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Janice Harrington bringt gern ihre Mitmenschen zum Singen. Hier haben sich Angehörige der Lebenshilfe um sie versammelt. Foto: t&w
Janice Harrington bringt gern ihre Mitmenschen zum Singen. Hier haben sich Angehörige der Lebenshilfe um sie versammelt. Foto: t&w

Swing Low, Sweet Chariot

ff Lüneburg. Absagen, Zusagen, Absagen, Zusagen  die vergangene Woche verlief turbulent für Janice Harrington. Die engagierte Blues- und Gospelsängerin hatte Workshops veranstaltet, mit den Teilnehmern sollte es dann auf die Bühne des Lüneburger Kurparks gehen. Ein Workshop kam nicht zustande, andere schon. Auch die Namen der Profi-Musiker, die auftreten sollten, änderten sich stetig. Am Sonntag, 7. September, der zunächst mit Regen seinen Lauf nahm, mündete die Aktion dann doch in ein stimmungsvolles, sonniges Open-Air-Konzert.

Angehörige der Lüneburger Lebenshilfe demonstrierten ihren Spaß am Singen, von Janice Harrington natürlich tatkräftig unterstützt: Auftakt mit „Swing Low, Sweet Chariot“, einem echten Gospel-Klassiker. Ein großer Teil des rund zweieinhalbstündigen Open-Air-Konzerts hatte Session-Charakter. Vertraute Künstler wie Werner Gürtler (Posaune), Jenz Balzereit (Kontrabass), Tabbel Dierßen (E-Bass), Peer Frenzke (Gitarre) und Hans Malte Witte (Saxophon) sorgten für Groove, dazu kamen Gäste: der Saxophonist Fuasi Abdul-Khalig  der sich mit Hans Malte Witte eine zünftige Battle lieferte , und der Trompeter Dr. Albert Charles Otto Hübner, seit Jahrzehnten als Abbi Hübner bekannt. Dieser brachte wiederum aus seinem eigenen Hot-Jazz-Ensemble, den Low Down Wizards, den Tastenmann Lorenz Boesche mit; Zap Meyer rührte das Schlagzeug, Arthur Regis setzte Akzente als Sänger und Organist. Zum Finale gab es wiederum einen echten Klassiker, diesmal aus der Abteilung Rhythm`n`Blues: „Kansas City“.

Den Ticket-Erlös des Konzerts hat Janice Harrington für die Fresh!-Ferienreise der Landeszeitung für Kinder aus sozial schwachen Familien bestimmt. Auf die Sängerin wartete eine Überraschung: Zuschauer hatten in eigener Regie Geld gesammelt, überreichten der Organisatorin eine Tasche mit einigen hundert Euro.