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Frontman Johannes Strate im Vamos: Ob Revolverheld noch einmal in Lüneburg auftreten wird, ist fraglich  die Band füllt mittlerweile die größten Hallen des Landes. Foto: boldt
Frontman Johannes Strate im Vamos: Ob Revolverheld noch einmal in Lüneburg auftreten wird, ist fraglich die Band füllt mittlerweile die größten Hallen des Landes. Foto: boldt

Strate löst sein Versprechen ein

ele Lüneburg. Es war der 8. Dezember 2010. Revolverheld, eine der angesagtesten Rockbands Deutschlands, war zu Gast in der ausverkauften Lüneburger Vamos-Kulturhalle. Nach einer Stunde ging nichts mehr bei Sänger Johannes Strate. Die Stimme war kaputt, das Konzert musste abgebrochen werden. Die Band versprach, sich zu revanchieren und nach Lüneburg zurückzukommen. Jetzt war es so weit: Es sind vier Jahre vergangen, das Vamos war erneut restlos ausverkauft und Revolverheld ist noch angesagter als damals.

Die vier Jungs (Bassist Flo Speer ist 2012 ausgestiegen), die im vergangenen September mit dem Lied „Lass uns gehen“ die zehnte Ausgabe von Stefan Raabs Bundesvision Song Contest gewonnen haben, waren im Rahmen der „Immer in Bewegung“-Tour in der Hansestadt. Mit im Gepäck hatten sie das aktuelle gleichnamige Live-Album.

Top-10-Platzierungen mit allen Alben, Gold- und Platin Auszeichnungen, MTV Europe Music Award und etliche andere Preise: Revolverheld sind auch dank der TV-Präsenz von Johannes Strate („The Voice of Germany Kids“) beliebter denn je. Schreiende Mädchen gehören immer noch zu den Haupt-Fans der Rockgruppe aus Hamburg und Bremen. Das Publikum war dieses Mal jedoch bunter als sonst: männlich und weiblich, schick und sportlich, vom Kleinkind bis zur 60+-Generation — alle gut gelaunt, textsicher und — treu dem Motto des Abends — immer tanzend in Bewegung.

Bis auf ein paar Ausnahmen wie das „Rave“-Lied „Darf ich bitten“ lag der Schwerpunkt des Abends auf rockigen Balladen. Songs wie „Worte, die bleiben“, „Ich lass für Dich das Licht an“, „Die Welt steht still“ und „Halt Dich an mir fest“ standen auf dem Programm. Zwischendurch erzählten die Musiker Anekdoten und „Heldentaten“ aus der diesjährigen Tournee. Den Radio-Hit „Spinner“ spielten sie akustisch in sogenannter Wohnzimmer-Atmosphäre und holten dafür junge Fans auf die Bühne. Als Zugaben wurden „Deine Nähe tut mir weh“, „Lass uns gehen“ und „Freunde bleiben“ — das vielleicht bekannteste Lied der Band zum Besten gegeben.

Es war ein rundherum gelungenes, fast zwei Stunden langes Konzert. Nicht unerwähnt bleiben soll die Vorband „Stereotide“ aus Nürnberg, die ein solides Indie-Rock-Programm anzubieten hatte. Ob Revolverheld künftig noch einmal nach Lüneburg kommt, ist jetzt fraglich: Die Musiker füllen inzwischen die größten Hallen der Nation, und Lüneburg kann leider nicht mithalten.

One comment

  1. Vielleicht nicht in einer Halle, aber im Sommer auf einer Freilichtbühne?! Da bietet sich z.B der Flugplatz an oder ,wenn man es auch im Landkreis Lüneburg veranstalten möchte, z.B in Bleckede der Schützenplatz. Muss ja nicht zwangsläufig immer eine Halle sein!