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Die 15-jährige Geigerin Isabelle Stoppel hat sich schon bei Jugend musiziert behauptet, jetzt probt sie mit Markus Menke, dem Konzertmeister der Lüneburger Symphoniker. Foto: t&w
Die 15-jährige Geigerin Isabelle Stoppel hat sich schon bei Jugend musiziert behauptet, jetzt probt sie mit Markus Menke, dem Konzertmeister der Lüneburger Symphoniker. Foto: t&w

Profis und Talente Pult an Pult

oc Lüneburg. Die Voraussetzungen werden allein zu Hause geschaffen, das Entscheidende aber passiert gemeinsam in der Musikschule. Wenn sich Musiker eines Orchesters treffen, wissen sie, worum es geht, sie haben sich in ihren Part eingearbeitet. Wie es aber tatsächlich zusammenklingt, das wissen sie nicht, da sind eine Menge Details zu klären und dabei geht es um Intonation, Tempo, Lautstärke und vieles mehr. Noch kniffliger wird es, wenn die einen die Erfahrung von Jahren und Jahrzehnten als Profi einbringen, die anderen aber im tatsächlichen Sinn Musikschüler sind. Beim Familienkonzert No. 2 des Theaters kommen sie am Sonntag, 19. Oktober, um 11.30 Uhr zusammen, die Lüneburger Symphoniker und das Symphonische Orchester der Musikschule Lüneburg.

„Pult an Pult“ lautet das Motto für Ludwig von Beethovens sechste Sinfonie, die besser bekannt ist als „Pastorale“. Die Sinfonie gilt als Vorreiter späterer Programmmusik, denn Beethoven ging es darum, erinnerte Eindrücke in der Natur, Erfahrungen von pastoraler, also idyllisch ländlicher Umgebung Klang werden zu lassen.

Das will von den Musikern nachempfunden sein. Etliche der jungen Mitwirkenden wie der 14-jährige Posaunist Constantin Stöckle oder Cellist Jeremy Stoppel (16) haben schon Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Profis gesammelt. Etwas nervöser sei man anfangs schon, sagen sie. Aber „es ist eine Ehre, mit 15 neben dem Konzertmeister zu sitzen“, sagt Geigerin Isabelle Stoppel, die also an der Seite von Markus Menke probt.

Musikdirektor Thomas Dorsch leitet das „Pult an Pult“-Konzert. Am Beispiel von Beethovens Komposition wird er mit Lisa Marie von Mansberg auch erläutern, was Programmmusik eigentlich ist und wie man mit einem musikalischen Pinsel malen kann. Das Konzert richtet sich an Zuhörer ab sieben Jahre.

In der Spielzeit 2014/15 bieten die Lüneburger Symphoniker zwei weitere Familienkonzerte für Kinder und Jugendliche verschiedener Altersstufen. Im nächsten Familienkonzert am 1. Februar ist eine musikalische Geschichte von Thomas Lange, dessen Musical „Therapie“ gerade im T.NT uraufgeführt wurde, und Thomas Dorsch zu erleben: „Vom Lärm der Welt oder Apollines Reise ins Reich der Noten“. Und am 22. März führen die Symphoniker ihre jungen Zuhörer ein in die Welt der klassischen Symphonien Mozarts.