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Treibt Lüneburgs SPD den Keil ins grüne Parteigefüge?

Hans-Herbert Jenckel
Hans-Herbert Jenckel

 

(Den Blog.jj führt Hans-Herbert Jenckel, Geschäftsführender Redakteur und Online-Chef der LZ, Kürzel jj. Gastkommentare sind willkommen. )

 

 

 

Lüneburg, 5. Februar

Ist das nun Toleranz oder Taktik von der Lüneburger SPD? Sie reicht dem bockigen grünen Partner im Rat weiter die Hand. Doch die Öko-Fraktion um Chef Andreas Meihsies wendet sich enttäuscht ab, solange nicht ihre abgespeckten Wohnbaupläne zum Beispiel in Wienebüttel oder auf den Sandbergen zum Schutz von Fauna und Flora vom roten Koalitionspartner akzeptiert werden. Die SPD sieht da aber keinen Handlungsbedarf, hofiert stattdessen den grünen Ortsverein. Der verfolgt zwar die gleichen Ziele wie seine Fraktion, setzt aber in der Güterabwägung auf Pragmatismus und nicht auf Drohgebärden. Das loben die Sozialdemokraten. Wollen sie am Ende nur den Keil tiefer zwischen grüne Fraktion („Die Koalition steht auf der Kippe“ – Ulrich Blanck) und Parteibasis treiben?

Acht Monate vor der Kommunalwahl ist zu vermuten, dass die SPD  taktiert. Mit Koalitionsbruch drohen, wie geschehen, das kennen die Roten von den Grünen, das stößt ihnen sauer auf. Und sie nutzen das Fremdeln zwischen der grünen Fraktion und dem Ortsverband. Das macht sich auch daran fest, dass es in der Öko-Partei zurzeit einen Aufnahmestopp für Mitglieder gibt. Vorsorglich? Erinnert sich die Öko-Parteiführung daran, wie Meihsies in den 90er-Jahren kurz vor der Listenaufstellung zur Kommunalwahl kräftig neue Mitglieder akquirierte und den Platzhirsch Helmut Dammann, mit dem er über Kreuz lag, mit der frischen Hausmacht abservierte?

Noch im Februar kommt es bei den Grünen zum Showdown, bringen sie sich in Position für die Kommunalwahl im September. Und die schwarzen und roten Polit-Auguren unken schon: Setze Meihsies bei dieser Sitzung seinen Willen nicht durch, starte er zur Wahl eine Solokarriere mit einer Getreuen-Liste „Meihsies“. Die SPD wartet ab, mit wem sie es zu tun kriegt, und stichelt.

Erfreulich am Konflikt der Koalitionäre ist im Grunde, dass es überhaupt noch zu einem Konflikt kommt, denn der gehört bei jeder Familie dazu. In der Friede-Freude-Eierkuchen-Stimmung der vergangenen Jahre sind die Werte, für die die SPD oder die Grünen stehen, nur noch schemenhaft zu erahnen. Die alles überstrahlende Figur bleibt stets Oberbürgermeister Ulrich Mädge als Macher.

Andreas Meihsies hat sich ein zweites Mal in seiner kommunalpolitischen Laufbahn auf diesen Profi eingelassen und es sieht zurzeit danach aus, dass er ein zweites Mal Lehrgeld zahlt, sich abermals getäuscht sieht. Aber das hatte in der Vergangenheit auch sein Gutes.

Die große Zeit begann für Meihsies nach dem Bruch der ersten rot-grünen Koalition im Rat in der Opposition. Als Polit-Rambo, als Provokateur vom Dienst mit Gespür für populäre Themen mit Zündstoff. Nicht zuletzt seine tiefe Enttäuschung über Mädge und die SPD waren der Treibstoff. Und er verstand auch das Spiel mit den Medien: Wenn er mal mit dem Presse-Fahrstuhl in den Keller rauschte, weil er überzogen hatte, dann vertraute er darauf, dass der Fahrstuhl auch wieder hochfährt. Zurecht. Heute vertraut Meihsies dem Fahrstuhl nicht mehr, glaubt an einen Defekt.

Aber wie Franz Müntefering befand er irgendwann: „Opposition ist Mist“, begann mit erneutem Liebeswerben bei den Roten, schlug alle Warnungen in den Wind und ließ sich wieder mit der SPD ein. Nur dieses Mal fremdelt die Basis schon in Teilen mit ihm, und er sieht sich der Gefahr ausgesetzt, ein ungeliebter Partei-Patriarch zu werden. Auch da eifert er seinem Vorbild Joschka Fischer nach.

Hans-Herbert Jenckel

108 Kommentare

  1. Ich als Teil der Regierung Lüneburgs werde alles tun, um die Wahlbeteiligung unter vierzig Prozent zu drücken. Damit unsere hochmotivierte Wählerschaft uns mit mehr Mandaten versorgt. Manchen Spinner werden wir verlieren, aber viele Ex-FDP-Wähler werden sich sagen: warum nicht längst so. Hauptsache öko. Und der Unterschied zwischen Ökologie und Ökonomie ist nicht größer als der zwischen Astronomie und Astrologie. Das ist mein fester Glaube. Glaubt mir, Mitregieren kann einen mehr befriedigen als eine politische Haltung. Ich möchte mich in Zukunft nur noch mit netten Menschen wie von der IHK treffen und ansonsten meine Rathaustür von innen verschließen. Was glaubt ihr, was passiert, wenn ich zum Ende der Legislaturperiode meine Tür wieder aufschließe und auf die Menschen mit offenen Armen und Versprechungen zugehe.

  2. „Die Komödie heißt Kommunalwahlkampf“
    „Die Koalition steht auf der Kippe,“ meint der grüne Ratsherr Ulrich Blanck. Ist das wirklich so? Ich glaube das nicht, denn zur Zeit wird in Lüneburg eine Komödie aufgeführt. Das Stück heißt Kommunalwahlkampf. Hauptdarsteller sind der grüne Fraktionsvorsitzende Andreas Meihsies und SPD Oberbürgermeister Ulrich Mädge. In den Nebenrollen sehen wir das übrige Führungspersonal von SPD und Grünen. Eigentlich sind die fundamentalen Unterschiede zwischen diesen Parteien verschwunden. Aber am 11.September ist Kommunalwahl, da gilt es für die Grünen sich vom übermächtigen Koalitionspartner abzusetzen.
    Ein Streitgrund ist schnell gefunden: Das neue Lüneburger Wohnungsbauprogramm. Grüne behaupten, dass damit der Naturschutz vernachlässigt wird. Aber wo war der Aufschrei der Grünen, als mit dem Sportplatz Wilschenbruch ein unwiederbringliches Kulturgut, teilweise sogar ein Biotop, von der Stadt zu Gunsten gut betuchte Villenbesitzer verscherbelt wurde? Kein Aufschrei Grüne haben zugestimmt!
    Als es im Bauausschuss am 17.09.2015 um den Flächennutzungsplan „Am Raderbach“ ging, habe ich kritisch angemerkt, dass nachhaltig mit der Natur umgegangen werden sollte, damit zukünftige Generationen noch Grünflächen am Stadtrand vorfinden und eine gesamt Zukunftsplanung angemahnt. Die Diskussion mit Frau Stadtbaurätin Gundermann ergab, dass Zukunftsplanungen für gesamt Lüneburg leider noch nicht aufgestellt wurden. Aber die Grünen haben jetzt über 4 Jahre mitregiert, haben Mitverantwortung, dass kein gesamt Flächennutzungsplan erstellt wurde. Somit ist das neue Lüneburger Wohnungsbauprogramm schon ein Fortschritt. Wir haben dem zugestimmt, denn mit den vorgesehenen 30% Sozialwohnungen wurde unser Stadtratsantrag vom März 2015 „Zur sozial gerechten Bodennutzung“ weitgehend verwirklicht. Der Naturschutz wird berücksichtigt u.a. werden bei jedem Bebauungsplan die Umweltverbände beteiligt und OB Mädge hat kürzlich im Bauausschuss angekündigt: 2017 wird ein Klimagutachten für gesamt Lüneburg beauftragt.
    Im Stadtrat werden vor der Kommunalwahl am 11.September Schaukämpfe ausgetragen. Der herbei geredete Lagerwahlkampf ist eine Farce. Nach der Wahl wird es in Lüneburg so sein wie vor der Wahl. Um an der Macht zu bleiben, wird Herr Meihsies ins kuschelwarme Mehrheitsgruppenbett zur SPD einsteigen!

    Rainer Petroll
    Ratsherr für DIE LINKE
    Im Lüneburger Stadtrat

    • Jochen Jendreieck

      Hallo Herr Petroll,

      man bekommt, wenn man die Manöver des Herrn Meihsies, seiner Knappen, Hofdamen und seiner Getreuen im Rat verfolgt (Flächennutzungs-, Aufstellungs- und Bebauungspläne, Mietspiegel, Stadtwerke und Energieversorgung, Nachverdichtung, etc.), den Eindruck, als ginge es den Grünen hauptsächlich um Besitzstandswahrung und Komfortzonenverteidigung für sich und ihr Klientel. Hat das pedantisch ungeschmeidige Herumreiten auf Naturschutzerfordernissen in Zeiten des akuten Wohnraumnotstands nicht auch für Sie ein wenig das Ansehen von ökologisch dekorierten Aufnahme- und Zuzugsobergrenzen?

      • Jochen Jendreieck
        sie haben mich nicht gefragt, soll kein vorwurf sein. ich könnte ihnen aber eine antwort auf ihre frage geben.

        • Jochen Jendreieck

          Herr Bruns, ich bitte darum. Wie lautet Ihre Antwort?

          • Jochen Jendreieck
            wenn sie mal in die vergangenheit gehen, können sie folgendes feststellen. die zusammensetzung der anhänger von den grünen und von der spd hat sich gewaltig verändert . die spd ist keine partei der facharbeiter mehr, sondern mehr von beamten , lehrer aller art und verwaltungsangestellte. die grünen tragen keine kröten mehr über die strasse, sondern mehr in ihrer geldbörse. sie haben die fdp da schon überholt. ihr markenkern, die umwelt, blitzt hin und wieder mal durch. auch hier und wie ich finde auch zu recht. wir haben nur die eine umwelt. das hier die spd theater spielt, kann ich ja verstehen, vernünftig sein, ist was anderes. natur die verloren geht, kommt so schnell nicht wieder. das grüne sich hauptsächlich für die eigene klientel einsetzt, ist bei etablierten parteien doch völlig normal. besonders, wenn die wahlen lauern. diesen protagonisten ihr verhalten vorzuwerfen ist müßig. welche partei macht keine klientelpolitik? akuter wohnraumnotstand klingt nach totschlagargument nr 1, immer die lieben arbeitsplätze. die müssen auch immer herhalten und wenn es noch so verlogen ist.

        • Jochen Jendreieck

          Lieber Herr Bruns,

          Sie haben recht, die sogenannten „Volksparteien“ können bei ihrer Programmgestaltung heute nicht mehr auf relativ einheitliche sogenannte „soziale Schichten“ und deren leicht identifizierbare Interessen setzen. „Arbeiter“ wählen nicht automatisch SPD und „Beamte und Angestellte“ schon lange nicht mehr nur CDU. Auch die bekannten Klientelparteien wie FDP, GRÜNE und LINKE haben es überwiegend nicht mehr mit „Besserverdienenden“ und „Selbständigen“ bzw. mit „ökopaxenden Studienräten“ und „alternativen Landwirten“, aber auch nicht mehr nur noch mit „Rentnern“, „Geringverdienern“ und „obdachlosen Altkadern“ zu tun. Das Leben ist unübersichtlich geworden. Nur, Herr Bruns, gab es diese herrlichen Zeiten der bequemen Eindeutigkeit eigentlich jemals wirklich? Heute jedenfalls gibt es Berber und Biobauern, die CDU wählen, Ingenieure und Finanzbeamte, welche die LINKE wählen, Polizeipräsidenten und Vorstandsvorsitzende, welche die Grünen wählen und es gibt Devisenhändler und Bauunternehmer, die SPD wählen bzw. Forstwirte und Kindergärtnerinnen, die FDP wählen. Wer hätte das gedacht? Könnte es sein, dass Inhalte, Themen, Pläne, Vorhaben und ihnen entsprechende Programme und Personen, die für diese einstehen, wichtiger geworden sind als Herkunft und Zugehörigkeit? Die passende Auswahl hochwertiger Artikel im politischen Sortiment von bewährt verlässlichen Anbietern meines Vertrauens? Könnte es nicht sein, dass diese Dinge zumindest auf kommunaler Ebene eine viel größere Rolle spielen als blöde Reklameparolen und frech grinsende Dreistigkeit von primitivistischen Waffenschmieden und apokalyptisch daherunkenden Bundeskaspern, die uns ein antiseptisch und ethno-homogenisiert durchorganisiertes Lagerparadies innerhalb eines von Stahlbetonmauern eingefassten abendländischen Kasernenhofs mit völkisch umjubelten Reichsparteitagen und Rakententests à la Nordkorea und seiner militaristischen Führungsaristokratie in Aussicht stellen?

          Auch damit haben Sie recht, Herr Bruns: „Arbeitsplätze“ klingt nach Totschlagargument. Wir haben Frau Lotze beobachtet, wie sie es gegen ein klares und rigoroses Verbot des umweltvergiftenden Fracking ins Feld führte. „Wohnraummangel“ kann ebenso benutzt werden, wenn sozialdemokratische Sparkassenbeiräte einen Bebauungsplan auf einem ehemaligen Sportplatz in Wilschenbruch durchsetzen möchten. Die „Jugend“ und ihre Feierlust kann dafür herhalten, wenn eine Landtagsabgeordnete der Grünen sich für die geschäftlichen Interessen eines befreundeten Campus-Unternehmers stark macht. Der „Standort“ und seine „Aufwertungsbedürftigkeit“ dient als Argument, wenn ambitionierte Oberbürgermeister sich Hand in Hand mit geltungssüchtigen Kultusministern den „Entwicklungsvisionen“ von größenwahnsinnigen „Bildungsmanagern“ überlassen und eine Universitätsgemeinde über den Rand des finanziellen Ruins manövrieren. Die „Natur“ behindert „Mobilität“, meint die IHK, da müsse der Gewinn von „Quality-Time“ gegen die Feinstaubquote in Melbeck gewogen werden. „Wirtschaftlichkeit“ wird demgegenüber auf die Fahne geschrieben, wenn ein Landrat eine (unsinnige) Elbbrücke nicht mehr bauen möchte, deren Errichtung er den ansässigen Bürgern über fast zwanzig Jahre als Zentralstück seines politischen Wollens verkauft hatte. Und man kann mit dem Wort „Humanität“ hausieren gehen, wie ein CDU-Fraktionschef, der neuerdings lautstark dafür „plädiert“, dass „Lüneburg einen humanen Abschiebeplan für nicht asylberechtigte Flüchtlinge aufstellt“, obwohl er weiß, dass die Hansestadt Lüneburg bei der Abschiebung abgelehnter Asylbewerber nur Bundes- und Landesrecht AUSFÜHRT und solches nur AUSFÜHREN DARF, aber WEDER die Aufenthaltsbeendigung durch Abschiebung veranlassen, NOCH über das Bestehen oder Nichtbestehen von Abschiebungshindernissen befinden kann, das es also neben den gesetzlich geregelten Verfahren KEINEN RAUM für Entscheidungen von Rat und Verwaltung gibt.

          Man könnte diese Liste beliebig verlängern, Herr Bruns. Doch dürfte deutlich geworden sein, dass in der Kommunalpolitik mit allgemeinen Phrasen zwar immer auch ein wenig Wind gemacht werden kann, aber letzten Endes (auch bei Kommunalwahlen) für niemanden ein Blumentopf zu gewinnen ist, wenn er (oder sie) nicht bei der Sache bleibt und seine „Argumente“ mit detaillierten Kenntnissen, sowie mit substantiellen Gründen oder Gegengründen unterlegen kann.

          Schwallen reicht auf lokaler Ebene nicht aus. Denn die soziale und damit auch die politische Kontrolle ist erheblich. Der Umgang mit der Kreisrätin Monika Scherf, der Entzug der Förderung bei Gemeinden, die den notwendigen Breitbandausbau in Eigenregie veranlasst haben, weil der Landkreis hier nichts unternommen hatte, dass jetzt nur noch Ganztagsschulen einen Zuschuss für die Mittagsverpflegung erhalten, die kleinliche, auf den rücksichtslosen Egoismus weniger Personen zurückführbare Halsstarrigkeit der Grünen bei der konstruktiven Diskussion eines zukunftsfähigen Stadtentwicklungsplans, die um zwei Jahre verschobene Zahlung des Landes für die Flüchtlinge, die der Kosmetik des Landeshaushalts dient, aber gegen geltendes Recht verstößt, dass es in Niedersachsen immer noch kein umfassendes Integrationskonzept für Flüchtlinge gibt und zugleich SPD- Ministerpräsident Stephan Weil die Renaissance innereuropäischer Grenzkontrollen zur Debatte stellt, der dumme, unglaubwürdige, aber abstoßend rechtspopulistische Kurs von Nils Webersinn und Eckhard Pols, die meinen mit – unausführbaren, weil rechtswidrigen – Forderungen zur Verschärfung der Abschiebepraxis punkten zu können, usw., usf. — Das sind alles so Dinge, über die man in Einzelheiten Bescheid wissen muss, um mitreden zu können.

          Erfreulich, weil ein Beweis, dass die Lösung von Sachproblemen über Fraktionsgrenzen hinweg gelingen kann, ist immerhin der schöne Erfolg von Herrn Pauly und Herrn Petroll im Stadtrat: Das von der Hansestadt Lüneburg geplante Wohnungsbauprogramm „2100 bis Zwanzig21“ zur Schaffung von rund 2.100 zusätzlichen Wohneinheiten bis zum Jahr 2021 wird wesentliche Teile ihres Konzepts zur „Sozial gerechten Bodennutzung“ verwirklichen.  Die Linksfraktion hatte zur Ratssitzung im März den Antrag eingebracht, ein solches Konzept zu verfassen mit den Vorgaben:
          1.) in neuen Bebauungsplänen 25% sozialen Wohnraum festzuschreiben
          2.) auf stadteigenen Flächen vorrangig durch die LüWoBau bauen zu lassen
          3.) durch städtebauliche Verträge mit privaten Bauträgern ebenfalls eine Quote von 25% bezahlbaren Mietwohnraums festzuschreiben.

          Michèl Pauly, Fraktionsvorsitzender der Lüneburger Linken, konnte sich schon Mitte November des letzten Jahres freuen: „Wir begrüßen das neue Wohnungsbauprogramm der Stadt, es beinhaltet unsere vorgeschlagenen Eckpunkte, die wir in Gesprächen mit der LüWoBau und privaten Bauträgern herausgearbeitet haben. Das wird auch Zeit, denn in den letzten 10 Jahren ist für sozialen Wohnungsbau in Lüneburg so gut wie gar nichts passiert.“

          • Lieber
            Jochen Jendreieck
            können sie sich noch an die strickenden grünen im deutschen bundestag erinnern? was meinen sie, ob wir so ein bild von denen noch mal wieder sehen werden? ich glaube nicht. die zeiten haben sich geändert. ihre frage, ob es früher die bequeme eindeutigkeit wirklich gab, kann ich für mich zumindest bejahen. ich habe sie in drei parteien am eigenen leib erfahren. die bequemlichkeit ist schon lange weg, nur die parteien haben es leider immer noch nicht begriffen. bei ihnen gibt es immer noch die ominöse mitte der gesellschaft. hinter der sie herlaufen, ohne zu wissen, wer oder was das eigentlich ist,oder sein soll. wind wird schon lange viel zu viel gemacht. jetzt wird noch eine partei zusätzlich mehr wind machen. und das wir dadurch schneller zu lösungen im kommunalbereich kommen, darf bezweifelt werden. die macht des wortes wird dadurch weiter sinken, nur der brei der gekocht wird, wird dabei immer heißer.

      • Hallo Herr Jendreieck,
        vielen Dank für ihre Antwort. „Es geht den Grünen um Besitzstand-und Komfortzonenverteidigung“. Da bin ich ihrer Meinung. „Ökologisch dekorierte Zuzugsobergrenzen“ würde ich so nicht beschreiben. Wir brauchen viele preisgünstige neue Wohnungen, müssen aber auch die Argumente der Umweltverbände berücksichtigen. Das ist für die Stadtverwaltung eine Gratwanderung, besonders wenn Grundstückseigentümer/Investoren schnell ihre Grundstücke/Neubauten zu Geld machen wollen und vielleicht noch mit Parteispenden nachhelfen!? Ein Kompromiss muss gefunden werden. Vielleicht indem wir nicht so viel Einfamilienhäuser, sondern etwas mehr in die Höhe bauen, statt 2/3 Geschosse dann 5 Geschosse wie jetzt am weißen Turm geplant.
        Die Grünen wollen sich von blassgrün auf dunkelgrün aufhübschen. Sie waren von 2011 bis heute ein lammfrommer Partner der SPD, haben immer gemeinsam abgestimmt. (Auch die Bebauungspläne) Grund für den aktuellen „Streit“ ist nach m.E. nur die bevorstehende Kommunalwahl. Bei der letzten Wahl 2011 bekamen die Grünen ein Fukushima Wahlergebnis geschenkt. (+100% von 6 auf 12 Ratssitze) Die Wahlergebnisse von 2015 in Hamburg und Bremen zeigen : Grüne verlieren an Boden, Linke gewinnen dazu. In Bremen haben die Grünen 33% ihrer Wähler verloren. (22,5% auf 15,1%) Die Linken haben 70% Wählerstimmen dazugewonnen. (5,6% auf 9,5%) Somit ist anzunehmen, dass auch die Lüneburger Grünen ihr Fukushima Wahlergebnis von 2011 nicht wiederholen werden.
        Zu ihren Stichworten Stadtwerke und Energie.
        Die rot/grüne Mehrheitsgruppe wird 2016 kurz vor der Kommunalwahl für 50.000,-€ einen Energiewendebericht erstellen lassen? Es soll öffentlichkeitswirksam dargestellt werden, was für eine tolle Arbeit rot/grün bezüglich Klimaschutz und Energiewende leistet. Ist das wirklich so wunderbar gelaufen?
        Es gibt reichlich Kritikpunkte. Eine grüne Energiepolitik und sogar Stadtwerke Pläne standen im grünen Kommunalwahlprogramm. Davon wurde wenig umgesetzt.
        Die linken Pläne für eigene Stadtwerke wurden von den Grünen aus rein parteitaktischen Gründen abgelehnt. Ja, sie sind sogar auf den Avacon Kuschelkurs der SPD eingeschwenkt.
        Von rot/grün geplante 50.000,-€ teure Studien mit bunten Broschüren ersetzen keinen Elektroingenieur, der im Bauamt fehlt um die Energiewendeziele der Stadt umzusetzen. Es ist doch ein Jammer, dass in der Stadtverwaltung bezüglich Energiewende so wenig Kompetenz vorhanden ist, dass immer mehr Ingenieurwissen teuer eingekauft werden muss.

    • Hallo Herr Stadtrat Petroll,

      Gerhard Hartz hat darauf aufmerksam gemacht, dass auf der gestrigen (15. Februar 2016) Sitzung des Ausschusses für Bauen und Stadtentwicklung (Sie und Herr Meihsies u. a. waren zugegen) nicht nur der Bebauungsplan Nr. 156 „Östlicher Ortskern Oedeme“ gemäß § 10 BauGB als Satzung beschlossen worden ist, welcher nach Absicht „der Hansestadt Lüneburg“ die ehemalige „Reiterbar“ nebst Schießstand im Norden des vom Verwaltungsausschuss in seiner Sitzung am 24.09.2013 beschlossenen Geltungsbereichs gemäß § 2 BauGB einer neuen baulichen Entwicklung zuführen soll, wobei eine Option dabei ist, die Fläche für ein Ortsteilhaus zu nutzen, sondern dass OB Mädge im nicht-öffentlichen Teil der gestrigen Bauausschutzsitzung eine nördliche Bahntrassenvariante entlang der A39 ins Gespräch gebracht hat, welche besonders die Bürger im Norden und Osten Lüneburgs einer gewaltigen Doppelbelastung durch Lärm und Luftverschmutzung von Autobahn und Zugtrasse aussetzen würde, die sicher sehr bald schon beinahe an die mega-umweltpestilenzialische Lärmkatastrophe heranreichen würde, welche, wie Frau Schneider am 12. Februar (unten) geschrieben hat, die „ultraschnellen Outdoorkartbahn“ auf dem „ADAC-RSG-Hansa-Ring“ für die Bürger von Embsen darstellt, die das „offizielle Lüneburg“ in der Öffentlichkeit jedoch noch immer meint, mit dem verlogenen Euphemismus „Anlage des ADAC Fahrsicherheitszentrums in Lüneburg/Embsen“ bezeichnen zu sollen.

      Was sagen Sie selbst zu alledem, Herr Petroll?

      Und glauben Sie, dass Herr Bürgermeister Meihsies (vielleicht sogar zusammen mit Jens-Peter Schultz, dem Ortsbürgermeister von Ochtmissen) einen Keil ins rot-grüne Kohabitationsgefüge triebe, wenn er gegen die Bahnpläne unseres Oberulis revoltieren und sich für den baldigen Rückbau der gesundheit-, ruhe- und eintrachtmordenden ADAC-Höllen-Anlage in Embsen einsetzen würde?

  3. Erich-Reiner Güchter

    Ich glaube nicht, dass mit reiner Obstruktion eine (Kommunal-)Wahl zu gewinnen ist. Und leider sehe ich keine inhaltlichen Gründe mehr, warum ich den LüneGrünen im September meine Stimme geben sollte. Ulrich Mädge oder Michèl Pauly: darauf scheint´s in Lüneburg, was die politische Substanz anbelangt, hinaus zu laufen. Weder den Grünen, noch der CDU werden ihre „bewährten Gesichter“ helfen. Meihsies, Blanck und Löb sollten endlich schnell in die zweite oder dritte Reihe zurück treten und unverbrauchte Leute mit guten Ideen und der angemessenen Portion Pragmatismus wie Beer, Grunau, Menke, Adam, Burenschön und Feldhaus sollten sich mehr Gestaltungs- und Entscheidungsmöglichkeiten verschaffen. Noch sind ein paar Monate Zeit, um das Schicksal der Partei über das ihrer wegfaulenden Galionsfiguren zu stellen.

  4. Sehr geehrter Herr Jenckel,
    Sie sind mir ja Einer, tsss, tsss, tsss. DREI ganze Beiträge in 3 Tagen illustrieren das totale Desinteresse an den Befindlichkeiten der hiesigen Grün_innen. Selbst die Ränkespiele ihrer luziden Führungsgestalten interessiert offenbar kein Bioschw… mehr.
    Geben Sie`s zu, das wussten Sie schon vorher. Sie alter Fuchs, das war Absicht, gelle.

    Bin zwar kein Linker, Gott bewahre, der Michel ist aber eine echt coole Sau. Meine Stimme hat er.

    • Hallo Peter Luths,
      Antwort für Herrn Janssen auf seinen Beitrag vom 7.2.2016. Sie sind mir ja Einer, tsss, tsss, tsss. Leute wie Sie, die noch nicht einmal den Mut aufbringen mit Klarnamen zu posten, sollten besser schweigen oder sich ersatzweise um einen Friseurtermin bemühen.
      Schönen Tag noch.
      Helga Dreyer

      • Schmid ohne 2. I, Sie Stuemper!

        P.S. Herr Jenckel, Hallo, aufwachen ,

        • Hallo Herr Luths,

          Sie meinten wohl: » „Thomas Schmied“ ohne „e“, Sie Stümper ! «

          Oder?

          P.S.: Herr Luths, hallo, aufwachen !

      • Jetzt habe ich selber gestuempert. Korrektur: Schmid ohne „e“.

    • Thomas Schmid
      der michel gehört einer partei an, die immer nur von opposition fabuliert. sie wählen michel? wie so kann ich dieses nicht glauben? sie wissen, ich kenne die linke in lüneburg. warum wollen sie ihm ihre stimme geben? dieses will ich jetzt von ihnen persönlich wissen und zwar schnell. sie dürfen auch gern persönlich werden.

      • Hallo Klaus Bruns,
        ich hatte mehrmals das Vergnügen und die Ehre, mit Herrn Pauly persönlich zu sprechen.Ich halte ihn fuer einen integren und pragmatischen Politiker.Auch wenn ich hier im Forum als Linkenfresser verschrien bin, wir reden hier über Kommunalpolitik und eine Machtergreifung der Sozialistischen Internationale steht mitnichten auf der Agenda.Herr Pauly versteht eine Menge von Wirtschaft. Ich halte ihn fuer einen überzeugten Demokraten und eben nicht fuer einen hohlraumversiegelten Betonkopf. Ich wuerde ihm eine Chance geben. Reicht das?
        Ich hoffe nicht, dass ich hier jetzt einigen Herrschaften das liebgewonnene Feindbild zerstört habe.

        I

        • Gerhild Tietjens

          Hallo Herr Schmid,

          es gab und gibt niemanden, der Sie „hier im Forum als Linkenfresser verschrien“ hätte.

          Wahr dagegen ist:

          Sie gelten „hier im Forum“ als notorischer Lügner und rücksichtsloser Stimmungsmacher mit einem gemeinen Hang zum verantwortungslosen Verniedlichen und Bagatellisieren von politisch extremistischen Befürwortern physischer Gewalt und rassistischer Pogromstimmungen.

        • na ja, dann wollen wir beide es doch mal so glauben. ich kann die hetzerei hier sowieso nicht verstehen. wo zu soll sie gut sein?

  5. in den grünen was reinzutreiben , ist nicht nötig. das akademische viertel ist ständig dabei. und wo kann die spd noch was reintreiben? bei ihrer katzentischmentalität im bund? in den kommunen wird sie deswegen auf die dauer auch nicht ernst genommen. bei merkel glauben viele, sie gehört gar nicht zur regierung und schon gar nicht zu cdu und bei mädge ist es ähnlich. oder ist mädge etwa die spd? prost mahlzeit.

    • Eigentlich ist Meihsies Mädge, Mädge Merkel und Merkel Mufti, uneigentlich ist Merkel Mutti, Mädge Papi und Meihsies Claudia Schmidt. In Wirklichkeit aber bist du Deutschland, bin ich Europa und sind wir das Volk — und Klaus-Dieter Salewski ist Keil, Ulrich Löb ist Keiler, Manfred Nahrstedt ist Keilriemen und Ulrich Blanck ist Harvey Keitel.

      Trink´n mer noch a Tröpfche aus dem kloane Henkeldöpfche

  6. Hallo, B90Grüne-Fraktionsvorsitzender Andreas Meihsies!

    Ich lese gerade (Mittwoch, 10. Februar 2016, 11:19 Uhr) auf der »Site« Ihres Ortsverbands (http://gruene-lueneburg.de/ortsverbaende/lueneburg/gruene-in-lueneburg/andreas-meihsies/), für welche Themen Sie im Kreisvorstand gerade kämpfen:

    – Politische u. strategische Rahmenplanung
    – Atomausstieg
    – Wahlkampf 2009
    – Personalentwicklung im Kreisverband

    Trotzdem behaupteten Sie neulich (https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/296009-endzeitstimmung-bei-den-gruenen) im Gespräch mit der LZ über Ihre Partei: »Wir sind immer noch da!« Doch was genau meinen Sie mit »da«? In der Bedeutungslosigkeit? Am Abgrund? Auf dem Tiefpunkt? Oder im Schlamassel?

    Antwort bitte an die Redaktion Parteienforschung ℅
    Leuphana Universität Lüneburg
    Scharnhorststraße 1, 21335 Lüneburg

    • Sehr verehrter Herr Fahrenwaldt

      als ich Andreas Jordans Blog-Post (oben) gelesen hatte, dachte ich, er habe einen üblen Scherz auf Ihre Kosten gemacht. Doch als ich dann dem in den Text integrierten Link gefolgt bin, musste ich erkennen, es ist bitterer Ernst. Sie sollten an Ihrer digitalen Kompetenz arbeiten, Ihr Profil auch im Hinblick auf junge Wähler schärfen und die vier (bzw. fünf) Ziele, für die Sie sich heute und in Zukunft mit aller Kraft einsetzen den aktuellen Gegebenheiten anpassen. Ich meine, die überzeugende Ansprache Ihrer Wähler und Parteifreunde sollte mindestens bis zum 11. September folgendermaßen schnittig und aufs große Ganze genau wie aufs konkrete Besondere hingepimpt werden:

      »Meine Themen im Kreisvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

      – Politische u. strategische Rahmenplanung
      – Wahlkampf 2011
      – Claudia Schmidt Kandidatin für OB-Wahl 2014
      – Ich mache den Weg frei: Bundes- und Landtagswahl 2013
      – Personalentwicklung im Kreisverband«

      Mit besten Grüßen, Ihre Petra Limberg

      • Gunter Dickrübe-Raahner

        Karlheinz Fahrenwaldt ist NICHT Andreas Meihsies, Frau Baumgarten!

        Noch nicht ! Jedenfalls soweit ich Ulrich Mädge glauben darf, der es von Niels Webersinn und Niels Kämpny gehört haben will.

  7. Apropos Keiltreiben

    Haben Sie´s gelesen: http://www.landeszeitung.de/blog/aktuelles/302350-lueneburgs-kreisraetin-monika-scherf-auf-dem-sprung-nach-winsen

    Wie dumm, wie dumm.

    Man (eigentlich ja Manni (und noch eigentlicher: Uli)) lässt eine echte Spitzenkraft ziehen, weil ein politisch erledigter Rentner, der vielleicht noch ein Jahr den lockig geföhnten Landrat spielen darf, seinem unerfahrenen Nachfolger eine schier unbesiegbare Gegenkandidatin aus dem Weg zu kegeln hatte, bevor „gesundheitliche Gründe“ dann einen „Doppelzug“, nämlich die „vorzeitige“ sozialdemokratische Personalrochade „leider ganz unumgänglich“ machen werden.

    Von den immensen Kosten zweier überflüssiger Wahl- bzw. Rekrutierungsverfahren wird bei Positionskämpfen dieser Sorte natürlich gar nicht erst gesprochen. Es geht ja allein um die Sache.

    Prost Neujahr!

    Wünscht Daniel Schubert

    • … und es vergeht kaum ein Tag, an dem der potentielle Nachfolger (Bürgermeister M. aus A.) breit grinsend ind der LZ präsentiert wird. Ist da etwa schon der vorgezogenen Wahlkampf mit voller Unterstützung der LZ im Gange? Der OB wird das in seinem Sinne schon geregelt haben…

      • Hallo Marko, so isses, der Nachfolger ist, wie der Waidmann sagt, bereits spurlaut. Aber Ihre (unbelegte) LZ-Schelte finde ich unfair. Die Zeitungsleute berichten und bebildern mal dies mal das. So ist das im lokalen Bereich. Und wenn der eben prämierte Biobauer soundso in Amelinghausen oder in Rullstorf unbedingt mit Bürgermeister M. aus A. fotografiert werden möchte, dann kann Herr Eggeling doch schlecht nein sagen. Andererseits war es der geschäftsführende Redakteur derselben Zeitung, der Sie am 30. Dezember zuerst über diese Vorgänge ins Bild gesetzt und für mächtig viele nervöse Debatten im Rat- und im Uwe-Inselmann-Haus gesorgt hat.

        Ausgesprochen wird sehr vieles im Artikel und in den Kommentaren ab hier:

        http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/291196-wer-blutet-nach-der-wahl-im-lueneburger-rat-fuer-die-afd#comment-60762

        und hier:

        http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/291196-wer-blutet-nach-der-wahl-im-lueneburger-rat-fuer-die-afd#comment-60842

        • Hallo Frau Schneider
          Kein anderer Bürgermeister im ganzen Landkreis wird in den letzten Monaten derart in Szene gesetzt wie besagter Herr. Man muss doch nur aufmerksam die Zeitung lesen!

          • Naja, Marko, würden Sie denn nicht auch zusehen, dass Sie gesund, rotwangig und pausbäckig in eine Kamera strahlen dürfen, wenn es in der Landeszeitung heißt: „120 Leuchten am Kirchweg in Adendorf werden auf LED umgerüstet“, „Erbstorfer Kreisel beschäftigt die Adendorfer Experten“, „Geldsegen für Adendorf“, „Siedlergemeinschaft Adendorf gewinnt Landeswettbewerb“, „Neue Bänke für Rathausplatz in Adendorf“, „Vorfreude auf neue Mensa in Adendorf“, „Post im Adendorfer Zentrum ist perfekt“, „Nabucco in Adendorf — Oper mit Schunkeleffekt“, „Perfekter Adendorfer Nachmittag für 300 Senioren“, usw. ? — Sind das dann nicht alles wichtige Ereignisse mit kommunikativem Mehrwert für eine Führungskraft mit Ambitionen aus einer niedersächsischen Gemeinde, die bloß noch etwa vier Kilometer nordöstlich vom Lüneburger Stadtkern entfernt liegt und mit ihrem Oberzentrum schon so weitgehend zusammengewachsen ist, dass sich niemand wundern würde, wenn es gleich nach der Wahl des neuen Landrates zu einer herrlich einvernehmlichen (win-win !) „Gemeindefusion“ käme, die Lüneburgs Gabrielen und Lukoscheks in der Kämmereimeisterei aber sowas von freuen und den Adendorfern zum Dranlecken und -schnuppern den standort- und bewusstseinsaufwertenden Hansetitel bescheren würde? Kommen Sie, Seien Sie ehrlich, Marko, da könnten Sie auch nicht widerstehen, selbst wenn Sie Peter Rowohlt hießen, das Armenviertel des Kreises repräsentieren würden und sich statt mit sahneschnittigen Karriereaussichten bloß mit einer mega-umweltpestilenzialischen Lärmkatastrophe wie der „ultraschnellen Outdoorkartbahn“ auf dem „ADAC-RSG-Hansa-Ring“ herumzuärgern hätten, die Sie in der Öffentlichkeit dann auch noch immer mit dem verlogenen Euphemismus „Anlage des ADAC Fahrsicherheitszentrums in Lüneburg/Embsen“ zu bezeichnen gezwungen wären.

          • @ Marko

            „Kein anderer Bürgermeister im ganzen Landkreis wird in den letzten Monaten derart in Szene gesetzt …“

            … , wenn man mal von Udo Staacke, Jens-Peter Schultz und Norbert Meyer absieht, nicht wahr?

  8. Auch eine Art Keil

    Laut Emnid können sich nur zwei Prozent der wahlberechtigten Frauen vorstellen, die AfD zu wählen. Ein Blick ins Wahlprogramm erklärt, warum. Ein Beispiel: Die CDU ist seit den 70ern für die Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs. Das war ein wichtiger Schritt, der Leben rettete – schließlich waren Todesfälle durch illegale Schwangerschaftsabbrüche damals an der Tagesordnung. Der AfD Rheinland-Pfalz ist das egal, sie fordert einen „Schutz des menschlichen Lebens in allen seinen Phasen von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod.“ Klartext: Abtreibungsverbot. Denn die AfD sorgt sich um die „Fruchtbarkeitsraten“ der weiblichen Bevölkerung. Die AfD Baden-Württemberg malt sich gar aus, durch eine „Reduzierung der viel zu hohen Abtreibungszahlen“ das Demographieproblem beseitigen zu können. Pro Jahr würde das tatsächlich 100.000 ungewollte Elternschaften mit sich bringen. Doch ob es im Sinne des Kindeswohls ist, Eltern zu ihrem Glück zu zwingen, kann bezweifelt werden. Mit Beatrix von Storch wurde eine radikale „Lebensschützerin“ über die AfD-Liste ins EU-Parlament gewählt, die Stammzellenforschung als „Kinderleichen-Handel“ bezeichnet. Diese Frau ist heute stellvertretende Vorsitzende der Bundespartei. Bei den weiblichen Mitgliedern der Union wären derart ewig gestrige Positionen undurchsetzbar gewesen – und das seit Jahrzehnten.

    Die Vision der AfD orientiert sich am Frauenbild der 60er: Echte Erfüllung findet eine Frau nur in ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter. Selbstredend, dass in dieser Welt „nur die Ehe zwischen Mann und Frau eine Familie begründen kann“. Patchwork-Familien, Alleinerziehende und Geschiedene gelten in diesem Weltbild als gescheitert, als Abweichung von der Norm. Im Programm Baden-Württemberg heißt es gar, „dass derzeit mehr als jede Dritte Ehe in Deutschland geschieden wird, ist nicht akzeptabel“. Es geht dabei keineswegs um leben und leben lassen, sondern vor allem darum, das antike Wertegerüst durch Steuermittel in der Gesellschaft und den Köpfen der Kinder zu verankern, wie das Wahlprogramm zeigt: „Die AfD will auf die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten einwirken und auch im Bildungsbereich Anstrengungen unternehmen, damit Ehe und Familie positiv dargestellt werden.“ Während die AfD über Medienbeeinflussung durch Parteien und „Lügenpresse“ poltert hätte sie kein Problem damit, wenn es nur den eigenen Vorstellungen dient. Die Veröffentlichung von Umfrageergebnissen vor der Wahl wollte Partei-Vize Petry gar gesetzlich verbieten, als die AfD noch an der 5-Prozent-Hürde scheiterte.
     
    Unter den Wählern der AfD sind auch Menschen unter 20 Jahren eine verschwindende Minderheit. Im Wahlprogramm findet sich trotzdem ein ganzer Katalog von Maßnahmen, die vor allem die Jugend betreffen. Eine der Forderungen aus Sachsen-Anhalt: „Homeschooling“ soll erlaubt und die Schulpflicht abgeschafft werden. Vor allem für radikale christlichen Sekten ist dies ein wichtiger Punkt, da Kinder der Gemeinschaft so besser vom Kontakt mit gleichaltrigen und Bezugspersonen aus dem nicht-religiösen Umfeld abgeschirmt werden können. AfD-Funktionäre wie Beatrix von Storch sind mit solchen Gruppen, die Evolutionstheorie am liebsten von den Lehrplänen streichen wollen, bestens vernetzt.

    Nach den Willen der AfD soll das gesamte Schulsystem umgebaut werden. Die Vermittlung der „klassischen Preußischen Tugenden“ soll im Mittelpunkt stehen und zur Not auch mit stärkerer „Unterrichtsdisziplin“ durchgesetzt werden, um „starke Männer“ zu formen. Neben der Wehrpflicht soll ein „Tag des Heimatschutzes“ eingeführt werden. Die AfD Sachsen-Anhalt will die Lehrpläne außerdem zugunsten „positiver Anknüpfungspunkte“ umschreiben, damit die Geschichte Deutschlands in Zukunft „angemessen und unverfälscht“ wiedergegeben wird. An welchen Stellen dies momentan nicht der Fall sein sollte, wird nicht gesagt. Ziel der neuen AfD-Erziehung soll eine „gefestigte Nationalidentität“ der Kinder sein. Auch außerhalb der Schule will die AfD einschreiten und einer angeblichen „Verrohung der Jugendlichen wirksam entgegentreten“.

    Weiter heißt es, Medien verleiteten Jugendliche zu „Promiskuität und Gewalt“. Wie das im Netz konkret durchgesetzt werden soll – ob Internetsperren oder Alterskontrolle – wird nicht gesagt. Selbst vor der Hochkultur macht die Regulierungswut der AfD Sachsen-Anhalt nicht halt. In Theatern sollen klassische deutsche Stücke nur noch so gespielt werden, dass sie „zur Identifikation mit unserem Land anregen“. Nicht umsonst gilt die Freiheit der Kunst als Gradmesser für die Meinungsfreiheit. Derartige Vorschriften zu Aufführungen und Interpretationen von Theaterstücken kennt man bisher nur von Regimen wie Ungarn. Dafür findet die AfD Baden-Württemberg die Vorratsdatenspeicherung ausgezeichnet, denn „Datenschutz darf kein Täterschutz sein“ – da ist man eben ganz wie die Etablierten.
     
    In einem anderen Punkt unterscheidet sich die AfD wiederum massiv von den Etablierten. Über den Weg zur Klimarettung lässt sich herrlich streiten. Auch in der Wissenschaft. Doch selbsternannte „Klimakritiker“, die den Klimawandel leugnen, spielen in der wissenschaftlichen Debatte keine Rolle. Ihre Argumente überzeugen keinen Forscher von Rang und Namen. 1986 wurde mit Walter Wallmann von der CDU der erste Umweltminister der Bundesrepublik Deutschland vereidigt. Die Wissenschaft ist sich damals wie heute einig: Wenn wir so weitermachen wie bisher, droht das Klima zu kippen.

    Bekannt wurde die AfD unter Bernd Lucke als Professorenpartei. Doch das ist sie längst nicht mehr. Die AfD glaubt entgegen der Forschungsergebnisse der letzten Jahrzehnte an eine „unbelegte Klimaschädlichkeit“ des CO2. Im Programm der AfD Baden-Württemberg heißt es: „Die Politik hat den Klimawandel zu einer menschengemachten Klimakatastrophe hochstilisiert“. Die AfD ist jedoch nicht die einzige Partei, die den Klimawandel für einen großen Schwindel hält. Beim „Bündnis-C“, einer radikalchristlichen Partei, warnt man davor dass „ökologische Katastrophen stattfinden, aber sie sind nicht die eigentliche Ursache, sondern Symptom für grundlegende Missstände, nämlich einer progressiven ethischen Verrohung der Menschheit.“ Der religiös-radikale Kern der AfD rund um Beatrix von Storch würde hierzu applaudieren. Hier orientiert man sich lieber nach Gott, anstatt nach dem gesunden Menschenverstand.
     
    Es kam wie es kommen musste. Die Geister, die Bernd Lucke mit einem Mitgliederwachstum um jeden Preis rief, beherrschen nun die Partei. Die neue AfD unserer Tage ist längst eine deutsche Version der amerikanischen Tea Party. Das bedeutet auch ein Ende des seriösen Anstrichs. Das Selbstverständnis als Professorenpartei ist der einfachen Bedienung von Ängsten gewichen. Und auch die Professoren sind längst weg.

    Ich weiß, ich weiß – Spinner gibt es in jeder Partei. Doch Menschen, die in anderen Parteien keine Chancen hätten, machen bei der AfD jetzt Karriere. Gegen den Spitzenkandidaten aus Sachsen-Anhalt laufen gleich mehrere Haftbefehle. Petry droht eine Strafanzeige wegen Meineids. Beatrix von Storch war in einen Spendenskandal rund um ihren Verein „Zivile Koalition“ verwickelt. Der Spitzenkandidat für Rheinland-Pfalz war vorher Mitglied bei der vom Bayerischen Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuften und beobachteten Partei „Die Freiheit“. Viele der Mitglieder mit rechten „Altlasten“ haben sich in der „Patriotische Plattform“ rund um Björn Höcke zusammengeschlossen und sind dabei die Partei immer weiter und weiter zu radikalisieren. Es ist keiner mehr da der sie stoppen kann – oder stoppen will.
     
    Mit dem Austritt des liberalen Flügels um Bernd Lucke ist die Balance in der AfD endgültig gekippt zugunsten von rechten Scharfmachern und religiösen Fundamentalisten, die selbst den Papst als Weichei verhöhnen. Diese Leute schreiben jetzt das Wahlprogramm. Und diese Leute werden in Parlamenten sitzen. Mut zur Wahrheit – das bedeutet auch einzusehen: Das ist nicht der konservative Rand der Union. Hinter der bürgerlichen Fassade verbirgt sich längst etwas völlig anders. Und von der ursprünglichen Professorenpartei blieb nur noch das Partei-Logo.

    Katharina Nocun

    • Och nö nicht schon wieder AfD Bashing, da müsste man auch gestatten aus, dem Parteiprogramm zu zitieren, aber das möchte Herr Jenckel nicht, weil.er das zitieren aus den Partei- und Wahlprogramm der AfD als Wahlwerbung betrachtet und nicht als Aufklärung. Von daher ist es feige jetzt hier wieder auf der wehrlosen AfD rumzutrampeln. Ich möchte die Partei und ihre Protagonisten/innen mal ausdrücklich loben, da sie sich bereitgestellt haben, der ihrer Meinung nach herrschenden unsinnigen Politik selbst mit politischen Mitteln zu begegnen. Davon lebt die Demokratie und das ist alle Mal besser als rumzumaulen oder wegen Unzufriedenheit Steine zu werfen oder Sach- und Personenbeschädigung zu betreiben.

      • @ Bernd

        So schreibt einer, der einer Inhaltlichen Diskussion nichts erwidern kann. Armselig.

        • Wie oben erwähnt ist es in diesem Blog leider nicht möglich etwas gegen die AfD Kritik inhaltlich zu erwidern, das wird als Wahlwerbung leider rauszensiert. Von daher geht ihr Einlass mit „armselig“ ins leere.

          • @ Bernd

            Och nö nicht schon wieder LZ-Bashing. Hasst du denn keine eigenen Worte? Ich zitiere fei auch nicht dauernd, wenn ich hier was poste, aus dem Parteiprogramm der CDU. Du musst doch in der Lage sein, ner Zwanzigjährigen wie Kathi Nocun zu antworten, wenn die z. B. über euer steinzeitliches Frauenbild schreibt, ohne dass Gunter Runkel dir die Hand dabei hält. Oder dürft ihr nur auswendig Gelerntes von euch geben?

          • Klaus für dich nochmal ganz langsam, es ist nicht schwer einer Piratin wie Frau Nocun zu antworten und ihre verzehrte Darstellungen zu widerlegen. Hierzu müsste man nur die Programme der AfD im Zusammenhang genau lesen. Zitieren um die Aussagen von Frau Nocun zu widerlegen, wird hier wie beschrieben leider nicht gestattet.(Unterstellte Wahlwerbung). Das soll auch kein LZ Bashing sein, ich akzeptiere das, wünschenswert wäre dann allerdings auch, das dann nicht einfach diffamiert werden dürfte.

          • Manche mögen’s heiß

            Lieber Hans-Peter Dierks, was sagt es eigentlich über den Filmgeschmack eines Menschen aus, wenn der Netflix-Algorithmus aufgrund früherer Sehgewohnheiten ein 60minütiges Kaminfeuer (»From match to ashes«) vorschlägt?

            LG, Sebastian Sobota

      • an Bernd …

        bezüglich „rumzumaulen oder wegen Unzufriedenheit Steine zu werfen oder Sach- und Personenbeschädigung zu betreiben“ …

        sie sollten sich mal etwas mehr bilden , dann werden ihnen auch die Augen geöffnet , man kann dort auch lesen , daß mehr als 40 % von Ihre bisher hier lebenden AfD-Protagonisten/innen unterhalb der geistlichen Armutsgrenze leben , aber nur die einseitig denkenden Menschen mit Scheuklappen neben den Augen , Leute wie sie wollen die Wirklichkeit nicht erkennen … und wer da nun wirklich glaubt , mit den neuen Alternativen wird es anders , der wird wohl bald erfahren , daß er sich auch da wieder täuscht , dann bleibt man eben ungebildet … aber so ist das mit der Beweihräucherung der einfachen Bevölkerung durch die Politik

        • Sie mögen recht haben das AFD-Unterstützer geistig nicht auf der Höhe sind und man mit dem rechten Klientel auf keinen Fall Berührungspunkte haben möchte, aber was macht man wenn man mit der aktuellen Flüchtlingspolitik nicht einverstanden ist?
          Alle Partein im Bundestag sind für den aktuellen Kurs der Kanzlerin, es gibt keine Opposition mehr. Ich fühle mich nicht mehr von den Volksparteien vertreten und ich glaube es geht sehr vielen Bürgern so.
          Haben Sie eine Alternative?

          • Martin Müller
            Haben Sie eine Alternative?
            eine gute frage. angst für deutschland ist zumindest keine. und unseren etablierten parteien kann man jederzeit ein denkzettel verpassen. haben sie sich schon mal mit einem politiker unterhalten, den sie gewählt haben? ich unterhalte mich sogar mit politikern, die ich nicht gewählt habe. jammern ist sehr bequem. wer nicht einverstanden ist, sollte seine bequemlichkeit mal aufgeben und in eine ratssitzung gehen und dort seine stimme erheben, finden sie nicht?

      • Lieber Bernd,

        „Wichtig sollte sein, was der Autor zum Ausdruck bringen möchte und nicht was Sie lesen oder hören wollen“, haben Sie am 4. Februar 2016 um 01:57 Uhr (allerdings ohne sich im mindesten um dessen Argumente zu kümmern) dem Rechtswissenschaftler und Vorsitzenden Richter des zweiten Strafsenats am Bundesgerichtshof Prof. Thomas Fischer geantwortet.

        Bingo!

        Das sollten vor allem wohl SIE sich hinter die Löffel gravieren. Ich kann nämlich auch in diesem Beitrag von Ihnen nicht erkennen, dass Sie auch nur EINMAL auf die Argumentation von Frau Katharina Nocun eingehen. Ihr einziges Interesse ist, eine junge Frau pauschal zu diskreditieren, Ihren eigenen aggressiven Verein zum Opfer zu stilisieren und ansonsten AfD-Reklame unter Blog.jj-Leser zu bringen.

        Warum nehmen Sie nicht einmal zu einem konkreten Punkt konkret Stellung? Glauben Sie wirklich, Sie können auf die Dauer verheimlichen, dass Sie nur Vorwürfe, aber keine konstruktiven Vorschläge parat haben? Und meinen Sie tatsächlich, die Absicht, mit Angstmache, Hassgesängen, empörtem Aufstampfen und dem ermüdenden Abspulen standardisierter Phrasenblasen einen Keil in die Gesellschaft zu treiben, könne nachdenkliche Erkundigungen wie die von Frau Nocun oben erledigen oder Sie und Ihre Freunde der Mühe entheben, sich der komplexen Realität zuzuwenden und nicht nur dem simplen Bild, das Sie sich von dieser zurecht fantasieren?

      • @Bernd

        Das ist ja nun alles völlig falsch von Ihnen interpretiert, Bernd, da Sie so nur ohne schlüssige Argumente und ohne Sach-oder Fachkenntnis über etwas als Vorurteil „vorschnell urteilen“ konnten.
        Kennt man den Sachverhalt ,die Umstände und hat sich ausgebig informiert,ist man nicht mehr voller Vorurteile, sondern urteilt mit den Erfahrungswerten und Informationen, die man über einen längeren Zeitraum gesammelt hat.
        Und das ist legitim.
        Sie können Ihre Wiederholungen gerne weiter mit persönlichen Schmähungen, unbewiesenen Unterstellungen und Denunziationen garnieren, Bernd, von mir aus auch in Endlosschleife, das ficht mich nicht an.
        Meine Auffassungen werden von Gesetzen, namhaften Staatsrechtlern und von Millionen deutschen Bürgern getragen. Sie werden mit diesem für Sie offensichtlich unerträglichen Zustand weiter leben müssen. Finden Sie sich damit ab oder auch nicht, who cares?
        Ich wünsche Ihnen die Einsicht und Weisheit eines Tages vielleicht zu verstehen, dass Ihr entgrenzter Furor Ihrer Sache außerordentlich schadet.

      • Bernd
        was haben sie gegen ausgleichende gerechtigkeit? als es die afd noch nicht gab, musste doch immer die linke herhalten. die menschen lieben bashing. es lenkt sie immer von sich selbst ab.

      • Hallo Herr Bruns,

        Anfang letzten Jahres hatten Sie öffentlich bekannt gegeben, Sie würden 2016 bei den Kommunalwahlen in Tripelspitze zusammen mit Frau Anikó Hauch und Herrn Manfred Illmer die Gellersener Freidemokraten mit ziemlicher Sicherheit zu einer neuen Macht im Samtgemeinderat am Oberlauf des Kranken Heinrich machen. Dieter Dziuba (CDU) und Thomas Dabergott (Grüne) berichteten mir aber, Sie seien noch nicht einmal in die Wahlliste der FDP aufgenommen. Werden wir in Ihnen nun im September einen Reppenstedter Bernie Sanders gewinnen sehen, oder überlassen sie das Feld zuletzt doch der neoliberalen Frauenpower um Hillary Hauch und Karin Schwerter-Strumpf-Zimmermann?

        • Ulf Poschardt, hallo liebe welt
          die fdp ist ,wenn es ernst wird, genau so schüchtern, wie alle anderen. frau aniko hauch ist nicht bereit mit mir zu reden. es liegt wohl an ihrer einseitigkeit im denken. liberal sieht nun mal anders aus. ich dränge mich nicht auf. im übrigen habe ich nichts bekannt gegeben, außer mein interesse, mich aktiv in der politik zu beteiligen. ich bin mit keiner partei verheiratet. ich denke selbst. wer mit mir klar kommt, wird auch mit dem volk klar kommen und sehr erfolgreich sein. schubladendenken ist mir fremd. und unser volk passt in keine schublade.

          • Wer mit Ihnen klarkommt, wird auch mit dem Volk klarkommen und sehr erfolgreich sein?

            Woher wissen Sie das? Sind Sie das Volk? Oder nur ein Teil davon? Kommt nicht fast alles Unheil in der Politik daher, dass die Politiker zu wissen meinen, was das Volk will?

        • Hallo Herr Bruns,

          wenn Sie den folgenden Artikel gelesen haben, werden Sie wissen, wie lässig, ja freimütig Sie Frau Anikó Hauch und Herrn Manfred Illmer Ihre Vorstellungen über Ihre künftigen Kompetenzen in der Führungsspitze der Gellersener Freidemokraten diktieren können:
          https://www.landeszeitung.de/blog/aktuelles/303689-wenn-listen-fuer-die-kommunalwahl-leer-bleiben

          Erwähnen Sie bei Ihren anstehenden Honorarverhandlungen einfach, was Sie Ihrem Chauffeur antworten, wenn, wie heute noch Hans-Dietrich Genscher, der frühere Bundesminister des Auswärtigen und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland, in seinen, Sie frühmorgens in Ihren A8 einsteigen und Karlheinz Fahrenwaldt Sie fragt, in welche Richtung er Sie diesmal steuern soll: „Egal, Kalle, wir werden überall gebraucht.“

    • @Katharina Nocun

      Danke für Ihren sehr sachlichen und realistischen Kommentar. Habe diesen gleich kopiert und werde mit meinen Schülern darüber diskutieren.

    • Bravo, Frau Katharina Nocun. Sehr gut und solide zusammengefasst, obwohl ich nicht alle Textpassagen so unterschreiben würde, trotzdem mal ein klasse Kommentar!

    • Hans-Peter Dierks

      Danke für die Informationen. Ich habe den Kommentar zum Anlass genommen in den Originaltexten auf der AfD Homepage mir ein eigenes Bild zu machen. Ich habe für mich festgestellt, dass einzelne Punkte sehr verzehrt und verkürzt wiedergegeben wurden und dass mir die AfD in vielen Punkten derzeit aus der Seele spricht. (Wahlwerbung bitte nicht. Danke)

      • @ Hans-Peter Dierks

        Von „verzehrten“ Punkten fabuliert auch „Bernd“ gerne. Sind Sie mit ihm verwandt? Oder wäre das verzerrt wiedergegeben?

  9. Sehr geehrter Herr Jenckel

    Ihre hübsche Betrachtung zu den gegenwärtigen Befindlichkeiten im Lüneburger Regierungslager zeugt von diabolischer Lust an kaustischem Humor, der mich sehr an die sarkastischen Hohenzollern-Mokanterien in den Briefen des alten Fontane erinnert. Sie stellen „fest, dass es in der Öko-Partei zurzeit einen Aufnahmestopp für Mitglieder gibt“ und fragen: „Vorsorglich? Erinnert sich die Öko-Parteiführung daran, wie Meihsies in den 90er-Jahren kurz vor der Listenaufstellung zur Kommunalwahl kräftig neue Mitglieder akquirierte und den Platzhirsch Helmut Dammann, mit dem er über Kreuz lag, mit der frischen Hausmacht abservierte?“ Ja, lieber Herr Jenckel, wie sollte sich „die Öko-Parteiführung“ denn auch wohl nicht daran erinnern? Erinnern Sie sich etwa nicht, dass Sie selbst es waren, der erst am 21. November des vorigen Jahres das Lehrbuch für grüne Palastrevolten in der Schreibtischschublade von Bürgermeister Andreas Meihsies wieder entdeckt hatte und der mit der öffentlichen Bekanntmachung dieser Tatsache zu einer der umfassendsten und vielschichtigsten Interpretationen eines langen politischen Gedichts Anlass gegeben hatte, die jemals vom Kommentatorenkollektiv unter der Leitung von Klaus Bruns bei Blog.JJ ausgearbeitet worden ist und die viel Erhellendes zutage förderte, obwohl der lünegrüne Robespierre gar nicht sein Autor gewesen ist? Das alles findet man hier im Archiv:
    https://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/281442-fuer-parteirevolten-beraet-sie-gerne-lueneburgs-chef-gruener-meihsies

    Was ich bei Ihnen vermisse, Herr Jenckel, ist eine Andeutung, wer Ihrer Meinung nach der Öko-Danton wohl sein könnte, dem gegebenen Falles nach einer „frisch“ und gefügig rekrutierten Hausmacht zum Zwecke des Abservierens von „ungeliebten Patriarchen“ der Sinn stünde. Wer, glauben Sie, besitzt unter den Grünen den Ehrgeiz, dass künftig verstärkt nach seinen Vorstellungen politisch konstruktiv zu gestalten sei, und wer den Mut, entsprechend zu handeln?

    MfG, Antonia Mühlenberg

    • Hi, Antonia, du warst wohl auch im T.3 und hast dir Büchners Stück in der großartigen Inszenierung von Johann Heß (nicht von Miriam Staudte !) angesehen? Das Hauen und Stechen ab jetzt in den (ungefähren) Worten von Frank Füllgrabe: »Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit — das ist (auch unter den LüneGrünen) lange her. Vor fünf Jahren (fünf Monaten) hatten sich einige Bürger (Parteimitglieder) gegen ihren König Ludwig XVI. (Andreas Meihsies) erhoben, um für mehr (innerparteiliche) Teilhabe, mehr soziale Gerechtigkeit zu kämpfen. Doch jetzt, im Jahre 1794 (2016), ist Paris (der Lüneburger B90Grüne Ortsverband) zu einem blutigen Schlachtfeld geworden, die Stadt (die Partei) steht nicht mehr im Zeichen der Krone, sondern der Guillotine. Der Advokat Maximilien de Robespierre (Ernst Bögershausen) hat die Revolution zu einer Terrorherrschaft ausgebaut, sein ehemaliger Mitstreiter Georges Danton (Volker Butenschön) beginnt zu zweifeln. Doch Zweifel können in der Französischen Revolution tödlich sein (in der LüneGrünen Palastrevolte zumindest fürs Ego).
      (…)
      Danton-Butenschön, einst ein maßgeblicher Anführer der Revolution, Minister und Mörder, hat sich zu Wein und Weib (Jule Grunau) zurückgezogen. Er plädiert nun für das Ende der Revolution, die in Tribunalen und Ausschüssen grausige, „radikaldemokratische“ Institutionen etabliert hat. „Die Revolution ist wie Saturn, sie frisst ihre eigenen Kinder“, das ist wohl die berühmteste Textzeile des (innerparteilichen) Dramas. Es entwickelt sich zum Duell des von Schuldgefühlen geprägten Aussteigers mit dem fanatischen, kalt argumentierenden Robespierre-Bögershausen, jeweils begleitet von Dantons Generalsekretär Camille Desmoulins (Björn Adam) und Robespierres Anhänger Antoine de Saint-Just (Ulrich Löb).

      Eine riesige Koalitionsvereinbarung aus zusammengeflickten Tüchern (Bühne und Kostüme: Ulrich Mädge) bildet die Kulisse für die Akteure, die oft wie gehetzte Tiere wirken, brüllen und eben auch mal in den Käfig gesperrt werden. Von der Reinheit des tugendhaften Ratsherren ist die Rede. „Wer in diesem Augenblick zittert ist schuldig, denn nie zittert die Unschuld vor der öffentlichen Wachsamkeit“ sagt Robespierre im Huldigungssaal, der über Dantons Zukunft entscheiden soll; Danton flüchtet sich in Zynismus: „Du hast gut geschrien.“

      Ein düsteres Szenario von einer Gesellschaft, die sich aus den verkrusteten Strukturen des Meihsiesmus befreien wollte und nun, dem Wahnsinn nahe, in einem Blutbad versinkt. Erst viele Jahre später (wahrscheinlich aber nie) wird die LüneGrüne Partei-Revolution vielleicht einmal zum Symbol für Aufklärung und Kampf für innerparteiliche Menschenrechte werden.«

      Quelle (mit Dank): http://www.landeszeitung.de/blog/kultur-lokales/301713-premiere-fuer-buechners-drama-dantons-tod-im-t-3

  10. Meihsies in seinem Heissluftballon hat sich verirrt. Er geht tiefer und sichtet einen Mann am Boden. Er sinkt noch weiter ab und ruft:
    „Entschuldigung, können Sie mir helfen?
    Ich habe dem Ortsverband versprochen, ihn vor einer Stunde zu treffen und ich weiss nicht, wo ich bin.“
    Der Mann am Boden antwortet:
    „Sie sind in einem Heissluftballon in ungefähr 10m Höhe über dem Boden. Sie befinden sich zwischen 40 und 41 Grad nördlicher Breite und zwischen 59 und 60 Grad westlicher Länge.“
    „Sie müssen der SPD Kandidat sein“, sagt Meihsies.
    „Bin ich“, antwortet dieser, „woher wussten Sie das?“
    „Nun,“ sagt Meihsies, „alles was Sie mir sagten, ist technisch korrekt, aber ich habe keine Ahnung, was ich mit Ihren Informationen anfangen soll, und ich weiss immer noch nicht, wo ich bin. Offen gesagt waren Sie keine große Hilfe. Sie haben höchstens meine Reise noch weiter verzögert.“
    Der SPD Kandidat antwortet:
    „Sie müssen in der grünen Politik tätig sein.“
    „Ja,“ antwortet Meihsies, „aber woher wussten Sie das?“
    „Nun,“ sagt der SPD Kandidat, „Sie wissen weder wo Sie sind, noch wohin Sie fahren.
    Sie sind aufgrund einer großen Menge heisser Luft in Ihre jetzige Position gekommen.
    Sie haben ein Versprechen gemacht, von dem Sie keine Ahnung haben, wie Sie es einhalten können und erwarten von den Leuten unter Ihnen, dass sie Ihre Probleme lösen.
    Tatsache ist, dass Sie in exakt der gleichen Lage sind wie vor unserem Treffen, aber jetzt bin irgendwie ich schuld!“

  11. Hallo Herr Karlheinz Fahrenwaldt,

    kommt da jetzt noch ein Kommentar zum Thema Keil(er)treiben von Ihnen oder haben Sie nur mal so tief Luft geholt?

    • Karlheinz Fahrenwaldt

      Lieber Frank Henschel,

      ich habe zufällig Ihre Frage an mich mitbekommen, da ich mir diesen Blog nur noch sporadisch anschaue. Zuviel Hasstiraden und zuwenig Diskussionsqualität. Ich habe mit meiner Zeit besseres vor. Ich teile die Meinung meines Freundes Rainer Petroll in vollem Umfang. Ich kenne Herrn Meihsies zu wenig, als dass ich mir eine Meinung über ihn persönlich bilden kann.
      Die Handlungen der Grünen und von Herrn Meihsies sind nach meiner Meinung dem „Angeschlagenen-Boxer-Syndrom“ geschuldet. Sollte das bundesweite Quotentief der Grünen und der SPD auch zur Kommunalwahl noch gelten, bliebe der SPD nur eine SPD-CDU-Koalition und Herr Meihsies müßte wieder Briefe verteilen.

      • Lieber Herr Fahrenwaldt,

        ich kenne Herrn Meihsies, nicht gut, aber gut genug, um ihn als Ehrenmann und feinen Kerl mit Humor und viel Schlag bei den Damen zu schätzen. Er besitzt ein schäumendes Temperament, großen Ehrgeiz, einen robusten, zuweilen polternd daherkommenden Wagemut — und eine echte, tief mitempfindende Leidenschaft für den Erhalt unserer natürlichen Lebensbedingungen. Vor allem aber ist er ein Vollblutpolitiker, der aus dem wahrhaft Wenigen, womit seine Partei bei uns in Stadt und Kreis die thematische Meinungshoheit erlangen kann, das Optimum an Möglichkeiten zur Mitsprache und Gestaltung herausholt, das darin steckt. Und Herr Meihsies hat das überragende politische Talent Dr. Julia Verlinden und ihre etwas blassere, aber politisch ebenfalls nicht unbegabte Kollegin Miriam Staudte entdeckt, aufgebaut, gefördert und in den Bundes- bzw. Landtag geschickt. Er besitzt folglich großes Gespür für die individuellen Entwicklungspotentiale junger Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und steht nicht an, diese sehr früh schon und bis zur Selbstaufgabe uneigennützig auch in die entsprechend verantwortungsvollen Positionen zu bringen.

        Dennoch bin auch ich der Meinung, dass der September nicht mehr als fünf bis sieben Prozent für die Grünen in Kreis und Stadt bringen wird. Aber auch die CDU sehe ich deutlich unter zwanzig und die SPD bei um die dreißig Prozent, so dass m. E. auf eine Mehrheitsgruppe in Kooperation aller drei „Regierungsparteien“ der letzten beiden Ratsperioden (SPD+CDU+B90/Grüne) hinauslaufen wird. (Mein Tipp: SPD 31%, CDU 17 %, Grüne 7%, LINKE 13%, FDP 3%, AfD 25%, der Rest verpufft bei Splitterparteien)

        • Karlheinz Fahrenwaldt

          Lieber Frank Henschel,

          meine oberflächlichen, hauptsächlich aus der Presse stammenden, Kenntnisse über die Persönlichkeit „Meihsies“ deckt sich mit den Ihrigen.
          Sollte Ihre Wahlprognose sich verwirklichen, würde ich mich auf der einen Seite über das Wahlergebnis meiner Partei freuen, auf der anderen Seite währe das hohe Abschneiden des AfD für mich natürlich entsetzlich (selbst unter der Prämisse einer voraussichtlichen „Piraten/Schill-Partei-Entwicklung“).

          • Lieber Herr Fahrenwaldt,

            sehr gelungen ironische Replik, aber woher wenn nicht aus der Presse soll der durchschnittlich gebildete Wahlbürger denn sonst seine Informationen über prominente Persönlichkeiten des politischen Lebens in Lüneburg haben? Das Abschneiden der rechtsradikalen AfD wäre auch für mich entsetzlich, ist aber leider als einmaliges Sumpfblütenphänomen (denken Sie an die NPD in den 60ern und die Republikaner in den 90ern) nicht auszuschließen. Was die Diskussionsqualität hier im Forum betrifft, bin ich nicht Ihrer ausgesprochen kritischen Ansicht. Es gibt viel unsinnig monotones Empörungsgedödel, wie Sie es zur Zeit auf allen Kanälen und sogar unter hansestädtischen Christdemokraten beobachten. Doch kann man darüber leicht hinwegsehen, wenn man die große Zahl sehr nachdenklicher und sehr differenzierter Wortmeldungen bei Blog.JJ betrachtet, das, wie es scheint, auch überregional immer mehr Beachtung findet.

          • Hallo Herr Stadtrat Fahrenwaldt,

            nach der am Mittwochmittag von mir als Institutsleiter ganz persönlich durchgeführten Umfrage würde die SPD bei einer Kommunalwahl an diesem Sonntag mit 32 Prozent wieder stärkste Partei in Lüneburg. Die Linkspartei würde mit 21 Prozent, die AfD mit 19 Prozent folgen. Dann käme die CDU mit 16 Prozent. Die Grünen kämen auf knapp sieben Prozent, die FDP wäre mit weniger als zwei Prozent wohl nicht mehr im Stadtrat vertreten. Damit zeichnet sich ein Ende der rot-grünen Koalition ab. Eine Zusammenarbeit mit der AfD haben aber alle bisher im Stadtrat vertretenen Parteien ausgeschlossen. Für Rot-Schwarz würde es nicht reichen, so dass entweder Rot-Rot oder Rot-Schwarz-Grün in Frage kämen.

        • Lieber Karlheinz Fahrenwaldt,

          was, meinen Sie, wird wohl nach dem Wahldebakel der CDU am Montagmorgen, den 12. September über den am Abend zuvor zurückgetretenen Fraktionsvorsitzenden Niels Webersinn in der Landeszeitung stehen?

          „Zuletzt waren die Einzigen, denen sein Name noch bekannt war, zwei bereits pensionierte Computer im Keller eines Versicherungsunternehmens. Einer der beiden schickte ihm jedes Jahr zum Geburtstag eine Tafel Zartbitterschokolade“?

          LG, Ihre Teja Fischer

      • mein lieber Karlheinz
        Zuviel Hasstiraden und zuwenig Diskussionsqualität.
        stimmt leider. meihsies kenne ich besser als du. er ist ein stehaufmännchen. mit dem rücken zur wand, fällt ihm am meisten was ein. also vorsicht. totgesagte leben bekanntlich länger. er teilt sich seine zeit nun mal ein. er wird auch nicht jünger. die grünen sind in lüneburg keine kleine partei. und zünglein hat er schon immer gern gespielt.

  12. Ulf Poschardt
    ich bin jemand, der sich auch mit den afd-anhängern unterhält, haben sie es gemerkt? ich unterhalte mich mit allen menschen, egal ,welchen glauben sie haben. nur so kann man sich ein bild machen, wo der schuh drückt. was verlangen sie noch von einem volksvertreter? soll er lobbyistenvertreter sein? davon haben wir genug. vereinsbrillenträger haben mich noch nie interessiert. Zitat: Kommt nicht fast alles Unheil in der Politik daher, dass die Politiker zu wissen meinen, was das Volk will? kann man so sehen. und warum kann man es so sehen? weil politiker sich gern so verhalten, damit sie wieder gewählt werden. die egopflege verhindert grundsätzlich alles, was mit der wirklichkeit zu tun hat. es gibt eben ein unterschied, ob man dienen, oder herrschen will.

    • Lieber Herr Bruns,

      natürlich kann, ja, muss ein guter Politiker MIT ALLEN REDEN oder reden können, aber wenn er es ALLEN RECHT MACHEN will, kann er kein guter Politiker sein. Die Überlegenheit des reinen, von jeder Parteimeinung freien Menschen KANN es nicht geben. Sie für sich zu beanspruchen, führt entweder in die Tyrannei oder in die Lächerlichkeit. Schon Menschen können nicht aus ihrer Haut. Wenn sie zusammenleben wollen, müssen sie nach dem Ausgleich ihrer Vorlieben suchen. Zivilisierte politische Kultur ist der parlamentarische, der in Debatten gefundene Interessenausgleich, der Kompromiss.

      In einer Partei sein heißt Partei sein! Heißt eine (vernünftige) Überzeugung haben (und eine andere nicht) und für DIESE Überzeugung einstehen. Partei ist, wie das Wort (engl.: part) schon sagt stets nur Teil. „Das Ganze“ dagegen „ist nur für einen Gott gemacht“, wie´s im Faust heißt.

      Partei bezeichnet eine auf Dauer angelegte Organisation politisch gleichgesinnter Menschen, die BESTIMMTE wirtschaftliche, gesellschaftliche etc. Vorstellungen verfolgen, die (i. d. R.) in Partei-Programmen festgeschrieben sind, sowie das Ziel, Regierungsverantwortung zu übernehmen. Und in einer Demokratie müssen Politiker sich AUCH so verhalten, dass sie wiedergewählt werden. Wer nicht gewählt wird kann nicht gestalten. In einer Diktatur, in der die an der Macht sind, die sich für die Inkarnation des Gesamtwillens halten, ist das natürlich anders. Dort wird der politische Gegner in Gefängnisse gesteckt oder notfalls „füsiliert“.

      Friedrich Krautzberger hatte Ihnen letze Woche viel Richtiges zu diesem Thema geschrieben:

      „Was Ihren Hinweis auf Abweichler innerhalb von politischen Parteien angeht, bin ich der Meinung, dass zum Einen (vorläufig noch) niemand gezwungen werden kann, einer bestimmten Partei beizutreten oder in ihr auszuhalten, dass zum Anderen aber derjenige, der organisiert Partei nehmen möchte, von Parteidisziplin gehört haben (oder sich von Herrn Mädge oder Herrn Meihsies davon erzählen lassen) sollte und wissen muss, auf die (intern sicher umfassend demokratisch) ausgehandelte und nun dominierende Parteimeinung ist Rücksicht zu nehmen. „Politische Kommunikation, Herr Bruns, ist AUSNAHMSLOS IMMER Zweckkommunikation und ist immer auch Machtkampf. Und wer laut sagt, was er denkt, sollte vorher bedacht haben, was er damit, dass er es (laut) sagt und nicht nur (leise) denkt, erreichen möchte und erreichen kann. (Die augenblicklichen Gewinner nennen solches Verhalten dann „Pragmatismus“, die aber, die gerade verloren haben, schimpfen von „Zynismus“.) Wer diese Art des Zweckdenkens und Zweckredens jedoch nicht mag, sollte nicht in die Politik gehen. Ganz schlimm sind die, die es trotzdem tun, und dann zu den Journalisten rennen und quaken und flennen. (Es sei denn, diese Quak- und Flenn-Komödie erfüllt einen praktisch-politischen Zweck!)“
      http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/298919-298919#comment-62437

      • ALLEN RECHT MACHEN will,
        wer will und kann das? ich bin erstaunt, was man so alles interpretiert, wenn es eine antwort gibt, die kurz gefasst wurde. unsere goldwaage wird hier kräftig übersprapaziert. politik ist ein schmutziges geschäft. diesen satz kann man auch interpretieren. es lohnt sich aber nicht. mir macht zu erklären, finde ich für mich etwas albern. ich kenne sie. wer nicht wiedergewählt werden will, braucht nicht in die politik gehen, es aber nur darauf anzulegen, verfehlt den zweck ,politiker zu sein.

    • ich bin jemand, der sich auch mit den afd-anhängern unterhält

      Dann hätten sie besser aufpassen sollen und vor allem zuhören, denn genau das (siehe link ) was die afd seit monaten predigt spricht nun eine politikerin „politisch korrekt“ aus. man bemerkt, das wahlkampf beginnt und sich die meinungen und aussagen sich dem volke annähern. gleich die überschrift und der fett gedruckte satz danach,ist eigentlich nazisprech. aber nur, wenn man in der afd ist. bei der spd, die grundlegend verantwortlich für die derzeitigen probleme ist, natürlich nicht.
      und die dame hat eigenartigerweise zum thema integration und zuwanderung jahrelang eine völlig abweichende meinung vertreten. man sieht, es ist eben wahlkampfarbeit für 2017.

      http://www.welt.de/politik/deutschland/article152192463/Wenn-ich-nach-Deutschland-komme-muss-ich-mich-anpassen.html

      • Hartmut Grebein
        Dann hätten sie besser aufpassen sollen und vor allem zuhören, denn genau das (siehe link ) was die afd seit monaten predigt
        ich bin atheist und stehe nicht auf predigten. und wer bei gelegenheit seine fahne in den wind hält , ist für mich eh kein interessanter zeitgenosse. und der spd die dummheit von konservativen, die ständig verleugnen, dass wir ein einwanderungsland sind, vorzuwerfen, ist nicht hilfreich. und sie scheinen immer noch nicht zu begreifen, wer hat denn in den letzten jahren regiert? ach ja, die cdu war es ja nicht , nur frau merkel. schmunzel.

    • Dem französischen Moralisten Chamfort zufolge ist „die Überzeugung das Gewissen des Geistes“. Um nicht der Willkür von Augenblickseingebungen und Opportunitäten zu verfallen, brauchen Sie einen relativ konstanten Maßstab, gegen den Sie Ihr Tun und Lassen wägen. Dieser Maßstab ist Ihre (hoffentlich) gut durchdachte, aber immer perspektivisch beschränkte, doch nach hinzukommenden Erfahrungen und Einsichten präzisier-, modifizier- und differenzierbare Überzeugung. Im politischen Leben suchen Sie die größte gemeinsame Teilmenge von Ihrer Überzeugung (politisches Gewissen) und fremden Überzeugungen und nennen das Ergebnis Parteimeinung (oder, sofern es förmlich kodifiziert wurde, Parteiprogramm). Mit solcherart destillierten „Programmen“ voranzukommen und die Disziplin aufzubringen, trotz mancher Enttäuschungen daran fest zu halten, ist harte Arbeit und geht nur in vielen kleinen, mühsamen Schritten, was alles einen Riesenvorrat an Frustrationstoleranz voraussetzt. Aber „gute“ Politik bedeutet vorrangig, dicke, nicht dünne Bretter zu bohren. „Die Massen in Bewegung zu setzen braucht’s nur der Phrase eines Dummkopfs. Wie lange Zeit braucht der kluge Mann, um nur einen einzigen zu seiner Meinung zu bekehren!“, schreibt Wilhelm Raabe einmal in einem seiner tausendseitigen Romane. Nicht WEN, sondern WER die Welt überzeugt, regiert sie, Herr Bruns. In welches lebensgefährliche Chaos ein Verächtlichmachen („Vereinsbrille“) von Parteimeinungen im Verein mit einer behaupteten „Volksnähe“ und einem im Straßengeschrei ritualisierten Misstrauen gegen „das Establishment“ und „das System“ führt, können Sie nirgends besser studieren als in dem mitreißenden und überragend genau analysierenden Theaterstück Georg Büchners, von dem Regina oben berichtet:
      https://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/300925-gruene#comment-62464

      Wie´s den „modernen“ Robespierres und Dantons an der Spitze einer Partei ergeht, welche die paradoxe „Strategie“ verfolgt, gegen das „Juste Milieu“ zu rebellieren, um von diesem akzeptiert und in seine Steuerzentralen gelassen zu werden, einer Partei, die den Protest gegen „das System“ schürt, um selbst in das System vorzudringen, die also mit der Macht der Straße an die Macht über die Staße gelangen möchte, das können Sie in dem kurzen, aber scharfsinnigen Artikel hier nachlesen:
      http://www.zeit.de/2016/07/afd-frauke-petry-fuehrung-partei-radikalisierung

      MfG

      Karl Achimsen

      • Karl Achimsen
        ich hatte gestern mal wieder besuch von einem strammen cdu-wähler und seiner frau, die fdp wählt. unsere unterhaltung war entspannt, bis wir auf die flüchtlingsdebatte kamen. es war erschreckend, die konservativen suchen händeringend einen neuen führer. nach dem motto(merkel) der führer ist tot, es lebe der neue führer. mein besuch war von seehofer begeistert. Er soll ihm bei seiner schlossherrenmentalität behilflich sein. wer an das burgtor klopft, wird duch die schießscharten beäugelt ,um dann zu entscheiden, wollen wir ihn reinlassen? nach kriegs und wirtschaftsflüchtlinge werden die klimaflüchtlinge kommen. ob das obergrenzengefasel da wohl weiterhelfen wird? wie hoch sollen dann wohl die zäune sein? verächtlichmachung? wie wollen sie jemanden überzeugen, der immer noch glaubt, die erde wäre eine scheibe? dieser cdu-wähler traut sich nur noch nicht laut seine begeisterung für die afd auszusprechen. deswegen muss jetzt noch seehofer herhalten. Herr Achimsen, sie werden feststellen, es kommt der zeitpunkt, wo kluges reden nicht mehr helfen wird und man gezwungen wird farbe zu bekennen. alte schulweisheiten werden da nicht mehr weiterhelfen. politik und politiker werden farbe bekennen müssen, ob sie wollen, oder nicht. es gibt zwänge, die man nicht wegdiskutieren kann. dicke bretter mussten schon immer gebohrt werden, dieses hat man bei uns in der vergangenheit aber eben nicht getan. deswegen wird das bohren jetzt um so schmerzhafter.

    • Klaus Bruns, das mit dem Dienen statt zu herrschen finde ich richtig. Nur kennt in einer repräsentativen Demokratie, die – laut Churchill – unter allen schlechten Regierungsformen eindeutig die beste ist, der einzelne Volksvertreter, d. h. der Diener des Souveräns, keinen anderen Herrscher als sein eigenes Gewissen (Art. 38, Abs. 1 – GG). Er selbst also, der Gewählte, bzw. die maßgebende Essenz seines eigenen Nachdenkens und Wollens unter Abwägung ALLER relevanten Gesichtspunkte (zu denen vom Idealismus des Wünschenswerten, über den Realismus des Machbaren bis hin zur Einsicht in die Notwendigkeit der Partei- und Gruppendisziplin oder dem Drang, über exzessive Imagepflege als Selfie-Weltmeister von Suderburg in die Geschichte einzugehen, vieles gehören kann) ist – bis zur nächsten Wahl für eine Legislaturperiode – Diener und Herrscher zugleich.

      Man soll nicht pauschal urteilen, haben Sie selbst oft genug geschrieben, Herr Bruns. Auch über „den“ Politiker, den es als Abstraktum ja gar nicht gibt, sollte man dies nicht tun. Nehmen Sie die schwarzen Schafe ganz gezielt und gnadenlos kritisch aufs Korn, aber schimpfen Sie bitte nicht in Bausch und Bogen über die „egopflegenden Wirklichkeitsignoranten“. Das ist billigstes Schlechte-Laune-Wüten und wirft ein eher betrübliches Licht auf den Attackierenden als auf die Attackierten. Ich würde sagen, die überwiegende Zahl unserer gewählten Vertreter auf allen Ebenen, von denen die allermeisten ehrenamtlich tätig sind, macht hervorragende Arbeit und erhält und verbessert ein „politisches System“, das von so ziemlich allen Ländern der Erde bewundert und beneidet wird.

      • Helene
        „politisches System“, das von so ziemlich allen Ländern der Erde bewundert und beneidet wird.
        sie verwechseln da was. andere länder haben immer unser rentensystem bewundert, bis es von unseren etablierten parteien durch privatisierungen platt gemacht wurde. die altersarmut fällt bei uns nicht vom himmel, sondern ist wie vieles hausgemacht. haben unsere politiker eigentlich den bestechungsparagraphen schon unterschrieben? so manche bananenrepublik hat es schon lange getan. ob die sturheit da auch bewundert wird?

  13. Hendrik Bentford

    @ Helene

    “ Ich würde sagen, die überwiegende Zahl unserer gewählten Vertreter auf allen Ebenen, von denen die allermeisten ehrenamtlich tätig sind, macht hervorragende Arbeit und erhält und verbessert ein „politisches System“, das von so ziemlich allen Ländern der Erde bewundert und beneidet wird.“

    Ja, soweit ich Beamter, EU-Beamter, Pensionär, Banker oder Industrieboss, oder Politiker , der sich das Gehalt selbst erhöht, in Deutschland bin.

    • Lieber Hendrik Bentford,

      Sie haben gestern Nachmittag folgenden Kommentar gepostet: „Ja, soweit ich Beamter, EU-Beamter, Pensionär, Banker oder Industrieboss, oder Politiker , der sich das Gehalt selbst erhöht, in Deutschland bin.“

      Wir (sieben Leuphanesen in ihrem Kieler Wochenend-Workshop-Doktoranden-Kolloquium für molekulare Analytik der physikochemischen Eigenschaften von Biomembranen und ihren funktionellen Bestandteilen, z. B. Kanälen, Rezeptoren und Transportern, und deren Wechselwirkung mit bioaktiven Substanzen, z. B. Peptiden) haben uns gestern Abend gegen 22:45 Uhr etwa dreißig Minuten über Ihren Satz gebeugt und versucht, zu entschlüsseln, was Sie den Lüneburgern mitteilen wollten. — Es ist uns aber nicht gelungen, in dem von Ihnen Geschriebenen einen Sinn zu erkennen. Daher unsre Frage: Was wollte Sie sagen?

  14. Keine Angst vor dem „bösen Wolf“

    Wenn sie erst einmal an der Macht ist, wird die AfD ganz schnell zu einer Partei werden wie die anderen auch. Ihre sich nach vorne rempelnden Vorstände werden sich sehr bald in Partei-Bonzen verwandeln. Erst einmal nachdem sie sich erst einmal mit Staatsgeld saniert haben, werden sie wieder auf den Teppich kommen. Dann werden sie es genauso wie die Etablierten machen: sie werden beispielweise in Aufsichtsratsmandate von Sparkassen, Geschäftsführerposten in kommunalen Unternehmen oder Rundfunkräten drängen. Der schönen Dinge bietet der Staat genug.

    Und das Geschäftsmodell? Radikale Parolen? Nur eine Vogelscheuche, welche die Etablierten hochhalten, um der Galerie Angst zu machen. Das Geschäftsmodell ist weder Systemveränderung noch „Putinisierung“. Das sind Parolen, um auch an die Stimmen von ganz rechts (oder ganz links?) zu kommen.

    Wie war es denn in den Anfangszeiten der anderen Parteien?
    Wer fürchtet sich denn heute noch vor der SPD, ehemals die „Vaterlandlosen Gesellen“? Wer hat Angst vor der Partei die LINKE, der Wurmfortsatz aller orthodoxen Kommunisten? Sogar die Grünen haben Spaß an Macht, Posten und Einfluss gefunden. Sie werden sogar zu honorigen Bürgermeistern, siehe Boris Palmer in Tübingen oder Dieter Salomon in Freiburg, welche sich vehement für eine Begrenzung des Einwanderung einsetzen.
    Und alle Parteien, die sich 1948 unter dem Dach des neuen Grundgesetz versammelt hatten, waren mit ehemaligen Nazis durchsetzt, die sich doch alle als wunderbare Minister, Ministerpräsidenten, Bundeskanzler oder Bundespräsidenten bewährt hatten…

    Es ist Wahlkampf im Land. Wenn man einmal über den Lüneburger Tellerrand hinausblickt, ist schon interessant, was sich zum Beispiel im benachbarten Sachsen-Anhalt tut. Dort kommt eine atemlose Kanzlerin vorbei und verkündet eine Botschaft, die keine frohe mehr ist. Sie hat Deutschland in Europa vollkommen isoliert und sie wird es ganz alleine „schaffen“ müssen. Über das vereinbarte Minimum hinaus wird kein anders Land die Millionen aufnehmen, die bald zusätzlich kommen werden. Das ist Fakt.
    Da können sich die Willkommensvereine, Kirchen und sonstige goodwill-Clubs sich noch so ins Zeug legen: die Leute haben begonnen zu verstehen, in welchem desaströsen Maß sie von dieser Frau Merkel düpiert wurden. Und die Leute sehen: außer dieser AfD gibt es keine andere Partei, die gewillt und in der Lage ist, diese Frau zu stoppen.

    Eines ist viel schlimmer, als der Aufstieg dieser AfD: Wenn das eigene Volk seiner Führung nicht mehr vertraut, nur dann ist die Demokratie wirklich in Gefahr…

    • Wenn, wie Sie schreiben, die Profis mit zum Teil dreißig Jahren administrativer Erfahrung schon derartige Schwierigkeiten haben, wieso sollte man dann aber einen randalierenden Räuberhaufen von ungebildeten Hysterikern, gescheiterten Existenzen und verantwortungslosen Stimmungsmachern bzw. Propagandalügnern an die Macht lassen, wie ihn das durchweg aus Amateuren und Karrieristen bestehende Führungspersonal der AfD auf praktisch allen Ebenen darstellt und von dem darüber hinaus ein nicht unbedeutender Teil zum Teil sogar mehrfach mit Strafprozessen und Strafbefehlen wegen finanzieller Durchstechereien, wegen Volksverhetzung und wegen Meineids zu tun hat?

      Wieso sollte man Leuten vertrauen, denen man schon allein deshalb nicht vertrauen kann, weil sie aus einer ungesicherten AfD-Zustimmung von knapp zehn Prozent die RIESENLÜGE konstruieren, auch die anderen neunzig Prozent vertrauten der von ihnen gewählten Bundesregierung nicht mehr?

      Wenn der Aufstieg dieser AfD weitergehen sollte, dessen „Führung“ sich unter dem unablässigen Einsatz von propagandistischem Dauerfeuer mit dem ruchlosen Schüren von fremdenfeindlichen Lynch- und Massenpsychosen zur Stimme „des eigenen Volkes“ aufspielt und damit durchdringt, weil eine Mehrheit erneut die Vernunft verabschiedet und sich ihr eingeredeten Wahnträumen von Reinheit und Einfachheit überlässt, dann und „nur dann ist die Demokratie wirklich in Gefahr…“

      Wenn es ernsthafte Alternativen zu Merkels Entscheidungen gäbe, so würde ich sie gerne, z. B. von Ihnen, Wolf, hören. Bisher aber erklingt von der säbelrasselnden Gegenbewegung zur Politik – immerhin, wie Sie selbst hervorheben, ALLER etablierten und gewählten Parteien – nur die Forderung nach einer ominösen festen Obergrenze der Flüchtlingszahlen. Vor sechs Wochen hat Herr Jenckel geschrieben: Wer solche Linien auszieht, dem formt sich das Bild von einem Land, welches sich einmauert, seine Grenzen militärisch bewacht und Waffen einsetzt gegen Menschen, die bei uns Schutz und Hilfe suchen. Es wäre das Ende unserer Welt, wie wir sie bisher kennen.

      Wieso also gibt es keine Partei, die eine Alternative bietet, Wolf? Denn CSU, AfD und NPD haben außer Klagen, schrillen Tönen und Drohungen nichts beizutragen. Ist das vielleicht so, weil es zu einer Politik der kleinen Schritte, außer ein paar berechnenden Tambourmajoren des eiskalten, weil Positionen und Einkommen versprechenden Empörungsmanagements, eben KEINE Alternative gibt?

      • Lieber und vermeintlich schlauer Fuchs,
        ich spreche nur für mich und nicht für die von Ihnen sichtbar nicht geschätzten Rechtsparteien.
        Ihre Freunde der „kleinen Schritte“ haben tatsächlich nichts bewirkt, außer Chaos, Kosten und Krisen. Sie wollen Alternativen? Dann strengen Sie doch bitte erst einmal Ihre grauen Zellen an…

        Die Quittung kommt, in genau 4 Wochen, zuerst in den drei Bundesländern. Wird die Abwatsche noch größer als erwartet, dann werden sich die Pöstcheninhaber ganz schnell von der großen Erratikerin aus dem Kanzler-Bunker entsolidarisieren.
        Was tun? Es wird nichts helfen, die AfD mit dem Hass und Diffamierungen zuzukübeln, welcher aus der Richtung derjenigen kommt, die zu recht zittern.
        Wäre das alles mit dieser AfD so schlimm wie auch Sie Herr Fuchs es herausposaunen, so hätte der Newcomer längst den Verfassungsschutz an den Hacken.
        Aber nichts da, die Herren Stegner und Co. haben laut gerufen und der Verfassungsschutzchef Maaßen hat abgewunken. Ob es einem gefällt oder nicht, die Afd ist eine zugelassene und legitimierte Partei. Ende und aus.

        Soweit zur „großen“ Politik.
        In Stadt und Kreis wird es im Herbst zugehen wie üblich: Möchtegerne, Habenichtse und Großmogule werden sich an der Futterkrippe die dicksten Brocken streitig machen. Für die AfD werden Protestwähler aus allen bisherigen Lagern auftauchen und allen Platzhirschen etwas Sorge aber keinen Kummer bereiten. Angströhren ist hier überflüssig.

        A propos dreißigjähriger (!) „Erfahrung“: wenn es der Gerechtigkeitspartei SPD nach Können und Leistung gehen würde, so hätte sie nicht die fähige Kreisrätin Scherf aus Rache und Dummheit entsorgt. Jetzt stehen die Sozis nackt da. Und der Kreis Harburg freut sich.
        So gilt für die SPD der alte Spruch: Gestern noch auf hohem Ross, heute steht die Kuh im Stall!

        • Wenn es ernsthafte Alternativen zu Merkels Entscheidungen gäbe, so würde ich sie gerne, z. B. von Ihnen, Wolf, hören.

        • Keil und Käse im Parteiengefüge

          Vermeintlich lieber „böser Wolf“,

          wie immer hören wir von Ihnen, dem glücklichen Besitzer unentwegt Divinatorisches überlegen deliberierender grauer Zellen, wortreiche Klagen, Verdächtigungen, Vermutungen und Herabsetzungen, aber keine präzisen Antworten auf Ihnen gestellte konkrete Fragen und natürlich auch keine Hinweise darauf, was Sie unter den gegebenen Umständen anders gemacht hätten und anders machen würden als unsere Bundesregierung und ihre bzw. Ihre und meine Kanzlerin.

          1. Wieso sollte man den Kandidaten von der AfD vertrauen, wenn sie, wie selbst schreiben, sich nur im Wahlkampfmodus von den fiesen „Etablierten“ der „Altparteien“ durch scharfe Parolen und „Angstmache“ unterscheiden, sich aber, wenn sie sich „mit Staatsgeld saniert haben“, aus „rempelnden“ Parteivorständen „in Partei-Bonzen verwandeln“ und „in Aufsichtsratsmandate von Sparkassen, Geschäftsführerposten in kommunalen Unternehmen oder in Rundfunkräte drängen“ werden? Wieso sollte man „alte“ Korrupte, bei denen man weiß, woran man bei ihnen ist, durch neue Korrupte ersetzen, die (vielleicht vorerst, vielleicht aber auch dauerhaft) unberechenbar verrückt zu sein scheinen?

          2. Wieso sollte man einer Partei vertrauen, deren Vertreter vor allem mit Lügen, Übertreibungen und Beschimpfungen an primitive Empörungs- und Ausgrenzungsreflexe appelliert und sich ihre Wählerschaft offenbar als einen Haufen geistig minderbemittelten Herdenviehs vorstellt, welches von entschlossen manipulierenden Leittieren, entweder in Angst versetzt oder zu Aggression angestachelt, als Flucht- oder als Hetzmeute gegen seine angeblichen Feinde in Stellung gebracht wird?

          3. Wenn es ernsthafte Alternativen zu Merkels Entscheidungen gibt, wieso skizzieren Sie diese nicht kurz für die Lüneburger, die Sie für klug genug halten Ihre kenntnisgesättigten Feststellungen und Ihre daran anknüpfenden Schlussfolgerungen, wenn auch nicht zu begreifen, so doch immerhin im Wahrheitsglanze ihrer opaken zugleich und dennoch unmittelbar einleuchtenden apotheotischen Evidenz zu bestaunen?

          Jens-Peter Koplin

          • @Jens Peter Koplin
            Warum sollte ich Merkel, Schäuble, den Grünen und Co, „vertrauen“,

            wenn diese uns „heterogenisieren und ausdünnen“ wollen( Grüne) , Extremisten unter ihnen sind oder waren ( Fischer ,Schily, Ströbele, Cohn Bendit, Nebahar Güclü …..), eine unkontrollierte Massenzuwanderung zulassen und verteidigen, das Rentenniveau der hart arbeitenden Bevölkerung auf 43% des Nettoeinkommens verringern,Hunderte von Milliarden an Banken zahlen und Bürgschaften anderer Länder übernehmen, ignorieren das Deutschland über 240.000 Obdachlose hat, sich selbst die Gehälter erhöht, die schon gewaltig sind, ebenso wie die Pensionen, die veranlassen, daß Deutschland die Grenzen nicht mehr kontrolliert und Extremisten und Schwerkriminelle ebenso wie Terroristen ins Land unbehelligt einreisen, die Hunderte Milliarden für illegale Einwanderer verschleudern, die nationale Kompetenzen an die EU weiterreichen, die Ausbeutung der Bürger durch die GEZ finanzierten Sender vorantreiben………(GroKo)!

            Mit anderen Worten: Uns Bürger verraten und verkaufen und nicht ein einziges Gesetz in 10 Jahren zum Vorteil der Bürger erlassen.

          • Jennifer Schmitzke

            Sehr geehrter Herr Ralf Kollba, ich habe eine Frage an Sie als Gersetzesversteher. Bislang habe ich mich gegen ein Upgrade auf Windows 10 erfolgreich zur Wehr setzen können, doch heute Morgen standen zwei außerordentlich groß gewachsene, außerordentlich dunkel gekleidete, außerordentlich grobe und unfreundliche Männer vor der Tür, die – ohne zu fragen! – in meine Wohnung eingedrungen sind, und mich dann bei der Installation von Windows 10 „begleitet“ bzw. „unterstützt“ haben. Das kam mir komisch vor, denn ich empfinde so etwas als Zwang! Was sagen Sie, ist dieses Vorgehen seitens der Fa. Microsoft überhaupt noch rechtlich gedeckt?

        • @ fuchs

          Ihre Äusserungen sind nicht durch die Aussagen von Frau Petry und Frau Storch zu belegen.Anbei das Interview von einem ehemaligen Grünen:

          http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/ex-gruener-unterstuetzt-die-afd-auch-bei-den-gruenen-habe-ich-strohpuppen-brennen-sehen-14060118.html

          Der hat es verstanden.

          Zitat: „Ich muss darüber nicht hinwegsehen, weil die Kritik an Frau Petry doch eine schlimme Heuchelei ist. In dem Interview wurde sie mit mehreren Nachfragen in eine Ecke gedrängt, und dann hat sie gesagt: Die Rechtslage ist so, wofür haben Grenzschützer sonst überhaupt Pistolen dabei? Das heißt doch nicht, dass die AfD auf Flüchtlinge oder gar auf Kinder schießen will. Ihr wird da etwas untergeschoben, das überhaupt nicht stimmt!“

      • @Klaus

        Die distanzieren sich von einem Mann der 24 Stunden auf dem Boden der Realität lebt. Das tun aber bei Weitem nicht alle.
        Wenn die Schlaufüchse, wie Frau Roth , die unser Grundgesetz nicht kennt, weiter so gegen die Wählermeinungen stellen, geht es bei Palmer und anderen so wie bei Sauerblom,einem „Mitgründer“ der Grünen nämlich: „Adios`Grüne.“

        http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/ex-gruener-unterstuetzt-die-afd-auch-bei-den-gruenen-habe-ich-strohpuppen-brennen-sehen-14060118.html

        • Sinan Uysal
          ich habe mich mit palmer schon länger beschäftigt. seit stuttgart 21. seine auftritte haben da sehr viel aufmerksamkeit erregt. wie sie sehen, der unterirdische bahnhof wird trotzdem gebaut. seine ansichten haben eben nicht geholfen. was schließen sie daraus? ob seine ansichten , die er jetzt hat, weiterhelfen werden? der palmer ist nicht dumm. er begeht eben nur die gleichen üblichen fehler, wie die meisten politiker, die in amt und würden stehen. warum war merkel wohl so erfolgreich? warum ist sie es jetzt nicht mehr? denken sie mal darüber nach.

  15. http://www.welt.de/debatte/kommentare/article152186101/Amerika-darf-nicht-sozialdemokratisch-werden.html
    die schlagzeile spricht für sich. siems götze ist die wirtschaft, ob die wirtschaft für den menschen da ist, oder nicht, ist ihr nicht so wichtig. sie fördert indirekt damit die afd und andere radikale gedankenträger. ihre,die welt, ist eben nicht liberal, sondern neo-liberal.

  16. Herr Jens-Peter Koplin
    Das muss man schon lassen, Sie können glänzend bramabarsieren.

    Sie arbeiten sich rührend an „Wolf“ ab. Und Sie stellen Sie Fragen, die Sie selber beantworten könnten. Sie haben es doch gut beschrieben: Dem „Wolf“ gefallen weder die „Etablierten“ noch die AfD. Was ist er also? Ein typischer Protestwähler.

    Nun wäre der „liebe Wolf“ zu fragen: was will er damit erreichen? Den Regierenden nur einen Denkzettel verpassen? Motto bis zur nächsten Wahl wird aber „besser regiert“. Oder will er ein Umdenken in der Politik anstoßen, sozusagen den Allparteien-Kuschelkurs beenden?

    Wenn Protestwähler tatsächlich eines erreichen, dass die desolate Wahlbeteiligung von unter 60% wieder ansteigt, dann wäre doch für die Demokratie viel erreicht, oder?

    • Jens-Peter Koplin

      Liebe(r) Carla Wolf-Runkel,

      den „überzeugten“ AfD-Wähler können Sie sich selbst nicht mehr vorstellen, weil „die Partei“ bzw. ihre Führungsfiguren keine konstruktiven Konzepte besitzen, die a) sowohl im Rahmen gegebener Umstände um- und durchsetzbar und b) von denen der Regierung unterscheidbar sind, also möchten Sie nun den temporär Irrenden, den „Protestwähler“ einstweilen auf Ihre kleine schlingernde Jolle ziehen.

      Netter Versuch!

      Aber als wen stellen Sie sich vor, wenn Sie sich hier anonym als Modell für den „Protestwähler“ darstellen? Wer sind die Protestwähler nach Ihrer Auffassung? Die, die den „Etablierten“ nach „Gefallen“ und „Nichtgefallen“ kleine „Denkzettel“ verpassen sowie „ein Umdenken in der Politik anstoßen und sozusagen den Allparteien-Kuschelkurs beenden“ wollen. Verdrossen sind Ihre „Protestwähler“ und enttäuscht, depraviert und um Hilfe rufend, rational, aber anfällig für Rattenfänger – kurz aus welchen Gründen auch immer irregeleitete Wähler, die vom richtigen Pfad der Wahltugend abgekommen sind und nun nach einer nicht-etablierten Partei Ausschau halten.

      Was für ein abstoßendes Bild vom mündigen und aufgeklärten Wähler ist das denn?

      Sie wissen sicher, dass das Konzept der Themenwahl (issue voting) es nie so richtig nach Deutschland geschafft hat, setzt es doch einen umfassend informierten und rational entscheidenden Wähler voraus, der keine Parteibindung aufweist, wie ihn der Rechtswissenschaftler Jendreieck oben beschrieben hat (https://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/300925-gruene#comment-62403). Das ist natürlich nicht zu vereinbaren mit dem bei Ihnen wie auch bei vielen „Volksvertretern“ im Stadtrat ganz offensichtlich vorherrschenden Wählerbild, das Stammwähler gedankenlos zur Warnurne traben sieht, Wechselwähler kennt, die vermutlich, weil ihnen die Nase des Spitzenkandidaten oder sein Oberhemd gefällt, die Partei wechseln, und eben jene „Protestwähler“, die „psychologisch anfällig“ sind, die sich in einem Zustand befinden, den man als demokratische Depression oder als affektive Störung beschreiben kann, die die vorhandene intensive Bindung zu einer Ihrer „etablierten“ Parteien beeinträchtigt. Die entsprechend Gestörten sind entsprechend anfällig für politische Rattenfänger, die sie ins Straucheln, vom guten und richtigen, vom demokratischen Wahlweg abbringen: Sie laufen daher dem Sirenengesang nach, den sie als erstes hören.

      Derart fest verwurzelt ist bei Ihnen dieses Bild des irrationalen und affektiv an Parteien gebundenen „Stimmviehs“, dass es Ihnen nicht einmal in den Sinn zu kommen scheint, Ihre eigenen Wähler, die von Ihnen der AfD so zahlreich gewünschten „Sympathisanten“ davon auszunehmen und als Wähler ernst zu nehmen, die vereinzelt unter Umständen sogar mit Überlegung und aus respektablen Gründen eine Stimmentscheidung getroffen haben könnten, aus Gründen, von denen aber auch nur einen einzigen zu nennen, Ihnen, liebe(r) Carla-Gunter bisher leider nicht gelungen ist und denen keine „etablierte“ Partei würde entsprechen wollen. Sie schreiben: „Wenn Protestwähler tatsächlich erreichen, dass die desolate Wahlbeteiligung von unter 60% wieder ansteigt, dann wäre doch für die Demokratie viel erreicht, oder?“ Sie halten die Wähler für die manipulierbare Herde, auf deren Zahl es ankommt. Und wenn „etablierte“ Parteien fälschlich den Zustand eines demokratischen Paradieses beschreiben, können Ihrer Ansicht nach Protestwähler also nur Naive sein, die faule Äpfel fressen, die ihnen von der AfD-Schlange angepriesen werden, weshalb „das Geschäftsmodell“ zur Stimmenakkumulation eben extrem „teuflisch“ inszeniert werden muss, nicht wahr? In Ihren Worten: „Radikale Parolen? (…) Das Geschäftsmodell ist weder Systemveränderung noch ‚Putinisierung‘. Das sind Parolen, um auch an die Stimmen von ganz rechts (oder ganz links?) zu kommen.“

      Diese Sichtweise auf Ihre eigenen Wähler, die Sie als „Protestwähler“ annoncieren und Ihr Umgang mit ihnen ist ein weiteres Indiz dafür, dass Sie und Ihre Helfershelfer (genau wie die von Ihnen herablassend als „Etablierte“ bezeichneten amtierenden Parteien bzw. Parteivertreter) hier im Forum und auch sonst in den Medien das Wahlvolk als tumbe Masse darstellen, das nur dann für Interesse sorgt, wenn es anders als erwartet wählt — oder eben – wenn es nach Ihnen geht – wählen soll. Liebe Carla Wolf-Runkel, mit Respekt vor Wählern oder gar Respekt vor der eigenen Bevölkerung, vor Mitbürgern und Mitbürgerinnen hat das nicht einmal entfernt etwas zu tun.

      • Jens-Peter Koplin
        die überheblichkeit ist nicht nur in der politik weit verbreitet. wer gegen den strom schwimmt, muss sehr sportlich sein. welche partei interessiert sich direkt nach der wahl, noch für seine wähler? es wird immer gern von richtungswahlen und schicksalswahlen fabuliert. nichts trifft da zu. in einer parteiendemokratie wird sich nur im kreis gedreht.

        • Hallo Herr Bruns,

          können Sie sich denn eine Demokratie ohne Parteien vorstellen? Basisdemokratie? Hat die, wenn mehr als zwei Personen beteiligt waren, schon jemals irgendwo funktioniert? Bei Ihnen Zuhause vielleicht? Oder hat sich bei der Diskussion übers Fernsehprogramm Ihre Frau nicht mit Ihrem Sohn und Ihre Mutter nicht mit Ihrer Tochter solidarisiert und Sie waren wieder und wieder auf die treuherzigen Blicke von Anikó oder Ihrem Hund angewiesen?

          • Dietmar
            ich kann mir vieles vorstellen. was nützt es? wären die menschen vernünftig, bräuchten wir keine gesetze und keine parteien. wenn herr urgestein von der cdu aber schon parteisoldaten für den kommunalbereich braucht, bekomme ich bauchweh. er lebt jetzt zurückgezogen an der elbe. schmunzel. ich glaube, er hat sogar ein paar parteisoldaten über.

  17. „ein land von denker und dichter,…“ Wer hier nicht ganz dicht ist, steht wohl außer Frage !

  18. Hallo Leute,

    wer zur Abwechslung mal „richtige Politik“ im Zustand ihrer allmählichen explosiven Selbstentblößung studieren möchte, der lese Artikel und Kommentare und recherchiere rechts und links bloß wenige aufschlussreiche Klicks weiter über einen Fall, in welchem ein bedrohlich anschwellender ökonomischer Interessengegensatz zwischen einem Event- und Kulturmanager und einer Event- und Kulturhochschule den Keil der (Geld-) Not und (Geld-) Gier (vulgo: der Finanzierungszwangsakrobatik) ins Beziehungsgefüge von lieben Freunden treibt, in deren Bunde rot-grüne Granden mit und ohne Nase (oder Nasivin bzw. Locken) eine von drei kraftvoll um „optimale win-win-win-solutions“ bemühten Parteien abgeben.

    Hier: https://www.landeszeitung.de/blog/kultur-lokales/302641-vamos-kulturhalle-wir-arbeiten-taeglich-fuer-den-erhalt

    • Das ist ja echt ein Ding, Herr Hoppe soll äußerst geschickt sein, der wird den ganzen Rat einwickeln und ihn vor seinen Karren spannen. Da bin ich mal auf die Reaktion von der Uni gespannt, die haben schon länger Erfahrung mit ihm und kennen seine Gaben. Das wird spannend.

      • Lieber Hans-Peter Dierks, jetzt wollen wir beide aber nicht gleich wieder den alten Fehler machen, unser diffuses Unbehagen über schleichende Veränderungen in Rio de Janeiro, in Scharnebeck und am Bockelsberg in pauschale Verachtung für eine politische Klasse zu transformieren, in die bedarfsweise und nach Gelegenheit auch Wirtschaftsbosse oder Journalisten eingemeindet werden. Herr Klaus Hoppe ist zuallererst ein sehr tüchtiger Geschäftsmann, der, obwohl er (Und warum denn auch nicht?) persönlich davon profitiert hat, sehr viel Gutes fürs kulturelle Leben in Lüneburg geleistet hat. Sie sollten nicht versuchen, einen Unternehmer zu diabolisieren, der – natürlich – manches „unternimmt“, um in der Branche, in der er etwas zu bieten hat, am Ball zu bleiben und sich nicht einfach so die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Das ist legitim, legal sowieso und wird sogar von einem tatkräftigen und der Zukunft zugewandten mittelständischen Arbeitgeber und Steuerzahler erwartet. Also ist nicht das, WAS Herr Hoppe probiert, irgendwie problematisch, sondern die Art, WIE er daran geht und wie sich seine wieder einmal unfreiwillig lustigen Kontrahenten (= Widersacher UND Partner) aus der kommunalen Verwaltungsspitze und dem Fachhochschulpräsidium dazu verhalten, denen wir ja schon weit bedeutendere (und kostspieligere) Komödien verdanken, DAS ALLES besitzt ein erhebliches Potential an belehrendem Unterhaltungswert für die bildungsbeflissene Neugier eines Publikums, wie es sogar ein Dichter vom Format des scheidenden Theatermannes Holm Keller niemals gering geschätzt oder gar enttäuscht hat. Denn, das war dem hauptberuflichen Vizepräsidenten bei allen seinen grandios kalkulierten Inszenierungen stets ebenso bewusst wie unserem Mädge-Nahrstedt-Tandem bei den ihrigen, dass schon in der Ars Poetica des Horaz ab Vers 333 Folgendes steht: „Aut prodesse volunt aut delectare poetae (zu dt.: „Die Dichter wollen entweder nützen oder unterhalten“) aut simul et iucunda et idonea dicere vitae“ (deutsch: „oder zugleich Erfreuliches und für das Leben Nützliches sagen“).

        Nicht mehr, aber auch nicht weniger dürfen wir erwarten, wenn wir den Verlauf des Vamos!-Dramos verfolgen und uns voller Bangigkeit fragen, wie viele grimme Keiltreibereien so ein über Jahre gewachsenes und gepflegtes freundschaftliches Beziehungsgefüge wohl aushält, bevor schmutzige Wäsche an der Brausebrücke gewaschen wird.

  19. @Marco Weimann

    Den Bericht habe ich auf einem anderen Nachrichtenportal auch gelesen. Solche Entwicklungen stimmen durchaus nachdenklich und es wird sie vermutlich verstärkt geben. Frage ist wie weit die Polizei solche Entwicklungen angesichts ihrer dünnen Personaldecke und Millionen von Überstunden im Blick und im Griff behalten kann. Ich bezweifele zwar stark, dass die Einheitsparteien solche Gruppe als Bereicherung ansehen, doch gehen sie gleichzeitig auch nicht ausreichend entschieden durch Gesetzgebungen und Personalausbau bei der Polizei dagegen vor. Dieser Vorwurf ist uneingeschränkt berechtigt.

  20. Hi Heidi,

    Chainsaw Carving machen, statt immerzu den lz-trolligen Moser-Bernd oder Nöler-Klaus zu spielen, wär dat nix för´n gode Mann, as du een bis´, Heidi? Das könntest du dir doch mit Andreas Meihsies zusammen als neues Hobby aussuchen. Da könntet ihr euch ungemein kreativ austoben und ohne Pause und ganz laut beim Kreischsägen schimpfen (und keiner bemerkte, wie schlimm es bei dir um die Beherrschung von Mutersprache und Rechtschreibung steht).

    Oft schon wurde auch Dirk Wulf aus Barskamp („einem wunderschönen Ort an der Elbe, inmitten der Lüneburger Heide“) gefragt, „wie er zum Schnitzen gekommen ist – und ob er in seinem Beruf als Postbote nicht ausgelastet sei“. Er beantwortet die Frage auf seiner Homepage: „Nach einer Einladung zu einer Hochzeit suchten meine Frau und ich nach einer passenden Verpackung für ein Geldgeschenk. Schnell entstand die Idee, da das Brautpaar Pferdeliebhaber ist, einen Holzpferdekopf zu schnitzen, an dem man das Geld anbringen könnte. Die Pferde meiner Frau standen Modell, wurden vermessen, um eine Skizze anzufertigen.“ (http://www.kettensägenkunst-barskamp.eu/ueber-mich.html)

    Hübsch, nicht wahr? Solche blitzgescheiten Antworten könnt ihr (Andreas und du) euch beim Hacken, Keiltreiben und Sägen dann auch ausdenken. Zum Beispiel für den Oberuli, damit der was zu entgegnen hat, wenn er eines Tages tatsächlich mal gefragt werden sollte, wie er auf den Libeskind-Bau gekommen ist: „Nach einer Einladung zu einem Merkel-Besuch am 9. Oktober 2008 suchten meine Frau, Herr Althusmann und ich nach einer passenden Verpackung für ein Geldgeschenk. Schnell entstand die Idee, da das Universitätspräsidium Prunkliebhaber ist, einen Protzpalast zu befürworten, an dem man das Geld anbringen könnte. Die Vorstellungen meiner Frau standen Modell, wurden vermessen, um eine Skizze anzufertigen und jetzt haben wir den Salat! Was bleibt? Blick nach vorn und Vamos!“

    Mehr dazu und zu einer Art des gartenzwergkulturellen Grenzabschreckungsterrors, an welchen die kaltblütig zielende Revolverheldin Petry-Pretzell noch gar nicht gedacht hat: http://www.landeszeitung.de/blog/kultur-lokales/303074-303074

  21. Dunkel war’s, der Mond schien helle,
    Schneebedeckt die grüne Flur,
    Als ein Auto blitzesschnelle
    Langsam um die Ecke fuhr.
    Drinnen saßen stehend Leute
    Schweigend ins Gespräch vertieft,
    Als ein totgeschossner Hase
    Auf der Sandbank Schlittschuh lief.
    Und der Wagen fuhr im Trabe
    Rückwärts einen Berg hinauf.
    Droben zog ein alter Rabe
    Grade eine Turmuhr auf.
    Ringsumher herrscht tiefes Schweigen
    Und mit fürchterlichem Krach
    Spielen in des Grases Zweigen
    Zwei Kamele lautlos Schach.
    Und auf einer roten Bank,
    Die blau angestrichen war
    Saß ein blondgelockter Jüngling
    Mit kohlrabenschwarzem Haar.
    Neben ihm ’ne alte Schachtel,
    Zählte kaum erst sechzehn Jahr,
    Und sie aß ein Butterbrot,
    Das mit Schmalz bestrichen war.
    Oben auf dem Apfelbaume,
    Der sehr süße Birnen trug,
    Hing des Frühlings letzte Pflaume
    Und an Nüssen noch genug.
    Von der regennassen Straße
    Wirbelte der Staub empor.
    Und ein Junge bei der Hitze
    Mächtig an den Ohren fror.
    Beide Hände in den Taschen
    Hielt er sich die Augen zu.
    Denn er konnte nicht ertragen,
    Wie nach Veilchen roch die Kuh.
    Und zwei Fische liefen munter
    Durch das blaue Kornfeld hin.
    Endlich ging die Sonne unter
    Und der graue Tag erschien.
    Dies Gedicht schrieb Andreas Meihsies
    Abends in der Morgenröte,
    Als er auf dem Nachttopf saß
    Und seine Morgenzeitung las

    • Sie möchten auch ein bisschen zündeln, Herr Bruns? Oder haben Sie – „nur mal so am Rande“ – auch eine Meinung zu dem Verhalten von Herrn Palmer? Meine entspricht zu 99% der hier:

      http://www.zeit.de/kultur/2016-02/boris-palmer-fluechtlinge-kiyak

      Den Text der UN-Menschenrechtecharta oder Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte finden Sie hier:

      http://www.un.org/depts/german/menschenrechte/aemr.pdf

      • Meli
        zum verhalten von herrn palmer habe ich schon öfters hier was gepostet. nur soviel, kein mensch ist illegal. houston,wir haben aber trotzdem ein problem. weniger mit den flüchtlingen, mehr mit menschenverachtern und egoisten und mit denen, die angst vor verdrängung haben. wettbewerb ist nun mal nicht jedermanns sache und nicht jeder ist in der lage, sich ihm zu stellen.