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Am Freitag zeigt das Scala einen Vortrag über Fehler in der Filmsynchronisation. Montage: scala
Am Freitag zeigt das Scala einen Vortrag über Fehler in der Filmsynchronisation. Montage: scala

Scala Programmkino: Vortrag über Synchronisationsfehler

ff Lüneburg. „Ich seh` dir in die Augen, Kleines“ – dieser Satz gehört zu den ganz großen Momenten der Filmgeschichte. Nur: tatsächlich hat Humphrey Bogart alias Rick zu Ilsa, also Ingrid Bergman, in der Originalfassung von „Casablanca“ etwas ganz anderes gesagt: „Here’s looking at you, kid“. Ein Übersetzungsfehler, ein Fall von schlampiger Synchronisation. Über solche Irrtümer, aber auch über Korrekturen, Begradigungen und Fälschungen berichtet Nils Daniel Peiler am Freitag, 29. Januar, 19 Uhr im Scala-Kino.

Peiler, Jahrgang 1988, Lehrbeauftragter der Universität des Saarlandes, ist Film-Analytiker. Unter dem Titel „Nun mal schön die Fassung bewahren!“ spricht der Autor über seltsame Phänomene. Warum wird beispielsweise in Pulp Fiction aus einem „bad motherfucker“ ein „böser schwarzer Mann“? Warum verwandeln sich deutsche Terroristen in „Stirb langsam“ in Italiener? Und warum wurden in „Darjeeling Limited“ aus Deutschen kurzerhand Schweizerinnen? Manches ist der political correctness geschuldet, oder auch den Gesetzen des Marktes.

Aber es gibt auch simple Hörfehler. Ed Harris sagt in dem Film „Apollo 13“, in dem die Besatzung einen kastrophalen Defekt mit unzureichenden Bordmitteln repariert, in der Synchronisation: „Wir müssen ein eckiges Schwein durch ein rundes Loch zu schieben.“ Es war aber nur ein „Stöpsel“ gemeint, „pec“ statt „pig“.