Dienstag , 27. September 2016
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Der Pianist Klaus Sticken und der Rezitator Oskar Ansull nähern sich Robert Schumann und Jean Paul. Foto: Borys Sarad
Der Pianist Klaus Sticken und der Rezitator Oskar Ansull nähern sich Robert Schumann und Jean Paul. Foto: Borys Sarad

Die ungleichen Zwillinge

lz Lüneburg. Der Dichter und Rezitator Oskar Ansull und der Pianist Klaus Sticken werden unter dem Titel „Jean Paul und Robert Schumann  Zwillingsbrüder“ ein literarisch-musikalisches Programm spielen: Mittwoch, 10. September, 20 Uhr im Glockenhaus, Gastgeber ist die Literarische Gesellschaft.

Der Dichter Jean Paul und der Komponist Robert Schumann können, so die beiden Künstler, in einem übertragenen Sinne als Zwillingsbrüder angesehen werden. Bei ihnen ist eine ganz eigene und wohl auch einmalige künstlerische Verwandtschaft zweier schöpferischer Geister zu entdecken  die sich als Personen allerdings nie begegnet sind. Oskar Ansull als Sprecher und Klaus Sticken am Klavier lassen Jean Paul und Robert Schumann ein imaginäres Gespräch führen.

Oskar Ansull, gelernter Buchhändler, Imker und Regieassistent am Schillertheater/Berlin, wurde 1950 in Celle/Niedersachsen geboren und lebt inzwischen als freier Schriftsteller, Herausgeber und „Erfinder von Lesungen“ u.a. zu Arno Schmidt, Paul Celan, Alban Berg, in Berlin-Pankow. Seine literarischen Entdeckungen wurden vom NDR oder Radio Bremen gesendet, dabei arbeitet er mit Musikern aller Sparten zusammen.

Klaus Sticken, Pianist aus Hannover und Professor an der Konservatorium Wien Privat­universität, ist seit über 20 Jahren im Konzertleben präsent. Konzertreisen führen ihn in viele europäische Länder und nach Fernost. Für eine Sendereihe von Radio Bremen zum Schumann-Jahr übernahm er die Ersteinspielung sämtlicher Klavierwerke aus Schumanns „Sammlungen von Musik-Stücken alter und neuer Zeit“, die der Komponist als Notenbeilagen zur „Neuen Zeitschrift für Musik“ veröffentlichte.