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Lüneburgs Stadtmarketing rutscht im Sparmodus in die Flaute

Hans-Herbert Jenckel
Hans-Herbert Jenckel

 

 

(Den Blog.jj schreibt der Online- und Lokal-Chef, der Geschäftsführende Redakteur Hans-Herbert Jenckel, Kürzel jj)

 

 

Lüneburg, 23. Mai

Lüneburg hat Schlag bei Besuchern, nicht wegen des Stadtmarketings, sondern trotz des Stadtmarketings.

Das Marketing muss nämlich mangels Masse eine künstlerische Pause einlegen. Es arbeitet im Sparmodus und der neue Geschäftsführer Schrock-Opitz glänzt als Sparkommissar. Der Mann hat kein Geld für große Sprünge, weil seine Vorgänger mit Illusionen über die Illumination des Kalkbergs, des Rathauses oder der Stintbrücken und mit anderen Phantasmagorien den Betrieb in die roten Zahlen gewirtschaftet haben sollen. Schrock-Opitz ist jetzt so was wie der Schäuble von Lüneburg, ein kühl kalkulierender Kurator, der die Euros zusammenhält und auf Bewährtes setzt, und zwar in der Schmalspur-Variante.

So konnte er jetzt dem Wirtschaftsausschuss des Rates dank der Großzügigkeit von Gesellschaftern und Personal-Diät zumindest kalkulatorisch wieder ein Plus in der Bilanz 2015 präsentieren.

Aber ist das ein Grund für Applaus? Nein. Ein Stadtmarketing kann keine Mangelveranstaltung sein, die auf Hungerkuren und leise Töne setzt, sondern kann nur eine Werbetrommel sein, die über die Republik hinaus gehört wird. Da zeigten sich die Lokalpolitiker viel mehr nur ganz in ihrem Element, der Kurzsichtigkeit. Statt zu mahnen, lobten sie.

Dabei ist das Potenzial an Touristen riesig, das noch für die Salzstadt zu gewinnen ist. Bei einer aktuellen Erhebung der „Hidden Champions“ der Branche taucht Lüneburg nicht auf. Boltenhagen, Büsum oder gar Bispingen haben in der Statistik pro Einwohner zwischen 380 und 160 Übernachtungsgäste im Jahr. Lüneburg kommt gerade mal auf gut 4. Da geht noch was. Und es gilt: Gerade wenn die Not am größten ist, zeigt sich, ob in einem Marketing-Profi auch ein Kreativ-Kraftwerk steckt.

Lüneburg hat zwar die Telenovela „Roten Rosen“ als Image-Botschafter, aber um Gäste in der weiten Welt anzusprechen, fehlt der Hansestadt der Titel Weltkulturerbe als Versprechen für Einzigartigkeit. Versuche gab es, Gründe genug auch, aber Lüneburg war zu spät dran mit der Bewerbung. Und wer zu spät kommt, den ignoriert die UNESCO. Wismar hat das Siegel, Stralsund hat‘s, Lübeck hat’s, Lüneburg nicht. Lüneburg muss deswegen mehr gute Ideen entwickeln, um im Rennen um gerade internationale Besucher dauerhaft zu punkten.

Wenn aber das Geld und die Ideen für Lüneburg-Werbung tatsächlich fehlen, sollten die Politiker richtig übers Gesundschrumpfen nachdenken und anstelle des Stadtmarketings wieder ein kleines und billigeres Fremdenverkehrsamt ins Leben rufen.

Die zweite Aufgabe, die Förderung des Innenstadt-Handels, hat längst das „Lüneburger Citymanagement“ mit ihrem allgegenwärtigen Boss Heiko Meyer, der grauen Eminenz der Rosenkönigin,  treuhänderisch übernommen. Und wenn Meyer nach der Kommunalwahl im September auf SPD-Ticket in den Rat einrückt, wäre er der geborene Wirtschaftsausschuss-Vorsitzende und als solcher auch der politische Aufseher über den Tourismus-Sektor der Stadt.

Über den kleinen Umweg könnte er seinen einst anvisierten Traumjob ganz neu ins Auge fassen oder besser beaufsichtigen. Er hatte sich schließlich schon mal als Stadtmarketing-Geschäftsführer empfohlen. In diesem Fall gilt im wahrsten Sinne: Kommt Zeit, kommt Rat, kommt Meyer.

Hans-Herbert Jenckel

118 Kommentare

  1. Die Rechnung „Welterbetitel = mehr Gäste“ greift zu kurz. Das hat man sich anderswo auch erhofft – es gibt allerdings m.E. keine belegbaren Daten, ob ein Welterbetitel signifikant mehr Gäste bringt. Fürs Rennommee und auch die Vermarktung mag der Titel schön sein – allerdings unterwirft man sich auch Regeln, die mitunter wie ein Korsett wirken. Dresden etwa war den Titel schnell wieder los, als eine neue Elbbrücke der Unesco nicht ins Bild passte …

    • Der Titel Weltkulturerbe gilt in Lübeck, Wismar oder Stralsund als ganz wichtiges touristisches Marketing-Instrument. Gerade bei Fernreisenden wird oft die ganze Europa-Stippvisite nach Titeln wie Weltkulturerbe geplant.
      Die Stadt Würzburg, die so wirbt: „Bayerns Schlösser, Gärten und Seen sind Zugpferde des Tourismus. Sie stellen mehr als zehn Prozent der Top-100-Sehenswürdigkeiten in Deutschland. Besonders die Würzburger Residenz, die seit 1981 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt, wollten 2015 wieder sehr viele Leute besichtigen. Mit mehr als 378.000 Besuchern übertrumpfte das letzte Jahr sogar noch 2014, als 372.650 Menschen die Residenz bewunderten.“ LG hhjenckel

      • Es gab 2015 in Bayern 2015 mehr als 88 Millionen Übernachtungen. Allein im Sommerhalbjahr kamen fast 21 Millionen Menschen nach Bayern, die über 54 Millionen Mal übernachteten. Zwar gab es einen deutlichen Rückgang von Besuchern aus Russland: Mit rund 208 000 ein Drittel weniger als 2014. Dieses Minus wurde aber ausgeglichen durch mehr Gäste aus China, deren Besuche mit knapp 440 000 um etwa 35 Prozent zugenommen haben. Gestiegen ist auch die Zahl der Touristen aus den USA und Großbritannien. Und auch für Reisende aus anderen Bundesländern ist Bayern ausgesprochen attraktiv. Mit über 43 Millionen Übernachtungen wurde hier allein im Sommerhalbjahr der stärkste Wert seit 1995 erreicht. Vgl.: https://www.statistik.bayern.de/statistik/tourismus/

        Glauben Sie wirklich, Herr Jenckel, dass die Würzburger Residenz, weil sie seit 1981 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt, mit ihren 378.000 Besuchern den Kohl fett macht?

        Übrigens rutschte das bayerische Märchenschloss Neuschwanstein bei Füssen 2015 in der jährlichen Umfrage der Deutschen Zentrale für Tourismus auf Platz zwei der beliebtesten Reiseziele Deutschlands. Auf den ersten Platz vorbeigedrängt hat sich der Europapark im badischen Rust zwischen Freiburg im Breisgau und Offenburg westlich der Autobahn A 5 in der Nähe der Grenze zu Frankreich.

        Weder das Schloss Neuschwanstein noch der Europapark Rust sind Weltkulturerbe.

        Was glauben Sie aber, worauf der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband für die Zukunft vor allem baut? Auf Welterbe-Titel? Falsch! In Zukunft will die bayerische Tourismusbranche verstärkt auf barrierefreien Urlaub sowie auf Gesundheitstourismus (auch Fahrrad, Wandern, Wellness) setzen, das heißt konkret: Bessere Angebote für Ältere oder Menschen mit Behinderungen. Eine Weitere Zielgruppe: Gestresste Workaholics, die auf der Suche nach Ruhe und Entspannung sind.

        Und auch eine weltbekannte bayerische Spezialität soll vor allem in diesem Jahr eine große Rolle im Tourismusgeschäft spielen: Das Bier.

        2016 feiert das Reinheitsgebot 500. Geburtstag.

        Vielleicht sind hier ein paar Ideen-Transfers nach Lüneburg möglich?

  2. Hallo Herr Jenckel,

    erst neulich, am 13. April haben Sie selbst geschrieben: „Lüneburg, die Salzstadt, die Rote-Rosen-Stadt, die Hansestadt ist so attraktiv, dass sie die Besuchermassen manchmal nicht mehr zu fassen vermag.“ Und schon zwei Jahre zuvor, am 16. September 2014, haben Sie über die „Upper-Zeit-Class“ geklagt, die in gewaltigen Trauben „wie in Trance in historischen Gassen an einem Fleck verharrt, himmelwärts starrt, Fotoapparate und Smartphones zückt und ihr Lüneburg- Mantra stammelt: ‚Wie schön, wie schön, ach, wie schön‘. Die auf Giebel zeigt und den alten Trio-Hit ‚Da, da, da‘ intoniert.“ Fast wie Demonstranten verstünden sie es, „mit unendlich viel Zeit im Nacken die Altstadt zu verstopfen und dem Eiligen (also Menschen wie Ihnen und Heiko Meyer) die Zeit zu rauben.“ Diese „Lüneburg-Konquistadoren“, wie Sie sie tauften, seien „leicht zu erkennen, weil man als eiliger Lüneburger unweigerlich auf sie stößt. Sie versperren in Kompaniestärke Geh- und Radwege, ja ganze Gassen. Für sie ist die Salzstadt ein begehbares Museum. Und da darf man schließlich auch überall stehen und staunen.“

    Und nun wollen Sie mit LMG-Geschäftsführer Claudio Patrik Schrock-Opitz den Globus ins Hansestadt-Fieber versetzen, wollen, dass Heerscharen alter Damen aus Canberra und Montreal mit kleinen bleichgesichtigen Geldverdienemännern im Schlepptau sich auf den Weg ins „Kaufhaus Lüneburg“ machen? Dass wohlhabende Besucher aus Peking (zum Ärger von Herrn Pauly) unsere Infrastruktur (ab)nutzen und (zu seiner Freude) die Bettensteuer in die Höhe treiben? Und dass Weihnachtsmarkt und Sülfmeistertage von morgenländischen Scheichs, von philippinischen Milliardären, russischen Oligarchen und namibischen Stammeshäuptern samt zahlungskräftiger Verwandtschaft und vergnügungslustigem Dienstgefolge goutiert werden und alle die frohe Botschaft von der beglückend unnachahmlichen Erlebniseinzigartigkeit dieser Events bis an die Grenzen der belebten Natur weitertragen?

    Als Adenauer Ur-Enkel können Sie ja immer sagen: „Wat kimmert mich ming Jeschwätz von jestern.“ Oder?

    • Lieber Herr Janssen, das ist aber eine ganz eigenwillige Auslegung.
      Mir geht es wie schon in den von Ihnen zitierten Blogs darum: Wenn schon ein Stadtmarketing, dann auch ein kreatives und kraftvolles und keine Sparversion.
      Da hätten wir auch beim schönen Fremdenverkehrsamt bleiben können.

      PS: Die Touristen drängeln sich im August und September am Sand, Markt und Stint. Viele Monate haben wir aber durchaus noch Luft nach oben, fragen Sie mal die Hoteliers. LG hhjenckel

      • Konrad Janssen

        Gut,

        lassen wir die Frage nach der Bekömmlichkeit des Massentourismus mal beiseite.

        Bleibt die Tatsache, dass, wenn Sie mehr Power wollen, Sie eben auch bereit sein müssen, Kohle in die Lokomotive zu schaufeln. Ist der LMG-Geschäftsführer da der richtige Ansprechpartner? Nein! Es war ganz leicht, den nervösen Pruschwitz als übergeschnappten Traumtänzer zu demontieren und es ist billig, den redlichen Schrock-Opitz als knausernden Biedermann ohne Energie und Ideen eine lange Nase zu drehen. Das ist das alte Spiel. Man schlägt den Esel, meint im Grunde aber den Müller. Was ist so verwegen daran, den illuminierten Kalkberg mit ins vermarktbare Stadtbild zu nehmen? Was spricht gegen lichtumflutete Brücken, Kirchen und Rathäuser? Nichts! Wer bekam leuchtende Augen als Stefan seinerzeit bei Vorstellungsgesprächen seine Hochglanzfolien aus der Tasche gezogen hatte? Von wem kam im Juli 2014 das Geschrei, nun müsse Realismus einkehren und Schmalhans Marketingchef werden? Und wer war für Claudio Patrik als der damit angab, er könne zwei Einschreiben zum Porto von einem expedieren lassen?

        Das Unglück der Lüneburg Marketing GmbH und ihrer seit mindestens zehn Jahren mehr als betrüblichen „Produkte“ sind NICHT ihre Geschäftsführer, SONDERN ihre Gesellschafter, unter denen der Selbstdarstellungsspezialist, Ihr künftiger Wirtschaftsausschussvorsitzender (vielleicht wird das aber auch, wer weiß das schon, Prof. Gunter Runkel) Heiko Meyer (neben dem OB) einer der vornehmsten und unberechenbarsten ist. Wollen die Verbände, bzw. ihre Verbandshäuptlinge, das vernünftig geworben und vermarktet wird, müssen sie das dadurch dokumentieren, dass sie die eingesetzten jährlichen Geldmittel mindestens verzehnfachen, mit den LMG-Gfs sehr gut dotierte Dreijahresverträge abschließen und ihre „Aufsicht“ während dieser Frist aufs buchhalterische Controlling beschränken. Über Erfolg oder Misserfolg von Konzepten wird, sofern in der Zwischenzeit nichts Ungesetzliches geschieht, nur alle drei Jahre debattiert, NICHT dreimal pro Woche und – wenn es Heiko Meyer so gefällt – auch noch am Sonnabendvor- und am Sonntagnachmittag.

        Also: Gebt dem neuen Mann Geld in die Hand, schenkt ihm Vertrauen und lasst ihn walten und entscheiden, dann macht er vielleicht was draus und bringt auch Lüneburg zum Tanzen.

        • Ludwig Hüttner

          „die eingesetzten jährlichen Geldmittel mindestens verzehnfachen“

          Man muß hier wissen, daß die Lüneburg Marketing 77 Prozent ihres jährlichen Etats aus Umsätzen erwirtschaftet – oder erwirtschaften sollte. Das sind im Mittel knapp 1,2 Millionen Euro. Nur 23 Prozent, oder 350.000 Euro, kommen pro Geschäftsjahr von den neun Gesellschaftern oben drauf, so daß je nach Wetterlage zwischen 1,5 und 1,6 Millionen Euro zusammenkommen.

          Eine Verzehnfachung des Gesellschafteranteils würde also bedeuten, daß die Zuschüsse auf rund 3,5 Millionen Euro stiegen und das Budget in der Anlaufphase, also bis sich höhere Umsatzerlöse ergäben, jährlich etwa 4,7 Millionen Euro betrüge.

          Unter den interessierten „Schlüsselakteuren“ ist die Stadt Lüneburg mit 25 Prozent, d. h. mit zur Zeit 87.500 Euro p. a. der gewichtigste. Ihre Unterstützung würde auf 875.000 Euro p. a. steigen müssen. Weitere Geldgeber sind: die Kurzentrum Lüneburg Kurmittel GmbH, der Verein Lüneburger City Management, der Schaustellerverband, der Verein Aktive Lüneburger Hoteliers, der Verein der Lüneburger Marktbeschicker, der Verein Lüneburger Kaufleute, die Samtgemeinde Bardowick und die Einheitsgemeinde Adendorf.

  3. Verena Brammer

    Seit dem 1. Oktober 2015 ist Claudio Patrik Schrock-Opitz im Amt. Damals meinte er, sein überschaubarer Etat von knapp 1,5 Millionen Euro sei „sachgerecht“ und für ihn gelte „die Devise: Idee ersetzt Budget“. Die Dinge sollten „sich rechnen“. Also müsse, sagte er, das Lüneburg Marketing „Partnerschaften eingehen, zusätzliche Sponsoren finden und binden“. Opitzens Feuertaufe, das Stadtfest mit dem „regionalisierten musikalischen Programm“, findet erst in einem Monat statt. Wünschen wir dem Marketingchef Sonne, blauen Himmel und viele gutgelaunte Gäste. Am 17. Juni wird sich zeigen, was er und sein Team mit guten Ideen, mit generösen Partnern und mit Künstlern aus Stadt und Kreis reißen können.

  4. Mitgliederschwund, kaum noch Wähler, Nahles und Süßigkeiten-Siggi als Führungsduo im Bund, Hiltrud Lotze, Jens Kiesel und nun auch noch Heiko Meyer und Klaus-Dieter Salewski in Lüneburg: Die SPD gilt als fast zerstört. Jetzt der letzte Rettungsversuch: Im Stadtmarketingprogramm zur Kommunalwahl 2016 wird von LMG-Geschäftsführer Claudio Patrik Schrock-Opitz empfohlen, die SPD als Unesco Weltkulturerbe anzumelden (http://spd-lueneburg.de/content/480908.php).
    Schon zweimal in diesem Jahr rutschte die SPD bei einer Forsa-Umfrage unter 20 Prozent. Institutschef Güllner zufolge darf sich dieser Trend nicht fortsetzen: „Beim dritten Mal wird ihr der Status als Volkspartei aberkannt. Aber erst beim vierten Mal verliert sie dann ihren Status als Weltkulturerbe-Kandidatin wieder. Und beim fünften Mal verliert sie ihre Haushaltsautonomie, wird zu den bedrohten Tierarten gezählt und unter den Schutz von Blauhelmtruppen gestellt.“ Bei den verbliebenen Wählern könne dies laut Güllner leicht zu einer Art Pogromstimmung führen: „SPD-Wähler sind traditionell gerne Gewinnertypen, hassen abgehängte Minderheiten wie die Pest.“

  5. ist es nicht so, wo es touristen gibt, steigen auch immer die preise? ob tourismus immer solch ein segen ist? und immer überall diese schlangen. furchterbar. und was ist mit dem lärm? der verkehr wird zusätzlich auch noch durch kutschen ausgebremst, nicht auszudenken, wenn man es eilig hat. und dann die vielen abgase und staublunge wird man auch noch bekommen. das geklapper der hufe ist doch nun wirklich nicht romantisch, oder?

  6. Weltkulturerbe?

    In zwanzig Jahren emsigster vieltausendseitiger Antragsschreiberei, ab 2006 unter Federführung des Förderkreises Welterbe Lüneburg mit Edgar Ring, Jürgen Landmann, Wolfgang Schurreit und dem erfahrenen Heiligenthaler Spendensammler Winfried Kopp, Träger des Verdienstkreuzes am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens, in der Direktionskommandatur, ist es ja noch nicht einmal gelungen, wenigstens auf die TENTATIVLISTE der UNESCO zu gelangen, auf der sich Bewerber für den Titel „Weltkulturerbe“ überhaupt erstmal ihre demütigst abwartende Anwartschaft bis zu einer später eventuell in Betracht gezogenen Prüfung ihres Begehrens bestätigen lassen können. Ist der Verein nicht inzwischen sogar aufgelöst?

    Vielleicht sollte man sich hier zunächst doch um die Realisierung eines vernünftigen Radwegenetzes, um die Pflege und den Erhalt des historischen Erbes im Stadtbild und vor allem um den Bau von mehr auch für den Normalverdiener erschwinglichen Mietwohnungen kümmern. Ich halte eine zufriedene, freundliche und optimistische Bürgergesellschaft in einer angenehm unaufgeregt funktionierenden Umgebung für wertvoller als ein weiteres teuer erkauftes Renommierprädikat, mit dem sich in Reiseprospekten darüber hinwegtäuschen lässt, dass es eben nicht die singuläre Sehenswürdigkeit, sondern das Gesamtensemble stadtlandschaftlicher Liebenswürdigkeit ist, das den Zauber eines Ortes und seiner Menschen ausmacht.

  7. Eine „Verschwörungstheorie“ stellt die Existenz der Stadt Lüneburg in Frage. Behauptet wird, dass alle Hinweise auf diese Stadt Teil einer groß angelegten Verschwörung sind, der Lüneburgverschwörung. Diese Verschwörung soll die Menschheit von dem Dasein einer Stadt namens Lüneburg überzeugen. Die Anhänger dieser Verschwörungstheorie sollen in Bezug auf die Urheber der Verschwörung grundsätzlich nur von IHNEN oder SIE sprechen. Einige würden als Urheber der Lüneburgverschwörung die CIA, den Mossad oder Außerirdische unter der Führung eines gewissen Sascha Spoun vermuten, die ihr Raumschiff als Universität getarnt haben.
    Eine andere Version dieser Verschwörung argwöhnt, dass sich in Lüneburgs Kalkberg der Eingang zu Atlantis befindet. Um SIE nicht aufmerksam zu machen, würden statt Lüneburg oft die Termini L*ü*ü*n*e, B*ur Lbg oder Lünefake verwendet, oder es wird schlicht von dem L-Wort gesprochen. Auch Lachen bei Berichten in Nachrichtensendungen über Ereignisse in Lüneburg gehöre zum Verhaltensrepertoire der Anhänger der Theorie. Unter den sogenannten Anhängern des LCM gilt das Nummernschild LG an deutschen Kraftfahrzeugen nach wie vor als Fälschung, da es ein solches Nummernschild nicht geben könne.

    • Die Lüneburg-Verschwörung?

      Ich dachte die betrifft vorrangig Thesen über die Nicht-Existenz bzw. das bloß vorgetäuschte Dasein von Karlheinz Fahrenwaldt, Niels Webersinn, Gunter Runkel und Heiko Meyer? Vielleicht ist es aber auch umgekehrt und die Stadt mit all ihren schönen Festen, Stadtmarketing- und Volkshochschulmitarbeitern, inklusive Baumschutzsatzungen, Dragonerstandbildern und Sparkassenarenen ist nur der blasse Inhalt eines flüchtigen Traums, der Klaus Bruns während seines nachmittäglichen Verdauungsschläfchens wie ein Hauch von Anikó durch die auf Milde und Versöhnlichkeit gedimmten Sinne weht.

      • Den Bericht habe ich auf einem anderen Nachrichtenportal auch gelesen. Solche Entwicklungen stimmen durchaus nachdenklich und es wird sie vermutlich verstärkt geben. Frage ist wie weit die Polizei solche Entwicklungen angesichts ihrer dünnen Personaldecke und Millionen von Überstunden im Blick und im Griff behalten kann. Ich bezweifele zwar stark, dass die Einheitsparteien solche Thesen als Bereicherung ansehen, doch gehen sie gleichzeitig auch nicht ausreichend entschieden durch Gesetzgebungen und Personalausbau bei der Polizei dagegen vor. Dieser Vorwurf ist uneingeschränkt berechtigt.

  8. Wolfgang Witthorst

    „Ein Stadtmarketing kann keine Mangelveranstaltung sein, die auf Hungerkuren und leise Töne setzt, sondern kann nur eine Werbetrommel sein, die über die Republik hinaus gehört wird.“

    Richtig! Aber dafür braucht dieses Marketing viel Geld, wenn klotzen und nicht kleckern die Devise sein soll.

    „Ein Kreativ-Kraftwerk sein“ und „mehr gute Ideen entwickeln“ — das sind so Ratschläge an einen Marketing-Chef. Die Übersetzung frei nach Herbert Achternbusch lautet: „Da hast du kein Geld. Du hast keine Chance, aber nutze sie!“ (Die Atlantikschwimmer 1978)

    „Kommt Zeit, kommt Rat, kommt Meyer.“ So wird´s wohl sein. Aber selbst der große Vorsitzende hat es mit seinen diversen absurden Einfällen nie weiter gebracht, als dass auch in Bienenbüttel und Beverbeck über ihn gelacht wurde. Das „riesige Potenzial an Touristen“ in den restlichen 10 Monaten des Jahres hat auch Meyer immer nur behaupten, aber nie bergen oder nutzen, geschweige denn ausschöpfen können. Den Nachweis von positiven Effekten der vielen öffentlichen Festformate auf den Absatz des Einzelhandels ist er (wie jeder andere auch) bis heute schuldig geblieben.

    Hier werden die wirklichen Adressaten genannt: „Wenn aber das Geld und die Ideen für Lüneburg-Werbung tatsächlich fehlen, sollten DIE POLITIKER (ich übersetze: Herr Mädge, Herr Maack und Herr Meyer) richtig übers Gesundschrumpfen nachdenken und anstelle des Stadtmarketings wieder ein kleines und billigeres Fremdenverkehrsamt ins Leben rufen.“

    • Naja, Herr Witthorst, aber Geld allein schießt keine Tore. Einen Unterschied wird es wohl schon machen müssen, ob der Marketingchef Schrock-Opitz nun da ist oder ob er nicht da ist. Und für diesen Unterschied wird er bezahlt. Es hat den einstmaligen Kurdirektor aus Nörden-Nörddiek ja niemand mit vorgehaltener Waffe gezwungen, nach Lüneburg zu kommen und den Spagat zwischen Kreativ-Kraftwerk und Spar-Kommissar zu probieren.

      • @ Kernig

        Ihr Vegleich hingt. Stadtreklame muß die Bedünungen schaffen damit geschossen werden kann. M. a. W. Stattreklame investiert in Spielfeld und tohre. Beides kann atracktiv sein ,oder rumpelschepp und aus Latten zu sammengenageld. Willsde prima vorausetzungen muß de Geld in die Hand nehmen. Ob denn später die ergebniße stimmen un der Aufstieg ,klappt hänkt nicht mehrvon der reklame ab auch nich von denjenigen Zuschauern. Man kann das in England in der pimjär Liga dies jahr gut fest stellen. Das wunder von Leicseter! Die füxe!

  9. LZ-Online-Chefkommentator Klaus Bruns hat seinen verantwortungsvollen Blog.JJ-Job wieder einmal gekündigt, wie ich gerade über RSS FEED: SPIEGEL INTERNATIONAL erfahre:
    https://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/327433-verdraengungskampf-rad-und-auto#comment-69724

    Damit erlebt nach Heiko Meyer (Polit-Jump) und Claudio Patrik Schrock-Opitz (LMG-Tango) die dritte nordeuropäische Führungskraft eine Revolution in ihrem Lebensplan. Wie kann es zu solchen inneren Wettern, gefolgt von schnellen, manchmal heftigen Wendungen, kommen? Angesichts derartiger Fragen wird wohl auch der größte Skeptiker das Wundermittel der Analyse preisen: Von allen Wissenschaften scheint mir die Seelenkunde überhaupt die erstaunlichste zu sein. So berichtete mir neulich ein befreundeter Psychologe von einem Parallel-Fall, bei dem ein neurotischer Patient stark darunter litt, daß er sein Umfeld regelmäßig durch zwanghafte Schuldzuweisungen vergraulte. Doch sei es ihm gleich entschieden besser gegangen, als sich in der Analyse herausstellte, daß wohl seine Eltern dafür verantwortlich zu machen sind.

    • Schmunzel.

    • Fabian
      auf wunsch eines einzelnen älteren herren,der nicht namentlich erwähnt werden möchte, erscheine ich doch noch dann und wann . meine nicht-freunde sollen sich eben nicht zu sicher fühlen. schmunzel. freud war nicht jedem freund. wissen sie was ein schizophrener psychopat ist? ein doppelt gemoppelter. lol

      • Könnte der einzelne ältere Herr dessen Namen sie nicht nennen wollen vielleicht Klaus Bruns heißen 😉 …

        • Heidi, ich kann ihnen mit bestem gewissen sagen: nein.

          • Elsbeth Dreier-Krusnicinskow

            Na immerhin haben Sie uns diesmal knapp siebzehn Stunden schmoren lassen, bis Sie Ihr erneut sehr vorlautes Versprechen („ich werde bei der lz keine kommentare mehr abgeben.“ Klaus Bruns, 24. Mai 2016 at 20:26 Uhr) gebrochen haben. Beim letzten Mal (16. Dezember 2015) hatte es nur elf, bei dem davor (4. Juni 2015) nur vier Stunden gedauert, bis Sie Ihr Wasser nicht mehr halten konnten.

            Bei soviel Charakter, stolzer Standhaftigkeit und ehrenhafter Grundsatztreue haben Sie natürlich alles Recht der Welt, hier auch in Zukunft als integerer und vertrauenswürdiger Kritiker von Rückgratlosigkeit und Doppelmoral angehört zu werden.

      • kenner der szene

        Ja, ich weiß es, Klaus Bruns: Er ist ein Rechtschreibfehler. Schmunzel, lol

  10. Karlheinz Fahrenwaldt

    Warum fragt mich keiner? Ich mach das ganz kostenlos (aber nicht umsonst 😉 )!
    1. Vor etwa 6 Jahren habe ich im Kreistag den Antrag gestellt, dass in Lüneburg und Umzu das Radrennen „LÜNEcyclassics“, gesponsert von Avacon, Eon, Purena und dazu noch neuerdings CocaCola (die kriegen nur als Sponsor eine Bohrgenehmigung für Vio) organisiert wird. Eine weitere Alternative wäre der „LÜNEmarathon“.
    2. Im Hafen wird ein Empfangsgebäude errichtet für gutbetuchte Passagiere von Flusskreuzfahrten, die statt in Scharnebeck dann in Lüneburg anlanden.
    3. Umbenennung der Hansestadt in Rote Rosen Stadt Lüneburg, da der Werbeeffekt insbesondere bei Menschen aus dem weiteren Um- und Ausland größer sein wird als mit dem für Auswärtige eher nichtssagenden Titel „Hansestadt“ (wer war Hanse? Luther kennt man ja, aber Hanse?).
    4. Auf den Sülzwiesen wird ein Freizeitpark errichtet und das Salzmuseum wird um einen ausgedienten und reaktivierten Salzstollen erweitert, in dem die Besucher ihre Jahresration Salz durch persönliches Handanlegen erwerben können.

    Und wenn ich für Kohle den ganzen Tag darüber nachdenken würde, könnten da noch wesentlich bessere Ideen bei herauskommen.

    • I have a dream

      „Luther-Stadt Lüneburg“, Karlheinz Fahrenwaldt, das ist der Knaller. Schrock-Opitz macht sich als Schöpfer und Vermarkter, quasi als Thrash-Metal-Legend-Kreator des Lüneburg-Protestantismus-Punk (und der schmucken Alliterationen) unsterblich. Dass der geniale Riffer und revolutionäre Goethe-Freund Martin auch nie in Lüneburg gewesen ist, lassen wir vom Mark Twain-Importeur Henning J. Claassen mit Kaiser Rotbarts Vorlieben für die Brausebrücke und für Rainer Schuberts Roman „Onkel Toms Hütte“ wegerklären und behaupten, der Baptistenpastor und Bürgerrechtler sei gar nicht erschossen worden, sondern zähle 2017 seit exakt 500 Jahren zu den bedeutendsten Vertretern des Kampfes gegen soziale Unterdrückung und Rassismus im Hanseviertel.

      Außerdem sei er der Erfinder des Straffzettels. Bei Verstößen gegen die 95 Gebote kann man seit 1517 in Lüneburg die beim jüngsten Gericht zu erwartende Bettensteuer schon zu Lebzeiten bei Herrn Pauly oder bei der Bußgeldstelle, Auf dem Michaeliskloster in der Altstadt begleichen. Der Straffzettel ist ja nicht nur ein zusammengesetztes Substantiv mit numerus und kasus, ein „straffer Zettel“ ist auch ein „Ablassbrief“ für kleinere Sünden (Dort stoßen etwa zwei Eselskarren zusammen und in der Bäckerstraße liefern sich zwei Fahrradrambos ein illegales Rollatorrennen, am Lambertiplatz kollidiert ein getuntes Ochsengespann mit einer Solarbahn und wieder woanders wird ein falsch parkender Bischof unter einer Wanderhure begraben). Wesentlich für Entstehung und Entwicklung des Straffzettels ist übrigens die „ontologische Wende der Hermeneutik“ oder vereinfacht ausgedrückt: die Wirkung der Sprache auf das Sein: Die Ziffern auf dem Geknöllten bewirken via fristgerechter Bezahlung die Glättung des zerknitterten städtischen Schuldenkontos und das Straffen der Sorgenfalten im Gesicht der zerknirschten Einheimischen ebenso wie in dem der straßenverstopfenden Gaffer-Konquistadoren und alles Essbare wegfotografierenden Tagestouristen mit ihrem schlechten Gewissen unter ihrem GORE-TEX® Active Shell-Outfit.

      Best regards, Orkan Bilek

      • Karlheinz Fahrenwaldt

        Lieber „Starker Sturm“ (oder so: Orkan?),
        Sie haben eine Wahnsinnsidee: Ihre Geschichte professionell in Scene gesetzt und verfilmt kann dann weltweit in den Kinos als Trailer vor dem Hauptfilm die Werbung für Lüneburg auf die Spitze treiben. Damit wäre dann auch dem von Fabian vorgetragenen Wunsch nach Zeitlosigkeit der Namensgebung Rechnung getragen. Darüber hinaus ist mir bei meinen googlemäßigen Recherchen untergekommen, dass das Schauspiel von Heinrich von Kleist aus dem Jahre 1810 mit dem ursprünglichen Titel „Käthchen von Lüneburg“ von dem Heilbronner Kollegen von Schrock-Opitz, dem Geschäftsführer Eduard von Bülow vom „Heilbronner Investoren Verband (HIV)“ aufgekauft und umbenannt wurde in „Käthchen von Heilbronn“. Eine Re-Rekonstruktion als Trailer verfilmt am Fuße des Kreideberges kann in folgender Besetzung in den Hauptrollen unser Beitrag für Cannes werden: Till Schweiger als Wetter Graf von Stahl, die Katzenberger als Käthchen, Liefers als Ritter Flammberg, Gottschalk als Gottschalk und als lokale Größe Herr Meihsies als Wenzel von Nachtheim, Ratgeber des Kaisers.

        • mein lieber Karlheinz, ich glaube, du hast den film verwechselt. es war Raumschiff Surprise – Periode 1

          • Sehr geehrter Herr Fahrenwaldt, mein Namensvetter Fabian findet es etwas bedauerlich, dass sich auch hier bei dem Thema Brausebrücke unter Vorbehalt ein Troll austobt. Mal nennt er sich Orkan Bilek(,) mal unterschreibt er mit Ihrem Namen. (D)er Inhalt und der Stil der B(S)Eiträge sind jedoch identisch. Aber anders als bei vielen Trollen, die ja dann meist noch eine Strategie verfolgen, kann Fabian hier Ihre Intention nicht erkennen. Im Grunde schreiben Sie, der unter Vorbehalt Troll, relativ viele und ausführliche Beiträge über Kleist, ohne dass anhand dieser aber eine Haltung kommuniziert wird oder ein eindeutiger Inhalt erkennbar ist. Irgendwie ist das Ziel wohl einfach nur eine Verablberung (= Versilberung (?)) der hier Schreibenden. Wirkt wie ein Troll, da man es aber nicht wissen kann schreibt Fabian(,) das(s) es nur unter Vorbehalt ist. Vielleicht, schreibt er, verstehe er die Beiträge Ihrer Person nur irgendwie nicht und tue Ihnen Unrecht.

            Tut er Ihnen Unrecht?

        • Sehr geehrter Herr Fahrenwaldt (von Birnam auf dem Weg nach Dunsinane?), Orhan ist ein türkischer männlicher Vorname mit der Bedeutung „Der Stadtverwalter“ bzw. „Der Stadtrichter“. Eine seltenere Variante des Namens ist Orkan. Vielleicht kennen Sie Orkan Çınar (* 29. Januar 1996 in Dortmund, Deutschland) den türkisch-deutschen Fußballspieler? Der Linksaußen steht beim Erstligisten Gaziantepspor unter Vertrag und spielt für die türkische U-21-Nationalmannschaft.
          Die Kernmessage „Tore, Geld und Schießen“ hatten Jan Kernig und Rüdiger Bundeskasper oben ja schon angeteasert. Bekanntlich war Kleist ein regelrechter Revolverheld. Einmal war er so geladen, dass er beinahe den alten Goethe über den eigenen Haufen geschossen hätte. Zum Glück hat auf sein Klingeln niemand die Tür geöffnet. Weil: Kleist ahnte nicht, dass Vattenfall in Weimar den Strom abgestellt hatte. Wegen AKW-Moratorium und so. Als Goethe das erfuhr, entfuhr ihm folgender Ausspruch: „Moratori te saltutant“ (Totgewähnte bespringen ’ne Jüngere). Echt cool, der Alte!
          Also musste Kleist seine Muse dran glauben. Henriette hieß die Glückliche. Sie wurde aus Tausenden von Teenies gecastet, die sich für die Nebenrolle im Epos ‚Burry my heart at Little Wannsee‘ beworben hatten. Gesucht wurde die Müdeste aller Lebensmüden. Und Henriette war einfach bezaubernd konkurrenzlos. Seit der Krabbelgruppe wollte sie mit irgendjemand Berühmtem zusammen abkratzen. Ihre Nominierung war reine Formsache und Kleist konnte endlich seinen Vorderlader zücken. Da liegt sie nun am feuchten Gestade direkt neben ihm und hat alles erreicht, was sie sich erträumte.
          Die Steigerungsform von Kleist lautet naturgemäß Kleister. Dann geht es allerdings unregelmäßig weiter. Nicht ‚am Kleistesten‘ wäre also die höchste Stufe der fugenlosen Textverspachtelung sondern ganz einfach ‚Doderer‘ (sorry, Thomas Bernhardt). Deshalb gibt es auch viel weniger Dodererpreise. Und der Doderer-Sekundenschlaf wird nur von ganz eingefleischten Literaturjunkies beim Blindflug im Elfenbeinturm erreicht. (Kleisterpreise sind für Adendorfer übrigens seit jeher günstiger als Hanse- oder Welterbetitel einzuheimsen).
          Wenn Sie aufgepasst haben, Karlheinz, werden Sie wissen, mein Favorit für den Lüneburg-Image-Trailer ist nicht „Dat Käßmann voll von vorn“ und auch nicht „Die Markise vom Obst stand“ oder „Pennte Sileia oder aber warum sonst überfuhr sie eine rote Ampel?“, sondern „Micha hasst Cola und will sein Schaukelpferd zurückhaben“ auch bekannt als: „Das Erbrochene im Krug“ nach der Bearbeitung von Mampfred Nahrhaft und seiner scherfen Kreisdramaturgin Monika Harburg. Sie wissen: Dorfrichter (Tärää: Orkan!!!) Holm Keller muss über eine Tat zu Gericht sitzen, die er selbst begangen hat. In der Hauptrolle Björn Adam (= S. Spoun ohne seine Perücke). Gerichtsrat Ulrike Walter wird vom Stadtrat für Nachhaltigkeit, Sicherheit und Recht, Markus Moßmann, gegeben. Andrea Licht spielt den Schreiber Ehlers, Veit Tümpel den Alfons Bauer, sein Sohn, Meinhard Tümpel steckt in der Haut von Ruprecht Perschel und die gnadenlose Frau Marthe Rull, Witwe und Eigentümerin des Kruges, sollte von Klaus-Dieter Salewski verkörpert werden, während Miriam Staudte und Andreas Meihsies sich um die Rollen der Schlange und der unschuldig gefallenen Eva streiten können (Ulrich Blanck schiedsrichtert). Frau Brigitte, eine Zeugin, Nachbarin von Frau Marthe und Tante von Ruprecht, wird entweder mit der Dame Mertz, oder dem Neuigkeiten gegenüber stets aufgeschlossenen Eugen Srugis besetzt.

          • Karlheinz Fahrenwaldt

            Lieber Orkan,
            Ihre Besetzungsliste ist mir zu provinziell, damit lockt man kein Schwein aus der Business Lounge nach Lüneburgh. Es fehlen die Überraschungsmomente. Wie wäre es mit der Umwidmung der Bauruine „Audimax“ zur Schrägwandkletterlandschaft mit einer Malteser Falkenzucht im (und eventuell auch mit) Keller und zur Sicherung des Ganzjahresbetriebs wird das Ensemble eingehaust als ein Potemkinsches Dorf in der Form von Lüneburger Altstadtstufengiebelfassaden.

          • Nicht schlecht, Karlheinz Fahrenwaldt. So machen wir das. Und in der Anzeigenschaltung werden mit dem Minimalismus der blöden Monotonie überraschend spektakuläre Akzente gesetzt. Was glauben Sie, welche detektivischen Enträtselungsenergien weltweit entfesselt und aufs „Kaufhaus Lüneburg“ gelenkt werden, wenn statt des dullen Trigema-Schimpansen zwanzig Jahre lang unmittelbar vor der Tagesschau unkommentiert das immergleiche Bild von Selfie-Weltmeister Jörg Hillmer stumme dreißig Sekunden lang eingeblendet wird?

            http://www.landeszeitung.de/blog/newsticker/146900-schlagabtausch-ueber-libeskind-bau-im-landtag

          • Karlheinz Fahrenwaldt

            Lieber Orkan,
            kandidieren Sie bei der nächsten Oberbürgermeisterwalhl, und wenn Sie gewinnen berufen Sie mich als Oberstadtmarketinghansel und ich werde dann die anderen Statisten schon auf den linken Weg bringen 😉 .

          • Beverli-Chantal Schmalke

            Hallo Herr Dottore Fahrenwaldt,

            mein platonischer Liebhaber Jordan hat nun Ernst gemacht und sich „zwischenzeitlich“ auch durch „das IHK-Zertifikat City-und Quartiersmanager“ die „kreativ-innovative innerbetriebliche Personalentwicklungsstrategie“ als Schrock-Opizienz-Einlauf auf der Netzwerk- und Erfolgsspur verabreichen lassen – und wartet jetzt mit seinen 7 LUNATIC MUST-HAVES auf, denn das „Non-Profit Musikfestival, das jährlich auf dem Klaus-Hoppe-Campus der Leuphana Universität Lüneburg stattfindet, beginnt schon am 3. Juni.

            Was meinen Sie, würden „diese geilen Gadgets“ wohl auch das Blut unserer Stadtfestbesucher „in Festiwallung (Haha, ha …) bringen“ können?

            Siehe: http://www2.leuphana.de/univativ/die-7-lunatic-must-haves/#more-7821

    • Sehr geehrter Karlheinz Fahrenwaldt

      Ein konkurrenzloses Instrument des LüneburgMarketings sind natürlich Leuphana Qualitätsstudien. Sie können sogar bei Heiko Meyer, schon wenn sie nur online genossen werden, Depressionen verhindern. Wenn sie davon nicht überzeugt sind, sehen Sie sich die neueste Veröffentlichung unserer Hochschule an, welche wieder die Augen der ganzen Welt auf die Schönheiten und Reize unserer Statt-Hanse-Luther-Stadt an der Ilmenau lenkt:

      »Unternehmer und Präsidentschaftskandidat Donald Trump ist noch nie in einem Raum mit Comedian Hape Kerkeling gesehen worden. Das hat ein internationales Forscherteam jetzt erstmals nachgewiesen. Für die Untersuchung haben Wissenschaftler des Gesellschaftswissenschaftlichen Instituts für Environmental and Sustainability Studies der Leuphana Universität Lüneburg, der familiengerechten Hochschule Universität Vechta und der Freien Universität Osnabrück zusammengearbeitet. Die BARMER GEK hat das Vorhaben unterstützt. Die Ergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe der renommierten medizinischen Fachzeitschrift JAMA, dem Journal of the American Medical Association, veröffentlicht worden. Über 200 Auftritte von Donald Trump und Hape Kerkeling wurden dazu auf Überschneidungen überprüft.

      „Bislang wissen wir nicht, welche Schlüsse man aus dieser Beobachtung ziehen sollte, aber wir wollten sie der Öffentlichkeit nicht vorenthalten“, erklärt Professor Doktor Matthäus Schwarth im Gespräch mit der Weltpresse. „Immerhin können wir jetzt zum ersten Mal mit Sicherheit sagen, dass sich die Pfade dieser beiden prominenten Männer aus bislang völlig ungeklärter Ursache noch nie gekreuzt haben.“

      Erschwert worden sei die Studie dadurch, dass sich eine der beiden beobachteten Personen, Hape Kerkeling, in den letzten Wochen sehr rar gemacht habe, so Schwarth. „Kerkeling war fast ständig unterwegs.“

      Seiner Agentur zufolge arbeitet der beliebte Entertainer, der im Bundestagswahlkampf 2009 mit seiner erfundenen Polit-Witzfigur Horst Schlämmer für Furore sorgte, an einem wichtigen, langangelegten Satire-Projekt in Übersee, das seine volle Aufmerksamkeit erfordert.

      Professor Schwarth will nun intensiv weiterforschen, um einen Grund für die Dislokalität von Trump und Kerkeling zu finden: „Spätestens, wenn Trump zum Präsidenten vereidigt wird, wissen wir hoffentlich die Antwort.“

      Dann wäre auch endlich Zeit für die nächsten Projekte des renommierten Nachhaltigkeitsforschers von der Leuphana. Schwarth will unter anderem herausfinden, warum Rapper Marteria und CSU-Politiker Markus Söder sowie Clark Kent und Superman noch niemals gemeinsam mit Holm Keller im Raum der Stille unter dem Parkhaus des neuen Zentralgebäudes gesehen wurden.«

      Quelle: http://www.leuphana.de/news/pressemitteilungen/pressemitteilungen-ansicht/datum/2016/05/09/online-training-kann-depressionen-verhindern.html

      Ihr Hermann Kules

      • Karlheinz Fahrenwaldt

        Lieber Herr Kules,
        der Prof. Dr. Dirk Lehr ist Inhaber des OTTO-Lehrstuhls der Leuphana – nicht vom Hamburger Otto, dem mit dem Versand – nee, vom Ostfriesenotto, den mit dem Verstand. Sonst noch Fragen?

        • Den Otto-Lehrstuhl gibt es nach meiner Kenntnis nicht
          Dirk Lehr ist Pro­fes­sor für Ge­sund­heits­psy­cho­lo­gie und An­ge­wand­te Bio­lo­gi­sche Psy­cho­lo­gie am In­sti­tut für Psy­cho­lo­gie der Leu­pha­na Uni­ver­sität Lüne­burg. lg hhjenckel

        • mein lieber Karlheinz, ist dir schon aufgefallen, von vorn gelesen ist Otto ein großer, von hinten gelesen, ein kleiner?

  11. Hallo,

    ich selbst bin tatsächlich damals durch die Telenovela Rote Rosen auf Lüneburg aufmerksam geworden und auch heute verfolge ich viel was Lüneburg angeht, vorallem medial. Die Stadt Lüneburg hat den Vorteil, dass sie wirklich eine liebenswerte Stadt ist, die viele Attraktionen zu bieten hat. Die Architektur, das Flair generell scheint in Lüneburg auch vieles zu funktionieren. Die lokale örtliche Wirtschaft gibt es noch und man versucht sie auch zu stärken. Es gibt viele gastronomische Angebote, auch kulturell geht vieles. Dann ist man Universitätsstadt, was bei Städten dieser Größenordnung auch nicht so häufig ist. Das die Stadt nicht klein aber auch nicht zu groß ist, dürfte ebenfalls ein positives Kriterium sein. Ich bin weiterhin ein großer Rote Rosen Fan und auch die mediale Resonanz ist weiterhin sehr positiv, was dieses Format angeht allerdings wird sich das vermutlich irgendwann auch wenn das bedauerlich wäre ändern, und da sollte die Stadt schon heute mehrere alternative Konzepte entwickeln. Was jetzt den Weltkulturerbe Titel angeht, damit ist schon was verbunden und es ist sicherlich kein Nachteil wenn man dessen Erhalt anstrebt, allerdings sollte man den Werbeeffekt der davon ausgeht nicht überschätzen. Da sind Fernsehformate, große Festivals, Unternehmenssitze, besondere Bauwerke, spezielle Events und andere Attraktionen in der Werbewirkung wesentlich stärker.

    • Lieber Fabian Hallo, Sie heißen mit Nachnamen nicht zufällig Claudio Patrik Schrock-Opitz, oder?

      Obwohl „Fernsehformate, große Festivals, Unternehmenssitze, besondere Bauwerke, spezielle Events und andere Attraktionen“ klingt mehr nach Heiko Meyer. Coffee Shops No. 1 und Salamander-Sandalen haben Sie in Ihrer Aufzählung vergessen.

      In Ihrer Meldung über Klaus Bruns war Ihre Rechtschreibung übrigens noch wesentlich besser.

      • Ich habe nicht jeden Beitrag verfolgt und habe erst später gesehen, dass hier bereits jemand unter dem Namen geschrieben hat. Ich komme nicht aus Lüneburg und bin auch nicht die genannte Person. Ich bin kein Amtsinhaber und auch kein Funktionär.

        Ich bin wie geschrieben, ein großer Rote Rosen und Lüneburg Fan.

        Ich habe mich ganz allgemein zu Publikumswirksamen Aspekten geäußert.

        • Schon klar, „Fabian Hallo“, aber mal ehrlich: Am 1. Januar 2015 gab es in Deutschland 2059 Städte, 77 davon sind Großstädte (100.000 und mehr Einwohner) und 601 Mittelstädte (20.000 bis 99.999 Einwohner), wovon wiederum 318 Hochschulstädte sind.

          Sehen wir mal von der Blumen-Soap ab und davon, dass „Sie selbst“ ein „Rote Rosen“-Fan sind.

          Ist auch nur EIN EINZIGES unter den von ihnen darüber hinaus noch aufgezählten Attributen, DAS NICHT auf jede BELIEBIGE Stadt irgendwo in der Welt zutreffen würde oder ihr zugeschrieben werden könnte? Was also, außer der Nachricht, dass Sie Telenovelas mögen, in denen eine Frau über vierzig im Mittelpunkt steht, macht Ihrer Meinung nach den informativen Gehalt (oder im Reklame-Speak: den USP) Ihres Posts aus?

          • Also zunächst mal sei angemerkt, Lüneburg ist ja heute eine Universitätsstadt und keine Hochschulstadt. Da gibt es in der Größenordnung schon mal nicht viele. Natürlich gibt es viele Attribute, die Lüneburg mit vielen anderen Städten gemeinsam hat oder teilt, dass ist aber ja nicht die Frage. Die Stadt Lüneburg hat auch viele Sehenswürdigkeiten und Vorzüge, die sie von anderen Städten unterscheidet, die Innen bzw. Alstadt und ihr Erscheinungsbild sowie viele Bauwerke sind da ein relevanter Aspekt.

            Dann weiß ich nicht, was sie mit ihrem Beitrag hier eigentlich zum Ausdruck bringen wollen ? Ich habe auch nicht einen USP beansprucht sondern darauf hingewiesen, dass das Stadtmarketing bzw. das Stadtparlament sich für die Zukunft breiter aufstellen sollte, da man nicht alleine von Rote Rosen abhängig sein sollte.

            Der andere Punkt den ich angesprochen habe ist, die scheinbar relativ positive Wirtschaftsstruktur in Lüneburg, man hat es bis heute geschafft einen relativ diversifiziertes lokales Handelsangebot zu erhalten. Und auch die Wortschaftsförderung ist relativ gut ausgebaut.

            Wenn sie persönlich Lüneburg nichts abgewinnen können, dann ist das zwar bedauerlich aber deshalb müssen sie ja nicht die positiven Aspekte verleugnen.

          • This Is My Life

            Fabian, ich bin hier geboren, aufgewachsen, zur Schule gegangen, in Hamburg, Boston, New Haven und Göttingen ausgebildet worden, wieder hierher zurückgekehrt, Ehefrau und dreimal Mutter geworden und lebe, wohne und arbeite hier. Ich liebe meine Heimatstadt, habe hunderte von Bekannten, Kollegen und Freunden hier und habe hier oder in der Nähe die meisten meiner Verwandten, kenne praktisch jede Ecke und tausend damit verbundene Geschichten und kann Lüneburg daher einen Riesenteil von dem abgewinnen, was mein Leben lebenswert macht. Und, Fabian, es freut mich durchaus, dass Sie uns mitteilen, Lüneburg gefalle Ihnen.

            Was mich stört, ist allein die Tatsache, dass Sie zwar viele Worte machen, aber keine Gründe anzugeben vermögen, warum das so ist, die über Ihre TV-Präferenz und über Ihre bis zur Inhaltsleere blassen und abstrakten Allgemeinbegriffe hinausgehen. Erscheinungsbild, Altstadt, Wirtschaft, Handel, Bauwerke, Universität, Menschen und Bäume haben Sie nun dreimal genannt. Allein, das sind generelle Termini ohne spezifischen Inhalt, mit deren Aufzählung Sie alles oder nichts über eine Stadt sagen. Und zu meinen, die Fortexistenz oder auch nur das kurzfristige Wohl und Wehe eines Luniburc ad monasterium sancti Michahelis könnte von der Quote einer Telenovela oder den Werbeklimmzügen einer Stadtmarketing-Agentur abhängen, ist doch wohl ein Schuss zuviel des Fernseh- und Reklameglaubens. „Rote Rosen“ sind gewiss ein Nice-to-have für Leute, die Zeit haben, am frühen Nachmittag vor der Glotze zu greinen, aber die Must-haves sind die echten Hoteliers, Feuerwehrmänner, Stadträte, Gärtner, Anwälte, City-Manager, Bäcker, Tischler, Ärzte, Köche, Lehrer, Busfahrer, Landwirte, etc. und ihre weiblichen Entsprechungen. Meinen Sie nicht?

            MfG, Anne Heinen

    • Hallo, Sie selbst? Und wie steht´s um Sie persönlich? Ich höchstpersönlich, aber auch ich als Mensch in meiner vollen Individualität verfolge ebenfalls seit damals bis heute vor allem medial viel, was Lüneburg angeht, und bin über die Attraktivität, die Konzepte und die mediale Resonanz begeistert. Mit Titeln ist immer mächtig was verbunden und mit speziellen Events und Werbeeffekten auch. Was nicht klein ist, aber auch nicht groß und viel zu bieten hat, kann schon eine tolle Wirkung haben, wenn Angebote, Flair und Positives stimmen. Da bin ich voll und ganz bei Ihnen. Salute!

  12. Elsbeth Dreier-Krusnicinskow
    wie wäre es, zum thema zu kommen? wegen solcher leute, wie sie, wurde ich ja gebeten ,hier dann und wann doch noch zu erscheinen. was moralprediger angeht, darüber habe ich mich hier schon ausgelassen. haben sie es gar nicht gelesen? sie waren gemeint.was halten sie von preiserhöhungen durch den tourismus? wie wäre es ,für coca cola die preise für das trinkwasser zu erhöhen? einer muss doch den erhöhten wasserverbrauch bezahlen? oder sollen die touristen auf dem trockenen sitzen? auf lüneburger bier müssen sie doch schon verzichten.

  13. Am 23. Mai wurde dieser Blog-Beitrag veröffentlich. Am 26. Mai kam diese Pressemitteilung vom Marketing in den Redaktionen an. Geht doch.

    Neuer Citymanager Mathias Schneider
    Am kommenden Sonntag, den 29. Mai steht Mathias Schneider wieder am Start: Der frisch
    gebackene Citymanager der Lüneburg Marketing GmbH hat den zweiten Verkaufsoffenen
    Sonntag in diesem Jahr organisiert, wacht mit Argusaugen darüber, dass das Lüneburger
    Shoppingerlebnis einen guten Verlauf nimmt und ist Ansprechpartner für die Geschäftsleute.
    Mit dem 35jährigen, der bei der Lüneburg Marketing GmbH Kaufmann für Marketing und
    Kommunikation gelernt und seit 2009 in verschiedenen Abteilungen (seit 2015 im Bereich
    Citymanagement) der Lüneburg Marketing GmbH gearbeitet hat, ist die Stelle des
    Citymanagements nach dem Weggang von Martin Ziessnitz wieder besetzt.
    Neben der Planung und Durchführung der vier Shopping-Sonntage in Zusammenarbeit mit
    dem Lüneburger Citymanagement e.V. arbeitet der Vater von zwei kleinen Töchtern derzeit
    an der Überarbeitung des Wegweiser-Leitsystems für die Hansestadt und bereitet
    gemeinsam mit dem Lüneburger Schaustellerverband die Konzeption und die Werbemittel
    für die Weihnachtsstadt Lüneburg 2016 sowie die Printprodukte für alle Veranstaltungen der
    Lüneburg Marketing GmbH vor. Ein Großteil aller Fotografien der Lüneburg Marketing GmbH
    stammt aus der Linse seiner Kamera, denn die Bildersuche und das Fotografieren ist
    Schneiders große Leidenschaft.
    Gebürtig aus dem Ostseebad Kühlungsborn, lebt er aber bereits seit 2003 in Lüneburg.
    „Unsere Heidehauptstadt bietet eine ganz besondere Lebensqualität für Einheimische und
    Besucher. Den Charme der Mischung aus inhabergeführten Geschäften und Filialisten gilt es
    beizubehalten. So können wir ein ganz besonderes Einkauferlebnis garantieren. Persönliche
    Beratung und individuellen Service bietet eben auch kein Internetversand.“
    Wenn er an die Zukunft denkt, hat Mathias Schneider einen Wunsch: „Wenn die
    Zusammenarbeit mit allen Akteuren der Stadt so gut bleibt wie bislang, machen wir die
    Einkaufsstadt Lüneburg für Einheimische und Besucher weiterhin zu einem tollen Erlebnis.“
    Claudio Patrik Schrock-Opitz, Geschäftsführer der Lüneburg Marketing GmbH: „Die Position
    eines Vollzeit-Citymanagers ist für eine Einkaufsstadt wie Lüneburg ein „Must-Have“. Die
    Herausforderungen auf diesem wichtigen Geschäftsfeld der Lüneburg Marketing GmbH
    ändern sich rasant. Es freut mich deshalb ganz besonders, dass mit Herrn Mathias
    Schneider eine innerbetriebliche Personalentwicklungsstrategie erfolgreich eingeleitet wurde,
    die zwischenzeitlich durch das IHK-Zertifikat als „City-und Quartiersmanager“ ergänzt wird.
    Ich wünsche mir für die Zukunft vom Lüneburger Einzelhandel und dem Citymanagement
    große Offenheit beim „Netzwerken“, um im harten Wettbewerb mit anderen Städten und dem
    Online Handel vorne bleiben zu können.
    Heiko Meyer, Vorsitzender des Lüneburger Citymanagements e.V. freut sich: „Ich bin
    begeistert, dass Lüneburg wieder einen Citymanager hat. Mit Mathias Schneider haben wir
    nicht nur einen kompetenten und qualifizierten Citymanager, sondern einen der auch Ideen
    hat und anpackt. Es ist so wichtig für eine florierende Einkaufsstadt wie Lüneburg dieses Amt
    zu besetzen und gemeinsam nach vorn zu schauen und alle Gastronomen und Händler zu
    begeistern und mitzunehmen. Mathias Schneider, herzlichen Glückwunsch als Citymanager
    des Kaufhauses Lüneburg“

    • Denise Schmitt

      Da seh´n Sie mal: Kleiner Beitrag, Riesenwirkung!

      Oder, wie Neil Armstrong das ausgedrückt hätte:

      „One small Blog from [a] Jenckel-man causes one giant leap for mankind.“

      • Wo sehen sie eine Riesenwirkung? Oder meinen sie die fast schon kitschige kleinstädtische Pressemitteilung des CM. Das ist doch wieder Selbstbeweihräucherung dass es nur so trieft. Warten sie es ab. Ändern wird sich dadurch nichts. Außer vielleicht kurzfristig wieder der Inhaber des Postens „Citymanager“. Ich finde die ganze Institution einfach nur peinlich und selbstverliebt.

        • Denise Schmitt

          … Bei Damen sollst du fein
          Gar niemals nicht ironisch* sein.

          Nicht wahr, Heidi?

          * Ironie: Zynismus mit Abblendlicht

    • Oje, oje, ojemine!

      »Die Position eines Vollzeit-Citymanagers ist für eine Einkaufsstadt wie Lüneburg ein „Must-Have“. Die Herausforderungen auf diesem wichtigen Geschäftsfeld der Lüneburg Marketing GmbH ändern sich rasant. Es freut mich deshalb ganz besonders, dass mit Herrn Mathias Schneider eine innerbetriebliche Personalentwicklungsstrategie erfolgreich eingeleitet wurde, die zwischenzeitlich durch das IHK-Zertifikat als „City-und Quartiersmanager“ ergänzt wird.«

      Kann mir das mal jemand ins Deutsche übersetzen?

      Lernt sprechen, ihr Lieben, bevor ihr euch an die Öffentlichkeit wendet!

      Euern Flori

    • Karlheinz Fahrenwaldt

      Lieber Herr Jenckel,
      heute hatte ich das erste Ergebnis des neuen Citymanagers in Händen: die druckfrische Ausgabe der gefühlten 27. Auflage der Wandertouren durch die Heide. Ein Wahnsinn. Wieso gibt es eigentlich immer noch keine inklusive Wanderkarte? Mein Vorschlag: Mit dem Rollator in 14 Tagen durch die Heide! Oder für Nostalgiker: Eine Woche Urlaub im Schafstall in der Schorfheide (all Inklusiv 50 Euro). Für Aktionfans: Placken mit dem Panzer – so geht Heide!

      • Anna Jurkowitsch

        Fahrenwaldt, ich befürworte die Meinungsfreiheit. Das, was man hier aber gegen Cittymännerdjer sieht, hat absolut nichts mit Meinungsfreiheit zutun. Das ist einfach Provokation und sprengt jeglichen Rahmen der Toleranz. So etwas Geschmackloses und Hetzerisches habe ich schon lang nicht mehr gesehen. Ich finde es traurig, dass damit dann die Menschen mit Behinderung oder Alter in einen Topf reingeworfen werden. Genauso tun Sie es bei den Neurodermitikern mit Kopfhautschuppen. Die sind keine Schafe. Tut ein sozial Ungleicher etwas, tun es nicht automatisch 1 Mrd anderer. Ich als Christ distanziere mich von sowas und stehen voll hinter denen, die sich angegriffen fühlen.

        • Danke Anna – es tut gut wenn man jemanden hinter sich weiß!

          Ich als bekennender AfD-Wähler fühle mich dauernd angegriffen.

          • Zitat Bundeskasper: „Ich als bekennender AfD-Wähler fühle mich dauernd angegriffen.“

            Meines Wissens konnte die AfD bislang weder bundesweit, noch landesweit (Niedersachsen) und schon gar nicht in Lüneburg gewählt werden. Das kommt alles erst noch. Wie können sie sich dann als bekennender Wähler der Partei bezeichnen? Oder sind sie auch in anderen Bundesländern wahlberechtigt? Falls nicht – vielleicht überlegen sie sich das noch mal. Insbesondere anlässlich der Äußerung von Herrn Gauland am Wochenende.
            Aber die Äußerung war eigentlich nicht mal das schlimmste, weil sie einfach dumm ist und keinem Kommentar bedarf. Viel schlimmer sind die verlogenen Versuche sich aus diesem Eklat wieder heraus zu reden. Und noch etwas! Herr Gauland hat mit Sicherheit nicht bedacht wie viele Fußballfans er damit gegen sich aufgebracht hat, die die AfD vielleicht sonst gewählt hätten. Das gefällt mir richtig an dieser unsäglichen Entgleisung. Man kann es einfach nicht ernst nehmen.

            Aber wissen sie was eigentlich am schlimmsten ist? Sowohl (und jetzt nennt sich der Esel bewusst zuerst) mein Beitrag jetzt, als der anderer Kommentatoren hier, hat eigentlich überhaupt nichts mit dem Inhalt des Blogbeitrages von Herrn Jenckel zu tun. Bislang habe ich mich deshalb bewusst aus derart Personenbezogenen Beiträgen heraus gehalten. Es gibt sie nahezu zu jedem Thema unsachlich und etwas sachlicher hier. Doch in ihrem Fall habe ich Heute mal eine Ausnahme gemacht. Ich hoffe sie wissen das zu schätzen ;-).

            P.S.: Denken sie daran! Sollte tatsächlich die AfD einmal die Mehrheit im Rat der Stadt Lüneburg erlangen, dann hätte wohl auch das Stadtmarketing beim Weihnachtsmarkt große Probleme einen Mor bei den Heiligen drei Königen durchzusetzen. Aber wäre das dann noch ein richtiger Weihnachtsmarkt? Womit wir dann doch wieder beim Thema wären – fast.

          • Anna Jurkowitsch

            Ich bin nicht hinter sie. Ich war vorher da und nicht plitisch sag ich meine Meinung zum Fahrenwaldt. So Schlaumeyers die immer alles beim unseren Stadt marketink schlecht machen wollen und anedre für schafe halten und Witze über Rollators machen. Die weredn auch mal Allte und dann sehnse. Was Sie bekennend sind ist mir Schnuppe. Die von der AFD solln mal hübsch unsere Fußballer in ruhe arbeiten lassen und nicht den christliche Pfahrer mit seine vier Kinder in der ehmaligen DDR für diense gelaffelten Schießmichtot sitzen lassen.

          • Bravo Heidi, da capo Anna!

            Dem aufgepumpten Schwatzkasper habt ihr aber mal ganz nüchtern die Luft aus der Sabbelblase gelassen.

            Mal was anderes Heidi/Anna: Ich bin begeistert. Sprecht ihr hier mit einer Zunge als wie mit zweien? Mit anderen Worten:

            Seid ihr EIN lebendig Wesen,
            Das sich in sich selbst getrennt?
            Seid ihr zwei, die sich erlesen,
            Daß man sie als Eines kennt?

            Würde eure Antwort darauf vielleicht ungefähr so lauten können:

            „Solche Frage zu erwidern,
            Fand ich wohl den rechten Sinn,
            Fühlst du nicht an meinen Liedern,
            Daß ich Eins und doppelt bin?“

            Na, egal. Oder wie auch immer, liebe Anna-Heidi.

            Applaus, Applaus
            Für Deine Worte.
            Mein Herz geht auf,
            Wenn Du lachst!
            Applaus, Applaus,
            Für Deine Art mich zu begeistern.
            Hör niemals damit auf!
            Ich wünsch‘ mir so sehr,
            Du hörst niemals damit auf.

            https://www.youtube.com/watch?v=SU0drMX5N0g

  14. es gibt einen ort, da gibt es die luftsteuer. auf so mancher insel muss man für trinkwasser richtig geld hinlegen, dann gibt es die kurtaxe, niemand weiß wo sie hinfährt und dann noch die bettensteuer , für die lüneburger innenstadt könnte ich mir die fußgängersteuer vorstellen. warum nicht? wer an die nord und ostsee will, muss dort auch eintritt bezahlen. touristen sind doch das melken gewohnt. ob der citymanager davon nicht bezahlt werden könnte? um so mehr gemolkene um so höher sein gehalt?

    • „es gibt einen ort, da gibt es die luftsteuer“?

      Sprechen Sie vom Raum der Stille? Wie hoch ist diese Steuer zur Zeit an Reppenstedter Raststätten?

      Die Willkürlichkeit damit verbundener bürgerlicher Normen („Einer guten Wischerin sollten wir alle dankbar sein! Und unsere 30 Cent entrichten, anstatt uns einfach so rauszuschleichen.“) hatte Luis Buñuel in einer berühmten Episode seines Film „Das Gespenst der Freiheit“ 1974 prägnant ins Bild gesetzt. Eine vornehme Abendgesellschaft setzt sich darin nicht zu Wein und Speisen an einen Tisch, sondern auf Kloschüsseln, um mit größter Lust das Geschäft zu verrichten. Und wen während der Konversation der Hunger packt, der entschuldigt sich kurz und findet in einer Kammer Essbares, das mit tierischer und verstohlener Eile verschlungen wird. Dem Essen wie der Verdauung haftet Animalisches an. Welche Handlung wir zivilisatorisch auf- oder abwerten, feiern oder verdammen, scheint pure Konvention.

      P. S. : Sind die Preise für Gemolkenes nicht gerade im freien Fall?

      • .Peter
        ich glaube, die bauern haben bei der freien marktwirtschaft irgendwas nicht richtig verstanden. na ja, vielleicht trauern sie ja der ddr nach, besonders unsere bauern im westen.aber zum thema, warum soll der citymanager nicht gewinnabhängig bezahlt werden? motivation nur bei kleinen leuten? selbstbedienung ist ja in. besonders in bestimmten kreisen. es gibt da ja ganz tolle verträge. was die luft angeht, um so dünner, um so mehr muss nachgeliefert werden.

  15. Uwe Schneider

    Mit dem sympathischen und gutaussehenden 35jährigen Mathias Schneider, „gebürtig aus dem amtsfreien Ostseebad Kühlungsborn“, „aber bereits seit 2003“ hier lebend (also seit über dreizehn Jahren Ortskennerschaft und -verbundenheit in sich hineinsaugend), Vater von zwei kleinen Töchtern, „der bei der Lüneburg Marketing GmbH Kaufmann für Marketing und Kommunikation gelernt und seit 2009 in verschiedenen Abteilungen (seit 2015 im Bereich Citymanagement) der Lüneburg Marketing GmbH gearbeitet hat, ist die Stelle des Citymanagements nach dem Weggang von Martin Ziessnitz wieder besetzt.“
    http://www.landeszeitung.de/blog/aktuelles/331779-neuer-lueneburger-citymanager-ernannt-mathias-schneider

    Ich gratuliere Mathias Schneider, aber ich frage mich:

    1.) Wenn ich aus einem Mitarbeiter, der seit über sieben Jahren dabei ist, über Nacht einen „Manager“ mache, was ändert sich hinsichtlich Schlagkraft, planerischer Fantasie und Umsetzungsmöglichkeiten des Teams? Kann eine Gruppe von sieben Leuten mehr, schneller und besser arbeiten, nur weil ich ihre Mitglieder, statt weitere einzustellen, plötzlich mit Führungskräftetiteln schmücke?

    2.) Ist es nicht ein bisschen sehr lächerlich, eine solche Miniaturpersonalie, die vielleicht LMG-intern das anerkennende Zucken von ein oder zwei Augenbrauen ausgelöst haben mag, über sämtliche Nachrichtenkanäle der Welt mit einer dreiseitigen Pressemeldung bekannt zu machen?

    3.) Hätte man, anstatt Herrn Schneider hier wie den ersehnten Retter und Erlöser zu feiern (Du zogst uns aus der Finsternis – Halleluja – Dir sei Dank!), welcher „die Einkaufsstadt Lüneburg für Einheimische und Besucher“ quasi per Creatio ex nihilo, also praktisch im schöpferischen Alleingang (wenn auch durch das „IHK-Zertifikat City-und Quartiersmanager“ sicherlich beflügelt) „zu einem tollen Erlebnis“ macht (so als gäbe es die Stadt gar nicht, ohne dass der Marketing-Zauberer sich dreimal gen Osten neigt und „mutabor“ ruft) — hätte man nicht, sage ich, anstatt das Organisieren von Verkaufsoffenen Sonntagen, die Vorbereitung von „Werbemitteln“ und „Druckerzeugnissen“ für den Weihnachtsmarkt und das koordinierende Gespräch mit Kaufleuten in der Bäckerstraße als heilsgeschichtlichen Segensakt darzustellen, etwas sorgfältiger darauf achten sollen, dass im daran anschließenden aufgeblasenen Wortgeschwurbel nicht dermaßen überdeutlich wird, dass außer verdrehten nichtssagenden und nichts wagenden Plattitüden nichts mitgeteilt wird und eigentlich auch nichts mitzuteilen ist?

    4.) Was mag Hans-Herbert Jenckel bloß veranlasst haben, über diesem peinlichen Dokument überkandidelter exhibitionistischer Schreibverlegenheit, das ihn gestern erreichte, das heißt, am Tage des Hochfests im Kirchenjahr der katholischen Kirche, mit dem die leibliche Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert wird, aufzuseufzen: „Geht doch“ ?

  16. Lieber Herr Jenckel

    kleiner und feiner ist nicht notwendig gleich Schmalspur und Hungerkur. Finden Sie nicht, dass dies zumindest für das Stadtfest, die Sülfmeistertage und die Weihnachtsmärkte zutrifft?

    Es gibt unter Lüneburgern eine große Unzufriedenheit mit den viehtriebähnlichen städtischen „Events“, die nun schon viele Jahre gährt. Vielleicht kann man in Anzeigen- und Online-Werbung mehr tun, um Urlaubs- und Tagungsgäste in die Stadt und ins Umland zu bekommen, aber Masse, besonders bei Feiern, ist nicht alles. Wer mittel- und langfristige „Kundenbindung“ will, erreicht das – auch im Einzelhandel und Ladenverkauf übrigens – nur durch Service und durch Qualität.

    Ich bin in Ihrem alles in allem wieder recht guten Artikel Ihrem „Rosenkönigin-Hyperlink“ gefolgt und habe einen Leserkommentar gefunden (Ferdinand Schuster 12. Juni 2015 at 13:44), der gut zusammenfasst, was auch ich für richtig halte:

    »Vielleicht sollte man einfach endlich mit dem ebenso blöden wie teuren Veranstaltungs-Remmidemmi aufhören, das in Lüneburg unter dem irreführenden Reklamenamen „Stadtfest“ läuft und angeblich den Einzelhandel fördern soll, aber statt Absatz und Kundengewinnung oder -bindung nur Kosten, Schmutz und Scherereien zeitigt. Das ganze fünf Nummern kleiner täte es auch oder sogar besser unter nachbarschaftlicher Beteiligung von Lüneburger Geschäftsleuten, Gewerbetreibenden, Musikschule, Kindergärten, Gymnasien, Uni und ortsansässigen Kleinkünstlern, aber ohne die überteuerten Nullachtfuffzehn-Produkte des Braukonzerns und der Wurstfabrik, welche die Mitglieder des Schaustellerverbands gegen die astronomischen Standgebühren der städtisch lizensierten „Betreiber“ unters Volk bringen dürfen (oder müssen), wobei die kommunalen Einnahmen anschließend aufgewendet werden, um genau die innerstädtischen „Attraktivitätsverluste“ wieder auszugleichen, welche ohne diesen kommerziellen Nullsummenirrsinn gar nicht entstanden wären.«

    Quelle: http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/241535-eine-koenigin-zu-viel-fuer-lueneburg#comment-51285

    Freundlichst, Cordula Ruff

    • Klasse ist bei Ideen für den Tourismus und für den Handel im Speziellen und fürs Marketing im Allgemeinen wichtiger und besser als Masse. LG jj

      • Wo entdecken sie denn „Klasse“ bei den Ideen Herr Jenckel? Ich suche sie noch. Oder ist es doch nur ein Wunsch. Und was meinen sie mit „Klasse ist bei Ideen für den Tourismus …“? Vielleicht die Bettensteuer? Das ist in meinen Augen keine klasse Idee.
        Ebenso wenig wie der Zuschlag auf die Abwassergebühren für „versiegelte“ Flächen auf privaten Grundstücken. Doch für das Stadtsäckel macht es gerade hier die Masse. Und wenn es um das Ergebnis der Masse geht überflügeln Politiker jede Schöpfungskraft (Ideen) eines Künstlers mit dem einzigen Ziel mehr Einnahmen zu generieren. Rangiert dann nicht doch Masse vor Klasse.

        • Nein, das meinte ich generell. Die Klasse sehe ich bei den Sülfmeistertagen, weil die einen Bezug zur LG Historie haben. Aber die Idee ist ja alt. Ansonsten suche auch ich sie noch., die Klasse LG

        • bei herren jenckel merkt man den ehemaligen stadtsprecher. er kann eben nicht aus seiner haut. alles hat zumindest zwei seiten. über die schlechtere, wird ungern reklame gemacht. der tourismus hat mehr als zwei seiten. somit hat er auch mehr schlechtere.

          • lieber Klaus Bruns, jetzt haben sie es ihm aber gegeben. ha ha. ich weiß von Herrn Jenckel, er würde sie gern persönlich kennenlernen. ich biete mich als vermittler an. sie beide dürfen gern solange dabei anonym bleiben, bis sie sich entschließen , dieses zu ändern. da ich ja bekanntlich selbstverliebt bin und ansonsten noch ein paar unangenehme eigenschaften besitze, dürfen sie sich trotzdem auf meine diskretion verlassen. ich hoffe, dr.sommer hat hier nichts dagegen.

    • Cordula Ruff
      ihren beitrag finde ich sehr gelungen. sehe das meiste ebenso. übrigens, den ramsch, der bei dieser stadtfestveranstaltung überteuert angeboten wird, bekommt man das ganze jahr billiger.ladenhüter als event. ich meide diese veranstaltung, weil sie mir zu profan daher kommt. die kaufleute sollten sich mal anstrengen, creativer zu sein. so ein city-manager kann einem auch schon mal leid tun. schmunzel .

  17. Ich finde es etwas bedauerlich, dass sich auch hier bei diesem Thema unter Vorbehalt ein Troll austobt. Mal nennt er sich Anne Heinen mal unterschreibt er mit anderen Namen usw. der Inhalt und der Stil der BEiträge sind jedoch identisch. Aber anders als bei vielen Trollen, die ja dann meist noch eine Strategie verfolgen, kann ich hier die Intention nicht erkennen. Im Grunde schreibt der unter Vorbehalt Troll relativ viele und ausführliche Beiträge, ohne dass anhand dieser aber eine Haltung kommuniziert wird oder ein eindeutiger Inhalt erkennbar ist. Irgendwie ist das Ziel wohl einfach nur eine Verablberung der hier Schreibenden. Wirkt wie ein Troll, da man es aber nicht wissen kann schreibe ich das es nur unter Vorbehalt ist, vielleicht verstehe ich die Beiträge dieser Person nur irgendwie nicht und tue dieser Unrecht.

    Ich bin ja wie gesagt kein Lüneburger sondern ein Lüneburg Fan und verfolge das Geschehen etwas von außen. Ich habe aber auch mitbekommen, dass sich insbesondere die Lüneburger selbst mit dem Konzept des Stadtfestes nicht so ganz anfreunden konnten in den vergangenen Jahren, da wurde auch viel Kritik geäußert.

    Es ist nicht vorteilhaft dem Handel oder Wirtschaftsverbänden ein Engagement vorzuwerfen auch ist die lokale Präsenz im Rahmen von Festen und Events absolut in Ordnung. Eine Stadt und somit die Bevölkerung braucht eine starke Wirtschaft, diese generiert Einnahmen von denen die Bürger im Regelfall profitieren durch Steuern usw. die Wirtschaft bietet Arbeitsplätze, was wiederum die Attraktivität erhöht.

    Wenn man aber sagt so man baut jetzt einfach mal ein paar Stände auf und das Konzept lautet einfach Fest bedeutet konsumiert hier Alkohol und Speißen und kauft Waren, dann ist das nicht unbedingt ein Fest. Sondern dann ist das ein Markt der als Fest bezeichnet wird. Das ist aber auch nicht speziell in Lüneburg so, überall im Land gibt es solche Veranstaltungen. Da gilt es die Akzeptanz der Bürger zu erhöhen und den Schwerpunkt neu zu definieren, dass heißt es muss ein echtes Event im Mittelpunkt stehen, in dessen Rahmen dann Speisen und Getränke usw. angeboten werden.

    Insgesamt ist es nicht so einfach neue Veranstaltungen zu entwickeln und langfristig zu etablieren. Entscheidend ist, dass man sich die Kreativität bewahrt, immer wieder Projekte angeht und die generellen Rahmenbedingungen evaluiert.

    • Soso, „Fabian“!

      Wissen Sie, was ich bedauerlich finde? Dass Sie, der nicht den Mut besitzt, hier mit Vor- und Zunamen aufzutreten, Ihnen fremde Leserbriefschreiber*innen als Troll denunziert, nur weil diese eine andere Meinung vertreten als „Sie selbst“. Irgendwie erinnert mich Ihr herabsetzendes Gehabe an gewisse intellektuell sehr schwach ausgestattete oder sogar überreichlich unterbelichtete AfD-Propagandisten, die hier bei Blog.jj pausenlos jeden, dem sie argumentativ nicht das Wasser reichen können, als rotgrünveganversifften Gutmensch-Antifanten bezeichnen. Sicher, es gibt hier reichlich launige Beiträge. Aber erstens gibt es in unserer Lokalpolitik kein Thema – und das will in Lüneburg schon was heißen -, das sich seit ca. fünfzehn Jahren so sehr für Sarkasmen und lautes Auflachen eignet, wie „Content“, „Produkte“ und Personal der Stadtmarketing GmbH und ihres „Aufsichtsrates“. Und zweitens sind mindestens „Rosie“, Karlheinz Fahrenwaldt, Orkan Bilek, Klaus Bruns, Dieter Klinge und Ernst Jordan weit über die Grenzen Reppenstedts hinaus bekannte Lokal-Kabarettisten, deren glänzende und in die Tiefe und ins Einzelne gehende Kommentar-Edelsteine, Sie, „Fabian“ (als das Waisenmädchen von der Alp oberhalb von Maienfeld, dem vor allem das Rauschen der Tannen hinter der Hütte seines Großvaters eine besondere Freude bereitet), wenn Sie diese schon nicht zu erkennen und zu würdigen vermögen, wenigstens nicht schlecht machen sollten.

      Doch gestehen Sie, anders als Heidi, zuletzt Ihr Unvermögen vor der schriftstellerischen Klasse unserer in Gleichnissen und Parabeln schreibenden Komiker immerhin ein: „Ich kann hier die Intention nicht erkennen. (…) Eine Haltung wird nach meinem Dafürhalten nicht kommuniziert (…) ein eindeutiger Inhalt ist für mich nicht erkennbar. (…) Vielleicht verstehe ich die Beiträge dieser Personen nur irgendwie nicht und tue diesen Unrecht.“

      So wird es sein, „Fabian“!

      Nun zu uns beiden. Haben Sie etwas gegen Gastroenterologen? Oder nur gegen weibliche Gastroenterologen? „Sie selbst“ sind „ja, wie gesagt, kein Lüneburger sondern ein Lüneburg-Fan und verfolgen das Geschehen etwas von außen.“

      „Etwas von außen“? Etwas? Wo ist das denn? Sie haben eine Vorliebe für Vages und Wolkiges, mein Lieber. Oben sprachen Sie davon, Sie seien „damals“ auf Lüneburg aufmerksam geworden, und hier, Sie hätten mitbekommen, „die Lüneburger selbst“ (oder doch persönlich?) hätten sich „mit dem Konzept des Stadtfestes nicht so ganz anfreunden können in den vergangenen Jahren“? Wollen wir uns darauf einigen, dass es nicht um das „Konzept des Stadtfestes“, sondern um das „Stadtfest selbst“ geht, das die Stimmung downtown mächtig verpestet?

      Dann kommen Sie wieder mit Ihren Allerweltsplattitüden: „Wirtschaft gut, weil Arbeit und Einnahmen“. Schau an! Nur, wer hier im Forum hat „dem Handel oder den Wirtschaftsverbänden“ eigentlich ihr „Engagement oder ihre Präsenz im Rahmen von Festen und Events“ — „vorgeworfen“?

      Andererseits, ja! Das Abfüttern und Abkassieren im Massendurchtrieb „ist nicht unbedingt ein Fest. Sondern dann ist das ein Markt (ich würde sagen: ein Nepp (A. H.)), der als Fest bezeichnet wird.“ Und richtig bleibt auch, was seit dreißig Jahren ununterbrochen wiederholt wird: Es fehlt der USP! „Das ist aber auch nicht speziell in Lüneburg so, überall im Land gibt es solche (bis zur Ununterscheidbarkeit immer gleich stupiden) Veranstaltungen.“

      Falsch, lieber „Fabian“ ist, dass es da gelte, „die Akzeptanz der Bürger zu erhöhen“. Nicht die Bürger und ihre Akzeptanztoleranzen sind das Problem. Leben wir in einer demokratischen Bürgergesellschaft oder in einer neopatrimonalistischen Verkaufstechnokratie? Das Problem ist nicht einmal die schlaffe Einfallslosigkeit unserer „Event-Organisatoren“, sondern das Problem ist die Geldgier der städtischen Lizenzgeber und deren geistloses Kalkül, nur über exponentiell wachsende Quantitäten im Kontext einer Kultur des Spektakels seien tonnenweise Einnahmen zu „generieren“.

      Köstlich in seiner salbungsvollen Gedankenleere finde ich Ihr grandioses Schlusswort, lieber „Fabian“. Ich setze es als Ganzes her. Wüsste ich nicht, dass Ihnen nichts ferner liegt als die intendierte böse Ambivalenz im Ausdruck, würde ich es für eine gelungene Persiflage des aufgeblasenen Bubble-Speak im Huldigungssaal unseres Rathauses (oder für einen Auszug aus der Schrock-Opitz´schen Leuphana-Antrittsvorlesung „Spannungen zwischen Wollen und Können“ vom 25. Mai 2016 im Rah­men der Ver­an­stal­tungs­rei­he „Marketing­kontinent Eu­ro­pa. Wie be­geg­net Lüne­burg der Welt?“) halten:

      „Insgesamt ist es nicht so einfach neue Veranstaltungen zu entwickeln und langfristig zu etablieren. Entscheidend ist, dass man sich die Kreativität bewahrt, immer wieder Projekte angeht und die generellen Rahmenbedingungen evaluiert.“

      • Klaus Günther

        Herr und Frau Heinen und ihren weiteren Pseudonymen ist zu eigen, dass sie hier seit langen die Blogs vollmüllen mit Herabsetzungen anderer Forumsteilnehmer, inhaltlich in der Regel nichts zu bieten haben, den Kern der Aussagen nicht erfassen wollen oder können, Sachargumenten nichts entgegensetzen und immer wieder aus dem Zusammenhang reißend keinerlei Interesse am Austausch oder überzeugen haben sondern lediglich versuchen ihren Wortschatz dazu einzusetzen sich selbst zu feiern. Vielleicht ist das die Eigenart von Menschen wie Ihnen, sich selbst permanent auf die Schulter zu klopfen um die Frustation zu überwinden, die es mit sich bringt, wenn man hunderte als seine Freunde betrachtet leider aber merkt das es die hundert nicht so sehen. Kommen Sie raus aus ihrer Butze, tauchen Sie in die Lebenswirklichkeiten ein und ansammeln Erfahrungrn, die blosse Theorie wird ihnen nicht weiterhelfen. (Worte, Worte, keine Taten…) zum Ausgleich können sie dann Abends Tagebuch schreiben, das wird helfen ihren Drang zu schreiben zu befriedigen und ihre Gedanken zu sortieren. Vielleicht kommt es dann auch mal zu einem Hauch an Reflexion und Erkenntnis. Gute Besserung.

        • Hermann Kules

          Hallo Klaus Günther, können Sie eigentlich nur miese Stimmung? So, wie Sie hier die Frau Doktor anschwärzen, so sind Sie in diesem Blog schon seit Monaten unterwegs und kujonieren andere Foristen mit Ihren zugleich schwammigen wie bedrückenden und einengenden Vorstellungen von völkischem Benimm, von abendländischen Werten und von national-deutscher Themenreinheit. Statt sich fortgesetzt hackenschlagend an einer Metakritik der Heineschen Ideologiekritik abzuarbeiten, über die Form zu schwadronieren und mir nichts, dir nichts Gregor Müller, Karlheinz Fahrenwaldt, Thomas Ney und Orkan Bilek dabei mit über Ihren strammen Ordnungskamm in dieselbe Saftpresse zu scheren, sollten Sie lieber mal versuchen, was Konkretes zu Redaktor Jenckels Stadtmarketing-Aufsatz zu schreiben.

          Oder ist das Maulen schon Ihre ganze Kunst?

        • Klaus Günther
          heißen sie auch fabian, oder warum echoffieren sie sich so? wie sieht es mit ihren taten aus? wissen sie eigentlich, dass jeder mann sich schämen sollte, wenn er zulässt, dass ein kind in die welt gesetzt wird? die frau wird die erste sein, die unter altersarmut dadurch leiden wird. und wer hat schuld?

  18. In Lüneburg ist außer Tourismus nicht mehr viel los.

    • Doch! Für Freunde des erquicken­den Gersten­trunks bietet der leidenschaftliche Hobby­brauer Hagen Rudolph, Autor von drei Büchern über das Bier­brauen und erfah­rener Braudozent (rund 150 Seminare), einen Workshop zum Erler­nen der Brau­kunst an.

      Kosten: 75 Euro pro Person (keine Ermäßigung)

      Maximal 12 Teilnehmer
      Mindestalter 18 Jahre

      Anmeldung und Informationen:
      info [at] museumlueneburg.de

      Anmeldeschluss (Referenz „Bierbrauen”) ist Dienstag, der 31. Mai 2016

  19. Ist es nicht eine brave Rose von Duft und Farbe und blüht zu jeder Jahreszeit?«
    »Möge es vergönnt sein, den Duft dieser Rose dem Wohle des Beherrschers aller Rosen, dem künftigen Rosenkönig Lüneburgs, zu weihen!

    • www.rosenkoenig.com

      … der dann hinterm Meyer-Mobil ein Jahr lang von Autohaus zu Baumarkt und Handy-Store im Landkreis herum gezerrt wird und überall dort seine auswendig gelernten Bettelsprüche aufsagen darf. Kein Wunder, dass so ein Regent große Mengen vergorenen Traubensaftes konsumiert. Nach´m Kriech – damals (oder: dotieds) – nannte man sowas Rummelpottlopen. Das war also ein in Norddeutschland weit verbreiteter und besonders in Lüneburg intensiv betriebener Heischebrauch und hat damit, Herr Jenckel (!), auch „einen Bezug zur LG Historie“. (Neujahrstrinkgeld für am 2. 1. gegen drei Uhr morgens quaak-klappernde Zeitungszusteller ist bei uns ja immer noch üblich.)

      ick bin een armen Rosen-Könich,
      giv mi nich to wenig,
      lot mi nich so lang stohn,
      denn ick mut noch wider gohn,
      een Huus wieder, da wohnt de Snieder,
      een Huus achter, da wohnt de Slachter,
      un een Huus widder ran, da wohnt de Wiehnachtsmann!

  20. Jenckel ist ne linke Hohlbratze!

  21. Sieglinde Kunze

    Ich bin für Herrn Jenckels Vorschlag, den modischen Namen Stadtmarketing wieder abzuschaffen, und an Bewährtes anzuknüpfen. Das neue Fremdenverkehrsamt müsste eine von unseren örtlichen Verbänden für das Gastgewerbe und die Freizeitwirtschaft betriebene öffentliche Einrichtung sein, um Informationen zur Region und Hilfe für Lüneburgs Besucher und Gäste anzubieten und um das lokale Gastgewerbe zu bewerben.

    Die Dienstleistungen dieses Touristeninformationsbüros sollten meiner Meinung nach die Vermittlung von Unterkünften, Tipps und Ratschläge zur Gegend und die Bereitstellung von kostenlosem Informationsmaterial, wie Karten und Broschüren zu Sehenswürdigkeiten, Museen und anderen lokalen Besonderheiten für Reisende und Urlauber umfassen. Zudem sind andernorts in Touristeninformationen häufig Souvenirs oder Eintrittskarten erhältlich. Das könnte auch in Lüneburg eine Quelle zusätzlicher Einnahmen sein.

    • Mechthild Schülke

      Liebe Sieglinde Kunz, Ihr bahnbrechendes Konzept sollten Sie unbedingt einmal mit unserem lieben Oberbürger, Meister Mädge, besprechen, Vielleicht zusammen mit Herrn Fabian Etwas von Außen, der ja ähnliche Vorschläge bereit hält?

      Einen Termin machen Sie am besten, solange er noch da ist, bei Herrn Dr. Henry Arends (Tel.: 309-3127), dem Büroleiter des Chefs im Rathaus.

  22. Hubert, Hubsi nicht kopieren, sie können das doch besser, oder? schmunzel.

  23. Ist es möglich, daß ich Gott bin?

    Auch ich bin jeden Sonntag fertig mit der Welt.

    Tim Esser

    • heutzutage ist alles möglich, wie man sehen kann. bankenrettung gleich griechenlandhilfe, kücken schrettern gleich tierschutz, fertig mit der welt gleich gott. stadtmarketing gleich tourismus.afd gleich inländerfreundlich usw.

    • Ist das eine Hypothese, die Ihnen notwendig erscheint, um Ihren Wochenend-Kater zu erklären?

  24. Stadtmarketing-Knaller "Rote Nasen"

    „Nach Jahren des romantisierenden Blödsinns wollen wir uns endlich wieder ehrlich machen“, sagt Lüneburgs neuer Marketing-Chef Claudio Patrik Schrock-Opitz. „Das sind wir unsrem immer älter und reifer werdenden Zuschauern einfach schuldig.“ Mit Emmo Lempert von der produzierenden Studio Hamburg Serienwerft GmbH sei das so abgesprochen. Die Storyline für die ersten 7.200 Episoden der neuen Soap, die nach dem Auslaufen der Rosen-Telenovela im Herbst 2017 das Image von Lüneburg der Realität nach und nach wieder annähern soll, steht bereits fest:

    Lüneburg (kbr*) – Kann sie ihm je wieder vertrauen? Torsten R.** (41), ein Bankangestellter aus Lüneburg, hat seiner Gattin und seinem sozialen Umfeld jahrelang vorgespielt, er sei arbeitslos. Die Scharade flog auf, als Beate W. bei ihrem eigenen Mann einen Kredit aufnehmen wollte.

    „Ich war von 1999 bis 2006 wirklich arbeitslos“, erinnert sich R. „In dieser Zeit heiratete ich meine ebenfalls arbeitslose Frau. Trotz der widrigen Umstände führten wir ein glückliches Leben.“
    Doch im April 2006 der Schock! Eine Bank akzeptierte die lieblos geschriebene Bewerbung von R. und stellte ihn als Sachbearbeiter ein.

    „Ich hatte nicht den Mut, es meiner Frau zu beichten, weil ich Angst hatte, dass sie mich verlässt“, so R. „Also ließ ich mir immer neue Ausreden einfallen, um heimlich arbeiten gehen zu können: Mal ging ich angeblich in die Spielhalle, mal ging ich mit Freunden etwas trinken und wenn ich wegen einer Fortbildung verreisen musste, dann habe ich immer behauptet, ich müsse in den Knast.“
    Jeden Werktag verließ W. das Haus im Jogginganzug – nur um dann eine Straße weiter in seinen maßgeschneiderten Anzug zu schlüpfen. Abends, bevor er nach Hause kam, nahm er immer einen Schluck Chantré, damit er wie ein Trinker roch. Anschließend schlug er seine Frau, obwohl er sie eigentlich liebte.

    Vom vielen Geld, das Torsten R. als Bänker verdiente, brachte er von Zeit zu Zeit ein wenig in die gemeinsame Dreizimmerwohnung, wo er wahlweise behauptete, es handele sich um Hartz IV, Flaschenpfand oder Diebesgut. Den Rest legte er auf einem geheimen Sparkonto an.
    Immerhin, die Liebe scheint größer zu sein als die Kluft zwischen einer Langzeitarbeitslosen und einem Angestellten: Beate R. erklärte gegenüber der Lünepost, sie wolle ihrem Mann die Tiefstapelei verzeihen und ihm sogar dabei helfen, sein Erspartes auszugeben.

    * Klaus Bruns Reppenstedt
    ** Rosenkönig

    • Zitat: „Nach Jahren des romantisierenden Blödsinns wollen wir uns endlich wieder ehrlich machen … Das sind wir unsrem immer älter und reifer werdenden Zuschauer einfach schuldig.“

      Wer ist denn der immer älter und reifer werdende Zuschauer? Herr „Fabian Etwas von Außen“? Oder sind Sie das selbst, Klaus?

      Ich finde, da haben Sie uns mit Ihrer schnuckeligen Storyline richtig Mut gemacht, Herr Bruns. Auf die ersten 7.200 Episoden ab Herbst 2017 bin ich schon sehr gespannt.

      Schmunzel.

    • Lieber Klaus Bruns

      Im vierten Absatz schreiben Sie über Ihre Serienfigur Torsten Rosenkönig:

      „Jeden Werktag verließ W. das Haus im Jogginganzug – nur um dann eine Straße weiter in seinen maßgeschneiderten Anzug zu schlüpfen. Abends, bevor er nach Hause kam, nahm er immer einen Schluck Chantré, damit er wie ein Trinker roch. Anschließend schlug er seine Frau, obwohl er sie eigentlich liebte.“

      Und schon in der Exposition heißt es:

      „Torsten R. (41), ein Bankangestellter aus Lüneburg, hat seiner Gattin und seinem sozialen Umfeld jahrelang vorgespielt, er sei arbeitslos. Die Scharade flog auf, als Beate W. bei ihrem eigenen Mann einen Kredit aufnehmen wollte.“

      Wieso „W.“? Torsten W.? Wieso nicht Torsten R.? Wieso dann später Gattin „Beate W.“? Aber noch später: „Beate R. erklärte gegenüber der Lünepost, sie wolle ihrem Mann die Tiefstapelei verzeihen und ihm sogar dabei helfen, sein Erspartes auszugeben“?

      Was sollen uns diese wechselnden Initialen der Zunamen sagen? Gibt es da noch weit tiefer liegende Geheimnisse im Leben von Torsten und Beate, als man zunächst ahnt? Glauben Sie, dass Sie mit den wenigen Figuren über 7.200 Episoden bestreiten können? Oder kommen später noch andere hinzu? Werden auch die Themenbereiche „Lobbyismus“ und „Reppenstedt“ in Ihrer Telenovela eine Rolle spielen? Wenn ja, wen besetzen Sie als Anikó Hauch, wen als Iris Kröpke-Adam und wen als Jürgen Backhaus? Stehen schon Casting-Termine fest? Wohin kann ich mich wenden, wenn ich vorsprechen möchte?

      Mechthild Lüttjehan (Kirchgellersen)

      • Mechthild, sie müssen den erschaffer des machwerkes fragen. ich bin auch gespannt ,wie es endet. ich möchte hier aber nicht weiter bei eurem tiefgang stören. wer den schaden hat, spottet jeder beschreibung. nicht das der verantwortliche dieser themenvorgabe noch etwas zu bedauern hat.

  25. so funktioniert stimmungsmache
    Umfrage zu Verkehrsinfrastruktur: Deutsche wollen mehr Autobahnen.
    Selbstverständlich ist die Umfrage nicht repräsentativ. Angesichts der eindeutigen Ergebnisse und der hohen Beteiligung ist sie dennoch aussagekräftig. spiegel lässt grüßen.

    • Rudolf Künne

      Aber, aber, Klaus Bruns, SIE sind doch der Kämpfer für alle Formen der sogenannten „direkten Demokratie“, für die das Agieren, das Reagieren und letztlich auch das Regieren auf der Basis von Umfrageergebnissen erfolgt, deren Zustandekommen zuvor durch massive Werbekampagnen vorbereitet worden ist.

      Zu der darin enthaltenen Problematik, besonders wenn sie die Schwelle des regional begrenzten öffentlichen Meinungsstreits hinter sich lässt und in die „große“ Politik eindringt, gibt es zwei glänzende neuere Zeitungsaufsätze, die zum Besten gehören, was in den letzten Monaten darüber geschrieben worden ist. Man kann die dort analysierten Strukturen auf die IHK-Propaganda genauso anwenden wie auf die Agitation anderer Interessenverbände und Parteiungen, die sich populistischer Mittel bedienen, um per Plebiszit ihre angeblich besondere Nähe zum „Souverän“ zu „belegen“:

      a) http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/ueber-populismus-der-nur-die-reaktion-auf-einen-mangel-an-opposition-ist-14257646.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

      b) http://www.zeit.de/2016/23/krise-liberalismus-donald-trump-kapitalismus-patriotismus-rechtspopulismus/komplettansicht

      • Rudolf Künne
        ich sollte ihnen nicht antworten. mir wurde mitgeteilt, mein guter ruf wäre hier in gefahr. dabei habe ich keinen und wenn , wäres es mir egal. direkte demokratie hat nichts mit lobbyismus zu tun. lobbyisten verhindern demokratie. übrigens, überwiegend sind lobbyisten akademiker. warum die wohl studiert haben? das goldene kalb scheint für viele sehr verlockend zu sein. ich bin nicht zu kaufen. woran das wohl liegt?

        • Guter Ruf ? Wo haben Sie den denn vernommen ??

        • Rudolf Künne

          „direkte demokratie hat nichts mit lobbyismus zu tun“?

          Was für ein verrückter Irrglaube. Sie hat fast ausschließlich damit zu tun. Wenn Lobbyismus der systematische Versuch von Interessengruppen ist, vor allem durch die Pflege persönlicher Verbindungen, aber eben auch durch öffentlichen Druck mit Hilfe von Massenmedien, die Exekutive und die Legislative zu beeinflussen, dann ist die sogenannte „direkte Demokratie“ in Reinkultur das Ersetzen von Exekutive und Legislative durch eine oder mehrere solcher Interessengruppen und durch ihre Behauptung nach inszenierten Befragungsinitiativen: „der Souverän hat entschieden …“. Kennen Sie eine einzige totalitäre Diktatur der letzten zweihundert Jahre, in der sich nicht eine angeblich vom „allgemeinen Willen“ (manchmal auch von „Gott“ oder „der Geschichte“) legitimierte Priesterkaste (Interessengruppe) an die Spitze gesetzt hätte, indem sie ihre privilegierte Beziehung zum Wollen irgendeines Autorität und Berechtigung spendenden Kollektivsingulars (Volk, Klasse, Nation, etc.) propagiert hätte?

          Zum Weiterdenken: http://www.sueddeutsche.de/kultur/alternative-fuer-deutschland-sprengstoff-1.2978532

          • Rudolf Künne
            sie verwechseln da was. lobbyisten vermeiden demokraten zu sein. sie wissen, sie können ungestraft die demokratie gleichzeitig schädigen und nutzen. der bürger vor ort hat kein interesse daran, seine demokratie zu schädigen. natürlich möchte er in seinem direkten umfeld einfluss haben. ob parteien dieses auch begreifen werden? lobbyisten wollen flächendeckend einfluss nehmen, mir reicht es, vor ort mit anderen bürgern einfluss zu gewinnen, um lobbyisten zu verdrängen. deswegen bin ich bei der soli. ob bürger den unterschied erkennen, wer weiß?

          • @ Klaus Bruns

            Klaus, natürlich kann man auch immerzu auf Bäume starren, ohne den Wald sehen zu WOLLEN. Der Bürger „vor Ort“ kann sich politisch engagieren, ja! Oder er kann sich vor den Karren irgendeiner „Graswurzelbewegung“ und ihrer Trommelauftritte spannen lassen. Politische Vernunft – wenn auch bloß eine ganz magere – gibt es nur in repräsentativen Verfahren des geordneten Aushandelns von Kompromissen. JEDER kann dort mitmachen und sich voran arbeiten. Ob er Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten. Auf einen Schlag wird das Paradies jedenfalls nicht zurück erobert. Die Alternative jenseits von repräsentativen Mandaten und Strukturen, die viele Nachteile haben, aber das Beste sind, was in Massendemokratien möglich ist, sind Bürgerkrieg oder rigorose autoritäre Regierungsformen.

            „lobbyisten vermeiden demokraten zu sein. sie wissen, sie können ungestraft die demokratie gleichzeitig schädigen und nutzen.“

            Das, Herr Bruns, ist der Kern der Gemeinsamkeit von Lobbytum und Ihrem angeblichen Bürgerwunsch nach „direktem Einfluss“. Warum stoßen Sie, ein im Grunde gutmeinender und sympathischer Zeitgenosse, im realen Leben überall auf Ablehnung und Widerspruch? Weil Sie sich nie richtig klar gemacht haben, dass es für auch nur ZWEI Menschen nicht EINEN Willen geben kann. Das Wesen des Politischen ist der Kompromiss, oder besser: das niemals aufhörende, immerwährende Basteln am Kompromiss — und NICHT irgendeine mystische Volonté générale !

            Wenn Sie das Wort „Lobbyisten“ in Ihrem Satz oben durch das Wort „Populisten“ ersetzen, erhalten Sie die exakte Agenda der AfD und ihrer Brüderchen und Schwesterchen in europäischer Nachbarschaft: in Frankreich marschiert der Front National mit Marine Le Pen, in Italien dominieren die Rechtsparteien im Norden und Beppe Grillos Linkspopulisten im Süden, bei den Eidgenossen die kampagnenfreudige Schweizer Volkspartei und in Österreich die rechtsradikale FPÖ, in Polen regiert eine Mehrheit der illiberale PiS mit dem Wahlbündnis des rechtsnationalen Rockmusikers Paweł Kukiz, in der Slowakei regieren die Linkspopulisten der Smer-SD in einer Koalition mit den Rechtsnationalisten und in Ungarn vereinen derzeit die autoritäre Fidesz und die rechtsextreme Jobbik drei Viertel aller Parlamentssitze auf sich.

            Wenn es einen ideologischen Kern für dieses Sammelsurium gibt, dann ist es die Berufung auf das Volk und den Volkswillen. Insofern darf man die Forderung nach Volksabstimmungen wie in der Schweiz sogar den wichtigsten Programmpunkt der AfD nennen.

            „Die AfD setzt sich dafür ein, Volksentscheide in Anlehnung an das Schweizer Vorbild auch in Deutschland einzuführen“, so die Formulierung im Leitantrag des Vorstands. „Wir wollen dem Volk das Recht geben, über vom Parlament beschlossene Gesetze abzustimmen.“ Politik müsse „wieder“ dem „Wohle des Volkes dienen“, so wird die grundgesetzliche Eidesformel für Regierungsmitglieder zitiert und damit suggeriert, es gebe ein Volkswohl jenseits der Verhandlungsdemokratie.

            Rudolf Künne

        • Oha, es behauptet jemand, er wäre mit Sicherheit nicht zu kaufen! DAS glaube wer will, denn es ist (fast) immer eine Frage des Preises. Und es muss ja nicht immer Geld sein…
          Auf keinen Fall käuflich zu sein ist eine genauso „starke“ Behauptung, wie, dass man NIEMALS auf Rattenfänger reinfiele. Auch da sollte jeder vorsichtig sein.

          Dass man es nicht möchte und es zu vermeiden trachtet – DAS akzeptiere ich…

  26. Mein Eindruck

    Lüneburgs Stadtmarketing rutscht im Sarkasmodus in die Flause

    K. Schnell

  27. Welch eigentümliche Dynamiken die Kommentatorenkonversationen hier doch stets entwickeln. Sonst nichts zu tun oder einfach nur aus Grundschulzeiten geretteter gemeinsamer Spass an gegenseitigen Schmähungen?

    Wie froh ich bin, dass mich & die Meinen weder Citymanagergeränk noch Bierstandarien tangieren. Welch Glück, dass weite Teile des Landkreises von derlei Aktivitätendurst und strategischen Fehlleistungen unberührt bleiben. Dort in der ländlichen Ruhe bleibt es still und wunderschön, derweil Bürger und Zahlgäste sich in der angeblich schönsten Stadt an der Ilmenau zu Allerwelts-Buden quetschen. Fast hätte ich Ihnen allen hier raten wollen, gehen Sie doch einfach mal wieder in den Wald, anstatt sich die Finge fruchtlos wund zu schreiben, aber ehrlich gesagt ist es mir lieber, wie es ist: Sie gehen alle auf die von Ihnen heiss diskutierten Veranstaltungen, um kurz mal Pause vom Kommentieren zu machen und sehen zu, nicht aus Versehen dort all den gehassliebten Kommentierkollegen Aug‘ in Aug‘ gegenüberzustehen oder sich gar auf gegenseitiges Bierausgeben einzulassen, und die Natur bleibt ruhig und menschleer und unangetastet von eventmanagement’schen Fehlinschätzungen rund um Eventtourismusillusionen und Konsum als Freizeitbeschäftigung. Viel Spaß noch!

    • Karlheinz Fahrenwaldt

      Sehr richtig Herr Lauer,
      ich empfehle die den meisten Menschen unbekannte Weltsensation in Holzen: die verkitteten Sande (http://de.geoview.info/verkittete_sande,767330155n)!

    • Helga lauert ebenfalls

      Oh wow, Thomas Schmied, wieder supertoll hingerotzt. Wenn ich groß bin, will ich auch mal zu den reichen & schönen Landedelleuten mit rasiermesserscharf gebügelten Hosenfalten gehören und wie Sie im lässigen Vorübertänzeln ein riesiges zusätzliches Geldvermögen dadurch aufhäufen, dass ich dermaßen sprachgewandt und geistreich LZonline-Kommentare kommentiere.

      Jedoch: „gemeinsamer Spass“ zu Beginn und „Viel Spaß“ am Ende? Ihr Verhältnis zum langen Vokal müssen Sie noch klären.

      • Karllauert für Helga

        Herr Schmied sagt mir leider nichts, eventuell aufgrund nicht vorhandener Bügelfalten und fehlenden Vermögens. Sollte sich ein solches über das Nutzen dieser Kommentarfunktion anhäufen lassen, bitte ich, mich in das dafür notwendige Verfahren einzuweihen. Etwaige ortografische Ungereimtheiten bitte ich, in der Hoffnung, derlei Nebenschauplätze damit wieder schliessen zu können, zu entschuldigen, sie dürfen gern als ein temporärer Mangel an formaler Akkuratheit gewertet werden. Es kann nur gut sein, auf eigene Fehlbarkeiten hingewiesen zu werden, auch die strengste Selbstbetrachtung hat naturgemäsz ihre blinden Flecken.

  28. Jetzt soll also auch Lüneburg Golddigger-Citty und Boomtown werden: Oberbürgermeister Mädge hat die Zukunftsplanung der Stadt zur Chefsache gemacht. Wichtige Stellschrauben müssen gedreht werden, um das Oberzentrum zu stärken, das Umland einzubinden und die Internationalität der Kommune zu fördern. Eine große Aufgabe. Alle Lüneburger sind aufgerufen, sich zu beteiligen.

    Aber überhaupt und mal schön grundsätzlich – „Stadtmarketing“ in Lüneburg, das ist doch Pataphysik reinsten Wassers, yeah! Pata … bitte was? Ja also … weiß ich jetzt auch nicht so genau, mal ins Netz geschaut (Suchbegriff „Pataphysik“); hm, also irgendwie ist die Pataphysik der Einbruch des Humors in die Metaphysik – und ein bisschen Dada. Also, wenn man z.B. sagt, „Mein Mittelscheitel ist mein Revolver“, oder eben „Der Phrasenstau an der Ilmenau.“

  29. Sehr geehrter Stadtrat Michèl Pauly

    sehen Sie das auch so wie Herr Jenckel, Herr Fahrenwaldt und die Mehrzahl der Leserbriefschreiber*innen, dass das Lüneburg Marketing mit seinem neuen Geschäftsführer Claudio Patrik Schrock-Opitz im Bermuda-Viereck zwischen Sparzwang, übergroßen Erwartungen, Ideen-Armut und Heiko Meyer feststeckt?

    Was könnten Stadtrat und Verwaltung tun, um da zu helfen?

    Ist eine massive Aufstockung der Zuschüsse seitens der Gesellschafter oder die Rückkehr zur Bescheidenheit des Fremdenverkehrsamtes die Lösung?

    Oder ist, wie weiter oben auch schon geschrieben wurde, ein funktionierendes Gemeinwesen mit einer gesunden Wirtschaft und einer zufriedenen, weltoffenen und optimistisch in die Zukunft schauenden Bürgerschaft am Ende doch die beste Werbung für Lüneburg?

    Was sagen Sie?

    Fragt Aribert Jörgensen

    • Ich muss gestehen, dass ich zu wenig Einblick in die alltägliche Arbeit der Lüneburg Marketing habe, um die Arbeit ernsthaft einschätzen zu können. Ich sehe nicht, wie viel Energie z.B. in die Steuerklärungsproblematik fließt (Stichwort Stadtführungen), wie viele Aufgaben aus vorhergehenden Tätigkeiten heute bei den dort Beschäftigten landen. Das können Aufsichtsratsmitglieder sicherlich besser einschätzen als ich. Da die Wähler unsere Fraktion 2011 mit zwei Personen ausstatten und nicht mit 3 oder mehr, haben wir (richtigerweise) kein Gewicht für diese Aufsichtsräte.

      Grundsätzlich finde ich es sympathischer in „klein-klein“ zu denken, zumal aus meiner Sicht als Bürger die Stadt sich in Teilen selbst gut vermarktet – mit ihrer Historischen Altstadt und der Pressepräsenz in einer Telenovela des NDR. Die Übernachtungszahlen sind gut, manchmal ist Lüneburg erfreulicherweise sogar überfüllt. Wenn wir also ein Stadtmarketing haben das einen Gang zurückschaltet, könnte ich das durchaus nachvollziehen. Unter anderen Bedingungen müsste man anders vorgehen.

      Einige Ideen, ohne das jetzt positiv oder negativ gewichten zu wollen, kommen jetzt aus dem Stadtmarketing die zumindest neu daherkommen, die vielleicht auch noch nicht in der medialen Öffentlichkeit angelangt sind. Insofern neige ich dazu den Verantwortlichen hier Zeit zu geben sich und ihre Maßnahmen zu etablieren und mit ein wenig Abstand zu schauen, was gut läuft und wie gut es läuft.

      Ich würde, um das Thema Marketing abzuschließen, die Aufwendungen der Stadt auf eine Marketinggesellschaft – diejenige explizit für die Stadt Lüneburg – konzentrieren. Eine gleichzeitige Finanzierung der Lüneburger Heide Marketing an der Lüneburg durch eigene Mitgliedschaft und die Mitgliedschaft des Landkreises (zu dem Lüneburg ja immernoch gehört) quasi doppelt Mitglied ist, halte ich für falsch. Dann doch lieber Lüneburg Marketing, Geduld und politische Kontrolle der Finanzen.

      • „die Steuerklärungsproblematik (Stichwort Stadtführungen)“ ?

        Diese Andeutung erschließt sich mir nicht. Worin besteht die Problematik? Würden Sie´s mir bitte kurz erläutern?

        Und was sind die „vorhergehenden Tätigkeiten“, aus denen „viele Aufgaben heute bei den dort (beim Stadtmarketing) Beschäftigten landen“?

        Dass die Stadt sich bereits durch ihre schiere Präsenz sehr gut vermarktet, finde ich auch. Mehr als einen Liebhaber zur Zeit kann ja selbst die schönste Rosenkönigin nicht in die Arme schließen.

        „Kulissenreklame per Telenovela-Klamauk und die Übernachtungszahlen sind gut, also könnte das Stadtmarketing einen Gang zurückschalten“. Meine Rede!

        Aber: „Unter anderen Bedingungen müsste man anders vorgehen“? Was meinen Sie damit? Und dann: Es gibt Ladenleerstände im Zentrum. Lurchie jammert, dass nicht genug Salamander-Sandalen verkauft werden. Ist Einzelhandelförderung keine Angelegenheit des Lüneburg-Marketing? Oder ist es einfach ein alter blöder Irrglaube, dass die Touristen- und Besucher-Bespaßung den Umsatz bei Schnabel, Görtz und Wolterstädt beflügeln?

        Dass man den unerschrockenen Opitz-Leuten „Zeit geben und mit ein wenig Abstand schauen sollte, was gut läuft und wie gut es läuft“, halte ich mit Ihnen für richtig.

        Sie denken, die Stadt sollte sich, was Bezuschussung angeht, auf eine maß-, aber anspruchsvolle Eigenvermarktung konzentrieren und die Finanzspritzen in die Kreis- und Heide-Reklame einstellen? Aber ist nicht jeder Tagesgast, der sich in Garlstorf, Oerzen oder Barum einmietet, auch ein potentieller Lüneburg-Besucher, der seine Euronen in der Schröderstraße ausgibt, damit die dort schuftenden Wirte ihre Steuermillionen über die nächsten hundert Jahre in die Finanzierung des Libeskind-Baus pumpen können?

        Aribert Jörgensen (BEM-Studierender)

        • mein lieber studierender, was erwarten sie? filialen haben ihre lobby,diese sind in der lage, jede stimmungsmache zu bezahlen. warum gibt es wohl so viele ,,klamottenfritzen,, in den fußgängerzonen von lüneburg? der einzelne selbstdenkende unternehmer ist ein nichts, ohne lobby.er kann sich die überzogenen mieten nicht leisten. wäre die politik vor ort intelligent, würde sie dieses unterbinden. da aber die spenden von ,,manipolateueren,, willkommen sind , wird sich da nichts ändern.

          • Sehr geehrter Stadtrat Michèl Pauly, wenn diese Anrede ergeht, fühlen Sie sich inzwischen auch schon ganz unmittelbar angesprochen, Herr Bruns? Oder sind Sie als Klassensprecher der LüneLinken, ohne dass Anikò Hauch etwas davon mitbekommen hätte, dem Herrn David Amri nachgefolgt?

            Warum „es wohl so viele ’selbstdenkende klamottenfritzen-unternehmer‘ in den fußgängerzonen von Lüneburg gibt, die sich die überzogenen mieten nicht leisten können“, sollten Sie Herrn Karlheinz Fahrenwaldt, den Ex-Immobilienmakler und Ökonomen mit zwei Abituren, aber ohne aberkannten Doktortitel fragen, der für DIE LINKE als Spitzenkandidat im Kreistag-Wahlbereich 1 antritt. Der erzählt Ihnen dann vielleicht was über die ehernen Gesetze des Marktes, die bei der Pacht- und Mietpreisbildung jede Identifikation persönlich zurechenbarer Verantwortlichkeit ausschließen.

  30. Peter Förster

    Lieber Herr Pauly, nicht nur beim Stadtmarketing hapert´s!

    Auch mit dem Ausbau der Infrastruktur für Fahrradfahrer kommt Lüneburg bestenfalls schleppend voran. Insbesondere der beschlossene Ausbau von Fahrradstraßen als durchgehende Verbindungswege durch die Stadt stockt. Noch keine einzige von 67 möglichen ist markiert. Vgl: http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/327433-verdraengungskampf-rad-und-auto

    Die ersten beiden Fahrradstraßen im Landkreis Lüneburg überhaupt wurden im letzten Herbst in Reppenstedt genehmigt. Als Fahrradstraße ist zum einen jetzt die Strecke Eschen-, Linden- und Weichselweg eingerichtet, um den Radverkehr parallel zur starkbefahrenen Ortsdurchfahrt sicherer zu gestalten. In dem Wohngebiet gilt ohnehin eine Tempo-30-Zone. Und zum anderen ist der Böhmsholzer Weg am südlichen Ortsrand zur Fahrradstraße gemacht worden und hat eher den Charakter einer Freizeitroute.
    Vgl.: http://www.landeszeitung.de/blog/lokales/266922-erste-fahrradstrassen-freigegeben

    „Der Wille ist da. Aber man muss Beschlüsse auch umsetzen“, sagt Heinz Rüdiger Kröger. Der Rentner ist beim Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) in Lüneburg Experte für Verkehrspolitik (http://lbg.adfc-nds.de/index.php?id=1750). Warum das Thema drängt, lässt sich jetzt zu Beginn der Freiluftsaison besonders gut am asphaltierten Sülzweg besichtigen.

    Der von Klaus Bruns forcierte Vorschlag, die Reppenstedter Fahrradstraße in der Stadt Lüneburg weiterzuführen, ist seit Jahren bekannt (http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/327433-verdraengungskampf-rad-und-auto#comment-69593). Der Sülzweg, bereits heute vornehmlich von Radlern genutzt, parallel zur Landestraße 216 zwischen Reppenstedt und Lüneburg, wäre die ideale Verbindung. Die gemeinsame Fahrradstraße, so die Vorstellung nicht nur des Reppenstedter Demokratiekritikes Bruns, könnte weiter geführt werden über die William-Watt-Straße, Sülzwiesen und durch die Innenstadt bis zum Bahnhof. Dazu hatte Lüneburgs Stadtsprecher Daniel Gritz vor gut zehn Monaten gesagt: „Wir sind als Hansestadt grundsätzlich gesprächsbereit und werden auf die Reppenstedter zugehen.“ (http://www.cdu-lueneburg.de/2016/02/11/radverkehr-in-reppenstedt/) Reppenstedts Gemeindedirektorin Susanne Stille sagte aber: „Die Stadt hat sich noch nicht bei uns gemeldet.“ Dazu Bürgermeister Backhaus: „Wir werden versuchen, den Druck dezent zu erhöhen.“ Mit diesem Ergebnis konfrontiert, ringen Bruns und Kröger um Contenance. „Wenn wir das hier hören, steigt unser Blutdruck“, sagen sie.

    2013 hat der Gesetzgeber neue Mindeststandards für Radwege definiert. Ein Zweirichtungsweg muss demnach innerstädtisch mindestens 2,50 Meter breit sein. Sonst darf seine Nutzung nicht vorgeschrieben werden. Die Stadt Lüneburg hat daraufhin einige blaue Fahrradschilder, die einen Radweg verbindlich machen, abmontiert. Im vergangenen Herbst wurden stattdessen einige Piktogramme von Radlern selbst auf den Asphalt gemalt. Die sind rechtlich nicht bindend. Aber das weiß fast niemand.

    Die Folge: An den teils heiklen Verhältnissen auf engen Wegen, wo Freizeitradler, Pendler, Eltern mit Kinderanhängern und Rennradler um Platz konkurrieren, hat sich nichts geändert. Dabei könnte jeder von ihnen auf der Straße fahren. „Man kann von Glück reden, dass die meisten Fußgänger nicht wissen, dass sie den Weg ebenfalls nutzen dürfen“, sagt Kröger.

    Die Stadt hat ein schönes Verkehrswegekonzept erarbeiten lassen, in dem viele wichtige Baumaßnahmen gutgeheißen werden. Passiert ist allerdings nichts. „Lüneburg möchte Fahrradhauptstadt 2020 werden“, sagt Kröger grimmig, „aber nicht einmal die selbst gesteckten Aufgaben von 2011 sind erledigt.“
    _______________

    Anmerkung: Verpflichtende Radwege sind in Deutschland ein Relikt des NS-Staates. Die Nutzungspflicht wurde 1934 eingeführt, um bei den Olympischen Sommerspielen 1936 einen fortschrittlichen Eindruck zu hinterlassen. Nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts von 2010 und Novellen der Straßenverkehrsordnung von 1997 und 2013 ist sie nur noch zulässig, wenn damit die Verkehrssicherheit erhöht wird. Die Beschleunigung des Autoverkehrs ist dabei kein tragfähiges Argument.

    Weitere Voraussetzung sind bauliche Mindeststandards in Breite und Beschaffenheit. Nur die blauen Fahrradschilder machen einen Radweg verpflichtend, nicht aber Piktogramme auf der Fahrbahn. Werden Radwege als verpflichtend ausgewiesen, obwohl die Voraussetzungen nicht erfüllt sind, so müssen Radler sie nutzen. Auch ein rechtswidriger Verwaltungsakt ist in diesem Fall bindend, allerdings juristisch anfechtbar.
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    Wären Fahrradstraßen und ein konsequent umgesetztes Stadtradkonzept nicht eine schönes Lüneburg Marketing? Was sagen Sie, Herr Pauly?

  31. Rudolf Künne
    Warum stoßen Sie, ein im Grunde gutmeinender und sympathischer Zeitgenosse, im realen Leben überall auf Ablehnung und Widerspruch? Weil Sie sich nie richtig klar gemacht haben, dass es für auch nur ZWEI Menschen nicht EINEN Willen geben kann.
    ich bin glücklich verheiratet. und warum? weil ich weiß , dass es selten ist ,wenn zwei menschen einen willen haben. man sollte sich von dem standesamt nicht beirren lassen. schmunzel

    • Jaja, Herr Bruns, einen wunderbaren Tag lang heißt es: „EIN Wille“ und die nächsten fünfzig Jahre dann „DEIN Wille“ geschehe.

      Es wird nach einem happy end
      im Film jewöhnlich abjeblendt.
      Man sieht bloß noch in ihre Lippen
      den Helden seinen Schnurrbart stippen —
      da hat sie nu den Schentelmen.
      Na, un denn –?

      Denn jehn die Beeden brav ins Bett.
      Na ja … diss is ja auch janz nett.
      A manchmal möcht man doch jern wissn:
      Wat tun se, wenn se sich nich kissn?
      Die könn ja doch nich immer penn …!
      Na, un denn –?

      Denn säuselt im Kamin der Wind.
      Denn kricht det junge Paar ’n Kind.
      Denn kocht sie Milch. Die Milch looft üba.
      Denn macht er Krach. Denn weent sie drüba.
      Denn wolln sich Beede jänzlich trenn …
      Na, un denn –?

      Denn is det Kind nich uffn Damm.
      Denn bleihm die Beeden doch zesamm.
      Denn quäln se sich noch manche Jahre.
      Er will noch wat mit blonde Haare:
      vorn dof und hinten minorenn …
      Na, un denn –?

      Denn sind se alt.
      Der Sohn haut ab.
      Der Olle macht nu ooch bald schlapp.
      Vajessen Kuß und Schnurrbartzeit —
      Ach, Menschenskind, wie liecht det weit!
      Wie der noch scharf uff Muttern war,
      det is schon beinah nich mehr wahr!

      Der olle Mann denkt so zurück:
      Wat hat er nu von seinen Jlück?
      Die Ehe war zum jrößten Teile
      vabrühte Milch un Langeweile.
      Und darum wird beim happy end
      im Film jewöhnlich abjeblendt.

      (Kurt Tucholsky, Zwischen gestern und morgen)

  32. Lüneburg Marketing wird Marketing-Dienstleister

    Das erste ideenfrische Erfolgskonzept:

    „Großes entsteht immer im Kleinen.“ Unter diesem Leitsatz und Slogan hat Lüneburg Marketing das neue Reppenstedt-Marketing gestartet. (Am neuen Adendorf-Marketing wird bereits gearbeitet.) Obwohl flächenmäßig eine der kleinsten Gemeinden im Speckgürtel von Lüneburg, bietet Reppenstedt Großes: eine starke Wirtschafts- und Innovationskraft gepaart mit echter Lebensqualität.

    Ob Unternehmen, Organisationen, Privatpersonen oder Klaus-Fabian Günther – damit sich jeder beteiligen kann, hält das Reppenstedt-Marketing viele kreative Möglichkeiten bereit. Machen auch Sie mit! Unterstützen Sie Reppenstedt und profitieren Sie als Kooperationspartner von der Einbindung in die werbliche Kommunikation des Reppenstedt-Marketings!

    Kostenlose Reppenstedt-Marketing Tools (http://www.reppenstedt.de/index.htm?tree_id=68)
    Zur Verwendung auf der eigenen Website, in Ihrer E-Mail-Signatur, in Publikationen (bspw. Kunden- oder Mitarbeiterzeitschriften) und als sinnvolle Ergänzung für das eigene Marketing.

    Der Reppenstedt-Imagefilm zum Download (https://www.youtube.com/watch?v=aj9ZOrACsVU)
    Sowohl die deutsche als auch die französischen und englischen Versionen des Reppenstedt-Imagefilms können, sofern sie unverändert bleiben, zeitlich und räumlich uneingeschränkt genutzt werden.

    Individuelle Kooperationsmöglichkeiten
    Neben dem Basispaket setzt das Reppenstedt-Marketing auf eine starke Hebelwirkungen durch Win-win-Kooperationen mit Unternehmen, Vereinen, Organisationen und Kommunen außerhalb von Reppenstedt.

    Arbeitskreis Reppenstedt-Marketing
    Sie möchten sich gemeinsam mit anderen für das Reppenstedt-Marketing engagieren? Rund vier namhafte Unternehmen haben sich bereits zu einem Unternehmerarbeitskreis zusammengeschlossen.

    Reppenstedt Roadshow und Jobmeile 2016
    Kommen die Fachkräfte nicht so schnell zu uns, wie wir sie brauchen, fahren wir zu ihnen. Dafür wird auch 2016 wieder eine nationale Roadshow auf den Weg gebracht, die ausgewählte Orte ansteuert. (https://www.youtube.com/watch?v=aj9ZOrACsVU)

    Warum Reppenstedt-Marketing?
    Reppenstedt ist ein attraktiver Lebens- und Wirtschaftsstandort: Zahlreiche ausgezeichnete Spaziermöglichkeiten, beste Bedingungen für junge Familien mit und ohne Kinder, ein attraktiver Arbeitsmarkt und vor allem eine starke, wettbewerbsfähige Wirtschaft mit hohem Exportanteil. Leider sind die Standortvorteile Reppenstedts im Rest der Republik viel zu wenig bekannt. In einer Situation, in der die Unternehmen dringend Fachkräfte benötigen, hat es sich das Reppenstedt-Marketing zum Ziel gesetzt, die Attraktivität des Wirtschafts- und Lebensstandorts Reppenstedt Fach- und Führungskräften aus ganz Deutschland zu vermitteln, eine Willkommenskultur zu etablieren und den eigenen Nachwuchs in der Gemeinde zu halten sowie Reppenstedterinnen und Reppenstedter zu Botschaftern ihres Wohnortes zu machen.

    Machen auch Sie mit und profitieren Sie von den Vorteilen einer Kooperation mit dem Reppenstedt-Marketing!