Aktuell
Home | Kultur Lokal | Sechs Autoren, sechs Städte
Robert Seethaler war 2011 Heine-Stipendiat in Lüneburg, kommt nun mit seinem neuen Buch zurück. Foto: A./ff
Robert Seethaler war 2011 Heine-Stipendiat in Lüneburg, kommt nun mit seinem neuen Buch zurück. Foto: A./ff

Sechs Autoren, sechs Städte

oc Lüneburg. Die Kandidaten für den „Preis der LiteraTour Nord“ sind benannt. Sechs deutschsprachige Autoren werden im Herbst/Winter auf Lesetour durch sechs Städte gehen. Am Ende wird eine/einer den mit 15000 Euro dotierten Preis der VGH-Stiftung erhalten. Das Literaturprojekt ist seit 1992 unterwegs, zu den Preisträgern gehören W.G. Sebald, Robert Gernhardt, Christoph Hein, Bodo Kirchhoff, Terézia Mora, Jenny Erpenbeck, Matthias Politycki und zuletzt Ralph Dutli.

Begleitend zu den Lesungen werden wieder Veranstaltungen an den Universitäten der jeweiligen Städte angeboten. Die Tour startet immer am Sonntagvormittag in Oldenburg, führt am selben Abend nach Bremen und an den folgenden vier Tagen nach Lübeck, Rostock, Lüneburg und Hannover. In Lüneburg kooperieren das Literaturbüro und die Leuphana Universität bei der LiteraTour Nord, unterstützt wird die Reihe 2014/15 auch von der Sparkassenstiftung Lüneburg. Moderiert werden die jeweils um 20 Uhr beginnenden Leseabende im Heinrich-Heine-Haus von Prof. Dr. Sven Kramer.

Das sind die Autoren der neuen LiteraTour Nord:

Sabrina Janesch stellt am Mittwoch, 22. Oktober, „Tango für einen Hund vor. Die Autorin ist 1985 in Gifhorn geboren, bekam für „Katzenberge“ 2011 den Nicolas-Born-Förderpreis. Der neue Roman spielt in der Lüneburger Heide und erzählt aus Sicht des jungen Ernesto Schmitt ein überdrehtes Abenteuer, in dem sich zugleich eine Art von Familiengeschichte aufblättert.

Lutz Seiler, 1962 in Gera geboren, erhielt 2007 den Ingeborg-Bachmann-Preis. „Kruso“ führt auf die Insel Hiddensee und in die Zeit der Wende. Seiler kommt am Mittwoch, 12. November, nach Lüneburg.

Peter Rosei bringt am Mittwoch, 3. Dezember, „Die Globalisten mit. Der promovierte Jurist, 1946 in Wien geboren, lässt in seinem Roman auf lakonische Weise Schattenseiten der Globalisierung deutlich werden.

Robert Seethaler, der am Mittwoch, 14. Januar, erwartet wird, kennt das Heine-Haus schon. Er lebte dort 2011 als Stipendiat. Der Wiener, geboren 1966, war in dieser Woche mit seinem aktuellen Roman „Ein ganzes Leben Gast der Sommerlichen Musiktage Hitzacker. Das Buch enthält die Lebensgeschichte eines einfachen Arbeiters in einem Bergtal und die Geschichte seiner Liebe.

Michael Köhlmeier, Jahrgang 1949 und dritter Österreicher der Reihe, liest am Mittwoch, 28. Januar, aus „Zwei Herren am Strand, dabei handelt es sich um Winston Churchill und Charlie Chaplin, Weltgeschichte blättert sich auf.

Eberhard Rathgeb übernimmt am Mittwoch, 11. Februar, das Finale. Der 1959 in Buenos Aires geborene Schriftsteller führt in „Das Paradiesghetto zu einer deutsch-jüdischen Geschichte, aus Sicht einer alten, einsamen Frau.