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Der Bauzaun trennt das jetzt schnell wachsende Zentralgebäude vom Vamos, das einst als Turnhalle diente. Foto: t&w
Der Bauzaun trennt das jetzt schnell wachsende Zentralgebäude vom Vamos, das einst als Turnhalle diente. Foto: t&w

Ein Jahr mehr

oc Lüneburg. Am Ende des Jahres, schätzt Klaus Hoppe, werden es 100000 Besucher sein, die ins Vamos gekommen sein werden  zu Partys, Konzerten und Comedy. Das Vamos erfüllt im Schatten des wachsenden Libeskind-Baus so etwas wie die Funktion einer Stadthalle. Jetzt teilt Hoppe, Geschäftsführer des Vamos-Betreibers Campus Management, mit, dass die Vamos-Kulturhalle bis Ende 2016 gesichert ist. Der Vertrag mit der Uni-Leitung wurde um ein Jahr verlängert.

Von „guten und konstruktiven Gesprächen mit der Leuphana“ spricht Hoppe, dessen Campus Management auch das Café 9 auf dem Campus betreibt. Ab 2015 zahlt Campus eine Kaltmiete an die Uni, von 50000 Euro im Jahr plus 40000 Euro Betriebskosten ist die Rede. Genutzt wird die ehemalige Kasernen-Turnhalle bereits seit 20 Jahren als Veranstaltungsort, beginnend 1994 als Projekt studentischer Selbstverwaltung. Seit 1997 läuft die Leitung unter der Regie von Campus Lüneburg e.V., seit 2001 mit einer eigenen GmbH. Zehn Festangestellte, vier Auszubildende und rund 50 geringfügig Beschäftigte sind heute im Vamos aktiv.

Der Bau einer Empore und umfangreiche Investitionen in Ton- und Lichttechnik halfen, dass die Halle einen eigenen Charakter gewann und seither von Agenturen ebenso wie von einem breiten Publikum wahrgenommen wird. Planungssicherheit bis 2016 hilft nun auch Felicitas Willnath, die das langfristig zu planende Kulturprogramm organisiert.

Klaus Hoppe ist sogar für die Zeit nach 2016 optimistisch. „Man wird merken, dass sich die Ausrichtung von Veranstaltungen im Zentralgebäude und im Vamos ergänzen“, lautet Hoppes Prognose. Gleichzeitig gelte es, Außenflächen und Fassade des Vamos so zu gestalten, dass sich ein spannendes Nebeneinander ergibt. Beides sind aus der Sicht von Hoppe machbare Aufgaben. Gespannt ist er auf die Ausschreibung für den Betrieb des Zentralgebäudes. Mit der aber dürfte nicht mehr in diesem Jahr zu rechnen sein. Möglich ist auch, dass die Leuphana ein Gesamtpaket für Betrieb und Bewirtschaftung ausschreibt, einschließlich des Zentralgebäudes, zu dem eine 200 Plätze fassende Mensa gehört.

Vorläufig aber plant das Vamos weiter, das Kulturprogramm in den kommenden Monaten bietet am:

23. Oktober, 20 Uhr: Luxuslärm: „Alles was du willst“-Tour.
2. November, 18 Uhr: Baumann & Clausen: „Alfred allein zu Haus“.
16. November, 19 Uhr: Die Feisten: „Versuchslabor“
23. November, 19 Uhr: Dominique Horwitz: „Zum letzten Mal. . . Brel!“
5. Dezember, 20 Uhr: Revolverheld (ausverkauft)
7. Dezember, 19 Uhr: The Ten Tenors: „Classic Christmas Tour“.
18. Dezember, 19.30 Uhr: Elaiza: „Gallery Tour 2014“.
8. Januar, 20 Uhr: Das Vollplaybacktheater: „Pulp Fiction“.
13. Januar, 20 Uhr: Laith Al-Deen: „Was wenn alles gut geht Tour“.
23. Januar, 20 Uhr: Dave Davis: „Afrodisiaka!“
18. Februar, 20 Uhr: Götz Alsmann & Band: „Broadway“.
20. Februar, 20 Uhr: Johann König: „Feuer im Haus ist teuer, geh raus!“
20. März, 20 Uhr: „Cavewoman“.