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Die heute in Bienenbüttel lebende Malerin Barbara Sunderdiek
lädt am Sonnabend zur Vernissage in den Wasserturm. Foto: ff
Die heute in Bienenbüttel lebende Malerin Barbara Sunderdiek lädt am Sonnabend zur Vernissage in den Wasserturm. Foto: ff

Barbara Sunderdiek zeigt „Energetische Mandala-Kunst“ im Wasserturm

ff Lüneburg. Als Barbara Sunderdiek in den Beruf der Malerin wechselte, da fand sie für sich schnell das richtige Format: das Mandala, den Kreis „er ist einfach mein Medium“, sagt die Künstlerin, die vor 15 Jahren begann, verschiedene Themen und Techniken auszuloten, dabei aber immer dem runden Grundkonzept treu blieb. Ihre Arbeiten beginnen im Mittelpunkt, dann tastet sie sich nach außen. Das lässt sich natürlich auch inhaltlich deuten. Unter dem Titel „Energetische Mandala-Kunst“ stellt Barbara Sunderdiek im Lüneburger Wasserturm aus. Vernissage: Sonnabend, 28. Februar, 17 Uhr.

Im Gegensatz zu den verschlüsselten Sand-Mandalas der tibetischen Mönche, die Lüneburg bereits zum wiederholten Mal besucht haben, basieren die Bilder von Barbara Sunderdiek nicht zwingend auf Motiven des Buddhismus oder Hinduismus auch wenn sie mit ihrer Leuchtkraft und ihren klaren Konturen an die fernöstliche Kunst erinnern. Eher geht es ihr um die Harmonie der Proportionen, um Ästhetik, auch mal um Spaß, was natürlich die Verarbeitung spiritueller Erfahrungen nicht ausschließt. Sie tragen Titel wie „Sternentor“, „Weise Wesen“ und „Glückseligkeit“, entstehen intuitiv, also ohne Entwurf, selbst die filigranen Ornamente sind Ergebnisse der Improvisation. Es gibt Mandalas, in denen sich Menschen (mit denen zum Teil reale Vorbilder gemeint sind) und allerhand skurrile Wesen aneinanderreihen, da ist auch schon mal ein schwangerer Engel dazwischen.

Anderswo rückt die Symbolik von Goethes Farbenlehre in den Mittelpunkt, bei einer „Engeluhr“ beispielsweise, die sich drehen lässt, so das immer der „diensthabende“ Engel in der passenden Farbe oben steht. Die meisten Mandalas betonen die graphischen Aspekte. Viele Mandalas sind Mischtechniken, Acryl, Gouache, Farbstifte, in einigen Fällen wurde sogar Blattgold eingesetzt, was noch einmal wieder eine ganz andere Ausstrahlung hat. Früher hat Barbara Sunderdiek für ihre eigene Praxis Mandalas anfertigen lassen. Heute werden ihre Arbeiten für therapeutische Praxen, Meditations- und Begegnungsstätten geordert.

Auf der Vernissage spricht Prof. Dr. Otfried Hoppe zur Einführung. Barbara Sunderdiek beteiligt sich mit einem kleinen Klangkonzert. Ausführlicher stellt sich die Malerin als Musikerin in der Reihe der Vollmondnacht-Konzerte vor: Am Donnerstag, 5. März, 20 Uhr, spielt sie Gongs, Klangschalen und Monochord, entwickelt sie schwebende Klänge, die von der Akustik des Wasserturms getragen werden. Die Ausstellung läuft bis 30. April.