Mittwoch , 28. September 2016
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Im Café Klatsch spielen Drummer Zap Meyer und Bassist Tabbel Dierßen mit jungen Jazzmusikern, die auf Weihnachtsurlaub vorbeischauen. Long & Roll eröffnen eine lange Christmasrock-Nacht in der Hasenburg. Foto: t&w
Im Café Klatsch spielen Drummer Zap Meyer und Bassist Tabbel Dierßen mit jungen Jazzmusikern, die auf Weihnachtsurlaub vorbeischauen. Long & Roll eröffnen eine lange Christmasrock-Nacht in der Hasenburg. Foto: t&w

Kein Fest ohne Musik

oc Lüneburg. Wahrscheinlich haben der Felix und der Fritz so viel um die Ohren und Augen, dass sie ihre Homepage aus dem Blick verloren haben. Oder die Dinge spielen sich nur noch bei Facebook ab, da stimmt der Stand der Dinge. Auf der Homepage ihrer gemeinsamen Band Long & Roll jedenfalls kündigt der Fritz an, dass er seine Freundin heiraten wird. Tja, der Felix wird sich an die Hochzeit erinnern, der Fritz auch. Egal, man soll sich eben nicht an den Wahrheitsgehalt von Internet-Seiten halten. An diesem Zweiten Weihnachtsfeiertagabend eröffnet das Duo den Christmas Rock in der Hasenburg und das ganz hier im analogen Leben.

Auch die neunte Ausgabe im raucherfreundlichen Saal ist eine Whatzz-Up-Party. Die Band steht hinter der Serie von Konzerten und bildet ihren Mittelpunkt. Zunächst aber treiben Long & Roll den Abend mit Acoustic-Rock an, das Publikum eine Lederjacken-50up-Szene ist allerdings noch ein bisschen auf Quatschkurs. Das geht bei Whatzz Up nicht, denn da wirds laut. Auch hier singt Felix (Bergen), nun aber weniger Charts und Oldies, sondern harten Rock, Blues-bewehrt und immer auf Vollgas. Schnell fliegen die Weihnachtsmannmützen in den Saal, rutschen die Titel ineinander und wird getanzt statt geredet. Die Band spielt einen Sound aus der Zeit, als die Haare bei den meisten Männern im Publikum noch lang waren. In der Band sind noch verwegene Typen dabei, Malte Fischer, Schnüffel Wittneben, der offenbar unersetzliche Peter Frank an der Schießbude etc. Als die Luft heiß ist, Schweiß und Rauch sich mischen, schließen Lehmann & Kowalski die Nacht ab. Auch sie spielen konsequent nach vorn, covern sich von Billy Idol bis Lynard Skynyrd.

Gabs in der der gut besuchten Hasenburg den weihnachtlichen Abtanzball zu Live-Musik, so trafen sich im Café Klatsch jüngere Musiker, die von Lüneburg aus einen Weg zum Jazz machten. Auch das hat schon Tradition. Im Klatsch ist Tabbel Dierßen, der Mann am Bass, der Garant für den Zusammenhalt der Veranstaltung. Um ihn herum organisieren sich sonst meistens die Blueser, das schon bald wieder, nämlich am 2. Januar. Am Zweiten Weihnachtstag freuen sich aber Heimaturlauber auf ein Wiedersehen und Wiederhören, zum Beispiel Dierk Peters (Vibraphon) und Constantin Krahmer (Keyboard), die auch sonst in einer gemeinsamen Formation namens Offshore spielen.