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Ludwig Güttler wird mit dem Organisten Friedrich Kircheis einen Abstecher in die Lüneburger Michaeliskirche machen. Foto: nh
Ludwig Güttler wird mit dem Organisten Friedrich Kircheis einen Abstecher in die Lüneburger Michaeliskirche machen. Foto: nh

Im Strom der Musik

oc Lüneburg. Anfang des Jahres gab Ludwig Güttler ein Gastspiel in Lüneburg. Ohne Corno da caccia, ohne Barocktrompete und ohne Dirigentenstab. Der Musiker und Leiter der Musikwoche Hitzacker kam ins Vamos, um dessen 20-Jähriges mitzufeiern. Kommenden Monat kommt Güttler wieder in die Hansestadt, dann aber in eigener Sache. Vom 21. Februar bis 2. März 2014 findet die 28. Musikwoche Hitzacker statt  unter dem Motto „Elbe  Lebensader der Musik“. Ein Konzert führt Ludwig Güttler und seinen Orgelpartner Friedrich Kircheis nach Lüneburg: „Musikwoche zu Gast“ heißt es am Donnerstag, 27. Februar, um 20 Uhr in der Michaeliskirche.

Den Schwerpunkt seines Festivals legt Güttler in diesem Jahr auf Komponisten, die längs der Elbe wichtige Lebensstationen hatten. In den Fokus rückt vor allem Carl Philipp Emanuel Bach, dessen 300. Geburtstag in dieses Jahr fällt. Musik von dem prominentesten Sohn Johann Sebastians ist bereits Bestandteil der Auftaktgala „Ebb & Fluth“ am Freitag, 21. Februar, um 20 Uhr im Verdo. Ludwig Güttler dirigiert die Virtuosi Saxoniae, Solist ist Eckart Haupt (Flöte). Um Bach-Söhne und Zeitgenossen geht es beim Eröffnungskonzert der Virtuosi am Sonnabend, 22., um 17 Uhr in Hitzackers Johanniskirche, dann ist Ludwig Güttler auch als Solist zu erleben, ebenso die Sopranistin Romy Petrick von der Sächsischen Staatsoper Dresden.

19 Programmpunkte an zehn Tagen bietet das Festival. Am dichtesten gepackt ist Sonnabend, der 1. März. Er beginnt um 11 Uhr im Verdo mit dem „Galakonzert galant!“ mit dem Mitteldeutschen Kammerorchester, bei dem der Pianist Matthias Kirschnereit Konzerte von Mozart und dem Bach-Jubilar spielt, Güttler dirigiert. Um 15 Uhr referiert der Dresdner Musikwissenschaftler Hans-Günter Ottenberg über Carl Philipp Emanuel Bach, den er als „Originalgenie“ würdigen wird, Ort ist das Restaurant Inselküche. Schließlich singt um 17 Uhr im Verdo das Sächsische Vocalensemble geistliche Musik, dazu liest Uwe Rada aus seinem Buch „Die Elbe. Europas Geschichte im Fluss“.

Ludwig Güttler bringt viele Musiker nach Hitzacker, etliche kennen die Musikwoche bereits, treten mehrfach innerhalb des Festivals auf. Andere kommen zum ersten Mal, dazu zählt die Blockflötistin Dorothee Oberlinger, die auf Alte Musik spezialisiert ist und am Mozarteum Salzburg lehrt. Sie spielt am Sonntag, 23. Februar, um 17 Uhr ein Kammerkonzert mit dem Titel „Familienbande“ in St. Johannis; mit dabei sind Vittorio Ghielmi (Viola d Gamba) und Luca Piana (Laute).

Das Finale gehört C.Ph.E. Bach. Sein Oratorium „Die Israeliten in der Wüste“ erklingt am Sonntag, 2. März, um 17 Uhr in der St. Johannis. Das gesamte Programm ist in Propekten zu finden und im Internet: www.musikwoche-hitzacker.de. Der Kartenvorverkauf läuft, auch für das Lüneburg-Gastspiel, bei dem Vater Bach zu Wort kommt und die Söhne schweigen.