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Die Sängerin Nancy San Martin (Mitte) mit ihrer Lüneburger Freundin Ana Maria Muñoz (links) und Tourmanagerin Carmen Gloria. Foto: ff
Die Sängerin Nancy San Martin (Mitte) mit ihrer Lüneburger Freundin Ana Maria Muñoz (links) und Tourmanagerin Carmen Gloria. Foto: ff

Die Mapuche-Sängerin Nancy San Martin stellt sich in Lüneburg vor

ff Lüneburg. Ihre traditionell gebauten Häuser in Chile haben keine Fußböden die Mapuche sehen die Erde als Mutter an und wollen keine Trennung von ihr. Als einziges indigenes also nicht eingewandertes Volk Lateinamerikas ist es ihm über lange Zeit hinweg gelungen, sich der Kolonisation durch die Spanier zu widersetzen, Unabhängigkeit und Eigenständigkeit zu bewahren. Die Geschichten, die sie in ihren Liedern erzählen, sind teilweise tausend Jahre alt. Eine Angehörige der „Menschen der Erde“, wie sie sich selbst nennen, ist Nancy San Martin Musikerin, Professorin, und jetzt als Künstlerin zu Gast in Lüneburg.

Ana Maria Muñoz, selbst aus Chile stammend und in Lüneburg lebend, unterstützt ein Projekt, mit dem eine Mapuche-Schule gefördert, ihre Kinder mit Musikinstrumenten vor allem Gitarren ausgerüstet werden. Auch Nancy San Martin engagiert sich für die Mapuche-Kinder, in Lüneburg zusammen mit dem Verein INPN (Kontakt: Salzstraße 12a), das steht für „International Non Profit Network“. Sie ist bereits zum dritten Mal in Lüneburg, tourt kreuz und quer durch die Republik, wartet jetzt auf eine Einladung aus London, um anschließend in Hamburg und Hannover aufzutreten.

Nancy San Martin wuchs in der Stadt Imperial auf, lernte von ihrer Großmutter Melodien und Geschichten der Mapuche, unterrichtete später folkloristische Gitarrenmusik und ist heute Professorin für Musik in Temuco. Als Singer/Songwriterin präsentiert sie eigene Songs, die mal melancholisch-traurig, mal fröhlich klingen, vom modernen Leben mit all seinen kleinen und großen Abenteuern erzählen, von dem Versuch, die Mapuche für große Bauprojekte von ihrem Land zu vertreiben oder auch mal von der Lieblingssportart des Volkes, einer Art Hockey. Nancy San Martin wird weltweit auf Festivals eingeladen, gestaltet Radiosendungen und hat CDs mit den Liedern ihrer Vorfahren eingespielt.

Für Lüneburg gibt es nun drei Termine:

– Am Mittwoch, 28. Januar, stellt sich Nancy San Martin um 16 Uhr an der Leuphana Universität (C 12.001) vor. Die Sprache ist Spanisch und Mapudungun, aber natürlich gibt es eine deutsche Übersetzung.

– Am Freitag, 30. Januar, 20 Uhr, ist sie zu Gast in Jan Balyons Atelier, Auf der Altstadt 49; der Abend mit rund 30 Plätzen ist ausverkauft.

– Am Freitag, 6. März, um 20 Uhr, tritt Nancy San Martin im Lüneburger Glockenhaus auf.