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Entwurf des Neubaus, wie er sich als Eingangsfoyer beim Betreten des Innenhofes präsentieren wird.
Entwurf des Neubaus, wie er sich als Eingangsfoyer beim Betreten des Innenhofes präsentieren wird.

Jetzt ist das Geld angekommen

ff Lüneburg. Die Arbeiten für den Erweiterungsbau und die Modernisierung des Ostpreußischen Landesmuseums können beginnen, die beantragten Mittel sind genehmigt: Vor wenigen Tagen hat das Bundesverwaltungsamt im Auftrag der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien dem Ostpreußischen Landesmuseum einen Bescheid in Höhe von über 2,3 Millionen Euro ausgestellt.

Diese Mittel sind bestimmt für die Erweiterung und Modernisierung des Ostpreußischen Landesmuseums und für die Einrichtung einer deutschbaltischen Abteilung. Insgesamt hat der Bund für diese Maßnahme mehr als 2,7 Millionen Euro zu Verfügung gestellt, das Land Niedersachsen hatte bereits im Jahre 2008 über 800000 Euro bewilligt. Weitere Geldgeber für das Projekt, das insgesamt ein Volumen von 4,65 Millionen Euro hat, sind die Deutschbaltische Kulturstiftung, der Europäische Fonds für regionale Entwicklungen, die Klosterkammer Hannover und die Stiftung Niedersachsen.

Das Museum erweitert seine Fläche für Dauerausstellungen von 1736 auf 2181 Quadratmeter und passt sie heutigen Zielgruppen und Fragestellungen an. Daneben erhält das Museum ein neues Eingangsgebäude und einen Zugang direkt aus der Altstadt, von der Heiligengeiststraße. Dazu kommen ein geräumiger Vortragssaal, größere Arbeitsplätze für die Museumspädagogik, erweiterte Depot- und Werkstattflächen, ein Museumscafé sowie ein Museumsladen  alles barrierefrei. Die Rahmenbedingungen für die länderübergreifend arbeitenden wissenschaftlichen Mitarbeiter werden durch neue Arbeitsplatzausstattungen und einen Konferenzraum ebenfalls verbessert.

Wegen der Bauarbeiten muss das Museum seinen Betrieb ab Sommer 2014 zunächst einschränken. Voraussichtlich im Oktober dieses Jahres wird es für einige Monate komplett schließen, um die gesamte Dauerausstellung umzubauen und zugleich auch im Bestandsgebäude einige größere Umbauten vorzunehmen. Parallel dazu wird im westlichen Nachbarhof ein Neubau errichtet, welcher das bisherige Museum mit zwei weiteren Baudenkmälern zu einem Museumskomplex zusammenfügt. Für die Baumaßnahmen wurde das Architektenbüro Gregor Sunder-Plassmann aus Kappeln an der Schlei beauftragt. Noch im März werden die ersten Ausschreibungen für die verschiedenen Gewerke veröffentlicht. Die Grundsteinlegung ist entsprechend für Ende Mai, Anfang Juni zu erwarten.