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Tilman Pörzgen spielt den smarten Francois, und so einen mögen Bibi (Lina Larissa Strahl, re.) und Tina (Lisa Marie Koroll). Foto: nh
Tilman Pörzgen spielt den smarten Francois, und so einen mögen Bibi (Lina Larissa Strahl, re.) und Tina (Lisa Marie Koroll). Foto: nh

Der Lüneburger Tilman Pörzgen spielt im neuen „Bibi & Tina“-Film und genießt sein Leben

oc Lüneburg. Er ist jung, er genießt das Leben. Jetzt gerade einen heißen Kakao, den läuft er sich nachher im Tiergarten von den Rippen. Dann geht es nach Berlin, Premiere feiern in der Kulturbrauerei, weiter nach Halle, Leipzig, Hamburg, immer für „Bibi & Tina“. Es folgt ein Monat Urlaub in Neuseeland, und im März steht er für die „Pfefferkörner“ vor der Kamera. Tilman Pörzgen ist entspannt in diesen Tagen, in denen er als Charmeur, als sanfter Intellektueller, als Frauenversteher aus Frankreich ins Kino kommt, für den dritten Bibi/Tina-Film mit Untertitel „Mädchen gegen Jungs“.

Bibi und Tina, das sind 81 Hörspielfolgen lang die Heldinnen von Reiterhof-Abenteuern. Seit 1991 erfreuen die Ableger der Bibi-Blocksberg-Geschichten junge Mädchen, die Pferde lieben und das tun sie ja eigentlich alle. 46 Bibi-und-Tina-Folgen wurden in Trickfilm übertragen, und 2014 kam der erste Realfilm, gedreht von Detlev Buck, ins Kino. Er schlug ein, Fall zwei folgte und nun Runde drei. Da bekommen Hexe Bibi (Lina Larissa Strahl) und ihre Freundin Tina (Lisa Marie Koroll) auf dem Reiterhof Besuch von internationalen Gastschülern, darunter der smarte Francois, der sogar Gitarre spielen kann, einen Wuschelkopf hat und mit seiner Brille eben auch so was Intellektuelles.

Beim Casting für Francois improvisierte Tilmann Pörzgen einen französischen Akzent, „ich kann die Sprache gar nicht“. Aber der Auftritt des 22-Jährigen überzeugte, und der Akzent wurde in den Film mit rübergenommen, das war eigentlich nicht geplant. Gedreht wurde in Brandenburg und in Sachsen-Anhalt, immer draußen. Da Tilman Pörzgen in seiner Kindheit reiten lernte, passte er auch von daher in die Geschichte, bei der die Jugendlichen aber auch auf eine Geocaching-Challenge gehen. Es wird eine Schatzsuche, bei der sich einige Jungs nicht fair verhalten. Im Gegenzug angeln sich Bibi und Tina den netten Francois für ihr Team.

Dass sich Tilman Pörzgen, der zuletzt in „Abschussfahrt“ zu sehen war, beim Drehen eine Augenentzündung zuzog, wurde gut kaschiert, da fallen eben mal ein paar Haare übers Auge. Regie führte wie in den Bibi/Tina-Filmen zuvor Detlev Buck, was im Ergebnis neben der zielgruppengerechten Geschichte, also Mädchen im Bereich von 12 bis 14 Jahren, auch einigen trockenen bis absurden Humor garantiert.

Für Tilman Pörzgen öffnete sich über den Dreh ein weiteres Fenster. Er singt im Film ja ein Lied, nun singt er auch im Studio von Peter Hoffmann in Vögelsen. Dort nahm Bibi alias Lina Larissa Strahl mittlerweile ein Album auf; könnte sein, dass ein Lina/Tilman-Duett dabei ist. „Ich bin einer Probierphase, mache auch ein Praktikum bei Peter“, sagt der Schauspieler, der sich nach wie vor in seiner Lüneburger WG pudelwohl fühlt.

Am 21. Januar startet der Film bundesweit im Kino, die ersten beiden Folgen zogen zusammen immerhin rund 2,5 Millionen Besucher an. Die Neugierigeren können „Bibi & Tina 3 — Mädchen gegen Jungs“ schon in einer Vorpremiere heute, Sonntag, 17. Januar, sehen: um 14 Uhr im Filmpalast, um 15 Uhr im Scala-Programmkino und auch in Uelzen und Winsen.

„Das Jahr fängt super an“, sagt der Schauspieler. Eins hat er noch vergessen. Bevor er nach Neuseeland fliegt, steht vielleicht noch ein Fotoshooting auf den Kanaren an. Und nach den „Pfefferkörnern“? Das werde sich ergeben, feste Ziele für 2016 hat Tilman Pörzgen nicht. Er ist sicher, dass es weitergeht, neue Aufgaben kommen. Na ja, ein Ziel hat er denn doch: einen Halbmarathon unter 1:30 Stunde. Die Marke wird er in Hannover knacken.