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Sie laden zum Film- und Medienforum, von links: Jörg Witte (M7. Medienagentur), Karl Maier (Film & Medienbüro),  
Dr. Matthias Richter-Steinke (DGB Region Nord-Ost-Niedersachsen) 
und Ulrike Westermann (AG DOK Nord). Foto: t&w
Sie laden zum Film- und Medienforum, von links: Jörg Witte (M7. Medienagentur), Karl Maier (Film & Medienbüro), Dr. Matthias Richter-Steinke (DGB Region Nord-Ost-Niedersachsen) und Ulrike Westermann (AG DOK Nord). Foto: t&w

Auf der Suche nach der Qualität

oc Lüneburg. Das Kloster bietet den passenden Ort, um konzentriert diskutieren zu können. Das Scala-Programmkino muss aber auch dabei sein, denn beim 5. Film- und Medienforum Niedersachsen zählt das Zeigen von neuen Filmen aus dem Lande zu den zentralen Punkten. Debattiert wird von Regisseuren und Produzenten, Autoren und Redakteuren, Pädagogen, Programmmachern und Förderern vom 22. bis 24. Oktober vor allem der Wandel der Medienszene: Was wird aus dem Fernsehen, wie verheddern wir uns nicht im Netz?

Einen Mix aus Fachtagung und öffentlichen Präsentationen haben Jörg Witte (Medienagentur M 7), Karl Maier (Film & Medienbüro Niedersachsen) und Ulrike Westermann (AG DOK Nord) vorbereitet. „Es geht uns in diesem Jahr darum, zu sehen, was das öffentlich-rechtliche Fernsehen an Qualität bietet, gerade mit Blick auf die Millionen, die mit der neuen Haushaltsabgabe in die Kassen gespült werden“, sagt Karl Maier. Thematisiert werden auch der Einfluss von Rundfunk- und Publikumsräten sowie neue innovative TV-Projekte. Zu den Themen werden Fachleute von ARD, ZDF, arte und anderen Institutionen erwartet. Die zweite inhaltliche Schiene bewegt sich ins Internet: Dabei geht es um Fragen der Datensicherheit, der Qualität von Google und Wikipedia, um Chancen und Risiken, Distribution und Vermarktung für kulturelle Inhalte.

Themen, Referenten und Zeiten sind in einem Flyer aufgelistet. Die aktuellste Fassung, auch Möglichkeiten der Anmeldung, sind unter www.filmmedienforum.de zu finden.
Das Film- und Medienforum Niedersachsen tagt zum vierten Mal in Lüneburg, die Kombination Kloster/Scala hat sich bewährt. Vorgestellt werden im Laufe der Tagung unter dem Titel „Work in progress“ aktuelle sowie noch nicht öffentlich präsentierte Beispiele von Filmen, an denen die Nordmedia als wichtigster öffentlicher Förderer in Niedersachsen und Bremen beteiligt ist. Unter anderem wird Franziska Pohlmann ihren in weiten Teilen in Lüneburg gedrehten Film „Die Krone von Arkus“ vorstellen.

Das stets moderierte Filmprogramm im Scala-Programmkino startet am Mittwoch, 22., um 19 Uhr mit Mo Asumangs Film „Die Arier“. Die Schauspielerin, Moderatorin und Regisseurin konfrontiert in ihrem Film Rassisten von rechts­ex­tre­men Bands bis zum Ku Klux Klan mit scheinbar arglosen Fragen, sie besucht auch Arier im Iran. Als Beitrag zur Prävention gegen Rassismus setze der DGB den Film ein, sagt DGB-Regionsgeschäftsführer Dr. Matthias Richter-Steinke, der mit Mo Asumang nach dem Film zum Gespräch bereitsteht. Ein Programm mit preisgekrönten Kurzfilmen schließt sich um 21.30 Uhr unter dem Titel „Nord Shorts“ an.

Kurzfilme, viele mit regionalem Bezug, sind am Donnerstag, 23., um 19 Uhr zu sehen, darunter Pourya Ezzatipours kleine, in der Scala gedrehte „Popcorn“-Elegie. Um 21 Uhr folgt der Spielfilm „Patong Girl“ über die Abenteuer eines jungen Lüneburgers bei einer Familienreise nach Thailand. Für Ton/Postproduktion war, wie bei einigen weiteren Filmen des Treffens, die Lüneburger Firma Chaussee-Filmton zuständig.

Das Filmfinale macht am Freitag, 24. Oktober, im Scala-Kino um 19 Uhr „(K)ein besonderes Bedürfnis“. Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte eines Autisten auf der Suche nach Liebe.