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Shana, gespielt von Sunshine ODonovan, wird Trost vom weißen Wolf erhalten und ihren Weg ins Leben finden. Den Film mitproduziert hat der in Kanada lebende, aus Lüneburg stammende Henrik Meyer. Foto: nh
Shana, gespielt von Sunshine ODonovan, wird Trost vom weißen Wolf erhalten und ihren Weg ins Leben finden. Den Film mitproduziert hat der in Kanada lebende, aus Lüneburg stammende Henrik Meyer. Foto: nh

Die Magie der Musik – „Shana The Wolfs Music“ startet morgen im Kino

oc Lüneburg. Vor zwei Jahren schickte Henrik Meyer „Gold“ auf die Reise. Der Film lief auf der Berlinale und erreichte auch Lüneburg, die Stadt, in der Henrik Meyer seinen ersten Film drehte, am Johanneum. Meyer blieb beim Fach, studierte Filmproduktion und lebt seit gut zehn Jahren in Vancouver als Executive Producer. Das ist der Mann fürs Geld, für den Ablauf, für die Besetzung. Morgen, Donnerstag, startet wieder ein Film in Lüneburg, den er mitproduzierte: „Shana The Wolfs Music“.

Erzählt wird die Geschichte des Mädchens Shana, das in einem kanadischen Indianerdorf lebt. Shana, gespielt von Sunshine ODonovan, ist eine begabte Geigerin. Doch seit ihre Mutter fortging, vernachlässigt sie Musik und Schule. Shana schreibt Briefe an ihre Mutter, hängt sie an einen Ahnenbaum, beobachtet von einem weißen Wolf. Eine Lehrerin meldet Shana an der Musikschule von Vancouver an, doch kurz vor der Aufnahmeprüfung verkauft Shanas Vater die uralte Wolfskopf-Geige. Shana macht sich auf die Suche und trifft im Wald den weißen Wolf…

„Es ist ein wunderbarer Coming-of-Age-Film über ein Indianermädchen, das sein Schicksal meistert“, sagt Henrik Meyer, der natürlich hinter dem Projekt steht. Besetzt wurde der Film ausschließlich mit Indianern vom Stamm Scwexmx. „Sie haben uns in ihre Gemeinschaft aufgenommen, uns in ihren Häusern und Schulen drehen lassen, und vor allem sie haben den Mut aufgebracht, zum ersten Mal vor der Kamera zu stehen“, sagt Meyer. Es gab nur einen Profi auf Darstellerseite den Wolf. „Er stand schon für die Twilight-Saga und Into the Wild vor der Kamera.“ Wichtigste Erfahrung in der Zusammenarbeit mit den Indianern oder First Nations People, wie sie in Kanada heißen, war, „wie wichtig Gemeinschaft ist, im Dorf und in der Familie. Sie sind wesentlich weniger egoistisch.“

Bevor Meyer nach Kanada ging, hatte er als Produzent bei Studio Hamburg gearbeitet. Filme wie „Stadtgespräch“, „Gran Paradiso“ und „Rosenstraße“ stehen in seiner Vita. In Vancouver dient Meyers Firma Red Cedar Films als Ansprechpartner für alle, die im Norden Amerikas drehen wollen.

Gedreht wurde die kanadisch-schweizerische Produktion in einem Indianerreservat und in einem Naturpark. „Es war alles ein riesiges Abenteuer, mit zu wenig Geld, aber dafür viel Herzblut und jetzt mit viel Lob, Festivals und Preisen“, sagt Meyer. Ein Dutzend Auszeichnungen erhielt „Shana“ auf Festivals in Kanada, in den USA und in Europa.

Regie führte der italienisch-schweizerische Filmemacher Nino Jacusso. Ihm „gelingt es, mit seiner Verfilmung sowohl die Faszination der indianischen Kultur als auch die Magie der Musik zum Leben zu erwecken. Mit seinen wunderschönen Bildern und seiner ruhigen atmosphärischen Stimmung entführt der Film die Zuschauer in eine Welt voller Mystik und natürlicher Schönheit“, heißt es zur Verleihung des Prädikats „Besonders wertvoll“ durch die Filmbewertungsstelle.
2 „Shana The Wolfs Music“ (ab sechs Jahren) läuft im Scala-Programmkino.