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Rapper DCVDNS heizte der tanzenden Masse an Lunauten mit derben Hip-Hop-Beats ein. Die musikalische  Bandbreite des Festivals ist damit aber noch lange nicht erschöpft. Foto: t&w
Rapper DCVDNS heizte der tanzenden Masse an Lunauten mit derben Hip-Hop-Beats ein. Die musikalische Bandbreite des Festivals ist damit aber noch lange nicht erschöpft. Foto: t&w

Endlich ausverkauft

mm Lüneburg. „Ist das abgefahren hier, die Leute sind unglaublich entspannt.“ Marcel Siewert, Vorstand der Initiative „Viva con Agua“ für sauberes Trinkwasser, staunt über das Lunatic. Er sei erfahrener Festivalgänger und das erste Mal beim Lunatic. Siewert kommt aus Berlin, der Stadt mit den wohl meisten Festivals im Land. Aus ganz Deutschland strömten gestern Massen junger Leute Richtung Universität.

Auf dem Campus an der Scharnhorststraße hat das Lunatic begonnen, das Open Air gibt es nun in elfter Auflage. Es hat sich etabliert, mit 3000 verkauften Karten ist das Festival in diesem Jahr das erste Mal ausverkauft. „Das Lunatic ist erwachsen geworden“, sagt Jakob Rössner, er gehört wie schon im letzten Jahr zum studentischen Orga-Team vom gemeinnützigen Lunatic-Verein.

„Alles hier ist mit Bedacht ausgewählt, man hat einen tollen Überblick, ich bin total begeistert“, sagt Monika Pfundner aus Hamburg. Ihr haben es die Kunstaktionen angetan. „Wir haben Wert auf viele kleine Details und Akzente gelegt“, sagt Patrick Peltz. 21 Künstler präsentieren sich mit Street Art, unzähliger Deko, Installationen und Perfomances. Einer von ihnen ist Harald Finke. Mit schwingenden Pflanzen kann er Töne erzeugen. Im letzten Jahr gab es einen Kubus für Kunstprojekte, jetzt sind die über mehrere Spots auf dem Gelände verteilt. „Das Lunatic soll ein Gesamtkunstwerk sein“, sagt Meike Wagner, die das Projekt Plus Art mitorganisiert hat.

Auf der Lunatic-Spielwiese, wo auch die Künstler zu Hause sind, herrscht Wohnzimmer-Atmosphäre, entspannen von ausgiebigem Tanzen können sich die Besucher unter anderem in Planschbecken, sie sind nur eines der vielen Spiele-Highlights. Ein paar Schritte weiter ist die kleine Festival-Bühne aufgebaut, hier bringt gerade die Rapgruppe Flo Bauer aus Hamburg die Menge in Wallung. Vor der Hauptbühne auf der Mensa-Wiese gehen die Hände zu derben Hip-Hop-Beats von Dominik Christoph von der Nordsee, oder kurz DCVDNS, in die Luft. „Wir haben den Mix aus bekannten Künstlern und neuen Startern hinbekommen“, sagt Akqiusiteur Rössner.

Heute erwarten die Festival-Besucher wieder hochkarätige Musik-Acts. Mehr dazu am Dienstag in der LZ.