Aktuell
Home | Kultur Lokal | Aus CineStar wird Filmpalast
Theaterleiter Robert Strkic vor den Plakaten, mit denen auf den neuen Kinonamen hingewiesen wird. Foto: t&w
Theaterleiter Robert Strkic vor den Plakaten, mit denen auf den neuen Kinonamen hingewiesen wird. Foto: t&w

Aus CineStar wird Filmpalast

oc Lüneburg. Kommende Woche werden an Lüneburgs Großkino die Lettern mit dem Schriftzug CineStar abmontiert. Stattdessen wird über dem Großkino am Fährsteg künftig der Name „Filmpalast“ leuchten. Hinter dem Namens- steht auch ein kleiner Kurswechsel, der dem Publikum weniger Irritationen und einen besseren Service bringen soll. Sonst ändert sich nichts, sagt Robert Strkic, Theaterleiter des Noch-CineStar-Hauses.

Bundesweit betreibt die CineStar-Gruppe rund 80 Kinos. Dazu kommen Häuser wie das Lüneburger, die als Partnerkino der CineStars-Gruppe fungieren, aber inhabergeführt sind. Das Lüneburger gehört zu je 50 Prozent dem Celler Stephan Rißmann, der in Lüneburg schon mit der langen Scala- und Union-Geschichte verbunden ist, und der Lübeckerin Marlis Kieft. Sie hatte mit ihrem Mann die CineStar-Gruppe gegründet – und später verkauft.

„Wir haben das Problem, dass wir viele Aktionen, die bundesweit von der CineStar-Gruppe durchgeführt werden, nicht mitmachen können“, sagt Strkic. Grund sei ein geändertes Kassensystem in den CineStar-Häusern, das in Lüneburg nicht installiert ist. Daran liege es auch, dass über die CineStar-Seiten für Lüneburg online keine Tickets gebucht werden können – „das geht gar nicht, das ist Steinzeit“, sagt Strkic. Am 1. November soll die Steinzeit enden, dann wird die neue Homepage freigeschaltet: www.filmpalast-kino.de.

Insgesamt firmieren bundesweit 13 Kinos von CineStar in Filmpalast um, fast durchweg sind es Kinos in den neuen Bundesländern, von Bautzen bis Zwickau. „Wir bleiben aber Partner der CineStar-Gruppe“, betont Strkic, der das Haus am Fährsteg seit seiner Öffnung vor 13 Jahren kennt und seit 2006 als Geschäftsführer leitet.

Seit der Eröffnung des Großkinos am 26. Oktober 2000 besuchten exakt 5 145 075 Besucher (Stand: 20. Oktober) die acht Kinosäle mit insgesamt 1650 Plätzen. Anders gerechnet kommen Jahr um Jahr knapp 400 000 Besucher in das Haus. „Wirtschaftlich war das vergangene Jahr das beste“, sagt Strkic. Damit zahlen sich auch Maßnahmen der vergangenen zwei Jahre aus, in denen 1,5 Millionen Euro in das Haus investiert wurden. Unter anderem bekamen alle acht Säle Digital-Technik und eine entsprechend bessere Bildqualität, vier Säle sind heute als 3D-Kinos ausgelegt – „der 3D-Anteil am Geschäft steigt noch“, sagt Strkic. Auch die nichttechnische Ausstattung des Kinos ist runderneuert worden: Foyer, Galerie und Säle bekamen neue Teppiche, in den hinteren Sitzreihen wurden Ledersessel eingebaut – so viel Luxus muss für den, der es mag, sein. Die Nachfrage sei sehr gut, meint Strkic.

Zu den Erfolgsgeschichten gehören die Opern-Live-Übertragungen aus der Met, die auch erst dank der Digitalisierung möglich sind. Sie öffnen das Haus zugleich einem Publikum, das in weiten Teilen nicht zu den klassischen Kinogängern zählt.

In diesem Jahr allerdings riss die Flut ein Loch in die Bilanz. „Viele unserer Gäste kommen aus Boizenburg, Lauenburg, Winsen, Dahlenburg und der Elbmarsch“, sagt Strkic. Ein warmer Sommer wie der vergangene bekommt den Kinos auch nicht besonders gut. Filmhits des Jahres waren bisher „Django unchained“, „Ich, einfach unverbesserlich 2“ und „Kokowääh 2“.

One comment

  1. Finde ich schon komisch. Ich habe bereits mehrfach Tickets und das seit Jahren beim Lüneburger Cinestar online reserviert oder auch gekauft. Geht es hier vielleicht um ein Cinestar einer anderen Stadt oder soll das ein schlechter Scherz sein???