Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Lilli (Agnes Hilpert) und Fred (Ulrich Kratz) versuchen, ihr Theater zu retten. Foto: tamme/theater
Lilli (Agnes Hilpert) und Fred (Ulrich Kratz) versuchen, ihr Theater zu retten. Foto: tamme/theater

Lüneburger Premiere für „Kiss me, Kate“

lz Lüneburg. Das Schauspieler-Ex-Ehepaar Fred Graham und Lilli Vanessi übernimmt in einer Neuproduktion von Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“ die beiden Hauptrollen. Für Freds finanziell angeschlagenes Theaterunternehmen ist es die letzte Chance. Lilli war früher der Star der Truppe, jetzt soll ihre Rückkehr den Erfolg sicherstellen! Doch privat gehen die beiden längst ihre eigenen Wege — Lilli ist mit dem Geldgeber des Stückes, Harrison Howell, verlobt und Fred hat eine Affäre mit der Nachtclub-Schönheit Lois Lane, der er die Rolle von Katharinas jüngerer Schwester Bianca zugeschanzt hat. Dennoch wird ziemlich bald offensichtlich, dass es zwischen Fred und Lilli nach wie vor knistert.

Die Geschichte einer chaotischen Theaterproduktion, das Musical „Kiss me, Kate“, feiert am Sonnabend, 14. November, um 20 Uhr Premiere im Lüneburger Theater. Bühnenhandlung und reales Beziehungsgeschehen geraten zunehmend durcheinander, Eifersucht und Streit, Flirten und Zurückweisung steigern sich auf wie hinter der Bühne. Und als auch noch zwei Gangster im Theater auftauchen, die Spielschulden von Fred eintreiben wollen, droht die Vorstellung endgültig zu platzen.

Holger Hauer inszeniert den Klassiker mit der Musik von Cole Porter. Hauer ist seit vielen Jahren als Regisseur, Schauspieler, Sänger, Autor und Übersetzer an vielen deutschen Bühnen und beim Fernsehen tätig. In Lüneburg setzte er „Anatevka“ in Szene. Die Musikalische Leitung hat Robin Davis inne, das Bühnenbild stammt von Barbara Bloch, das Kostümbild kreiert Mathias Rümmler. Ballettdirektor Olaf Schmidt zeichnet für die Choreographie verantwortlich. In den Hauptrollen stehen Ulrich Kratz und Agnes Hilpert auf der Bühne.

Bis April steht die Produktion 17 mal auf dem Spielplan. „Kiss me, Kate“ wurde 1949, ein Jahr nach der Uraufführung, mit fünf Tony Awards ausgezeichnet, unter anderem in den Kategorien „Bestes Musical“ und „Beste Originalmusik“. Berühmt wurden die Songs „Wunderbar“, „Viel zu heiß“ und „Schlag nach bei Shakespeare“. Unter der Leitung von Robin Davis spielen die Lüneburg Symphoniker, zum Einsatz kommen Haus- und Extrachor sowie das Ballett.