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Heike Bader präsentiert Arbeiten, die aus einem intuitiven Prozess heraus zunehmend konkrete Gestalt annehmen. Foto: ff
Heike Bader präsentiert Arbeiten, die aus einem intuitiven Prozess heraus zunehmend konkrete Gestalt annehmen. Foto: ff

Am Anfang ist der Klecks: Ausstellung von Heike Bader

ff Adendorf. Geplant war die Ausstellung eigentlich nicht, jetzt ist sie trotzdem da: Als Heike Bader kurzfristig das Angebot bekam, in der Bücherei am Rathausplatz auszustellen, fackelte sie nicht lange, räumte das Atelier aus, stapelte ihre Werke im Auto und nahm Kurs auf Adendorf. So entstand spontan eine Werkschau, „ein Potpourri“ sagt Heike Bader, fast schon eine kleine Retrospektive, die ältesten Arbeiten stammen aus dem Jahr 2008. „Mitten im Leben“ heißt die Ausstellung, die nun bis 23. Mai zu sehen ist.

Ein Programm im engeren Sinne gibt es nicht, dafür eine Methode: Die Malerin beginnt bei Null, am Anfang ist nur ein Klecks Ölfarbe, intuitiv aufgetragen (unmittelbar mit den Fingern oder mit einem Spachtel), bis sich ein Motiv herauskristallisiert, eine Idee, eine Vorstellung. Die Arbeiten sind im Kern abstrakt, aber natürlich formieren sich konkrete Objekte. „Die Farben brauchen eine Bühne“, sagt Heike Bader, also einen Rahmen zur Orientierung, „die Betrachter sollen sich wie in einem Raum fühlen“. Es gibt Perspektive, Tiefe, so entstehen Landschaften, Mensch und Tier, Architekturen, Stillleben, zuweilen alles gleichzeitig, einige Szenarien erinnern an den Surrealismus, aber ohne die typische düstere Bedrohlichkeit dieses Genres, die Farben sind hell und freundlich, eher märchenhaft, es geht der Malerin auch darum, Lebensfreude auf die Leinwand zu bringen. In einigen Bildern wird die Künstlerin, die als Autodidaktin seit 2001 auf Ausstellungen im In- und Ausland präsent ist, dann doch konkret, da zeigt sie spielende Kinder, einen Paradiesvogel oder eine milde Küstenszene auf Sylt.

Die Ausstellung läuft, es gibt eine Vernissage, die mittendrin liegt, eine „Midissage“: Sonnabend, 25. April, 10 Uhr, zur Einführung spricht der Kunstpädagoge Thomas Lembke.