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Gregor Meyle trat gleich zwei Mal in der Region auf: Hier steht er in Gut Bardenhagen auf der Bühne, am Tag darauf füllte er die Ritterakademie. Foto: t&w
Gregor Meyle trat gleich zwei Mal in der Region auf: Hier steht er in Gut Bardenhagen auf der Bühne, am Tag darauf füllte er die Ritterakademie. Foto: t&w

Von New York nach Stintino – Gregor Meyle bei der 1st Class Session

ff Lüneburg. Für Peer Frenzke muss sich der Abend ein wenig ungewohnt angefühlt haben: Obwohl wie immer der Schriftzug „1st Class Session“ in der Ritterakademie zu lesen war, hatte der Gitarrist und Session-Gastgeber diesmal nur die Aufgabe eines Sideman. Gregor Meyle und seine Band standen für ein Benefizkonzert für den Session-Verein auf der Bühne. Als „special guest“ dabei: Laura Bellon und Markus Vollmer.

Es war also recht eng auf der Bühne: Schlagzeug und Bass, Tasten, elektrische und akustische Gitarren, dazu Lapsteel und Geige bereits das Instrumentarium ließ eine große musikalische Bandbreite erwarten. Im ersten, rund einstündigen Set war auch Gregor Meyle eher Sideman: Laura Bellon ist gerade dabei, mit deutschem Soul Karriere zu machen. Als Backgroundsängerin stand sie unter anderem mit Xavier Naidoo am Mikro, als Solistin fand ihr Debüt „So weit“ Beachtung, in der Ritterakademie gab es für ihre Songs heftig Applaus.

Das galt auch für Markus Vollmer, der eher nach Blues und Rock, Folk und Country klingt. Mit der großen Besetzung ließen sich viele Klangfarben realisieren, und natürlich steuerte auch Peer Frenzke einige Soli in der für ihn charakteristischen Eleganz bei. Den „Rest“ erledigte Gregor Meyle, der bei seinen früheren Lüneburg-Gastspielen erkennbar eine Menge Sympathiepunkte gesammelt hatte. Seine Songs sind tendenziell von der ruhigen, entspannten, zuweilen melancholischen Art. Sein aktuelles Album „New York Stintino“ spiegelt Eindrücke von der lauten, hektischen Metropole und von dem sardinischen Stintino, in dem Meyle die meisten Songs schrieb.

Auch im Publikum gab es übrigens wenig Platz, das Konzert war ausverkauft genauso wie der Auftritt von Gregor Meyle mit seiner Band einen Tag zuvor, auf Gut Bardenhagen. Und auch der nächste Termin lässt gemessen an der Reaktion der Zuschauer auf die Ankündigung vermuten, dass die Hütte wieder voll wird: Am 13. März kommt Max Mutzke in die Ritterakademie. Auch Mutzke entwickelt sich zu einem treuen Lüneburg-Besucher, er trat unter anderem bereits zwei Mal auf gut Bardenhagen zusammen mit dem Trio monoPunk auf.

Markenzeichen der „1st Class Session“ in der Ritterakademie ist sicher die hohe Qualität mit der Improvisation einer klassischen Jam-Session, bei der einander fremde Musiker spontan auf die Bühne gehen, hat sie wenig zu tun. Dafür gibt es in Lüneburg aber andere Schauplätze. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Jeden Donnerstag ab 20 Uhr lädt die „Vitrine“ zur Session.

Ursprünglich jeden dritten Mittwoch im Monat öffnet der Kulturtreff Rote Rosen für Sessions. Der von Detlev Gebers geleitete Abend ist jetzt auf Freitag verschoben worden.

Das Zwick hat eine „Musikerwohnzimmer“-Reihe mit Sessioncharakter etabliert: jeden zweiten Donnerstag, demnächst am 12. Februar.

4 Kommentare

  1. Vielen Dank Gregor und der Band…..es war einfach der Hammer. Die Ritterakademie hat gebebt und die Scheiben waren noch gestern von innen beschlagen.Einfach toller Musiker.Mit dem Herz am rechten Fleck und auch die Band war spitze bitte mehr davon.

  2. Früher hat man uns die Schlüper auf die Bühne geworfen. Heute müssen wir aufpassen , dass das Gebiss nicht hinterher fliegt

  3. Och wie traurig, heute wären es String Tangas…Aber da steht der Meyle sicher nicht so drauf. Und das Publikum war gemischt nicht von ner Namens Abkürzung auf Alter schließen.