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Probenszene aus der ersten Premiere der neuen Spielzeit: Die Schneekönigin, ein Märchenballett für Kinder. Foto: theater/tamme
Probenszene aus der ersten Premiere der neuen Spielzeit: Die Schneekönigin, ein Märchenballett für Kinder. Foto: theater/tamme

Ein Tag, zwei Premieren

oc Lüneburg. Mit einem Doppelschlag startet das Theater Lüneburg morgen, Sonnabend, die neue Spielzeit. Gleich zwei Premieren sind an einem Tag zu erleben, am Nachmittag ein Märchenballett für Kinder, am Abend große Oper im Großen Haus. Das Ballett im T.3 ist ausverkauft, für die „Fidelio“-Premiere gibt es noch wenige Karten.

Olaf Schmidts rund einstündiges Märchenballett „Die Schneekönigin“ ist schon vor der Premiere ein Renner. Denn ausverkauft sind auch schon die zweite und dritte Vorstellung am 27. September bzw. 8. Oktober. Zehn weitere Aufführungen für Zuschauer ab fünf Jahren folgen bis zum 20. Dezember.

Dass bei „Fidelio“ einer der Sänger voraussichtlich mit einer Krücke auftreten wird, ist kein Regieeinfall von Hajo Fouquet. Tatsächlich gab es einige Aufregung, weil sich Dariusz Niemirowicz, der den sängerisch durchaus stark geforderten Kerkermeister Rocco darstellt, bei den Proben verletzte. Er wurde operiert und kann nun, was erst seit wenigen Tagen sicher ist, auftreten, aber er wird nicht gerade auf der Bühne umherspringen.

Beethovens einzige Oper ist zum zweiten Mal im Theater Lüneburg zu erleben. Regisseur Fouquet und Ausstatter Stefan Rieckhoff haben sich ein ungewöhnliches Konzept einfallen lassen. Bei dem wird, täuscht der Eindruck nicht, das ganze Theater und nicht nur die Guckkastenbühne zum Ort des Geschehens. Thomas Dorsch dirigiert die Lüneburger Symphoniker.

Sonja Gornik singt bei ihrem Lüneburg-Comeback die Titelpartie der Leonore, die sich als Fidelio verkleidet in die Gefängniswelt begibt, um ihren eingekerkerten Gatten Florestan (Karl Schneider) zu retten. Weitere Solisten sind Ulrich Kratz, Franka Kraneis, Timo Rößner und Volker Tancke.