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Opas 80. wird groß gefeiert, das ist ja klar. Doch das Fest läuft anders als geplant. Foto: e.novum/wg
Opas 80. wird groß gefeiert, das ist ja klar. Doch das Fest läuft anders als geplant. Foto: e.novum/wg

Alles läuft aus dem Ruder

oc Lüneburg. Das theater im e.novum ist als Bühne bekannt, auf der Kinder und Jugendliche für Kinder und Jugendliche spielen. Darum ist der Start ins zweite Halbjahr ungewöhnlich. Zunächst nämlich kommen zwei Produktionen heraus, die von Erwachsenen aufgeführt werden. Los geht es am Sonnabend, 12. September, um 20 Uhr mit einem Liederabend aus der Schreibe von Franz Wittenbrink: „Familienbande“.

Seit „Sekretärinnen“ steht Wittenbrink für eine andere Form des Liederabends. Mit Hilfe neu arrangierter Lieder aus allen Genres werden pointierte Geschichten erzählt — ironisch, sentimental, frech, sehnsüchtig, nachdenklich. Für „Familienbande“ schloss sich Wittenbrink mit Lutz Hübner zusammen, der mit Stücken wie „Das Herz eines Boxers“, „Gretchen 89ff.“, „Nellie Goodbye“ und „Frau Müller muss weg“ zu den produktivsten und bekanntesten deutschen Bühnenautoren zählt. In „Familienbande“ steht Opas 80. Geburtstag im Mittelpunkt. Das große Fest auf dem Lande aber läuft dummerweise komplett aus dem Ruder.

In der Regie von Kerstin Steeb spielen Ronny Berger, Malin Freytag, Sarah Jakob, Rita Linderkamp, Bärbel Lippke, Imke Ruhland, Gerd Schmidt, Uta Schwarznecker, Heinz Rensing, Karin Thurmann, Christiane Worthmann und Julien Ziegeler. Bis zum 21. Oktober sind insgesamt neun Vorstellungen geplant.

Stück Nummer zwei führt zu einem Mann Namens Artur mit einem auf den ersten Blick unaussprechlichen Nachnamen — Brzenczyszczykiewicz. Artur also hat einen Waschsalon, in dem sich die normalsten und schrägsten Menschen treffen. Versprochen wird ab 17. Oktober ein „Theatererlebnis ohne Schonprogramm, aber mit Schleudergang“. Theaterleiterin Margit Weihe hat „Mein wunder-voller Waschsalon“ geschrieben, führt auch Regie, es spielt das Erwachsenenensemble I.

Das theater im e.novum wird 15 Jahre alt. Es hat sich etabliert in der Stadt, vor allem über seine stets ausgebuchten Schauspielkurse für junge Menschen. Zwei Stücke rund um die Weihnachtszeit werden das Können des Nachwuchses unter Beweis stellen. Ab 15. November ist „Frau Holle“ zu erleben, wie immer zur Märchenzeit ist die Nachfrage schon sehr groß. Margit Weihe und Alexander Krüger studieren den Grimmschen Stoff mit dem Kinderensemble 1 ein, Ulf Manú schreibt dazu Musik.

Ab 13. Dezember folgt bis Ende Januar Erich Kästners Kinderbuchklassiker „Emil und die Detektive“. Edina Hasselbrink führt Regie, das Kinderensemble 3 spielt. Die Schulvorstellungen sind bereits ausgebucht.

Die Reihe der Gastspiele wird vom Improvisationstheater Steife Brise angeführt. Zweimal kommen die Hamburger, am 18. September und 6. November. Wie immer ist mit einem ausverkauften Haus zu rechnen. An junges Publikum richten sich die BühneBumm mit dem „kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“ (27./28. September), Markus Rohdes Rockmusikprogramm „Piraten, Wellen und Spinat“ (4. Oktober) und das Tamalan-Theater mit dem „tapferen Schneiderlein“ (11./12. Oktober). Zu nennen ist schließlich „Violett“. Dahinter verbirgt sich ein Konzert, das am 7. November vom Ulf-Manú-Quartett gespielt wird.

Margit Weihe ist im September noch von einer anderen Seite kennenzulernen — als „Impulsgeberin“. Am Sonnabend, 19. September, wird sie beim Tanzvergnügen in der Ritterakademie mit DJ Andy D. den Ton angeben. „Vieles ist natürlich von früher, aus den 70er-Jahren“, sagt sie. „Die Doors sind meine eindeutigen Favoriten.“ Einlass ist um 20 Uhr.