Aktuell
Home | Kultur Lokal | Ein Siegel für die Qualität
Das Salzmuseum hat Schwächen wie ein fehlendes Magazin behoben. Nun kann sich Kuratorin Hilke Lamschus über die Museumsregistrierung durch das Land Niedersachsen freuen. Foto: A/t&w
Das Salzmuseum hat Schwächen wie ein fehlendes Magazin behoben. Nun kann sich Kuratorin Hilke Lamschus über die Museumsregistrierung durch das Land Niedersachsen freuen. Foto: A/t&w

Ein Siegel für die Qualität

oc Lüneburg. Das Qualitätssiegel für Museen trägt in Niedersachsen den Namen Registrierung. Seit 2006 haben sich 147 Museen an dem Verfahren beteiligt, 69 Museen bekamen das stets für sieben Jahre geltende Zertifikat. 32 Häuser erhielten den Zusatz „vorläufig“. So war es 2009 beim Deutschen Salzmuseum. Jetzt aber trägt das Museum endgültig den Titel „Registriertes Museum“, er gilt bis 2020.

Ziel der Museumsregistrierung ist es, die Qualifikation und Professionalisierung von Museen zu stärken. Zu den Anforderungen an eine Registrierung gehören unter anderem ein Leitbild, ein Statut, ein schlüssiges Sammlungskonzept und das planvolle Arbeiten im gesamten Museumsmanagement. Eine Kommission aus sieben externen Experten prüft die Kandidaten. Das Verfahren helfe, „den Blick auf die eigenen Stärken und Schwächen in allen Bereichen der Museumsstandards zu schärfen“, sagte Ministerialdirigentin Dr. Annette Schwandner bei der Vergabe der Registrierungen in Hannover. Durchgeführt wird das Verfahren vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, vom Museumsverband für Niedersachsen und Bremen sowie von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung.

„Wir hatten den Nachteil, dass unsere Magazinsituation nicht ausreichend war, aber das hat sich fundamental geändert“, sagt Hilke Lamschus, Kuratorin am Deutschen Salzmuseum. Die Lüneburger Museen nutzen mittlerweile gemeinsam das unterirdische Behelfskrankenhaus in Oedeme als Magazin. Auch Fragen der Grundfinanzierung, des Personals und der Museumspädagogik seien gelöst worde, so Hilke Lamschus mit Verweis auf die Gründung der Museumsstiftung Lüneburg.

Was bleibe, sei der Platzmangel, unter dem das Salzmuseum leide. Positiv entwickelt habe sich in diesem Jahr die Besucherzahl: „Wir haben ein Plus von fünf Prozent.“ Insgesamt werden bis zum Jahresende mehr als 50 000 Menschen das Deutsche Salzmuseum besucht haben.

Die Museumsregistrierung erhalten hat als weitere Lüneburger Einrichtung – bereits 2011 – das Ostpreußische Landesmuseum. In diesem Jahr ging die Auszeichnung auch an folgende niedersächsische Häuser: Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn Museum Nordenham Museum Industriekultur Osnabrück Kranichhaus. Museum des alten Landes Hadeln, Otterndorf Stadtmuseum Quakenbrück Heimatmuseum Scheeßel Museumshof Winsen (Aller).

Vorläufig registriert wurde das Museum gegenstandsfreier Kunst in Otterndorf. Ab 2014 soll das Verfahren grundsätzlich geändert werden und mit ihm auch die Begrifflichkeit. Künftig soll ein „Gütesiegel“ vergeben werden. Mit dem Wort können dann auch Besucher etwas anfangen.