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Ingo Müller auf der Route 66, unterwegs mit der Lüneburger Bigband Reloaded. Foto: t&w
Ingo Müller auf der Route 66, unterwegs mit der Lüneburger Bigband Reloaded. Foto: t&w

Eine Gala mit vielen Gästen

ivw Lüneburg. Die klassisch besetzte 18-köpfige Big Band Reloaded hat instrumental schon sehr viel zu bieten. Mit Gesang ergänzt, wird die Darbietung noch facettenreicher. Genau das dachte sich auch Bandleader Christian Wülfert, der für diesen Gala-Abend im Kulturforum Gäste gewinnen konnte, die sonst in anderen Konstellationen in Lüneburg, Hamburg und Umland unterwegs sind.

Reloaded hat schon immer mit wechselnden Vokalisten zusammengearbeitet, zuletzt mit Alexandra Antao (früher auch bei Somebody & Soul). Antao konnte insbesondere im zweiten Set mit „Summertime“, „New York State Of Mind“ und dem auf Portugiesisch gesungenen Samba „Chega“ ihr gefühlvoll eingesetztes Stimmvolumen unter Beweis stellen.

Kerstin Meyers (Somebody & Soul) dunkle Soulstimme machte sich auch bei dem Swing-Titel „All Of Me“ ausgezeichnet. Bei dem außergewöhnlichen Funk-Stück „Why“ wurde das ganze Publikum angeheizt, den Refrain mitzusingen, während die gegeneinander laufenden Funkrock-Passagen für weitere fetzige Stimmung sorgten.
„Hello“, die klassische Swing-Nummer „A Foggy Day“ und das durch Michael Buble bekannt gewordene „Feeling Good“ wurden von dem Lüneburger Urgestein Willi Gaida (ehemals „Whatzz Up“ und „Willi und die Kometen“) dargeboten. Gaidas unverkennbare Kombination aus lässiger Bühnenpräsenz und charismatischer Bassstimme brachte die Kulturscheune zum Beben.

Mit dem modern arrangierten „Its Oh So Quiet und dem groovigen „Big Time“ zog die stimmgewaltige Carola Brunath (Boney Moroney, Totoo) das Publikum in ihren Bann. Besonders beeindruckend war das mit Gesangskollege Ingo Müller sympathisch gesungene Duett „Youre The Boss“. Müller  bekannt durch die „Spätheimkehrer“, „Helldriver“ und jetzt unterwegs als „Horst With No Name“  punktete mit der Rockabilly-Nummer „Route 66“.

Zwischendurch ging es bei Instrumentaltiteln wie „Admirals Horn“ zur Sache. Besonders die hohe Qualität der Blech-Bläsergruppe, angeführt durch Trompeter Markus Jarms, wurde deutlich. Das begeisterte Publikum bekam ein abwechslungsreiches Programm aus Swing, Latin, Bläser-Features und Saxophonsoli geboten.