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Drei vom Team, das nicht nur Lüneburgs studentische Kulturszene bereichert: (v.l.) Theo Haustein, Lilith Gawol und Paul Seegers. Foto: t&w
Drei vom Team, das nicht nur Lüneburgs studentische Kulturszene bereichert: (v.l.) Theo Haustein, Lilith Gawol und Paul Seegers. Foto: t&w

Die ZuKos wollen umziehen

oc Lüneburg. Im Sommer zieht es die ZuKos ins Freie. Vor kurzem haben sie die musikalisch interessanteste und entspannteste Stadtfest-Bühne bespielt, vor wenigen Tagen ein Zwei-Tage-Theaterfestival in der Innenstadt abgewickelt, jetzt lautet das Motto „Indiesonne“. Das ist die Verbindung von einem Kinderfest mit einem Musikfestival. Die ZuKos, das sind die Mitglieder des Vereins Zum Kollektiv. Für den Fotografen haben sie ein Sofa ins Freie gestellt, und das soll heißen: Wir suchen spätestens ab Herbst einen Raum vorübergehend.

Zwischennutzung lautet das Stichwort. Das Kollektiv will leerstehende Immobilien zeitweise mit Leben füllen. Das klappte sehr gut mit dem Scharffschen Haus, das jetzt für das Ostpreußische Landesmuseum umgebaut wird. Das läuft zurzeit in der Vitrine, wie die ZuKos den Kasten nennen, der an der Ecke Pulverweg/Bleckeder Landstraße an dem Gebäude klebt, das mal als Lüneburgs erstes Hochhaus galt. Die Vitrine wird auch abgerissen, der Termin steht noch nicht fest, Veranstaltungen wie Filmabende oder kleine Konzerte können aber dort nicht mehr stattfinden.

„Zwischennutzung wird in Lüneburg bei manchen negativ gesehen, ist es aber nicht“, sagt Theo Haustein. Sie werte ungenutzte Immobilien auf. Der Raum wird belebt, beheizt, erhält Aufmerksamkeit und: „Alles wird vertraglich geregelt“, sagt Haustein. Im Scharffschen Haus gab es Lesungen, Theater, kleine Konzerte und Ausstellungen. In der Vitrine kamen „Tatort“-Abende und Jam-Sessions hinzu. Das ist ausgelaufen, noch werden fort Deutschkurse für Flüchtlinge angeboten. Außerdem, ergänzt Paul Seegers, will der Verein Räume immer nur für ein halbes Jahr bespielen. Der ideale Raum ist gut erreichbar, liegt mehr oder weniger zentral und so, dass sich kompatibel zu Anwohnern Kulturangebote umsetzen lassen.

So gut wie komplett abgewickelt ist jetzt das zweite Open-Air-Theaterwochenende. „Wir kommen da plus minus null raus“, sagt Lilith Gawol. Pech hatten die ZuKos, dass es an beiden Abenden beim Hauptprogramm Gewitter gab. Gespielt wurde dennoch. Bei den Besuchern kam das Festival wie in Runde eins sehr gut an.

Jetzt steht ein anderes Erfolgsformat an. Gestartet ist der Vorverkauf für eine neue Runde „Indiesonne“, ein Festival auf der Wiese vor dem DLRG-Haus. Dort spielen am Freitag, 31. Juli, ab 18 Uhr Waves Of Joy (Pop/Psych/Rock, HH), Pecco Billo (Urban Groove, HH) und die Boreals (Alternative, Barcelona). Der Vorverkauf läuft (Avenir, Pons, Samowar). Abends wird es voll, da ist sich das Team sicher. Vorher, von 12 bis 18 Uhr, gibt es ein Kinderfest. Spielekiste, Schminken, Bastelaktionen, Märchenstunde, Musik und einiges mehr werden geboten bis hin zu Kuchen, Eis und Nudelsalat. Zum Kinderfest ist der Eintritt frei, gegen Spenden hat der Non-Profit-Verein nichts.