Aktuell
Home | Kultur Lokal | Museum Lüneburg: Ein Haus mit „Vorbildcharakter“
Das Foto zum Preis: (v.l.) Karl Reinhold Mai (Sparkassenvorstand), Museumsdirektorin Prof. Dr. Heike Düselder, Laudator Prof. Dr. Rolf Wiese, Dr. Sabine Schormann (Stiftungsdirektorin der Niedersächsischen Sparkassenstiftung) und Oberbürgermeister Ulrich Mädge. Foto: t&w
Das Foto zum Preis: (v.l.) Karl Reinhold Mai (Sparkassenvorstand), Museumsdirektorin Prof. Dr. Heike Düselder, Laudator Prof. Dr. Rolf Wiese, Dr. Sabine Schormann (Stiftungsdirektorin der Niedersächsischen Sparkassenstiftung) und Oberbürgermeister Ulrich Mädge. Foto: t&w

Museum Lüneburg: Ein Haus mit „Vorbildcharakter“

oc Lüneburg. Gleich dreifach Bescherung und es ist ja noch nicht Weihnachten: Die Direktorin des Museums Lüneburg heißt jetzt Prof. Dr. Heike Düselder, denn in Osnabrück erhielt sie eine Honorarprofessur. Im Januar wird sie für „ihr“ Haus das begehrte Museumsgütesiegel erhalten. Und drittens oder vielleicht erstens freute sie sich jetzt über den Museums­preis der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, einen von dreien, die in diesem Jahr vergeben wurden. Nach Lüneburg ging die mit 10000 Euro dotierte Auszeichnung „für die gelungene Zusammenführung von Museen in einem neuen Kompetenzzentrum“.

Gemeint sind das Natur- und das Fürstentummuseum, die in einem neuen Haus zusammengeführt wurden. Gewürdigt wurde von der Jury der interdisziplinäre Ansatz, „der konsequent die regionalen wechselseitigen Beziehungen zwischen Menschen, Kultur und Natur in den Mittelpunkt der Ausstellung rückt.“

Zugleich hebt der Preis ab auf den „Gesamtansatz, die Museumsaufgaben und Strukturen in der Stadt zu bündeln.“ Voraussetzung dafür ist die Muse­umsstiftung, zu der auch das Salzmuseum zählt. Oberbürgermeister Ulrich Mädge nimmt die Auszeichnung denn auch „als weitere Bestätigung für den Weg, der in Lüneburg eingeschlagen wurde.“

Von einem „Vorbildcharakter“ des Museums sprach Dr. Sabine Schormann, die Stiftungsdirektorin der Niedersächsischen Sparkassenstiftung — auch wenn noch nicht überall alles perfekt sei. So fehle „eine ausreichende Sonderausstellungsfläche“, und zu verbessern sei noch der Stand der Inventarisierung und der sehr unterschiedliche Gebäudezustand. Letzteres spielt auf den Altbau an und auf den Krügerbau, der umfassend saniert werden muss.

Laudator und Mit-Juror Prof. Dr. Rolf Wiese vom Kiekeberg-Museum findet das Ergebnis der Lüneburger Museumsverschmelzung „überwältigend“. Er lobte die Vielfältigkeit der Vermittlung und die Flexibilität der Räume. Es gelte nun, neue Besuchergruppen anzusprechen, Stammkunden zu gewinnen, Freunde und Förderer. Prof. Dr. Heike Düselder dankte am Ende der — von Petra Thelen (sax) und Sigi Dresen (p) begleiteten — Feierstunde für die Wertschätzung. Sie komme zu einem Zeitpunkt, zu dem viele Ideen von ihr und ihrem Team noch gar nicht umgesetzt seien.

Seit 1992 gibt es den Museumspreis; eine Maßnahme von 3500, die von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung seit ihrer Gründung 1985 mit insgesamt 114 Millionen Euro umgesetzt wurden. Daran erinnerte bei der Preisübergabe Karl Reinhold Mai als Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Lüneburg. Weitere Museumspreise 2015 gehen an das Dommuseum Hildesheim und an den PS.Speicher Einbeck.