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Das Armida Quartett spielt am 18. August in der ausverkauften Klosterkirche Lüneburg. Foto: Felix Broede
Das Armida Quartett spielt am 18. August in der ausverkauften Klosterkirche Lüneburg. Foto: Felix Broede

Schleswig-Holstein Musik Festival zieht Zwischenbilanz

lno/lz Lübeck/Lüneburg. Zur Halbzeit des Schleswig-Holstein Musik Festivals (SHMF) zeichnet sich ein ähnlich gutes Ergebnis wie im Vorjahr ab. „Wir haben schon mehr als 145000 Karten verkauft, das entspricht einer Auslastung von 83 Prozent. Wenn es weiter so gut läuft, können wir an das Rekordergebnis des Vorjahres anknüpfen“, sagte Intendant Christian Kuhnt. Von den 176 Konzerten, fünf Musikfesten auf dem Lande und zwei Kindermusikfesten seien bislang 90 ausverkauft gewesen: „Das macht uns sehr glücklich, denn es zeigt, dass uns das Publikum auf unserem eingeschlagenen Weg mit Begeisterung folgt.“

„Der Tschaikowsky-Schwerpunkt des Festivals wird vom Publikum sehr gut angenommen auch über die üblichen Highlights hinaus“, erklärte Kuhnt. „So war zum Beispiel nicht nur sein berühmtes 1. Klavierkonzert ausverkauft, sondern auch die Abende mit den Konzerten Nr. 2 und Nr. 3.“ Auch die Tschaikowsky-Nacht im Kieler Schloss mit seiner wenig bekannten Kammermusik habe das Publikum „geradezu verzaubert“. 

Als Renner erweisen sich auch die Konzerte mit dem diesjährigen Porträtsolisten Martin Grubinger, die nach Angaben des SHMF fast alle ausverkauft sind. „Besonders überrascht hat uns die Resonanz auf das Projekt „The Big Six“, sechs Konzerte mit sechs großen zeitgenössischen Schlagzeugwerken“, sagte Kuhnt. „Dafür haben wir schon mehr als 6000 Karten verkauft, dreimal mehr als gedacht.“

178 Konzerte an 104 Spielorten stehen 2015 auf dem Programm des SHMF, im Vorjahr waren es noch 164 Konzerte an 74 Spielorten. „Besonders die neuen und ungewöhnlichen Spielorte werden vom Publikum gut angenommen“, sagte Kuhnt – zum Beispiel der Steinpark in Warder (Kreis Rendsburg-Eckernförde) oder ein Bio-Gewächshaus in Wöhrden (Kreis Dithmarschen).

In der zweiten Hälfte des SHMF stehen unter anderem Konzerte mit der Sängerin Annett Louisan und der Stargeigerin Anne-Sophie Mutter, eine Percussion-Show mit Martin Grubinger und ein großes Konzert zum 75. Geburtstag von Christoph Eschenbach auf dem Programm. Das Festival geht am 30. August mit einer Aufführung von Verdis Requiem mit Solisten und dem aus Laien bestehenden Schleswig-Holstein Festival Chor zu Ende.

Geändert hat sich der Konzertort für das zweite Lüneburg-Konzert des Festivals. Da der Fürstensaal wegen der Sanierung des Rathauses nicht zur Verfügung steht, spielt das Armida Quartet am Dienstag, 18. August, um 20 Uhr in der ausverkauften Klosterkirche Lüne. Akzente setzt die junge deutsche Formation mit ihrer frischen Art, Quartett zu spielen. 2012 gewannen die vier zwischen 1985 und 1988 geborenen Musiker den ARD-Musikwettbewerb, nebst Publikumspreis und sechs Sonderpreisen. Kürzlich wurde das Quartett ins BBC-Programm „New Generation Artists“ aufgenommen, das Konzerte in bedeutenden Konzertsälen Großbritanniens sowie Live- und Studioproduktionen umfasst. Die Musiker spielen in Lüne Quartette von Mozart Schostakowitsch und Tschaikowsky.