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Nach Erfolgen in Bardenhagen und Luhmühlen ist  die Nabucco-Produktion der Schlesischen Oper jetzt in Adendorf zu erleben. Foto: nh
Nach Erfolgen in Bardenhagen und Luhmühlen ist die Nabucco-Produktion der Schlesischen Oper jetzt in Adendorf zu erleben. Foto: nh

Drama auf dem Golfplatz — Verdis „Nabucco“ in Adendorf

lz Adendorf. Liebe, Verrat, Sehnsucht, Rachsucht, Machtstreben und ein Schuss Wahnsinn: „Nabucco“, das ist großes Gefühlskino. „Va, pensiero, sullali dorate“ flieg Gedanke, auf goldenen Schwingen der „Gefangenenchor“ zählt zu den berühmtesten Liedern der Operngeschichte und gilt als heimliche Nationalhymne der Italiener. Die Verdi-Oper ist am Freitag, 7. August, open air in Adendorf zu erleben.

Es spielt das Ensemble der Schlesischen Oper Bytom (Beuthen). Orchester, Chor, Gesangssolisten. Rund 100 Künstler erzählen unter Leitung von Tadeus Serafin eine Geschichte aus dem Alten Testament: Die Einnahme Jerusalems durch den Babylonierkönig Nebukadnezar (Nabucco) setzt eine Kette sich überstürzender Ereignisse in Gang. Das jüdische Volk strebt nach Freiheit aus der babylonischen Gefangenschaft. Die Hebräer und Leviten sind in Salomons Tempel versammelt, um das Schicksal der Israeliten zu beklagen. Der Hohepriester Zaccaria ermutigt seine Gefolgsleute, die Hoffnung nicht aufzugeben, da sie in Nabuccos Tochter Fenena eine wertvolle Geisel besitzen. Fenena wird durch Ismaele bewacht, den Neffen des Königs von Jerusalem. Ismaele ist in Fenena verliebt. Die zwei planen zu flüchten. Auf der anderen Seite steht der Größenwahn Nabuccos (in der Bibel Nebukadnezar II.), der sich in Verdis Oper zum Gott erklärt.

Nabucco war der erste ganz große Erfolg Verdis auf der Opernbühne und der Beginn seiner „Galeerenjahre“. Denn fortan hatte sich Verdi zum Komponieren immer neuer Opern verpflichtet: „Seit Nabucco habe ich sozusagen keine ruhige Stunde mehr gehabt. Sechzehn Jahre Galeerenarbeit“, schrieb Verdi in einem Brief.

Die Aufführung beginnt um 20 Uhr, Einlass: 19 Uhr.