Aktuell
Home | Kultur Lokal | „Traumflieger“ sucht Lieder
Jens Lueck (links) ist der Produzent, Isgaard hat den Titelsong schon im Garlstorfer Studio eingesungen, und von Jando stammt die Geschichte über die Werte von Freundschaft und Liebe. Foto: oc
Jens Lueck (links) ist der Produzent, Isgaard hat den Titelsong schon im Garlstorfer Studio eingesungen, und von Jando stammt die Geschichte über die Werte von Freundschaft und Liebe. Foto: oc

„Traumflieger“ sucht Lieder

oc Garlstorf. Sie hat eine Stimme, die enorme Höhen besitzt, die trägt und zugleich so etwas Elfenhaftes ausstrahlen kann. Sie hat schon als Kind die Lieder von Kate Bush hoch und runter gesungen, eine klassische Ausbildung absolviert, sie bewegt sich zwischen Klassik und Pop, blickt auf eine beachtliche Karriere, und nun plagt sie eine Sommergrippe. „Das hatte ich noch nie“, sagt Isgaard. Aber die Frau, die aus Husum stammt, mit ihrem Produzenten Jens Lueck in Garlstorf lebt, ist trotzdem gut drauf, und aus Bad Zwischenahn ist an diesem Morgen auch Jando gekommen. Er ist Autor. Gemeinsam arbeiten sie erneut an einem Hörbuch, und da haben Schnell­entschlossene die Chance zum Mitmachen.

Jando, eigentlich Jens Koch, schreibt moderne Märchen. Er wollte einmal Lehrer werden, landete bei RTL, arbeitete für Talkshows und stellte nach einigen Jahren fest: „Man muss fürs Fernsehen geboren sein. Es ist zum Teil sehr derbe, was dort mit Menschen passiert.“ Jando stieg aus und beschloss, die Welt lieber ein bisschen wärmer und liebevoller zu machen. Seine Bücher heißen „Windträume“, „Sternenreiter“ und jetzt „Traumflieger“, Untertitel: „Lena schreibt Briefe an Gott“.

Vieles habe in seinen Geschichten damit zu tun, seine Träume zu leben, nicht aufzugeben, das innere Kind in sich zu sehen. Beim „Traumflieger“ geht es um Lena und Lasse, neun und zehn Jahre jung. Sie müssen in der poetischen Geschichte über Freundschaft und Liebe einen Kampf gegen die Traurigkeit gewinnen. Jandos Bücher finden ein gutes Echo, vom „Sternenreiter“ erzählt der Autor, dass die Geschichte fürs Kino verfilmt wird. Der „Traumflieger“ erhält jetzt erst einmal eine Hörbuch-Fassung. Da kommen Jens Lueck und Is­gaard ins Spiel und Musiker aus der Region.

Jens Lueck mahlt Bohnen, schäumt Milch, schenkt Kaffee ein. Er ist leidenschaftlicher Koch, ein Frankreich-Freund. Im Garten warten Erd- und Himbeeren auf Ernte, wachsen Kartoffeln und Rucola. Lueck ist vor allem aber Musiker, er hat sein Studio im Haus, er komponiert, er produziert viel für Isgaard, demnächst für den „Traumflieger“. Isgaard hat schon bei den vorausgegangenen Hörbüchern die Titelsongs gesungen. Mit Jando arbeiten sie seit fünf Jahren zusammen. Sie verstehen sich alle auf Worte und Klänge, die ganz stark über das Emotionale kommen.

Isgaard, deren Hörbuch-Titelsong ,,The World Inside“ im Kasten ist, bringt die Erfahrung von fünf Alben mit, zuletzt erschien 2014 „Naked“. Sie feierte Erfolge mit dem Echo-Preis gekrönten Dance-Projekt Schiller, wirkte bei Filmmusik mit, sie kennt aber auch Schattenseiten der Branche. Sie unterrichtet viel und gehört natürlich zur Jury, die sich nun anhört, welche Songideen von Musikern aus der Region für das Hörbuch kommen. Noch bis zum Monatsende.

Emotional solle der Titel sein, „kein Haudrauf“-Song, kein Metal, kein Mainstream, sagt Jens Lueck. Der Text sollte Nähe zu den Themen des Buches besitzen. Die mögliche musikalische Bandbreite aber sei groß, ob es in Richtung Singer/Songwriter geht, ob es mit Streichern ist alles ist denkbar. Als mp3-Datei sollte der Song bis zum 31. Juli eingereicht sein an die Mail-Adresse: info@artofmusicstudio.de.