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Die neuen Meinungsführer, Schlammschlachten und panische Politiker

Hans-Herbert Jenckel
Hans-Herbert Jenckel

 

(Den Blog.jj führt Hans-Herbert Jenckel, Geschäftsführender Redakteur und Online-Chef der LZ, Kürzel jj. Gastkommentare sind willkommen. )

Lüneburg, 11. Januar

Die Nachrichten auf Facebook und Twitter von den Übergriffen auf Frauen in Köln und Hamburg in der Silvesternacht führen Fluch und Segen der Neuen Medien vor Augen und provozieren bei Politikern immer schneller die immer gleichen Reaktionsmuster.

Facebook  und Twitter fluteten schnell und ungefiltert das Soziale Netz. Einerseits ein Segen. Die Mitteilungen wuchsen sich aber zu einer Schlammschlacht von Gerüchten und Mutmaßungen aus, breiteten einen Morast aus, in dem sich hasserfüllte Kommentatoren suhlten, bis einem schlecht wurde. Das ist der Fluch.

Dass die Zeitungsreporter dagegen bei Recherche und Berichterstattung anscheinend einen Fehlstart hingelegt haben, das war nicht nur bedingt durch die zögerlichen Informationen der Polizei.  Zugleich zeigt sich darin auch eine Stärke der Journalisten: Sie recherchieren, bevor sie eine Nachricht in die Welt setzen. Der gedruckten Zeitung haftet auch deswegen immer noch dieser urkundliche Charakter an. Doch je öfter der Wahrheitsgehalt zweifelhaft ist, desto schneller verliert sie diesen Wert. Das Schimpfwort „Lügenpresse“ nistet sich ein.

Die Wucht in den Sozialen Netzwerken bediente Ängste und Vorurteile und machte die Übergriffe schnell zu einem Brandbeschleuniger unter Politikern. Wer gerade noch zögerte, reagierte jetzt panisch mit Bürger-Beruhigungspolitik: schärfere Gesetze, schnellere Abschiebung, mehr Staat. Stimmung ist heute leider immer stärker als Politiker.

Und Stimmung wird über Facebook und Twitter organisiert. Durch Köln hat sich das sichtbar manifestiert. Opfer twittern über Köln, Polizisten posten bei Facebook,  Chefredakteure rechtfertigen dort ihre kritisierten Titelseiten, der Sprecher der Bundeskanzlerin twittert schon immer, pointierter kann das natürlich Bild-König Diekmann.

Die Verschiebung der Meinungsführerschaft ist mindestens so umwälzend wie die gerade laufende Völkerwanderung und sie hat am Ende vermutlich auch mehr Sprengkraft.

Hans-Herbert Jenckel

215 Kommentare

  1. Jetzt kippt sie also wieder, die Stimmung; aber wer macht die Stimmung? „Stimmung wird über Facebook und Twitter organisiert“? Nicht nur, Herr Jenckel: „Chaotische Ermittlungen“ überschreibt die Morgenzeitung einen Bericht über die polizeiliche Arbeit nach den Silvesterkrawallen, denn „die Ermittlungen nach den sexuellen Übergriffen gestalten sich zunehmend chaotisch“, wobei das zunehmende Chaos im Text dann aber bloß darin bestand, daß ein Staatsanwalt zwei Tatverdächtige wieder laufen ließ. Eine „desaströse Informationspolitik“, heißt es nebenan, hätten den Abgang des Kölner Polizeipräsidenten unausweichlich gemacht; dabei hatte der sich bloß nicht getraut, dem Volke mitzuteilen, Kanaken seien über deutsche Frauen hergefallen. Er ahnte, was folgen mußte. „Integration haben wir uns anders vorgestellt“ (Anja Reschke, Tagesthemen).

    „Die Silvesternacht“, heißt es im frischen Spiegel – Titel, natürlich: „Auf der Kippe“ – „markiert einen Wendepunkt, weil sich in ihr das Unbehagen über staatliche Untätigkeit kristallisiert hat.“ Mein Unbehagen hat sich nicht kristallisiert. Ich habe gar kein Unbehagen, jedenfalls nicht wegen staatlicher Untätigkeit. Wie soll er denn tätig werden, der Staat? Verstehe: Keine Kanaken mehr hereinlassen. „Die Szenerie auf der Platte zwischen Dom und Hauptbahnhof war kaum anders als symbolisch zu betrachten: Der Platz wurde zum Ort der Rechtlosigkeit, der Ohnmacht der Staatsgewalt, aber Randale, Raketen, Rabauken überall.“

    Kaum passiert es einer Polizei, daß sie nicht in die Zukunft sehen kann – und schließlich waren die Kölner Vorfälle, wir lesen es überall, ohne Beispiel –, wird aus Europens sommermärchenhafter Musterdemokratie mit allerorten bestaunter Verwaltung ein umfassend ohnmächtiges Chaosland, das gegen Randale und Rabauken keine Chance hat, mindestens dann nicht, wenn die Rabauken migrantische sind. Die werden nämlich, anders als Einheimische, nicht einfach straffällig, nein: Die treten unsere Grundwerte mit Füßen, deren heiligster ist, daß Frauen keinesfalls molestiert werden dürfen, außer vielleicht auf dem Oktoberfest, im Karneval oder wenn sie es auf der Karriereleiter zu eilig haben. (Das zeichnet den Spiegel ja aus, daß er immer Engelchen und Teufelchen zugleich ist: „In jeder Großraumdisco tanzen Grapscher, auf jeder Fanmeile tummeln sich Fummler, und beim Karneval, dieser sehr deutschen Angelegenheit, verschwimmen regelmäßig die Grenzen zwischen närrischem Spiel und bösem Ernst. Fast 60 Prozent der Frauen in Deutschland haben laut einer Studie aus dem Jahr 2004 angegeben, schon einmal sexuell belästigt worden zu sein. 60 Prozent, das sind so viele Frauen, daß die Täter garantiert nicht alle Nordafrikaner sein konnten.“)

    Aber die Stimmung kippt, muß kippen, denn „zur Wahrheit gehört auch, daß das Zusammmenleben in Deutschland ungemütlicher wird“, und „wenn sich die Wähler, wie es sich in diesen Wochen anfühlt“, u.a. weil es so in unseren Stimmungsblättern steht, „von den Regierungsparteien der Großen Koalition in dieser Frage nicht ernstgenommen fühlen, werden sie sich Antworten bei anderen, radikaleren Gruppierungen suchen“.

    Der Spiegel, ein deutsches Bildungsblatt, denn was ist noch gleich „Insinuation“? Der Cordt Schnibben tut es gern noch mal exemplifizieren: „Im Kopf vieler Deutscher fügen sich die üblen Taten allerdings zu einem düsteren Blick in die Zukunft eines entfremdeten Deutschland, zu einer Art Geiselnahme, die nicht nur die Frauen im Bahnhof bedroht“, sondern das deutsche Vaterland im ganzen, das sich über- und von sich entfremdet sieht, wenn der Ausländer mit seiner brünstigen Negerkultur als Geiselnehmer des ganzen Volkes in Erscheinung tritt. (Da regen sie sich über „Mein Kampf“ auf, dabei steht dasselbe doch im Spiegel!)

    Wäre meine Frau in Köln oder Hamburg zum Opfer geworden, ich müßte gleich zweimal speien: über den Mob dort und über unsere halbseidenen Stimmungskanonen beim Stürmer, halt: in Hamburg.

    • Robert – Sie haben nichts verstanden – oder?
      Nicht das was vorher war und nicht das was da wirklich passiert ist.
      Und auch nicht das, was in und mit unserer Gesellschaft geschehen ist – erst schleichend und dann immer schneller.

      JJ hat absolut recht – unseren Abgeordneten ALLER Parteien muss doch richtig schwindelig sein von ihren schnellen Wendungen der letzten Stunden.
      Ich kann kaum noch atmen, so dick ist mein Hals über das was da die Parteien jetzt veranstalten.
      Schauen Sie einmal auf die Facebookseite des Herrn Tauber!
      Hätte ich das vor 3 Monaten gesagt, wäre die Gedankenpolizei morgens um 5 Uhr bei mir eingeflogen!

      Ich höre jetzt besser auf, ich hab eh keine Ahnung von Politik.

      • Na, Bernd-Lydia Rollwagen-Bundeskohlhaas, mal wieder jede Menge bedeutungsvoll klingendes Raunen abgesondert, ohne das Geringste zu sagen?

        Aber halt:

        „Ich höre jetzt besser auf, ich hab eh keine Ahnung von Politik.“

        Das haben wir alle ganz deutlich gehört und gelesen!

        Recht haben Sie! Bleiben Sie dabei! Unbedingt!

        Ach, wenn man Kaspern wie Ihnen doch nur glauben und vertrauen könnte!

        Mal seh´n, wie lange SIE das Wasser halten können.

        • Vielleicht sollten Sie besser aufhören sich mit anderen Kommentatoren zu beschäftigen und anfangen einmal über die sich seit langem abzeichnende gesellschaftliche Situation in Deutschland Gedanken zu machen.

          Ihrer Meinung nach soll also alles so weitergehen?
          Ach, Sie haben ja keine Meinung.

          Dafür aber der niedersächsische Landtagsabgeordnete Frank Oesterhelweg (CDU) er fordert den Einsatz von Schusswaffen seitens der Polizei.  (HAZ)

          Merken Sie jetzt etwas – oder liegt Ihre Hemmschwelle noch höher?

      • …..und tschüß !!!

    • Ludwig Hüttner

      Ausgezeichneter Hinweis, Herr Bruns!

      Ein Gruppenportrait der anonymen LZ-Stimmungsmacher „Bundeskasper“, „Lydia“, „Michael Kohlhaas“, „Thomas Schmidt“, „Bernd“, „Jochen Rollwagen“, „Klaus“, „Andre Hebsen“, etc., etc.:

      »Das Wesen des neurechten Opferdiskurses ist es, dass der Rechte sagt, er werde unterdrückt in einem gleichgeschalteten Land, dabei sei er doch nur für die Freiheit der Rede – nur um dann allen, die die Freiheit der Rede nutzen und nicht seiner Meinung sind, „Totalitarismus“ vorzuwerfen.

      So ist er eben, der Rechte, er kann nicht anders. Er fühlt sich verfolgt, weil Gegnerschaft ein wesentlicher Teil seines Weltbildes ist. Er sieht überall Verschwörungen, weil er selbst so arbeitet. Er glaubt, dass alle um ihn herum lügen, weil er selbst ein gespaltenes Verhältnis zur Wahrheit hat. Aber die Wahrheit ist ein zartes Gut. Sie ist nicht für alle sichtbar und nicht zu jeder Zeit, und möglicherweise gibt es sogar mehrere Wahrheiten, die Postmoderne hat nicht in allem geirrt.

      Das ist für manche schwer auszuhalten, vor allem für die, die sich schon immer im Besitz der Wahrheit wähnten. Was in etwa die Definition für Ideologie ist. Die Wahrheit sei erst nach und nach bekannt geworden, hieß es nach den „Ereignissen von Köln“ immer wieder, und das wurde als Beweis betrachtet, dass da eine ungeheuerliche Verschwörung im Gange ist, angeleitet von so bekannt „links-versifften“ Kräften wie der Kölner Polizei, dem Berliner Innenminister und der SPD von NRW.

      Aber es ist das Wesen der Wahrheit, dass sie sich nach und nach offenbart, sonst wäre ja alles viel einfacher. Der Journalismus zum Beispiel wäre sehr viel einfacher. Man müsste gar nicht recherchieren. Man wüsste ja schon alles. Das ist es übrigens, was die Rechten allen anderen gern vorwerfen. Weil sie selbst so sind und denken. «

      Der lange Artikel geht nach dieser Vorbemerkung akribisch auf die rechtspopulistisch propagandistische „Aufbereitung“ der Silvester-Geschehnisse in Köln ein.

      • @Ludwig Hüttner.
        Sie geben einen Artikel aus SPON auszugsweise wieder. Der Artikel ist durchaus lesenswert, wenn auch der profilierte Journalist und Autor Georg Diez, wie einige andere Mitarbeiter des SPIEGEL auch, gerne eigene Meinungen zum Besten gibt und sich nicht ausschließlich der Recherche widmet. Was sein unbestritten gutes Recht ist.

        Ich hätte mich gefreut, von ihnen etwas mehr als nur diese lapidare Textwiedergabe zu lesen, vielleicht sogar einen Kommentar.
        Gar nicht erfreulich finde ich es, dass Sie ihr Anliegen durch eine pauschale Aufzählung von Mitforisten garnieren, die Ihnen anscheinend allesamt als „Stimmungsmacher“ suspekt sind: „Bundeskasper“, „Lydia“, „Michael Kohlhaas“, „Thomas Schmidt“, „Bernd“, „Jochen Rollwagen“, „Klaus“, „Andre Hebsen“, etc., etc.:

        Zufälligerweise kenne ich einen aus dieser Reihe. Es ist nicht der erste „etc.“ auch nicht der zweite „etc.“ Und dieser Bekannter passt gar nicht in das von Ihnen unterstellte Milieu. Glauben Sie es mir einfach.

        Also: Nicht bitte alle in einen Sack stecken, Zuschnüren und draufhauen, sie treffen diesmal nicht nur die Richtigen!

        • Ludwig Hüttner

          Lieber Wolf-Thomas Schmid,

          Sie haben recht, ich gebe den Artikel aus SPON auszugsweise (als Zitat angekündigt und durch Anführungszeichen kenntlich gemacht) wieder, auf den Herr Klaus Bruns aus Reppenstedt unmittelbar über den Posts von Ihnen und mir hingewiesen hat. Dass Sie inzwischen nicht nur dem herausragenden journalistischen Profi und geschäftsführenden Redakteur der LZ, Herrn Hans-Herbert Jenckel, sondern auch dem ebenso „profilierten Journalisten und Autor Georg Diez, wie einigen anderen Mitarbeitern des SPIEGEL“ das „unbestrittene Recht“ zugestehen, „ihre eigene Meinungen zum Besten zu geben und sich nicht ausschließlich der Recherche zu widmen“, sehe ich als Ergebnis eines von Herrn Jenckel behutsam eingeleiteten, durch geduldig platzierte Antworten und Erinnerungen weitergeführten und nun offenbar erfolgreich in Ihrem Erfahrungsspeicher verankerten Lernprozesses an, der Sie zu der Transferleistung befähigt, von einer generellen Einsicht (1.) auf den besonderen Fall (2.) zu schließen:
          (1.) Journalistische Formate werden seit ca. 300 Jahren in informierende (Meldung, Nachricht, Bericht, Reportage, Umfrage, Feature, Porträt und Interview) und meinungsäußernde Darstellungsformen (Leitartikel oder Editorial, Kommentar, Kritik, Glosse, Kolumne, Betrachtung, Feuilleton und Essay) eingeteilt, die alle unterschiedlichen Aufbau-, Sprach- und Stilprinzipien genügen.
          (2.) In seinem Blog.JJ schreibt Herr Jenckel kurze Meinungsbeiträge, welche aktuelle Ereignisse oder Debatten aufgreifen, um diese mit einer sehr spitzen Argumentation, aus sehr subjektiver Sicht in meist heiterem Unterton, angereichert durch Wortspiel, lokal-dialektale Wendungen, Metaphern, Ironie und Satire zur Diskussion zu stellen. Da es sich dabei zugleich immer um den Meinungsartikel eines einzelnen, regional sehr bekannten Publizisten handelt, werden auch Sie die regelmäßig piksende Jenkelsche Textsorte nach einigem Überlegen als KOLUMNE in Gestalt einer GLOSSE identifizieren.

          Nun zu mir:

          Ich bin – wie Sie auch – nur Kommentator des Kommentators. Dass es Sie, lieber Wolf-Thomas Schmid, gefreut hätte, mehr von mir zu lesen als die bloße Wiedergabe eines fremden Elaborats, DAS freut mich. Doch es war ganz und gar meine mehrere Zehntelsekunden lang intensiv durchdachte Absicht, genau das zu tun, was ich getan habe, nämlich: a) mich bei Herrn Bruns für den Hinweis zu bedanken, b) die anonymen LZ-Stimmungsmacher „Bundeskasper“, „Lydia“, „Michael Kohlhaas“, „Thomas Schmidt“, „Bernd“, „Jochen Rollwagen“, „Klaus“, „Andre Hebsen“, etc., etc. aufzuzählen und c) diese, denen ja nur zwei reale Personen entsprechen, als – MEINER Meinung nach – in dem Diezschen Essay sehr wohl und überraschend gut getroffene Mitgemeinte und Mitportraitierte zu kennzeichnen.

          Dass Sie, lieber Wolf-Thomas Schmid, EINE ANDERE MEINUNG haben, finde ich zwar erstaunlich, aber ich freue mich trotzdem darüber. Nur, bitte haben Sie Verständnis dafür, einem Anonymen, der keinen einzigen rational nachvollziehbaren Grund anführt, einfach so zu glauben, das kann ich nicht. Zum einen setze ich in Debatten immer NUR auf Gründe oder schlagende Evidenzen, zum anderen hat mir meine Oma Suse zu meinem vierten Geburtstag, also schon vor über sechzehn Jahren eingeschärft, ich dürfe einem Wolf solange niemals trauen, bis er durch Beweise oder Plausibilitäten, die nach Maßgabe gesunder und wacher Menschenvernunft alle Zweifel ausräumen, seine Ehrenhaftigkeit habe beglaubigen können. Nach allem, was ich hier im Blog-Forum bisher von Ihnen gelesen habe, lieber Wolf-Thomas Schmid, ist das aber nicht der Fall.

          Best regards

          L. H.

      • Hallo Ludwig Hüttner, der Artikel von Georg Diez ist wirklich lesenswert. Klaus Bruns hat den Link. Hier: https://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/294242-294242#comment-61192

  2. Ich möchte etwas zur Versachlichung des Themas beitragen, indem ich einfach einmal ein Schlaglicht auf die finanziellen Implikationen der Willkommens-Politik werfe:
    Ein Flüchtling kostet den Steuerzahler 1000 EUR / Monat. Nehmen wir 1,5 Mio. aus 2015 plus die 2 Mio. (5500 / Tag) aus 2016, ergeben sich 3,5 Mio. Flüchtlinge. Dies entspricht dann Kosten von 3,5 Mrd. EUR / Monat bzw. 42 Mrd. EUR / Jahr. Nehmen wir den Familiennachzug mit dem Faktor 5 an, dann haben wir jährliche Kosten von 210 Mrd. EUR. Der Bundeshaushalt 2015 hatte einen Etat von 300 Mrd. EUR. Damit wäre Deutschland Ende 2016 pleite.
    Ohne Familiennachzug sieht es etwas „besser“ aus. Wir müssten dann mit den 42 Mrd. „nur“ ein Drittel unseres Sozialhaushalts von 125 Mrd. EUR einsparen. Allein die Rentenversicherung beträgt 90 Mrd. EUR. Das bedeutet, um die Flüchtlingspolitik ohne Familiennachzug zu finanzieren, müssen 2016 die Renten um 50 % gekürzt werden.
    Das wird sich keiner antun. Stattdessen werden wir wieder mit dem Schuldenmachen beginnen und unsere Kinder für Fr. Merkels Entscheidung bluten lassen. Damit ist aber mit der Schuldenbremse auch bald Schluss.
    Und dann? Dann wird man versuchen, mit Ausreden die Flüchtlingsausgaben von der Schuldenbremse auszunehmen und unseren Kindern einen Schuldenstaat vom Format Griechenlands präsentieren. Dann, wenn die Schulden fällig sind, genießen die Verantwortlichen schon ihre üppigen Pensionen bzw. weilen nicht mehr unter uns.
    Sollte das Verfassungsgericht allerdings diese perfide Masche stoppen, beginnen die Verteilungskämpfe. Renten um 30 % kürzen oder lieber doch Verkehr um 50%. Bei der Finanzverwaltung ließe sich noch einiges einsparen (Gleicher Etat wie Verkehr!!).
    Diese Kämpfe haben das Potential, Deutschland in einen Bürgerkrieg zu führen.
    Meine Frage an die Presse: Warum wird über diese gravierenden Folgen für uns und unsere Kinder nicht recherchiert?
    Meine Frage an die Parteien: Wie wollen Sie dem finanziellen Kollaps entgegentreten, ohne die nächste Generation ausbluten zu lassen?
    Wir haben einen Leistungs-Staat mit Leistungs-Bürgern, die auch eine Leistungs-Führung und Leistungs-Presse erwarten. Wenn diese versagen und keine Antworten auf unsere Fragen geben können, dann wendet man sich – berechtigterweise – alternativen Meinungsführern zu und das ist auch gut so. Konkurrenz belebt das Geschäft.

    • Maximilian Koerber

      Wie Ihr Pseudonym schon sagt, nichts als »blog.aa« haben Sie hier abgeliefert.

      Sie haben keine Ahnung, nicht die allergeringste, worüber Sie reden. Worum es Ihnen mit Ihren frei erfunden Phantasiezahlenquatsch geht, ist, Panik zu verbreiten. Das ist alles.

      TATSÄCHLICH beträgt der Ausgabenanstieg in 2016, der auf der Aufnahme, Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen beruht, 4,9 Milliarden Euro, also ziemlich exakt 1,5 Prozent des Bundeshaushalts.

      »Der Deutsche Bundestag hat am 27. November 2015 den Bundeshaushalt 2016 mit Ausgaben in Höhe von 316,9 Milliarden Euro und ohne Neuverschuldung beschlossen. Die Ausgaben steigen im Vergleich zum Regierungsentwurf 2016 insgesamt um rund 4,9 Milliarden Euro. Dieser starke Anstieg beruht insbesondere auf den zusätzlichen Ausgaben im Zusammenhang mit der Aufnahme, Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen. Die schwarze Null wird trotz geringerer Steuereinnahmen und eines höheren Ausgabevolumens durch die Entnahme aus der Rücklage zur Finanzierung von Aufwendungen im Zusammenhang mit der Aufnahme von Asylbewerbern und Flüchtlingen, die durch die Beteiligung des Bundes an den Kosten der Länder und Kommunen und durch die Aufwendungen im Bundesbereich entstehen, eingehalten. Mit dem Haushaltsausgleich ohne Neuverschuldung trägt der Bund maßgeblich dazu bei, das im Koalitionsvertrag zur 18. Legislaturperiode genannte Ziel zu erreichen, die gesamtstaatliche Schuldenquote innerhalb von 10 Jahren auf unter 60 % des Bruttoinlandsprodukts zu senken.«

      Quelle mit allen weiteren Details: http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Oeffentliche_Finanzen/Bundeshaushalt/Bundeshaushalt_2016/2016_01_01_HH2016_download.pdf?__blob=publicationFile&v=4

    • blog.aa
      wie war das? für bankenrettungen wird eine billion verballert, die urplötzlich aus dem hut gezaubert werden, für die menschen werden genau die, die diesen hut besitzen zum pfennigfuchser. alte naive für deutschland werden da nicht weiter helfen.

    • Ihre Rechnung ist zu einfach gedacht und geht so nicht auf, da Sie sich auf den „festen“ Etat von 2015 beziehen.
      Sie vergessen das einige Flüchtlinge hier arbeiten und somit Steuern zahlen werden.
      Ausserdem werden alle Neuankömmlinge dann konsumieren, also Mehrwertsteuer zahlen.
      Dadurch werden die Haushalte für 2016 und 2017 anders ausfallen, ob positiv oder negativ sei erst einmal dahingestellt.

      • Das ist doch einmal eine sachliche Antwort (meine ich ernst!). So hatten die Kollegen aus der SPD-Fraktion bei uns auch argumentiert, als ich mich mit ihnen unterhalten habe.
        Ich hatte mit der Dezernentin auch dieses Thema besprochen. Zur Zeit stellt es sich so dar, dass wir in Lüneburg unter allen Flüchtlingen (ich meine so >= 750) 2 Ärzte haben. Ungefähr 10 % sind kurzfristig in den deutschen Arbeitsmarkt integrierbar, sofern Stellen vorhanden sind. Hier bitte ich einmal um Rückmeldung der Arbeitgeber und auch Parteien und Sozialverbände in Lüneburg, wieviel Flüchtlinge diese bereits in die eigenen Reihen aufgenommen haben.
        Ein Großteil (30-50%) der Flüchtlinge sind z.T. funktionale Analphabeten, können noch nicht einmal arabisch schreiben, geschweige denn die lateinische Schrift. Hier muss erheblich geschult werden. Selbst dann werden sie dem Arbeitsmarkt nur für einfachste Tätigkeiten zur Verfügung stehen.
        75% der Flüchtlinge werden sich daher in den nächsten 5 Jahren nicht in den Arbeitsmarkt integrieren können und in die Sozialsysteme fallen.
        Kurz: 10% werden über Steuern zur Wertschöpfung beitragen, z.T. noch staatlich unterstützt. Hier muss man schauen, ob sich daraus ein positiver Saldo ergibt. Die übrigen müssen finanziert werden, der Saldo ist also negativ.
        Ich stimme mit Ihnen überein, dass der Konsum der Flüchtlinge positive Effekte hat, solange er nicht mit Schulden finanziert ist. Sobald wir beginnen, die Flüchtlinge über neue Schulden zu finanzieren, werden unsere Kinder den Preis hierfür bezahlen. Der Konsum ist in diesem Fall also nicht nachhaltig.

      • @era

        „Sie vergessen das einige Flüchtlinge hier arbeiten und somit Steuern zahlen werden.
        Ausserdem werden alle Neuankömmlinge dann konsumieren, also Mehrwertsteuer zahlen.“

        Ich musste richtig schmunzeln.

        Erstens sind 85% nicht arbeitsfähig( lt. Fr Nahles ), da sie keine Ausbildung haben, die Sprache nicht ausreichend sprechen, die Qualifikation nicht haben, oder Analphabeten sind und zum anderen „Konsumieren“ die von Ihnen Angeführten, durch unsere soziale Unterstützung, also Steuergelder und Aufwendungen vom Steuerzahler.
        Der Rest, der ja nun nachweisslich keine “ Fachkraft“ wie Arzt oder Ingenieur ist, arbeitet wenn überhaupt für 8,50€.
        Da die Automation und die Verlagerung ins Ausland in den nächsten 10 Jahren rund 4 Mio Arbeitsplätze betrifft und kaum offenen Stellen vorhanden sein werden ,ist der Kommentar grober Unfug und kaufmännisch nichts weiter als eine absurde Theorie.

    • Da gibt es aber dringlichere Fragen an die Parteien, z.B. folgende: Wie erklären die politisch Verantwortlichen den nachfolgenden Generationen, dass seit Jahrzehnten hochgefährlicher Atommüll produziert wird, ohne dass ein sicheres Endlager in Sichtweite war/ist? Die Generationen nach uns werden unter der von uns angehäuften Schuldenlast stöhnen, aber sie werden uns angesichts des von uns ungesichert hinterlassenen Atommülls verfluchen.

      • Das halte ich auch für eine großes Problem, das ebenso verantwortungslos angegangen wurde, wie die übrigen Baustellen, die wir der nächsten Generation aufbürden.

      • Da war ich zu schnell mit dem Abschicken 🙂

        Das entbindet die Parteien aber nicht, mir Antworten auf die finanziellen Belastungen dieser und der zukünftigen Generationen durch die aktuelle Flüchtlingspolitik zu geben. Ich möchte eine politische Führung, die mit Geld haushalten kann. Ansonsten ist es ein Schlag in die Gesichter all jener, die durch hohe Abgabenlast diesen Staat am Laufen halten.

        BTW: Wir beobachten am Arbeitsmarkt auch eine andere, stillere Wanderungsbewegung, die als „Brain-Drain“ bezeichnet wird. Dabei wandern höchst-qualifizierte Leute nach Kanada, Australien, Singapur aus, bzw. erst gar nicht nach Deutschland ein. Diese Wanderung merkt man nicht, weil sie still vonstatten geht. Damit verliert Deutschland langsam aber stetig die Zugpferde, die den ganzen Laden finanzieren.

        • Ich möchte eine politische Führung, die mit Geld haushalten kann

          seit wann geht das? welche politische führung hat den in deutschland das hoheitsrecht auf geld? angebliche marktrelevante banken bestimmen bei uns über den haushalt. manipulierte zinssätze treiben politiker vor sich her. deutschland ist hoch verschuldet. wenn die zinsen steigen, sind bei uns die kommunen aber sowas von pleite. flüchtlinge ,sind ,was die kosten angehen, peanuts im vergleich zu bankenrettungen. bei uns wird wegen fremdenfeindliches und frauenfeindliches verhalten , die begeisterung , hier als intelligentsbolzen einzuwandern ,sich stark in grenzen halten. frauen werden schlechter bezahlt und wer hier die falsche hautfarbe hat , wird schief angesehen.
          kennen sie den spruch noch: kinder statt inder?

          • bevor sich hier mal wieder ein deutschlehrer meldet, mir ist bekannt, wie man intelligenz schreibt. meine art zu protestieren, ist eine besondere. es wird sie nicht jeder verstehen.

  3. „Die Mitteilungen [in den Sozialen Netzwerken] wuchsen sich (…) zu einer Schlammschlacht von Gerüchten und Mutmaßungen aus, breiteten einen Morast aus, in dem sich hasserfüllte Kommentatoren suhlten, bis einem schlecht wurde.“

    Lieber Herr Jenckel, in jeder ethnischen Kombination überall auf der Welt können Situationen entstehen, in denen ein einzelner in einer Menschenmenge, Sie oder ich oder ein anderer, bloß auf einen x-beliebigen Vorübereilenden zu zeigen und hysterisch zu kreischen brauchte: „Und ein kariertes Hemd trägt er auch noch!“, um den empörten Mob dazu zu bringen, diese Person zu ergreifen und totzuschlagen.

    Die Frage ist doch: Wie entsteht sowas? Und: Wer ist für solche explodierenden Lynchpsychosen verantwortlich? Sind es allein gedankenlose, von ihren digital eingebildeten „Stimmungen“ getriebene Politiker? Oder gibt es auch Presseorgane, die sich aus Verkaufsgründen an dem schmutzigen Spiel des Anheizens beteiligen? Gibt es noch einen Unterschied im Propagandaverhalten etwa von führenden AfD-Kapeiken und Wladimir Putin? Ist das Schema nicht immer dasselbe? Ihre Welt ist einfach und übersichtlich: Sie haben recht, die anderen haben unrecht. Folglich kann Kritik an den politischen Vorstellungen unserer rechten Populisten wie an Putins Politik nicht in der Sache liegen, sondern muss das Werk dunkler Mächte sein. Dieses Muster wird ja beispielsweise ganz massiv auf die Opposition in Russland angewandt, der pauschal unterstellt wird, im Interesse der Feinde Russlands zu arbeiten.

    Nach diesem Schema erklärt Putin auch, weshalb er in praktisch allen deutschen Qualitätsmedien (unabhängig von ihrer sonstigen politischen Ausrichtung) so schlecht wegkommt: Die deutschen Medien stünden „unter erheblichem Einfluss aus dem Land auf der anderen Seite des Atlantiks“, sagt er im Gespräch mit der „Bild“-Zeitung (http://www.bild.de/politik/ausland/wladimir-putin/interview-mit-dem-russischen-praesidenten-russland-44091672.bild.html). Exakt dieselben ausschließlich am eigenen Vorankommen interessierten Dummheiten werden von Leuten wie Höcke und Petry verbreitet.

    Völlig ausgeblendet wird dabei, dass, wenn dem so wäre, man angesichts der scharfen Kritik an den Vereinigten Staaten (wegen der Todesstrafe, des Irak-Kriegs, Guantánamo, der NSA, der Polizeigewalt gegen Farbige und so weiter) in den meisten deutschen Blättern konstatieren müsste, dass die transatlantischen Einflussagenten ziemlich stümperhaft arbeiten – oder dass sie unglaublich perfide vorgehen, indem sie ihre wahre Agenda mit ständiger Amerika-Kritik verschleiern.

  4. Lieber Herr Jenckel,

    Sie sprechen von „Völkerwanderung“. Hier eine sehr kurze Einführung ins Thema, die dazu beiträgt, die mit diesem Wort aufgerufene Droh- und Assoziationskulisse zu „entschärfen“:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/die-voelkerwanderung-ein-begriff-macht-karriere-13874687.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

  5. Unwort des Jahres 2015: „Gutmensch“

    Das Wort „Gutmensch“ ist zwar bereits seit langem im Gebrauch und wurde auch 2011 schon einmal von der Jury als ein zweites Unwort gewählt, doch ist es im Zusammenhang mit dem Flüchtlingsthema im letzten Jahr besonders prominent geworden. Als „Gutmenschen“ wurden 2015 insbesondere auch diejenigen beschimpft, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren oder die sich gegen Angriffe auf Flüchtlingsheime stellen. Mit dem Vorwurf „Gutmensch“, „Gutbürger“ oder „Gutmenschentum“ werden Toleranz und Hilfsbereitschaft pauschal als naiv, dumm und weltfremd, als Helfersyndrom oder moralischer Imperialismus diffamiert. Der Ausdruck „Gutmensch“ floriert dabei nicht mehr nur im rechtspopulistischen Lager als Kampfbegriff, sondern wird auch von Journalisten in Leitmedien als Pauschalkritik an einem „Konformismus des Guten“ benutzt (vgl. z.B. Wolfram Weimer „Schluss mit dem Gutmenschen-Gegurke“, Handelsblatt 11.12.2015). Die Verwendung dieses Ausdrucks verhindert somit einen demokratischen Austausch von Sachargumenten.

    Sprachkritische Aktion UNWORT DES JAHRES
    http://www.unwortdesjahres.net
    Prof. Dr. Nina Janich Sprecherin der unabhängigen Jury
    kontakt@unwortdesjahres.net
    12.01.2016

    • Die Wahl des „Gutmenschen“ zum Unwort des Jahres ist nicht nur für Lüneburg richtig, sondern auch in Melbeck, Bienenbüttel und Amelinghausen arg überfällig. Vielleicht sollte er gleich zum Unwort des Jahrzehnts im ganzen Landkreis befördert werden.

      Populär wurde der Begriff Anfang der Neunziger als hübsche Invektive aus dem Umfeld der Satiriker um Klaus Bruns, Jürgen Hesse und Hans-Christian Friedrichs. Er diente der Notwehr gegen die überall um sich greifende „Schaumsprache“ moralisch selbstgefälliger wie denkfauler Trottel*innen, die ihre intellektuelle Inkonsistenz durch ganze Schichten von Quatschformulierungen, dick wie der Blubber eines Grönlandwals, zu verbergen suchten.

      Dass diese Art von Sprach- wie Gedankenmüll oft auch im grün-alternativen und kirchlichen Milieu seine Endlagerstätte fand, sagt viel aus über den beklagenswerten Zustand sich progressiv empfindender Kreise. Aber nichts über progressive Anliegen an sich. Der „Gutmensch“ war eine sprachliche Kritik von links an Leuten, die Analyse durch Gefühl und fachlich fundierte Systemkritik durch Systemkosmetik ersetzen wollten. Nie aber wendete er sich gegen „gute“, also humanistische Werte, ganz im Gegenteil.

      Dann jedoch wurde er gezielt gekapert. Von der Rechten, die in ihm eine passende Denunziationsvokabel fand, um jeden als Naivling hinzustellen, der sich nicht ihrer Schulhofschläger-Logik fügen wollte. Seit Langem schon ist sein ursprünglich aufklärerischer Impetus ins Gegenteil verkehrt worden. Der Gutmensch ist sozusagen auf die dunkle Seite der Macht gewechselt.

      Inzwischen wird er, als rechter Kampfbegriff, dermaßen inflationär gegen jeden Menschen verwendet, der auch nur einen Hauch von Differenzierung, Vernunft oder Empathie in die Debatte bringen will, dass er nun doch schon wieder hilfreich ist: als Deppen-Indikator. Wer heute noch „Gutmensch“ gegen jemanden vorbringt, der sagt nichts über seinen Gegner, aber sehr viel über sich selbst – als waschechter Bösmensch.

    • Sehr geehrter Herr Jenckel,

      für den Großteil dessen, was Herr Müller am 12. Januar 2016 um 14:30 Uhr (d. h. einen knappen Tag nach dem Erscheinen Ihres oben stehenden Meinungsbeitrags) analysiert und vorhergesagt hat, ist fast alles, was hier im Blog danach geschrieben und gepostet worden ist, die nahezu einhundertprozentige Bestätigung.

      Ist das nicht erstaunlich?

      Haben Sie nicht auch den Eindruck, dass die „neue Meinungsführerschaft“ mehr angestrebte, jedoch vorläufig (zum Glück) nur angemaßte (und im höchsten Grade abschreckende) „Führerschaft“ ist, als dass sie (tatsächlich diskussionswürdige) Meinung ist?

      • Zumindest ist angestrebt, die Rechtsstaatlichkeit zu modulieren, die Gesetze zu ändern, obwohl die bestehenden nicht mal umfänglich in der Praxis praktiziert werden. Die Gemeinschaft ist nun auch in der Mitte dabei, keine mehr zu sein. Im Kern heißt das: Die Grundsätze, auf denen unsere Gesellschaft fußt, verlieren an Halt und die Menschen an Haltung.

        • Die Gemeinschaft ist nun auch in der Mitte dabei, keine mehr zu sein.
          diese erkenntnis haben sie, herr jenckel, doch wohl nicht erst jetzt gewonnen, oder? die jagt von der politik nach dem phantom mitte der gesellschaft , ist doch schon länger ein schlechter witz. unsere ellenbogengesellschaft produziert schon seit jahrzehnten egoisten. weder die politik noch die wirtschaft hat ein ernsthaftes interesse daran, dieses zu ändern.

  6. Sehr geehrter Herr Hans-Herbert Jenckel,

    Sie schreiben von neuer „Meinungsführerschaft“, so als gäbe es noch einen Rest von Inhalt, von Rationalität und guten Gründen. Handelt es sich aber nicht bereits in den meisten Fällen schon um reine „Brüll- und Stimmungsführerschaft“? Sind nicht Lautstärke, Anzahl und Wiederholung einer „Botschaft“ inzwischen viel wichtiger als Wahrheit, Sachhaltigkeit und Sinn des Geäußerten? Mit mit einer ebenso lustigen wie klugen, aber bestürzenden Parallele erklärte der Tweet einer Frau mit dem Pseudonym „mamasnark“ am 22. November 2015 beispielsweise das Phänomen Donald Trump : „Basically, Trump is what would happen if the comments section became a human and ran for president.“ (https://twitter.com/mamasnark/status/668538990933471232?lang=de) Auf Deutsch: „Im Grunde genommen ist Trump genau das, was passieren würde, wenn sich die Kommentarspalte im Internet in einen Menschen verwandelt und als Präsident kandidiert.“

    Dieser Tweet enthält nicht nur viel Wahres über Donald Trump, sondern auch über das digitale Kommentariat. Und vielleicht steckt darin auch eine mögliche Erklärung für das katastrophale Erstarken der Rechtsradikalen in Europa von Ungarns Premier Viktor Orban über Polens Jaroslaw Kaczyński bis zu Front-National-Chefin Marine Le Pen. Und ebenso für den Zuspruch für die AfD.

    Sind Internet-Kommentare nicht zum Symbol geworden für ungefähr alles, was an der Welt falsch ist, der Blitzhass, die Knalldummheit, die offen rausgerotzte Gewaltbereitschaft? Es gibt erstaunliche Ähnlichkeiten mit der Internetfigur des Trolls, vor allem, sich ständig provoziert zu fühlen: Populismus – und zwar rechter genauso wie linker – entlarvt sich im Netz als simplizistischer Opferkult nach Troll-Art zur Aufstachelung und Ablehnung eigener Verantwortung.

    Muss ein Internetkommentar tatsächlich eine nachvollziehbare Überzeugung bieten? Braucht er nicht eigentlich nur sich selbst und dem Moment zu genügen? Ist er nicht fast immer ausschließlich Kommunikation – oder besser Expression oder Interjektion – im Jetzt? Internetkommentare werden viel gelesen und oft verbreitet, wenn sie eine Zuspitzung so formulieren, dass sie den Geschmack der Netzmassen treffen, und das ist das einzige Kriterium, es gibt kein wahr oder falsch, keine Recherche, kein Abwägen, es zählt wirklich nur der Moment der Rezeption. Der Klick auf Like, der Retweet, das Sharen ist eine rein situative und emotionale Angelegenheit. Der Internetkommentar steht daher als Symbol für eine Kommunikation ohne jede Verantwortung für Vergangenheit oder Zukunft oder irgendwelche Folgen.

    In den Neunzigerjahren wurde die Wirkung der Massenmedien, vor allem des Fernsehens, auf die Politik unter dem Begriff Mediendemokratie viel diskutiert. Jetzt scheint eine neue Spielart dazugekommen: die Soziale-Medien-Hörigkeit, die sich entlangbewegt an den viralen Verbreitungsmechaniken von Social Media.

    Der Internetkommentar ist ironischerweise das Symbol für das vorläufige Ende des Diskurses: Es kommt nur noch auf die emotionale Inszenierung des Moments an. Die spontan gefühlte Wahrheit ersetzt die Wahrheit, die momentane Überrumpelung ersetzt das Argument, der plötzliche Knalleffekt ersetzt die Erkenntnis. Bei einer Diskussion kommt es nicht darauf an, wer argumentativ überzeugt, sondern wer so wirkt, als habe er gewonnen. Der völlig verbogene Internetdiskurs vollendet damit, was das Fernsehen begonnen hatte: Politik nur für den Moment, Politik für Leute ohne Gedächtnis, Politik ohne Verantwortung für Vergangenheit oder Zukunft.

    Das mag sich kulturpessimistisch anhören, aber tatsächlich ist meiner Meinung nach die Voraussetzung für einen wirksamen Gesellschafts- und Fortschrittsoptimismus, sich zunächst die Realität des Netzdiskurses einzugestehen. Und die ist dunkel. Ende des Jahres 2015 gibt es die gleißenden, funkelnden und klugen Netzdiskussionen, es gibt die produktiven Netzdebatten, die sich die Netzavantgarde seit Beginn des Internets erhofft hatte. Aber sie entfalten – noch – eine wesentlich geringere Wirkmacht als die Internetkommentare nach Art der Trolle. Wir beobachten es regelmäßig bei Blog.JJ. Drei, vier Tage, maximal eine Woche und vielleicht dreißig Wortmeldungen lang bewegen sich die Diskutanten hier um das Thema Ihrer Glosse herum. Dann sind die Bundeskasper da und überziehen alles mit dem vergifteten Schimmel ihres immergleichen Dauergemaules.

    Und bestimmen nicht die Prinzipien des dumpfen und dampfigen Internetkommentars immer stärker das politische Geschehen? In den USA mit den Republikanern und deren braunem Schaumkrönchen Trump, in Frankreich mit dem Front National, mit den rechtsdrehenden Regierungen in Polen, Ungarn und der Schweiz und in Deutschland mit der Pegida-Partei AfD.

    Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry saß im April letzten Jahres, nach dem Anschlag von Tröglitz, in der Talkshow „Maybrit Illner“. Sie hat dort wie in vielen anderen Talkshows vorgeführt, wie sich der Mechanismus und die Kraft des Internetkommentars in andere Medien übertragen lässt. Ein ständiges spöttisches Lächeln, den Kopf schütteln, die Augen kurz verdrehen – ohne jedes Argument inszenieren, dass das Gegenüber Unrecht hat. Inzwischen beherrscht sie eine Reihe weiterer Tricks, allem voran den Dauerstrom an inhaltsleeren Sätzen, nach Art des Internetkommentators, der alle anderen in die Genervtheitsstarre quasselt, was wiederum nur Leute überzeugt, die Plauderpräsenz für Rechthaben halten, Airtime statt Erkenntnis.

    Dunja Hayali fragte Petry bei „Hart aber fair“ Ende November: „Sind Sie überhaupt zugänglich für irgendwas?“ Die Antwort lautet natürlich: Nein, weil jede diskursive Zugänglichkeit voraussetzt, dass man überhaupt diskutieren will. Das stimmt für Petry ebensowenig wie für Trump und den durchschnittlichen Trollkommentator, es geht nicht um Diskussion, sondern nur um Darstellung. Rechtspopulisten (aber auch Linkspopulisten und sogar viele Politiker „der Mitte“) haben vom Internetkommentator längst gelernt, dass man eine Debatte gar nicht führen muss, um zu behaupten, man habe sie gewonnen.

    Ironischerweise und irgendwie auch zur Ehrenrettung des Genres Netzkommentar hat eine Person namens Scott D. Weitzenhoffer den gesamten Sachverhalt schon 2005 in einem seitdem oft variierten Internetkommentar auf Amazon perfekt beschrieben. (http://www.amazon.com/review/R2367M3BJ05M82)

    Weitzenhoffer bezog sich auf Nutzerrezensionen zu einem Buch über die Evolution, das von rechten Kreationismustrollen in Grund und Boden kommentiert wurde. Er schuf das schönste Bild für den Nichtdiskurs, den das Netz und zunehmend die Politik beeinflusst: „Mit Kreationisten über Evolution zu diskutieren, ist wie Schach spielen mit einer Taube: Sie wirft die Spielfiguren um, kackt auf das Spielbrett und fliegt dann zurück zu ihrem Schwarm, um ihren Sieg zu feiern.“

    Dies vor Augen, Herr Jenckel, was soll ein politischer „Entscheider“ tun, der nach dem Grundgesetz allein seinem Gewissen unterworfen ist? Täte er nicht besser daran, sich um das Netzgeschrei gar nicht zu kümmern, das es doch im Prinzip als blödes Marktplatzgeschnatter schon immer gegeben hat? Und würde die Presse nicht besser auf ihren „Dokumenten- und Urkundencharakter“ setzen, mit dem Pfund ihres Markennamens wuchern und vertrauenswürdig orientierende Meinungsführerschaft behaupten, indem sie on- und offline die Qualität sichert, ohne die wir alle im Morast der hysterischen Gerüchte versinken würden?

    • Sehr geehrter Herr Müller, Hut ab.
      Ihr Kommentar ist zwar lang, aber sehr lesenswert.
      LG hhjenckel

      • Herr Jenckel, ich kann ihre begeisterung verstehen, ihr aber nicht folgen. unsere gesellschaft leidet und zwar durch nadelstreifenträger. die im feinsten deutsch und mit der perfekten rechtschreibung werte in ihre richtung gelenkt haben, die ihnen nicht gehören. welche die an sich brotlose kunst beherrschen, seitenweise abhandlungen zu schreiben, die so wenig aussagen, dass man es in zwei sätze fassen kann. der mensch reagiert mir zu sehr auf äußerlichkeiten. deswegen lege ich keinen wert darauf. meine art zu schreiben, mit allen ihren fehlern, ob absicht, oder auch durch nachlässigkeit, sollte auch als protest gesehen werden. meine mutter ist von menschen begeistert, die so,,toll,, reden können. wenn ich sie frage: ,, was hat er denn gesagt,,? kommt immer die antwort:,, weiß ich nicht mehr.“ Ich habe mit meinem Kommentar jetzt nicht speziell Herr Müller gemeint. ich teile in diesem fall seine ansichten. für meinen geschmack werden in deutschland zu viel die falschen werte hochgehalten. und deswegen geraten bei uns immer mehr auf die leimspur. es wird zeit, dass die praktiker zum zuge kommen.

        • Wolfgang Hartwich

          Hallo Herr Bruns,

          Sprache hat es so an sich, dass sie der Wahrheit und der Lüge dienstbar gemacht werden kann. Beides unterscheiden zu können, macht einen beträchtlichen Teil des gelingenden Lebens aus. Darum bemüht sich – hoffentlich – jeder nach seinen Möglichkeiten. Sie, der sich mit einigem Erfolg anstrengt, sollten nicht den Fehler machen, Bildung und Eloquenz zu verteufeln. Es ist so einfach, wie es dumm ist, sich über Intellektuelle zu erheben, indem man sie pauschal als relativierende (früher: zersetzende) Bedenkenträger oder als korrupte Egomanen unter Verdacht stellt und sich damit ein (unberechtigtes) Gefühl der Überlegenheit erschwindelt. Zum Streben nach Ehrlichkeit und Wahrheit gehört auch Demut, Herr Bruns. Bewahren Sie sich ein bisschen Vertrauen. Nicht jeder Studierte ist per se ein Weichei, ein Betrüger oder ein glattzüngiger Schönredner, der ausschließlich auf seinen Vorteil bedacht ist. Es gibt auch Versicherungsmathematiker, Flugzeugingenieure, Verfassungsjuristen, Kulturhistoriker und Neurochirurgen beiderlei Geschlechts, die dazu beitragen, dass unser Leben lebenswerter wird. Machen Sie das, Herr Bruns, was Sie am besten können: Legen Sie Ihre Finger in Wunden, die Sie tatsächlich sehen, stellen Sie Fragen, die offensichtliche Lücken betreffen und weisen Sie auf konkrete Fehler und Unaufrichtigkeiten hin. Das generalisierende, haltlose und in Bausch und Bogen herabsetzende Ab- oder Vorverurteilen ist doch das, was Ihnen – wenn ich das richtig beobachtet habe – am meisten missfällt. Gut so! Erliegen Sie also bitte nicht der Versuchung „die“ Bösen als „Nadelstreifenträger“ zu identifizieren. Mao, das weiß man, hat seine derbe Arbeiterkluft über Jahrzehnte beim teuersten Herrenschneider in der Londoner Savile Row maßschneidern lassen.

        • @ Müller

          ZITAT: Sind Internet-Kommentare nicht zum Symbol geworden für ungefähr alles, was an der Welt falsch ist, der Blitzhass, die Knalldummheit…

          Doch, Ihr Kommentar ist der beste Beweis dafür. In Ihrer eingeschränkten Welt bis zum Gartenzaun des bausparfinanzierten Eigenheimes und dem geliebten Rauteckpullover von Frühpensionär und Vordenker Herbert Görgens , ist die Welt in Ordnung und andere Meinungen nicht zugelassen.
          Über diese Grundstücksgenze hinaus ,müssen Sie wohl in Ihrer Umgebung, die Meinung anderer einfach akzeptieren, die meinen , daß Hunderte Milliarden für Banken anderer Staaten und angebliche Flüchtlinge etwas übertrieben , wenn nicht völig unmoralisch den insgesamt 10 Millionen Hartz4 Beziehern und Arbeitslosen des Landes gegenüber sind, die die Tafel bemühen müssen,um eine warme Mahlzeit zu bekommen.
          Ansonsten hilft nur der bitteren Wahrheit der Kanzlerin ins Auge zu sehen: „Abschottung ist keine Lösung!“
          Und nicht nur das. Wie man oft erkennen kann, wird man auf Dauer bräsig, träge und zum Diktator, der alles ablehnt, was anderer Meinung ist und dies im Zuge der Meinungsfreiheit äussert.

          Jaja, die Abschottung…….

      • Leider keinerlei Objektivität in den zeilen. Das Geschriebene könnte vom Linkenparteitag mit Livevorstellung der Antifaintelligenzbolzen stammen.
        Also, den „Leistungsträgern und grössten Steuerzahlern“, deren einziger Beitrag zum „Wirschaffendas-Gellale“, Bier trinken, prügelen und Steine werfen ist. Ach ich vergaß; das Aneignen von Immobilien, die einem nicht gehören und in denen man keine Miete zahlt.
        Bravo Deutschland. Solche „Wirschaffendas Flaschenwerfer“ brauchen wir.Es kann nichts mehr schiefgehen.

    • Herr Müller, den Diskurs und die von Ihnen gewünschte Wahrheitsfindung versuchen Sie doch in aller Regelmäßigkeit zu verhindern, indem Sie relativieren, indem Sie permanent andersdenkende versuchen zu Bündeln (meistens unter Bundeskasper…) und in die rechte Ecke zu stellen, oder andere Meinungen als krank zu bezeichnen (in der Regel Islamophob) um gar nicht erst in einen Diskurs einzuschwenken . Ihre Ausführungen Menschen mit anderer Meinung als Trolle zu bezeichnen oder ihre Beschreibungen von Frau Petry zeigen doch nur ihre permanente Stategie andere in Misskredit zu bringen, herabzusetzen, persönlich anzugreifen um letztendlich einer inhaltlichen Auseinandersetzung aus dem Wege zu gehen.

      • Bernd, lesen Sie eigentlich Ihre eigenen Texte, bevor Sie den Cursor auf „Kommentar abschicken“ dirigieren und klicken?

        Sie posten A) die Unterstellung, ich würde „den Diskurs“ regelmäßig zu verhindern versuchen, eine Unterstellung, die Sie mit drei wahrheitswidrigen und nicht nur unbelegten, sondern unbelegbaren Behauptungen garnieren.

        Und B) Sie beschuldigen mich wahrheitswidrig und verleumderisch, ich verfolgte eine „Strategie“, Andersmeinende „in Misskredit zu bringen“ und inhaltlichen Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen.

        Aber, Bernd, JEDER KANN DAS DURCH DIREKTEN VERGLEICH UNSERER TEXTE GANZ UNMITTELBAR FESTSTELLEN: mit keinem Wort gehen Sie auf einen einzigen Punkt meines ausführlich argumentierenden Gesprächsangebotes ein. Haben Sie sich damit nicht unfreiwillig als ein Vertreter genau der Gattung von Blog-Kommentatoren vorgestellt, die ich – in der Tat – als Trolle bezeichne, also als „Personen, welche Kommunikation im Internet fortwährend und auf destruktive Weise dadurch behindern, dass sie Beiträge verfassen, die sich auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken und keinen sachbezogenen und konstruktiven Beitrag zum Thema enthalten“.

        Mit Ihnen, Bernd, über Herrn Hans-Herbert Jenckels These von den „neuen Meinungsführer[n], Schlammschlachten und panische[n] Politiker[n]“ zu diskutieren, war – zumindest in diesem ersten Anlauf – „wie Schach spielen mit einer Taube: Sie wirft die Spielfiguren um, kackt auf das Spielbrett und fliegt dann zurück zu ihrem Schwarm, um ihren Sieg zu feiern.“

  7. Freier Demokrat

    Die Menschen wollen eine freie Presse, die recherchiert und Fakten präsentiert, jedoch kein meinungsbeeinflussendes Parteiorgan. Wenn ein Chefredakteur oder ein Intendant ein Parteibuch besitzen, unabhängig seiner Coleur, ist dies aus meiner Sicht bereits problematisch, da sich der Redakteur mit einer Recherche gegen die persönliche Meinung des Chefs stellen müsste. Dazu haben nur Wenige den Mumm.

    Der Selbsttest: Bitte kreuzen Sie unten die Begriffe an, die Sie selbst in der LZ-Berichterstattung verwendet haben. Sie können auf einen Blick erkennen, ob Sie zur einseitigen Berichterstattung neigen und damit Gefahr laufen, in nächster Zukunft die unterrepräsentierte Leserschaft an das Internet zu verlieren:

    – rechtsradikal
    – linksradikal
    – rechte Schläger
    – linke Schläger
    – rechte Dumpfbacken
    – linke Dumpfbacken
    – rechtes Pack
    – linkes Pack
    – Rechts-Aktivist
    – Links-Aktivist
    – rechts-autonom
    – links-autonom

    • An Freier Demokrat

      lieber, hochgeschätzter „Freier Demokrat“, ich habe Ihren „journalistischen Selbsttest“ am Artikel von Herrn Jenckel einmal durchgeführt, indem ich zwei- bis dreimal das gesamte Korpus gemeinsam mit meinem Kater (Vieraugenprinzip) sorgfältig und Buchstabe für Buchstabe zwischen heute fünf und sechs Uhr untersucht habe. Nun ist es sieben vorbei. Jedoch:

      KEINER, der von Ihnen gelisteten „Begriffe“ kommt im Text vor.

      A)Was bedeutet das für „die Leserschaft“ der Landeszeitung?

      B) Was bedeutet das für diese Leserschaft besonders im Hinblick auf die Tatsache, dass 1.) der Jenckelsche Text als Glosse per definitionem „ein kurzer und pointierter (oft satirischer oder polemischer) journalistischer Meinungsbeitrag ist und 2.) dieser Meinungsbeitrag exklusiv bei LZ-Online (also „im Internet“) zu lesen ist und ergo „die Leserschaft“ – sofern sie liest, bevor sie postet – sowieso immer schon „im Internet“ sein muss?

      Ich bitte dringendst um eine baldige Evaluation meiner Text- und Testauswertung.

      Mit Dank vorab

      Mechthild Lüttjehan (Hausfrau aus Dachtmissen)

      • Freier Demokrat

        Liebe Frau Lüttjehan,

        mein Text war völlig wertfrei. Hr. Jenckel hatte gefragt, warum die Presse die Meinungsführerschaft an das Internet verliert. Ich erwarte eine ausgewogene Berichtserstattung der gesamten Presse. Wenn Hr. Jenckel die Begriffe überhaupt nicht benutzt, umso besser. Da können sich dann einige Kollegen (der übrigen Presse, nicht nur LZ!) ein Stück von abschneiden.
        Ich bin für eine freie, unabhängige Presse, die uns die Probleme sowohl am rechten als auch am linken Rand aufzeigt.

  8. Flüchtlingskrise.
    Mehrere Gutachten von prominenten Verfassungsrechtlern liegen vor.
    Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts Hans-Jürgen Papier nannte die Flüchtlingspolitik „Staatsversagen“.
    Gestern wurde der Bericht des ehemaligen Richters am Bundesverfassungsgericht Udo di Fabio im Bundeskabinett debattiert:
    Danach verstößt die „Flüchtlingspolitik“ der Bundeskanzlerin Angela Merkel gegen das Grundgesetz.

    Jeder Beamte, der sich verfassungsfeindlich betätigt, wird sofort entlassen und unter Anklage gestellt.
    Warum gilt das nicht für Frau Angela Merkel?
    Anscheinend steht die selbsternannte deutsche Königin („mein Land“) über dem Gesetz?

    Wann wird diese Frau endlich vom Bundesverfassungsschutz observiert?

    • Die Aussagen von „Herrn Papier“ und „Herrn Udo di Fabio“, sind also nach klaren Statements ( s. o., hh jenckel) zu dem Thema bei unseren Foristen, Herrn Herbert Jenckel, Bruns und anderen Realitätsverweigerern , die auch nur die vorgefertigten, abgedroschenen Merkel-Roth-Özdemir- Gabriel-Floskeln , wie von „irrationalem Hass, ungerechtfertigtem Misstrauen , rechter Propaganda , sowie reinen Vorurteilen, einer Schlammschlacht von Gerüchten und Mutmaßungen, Morast, in dem sich hasserfüllte Kommentatoren suhlten, bis einem schlecht wurde“ nachplappern, einfach nur Aussagen “ rechter Brandstifter“ ,sonst nichts!

      Wie man sich als weltfremder, naiver, oberflächlicher und offensichtlich abgrundtief linksgrünverseuchter Redakteur aus seinem 15qm/2 Büro in LG über die Erfahrung, den Wissensschatz, die jahrzehntelange Berufserfahrung ,die Intelligenz, Weitsicht und die gesellschaftliche Anerkennung von einem ehemaligen Richter und ehemaligen Präsidenten des BVG, dann so dumm,einfältig, rechthaberisch,realitätsfremd und argumentationfrei ,über so ein komplexes Thema äussern kann, ist mir ein Rätsel. Naja, die Herren vom BVG sind ja anscheinend „NUR BRANDSTIFTER!!!“
      Da sind sich dann wohl die Doktorin aus dem VEB Kombinat und der Herr Jenckel einig. Aber Millionen sehen das mittlerweile anders und stehen dagegen auf. Gegen den automatisch generierten Fluch bei leisester Kritk an Gesetzesübertretungen von Politikern und einer geduldeten und geförderten merkelschen Invasion, ein Brandstifter unter Intellektuellen Roth`s Merkel`s und Gabriel`s zu sein.

      Herr Jenckel, ich bin mit Herrn Papier und Herrn di Fabio gerne ein Brandstifter. Aber ich kann in den Spiegel sehen, ohne mich übergeben zu müssen, wenn ich an nachfolgende Generationen von jungen Menschen und das Deutschland, das wir ihnen hoffentlich ohne Ehrenmorde ,Terror und Zwang zum Kopftuch tragen und legaler Vergewaltigung durch den Einfluss einer faschistoiden ,religiös traditonell, politisch geprägten Ideologie des 6 Jh. n. Chr. hinterlassen, denke!

      • Hallo Friedrich,

        ich habe gerade versucht, Ihren Post zu lesen. Alles, was ich Ihrem übergeschnappten Gestammel entnehmen konnte, ist Ihre bemerkenswerte Ehrfurcht vor „der Erfahrung, dem Wissensschatz, der jahrzehntelangen Berufserfahrung, der Intelligenz, Weitsicht und der gesellschaftliche Anerkennung von einem ehemaligen Richter und ehemaligen Präsidenten des BVG“.

        Hier finden Sie die aktuelle Stellungnahme des nicht bloß „ehemaligen“, sondern noch amtierenden Vorsitzenden Richters am Bundesgerichtshof, der dem zweiten Strafsenat vorsteht, und unter Deutschlands Verfassungsjuristen als scharfsinnigste „Bulldogge des Strafrechts“ gilt, Professor Dr. Dr. h. c. mult. Thomas Fischer:

        http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-01/sexmob-koeln-kriminalitaet-strafrecht-fischer-im-recht/komplettansicht

        Mit den besten Grüßen aus San Francisco, Kalifornien, USA,

        Hans-Georg Hartpeng, Oberstlt. a.D.

        • Sehr geehrter Herr Hartpeng

          Ich habe mir den ZEIT-Artikel von Herrn Bundesrichter Professor Fischer durchgelesen, auf den Sie hingewiesen haben, und muss sagen, er hat mir gut gefallen, weil er die landesinneren (parteilichen und parteiischen) Interessenlagen und Triebkräfte offenlegt, die den zum großen Teil erschreckend dummen und verantwortungslosen Wortmeldungen zu „Köln“ auf Seiten ALLER unserer politischen Führungsfiguren (einschließlich der von außen in ihren Kreis hinein drängelnden) zugrunde liegen.

          Der Vorsitzende Richter des zweiten Strafsenats bestätigt damit, was Herr Jenckel festgestellt hat: nicht nur die Hetzmeute der chronisch Empörten, sondern auch die politische Elite unserer repräsentativ-parlamentarischen Republik lässt sich ihr Meinen und Handeln von den flüchtigen Imperativen der medialen Aufmerksamkeitsdramaturgie
          regelrecht diktieren, weil sie es sich in dem Wahn bequem gemacht hat, „der“ Mensch oder „der“ Bürger oder „der“ Wähler wünsche kein rationales Verhalten und seine Gründe mehr zu kennen, er sei in unseren „modernen“ Zeiten schon mit der digital verbreiteten und multiplizierten Vortäuschung von Vernunft und Tatkraft zufrieden.

          Adrian Schulz

        • Danke, daß Sie Deutschland verlassen haben und Ihre geistigen Ergüsse eines abgesicherten Pensionärs von einem sicheren Ort schreiben.
          Das bestätigt meine Ansicht, daß die realitätsfernsten Kommentare von Unwissenden aus der Ferne geschrieben werden, die keine Nutzniesser der „Bereicherung“ sind und schon gar nicht dafür finanziell ausbluten sich und anrotzen, sowie mit dem Messer verletzen und seine Tochter billig anquatschen, belästigen oder sogar sexuell nötigen oder vergewaltigen lassen müssen, wie der Bürger vor Ort.

          Was den Beitrag oder besser dem linksgrün schwerbelasteten Geschmiere des Kollegen Fischer angeht, ist zu sagen, daß ich persönlich bei dem Satz (Zitat): „Bleibt die Frage: „Wer sind die organisierten Taschendiebe, die dort seit Langem tätig sind“ , aufgehört habe zu lesen.

          Warum?

          Weil ich mir die Zeilen von jemandem, der harmlose Taschendiebe ,die lange ansässig sind, nicht von zahlreichen Schlägern, Vergewaltigern und Räubern , die gerade hier ohne Berechtigung gesetzeswidrig eingewandert und allerorts in ganz Deutschland, Österreich, Schweden,usw. schamlos ,ohne jeglichen Respekt vor der ansässigen Bevölkerung, die das alles finanziert und organisiert sind , unterscheiden kann, ersparen will.

          Schöne Grüsse von einem Bürger, der tagtäglich in der Grosstadt bereichert und in Zukunft noch weiter und intensiv bereichert wird!
          PS
          Die Käufe an Pfefferspray und die Beantragung vom sog. „kleinen Waffenschein“, um sich selbst zu schützen, haben die Behörden, bzw. Firmen hier, in den letzten Wochen stark überlastet! Da sind wohl viele doch nicht so positiv bereichert worden, wie man dachte.
          Und die Angst in der Öffentlichkeit Kuscheltiere an Kopf zu bekommen, ist auch erheblich gesunken. Grüsse an Herrn Fischer

      • Friedrich
        sie sollten komiker werden. oder wir wäre es, als rosinenpicker? die realität ist ein zartes gut. sie wird gern verfälscht. besonders von ängstlichen. übrigens ,,rückgrat,, , bedeutet eines zu haben, ,,rückgrad,, bedeutet , am ende sehr kümmerlich. wer konservative zitiert , hat immer eine chance, den rechten rand zu treffen. nicht immer, scheinbar aber immer öfter. ich besitze keine ideologie. schubladen sind mir zu eng. was ich sehe, ist die tatsache, wir erleben schleichend einen rechtsruck in unserer gesellschaft, was uns noch gewaltig auf die füße fallen wird. da unsere eliten schon länger versagen, wird die zukunft richtig spannend. wer eben ständig hinter das geld herrennt, hat eben keine zeit mehr, sich um den zusammenhalt der gesellschaft zu kümmern.

        • @ Bruns

          Genau.Die 580 Anzeigen, alleine in Köln und die 67% ausländische Straftäter, die die Kriminalitätsstatistik in Grosstädten in Deutschland seit Jahren anführen, sind nur eine Falschbehauptung von den „Führeren der Kapitalisten“.
          Ich fürchte um die geistige Gesundheit einiger Foristen.

        • @ Bruns

          „sie sollten komiker werden. oder wir wäre es, als rosinenpicker? die realität

          Das geht doch nicht, Herr Bruns. Ich kann Ihnen nicht die Rolle am Nahmittag wegnehmen! Dann kommen Sie noch auf dumme Gedanken.
          Und es gibt schon viel zu viele Gestalten, die Steine und Flaschen werfend, im vom DGB finanzierten Bus , von Demo zu Demo reisen und Mordversuche an Demonstranten und Polizisten begehen. Damit ist nicht zu spassen, bei den Verfechtern des antifaschistischen Schutzwalles.
          Und das würde auch nicht zu Ihnen passen.Alle würden Sie hier vermissen,mit Ihren Träumereien und erdachten Theorien der Allversöhnung der Religionen und Ideologien und den Träumereien der Püschtierwerfer.

      • Man kann Ihrer Meinung sein oder nicht, man kann seine eigene Meinung vertreten ob Pro, Contra oder gleichgültig.
        Meinungsfreiheit ist ein verbrieftes Gut.
        ABER Ihr letzter Absatz ist vollkommen für die Mülltonne!!!
        Wie kommen Sie zu der wahnwitzigen Annahme das sich durch die Flüchtinge das öffentliche Leben sofort und radikal ändert.
        Weil statt 5 Mio nun 6 Mio Muslime und/oder muslimisch geprägte Menschen in Deutschland leben, bei einer Gesamtbevölkerung von 81 Mio???
        Zumal, da muss ich Ihnen Unwissenheit unterstellen, der Islam nichts mit Ehrenmord und Kochtuchzwang zutun hat.
        Terror(RAF , NSU etc.) hatten wir auch schon vorher, oder haben Sie das gekonnt verdrängt???
        Genauso Ihre Kreation:“legale Vergewaltigung“- Ihnen ist schon klar das das ein Widerspruch in sich selbst, denn legal+Vergewaltigung schliessen sich aus.
        Wenn wir hier momentan ein Riesenproblem haben, dann das das der Staat seine Staatsgewalt nicht konsequent und kompromisslos umsetzt.

        • Eratosthenes

          Kochtuchzwang
          finde ich gut, war es absicht?

        • Ich habe mich auch oft gefragt, ob Pegida überreagiert. Dann hatte ich in der New York Times etwas gelesen, das mich nachdenklich machte: Der Hinweis auf das Alter der Flüchtlinge. Wir haben in DE zur Zeit ca. 25 Mio. Menschen unter 30. Davon haben 20% Migrationshintergrund, also 5 Mio.
          Ende 2016 haben wir voraussichtlich 3,5 Mio. Flüchtlinge, mit Familiennachzug 18 Mio. Davon sind 70% unter 30. Macht also nochmal 13 Mio. in dieser Altersklasse.
          Ende 2016 ist die Zusammensetzung der unter 30-jährigen dann:

          20 Mio. „Bio“-Deutsche (52%)
          5 Mio. Deutsche mit Migrationshintergrund (13%)
          13 Mio. Flüchtlinge (34%)

          Das bedeutet, knapp die Hälfte der nächsten Generation hat keine „bio“-deutschen Wurzeln. Diese Tatsache wird uns in den nächsten 10 Jahren (eher früher) auf die Füße fallen oder auch nicht, je nachdem, ob dieser Bevölkerungsteil durch Integration und Arbeit einen positiven Beitrag zur Gemeinschaft leistet oder nicht.

          Das bedeutet aber auch, dass die größte Religionsgruppe der nächsten Generation die Muslime sein werden, da von den „Bio“-Deutschen ein geringerer Prozentsatz gläubig ist . Insofern hat Pegida recht, wenn sie darauf hinweisen, dass der Islam innerhalb der nächsten Jahre eine herausragende Rolle in Deutschland einnehmen wird.

          Sterben die „Bio“-Deutschen aus?
          Ja, zumindest werden sie irrelevant, wenn ihre Geburtenrate unter der der Zuwanderer zurückbleibt. Das ist ein mathematischer Imperativ, da die Geburtenfunktion nicht linear sondern exponential verläuft. In 50 Jahren werden die „Bio“-Deutschen bei gleichbleibender Geburtenrate in Deutschland keine nennenswerte Rolle mehr spielen.

          • Rene Hagemeister

            @blog bb
            Klasse.Wenn man die armseligen Kommentare der Biodeutschen , die mit Plüschtieren am Bahnhof ihren eigenen Untergang zujubelnd zusieht, kann man nur begrüssen, daß sie eines Tages, in naher Zukunft verschwunden sind.
            Bestätigung gefällig? Look:

            https://www.youtube.com/watch?v=Oc0uBx00oTE

            Einfach Klasse die Frau.Also, weiter so und Ihr schafft es!

  9. Staatsversagen ist nicht nur das Versagen der Merkel-Politik sondern auch von grün-linken Eliten.

    Das Volk ist Zeuge des Versagens seines Staates geworden. Dieses Versagen ist sicher auch ein Versagen seiner Eliten, ganz sicher der politischen. Es ist aber auch ein Versagen vieler Einzelner in der Gesellschaft, die schon vieles lange gesehen und noch mehr vernommen haben. Und dennoch geschwiegen haben und untätig geblieben sind.

    Die Deutschen meinten wohl, das mit den Migranten gehe sie nichts an. Das regele doch das Amt, wie so vieles auch. Es gehe ihnen doch so gut: Gut verdienen, fast alle in Arbeit, Häuschen im Grünen oder Loft in der Stadt. Urlaub auf Malle oder die Aida-Kreuzfahrt. Spaß für alle. Der Rest mit Harz IV nicht üppig aber doch so gut alimentiert, dass für viele ein Arbeiten seinen Reiz verloren hatte. Der Schuldenberg nur eine Statistik, eine halbe Milliarde Schulen alleine in Lüneburg, Armut nur etwas bei Alten und Alleinerziehenden, also eigentlich nur Randständige… Kurzum, die Republik wollte Spaß, Ruhe und nichts infrage stellen.

    Krisen folgten auf Wenden und immer hat es Merkel geschafft. Immer war es war es Merkel, die von der sie stützenden und schützenden Presse dargestellt wurde als das, was sie nie war: eine vorausschauende und mutige Regierende, welche die Probleme „vom Ende her“ durchdenke. Man war fast froh, sie gewähren zu lassen bis hinein in das fatale “wir schaffen das”.

    Dieser Schönwettergesellschaft ist jetzt durch das stupende Versagen seiner Regierung in der selbstverschuldeten eskalierenden und nicht mehr beherrschbaren Flüchtlingskrise der Spiegel entgegengehalten worden. Die Deutschen erleben die Panik der Regierenden und wachen wie mitten in einem Albtraum auf und erschrecken: Es ist Realität.

    Die Realität ist mehr als nur „die Schattenseite der Willkommenskultur“. Die latente und nun brutal in der Silvesternacht ausgebrochene organisierte Gewalt ist real und sie wird mit den Mitteln der bisherigen „Gewaltlosigkeit“ des Staates, der Vertuschung, Relativierung durch Behörden und Presse nicht in den Griff zu bekommen sein.

    Wenn es den Regierenden jetzt nicht gelingen sollte, mit aller Kraft die Ursachen der Gewalt und nicht nur ihre Mechanismen zu bekämpfen, wird der sogenannte Rechtsstaat nicht nur dieses Attribut verlieren. Er läuft Gefahr, in einer jetzt begonnenen Spirale von Gewalt unterzugehen.

    • Wolf, sind Sie Autist? Wie wäre es, Sie würden mal was zum Thema in diesem Blog-Thread sagen? Kleiner Tipp: Den Jenckelschen Meinungsbeitrag am Kopfende oben ein- oder zweimal lesen und dann überlegen, ob Sie etwas Substantielles zum medientheoretischen Gesprächsgegenstand beizutragen haben. Falls nicht, schreiben Sie bitte alles, was Ihnen so durch die Birne brummt in Ihr persönliches Tagebuch oder texten Sie Ihre Schwiegermutti damit zu, aber bringen Sie uns bitte nicht fortwährend in die peinliche Lage, über Sie wie über einen unkonzentriert vor sich hin brabbelnden Schwachkopf hinweg blicken zu müssen.

      • @Petra: Es gibt Leute, die argumentationslos pöbeln. Anscheinend gehören Sie zu dieser Gattung dazu. Mein Beiträge sind sehr wohl dem Eingangs-Statement geschuldet. Ihr Pech, wenn Sie aus welcher Verblendung heraus, unfähig sind, dies zu erkennen. Mein Mitleid hält sich in Grenzen…

        • Sagen Sie mal, Wolf, Friedrich, Okfen und Bernd? Das stammt doch alles aus demselben Einsafter! Was reden Sie denn da vom Pöbeln? Die junge Frau hat doch eindeutig recht. Sie quatschen da vor sich hin und nichts von dem, was Sie da zusammenschreiben, hat mit dem dieswöchigen Thema des Online-Chefs Jenckel zu tun. Da geht´s um Online und Offline und wie durch Schreihälse wie Ihnen angeblich die Politik beeinflusst werden soll. Sicher wenig bis überhaupt gar nicht. Ihre Millionenzahlen sind jedenfalls vollkommen verrücktes Gefasel.

        • Wolf
          grün-linken Eliten? Wolf ,so realitätsfern? wer regiert? wer regiert seit jahren? wer stellt seit jahren den,(die) kanzler(in)? wie weit rechts sind sie denn wirklich? mein mitleid hält sich bei ihnen auch in grenzen. schmunzel. von panik sehe ich nur extrem rechte befallen. etwas in sorge bin ich auch. ob die infarktrate in bestimmten politischen kreisen , was deren herz betrifft ,wohl steigen wird?

    • Lieber Wolf,
      in meiner Wahrnehmung hat sich die schreibende Zunft in den letzten Wochen und Monaten hinsichtlich der Annäherung an die Realitäten der „Flüchtlingskrise“, spürbar verändert. Selbst dieser Provinzblog ist dafür ein guter Beleg. Die Veränderung betrifft sowohl die journalistische Qualität als auch die Qualität der Leserbeiträge in den Foren einiger Qualitätspublikationen. Mittlerweile gibt es richtig gute Beiträge.
      Zum Beispiel den folgenden von Rupert Neudeck, Menschenrechtler und Gründer von Cap Anamur.
      Dieser bemerkenswerte Mann hat in Bezug auf das Thema Flüchtlinge mehr Kompetenz als die hier anwesenden Foristen zusammen. Hier sein Beitrag:

      Wie kann Integration gelingen?

      Eine Integration kann nur gelingen, wenn sie vom ersten Tag des Betretens deutschen oder europäischen Bodens vorbereitet wird. Jeder, der in eine Erstaufnahme hineinkommt, muss ein Papier in die Hand bekommen in seiner Muttersprache. In dem Papier wird klar gesagt: Dieses Geschenk der Deutschen, dass man erst mal ohne Bezahlung eine Unterkunft, einen Schlafplatz und eine Vollversorgung plus Taschengeld bekommt, muss durch eigene Anstrengungen im Asylheim beantwortet werden. Man erwartet die Teilnahme an allen Veranstaltungen im Heim. Der Deutschunterricht muss besucht werden, es muss in den ersten Tagen fleißig Deutsch gelernt werden.

      Es müssen alle Arbeiten im Haus oder Heim von den Flüchtlingen erledigt werden, auch die Toilettenreinigung. Es müssen kommunale Arbeitsdienste, auch ohne Bezahlung, geleistet werden. Ein solches Papier muss nach Lektüre unterschrieben werden. Es gibt wenige Fälle, in denen sich Flüchtlinge nicht bereitfinden, den Deutschunterricht zu besuchen. Dann muss ihnen gesagt werden, dass sie in diesem Fall wieder abgeschoben werden. Und das muss auch sofort durchgeführt werden.
      (Quelle:http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/fluechtlinge-das-ende-der-lebensluege-a-1071077.html)

      Die Mühlen der Demokratie mahlen langsam, aber sie mahlen.

      • Hallo Herr Schmid, ich finde richtig, dass Sie versuchen, Herrn Wolf, der hier, um eine große Zahl von gesinnungsfesten Gleichmeinenden zu simulieren, auch als Bernd, Bernard, Klaus, EinLeser, Kuno, Ketteler Harald Okfen usw. auftritt, wieder zum Blog-Thema zurückzuführen. Ich stimme auch darin mit Ihnen überein, dass die Qualität der Kommentare zu den meist ausgezeichneten, weil anregenden Jenckelschen Glossen in diesem LZ-Forum gewöhnlich sehr hoch ist. Leider haben sich in den letzten Monaten (ungefähr seit Beginn des Gröning-Prozesses) einige Leserbriefschreiber dazu gesellt, die fast alles bestätigen, was Helmut Müller oben in allgemeinerer Form präzise diagnostiziert hat (http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/294242-294242#comment-61237).

        Zu Rupert Neudeck: Hier stimme ich weitgehend überein, wüsste aber nicht zu sagen, wie (und wohin) Herr Neudeck einen lernunwilligen Asylsuchenden abschieben will, wenn diesem im Heimatland Gefahr an Leib und Leben drohen. Bei Einwanderern aus armen, aber friedlichen Ländern könnte das funktionieren, bei notleidenden Schutzsuchenden nicht. Was würden Sie hier vorschlagen? Ihr Zitat bekommt leider auch eine unschöne Tendenz zum Hartherzigen, weil Sie vergessen haben den letzten Absatz der Einlassung von Neudeck zu posten, in welchem er auf ein (hier deutsches) Versäumnis hinweist. Dieser Absatz lautet:

        „Jeder Mensch lebt durch Tätigsein. Das schlimmste Hindernis der Integration sind die Untätigkeit und Passivität, zu denen das deutsche Asylbewerbersystem nicht nur neigt, sondern die es verfügt. Die Menschen, die hier auf ihr Einleben warten, dürfen bis zu 17 Monate nichts tun, dürfen sich außerhalb der Bannmeile ihres Ortes nicht bewegen. Sie werden geradezu stillgestellt. Das ist für die Entfaltung der Selbstorganisation und die Integration von Menschen in unsere Gesellschaft schmerzlich hinderlich.“

        Wichtig und bedenkenswert finde ich auch den Inhalt im Spiegel, den Heinz Bude, Professor für Makrosoziologie an der Uni Kassel, uns hinhält, wenn er sich und uns fragt: „Welche Faktoren lassen Angst vor dem Fremden in Hass auf den Fremden umschlagen?“

        Heinz Budes Antwort lautet: „Angst und Hass sind zwei grundverschiedene menschliche Reaktionsweisen, die sich so ohne weiteres gar nicht in einen Zusammenhang bringen lassen. In der Angst steckt ein Fluchtreflex auf eine als gefährlich empfundene Situation.

        Hass hat Anlässe, die aber nicht als Grund für die Hassreaktion anzusehen sind. Wenn ich hasse, mache ich mich stark gegenüber einer anderen Person, die ich bedrohen, verunglimpfen oder auf sonstige Weise niedermachen kann. In der Regel ist dieser Andere aber kein konkreter Anderer, sondern ein konzeptioneller Anderer wie die Muslime, die Juden oder die Ungläubigen. Im Hass stärke ich meinen Selbstwert durch gruppenspezifische Menschenfeindlichkeit.

        Woher kommt dieser Hass? Augenscheinlich aus dem Gefühl eines verunsicherten, angegriffenen oder erschütterten Selbstwertgefühls. Daher liegen die Gründe des Hasses nicht im Erleben von Angst, sondern in Erfahrungen von Degradierung, Ignorierung oder gezielter Sabotage der eigenen Person. Genau dies haben mein Kollege Ernst-Dieter Lantermann und ich bei einer Gruppe von Verbitterten in der deutschen Mittelklasse wiedergefunden. Diese Menschen stellen sich als hochgebildet dar, besitzen eine starke Überzeugung ihrer Kompetenzen und ihres Engagements und sehen sich als weltoffen an. Aber wenn sie heute etwas von einer Willkommenskultur gegenüber Fremden hören, können sie ihren Hass kaum zügeln. Sie sind nämlich von dem Gefühl beherrscht, dass sie aufgrund von Bedingungen, die sie selbst nicht kontrollieren konnten, unter ihren Möglichkeiten geblieben sind.“

        (Aus Ihrer Quelle geschöpft, Herr Schmid:
        http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/fluechtlinge-das-ende-der-lebensluege-a-1071077.html)

        • Lieber Adrian Schulz,
          vielen Dank für Ihre Zustimmung und die von Ihnen aufgewendete Zeit, sich mit den Aussagen der diversen Philosophen zu beschäftigen.

          Ihre Fragen zur derzeitigen Abschiebepraxis stellen Sie bitte an Frau Merkel und deren Administration. Schließlich hat uns dieser Personenkreis in die gegenwärtige Situation gebracht. Eine Weigerung Landsleute zurückzunehmen, ist aus meiner Sicht nicht akzeptabel. Die EU und Deutschland verfügen über diverse Möglichkeiten, dieses seit zig-Jahren bestehende Problem durch bilaterale Vereinbarungen zu lösen. Das dies bis heute nicht geschah, ist nur ein weiterer Beleg der Untätigkeit und des Versagens.
          Da dies aber nicht das Thema der hier stattfindenden Diskussion ist, möchte ich darauf nicht weiter eingehen. Sie dürfen aber versichert sein, dass diese Diskussion in den nächsten Wochen und Monaten einen exponierten Stellenwert in Politik, Presse und Öffentlichkeit einnehmen wird.
          Heute geht es um Panikattacken unserer Politiker und der hiesigen Medien, deren Heftigkeit stetig wächst. Herr Scheuer möchte inzwischen Ausweisungen ohne Einhaltung rechtsstaatlicher Grundsätze durchführen, in der Union ist eine offene Rebellion gegen Frau Merkel ausgebrochen, Altkanzler Schröder bezeichnet die „Flüchtlingspolitik“ als großen Fehler und die AfD liegt bei insa bei 11,5%.
          Wie gesagt, die Mühlen mahlen langsam, aber sie mahlen.

          • Hier noch einige weitere Belege für Herrn Jenckels Erkenntnisse, deren Hintergründe und Folgen:
            Mittlerweile wird die Merkelpartei von der ehemaligen Volkspartei SPD rechts überholt. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlingskrise-merkel-kriegt-druck-von-der-spd-a-1072274.html
            Auch die Sprache wird endlich bunt:
            S.Gabriel gab vor den SPD-Abgeordneten die Devise aus: „Null Toleranz für die Arschlöcher aus Köln.“
            Es steht dem geneigten Leser sicher offen, den o.g. Personenkreis, sowie die Liste der betroffenen Städte und Gemeinden länderübergreifend nach Gusto zu erweitern.

            Mittlerweile agiert Frau Merkel nachweislich gegen die Mehrheit der Bürger.
            http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlinge-deutsche-wenden-sich-laut-umfrage-gegen-angela-merkel-a-1072192.html
            Je näher der Super-Wahltermin am 13.3. rückt und die in Berlin dauerhalluzinierte „europäische Lösung“ der Krise ausbleibt, desto heftiger werden die Panikattacken. Ein namhafter deutscher TV-Sender spricht bereits von einer „Volks-abstimmung über die Asylpolitik der Regierung“.

            Sehr geehrter Herr Jenckel, was halten Sie von der Errichtung einer politischen Panikhitparade in der LZ?
            Hier mein persönlicher Lieblingshit der Merkel-Schäuble Combo: „Scheitert Schengen, scheitert der Euro, scheitert Europa, scheitert Deutschland“. Sehr beliebt ist auch der Klassiker und bierzelterprobte Gassenhauer des bekannten Luxemburger Interpreten DJ Juncker: „Wenn`s ernst wird, muss man lügen!“ Alternativlos, nicht wahr?
            Wer Ironie findet, darf sie behalten.

        • Schau an, der Hobbypsychologe hat geschrieben.
          Das vielleicht so an die 600 Frauen alleine aus Köln kein gestörtes Selbstbild haben und diese zu Recht diese Gesetzlosigkeit dieser Ethnien kritisieren, ist Ihnen noch nicht eingefallen?
          Das die Opfer von Hunderttausenden Straftaten, die in Bremen, Köln,Hennef, Duisburg und unzähligen anderen europäischen Städten ,Opfer von brutaler Gewalt dieser Migranten , oder bereits hier geborenen Nichtdeutschstämmigen , körperlichen und seelischen Schaden erlitten haben, hat der Diplomhobbypsychologe noch nicht festgestellt?
          Dann interviewen Sie doch mal die 1400 minderjährigen Mädchen, die in Rotherham von den o.g. unter Drogen gesetzt, vergewaltigt, massenvergewaltigt und als Sklaven für übelste perverse Praktiken vermietet wurden.Und das jahrelang( wissen Sie was Natursekt und Kaviar ist)?
          Vielleicht können diese zerstörten Mädchen Ihnen erklären woher „dieser völlig unbegründete Hass“ kommt, Sie selbsternannter Hobbyprofessor.

    • Danke, daß Sie Deutschland verlassen haben und Ihre geistigen Ergüsse eines abgesicherten Pensionärs von einem sicheren Ort schreiben.
      Das bestätigt meine Ansicht, daß die realitätsfernsten Kommentare von Unwissenden aus der Ferne geschrieben werden, die keine Nutzniesser der „Bereicherung“ sind und schon gar nicht dafür finanziell ausbluten sich und anrotzen, sowie mit dem Messer verletzen und seine Tochter billig anquatschen, belästigen oder sogar sexuell nötigen oder vergewaltigen lassen müssen, wie der Bürger vor Ort.

      Was den Beitrag oder besser dem linksgrün schwerbelasteten Geschmiere des Kollegen Fischer angeht, ist zu sagen, daß ich persönlich bei dem Satz (Zitat): „Bleibt die Frage: „Wer sind die organisierten Taschendiebe, die dort seit Langem tätig sind“ , aufgehört habe zu lesen.

      Warum?

      Weil ich mir die Zeilen von jemandem, der harmlose Taschendiebe ,die lange ansässig sind, nicht von zahlreichen Schlägern, Vergewaltigern und Räubern , die gerade hier ohne Berechtigung gesetzeswidrig eingewandert und allerorts in ganz Deutschland, Österreich, Schweden,usw. schamlos ,ohne jeglichen Respekt vor der ansässigen Bevölkerung, die das alles finanziert und organisiert sind , unterscheiden kann, ersparen will.

      Schöne Grüsse von einem Bürger, der tagtäglich in der Grosstadt bereichert und in Zukunft noch weiter und intensiv bereichert wird!
      PS
      Die Käufe an Pfefferspray und die Beantragung vom sog. „kleinen Waffenschein“, um sich selbst zu schützen, haben die Behörden, bzw. Firmen hier, in den letzten Wochen stark überlastet! Da sind wohl viele doch nicht so positiv bereichert worden, wie man dachte.
      Und die Angst in der Öffentlichkeit Kuscheltiere an Kopf zu bekommen, ist auch erheblich gesunken. Grüsse an Herrn Fischer

  10. Es mag stimmen, dass häufig Schnellschüsse erfolgen, sobald es zu besonders dramatischen Vorkommnissen kommt. Jedoch kann nicht wegdiskutiert werden, dass mit der Anzahl von flüchtigen Invasoren nach Europa, vornehmlich nach Deutschland, auch eine erhebliche Zuwanderung an kriminellen Elementen stattfindet.
    Sicherlich ist Hilfsbedürftigen Hilfe zu gewähren, egal welcher Religion, bzw. welchem Kulturkreis diese Leute angehören, aber es muss diesen Leuten insgesamt klar sein, dass sie sich in einem Gastland zu benehmen haben. Wissen wir eigentlich, welche politischen Mächte vielleicht hinter den kriminellen Tätern stecken, mit dem Ziel, ganz bewusst , dieses Land in ein gesellschaftliches Chaos zu stürzen? Wie dem auch sei, ich möchte, dass Gäste sich hier so verhalten, wie es sich für zivilisierte Bürger gehört. Deutschland hat schon genug „eigene“ Kriminelle, u.a. auch sehr oft Ausländer, die vielfach viel zu früh eingebürgert wurden.
    Wir werden gesellscahftlich und sozial sehr schweren Zeiten entgegegehen, wenn nicht schnellstens dafür Sorge getragen wird, den Zustrom deutlich zu verringern.
    Das Verhalten aller deutscher Medien spielt seit Monaten in der Flüchtlingskrise eine dubiose Rolle. Entweder scheut man die Wahrheit offenkundig zu machen, warum auch immer, oder man unterstützt bewusst die völlig überforderte Regierungspolitik zu dieser Krise, um Stillhalteparolen als „Beruhigungspillen“ zu verteilen. Man brauchte erst Köln und Hamburg, um endlich offener und kritischer zu werden. Im Übrigen stelle ich nicht alle Flüchtlinge unter Generalverdacht. Das, was ich jedoch bezweifele, ist, dass man eine größere Anzahl der Angekommenen wirklich integrieren kann. Eines ist doch unstrittig, Sprache und Arbeit alleine ist noch keine gesellschaftliche Integration und damit bei Weitem noch keine Integration nach unseren Vorstellungen.

    • Leider, leider, lieber Harald, auch diesmal wieder das Thema vollkommen verfehlt. Das gibt eine Sechs und Ihr Aufrücken in die nächsthöhere Klassenstufe ist gefährdet. Bitte setzen!

      MfG Petra

  11. @hh jenckel

    Offensichtlich sind momentan Millionen CDU/SPD/Linke/Gruene Stammwähler nicht Ihrer Meinung und verlassen diese Parteien in massen und orientieren sich anders, bzw. informieren sich bei alternativen.

    Das sage ich als beamter unter dutzenden stammwählern, die gezwungen werden, schwerkriminelle romafamilien , von denen sie seit jahren angespuckt, getreten und als nazi bezeichnet werden, in ihren einsatzberichten als „rotierende Europäer mit vermehrter Reisetätigkeit “ und „europäische Fachkräfte“ zu bezeichnen.
    Diese (späte) einsicht beruhigt mich. Zeigt sie doch, daß jahrelanges fehldenken und fehlverhalten durch bittere erfahrungen am eigenen leib, korrigiert werden können.Lieber spät als nie. Und es werden täglich mehr.

      • Herr Jenckel, was können sie von menschen erwarten, die angst haben , aber ihr rückgrad verkümmert ist? bernhards aufzählung zeigt mir nur, welch ein duckmäuserich er ist. friedrich ist in meinen augen eine pfeife vor dem herrn. er flötet gern. deren zivilvcourage können sie an ihrer anonymität fest machen. genau wegen solcher menschen gibt es bei uns immer mehr probleme. siehe facebook und twitter. es ist gut, wenn sie herr jenckel diese ,,wertvollen,, exemplarer der menschheit hier zu worte kommen lassen. so kann jeder sehen, wo es hinführen wird, wenn man sich nach denen richten würde. es wird noch schlimmer, jede wette. darauf sollte der staat und seine bürger vorbereitet sein. ich bin es.

        • @ Bruns

          Wen interssiert wer „Ihrer Meinung nach“ duckmäuserisch ist?

          Der Ramboklaus sind Sie; der knallharte Mann als Einmann-armee wie Rambo gegen 1000 Gewalttäter.
          Gerne lade ich Sie persönlich ein: Kommen Sie hierher und zeigen Sie im Ring Ihre Unerschrockenheit und knallharte Entschlossenheit gegen das Unrecht zu kämpfen. Ich trete jederzeit gegen Sie an:

          Grüsse von Bernard
          http://www.kampfsport-rommerskirchen.de/html/muay_thai.html

          PS: Sollten Sie sich nicht trauen, kann gerne eine unserer „Kämpferinnen bei den Damen“ gegen Sie Grossmaul antreten!

      • Herr Jenckel, dass sie Leute die regelmäßig angespuckt, getreten und beleidigt werden (diese Erfahrung kann ich übrigens mit diesen Personengruppen in der Nachbarschaft bestätigen) und sich dann irgendwann beschweren und dies von Ihnen als pöbeln abgetan wird, zeigt doch nur wie abgehoben die Medienlandschaft und die Parteien von den Lebenswirklichkeiten sind. Sie würden sich doch als erstes aufregen und beschweren, wenn sie an ihrem gemütlichen, warmen und bequemen Arbeitsplatz am Sande das täglich erleben und ertragen müssten.
        Im Prinzip ist das erstarken von Parteien wie der AfD ein Hilfeschrei einer übergangenen Gesellschaft dessen friedliches, langfristiges Wohlergehen der momentanen Hilfsbereitschaft einer nach Sinn suchenden und ideologieverbohrten Politgruppe geopfert wird. Unfähig zu harten Entscheidungen wird die Zukunft des Landes zerstört und die Presse deckt und relativiert permanent diese zerstörerischen Entwicklung. Wahrscheinlich lässt sich in unruhigen Zeiten besser Schlagzeilen und Geschäfte machen .

        • Hallo
          Kommen Sie doch einfach mal in der Redaktion am Sand vorbei, dann können Sie sich überzeugen, was Sie warm und bequem nennen.
          Ich bin hier i.R. zwischen 9 und 20 Uhr anzutreffen.
          Erstens ist hier niemand abgehoben, sonst würde ich dieses Forum gar nicht betreiben und mich gern und viel angreifen lassen. .
          Zweitens bezog sich „pöbeln“ nur auf Ihre Wortwahl.
          Drittens verrät schon der Duktus die Gesinnung.
          Und viertens: Ja, wir haben große Probleme, ja, wir erleben eine fundamentale Umwälzung, nicht nur durch die Flüchtlinge, sondern auch durch den Zerfall Europas. Sie hätten es gerne drinnen ruhig und ausgebaut als Festung.
          Ich, bei allen Nachteilen, wünschte mir das vielleicht in meine Träumen manchmal auch, aber tatsächlich möchte ich in keiner Burg leben. Das wäre mir im Kopf und am Körper zu eng. LG hhjenckel

          • Kommen Sie doch einfach mal in der Redaktion am Sand vorbei
            prima idee und schon ist seine schöne anonymität , wo Klaus sich gern hinter versteckt, futsch. ich musste tatsächlich mal wieder lachen.

          • @hh jenckel

            Leute die undifferenziert aus dem Büro heraus über Dinge, über die sie 5% durch die Massenmedien erfahren und ansonsten lediglich von einer weltoffenen, bunten Republik träumen, sollten gar keine Kommentare abgeben, da die völlig sinnfrei sind.
            Leute, die im Dienst von 22.00-6.00 Uhr, bei diversen Einsätzen bei Menschen (ich muss das korrekt ausdrücken,weil ich sonst den Kommentar nicht veröffentlicht bekomme) mit Messern bedroht, die Familie bedroht und mit Äxten, Eisenstangen und anderen Gegenständen angegriffen werden und das 200 Tagen im Jahr; haben etwas zum Thema beizutragen. Auch Beamte, die in Köln, HH, Bielefeld usw. vor Ort waren und heute noch im Dauereinsatz in Sammelunterkünften sind.

            Weder Bürohengste ,noch Rentner, die das Haus nach 15.00 Uhr nicht mehr verlassen und ausser Träumen und Kuscheltier werfen, absolut nichts Realitätsnahes beitragen können. Solche Kommentare gehören nicht in einen Blog, sondern auf die Forenseite des Kindergartens, wo man erzählen kann, daß Elefanten ganz filigrane Zeitgenossen sind. Schöne Grüsse aus NMS ( vor Ort bei Freunden).

          • @hh jenckel
            Zwischen einer „Festung“ und einer „Burg“ ( die Deutschland auch vor einer völlig unkontrollierten Zuwanderung bildungsferner Schichten aus nichtasylberechtigten Ländern nicht hatte) und rechtsfreien Räumen, die von Zuwanderern zum eigenen Vorteil und zum Nachteil der autochthonen Bevölkerung gegenwärtig und in Zukunft ausgedehnt wird, die zu einem Spielball von Extremisten gemacht werden, ist es ein himmelweiter Unterschied.
            Lieber mit vernünftigen Einschränkungen kontrolliert frei sein, als armseeliges Opfer.

          • Berthold Weinrich

            Sie haben recht, Herr Jenckel. Es gibt Unwahrhaftigkeit auf allen Seiten. Eines der ganz großen Probleme – und das hat wieder sehr viel mit der digitalen Informationsökonomie und dem von ihr beförderten Quantifizierungswahn zu tun – ist der vorauseilende Gehorsam den möglichen unerwünschten Folgen unvorteilhafter Nachrichten gegenüber. Was morgen eventuell in der Zeitung stehen oder durch die „social networks“ toben und Wahlchancen berühren KÖNNTE, ist heute in den Hinterköpfen von Entscheidern oft viel wichtiger als das, was situativ und prinzipiell, moralisch oder sogar gesetzlich geboten wäre, um mittel- und langfristig Vertrauensschwund, also die schleichende Erosion des sozialen Zusammenhalts zu vermeiden.

            „Wir“, der relativ wohlhabende „Okzident“ sind seit Jahrzehnten von 60 bis 200 Millionen (Wer weiß das schon genau?) Kriegs- und Armutsmigranten „umflutet“. Das hat die Qualität und sicher demnächst auch die Dynamik einer Völkerwanderung. In Zeiten von Apple und Facebook wäre naiv, um nicht zu sagen krank, wer darauf baut, ihn persönlich werde das alles niemals etwas angehen.

            Viel mehr als die vergleichsweise wenigen „Flüchtlinge“ im Land, besorgt auch mich die (verrohende) geo- und besonders die europapolitische Entwicklung, in der diese gigantischen Wanderhorden von Depravierten und Entrechteten im Namen zynischer Hegemonialambitionen wie breitenwirksame Waffen eingesetzt werden. Merkels „Wir schaffen das!“ war nichts anderes als der erneute Versuch (oder die erneute Notwendigkeit), Zeit zu kaufen, um das drohende, nun auch an der Migrationsproblematik erkennbare Auseinanderbrechen des komplexen Bündnissystems hinauszuschieben, das wir „EU“ und den „demokratischen Westen“ nennen. Die „Kosten“ innenpolitischer Verwerfungen und vielgestaltiger grenzübergreifender Radikalisierungen müssen gegen die Konsequenzen zwischenstaatlicher Spannungen, Differenzen und Unvereinbarkeiten gehalten werden. Wer glaubt, die Sache habe mit dem „Kampf“ kultureller „Wertsphären“ oder gar mit Sozialpsychologie statt mit der Physik von Machtoptionen zu tun, enlarvt sich als historisch uninformierter, also schlecht ausgebildeter Zeitungsleser und Nachrichtenverwerter. „Staatsraison“ ist kein Geschäft des mehr oder weniger vernünftigen Wollens und Wünschens, sondern eine Kunst des kaltblütigen, aber umsichtigen Balancierens. Der extremistische Mob im Inneren ist, so gesehen, nur einer der ungezählten rotierenden Teller, die bei der Jonglage auf der dünnen Stange durch Kreiselwirkung stabilisiert werden müssen.

          • Hallo Herr Jenckel,

            ich persönlich finde es problematisch, wenn der Moderator einer Zeitung in den Kommentaren eine politische Position bezieht. Das ist ja genau der Grund für die Bezeichnung „Lügenpresse“. Ich erwarte Fakten von Ihnen, keine Wertung (na ja, im Blogbeitrag schon, aber nicht zu den Kommentaren). Ansonsten wird das nichts mit einer ordentlichen Diskussion, wenn der Blogführer parteiisch ist.
            Eine Burg bietet Schutz, wie ein Flugzeug vor den eisigen Kälten der Höhen, wie ein Mantel vor dem eisigen Winter. Warum wird nur wieder eine Seite, nämlich das Negative, beleuchtet?
            Ich habe in meinen Kommentaren versucht, darzustellen, dass es sehr viele logische Gründe gibt, dass Deutschland vor dem Zerfall steht.

          • Hallo, Missverständnis.
            Ich bin hier nicht der Moderator, ich schreibe hier die Blog-Beiträge, und die sind und sollen kommentierend sein.

          • Herr Jenckel, sie schreiben sie meinten mit Pöbeln nur die Wortwahl, übrigens von Bernard und nicht von mir, welche Wortwahl meinen Sie denn in dem Kommentar von Bernard und welcher Duktus verrät welche Gesinnung? Ist es Ihnen schon Zuviel, dass Bernard nicht mehr bereit ist sich weg zu ducken und die Probleme, die die politischen Entscheidungsträger ihm täglich vor die Füße kippen wegzuräumen und sich dafür erniedrigen zu lassen?
            Zum anderen würde ich gerne mal wissen, von welcher Burg sie reden und welche Enge meinen Sie? In den 70er und 80er hatten wir noch kein Schengen und dazu noch den eisernen Vorhang. Unsere Grenzen wurden geschützt und kontrolliert, organisierte Kriminalität und Mafia war etwas aus Filmen, wer reisen wollte der konnte überall hin, musste zwar seinen Pass zeigen und das Geld Tauschen aber die Burg war für mich nicht zu spüren und Enge erlebte ich aus dieser Situation heraus auch nicht im Kopf und am Körper. Welche Enge meinen Sie? Wie entsteht die bei Ihnen?

          • Dietmar Garbers

            Hallo Klaus,

            wenn man Herrn Jenckel als rechtslinksoberversifftes und christdemokratischliberales Plüschtierweichei mit weltfremder, naiver, oberflächlicher und offensichtlich abgrundtief linksgrünverseuchter Redakteursblödsichtigkeit bezeichnet, das in seinem 15qm/2 Büro in LG über die Erfahrung, den erbsenkleinen Wissensschatz, und die undifferenzierten Kenntnisse eines linksgrünrechtsliberal schwerbelasteten Schmierfinkenhengstes verfügt und besser gar nicht kommentieren sollte, wie würden Sie denn so eine Ansprache nennen? Und was glauben Sie, welche Gesinnung dieser Duktus verrät?

            Zu Ihrem verlogenen bundesrepublikanischen Friedensidyll in den 70er und 80er Jahren genügt unter hunderttausend kriminologischen Studien und Aufsätzen schon ein Blick in den Spiegel vom 29 Februar 1988:

            http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13529461.html

          • @HH jenckel

            „Duktus“ und „Gesinnung“ erinnert mich an den antifaschistischen Schutzwall.

            Und zwischen Grenzkontrollen und Abschottung besteht ein himmelweiter Unterschied. Aber diffrenzieren haben die meisten nicht so gelernt, da ja Mutti Merkel für sie mitdenkt und lenkt, gell? Und wenn Mutti sagt „Abschottung“ rennt die Meute ,die ansonsten führungslos und blind hinterhertrampelt los.
            Ich möchte keine Verhältnisse wie in Istanbul oder sonstwo. Dafür lasse ich mich gerne kontrollieren. Wer nichts zu Verbergen hat und nicht kriminell ist, hat bei einer Grenzkontrolle absolut nichts zu befürchten. Diese negative Einstellung dazu,kann nur von Kriminellen und den Antifastraftätern instrumentalisiert werden, ansonsten von niemandem.
            PS: Jetzt kommen die „Flüchtlinge“ aus Marokko und Algerien.Klasse!

      • @ hh jenckel

        ZITAT:Offensichtlich sind momentan Millionen CDU/SPD/Linke/Gruene Stammwähler nicht Ihrer Meinung und verlassen diese Parteien in massen und orientieren sich anders, bzw. informieren sich bei alternativen.

        Das sage ich als beamter unter dutzenden stammwählern, die gezwungen werden, schwerkriminelle romafamilien , von denen sie seit jahren angespuckt, getreten und als nazi bezeichnet werden, in ihren einsatzberichten als „rotierende Europäer mit vermehrter Reisetätigkeit “ und „europäische Fachkräfte“ zu bezeichnen.
        Diese (späte) einsicht beruhigt mich. Zeigt sie doch, daß jahrelanges fehldenken und fehlverhalten durch bittere erfahrungen am eigenen leib, korrigiert werden können.Lieber spät als nie. Und es werden täglich mehr.

        Sorry, aber inwiefern ist das Pöbeln? Das sehe ich anders. Wenn man keine Fakten hat, die Aussagen zu entkräften,muss man diffamieren?

  12. Erniedrigung zur eigenen Aufwertung, in der Psychologie kein neues Phänomen.
    Für Köln und andere Städte ein massenhaftes Phänomen? Nein, für die Opfer ein riesiger Schmerz.
    Identitätsverluste? Prägungen? Ich demütige, also bin ich?
    Eine Willkommenskultur, als Mainstream und Medienrationalität, hat die Opfer in eine schwierige Gewissenslage getrieben. Führe ich mein erlebtes in die Öffentlichkeit, bin ich dann Falsch, wenn ich Anzeige erstatte? Trotz der Gewalt an meiner Weiblichkeit, Geschlecht? Gab es nur diese eine Wahrheit? Muss ich mich für diese Meinungs- Kultur Opfern, damit ich Richtig bin?
    Wenn sich Opfer falsch fühlen, wann melden sich die Täter freiwillig?
    Ideen werden gehandelt, in der Wirtschaft, in der Politik. Opfer haben von diesen Ideen ein Leben lang etwas.
    Musste erst so etwas passieren um Meinung`ertragen und Worte verwenden zu dürfen?
    Lebten wir in einer Welt, die nur darüber sprach: Dessen Name nicht genannt werden darf?

    • Hermine Ringler

      Will ich abheben in die Freiheit des Denkens, der Fantasie, der wagemutigen Traumfabrik, in der die geistigen Süßigkeiten hergestellt werden mit all ihrer hellsten, überzuckerten Freude, verführerischen Erwartung, miesen Enttäuschung, blogbusternden Dunkelheit und der allgegenwärtigen Mutter Sehnsucht, benutze ich Ossarek-Bruns, dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf, diesen weich gezeichneten Helden, werfe mir seinen xxlangen Umhang über und stülpe den in die Länge gezogenen Blumentopftropenhut mit Nackensonnenschutzklappe auf, schwinge mich auf seinen beinlosen Flugsaurier, und los geht’s! Über die Wüste, wenn ich ganz für mich sein will, in den giftigen Atem überfüllter Großstädte, auf trostlose Landschaften zu, ganz hoch hinauf über die Welt, billerbunte Kindskopfzeppeline und Weltpolizisteleien, vom Winde zerfetzt, vermeintliche Weisheit, unzumutbare Behauptung, Gedankengesang, durch insgeheime Tore fremder Dimensionen, alles steht offen, alles ist möglich und eintrittsfrei: Zu derlei Reisen nehme ich Gestalt an, verwandele mich in Ossarek-Bruns, dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf, gebe ihm, dem Rätselhaften, den Vorsitz meiner kleinen fluktuierend übermütigen Ichversammlung. Der »Raumvermesser« sein, der gern auch gegen sich selbst ermittelt, er, der hehre Ziele, große Wunder erkennen mag, um sich im nächsten Augenblick gedankenverloren und zusammengekauert in der Stille zu verlieren. Zu verlockend die instabile Bambusarchitektur 64-stöckiger Sprachgebäude, zu hermetisch die Ideen des Unterbewusstseins. Anbei buche ich mögliche Gedankenflüge des Ossarek-Bruns, dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf, zeichne skriptlos auf, was sich ergibt, kleinste Befreiungen und Kämpfe um alles – dieser Comicfigur des französischen Zeichners MOEBIUS, alias Jean Giraud, der im März 2012 verstarb  – entscheiden für sich, und ich verneige.

      Sich am Rätsel zu erfreuen, muss man es nicht lösen. Wir sind nur ein Beispiel.

  13. Die unbeliebtesten Spitznamen von Frauke Petry

    • Fräukchen

    • Frau K. Petry

    • Petryschale

    • Petra Frauki

    • Fraukee Patty

    • Petrauke

    • Fraukenpete

    • Petryfrosch

    • Wolle

    • Freier Demokrat

      Frauke Petry hat ein Unternehmen geleitet und steht für direkte Demokratie. Das hebt sie schon mal positiv von vielen anderen ab.
      Sie muss nun noch die rechten Aktivisten etwas unter Kontrolle bringen. Das versucht die SPD mit der von ihr finanzierten links-extremen Schlägertruppe der Antifa aber auch schon länger vergeblich.
      Zumindest werden die Berufsdemonstranten mit 48 EUR für ihre körperlich doch sehr fordernden Einsätze ordentlich bezahlt.

  14. Dem Satiremagazin Focus schlägt aufgrund seines aktuellen Titelbildes (https://www.facebook.com/focusmagazin/photos/a.201716146512177.59937.194695887214203/1242745562409225/?type=3) zu den Vorkommnissen in der Kölner Silvesternacht eine Welle der Ablehnung entgegen. Während sich empörte Leser über die Abbildung einer von schwarzen Schmierhänden betatschten, nackten Blondine in den sozialen Netzwerken Luft verschaffen („Mit Mohammed hättet ihr euch das nicht getraut!“ und „Früher war die Emma besser.“), beziehen auch Vertreter namhafter Printmedien klar Stellung. Die Wirtschaftswoche prangert das Titelbild als Zerrbild unserer Gesellschaft an, in der sich in Wahrheit doch kein einziger hier lebender Ausländer die Hände schmutzig machen müsse. Auch Stern-Chefredakteur Christian Krug äußert Kritik: „Bei uns wäre ein solches Cover niemals gedruckt worden. Eine Frau, die mit ihren Händen Brüste und Scham verdeckt, ist mit den journalistischen Gepflogenheiten unseres Blattes nicht zu vereinbaren.“

  15. schon lustig, wenn man von den neuen meinungsführern hier fabuliert , so neu sind die gar nicht. sie erinnern mich an eine zeit , da war es gefährlich auf die strasse zu gehen, wenn man kein nazi war. es würde diesen meinungsführern bestimmt wieder spaß machen , dass eigene volk zu drangsalieren und alles für sie fremdartige zu vertreiben , oder zu erschießen ,zu vergasen , oder was man mit menschen noch so alles machen kann. wirklich, eine schöne alternative zu dem, was wir jetzt gerade erleben. der bürger muss aufpassen, sonst wird er bald wieder sagen: ,,davon haben wir aber gar nichts gewusst.“ dieses mal wird es mit der ausrede aber nicht mehr klappen. wir leben in einer aufgeklärten gesellschaft. und wenn die cdu ihren pflichten in dieser hinsicht nicht nachkommt, wird sie ihren garantierten untergang einläuten. sie wird schneller unter zwanzig % landen, als die spd. Durchhalteparolen ala kauder werden da nicht weiter helfen. rechtsradikales gedankengut ist in der mitte der gesellschaft angekommen, diese sogenannte mitte wird von der politik gern hoffiert, ich bin gespannt, wann die politiker merken, dass diese mitte eben nicht homogen ist.

    • @Klaus Bruns

      ZITAT: „schon lustig, wenn man von den neuen meinungsführern hier fabuliert , so neu sind die gar nicht. sie erinnern mich an eine zeit , da war es gefährlich auf die strasse zu gehen“

      Falls Sie es noch nicht bemerkt haben sollten; diese Zeit haben wird bereits. Und nicht nur in Köln. Und wer ist gegen ALLES Fremde? Niemand! Man hat Angst, weil die Zuwanderer deren Kultur, Glauben und Einstellung zum Westen, zu Frauen und zur Demokratie hinlänglich bekannt ist und die letzten Jahre reichlich Bereicherung gebracht haben! Miri, Abu Chaker und die an der Spitze der Kriminalitätsstatistik stehenden Ethnien der arabischen Halbinsel , die in Grosstädten 67% der Gewaltverbrechen ausmachen, sind klar „Spitze.“
      Wo stehen dagegen Koreaner, Portugiesen, Griechen usw.? Weder in der Kriminalitätsstistik ,noch bei Arbeitslosigkeit erwähnenswert. Das ist gelungene Integration und Akzeptanz bezüglich des gewählten Landes.
      Mehr Informationen benötigt man nicht.

    • Freier Demokrat

      Stimmt, das hatten wir schon mal:

      1. Keine Opposition
      2. 99,9 % Zustimmung zum Führer
      3. Schlägertrupps als Gesinnungspolizei
      4. Querfront über alle Parteien

      Der neue Faschismus wird nicht sagen: „Ich bin der Faschismus“. Er wird sagen: „Ich bin der Antifaschismus“.

      Wir müssen aufpassen, dass wir weder den Rechts-Autonomen noch den dumpfen links-Radikalen eine Plattform bieten.

    • Herr Bruns, der jenige, der wieder mal nichts gewusst haben will sind sie doch. Deswegen trotten und kommentieren Sie dieser Politik doch ständig hinterher, die dieses Land zerstören wird. Die Deutschen lassen sich von der Politik mal wieder opfern und sie klatschen brav Beifall. Rau Merkel ermächtigt sich hier einfach mal das Land nachhaltig und kolossal zu verändern und leider nicht zum guten. Wir schaffen das und dann kommt nichts. Bravo Bruns klatschen Sie weiter und verteidigen sie ihren Gartenzaun in Reppenstedt.

      • Klaus
        wie wäre es mal ohne unterstellungen in meine richtung zu argumentieren? ich bin dann auch gern bereit zu antworten. mir gefällt so vieles nicht in der politik. aber hass zu predigen gefällt mir eben auch nicht. vorurteilspflege auch nicht, selbst dummheit gefällt mir nicht. wie wäres es denn mal mit vorschlägen von ihnen, die nicht darauf hinzielen , sich selbst einzusprerren. was die enge im eigenen kopf angeht, wer schon viel drin hat, bekommt dieses gefühl eben eher, als derjenige, der ständig schuld bei anderen sucht, dass ihm da noch was fehlt. ich bin noch nie jemandem hinterher gelaufen, außer meiner frau. wir haben ganz andere probleme, flüchtlinge sind nicht unser hauptproblem, obwohl es einige hier gern daraus machen wollen. die es hier gern machen, haben in wirklichkeit ganz andere probleme. für die ist dieses thema eine ablenkung von ihrem alltagsfrust.

  16. Ermittlungen gegen
    Hetzer im Internet

    es wurde zeit. eine demokratie hält auf die dauer eben nicht alles aus. dafür ist der mensch zu schwach.

    • @ bruns
      Da stimme ich zu.

      Na, dann sitzen die Linken, die Antifa, die DGB-Hetzer gegen DEmokratie und meinungsfreiheit ja bald alle im Knast, bei den Hetzereien , Schlägereien, Angriffe auf Andersdenkende und Anzünden von Eigentum, Mordversuchen an Beamten ,glattem Terrorismus, wie in FFM bei der Eröffnung der EZB. Endlich!

    • Birgit Rahlfeld

      Das finde ich auch.
      Bürger als braune Rattenfänger, Pöbel und Mob zu bezeichnen ,zu beleidigen und aufzufordern sie zu bekämpfen, anzugreifen, deren Wohnungen anzuzünden und sie zusammenzuschlagen und dergleichen gehört endlich verboten.
      Da kann Herr Gabriel, die linken Steinewerfer und die grünen Umweltkämpfer mit Vorlieben für „vegane Ernährung und alles junge Gemüse“, die Antifa, Mitglieder des DGB, der IGM usw. , sich auf etwas gefasst machen.
      So eine Massnahme war lange überfällig!

  17. ich habe das gefühl, unsere politiker bestehen überwiegend aus weicheiern, die nur ihre wiederwahl im kopf haben. und nur deswegen reagieren sie auch so bescheuert auf die angeblichen sozialen netzwerke. was da sozial ist, wird vom asozialem weit übertroffen. nur weil die dortigen schwachmaten stimmung machen, sollen schärfere gesetze her? warum werden die alten gesetze nicht rigoros angewendet? schon könnte man auch diese schwachmaten aus den verkehr ziehen. verschiebung von meinungsführerschaft muss man ja nicht hinnehmen. wer lässt das gepöbel denn zu?

  18. @hh jenckel

    Wieso panische Politiker?
    Frau Klöckner, Herr Gabriel, Frau Merkel, Roth, Künast, usw. sehen keinen Grund zur Panik. Haben wir doch gar keine Probleme. Schon gar nicht mit der erfundenen Massenzuwanderung. Alles billige Erfindungen der AfD und der rechten Rattenfänger.
    Also, keine Panik.
    Und die paar Überfälle in LG, Einbrüche , Raubüberfälle und die erstochenen Frauen in Kaltenmoor sind doch Peanuts, oder? Grüsse auch an die Antifa-Genossen in LG

  19. Moritz Behnert, Klaus, Bernd, Bernard, Wolf, Richard Wesner, max, Birgit Rahlfeld, Thomas, Rico Nieser, Freier Demokrat, Heike Siering, blog.aa und blog.bb, Frank Peimann, Thomas Schmid, Harald Okfen, Friedrich und Bruno Schmandt …

    dass es sich bei Ihnen um insgesamt allerhöchstens zwei verschiedene Personen handelt, die hier als Tauben auf dem Schachbrett sehr fleißig sind, lässt sich nicht kaschieren. Helmut Müller hat alles genau beschrieben, was es über Leute wie Sie zu sagen gibt.

    Machen wir einen letzten Versuch und probieren noch einmal, ob Sie nicht vielleicht doch in der Lage sind, sich für wenige Minuten zu konzentrieren und auf eine einfache Frage eine einfache Antwort zu geben:

    Sie haben es dieser Tage vielleicht in der New York Times gelesen? Biologen des Alfred-Wegener Instituts (AWI) in Bremerhaven haben in Speisefischen aus Nord- und Ostsee Plastikreste nachgewiesen (https://www.awi.de/im-fokus/muell-im-meer.html). Aus den Mageninhalten und Verdauungstrakten eines Fangnetzes Makrelen lasse sich problemlos ein komplettes Angelspiel, eine Garnitur Einweggeschirr sowie drei bis vier Stapelsessel zusammensetzen, so das Ergebnis der Studie. Reedereien wollen nun wieder vermehrt auf Ausflugs- und Kutterfahrten mit sofortiger Verköstigung an Bord setzen. „Mehr fangfrische Qualität geht nicht“, wirbt das Fischerehepaar Gotthilf und Helene im Chor („An der Nordseeküste“). Auch die fischverarbeitende Industrie hat auf die Analyse der Meeresforscher umgehend reagiert. Der Tiefseegigant Iglo kündigte an, seine komplette Produktion nach Dänemark auszulagern und sein Sortiment um die Serien „Technik“, „Bionicle“ und „Star Wars“ zu erweitern. Für die ganz Kleinen sind die beliebten Fischstäbchen schon jetzt in knallbunter Panade mit extragroßen Noppen im Kühlregal jedes gut sortierten Spielwarengeschäftes zu finden.

    Plastik im Fisch – Glauben Sie das ist ein Unglück oder eher eine Chance für die norddeutsche Wirtschaft?

    • ja.

      • Seh´n Sie, Bundeskasper, indem Sie in die bereitgestellten Pantoffeln mit kleiner Reppenstedter Stickarbeit geschlüpft sind, haben Sie sich erneut vor all denen „geoutet“, die es bisher noch nicht richtig mitbekommen hatten: einmal zeigen Sie sich als der notorische Wortverdreher, der auch hier aus einer offenen natürlich sofort wieder eine geschlossene Frage macht, um einer sinnvollen, aber seinen Herabsetzungsinteressen zuwider laufenden Antwort auszuweichen, und zum Zweiten bekennen Sie sich als der unermüdlich rackernde Herr und Autor der vielen genannten anonymen Sprechpuppen, die unter wechselnden Aliasnamen und in variierenden Tonlagen und sprachlichen Registern eine Vielzahl von gleichgesinnten Schimpfmäulern vortäuschen sollen, aber in Wahrheit allesamt aus Ihrer Produktion stammen, aus der grollenden Lust am Sticheln, am Rechtbehalten und am Weiterreichen und Ausleben einer Verbitterung also, die ihre Ursachen nur im Persönlichen haben kann, ihr Dasein aber die Welt entgelten lassen will.

        • Wenn Sie mir bitte jetzt noch Ihre Sprechstundenzeiten geben könnten

        • Leserin, ihr problem wäre leicht zu lösen. der blogwart braucht ja nur einmal bestätigen, dass von einem bestimmten, mehrere nickname benutzt werden. bei andreas meihsies wurde hier auch schon mal eingegriffen. warum macht er das wohl nicht? €

          • Herr Bruns, ich glaube, wenn es am Pseudonym „Bundeskasper“ etwas zu schützen gäbe wie im Fall Meihsies, der eben nicht als „Meihseis“ für die LZ lange, balladeske Ich-Dichtungen reimt, dann würde Herr Jenckel das schon klarstellen.

    • Da hat Lena aber Angst das mehr als zwei andere Meinung sind als sie. Das darf nicht sein!

    • Heribert Nickel

      @ Lena
      Sind Sie nicht im falschen Blog?

      Oder wollen Sie uns die krassen Versäumnisse der letzten 20 Jahre ( davon 10 mit Ihrer Lieblingskanzlerin) nun vor Augen führen und das gleichgültige Verhalten bezüglich der Umwelt und der Tierwelt, bei diesen verantwortungslosen Darstellern der Politikerkaste offenbaren.

  20. Margarete an Friedrich et alii

    Hallo Leute, seit knapp zwei Wochen befinden wir uns in einem neuen Zeitalter: dem Zeitalter des Postcolognalismus. Es ist eine Ära, in der Logik nicht mehr gilt, weil sie schlicht nicht mehr angewendet wird, und Besonnenheit untergeht, weil es überall zu laut ist. Ruhig geführte Diskussionen können schön sein, allein, es ist nicht mehr ihre Zeit. Doch auch der Postcolognalismus hat seine Regeln. Hier sind sie.

    ◾ Oberste Regel: Argumente sind nicht gut. In „Argument“ steckt das Wort „arg“. Daran sieht man schon alles. Weg damit. Argumente diskriminieren Menschen, die es sich nicht leisten können zu denken. Lassen Sie deswegen in Ihrer Rede sämtliche logischen Herleitungen und nachvollziehbaren Begründungen weg und gehen Sie auch nicht auf die Argumente anderer Menschen ein. Wir sind hier nicht an der Elite-Uni. Wir müssen nicht reflektieren. Im Gegenteil: Reflektieren blendet. (Reine Physik.)

    ◾ Zweite Regel: Kennen Sie das „Prinzip der wohlwollenden Interpretation“? Nee? Egal. Es besagt, dass man Aussagen von anderen Leuten nicht durch den Dreck zieht, sondern erst mal im bestmöglichen Licht betrachtet und dann erst auf Grundlage dieser Betrachtung interpretiert und kritisiert. Aber das ist total veraltet. Irgendwelche Heiligen im Mittelalter haben sich das ausgedacht und weltfremde akademische Vögel in den Fünfzigern (!) haben das dann nachgemacht. Auf Englisch heißt es „Principle of Charity“. Haha, Charity. Das ist was für reiche Promis, die Schulen für Zebras in der Sahara bauen, aber nicht für uns Otto Normalverbrauchers. Apropos: Dieses Jahr wird nach dem chinesischen Horoskop das Jahr des Affen. Benehmen Sie sich entsprechend.

    ◾ Dritte Regel: Wenn Sie mit jemandem diskutieren wollen, lassen Sie sich nicht beirren. Es ist nicht so wichtig, ob Ihr Gegenüber das auch will. Gehen Sie Ihren Weg! Achten Sie zunächst auf äußere Merkmale: Wie sieht die Person aus? Gehört sie einer Minderheit an? Suchen Sie sämtliche potenziellen Schwachstellen, hässlichen Körperteile (gucken Sie auch hinten) und Gerüchte über die Mutter der Person zusammen. Verlieren Sie dabei nicht zu viel Zeit. Überprüfen Sie keine Vermutungen. Jede Information ist brauchbar, und Niedertracht ist ein hohes Gut. Fangen Sie an, die Person zu beleidigen. Versuchen Sie dabei, Ihr Niveau Stück für Stück zu senken, bis Sie den Boden fühlen. Ruhen Sie sich dort kurz aus. Dann fangen Sie erst richtig an. Immer drauf. Aber bleiben Sie unten! Unten ist es am sichersten.

    ◾ Vierte Regel: Glauben Sie generell nichts, was Sie in gedruckten Medien lesen. Sobald es gedruckt ist, ist es falsch. Glauben Sie höchstens ironisch dran. Als Witz. Die heiligen drei Ausnahmen sind die Kolumnen von Harald Martenstein, die Aldi-Werbeprospekte und der „Cicero“. Der Rest ist Lügenpressehaltdiefresse. Schreiben Sie Leserbriefe an die Lügenpresse – viele! Für jede Verletzung aus Ihrer Kindheit schreiben Sie zehn Leserbriefe. Am Tag.

    ◾ Fünfte Regel: Kennen Sie Hannah Arendt? LOL, müssen Sie nicht. War nur ein Test. Ob Sie noch an Leute aus dem vergangenen Jahrhundert glauben. Glauben Sie nie an Intellektuelle! Wenn Sie schon an irgendwas glauben müssen, glauben Sie an YouTuber und die „Junge Alternative“. Die haben mehr Zukunft. Es gab mal einen Typen, der hat geschrieben, „wie man mit dem Hammer philosophiert“. Machen wir nicht! Wir argumentieren mit der Mistgabel.

    ◾ Zwischendurch kurz eine Atemübung: Atmen Sie doppelt so lange ein wie aus. (Yoga-Idioten machen es andersrum, aber Sie sind kein Yoga-Idiot.) Spannen Sie dabei Ihre Kiefermuskulatur und die Kniekehlen an. Bleiben Sie so.

    ◾ Sechste Regel: Dass Sie keine Argumente verwenden sollen, heißt nicht, dass Sprache egal ist. Weit gefehlt. Achten Sie darauf, möglichst viele kurze Wörter mit „z“ zu benutzen. Das gibt Ihnen etwas Zackiges. Zensur! Hetze! Nazi! Es ist egal, wo im Wort das „z“ steht. Hinten reicht. Furz, zum Beispiel. Wenn Sie Frauenschützer sind, verschaffen Sie sich eine Aura der Seriosität, indem Sie möglichst oft „Fotze“ sagen. Nennen Sie sich bei Twitter ZornigerAtze3000. Benutzen Sie Großbuchstaben, Ausrufezeichen und das Bomben-Emoji, um Ihre Autorität zu unterstreichen.

    ◾ Siebte Regel: Überhaupt, Twitter: geil. Gehen Sie da hin! Machen Sie sich am besten gleich mehrere Profile, denn viel hilft viel. Außerdem können Sie sich dann gegenseitig Like-Herzchen geben. Wenn Ihnen bei so viel Geklicke keine Zeit bleibt, ein Profilbild rauszusuchen, lassen sie einfach das voreingestellte Ei drin. Das ist sowieso am besten. Bleiben Sie ein Ei. Eier sind unangreifbar. Nehmen Sie Humpty Dumpty aus „Alice hinter den Spiegeln“, oder, wie er in einer deutschen Übersetzung heißt: Plumpsti Bumsti. Ein Eiervorbild wie aus dem Bilderbuch, vor allem in Sachen Diskussionskultur. „Wenn ich ein Wort verwende“, erklärt er Alice einmal, „dann bedeutet es genau, was ich es bedeuten lasse, und nichts anderes.“ Alice findet das merkwürdig, Humpty Dumpty nicht: „Die Frage ist, wer die Macht hat – und das ist alles.“ Nehmen Sie sich die Macht. Wenn Sie lieber Facebook benutzen als Twitter: kein Problem. Auch dort gelten die Regeln des Postcolognialismus. Erste Politikerinnen fangen bereits an, Netiquetten für die neue Ära zu veröffentlichen.

    ◾ Achte Regel: Betonen Sie immer, wenn Sie etwas sagen, dass das jetzt die Wahrheit ist. Das ist wichtig. Alle, die das nicht machen, lügen. Siehe Lügenpresse. Gewöhnen Sie sich Floskeln an wie „Ich breche jetzt mal ein Tabu“ oder „Mal ganz naiv gefragt“ und vor allem „Das ist jetzt nicht politisch korrekt, aber…“. Beenden Sie alle Monologe/Dialoge/Tage mit „Einer muss es ja sagen“ oder wahlweise mit „Armes Deutschland“. Vor dem Schlafengehen sagen Sie: „Gute Nacht Deutschland.“ Bringen Sie das auch Ihren Kindern bei.

    ◾ Neunte Regel: Widersprechen Sie sich. Das hat was mit Dialektik zu tun. Es verwirrt Ihr Gegenüber, so gewinnen Sie Zeit. In der gewonnenen Zeit lesen Sie „Focus Online“. Versuchen Sie, alles zu lesen, was auf „Focus Online“ steht. Fortgeschrittene machen gleichzeitig die oben beschriebene Atemübung. (Tun Sie ansonsten nie etwas, was Ihnen von oben befohlen wird. Die da oben sind Verbrecher.)

    ◾ Zehnte Regel: Meinen Sie nichts, wirklich nichts ironisch. (Achtung: Das widerspricht Regel vier, stört aber nicht, Widersprüche sind gut! Siehe Regel neun.) Ironie wird nicht mehr verstanden. Ironie tötet. Irgendein Trottel wird Sie immer ernst nehmen – und dann gute Nacht, Deutschland.

    • @Margarete

      Sehr gut beschrieben, es gilt aber nicht erst seit Köln.

      Sie sehen, dieses „seit Köln“ versteht mittlerweile jeder. Postcolognalismus ist der perfekte Ausdruck.

  21. Jochen Rollwagen

    Sehr geehrter Herr Jenckel,

    Wenn Sie schreiben, es hätte durch die sozialen Medien eine „Verschiebung der Meinungsführerschaft“ stattgefunden, so sind sie ja offensichtlich der Meinung, Sie und Ihre Landeszeitung hätten diese zuvor besessen. Hierzu ist dreierlei zu sagen:

    1. Wenn Journalisten wie Sie das Ziel Ihrer Arbeit in der Erringung und Erhaltung der „Meinungsführerschaft“ sehen und daher die Trennung zwischen journalistischer Berichterstattung und „Meinungsmache“ bzw. Propaganda regelmäßig auflösen, so mag dies im Sinne des Marsches durch die Institutionen – den Ihre Generation und Weltanschauung ja proklamiert und vollzogen hat – folgerichtig und konsequent sein. Dies führt aber zwangsläufig genau zu den Medien-Strukturen, die wir derzeit sehen und die dann von vielen völlig zurecht als „Lügenpresse“ bezeichnet wird. Im übrigen führt dies auch dazu – und dies dürfte Sie persönlich deutlich mehr interessieren – , daß immer weniger Medien-Konsument*Innen noch bereit sind, auch noch Geld dafür zu bezahlen, von „Journalisten“ wie Ihnen an der „Meinungs“-Nase herumge-„führt“ zu werden. Das Leitmedium der vermeintlichen „Meinungsführer“ in der benachbarten großen Hansestadt baut ja gerade 150 Stellen ab. Sollten Sie vielleicht mal drüber nachdenken.

    2. Unangefochtene „Meinungsführer“ + entsprechende Medien-Begleitung hatten wir in D-Land schon zweimal. Ist beide Male nicht gut ausgegangen. Sollten Sie vielleicht mal drüber nachdenken.

    3. Bei „Journalisten“ mit Ihrer Berufs-Auffassung sollte man jeden Tag seinem Gott oder sonstwem (Bill Gates, Marc Zuckerberg, Linus Torvalds oder Steve Jobs bieten sich an) danken, daß es das Internet und die sozialen Medien gibt.

    • Lieber Herr Rollwagen, Sie haben mich gänzlich missverstanden.
      Wir berichten, wir richten nicht. Und wir berichten, wenn wir recherchiert haben.
      Meinungsführerschaft bezieht sich auf die Agenda.
      Und das ist so gemeint: Es steht nicht alles in der Zeitung, was an einem Tag passiert. Die Türöffner waren die Redakteure.
      Das ist im öffentlichen Disput Geschichte.

      • @Hans-Herbert Jenckel

        „Wir berichten, wir richten nicht. Und wir berichten, wenn wir recherchiert haben.“

        Darf ich das anzweifeln?

        • Eher nicht, Ausnahmen bestätigen die Regel
          LG

          • Hm – wie meinen Sie das denn jetzt? 😉

          • Das jeder Fehler macht und gegen Grundsätze verstößt. Auch Journalisten.

          • Lieber Herr Jenckel,

            klar, jeder kann Fehler machen, aber nicht jeder kann das öffentlich eingestehen — z. B. der Inquisitor „Bundeskasper“ kann das nicht, der immer so tut, als speise sich seine prätendierte Überlegenheit aus dem Privileg, mit den Göttern sämtlicher Kulturen im Duz-Verkehr zu stehen.

            Sie Herr Jenckel sind nicht nur der bestaussehende Redakteur, den unsre olle Tante LZ jemals beschäftigt hat, sondern auch einer der klügsten, passioniertesten und gewissenhaftesten und dabei einer der bescheidensten Lokaljournalisten in Niedersachsen, der unter Kollegen in ganz Deutschland einen hervorragenden Ruf als ideenreicher, verantwortungsvoller und engagierter Zeitungsmacher, als nachdenklich, sorgsam und gewissenhaft recherchierender und dokumentierender Berichterstatter und als meinungsstarker Kommentator von orts- und zeitgeschichtlich bedeutsamen Ereignissen und Trends besitzt.

            ICH danke Ihnen dafür. Und ich danke Ihnen auch für dieses Blog.JJ-Forum, mit dem Sie vielen Menschen in Stadt und Kreis zu einem besseren Verständnis ihrer eigenen Lage verhelfen, indem Sie eine große Zahl zum Überlegen bringen und manche immerhin dazu, ihre Ansicht – so unvollkommen und einseitig auch immer sie geraten sein mag – sogar schriftlich auszudrücken, zu dekretieren oder vielleicht tatsächlich zur Diskussion zu stellen — mit dem hohen, zuweilen die eigene Eitelkeit kränkenden — Risiko, dass jemand anders bessere Gründe für abweichende Überzeugungen beibringen kann.

            Noch einmal: Danke für all das!

          • @hh jenckel

            Das ist doch wohl ein schlechter Scherz!

            Ihr Lobeshymnen auf die einzig richtige Sichtweise, nämlich die der Antifa, der Linke LG, und der vielen linksgrünen Meinungsdiktatoren, die freimütig und freundlich alle Nichtasylberechtigten als „Flüchtlinge“ bezeichnen ,ebenso Ihre fragwürdigen Äusserungen über viele (z.T. Rentner) die eine kritische Meinung äussern und Ängste offenlegen, werden indirekt mit korrekt umschriebenen Floskeln ,mit völlig inakzeptablen Bier saufenden Glatzköpfe aus dem Osten gleichgestellt.

            Von objektiver Berichterstattung keine Spur.

  22. Lieber Friedrich, lieber Klaus, lieber freier Demokrat. Sie setzen sich hier immer wieder sehr ritterlich und sehr entschieden für die Rechte und den Schutz von Frauen ein. Bravo! Ich habe gerade gelesen: „Bis Männer und Frauen nicht nur per Gesetz gleichgestellt sind, sondern auch in der Praxis, brauchen wir noch 118 Jahre“. Das ist das Ergebnis einer großen, umfassenden Studie des Weltwirtschaftsforums (http://dradiowissen.de/beitrag/ranking-gobal-gender-gap-report-2015). Frauenrechte haben es schwer, auf die politische Agenda zu gelangen. Oft sind es einzelne Organisationen, wie die Menschenrechtlerinnen von Terre des Femmes, die sich für Frauen stark machen, oder es sind Feministinnen, die erklären, warum die Geschlechter noch lange nicht gleichgestellt sind. Sonst bräuchten wir keine gesetzliche Frauenquote. Wir bräuchten auch keinen Equal Pay Day, der uns zumindest einmal im Jahr daran erinnert, dass Frauen in Deutschland im Durchschnitt 22 Prozent weniger verdienen als Männer. Auch der „Zornige Kaktus“, ein jährlicher Negativpreis für sexistische Werbung, wäre dann hinfällig. Geht es jetzt plötzlich doch schneller, nach den Übergriffen der Silvesternacht in Köln?

    Viel, was uns heute selbstverständlich erscheint, musste deswegen auch hart erkämpft werden: Noch bis 1977 erhielt eine Frau keinen Unterhalt und bekam auch kein Sorgerecht für ihre Kinder, wenn sie ihren Mann verließ. Erst ab 1986 durften Frauen Polizistinnen werden, im Jahr 1980 wurde im Bürgerlichen Gesetzbuch festgeschrieben, dass beide Geschlechter den gleichen Lohn erhalten müssen. Bis 2001 hatten Ehefrauen, die von ihren Männern geschlagen wurden, keine andere Möglichkeit, als aus der gemeinsamen Wohnung auszuziehen. Und noch vor 19 Jahren durften Ehemänner ihre Ehefrauen legal vergewaltigen. Das lässt sich heutzutage kaum glauben, doch es ist noch nicht so lange her. Zwar hat sich in den letzten Jahrzehnten viel getan, doch die Lobby für Frauenrechte bleibt immer noch überschaubar.

    Ihre letzte Konjunktur hatten die Themen Frauenrechte, Sexismus und Gewalt gegen Frauen nach der „Aufschrei“-Debatte im Jahr 2013, als Feministin und Buchautorin Anne Wizorek den Hashtag „Aufschrei“ bei Twitter initiierte (https://twitter.com/aufschreien), über den daraufhin zahlreiche Frauen über sexuelle Nötigung und Gewalt berichteten. Jetzt, nach den unfassbaren Vorfällen in der Kölner Silvesternacht, scheint die Debatte eine neue Qualität erlangt zu haben. Aber keineswegs nur in positiver Hinsicht.

    Vor allem die Konservativen und Rechtspopulisten, die sonst stereotype, patriarchalische Frauenbilder verbreiten, (be)nutzen die aktuellen Ereignisse für sich. Auch die am Montag ins Leben gerufene Kampagne „ausnahmslos“ (http://ausnahmslos.org/), warnt deshalb davor, Feminismus zu instrumentalisieren, um gegen einzelne Bevölkerungsgruppen zu hetzen.

    Ein paar Beispiele:

    Während die CDU-Abgeordnete Erika Steinbach – übrigens genau wie Unionsfraktionschef Volker Kauder, CSU-Politiker Peter Ramsauer und CSU-Chef Horst Seehofer – 1997 im Bundestag gegen die Strafbarkeit der Vergewaltigung in der Ehe stimmte, verurteilt sie nun zwar die Übergriffe in Köln, scheint aber einer Vergewaltigung in der Ehe immer noch milde gegenüberzustehen. „Ehe ist immer auch eine Sexualgemeinschaft“, twitterte Steinbach vor wenigen Tagen, als sie mit der damaligen Entscheidung konfrontiert wurde. Eine Scheidung könne helfen.

    Oder die AfD. Die links-grünen Frauenrechtler würden schweigen und einer frauenfeindlichen Gesellschaftskultur den Weg ebnen, behauptet AfD-Frontfrau Frauke Petry tollkühn.

    Ein frauenfeindlicher Vorwurf an Feministinnen, die seit Jahren für Frauenrechte kämpfen? Von einer Partei, die ein derart veraltetes Frauen- und Familienmodell pflegt, dass sogar deren Jungpolitiker von der Jungen Alternative vor rund zwei Jahren eine Netzaktion starteten, bei der sie auf selbstgebastelten Plakaten erklärten, warum Feminismus doof sei? Von einer Partei, deren Thüringer Landeschef Björn Höcke auf einem Parteitag Ende November in die Runde plärrte, dass die Männer ihre Männlichkeit wieder entdecken müssten, um „endlich wieder wehrhaft“ werden zu können, und der den Gender-Mainstream als „geisteskrank“ bezeichnet?

    Längst geht es überhaupt nicht mehr um Frauen. Es geht um Politik. Um Image. Um Rhetorik. Feminismus ist Mittel zum Zweck geworden. Alle wollen ein Stück vom Kuchen und sehen sich plötzlich als leidenschaftliche Frauenrechtler und Frauenrechtlerinnen. Sie strafen Feministinnen ab, die aus ihrer Sicht nicht schnell genug eine neue Aufschrei-Debatte entfachten, und werfen ihnen vor, sich nicht ausreichend entrüstet zu haben, weil die Täter offenbar keine weißen Männer waren. Das ist natürlich Unsinn, zieht aber ein bestimmtes Klientel an.

    Sich für Frauen stark zu machen, kommt gerade gut an. Und es ist verlogen, eine schicke Maskerade, hinter der sich viele Asylgegner und Rassisten verstecken.

    Doch die Tarnung ist längst aufgeflogen. Hinter dem schicken Deckmantel tritt offen zutage, dass ein derart verpackter Feminismus nicht mehr ist als eine erweiterte Polemik und Stimmungsmache gegen die Einwanderung von Flüchtlingen.

  23. Sehr geehrte Frau Birgit Rahlfeld,

    ob man mit Tempo 100 oder 300 km/h über die Autobahn fährt, ist letztlich auch eine Frage persönlichen Ermessens. Vielen geht allerdings ab 200 alles entschieden zu schnell, sie können dann nicht noch zusätzlich ermessen, dazu ist die Situation einfach zu riskant! Erst ab 400 entspannt sich die Lage wieder ein wenig. Ab 500 ergießt sich bekanntlich die Ermessensfrage in Betrachtungsbereiche über Raum, Zeit, Unendlichkeiten und darüber, wie wenig man doch mitnehmen kann, wenn es so weit ist. Ab 600 wird die Verbindung zum Tower in jedem Fall komplett unterbrochen, und man wird von Abfangjägern zur Landung gezwungen. In Anbetracht dieser Gedanken sei unentschlossenen Autobahnfahrern nach wie vor die gute alte Mittelspur ans Herz gelegt, auf der man sich mit einem durchschnittlichen Tempo von 80 bis höchstens 100 km/h nicht nur absolut stressfrei, sondern auch ohne jedes polizeiliche Nachspiel fortbewegen kann. Die Unsitte früherer Tage, sich nach dem Überholvorgang wieder auf die rechte Spur zu begeben, gehört Gott sei Dank endgültig der Vergangenheit an, die freundlichen Gesichter derer, die RECHTS und LINKS vorbeiziehen, belegen dies immer wieder.

    (Im nächsten Seminar behandeln wir die Frage: „Darf ich die linke Spur verlassen, wenn die Autobahn nur zweispurig ist?“)

    Übrigens: Meinen Erfahrungen nach reicht auf deutschen Autobahnen eine einzige Spur. Diese sollte allerdings unbedingt die Bezeichnung LINKE SPUR tragen!

    Übrigens: Ich stelle absolut alles ins Internet. Hauptsache, es gerät nicht in die Öffentlichkeit!

    Soviel zum Thema „Die neuen Meinungsführer“

  24. Helmut Johndreieck

    Sehr geehrter Herr Friedrich, haben Sie sich denn, bevor Sie Ihre abenteuerlichen Schlüsse gezogen haben, überhaupt einmal angesehen, worum es den ehemaligen Verfassungsrichtern Papier und di Fabio geht? Seit Monaten hört man den – auch von Ihnen ständig wiederholten – Vorwurf, Angela Merkel breche permanent das Recht und sogar die Verfassung. Zuletzt wurde so etwas im Streit um die Ostverträge einem Kanzler entgegengehalten. Mit Papier hat sich nun der ranghöchste Kundige an die Spitze der Kampagne gestellt. Aber wie kann es sein, dass es gegen die Verfassungsverletzung der Regierung keine Abhilfe geben soll? Vielleicht ist der Vorwurf doch nicht ganz so ernst zu nehmen? Auf die Frage, welche rechtlichen Grenzen die Bundesregierung übertreten habe, antwortet Papier: „Die engen Leitplanken des deutschen und europäischen Asylrechts sind gesprengt worden. Bestehende Regelungen wurden an die Wand gefahren.“ Immerhin hat Papier für den gefährlichen Regierungskurs ein Bild gefunden, das zum Nationalcharakter passt: Frau am Steuer, das wird teuer! Die Vorstellung einer Sprengung der Leitplanken mag man als rhetorischen Knalleffekt durchgehen lassen, sozusagen als das publikumgerechte Würzelement in Papiers Gutachterstil. Es irritiert aber, dass die asylrechtlichen Regeln, die als Leitplanken den Verkehrsfluss sicherten, andererseits das Fahrzeug gewesen sein sollen, das an die Wand gefahren worden ist. Jedenfalls beruht Papiers Schuldzuweisung an die deutsche Regierung auf der Prämisse, dass alle anderen Akteure sich an die Flüchtlingsstraßenverkehrsordnung gehalten haben. Stimmt das?

    Die Europäische Union steht im Ruf, einen Zwangsoptimismus zu kultivieren. In der „Agenda zur Migrationspolitik“, welche die EU-Kommission im Mai 2015 bekanntmachte, fehlen Euphemismen. Die „fortschreitende Fragmentierung“ des „Asylsystems“ habe zum Schwund des Vertrauens unter den Mitgliedstaaten geführt. Das Dublin-System, der Mechanismus der Verteilung der Asylsuchenden, funktioniere nicht so, wie es solle. Es sieht vor, dass ein Flüchtling seinen Asylantrag in dem EU-Staat zu stellen hat, den er als ersten betritt.

    Frau Merkel wird vorgeworfen, sie zerstöre die Ordnung von Dublin, weil Deutschland Schutzsuchende nicht auf den Balkan zurückschicke. Deutschland bearbeitet derzeit sehr viel mehr Asylanträge, als die Dublin-Verordnung vorsieht. Genau eine solche einseitige Übernahme von Asylverfahren wurde im Mai 2015 von der Kommission empfohlen: als Maßnahme der Solidarität. Die Staaten an der Südgrenze der EU sind seit Jahren mit ihren Dublin-Pflichten überfordert: Sie schaffen es noch nicht einmal, von jedem Ankömmling einen Fingerabdruck zu nehmen. So fehlt es an der logistischen Voraussetzung für eine kontinentale Flüchtlingsverwaltung.

    Papiers Kritik an der Bundesregierung durchzieht die Entgegensetzung von Recht und Politik. Dass Deutschland „die unbegrenzte Einreise“ gewähre, basiere „nicht auf einer rechtlichen Verpflichtung, sondern auf einer politischen Entscheidung“. Der rechtsfreie Raum, das Gegenbild zum Rechtsstaat, taucht in seiner Einlassung zweimal auf: „Wir haben rechtsfreie Räume bei der Sicherung der Außengrenzen.“ Und: Die „Grundsatzentscheidung“ über die Grenzen der Zuwanderung dürfe „nicht allein von der Regierung in einem rechtsfreien Raum getroffen werden“. Papier verkennt, wie stark die Exekutive in der Asylpolitik auch dort rechtlich gebunden ist, wo das Parlament sie gewähren lässt. Grundgesetz, Völkerrecht und Europarecht ergeben ein so dichtes wie empfindliches Gewebe von Vorgaben. Laut Papier verfolgt die Regierung migrationspolitische Ziele, ohne sich ums Recht zu scheren. In der Sicht der Regierung dienen auch die einseitigen politischen Initiativen Deutschlands dem Zweck, das europäische Asylrecht zu stabilisieren.

    Papier übersieht sogar die Rechtspflichten, die das Bundesverfassungsgericht der Regierung auferlegt hat. 2009, als er noch Präsident war, setzte das Gericht die Abschiebungen von Asylsuchenden nach Griechenland aus. 2011 sprach der Europäische Gerichtshof ein Grundsatzurteil, dessen springender Punkt die Kluft zwischen Recht und Wirklichkeit betrifft. Soll allein der Buchstabe der Dublin-Verordnung maßgebend sein, wonach alle EU-Staaten rechtsstaatliche Asylverfahren gewährleisten? Oder sind vor einer Abschiebung in das zuständige Land die tatsächlichen Verhältnisse zu berücksichtigen? Die Dublin-Verordnung wurde im Sinne des Urteils geändert: Ein Land, in dem die Verletzung rechtsstaatlicher Standards „systemisch“ ist, wird unzuständig.

    Unterschiedlich bewerten die deutschen Verwaltungsgerichte die Frage, ob in Ungarn noch mit rechtsstaatlicher Behandlung von Asylsuchenden gerechnet werden kann. Kritiker der Bundesregierung feiern Viktor Orbán als Heros des Rechtsbodens, der seine Dublin-Pflicht tue. Ein anderes Bild zeichnet das Verwaltungsgericht Bremen im Urteil vom 30.März 2015 auf der Grundlage einer Auskunft des Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen. Personen, die gemäß der Dublin-Verordnung nach Ungarn überstellt werden, werden bei der Einreise in Haft genommen. Zu Arztterminen werden sie „wie Strafgefangene in Handschellen und an einer Leine ausgeführt“. Im Dezember verbot das Verwaltungsgericht Düsseldorf mit zwei Urteilen Abschiebungen nach Ungarn, weil unter dem neuen Asylgesetz aus dem August zu erwarten sei, dass Ungarn die Abgeschobenen nach Serbien weiterschiebe.

    Die hohe Aufnahmequote in Deutschland erleichtert den Grenzstaaten der EU die rechtsstaatsgemäße Behandlung der Flüchtlinge. Ziel muss es sein, „auch mit Hilfe europäischer Solidaritätsmaßnahmen eine den humanitär vorgeschriebenen Standards entsprechende Unterbringung und Verfahrensgestaltung in allen Mitgliedstaaten sicherzustellen“, damit die Gründe „gegen die Rücküberstellung in den zuständigen Mitgliedstaat entfallen“. So steht es in dem Gutachten, das Papiers früherer Kollege Udo Di Fabio für die bayerische Staatsregierung erstellt hat. Selbst Thomas de Maizière hätte die Ratio der Regierungspolitik nicht besser erklären können.

    Di Fabio postuliert eine „Rechtspflicht der Bundesregierung, darauf hinzuwirken, eine vertragsgemäße europäische Grenzsicherung (wieder)herzustellen und ein System kontrollierter Einwanderung mit gerechter Lastenverteilung zu erreichen“. Er muss zugeben, dass die Wahl der Mittel für dieses Hinwirken unter das „politische Gestaltungsermessen“ der Regierung fällt. Erst wenn alles nichts hilft und „das gemeinsame europäische Grenzsicherungs- und Einwanderungssystem“ gestört bleibt, wird der Bund laut Di Fabio verpflichtet sein, „wirksame Kontrollen der Bundesgrenzen wieder aufzunehmen“. Könnte Bayern die Erfüllung dieser Pflicht mit einer Verfassungsklage erzwingen? Hier fährt Papier Di Fabio in die Parade. „Dafür sehe ich keine Grundlage.“ Es sei „kein justiziabler Streit“.

    • @Johndreieck

      Sie ignorieren absichtlich, daß der „Ermessensspielraum“, nicht unbegrenzt ist und das die Verantwortlichen einen Eid abgelegt haben, „Schaden vom Volk“ abzuwenden.
      Wenn dies nicht gewährleistet ist,was im vorliegenden Falle der Fall ist , ist der Ermessensspielraum m. A. n. gesprengt worden.
      Zum Glück erkennen viele eindlich, daß der Schaden bereits da ist und sich weiter durch das eigemwillige Handeln vergrössert; also wurde entgegen des Eides gehandelt. Wer das tut, gehört ohne Pension abgesetzt. Die Beispiele Schavan, Koch Mehrin, Gutenberg, Edathy usw. sprechen allerdings eine andere Sprache. Es lebt sich gut von der lebenslangen Alimentierung des Steuerzahlers.Ob man eine Kompetenz vortäuscht und betrügt, oder nicht.
      Jede Handwerksmeister, der keiner ist, wäre im Kanst gelandet, wenn er sich dafür ausgegeben und arbeiten als Meister ausgeführt hätte und es zu Schäden gekommen wäre.

      • Helmut Johndreieck

        Sehr geehrter Herr Ernst Schmidt, als Verfassungsjurist müssen Sie die Dinge schon sauber auseinander halten. Politische Ermessensspielräume sind politische Ermessensspielräume. Das Thema eines Rechtsgutachtens dagegen ist die Feststellung des geltenden und anwendbaren Rechts in einer bestimmten Region oder für eine bestimmte Personengruppe hinsichtlich eines vorgegebenen Sachverhaltes oder aber die gutachterliche Beurteilung der Rechtsfragen oder Rechtsfolgen eines Sachverhaltes. In dem von der Bayrischen Staatskanzlei in Auftrag gegebenen Gutachten des ehemaligen Bundesverfassungsrichters Udo Di Fabio, das unter großer medialer Aufmerksamkeit in der letzten Woche vorgestellt worden ist, wird die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung kritisiert und dem Freistaat in Aussicht gestellt, gegen das aktuelle Grenzregime in Karlsruhe erfolgreich zu klagen. Während die Presse damit die Position Bayerns gestärkt sah, bestätigt eine kritische Lektüre diesen Eindruck kaum. Der juristische Gehalt des Gutachtens ist erstaunlich dürftig. Dies gilt sowohl für die staatstheoretische Herleitung einer Pflicht des Bundes gegenüber den Ländern auf wirksame Einreisekontrollen als auch für die These, dass systemische Defizite des Schengen/Dublin-Systems zu Selbsthilfe- und Gegenmaßnahmen Deutschlands berechtigten.

        Das Gutachten nutzt fragwürdige staatstheoretische Argumente, um den Bund zu europarechtswidrigen Alleingängen anzuhalten, die dieser den Ländern angeblich verfassungsrechtlich schuldet. Das ist unhaltbar. Man kann dieses Gutachten auch als Zeugnis einer Verhärtung des politischen Klimas sehen, in dem nun ehemalige Verfassungsrichter ihre hohe Reputation dazu verwenden, einer demokratischen Regierung einen Rechtsbruch zu unterstellen, ohne diesen konkret benennen zu können. Sicherlich nicht bringt dieses Gutachten dagegen eine Absicht der Bayerischen Staatsregierung zum Ausdruck, gegen den Bund zu klagen. Dass eine Klage damit nicht zu gewinnen ist, wissen auch die erfahrungsgemäß hervorragenden Juristen in München.

  25. warum wechseln eigentlich schwachmaten ständig ihren nickname? einer reicht doch völlig ,um sich zu blamieren.

    • Thomas Denckhan

      Ja, der eine eilt Ihnen voraus. Man weiss vorher, daß nur realitätsferner Schwachsinn eines Frühpensionärs vom Dorf kommt.

  26. Keine Bange Herr Jenckel, Sie bekommen Ihr KleinIstanbul, KleinMarokko,KleinLibanon………! Viel Spass dann.

    http://www.welt.de/regionales/nrw/article151060507/So-geht-es-in-Klein-Marokko-zu.html

  27. Also doch. Der Befehl kam von ganz oben: Es sollte verschwiegen werden, dass
    nordafrikanische Flüchtlingsbanden in Deutschland Raub, Diebstahl und
    Sexualdelikte seit Monaten begehen. Die Polizei kann die Bürger keinesfalls mehr
    schützen und derartige Asylantenverbrecher verfolgen. Die Grenzen müssen
    augenblicklich geschlossen werden. Die stupide Merkel sofort zum Rücktritt
    gezwungen werden! Wohl doch Lügenpresse?

  28. Lieber Herr Adrian Schulz,

    anders als sie vielleicht annehmen, verstecke ich mich nur unter diesem einem Pseudo und keinem anderen. Wie kommen Sie eigentlich darauf? Werfen Sie mich doch bitte nicht in einen Topf, wo vielleicht schon andere die besseren Plätze eingenommen haben.

    Die wie Sie schreiben „Realitäten der Flüchtlingskrise“ werden täglich drastischer erkennbar und die Republik hat kein anderes Thema. Die Gesellschaft ist darüber gespalten, allerdings nicht so, wie sich das einige wünschen, zu denen ich auch die Mehrzahl der Redakteure dieser Landeszeitung zähle. Grün-links verliert an Zustimmung, die CDU ohnehin. Die Mehrheit der Bürger hat sich, so klaut einer heute veröffentlichten Umfragen des ZDF inzwischen klar gegen Merkel und ihren Kurs ausgesprochen. Die AfD schießt durch die Decke, 10 5 und mehr, sie ist dabei drittstärkste Kraft zu werden.

    Die Lage ist inzwischen so ungemütlich für Frau Merkel, dass sogar einige SPD-Politiker anfangen, sich abzusetzen, so heute der Niedersächsische Ministerpräsident Weil. Das anscheinend unaufhaltsame Aufsteigen der AfD ist die Quittung für mehrjährige Politik am Volke vorbei, für Inkompetenz (Energiewende), Verschwendung in Billionenhöhe (Euro-Rettung) und systematisches Kujonieren Verdummen der Leute (Gender). Das alles nur möglich durch einen Parteien beherrschter Staatsfunk und einer Merkel-freundlichen Presse. Die Entfremdung zwischen Regierung und ihrer Presse einerseits und dem Volk andererseits wurde in der Flüchtlingskrise eklatant sichtbar.

    Die Mühlen der „Demokratie malen langsam“ Herr Schulz? Welch ein müder Scherz. Der Bürger hat in diesem Land bekanntlich de facto nichts zu sagen, das Parlament übrigens auch nicht, denn Merkel steht in den entscheidenden Fragen fast eine einer Allparteien-Mehrheit zur Verfügung vor. Da ist von Ihrer „Demokratie“ nicht viel zu erkennen. Die Parteien werden die Quittung erst noch bekommen, die Bürger haben sie schon.

    Auch wenn ich seinen gelegentlichen Statements nicht immer beipflichten kann, so möchte ich aber Herrn Jenckel bei dieser Gelegenheit meinen Respekt dafür zollen, dass er diesen Blog ermöglicht und diesen alles in allem konziliant moderiert, danke dafür!

    • Lieber Wolf,
      vielen Dank für diesen Beitrag. Mit Ausnahme nachfolgender Korrektur, stimme ich Ihnen zu.
      Mühlen „malen“ nicht, sie mahlen und dieses Zitat stammt nicht von Herrn Schulz, sondern von mir.

      Es handelt sich auch nicht um einen müden Scherz meinerseits, sondern um meine feste Überzeugung, dass unsere Demokratie und die darin verankerten Grundsätze nach wie vor funktionieren. Wir haben eine gewählte und damit legitime Regierung nebst Opposition. Der Bürger wollte das genau SO.
      Selbstverständlich hat der Bürger etwas zu sagen, auch wenn er schweigt. Ob uns das passt oder nicht, Räder die nicht quietschen, werden auch nicht geölt. Das ist gut und richtig so.
      Im Moment quietscht es unüberhörbar, Sie haben das selbst überzeugend belegt und spätestens am 13. März wird wieder geölt. Vielleicht erleben wir bis dahin auch noch einen außerplanmäßigen Servicetermin, wer weiß? Das Ölkännchen steht bereit. Ölen müssen wir allerdings selber.

      • Der Bürger wollte das genau SO.
        Herr Schmid, die große Koalition als gewollt zu betrachten, zeigt viel Mut. Ich bin ein Gegner großer Koalitionen. Und wer behauptet , vor der Wahl hätte es jemand gewünscht, dann frage ich mich, warum SPD und CDU immer so rumzicken? Könnten doch gleich eine neue SOZIALISTISCHE EINHEITSPARTEI gründen, oder?

        • @ Bruns
          Kennen Sie die Wahlergebisse der BTW 2013 nicht?
          Die Groko wurde monatelang auf allen ÖR-Sendern, sowie privaten Sendern und allen Pressemitteilungen diskutiert und von den Parteien als einzige Möglichkeit die absolute Mehrheit zu erhalten, favorisiert.
          Da beide Parteien zusammen die Mehrheit haben, ist das gewählte Demokratie.
          Und Sie können sicher sein, daß dies auch 2017 wieder so sein wird.

          Also, voran mit der EU, mit Bankenrettungen und Einwanderung, dem Einfrieren des Arbeitgeberbeitages zur GKV und der Erhöhung für Arbeitnehmer, mehr Steuern und weiter mit Vernichten der Identität Deutschlands zu einer zusammengewürfelten EU-Masse von Millionen v. Knechten, die für die FED und andere Banken zahlen.
          Mit „glaubwürdigen und ehrlichen Vertretern der EU“( Barroso,Draghi v. Goldman Sachs) natürlich.“
          Sie selbst haben die Wahl.

  29. Bitte ehrlich sein!

    Es ist ein beliebter Vorwurf dieser Tage: Wer sich für Flüchtlinge einsetzt, sei naiv, weltfremd, und so weiter. In der Unionsfraktion stehen sie gegen die eigene Kanzlerin auf und werfen ihr mehr oder weniger unverhohlen politische Blauäugigkeit vor.

    Verkehrte Welt: Wirklich naiv und leichtgläubig sind jene, die Deutschland und Europa zu einer Festung ausbauen wollen. Es ist diese Schrebergartenmentalität von Politikern wie Wolfgang Bosbach, die Deutschlands Interessen in Wahrheit schadet. Sie nähren die Illusion, es gäbe einfache Antworten auf die derzeitigen Krisen, die Deutschland erreichen. Dabei merken sie nicht, dass sie letztlich eine kurzsichtige Politik betreiben, die uns und vor allem künftigen Generationen dauerhaft weit mehr schaden wird – tausendfach mehr.
    Wenn Deutschland als reichstes Land der EU eine Abschottungspolitik betreibt, werden die Probleme in andere Länder verlagert, die damit erst recht nicht klarkommen. Dann werden wir erleben, wie es rundherum zu brennen beginnt.

    Natürlich können Deutschland und die EU versuchen, sich abzuschotten, wir können uns auch aus dem Syrien-Krieg heraushalten oder den Fakt ignorieren, dass in Ländern wie Jordanien oder der Türkei Millionen von Flüchtlingen unter erbärmlichen Bedingungen leben müssen. Klar, geht alles. Augen zu und durch. Die Frage ist nur: Wie lange geht das gut?

    Deutschland ist ein Land, dessen Kraft und Stärke sich aus der Globalisierung speist. Deutschlands Firmen sind auf Stabilität in den Nachbarregionen angewiesen, auf sichere Handelswege, prosperierende Handelspartner. Noch geht es uns gut, sehr gut. Aber wie lange noch?

    Wenn wir es zulassen, dass sich die bösen Schwestern Armut und Terror in Weltregionen wie Asien, Afrika und dem Nahen Osten weiter ausbreiten können, wird das dramatische Folgen für uns alle haben. Dann wird uns die Massenflucht nach Europa, die wir jetzt erleben, harmlos vorkommen. Die Probleme werden sich potenzieren, unbeherrschbar werden.

    MfG

    Walter Marsing aus Garlstorf

    • Lieber Herr von und zu Guttenberg aus Garlstorf,

      das haben Sie wirklich prima von Herrn Nelles abgeschrieben.

      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlinge-naiv-ist-wer-abschottung-fordert-kommentar-a-1072189.html

      Haben Sie eventuell auch eigene Gedanken, vielleicht auch zum Thema um das es hier geht?

      • Lieber Herr Anonymus alias „Thomas Schmid“,

        „haben Sie eventuell auch eigene Gedanken, vielleicht auch zum Thema um das es hier geht?“

        Das exakt möchte ich SIE fragen, lieber „Thomas Schmid“.

        Ich finde es aufrichtiger, gleich den ganzen Artikel herzusetzen (den ich übrigens keineswegs „abgeschrieben“, sondern per copy and paste transponiert und somit „umgenutzt“ habe, weil er passt) anstatt mir – wie Sie – einzureden, die ständig und überall in den einschlägigen rechtsextremistischen Foren (und in den daraus ihren vergifteten Honig saugenden „Presse-WELTen“) herumgebotenen Gedankenfiguren mit einigen unüberlegten Adjektiven zu versehen und sie in lederne und schlecht sitzende Schmidsche Prosahosen zu kleiden, bedeute womöglich EIGENE Gedanken zu haben.

        Alles, was jemals zu Ihren immergleichen inferioren manipulativen Versuchen der „feinen“ Stimmungsmache hier im Blog-Forum zu sagen war, ist und sein wird, Herr Thomas Schmid, hat mir und jedem anderen Interessierten dankenswerter Weise am 5. November 2015 bereits der unvergessene Herr Hubert Kowalski abgenommen. Jeder der möchte kann, das herrliche Zeugnis, das er Ihnen ausgestellt hat, jederzeit hier noch einmal genießen:

        http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/275152-von-kanzlern-staatsmaennern-und-darstellern#comment-58976

        • Sehr geehrter Herr Marsing alias Kowalski, das Sie hier wieder unterschwellig Rechstextremismus unterstellen, um Diskussionen an den Wirklichkeiten zu unterbinden und um Ihre an den Lebenswirklichkeiten einstürzenden Theoriegebäude zu retten, wo nichts mehr zu retten ist, spricht mal wieder für sich. Auch das permanente Diskreditieren und persönliche Angreifen anderer Foristen spricht für sich.
          Lesen sie doch einfach mal die Echte Landeszeitung vom Freitag den 15. Jan. 2015, Seite 15. Dort steht ein Interview mit dem Syrischen Islamexperten Prof. Ferhad Ibrahim Seyder: Fromme Muslime sehen in Frauen keine gleichwertigen Menschen. Thema: Der Glaube ist Teil des Problems
          Sie können sich aber auch gerne auf You Tube die aktuellen Ausführungen eines der obersten sunnitischen Imame zum Thema Masseneinwanderung in Europa anschauen.:http://youtu.be/JmmdrC7KvYo
          Wenn Sie sich noch weiter bilden möchten setzen Sie sich doch mit den Menschenrechten nach Islamischer Lesart (Kairoer Erklärung) und dem uns leitenden Menschenrechten nach der UN Charta auseinander: http://www.islamdebatte.de/konfliktfelder/menschenrechte-im-islam/
          Wenn Sie dann noch an die Wurzel dieses Themas gehen möchten stöbern Sie doch einfach mal durch die islamischen Dogmen: http://derprophet.info/inhalt/
          Wenn Sie dann genügend Wissen gesammelt haben steigen Sie doch bitte in eine Inhaltliche Diskussion ein und lassen die persönlichen Angriffe einfach mal weg.

          • Lieber Gerd,

            ich „unterstelle nicht unterschwellig Rechtsextremismus“, sondern ich bezeichne die Intentionen des anonymen Schleichers mit dem Tarnnamen „Schmid“ rundheraus als unzweideutig in diese Richtung weisend.

            Übrigens, Sie selbst sollten sich wie Ihr Freund „Thomas“ auch, anstatt uns mit rinken Links in lechte Organe vollzumüllen, deren „Meinungsartikel“ Ihren Vorurteilen entgegen kommen oder entsprechen, gelegentlich selbst die Frage vorlegen, ob „Sie eventuell auch EIGENE Gedanken haben, vielleicht auch zum Thema um das es hier geht“.

        • Sehr geehrter Herr Marsing,
          ob nun copy and paste oder simples abschreiben, es ändert nichts daran. Seriöse Arbeiten erfordern eine Quellenangabe. Sie haben sich mit Ihrem Beitrag nachweislich als Falschmünzer betätigt und wurden dabei ertappt.

          • Besser ein bewusster „Falschmünzer“, der klug auszuwählen und zum Nachdenken anzuregen weiß, als ein Papagei ohne Bewusstsein, der sich – wie Sie, lieber Herr „Thomas Schmid“, – von seinen Affekten dressieren und vom Geschrei des Pöbels lenken lässt.

            Meine Meinung!

    • Walter Marsing aus Garlstorf
      sehe ich genau so. und wenn man dabei nicht auch die armut im eigenen land vergisst, wäre allen geholfen. unsere probleme sind hausgemacht, also kann man sie auch im haus erledigen. nur predigen wird da nicht reichen. krümel vom kuchen abgeben reicht eben nicht. arbeit muss niedriger besteuert werden, kapitalerträge höher besteuert werden. dann wird ein schuh daraus. wer wird dieses bei uns durchsetzen? unsere parteien etwa?

      • Schnell Walter

        Der Herr Schnell wird das mit dem Abkupfern seinen Schülern sicherlich genau so erklären.
        Beide, Kevin und Walter, sind sich ja auch einig über den Begriff Rechtsextremist.
        Mein Gott Walter, soll ich Ihnen mal ein paar Kontakte zu Rechtsextremisten machen? Es dürfen auch gern linke Extremisten sein, Sie haben die Wahl.
        Nur damit Sie einmal eine Vorstellung von dem Wort Extremist erhalten!

        Da können wir ja froh sein, dass Sie mit der Meinungs“führer“schaft nichts zu tun haben. Ist ja auch ein böses Wort.

        Dafür hatten das mit der Meinungsmache ja andere übernommen.
        Was da jetzt so alles ans Licht des Tages gezerrt wird – Oh mein Gott Walter !
        Da wird sich mancher wohl noch bei vermeintlichen Rechten entschuldigen müssen. Und das ist erst der Anfang.

        Beispiel eins:
        http://www.welt.de/politik/deutschland/article151089556/Kriminelle-Nordafrikaner-ein-lang-gehuetetes-Staatsgeheimnis.html

        Beispiel zwei:
        https://www.youtube.com/watch?v=70o1oC2-Hjk&feature=youtu.be

        Es wundert sich hoffentlich niemand mehr über Misstrauen zu Politikern und Presse, Funk und Fernsehen.

        • Na, Bundeskasper, ich danke recht schön. Ihre tollen Kontakte möchte ich lieber nicht in Anspruch nehmen. Solange Sie sich nur in Gesellschaft der selbstgerechten sowie primitiv identitären Radaubrüder (hier und andernorts) wohl fühlen, ist ja alles in Ordnung.

          Rechtsextremismus ist für mich eine Sammelbezeichnung, um neofaschistische, neonazistische oder ultra-nationalistische politische Ideologien und Aktivitäten zu kennzeichnen. Deren gemeinsamer Kern ist nicht primär die unmittelbare Gewalttätigkeit oder Gewaltbereitschaft, wie Sie (vermutlich an Einpeitschertypen wie Pretzell, Pirinçci, Bachmann, Höcke und Tatjana Festerling denkend) zu meinen scheinen, sondern die Orientierung an der „ethnischen“ Zugehörigkeit, die Infragestellung der rechtlichen Gleichheit der Menschen sowie ein antipluralistisches, antidemokratisches und autoritär geprägtes Gesellschaftsverständnis, das seinen politischen Ausdruck in dem Bemühungen findet, „den“ Staat als Nationalstaat zu einer („direkte Demokratie“ genannten, aber) autoritär geführten „Volksgemeinschaft“ umzugestalten, wobei der Begriff „Volk“ dabei rassistisch oder ethnozentristisch gedeutet wird. Genau das ist der impertinente Mief, der mir aus den Blog.JJ-Texten von Ventriloquist „Thomas Schmid“ und seinen Pappkameraden ebenso entgegen quillt wie aus Ihren Einlassungen und auch aus denen Ihrer zahlreichen vielstimmigen Blog-Handpuppen und sprechenden Forums-Marionetten.

          • Ihren Kommentar lasse ich jetzt einfach mal für sich selbst sprechen.
            Ich wusste gar nicht, dass ich Sie angesprochen hatte.

            Aber das ist eh egal – ich verabschiede mich hier und jetzt fürs erste, es wird mir zu schmutzig.

    • @Walter Marsing

      Zitat: „Noch geht es uns gut, sehr gut.“
      Ist auf Ihrem Kalender der 1.April?
      Mit „Wir“ meinen Sie gut bezahlte Beamte, Politiker und die Banken, deren Verluste der Steuerzahler zahlt und Industriebosse,oder wen? Anhand von 260.000 Obdachlosen, 10 Mio. Hartz4 Empfängern, bzw. Arbeitslosen, die zum Leben zu wenig und sterben zu viel haben, ist das ein Hohn.
      Und was eine Masse von bildungsfernen Schichten, die in Deutschland kriminell agieren (Miri, , Abou Chaker….) mit Ablehnen einer „Festung“ zu tun haben,ist wohl Ihr Geeimniss.

      Es gibt bei solchen Zeitgenossen nur „Abschottung durch „Festung“ oder unbegrenzte Einwanderung in Millionenhöhe, das letztlich Bürger und die Gesellschaft, incl. Sozialkassen überfordert. Über alles andere, wie Staaten handeln , die ihre Bürger schützen( differenzieren, Vorleben nach Vorstrafen checken, die Frage erörtern WER wird benötigt und WER hängt lebenslang am Steuerzahler-und Sozialtopf) wird nicht nachgedacht. Der Schweiz hat man wegen der „Abschottung“ 2013 den Niedergang vorhergesagt. Dort findet man keine Berichte von Messerangriffen,Vergewaltigungen und Vorkommnissen wie in Köln,HH…..
      Also, die arabische Halbinsel und Afrika komplett einwandern lassen oder „Abschotten!“
      Was für ein Blödsinn.

    • Gott wie peinlich, wie ein Pennäler abkupfern und dann dicke Backen machen. Bereitet Ihnen das Lust, andere aufs Glatteis zu führen. Jämmerlich !

      • Lieber Norbert, bleiben Sie gelassen:

        „It´s all in your head. Don´worry, they won´t get you!“ (https://www.youtube.com/watch?v=Zq9hourHzg8)

        Niemand hat bisher bemerkt, dass Sie „wie ein Pennäler abkupfern und dann dicke Backen machen“. Ich wollte Sie auch nicht „auf´s Glatteis führen“, obwohl mein richtiger Name natürlich Wolf-Thomas Schmid ist — und nicht Margret Bundeskasper.

    • Hilde Wittkowski

      haben Sie diesen artikel schon gelesen, herr walter marsing?

      http://www.welt.de/regionales/hamburg/article151097419/Extrem-fordernd-unzuverlaessig-und-anzueglich.html

      naiv gestartet und hart aufgeschlagen in der realität, ist meine einschätzung!

  30. Sehr geehrter Herr Jenckel,
    da Sie Links gestatten, möchte ich hier auf die Meinung eines der exponiertesten Vertreter der 68-er hinweisen. Der Beitrag von Herrn Peter Schneider aus der aktuellen WELT, ist im Sinne des hier behandelten Themas relevant. Der Autor ist pedigistischen Umtrieben unverdächtig und meines Wissens nach auch kein Mitglied der AfD oder der ALFA.
    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article151068000/Realitaetsverweigerung-ruiniert-unsere-Demokratie.html

    Danke

  31. @ HH Jenckel

    Bezeichnen Sie unseren Staat noch als Rechtsstaat und die Figuren, die uns Bürger angeblich vertreten noch als „Vertreter des Volkes?“
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article151086192/Politiker-schwiegen-ueber-Gewalt-durch-Nordafrikaner.html
    Ich weiss nicht mehr, ob ich lachen oder weinen soll!

    • übrigens herr schmidt, wissen sie, warum deutschland auch als bananenrepublik bezeichnet werden kann? es werden für die einfuhr von bananen keine steuern erhoben. deswegen können einheimische äpfel teurer sein, als die überseebananen. ich hoffe , sie können mir folgen. dieses jetzt im übertragenem sinne auf die bürger angewandt, könnte ihnen weiterhelfen.

      • Mann Herr Bruns, Sie sprühen heute wieder vor logik und scharfsinn.Ich werde sie als schlauberger des jahrhunderts wählen!!!

        • hans geters
          sie haben damit völlig recht. ich finde mich auch ganz toll. und welch eine aufregung unter den hier zahlreichen afd-anhängern. gibt es bei euch eigentlich auch eine pauschale für das plattmachen? im pauschalieren seid ihr doch ganz groß. welt-online ist eine beliebte adresse für npd anhänger und deren wechselwähler . ich erlebe sie seid ca 4 jahren dort und es hat sich kaum an den argumenten etwas verändert. die welt ist die bildzeitung für vermieter und dort selbsternannte unternehmer, die ständig damit drohen deutschland zu verlassen. seltsam, diese komiker sind regelmäßig anwesend und immer noch hier. sie können eben nur pauschal.

      • @Klausi Bruns
        Wollen Sie uns jetzt wieder politisch korrekt einreden, daß die 600 Vorfälle , die alleine von einem Tag und nur einer Stadt stammen, nicht angezeigt worden sind und man sich alles nur seitens rechter Rattenfänger einbildet und instrumentalisiert?*lol*

        Übrigens verweisen Sie, Herr Bruns , nie auf “ die Welt“, wenn in mittlerweile Hunderten von Artikeln Kritik an der unkontrollierten Zuwanderung bildungsferner Schichten und deren krimineller Aktivität berichtet wird.
        Daraus haben Sie noch nie zitiert oder verwiesen.

  32. @Jenckel

    Meinungsführer bedeutet, daß jeder der die politisch korrekte Einheitsmeinung nicht mitträgt, automatisch ein Revoluzzer oder Brauner ist?
    Ber Begriff erinnert mich eher an Blockwart oder Schutzwall-symphatisant.Meinungsfreiheit ist nicht nur das Recht reden zu dürfen, sondern der Respekt vor der Meinung Andersdenkender. Da fehlt es in Deutschland an allen Ecken und Enden und die meinungen sind gespickt, von Falschdarstellungen und Dummheiten als Pretzell fordert Schiessen auf Flüchtlinge oder Pirincci fordert KZ für Flüchtlinge.
    Diese „Meinungsführerschaft“ widert einen an und erinnert an Deutschkand 1933-1945.

    • @ Nicole Hertag

      »Pretzell fordert Schiessen auf Flüchtlinge oder Pirincci fordert KZ für Flüchtlinge. Diese „Meinungsführerschaft“ widert einen an und erinnert an Deutschkand 1933-1945.«

      Bingo !

      Da muss ich Ihnen jetzt ausnahmsweise mal ohne wenn und aber Recht geben, Nicole Hertag. Soviel von Herzen kommende AfD-Schelte, die auf einsichtiger Feinfühligkeit gründet, hätte ich einer wirren Kreischsäge wie Ihnen gar nicht zugetraut.

      • Cordula, sie sollten nicht alles nachplappern, Wasser Presse schreibt. Weder hat Pretzel das Schießen auf Flüchtlinge noch Pirincci Kz für Flüchtlinge gefordert. Lesen Sie doch einfach mal die Original Texte.

      • @ Cordula
        Sie können entweder nicht lesen oder das Gelesene nicht analysieren, vielleicht auch Beides nicht.
        Pretzel und Pirincci haben bereits Klage eingereicht, da die Behauptungen seitens der Presse und des TV, die gemachten Aussagen völlig sinnentstellt wiedergegeben haben und in der Form klare Falschbehauptungen sind, die nie in diesem Sinn gefallen sind.
        Nochmal für alle Analphabeten: Princci hat keine KZ`s für Flüchtlinge gefordert und Pretzel hat nicht geäussert auf Flüchtlinge schiessen zu wollen.

        Danke für die Kreischsäge. Verpassen Sie nicht den Bachelor , das Dschungelcamp und GzSz. Da ist Ihr Fachwissen wohl nicht so dürftig, wie bei Politik.

    • @ Klaus Bruns
      Ja, wirklich unfassbar, daß 2 Jungs dann mal eingreifen von 1,2 Mio. In Rotherham bei 1400 Fällen war das anders.

      http://www.welt.de/regionales/hamburg/article151097419/Extrem-fordernd-unzuverlaessig-und-anzueglich.html

      Für die Realitätsverweigerer , die sich hier tummeln.Von einer Frau, die es wissen muss. Die wohnt nicht in Reppenstedt, hat aber mehr Insiderwissen aks Frühpensionäre am Gartenzaun.

    • @Klaus Bruns
      Ws hat die AFD damit zu tun? Die ist nicht gegen Flüchtlinge, sondern nur gegen welche, die keine sind! Ist das so schwer zu verstehen?

      Zitat AfD:

      Da wir demographische Nachhaltigkeit ernst nehmen, bejahen wir die Zuwanderung integrationswilliger und integrationsfähiger Einwanderer nach Deutschland.

      Weil wir uns der Rechtsstaatlichkeit verpflichtet fühlen, muss die Einwanderungspolitik nach klaren Kriterien gesetzlich geordnet werden, z. B. in Anlehnung an entsprechende Kriterien wie in Australien oder Kanada. Entscheidend sind Sprachkenntnisse, Ausbildung, berufliches Wissen und die Erfordernisse des deutschen Arbeitsmarktes. Eine Zuwanderung in die deutschen Sozialsysteme – auch aus Ländern der EU – lehnt die AfD strikt ab.

      Sozialleistungen für Zuwanderer sind ohne jede Einflussnahme der EU ausschließlich nach deutscher Gesetzgebung zu gewähren. Leistungen wie ALG II (Arbeitslosengeld), Kinder- und Wohngeld sollen nur solche Zuwanderer erhalten, die in erheblichem Umfang Steuern, bzw. Sozialversicherungsbeiträge in Deutschland gezahlt haben oder deren Eltern das getan haben.

      Politisch Verfolgten im Sinne des Grundgesetzes ist Asyl zu gewähren. Als Gäste des Landes sollen Asylanten würdig behandelt und als Mitmenschen akzeptiert werden, wozu auch das Recht gehört, ihr Auskommen selbst erarbeiten zu dürfen und am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Aus Gründen der Humanität ist es eine Pflicht, Kriegsflüchtlingen bei uns oder an anderen sicheren Aufenthaltsorten mit Unterkünften und dem notwendigen Lebensunterhalt beizustehen.

    • Hartmut Kollbaum

      @ Klausi
      Na da haben Sie wohl das ganze Wochenende gesucht,gell? Hier für die ganz Schlauen, die die Zustände bestreiten und alles für Propaganda von Rattenfängern halten:

      http://www.welt.de/politik/deutschland/article151086192/Politiker-schwiegen-ueber-Gewalt-durch-Nordafrikaner.html

    • @bruns

      Das es so etwas gibt, hat die AFD nie bestritten. Wo sehen sie den Zusammenhang dazwischen?

      • Gerd Renker, kann eigentlich auch jemand Abendländer sein, der die Rechtschreibung seiner Muttersprache nicht beherrscht?

        • @Manfred
          Sollte Ihr Geschwaller jetzt demonstrieren, daß in Ihren flachen Kommentaren ,ägnlich eines 10jährigen Hauptschülers mehr Substanz ist, als bei Ihnen?
          Das ist gelungen, Manny!

  33. „Flüchtlinge“: Kampfbegriff und Nebelkerze zugleich.

    Worte sind Waffen, daran hat der ARD-Presseklub am 17. Januar 2016 erinnert.
    Mit dem Begriff „Flüchtlinge“ sollen die Bürger immer wieder an die deutschen Vertriebenen der Jahre 1945/46 erinnert werden. Die politischen Eliten sprechen deswegen so gerne von „Flüchtlingen“. Immer wieder wird mit diesem Begriff das Bewusstsein der deutschen Öffentlichkeit manipuliert. Es ist Nebelkerze oder anspruchsvoller ausgedrückt: eine regelrechte Mystifikation.
    Warum?
    „Flüchtlinge“, das waren im bisher gewohnten deutschen Sprachgebrauch solche Deutsche, die nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Heimat verlassen mussten. Die Vertriebenen waren keine Ausländer, sondern Deutsche. Man muss daran erinnern: Deutsche mit der gleichen Sprache, Kultur und Religion, wie die anderen Deutschen auch, welche sie aufzunehmen hatten.
    Gerne wird dabei verschwiegen: Das Schicksal dieser Vertriebenen war eine unmittelbare Folge eines im deutschen Namen verübten Angriffskrieges. Dieser richtete sich gegen die Völker Mittel- und Osteuropas. Es war ein Vernichtung- und Unterwerfungskrieg gegen vermeintlich rassisch minderwertige „Untermenschen“, so die Nazi-Lesart.
    Für die Deutschen gab es damals kaum einen Zweifel an der deutschen ursächlichen Schuld an Krieg und Vertreibung, Darin lag der zwingend moralischer Grund, die Vertriebenen aufzunehmen.

    Die damalige Verpflichtung zu helfen ist nicht auf die heutige Lage übertragbar. Von einer allgemeinen selbstverständlichen humanitären Hilfsbereitschaft abgesehen, gibt es weder für Deutschland noch für die anderen EU-Länder eine rechtliche moralische Pflicht, die heutigen „Flüchtlinge“ aufzunehmen. Das was die Frau Merkel dem Land zumutet geht weit über Asylrecht und Genfer Flüchtlingskonvention hinaus. Diese Feststellung ergibt sich zum Beispiel auch aus dem gegenwärtig vielbesprochenem Gutachten des Verfassungsrichters a.D. Udo di Fabio.
    Schließlich hat weder die Bundesrepublik Deutschland noch andere EU-Staaten einen Angriffs- oder Vernichtungskrieg gegen die Länder verursacht, aus denen heute die Flüchtlingsströme „zu uns kommen“.

    Das Gegenteil behaupten jedoch Kräfte, die sich aus ideologischen Gründen die Transformation der Gesellschaft auf die Fahnen geschrieben haben: Linke und Grüne, aber auch Kirchen, Linksradikale und Anarchisten.
    Diese Gruppen werden nicht müde, die Bürger hierzulande mit einer vermeintlichen Mit- oder auch Alleinschuld an den Fluchtursachen zu befrachten: Globalisierung und Neo-Kolonialismus, vermeintlicher Raubbau an Ressourcen und die Behauptung, die Industrieländer hätten einen Klimawandel verursacht, welcher Menschen in die Flucht treibe. Der Appel an schlechtes Gewissen ist in Deutschland ein sicherer Wert: Der Westen und insbesondere Deutschland trage die eigentliche Verantwortung für die Fluchtbewegungen. Eine absurde Verirrung!

    Die Verirrung ist bereits in der Begriffsverwirrung erkennbar: „Flüchtlinge“, das sind nach gusto: Migranten, Immigranten, Zuwanderer, Einwanderer, Asylbewerber, Asylberechtigte, Asylsuchende, Schutzsuchende, Flüchtende oder eben Menschen mit „ausländischen Wurzeln“. Merkel hat sich mit ihrer Umschreibung von den „Menschen, die zu uns kommen“ in der ihr eignen Sprechweise Sprechblasen-Rhetorik vermittelt. So ist sie nicht in das Minenfeld der Begriffe hineingeraten. Sie hat damit allerdings einen Höhepunkt semantischer Heuchelei erklommen.

    So unterschiedlich die Bezeichnungen auch sind, so einheitlich ist das Ziel der Wanderung: Deutschland. Vom Balkan bis zum Hindukusch, von Algerien bis Nigeria, Sudan und Jemen haben diese Menschen außer einer gemeinsamen Religion nur ein gemeinsames Ziel, sich dort anzusiedeln, wo sie die besten wirtschaftlichen Bedingungen für ihr Leben finden.
    Im Ergebnis sind wir sind in Deutschland Zeugen und Betroffene einer modernen Völkerwanderung.

    Die Waffen der Völkerwanderer sind heute nicht das Krummschert und das Feuer. Es sind das Smartphone und die Manipulation der öffentlichen Meinung. Es ist eine moderne Ausprägung von Gewalt: Frauen und Kinder sind in der Minderheit. Die Mehrheit der kräftigen jungen Männer benutzt sie medial, um mit deren Elend Grenzen und Sperren zu überwinden. Es entstehen die „schlimmen Bilder“. Solche Bilder hat Frau Merkel dann auch genutzt, um ihre „Flüchtlings“-Wende zu legitimieren.

    Deutschland ist heute in der unheilvollen Lage, sich für eine Krisenlösung nur noch zwischen verschiedenen Übeln entscheiden zu können…

    Im Krieg der Worte sollte das das perfide Spiel von Desinformation und Propaganda nicht mitgemacht werden. Der Begriff „Flüchtlinge“ ist das wirkliche Unwort des Jahres erkennen. Wer es benutzt will manipulieren. Oder lässt sich an der Nase herumführen.

    „Flüchtlinge“, dieses semantische Trojanische Pferd bringt Unheil über das Land.

    • Heinz Rüdiger Hansen

      Wolf, was für ein langer, überflüssiger Schwall an Worten wieder mal.

      Sie schreiben: „Von einer allgemeinen selbstverständlichen humanitären Hilfsbereitschaft abgesehen, gibt es weder für Deutschland noch für die anderen EU-Länder eine rechtliche moralische Pflicht, die heutigen „Flüchtlinge“ aufzunehmen.“

      Eben!

      „Von einer allgemeinen selbstverständlichen humanitären Hilfsbereitschaft“ ist nicht abzusehen!

      Nennen Sie die Leute doch, wie Sie wollen. Solange wir keine Einwanderungsregelung haben, gibt es nur die Möglichkeit, per Asylantrag ins Land zu gelangen. Zu den rechtlichen, insbesondere zu den staats- und verfassungsrechtlichen Aspekten hat Professor Johndreieck oben schon alles Wesentliche geschrieben: http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/294242-294242#comment-61365

      Zum außen- und machtpolitischen Hintergrund hat Herr Berthold Weinrich viel Richtiges gesagt: http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/294242-294242#comment-61322

      Hinter all dem bleibt Ihr klagender Sermon leider sehr weit zurück, Wolf. Sie dekorieren sich mit wohlfeilen, aber keineswegs unproblematischen linguistischen Differenzierungsbanalitäten und einigen großzügigen Zugeständnissen im Gewand „menschelnder“ Selbstverständlichkeiten nur, um Ihre ebenso aggressiven wie undurchdachten Schimpftiraden und Beschuldigungen erneut absetzen zu können.

      So wird das nix mit dem Anwerben von AfD-Wählern, Wolf-Thomas Schmid. Wieso sollte ich meine Stimme jemandem geben, dessen Werbetrommler sich dermaßen abstoßend benehmen?

      • @Heinz Rüdiger Hansen: Sie tun sich schwer damit einen längeren Text zu lesen? Dieser hier soll Ihrem Wunsch entsprechend ganz kurz sein.

        Nach Ihrer Reaktion muss ich sagen, ich bin etwas erleichtert, dass der Sinn meines Beitrages so ganz an Ihnen vorbeigegangen ist. Anders gesagt: Sie haben rein gar nichts verstanden. Und dann ist Diskutieren müßig und ich kann es dabei bewenden lassen.

        Nur eine Frage: Wie kommen Sie darauf, mir Wahlwerbung für die AfD zu unterstellen? Nichts liegt mir ferner als gerade das. Kann es sein, dass Sie Gefangener bestimmter festgefahrener Vorstellungen sind?

        Abschließend: mein Pseudo lautet Wolf. Nicht Wolf-Thomas. Und nicht Schmid. Vielleicht sind Sie so freundlich, sich wenigstens das zu merken.

  34. Ich würde gerne mal Wissen, was diese Willkommenstheoretiker zu den Wirklichkeiten am Amt sagen:
    http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Panorama/d/7926410/-ich-halte-es-dort-nicht-mehr-aus-.html
    Wer die fortschreitende Zerstörung dieses Landes immer noch nicht begreift und gegen die Kritiker hier anschreibt, muss man mittlerweile unterstellen, dass die Zerstörung das Ziel ist. Deutschland verrecke, warum auch immer, vieleicht Selbsthass.

    • Niemand behauptet, dass es keine Ecken gibt, in denen Unschönes passiert und geändert werden muss. Aber warum droht bei Ihnen immer gleich der Weltuntergang?

      Was versprechen Sie sich bloß von Ihren irren Übertreibungen?

      „Selbsthass“, Bernd, könnte doch auch ein Motiv Ihrer ausdauernden Schwarzmalerei sein. Schon mal drüber nachgedacht?

      • Dann sehen Sie sich die über 50 islamischen Staaten doch an!
        Gibt es ausser den schönen Frauen auch nur einen einzigen Grund, nicht an eine Katastrophe zu glauben?
        Das Duisburg Marxloh von heute ist morgen ganz Deutschland mit der Naivität unserer Politiker, die dort NICHTS , aber auch GAR NICHTS ausrichten können ,damit sich auch nur ansatzweise etwas ändert. Im Gegenteil; man passt die Berichte dem Politikerwillen an!
        In Rotherham, Malmö, Paris,usw. existiert das gleiche Bild.

      • Aber warum droht bei Ihnen immer gleich der Weltuntergang?
        weil er glaubt, andere sehen es auch so. er wirft den leuten die gedankengänge vor, die er selbst hat. sie können nicht anders. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/s-p-o-n-der-kritiker-a-1071310.html

      • Es droht kein Weltuntergang, aber wie Sie schon schreiben: …Ecken, an denen unschönes passiert.., an diesen Relativierungen und vor allem Marginalisierungen die ihr Geschreibe durchzieht, ebenso wie bei der herrschenden Politik und den meisten Medien zeigen doch nur, das die Dimension der aufziehenden Probleme nicht erkannt werden oder vertuscht werden sollen und daheraus entspringt mein Pessimismus in diesem Punkt. Wer das Problem nicht frühzeitig erkennt, wird es nicht zivilisiert lösen können. Wir werden eine Gewalt- und Clangesellschaft mit wachsender Islamischer Dominanz. Das Schicksal der orientalischen Christen, Juden und Anders- oder Ungläubigen wird auch unser sein. Kein Weltuntergang , aber ein Zivilisationsbruch ungeahnten Ausmaßes. Wenn die Bürger jetzt nicht aufstehen, wird sich die USA die Hände reiben, die warten schon seit Jahren wieder auf eine Einwanderungswelle gut gebildeter Europäer. Gute Nacht Deutschland.

    • Du hast es schon richtig erkannt, es geht um Zerstörung. Die sogenannten Flüchtlinge sind nur der Vorwand um den umerzogenen Michel zu benebeln. Seit Jahrzehnten gibt es in den Herkunftsländern die Probleme und sie werden nicht gelöst, wenn man die Menschen hierher kommen lässt. Ihre Kultur und Mentalitäten bringen Sie mit und damit auch ihre Konflikte. Wenn man mit diesen Menschen spricht und zu ihren Einstellungen befragt, wundert einen nicht, dass es in diesen Ländern nicht funktioniert. Wenn man dann noch von Kohls Mädchen regiert wird, die noch heute von Naivität nur so strotzt und unser Land schon der Lächerlichkeit (auch unter den sog. Flüchtlingen) preisgibt kann einem Bange um die nächste Generation werden, die diese Probleme nicht mehr bewältigen wird.

      • Klaus, Sie warnen uns: „Die sogenannten Flüchtlinge sind nur der Vorwand um den umerzogenen Michel zu benebeln.“

        Wenn die „Flüchtlinge“ nur vorgeschobener Scheingrund sind, um „den Michel“ in die Irre zu führen, wer steckt dahinter? Wer inszeniert den faulen Zauber? Und wenn die Flüchtlinge nur Vorwand sind, worum geht es denn dann eigentlich in Wirklichkeit? Und warum wurde der Michel erst umerzogen? Damit der Vorwand verfängt? Aber hätte man dann nicht gleich so umerziehen können, dass es gar keines Vorwandes mit zusätzlicher „Benebelung“ mehr bedurft hätte?

        Sie stellen außerdem fest, Bernd habe ES erkannt. ES gehe um Zerstörung. Was ist dieses ES? Um Zerstörung wovon geht ES?

        Ich verstehe auch nicht, inwiefern „Kohls Mädchen“ unser Land der Lächerlichkeit preisgibt. Wem gegenüber? Den Flüchtlingen gegenüber? Aber die sind doch nur, das haben Sie selbst geschrieben, — ein Vorwand.

        Welche Probleme wird die nächste Generation nicht mehr bewältigen? Die der Lächerlichkeit oder die in den Herkunftsländern, die es seit Jahrzehnten gibt?

  35. Markus Freiwald

    Lieber Herr Jenckel,

    was ist an den Aussagen, entgegen den Falschbehauptungen über die AFD denn fragwürdig??? Was ist an einer klaren politischen Linie, die in der GroKo und bei Linksgrün fehlt, den falsch?

    AFD Website:
    Da wir demographische Nachhaltigkeit ernst nehmen, bejahen wir die Zuwanderung integrationswilliger und integrationsfähiger Einwanderer nach Deutschland.

    Weil wir uns der Rechtsstaatlichkeit verpflichtet fühlen, muss die Einwanderungspolitik nach klaren Kriterien gesetzlich geordnet werden, z. B. in Anlehnung an entsprechende Kriterien wie in Australien oder Kanada. Entscheidend sind Sprachkenntnisse, Ausbildung, berufliches Wissen und die Erfordernisse des deutschen Arbeitsmarktes. Eine Zuwanderung in die deutschen Sozialsysteme – auch aus Ländern der EU – lehnt die AfD strikt ab.

    Sozialleistungen für Zuwanderer sind ohne jede Einflussnahme der EU ausschließlich nach deutscher Gesetzgebung zu gewähren. Leistungen wie ALG II (Arbeitslosengeld), Kinder- und Wohngeld sollen nur solche Zuwanderer erhalten, die in erheblichem Umfang Steuern, bzw. Sozialversicherungsbeiträge in Deutschland gezahlt haben oder deren Eltern das getan haben.

    Politisch Verfolgten im Sinne des Grundgesetzes ist Asyl zu gewähren. Als Gäste des Landes sollen Asylanten würdig behandelt und als Mitmenschen akzeptiert werden, wozu auch das Recht gehört, ihr Auskommen selbst erarbeiten zu dürfen und am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Aus Gründen der Humanität ist es eine Pflicht, Kriegsflüchtlingen bei uns oder an anderen sicheren Aufenthaltsorten mit Unterkünften und dem notwendigen Lebensunterhalt beizustehen.

    • Lieber Markus Freiwald,

      Sie bekennen sich zu folgenden Prinzipien:

      „Politisch Verfolgten im Sinne des Grundgesetzes ist Asyl zu gewähren. Als Gäste des Landes sollen Asylanten würdig behandelt und als Mitmenschen akzeptiert werden, wozu auch das Recht gehört, ihr Auskommen selbst erarbeiten zu dürfen und am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Aus Gründen der Humanität ist es eine Pflicht, Kriegsflüchtlingen bei uns oder an anderen sicheren Aufenthaltsorten mit Unterkünften und dem notwendigen Lebensunterhalt beizustehen.“

      Das ist doch wunderbar. Damit wären Sie, wenn Sie die Formulierung im zweiten Satz auf Asylsuchende ausdehnten, im Konsens mit der Bundesregierung, mit allen demokratischen Parteien, die augenblicklich im Bundestag vertreten sind und mit der überwältigenden Mehrheit aller deutschen Bürger und Bürgerinnen in Bienenbüttel, in Reppenstedt und in Lüneburg inklusive Oedeme, Ochtmissen und der sechzehn Bundesländer wie sie um unseren Landkreis herum angeordnet sind.

      An Spekulationen und an vermeintlich „fragwürdigen Falschbehauptungen über die AFD“ hat Herr Jenckel sich hier mit keiner einzigen Silbe beteiligt. In diesem Blog-Thread geht es nämlich um die Frage, ob die elektronischen Medien die Informations- und Orientierungsaufgaben der seriösen Tages- und Wochenzeitungen auf lokaler, regionaler und überregionaler Ebene werden übernehmen und erfüllen können — oder nicht.

      • @Regina
        Ganz falsch, Regina Schlaufuchs!
        Nur zu Ihrer Informationen;es ist über Flüchtlinge geschrieben worden.
        Das Rumänen, Marokkaner, Tunesier, Ghanaanesen, Bulgaren, sämtliche Nordafrikaner ,usw. vor Krieg flüchten, ist bekanntlich ein Märchen und diese gehören eben NICHT zu den Kriegsflüchtlingen, sondern reisen ein,um die beitragsfreien Sozialleistungen hier in Anspruch zu nehmen.

        Deshalb äussern die meisten Abgeordneten mittlerweile eben berechtigt Kritik an der GroKo, da die ALLE einwandern lässt und so zu den ca. 40% Flüchtlingen einfach 60% Migranten einwandern lässt, bei denen von vorneherein klar ist, daß sie nicht hierbleiben dürfen. Ungeprüft, unregistriert und nicht asylberechtigt.Das macht die Gesetze zu einer Farce.

        Und in diesem Blog geht es um Meinungsführerschaft, die den Lesern von überwiegend überregionalen Zeitungen seit Monaten aufdiktiert wird.
        Insofern stellt sich die Frage der Seriösität, Objektivität und neutraler Bereichterstattung, eben nicht mehr.
        Die Presse ist parteisch, gibt korrekte Meinungen vor, verschleiert Migrantenkriminalität bis zum Exzess, formt Formulierungen nach eigenem Gutdünken um, bis diese in die Mainstreamform der Groko und linksgrünen Realitätsverweigerer passt und diffamiert die AfD mit klaren Falschzitaten,die lediglich für Empörumng beim Leser soregn sollen. Beispiel Pretzel und Pirincci.

        Wer dies als seriöse Berichterstattung ansieht, glaubt auch an den Zitronenfalter, der Zitronen faltet. Zum Glück dringen immer mehr Schweinereien durch die vorgefertigten Floskeln und Bahnhofskloparolen hindurch. Bei Polizei, Gewerkschaften und bei Berichten von Helfern in Flüchtlingsheimen.
        Erst lesen-dann schreiben!

        • Mechthild Schülke

          Lieber Markus,

          da bin ich jetzt aber sehr erleichtert, dass wenigstens Ihre durchdachten Blog-Posts vor „Seriösität, Ojpektivität und neutraler Bereichterstattung“ nur so strotzen. Sie beruhigen uns außerdem mit der schönen Nachricht: „Zum Glück dringen immer mehr Schweinereien durch die vorgefertigten Floskeln und Bahnhofskloparolen hindurch.“

          Wie „formt denn die Presse Fomrulierungen nach eigenem Gutdünken um, bis diese in die Mainstreamform der Groko und linksgrünen Realitätsverweigerer passt und daffimiert die AfD mit klaren Flaschzitaten,die lediglich für Empörumng beim Leser soregn sollen“? Und „Beispiel Pretzel und Pirincci“?

          Meinen Sie hier vielleicht Marcus Pretzell und Akif Pirinçci?

          Aber die sind doch gar nicht bei der linksrechtsgrüngelbversifften Lügenpresse! Der eine (Pretzell) ist sogar Landesvorsitzender der AfD in Nordrhein-Westfalen und würde gerne, wenn es angezeigt ist, auf Asylsuchende an der Grenze schießen, während der andere (Pirinçci) bedauert: „die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb“.

          Ist das nicht schrecklich, wenn erwachsene Menschen so etwas öffentlich sagen oder schreiben, ohne von vorgefertigten linksrechtsgrüngelbversifften Floskeln und Bahnhofskloparolen dazu genötigt worden zu sein? Vielleicht lesen wir schon morgen in der Lokalausgabe der linksrechtsgrüngelbversifften Floskeln völlig unverdächtigen WELT: „Seit gestern herrscht in Bleckede Feinstaubalarm. In der Nacht patrouillierte bereits eine Bürgerwehr durch die Stadt, um herauszufinden, welche Flüchtlinge ihre Kehrwoche nicht gemacht haben“?

          • Rainer Weinhold

            @ Mechthild
            An Ihrer Stelle wäre ich sehr vorsichtig.
            Markus Pretzel hat weder das“ Schiessen auf Flüchtlinge“ gefordert ,noch hat Pirincci das „KZ für Flüchtlinge“ gefordert.
            Sie begeben sich mit diesen klaren Falschzitaten auf sehr dünnes Eis und beweisen, daß Sie an wahrheitsgemässer Diskussion nicht interessiert sind. Die Beiden haben zu Recht diverse Klagen eingereicht.
            Wenn Sie auch nur annähernd die Intelligenz eines Markus Pretzel hätten,würden Sie nicht solche völlig sinnentstellten Aussagen hier öffentlich äussern.
            Sie wissen ,daß Ihre Behauptungen falsch und lediglich billiges Nachplappern von Falschaussagen ist;und somit strafbar.

    • Hallo Herr Freiwald, sie haben mich zwar nicht angeschrieben, aber ich möchte mich für diese Information bedanken. In der Regel ist es in Deutschen Medien kaum möglich sich über die AfD zu informieren. Das geschriebene entspricht genau meinen Vorstellungen von ausgewogener Ein- und Zuwanderungspolitik bei der die Interessen der Deutschen Bürger und des Landes zunächst im Vordergrund stehen und die Belange von politisch Verfolgten und Integrations- und Leistungswilligen Zuwanderern dennoch berücksichtigt werden. Da kann ich nur Bravo sagen. So sieht nachhaltige Politik aus, die sonst immer gerne von anderen Partei scheinbar verkündet wird. Dieses Thema ist bei dem jetzigen Lauf der Dinge, das Thema über das derzeit die Zukunft unseres Landes und unserer Kinder entschieden wird und daher wird es bei der nächsten Wahl für mich der einzige Grund sein zu wählen. Wirtschaft, Soziales, Ökologie etc. werden sie alle hinkriegen und wird für mich keinen Einfluss mehr auf meine Wahlentscheidung haben. Das ist ein Armutszeugnis für die etablierten Parteien.

      • Liebe Ingrid, diese Darlegung Ihres voraussichtlichen Wahlverhaltens und seiner Begründung ist, scheint mir, eher ein Armutszeugnis für Sie selbst. „Wirtschaft, Soziales, Ökologie etc. werden sie alle hinkriegen und wird für mich keinen Einfluss mehr auf meine Wahlentscheidung haben“? Ingrid, Ingrid, zu soviel freimütig gebeichteter Schlichtheit im Gemüt kann ich nicht Bravo sagen.

        • @Orkan Bilek
          Das ist ganz fasch analysiert! Die AfD ist die winzige Partei, die noch nicht ALLES VERSAUT hat. Die derzeitige hat keine Daseinsberechtigung mehr. Die Altersversorgung, die Aussenpolitik, die Innenpolitik, die Zuwanderungspolitik incl., der Massenzuwanderung bildungsferner Schichten, die Umschichtung von arm nach reich… DAS ALLES kann nicht mehr schlimmer werden.

          Bitte keine Wahlwerbung
          Da gibt es Anzeigen. LG jj

          • Katinka Müller

            @ Waltraud Dahl

            „die winzige Partei, die noch nicht ALLES VERSAUT hat.“

            WINZIGE Partei? —- NOCH nicht ALLES versaut? —- Aber bald schon vielleicht?

            Das ist ja richtig komisch, Waltraud. Sie sind fei eine ganz eine durchtriebene Humorbegabung. Mein lieber Schwan!

            Sind Sie Bundeskasperine?

            Grüßen Sie bitte Wolf-Thomas Schmid und Gunter Runkel, wenn die beiden mal wieder auf ein pudergezuckertes und vanilliertes Strategiekipfeli bei Ihnen vorbeischauen.

      • Mensch ingrid, kaum jemand, der in Deutschland lebt, wird – wie du und so viele Pegidisten und AfDler es hier immerzu tun – behaupten, dass die deutsche Nation als Gesellschaft heute stärker und schmerzvoller gespalten ist als beim Amtsantritt von Angela Merkel. Im Gegenteil, gerade weil sich in der Sicht der meisten Bürger die wirtschaftliche, die ökologische und die außenpolitische Situation deutlich verbessert haben, gerade weil zahlreiche Leistungen der drei Merkel-Kabinette von breiten, sozial und ethnisch ganz verschiedenen Mehrheiten begrüßt werden und gerade weil den rechtspopulistischen Kritikern à la AfD und Konsorten deshalb oft die politischen Gegenargumente und plausiblen Alternativen fehlen, können sie ihre Positionen allein durch bedingungslose Aktivierung von Ressentiment markieren und verteidigen. Die radikalste Version dieser Formel macht zum Beispiel Höckes AfD-Aufstieg aus – und hat ihn vor allem für seine eigene Partei zu einem großen Problem gemacht.

        • Bernhard, aber Sie sprechen schon von diesem Deutschland?
          Das Deutschland in welchem dies hier gerade alles geschieht?
          Oder gibt es noch ein anderes Deutschland, dann möchte ich nämlich gern dahin.

          • Eike Sartissohn

            Hallo Bundeskasper, über ein Jahr habe ich hier nicht mehr vorbeigeschaut, aber Sie sind bei blog.jj nach wie vor am Jammern vor ganz großem Publikum? Die böse Mutti hat die übergroßen Erwartungen nicht erfüllt? Und vor dem Eingang zum Paradies steht ein Türhüter? Warum ist denn aus Ihren oft und gerne angekündigten Auswanderungsplänen immer noch nichts geworden? Und Ihr Forums-Abschied vom 19. Januar 2016 um 02:39 Uhr war auch wieder nur eine trickreich verschlüsselte rhetorische Figur? Das wievielte Mal inzwischen? Und was wollten Sie damit doch gleich wieder Geheimes ausdrücken? Kennen Sie eigentlich den Witz über den Tod eines sehr faulen Mannes? Der lag auf dem breiten Bürgersteig Am Sande 18/19 in einer Regenpfütze und rief zum Bürofenster des Online-Chefs der Landeszeitung hinauf: »Hilfe, ich will nicht schwimmen!«

  36. Ja Orkan, meine Gefühle und Empfindungen bei diesem Thema sind aufgrund der immer deutlich werdenden Problematik arg beschränkt. Dafür sieht mein Verstand immer klarer die Entwicklung und ich erkenne die Verantwortung die der Bürger in Zukunft hat die richtige Wahlentscheidung zu treffen. Das Thema unkontrollierte Massenzuwanderung wird alles überstrahlen, da die Fehlentwicklungen in dieser Thematik kaum zu korrigieren sind, entgegen der anderen von mir genannten Politikfelder. Sie scheinen sich bei ihren Wahlentscheidungen von ihrem Gemüt bzw den Gefühlen leiten zu lassen, anstatt langsam den Kopf einzuschalten und die Signale des Dramas zu erkennen. Da liegen Sie auch sehr dicht bei Frau Merkel, die ihre Politik je nach ihrem emotionalen Empfinden entwickelt. Siehe Atomausstieg nach Fukoshima oder jetzt die Entscheidungen in der Flüchtlingskrise mit Einladung aller Syrer und Aufhebung der Drittstaaten Regelung. Frau Merkel und Ihnen wünsche ich gute Besseung und machen Sie sich keine Sorgen um mein Gemüt, dass wird sich nach Lösungsansätzen schon wieder weiten.

  37. Grün-roter Pyrrhussieg im Ländle.

    „Besser kann es für die AfD nicht kommen“, schrieb gestern eine überregionale Tageszeitung.
    Die AfD könnte sich tatsächlich bei panischen grün-roten Landespolitikern sowie beim servilen Südwestfunk bedanken!
    Was wurde am Montag bei Plasbergs „Hart aber fair“ nicht alles über die angebliche Unabhängigkeit des Rundfunks von den Parteien erzählt.

    Die SPD und Grüne haben den Südwestrundfunk so massiv unter Druck gesetzt, dass dieser eingeknickt ist: Die AfD bleibt von der Elefantenrunde ausgeschlossen, ein Novum in der SWR-Geschichte.

    Unabhängiger Südwestfunk? Man darf lachen.
    Und was ist das Ergebnis dieser Pyrrhussieges?
    Die AfD braucht derzeit kaum etwas Anderes zu unternehmen, als entspannt ihren Triumph abzuwarten.

    AfD bei INSA gestern: 11,5 %, bei Forsa heute: 10%…

    • Hallo Wolf,
      auf der Website des Bundesverfassungsgerichts
      https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2014/03/fs20140325_1bvf000111.html
      habe ich folgendes Urteil gefunden und zitiere in Ausschnitten wie folgt:

      2.Die Organisation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks muss als Ausdruck des Gebots der Vielfaltsicherung dem Gebot der Staatsferne genügen. Danach ist der Einfluss der staatlichen und staatsnahen Mitglieder in den Aufsichtsgremien konsequent zu begrenzen.
      a) Der Anteil der staatlichen und staatsnahen Mitglieder darf insgesamt ein Drittel der gesetzlichen Mitglieder des jeweiligen Gremiums nicht übersteigen.
      b) Für die weiteren Mitglieder ist die Zusammensetzung der Aufsichtsgremien des öffentlich-rechtlichen Rundfunks konsequent staatsfern auszugestalten. Vertreter der Exekutive dürfen auf die Auswahl der staatsfernen Mitglieder keinen bestimmenden Einfluss haben; der Gesetzgeber hat für sie Inkompatibilitätsregelungen zu schaffen, die ihre Staatsferne in persönlicher Hinsicht gewährleisten.

      Besonders die unmissverständliche Aufforderung an die Ö.r.- Medien, „Staatsferne“ im Sinne einer Sicherung von Vielfalt zu gewährleisten, wird unbestreitbar nicht Folge geleistet. Die Umsetzung des originären Auftrags, durch sachliche und neutrale Berichterstattung eine eigenständige Meinungsbildung des Bürgers zu ermöglichen, ist immer weniger zu beobachten.

      Daher erging folgendes Urteil:
      1.Die Zustimmungsgesetze und Zustimmungsbeschlüsse der Länder zu dem Staatsvertrag über den Rundfunk im vereinten Deutschland vom 31. August 1991 sind, soweit sie § 21 Absatz 1, Absatz 4, Absatz 10 Satz 2, § 24 Absatz 1, Absatz 3 Satz 2 Alternative 1 ZDF-Staatsvertrag als Artikel 3 des Staatsvertrags über den Rundfunk im vereinten Deutschland vom 31. August 1991 in der Fassung des Fünfzehnten Rundfunkänderungsstaatsvertrags vom 15./17./21. Dezember 2010 in Landesrecht überführen, mit Artikel 5 Absatz 1 Satz 2 des Grundgesetzes unvereinbar.

      Es geht allerdings nicht nur um strukturelle Verstöße. Wer wie ZDF-Mann Kleber im Rahmen der Berichterstattung bereits „Zweifler“ an der Politik von Frau Merkel in die Nähe von Verfassungsfeinden rückt, outet sich als „Staatsfunker“. Auch die Kollegen von Report Mainz, die im Auftrag von wem auch immer, werbetreibende Unternehmen und schreibende Kollegen nicht genehmer Provenienz aufs Korn nehmen, verstoßen eindeutig gegen dieses Urteil. Hierzu noch ein bemerkenswerter Kommentar des SPIEGEL-Kolumnisten Jan Fleischhauer:
      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlinge-boese-ganz-boese-rechts-kolumne-a-1072711.html

      Lieber Wolf, die von Ihnen thematisierte Posse im SWR, ist nur ein Beispiel von unzähligen derartigen Vorfällen. Selbsternannte Ö.r. Staatsrepräsentanten und politisches Führungspersonal, welches fortlaufend geltendes Recht bricht oder diesem Treiben aktiv Vorschub leistet, Diskussionen verweigert, Andersdenkende kujoniert, verspielt Vertrauen, schwächt unsere Demokratie und macht sich angreifbar. Mit einem, dem zweiten Auge sieht man nicht besser, man ist bereits halbblind und verstellt sich die Möglichkeit perspektivischer Betrachtung.

      Inwiefern der Wähler derartiges Treiben goutiert, werden wir in Kürze erleben.

      • Zusatz

        In einem TV- Interview mit meinem Namensvetter Nils Schmid (SPD), heute Nachmittag auf Phoenix, stritt dieser eine direkte oder indirekte Einflussnahme oder gar eine Weisung der Regierungsparteien und ihrer Protagonisten in Richtung des SWR kategorisch ab. Wie der offensichtlich überaus gut informierte Forist Ludwig Hüttner (s.u.) überzeugend darlegt, gab es diese aber sehr wohl. Es wird also gelogen bis sich die Balken biegen und das in aller Öffentlichkeit. Man fürchtet sich wohl vor einer direkten verbalen Auseinandersetzung. Die Gründe sind nachvollziehbar. Prof. Meuthen ist ein eloquenter Redner, überaus intelligent und argumentationsstark.
        Handelt es sich um Schadenbegrenzung, will man die öffentliche Demontage vor einem Millionenpublikum vermeiden? Wir wissen es (noch) nicht.

        Die Bürger in BW werden dieses Stück interessiert zur Kenntnis nehmen und ihre Schlüsse ziehen.
        Das Ende der rot-grünen Koalition in BW darf man bereits heute, auch ohne über allzu große hellseherische Fähigkeiten zu verfügen, als wahrscheinlich ansehen. Sollte der Genosse Gabriel hier nicht noch hilfreich eingreifen, ist der Drops wohl gelutscht. Es bleibt spannend.

        • Heinz-Karl Waldenfahrt

          Lieber Anonymus,

          ich habe damit ein Problem, dass sich häufig Unbelehrbarkeit und Anonymität vereinigen, auch in diesem Forum. Und darüber hinaus halte ich es für – gelinde gesagt – gegenüber jj unfreundlich, wenn man seine hier präsentierteThematik ignoriert und einfach in egozentrischer Weise sein eigenes Schwerpunktthema in den Vordergrund zu stellen versucht.

    • Wolf
      die dummheit stirbt eben nie aus. ich wiederhole mich, solange unsere etablierten parteien sich so dumm verhalten, werden sie die quittung bekommen. dabei wäre es doch so einfach ,der afd den wind aus den segeln zu nehmen. sabbeln allein reicht da natürlich nicht.

    • Ludwig Hüttner

      Lieber Wolf-Thomas Schmid, lieber Bernd-Markus,

      Sie haben hier im Blog sehr oft wiederholt, indem Sie scheinheilig aus dem Straßenstaub zu uns gebildeten Menschen hinaufblickten, Sie sympathisierten nicht mit dem äußersten rechten Rand und jetzt machen Sie auf einmal doch freudig Reklame für den politischen Primitivismus?

      Fakt ist: die Regierungsparteien der beiden Staatsvertragsländer zwingen den SWR, die Livedebatten am 10. März nur mit SPD, Grünen und CDU (in Baden-Württemberg auch mit der FDP) durchzuführen. Die Vertreter von FDP (in Rheinland-Pfalz), AfD und Linkspartei werden mit vorab aufgezeichneten Interviews eingespielt. Das ist in der Tat ein unerträglicher Eingriff in die Gestaltungsfreiheit der Sender bzw. in die Autonomie ihrer Intendanten und Mitarbeiter.

      Und gewiss ist auch, dass sich Malu Dreyer und Winfried Kretschmann nicht dazu imstande sehen, sich kurz vor der Wahl mit der AfD im Fernsehen abzugeben, ist ein eklatantes Zeichen der Schwäche. Denn es wäre meines Erachtens ganz und gar sinnvoll, diesem widerwärtigen Populistenverein, der schamlos von der Flüchtlingskrise profitiert und vor allem aufgrund dieser ekelhaften Ruchlosigkeit höchstwahrscheinlich in die Landtage einzieht, einmal vor versammeltem Publikum die Luft abzulassen.

      Aus diesem – zweifellos skandalösen – Übergriff auf die unabhängige Presse, folgt nämlich NICHT, dass die AfD, wie Sie, Herr Wolf-Thomas Schmid oder Bernd-Markus, zu meinen scheinen, IN IRDENDEINER FRAGE, von denen hier im Blog einige aufgeworfen wurden, MEHR KOMPETENZ sachlicher und fachlicher Art besäße, als die von Ihnen so vielstimmig Attackierten in den von Ihnen sogenannten „Altparteien“. Mir ist, auch nach mehrmaliger Lektüre der inhaltlich dünnen und vagen programmatischen Dokumente der AfD, kein Vorschlag bekannt, der politisch, sozial und juristisch umsetzbar wäre und über das hinausginge, was ohnehin geltende Praxis ist. Gibt es welche, die nicht nur markig klingen, sondern mit dem Grundgesetz vereinbar sind?

      Diese Frage stellt der von Ihnen angehimmelte ehemalige Bundesverfassungsrichter Udo di Fabio schon in seinem jüngsten Buch, das unter dem Titel „Schwankender Westen“ im Sommer vergangenen Jahres bei Beck erschienen ist. Doch das von Ihnen favorisierte Genre der apokalyptischen Zukunftshistorie, in der alle Krisensymptome auf den Moment des großen Umsturzes vorausdeuten, ist nicht nach di Fabios Geschmack. Er schreibt: „Um Aufmerksamkeit zu erringen, arbeiten manche Autoren mit plakativen Untergangsszenarien und pflegen damit eine sich selbst verstärkende pessimistische Grundstimmung oder nähern sich den einfachen Erklärungen von Verschwörungstheorien.“

      Erkennen Sie sich in diesen Sätzen wieder, lieber Wolf-Thomas Schmid alias lieber Bernd-Markus?

      P.S.: Hier haben Sie mir noch gar nicht geantwortet: http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/294242-294242#comment-61501

      • @ Ludwig Hüttner
        Aus wenn es Ihnen erkennbar schwer fällt: nehmen Sie bitte definitiv zur Kenntnis, dass ich „Wolf“ bin und keineswegs identisch bin mit anderen Personen, die Sie in einen Topf werfen, um sie gemeinsam zu diffamieren.

        Dass es Ihnen der Unterscheidungsfähigkeit mangelt, ist ihr Problem. Als Diskussionspartner scheiden sie jedenfalls für mich aus.

        • dto.

          • Ludwig Hüttner

            Lieber Wolf-Thomas Schmid,

            ich habe niemals behauptet, dass Sie „identisch mit anderen Personen“ sind. Wie sollte das denn auch gehen? Das wäre ja eine contradictio in adiecto. Der liminativ-distinguierende Begriff „Person“ ist überhaupt nur dann sinnvoll zu gebrauchen, wenn diese Möglichkeit ausgeschlossen ist.

            Andererseits bezeichnete das Wort „persona“ ursprünglich eine im antiken griechischen Theater von den Schauspielern verwendete Maske, welche die Rolle des jeweiligen Mimen typisierte. Der Name ist abgeleitet aus dem Lateinischen personare (= hindurchtönen). An diesen etymologischen Befund können wir anknüpfen, wenn wir zu meiner tatsächlichen Behauptung kommen:

            Ich sage und da bin ich hier bei LZ-Online doch ganz sicher nicht alleine, lieber Wolf-Thomas Schmid, dass Sie, wie Sie selbst betonen – wahrhaftig – nur eine einzige Person sind, aber eine, die anderen unter vielen verschiedenen Namen, den immergleichen Unsinn aufzudrängen versucht. Die Absicht, das zeigt auch Ihr gemeinsames Auftreten von gestern Abend und heute Morgen wieder, lieber Wolf-Thomas Schmid, ist den Eindruck zu erzeugen, Ihre Abstrusitäten würden von andere geteilt und mit Beifall bedacht. Sie treten hier also permanent als EINE PERSON, nämlich als Schauspieler und als deren Publikum UNTER VERSCHIEDENEN NAMEN auf.

            Leider ist die Aufführung jedesmal erbärmlich schlecht und der Applaus verlogen vorgetäuscht.

  38. Der Niedergang der Volksparteien, dennoch keine Weimarer Verhältnisse.

    Bereits am Abend des 13. März 2016 wird sich erwiesen haben: die politische Landschaft der Bundesrepublik hat sich nachhaltig verändert.
    Warum?
    Die CDU sinkt in Richtung 30 %. Die SPD bemüht sich darum, sich über 20 % zu retten. Während sich die übrigen kleineren Parteien Linke und Grüne stabilisieren, etabliert sich die AfD auf Kosten der Großen als Drittstärkste Kraft.
    (Es folgte Wahlwerbung für eine Partei – gestrichen. LG hhjenckel)

    • Ludwig Hüttner

      Lieber Wolf-Thomas Schmid,

      ich versuche es noch einmal: Sie haben hier im Blog sehr oft beteuert, indem Sie scheinheilig aus dem Straßenstaub zu uns gebildeten Menschen hinaufblickten, Sie sympathisierten nicht mit dem äußersten rechten Rand und jetzt machen Sie auf einmal doch freudig Reklame für den politischen Primitivismus?

      Wie kommt´s?

      Wollen Sie Bundeskasper werden?

      • Von welchen gebildeten Menschen reden sie eigentlich? Sie meinen doch wohl nicht die Herde applaudierender Foristen, die geschmeidig dieser katastrophalen Flüchtlingspolitik und Massenzuwanderung zustimmen? Es ist zumindest keine Bildung erkennbar, die einer gewissen Logik, Empirie oder die Bildung von Kausalitätenketten bedarf. Wirklichkeiten werden konsequent ausgeblendet andersdenkende diffamiert und Sachargumenten wird Polemik entgegengehalten.

      • Von welchen gebildeten Menschen reden sie eigentlich? Sie meinen doch wohl nicht die Herde applaudierender Foristen, die geschmeidig dieser katastrophalen Flüchtlingspolitik und Massenzuwanderung zustimmen? Es ist zumindest keine Bildung erkennbar, die einer gewissen Logik, Empirie oder die Bildung von Kausalitätenketten bedarf. Wirklichkeiten werden konsequent ausgeblendet

        • Merkwürdig, lieber Wolf-Thomas Schmid (Finden Sie nicht?), dass sich Ihnen, der Sie seit Tagen im Selbstgespräch das simulierte sich gegenseitig zujubelnde Wolf-Thomas-Schmid-Duett der Propagandisten des rechtsextremen Primitivismus singen, nun auch noch Ihre dullen Sprechpuppen „Kurt Weirauch“ und „Herbert Franz“ zugesellen, die (vorgeblich) unabhängig voneinander, tatsächlich aber – was sich aus dem Faktum ihrer gleichzeitigen Freischaltung von heute Morgen ergibt – denselben Text als eine einzige Person, nämlich als Wolf-Thomas Schmid, gleich zweimal posten.

          Sie sind wirklich ein ganz ein ausgebuffter Schleicher der Rechthaberei, lieber Wolf-Thomas Schmid. Glauben Sie nicht, dass dieses nassforsche Herangleiten auf selbsterzeugtem Lügenschleim Ihre Leser mindestens ebenso abstößt – und damit Ihren parteipolitischen Intentionen ebenso massiv schadet – wie das blank verblödete Hassgestammel Ihrer geistig armseliger kostümierten pseudonymen Handlanger alias „Moritz Behnert, Klaus, Bernd, Bernard, Richard Wesner, max, Birgit Rahlfeld, Thomas, Rico Nieser, Freier Demokrat, Heike Siering, blog.aa und blog.bb, Frank Peimann, Harald Okfen, Friedrich und Bruno Schmandt, etc., etc. …?

    • Die Hoffnung stirbt zuletzt! Auf die eine oder andere Art, nicht?

  39. Fortsetzung ohne „Wahlwerbung“ oder: Die Zensor -Schere wirkt Wunder!

    Die Zeit der großen Volksparteien ist Geschichte. Die Entwicklung wird von einem Halbdutzend von Parteien gekennzeichnet sein. Ohne die 5 %-Sperrklausel wäre ein Zurück zu Weimarer Verhältnissen vorgezeichnet. Dazu wird es aber nicht kommen.

  40. Herr Hüttner,

    Wolf und Thomas Schmid sind unterschiedliche Personen. Wolf ist für die AfD, ich bin für ALFA. Glauben Sie`s oder lassen Sie es bleiben. Arbeiten Sie bitte an Ihrem Textverständnis und an Ihrer Lesekompetenz. Vielleicht hilft`s?

    • Ludwig Hüttner

      Lieber Wolf-Thomas Schmid,

      SIE dürfen sich gerne für ZWEI Personen halten, von denen eine (anonym) für die AfD und die andere (ebenfalls anonym) für ALFA ist und von denen die eine wie die andere auch (plötzlich) kräftig Reklame für den politischen Primitivismus dieser beiden Gruppierungen macht. ICH, der ich mich, das gebe ich gerne zu, für nur EINE Person halten kann, aber Sie für den Ausdruck EINER Unkultur und Unehrlichkeit halten muss, die Sie hier im Forum wie EINE Person in MEHREREN Masken und Kostümen und unter MEHREREN Namen regelrecht zelebrieren, — ICH, dem es diese (Ihre Angst und Panik anheizende) Verantwortungslosigkeit schwer macht, Ihnen in nur EINER einzigen Angelegenheit zu glauben, gehe, bis Sie mir das Gegenteil bewiesen haben, davon aus, dass es sich bei Ihnen um EINE PERSON IN MEHREREN ROLLEN handelt, von der es auch ganz gleichgültig ist, in wie viele Replikanten sie sich spaltet, da ohnehin alle den von billigen Versicherungsvertretern abgeschauten, unerträglichen Singsang der Dämonisierung und des Zerfalls ausschließlich deshalb abspulen, um Erlösungshoffnungen auf sich zu fokussieren, Klischees zu verkaufen und bei den kommenden Wahlen ein gut dotiertes Mandat oder wenigstens die Aussicht darauf zu ergattern.

    • @Thomas Schmid.
      Sie haben klargestellt, Sie sind für ALFA, das kann nachvollzogen werden, richtig. Falsch jedoch: ich bin nicht „für die AfD“. Ich bin weder Mitglied, Unterstützer noch nicht einmal Sympathisant, auch wenn es bei oberflächlicher Beobachtung manchmal so aussehen mag. Da Sie sich geoutet haben, lieber Thomas Schmid, verrate Ihnen auch meine politische Einstellung:
      Bei der nächsten (Kommunal-) Wahl werde ich bestimmt nicht AfD wählen, weil ich die hiesigen AfD-Leute und ihre Motivation sehr genau kenne. Es sind für mich rechte Ideologen und bestenfalls Karrieristen , denen ich aus einem dieser zwei Gründen meine Stimme nicht geben werde. Man kennt sich: Lüneburg möchte gerne Großstadt werden, politisch ist es aber noch ein Dorf.
      Und ich wähle Ende dieses Jahres 2016 die Personen, die mir am besten geeignet für den Job erscheinen. Egal aus welcher Partei. Mit zwei Ausnahmen: Keine linken Grüne und keine grünen Linke. Ideologisch krass aufgestellte Parteien gefallen mir nicht.

      Wenn jetzt noch der eine oder andere mich als „AFD“ oder als sonst etwas bezeichnen möchte: bitte sehr, wenn es denn seinem Seelenfrieden dient. Ich kann und werde es nicht verhindern. Ich amüsiere mich darüber und sage nur: daneben geraten.

      Es ist übrigens interessant, dass viele Mitforisten in diesem Blog nicht ohne die Zuweisung von Etiketten auszukommen scheinen. Es ist ein Zeichen von fehlendem politischen Urteils- und Differenzierungsvermögen. Es ist sogar Schubladendenken pur. Aber ich übe Nachsicht: Ländliches Volk ist per se nicht dumm oder bösartig. Es reagiert fast immer auf diese Art, wenn es einen Zugezogenen nicht sofort einzuordnen vermag. Es ist die atavistische uralte Angst vor dem Fremden, der immer noch instinktiv als eine Bedrohung empfunden wird, weil man ihn eben nicht kennt: so eben „Wolf“ als ein Neuling in diesem Blog…

      • Lieber Wolf-Thomas Schmid,

        das waren jetzt ganz entscheidend wichtige Infos. Könnten Sie die bitte noch einmal wiederholen? Ich möchte mir das eine oder andere gerne aufnotieren.

        Bis dahin möchten Sie vielleicht etwas Hübsches auswendig lernen? Ich habe eine Kleinigkeit rausgesucht, die wundervoll zu Ihrem Anliegen passt:

        Es war einmal ein Lattenzaun,
        mit Zwischenraum, hindurchzuschaun.

        Ein Architekt, der dieses sah,
        stand eines Abends plötzlich da –

        und nahm den Zwischenraum heraus
        und baute draus ein großes Haus.

        Der Zaun indessen stand ganz dumm,
        mit Latten ohne was herum.

        Ein Anblick grässlich und gemein.
        Drum zog ihn der Senat auch ein.

        Der Architekt jedoch entfloh
        nach Afri- od- Ameriko.

        • Liebe Katrin,
          auch Ihnen empfehle ich eine Quellenangabe, auch und besonders bei literarischem Nonsens, der nicht aus Ihrer Feder stammt. So viel Ehrerbietung sollte selbstverständlich sein.

      • Lieber Wolf,
        zunächst möchte ich mich für das voreilige und unbedachte Aufkleben des „AfD-Etiketts“ entschuldigen. Ich habe mich geirrt. Sorry, tut mir ehrlich leid.
        Ihre Einblicke in die hiesige AfD-Gemeinde kann ich mit wenigen Ausnahmen aus eigener Erfahrung nachvollziehen. Ich bin aber trotzdem der Meinung, dass die Programmatik, das dafür einstehende Personal, sowie die politische Grundlinie der hiesigen Unterstützer einer differenzierten Beurteilung hinsichtlich zukünftiger Wahlentscheidungen bedarf.
        Eine rein auf die handelnden Personen ausgerichtete Entscheidung, kommt für mich nicht in Frage. Ich setze in der Abwägung den Schwerpunkt auf Programmatik und beschränke mich hier nicht nur auf kommunalpolitische Aspekte. Und da lieber Wolf weiß ich sicher, wen und was ich nicht will.
        Bis zum Wahltag in Lüneburg und darüber hinaus, wird noch einiges passieren. Die Mühlen mahlen immer weiter und am 13. März wird die erste Fuhre Spreu und Weizen geliefert. Ich vertraue auf unsere Demokratie.
        In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, allen anderen Foristen sowie unserem werten Gastgeber ein angenehmes und entspanntes Wochenende.

        • Lieber Wolf-Thomas Schmid,

          darf ich Ihr obiges Geseire als überkandidelten Abschiedsschwulst nehmen und verstehe ich richtig, dass Ihre peinlichen exhibitionistischen Konfessionen, in denen Sie Ihre ganze selbstgerechte und beschränkte Einfalt im simulierten Bühnendialog mit Ihren beiden geltungsbegierigen und ganz und gar und absolut überprovinziell ins Große, Weite und Kernige plierenden Wolf- und Thomas-Seelen wieder und wieder vor uns ausgebreitet haben, nun an ihr vorläufiges Ende gekommen sind?

          Sollte es so sein, danke ich Ihnen dafür, dass Sie endlich doch noch den Mund halten und wünsche Ihnen Menschen in Ihrer Umgebung, die den Humor besitzen, einen Banalitäten und markige Plattitüden dermaßen ausdauernd, kekstrocken und geistlos um und umwälzenden Ego-Schwadroneur wie Sie zu ertragen.

          • Au contraire, Madame Popper,
            ich werde mich hier nicht verabschieden, gewiss nicht.
            Es macht mir zunehmend Freude, Ihre argumentfreien und zunehmend hysterischen Elaborate zu genießen. Das macht mich erst richtig scharf.

  41. man stelle sich bloß mal vor, die lz stellt online ein. schließlich zahlt man ja nicht dafür. wer kann dann noch hier für seine partei und seinen glauben werbung machen? die frage ist, wäre es ein verlust? und wenn ja, für wen? es wurde doch schon alles ,,gesagt,, ,aber immer noch nicht von jedem? was soll an wiederholungen gut sein? die werbung verkauft damit ihren müll. die öffentlich rechtlichen teuer ihre konserven. das opfer merkt es viel zu spät.

    • Burkhard Griessback

      @ Klaus Bruns

      „das opfer merkt es viel zu spät.“

      Sie vielleicht. Die Allgemeinheit hat schon lange bemerkt, daß die hohlen Phrasen aus Berlin mit den mantraartigen Durchhalteparolen nur für Dumme sind, die an das Gelingen der Integration von bildungsfernen Schichten mit Steinzeitreligion,seit langem beobachteter hoher Kriminalität und Antichristeinstellung glauben.

      • Burkhard Griessback
        ich weiß ja nicht, was diese persönlichen attacken hier eigentlich sollen, aber wenn es sie befriedigt, ist es ja in ordnung. ich helfe gern den menschen, die ein problem mit dem umgang haben.

  42. die afd ist eine schöne umverpackung für nazis, die gern einen demokratischen eindruck machen wollen, um diese demokratie abzuschaffen. die liberalen haben diesen laden schon verlassen. sie waren gut beraten. ein graf otto lambsdorff hätte damals schon gern auf die nazis verzichtet.

  43. „Die sechs Denkfehler der deutschen Flüchtlingspolitik“!

    Für alle Leser, die immer mal objektiv über die „Flüchtlings“-Krise informiert werden wollen. Oder solche guten Menschen, die immer noch der Meinung der Frau Merkel sind, „wir schaffen das“:
    Ein glasklarer Text von Prof. Hans-Werner Sinn.
    Für Eilige in gekürzter Fassung. Weiter unten, der link zur kompletten Version. Viel Freude beim lesen!

    „Die sechs Denkfehler der deutschen Flüchtlingspolitik
    1. Deutschland kann seine Grenze von 6000 Kilometern schon aus technischen Gründen nicht schützen.
    Dieses Argument ist falsch, weil Deutschland in Relation zu seiner Größe und Bevölkerung extrem kurze Grenzen hat.
    2. Die Türkei und der Libanon übernehmen doch noch viel höhere Lasten für die Unterbringung der Flüchtlinge als Deutschland.
    Das Argument übersieht, dass die beiden Staaten als Nachbarländer gemäß Genfer Flüchtlingskonvention die Pflicht haben, die Flüchtlinge aufzunehmen.
    3. Deutschland kann Asylsuchende nicht abweisen, weil sie durch das Grundgesetz geschützt sind.
    Dieses Argument ist falsch, wenn die Einreise nach Deutschland auf dem Landweg erfolgt. Denn dann führt sie über einen sicheren Drittstaat. Dass solche Flüchtlinge hier kein Asyl beantragen können, regelt das Grundgesetz eindeutig und ist vom Verfassungsgericht anerkannt.
    4. Offene Grenzen sind das Kennzeichen einer freien Gesellschaft.
    Dieses Argument ist falsch, denn der Staat ist Treuhänder von Klubgütern wie der freien Natur, der öffentlichen Infrastruktur sowie des staatlichen Versicherungsschutzes im weiteren Sinne, wie er durch die sozialstaatliche Umverteilung erfolgt.
    5. Deutschland kann alle, die zu uns kommen wollen, integrieren.
    Deutschland kann das nicht schaffen, weil die Zahl der Bedürftigen, die gerne vom deutschen Sozialstaat unterstützt werden würden, zu groß ist. Allein in den muslimischen Ländern des Mittelmeerraums (ohne Türkei und Albanien) sowie im Irak und Afghanistan leben 267 Millionen Menschen.
    6. Man muss die Herkunftsländer der Migranten so unterstützen, dass kein Wanderungsanreiz mehr besteht.
    Dieses Argument negiert die nationalen Rechte am öffentlichen Vermögen der Bundesrepublik Deutschland. Analog könnte man auch argumentieren, dass ich einer fremden Person, die in meinem Haus wohnen will, so viel Geld geben müsse, bis sie freiwillig darauf verzichtet.“

    Autor: Prof. Hans-Werner Sinn.
    Hier geht es zur kompletten Version:
    http://www.wiwo.de/politik/deutschland/fluechtlinge-die-sechs-denkfehler-der-deutschen-fluechtlingspolitik/12858816.html