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Trolle: Wenn Netz-Hooligans die Kommentarspalte stürmen

Lüneburg, 12. Juli

Der Kommentator „Bundeskasper“ im Blog.jj soll jetzt nicht frohlocken. Er forderte in einem Blog-Beitrag zur Kommunalwahl und den immer gleichen Ritualen vor kurzem: „Der Blog kann dann ja geschlossen werden. Es geht hier schon länger nicht mehr ums Thema – nur noch: wie kann ich den jeweils anderen so beleidigen, dass der Post gerade noch veröffentlicht wird. Machen Sie den Blog hier lieber zu, Herr Jenckel, ehe das Niveau ganz untergeht. Ich plädiere nach wie vor für einen Stuhlkreis in den Räumen der LZ mit Herrn Jenckel als Moderator unter Aufsicht einer Security. Ich bin dabei – wer traut sich noch?“

Der Blog.jj wird sicher nicht geschlossen. Er legt nur, wie in jedem Jahr, eine Sommerpause ein. Wäre zu schade, denn die Kommentatoren liefern teils hervorragende Beiträge, die tief ins Thema führen und die Kommunalpolitikern auch gute Argumente für den Wahlkampf liefern können.

Die Lüneburger Politiker sind oft gefordert: Ihr langsames Reaktionsmuster unterstreicht allerdings auch deutlich, dass sie in der neuen Medien-Welt nicht angekommen sind, obwohl zwischendurch immer mal Besserung zu spüren ist.  Aber im Grundsatz glauben sie: Ich habe eine Homepage – läuft. Ganz sicher nicht – sie ignorieren vielmehr junge Wähler komplett. Sie reden immer davon, die Wähler dort abzuholen, wo sie sind, haben aber leider die Adresse verbummelt, ob bei WhatsApp, bei Twitter oder Facebook, bei Instagram oder Snapchat.

Zurück zum Blog.jj. Neben vielen Perlenfischern sind dort leider auch die Trolle, Kasper, Anonymi, Alias-Vertreter und Motzer unterwegs, denen es nicht um Argumente geht, sondern ums Pöbeln.

Diese Hooligans der Blog-Szene sind nichts LZ-Spezifisches, sie gehören zum Humus des Netzes, wie Gruppen am linken und rechten Rand zur Demokratie gehören, ja, auch Autonome.

Stellen Sie sich nur einmal vor, wenn der Drang zur Mitte noch stärker würde in Deutschlands Parteienlandschaft. Die Konformität, die Poliertheit der Argumente, ja, die Ununterscheidbarkeit der Parteien wäre so beängstigend, der Druck in der Mitte gewaltig, ein politischer GAU unausweichlich. Schon heute wünscht sich einer Umfrage zufolge jeder dritte orientierungslose Deutsche wieder einen Führer. Ich verzichte. Was ist zu tun: Trollige Kommentatoren gnadenlos feuern? Oder ertragen?

 

Hier zum Schluss die Ranking-Liste fürs erste Halbjahr 2016

Platz 1: Der meistgeklickte Beitrag war in der ersten Jahreshälfte, wen wundert es, ein Blog über die Flüchtlingekrise.

Der Misthaufen als Berg der Weisen in der Flüchtlingskrise

Platz 2: Blog zur Schlagkraft der Sozialen Medien.

Die neuen Meinungsführer, Schlammschlachten und panische Politiker

Platz 3: Lüneburg hat Schlag bei Besuchern, nicht wegen des Stadtmarketings, sondern trotz des Stadtmarketings.

Lüneburgs Stadtmarketing rutscht im Sparmodus in die Flaute

Und was wurde am häufigsten kommentiert?

Natürlich auch Blog-Beiträge zur Flüchtlingskrise.

Platz 1:

Der Misthaufen als Berg der Weisen in der Flüchtlingskrise

Platz 2:

Die Ablehnungskultur

Platz 3:

Von Kanzlern, Staatsmännern und Darstellern

Schönen Sommer – Hans-Herbert Jenckel

 

111 Kommentare

  1. Lieber Herr Jenckel

    Der von Ihnen zitierte „Bundeskasper“-Passus sollte unbedingt zum betreffenden Kommentar, aus dem er genommen ist, verlinkt sein (Kontextualisierung), damit sich jeder Leser selbst ein Bild seiner dortigen Funktion machen kann, denn bei einem Beendigungsvorschlag handelt sich ja um ein verbreitetes und beliebtes stilistisch-rhetorisches Kampfmittel, mit welchem Autorität und Überlegenheit suggeriert und eine Debatte bzw. eine debattierende Auseinandersetzung durch angemaßte Weisheit „gewonnen“ werden soll. Jede Argumentationsstrategie mit eingebautem Immunisierungsmechanismus möchte immer (entweder 1. durch Dogmatisierung [Absolutsetzung der eigenen Position], 2. durch Absurdführung [unendlicher Regress] oder 3. durch Abbruch) verhindern, dass sie mit Gründen zur Sache kritisiert wird und Antworten geben muss, wo sie einfach keine Antworten weiß. Denn ein destruktives Lamento ist ja stets superbequem und kann sich jederzeit und überall darauf verlassen, zahlreichen Jammerlappen nach dem Munde zu reden, aber wer etwas riskiert und konstruktiv und zuversichtlich probiert, fürs Ärmel-Hochkrempeln, Mittun und Gestalten zu plädieren, macht sich angreifbar, weil es eben im realen Leben keine Maßnahme geben KANN, mit der man es allen zugleich und vor allen Dingen auf einen Schlag recht machen kann. Das Leben in der Moderne ist kontinuierliches gemeinsames Arbeiten auf der großen komplizierten Demokratiebaustelle der Welt. Wer meint, man brauche nur eine einzige primitive Brücke zu bauen, damit schon morgen wieder alle ins Paradies ihrer jeweiligen Vorstellung gelangen, der lügt, der lügt, der lügt.

    MfG, Paulina von Essen

    • Liebe Paulina
      ihr beitrag ist nach meinem geschmack, aber…….
      ich habe von bundeskasper einige e-mails bekommen und somit die möglichkeit gehabt, ihn besser zu verstehen. ich glaube nicht, das besserwisserei oder ähnliches sein antrieb war. ich selbst habe schon hin und wieder gezuckt, ob ich eine post schreibe, die auf das beenden von einer sogenannten diskussion hingewiesen hätte.wissen sie Pauline, sogenannte akademiker, oder die es werden wollen , haben meistens ein problem. es fehlt die lebenserfahrung. ich habe nicht vor für bundeskasper hier eine lanze zu brechen. aber, haben sie sich mal ernsthaft mit menschen beschäftigt, die ,,nur,, ander ansichten haben, ansonsten ist da nichts, was man unbedingt verfolgen müsste? nur mal ein kleiner hinweis. der mensch hat den hang, gern aus einer mücke einen elefanten zu machen.besonders gebildete neigen dazu. ich kann mich natürlich auch irren.

    • Hallo Herr Bruns,

      mir ist bewusst, dass Sie, wie manche sagen, als „Chefkommentator von LZ-Online“, gleicherweise in Hans-Herbert Jenckels „Forum für Stadtkultur und Lokalpolitik“ eine schiedsrichterliche Sonderstellung einnehmen und dass es Ihnen nun schon über viele Jahre gelungen ist, diese verantwortungsvolle Position mit bewährter Routine, großer Umsicht und viel Fingerspitzengefühl, wenn auch nicht ohne gelegentlich durchblitzenden Stolz, zu verwalten, sie auszufüllen und ihr gerecht zu werden. Ich dagegen komme im Oktober erst ins vierte Semester, bin also gerade einmal etwas über eineinhalb Jahre Blog.jj-Leserin und muss mich bei meinen Wortmeldungen mehr oder weniger ausschließlich auf meine sicher reichlich naiven und bestimmt mit einigem kindischen Jugendmut vorpreschenden Eingebungen verlassen.

      Wollen Sie mir also bitte verzeihen, sollte ich Ihre Geduld strapazieren, wenn ich mir einige Anmerkungen zu Ihrem Schreiben an mich von heute Mittag erlaube? Ich gehe die Punkte in der Reihenfolge durch, wie Sie sie aufgeführt haben.

      1.) Sie, Herr Bruns, haben einige E-Mails bekommen. Sie haben daher einen Wissensvorsprung gegenüber anderen Kommentaror(inn)en, folglich auch mir gegenüber. Das mag so sein. Ich nehme an, Sie werden kraft Ihres bedeutenden Ehrenamtes bei LZ-Online sogar ab und zu mit den Chefredakteuren korrespondieren oder telefonieren. Vielleicht laden Herr Jenckel und Herr Steiner gemeinsam mit ihren Familien Sie und Ihre Frau überdies jeden dritten Feitag im Monat in die Kutscherstube oder ins alte Brauhaus ein? Mal ehrlich, Herr Bruns, selbst wenn die Landeszeitung darüber hinaus noch Ihren neuen Windfang finanzieren und Ihnen ermöglichen würde, Einsicht in sämtliche Personal- und Krankenakten von „Bundeskasper“ zu nehmen, glauben Sie wirklich, Sie könnten dessen Blog-Posts dann besser beurteilen als ich oder irgendein(e) beliebige(r) andere(r) Leser(in)? Wenn einer in seinen Wortmeldungen durchweg anmaßend, belehrend, besserwisserisch oder rassistisch argumentiert, Herr Bruns, dann ist er ein anmaßender Großkotz, ein Besserwisser oder ein Rassist. Punkt. Ob man sowas „andere Ansichten“ nennen soll und ob es mildernde Umstände für solch ein – wohlgemerkt: anonymes – Kommunikationsverhalten gibt (eine schwere Kindheit mit Prügeln und Alkoholexzessen usw.), kann und möchte ich nicht beurteilen und muss und werde ich mich nicht fragen. In einem öffentlichen Debattenforum unter zum Teil Maskierten zum Teil Unmaskierten zählen nur gute oder schlechte Gründe, keine psychotherapeutischen Anamnesen, und es gilt hier auch für einen, der sich mit einem gehörigen Schuss Größenwahn „Bundeskasper“ nennt, allein, was Frau Michels-Honrichsen dem edlen Träumer Björn Adam einmal ins Poesie-Album geschrieben hat: „Hic Rhodus, hic salta!“

      2.) Sie selbst, Herr Bruns, bekennen, Sie hätten „schon hin und wieder gezuckt, ob Sie einen post schreiben, der auf das beenden von einer sogenannten diskussion“ hinwirkt. Gut, dass Sie das nie getan haben, Herr Bruns! Das zeigt, dass Sie Ihren heiklen Job bei Blog.jj ernst nehmen und ihn mit vorbildlicher Neutralität erledigen. Erinnern Sie sich bitte an die ungeheure Flut von Gemeinheit, Dreck und Unrat, welche um die zurückliegende Weihnachtszeit über meine wackere Kommilitonin Kim Torster hinweggeschwappt ist. Wer einmal mit echten Blog-Trollen wie „Andre Hebsen“, „Jochen Rollwagen“, „Hildegard Trautwein“, „Thomas Schmid“ und „Lydia“ zu tun hatte, der kann das „Zucken“ Ihrer Hand zur Fernbedienung verstehen, Herr Bruns. Und doch, ist es nicht besser ohne solches Abschalten gelaufen? Sind es nicht die argumentierenden Selbstreinigungskräfte der debattierenden Blog.jjer gewesen, die den Extremisten aller Himmelsrichtungen im Forum die heiße Luft ihrer überkochenden Aufgeregtheit abgelassen und hier und da vielleicht sogar für ein Mehr an Einsicht und ein Weniger an Voreingenommenheit gesorgt haben? Und ist das nicht der ganze Sinn so einer Plattform, Herr Bruns? Erklärungen statt Vorwürfen? Gründe statt Gebrüll? Argumente statt Gewalt? Es aushalten lernen, dass es nicht für alles sofort Lösungen gibt? Der diktatorischen Versuchung widerstehen? Gut, dass wenigstens Sie das können, Herr Bruns! Dass wenigstens Ihnen bei allem, was Sie tun und sagen, immer klar ist, Sie könnten sich vielleicht irren.

      3.) Sie, Herr Bruns, der während nunmehr fast 66 Jahren in hundert verschiedenen Berufen ein Übermaß an Lebenserfahrung und Kenntnissen ansammeln durfte, haben es natürlich leicht, mit mildem Spott an die sprichwörtliche Gegensätzlichkeit von Alltagsverstand und akademischer Weltfremdheit zu erinnern, die, wie Sie als nachgeborener Popper-Exeget selbstverständlich genau wissen, bereits Platon mit folgender Anekdote illustrierte: „So erzählte man sich von Thales, er sei, während er sich mit dem Himmelsgewölbe beschäftigte und nach oben blickte, in einen Brunnen gefallen. Darüber habe ihn eine witzige und hübsche thrakische Dienstmagd ausgelacht und gesagt, er wolle da mit aller Leidenschaft die Dinge am Himmel zu wissen bekommen, während ihm doch schon das, was ihm vor der Nase und den Füßen liege, verborgen bleibe.“ Diese Anekdote wird gerne über „Gebildete“ und andere „Überkandidelte“, also über solche Leute erzählt, die durch sonderbares Benehmen auffallen, aber angeblich nichts Sinnvolles für die Gemeinschaft zustande bringen. Eigentlich ist sie eine Art Hans-Guck-in-die-Luft-Geschichte. Aber stimmt das, Herr Bruns? Kann der Akademiker nur Unnützes? Ist er stets ein wenig einfältig und verfügt zumeist nur über nutzloses Wissen? Wer hat Ihnen letztens die beiden verblendeten Kronen eingebaut? Sind Ihr Zahnarzt, Ihre Orthopäde und Ihr Gastroenterologe denn keine „Akademiker“? Hatte Neil Armstrong, der studierte Raumfahrttechniker und Kommandant von Apollo 11, der am 21. Juli 1969 als erster Mensch den Mond betrat, keine Lebenserfahrung? Und war sein Triumph nicht vielleicht dadurch möglich geworden, was die dumme Magd in Platons Geschichte einfach nicht begreifen konnte, dass der Himmelsgucker nicht gestürzt, sondern gesprungen war, weil der Brunnen dem Astronomen, als das damals einzig zugängliche Instrument, lediglich als eine Art Fernrohr diente, aus dem er aus der Dunkelheit in die Helle der Sterne schauen konnte? Ist nicht die Unterstellung, „der Akademiker“ halte keinen Kontakt zur Lebensrealität, ein genauso idiotisches Vorurteil, Herr Bruns, wie wenn jemand sagte, Fußballspieler mögen keine Erdbeeren oder Syrer ernähren sich vom gebratenen Nackenfleisch deutscher Frauen?

      4.) „der mensch hat den hang, gern aus einer mücke einen elefanten zu machen.“ Ich stimme zu. Besonders dann hat er diese Neigung, wenn das zart gebaute, schlanke Insekt mit fadenförmigen, vielgliedrigen Fühlern, langen, dünnen Beinen und dem wissenschaftlichen Namen „Culicidae“ ihn selbst sekkiert.

      „besonders gebildete neigen dazu“? Besonders doch wohl aber auch „Fahrenwaldter“, „Bundeskasper“ und „Reppenstedter“, wenn sie sich von „Bertholdes-Sandrockinnen“, „Tejas“, „Webersinnigen“ „Gertis“, „Fraukes“ oder „Arnolds“ umsummt wähnen, erzählen gerne Räuberpistolen.

      „ich kann mich natürlich auch irren.“

      So ist es, lieber Herr Bruns! So ist es. Et tu filium meum! Damit müssen Menschen wie Sie und ich immer rechnen.

      Schreiben Sie sich diesen Satz auf einen Zettel und kleben ihn oben an Ihren Computer-Bildschirm!

      Dann wird alles gut.

      • meine liebe Paulina
        wo sie recht haben, haben sie recht. damit keine irrtümer aufkommen, ich habe weder was gegen werdende noch gegen vorhandene akademiker. dann müsste ich ja auch was gegen meinen sohn haben, schmunzel. und das hier rassisten unterwegs sind ist nicht ungewöhnlich. dieses erleben sie in jeder zeitung und in allen medien. eine gewisse gelassenheit ist aber trotzdem nicht verkehrt. meinen sie nicht? seinem,,feind,, mit einem lächeln die zähne zu zeigen, empfinde ich am erfolgreichsten. aber dieses ist natürlich jedem selbst überlassen. was herr jenkel angeht, er vermeidet möglichst einladungen ,um nicht in einem falschen verdacht zu geraten. schmunzel

      • weil sie es sind liebe Paulina, eine Frage:Et tu filium meum! warum glauben gebildete immer, eine tote sprache benutzen zu müssen, wenn sie intellektuell rüber kommen wollen? ich hatte schon mit meinen ärzten so manche auseinandersetzung darüber. meine frage ist wirklich nicht böse gemeint. bei mir haben solche,,bemühungen,, sich vom gros abzuheben, genau die gegenteilige wirkung, die von dem aussagenden eigentlich gewünscht ist. was soll man da machen?

        • Lieber Herr Bruns,

          wo sie recht haben, haben sie recht.

          Aber, wie der Prediger (Kohelet 1, 2 u. 12, 8) schon sagt: »Vanitas vanitatum, et omnia vanitas.«

      • meine liebe Paulina, ich würde sie gern zu mir einladen. gern mit einer begleitung. meine adresse werden sie bestimmt schon wissen. ansonsten, herr jenckel, der hier schon angebetet wurde, kann ihnen bestimmt weiterhelfen. schmunzel. p.s. herr jenckel kommt nicht.

        • Hallo Herr Bruns,

          ich schätze Sie ebenfalls, auch wenn ich keineswegs immer mit Ihren Einlassungen einverstanden bin. Wobei ich natürlich sehr oft auch falsch liegen kann. Doch werden solche Irrtümer dann ja im Laufe der Diskussion meist korrigiert. Aber in einem bin ich ganz sicher: Darin nämlich, dass ich die Grenze zwischen on- und offline niemals von Digital in Richtung Analog überqueren werde. Mit Freunden oder Bekannten in ein Forum gehen und mitsabbeln ist das eine, aber mit jemandem, der mit all seinen von mir vorgestellten Charakteristika eigentlich nur in meiner Leserinnenfantasie existiert, zu Abend essen, das geht gar nicht. Ich war in Harry Potter lange sehr verliebt, wäre aber niemals auf die Idee gekommen, mich mit Daniel Radcliffe zu treffen. Verstehen Sie, was ich meine? Tut mir Leid, Herr Bruns. Ich bin überzeugt, Sie meinen es nett. Aber ich muss Ihnen einen Korb geben.

          • meine liebe Paulina
            ich hatte immer gehofft, ab einem bestimmten alter wird das körbe-sammeln endlich aufhören. so kann man sich irren und stellt fest, die hoffnung stirbt zwar zuletzt, aber sie stirbt irgendwann tatsächlich. übrigens, wer sich selbst in gedanken bremst, braucht niemanden anderen dazu mehr. wer bremst ,hat aber meistens schon verloren. bobfahrer wissen das. schmunzel

      • @Paulina
        Rechnen Sie lieber mit weiteren Taten wie in Würzburg. Mit lateinischen Begriffen um sich zu werfen und die Realität auszublenden, oder sich die Welt und die EU schönzureden ,bringt nichts.
        Ausser einem noch härteren Aufschlagen in der realen Welt. Und eines habe ich sehr schnell nach Paris,Brüssel,Malmö. Kopenhagen und Nizza gelernt, nämlich daß die oberflächlich betrachteten Kommentare vermeintlicher Trolle , die man als weltfremd ,skandalös, rechtsgerichtet oder tiefbraun bezeichnet , schneller Realität werden,als einem lieb ist!

  2. „Die Lüneburger Politiker (…) ignorieren (…) junge Wähler komplett. Sie reden immer davon, die Wähler dort abzuholen, wo sie sind, haben aber leider die Adresse verbummelt, ob bei WhatsApp, bei Twitter oder Facebook, bei Instagram oder Snapchat.“

    Oder bei Blog.jj

    Warum basteln Sie sich nicht einen Verteiler mit Prominenz aus Politik (Stadtrat, Kreistag, Parteien, etc.), Kultur (Theater, Museum, Kleinkunstbäckereien, etc.), Bildung (Schulen, Hoch- und Volkshochschule, etc.) und Wirtschaft (Verbände, Pressestellen, Hauptquartiere, etc.) und machen regelmäßig (personalisiert) darauf aufmerksam (ob via Mail, WhatsApp, Twitter oder Facebook, via Instagram oder Snapchat), dass ein neuer Blog-Beitrag erschienen und ein weiterer an- und aufregender Ritt durch den verwunschenen Lüneburger Meinungswald zu erwarten ist?

  3. Abwesenheitsnotiz

    Sehr geehrte Damen & Herren, liebe Kommentatoren, werte Gesprächspartner: Ich bin derzeit leider nicht am gewohnten Platz, sondern ziehe für eine schöne Urlaubsweile auf die Couch in der großen Diele. Sobald Sie mich wachgerüttelt, ausgelacht und mit frischem Kaffee versorgt haben, werde ich mich umgehend mit einem nichtssagenden, aber durchaus interessiert klingenden Wortbeitrag im Forum melden. In der Zwischenzeit steht Ihnen bei wichtigen Fragen Google zur Verfügung, in dringenden Fällen rufen Sie bitte die Feuerwehr oder wenden Sie sich an Klaus Bruns bzw. Karlheinz Fahrenwaldt. Danke für Ihr Verständnis!

    • Vielen Dank für diese wichtige Information! Das heißt, weder als Troll, noch als Kasper, nicht als Anonymus, geschweige denn als Alias-Vertreter oder als Motzer stehen Sie vorübergehend Gewehr bei Fuß?

      Ich bin erleichtert.

  4. Helmut Müller

    Sehr geehrter Herr Jenckel,

    vielen Dank für Ihren Hinweis auf den gehaltvollen und gut lesbaren Aufsatz über das Phantom der „Mitte“ aus dem Jahr 2009 von Kurt Lenk, dem ehemaligen Direktor des Instituts für Politische Wissenschaft an der Technischen Hochschule in Aachen.

    Auch in Lüneburg gilt „die Mitte“, die jeder zu kennen vorgibt, tatsächlich aber nie einer begegnet ist, sowohl als soziale Einheit wie als Eigenschaft von politischen Parteien. Wer sie für sich gewinnt und wer sie repräsentiert, der ist fein raus. Aber leider existiert „die Mitte“ weder als gesellschaftliche Gruppe, noch kann ihr, eben weil sie nicht existiert, irgendeine Partei oder irgendein Parteiprogramm in besonderer Weise entsprechen. Der weiche Gang gehörig nervöser Schritte (nicht nur der Lüneburger „Volksvertreter“, aber der eben genauso), der sich im immer kleiner werdenden Kreise dreht, ist wie ein Tanz von Kraft um eine (ausgedachte) „Mitte“, in der (allenfalls) betäubt ein großer Wille steht.

    Besonders drei Gedanken aus Lenks Essay illustrieren nach meinem Dafürhalten sehr gut das vielgestaltige Elend der sogenannten Volksparteien, wie sie sich besonders in unserer Stadt und unserem Landkreis gebärden:

    Er schreibt, wer die Mitte zu repräsentieren meint, beanspruche, gemäß dem Goetheschen Motto „Prophete links, Prophete rechts, das Weltkind in der Mitten“, einen realitätsgerechten, gewissermaßen „überparteilichen“ Standpunkt jenseits bloßer partikularer Interessenvertretung. Und da das Plädoyer für die „gesunde Mitte“ vermeintlich die Verheißung einer höheren „dritten Position“ enthalte, die sich der ideologischen Einseitigkeit der linken und rechten Extreme entledigt hat, werde, so die irrige Schlussfolgerung, „eine eher apathische Haltung, die einer als Interessenkonflikt verstandenen Politik ablehnend gegenübersteht, stets dazu neigen, sich den Parteien der Mitte anzuschließen“.

    Dann kommt Lenk auf den französischen Politikwissenschaftler Maurice Duverger zu sprechen, der darauf aufmerksam gemacht hat, dass letztlich alles politische Handeln auf Entscheiden und Wählen beruht:

    „Jede Politik bedingt eine Alternative zwischen zwei Lösungen, denn die vermittelnden Lösungen lehnen sich an die eine oder andere an. Das besagt nichts anderes, als dass es in der Politik keine Mitte gibt. Es mag wohl eine Partei der Mitte geben, aber keine Richtung der Mitte. Mitte nennt man den geometrischen Ort, an dem sich die Gemäßigten der entgegengesetzten Richtungen sammeln … Jede Mitte ist in sich selbst gespalten – die linke und die rechte Mitte, denn sie selbst ist nur die künstliche Zusammenfassung des rechten Flügels der Linken und des linken Flügel der Rechten. Es ist die Bestimmung der Mitte, zerteilt, hin und her geworfen, aufgelöst zu werden … Es ist der Traum der Mitte, die Synthese entgegengesetzter Bestrebungen darzustellen, aber die Synthese ist nur eine theoretische Möglichkeit. Das Handeln ist ein Wählen, und Politik ist Handeln.“

    Aus diesen beiden Einsichten (A) es ist ein Irrtum, dass eine „apathische Mitte“ den Anschluss an profillose Überparteilichkeit sucht, und (B) für Politik als Wählen und Handeln und damit als parteiische Einseitigkeit kann es keine Mitte geben, gelangt der Autor zu seiner Diagnose, die er mit Chantal Mouffe teilt, der belgischen Politikwissenschaftlerin und Professorin für Politische Theorie an der University of Westminster in London:

    Die harmonisierende Vorstellung, dass Konflikte zwischen Interessenverbänden heute der Vergangenheit angehörten und Konsens in der Regel durch Hintergrunmoderation erzielt werden könne, führt nicht zu mehr, sondern vielmehr zu weniger Demokratie. Diese Vorstellung verleugnet schlichtweg die von Grund auf antagonistische Struktur alles Politischen und die ihr stets innewohnenden Interessengegensätze. Dementsprechend sei das Ersetzen ideellen Widerstreits (der nicht unbedingt der herkömmlichen Rechts- Links-Polarisierung entsprechen muss, aber kann) durch eine simple moralische Bewertung politischer Positionen in „richtig“ oder „falsch“ irrig, weil diese Beurteilung ein Gegenstand des politischen Wettstreits mindestens zweier Kontrahenten bleiben müsse, sollen Konflikte nicht vorschnell in Konsens (oder angebliche Alternativlosigkeiten) aufgelöst werden, ein Vorgang, der sich als geradezu demokratiewidrig erweisen müsse. Jedem vermeintlichen Konsens liege in Wahrheit eine Entscheidung zugrunde, die nur auf demokratischem Wege – also als Ergebnis von Debatten – getroffen werden dürfe, solle nicht das Projekt der Demokratie selbst Schaden nehmen:

    „Die Besonderheit der modernen Demokratie liegt in der Anerkennung und Legitimierung des Konflikts und in der Weigerung, ihn durch Auferlegung einer autoritären Ordnung zu unterdrücken … Daher sollten wir uns vor der heutigen Tendenz hüten, eine Politik des im Grunde apolitischen Konsenses zu glorifizieren, die sich rühmt, die angeblich altmodische Politik der Gegnerschaft von rechts und links ersetzt zu haben“.

    Hier meine Frage(n) Herr Jenckel:

    Wenn Sie auf den narkotisierenden Einheitsbrei in den Wahlpräsentationen unserer drei dominierenden Rats- und Kreistagsparteien, SPD, GRÜNE, CDU, schauen, ergibt sich hier nicht eine interessante Parallele zur Psychoanalyse? Die Verdrängung der rational nicht auflösbaren politischen Potenziale (bei Freud ins Unterbewusste) – erweist sie sich nicht als kontraproduktiv? Wenn Politiker das Politische, also den scharf betonten Interessengegensatz zu anderen Lagern aus ihren Parteiprogrammen zu verdrängen probieren, um sich einander anzugleichen, sucht sich dieses Politische dann nicht einen anderen Schauplatz? Auf der Straße zum Beispiel? Bei Bauernfängern? Oder bei Ihnen im Blog in Gestalt von (für Gründe und Argumente tauben) Trollen und Schreihälsen? Müssen wir nicht fürchten, dass sich das unaufgearbeitete Konfliktpotenzial, welches ständig durch einen unerklärten „Allparteienkonsens“ auf dem vermeintlich mildernden Weg paternalistisch kungelnder Hinterbühnenabmachungen kaschiert wird, einen Ausweg in bald vielleicht nicht mehr steuerbaren Situationen sucht?

    Treibt das in Lüneburg wie anderswo bis zum ohnmächtig werden vermiedene Streitgespräch nicht eine hochgefährliche Dialektik aus sich hervor, die eben das befördern hilft, was vermieden werden sollte: dass Gegner zu Feinden werden, deren Konflikte womöglich nur mehr durch Anwendung von Gewalt ausgetragen werden können?

    • Dramatisch, aber gut gesehen

      @ Helmut Müller

      Der Oberbürgermeister fantasiert von imaginativen Reputationsgewinnen, die er sich durch ständiges Wiederholen von Wunschformeln aus Reklametexten selbst eingeredet hat und die (über die ohnehin schon um einhundert Prozent gestiegenen Teuerungen) gerne auch noch einmal fünf oder zehn Millionen Euro extra kosten dürfen (Darüber „sollten wir nicht mehr diskutieren.“), die Lüneburger Sozis brüsten sich öffentlich mit ihrer Rolle als Geschäftsbesorger für Eventunternehmer und „Investoren“, die Grünen setzen auf Pogrammnachmittagen innerparteiliche Sprachregelungen für einen unterwürfigen Kuschelkurs durch und verbieten sich aus „taktischen“ Erwägungen kritische Anmerkungen zu finanziell halsbrecherischen Risikorenommierprojekten ihres Wunschgruppenpartners und die still in sich hineinmaulende CDU wedelt mit rechtlich undurchführbaren Bürgerwehrkonzepten in Richtung AfD-Klientel, gibt aber ansonsten den faktisch unsichtbaren Konsens-Mucker, der seinen Baulöwen und sonstigen Partizipatoren keine Steine für Gewinne bringendes „Projektengagement“ in den Weg legen möchte. Darüber hinaus ist man sich in Sachen „Standortaufwertung“, „Hanseattraktivität“, „Etatgestaltung“, „Energieversorgung“ und „Stadtentwicklung“, vor allem aber in der absoluten Notwendigkeit diskursfreier Gesprächsverweigerung der eigenen Bürger- und Wählerschaft gegenüber ebenfalls weitestgehend göttlich einig.

      Wie nennt man so etwas? Fassadenpolitik?

      Dass aus dieser „Mitte“ vermeintlich „alternativloser“, unbedingt jedoch gnadenlos beschwiegener Harmonieseligkeiten eine gefährliche Orientierungslosigkeit und im Ergebnis eine diffuse Unzufriedenheit hervorwächst, die in der schwer adressierbaren Gestalt hanseatischer Trolle nicht nur zuweilen als Netz-Hooligans das Jenckelsche Blog-Forum stürmen, sondern am 9. September auch die heimischen Wahlkabinen, — darüber möchte „man“ lieber nicht nachdenken. Wieso denn auch? Ist ja mühsam. Dieses ewige Gegrübel. Und dann auch noch reden? Mit Leuten? Die haben doch ihre eigenen Ansichten. Da dann dagegen halten? Und sich immer was dazu überlegen? Wird auch ohne das am Ende schon alles gutgehen!

    • @ Dramatisch, aber gut gesehen

      Pardon, ich habe zwei Dinge nachzutragen:

      1. Die LINKEn hatte ich vergessen zu erwähnen. Natürlich, es gibt den im Großen und Ganzen „undogmatischen“, aber etwas alterseitlen Karlheinz Fahrenwaldt, der seinem Drang zu universalistischen Synthesen nur allzu gerne nachgibt und dabei todesmutig jeden noch so gewaltigen gedanklichen Schiffbruch in Kauf nimmt. No risk, no fun! Doch es gibt vor allem Michèl Pauly und Rainer Petroll im Stadtrat, die im Grunde geradezu – man muss es einmal aussprechen – das Ideal einer bürgerlichen Opposition darstellen: solide, gewissenhaft und bienenfleißig arbeitend, in jedem Fall, zu dem sie sich äußern, durch detaillierte Sachkenntnis glänzend, auf Genauigkeit und Transparenz bestehend, immer kritisch, aber nie krittelnd nachfragend und stets umfassend abwägend das Gemeinwohl über die Sonderinteressen stellend. Gäbe es Pauly und Petroll nicht, gäbe es in Lüneburg wohl längst dafür keinen Maßstab mehr, was lokalpolitisches Handeln und Urteilen tatsächlich bedeutet.

      2. Ich hatte vergessen, meinen vorherigen Post zu unterzeichnen:

      Maximillian Koerber

      • Maximillian Koerber
        kennen sie jemanden, der aus seiner haut kann? die schmuddelkinder der nation hatten es noch nie einfach. ich frage mich nur, warum haben es die anderen so einfach? es liegt kein grund vor.

        • Maximilian Koerber

          Sie sprechen in Rätseln.

          Ich habe in meinen beiden Leserzuschriften nur an Herrn Jenckels Feststellung über „Deutschlands Parteienlandschaft“ angeknüpft. „Die Konformität, die Poliertheit der Argumente, ja, die Ununterscheidbarkeit dieser Parteien“ ist ja genauso in „Lüneburgs Parteienlandschaft“ zu finden. Und dieser „Drang zur Mitte“, ins Zentrum einer betäubenden Stille und Teilnahmlosigkeit, hatte Jahre einer beispiellosen Lähmung der politischen Öffentlichkeit in unserer Stadt zur Folge. Ich frage mich allerdings auch, ob sich dieser meterdicke Schaumteppich der Mädgeschen Politik der Einschläferung und des väterlich-abstumpfenden „Lasst-mich-nur Machen“ ohne eine gewisse Anpassungsbereitschaft der Presse über die Stadt und den Landkreis hätte ausbreiten können. Der gedankliche Horizont schrumpft eben BEI ALLEN Spielern, wenn nicht mehr in Alternativen gedacht wird.

          Im Augenblick beobachte ich eine ähnliche Verabreichung von Tranquilizern. In den Berichten beispielsweise, die wir in jüngster Zeit über die letzten Programmdebatten in der LüneSPD und bei den LüneGrünen gelesen haben, wird die Stellungnahme zweier „Regierungsparteien“ zu den Großereignissen des Event- und Sporthallenbaus (die neuerdings nicht mehr „Sparkassen-Arena“ genannt, sondern als „Arena Lüneburger Land“ adressiert wird, und bei der nun nicht mehr die exotische Randsportart Volleyball, sondern der Schul- und Breitensport betont wird) und der seit einer Dekade immer noch ungesicherten Audimax-Finanzierung, die aus sachlichen Gründen jeden brennend interessieren müsste, aus einer – wie Hegel gesagt hätte – Kammerdienerperspektive auf die nächste Kommunalwahl und das persönliche Verhältnis zwischen Herrn Klaus-Dieter Salewski und Herrn Ulrich Blanck zurückgestutzt.

          Also bitte, Herr Bruns, erklären Sie mir, was Sie meinten. Wer kann nicht aus seiner Haut? Wer sind die Schmuddelkinder der Nation? Inwiefern hatten sie es nie einfach? Wer sind die anderen? Inwiefern haben diese es einfach?

          (Übrigens hat mein iPad-Korrekturautomatismus fälschlicher Weise gestern das zweite ‚L‘ in meinen Namen gezaubert. Ich heiße Maximilian.)

          • Lieber
            Maximilian Koerber
            googeln sie mal nach schmuddelkinder der nation, sie werden sich wundern, wer alles angeblich dazu gehören soll. sie sollten sich aber mal die frage stellen, warum gerade die hier genannten, die schmuddelkinder sein sollen und warum diejenigen ,die diese so bezeichnen, nicht. dann wissen sie, warum es die einen einfach haben und die anderen nicht.

        • Lieber Herr Bruns,

          ich kann auch nicht aus meiner Haut. Unter den vielen Talenten, die mir, anders als Ihnen, alle nur in sehr bescheidenem Maße gegeben sind, ist die Schlagfertigkeit am geringsten ausgeprägt. Beispiel: Seit guten sechzehn Jahren nehme ich mir vor, wenigstens ein einziges Mal mit »Danke, ich trinke nicht!« zu antworten, wenn mir bei LZ-Online irgend jemand ein Glas Wasser anbietet. Es ist mir bis heute nicht gelungen.

  5. Trolle ertragen !

    Denn, wie Sie ganz richtig schreiben, Herr Jenckel, sind bei Blog.jj oft auch noch „Kasper, Anonymi, Alias-Vertreter und Motzer unterwegs, denen es nicht um Argumente geht, sondern ums Pöbeln.“

    Aber können nicht auch Argumente im klassischen Sinne von schlüssiger „wenn-dann-Beweisführung“ fehlen und trotzdem braucht es sich nicht um Pöbeleien zu handeln? Ich finde, es gibt hier ein Abgrenzungsproblem. Was ist mit Satiren oder ironischen Darstellungen, die strenggenommen nicht begründen, sondern zeigen, enthüllen und durch Verzerrung, Umkehrung oder Übertreibung entlarven?

    Komik und Veralberung können bei hartleibigen Sturköpfen, die den Splitter im fremden Auge, aber nicht den Balken im eigenen sehen wollen, manchmal mehr bewirken, als die geduldigsten sachnahen Klarstellungen.

    Was dem einen als Motzerei erscheint, kann dem anderen einleuchten.

    Auch ist, worauf Herr Bruns schon wiederholt aufmerksam gemacht hat, mit Dummheit immer zu rechnen.

    Wenn Sie „trollige Kommentatoren gnadenlos feuern“ wollen, wo fangen Sie dann an? Und wo hören Sie auf, Herr Jenckel?

    Sind Sie dann nicht ganz schnell unter denen, die am liebsten gar keine Meinung außer ihrer eigenen gelten lassen wollen?

    Vielleicht ist es am besten, Sie fahren fort wie bisher: Sortieren alles vorab aus, was gegen Recht und Gesetz verstößt oder die rote Linie des Anstands und der guten Sitte überschreitet, und das Übrige lassen Sie sich qua Inhalt durch sich selbst bewähren oder blamieren.

    LG, Berthold

    • was ich von denen halte, die nicht nur mit falschem namen, sondern auch noch mit einer faulen e-mail darherkommen schreibe ich nicht. es würde den straftatbestand einer beleidung befriedigen, obwohl man wohl recht hätte. diese kleingeistigen wichtigtuer sollten ihe spielwiese auf ihrer eigen homepage suchen. diese haben sie wahrscheinlich aber nicht. sie würden wohl zu oft von dem wind der wahrheit umgeworfen.

      • Jetzt aber mal vorsichtig Herr Bruns…
        sind wir hier beim Blog von Herr Jenckel schon bei einem Zweiklassensystem angekommen, oder was?
        Bin ich jetzt ein minderwertigerer Kommentator, nur weil ich mich hier nicht mit meinem „scheinbar“ richtigen Namen angemeldet habe?
        Meiner Meinung nach ist meine Anonymität hier auch kein Problem so lange ich niemanden beleidige oder verbal verletze.
        Ausserdem Herr Bruns: Nur weil sich hier jemand mit einem theoretisch plausiblen Vor-und Zunamen anmeldet, heisst das noch lange nicht das diese Person im wirklichen Leben auch so heisst.
        Ich könnte mich hier nämlich auch als Klaus-Maria Ulrich mit E-Mail-Adresse klaus-maria.ulrich@zyx.de
        anmelden und Herr Jenckel müsste denken:“ Ja, das macht Sinn.“ , oder nicht?!?

        • Ähm kein mir jemand mal erklären was hier ab geht????
          Diesen Post hatte ich nicht gestern geschrieben!!!

          • Eratosthenes
            hallo, meine post, die darüber steht habe ich zu diesem zeitpunkt auch nicht geschrieben. ich habe aber mal wieder etwas dazu gelernt. mein sohn zeigte mir, wie leicht es ist falsche e-mailadressen zum einsatz zu bringen. ich bin der meinung, man sollte dafür einen neuen straftatbestand einführen. diese üble truppe bringt es sogar fertig, sozidgefährdete in den selbstmord zu treiben. bei mir haben diese verbrecher aber keinen erfolg. schmunzel

          • Mein Kind, es sind allhier die Dinge,
            Gleichwohl, ob große, ob geringe,
            Im wesentlichen so verpackt,
            Daß man sie nicht wie Nüsse knackt.

            Wie wolltest du dich unterwinden,
            Kurzweg die Trolle zu ergründen.
            Du kennst sie nur von außenwärts.
            Du siehst die Schreibe, nicht das Herz.

          • Sehr geehrter Eratosthenes,

            ich glaube, Eratosthenes wollte uns (was Sie logischer Weise einschließt) zweierlei deutlich machen.

            1.) Der Austausch zwischen Herrn Bruns und Ihnen ist, sieht man einmal vom darin auflodernden Feuer steter Empörungsbereitschaft ab, von so nichtssagender Beliebigkeit, dass er unter der Wortmeldung von Herrn Berthold genauso viel oder wenig Sinn ergibt, wie am Ort seiner Erstpublikation.

            2.) Eratosthenes hatte vermutlich darüber hinaus die Absicht, Ihnen, geehrter Eratosthenes, genau wie uns, an einem leicht eingängigen Beispiel zu demonstrieren, dass Sie, der große Gelehrte aus dem lybischen Kyrene, längst nicht alle denkbaren Schlussfolgerungen aus Ihrer eigenen These über das Verhältnis von Autorschaft und Text auf dem karnevalesken Jahrmarkt neo-barocker Lach-und-Krach-Kultur gezogen haben, wie ihn Blog-Foren und ihre Kommentarspalten darstellen. Wir sind hier „beim Blog von Herr Jenckel“ bestimmt noch nicht „bei einem Zweiklassensystem angekommen“. Und Eratosthenes ist kein „minderwertigerer Kommentator, nur weil“ er sich hier weder mit seinem, noch mit Ihrem „vemeintlich“ richtigen Namen angemeldet haben. Seine oder Ihre Anonymität ist „hier auch kein Problem so lange“ er und Sie niemanden beleidigen oder verbal verletzen.
            Außerdem, Herr Eratosthenes: „Nur weil sich hier jemand mit einem theoretisch plausiblen Vor-und Zunamen anmeldet [zum Beispiel „Eratosthenes“], heisst das noch lange nicht das diese Person in anderen Blog-Posts auch so heisst.“ Eratosthenes könnte sich hier nämlich auch als Eratosthenes mit E-Mail-Adresse eratosthenes@zyx.de anmelden und Herr Jenckel müsste denken: “Ja, das macht Sinn“, oder nicht?!?

          • … und Zero Cool sagte: „HACK THE PLANET, HACK THE PLANET!!!“…

  6. Torbjörn Bartels und Daniel Brügge, Sie sind gefragt

    Ist Eckhard Pols ein Blog-Troll? Oder Miriam Staudte? Bei all den scharfen Angriffen gegen Manfred Nahrstedt kann man rein theoretisch nicht einmal ausschließen, dass Thomas Maack, Peter Rowohlt oder Klaus Bruns hier unter einem Alias-Namen operieren.

    Ich bin dafür, dass Lüneburger Politiker aus Stadt und Kreis sich in Jenckels Forum ehrlich machen. Anonym auf Parteifreunden rumhacken, da bin ich einer Meinung mit Andrea Schröder-Ehlers und Peter Luths, das wäre nicht in Ordnung.

    Die Piratenpartei Lüneburgs hat sich auch im Widerstand zu gesellschaftlichen Prozessen und politischen Strömungen formiert, die einer rechtsstaatlichen, freiheitlichen und demokratischen Grundordnung sogar in Blog-Foren entgegenstehen.

    Herr Jenckel fragt: „Was ist zu tun: Trollige Kommentatoren gnadenlos feuern? Oder ertragen?“

    Was sagen Sie, Herr Bartels und Herr Brügge?

    Was ist zu tun?

    Freundlichst: Kevin Schnell

    • Vielleicht operieren „Thomas Maack, Peter Rowohlt oder Klaus Bruns hier unter einem Alias-Namen“?

      Klaus Bruns?

      Sägt der Reppenstedter etwa auch an Nahrstedts Thron und will Landrat werden?

      • Rudi
        was soll das wort ,,etwa,, bedeuten? genau wie der jetzige landrat liebe ich euch alle und bin für alle da, die keine lobby haben. denken sie an merkel. sie möchte gern kanzlerin aller deutsche sein, deswegen ist sie auch so alternativlos. schmunzel.

  7. Karlheinz Fahrenwaldt

    Es würde ja schon helfen, dieses Schild beim Öffnen des Blogs aufzustellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:DoNotFeedTroll.svg ;-), oder einfach nicht auf Tollen zu reagieren!

    • Ich weiß nicht ob das was bringt, Karlheinz Fahrenwaldt. Nacktbadeanzüge gehören ja auch zu den Sommerideen, die sich nicht durchgesetzt haben.

      Aber vielleicht würde das Aufstellen des folgenden X-(Wo)Men-Fotos die Trolle bewegen sich zu tummeln:

      http://www.dielinke-lueneburg.de/uploads/pics/Spitzenkandidaten_Kreistag_DIE_LINKE_v.l.n.r._Christoph_Podstawa__Markus_Graff__Karlheinz_Fahrenwaldt__Ria_Nass__Lisa_Apking__Martin_Nass__Frank_Stoll.jpg

      • Karlheinz Fahrenwaldt

        Lieber Jonas,
        nicht schlecht die Idee. Untertitel: „Diese Spitzentruppe verjagt jeden Troll!“. Es ist nur sehr ungewiss, ob jj das macht. 🙂

        • Lieber Karlheinz
          waum soll jj da mit lügen? schmunzel. wehe es werden die geister gerufen, man wird sie nicht wieder los.

          • Hey, Karlheinz Fahrenwaldt!

            Spitzenidee das mit der Spitzentruppe!

            Auch freuen wir uns schon sehr auf Deinen Spitzentitel für den Wahlbroschürensommer: „Ungleichheit. Was wir dagegen tun können“. Wenn er erfüllt, was wir von ihm erwarten, wird keiner unserer Tische je mehr wackeln.

            Dank im voraus!

            Deine liebe Studi-Combo

        • Zitat: „vielleicht würde das Aufstellen des X-(Wo)Men-Fotos die Trolle bewegen sich zu tummeln“

          Versuchen Sie es, Herr Fahrenwaldt! Hier finden Sie einen Troll bei der Arbeit: http://www.landeszeitung.de/blog/nachrichten/politik/345157-chronologie-islamistischer-terror-in-europa#comment-70808

        • karlheinz, der schlips verrät dich. zuviel gelb. wann willst du mit der fdp sprechen? die rote jacke ist doch bestimmt nur eine ablenkung, oder? zusammen könntet ihr die 10% hürde bestimmt überwinden. schmunzel.mein privater stalker fan, angeblich ein fdp fan, wäre bestimmt begeistert.

          • Karlheinz Fahrenwaldt

            Lieber Klaus,
            der Schlips ist nicht gelb sonder hat die Farbe Gold! Das rote Jacket ist mein Makler- und Kreistagsmitgliedsgedächtnisjacket und hat schon gute 30 Jahre gehalten und da ich das zu meiner ersten Kreistagssitzung vor etwa 7 Jahren anhatte, sollte es nochmal zu Ehren kommen und mal so richtig ausgelüftet werden. Und wenn du die Farbzusammenstellung Hose und Hemd (Schwarz), Jacket (Rot) und Krawatte (Gold) dir genauer betrachtet hättest, wäre dir was aufgefallen. Aber nicht platter Patriotismus war die treibende Kraft: Auf dem goldenen Schlips sind Münzen abgebildet und da der Schlips so alt ist wie die Jacke sind es DM-Münzen. Aber das auch nicht aus Eurofeindlichkeit sondern: Schwarz (CDU) und Rot (SPD) stehen oben, die Basis ist aber das Geld, also Gold (Bertelsmann, Ackermann und die anderen Männer). So wollte ich durch die Farbwahl meiner Kleidungstücke meiner politischen Meinung Ausdruck verleihen. 🙂 Hat aber eher suboptimal geklappt 🙁

          • Nein, nein, Herr Fahrenwaldt,

            ich und meine Reeperbahnen-Freunde hatten Ihren geschmackvollen Kostümierungswitz vom ersten Moment an goutiert und wussten daher natürlich augenblicklich, dass nur SIE der Bundeskasper sein können.

            Alle, die das nicht gerafft haben, sollten sich vielleicht noch einmal grübelnd über Bertholds mehrsinnigen Satz von oben beugen: „Auch ist, worauf Herr Bruns schon wiederholt aufmerksam gemacht hat, mit Dummheit immer zu rechnen.“

          • Karlheinz Fahrenwaldt

            Lieber Jonas,
            vielen Dank für das Kompliment. Allerdings haben Sie sich verschrieben. Richtig muss es heißen: „… dass nur SIE der BundesKANZLER sein können.“ Es freut mich sehr, dass es auch heute noch Studies gibt, die über ihre Leerbücher (sic!) hinausdenken! Und mit der Dummheit ist es doch wie mit Armut und Reichtum: Wärst du nicht dumm – wäre ich nicht schlau!

          • Für einen Vorkämpfer der Klassenlosigkeit überraschend klasse repliziert, Karlheinz Fahrenwaldt. Nur in puncto Verteilungsgerechtigkeit scheinen Sie fälschlicher Weise der auch unter Rechtsextremisten weit verbreiteten Gleichsetzung von Kultur und Natur zu huldigen. Wenn Sie Albert Einstein neben Klaus Bruns, Holm Keller und Niels Webersinn stellen, dann kann der arme Ulmer Physiker rein gar nichts dafür, dass er auch 61 Jahre nach seinem Ableben mit diesen drei Geistesriesen noch immer nicht mithalten kann. Ob dagegen die Tatsache ebenfalls einer Naturnotwendigkeit entspricht, dass Herr Klaus Hoppe unter Lüneburger Sozialdemokraten als Betreiber einer Halle für den von ihm gesponserten Volleyball-Verein feststeht, lange bevor der Bau dieser Halle von dem dafür zuständigen politischen Gremium überhaupt beschlossen worden ist, darf selbst von einem LINKEn bezweifelt werden, der sich für gewöhnlich lieber mit stark ins Abstrakte verdünnten historischen Gesetzmäßigkeiten als mit konkreten Vorgängen im politischen Lüneburg und der in sie verwickelten Personen beschäftigt.

            Mit der Dummheit ist es, lieber Herr Fahrenwaldt, eben NICHT wie mit der Armut. Gegen jene kämpfen Götter selbst vergebens, diese ist menschengemacht.

          • @ Gerwin

            Gerwin mein Freund, der Troll hat wohl doch recht. 😛

          • Wie denn auch nicht? Das ist der Ursprung, das Wesen und die Bestimmung des Trolls: die Gewissheit des Rechthabens und des Rechtbehaltens. Nur die fehlende Bereitschaft, sich im Namen dieser Gewissheit ans Kreuz schlagen zu lassen, unterscheidet seinen Eifer von missionierenden Gottessöhnen oder anderen Fundamentalisten. Der Troll ist ein Prophet, der lieber seine Jünger leiden lässt. Ihm geht es gut, wenn er krank macht. Er ist ein Heckenschütze, der mit mörderischer Lust vergiftete Pfeile schießt.

          • ich glaub hier auch an einen Troll bei der Arbeit

            http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/344432-trolle#comment-70898

          • Ich hier:

            http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/335832-335832#comment-70285

            Da handelt es sich sogar um ein Exemplar mit einem sehr krass ausgeprägten Sinn für Erdoganitis.

  8. lieber karlheinz
    ob gold ,oder gelb, ist doch fast das gleiche, da geht es doch immer nur um das geld . nicht der mensch steht da im mittelpunkt. bei trollen ist es ähnlich.

    • @ Gerwin

      Mein Freund, don’t shoot the pianoplayer, oder anders ausgedrückt, gib nicht dem Boten die Schuld !

      Ich kann nur berichten oder bewerten was die Welt mir vorgibt.
      Was dann für mich negativ erscheint, mag für andere positiv sein – oder anders herum.
      Mich deshalb als Troll zu bezeichnen, zeigt eher Deine Hilflosigkeit.

      Ich kann nur Fragen stellen, mögen sie auch unbequem sein.
      Die Antworten geben andere.

      Du z.B. könntest auch auf das Ereignis (hier den Putsch) eingehen und mich widerlegen – mit Fakten.
      Aber Du ziehst es vor mich einen Troll zu nennen und somit vom eigentlichen Thema abzulenken.
      Das entspricht dem klassischen trollen.

      Im Gegensatz zu den meisten hier im Forum war ich bereit mich an einer realen Diskussion zu beteiligen, ich hatte es mehrfach angeboten.

      • Zitat Bundeskasper: „Du z.B. könntest auch auf das Ereignis (hier den Putsch) eingehen und mich widerlegen – mit Fakten.“

        Meines Wissens geht es hier aber nicht um „den Putsch“, sondern 1.) um Netz-Hooligans, die Kommentarspalten, stürmen, 2.) um Herrn Jenckels Blog.jj-Sommerpause, 3.) um die langsamen Reaktionsmuster digital-muffliger Lüneburger Politiker und 4.) – vor dem Hintergrund eines alle Unterscheidbarkeit weghobelnden Drangs zur Mitte in unserer Parteienlandschaft – um die Fragen: „Was ist zu tun: Trollige Kommentatoren gnadenlos feuern? Oder ertragen?“

        Wenn ich richtig sehe, haben Sie – wie eigentlich immer und überall, wo Sie sich einschalten – zum Inhalt des Blogbeitrages von Herrn Jenckel nicht ein einziges Wort verloren. Sie ziehen es stattdessen vor, sich wieder einmal langatmig zu beklagen, sich als ungerecht behandelt darzustellen, auf diese Weise erneut in die herrlich bequeme Opferposition und damit natürlich auch in die des Rechthabenden zu gelangen und somit vom eigentlichen Thema abzulenken.

        SOLCHES Verhalten entspricht meiner bescheidenen Ansicht nach dem klassischen Trollen — als dessen Exemplifikation ja sicher auch nicht ohne Grund ein Kommentarfragment gerade von Ihnen, Bundeskasper, in Herrn Jenckels Blog-Artikel dient.

        • Siegfried Lenz
          ich muss ihnen zustimmen. ob auch ein ,,konservativer,, es merkt, wenn er auf einem falschen dampfer unterwegs ist? so langsam bekomme ich hier meine zweifel. der wunsch nach fakten scheint ja gegeben , aber auch konsequenzen daraus zu ziehen? verschwörungstheoretiker haben es da natürlich sehr schwer. obwohl in dem putsch-fall habe ich da auch so meine zweifel. ob die ganze wahrheit da rauskommen wird, darf wohl eher bezweifelt werden. ist hier aber eben nicht das thema. oder indirekt doch?hat erdogan nicht auch die internet-medien für seine zwecke genutzt?

        • @Sieg(f)ried Lenz/Gerwin

          Man hat mich hier schon als Nazi bezeichnet, als ewig Gestrigen – nun also als Troll.

          Wem meine Beiträge oder meine Meinung nicht gefallen, der muss sie nicht lesen.
          Im Gegensatz zu einigen Anderen hier schreibe ich nicht des Schreibens wegen.

          Auch wenn es hier nicht um den Putsch geht, er hätte ja im entsprechenden Forum antworten können. Auch dort hatte ich ja getrollt.
          Wenn ich hier genannt werde, dann darf ich hier darauf auch antworten.

          „…haben Sie – wie eigentlich immer und überall, wo Sie sich einschalten – zum Inhalt des Blogbeitrages von Herrn Jenckel nicht ein einziges Wort verloren.“
          Wie ich sehe, haben Sie wenige meiner Beiträge gelesen.

          Lustig an Ihrem Beitrag ist, dass das praktiziert wird, was Sie mir vorwerfen.

          Jetzt doch noch etwas zum Blogthema:

          Die offene Gesellschaft gibt es nicht umsonst, sie hat ihren Preis.
          Seien es die Trolle, sei es die Entlassung eines 17jährigen Lehrlings bei Porsche wg. eines Postes bei FB.

          Solange wir einen Justizminister haben, der mittels einer NGO und einer Ex-Stasimitarbeiterin die Trolle jagd – und nicht nur die – lobe ich mir die Anonymität.

          Also trollige Kommentare ertragen!
          K-H Fahrenwald und Berthold haben dazu die wohl besten Vorschläge gemacht.

        • @ Bundeskasper / andre / Andreas

          Erstens: Wen interessiert, als wen oder was „man“ Sie „hier“ schon alles bezeichnet hat? Und wer möchte wissen, warum Sie „hier“ schreiben? Sollten Sie derartige Angelegenheiten nicht besser mit Ihrem Therapeuten besprechen oder sich diese von Ihrer Mama erklären lassen?

          Zweitens: In der Tat, ich habe wenig von Ihnen gelesen und es wäre wohl bei nichts geblieben, hätte der Redakteur Jenckel Ihre Blog-Präsenz nicht zum Ausgangspunkt seiner Überlegungen gemacht.

          Drittens: Porsche hat im Juli vergangenen Jahres einen 17-jährigen Lehrling aus Österreich wegen eines Hass-Postings bei Facebook gekündigt, weil er unter die Fotografie, welche ein vor sommerlicher Glückseligkeit strahlendes sechsjähriges Mädchen aus Syrien im Tröpfchenregen unter einer Freiluftdusche zeigt, den Kommentar gesetzt hatte: „Flammenwerfer währe (sic!) da die bessere Lösung“.
          Siehe: http://www.sueddeutsche.de/politik/oesterreich-porsche-entlaesst-lehrling-wegen-hetz-kommentar-1.2581466

          Viertens: Die offene Gesellschaft hat den Preis, wie Popper schon1945 feststellte, dass sie auch ihren Feinden, also denen, die sie – wie Sie – im Namen irgendeiner angeblich erstrebenswerten „Geschlossenheit“ abschaffen wollen, die Freiheit gewährt, sich zu artikulieren.

          Fünftens: Bertholds und Fahrenwaldts Vorschläge kann man sicher nicht auf eine Stufe stellen. Was von Karlheinz Fahrenwaldts Aufruf zu „solidarischer“ Bespitzelung, Anschwärzung und Ausgrenzung zu halten ist, hat ein Anonymus gestern sehr pointiert aufgezeigt.
          Siehe: https://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/344432-trolle#comment-70927

          Sechstens: Mein Name ist Siegrid Lenz und die üblichen Witzchen, die Blitzmerkern und Schnelldenkern wie Ihnen und Klaus Bruns dazu einfallen, sind mir alle seit einem Vierteljahrhundert bestens bekannt.

          Siebtens: Würden Sie Ihre LZ-Zuschriften mit „Ätsche-bätsche, bähbähbäh!“ und „Ich sag´s gleich meinem großen Bruder!“ abschließen (oder gleich dadurch ersetzen), niemand, der mehr als eine davon gelesen hat, würde sich wohl wundern.

          Also bitte[,] erklären Sie mir[,] was Ihr Post bewirken soll?

          Suchen Sie Menschen, die nicht gut genug informiert sind und die glauben[,] wo Rauch sei[,] dort sei auch Feuer?
          Das ist billig, sehr billig.

          • Siegrid Lenz
            Mein Name ist Siegrid Lenz und die üblichen Witzchen, die Blitzmerkern und Schnelldenkern wie Ihnen und Klaus Bruns dazu einfallen, sind mir alle seit einem Vierteljahrhundert bestens bekannt.
            so alt sind sie schon? kaum zu glauben,. schmunzel. seltsam, als ich bei meiner ersten antwort ihren namen kopiert hatte, erschien nicht siegrid sondern siegfried. können sie mir das erklären? sie erinnern mich an jemanden, der sich hinter frauennamen versteckt. ich kann mich auch irren. schmunzel.

          • ach Kindchen, man sollte wissen wann es genug ist.

            Interessant ist, dass Sie auf einen Punkt nicht eingegangen sind.
            Evtl. ist das bezeichnend.

          • Klaus Bruns, Männer, die sich als Frauen kostümieren, malen Sie sich auffällig häufig aus. Könnte es sein, dass Sie da Ihre eigenen uneingestandenen Neigungen und heimlichen Sehnsüchte auf andere projizieren? Erst vor einer Woche hatten Sie Frauke und davor Anne Heinen im Visier. Wenn ich mich recht erinnere, wollten Sie doch letzten Juni sogar als erste Lüneburger Rosenkönigin mit autoupiertem Fiffi und in einem von Ihrer Freundin Anikó geliehenen Sommerkleid mit dem Oberbürgermeister beim Stadtfest auf der großen Bühne vorm Rathaus tanzen.

          • Also Siggi, die offene Gesellschaft hat ihren Preis, dass auch ihre Feinde sich artikulieren dürfen. So, so und trotzdem wollen sie immer wieder die Gesinnungspolizei spielen? Wie passt das zusammen? Darf eine offene Gesellschaft auch seine Zugänge kontrollieren oder muss sie jeden reinlassen
            Und somit auch die, die die offene Gesellschaft ablehnen oder deren Menschen gar massakrieren wollen?

          • Sehr geehrter Herr Hoppe,

            wie kommen Sie dazu, mich als „Gesinnungspolizistin“ zu bezeichnen, wenn ich doch bloß, wie Sie auch, für meine Überzeugungen streite? Gehören Sie etwa zu den vielen kleinen deutschen Erdogans, die zwischen einer von der ihren abweichenden und einer falschen Meinung keinen Unterschied machen und die darum aufs Argumentieren verzichten und gleich zum Diffamieren bzw. zur vorläufig noch verbalen Gewalt übergehen? Dass AfDler, wie etwa Bundeskasper, „die offene Gesellschaft ablehnen oder deren Menschen gar massakrieren wollen“, habe ich niemals behauptet. Von dem Wunsch, sie „abzuschaffen“, war die Rede, von dem Verlangen zu „massakrieren“ nicht. Sie sollten auch die „Offene Gesellschaft“ nicht mit dem Staatsgebiet dieser Gesellschaft zu verwechseln. Was das betrifft, wissen Sie vielleicht, dass im Rahmen des Schengener Abkommens der Transit von einem Land in ein anderes innerhalb des Schengen-Raums ohne Grenzkontrollen geschieht, die Sicherung und Kontrolle der Außengrenzen der Europäischen Union seit der sogenannten Flüchtlingskrise in Europa ab August 2015 aber im Fokus besonderer Aufmerksamkeit aller davon betroffenen Regierungen steht.

  9. Herr Jenckel, was glauben Sie, warum die Lüneburger Politiker in der neuen Medien-Welt noch nicht angekommen sind? Es gibt doch inzwischen schon eine Handvoll von Delegierten im Stadtrat und Kreistag (einige sprechen von „Starrdraht“ und „Greisschlag“), die weniger als sechzig Jahre auf dem Buckel haben und nicht nur des Pausen-Kaffees und der Sahnetorten wegen zu den Gemeindesitzungen gehen. Warum machen die sich nicht klar, wie einfach sie es in Ihrem Forum hätten, mit ihren zahlreichen Bewunderern in ein ungezwungenes Gespräch zu kommen? Hat nicht Hiltrud Lotze erst letzte Woche gezeigt, wie man im charmierenden Handstreich die Sympathien eines ganzen wirtschaftswissenachaftlichen Fachbereichs erobert? Und Karlheinz Fahrenwaldt, der vielfach Angeschmachtete, der wie beschwingt beweist, dass das Alter kein Argument sein kann, fliegen die Herzen der jungen Kuwi-Studierenden gleich reihenweise zu. Nennt man sowas nicht Schwarmintelligenz? Schon heute wünscht sich einer Umfrage zufolge jeder zweite Nordostniedersachse wieder Politiker mit unterscheidbaren Konturen. Warum verzichten so viele Kandidaten in Kreis und Stadt vor dieser wichtigen Kommunalwahl darauf, sich mit ihren potentiellen Stimmengebern bekannt zu machen? Sollten sie sich vom Elan der Netz-Hooligans nicht versuchsweise mal eine dünne Scheibe abschneiden und sich in Ihrer Kommentarspalte wenigstens mal umsehen? Was ist zu tun? Volksvertreter stärker zum Mitmachen anfeuern? Oder am Stichtag einfach stillschweigend abwählen? Was meinen Sie, Herr Jenckel?

  10. Wasser auf die Bruns´sche Mühle

    »Angesichts von immer mehr anonymen Hass-Postings im Internet befürworten 60 Prozent der Bundesbürger den Zwang zur Angabe des echten Namens bei der Anmeldung in Internet-Foren oder -Netzwerken.
    Das ergab eine Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag des „Stern“. Nahezu alle Bundesbürger (89 Prozent) begrüßen zudem, dass die Strafverfolgungsbehörden gegen die Verfasser von Hass- und Hetzbeiträgen im Internet vorgehen, wie das Magazin unter Berufung auf die Umfrage berichtete. Nur 7 Prozent finden das nicht richtig – überwiegend AfD-Anhänger.
    Am Mittwoch vergangener Woche hatte die Polizei beim ersten bundesweiten Einsatztag im Kampf gegen Hassbotschaften im Internet Wohnungen in 14 Bundesländern durchsucht. Von rund 60 Beschuldigten sollen 36 zu einer geheimen Facebook-Gruppe gehören, die über Monate hinweg den Nationalsozialismus verherrlichte und mit Hass-Postings Straftaten wie Volksverhetzung beging.«

    http://www.landeszeitung.de/blog/nachrichten/politik/346447-umfrage-60-prozent-der-deutschen-fuer-klarnamen-pflicht-im-internet

  11. Die Wahrheit der Mehrheit

    Trolle rein oder raus?

    O Ja
    O Nein
    O Extrem egal

    Frau Wolf: Wer, die Trolle?
    FORUM …oder dagegen?
    Frau Wolf: Also kleinen Moment mal, ich hol meinen Mann.
    Frau Wolf: (übergibt)
    FORUM Das Emnid-Institut für insistierende Umfrageforschung. Sind Sie dafür oder dagegen, daß die Trolle ins Blog.jj eintreten?
    Wolf: Ich hab nichts dagegen, daß die eintreten, aber ich bin gegen Krieg. Wenn Sie mich so fragen.
    FORUM (irritiert) Nein, kein Krieg gegen die Trolle, ein kleiner Wirtschaftskrieg höchstens…
    Wolf: (aufgebracht) Gar keinen Krieg!
    FORUM (beruhigend) Nein, natürlich, besser eine friedliche Übernahme. Aber dagegen, daß die Trolle hier rübermachen, haben Sie nichts?
    Wolf: Na, die sind doch schon da! Bei uns im Land, was soll da das restliche bißchen da noch machen?
    FORUM Das sind aber über eine Million noch da drüben!
    Wolf: (alarmiert) Moment, jetzt muß ich Sie ja mal was fragen: Wollen etwa die Trolle eintreten ins Blog.jj?
    FORUM Ja, die Trolle möchten eintreten ins Blog.jj!
    Wolf: (ungläubig) Wer, die Trolle? Die möchten?
    FORUM (geduldig) Ja, die Trolle. Möchten eintreten. Ins Blog.jj, die Trolle.
    Wolf: Nee, wollen die nicht! Also ich war mal da im Urlaub, da wollten die nicht! Weil das mit dem Glauben hier ein bißchen anders ist. Weil denen das Rechthaben angeboren ist. Aber egal ob ich jetzt sage ja oder nein, das entscheiden doch die Politiker. Und die fragen uns doch sowieso nicht!
    FORUM Doch hier, gerade.
    Wolf: (lauter) Wenn die gewählt sind, wenn die dran sind, machen die doch sowieso, was die wollen.
    FORUM (besänftigend) Machen die nicht, wir sind doch nicht mehr in der DDR!
    Wolf (brüllt) Doch, die machen, was die wollen! (legt auf)

    Auch wenn Herr Wolf nicht der Auffassungsschnellste ist, die Grundzüge unserer Demokratie hat er allmählich durchschaut…

  12. Es gibt immer jemanden, der anderer Meinung ist, aber das müssen ja nicht immer gleich Trolle sein!

  13. Umfrage-Frage:

    Sind Sie für Klarnamen im Internet oder soll dieses niedliche Kätzchen sterben?

    • Genau das ist die AfD-Methode und die aller Demagogen, die auf die Mittel der sogenannten „Direkten Demokratie“ schwören, um an die Macht zu gelangen oder diese auszubauen: „Muss Merkel weg oder soll dieses niedliche Kätzchen sterben?“ begründet exakt dasselbe Vorgehen wie „Soll Godzilla euren Kindern den Kopf abbeißen oder seid ihr für die Einführung der Todesstrafe?“

    • Karlheinz Fahrenwaldt

      Wenn keine Klarnamen Vorschrift für den Blogzugang werden, ist die einzige Möglichkeit zur Verhinderung des Trollunwesens die Solidarität der seriösen Blogger (einschließlich der Bundeskasper und Leuphana-Combos) bei der Ignoranz solcher Troll-Beiträge. Solidarität ist eines der hohen Güter der Demokratie.

      • Hey hey hey, Karlheinz Fahrenwaldt,

        letzte Frage dann ja wohl:

        Gilt Ihre Empfehlung nur für den Umgang mit Ihren Wortmeldungen hier bei Blog.jj oder sollen die Lüneburger*innen auch Ihre diversen Statements im Bemühen um einen Platz als Kreistagsabgeordneter bzw. als Stadtrat bei den anstehenden Kommunalwahlen ignorieren?

        Macht künftig einen großen Bogen um den Ostlandring:
        die Solidargemeinschaft inoffizieller Mitarbeiter aller hellhörigen Blog.warte im Gau Ost-Hannover (ab 1. Oktober 1928, vorheriger Name Gau Lüneburg-Stade)

      • „Solidarität ist eines der hohen Güter der Demokratie“?

        Auch in der Enkeltrick-Mafia und bei der FIFA ist Solidarität ein sehr hohes Gut, Herr Fahrenwaldt. Die auf das ausgeprägte Zusammengehörigkeitsgefühl und das Eintreten füreinander sich gründende Unterstützung könnte man fast als Kadaver-Solidarität bezeichnen. Allerdings soll es mit der Demokratie in dieser Art von Organisationen nicht sehr weit her sein.

        • Jens Sawert
          sogar unter banditen gibt es eine ehre und eine solidarität. aber auch die hält sich nur in grenzen. setzt man einer demokratie grenzen, weil der mensch unfähig ist, oder eben doch nicht so vollkommen, wie er selbst von sich glaubt, schafft er sie ab. wir sind ständig dabei. ich hoffe nur, der mensch versagt auch hier.

        • Karlheinz Fahrenwaldt

          Die anderen für eine gelebte Demokratie unverzichtbaren Güter sind nach meiner Meiung Gleichheit, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit. Erst wenn alle vier Elemente für jeden Menschen möglichst vollständig erfüllt sind, kann man von einer funktionierenden Demokratie sprechen.

          • Selbstverwirklichung

            Bravo, Karlheinz Fahrenwaldt. Ganz gleich, ob einer ein Troll oder ein Trottel ist, geben wir ihm immer die Chance, es zu zeigen. Das gilt auch und in erster Linie für uns selbst.

            Tibor Rácskai

          • Sehr geehrter Herr Fahrenwaldt,

            sind Solidarität unter Ungleichen und die Rücksicht auf die Rechte von Minderheiten nicht auch Merkmale einer echten, funktionierenden Demokratie? Ist aber dann die Hoffnung auf „Erfüllung“ nicht eine ins gedankliche Abseits führende Idee, die vom Pathos christlicher Endzeitvorstellungen zehrt? Ist nicht Demokratie stets vor allem ein Prozess, ein relativ stabiles Fließgleichgewicht divergierender Kräfte, vielmehr als ein jemals zu erreichender Zustand nebulöser Vollkommenheit?

          • Karlheinz Fahrenwaldt

            Liebe Katja Fricke,
            die Solidarität unter Ungleichen ist doch in den meisten Fällen der Tatsache geschuldet, dass ihre Freiheit durch Andere bedroht wird (Glaubensfreiheit, sexuelle Selbstbestimmung, Meinungsfreiheit usw.). Deswegen halte ich die Erkenntnis für sehr wichtig, dass nur alle vier Elemente gemeinsam eine lebenswerte Demokratie gewährleisten.

          • Sehr geehrter Karlheinz Fahrenwaldt,

            nehmen wir die LZ-Blog-Trolle. Sie können sehr verschiedene Auffassungen und Temperamente haben. Denken Sie z. B. an „Bundeskasper“ und Klaus Bruns, die, in herzlichster Abneigung aneinander gekettet, unentwegt umeinander herumzappeln und sich fauchend angiften. Die FREIHEIT, ihre Idiosynkrasien, Perseverationen und fixen Ideen im Forum ausleben zu dürfen, ist für sie eine Selbstverständlichkeit. Da pochen sie ganz entschieden auf GLEICHHEIT bzw. Gleichbehandlung und die Prinzipien der Blog-internen RECHTSSTAATLICHKEIT („das wird man ja wohl genau so noch sagen dürfen“, „nenn mich nicht Nazi, sonst werfe ich mich greinend auf den Rücken und nenn dich Nazikeulenschwinger“, „quod licet Klausi, non licet Norbi“, etc.) wissen unsere beiden eifernden Verfassungsschützer immer für sich in Anspruch zu nehmen. Es herrscht große SOLIDARITÄT unter ihnen im Hinblick auf die Kenntnis, den Gebrauch und das Einklagen aller Grundrechte, welche das informative, das expressive und das appellative Moment ihrer Blog-Posts betreffen. IHRE Glaubensfreiheit, IHRE sexuelle Selbstbestimmung, IHRE Meinungsfreiheit usw. wollen weder Klaus Bruns noch „Bundeskasper“ angetastet sehen. Anders sieht es aus, wenn andere sich erdreisten, ihnen gegenüber in gleicher Weise „forschend“, „spekulierend“ und „meinend“ aufzutreten. Da verstehen unsere kleinen Erdoğans dann keinen Spaß mehr und malen das Gespenst einer die völkische Blog-Einheit gefährdenden Parallelstruktur in die Kommentarspalte, welche Gefahr ihnen (aber natürlich auch nur ihnen) sofort gestattet, sich aller verfügbaren Mittel drastisch vorbeugender Herabsetzung und Eindämmung zu bedienen.

            Sie sehen also, Herr Fahrenwaldt, auch das gemeinsame Vorkommen aller Ihrer „vier Elemente (Freiheit, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und Solidarität) braucht in einem Forum für Lokalpolitik und Stadtkultur nicht unbedingt „eine lebenswerte Demokratie“ zu gewährleisten.

            „Some are born great, some achieve greatness and some have greatness thrust upon ‚em.“ Oder, in der bekannteren Version: „All animals are equal but some animals are more equal than others.“

          • Dreieckshoroskopisches

            Achtung, Karlheinz Fahrenwaldt,

            Wertekunde ist ähnlich wie die Astrologie eine höchst subjektive Angelegenheit. Die Ansicht zum Beispiel, dass Freiheit und Gleichheit bzw. Stier und Skorpion sich aufs Vorzüglichste ergänzen, teilen meine Frau (Stier) und meine Geliebte (Skorpion) auf keinen Fall. Ich hingegen schon.

            Karsten

  14. Trolls just want to have fun

    Sind Internet-Trolle Alltags-Sadisten? Geht es den Hooligans der Blog-Szene, „die als Kasper, Anonymi, Alias-Vertreter und Motzer unterwegs sind“, wirklich nie um Argumente, sondern allein ums Pöbeln? Lässt sich bei den Störenfrieden von Online-Foren eine überdurchschnittliche Häufung von negativen Charaktereigenschaften beobachten? Sind Trolle von ihrer dunklen Seite getrieben? Der Dunklen Triade? Als solche bezeichnen Persönlichkeitspsychologen den Hang zum Psychopathentum, zur Manipulation und zum Narzissmus. Das stets auf Zerstörung ausgerichtete Verhalten von Bundeskasper zum Beispiel scheint für gewöhnliche Chat-Teilnehmer meist unmotiviert und unbegründet. Tatsächlich könnten seine Beweggründe, wie bei vielen Trollen, zutiefst hedonistisch sein und schon mit einem gewissen Spaß am Sadismus zusammenhängen, glaube ich. Nur, sind Trolle ausschließlich Sadisten? Oder finden sie, ob online oder offline, einfach bloß Freude und Befriedigung daran, andere Menschen zu ärgern, zu gängeln oder herauszufordern? Solche Gedanken können das allgemein schlechte Image der Trolle weiter schmälern. Das finde ich nicht richtig. Trolle bieten eine Projektionsfläche für alles an, was man bei Blog.jj „den Bösen“ zuschreibt. Da regiert oft auch die Phantasie. Kaum jemand kennt einen Troll persönlich. Ich kenne die Vorurteile über Online-Störenfriede. Für mich sind sie zu einseitig. Meine persönliche Vorstellung vom Troll würde ich als idealistisch beschreiben: Er ist ein Verneiner und Zersetzer, also der klassische Mephisto. Ich glaube trotzdem, dass geschickte Trolle eine sehr inspirierende Arbeit machen können. Trolle können durch ihre Störungen Kommunikationsstrukturen insgesamt verbessern und bestehende Autoritäten, wie beispielsweise Chat-Administratoren, hinterfragen. Bei meiner eigenen Trollerei in Foren geht es mir nicht darum, Menschen regelrecht zu quälen, sondern darum, sie durch ‚kreative Anstöße‘ zu einer anderen Sichtweise anzuregen. Ich bin jahrelang selbst als Troll aktiv und habe mich dabei nicht als sadistischer Provokateur empfunden. Wer sich in Foren engagiert, wird immer auch Streit miterleben. Deshalb habe ich dann und wann auch getrollt. Natürlich versuche ich heimlich oder offen Diskussionsverläufe durch eigene Beiträge zu bestimmen. Oder aber ich erstelle falsche Chat-Gruppen mit kopierten Accounts. Das soll andere User dazu anregen, ihr Kommunikations-Verhalten als solches zu hinterfragen. Als Troll, also als jemand, der eine Sache geheim einfädelt, kann man sehr viel Spaß haben, wohlgemerkt ohne Leute böse anzugehen. Mir ist klar, dass nicht alle Trolle so denken wie ich. Bei manchen ist der Antrieb nicht Idealismus, sondern Rache- und Störsucht – oder einfach Langeweile. Man sitzt vor einem Bildschirm und kann etwas machen und dann passiert irgendwas. Wesentlich dabei ist der Wegfall von natürlichen Hemmungen. Der persönliche Kontakt fehlt, das macht mutiger. Die mögliche Bedeutung der Anonymität im Internet ist also immer zu bedenken. Weiterhin ist unklar, ob die beschriebenen Soziopathen mit den Online-Chats nur einen zusätzlichen Weg gefunden haben, ihre Neigungen auszuleben, oder, ob gerade das häufige Trollen bereits angelegte sadistische Neigungen fördert. Unter Umständen baut es solche Aggressionen aber auch ab. Denn wer schreibt, übt sich ja in einer Kulturtechnik. Für die öffentliche Beschäftigung mit Trollen wünsche ich mir jedenfalls mehr Offenheit. Es hat keine gute Tradition, dass man sagt: Der da ist ein Troll, also ist er schlecht. Man sollte sich immer fragen, warum dieser Mensch nun genau dies tut und jenes lässt. Trolle sollte man nicht nur als Übel, sondern auch als erheiternden und bereichernden Aspekt des Internets verstehen. Wenn das alles weitergehen soll mit Web 2.0, Interaktivität und all dem Zeug, dann wird man sich mit diesem Thema noch viel gründlicher auseinandersetzen müssen.

    • Klaus Bruns ,krasse Pledojee für den Troll und sein kreatives potenzjahl. Is es möchlich das derjenige nicht bloss Alltags-sadist sonedrn auch/oder noch alltags-Masoschist ist?

  15. Patrick
    ich weiß ja nicht, an was sie sonst noch leiden, aber wahnvorstellungen sollten angeblich akademiker heilen können. schmunzel. aber mit einem haben sie recht, ich mag frauen, bei ihnen bin ich mir da nicht so sicher. heul.

  16. Patrick
    https://www.wildcat.de/forums/topic/geschlecht-der-forenteilnehmer/ übrigens, mädels sind hier selten anzutreffen. leider.sie sind schneller,, reifer,, ohne sie gleich ernten zu können. schmunzel

    • @ Klaus Bruns

      Zitat: „mädels sind hier selten anzutreffen“

      Haben Sie mitbekommen, dass der Blog.jj-Troll „Anonymus Rollwagen“ in Wirklichkeit eine Frau ist und, als „Petra Hinz“ angeblich eine langjährige SPD-Bundestagsabgeordnete, eingeräumt hat, wesentliche Teile ihrer LZonline-Biografie erfunden zu haben? Laut ihres Anwalts Lionel Hutz hat sie weder das Abitur am Hamburger Karlheinz-Fahrenwaldt-Gymnasium erworben, noch an der Humbug-Universität zu Berlin Rechtswissenschaften und Soziologie studiert. Ferner gab die Milliardärstochter und ehemalige Schönheitskönigin von Lüchow-Dannenberg an, zwischen 1999 und 2003 als Angestellte in der Anwaltskanzlei Lug & Trug zu keiner Zeit rechtsberatend tätig gewesen zu sein. Welche Konsequenzen Hinz, die mit wahrem Namen Kunz heißt, nun drohen, ist noch unklar. Ein Rauswurf aus der SPD scheint jedoch unwahrscheinlich. „Wie soll das ohne Parteibuch gehen?“ bemerkte ihr väterlicher Freund Willy Brand.

      • Olivia Djohnz
        wissen sie, was das verlogene an der geschichte ist? weil unsere politik durch akademiker immer ärmlicher wird, aber jeder in der politik weiß, mehr schein als sein , ist da sehr hilfreich, passiert genau dieses, wie mit der frau hinz. sie ist täter und opfer zugleich. meine ich. katja fricke sieht das bestimmt anders, oder?

  17. @ Siegfried Lenz 22.07.2016 13:16

    Zitat: „wissen Sie vielleicht, dass im Rahmen des Schengener Abkommens der Transit von einem Land in ein anderes innerhalb des Schengen-Raums ohne Grenzkontrollen geschieht, die Sicherung und Kontrolle der Außengrenzen der Europäischen Union seit der sogenannten Flüchtlingskrise in Europa ab August 2015 aber im Fokus besonderer Aufmerksamkeit aller davon betroffenen Regierungen steht.

    Darf ich Sie korrigieren.
    Das Problem ist nicht das im Fokus stehen, sondern die Einreise von Millionen nicht Asylberechtigter und Nichtflüchtlingen ohne Legitimation. Die Grenzkontrollen wurden abgeschafft zu einer Zeit, in der die Aussengrenzen kontrolliert werden *mussten* und zwar von den EU Aussenstaaten. Das gehört zum Schengener Abkommen dazu, ist aber zur massenhaften unkontrollierten Einwanderung eigenmächtig ausgesetzt und die Weiterreise aus den *erstmals betretenen EU-Ländern* zugelassen worden.
    Und dies ausschliesslich von Frau Merkel, die die Anweisung gab, *nicht* zu kontrollieren* und die die die Verantwortung bei der *Weiterreise nach Deutschland* übernahm, denn ansonsten hätten die EU Aussengrenzen nach diesem Abkommen weiter kontrolliert werden müssen. Nur aufgrund der Tatsche,daß eine Frau die gesetzmässige Kontrolle aussetzte und dafür die volle Verantwortung ebenso wie für alle Einreisenden übernahm, öffneten andere EU -Staaten die Grenzen zur Weiterreise in die EU. Entgegen der Veinbarung von Schengen.

    • Lieber „Albert“,

      mir ist bekannt, dass Angela Merkel eine Frau ist. Und dass sie für ihr Tun „die volle Verantwortung“ übernimmt, hat sie zumindest Ihnen voraus. Denn Sie übernehmen ja nicht einmal Verantwortung für die Leserbriefe, die Sie bei LZ-Online posten.

      Übrigens heiße ich Siegrid.

      • mein(e) liebe(r) Lenz
        sind sie sicher,die perle aus der uckermark ist eine frau? steht sie nicht ihren mann?

        • Schmunzel, mein(e) liebe(r) Bruns, s c h m u n z e l !

          Und, mein(e) liebe(r) Bruns: Z w i n k e r z w o n k e r !

  18. An Klaus Bruns, Karlheinz Fahrenwaldt, ...

    … Andre, Kevin Schnell, Klaus, Bernd, Albert und alle anderen religionsphilosophisch informierten Gruppenhygieniker, die nur zu gerne ihre rigoristischen bio- bzw. kulturpolitischen Reinigungsfantasien ausleben und, wenn schon nicht ihre Mitbürger-, so doch wenigstens unsere offene Blog.jj-Gesellschaft in eine für Trolle und andere Ortsfremde geschlossene Ausgrenzungsgemeinschaft zurechtfegen würden. Seitdem Purifikationskönig Erdoğan seine Säuberungsaktion angefahren hat, mahnen die Lüneburger Repräsentanten der freien Ordnungswelt nun Mäßigung an, den geplanten Kehraus sähen sie mit großer Sorge.

    So wird der Putzplan eine saubere Sache:

    Ausrüstung
    „Alte Besen kehren gut“, heißt es im Volksmund. Aber man muß ein ausgedientes Stück auch entsorgen können, wenn es nur noch Ärger macht. Um die Tauglichkeit zu beurteilen, ist der sogenannte Bruchtest geeignet: Zwei Männer versuchen, den Besen zu verbiegen. Gibt er schon bei geringer Belastung nach und zerbricht daran, ist es Zeit, sich nach einem Nachfolger umzusehen.

    Vorgehen
    Eine alte Putzregel lautet: Von sauber nach Saustall. Die Reinigung beginnt an einer weitgehend untadelig gebliebenen Stelle, und Dreck für Dreck wird sich zu den ganz großen Schmutzherden vorgearbeitet. Zwischendurch die Säuberungsutensilien immer wieder austauschen, um bei der Arbeit nicht selbst Spuren zu hinterlassen, die dann von anderen weggemacht werden müssen.

    Schwierige Bereiche
    Hartnäckige Verschmutzungen finden sich nur allzuoft an besonders exponierten Stellen. Zuallererst scheuern Sie so fest es geht von rechts und links. Wenn herkömmliche Methoden dennoch versagen, muß die Chemiekeule nachhelfen. Scheint auch dieses Mittel ungeeignet, ist der letzte Ausweg die Zerstörung des gesamten Areals. Tip: Lassen Sie es wie einen Unfall aussehen.

    Hilfe akzeptieren
    Es ist ganz natürlich, nicht alles allein zu schaffen. Freunde und Kollegen dürfen ruhig mit anpacken, z.B. Ungeziefer beseitigen oder den einen oder anderen Sack um die Ecke bringen. Natürlich sollten Sie sich erkenntlich zeigen und Ihre Unterstützer reichlich belohnen. Sie werden sehen: Gemeinsam macht es viel mehr Spaß! Versäumen Sie aber nicht, den Helfern hin und wieder auf die Finger zu (sc)hauen, manche machen einfach mehr schmutzig als sauber…

    Alternative Methoden ausprobieren
    Wer auf die Magie des Wortes, auf die Fernwirkung des Einträufelns und das Gift der minimal invasiven Gehirn-Chirurgie setzt, kann auch so probieren, Homogenität herzustellen:
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/cartoons/greser-lenz-witze-fuer-deutschland-1294625/karikatur-afd-em-deutsche-14277696.html#fotobox_1_294625_0

    Bestimmungen einhalten
    Bei jeder Säuberung gilt: Gesundheit geht vor. Auf GAR KEINEN FALL dürfen Menschen dabei zu Schaden kommen!

    Überreicht durch Leonard Fischer

  19. Hallo Herr Jenckel,

    Herr Klaus Bruns wird immer wieder von ganz verschiedenen Seiten als Chefkommentator der Landeszeitung angehimmelt. Müsste er nicht richtiger Weise Chefkommentatorenkommentator heißen? Gibt es diesen Titel und den dazu gehörenden Aufgabenbereich wirklich? Stimmen Sie sich mit Herrn Bruns über sein Vorgehen ab? Ist das eine bezahlte oder eine unbezahlte Tätigkeit? Sieht man einmal davon ab, dass Herr Bruns unter seinem Geburtsnamen publiziert, sehe ich persönlich weder einen qualitativen noch einen quantitativen Unterschied zu einem Troll. Viele Kommentare in Ihrem Blog sind mit vollem Namen über- oder unterschrieben. Aber nur wenige Leser äußern sich, wie Herr Bruns das tut, praktisch zu jedem Thema. Der Sinn seiner Einlassungen erschließt sich im jeweiligen Zusammenhang oft nicht. Bei Wikipedia lese ich nun, dass „man im Netzjargon eine Person dann Troll nennt, wenn sie Kommunikation im Internet fortwährend dadurch in die Irre führt oder behindert, dass sie Kommentare verfasst, die sich auf die Gängelung oder auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken und keinen sachbezogenen und konstruktiven Beitrag zur Diskussion enthalten.“ Dies erfolge überwiegend mit der Motivation, eine Reaktion der anderen Teilnehmer zu erreichen. Was „sachbezogen und konstruktiv“ ist, dürfte im konkreten Fall nicht immer leicht zu beurteilen sein. Trotzdem, würden Sie, Herr Jenckel, es für eine komplette Fehleinschätzung halten, wenn jemand auf die Idee käme, Ihren Chefkommentator für einen Troll zu halten? Wenn Sie da jedoch einen Unterschied machen, wie begründen Sie diesen? Ab wo beginnt eine Nervensäge, sich in einen Troll zu verwandeln?

    • Katja
      sie haben ja so recht. troll ist relativ. als was bezeichnen sie sich? würde stinkstiefel passen? mein verhinderter bester frauenheld, eine meinung zu besitzen ist das eine, sie auch zu begründen, das andere. wenn ihnen meine meinung nicht gefällt, schadet es niemanden. was sie machen, ist was ganz anderes. andere würden es ihnen übel nehmen. diese mühe tue ich mir nicht an. wenn sie anderer meinung sind , als ich, wie wäre es mit einer begründung? ich stehe gern zur verfügung. oder sind sie gegenüber einer direkten auseinandersetzung nur zu feige und benötigen sie deswegen herr jenckel? ist ihr name eigentlich echt?

    • @Katja Fricke

      Volle Zustimmung von mir.
      „Die Freiheit ist immer die Freiheit der anderen!“
      Auch zu denken und zu kommentieren. Das haben die Chefideologen der „Weiter so-Anhängerruppe “ noch nicht verinnerlicht. Mit viel Worten wenig zu sagen,ist ein unverkennbares Kennzeichen der „ewig Gestrigen“, die noch nicht bemerkt haben, daß die europäischen Zustände sich rasant an den Nahen Osten angleichen.
      Die sitzen in Reppenstedt im Garten, stauben die Zwerge ab, geben dann und wann einige *Rülpser* von sich und alles ist in Ordnung.
      Also: „Weiter so!“

    • Katja Fricke
      Der Sinn seiner Einlassungen erschließt sich im jeweiligen Zusammenhang oft nicht.
      was können andere dafür, wenn sie etwas nicht verstehen? wie wäre es, mit verschiedenen ansätzen über das gleiche problem nachzudenken? glauben sie mir, es hilft. sie tun mir wirklich leid. wie kann man ihnen helfen? sie machen mir einen jungen eindruck. kann die leuphana combo da vielleicht den direkten draht zu ihnen finden?

      • @ Bruns
        Darum geht es nicht.Sondern darum, daß Gartenzwergexperten meinen, festlegen zu können, was ein Troll ist und wer die Deutungshoheit über den Begriff hat.

        Andere Rentner und Pensionäre haben andere Hobbys. Wie wäre es mit Tomaten züchten, eine Modelleisenbahn oder seine Kraft in einem Flüchtlingsheim einzusetzen,anstatt nur zu diskutieren, Wertungen vorzunehmen und Kommentare über längst vergessene und vergangene Zeiten hier zum Besten zu geben?

        • Andre
          kücken sollten sich nicht über gartenzwergexperten echoffieren. ich mag keine gartenzwerge. warum? sie verniedlichen die arbeit. mal mit einer schaufel, mal mit einer harke , mal mit einer gieskanne usw. übrigens, in afrika hört die jugend noch auf die alten und steckt sie nicht in altersheime. diese jugend ist über unsere gesellschaft schwer erschüttert.

  20. Katja Fricke
    wie wäre es mit einem verbalen duell? sie dürfen sich das thema aussuchen, zumindest soweit es hier interessiert. sie wissen ,was ein fehdehandschuh ist? da sie mein privatstalker sind ,nutze ich hier die gelegenheit, bei welt-online war es ja nicht möglich.

    • @ Katja Fricke …… Bruns hat es nicht verstanden !! Er schreibt weiter .. und weiter … und weiter ! Diskutiere nie mit einem Idioten … er zieht Dich auf sein Niveau herab und schlägt Dich mit Erfahrung !!

      • Ron
        ! Diskutiere nie mit einem Idioten … er zieht Dich auf sein Niveau herab und schlägt Dich mit Erfahrung !!
        sie sprechen aus erfahrung? welche? schmunzel.rechts außen ist wirklich urkomisch.

      • Ron
        sie müssen sich doch nicht gleich ins hemd machen, nur weil man ihresgleichen mal ernst nimmt. schmunzel.

    • Aber es gibt doch schon ein Thema, Herr Bruns:

      WAS IST EIGENTLICH EIN TROLL ? Sind Sie einer? Wenn ja, warum? Sind Sie keiner? Wenn nicht, wer dann? Ist der Troll ein Störer? Kann das Stören und Aufstören nicht auch etwas Positives, etwas Aufweckendes, Mobilisierendes und Heilsames haben? Aber: „Ab wo beginnt eine Nervensäge, sich in einen Troll zu verwandeln?“ (Fricke) Oder besser: ab wann strapaziert der (konstruktive) Störer und wird zum (destruktiven) Nörgler und zum weinerlich selbstgerechten Dauerapokalyptiker? Und muss man den irritierenden Troll darum nicht zuletzt vom Zerstörer, vom klagenden Hetzer und vom verleumderischen Hasser unterscheiden? Sind diese drei nicht im Grunde ganz fantasielose Personen, böse Vereinfacher und Schwarzmaler, die anderen ihr beengendes Weltbild mittels monotoner Untergangslitaneien aufnötigen wollen?

      Wie wäre es, wenn Sie dazu mal was Gescheites sagten?

      • Uwe Schneider
        trolle haben eine dumme angewohnheit, sie ziehen alles runter. positives denken unter trollen? hm! herr schneider, was meinen sie, sind sie ein positiv denkender mensch? Ab wo beginnt eine Nervensäge, sich in einen Troll zu verwandeln? diese frage sollte sich jeder selbst beantworten. wer über ander herfällt besonders. und wenn derjenige nicht mal auf argumente eingeht, sondern nur pauschal argumentiert, sollte sich ernsthafte gedanken machen, warum er sich hier seine zeit vertreibt.Diskutiere nie mit einem Idioten. warum eigentlich nicht? feigheit vor dem feind? wer bestimmt ,wer oder was ein idiot ist? wer bestimmt, wer bei uns angeblich ein leistungsträger ist? der den anderen zum idioten erklärt? man kann aber hier schnell sehen, was dabei rauskommt, wenn man den anderen ernst nimmt. seine reaktion zeigt dann, ob es sinnvoll ist , ihn ernst zu nehmen. ich nehme hier nicht alle ernst. die ich nicht ernst nehme, können froh sein, sonst wäre meine reaktion wohl eine andere.ob sie klug wäre, lasse ich mal dahingestellt.

  21. Ja, also, was soll ich sagen Herr Jenckel?
    So langsam schließt sich der Kreis und wir sind wieder bei Ihrem eingangs zitierten Beitrag.

    Quod erat demonstrandum, wäre das die richtige Schlussfolgerung?

    • Peter Förster

      Na, Herr Kasper, wieder als Gozer, der Richter und Vernichter unterwegs, als Gott des Schlusswortes, der (laut Dr. Peter Venkman) im antiken Mesopotamien von den Sumerern und Hethitern verehrt wurde, und nun im Begriff ist, mit der Hilfe des Halbgottes Zulu oder Andre-Andreas (dem Torwächter) und des Dämonen Vinz Clortho oder Ron (dem Schlüsselmeister) unsere Blog.jj-Welt zu verschleimen und zu verpesten? Mit Ihrem Fazit wird wieder der Wechsel von der Thema-Ebene zur Meta-Ebene vollzogen und Sie verlassen erneut den Konzept-Raum des Gegenstandes, um über das Ganze zu sprechen, ohne vorher darin etwas zum Einzelnen gesagt zu haben.

  22. Beverli-Chantal Schmalke

    Lieber Klaus Bruns,

    Wenn Männer Frauen ungefragt die Welt erklären, nennt man das Mansplaining. Besonders junge Frauen in Führungspositionen (Anikó Hauch) erleben dies häufig. Und schweigen manchmal aus Hilflosig-, meist aber aus Schamhaftig- oder Höflichkeit. Mansplaining ist ein Portmanteauwort aus man (englisch: Mann) und -splaining (englische Kurzform von explaining zum Verb to explain, erklären), das dank des Artikels meines Freundes Ernst Jordan vom 3. Juli 2016 auch im deutschen Sprachraum bekannt wurde: http://www2.leuphana.de/univativ/mansplaining-ein-kommentar/

    Der Begriff verbreitet sich seitdem so schnell, als hätte die Welt nur auf ihn gewartet. „Dank ihm ist das Maskuline nicht mehr automatisch der Normalfall“, erklärt im Anschluss an Ernst Jordan ausführlichst auch Herr Caspar Shaller seinen vielen jungen Leserinnen: http://www.zeit.de/kultur/2016-05/mansplaining-gender-sexismus-gleichberechtigung-linguistik/komplettansicht

    Zwei Fragen:

    A) Haben Trolle und Mansplainer eventuell Gemeinsamkeiten? (Das Erscheinungsbild ist in der Genetik die Menge aller Merkmale eines Organismus.)

    B) Glauben Sie, dass der durch das Zusammenwirken von Erbanlagen und Umweltfaktoren (Modifikation) bestimmte Phänotyp des alternden Redseligen auch in Reppenstedt vorkommt?

    • Beverli-Chantal Schmalke

      Anikó Hauch? schweigen manchmal aus Hilflosig-, meist aber aus Schamhaftig- oder Höflichkeit.
      Die ich kenne , verhält sich anders. ich hätte da noch was in meinem e-mail ordner.
      was erbanlagen angeht, dafür ist doch sarrazin ein spezialist, oder? wir haben sommer. das glatteis kommt noch.

      • manchmal glaube ich, hier ist das urgestein der fdp aus der samtgemeinde gellersen unterwegs. pensionäre? wie fragte andre? gibt es keine anderen hobbys? gartenzwerge können ja so hinderlich sein. schmunzel.