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Christian Schünemann und Jelena Volic eröffnen das Lüneburger Festival mit ihrem Belgrad-Krimi "Kornblumenblau". Foto: Nathan Beck/Diogenes Verlag
Christian Schünemann und Jelena Volic eröffnen das Lüneburger Festival mit ihrem Belgrad-Krimi "Kornblumenblau". Foto: Nathan Beck/Diogenes Verlag

Jetzt wird es etwas härter

oc Lüneburg. Schluss mit Idylle, mit Rote-Rosen-Schmus und Friede, Freude, Eierkuchen. Lüneburgs härteste Tage stehen bevor. Vom 25. Oktober bis 14. November ist mit fiesesten Morden, gemeinsten Intrigen, finstersten Gestalten zu rechnen, aber zum Glück auch mit unerschrockensten Ermittlern. Zum vierten Lüneburger Krimifestival kommen Stars der Branche, und viele Abende sind schon ausverkauft. Zum Glück nicht alle, und auch für den „Kornblumenblau“-Start mit Christian Schünemann und Jelena Volic am Freitag, 25. Oktober, um 20 Uhr im Heine-Haus gibt es noch Karten.

Krimileser dürften Christian Schünemann kennen. Er hat bei Diogenes bereits vier Krimis mit dem Thomas Prinz veröffentlicht, einem Münchner Friseur. Mit Jelena Volic ist ihm nun ein Krimi gelungen, der mehr bietet als eine spannende Geschichte. Die Autoren führen nach Belgrad, die Geschichte spielt 2004, und der Aufhänger ist der Tod zweier junger Soldaten. Auf den Fall stößt Milena Lukin, eine wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kriminalistik und Kriminologie, die hart für ihr Leben arbeiten muss, sich ständig in einer existenziellen Randlage befindet. „Kornblumenblau“ bietet über die spannende Geschichte hinaus das Porträt einer Stadt im Aufbruch, in der aber alte Seilschaften noch immer für Unheil sorgen.

Das läuft noch am ersten Wochenende: Ausverkauft sind Frl. Krise Frau Freitag am Sonnabend, 26., um 19 Uhr im Bäderturm am Pulverweg. Am Sonntag, 27., stellen Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt den dritten Fall ihres Polizeipsychologen Sebastian Bergman vor: „Die Toten, die niemand vermisst“, 20 Uhr, Aula der Wilhelm-Raabe-Schule. André Beyer liest den deutschen Part, Marina Bittermann (NDR) moderiert. Weiter geht es am Montag, 28., um 20 Uhr im Glockenhaus mit Volker Kutschers „Die Akte Vaterland“. Aus dem Vorläufer „Babylon Berlin“ wird eine TV-Serie, mit zunächst zwölf Folgen.

Das von Lünebuch veranstaltete Krimifestival läuft bis zum 14. November. Karten gibt es noch für Arne Dahl („Bußestunde“, 29. Oktober, 20 Uhr, Ritterakademie), Michael Tsokos („Die Klaviatur des Todes“, 30. Oktober, 20 Uhr, Leuphana) und Veranstaltungen von Partnern: Am Freitag, 1. November, läuft um 19.15 Uhr in der Scala „Miss Marple – Mörder Ahoi“, am Sonnabend, 2., folgt um 20 Uhr im Theater die Premiere von Florian Battermanns Komödie „Agatha Christies Hobby ist Mord!“