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Die Ebstorfer Weltkarte, oben in einem Ausschnitt, zählt zu den kostbaren Exponaten des Museums Lüneburg.  Rechts darunter eine ganz andere Weltreise, mit einem interaktiven Tisch geht es im Salzmuseum zu den Salinen der Erde.. Die Gerichtslaube links daneben ist einer der bedeutendsten Räume im Rathaus. Unten Mitte: Blick auf einen Braukessel im Brauereimuseum und daneben auf einen Wandteppich im Kloster Lüne. Foto: a/george
Die Ebstorfer Weltkarte, oben in einem Ausschnitt, zählt zu den kostbaren Exponaten des Museums Lüneburg. Rechts darunter eine ganz andere Weltreise, mit einem interaktiven Tisch geht es im Salzmuseum zu den Salinen der Erde.. Die Gerichtslaube links daneben ist einer der bedeutendsten Räume im Rathaus. Unten Mitte: Blick auf einen Braukessel im Brauereimuseum und daneben auf einen Wandteppich im Kloster Lüne. Foto: a/george

Spannende Orte für Entdecker

lz Lüneburg. In den großen Ferien gibt es gute und schlechte Tage oder besser Sonnen- und Regentage. Wenn es nass wird, sind Museen erste Wahl. Am Sonntag soll es ja wieder soweit sein. Hier bieten wir einen kleinen Führer mit Tipps auf Lüneburgs aktueller Museums-Route.

MuseumLüneburg

Der neue Stern am Lüneburger Musumshimmel ist natürlich das Museum Lüneburg, das aus dem alten Fürstentum- und dem Naturmuseum hervorging. Die Dauerausstellung des Museums Lüneburg befasst sich mit der regionalen Kultur­landschaft und ihrem Zentrum, der Hansestadt Lüneburg. Sieben Abteilungen beleuchten dabei in wechselnden historischen Zusammen­hängen immer wieder die Rolle des Menschen als Gestalter seiner Umwelt.
Unbedingt anschauen:
Luna-Säule: Das schlanke Stück Marmor von 2,61 Meter wird mit den VIPs der Antike (Cäsar, Tiberius), des frühen Mittelalters (Karl der Große), der Welfen und Ottonen (Heinrich der Löwe und Otto der Große) in Verbindung gebracht. Sogar die Stadtgründung spielt da mit rein. Alles Legende, aber spannend: „Wir können davon ausgehen, dass die Säule in Lüneburg zuerst auf der Kalkberg-Burg stand“, sagt Museumskurator Dr. Ulfert Tschirner. Ein Unikat, ein Torso, der Legenden und Sagen beflügelte.
Ebstorfer Weltkarte: Hier steht die Welt Kopf, das Werk ist geostet, und Lüneburg und Ebstorf sind in dieser Karte mit Jerusalem im Zentrum ungeheuer wichtig, das deutet auf den Entstehungsort hin. Sie gilt mit ihren 30 zusammengenähten Schafshäuten (Durchmesser 3,50 Meter) als größte und detailreichste Karte des Mittelalters, sie vereint Wissen, Glauben und Aberglauben des 12. Jahrhunderts.
(Willy-Brandt-Straße 1, Öffnungszeiten: Di.-Fr.: 11-18 Uhr, Do.: 11-20 Uhr, Sbd./So.: 1018 Uhr)

5636407Deutsches Salzmuseum

Das besucherstärkste Lüneburger Museum liegt auf der alten Saline. Salz, das weiße Gold des Mittelalters, hat Lüneburg unglaublich reich und wichtig in der Hanse werden lassen. Wie Salz gesiedet wird, welche Bedeutung es in der Welt hat. Wer das Salzmuseum besucht, erlebt eine spannende Zeitreise.
Unbedingt anschauen:
Interaktiven Kartentisch mit den Salzstätten der Erde, die unterirdischen Gänge, Salzsieden und natürlich die Reste des einst 1,3 Kilometer langen lärmenden Pumpgestänges, das bei der Soleförderung helfen sollte und oft kaputt war..
(Sülfmeisterstraße 1, Öffnungszeiten: April bis September: Mo.-Fr. 9-17 Uhr, Sbd./So. 10-17 Uhr)

5636708Altes Rathaus

Lüneburgs ganzer Stolz ist das Rathaus, das über Jahrhunderte gewachsen ist, dessen Anfänge ins 13. Jahrhundert zurückgehen. Es spiegelt den Reichtum einer Hansestadt wider.
Unbedingt ansehen: 

 
Fürstensaal (ab kommender Woche wieder voll zugänglich). Früher sollen die Herzöge mit den Pferden die Treppe hinauf in den Prunkraum geritten sein. An den Wänden die Herzöge, an der bemalten Decke Hirschgeweih-Lüster. Die Gerichtslaube lockt mit Tonnengewölbe und den neun guten Helden in spätgotischen Fenstern, darunter Julius Cäsar, der in einer Mondnacht den Kalkberg gesehen und die Stadt gegründet haben will. Und die Große Ratsstube mit den Schnitzereien von Albert von Soest.
(Marktplatz, Öffnungszeiten/Führungen: April bis Dezember: Di.-Sbd., 10, 12 und 15 Uhr, So. 11 und 14 Uhr)

5636434Teppichmuseum Lüneburg

Es liegt im 1172 gegründeten Benediktinerinnenkloster Lüne vor den Toren der Stadt. In dem Textilmuseum werden die von den Lüner Benediktinernonnen gefertigten, unenendlich wertvollen textilen Kunstwerke gezeigt. Altardecken und Fastentücher, erstellt zwischen 1250 und 1350 (Leinen und Seide, bestickt), Banklaken und große Teppiche, geschaffen zwischen 1492 und 1508, außerdem Abendmahlsdecken, gefertigt zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert von den Stiftsdamen.

(Kloster Lüne, Am Domänenhof, Öffnungszeiten: Di-Sbd. 10.30-12.30 Uhr, 14.30-17 Uhr, So. 11.30 -13 Uhr, 14.30-17 Uhr)

Brauereimuseum Lüneburg

Zur besten Zeit gab es 80 Brauereien in Lüneburg. Heute brauen noch zwei Gaststätten, aber es gibt ja noch das Brauereimuseum. In dem 1985 eröff­neten Museum, das 5636440zum zurzeit wegen Um- und Ausbaus geschlossenen Ostpreußischen Landesmuseum gehört, ist der Prozess des Bier­brauens dokumentiert wie aus Hopfen, Gerste und Wasser das Getränk entsteht. Sudkessel, Gär­pfannen, Malz­mühlen und mehr können am origi­nalen Standort besichtigt werden: im Sud­haus der früheren Kronen-Brauerei. Die Kronen-Brauerei gilt als die älteste bekannte Lüne­burger Brauerei, sie wurde 1485 erst­mals urkund­lich erwähnt, seither sind die Namen sämt­licher Brau­meister über­liefert.
(Heiligengeiststraße 39, Öffnungszeiten: täglich außer montags von 13-16.30 Uhr)

One comment

  1. Rathaus … FÜRSTENSAAL. Gibt es dort nicht in der Deckenmalerei ein VW Zeichen ? Habe mal einen kleinen Bericht darüber gelesen. Es ist wohl bei der Restaurierung der Deckenmalerei ~1960 (?!) dazu gekommen. Der Maler hat es einfach dazwischen gemalt. Habe es schon öfter vor Ort gesucht aber nie gefunden. Kennt das jemand ?!