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Gefördert wurde die Orgelsanierung auf dem Nikolaihof in Bardowick. Das freut Carsten Junge (l.), Geschäftsführer der Sparkassenstiftung, und Bardowicks Gemeindedirektor Heiner Luhmann. Foto: a/t&w
Gefördert wurde die Orgelsanierung auf dem Nikolaihof in Bardowick. Das freut Carsten Junge (l.), Geschäftsführer der Sparkassenstiftung, und Bardowicks Gemeindedirektor Heiner Luhmann. Foto: a/t&w

Viele fördern und Akzente setzen

oc Lüneburg. Zwei neue Räume, um Kunst zu zeigen, ein Raum zugleich für Theater, Musik und Literatur, Platz zum Proben, Ateliers für Maler, Bildhauer und Kollegen, Raum für eine Kunstschule: Das wird die Lüneburger Kulturbäckerei bieten, wenn sie – spätestens am 1. Oktober 2014 – öffnet. Das Haus, errichtet in den dunklen 1930er-Jahren, wird zurzeit von Grund auf hergerichtet, um sich künftig als Zentrum der Kunst neu zu definieren. Die Kulturbäckerei ist das wichtigste Eigenprojekt des Förderfonds Kunst und Kultur innerhalb der Sparkassenstiftung Lüneburg, die in diesem Jahr 926 000 Euro für Kultur Co. in Stadt und Kreis Lüneburg ausgeschüttet hat.

Schwerpunkte aus dem Förderfonds Kunst und Kultur gingen im laufenden Jahr an die Museumsstiftung für den Aufbau des neuen Museums, an den Arbeitskreis Synagogen-Mahnmal, nach Bardowick für die Rekonstruktion der Orgel auf dem Nikolaihof, an die Jugendarbeit des Theaters Lüneburg und an eine zweite Eigeninitiative: den Ausbau des Kunstarchivs in Neuhaus, in dem sich Werk um Werk eine repräsentative Sammlung der bedeutsamen Künstler der Region bildet.

125 Anträge gingen in diesem Jahr in Sachen Kultur ein, 80 seien gefördert worden, sagt Carsten Junge, Geschäftsführer der Sparkassenstiftung. Unter deren Dach befinden sich neben dem Kultur-Bereich weitere Fonds für Jugend, Bildung, Sport und Soziales, für Nachhaltigkeit, für Bleckede/Ostkreis und für die Ehrenamt-Auszeichnung (Hans-Heinrich-Stelljes-Preis). Die Stiftung lebt vom eigenen Grundkapital und wesentlich von Zuwendungen der – öffentlich-rechtlich geführten – Sparkasse. Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge als Vorsitzender des Stiftungsvorstands weist darauf hin, dass die Kommunen zugunsten der Stiftung auf ihre Gewinnausschüttung verzichten. Die Stiftung nimmt mit all ihren Bereichen Aufgaben der Förderung wahr, die originär den Kommunen obliegen. In diesem Jahr ging von der Sparkasse Lüneburg ein Betrag von 1,85 Millionen Euro an die Stiftung, die ihre Projekte in Stadt und Kreis „breit streut“, so Carsten Junge.

Das spiegelt sich in den Förderungen. So gingen, um Beispiele zu nennen, in der jüngsten Runde der Ausschüttung Beträge an das Kunstforum Gellersen für den Jubiläums-Kalender 2014, an das gerade in St. Marien aufgeführte Bonhoeffer-Oratorium, an den Verein Zum Kollektiv für die Nutzung des Scharffschen Hauses, an die Musikschule zur Anschaffung von Instrumenten und an eine Machbarkeitsstudie für die Oldendorfer Totenstatt. Kulturelle Projekte werden auch vom Förderfonds Bleckede/Ostkreis bedacht, zum Beispiel der Kunstraum Tosterglope und die Walmsburger Kriminacht.