Aktuell
Home | Kultur Lokal | Christmasrock in der Hasenburg, Jazz im Klatsch und mehr
Christmasrock in der Hasenburg: Sir Bon spielt die frühen Kracher von AC/DC. Foto: t&w
Christmasrock in der Hasenburg: Sir Bon spielt die frühen Kracher von AC/DC. Foto: t&w

Christmasrock in der Hasenburg, Jazz im Klatsch und mehr

oc Lüneburg. Es war etwas anders und doch wie immer. Die Luft war Nikotin, die Lederjacke speckig, das Haar nach Möglichkeit zwar grau, aber lang, Männer stark in der Überzahl, Bier reichlich vorhanden, die Musik hart und herzlich, die Temperatur näherte sich der finnischen Sauna. So oder jedenfalls so ähnlich muss das sein beim Christmas Rock, und natürlich war die Hütte bzw. die Hasenburg wieder voll.

Es gab eine kleine lokale Sensation, vor allem aber gab es den Ausfall von Whatzz Up zu beklagen. Die Band musste absagen, ein Todesfall in der Familie des Gitarristen Andreas war die Ursache. Das ist mehr als verständlich. Dafür sprang aus Winsen Bläckbetty ein, eine Hardrock-Covertruppe um eine Sängerin, die weder black noch Betty, sondern blond und Regine ist und mit ihren Jungs einen ordentlich Job ablieferte.

Die kleine Sensation wurde schon vorher gefeiert. So ziemlich genau nach 25 Jahren trat Advice erstneut auf. Dreimal trafen sich die Jungs, dann hackten sie auf der Bühne wieder hartes Holz, womit sie reichlich Erfolg hatten. Auch Peter Frank, so etwas wie der Chef-Christmasrocker, griff zu den Stöcken, ließ dann aber die nächste Generation an die Trommeln. Zugabe war Pflicht, obendrauf gabs Billy Idols „Rebel Yell“. Haupttruppe schließlich war Sir Bon, die einen Vorgeschmack auf das AC/DC-Konzert im Hamburger Mai ablieferten. Mit den frühen Krachern der Australier quetschte die Coverband den Rest an Sauerstoff aus der Hasenburg — und nächstes Jahr sind alle wieder da. Bestimmt auch Whatzz Up.

Es gab einiges mehr an Christmas-Musik. Auch schon Tradition hat im Café Klatsch, dass Tabbel Dierßen junge, ausgezeichnete Jazzmusiker um sich schart, die über Weihnachten auf Heimatbesuch kommen. Musiker wie Dierk Peters (Vibraphon), Constantin Krahmer (Piano), Leonhard Kuhn (Gitarre) waren angemeldet, um mit Tabbel am Bass und Zap Meyer an den Drums hochwertig zu jammen. Top-Saxophonistin Charlotte Greve stieß hinzu, sie ist am 10. Januar um 17 Uhr mit eigenem Quartett im Kunstraum Tosterglope zu erleben.

Und weil Vollmond war, öffnete auch der Wasserturm zum Konzert. Angesagt war ein Mix aus Pop und Jazz mit einem Duo, das den klimatisch ziemlich passenden Namen Summertree trägt.