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Szene der ersten Gruppe des Theaterjugendclub, der zwei Collagen vorbereitet hat. Foto: tamme/theater
Szene der ersten Gruppe des Theaterjugendclub, der zwei Collagen vorbereitet hat. Foto: tamme/theater

Premiere des TheaterJugendClubs mit zwei Produktionen

lz Lüneburg. „Ja. Nein. Vielleicht. Mit Sicherheit.“: So nennt sich die diesjährige Produktion des TheaterJugendClubs, die am 19. Juni um 20 Uhr Premiere im T.3 des Theaters Lüneburg feiern wird. Da der Club mittlerweile über 20 Mitglieder zählt, gibt es in dieser Spielzeit zwei Gruppen, die unter der Leitung von Katja Meier und Raimund Becker-Wurzwallner eigene Szenencollagen zu den Themen Identität und Überwachungsgesellschaft entwickelt haben. Bis zum 27. Juni ist der Doppelabend insgesamt fünfmal im T.3 zu erleben.

Die Szenencollagen der beiden Gruppen des TheaterJugendClubs wurden unabhängig voneinander entwickelt. Im ersten Teil, der unter der Leitung von Theaterpädagogin Katja Meier entstand, beschäftigen sich die Mitglieder mit der Frage, was ihre Identität ausmacht. Ist sie die Summe von Entscheidungen? Dieses riesige Netz aus Ja und Nein, aus Null und Eins? Ist diese Identität das, was ich mag? Das, was ich «like»? Meine Wünsche oder Träume? In selbst entwickelten Texten, Bildern und Szenen versucht der TheaterJugendClub diesen Fragen nachzuspüren.

Im zweiten Teil beschäftigt sich die Gruppe um Raimund Becker-Wurzwallner mit der Thematik Überwachung. Was würde eine perfektionierte Überwachungsmaschinerie mit den einzelnen Menschen machen? Was könnte auf der Ebene der menschlichen Beziehungen passieren? Überhaupt: Was kann Menschen dazu bringen, jeden Anspruch auf Privatheit und Intimsphäre aufzugeben und das nicht einmal als Verlust, sondern als Gewinn zu sehen? In einer dystopischen — pessimistischen — Szenencollage zeigt der TheaterJugendClub, wie Deutschland aussehen könnte, wenn bestimmte jetzt vorhandene Stimmungen, Moden und Ängste weitergedacht würden.