Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Die  Strings!, das Streichorchester der Musikschule, bei seinem Einsatz  hinten links streicht Lothar Nierenz mit, einer der Organisatoren des Abends. Foto: t&w
Die Strings!, das Streichorchester der Musikschule, bei seinem Einsatz hinten links streicht Lothar Nierenz mit, einer der Organisatoren des Abends. Foto: t&w

Benefiz-Konzert des Rotary Clubs Lüneburg: Sie sind jung, sie sind gut

sel Lüneburg. Mal wähnte man sich in einem angesagten New Yorker Jazzclub, mal in einem barocken Tanzsaal, mal im „swinging“ London oder in einer Märchenwelt das Benefizkonzert der jungen Künstler beeindruckte mit bunter Vielfalt, viel Talent und großem Einsatz. Die Lüneburger Rotary Club hatte unter dem Motto „Endspurt gegen Kinderlähmung“ ins gut besuchte Theater eingeladen, um weitere Gelder im Kampf gegen Polio zu generieren.

Seit 30 Jahren haben sich Rotarier diesen Kampf auf die Fahnen geschrieben, berichtete Rotary-Distriktgovernor Günther Strube zu Beginn. „Ich freue mich, dass wir so viele Botschafter der Menschenliebe haben“, bedankte er sich bei den zahlreichen jugendlichen Mitwirkenden, den vielen helfenden Händen und dem Publikum. „Geburtstagskind“ Friedrich von Mansberg, Chefdramaturg des Theaters, führte charmant durch den Abend, lobte „die Beharrlichkeit“ der Rotarier und dankte allen Mitwirkenden, besonders aber „der Seele dieser Veranstaltung“, Lothar Nierenz, dem stellvertretenden Direktor der Musikschule. Für den Rotary Club hatte Prof. Dr. med. Henning Henningsen das Benefizkonzert auf den Weg gebracht.

Zwischen der benachbarten Musikschule und dem Theater gebe es eine enge und fruchtbare Zusammenarbeit, betonte von Mansberg. Ebenso wie mit der nahe gelegenen Wilhelm-Raabe-Schule, die ihre Big Band zu dem Benefizabend entsandt hatte. Und mit ihrem satten Sound setzten die jungen Raabe-Schüler einen umjubelten Schlusspunkt unter einen beeindruckenden Abend.

„Strings!“, das viel beachtete Streichorchester der Musikschule, hatte den Auftakt gemacht und zu Kompositionen von Benjamin Britten munter-dynamisch gezupft. Esther ­Laabs verzauberte mit ihrer Harfe, ließ glockenreine Töne durch den Raum perlen, märchenhaft. Das Celloquartett der Musikschule bewies, dass Cellisten auch Tango spielen können. Das Ensemble „Blockflöte & Co.“ mit Lea Wantikow an der Blockflöte entführte in einen barocken Tanzsaal. Dann übernahm das Jazzensemble „Hot House“ locker, cool, groovig, einfach großartig. Spektakulär waren die Auszüge aus „Graf sucht Blut, bietet Ewigkeit“, das Tanzstück des Tanzjugendclubs aus der abgelaufenen Saison mit den vier Solisten Phong Le Thanh, Matthew Sly, Katerina Vlasova und Kilian Hoffmeyer.

Nach einem Stück von Franz Schubert, dargeboten vom Streichquartett der Musikschule, übernahm Jo Schneider mit der BigBand der Raabe-Schule die Regie auf der Bühne und läutete das fulminante Ende eines großartigen Abends ein, den Rotarier und junge Künstler im Kampf gegen Polio auf die Beine gestellt hatten. Und Tänzerin Katerina Vlasova riss zur Band-Zugabe alle auf die Bühne gekommenen Mitwirkenden zum Tanzen mit.