • @ Thorben Peters

      Das Ihre Behauptungen zu Markus Pretzel und Konrad Adam,sowie die Äusserungen von allen AfD Mitgliedern , bis zur Unkenntlichkeit entstellt und verändert worden sind, um zu Ihren fragwürdigen Argumenten zu passen, ist doch weniger Zufall, als pure Absicht.

      Markus Pretzel hat die von Ihnen angeblich so geäusserte Aussage nie getätigt. Das wissen Sie sicher. Er bezog seine Aussage lediglich auf Grenzübertritte von illegalen Einwanderern, die sich gegen die geltende Gesetzgebung an der EU Aussengrenze mit Gewalt durchsetzen und ihre Einreise erzwingen wollen, obwohl ihnen dies gesetzlich nicht zusteht; und dann als allerletztes Mittel, wenn Menschen durch diese Gewalt in Gefahr wären und alle anderen Mittel, wie Pfefferspray und Warnungen mit Warnschüssen nicht fruchten. Sie wissen , daß die EU Aussengrenzen selbstverständlich GENAU SO geschützt werden MÜSSEN und DÜRFEN. Die EU Staaten haben sogar die „Verpflichtung“ dazu übernommen, da es kein Grenzkontrollen INNERHALB der EU mehr gibt!

      Wie würden Sie eine Einwanderung zwecks Familiennachzug und der Inanspruchnahme von guten Sozialleistungen und Kindergeld nennen, die von Bürgern erarbeitet werden müssen , ( die sogar nach 6 Monaten Aufenthalt in Deutschland bei Wiederausreise nach Osteuropa weitergezahlt werden müssen!) von bildungsfernen Schichten nennen, die in ein Land kommen, daß 30% der Arbeitsplätze in den nächsten 10 Jahren, aufgrund der Automatisierung und der Verlagerung ins Ausland abbaut und die zu 40% Analphabeten und der Sprache nicht mächtig sind und eine Hartz4 -Quote von geschätzten 70% auch nach 10 Jahren in Deutschland haben werden(siehe Schweden)?
      Übrigens ,hat die CDU in ihrem Wahlprogramm eine „Einwanderung in die Sozialsysteme“ abgelehnt. Das ist dich wohl das gleiche,oder irre ich mich?

      Auf andere Ihrer Fehlargumente, die auf allgemeine Floskeln der Presse und des TV beruhen,werde ich nicht weiter eingehen. Dort wurde auch bis Mitte des Jahres ,als NUR 600.000 Zuwanderer veranschlagt wurden, die nach Deutschkand kommen, von Kritikern ,die mit 1 Mio. rechneten, als braune Phrasendrescher gesprochen,die keinerlei Wissen hätten, so lange bis es Wirklichkeit wurde.

      • Lydia
        ihre wahnwitzige idee ,grenzen vor flüchtlinge zu schützen, ist meiner meinung nach nicht nur weltfremd, sondern auch menschenverachtend. der grenzschutz soll darin bestehen , bewaffnete angreifer abzuwehren. sie wollen doch nur ihren egoismus pflegen und schützen. sie sind ein menschenverachter.

        • Lieber Klaus – diese „Flüchtlinge“ sind bewaffnet mit einer totalitären Welteroberungsdoktrin, rechtsradikaler geht es gar nicht. Ihre Parteizentrale wird gerade in München geplant und gebaut, bezahlt von den Saudis, den Wahabiten, erkundigen Sie sich mal darüber. Unterstützt von der ach so toleranten SPD.
          Und, lieber Klaus, wer hier seinen Egoismus pflegt – das ist noch durchaus diskussionswürdig.
          Toleranz ist die letzte Eigenschaft einer untergehenden Zivilisation.

          • das die saudis gern moscheen sponsern ist nicht neu. das gebäude ist mir egal, der hintergedanke weniger. staat und kirche ist getrennt. es wird zeit, dass unsere politiker endlich auch dafür sorgen. es kann nicht sein, dass unsere kirche ein eigenes arbeitsrecht beansprucht. wer auf die scharia schimpft, sollte auch auf frechheiten unserer kirche schimpfen. frechheiten steht denen auch nicht zu. selbstbedienung mit unterstützung vom staat übrigens auch nicht.

      • @ Lydia

        Der Europaabgeordnete und frühere AfD-Spitzenpolitiker Hans-Olaf Henkel nennt die AfD mit Petry und Pretzell eine „NPD im Schafspelz“. Seit Juli kämpft er gegen seine frühere Partei: „Ich fühle mich verpflichtet, alles zu tun, um zu verhindern, dass diese AfD Fuß fasst, so wie sie heute dasteht“, sagte der Ex-Manager der ZEIT. „Das ist für mich auch eine Art, ich will mal sagen: Korrektur dessen, was ich mitgeholfen habe anzurichten.“

        Henkel war bis April dieses Jahres stellvertretender Parteichef der AfD. Im Juli trat er gemeinsam mit dem damaligen Bundesvorsitzenden Bernd Lucke aus. Schon im November sagte er dem WDR, die AfD sei inzwischen eine Art „NPD-light, vielleicht sogar identisch mit der NPD“. Er und seine Parteigenossen hätten „ein richtiges Monster erschaffen“.

        Heute zeigt sich Henkel von seiner früheren Partei AfD schwer enttäuscht. „Diese Partei können Sie vergessen“, sagt er der ZEIT. „Die AfD hat einen extrem hohen Anteil von gescheiterten Existenzen. Von Menschen, die sagen, hier kann man Geld verdienen, eine gesicherte Existenz, eine Rente bekommen. Wenn ich da fünf Jahre im Landtag bin, dann hab ich was.“ Dies führt laut Henkel zu brutalen innerparteilichen Kämpfen. „Das heißt, Sie müssen sich mit allen widerlichen Mitteln innerhalb der Partei durchsetzen.“

        Henkel räumt in dem Gespräch ein, die Bedrohung von rechts unterschätzt zu haben: „Im rechten Spektrum steckt eine solche unglaubliche Energie, das ist wirklich gewaltig. Hass, Wut, das Vokabular, diese Bereitschaft, Verschwörungstheorien zu verbreiten, zu bedrohen, das war ungeheuerlich. Ich habe gelernt: Die Bedrohung von rechts darf man nicht unterschätzen.“

        Quelle: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-12/afd-alfa-hans-olaf-henkel-bernd-lucke-rechtsradikalismus

        • @Gaston Filippo

          Was sollte der Multimillionär, mit seiner Geltungssucht, die er bei der AfD nicht befriedigen konnte, auch sonst sagen. Seine Partei hat Probleme die 1% Hürde zu überspringen und ist eine FDP 2.0, die keiner haben will.
          Und das heute jeder, der den Begriff Schnauzer oder Uniform benutzt ,schon ein Rechter ist, merkt man doch überall.

        • Bevor Sie hier Artikel aus der „Welt“ posten, sollten Sie sich besser sehr genau über diesen „Herren“ informieren.

          Versuchen Sie es nur, das schaffen Sie.

          • nun Bundeskasper, den komiker kenne ich. sein nord-euro ist schon legendär.seine million-afd-spende übrigens auch. er ist der blindeste unter den blinden, gleich danach kommt prof. sinn.

  28. Meinungsfreiheit ist ein legitimes und legales Mittel, um zu rechtfertigen, dass man etwas als scheiße bezeichnen darf.

    Die Meinungsfreiheit ist wie das Recht auf Versammlung und das Recht auf Internetzugang ein Menschenrecht. Das ist besonders in der Demokratie wichtig, da sich auf diese Weise das Volk in sozialen Medien versammeln und einen Shitstorm auf die aktuelle Regierung organisieren kann. Die Freiheit in der Meinungsäußerung verbietet dabei der Regierung, das erhaltene Feedback zu ignorieren oder sogar zu zensieren; sie muss also sprichwörtlich selber die Scheiße aus der Toilette löffeln. Daher ist Meinungsfreiheit laut einer Volksbefragung einer der beliebtesten Grundsätze. Heutzutage ist die Meinungsfreiheit ein fundamentales Fundament in jedem Rechtsstaat und in jeder Demokratie.

    In der Bundesdemokratie Deutschland ist das Recht auf Meinungsfreiheit im Grundgesetz verewigt:

    „Jeder hat das Rächt, seine Meinung in Wort, Schrifft und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen unbehindert zu unterrichten. Die Presssefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewehrleistet. Eine Zensur findet nicht stadt.“ Artikel 5 (1) Grundgesetz

    Bereits an der gehobenen und sorgfältigen Wortwahl des Gesetzestextes sieht man, dass die Meinungsfreiheit voll wichtig ist. Weil’s so schön war, gab es nochmal ein Urteil zur Meinungsfreiheit von Strafgefangenen vom Bundesverfassungsgericht (also das Urteil stammt natürlich vom Bundesverfaserungsgericht und nicht von den Strafgefangenen):

    „In einem plurallistisch strukturierten und auf der Konzeption einer freicheitlichen Demokratie beruhenden Stâatsgefüge ist jede Meinung, auch dié von etwa herschenden Vorstellungen abweich ende, schutzwürdig.“ Bundesverfassungsgericht, 1972

    Folglich bedeutet das konkret, dass man alles ohne Hemmungen frei aussprechen und ausschreiben darf; dafür wird man gar nicht verklagt werden können – ganz im Gegenteil, die Meinungen sind sogar schützwürdig, das heißt man kann bei der Polizei einen Antrag auf Meinungsfreiheit stellen und bekommt dann einen muskulösen glatzköpfigen Bodyguard mit schwarzer Sonnenbrille, der als Freizeitbeschäftigung Ziegelsteine mit der bloßen Hand pulverisiert und zum Frühstück Eisennägel isst.

    – Wer gegen Meinungsfreiheit ist, ist böse, ein Nazi, und damit gegen den Rechtsstaat, gegen Deutschland, gegen Europa, gegen die westlichen demokratischen Grundsätze, gegen die Welt, also gegen alles.

    – Wer für Meinungsfreiheit ist, ist gut, weltoffen, modern und kriegt deshalb einen Lolli. Meinungsfreiheit fördert die Vielfalt an Meinungen und viel ist bekanntlich besser als wenig (z.B. sind 3 Biere besser als 2).

    – Meinungsfreiheit unterstützt die zwischenmenschliche Kommunikation und bekämpft damit antisoziales Verhalten.

    – Meinungsfreiheit bekämpft die Diskriminierung von Kraftausdrücken: Scheiße, Arschloch & Co. können durch die Meinungsfreiheit bedenkenlos in gehobener Gesellschaft benutzt werden und werden auf diese Weise nicht länger ausgeschlossen. (siehe Berlin-Tag&Nacht + Köln 50667)

    – Meinungsfreiheit fördert das eigene Ich: Wer eine eigene Meinung hat, ist individuell; wer keine eigene Meinung hat, ist ein armseliger Mitläufer, der nach der Pfeife des Chefs tanzt.

    – Meinungsfreiheit beugt Notlügen vor: Wenn man dank der Meinungsfreiheit sagen kann, dass die Freundin im neuen Kleid wie ein Walross aussieht, muss man keine Notlüge erfinden.

    – Damit fördert die Meinungsfreiheit also auch die Wahrheit bzw. Ehrlichkeit.

    – Bei der Meinungsfreiheit befreit man die Meinung, d.h. die Meinung kann friedlich in Freiheit leben. Freiheit ist gut, lernt doch jeder in der 5. Klasse.

    – Dank Meinungsfreiheit darf jeder seine eigne Meinung haben und auch sagen, aber die interessiert niemanden wirklich.

    Beliebte Phrasen als Ausdruck von Meinungsfreiheit:

    – Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!

    – Nur meine zwei Cent.

    – Das ist MEINE Meinung, wer keine Kritik vertragen kann, soll mich verklagen!

    – Deine Meinung ist falsch. Das ist nur meine Meinung.

    – So, jetzt geb ich mal meinen Senf dazu.

    – Altaa ich geb‘ dir gleich deine Mutta, guck Grundgesetz Artikel 5 (1), ich darf das sagähn!!

    Risiken und Nebenwirkungen:

    A) Verbrennungsgefahr:
    Es ist wichtig die „Amen“ der Meinungsfreiheit zu kennen. „jeder hat einen anderen Geschmack“ und „jeder hat eine eigene Meinung“ welches immer wieder in ernst zu nehmenden Disskusionen mit viel Alkohol im Blut hoch gefeiert wird. Wer der Meinung ist das verschiedene Geschmäcker und andere Meinungen nicht wirklich wichtig sind bzw. nicht existieren, muss sofort in einem Wütenden Mob auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden. Auch wer denkt, dass ein wütender Mob falsch ist wird geröstet.

    B) Rausschmiss aus Politischen Gruppierungen in der Demokratie:
    Innerhalb einer demokratischen Gruppe kann man die Meinung der Gruppe annehmen. Man muss sie nicht annehmnen, wird aber wahrscheinlich rausgeschmissen wenn man es nicht tut. Auch bei Abstimmungen wird einem gesagt, für was man stimmen muss, auch hier wieder gibt es die Möglichkeit, dass nicht dafür gestimmt wird und man vor der Wiederholung der Wahl rausfliegt oder dass man einfach mal die Schnauze hält und mitläuft.

    C) Messias-Probleme:
    Äußern der Meinung kann dazu führen, dass man als psychisch Krank mit Messias-Komplex da steht. In diesem Zusammenhang gibt es 2 Probleme.

    1.Ein fachlich begabter Mensch der seiner Meinung deiner Meinung nach zu oft Preis gibt kann dich einfach nur beschimpfen wollen. Und nennt dich Weltverbesserer in dem Fall auch Messias.

    2.Ein Höhlenmensch sieht dich als sein neuer Gott an und fängt gar nicht erst an zu denken. Bzw fängt an für dich dumme Sachen zu machen. Dazu gehört:
    a. Das Schreiben von Büchern.
    b. Suchen von Anhängern.
    c. Ausrichten von Kreuzzügen.
    d. Hauen der Person die im 1. Punkt von Messias-Problem genannt wird.

    D) Idiotenproblem:
    Es kann passieren dass irgendein Idiot der dich nicht mag in jeder Situation einfach nur die andere Meinung verwenden will. Dabei geht es ihm um „Gleichgewicht“ in einer Disskusion und um einen „anderen Standpunkt“. Schlussendlich nennt sich dieser Zustand entweder „Aufmerksamkeitsdefizit“, „Schwul und Schüchtern“ oder „Von Haus aus nicht im Stande, seinen eigenen Standpunkt zu finden“. Solche Personen sollten um jeden Fall gemieden werden, da sie sich nicht darauf profilieren eine wirkliche Meinung zu haben sondern nur darauf die Meinung der anderen schlecht zu machen.

    Für die überprüfung des Idiotenproblems können sie ein einfaches Beispiel nehmen: „Der neue James Bond ist scheiße“. Wenn die andere Person sagt „Nein find ich nicht.“, fragt am besten mal nach was das wirklich mit James Bond zu tun hat (Schläft mit Frauen, „Mein Name ist Bond, James Bond“, „Einen Vodka Martini, gerüttelt nicht geschürt“ etc.). Wenn „Explosion, Bumm Bumm, Peng“ die Antwort ist steht ein Idiot vor euch.

    Für mehr Risiken und Nebenwirkung fragen sie die Packungsbeilage und lesen sie ihren Arzt oder Apotheker.

    Meine freie Meinung!

    Rudi Radlos

  29. Soll die AfD verboten werden?

    O Ja, weil ein Verbot zumindest helfen kann, die braune Gesinnung zu bekämpfen.

    O Ja, denn Rechtsradikale haben in deutschen Parlamenten dann keine Stimme mehr.

    O Ja, weil die AfD gegen Ausländer hetzt und die Demokratie abschaffen will.

    O Nein, weil Demokratie und Meinungsfreiheit auch bedeuten, eine Partei mit unerträglichen Positionen zu ertragen.

    O Nein, da die Rechtsextremen neue Organisationen gründen oder woanders weitermachen.

    O Nein, denn das Verbot könnte scheitern und die AfD dadurch stärken.

    Mit Dank für Ihre Mitarbeit:

    Hermann Kessler, 26, Leiter des Umfrageteams

    • @ Hermann Kessler

      Hermann, Sie erinnern mich an einen gleichnamigen Minister, der vor langer Zeit für die Verbreitung von lügnerischer und erdachter Propaganda verantwortlich war.

      Grüsse

      Andreas Goldhein

    • @hermann

      Warum sollte eine ganz klar demokratische Partei verboten werden?

      Sie sollten diegleichen Fragen mal bei den „Genossen“stellen, die als SED Nachfolgepartei Deutschland aktivist und es gefährdet und zwar mit Gewalt gegen demokratische Parteien und die Polizei.
      Da häufen sich die Körperverletzungen mit und ohne Flaschen, Steinen und Messern bis zum Himmel.

      • Warum? Da fragen Sie noch?!

        Warum haben die ach so demokratischen Parteien das Gesetz zur Parteienfinanzierung geändert – sogar rückwirkend?

        Die nackte Angst.

        • Bundeskasper, kaum, es war so geplant, da gab es die afd noch gar nicht. leider sind sie mal wieder auf halber strecke stehengeblieben. dumm für die afd ist ja tatsächlich der goldpreis. als verkappte neo-liberale und npd-nahe , müsste dieser goldpreis ihnen eigentlich zu denken geben, finden sie nicht?

  30. @all

    Allen Teilnehmern hier wünsche ich eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit.

    Ich bedanke mich für die vielen dummen und sinnentleerten Kommentare die wir schreiben durften.

    Schauen wir doch mal, wie wir das nächste Jahr schaffen.

    Gruß aus Berlin vom Bundeskasper

  31. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/bayern-paar-haelt-fluechtlingsheim-fuer-lokal-und-wird-bedient-a-1068483.html
    auch bei den fans, von welt-online, nachzulesen. dieses passiert, wenn man keine flüchtlingsunterkünfte anzündet.

  32. Liebe Lydia, man muss mit Leuten wie Ihnen reden bzw. mit Ihren Blog-Replikanten „Roger, Michael Kohlhaas, Jochen Rollwagen, Reiner Buchwald, Bundeskasper, Sevim, Hardliner, Ortwin Prill, Ronald, Heinz Radicke, reinhold warnke, Thorsten Baumgarten und Werner Bielert“, sagen die Besonnenen – wie etwa Klaus Bruns – und meinen, dass man sich menschenverachtenden, rechtsradikal gefärbten Kommentaren im Netz und auf der Straße argumentierend entgegenstellen soll.

    Wahrscheinlich haben die Besonnenen recht, wie so oft – aber ebenso wahrscheinlich haben sie noch nie versucht zu tun, was sie predigen. Wer tatsächlich anfängt, z. B. hier im Forum mit Leuten wie Ihnen oder Bundeskasper (oder wie immer Sie sich sonst nennen) zu reden, stellt praktisch ausnahmslos drei häufig wiederkehrende Phänomene fest:

    1. Es geht Ihnen gar nicht um Gespräche, sondern um Signale der Zusammengehörigkeit an Gleichgesinnte. Diskussion als Austausch von Positionen ist selten erwünscht, die eigene, absurde Definition von Diskussion ist „von der Gegenseite recht bekommen“.

    2. Selbst sanfte Entgegnungen und zaghafte Zweifel werden von Ihnen oft brachial gekontert, es geht dabei offensichtlich um Selbstvergewisserung vor der Gruppe.

    3. Die rhetorische Figur der „Nazikeule“ taucht verlässlich auf.

    Nazikeule ist der derzeit spannendste, weil bezeichnendste Begriff im deutschsprachigen Internet. Er stammt von der Metapher „Moralkeule“ ab, die durch die Friedenspreisrede (PDF) von Martin Walser in der Paulskirche 1998 geprägt wurde. Walser formulierte damals verquast das Fundament einer intellektuellen Täter-Opfer-Umkehr, in dem er davor warnte, Auschwitz als „Drohroutine […], jederzeit einsetzbares Einschüchterungsmittel oder Moralkeule“ zu verwenden. Damit wurde der Begriff „Auschwitz-Keule“ groß, eine so simple wie Antisemitismus entlarvende Äußerung: In Auschwitz waren Juden die Opfer, bei der Auschwitz-Keule sind Deutsche die Opfer. In dieser Tradition der Täter-Opfer-Umkehr steht die Nazikeule heute im Netz.

    Wichtig ist dabei, dass „Nazi“ in öffentlichen Debatten nicht mehr in wikipediahafter Definition als „Kurzwort für Nationalsozialist“ verstanden wird. Der Begriff Nazi hat sich zum Sammelbegriff entwickelt, er bezeichnet eine Personengruppe, die zu rechtsorientierter Menschenfeindlichkeit neigt. Das steht im Gegensatz zu der rechten Nachkriegstradition, „Nazi“ so eng zu definieren, dass eigentlich nur Hitler übrig bleibt.

    Der Begriff Nazikeule ist das Arschgeweih von Rechtspopulisten wie Ihnen und Bundeskasper. Wer andern vorwirft, sie würden ihn mit der Nazikeule traktieren, der glaubt, für seine geäußerte Meinung zu Unrecht als Nazi bezeichnet zu werden. Es handelt sich aber um eine sehr interessante Schutzpose, weil bei ihrer Verwendung zwei wesentliche Aussagen mitklingen:

    a) Wer Nazikeule sagt, möchte kein Nazi sein und nicht als solcher bezeichnet werden, die Verwendung sagt also aus, dass Nazi sein etwas Schlechtes ist.

    b) Wer vorauseilend vor dem Einsatz der Nazikeule warnt, erkennt damit indirekt an, dass seine Äußerungen als rechtsradikal verstanden werden könnten.

    Das kleine Geschwisterkind der Nazikeule ist die Wendung „in die rechte Ecke stellen“, und die Analyse dieser Formulierung hilft zu verstehen, wie die Nazikeule genau funktioniert. Kritik an rechten Positionen wird häufig gekontert mit der Aufforderung, die Person „nicht in die rechte Ecke zu stellen“. Das bedeutet, dass man seine eigene Meinung nicht für rechts hält, wobei interessanterweise hier „rechts“ von tendenziell Rechten als Synonym für „rechtsradikal“ benutzt wird.

    Hier ist die Essenz dieser merkwürdigen, rechten Selbstdistanzierungen: Man möchte rechte oder rechtsradikale Positionen vertreten, ohne als rechts oder rechtsradikal bezeichnet zu werden, man möchte sich waschen, ohne nass zu werden. Und das Wort Nazikeule soll dagegen imprägnieren. Man wird doch wohl noch Rechtsradikales sagen dürfen, ohne gleich rechtsradikal genannt zu werden!

    „Dumm ist, wer Dummes tut“ lautet die ewige Weisheit von Forrest Gumps Mutter. Rechtsradikal ist, wer Rechtsradikales sagt! Unabhängig davon, ob die Person es selbst wahrhaben möchte oder nicht.

    • Haben Sie auch etwas zur Sache beizutragen oder reduziert sich Ihr Gedankengut auf das „Reagieren“ und das klassische linke Geschwafel?

      Soll bedeuten, nur nichts über das Problem sagen, dann eröffne ich lieber einen Nebenkriegsschauplatz – ablenken um jeden Preis.

      • @all

        Allen Bundeskaspern hier wünsche ich eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit.

        Ich bedanke mich für die vielen dummen und sinnentleerten Kommentare die Sie schreiben durften.

        Schauen Sie doch mal, wie Sie das nächste Jahr schaffen.

        Gruß vom Bundeskaspern aus Berlin

    • @ sascha

      „Rechtsradikal ist, wer Rechtsradikales sagt! Unabhängig davon, ob die Person es selbst wahrhaben möchte oder nicht.

      Und was angeblich „rechtsradikal“ ist, entscheidet neuerdings Frau Roth,,Herr Gabriel , ein völlig bedeutungsloser Sascha,oder der Weihnachtsmann,gell!?

      Kümmern Sie sich doch lieber um Schwerkriminelle, die Polizisten mit Steinen und Flaschen den Schädel einwerfen wollen und Menschen gewalttätig daran hindern,ihre Bürgerrechte, wie Meinungsfreiheit und Demonstrationsrecht wahrzunehmen, Herr Genosse.
      Das sind die gefährlichen Radikalen, die auch den antifaschistischen Schutzwall wiederhaben wollen.

      • Lydia
        Und was angeblich „rechtsradikal“ ist? was heißt angeblich? https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsextremismus

        • @ Bruns

          Na das ist doch mal eine wissenschaftlich belegte und fundierte Aussage.
          Wiki hilft den geistig Armen, heisst es ja immer; weil von Wissenschaft keine Spur. Das erklärt auch die vielen unqualifizierten Äusserungen unzähliger „Experten für Rechtsextremismus, “ die immer im TV und der Presse ihren selbst erdachten Quark beisteuern und bei Wiki die stümperhaften, selbst definierten Kommentare anderen aufs Auge drücken.
          Demnach sind Bürger, die sich gegen Dreitausende islamische Migranten, davon 80% Männer, in einem 300 Seelendorf wehren, schon böse Rechtsextreme.

          Zitat Wikipedia:

          Rechtsextremismus ist eine Sammelbezeichnung für Ideologien, deren gemeinsamer Kern die Überbewertung der ethnischen Zugehörigkeit, die Infragestellung der Gleichheit aller Menschen sowie ein antipluralistisches und autoritär geprägtes Gesellschaftsverständnis ist.

          Demnach sind islamische Gläubige ganz klar „rechtsextrem“.

    • Sascha
      aber ebenso wahrscheinlich haben sie noch nie versucht zu tun, was sie predigen.
      sie scheinen noch sehr jung zu sein. nicht die afd hat ein problem mit nazis ,sondern die gesellschaft hat da eins. nazis gibt es überall und schon länger, als sie auf der welt sind. . bundesverfassungsschutz , polizei, grüne, linke, cdu ,csu, fdp usw. mit denen habe ich mich schon auseinander gesetzt, da sind sie noch in der ursuppe geschwommen. ich kenne alle ja-aber ,oder nein- aber- argumente. wenn sie erfolg haben wollen, dürfen sie nicht die verprellen, die eben nicht zu radikalen ansichten neigen, aber gern mal irgend jemanden hinterher laufen. und dieses geht nur besonnen. ich stehe dann im weg, wenn es an der zeit ist.

      • @ Klausi

        ..ich stehe dann im weg..

        Dann hätten Sie mal z. B. in Leipzig beim Schlagen, Treten, Steine werfen, Flaschen abbrechen und auf Menschen losgehen „im Weg stehen“ sollen. Das passierte am „Rande“ einer „Demo der bösen Rechten“ ( woniemand zu Schaden kam) , nämlich wie immer bei den linken Gröhlfatzen, die sich nie an Gesetze halten, keine Steuern bezahlen und hinter jedem Mülleimer einen „gefährlichen Rechtsradikalen“ vermuten. Die grösste Gefahr für Meinungsfreiheit und Demokratie ala Honecker mit antifaschistischem Schutzwall, sind die ewig Gestrigen nämlich selbst.

    • @sascha

      Dumm ist, wer Dummes tut“ lautet die ewige Weisheit von Forrest Gumps Mutter.

      Das haben Sie sich offenbar zu herzen genommen. Ansonsten kann ich ihren kommentar nicht deuten.
      Was „man“ sagen und denken darf, bestimt keine Gedankenpolizei , keine Merkel und keiner der sascha heisst.

    • … ich erinnere Sie und Ihr altes Ego »Bundeskasper« noch einmal an den Tipp von Furhop (oben: https://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/286790-im-blog-jj-schreibt-heute-kim-torster-ueber-die-afd-auf-dem-campus-den-protest-und-die-meinungsfreiheit#comment-60320). Und falls Sie es mit dem Staatspolitischen ja wahrscheinlich bzw. ganz offensichtlich eher doch nicht so haben, hilft vielleicht das klassische Ernährungs-Tagebuch. Sie dazu in Ihrer geliebten Hauszeitung, der aus verkaufstechnischen Gründen extremst nationalpopulistisch positionierten »Welt«: http://www.welt.de/gesundheit/article150113308/Das-beste-Mittel-zum-Abnehmen-ist-unspektakulaer.html

      Auch Peter Paul Rubens übrigens war mit unermüdlich rausgehauenen »Auftragsarbeiten für Demagogen« (AfD), zu seiner Zeit allerdings noch Adel und Klerus, einst gut im Geschäft. Den meisten Reibach machte er allerdings mit der Darstellung von nackten Frauen. »Der Hugh Hefner des Barocks«, so tuschelte man in Antwerpens Gassen hinter ihm her. In den frühen 20er Jahren des 17. Jahrhunderts wähnte sich der Meister plötzlich in einer Schaffenskrise. »Dies Inkarnat scheint mir ein wenig anämisch geraten, die Rundungen von Busen und Gesäß nicht rundlich genug!« so lamentierte er durch sein Atelier. Bei einer weiteren Betrachtung seines Werkes stellte Rubens jedoch fest: »Bäume, Mauer und der eine Apfel sind eigentlich ganz okay«, und der Maler konstatierte, daß die Fehler, die er in der Darstellung der weiblichen Figuren erkannt hatte, nicht auf seine, Rubens’, Unzulänglichkeiten in der malerischen Umsetzung zurückgingen, sondern dem in den Wirren des 30jährigen Krieges zunehmend schlechten Ernährungszustand seiner Modelle geschuldet waren. So exilierte Rubens von Antwerpen nach Spanien, um in Ruhe zu überlegen, wie er zu Frauen käme, die die ihm genehmeren Maße hätten. Schließlich ersann der Findige aus seiner Not heraus, dem damals noch jungen Pressewesen zum Nutzen, die Kontaktanzeige: PP Rubens sucht zeigefreudige Rubenslady (XXL).

      Noch eine Bitte, Lydia: Die Textstelle »Die Berge waren bloß Clowns für dich« habe ich nie richtig verstanden. Angeblich hat sie damit zu tun, daß die Angehörigen bestimmter Kulturkreise über Berge lachen. Um das zu validieren, wäre es schön, wenn Sie unter alle Ihre Blog-Kommentare (auch unter die, die Sie unter dem Namen Bundeskasper und Ihren vielen anderen Pseudonymen posten) die Aufforderung setzen würden:

      »Melden Sie sich bitte bei der Redaktion, wenn Sie Berge komisch finden.«

      Vielen Dank, Ihr Helge Möhn

    • @ Helge Möhn

      „Der Begriff Nazikeule ist das Arschgeweih von Rechtspopulisten wie Ihnen und Bundeskasper. Wer andern vorwirft, sie würden ihn mit der Nazikeule traktieren, der glaubt, für seine geäußerte Meinung zu Unrecht als Nazi bezeichnet zu werden. Es handelt sich aber um eine sehr interessante Schutzpose, weil bei ihrer Verwendung zwei wesentliche Aussagen mitklingen“

      Ob MIT oder OHNE „Recht“ entscheiden Sie? Das wäre ja noch schöner! Das Leute, die absolut nichts zu sagen, geschweige denn auch nur ansatzweise den Grips haben, deutsche Begrifflichkeiten zu definieren oder Erklärungen zu formulieren und die armseeligen Ergüsse der Genossen der SED Nachfolgepartei nachplappern und hier zum Masstab für andere aufwerten wollen.

    • @ sascha

      Der Psychologe hat gesprochen.
      Eine Frage hätte ich dann noch: Seit wann haben Sie die Deutungshoheit über alles, was andere sagen, denken und über Begriffe wie „rechtsradikal?“
      Das wäre mir neu. Und ich handhabe das weiterhin so wie bisher und mache verkappte Psychologen auf ihre völlig absurden Einbildungsphantasien aufmerksam und nutze Begriffe weiterhin wie es mir gefällt und dort wo ich einen Zusammenhang erkenne.
      Und zwar „ob es der Person passt, oder nicht!“

  33. Hannfried Lechter

    Liebe Frau Lydia Bundeskasper, jetzt ist es aber hohe Zeit, mal wieder zum Thema der politisch ungebildeten Jugend und der regressiven altersinfantilen Schimpfchatter (ausgesprochen: Tschätter) zurückzufinden. Als ich letzten Sonnabend (nach Ihrem AfDler-Krawall in der Leuphana, also am Abend vor dem Nikolaussonntag) nach langer Zeit wieder einmal die Familie meiner Tochter in Wilschenbruch besuchte, rutschte ihr Elfjähriger schon während des Mittagessens nervös auf seinem Sitzball herum. Kaum hatte er den letzten Bissen im Mund, sprang er auf und entfernte sich kauend mit dem Hinweis, er wolle wieder ins Kinderzimmer zu seinen Freunden. Ich war ein wenig verdattert: Warum hatte er seine Freunde denn nicht mit an den Tisch gebracht? Es war doch genug für alle da (Schweinenieren und Knödel zubereitet nach der Rezeptur meiner verstorbenen Frau), und ich hätte die Kameraden gerne kennengelernt. Wie sich bald herausstellte, gab es weder Besuch noch im eigentlichen Sinne Freunde, mein Enkel meinte damit virtuelle Kontakte im „sozialen“ Netznetzwerk Facebook. „Sozial“ in Anführungszeichen, weil diese natürlich aus den USA stammende Werbeplattform alles andere als sozial ist, wie Sie gleich noch feststellen werden. 6.563 „Freunde“ habe er dort, erzählte mir Fabian stolz, und stündlich würden es mehr. Als ich fragte, wem davon er im echten Leben bereits begegnet sei, kam er auf – halten Sie sich fest! – genau elf, von denen er sieben allerdings nicht gut leiden könne, zwei weitere wiederum ihn nicht. Auch auf die Gefahr hin, unbequem zu sein, frage ich Sie: Sind solche Freundschaften noch etwas wert?

    Ich bin nun alles andere als fortschrittsfeindlich und ganz sicher noch lange nicht vom alten Eisen, aber ich frage mich schon, wo diese Entwicklung noch hinführen soll, wenn alles und jeder als Freund gilt, der einem noch nicht mal guten Tag gesagt hat, geschweige denn die Hand gegeben. Alle Menschen sind meine Freunde, aber über keinen weiß ich mehr als seine (aktuelle, muß man wohl dazusagen!) Haarfarbe und welcher Pudding ihm gefällt. Herzlich willkommen im Lüneburg des Jahres 2015 und danke, daß Sie sich für diesen Höhepunkt westlicher Zivilisation den Buckel krummgeschuftet haben, liebe Vorfahren! Verzeihen Sie meinen Sarkasmus, aber jede ernsthafte Auseinandersetzung mit diesem Irrsinn verbietet sich von selbst, wenn man nicht ebenfalls der Verwässerung des Freundschaftsbegriffs das Wort reden möchte. Zu meiner Zeit zumindest war ein Freund jemand, auf den man sich verlassen konnte, der da war, wenn es einem schlecht ging, und umgekehrt. Einer mit dem man lachen und weinen und Ferkel stehlen konnte; heute schickt man einander Gefühlsregungen in Form bunter Fratzen anonym per „Chat“, statt um Ferkel geht’s um Ferkeleien, und das einzige, was man noch gemeinsam stiehlt, ist Zeit, und zwar sich gegenseitig! Aber hilft einem auch nur einer dieser „Freunde“ aus der Klemme, leiht einem irgendeiner dieser „ach so treuen“ Gefährten Geld, wenn es zum Monatsende eng wird? Darüber dürfen Sie sich gerne selbst Gedanken machen (richtige Antwort: nein). Mein Enkel jedenfalls findet hoffentlich bald ins ECHTE Leben zurück, wenn ich ihm das Geld für den Internetanschluß streiche und statt dessen einen Lenkdrachen kaufe. Allen anderen aber, die hier bei Blog.JJ wie blöde Blödes rumposten, sage ich frei nach den Chicorée-Indianern: Erst wenn der letzte „Shitstorm“ geteilt ist, der letzte „Tweet“ kommentiert und der letzte Depp ein „Nacktbild“ ins WWW (World Wide Web) geladen hat, werdet ihr feststellen, daß Facebookfreunde sich nicht merken können, wann ihr Geburtstag habt! Schönen Tag noch!

    Hannfried Lechter (63) vom Kunkelberg

    • @ hannfried lechter

      Gibt es bei Ihnen schon elektrischen Strom? Oder haben Sie 10 stunden im Internetcafe gesessen?

    • Lieber Hannfried Lechter vom Dunkelberg, den engl./US Begriff social mit dem deutschen sozial zu vergleichen oder gar zu übersetzen, nun ja, sagen wir mal ist etwas daneben.

      Ich für meinen Teil fürchte den Tag, an dem nicht mehr gepostet wird.

  34. Lieber Klaus Bruns, ist es nicht erstaunlich, wie viele Sorgen sich Leute wie Lydia und Bundeskasper unter ihren diversen idiotischen Kommentatoren-Masken ununterbrochen machen? Je friedfertiger und komfortabler das Leben in Deutschland und Reppenstedt wurde, desto nervöser wirken seine Bürger. Es scheint, als suchten sie verzweifelt ein Objekt, auf das sich die Sorge richten kann. In manchen Fällen – so wie hier – sind es Lüneburger Studierende, auf die sich ihre beklemmenden Befürchtungen und ihr strenger Argwohn mit zwei- bis dreiwöchigem Blog-Gebrülle, mit schäumendem Wutgeschnaube und aus dem Mund spritzendem Geifer richtet, in den meisten Fällen aber sind es Hunde. Ein großer Teil der deutschen und auch der Lüneburger Beziehungsgespräche wird ja im Wald geführt, einst ein Ort der wohnortnahen Erholung. Heute tobt dort schon frühmorgens die ganze Psychodynamik postmoderner Gesellschaften: So sieht man etwa im Hasenburger Bachtal oder in der Nähe der Roten Schleuse erwachsene, gebildete Lüneburger, die kurz vor dem Tränenausbruch stehend auf ein Tier einreden. Es geht um Respekt, unangemessenes Verhalten und die ewige Suche nach dem Kaninchen. Die Hunde selbst machen dagegen einen ganz vernünftigen Eindruck, als hätte ihnen die Evolution neben der Fähigkeit zum Hüten von Schafen auch noch die des Menschentherapeuten geschenkt.

    Aber es sind nicht nur die Hundebesitzer, es gibt viele nervöse Zeitgenossen. Manche sind sogar mit ihrem Bart überfordert, wie jener mittelalte Mann, der vor Kurzem beim Coiffeur Cengiz Canata zwischen mir und Manfred Nahrstedt saß. Er war unzufrieden mit seinem Bart. Zu strohig oder nicht strohig genug, es war nicht ganz klar, was genau das Problem war, denn er hyperventilierte bei der Schilderung seiner Sorgen. Am Abend vor dem Barbiertermin hatte er eine Verabredung abgesagt und sich früh ins Bett gelegt, verrückt vor Sorge, seinen Bart allzu großem Stress auszusetzen. Der Barbier beruhigte ihn mit einem detaillierten und zeitintensiven Anwendungsplan zur Pflege des Vollbarts – ein Neurochirurg hätte nicht ernsthafter vortragen können. Da ich den bärtigen Mann nicht kenne, kann ich auch nicht beurteilen, ob er, wie man so sagt, sonst keine Sorgen hat oder ob der Bart nur der Fokus für ganz anderen Kummer war. Einen Hund hatte er jedenfalls nicht.

    Es mag, verglichen mit solchen Spezialsorgen, angemessen erscheinen, dass sich Eltern um ihre Kinder sorgen und Lehrer um ihre Schüler. Aber oft sind auch diese Sorgen übertrieben. In der Buchhandlung Unibuch erzählte die Autorin Sabine Ludwig von ihrer Erfahrung mit Lesungen vor Schulklassen: Während des Vorgesprächs rede der Lehrer seine Schüler erst mal schlecht, bemängele ihre generelle Unlust und spezielle Literaturferne. Und in der Tat zeigten die Mienen der jungen Leute zunächst, so Ludwig, wenig Begeisterung. Dann aber, nach wenigen Minuten des Vorlesens, „dann kriegst du sie alle“. Das verwundert nicht, denn Frau Ludwig bringt gute Bücher mit. Merkwürdig ist nur diese vorsorglich geäußerte Kritik der Lehrer an den Schülern. Auch viele Eltern sind ja stets willig, Defizite ihrer Kinder aufzuzählen. Dabei gibt es nur eine Fähigkeit, die Kinder entwickeln sollten: sich am Leben zu erfreuen. Ob sie sich dazu mit Nussnugatcreme einschmieren, Computerspiele oder Bücher lieben, ist egal, auf die Freude kommt es an. Und da hilft es, wenn auch den Erwachsenen die Sorge nicht zur Droge wird. So wie generell die Bürger der reichsten, friedlichsten Gesellschaften der Menschheitsgeschichte nicht jeden Tag erneut die kommende Apokalypse beklagen sollten. Es hört ja sonst keiner mehr hin, wenn es wirklich mal so weit ist.

  35. Bundeskasper
    19. Dezember 2015 at 20:02

    Klaus – Sie müssen weitergefasst denken – dann kommen Sie auch zum richtigen Ergebnis.

    Bundeskasper, ich betrachte mich als weltbürger, weiter etwas zu betrachten , lohnt im moment noch nicht.

    • Richtig, Klaus, mehr als die Welt kann (außer Welt-Lesern natürlich) wohl niemand betrachten.

      »Weitergefasst« oder »weiter[hin] gefasst« denken? Unter dem Ersteren kann ich mir überhaupt nichts vorstellen unter dem Zweiten das, was beides gerade Signora Bundeskasper hier durchgängig vermissen lässt: A) die Fassung und B) das Denken.

      Anstatt elf Tage lang wie ein betrunkenes Fischweib auf ein dreiundzwanzigjähriges Mädchen einzukeifen, ohne auch nur einem seiner Gründe nähere Beachtung zu schenken, und anstatt elf Tage lang rechtsextreme Parolen und Plattitüden wiederzukäuen, ohne die geringste Bereitschaft (bzw. Fähigkeit?) zum Argumentieren, hätte er/sie besser die Zeit genutzt und wenigstens einen Versuch gemacht, gelassen zu bleiben und aus Erinnerungen, Vorstellungen und Begriffen eine Erkenntnis zu formen.

      Ich kenne diese späte (wahrscheinlich zu späte) Reue. Denn seit Jahren schon plagt auch mich diese unheilvolle Nervenschwäche, in der Sprache der einfachen Leute auch »Aufschieberitis« genannt, die mich zwingt, was immer es auch zu tun gibt, die Arbeit erst zum letztmöglichen Termin oder später zu beginnen, bis dahin allerdings jeder Form von Freizeit oder Freude zu entsagen, immer auf den richtigen Zeitpunkt für die Erledigung der inzwischen berghoch scheinenden Aufgabe wartend, der selbstredend – wie ich ja währenddessen auch schon weiß und mir darum gleich dreimal in den Arsch beiße – niemals kommen wird, bis ich dann schließlich unter Schmerzen und Verzicht auf Schlaf und Nahrung in Windeseile irgendeinen Dreck zusammenrotze, so daß mein Zustand insgesamt eigentlich der ist, daß ich zwar kaum je etwas tue, aber ständig drauf und dran bin; früher in der Schule war das allerdings noch anders: Da war ich immer dran und drauf.

  36. Weihnachten erleben – mit Blog.JJ

    Liebe Leserinnen, liebe Bundeskasper, Karlheinz, Karlheinz,

    wir Kommentatoren-Kritiker und Blog.JJ-Fans von der Leuphana-Combo wollen Sie nicht täuschen, wollen nicht lange um die Weihnachtsgans herumreden, wollen Ihnen unmißverständlich emp- und befehlen: Abonnieren Sie Blog.JJ, schenken Sie Blog.JJ, greifen Sie signierte Prämien nationaler Lüneburger Berühmtheiten ab! Ein in die Landeszeitung gut integriertes Print-Abo unseres Forums für Lokalpolitik und Stadtkultur erfreut, wirkt angenehm aus der Zeit gefallen, ja beinahe schon schrullig. Ohne Frage: Ein Stapel von Ihnen selbst gedruckter Blog.JJ-Artikel und seiner belustigenden Kommentare macht sich auf dem teuren Couchtisch wesentlich besser als Ihr scheiß (pardon!) I-Pad. Und damit Sie auch noch zehn Minuten vor der Bescherung eine Option haben, ließen wir unsere Praktikanten in der Außenstelle am Nordpol zauberhafte Gutscheine zum Ausdrucken und Ankreuzen* produzieren. So brauchen Sie sich keinen eigenen Gedanken mehr zu machen, wenn es gilt, ungeliebte Verwandtschaft zu beschenken. Das ist nach unserer Überzeugung der wahre Spirit (engl./US Begriff) von Weihnachten.

    Ein frohes Fest wünscht

    Ihre blog.jj-kommentatoren-kritische Leuphana-Combo

    * http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/286790-im-blog-jj-schreibt-heute-kim-torster-ueber-die-afd-auf-dem-campus-den-protest-und-die-meinungsfreiheit#comment-60500

  37. Liebe Kim,

    ich bin kürzlich auf etwas gestoßen, das Ihnen, die Sie vielleicht gar nicht aus unserer Gegend stammen (Hamburg ist schon ein anderer Kontinent), helfen könnte (ein wenig generösen Sarkasmus vorausgesetzt), die wütenden Ausbrüche und die Ihnen gegenüber wüsten Entgleisungen hier im Blog ein wenig besser einzuordnen, wenn auch nicht zu entschuldigen. »Würde ein Chinese fragen, wo er das echteste Deutschland fände«, beginnt ein Aufsatz aus dem Frühsommer 1923, »so wäre zu antworten: ›Da, wo es keine gothischen Kirchen gibt‹«, also bei »den Menschen, die in den rauhen, staubigen Ebenen und auf den kleinen Hügelketten Nordwestdeutschlands leben. In Niedersachsen — und dazu gehört in weiterem Sinne nicht nur das Land zwischen Weser und Elbe (Ostfalen), sondern auch Westfalen«. Der Verfasser beschreibt ›den‹ Niedersachsen, wie Sie ihn – cum grano salis – auch heute noch in Lüneburg und Umgebung (folglich auch unter pseudonym-vermummten Lüneburger Aggro-Bloggern) finden, als steifbeinig verknöcherten ›passiven Widerständler‹ gegen zunächst einmal grundsätzlich einfach alles.

    »Dieser Landstrich zwischen Ruhr, Elbe, Harz«, heißt es weiter, »und dem heutigen Bremen blieb unberührt von der Völkerwanderung. Während der ganze deutsche Süden und Westen halbkeltisch ist — mit dem keltischen Gipfel in Bayern — , während der deutsche Osten einen halb- oder dreiviertel slavischen Charakter hat, blieb Niedersachsen unvermischt. Hier blieb das ursprünglich deutsche Wesen am reinsten gewahrt. Freilich fehlt auch der geistige und seelische Reichtum, durch den sich andere deutsche Stämme auszeichnen. Blut und Flamme sprühen nur aus gemischten Stämmen. In Niedersachsen gedeihen große Charaktere, Genies findet man nicht.

    Denn so ist der niedersächsische Menschenschlag: Breit, mächtig von Gestalt. Die Haut hart und gespannt, das Haar glanzlos. Klare, nüchterne, aber nicht ausdruckslose Augen. Die Körper werden selten fett, neigen aber zu vorzeitiger Fülle. Chirurgen, die aus anderen Teilen Deutschlands nach Niedersachsen kommen, berichten erstaunt über die Schwierigkeiten eines Bauchschnitts an diesen kolossalischen Menschen. Wollen sie elegant sein, so wirken sie immer [unbeholfen tapsig] wie der Tanzbär.

    Dem Körperlichen entspricht Geist und Seele: Am besten sind die Niedersachsen bezeichnet durch das plattdeutsche, fast unübersetzbare Wort: ›dröge‹, d. h. wörtlich: trocken –, aber nicht etwa trocken im Sinne von ›sec‹, also nicht etwa trocken — knisternd — sprühend. Auch nicht trocken wie die heroische Nüchternheit des anglo-amerikanischen Puritaners oder die mesquine Schwunglosigkeit des echten Preußen. Das niedersächsische ›dröge‹ bedeutet (etwa) ›nicht-strömend‹. Ja, Empfindungen, Gedanken, Worte strömen den Niedersachsen nicht zu und strömen deshalb auch nicht von ihnen aus. Sie begreifen schwer. Was sie aber einmal erfaßt haben, das halten sie fest fürs Leben. Das Neue ist nicht nach ihrem Geschmack, gegen das noch nie Dagewesene haben sie Mißtrauen. Das Hergebrachte bewahren sie so lange wie möglich. Aber romantische Verklärung der Vergangenheit ist ihnen fremd. Sie sind sachlich, doch nicht maschinenhaft. Sie sind ohne Schwung, aber nicht seelenlos. Sie sind zähe, eigensinnig, trotzig; aber gesunder Menschenverstand schützt sie vor Übertreibungen. Niedersachsen schließen schwer Freundschaft, aber wenn –, dann hält sie wie Granit. Sie öffnen ihr Herz selten, selbst dem Freunde selten. Geschieht es, so wirkt es oft kindlich-rührend. Sie sind bauernschlau, dennoch ehrlich, treu, bieder, zuverlässig. Sie sind selbstherrlich und doch nur selten disziplinlos. Mäßigkeit, Tüchtigkeit, Fleiß, Disziplin sind ihnen selbstverständlich. Sie halten diese preußischen Kardinaltugenden mit Recht für subaltern und rühmen sich ihrer nicht.

    Die Niedersachsen sind knauserig wie alle echten Bauern. Doch fehlt der stinkende Geiz, der den französischen Landmann verunstaltet. Alle Niedersachsen sind gastfrei, aber selten freigebig. Sie essen und trinken gern etwas Gutes. Ein Niedersachse trinkt zwei Bayern unter den Tisch, wenn´s sein muß. Aber der Alkohol bleibt ohne Einfluß auf die Politik. Es fehlt zwar politischer Instinkt, doch man gibt sich keinen Illusionen hin. Die größte politische Schöpfung der Niedersachsen, die Hansa, war eine Sache voll härtester Wirklichkeit. Sie streiten nicht gern. Muß es sein, so kämpfen sie ihre Sache durch. Pure Rauflust ist ihnen widerwärtig. Sie behaupten ihren Standpunkt ohne Aufsässigkeit und ohne Herrschsucht. Sie lassen sich nicht gern befehlen. Wollust im Gehorchen ist ihnen unverständlich. Die preußische Freude am Kriechen nach oben und Treten nach unten ist ihnen verhaßt. Daher haben sie niemals das tiefe Mißtrauen gegen das Preußentum verlieren können.
    (…)
    Die Niedersachsen haben eine derbe Sinnlichkeit. Galant sind sie nicht. In ihren Umgangsformen sind sie grob, niemals roh. Zeiht man sie der Unhöflichkeit, so sind sie beschämt. Sich der Grobheit etwa zu rühmen, wie es der Bayer, Schwabe, Schweizer gern tut, wäre für einen Niedersachsen undenkbar. Diese Menschen haben etwas Verträumtes, und deshalb blicken sie nicht weit in die Zukunft. Daß die Träume nicht überwuchern, dafür sorgt die angeborene Nüchternheit. Die Niedersachsen sind eine konservative Macht. Was Stendhal von den Deutschen sagt, das gilt von den Niedersachsen insbesondere: ›Im Grunde sind sie ein gutes, langsames, schwerfälliges Volk, das nur durch ganz heftige und oft wiederholte Stöße in Bewegung gebracht werden kann.‹

    Einen Volksstamm erkennt man wie den einzelnen Menschen am tiefsten aus seinem Lachen. Das Lachen lügt nicht. Der niedersächsische Witz hat keinerlei Ähnlichkeit mit dem Witz anderer Völker oder Stämme. In Niedersachsen gedeiht nicht eigentlich Witz, sondern Schalk. Till Eulenspiegel ist die beliebteste Volksgestalt. Schalk kommt aus dem Herzen, nicht vom Hirn.

    Der Niedersachse ist eine konservative Urkraft gemildert durch Schamhaftigkeit, Nüchternheit und Schalk.
    (…)
    Allerdings, es ›strömt‹ nicht. Den Niedersachsen fehlt die berühmte ›halbe Flasche Champagner im Blut‹, die Bismarck überhaupt an den Deutschen vermißte. Aber Champagnerblut bei anderen wird geschätzt, wenn auch anfangs mit Mißtrauen beobachtet, bis man sich überzeugt hat, daß der Champagnerblütige kein Windhund ist. Hierin unterscheidet sich der Niedersachse völlig von der steifleinenen preußischen oder der sturen bayrischen Abneigung gegen warmblütige Menschen. Überhaupt ist für den echten Niedersachsen Ostelbien eine periphere, Bayern eine exotische Angelegenheit.
    (…)
    [Aber, so] gutmütig, phlegmatisch und versonnen diese Menschen auch sind, so gibt es bei ihnen zuweilen Temperamentausbrüche von einer fast beispiellosen Heftigkeit. So haben die Braunschweiger — im Höhepunkt der Metternich-Zeit! — 1830 ihrem liederlichen Herzog das Schloß über dem Kopf angezündet und ihn verjagt, eine ungeheuerliche Tat für damalige Begriffe.

    Etwas ähnliches an urplötzlicher, maßloser Heftigkeit bei gutmütigen, phlegmatischen, versonnenen Menschen gibt es nur noch ein einziges Mal in der Welt: bei den ebenso stillen, fleißigen, unromantischen Chinesen. (…) Ein Chinese, der echtestes Deutschland kennen lernen will, würde sich also in Niedersachsen garnicht so fremd vorzukommen brauchen. Das ›Ch’i‹, der Wutstoff, spukt hier wie dort. Wehe dem, der ihn zur Entladung bringt! Mögen dies alle hören, die es angeht!«

    ((Friedrich Sternthal: Die Menschen zwischen Ruhr und Harz. In: Das Tagebuch (Zeitschrift), 4. Jg., 1. Halbjahr, Heft 4. Berlin, 5. Mai 1923. Seiten 627–630.))

  38. Mich wundert eigentlich nur eines, warum hat niemand einen der Hauptprotagonisten dieses Desasters befragt?

    Ein Statement des Herrn Spoun wäre doch wünschenswert gewesen.

    Frau Torster als Studentin kann ich da noch verstehen, aber die Landeszeitung, hier speziell Herr Jenckel, wäre doch gefordert gewesen.
    Ich versuche garnicht erst ein Statement des Herrn Pretzell anzubieten, das möchte ich nicht aushalten müssen. 😀

    Frohe Weihnachten

  39. @ Kim Torster

    Sie können sich freuen:

    Überschrift in der „Welt“ vom 6.9.2013:
    „Christen in Deutschland werden zur Minderheit
    Die Religion in Deutschland wird in 20 Jahren weit weniger als heute verbreitet sein. Das Christentum wird zur Angelegenheit einer Minderheit.“
    Damals konnte man die Migrationsbewegung noch gar nicht absehen, sondern stützte sich allein auf demographische Entwicklungen.
    Das muss doch alle freuen.Man kann dann endlich Kopftuch tragen, sich unterwerfen besonders als Frau,eine Ideologie aus dem 600 Jh. nach Christi ausleben zu der Todesstrafen, Gliedmassen abhacken und Frauen und auch Juden als Sklaven angesehen werden. Klasse.Herzlichen Glückwunsch!