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Ulrike von Seelen, Vize-Vorsitzende der Volksbühne Lüneburg, wird künftig zweimal die Woche im Theater-Foyer am Schreibtisch sitzen. Die Theater-Mitarbeiter Nadja Meyer (rechts), Marie Louise Blankemeyer und Volker Degen-Feldmann begrüßen das Unternehmen. Foto: ff
Ulrike von Seelen, Vize-Vorsitzende der Volksbühne Lüneburg, wird künftig zweimal die Woche im Theater-Foyer am Schreibtisch sitzen. Die Theater-Mitarbeiter Nadja Meyer (rechts), Marie Louise Blankemeyer und Volker Degen-Feldmann begrüßen das Unternehmen. Foto: ff

Volksbühne Lüneburg will mehr Präsenz zeigen

ff Lüneburg. Zweimal die Woche, mittwochs und freitags, wird für Ulrike von Seelen ein Schreibtisch in das Foyer des Lüneburger Theaters geschoben. Dann hat die stellvertretende Vorsitzende der Volksbühne gewissermaßen Büro-Dienst. Mit diesem zusätzlichen Service, der sich an den Öffnungszeiten der Theaterkasse orientiert, will die Besucherorganisation des Theaters künftig mehr Nähe zu ihren Mitgliedern schaffen und natürlich liegen neben Info-Material auch Beitritts-Formulare bereit.

„Volksbühne“ der Name lässt zunächst vermuten, dass hinter dem Titel ein Bühnenensemble steckt, das rustikale Komödien spielt. Tatsächlich aber ist die Volksbühne ein Verein, der Theater-Interessierten den Zugang zu den Aufführungen erleichtern will. Bundesweit gibt es Volksbühnen-Vereine im Theaterumfeld, von der DGB-Volksbühne Aschaffenburg e.V. bis zur Kulturgemeinde Volksbühne Wuppertal. Die Lüneburger Volksbühne wurde 1952 gegründet. Sie hat heute 867 Mitglieder. Die Entwicklung, so Geschäftsführer Harald Lutterloh, sei altersbedingt leicht rückläufig, das soll nun durch die Präsenz im Theater aufgefangen werden.

Zum Angebot gehören drei Abonnement-Systeme (RIng A, B und C), die jeweils für einen bestimmten Tag in der Woche gelten, reserviert werden mal vordere, mal hintere Plätze. Dankbar angenommen wird vor allem von älteren Semestern aus dem Landkreis der Bustransfer, den der Verein organisiert und die Theaterbesucher, wenn der Vorhang gefallen ist, wieder nach Hause bringt.

Zu einer festen Institution geworden ist der Montagstreff im Hotel Scheffler: Einmal im Monat werden Regisseure, Dramaturgen und Schauspieler eingeladen, die über ihre Arbeit sprechen, aktuelle Produktionen vorstellen. Nächster Termin: Am 2. März, 20 Uhr, stellt Katja Stoppa das Schauspiel „Biografie: Ein Spiel“ von Max Frisch vor. Friedrich von Mansberg spricht über die Inszenierung der Oper „Neues vom Tage“ von Paul Hindemith, der Blick richtet sich auch auf die Oper „Der Liebestrank“ von Gaetano Donizetti.
Hintergrundinformationen bietet auch die alle zwei Monate erscheinende Heftenreihe „Theaterskizzen“ mit Inhaltsangaben zu den aktuellen Stücken, Künstlerporträts und Terminkalendern. Der Blick der Volksbühne-Mitarbeiter geht auch über den Stadtrand Lüneburgs hinaus, Bus- und Flugreisen führen zu Theatern im In- und Ausland, beispielsweise am 11. März nach Malta. Daheim gibt es Betreuer, die als Ansprechpartner fungieren, das sind 15 Personen an 14 Orten. Ihre Adressen stehen, wie die wichtigsten Termine, auf der Homepage (www.volksbuehne-lueneburg.de) des Vereins.

Der Volksbühnen-Schreibtisch im Theater ist ab 25. März besetzt, jeweils mittwochs und freitags von 10 bis 12 Uhr.