Mittwoch , 28. September 2016
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Ballett-Chef Olaf Schmidt, hier mit Silvia van Spronsen, ist als Schauspieler zu erleben -- als Tanzlehrer, er entfernt sich also nicht allzu weit von seinem tatsächlichen Beruf. Foto: theater
Ballett-Chef Olaf Schmidt, hier mit Silvia van Spronsen, ist als Schauspieler zu erleben -- als Tanzlehrer, er entfernt sich also nicht allzu weit von seinem tatsächlichen Beruf. Foto: theater

Annäherung im Foxtrott

lz Lüneburg. Gerade hat der neue Ballett-Chef mit dem Tanzstück „Pinocchio“ seine erste Lüneburger Inszenierung vorgestellt — jetzt ist Olaf Schmidt als Schauspieler zu erleben: Richard Alfieris Boulevardkomödie „Sechs Tanzstunden in sechs Wochen“ erzählt von der Rentnerin Lily Harrison, die sich den ehemaligen Broadway-Tänzer Michael Minetti als Tanzlehrer engagiert. Durch den Tanz kommen sich die beiden sehr gegensätzlichen Charaktere langsam näher. Aus der Abneigung entwickelt sich Freundschaft und Respekt. Premiere: heute, Sonnabend, 20 Uhr im T.NT-Studio.

Lily Harrison, 72, kultiviert, mit guter Rente ausgestattet, aber einsam im Alltag, bucht sich einen Tanzlehrer. Und zu ihr ins Wohnzimmer kommt Michael Minetti, ein ehemaliger Revuetänzer vom Broadway mit schlechten Manieren, schlagfertig und frech, dabei auch ein wenig zickig. Lily, von Michaels unverblümter Art gar nicht angetan, ist entschlossen, ihn sofort wieder aus ihrem Refugium zu entfernen. Doch beim wöchentlichen Swing, Tango, Foxtrott, Walzer, Rumba und Modern Dance kommen die beiden sich tanzschrittweise immer näher.

„Sechs Tanzstunden in sechs Wochen“ ist eine leichtfüßige Boulevard-Komödie mit einigem Tiefgang, die mit liebevollem Augenzwinkern von zwei Außenseitern erzählt, die eigentlich mitten unter uns sind. Die Rolle der Lily Harrison übernimmt Silvia van Spronsen. Die Inszenierung von Lars Helmer entstand ursprünglich für das Regensburger Turmtheater. Dort stand Olaf Schmidt bereits mit Silvia van Spronsen auf der Bühne.

Die Lüneburg-Premiere heute sowie die Vorstellung am 25. Oktober sind bereits ausverkauft. Auch für den 20. Oktober sind noch wenige Restkarten erhältlich. Bis zum 12. November stehen insgesamt zehn Vorstellungen auf dem Spielplan; die Termine: Aufführungen am 20., 24., 25., 29., 30. und 31. Oktober sowie 9., 10. und 12. November.